Czytaj książkę: «Psychoonkologie in der palliativen Versorgung»

Die Herausgeber

Anja Mehnert-Theuerkauf (Univ.-Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.)
Psychologische Psychotherapeutin, 1993–1999 Studium der Psychologie, Universität Hamburg, 2005 Promotion, 2007–2008 Postdoctoral Fellowship, Dept. of Psychiatry and Behavioral Sciences, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC), New York, USA, 2010 Habilitation und Venia Legendi, 2012–2015 Leitung der Sektion für Psychosoziale Onkologie und seit 2015 Leitung der Abteilung für Med. Psychologie und Med. Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig.

Antje Lehmann-Laue (Dr. rer. med., Dipl.-Psych.)
Psychologische Psychotherapeutin, 1990–1995 Studium der Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Leipzig, seit 2007 Leitung der Psychosozialen Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige, seit 2013 Leitung der medizinpsychologischen Versorgung an der Abteilung für Med. Psychologie und Med. Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig, 2020 Promotion, Kursleitung der Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO e. V.)

Annina Seiler (Dr. phil.)
Klinische Psychologin, 2008–2012 Studium der Psychologie, Universität Zürich, 2013 Beginn der Weiterbildung in psychodynamischer Psychotherapie, 2015 Doktoratsabschluss an der Universität Fribourg, 2016–2018 Postdoctoral Research Fellowship; Department of Psychology, Rice University/Department of Symptom Research, MD Anderson Cancer Center, Houston, Texas.

Josef Jenewein (Prof. Dr. med. univ.)
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoonkologe, 1988–1995 Medizinstudium an der Universität Innsbruck, 2009 Habilitation an der Universität Zürich, 2008–2018 Leitung der Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie am Universitätsspital Zürich, 2018–2021 Chefarzt der Klinik Zugersee, Triaplus AG, Zug, seit 2021 Ordinarius an der Medizinischen Universität Graz und Vorstand der Universitätsklink für Medizinische Psychologie und Psychotherapie am LKH-Universitätsklinikum Graz.
Anja Mehnert-Theuerkauf Antje Lehmann-Laue Annina Seiler Josef Jenewein (Hrsg.)
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Pharmakologische Daten, d. h. u. a. Angaben von Medikamenten, ihren Dosierungen und Applikationen, verändern sich fortlaufend durch klinische Erfahrung, pharmakologische Forschung und Änderung von Produktionsverfahren. Verlag und Autoren haben große Sorgfalt darauf gelegt, dass alle in diesem Buch gemachten Angaben dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Da jedoch die Medizin als Wissenschaft ständig im Fluss ist, da menschliche Irrtümer und Druckfehler nie völlig auszuschließen sind, können Verlag und Autoren hierfür jedoch keine Gewähr und Haftung übernehmen. Jeder Benutzer ist daher dringend angehalten, die gemachten Angaben, insbesondere in Hinsicht auf Arzneimittelnamen, enthaltene Wirkstoffe, spezifische Anwendungsbereiche und Dosierungen anhand des Medikamentenbeipackzettels und der entsprechenden Fachinformationen zu überprüfen und in eigener Verantwortung im Bereich der Patientenversorgung zu handeln. Aufgrund der Auswahl häufig angewendeter Arzneimittel besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.
Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.
Dieses Werk enthält Hinweise/Links zu externen Websites Dritter, auf deren Inhalt der Verlag keinen Einfluss hat und die der Haftung der jeweiligen Seitenanbieter oder -betreiber unterliegen. Zum Zeitpunkt der Verlinkung wurden die externen Websites auf mögliche Rechtsverstöße überprüft und dabei keine Rechtsverletzung festgestellt. Ohne konkrete Hinweise auf eine solche Rechtsverletzung ist eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten nicht zumutbar. Sollten jedoch Rechtsverletzungen bekannt werden, werden die betroffenen externen Links soweit möglich unverzüglich entfernt.
1. Auflage 2022
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-038724-9
E-Book-Formate:
pdf: ISBN 978-3-17-038725-6
epub: ISBN 978-3-17-038726-3
Autorenverzeichnis
Benze, Gesine, Dr. med.
