Czytaj książkę: «Wandern mit Kindern: Freizeit, Natur und Mehr genießen.»
Wanderspaß mit Kindern
Eifel
Sabine Parschau
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Wandern in der Eifel
NÖRDLICHER TEIL
1Sieben auf einen Streich
Rund um die Villeseen
2Höhenfieber und Ritterburg
Die Buntsandsteinfelsen bei Nideggen
3Am See und auf dem See
Von Einruhr nach Rurberg
4Barrierefrei und abenteuerlich - das geht!
Der Wilde Kermeter
5Geschichte begreifen im Nationalpark Eifel
Die Wüstung Wollseifen und Vogelsang
6Architektonisches Meisterwerk in der Provinz
Zur Bruder-Klaus-Kapelle
7Das Rundum-sorglos-Paket für die ganze Familie
Die Steinbachtalsperre
8Ausflug ins Mittelalter
Rund um Bad Münstereifel
9Exkursion durch die Steinzeit
Die Kakushöhle in Mechernich
10Den Bergleuten auf der Spur
Der Pingenwanderpfad
11Ku(h)lturlandschaft pur!
Der Kaller Milchweg
12Ganz schön schlau, die alten Römer
Der Grüne Pütz
13Fossilien finden und Waldxylofon üben
Der Löwenzahn-Erlebnispfad in Nettersheim
14Dem Universum ganz nah
Das Radioteleskop in Effelsberg
15Auf berühmten Wegen quer durch die Weinberge
Saffenburg und Rech
16Felsige Rundwanderung mit weiten Ausblicken
Teufelsloch und Langfigtal
17Mini-Haus und römische Villa
Rund um die Ahrquelle in Blankenheim
18Über magische Pfade zu Eichendorffs Felsen
Lyrik am Düvelssteen
19Voll auf dem Holzweg
Der Moorpfad in Dahlem
20Und der Vulkan - ist aktiv!
Rund um den Laacher See
WissenDer Nationalpark Eifel
DIE EIFEL IN BELGIEN UND LUXEMBURG
21Auf zu Napoleons Nase im wilden Warchetal
Burg Reinhardstein und Wasserfall
22Auf Holzpfaden zum höchsten Punkt Belgiens
Im Naturpark Hohes Venn
23Keine Sekunde Langeweile, versprochen!
Auf dem Waldlehrpfad in Heppenbach
24Genuss pur: Brücken, Felsen, Wasser
Der Bayehon-Wasserfall im Hohen Venn
25Einbahnstraße durch stockfinstere Felsspalten
Kleine Runde um Consdorf
26Quer durch die engen Schluchten des Müllerthals
Schiessentümpel und Eulenburg
SÜDLICHER TEIL
27Sehenswerte Laune der Natur
Von der Nohner Mühle zum Wasserfall Dreimühlen
28Vom Eifelturm die Vulkane im Blick
Das Booser Doppelmaar
29Mittelalterliches Flair und Fachwerkkulisse
Die Burgen von Monreal
30In die »Augen der Eifel« blicken
Zu den Dauner Maaren
31Alpines Panorama mit geheimnisvoller Höhle
Der Gerolsteiner Felsenpfad
32Mutige Höhlenforscher voraus!
Die Birresborner Eishöhlen
33Wie im Märchen
Traumpfad zur Burg Eltz
34Achtsam unterwegs
Entlang der Kleinen Kyll in Manderscheid
35Mit der Hetschenkönigin auf Tour
Der Määrchen-Naturwaldpfad am Holzmaar
36Ins Herz der Strohner Schweiz
Zur Lavabombe nach Strohn
37Mitten durch die Lavaströme
Die Elfengrotte in Bad Bertrich
38Nichts für schwache Nerven
Der Calmonter Klettersteig
39Die teuflische Acht
Teufelsschlucht und Irreler Wasserfälle
40Höhlen, Pützlöcher und Hängebrücken
Abenteuer im Butzerbachtal
WissenDie Vulkane der Eifel
Tourenüberblick
Register
Impressum, Touren- und Bildnachweis

Schon kleine Kinder können beachtliche Strecken schaffen, wenn der Weg interessant genug ist.

