Czytaj książkę: «Die Klavierlehrerin: Erotische Novelle»
Vanessa Salt
Die Klavierlehrerin: Erotische Novelle
Lust
Die Klavierlehrerin: Erotische Novelle ÜbersetztGesa Füßle Original Pianolärarinnan - erotisk novellCoverbild / Ilustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2019 Vanessa Salt und LUST All rights reserved ISBN: 9788726234138
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
„Natascha Romanova …“
„Musst du dich vorstellen?“, empört sich Gustaf am anderen Ende des Telefons. „Ich bin es doch!“
Natascha starrt auf den Handybildschirm. Gustafs gestochen scharfes Gesicht leuchtet sie an. Der Mund, der kaum lächelt, mit den dünnen Lippen. Warum hat er ausgerechnet das Foto gewählt?
„Ich … Es ist doch mitten in der Nacht …“
„Ist doch egal, Liebl … Nat. Es ist gut gelaufen. Das Konzert, meine ich. Falls du dich gefragt hast.“
„Warum sollte ich um …?“
„In der Pressemitteilung nannten sie mich ‚den Virtuosen aus dem Norden‘. Der erste in der Carnegie Hall aus dem kalten Schweden.“
„Schön.“
„Aber ich muss jetzt weiter, ich meine, ich muss schlafen. Morgen ruft Boston, haha.“
„Symphony Hall?“
„Jaa, genau, so heißt sie. So machen wir das, ich vermisse dich, Küsschen und schlaf gut.“
Es ist fünf Uhr morgens und Natascha Romanova wirft ihr iPhone Xs so weit sie sich traut von sich weg in dem großen Bett. Sie weiß nicht, ob sie träumt, oder ob Gustafs Stimme noch immer durchs Telefon dröhnt.
Es könnte ihr kaum egaler sein.
War es schon immer so?
Wahrscheinlich.
Aber am Anfang war es doch sicher anders?
Hör auf, dir was vorzumachen.
Natascha wälzt sich im Bett. Überlegt aufzustehen, entscheidet sich aber dagegen. Es ist kalt. Die Februarsonne, wenn sie sich überhaupt mal zeigt, kann die riesige Wohnung nicht erwärmen. Die Kälte findet den Weg durch die schönen, aber schlecht isolierten Fenster. Das ist immer die Entschuldigung, in dieser Vorzeigewohnung wohnen zu bleiben. Schön, aber unpraktisch.
„Und wir ziehen schließlich das Schöne vor, nicht wahr, Nat?“, wie Gustaf immer zu sagen pflegt, wenn jemand die viel zu große Wohnfläche oder den kalten Fußboden kommentiert.
„Jugendstil!“, fährt er meistens dramatisch fort. Gestikuliert mit den Händen zu den bogenförmigen Fenstern mit den Sprossen im oberen Teil, zum Kachelofen mit den Weinrebenmuster und zum Stuck über den Spiegeltüren, um schließlich auf den Steinwayflügel zu zeigen, der mitten im Salon steht. Dann schnalzt Gustaf mit der Zunge und dröhnt theatralisch: „Hier kommt man in Stimmung, hier kann man schaffen und sich weiterentwickeln. Die Seele braucht das Schöne.“ Am Ende legt er dann immer den Arm um Natascha und tut mit seiner Bassstimme kund: „In dieser Wohnung werden wir leben, und hier werden wir sterben.“
Es ist ja nicht so, dass ich nicht längst tot bin. Oder zumindest halbtot.
In Vilnius war es anders. Dort, wo sie aufgewachsen ist.
Natürlich war sie als Kind von Russen privilegiert gewesen. Sie hatte die beste Ausbildung bekommen, war aufs Konservatorium gegangen und das Leben als umworbene Berühmtheit genossen.
Es war an und für sich nicht so schlimm in Vilnius.
Aber trotzdem. Die Sommer waren heiß und die Winter kalt. Nicht wie hier, im noch kleineren Uppsala: einförmig und grau.
Ich war mindestens so virtuos wie Gustaf.
Niemand hatte Franz Liszts Klavierkonzert gemeistert wie sie. Alle fünf Konzerte, die sie in dem alten Konzerthaus von Vilnius gegeben hatte, waren ausverkauft gewesen.
Es ist ja auch nicht gerade groß … 700 Plätze vielleicht.