Oberärztin, Klinik für Palliativmedizin
Universitätsmedizin Göttingen
Georg-August-Universität
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
E-Mail: gesine.benze@med.uni-goettingen.de
Bohny, Philipp, med. pract.
Stv. Chefarzt, Leiter Behandlungszentrum für Akut- und Allgemeinpsychiatrie
Triaplus Klinik Zugersee
Widenstr. 55
CH-6317 Oberwil bei Zug
E-Mail: philipp.bohny@triaplus.ch
Eckstein, Sandra, Dr. med.
FMH Innere Medizin, IdS Palliativmedizin
Leitung Abteilung für Palliative Care
Universitätsspital Basel
Petersgraben 4
CH-4031 Basel
E-Mail: sandra.eckstein@usb.ch
Götze, Heide, Priv.-Doz. Dr. rer. med. habil.
Diplompsychologin, Lehrbeauftragte
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig
E-Mail: heide.goetze@medizin.uni-leipzig.de
Güzelsoy, Leyla, Dr. med.
Psychoonkologin, Medizinethikerin
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinikum Nürnberg Nord
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90419 Nürnberg
E-Mail: leyla.guezelsoy@klinikum-nuernberg.de
Hertler, Caroline, PD Dr. med.
Stv. ärztliche Leitung Palliative Care
Kompetenzzentrum für Palliative Care
Klinik für Radio-Onkologie
Rämistr. 100
CH-8091 Zürich
E-Mail: caroline.hertler@usz.ch
Hofmann, Hanna, M. Sc.
Psychologin, Psychoonkologin (DKG)
Klinikum Nürnberg
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
Psychoonkologischer Konsil- und Liaison-Dienst
Palliativstation, Frauenklinik
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90419 Nürnberg
E-Mail: hanna.hofmann@klinikum-nuernberg.de
Jenewein, Josef, O. Univ.-Prof., Dr. med. univ.
Vorstand der Universitätsklinik für Medizinische Psychologie und Psychotherapie
Medizinische Universität Graz – Universitätsklinikum Graz
Auenbruggerplatz 3
AUT-8036 Graz
E-Mail: josef.jenewein@medunigraz.at
Koranyi, Susan, Dr. phil., Dipl.-Psych.
Psychoonkologin, Psychologische Psychotherapeutin
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig und Medizinische Fakultät, Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig
E-Mail: susan.koranyi@medizin.uni-leipzig.de
Krones, Tanja, Prof. Dr. med., Dipl.-Soz.
Leitende Ärztin Klinische Ethik/Geschäftsführerin Klinisches Ethikkomitee
Universitätsspital Zürich/Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich
WERK G 8
Rämistr. 100
CH-8091 Zürich
E-Mail: tanja.krones@usz.ch
Lehmann-Laue, Antje, Dr. rer. med., Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin
Leiterin der Medizinpsychologischen Versorgung
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig und Medizinische Fakultät, Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig
E-Mail: antje.lehmann@medizin.uni-leipzig.de
Maio, Giovanni, Prof. Dr.
Inhaber des Lehrstuhls für Ethik in der Medizin
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Stefan-Meier-Str. 26
79104 Freiburg i. Br.
E-Mail: maio@ethik.uni-freiburg.de
Mehnert-Theuerkauf, Anja, Prof. Dr. phil., Dipl.-Psych.
Psychologische Psychotherapeutin
Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig und Medizinische Fakultät, Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig
E-Mail: anja.mehnert@medizin.uni-leipzig.de
Münch, Urs, Dipl.-Psych.
Psychologischer Psychotherapeut
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
DRK Kliniken Berlin | Westend
Spandauer Damm 130
14050 Berlin
E-Mail: u.muench@drk-kliniken-berlin.de
Nau, Hans
Mitglied der Charta-Initiative Stuttgart
Leitung Soziale Arbeit am Klinikum Stuttgart a. D.
Forsthausstr. 11a
70469 Stuttgart
E-Mail: hans.nau@gmx.de
Nauck, Friedemann, Prof. Dr. med.
Direktor Klinik für Palliativmedizin
Georg-August-Universität Göttingen
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
E-Mail: Friedemann.Nauck@med.uni-goettingen.de
Pape, Eva, Dr. med.