Die Natur ist ein abwechslungsreicher Abenteuerspielplatz.

Die Eifel: duftendes Heu und weiter Blick

Wanderzeit ist ungestörte Familienzeit.

Ein »Bad« im Herbstlaub gefällt auch den jüngsten Wanderern.

Gemeinsam wandern macht am meisten Spaß.
Wandern in der Eifel
Elfengrotte, Teufelsschlucht und Eishöhlen – die vulkanische Vergangenheit der Eifel hat ein Wanderparadies für entdeckungsfreudige Kinder geschaffen. Dabei geht es an Flussufern entlang, bergauf und bergab, buchstäblich über Stock und (Vulkan-)stein, auf dem auch geklettert werden darf. Sportliche Kinder dürfen sich also herausgefordert fühlen. Aber auch weniger bewegungsfreudige Kinder haben in der Eifel viele Möglichkeiten, mit Spaß in der Natur aktiv zu werden.
Bei allen Unternehmungen ist es wichtig, Kinder nicht zu überfordern. Zu weit, zu anspruchsvoll, zu wenige Pausen und das falsche Picknick: Schnell kann die erste Wanderung auch die letzte sein, die Kinder freiwillig antreten. Die Touren in diesem Buch sollen der ganzen Familie Spaß machen. Die Altersangaben und Gehzeiten helfen dabei, die richtige Tour zu finden. Mit den Infos zu Einkehr- und Spielmöglichkeiten und den vielen anderen Freizeittipps können Sie ganz einfach Ihr Ausflugspaket für einen Tag, ein Wochenende oder einen Urlaub in der Eifel schnüren.

Pfefferminzbonbon oder Gallapfel?
Was schafft mein Kind?
Die Altersangaben und Gehzeiten liefern eine erste Orientierung, was ein durchschnittlich trainiertes Kind schaffen kann. Eher als die Kondition spielt aber die Motivation eine entscheidende Rolle für die Tagesverfassung. Wer heute problemlos acht Kilometer gelaufen ist, mag morgen an der ersten Steigung keinen Schritt mehr tun. Klar ist aber auch, dass ein Vierjähriger unmöglich das Pensum eines zehnjährigen Kindes schaffen kann. Routinierte Kinder werden sicher einige Touren deutlich schneller als angegeben bewältigen. Je mehr es zu sehen und zu erleben gibt und je größer die Gruppe ist, umso mehr Zeit sollten Sie einkalkulieren. Letztlich wissen Sie als Eltern sicher am besten, was Sie Ihrem Kind und sich selbst zutrauen möchten, um einen entspannten Wandertag zu erleben. Planen Sie nicht zu ambitioniert und lieber zu viel als zu wenig Zeit ein. Wem der drohende Einbruch der Dunkelheit im Nacken sitzt, bringt sich und seine Kinder unnötig in Stress. Bei uns hat sich die Faustformel bewährt: Gehzeit plus mindestens die Hälfte drauf ergibt die Gesamtzeit.

Diese Pilze schauen wir besser nur an.
Motivation fördern
Greifen Sie schon bei der Tourenplanung ein bisschen in die Trickkiste der Motivationsförderung: Manchmal kann ein leckeres Picknick über ein kleines Formtief helfen. Fast immer ein Garant für fröhliche Kinder ist es, Freunde der Kinder mitzunehmen. Eigentlich immer gilt zudem: Der Weg macht‘s. Kaum ein Kind wandert gerne über breite, geteerte Forststraßen Kehre um Kehre bergauf – Erwachsene übrigens auch nicht. Über schmale Pfade, Fels und Stein oder gar über einen Fluss sieht die Sache ganz anders aus. Die Eifel bietet ein unerschöpfliches Reservoir an abenteuerlichen Touren. Zugleich gibt es viele Wege, die sich auch für geländegängige Kinderwagen oder Laufräder eignen, ohne dabei langweilig zu sein. In diesem Buch sind, wenn möglich, Varianten angegeben, sodass die Tour entsprechend dem Alter Ihrer Kinder gegangen werden kann.