Dann war die Sowjetunion zusammengebrochen. Ihre Eltern waren abgesprungen um sich mit Privatunterricht in Russisch über Wasser gehalten, sie selbst hatte ihr geliebtes Klavier verkaufen müssen. Zu denjenigen, die es noch immer wagten, mit ihnen Kontakt zu haben, hatte sie etwas zu keck gesagt, dass selbst Liszt sein Klavier verkaufen musste.
Was für eine grauenhafte Misere das gewesen war.
Natascha dreht sich noch einmal im Bett um. Der kalte Schweiß liegt wie ein Film über ihrem ganzen Körper. Ihr eisblonder Schopf liegt unordentlich in alle Richtungen, nachdem sich der geflochtene Zopf in seine Bestandteile aufgelöst hat. Wie oft hat sie das schon durchgekaut? Sie weiß, wie es ausgeht.
Gustaf hatte 1995 ein Konzert in Vilnius gehabt, vier Jahre nach Litauens Unabhängigkeit. Sie hatte eine Rezension im russischsprachigen Blättchen schreiben dürfen, das auf dem absteigenden Ast war und die Löhne kaum bezahlen konnte. Sie hatte den neuen schwedischen Star sogar am Tag nach dem Konzert interviewen dürfen.
Sie hatte offenbar einen unauslöschlichen Eindruck auf ihn gemacht, da er darauf bestanden hatte, sie noch am gleichen Abend zum Essen einzuladen. Dann hatte er die Rückreise storniert und einen Besuch bei ihrer Familie anberaumt. Sie hatten in ihrer engen Wohnung gesessen und aus abgenutzten Kaffeetassen getrunken.
Es fühlte sich an, als ob Mama und Papa mich verkauften. Mit sorgenvollem Lächeln auf den Lippen. Dabei aber einschleimend dankbar.
Ihre Tochter sollte ein besseres Leben haben.
Natascha kneift die Augen zu. Vielleicht geht das Bild dann weg, wie ihre Eltern sich ansehen und fast unmerklich mit den Schultern zucken.
Nein, es geht nicht weg …
Natascha tastet unter den Seidenkissen herum. In den letzten Jahren hat sie viel unter den Seidenkissen herumgetastet. Da versteckt sie den Dildo, wenn Gustaf nicht zu Hause ist. Nicht, dass einer ihrer Klavierschüler hier jemals reingekommen wäre oder überhaupt ins Schlafzimmer gesehen hätte, das sich direkt an den Salon mit dem Flügel anschließt. Sie legt immer großen Wert darauf, die Tür zu schließen.
Und wenn ich die Tür heute einen Spalt offen lasse? Heute Abend, wenn Dionysos kommt. Oder war es Christian?
Sie kann ohnehin nicht mehr einschlafen. Das weiß sie einfach.
Shit, was denke ich denn da?
Er ist lang und dick. Deutliche Adern und eine große Eichel. Ein schöner Sack. Schwarz. Ganz schwarz. Das Silikon glänzt matt im Halbdunkel.
Sie liebt ihn.
Natascha erinnert sich noch gut, wie sie endlich frei hatte und mit riesiger Sonnenbrille zum Lustgarten schlenderte, dem Sexshop in der Sankt-Olofgata, als der Fußweg mindestens zwanzig Meter vor und hinter ihr keine Fußgänger aufweisen konnte.
Sie wird noch immer rot, wenn sie daran denkt.
Wie die Ladenbesitzerin enthusiastisch die Batterien eingelegt und darüber geplaudert hatte, wie effektiv er war. Effektiv. Wie sie ihn angeschaltet hatte und er wie tausend Bienen in dem kleinen Laden gesummt hatte. Zwei Teenagerinnen hatten begeistert hinter ihrem Rücken gekichert, als die Besitzerin die verschiedenen Programme erklärt hatte und was sie mit dem Körper machen.
Oder mit der Knospe?
Natascha wärmt den Silikonschwanz mit beiden Händen an und ihre Gedanken schweifen zu Dionysos.
Dionysos … was für ein Name.
Genauso üppig wie der Gott des Weines. Lockige Haare und runde Wangen. Große, braune Augen mit den langen Wimpern einer Frau. Trotz der dicken Finger spielt er wie ein junger Gott.
Unbegreiflich …
Unbegreiflich dass sie, fünfundvierzig Jahre alt, über einen mindestens fünfundzwanzig Jahre jüngeren Burschen fantasiert. Denn ein Bursche ist er ja noch. Zumindest in ihren Augen.