Oberärztin Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie
Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Lenggstrasse 31
CH-8032 Zürich
E-Mail: eva.pape@pukzh.ch
Peng-Keller, Simon, Prof. Dr. theol.
Professor für Spiritual Care
Universität Zürich
Kirchgasse 9
CH-8001 Zürich
E-Mail: simon.peng-keller@theol.uzh.ch
Philipp, Rebecca, M. Sc. Psych.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Klinik
Martinistr. 52 - W26
20246 Hamburg
E-Mail: r.philipp@uke.de
Quintero Garzón, Leonhard, Dipl.-Psych.
Psychoonkologe, Stationspsychologe der Palliativstation
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Universitätsklinikum Leipzig und Medizinische Fakultät, Universität Leipzig
Philipp-Rosenthal-Str. 55
04103 Leipzig
E-Mail: leonhard.quintero@medizin.uni-leipzig.de
Schettle, Markus, Dr. med.
Oberarzt
Kompetenzzentrum für Palliative Care
Klinik für Radio-Onkologie
Rämistr. 100
CH-8091 Zürich
E-Mail: markus.schettle@usz.ch
Schwermann, Meike, M.A.
Co-Studiengangsleitung M.A. Palliative Care
Fachhochschule Münster - University of Applied Sciences
MSH Münster School of Health
Johann-Krane-Weg 21
48149 Münster
E-Mail: meike.schwermann@fh-muenster.de
Seiler, Annina, Dr. phil. (PhD)
Klinische Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universitätsspital Zürich
Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik
Klinik für Radio-Onkologie, Kompetenzzentrum Palliative Care
Rämistr. 100
CH-8091 Zürich
E-Mail: annina.seiler@usz.ch
Stein, Barbara, Dr. phil., Dipl. Psych.
Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin (DKG)
Leitende Psychologin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinikum Nürnberg
Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90419 Nürnberg
E-Mail: barbara.stein@klinikum-nuernberg.de
Stoklossa, Cindy, M.A., Dipl. Sozialarbeiterin/-pädagogin (FH)
Leitung Sozialdienst Charité und Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charité Platz 1
10117 Berlin
E-Mail: cindy.stoklossa@charite.de
Vehling, Sigrun, Priv.-Doz., Dr. phil.
Nachwuchsgruppenleiterin
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52 - W26
20246 Hamburg
E-Mail: s.vehling@uke.de
Walter, Silke, M. Sc.
Pflegeexpertin Palliative Care
Abteilung für Palliative Care
Abteilung Praxisentwicklung Pflege
Universitätsspital Basel
Petersgraben 4
CH-4031 Basel
E-Mail: silke.walter@usb.ch
Witt, Claudia M., Prof. Dr. med., MBA
Direktorin
Institut für komplementäre und integrative Medizin
Universitätsspital Zürich
Sonneggstr. 6
CH-8091 Zürich
E-Mail: claudia.witt@uzh.ch
Geleitwort
Das vorliegende Buch führt die beiden Onkologie-nahen Fachdisziplinen Psychoonkologie und Palliativmedizin zusammen, die ohnehin eng miteinander vernetzt sind und die heute beide als integraler Bestandteil einer modernen Krebsbehandlung verstanden werden. Der Anspruch der Palliativmedizin besteht darin, Patienten mit einer hohen Symptombelastung und einer begrenzten Lebenserwartung durch eine auf die Patientenbedürfnisse fokussierende supportive Behandlung und Begleitung unter Einbezug der Angehörigen ein hohes Ausmaß an Lebensqualität bis zum Lebensende zu ermöglichen. Die Palliativmedizin umfasst ein weites Spektrum an Erkrankungen, ihr Schwerpunkt liegt epidemiologisch bedingt auf Krebserkrankungen. Die supportiv-palliative Versorgung setzt dabei ein ganzheitliches Verständnis von Medizin voraus und erfordert neben palliativmedizinischen Behandlungsmaßnahmen und einer qualifizierten und zugewandten pflegerischen Betreuung eine angemessene psychosoziale Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen.
