Czytaj książkę: «Generation Autosex: Erika Lust-Erotik»

Czcionka:

Sarah Skov

Generation Autosex: Erika Lust-Erotik

Lust

Generation Autosex: Erika Lust-Erotik Übersetzt vonKirsten Evers Originaltitel Generation BilsexCopyright © 2018, 2019 Sarah Skov und LUSTAll rights reservedISBN: 9788726076172

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Generation Autosex

Sarah Skov

Sie zieht die Rolle mit dem Geschenkpapier heraus, schneidet ein Stück ab und beginnt einzupacken. Ihre Hände arbeiten routiniert mit dem Papier, während die Kundin mit gefalteten Händen alles überwacht. Sie faltet das Papier um die kleine Schachtel. Die Ecken glättet sie mit den Fingern, bis sie schön scharfkantig sind. Dann holt sie ein langes, helles Seidenband unter dem Tresen hervor.

„Ist das in Ordnung?", fragt sie.

Die Kundin nickt und lächelt überzeugt. Schnell wickelt die Verkäuferin das Band um die Schachtel und verziert alles mit einer übertrieben großen Schleife. Die Enden schneidet sie zu. Es gibt immer Reste beim Einpacken. Das gefällt ihr. Hier kann man Seidenband und Geschenkpapier verschwenden, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Sie dreht und wendet das Päckchen auf dem Tresen, so als würde sie sicherstellen, dass auch wirklich alles perfekt ist. Das macht sie natürlich hauptsächlich für die Kundin, damit es so aussieht, als würde sie gründlich arbeiten. Gründlichkeit ist ein Teil der Unternehmenspolitik. Sie hat schon zahllose Parfümschachteln eingepackt und weiß ganz genau, dass das Geschenk perfekt aussieht. Die Kundin lächelt zufrieden, zieht die Schultern leicht an und atmet erleichtert auf. Die Verkäuferin holt eine Tüte hervor und legt vorsichtig das Päckchen hinein, als würde sie ein Kleinkind in eine Wiege betten. Berufsbedingte Aufmerksamkeit und Sorgfalt verschwinden zusammen mit dem Geschenk in der schwarzen Plastiktüte.

„Einen schönen Tag noch", sagt sie und lächelt die Kundin an, als sie ihr die Tüte über den Tresen reicht. Die Kundin nickt ein paar Mal und lächelt mit geschlossenem Mund.

Zeit für eine Vormittagspause. Sie holt ihre Tasche aus dem Personalraum, verlässt das Geschäft und geht über die Straße in einen kleinen Park. Dort setzt sie sich auf eine Bank und atmet zum ersten Mal an diesem Tag frische Luft. Die schweren parfümierten Düfte hängen ihr noch in der Nase, und sie muss mehrmals tief ein- und ausatmen, bevor sie die Bäume und das Gras riechen kann. Bevor sie die Vögel singen hört, dauert es noch länger. Ihre Finger fischen eine Zigarette aus der Tasche und zünden sie an. Nach ein paar Zügen breitet sich Ruhe in ihr aus. Das Gras duftet, die Vögel zwitschern. Eine sanfte Brise bringt die Haare auf ihren Armen zum Zittern. Sie muss unwillkürlich lächeln und erinnert sich an damals, als sie in den Wald fuhren. Damals, als sie das Auto in einem kleinen Pfad am Waldrand geparkt hatten. Damals, als es so warm war, dass sie die Fenster hatten öffnen müssen und der Duft von taunassem Gras und der Gesang der Amsel ins Auto geweht waren. Damals, als sie ihren Orgasmus so kraftvoll herausschrie, dass es den Gesang der Vögel verstummen ließ.

Sie nimmt noch einen Zug von der Zigarette, lächelt und tritt ein paar kleine Steinchen unter der Bank hervor.

Auf dem Weg zu seiner Kabine grüßt er ein paar Kollegen. Diejenigen, die bereits bei der Arbeit sind, nicken ihm freundlich zu, als er an ihnen vorbeigeht. Das Klicken der Tastaturen und das kollektive Summen der Stimmen, die versuchen, potenzielle Kunden vom Kauf ausgerechnet ihrer Mobilfunkverbindung zu überzeugen, erfüllen den Raum. Er hat seine Kabine, die er mit einer Kollegin teilt, erreicht. Ihre Schicht endet und seine beginnt. Sie sitzt noch immer auf ihrem Platz.

„Bei uns bekommen Sie die ersten drei Monate für nur einen Euro und im Anschluss zahlen Sie nur zehn Euro monatlich. Wenn Sie nicht zufrieden sind, können Sie nach dem ersten Monat bei vollem Preis kündigen“, sagt sie. Sie atmet kurz ein, aber das ist nur eine Kunstpause. Der Kunde soll Zeit haben, die Information zu verdauen, aber nicht genug, um sich eine Ausrede fürs Auflegen auszudenken.

„Das ist schon sehr viel günstiger als ihr jetziger Vertrag", sagt sie und setzt gleich fort: „und ich kann Ihnen einen unserer Techniker schicken, um Ihnen beim Einrichten zu helfen. Wenn Sie möchten."

Stille am anderen Ende. Die Kollegin sieht ihn an und hält einen Zeigefinger hoch. Sie lehnt sich an die dünne Wand der Kabine und trinkt einen Schluck Kaffee. Überall im Büro ist Schichtwechsel. Leute stehen auf, seufzen, nehmen die Headseats ab, strecken sich. Dehnenihre Körper, um die vom Sitzen verklebte Rückenmuskulatur zu lockern. Einige halten sich das Kreuz, während andere bereits das Abteil verlassen haben und zum Abschied winken.

Darmowy fragment się skończył.

4,27 zł