Wenn es viel zu sehen gibt, bleibt der Ausflug garantiert in guter Erinnerung.
Tourencharakter
Alle Touren in diesem Buch sind grundsätzlich problemlos zu bewältigen. Entsprechend der Gehzeiten und dem Charakter der Touren sollten aber eine gewisse Grundkondition sowie Trittsicherheit und Ausdauer vorhanden sein.
Viele der Wanderungen eignen sich für einen ausgedehnten Vor- oder Nachmittag. Ideal, um eine weitere Attraktion gleich mitzunehmen: hier ein Museum, da ein Freizeitbad, dort eine Burg.
Ein Wort zur Anfahrt
Leider ist der öffentliche Nahverkehr in der Eifel nicht so gut ausgebaut, dass ich Familien guten Gewissens grundsätzlich die Bus- oder Bahnfahrt empfehlen kann. Die meisten Touren lassen sich in einem zeitlich vertretbaren Aufwand nur mit dem Auto realisieren. Dort, wo es gute Alternativen gibt, sind sie aufgeführt. Dabei habe ich auch berücksichtigt, wie lange eine Bus- oder Bahnfahrt gegenüber der Autofahrt dauert und auf eine Angabe verzichtet, wo mir der Aufwand zu lang schien. Wer schon einmal mit einem müden, quengeligen Kleinkind eine Stunde auf einen Bus warten musste oder die Hälfte der Wanderung gehetzt ist, um ebendiesen noch zu erwischen, weiß, wovon ich spreche …
Achtung, Achtung!
Worauf sollten Sie achten, wenn Sie mit Ihren Kindern wandern gehen? Kinder sollen sich beim Wandern frei bewegen dürfen. Der Reiz vieler Wanderungen in der Eifel liegt auch darin, durch Höhlen zu gehen, auf Vorsprünge zu klettern oder ein Bachbett zu durchqueren. Trauen Sie Ihren Kindern ruhig etwas zu. Das kostet uns Eltern auch ein Stück Überwindung, keine Frage. Es soll sich ja niemand verletzen. Aber beim Wandern lernen Kinder gut, sich selbst einzuschätzen.
Besprechen Sie vorab wichtige Regeln, an die sich Ihre Kinder halten müssen: Grundsätzlich bestimmt der Langsamste – meist das jüngste Kind – das Tempo. Ältere dürfen zwar vorgehen, müssen aber an Weggabelungen warten und stets in Hör-, besser noch in Sehweite bleiben. An kritischeren Passagen oder wenn es sehr steil bergab geht, gehen stets Erwachsene voraus! In diesem Buch sind solche Stellen immer beschrieben, sodass Erwachsene »vorgewarnt« sind.

Toben und auf Bäume klettern: Hier kommen auch Kleine ganz groß raus.

»Wenn ich groß bin, werde ich mal Bäuerin!«
Droht ein Gewitter, sollte die Tour möglichst rasch beendet werden. Ist es dafür zu spät, gilt es, exponierte Punkte zu meiden und sich von hohen, allein stehenden Bäumen, Drahtseilen oder Aussichtspunkten fernzuhalten.
Ausrüstung
Für die Touren hier reichen feste, gut eingelaufene Schuhe meist aus. Wer häufig wandern geht, sollte über die Anschaffung knöchelhoher, wasserdichter Wanderschuhe nachdenken, die auch hervorragend als Winterschuhe geeignet sind und selbst in gebrauchtem Zustand immer Abnehmer finden.