Sowohl die Psychoonkologie als auch die Palliativmedizin haben in den letzten drei Jahrzehnten international und im deutschsprachigen Raum eine sehr dynamische Entwicklung durchlaufen. Diese zeichnet sich durch Professionalisierung, interdisziplinäre und integrative Positionierung sowie das Streben nach Evidenzbasierung aus. Diesen Orientierungen verdanken beide Bereiche ihre inzwischen sowohl in der medizinischen Versorgung wie auch in der Öffentlichkeit festzustellende Akzeptanz und die Weiterentwicklung bei der Implementierung entsprechender Dienste.
Im vorgelegten Werk werden zunächst das Arbeitsfeld und das Setting der palliativmedizinischen Versorgung beschrieben, in diesem Kontext wird die Psychoonkologie als Teil des multiprofessionellen palliativen Teams verortet. Es erfolgt eine Beschreibung sowohl der körperlichen und psychischen Belastungen sowie der Kommunikations- und Bewältigungsprozesse auf der Ebene des Patienten, der Partner und der Angehörigen. Ein besonderer Schwerpunkt des Buches sind die situationsspezifischen psychotherapeutischen/psychoonkologischen Angebote (u. a. Krisenintervention, Sinn- und Würdezentrierte Interventionen und familienzentrierte Trauertherapie). Weiterhin werden schwere psychische Komplikationen, die psychiatrische Kompetenz und die pharmakotherapeutische Mitbehandlung erfordern, die Aufgaben der Sozialarbeit und der Seelsorge sowie Patientenrechte und Ethik behandelt.
Die Autorinnen und Autoren stammen aus der Versorgungspraxis und/oder wissenschaftlichen Einrichtungen der Psychoonkologie und der Psychosozialen Medizin sowie der Palliativversorgung. Dass es einen großen Bedarf für ein solches Handbuch der Psychoonkologie in der palliativen Versorgung bei denen in diesen Bereichen tätigen Expertinnen und Experten verschiedener Berufsgruppen gibt, steht außer Frage. Was das Buch so lesenswert macht, ist die Differenziertheit, bei gleichzeitiger Anschaulichkeit in der Gestaltung der einzelnen Beiträge. Ich wünsche den Herausgeberinnen und Herausgebern viel Erfolg und den Leserinnen und Lesern eine erkenntnisreiche Lektüre!
Uwe Koch-Gromus
Vorwort
Eine fortschreitende Krebserkrankung und begrenzte Lebensdauer stellen für Patienten, Angehörige und das soziale Umfeld eine einschneidende Veränderung ihres Lebens dar – verbunden mit zahlreichen psychosozialen Belastungen und Herausforderungen. Dazu gehören der Umgang mit schwierigen Behandlungsentscheidungen und der körperlichen wie psychischen Symptombelastung, Veränderungen der partnerschaftlichen und familiären Beziehungen, die Bewältigung des Alltags- und Berufslebens sowie die Auseinandersetzung mit existenziellen Fragestellungen und dem Abschied vom Leben.
Gerade vor dem Hintergrund der Fortschritte in der Medizin und der stationären wie ambulanten palliativen Versorgungspraxis, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit wie auch im deutschsprachigen Raum spürbar weiterentwickelt hat, hat sich auch eine zunehmend ganzheitlichere Sicht auf die Versorgung der Patienten und ihres familiären wie sozialen Umfelds etablieren können. Neben einer verbesserten Symptomkontrolle nimmt der Erhalt oder die Verbesserung der Lebensqualität einen wichtigen Stellenwert ein.
Die Psychoonkologie gehört heute zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung in der Onkologie und Palliativmedizin dazu. Dazu hat u. a. auch die zunehmende Professionalisierung der Psychoonkologie als interdisziplinäre Fachdisziplin sowie auch ein gestiegenes Souveränitätsbedürfnis der Patienten beigetragen. Die wissenschaftliche Evidenzbasierung in der Psychoonkologie hat in den letzten Jahren enorm zugenommen u. a. in Bezug auf epidemiologische Fragestellungen, Modelle der Krankheits- und Belastungsverarbeitung oder mit Blick auf die Interventions- und Versorgungsforschung. Gleichzeitig spiegelt sich das Bedürfnis des aufgeklärten und mündigen Patienten nach Kommunikation auf Augenhöhe, die Formulierung und Einhaltung des Patientenwillens sowie eine stärkere Berücksichtigung psychosozialer Aspekte bei Behandlungsentscheidungen, im Therapieverlauf und in der Nachsorge zunehmend in einer veränderten Versorgungspraxis wider.
