Objętość 300 stron
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O książce
Mattis erbt nach dem mysteriösen Selbstmord seines Onkels Gustav ein Millionenvermögen. Er gibt den ungeliebten Beruf des Zahnarztes auf, bricht mit seinen Eltern und zieht sich auf das Anwesen des verstorbenen Onkels zurück. In den schier endlosen Zimmerfluchten der schlossartigen Villa macht Mattis ebenso irritierende wie skurrile Entdeckungen; an seiner Seite, doch ohne je das Gebäude zu betreten, das gehörlose Faktotum der Familie, der Gärtner Schorsch. Stück um Stück nähert sich Mattis so dem exzentrischen Leben des Verstorbenen, ohne es jedoch wirklich fassen zu können. Kurz davor, sich in Gustls Alter Ego zu verlieren, stürzt sich Mattis in eine Amour Fou mit Gustls Jugendfreund Beat. Und lüftet schließlich ein Geheimnis, das der Onkel stets zu wahren wusste. Aus gutem Grund, wie sich zeigen wird. Als wäre das alles noch nicht Drama genug, gerät die Außenwelt durch Seuchen, Kriege und Naturkatastrophen an den Abgrund einer Dystopie. Angesichts einer anbrechenden Eiszeit beginnt Mattis mit Beats Hilfe, den Keller der Villa in einen Schutzraum zu verwandeln. Hier, von der Außenwelt abgeschnitten, ringt unser Ich-Erzähler um den Sinn des Daseins und sieht sich den existenziellen Grundfragen nach sexueller Identität, Beziehung, Verlust und Tod unerbittlich ausgeliefert. In ihrem aberwitzigen Versuch zu überleben, bleiben die mit feiner Ironie gezeichneten Charaktere erfrischend nahbar und berührend. Vielleicht auch deshalb, weil sich die Hoffnung auf ein gutes Ende als trügerische Fata Morgana erweisen könnte?