»Auch schon da?« Die Erwachsenen haben mal wieder getrödelt.
Ansonsten ist eine Wanderung in der Eifel keine Expedition ins Ungewisse. Dennoch sollten einige Dinge griffbereit im Rucksack liegen. Dazu zählt eine Erste-Hilfe-Box für kleine Unfälle und ein Stück Schnur. Letztere hat uns schon wertvolle Dienste beim notdürftigen Reparieren von Schuhen oder Rucksäcken geleistet. Nasskaltes Wetter ist selten schön, aber ohne wetterfeste Kleidung schnell auch gefährlich. Unterschätzen Sie nicht die Sonneneinstrahlung in der Eifel und denken Sie an Sonnencreme und Kopfbedeckung. Für alle Touren, die direkt am Wasser vorbeiführen, empfehle ich für jüngere Kinder dringend Wechselkleidung. Nicht unbedingt notwendig, aber mitunter hilfreich ist sogenannte Funktionskleidung, die schnell trocknet. Die Kleidung sollte grundsätzlich bequem sein, auch schmutzig werden dürfen und von den Kindern gerne getragen werden.
Nehmen Sie immer einen Stoffbeutel mit – Sie werden ihn oft brauchen, nicht nur für den Müll, sondern auch, um die vielen Schätze in Form von Steinen, Früchten oder Tannenzapfen zu transportieren, die Ihre Kinder so fleißig unterwegs sammeln.

Wer nicht mehr gehen mag, wird vielleicht ein Stück getragen.
Einige Utensilien helfen außerdem, eine Wanderung zum Erlebnis zu machen: Hierzu zählen Taschenmesser, ein Fernglas oder ein Smartphone. Letzteres bietet nicht nur eine gewisse Hilfe in Notsituationen, sondern leistet auch gute Dienste beim Navigieren, Tourenaufzeichnen oder Fotografieren – Tätigkeiten, die auch Kinder sehr gerne übernehmen.
Pausen
Ohne Pausen keine Wanderung. Genießen Sie es, draußen zu sein und zu essen, auch wenn die Wanderung nicht unbedingt eine »Mahlzeit« erfordert. Sparen Sie dabei vor allem nicht an Getränken, auch wenn der Rucksack schwerer wird. Verlassen Sie sich nie ausschließlich auf Einkehrmöglichkeiten. Sie sind für dieses Buch zwar sorgfältig recherchiert, dennoch kann es kurzfristige Änderungen geben. Kindern ein Eis am Kiosk unterwegs versprechen, der dann wegen Pächterwechsel geschlossen hat? Der Tag ist gelaufen, die Wanderung sowieso. Hungrig weiterlaufen, weil auch der geplante Bratwurst-Stopp nun ausfällt? Noch schlechter.
Was aber gehört zu einer ordentlichen Brotzeit? Ganz einfach: Alles, was schmeckt und mit vertretbarem Aufwand getragen werden kann. Gerne darf es gesund sein: Nüsse sind ein sehr guter und schneller Energiespender. Obst und Gemüse, mundgerecht geschnitten, oder ein leckeres Stück Käse oder Wurst machen unterwegs glücklich. Schokolade oder einige Kekse gehören bei uns immer in den Rucksack – für alle Fälle, die dann spätestens auf der Rückfahrt auch eintreten … Als Getränk empfiehlt sich vor allem Wasser. Aber auch ungesüßte Tees löschen gut den Durst und wärmen unterwegs. Weniger geeignet sind Saftschorlen oder Limonaden und gänzlich unnötig sind sogenannte Energydrinks oder -riegel.
Und wer soll das alles tragen? Bei jüngeren Kindern werden das wohl die Eltern übernehmen. Aber wer – wie in unserem Fall – als Großfamilie unterwegs ist, wird schnell die Lasten verteilen: Jedes Kind kann seinen Proviant nebst Getränk ab etwa sechs Jahren selbst tragen – am liebsten im selbst ausgewählten Rucksack.
Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß und eine anregende Familienzeit mit Ihren Kindern in der Eifel!
Nördlicher Teil

Manchmal kommt es auf die Perspektive an.
1Sieben auf einen Streich
RUND UM DIE VILLESEEN