Mit dem vorliegenden Buch möchten wir Klinikern wie Wissenschaftlern einen empirisch gut fundierten Überblick über die psychoonkologischen Tätigkeitsfelder in der palliativen Versorgung onkologischer Patienten und ihrer Angehörigen geben. Das Werk richtet sich an unterschiedliche psychosoziale Berufsgruppen, unter anderem an Psychologen/Psychoonkologen, psychologische wie auch ärztliche Psychotherapeuten, Psychosomatiker, Gesundheitspsychologen, Pflegende, Seelsorger und Sozialarbeiter. Uns ist bewusst, dass die psychosoziale Versorgung auch andere Patientengruppen umfasst, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, dass sich viele diagnostische und therapeutische Handlungsempfehlungen übertragen lassen, aber durch unterschiedliche Krankheitsverläufe und Symptombeschwerden zuweilen auch andere Anforderungen an die psychosoziale Versorgung bestehen. Dennoch haben wir uns in der Konzeption des Buches auf die Psychoonkologie beschränkt, da hier aus unserer Sicht die größte wissenschaftliche Evidenz vorliegt.
Der Inhalt des Buches umfasst sowohl klassische Themen der Psychoonkologie wie zum Beispiel Symptombelastung oder Krankheitsverarbeitung, psychische Belastungen der Partner und Angehörigen, psychotherapeutische Interventionen und komplementärmedizinische Aspekte, als auch spezifische Inhalte der palliativen Versorgung einschließlich aktueller Versorgungsmodelle und internationaler Perspektiven, gelungene Kommunikation mit Patienten und Angehörigen, Patientenrechte und -pflichten oder ethische Herausforderungen wie zum Beispiel die Behandlung des Delirs am Lebensende.
Die Kapitel reflektieren die hohen Anforderungen an das interdisziplinäre palliative Team und illustrieren die komplexen Aufgaben der psychoonkologischen Behandlung in der palliativen Versorgung.
Die Beiträge sind so verfasst, dass sie dem neuesten wissenschaftlichen Stand entsprechen, die Komplexität des theoretischen und praktischen Spektrums psychoonkologischer Aspekte in der palliativen Versorgung wiedergeben und klinische Beiträge enthalten. Besonderen Wert haben wir auf die didaktischen Besonderheiten gelegt. In unserem Werk wurden die verschiedenen Kapitel mit klaren Lernzielen und übersichtlichen Merkboxen mit den wichtigsten Lerninhalten versehen sowie mit anschaulichen Falldarstellungen ergänzt. Zudem haben wir darauf geachtet, das Buch auch für den klinischen Alltag leserfreundlich zu gestalten1.
Wir möchten uns für die wertvollen und anregenden Beiträge bei allen Autorinnen und Autoren bedanken, ohne deren Engagement und Bereitschaft zur kritischen Diskussion mit den Herausgebern dieses Buch nicht zustande gekommen wäre. Die Autorinnen und Autoren haben ihre langjährige Kompetenz als ausgewiesene Fachexperten, Kliniker, Wissenschaftler und Dozenten in der Psychoonkologie, der Palliative Care und der biomedizinischen Ethik in ihren Beiträgen eingebracht. Wir hoffen, dass Leser aus unterschiedlichen Disziplinen der Palliative Care für ihre beruflichen Belange von dem Werk profitieren können.
Unser Dank gilt auch den Verlagsmitarbeiterinnen Carmen Rapp und Anita Brutler wie auch dem Kohlhammer Verlag für die kompetente und angenehme Zusammenarbeit. Durch ihr fachliches Wissen haben sie zu einem guten Anteil zur Fertigstellung dieses umfangreichen Werkes beigetragen.
Prof. Dr. phil. Anja Mehnert-Theuerkauf, Prof. Dr. med. Josef Jenewein
Dr. rer. med. Antje Lehmann-Laue, Dr. phil. Annina Seiler
1 Zugunsten einer lesefreundlichen Darstellung wird das generische Maskulinum verwendet, das alle biologischen Geschlechtsformen umfasst.