Czytaj książkę: «Samoafahrten»

Czcionka:

Otto Finsch

Samoafahrten


Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2020

goodpress@okpublishing.info

EAN 4064066112233

Inhaltsverzeichnis

Einleitung.

Verzeichnis der Illustrationen.

Karten.

Abbildungen des Ethnologischen Atlas: »Typen aus der Steinzeit Neu-Guineas«.

Erstes Kapitel. Von Sydney nach Mioko.

Zweites Kapitel. Astrolabe-Bai.

Drittes Kapitel. Friedrich-Wilhelms-Hafen.

Viertes Kapitel. Längs der Maclayküste.

Fünftes Kapitel. Vom Mitrafels bis Finschhafen.

Sechstes Kapitel. Englisches Gebiet.

I. Trobriand.

II. d'Entrecasteaux-Inseln.

III. Ostkap bis Mitrafels.

IV. Milne-Bai bis Teste-Insel.

Siebentes Kapitel. Kaiser Wilhelmsland.

I. Längs der unbekannten Nordküste.

II. Humboldt-Bai und heimwärts.

Register.

Fußnoten.

Anzeigen.

Einleitung.

Inhaltsverzeichnis

Nur wenige Jahre sind es her, daß die früher vereinzelten Bestrebungen für Deutschlands Kolonialbesitz immer mehr Anhänger fanden und sich, in den verschiedensten Kreisen der Nation, wie in allen Teilen des Reichs, eine lebhafte und ernstgemeinte Bewegung dafür organisierte. Noch war es nicht ganz zu spät! Und als, wie auf ein gegebenes Zeichen, europäische Großmächte die letzten Reste sogenannten herrenlosen Landes zu verteilen begannen, da ging Deutschland nicht leer aus. Dank der hervorragenden Machtstellung durfte es seine Hand auf gewisse Gebiete legen, in denen der deutsche Handel längst Fuß gefaßt und eine zum Teil dominierende Stellung errungen hatte. Zu diesen Gebieten gehörte auch die Südsee, wo die Plantagen Samoas und zahlreiche Stationen auf meist herrenlosen Inseln beredtes Zeugnis von der Energie deutscher Kaufleute ablegten, die an gar manchen Plätzen im friedlichen Wettstreit der Konkurrenz Sieger geblieben waren und das Feld allein beherrschten. Aber bei dem besten Willen konnte der, mit sich selbst schon zur Genüge beschäftigte, Handel nicht auch zugleich für ausgedehnteren Kolonialerwerb sorgen, sondern mußte sich darauf beschränken, solchen mit anbahnen zu helfen. Wenn daher in dieser Richtung die Lösung der schwierigsten Aufgabe überhaupt versucht wurde, so ist dies vor allem einem Manne zu verdanken, der sich schon längst mit Plänen dafür beschäftigte, dem Geheimen Kommerzienrat Adolph von Hansemann in Berlin, und einigen Gleichgesinnten, die mit für das nationale Unternehmen eintraten.


Die Samoa.