Tourencharakter Sehr leichte Wanderung auf breiten, fast ebenen Wegen, für Kinderwagen geeignet. Altersempfehlung Ab 5 Jahren Ausgangs-/Endpunkt Parkplatz am Liblarer Strandbad, Seestraße 3, Erftstadt-Liblar GPS-Daten 50.824111, 6.834194 Anfahrt A 61 bis Erftstadt, dann über L 265 Richtung Hürth zum Liblarer See. Einkehr Kiosk am Campingplatz, Waldbiergarten (Öffnungszeiten unter www.waldbiergarten.eu) Kosten Parkplatz 2 €, Eintritt Strandbad Erw. 3 €, Kinder 2 €, geöffnet in der Saison täglich von 8 bis 20 Uhr. Ausrüstung Mücken- und Sonnenschutz, Fernglas, Badesachen, eventuell Wechselkleidung wegen der Nähe zum Wasser Karte Freizeitkarte »Brühl und die Villeseen« des Naturparks Rheinland Information Naturpark Rheinland, Lindenstraße 20, 50354 Hürth, Tel. 02233/710 07 77, www.naturpark-rheinland.de

Sieben Gewässer an einem Tag? Klingt nach einem Mammutprojekt. Ist es aber nicht. Denn die Weiher und Seen liegen so dicht zusammen, dass teilweise nur ein Pfad dazwischen passt.
Wir starten auf dem gut ausgebauten Weg, der links neben dem Strandbad beginnt, und folgen den Hinweisschildern zum Weiher. Links, hinter Büschen halb versteckt, können wir den im Mai mit Seerosen überwachsenen Karauschenweiher schon bald sehen. Ein kleiner Pfad führt uns direkt ans Ufer. Zurück auf dem Hauptweg folgt gleich auf der rechten Seite der zweite Weiher.
Die Kinder sind nun zuversichtlich, dass auch die anderen fünf Seen an einem Tag zu schaffen sind. Dort, wo der Weg eine Kurve macht, halten wir uns geradeaus und folgen dem Weg A 1. Dieser führt auf schmalem Pfad direkt am Ufer des Liblarer Sees entlang. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, folgt der Kurve ein Stück und biegt dann rechts auf den breiteren Hauptweg ein.
Lauschige Bänke laden zum Verweilen ein.
Zumindest die Füße können wir Wanderer an diesem Abschnitt immer wieder kurz ins Wasser halten. Die Kinder wetteifern im Stöcke Werfen und Steine Flitschen. Aus der Ferne schauen wir den Seglern auf dem Wasser zu. Herrlich! Allerdings rächt es sich spätestens jetzt, wenn man auf Mücken- und Sonnenschutz verzichtet hat!
Der Waldpfad mündet auf den Hauptpfad, dem die Kinderwagen-Schieber ohnehin schon gefolgt sind und führt auf breitem Weg weiter zum Parkplatz der Wassersportfreunde Liblar. Wir folgen der asphaltierten Zufahrtsstraße zum Vereinsgelände noch ein Stück leicht bergan. Nach dem Parkplatz Grubenweg sind wir fast schon am Waldbiergarten. Am Biergarten vorbei gehen wir in Richtung Eisenbahnunterführung (Richtung Brühl, Brühler Heide). Dann halten wir uns rechts und folgen dem Wanderschild nach Weilerswist. An der nächsten Kreuzung geht es nach links. Unser nächstes Ziel, der Obersee, ist nur noch 400 Meter entfernt. Wir kommen noch an einer Bank vorbei, an der wir links abbiegen und dann geht es bergab zum Wasser auf schmalem Pfad. Eine Bank lädt (müde Eltern) zum Pausieren ein. Stöcke werfen, Steine flitschen und die Seele baumeln lassen – Urlaubsfeeling pur!

Baden im See
Auch wenn Ihr die sieben Seen sicher an einem Tag schafft: Direkt am Liblarer See gibt es einen Campingplatz – und ein kostenpflichtiges Freibad mit Sandstrand. Ansonsten ist das Baden im See leider offiziell verboten.
Vor lauter Entspannung dürfen wir nun das Zählen aber nicht vergessen, denn es geht Schlag auf Schlag. Wir folgen dem Weg noch ein Stück und biegen dann rechts ab in Richtung Mittel-/Obersee. Nun sind wir kurz zwischen den beiden Seen und können mit Ober- und Mittelsee Nummer vier und fünf abhaken. Am Ende des Weges geht es nach links und auf schmalem Pfad durch schönen Buchenwald zum sechsten See, dem Untersee. Den nächsten Abzweig nehmen wir links, dann geht es rechts auf breitem Weg und schließlich wieder links zum letzten See für heute, dem Franziskussee. Auf zwei Inselchen tummeln sich viele Vögel. Wir umrunden den See, bis wir auf einen breiten Weg mit vielen Hinweisschildern stoßen. Hier geht es nun rechts in Richtung Brühl und an der nächsten Gabelung links. Unter einer Brücke und über ein Stück Straße kommen wir wieder zum Kassenhäuschen des Parkplatzes am Strandbad und Campingplatz.

