Czytaj książkę: «Flammen der Leidenschaft: Erotische Novelle»
Sofia Fritzson
Flammen der Leidenschaft: Erotischer Roman
Lust
Flammen der Leidenschaft: Erotischer RomanOriginaltitel: En flamma av passionÜbersetzt von Gesa Füßle Copyright © 2017, 2019 Sofia Fritzson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726096583
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit LUST und den Autoren gestattet.
Flammen der Leidenschaft
Felicia stellt den Motor ab und steigt aus dem Auto. Sie fröstelt und knöpft die Jacke zu. Obwohl die Kälte ihr in den Kragen kriecht und ihre Zehen in den Stiefeln kalt werden, bleibt sie stehen und sieht zu dem stattlichen gelben Haus aus der Jahrhundertwende hinauf, das in glänzenden Schnee gebettet ist. Es dauert noch viele Stunden bis das Fest beginnt, aber es fängt schon an zu dämmern und am geschippten Weg stehen angezündete Sturmlichter. An der Treppe zur Haustür sind die Büsche mit leuchtenden Lampen versehen, die zur einladenden Stimmung beitragen. In den Fenstern verbreiten die Weihnachtstreppchen warmes, gelbes Licht. Der Anblick ist einladend. Felicia holt ihre Tasche vom Rücksitz und geht zum Haus.
Bevor sie am Haus angekommen ist, fliegt die Tür auf und Josefin erscheint auf der Treppe.
„Endlich!“, ruft sie und nimmt Felicia fest in den Arm. „Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr. Warum hat das so lange gedauert?“
„Ich habe mich verfahren“, gibt Felicia zu.
„Aber du warst doch vergangenes Jahr zur Hochzeit hier. Dein Orientierungssinn ist echt kaputt.“ Josefin lacht, aber es ist ein freundliches Lachen, das dem Kommentar seine Spitze nimmt.
„Ist das kalt! Komm schnell rein!“ Josefin nimmt die Reisetasche, scheucht Felicia in die Eingangshalle und schließt die Tür hinter sich. Dann nimmt sie Felicias Jacke und hängt sie an die Garderobe. „Filip ist am Bahnhof und holt einen Kollegen ab“, erzählt Josefin weiter. „Wir haben vor der Party noch einiges zu tun, also wunder dich nicht, wenn du ihn vor heute Abend nicht siehst.“
Eine große, ausladende grüne Tanne in Rot und Gold thront in der Halle.
„Ich habe gedacht, dass du das gleiche Zimmer wie vergangenes Jahr haben willst“, sagt Josefin.
Felicia spürt einen Klumpen in der Magengegend, aber sie zwingt sich zu einem Lächeln und nickt. „Das klingt perfekt.“ Sie hantiert umständlich mit ihrer Reisetasche und lässt ihre dunkle Pagenfrisur dabei ihr Gesicht verdecken.
„Warts ab, dann siehst du alle Verbesserungen, die wir vorgenommen haben“, sagt Josefin und geht in den hinteren Teil des Hauses vor. „Alle anderen Gäste werden sich drum schlagen, einen Fuß in dein Zimmer zu setzen.“
„Wird es eine große Feier?“, fragt Felicia unruhig.
„Es ist Silvester, natürlich wird es eine große Feier“, antwortet Josefin, als ob es selbstverständlich wäre, dass alle Silvester mit dem größtmöglichen Brimborium feiern wollen. „Ich habe alle eingeladen, die ich kenne. Fast“, fügt sie lachend hinzu.
Felicia bezweifelt, dass alle, die Josefin kennt, selbst in einem so großen Haus Platz fänden. Ihre Schwägerin ist sehr kommunikativ und hat viele Kontakte. Josefin hat Bekannte von der Universität, von den verschiedenen Zeitungen und Webredaktionen, bei denen sie gearbeitet hat, und dann hat sie noch diverse Geschwister mit weiteren Kontakten. Und als sie Felicias Bruder heiratete, bekam Felicia die Verwandtschaft mit dazu. Sie hat eigentlich nichts gegen Josefins Familie, aber es sind wirklich viele und Felicia zieht es vor, Menschen einzeln zu treffen und mit ihnen zu sprechen, statt in einer lautstarken Gruppe.