Bald nach der Heimkehr von meiner fast vierjährigen Südseereise (Ende 1882) an den Vorarbeiten mitwirkend, wurde mir 1884 der ehrenvolle Auftrag, die inzwischen zur Reife gediehenen Pläne auszuführen, als Leiter einer ersten Untersuchungs-Expedition. Zu dem Zwecke war per Kabel in Sydney der britische Schraubendampfer »Sophia Ann« erworben worden, welcher unter der neuen Flagge den Namen »Samoa«[1] erhielt. Zur Führung desselben konnte ich einen erprobten Vertreter unserer Handelsmarine empfehlen, den Kapitän Eduard Dallmann aus Blumenthal bei Bremen, rühmlichst bekannt durch seine glücklichen Fahrten als Whaler im Pacific, wie in unbekannten Gewässern des arctischen und antarctischen Ozeans. Der vielerfahrene Schiffer bewährte auch auf diesen Reisen seinen alten Ruf, und wenn die »Samoa« mancherlei Fährlichkeiten, an riffreichen unbekannten Küsten, entging, so ist dies, wie die Erfolge der Expedition überhaupt, der geschickten und vorsichtigen Führung von Kpt. Dallmann zu danken[2]. Mit ihm langte ich am 29. Juli (1884) in der Hauptstadt von Neu-Süd-Wales an, wo unser erster Besuch natürlich der Samoa in Johnsons Bai galt. Da der Dampfer bisher Passagierdienst versehen hatte, mußten mancherlei Veränderungen vorgenommen werden, so daß wir erst am 11. September Sydney verlassen konnten. Nachdem wir zunächst Mioko, in der Herzog-York-Gruppe (Neu Lauenburg) erreicht und hier das schwer beladene Schiff von Vorräten erleichtert hatten, waren wir endlich so weit, um mit den eigentlichen Zwecken und Zielen der Expedition zu beginnen. Sie gipfelten in den folgenden Hauptpunkten: »Untersuchung der unbekannten oder weniger bekannten Küsten Neu Britanniens, sowie der Nordküste Neu Guineas bis zum 141. Meridian, um Häfen ausfindig zu machen, mit den Eingeborenen freundlichsten Verkehr anzuknüpfen und Land im weitesten Umfange zu erwerben«. Diesen, gewiß nicht ganz so leichten Aufgaben ist, soweit es Mittel und Umstände erlaubten, nach besten Kräften entsprochen worden. In Zeit von neun Monaten unternahmen wir sechs Reisen nach Neu Guinea, dampften längs des größten Teiles der Nord- und Südküste Neu Britanniens und besuchten Neu Irland vier mal. Von den nahezu tausend Meilen Küste, welche die Samoa, allein in Neu Guinea befuhr, gehörten nur 260 Meilen zu den besser bekannten. Aber eine fast ebenso lange noch unbekannte Strecke konnte als frei für Schiffahrt, für letztere außerdem sieben Häfen und ein schiffbarer Strom, nachgewiesen werden. Ausgedehnte Striche fruchtbaren Landes, für Kulturen, Viehzucht, wie Ansiedelung überhaupt geschickt, wurden aufgefunden, zum Teil gleich erworben und überall mit den Eingeborenen friedlicher und freundlicher Verkehr eröffnet. Als daher deutsche Kriegsschiffe Anfang November 1884 im Archipel von Neu Britannien im Namen Seiner Majestät des deutschen Kaisers die Reichsflagge hißten, konnten sie diesen feierlichen Akt auch gleich in Neu Guinea vollziehen. Die weitere Entwickelung ist bekannt. Wie zu erwarten, einigten sich Deutschland und Großbritannien über die Grenzen, und »Kaiser Wilhelms-Land« und der »Bismarck-Archipel« gingen laut Kaiserlichen Schutzbrief vom 17. Mai 1885 in die Verwaltung und den Besitz der »Neu Guinea Kompagnie« in Berlin über. Diese neuen Schutzgebiete, die später noch durch einige der westlichen Salomons-Inseln Zuwachs erhielten, umfassen (ohne die letzteren) ein Areal von 231,427 qkm (= 4203,13 d. g. ☐M.), repräsentieren daher ein respektables Besitztum, wenig kleiner als die alten Provinzen des Königreichs Preußen (ohne Schlesien).

ÜBERSICHTSKARTE VON OST-NEU-GUINEA & dem BISMARCK-ARCHIPEL.


Geograph. Anstalt von Wagner & Debes, Leipzig.

Die Erlebnisse der »Samoafahrten«, ihre Ergebnisse und Entdeckungen in zusammenhängender Form in Wort und Bild zu schildern ist der Zweck dieses Buches. Es wird, nach den unmittelbaren Eindrücken und Beobachtungen, wie ich sie an Ort und Stelle niederschrieb, ausgearbeitet zum erstenmale[3], über Land und Leute längs wenig bekannter, zum Teil neu erschlossener Küsten eingehendere Kunde bringen, und so manches Stück ernsten und heiteren Südseelebens kennen lehren. Die reiche illustrative Ausstattung, durchaus auf Grundlage eigener Aufnahmen beruhend, ist der besonderen Fürsorge des Herrn Verlegers zu danken, und wird gewiß willkommen sein. Wenn die Rekognoszierungsfahrten der Samoa somit wesentliche Lücken der Kenntnis Neu Guineas ausfüllen helfen und schon dadurch allgemeines Interesse bieten, so im besonderen für Deutschland, das bisher über die drittgrößte Insel der Welt und ihr dortiges Besitztum kein Originalwerk besaß.

Als ein weiterer Beitrag und zur Ergänzung des erzählenden Teiles ist ein ethnologischer Atlas beigegeben, welcher uns »Typen der Steinzeit« vorführt, jener hochinteressanten Periode, die auch in Neu-Guinea unaufhaltsam ihrem Ende entgegengeht. Denn überall, wo sich der Weiße dauernd festigt, verschwindet die Originalität der Eingeborenen. Durch eigene Erfahrung von dieser Thatsache überzeugt, bemühte ich mich, überall wo es anging, Belegstücke für die Wissenschaft zu sichern. Die »Samoafahrten« sind daher auch für die Völkerkunde ersprießlich geworden und führten u. A. dem Kön. Museum in Berlin[4] über 2000 Stücke zu. Die ausgewählten Typen des Atlas veranschaulichen Erzeugnisse, die für die Intelligenz, den Kunstfleiß und den Schönheitssinn der Papuas beredtes Zeugnis ablegen, und, in Anbetracht der geringen Hilfsmittel der Steinperiode, ganz besonderes Interesse, nicht selten Bewunderung verdienen.

Verzeichnis der Illustrationen.