Die Wanderung um die Villeseen bietet immer wieder Spielmöglichkeiten direkt am Wasser.
2Höhenfieber und Ritterburg
DIE BUNTSANDSTEINFELSEN BEI NIDEGGEN


Tourencharakter Spannende Wanderung, bei der es viel zu sehen gibt. Trittsicherheit erforderlich. Altersempfehlung Ab 5 Jahren Ausgangs-/Endpunkt Parkplatz am Zülpicher Tor, Zülpicher Straße GPS-Daten 50.688306, 6.484083 Anfahrt Auto: A 1 bis Erftstadt, Richtung Zülpich auf B 265, dann L 33 nach Nideggen. Von der A 4 Abfahrt Düren, dann B 56 Richtung Euskirchen und Nideggen. Bus: ab Düren Linie 221 bis Nideggen-Mitte. Einkehr Proviant mitnehmen, Einkehr in Nideggen und auf der Burg möglich. Burgmuseum Geöffnet Di. bis So. 10–17 Uhr, Eintritt: Familien 6 € Karte Wanderkarte Nr. 2 des Eifelvereins Information Rureifel Tourismus, An der Laag 4, 52396 Heimbach, Tel. 02446/80 57 90, www.rureifel-tourismus.de

Die gewaltige Burgruine Nideggen und die bizarren Kletterfelsen des Effels sind die Highlights dieser spannenden Wanderung. Rund um die Burg laden Geschäfte und Cafés zum Bummeln ein.
Durch das Zülpicher Tor starten wir geradeaus durch die Fußgängerzone und dann links über die Kirchstraße auf Kopfsteinpflaster bergauf zur Burgruine. Im Bergfried ist ein kleines Museum, das wir uns nicht entgehen lassen möchten. Von der Burg aus dem 12. Jahrhundert bieten sich atemberaubende Ausblicke auf die Umgebung. Wir verlassen den Burghof wieder und biegen nach dem Tor links auf einen schmalen Pfad, der uns in einem Bogen auf dem »Entdeckungspfad« um die Burg herumführt. An einer Gabelung gehen wir links und folgen der Buntsandsteinroute in Richtung Effelsbach/Heimbach. Wir kommen an einer Bank und einem etwas abseits vom Weg gelegenen Aussichtspunkt vorbei. Am Heimersteiner Brunnen vorbei gelangen wir zu einem Felsen mit Bank. Von hier können wir sehr schön mit Blick auf die Eifellandschaft rund um Brück ausruhen. Dann macht der Weg einen scharfen Knick. Nach einigen Stufen geht es über Stock und Stein, leicht bergauf und bergab und vorbei an einer etwas unterhalb liegenden Schutzhütte. Wir bleiben auf dem etwas breiteren Pfad und ignorieren alle Abzweige. Ein altes Schild mit dem Hinweis auf einen »Rundweg« passieren wir noch, dann zweigt der Weg nach rechts ab. Linker Hand können wir nun an einem großen, aber nicht sonderlich einladenden Picknickplatz rasten. Wer möchte, kann an dieser Stelle die Wanderung abkürzen und gleich nach Nideggen zurückkehren.

Von der Burgruine Nideggen hat man einen guten Ausblick.

Der Effels
Die bis zu 30 Meter hohen Buntsandsteinfelsen am Effels sind vor etwa 200 bis 225 Millionen Jahren entstanden. Die meisten stehen unter Naturschutz. Deshalb darf nur an ausgewiesenen Stellen mit Erlaubnis geklettert werden.