Obwohl … warum nicht?
Sie schaltet ihn an.
Hier zu Hause klingt es gemütlich. Ungefähr wie eine Nähmaschine. Oder eine schnurrende Katze.
Ich frage mich, wie dieser spröde Christian aussieht. Eigentlich … im Vergleich zu Dionysos …
Natascha lässt die schwarze Eichel an ihrem Venushügel vibrieren. Sie macht es immer so. Das Programm lässt die Vibrationen des Dildos sich gleichmäßig über ihre Muschi ausbreiten und der harte Knochen an genau der Stelle unter der Haut hilft dabei. Verstärkt das Schöne. Hinter ihren geschlossenen Augen sieht sie, wie Dionysos sich langsam auszieht. Stück für Stück fällt seine Kleidung zu Boden. Er lächelt vorsichtig und sieht sie schüchtern an. Seine schokoladenbraunen Augen glänzen, als er ihren nackten Körper betrachtet. Dann dreht er sich um und zieht sich die Boxershorts runter.
So runde Pobacken …
Sie sieht ein Stück von seinem Sack zwischen den gewölbten Schenkeln.
Nicht viele Haare. Ich sehe sogar die Gänsehaut.
Natascha seufzt und führt den Dildo näher an ihre Klitoris. Sie ist vor Erwartung bereits geschwollen. Sie lässt die schwarze Silikoneichel um die Knospe herumgleiten und streicht dann langsam außen an den Schamlippen entlang. Sie will sich das Beste bis zum Schluss aufbewahren.
Natascha öffnet die Augen und starrt zur Decke. In der Mitte der Schlafzimmerdecke haben sie und Gustaf einen Kristallkronleuchter aufgehängt, den sie von seinen Eltern bekommen haben. Er ist unfassbar geschmacklos. Wenn sie nur den ansehen würde, hätte sie sofort keine Lust mehr.
„Wir dachten, es wäre schöner mit bunten Kristallen statt der alten normalen“, hatte ihre Schwiegermutter gesagt. „Und dann habt ihr vielleicht bemerkt, dass das gar keine Kristalle sind, sondern eher Tropfen, deshalb fanden wir, dass das ein perfektes Geschenk für Neuvermählte ist.“
Verdammt noch mal … konzentrier dich!
Stattdessen lässt sie ihren Blick um den Stuck am Lampensockel schweifen. Die Dachrosette ist voller kleiner Cherubs, die Weintrauben essen. Alles in einem komplizierten Muster. Wenn sie es ohne zu blinzeln ansieht, sieht es fast so aus, als ob sie in einer unendlichen Schleife hintereinander hertanzen. Die Köpfe mit ihren gipsweißen Locken und Gesichtern mit ihren runden Bäckchen gleichen Dionysos. Aber ihre pummeligen Körper nicht. Denn als der richtige Dionysos sich in Nataschas Fantasie wieder umdreht, als sie die Schamlippen mit ihrem Dildo auseinanderschiebt, die Eichel einführt und etwas drückt, da steht er vor ihr, ganz nackt und mit einem prächtigen Ständer.
Oh, Gott …
Nie hat sie etwas Vergleichbares gesehen. Der Schwanz scheint fast zu groß für seinen rundlichen Körper zu sein. Er biegt sich nach oben, die Adern pulsieren blaulila am Schaft entlang und die Eichel … die Eichel ist die größte, die sie je gesehen hat. Blaulilarot glänzt sie vor ihren Augen, und ein Tropfen drängt sich heraus, als er die Vorhaut über sie schiebt und wieder zurückzieht.
Viel von dem schwarzen Silikonschwanz ist jetzt in ihr drin. Sie führt ihn im gleichen Takt vor und zurück, in dem Dionysos sich selbst befriedigt. Sie kneift die Augen zu und konzentriert sich auf die dicklichen Finger, die den Schaft umschließen und sich im gleichmäßigen Takt bewegen. Entfernt hört sie, wie es da unten schmatzt, so nass ist sie. Halb in der Geilheitstrance gelingt es ihr, das Programm des Dildos noch einmal zu ändern. Nun stößt er pulsierend und es fühlt sich an, als ob er ihr Inneres mit schnellem Rhythmus nach außen presst.
Darmowy fragment się skończył.