„Meine Geschwister kommen natürlich“, fährt Josefin fort. „Einige meiner Kollegen, alte Freunde und natürlich Filips Clique. Du kennst sie sicher: Basse, Robert und Adam.“
Der Klumpen in Felicias Magen wächst. Adam. Natürlich wird Adam hier sein, aber sie hatte gehofft, dass er von einer Krankheit niedergestreckt werden würde. Norovirus oder eine schlimme Grippe.
„Aber die meisten fahren nach dem Fest nach Hause, nur du und ein paar Freunde übernachten.“
Hoffentlich fährt er nach Hause. Und wenn er es nicht tut, sind vielleicht genügend Gäste da, dass sie in der Menge untertauchen kann. Wenn sie Glück hat, trifft sie ihn nicht mal. Felicia drückt sich die Daumen.
Josefin öffnet die Tür zum Zimmer und geht hinein. Der Holzboden knarrt unter ihren Füßen, als sie zur Terrassentür geht.
Felicia stellt die Reisetasche hinter die Tür und sieht sich im Zimmer um. Es sieht noch genauso aus, wie sie es vom vergangenen Jahr erinnert, als sie nach Filips und Josefins ausschweifender Hochzeit hier übernachtet hat. Die Einrichtung ist weiß und gold, die Tapete hat Medaillonmuster und auf dem breiten Bett liegt eine farbenfrohe Flickendecke.
„Guck mal hier“, sagt Josefin und öffnet die Terrassentür.
Hinter der Terrassentür befindet sich eine kleine Holzveranda, auf der sich eine Wanne befindet. Die Wanne ist mit Wasser gefüllt und Spotlights erhellen sie mit hellblauem Licht.
„Sieht gemütlich aus, nicht?“, sagt Josefin. „Und durch die Holzwände ist sie abgeschirmt.“
Josefin hat Recht. Von der Wanne aus sieht man weißen Schnee und dunklen Wald, während sie an den Seiten durch die Holzwände geschützt ist, sodass man nicht die Blicke der Zimmernachbarn fürchten muss.
„Ich habe kein Badezeug dabei“, sagt Felicia.
„Na, und, wenn kümmert‘s? Du kannst doch nackt baden, dich sieht hier keiner, außerdem wird es schon dunkel.“ Josefin zwinkert ihr zu und lächelt zufrieden.
Felicia erwidert das Lächeln nicht. Für Josefin, die hübsch und selbstsicher ist, ist es sicher keine große Sache, nackt in einem Pool zu baden. Sie hat bei ihrer Schwägerin noch nie einen Pickel oder dunkle Augenringe oder Herpes gesehen. Fakt ist, dass Josefin heute superhübsch aussieht, obwohl sie herkömmliche kaputte Bluejeans trägt, ein einfaches langärmeliges Top und das rotblonde Haar zum Pferdeschwanz gebunden hat.
Josefin bemerkt ihre Stimmung nicht und geht wieder in das Zimmer. „Filip und ich haben jetzt richtig viel zu tun damit, dass alle Gäste herfinden und dass die, die übernachten, sich einrichten können.“ Sie hält beim Schreibtisch am Bett inne. „Ach ja, Marianne, die hier sauber macht, hat mich gebeten, dir das hier zu geben.“ Josefin holt ein Armband aus der Schublade. „Du musst es vergangenes Jahr verloren haben.“
„Oh, ich dachte, es wäre für immer verloren“, sagt Felicia und nimmt das feine Silberarmband entgegen.
„Sie ist wirklich unübertroffen, wenn es darum geht, Verlorenes wiederzufinden“, erzählt Josefin. „Sie putzt so gründlich und geht dann quasi noch mit der Lupe durch die Zimmer. Auch wenn nur ein Kassenbon aus einer Tasche gefallen ist, kümmert sie sich darum und gibt ihm dem Besitzer zurück, wenn es irgendwie geht.“
Felicia legt sich das Armband ums Handgelenk. „Grüß sie von mir und danke ihr.“
„Das kannst du nachher selbst tun, wenn du willst. Marianne wohnt so nah, dass sie versprochen hat, mit uns zum Neuen Jahr anzustoßen. Und jetzt lasse ich dich in Ruhe auspacken, wir sehen uns später, ja? Sag Bescheid, wenn du etwas brauchst.“ Josefin drückt ihren Arm, bevor sie das Zimmer verlässt. Felicia bleibt allein zurück.
Darmowy fragment się skończył.