Inhaltsverzeichnis


Seite
1. Dr. Otto Finsch (Titelbild)
2. Die Samoa (Separatbild) 6
3. Ausguck 17
4. Frauen von Bongu (Astrolabe Bai) 40
5. Häuser mit Barla in Bongu 46
6. Telum Mul in Bongu 49
7. Papuaschweine 52
8. Papuahund 53
9. Aufbruch zum Feste (Astrolabe-Bai) 55
10. Aimaka, am Dschelum auf Bilibili 73
11. Dschelum, Tabuhaus auf Bilibili (Separatbild) 74
12. Krieger von Bilibili 76
13. Töpferin auf Bilibili 82
14. Handels-Kanu, von Bilibili 84
15. Stutzer von Grager, Friedrich Wilhelms-Hafen 87
16. Hansemann-Berge, aus Nordost 100
17. Haus auf Tiar, Prinz Heinrich-Hafen 101
18. Tabuplatz auf Tiar, Prinz Heinrich-Hafen 103
19. Junges Mädchen, Friedrich Wilhelms-Hafen 108
20. Terrassenland mit Basiliskschlucht, Maclayküste 122
21. Kanzel und Bienenkorb, Maclayküste 126
22. Festungshuk, Maclayküste 128
23. Aufhissen der Reichsflagge in Mioko (Separatbild) 140
24. Herkulesfluß, Herkules-Bai 146
25. Mitrafels aus Nordwest 151
26. Adolphshafen mit Ottilienberg 153
27. Mann von Parsihuk, Huon-Golf 155
28. Häuptlings-Haar, Huon-Golf 157
29. Finschhafen aus Süd 161
30. Moru in Finschhafen (Separatbild) 162
31. Haus mit Grab (Vorderseite), Finschhafen 173
32. Haus (Rückseite), Finschhafen 174
33. Gabiang (Vorderseite), Holzfigur in Ssuam 175
34. Gabiang (Rückseite), Holzfigur in Ssuam 176
35. Im Dorf Ssuam, Finschhafen (Separatbild) 176
36. Scheinangriff, Finschhafen 178
37. Häuptling von Finschhafen 179
38. Kanu von Weihnachtsbucht, Normanby 214
39. Häuser in Weihnachtsbucht, Normanby 217
40. Kanuhaus auf Goulvain, Dawsonstraße 224
41. Häuser auf Fergusson-Insel 227
42. Ostkap aus Nordwest 231
43. Catamarans (Ostkap) 232
44. Junger Mann von Bentley-Bai 235
45. Haus in Bentley-Bai 237
46. Fingerspitze, Chads-Bai 241
47. Drachenfels in Bartle-Bai 244
48. Pyramidenhügel in Goodenough-Bai 245
49. Kap Vogel aus Süd 248
50. Trafalgar-Berg (bei Kap Nelson) 249
51. Familienhaus in Hihiaura, (bei Ostkap) (Separatbild) 250
52. Station Blumenthal, (bei Ostkap) 256
53. Missionsstation Aroani, Killerton-Inseln (Separatbild) 262
54. Vor der Kirche Aroani (Separatbild) 266
55. Kirärauchen, Dinner-Insel (Samarai) 268
56. Baumhaus in Milne-Bai 272
57. Tätowierte Frau von Rogia (Heath-Insel) 278
58. Glockenfels 279
59. Häuser und Grab auf Teste-Insel 280
60. Junges Mädchen von Teste-Insel 283
61. Junger Mann von Teste-Insel 283
62. Aufgezeichnete Tätowierung, Teste-Insel 284
63. Mann im Kanu, Venushuk 292
64. Bewohner der Hansemannküste (Hammacherfluß) 299
65. Häuptling vom Caprivifluß 302
66. Kopfbedeckung in Dallmannhafen 306
67. Haus in Gaußbucht 308
68. Tabuhaus in Rabun, Gaußbucht 310
69. Mann von Guap-Insel 317
70. Auf Palmblättern in See (Tagai) 323
71. Haartracht eines Häuptlings von Tagai 325
72. Gefesseltes Schwein 327
73. Langenburg-Spitze, Torricelli-Gebirge 329
74. Eingeborener von Massilia, Finschküste 333
75. Ziernarben 334
76. Kap Concordia und Berg Bougainville 335
77. Krieger von Angriffshafen 337
78. Auf Baumwurzeln am Sechstroh 344
79. Einfahrt in Humboldt-Bai, aus Ost 349
80. Pfahldorf Tobadi, Humboldt-Bai (Separatbild) 352
81. Damen von Humboldt-Bai 354
82. Tabuhaus in Tobadi (Separatbild) 358
83. Tätowierte Frau, Humboldt-Bai 362
84. Insel Blosseville aus West 365
85. Hansa-Vulkan aus West (Separatbild) 366

8,55 zł
Ograniczenie wiekowe:
18+
Data wydania na Litres:
17 stycznia 2025
Objętość:
522 str. 105 ilustracji
ISBN:
4064066112233
Wydawca:
Właściciel praw:
Bookwire
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