Czytaj książkę: «Unter ihr - Erotische Novelle»
Nina Alvén
Unter ihr - Erotische Novelle
Lust
Unter ihr - Erotische Novelle ÜbersetztGertrud Schwarz Original Under henneCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2018, 2020 Nina Alvén und LUST All rights reserved ISBN: 9788726326932
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 3.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
Normalerweise tauschten sie alle zwei Wochen die Rollen. Aber nach der Vorstellung heute Morgen war klar, dass seine dominanten Tage vorüber waren. Dass die neuen Anweisungen von ihr geschrieben werden mussten.
Am selben Morgen ging sie ins Herbstwetter hinaus, an allen gestressten Autos und Regenschirmen vorbei. Die neu gekauften Post-Its hielt sie in der Hand. Sie hatte große Dinge für ihn geplant. Die bisher größten.
Sie setzte sich in ihr Stammcafé, tauschte einen knarrenden Hocker gegen einen anderen, und begann ihre Reise. Sie wog die Wörter sorgfältig ab, die die Anweisungen bilden würden. Merkte schnell, wie sich die Röte auf ihren Wangen ausbreitete.
Sie spülte Eiscafé runter. Leckte sich über die kalten Lippen und begann, überflüssige Zeilen zu streichen. Man muss dem Untergebenen gegenüber deutlich sein. Genau sagen, welches Zubehör zur Verwendung kommt, was rausgelegt sein soll und welche Regeln anschließend gelten. Gleichzeitig ist es wichtig, dass man nicht schon verrät, wann genau und wie die Dinge passieren werden, sodass der Untergebene ein Gleichgewicht hat zwischen dem, was erwartet wird, und dem, was er nur erahnen kann.
Er soll auch nicht wissen, ob ein früherer Wunsch schon in diesen Abend integriert wird oder erst in drei Monaten. Es muss eine Mystik um alles bewahrt werden. Eine Mystik, die Geduld von dem Untergebenen und Finesse von dem Dominierenden erfordert.
Vielleicht war sie deshalb besonders gespannt auf genau diesen Abend. Es war an der Zeit, einen seiner größten Wünsche überhaupt zu erfüllen.
Sie konnte sich noch daran erinnern, wie er mit seinem zum Bersten erigierten Ständer zu ihr gekrochen war und ihr das Wort ins Ohr geflüstert hatte. Die Erleichterung und das Gefühl der Erregung, als sie gesagt hatte, dass sie über genau dasselbe fantasiert hatte – seit sie ihn das erste Mal gesehen hatte.
Und jetzt war der Abend da.
Frenetisch schrieb sie die letzten Zeilen und eilte durch die Stadt. Sie hatte vor, ihm die Zettel in den Briefkasten zu legen. Auf diese Weise hätte er Zeit sich vorzubereiten, während sie nach Hause ging und sich mit anderen Dingen beschäftigte. Ihrem rasenden Puls nach zu urteilen, würde sie vor dem Abend aber nur wenig erledigt bekommen.
II
Sie betrat die Wohnung, trank einen Schluck vom eingeschenkten Wein und löschte die Duftkerze, die er auf ihrem gemeinsamen Teewagen platziert hatte. Das war zu einer Art Ritual geworden. Kerzen anzuzünden, um schweigend die Gerätschaften sehen zu können, die sich in der Mitte stapelten – dazu der stechende Geruch der Rosen. So bekam auch sie einen Überblick über ihre Sammlung. Konnte einfach zwischen Knebeln und Peitschen wählen, um dann ihre Hilfsmittel zu dem wartenden Patienten zu rollen.
Das Abendprogramm war ins Badezimmer verlegt, wo der Großteil seiner Disziplinierung stattfinden würde. Sie zog sich die hohen Schuhe aus, rollte den Teewagen vor sich her und öffnete die angelehnte Tür.
Dampf stieg von der warmen Dusche auf. Verräterische Konturen hinterm Duschvorhang. Wie er sich brav mit den Händen an die Wand gestellt hatte und gespannt auf ihr Kommando wartete. Ein Teil von ihr wollte innehalten und ihn einfach nur betrachten. Das Gefühl seiner unschuldsvollen Nähe in sich aufnehmen. Er war so … unberührt. So … rein. Ein Mann, der sich komplett seinem Schicksal unterwarf, ohne zu wissen, was ihn erwartete.
Schließlich konnte sie wegen des heißen Dampfes nicht anders, als ihre Bluse aufzuknöpfen. Der Rock mit den zwei Trägerketten fiel ebenfalls wie ein Akkordeon zu Boden. Alles ohne ein Wort. Alles, ohne den Blick von seinem nackten, wartenden Körper zu lassen …
Dann ging es los. Mit einer schnellen Bewegung hatte sie ihren BH geöffnet und ihr nasses Höschen in einem der Körbchen platziert. Das würde später noch zur Anwendung kommen. Sie achtete auch darauf, den Riemen rauszulegen, ehe sie den Duschvorhang zurseite zog und den ersten Schritt über den Badewannenrand machte.
Das Gefühl der Begierde schmerzte in ihr. Endlich würde sie ihn spüren dürfen. Von seinem breiten Rücken nach unten streicheln, ihn dann fest am Nacken packen und die Nägel in seinen Po bohren.
Nach seiner Positionierung und der Aufteilung der verschiedenen Gerätschaften zu urteilen, hatte er die Anweisungen bis aufs i-Tüpfelchen befolgt. Nur eine Sache stand noch aus. Eine Sache, die ihm misslang, seit sie ihn das erste Mal dominiert hatte.
Darmowy fragment się skończył.