Czytaj książkę: «Wanderführer Pfalz: 35 Touren abseits des Trubels in Rheinebene, Pfälzerwald & Nordpfälzer Bergland»

Die Pfalz und der Pfälzerwald – hier harmoniert der Buntsandstein mit dem edlen Waldbestand.
Matthias Wittber
Vergessene Pfade
PFALZ
35 außergewöhnliche Touren
abseits des Trubels
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Die Pfalz – von ihren schönsten Seiten
Die Pfalz – von Burgen, Hütten und Wein
PFALZ NORD
Pfälzer Bergland, Westpfälzische Moorniederung, Donnersberg, Nördlicher Pfälzerwald
1Durch die Weinberge bei Mölsheim
4.55 Std.18,7 km
Blickrichtung Donnersberg
2Panoramablicke über dem Glantal
4.00 Std.13,4 km
Startpunkt Hirsauer Kapelle
3Am Westrand des Donnersbergs
1.40 Std.5,7 km
Durch eine uralte Vulkanlandschaft
4Rund um das Kloster Rosenthal
3.00 Std.10,7 km
Auf den Spuren der Zisterzienser
5Nordpfälzer Weihertour
3.45 Std.13,5 km
Zum Stumpfwaldgericht
6Zum Krähenstein
2.30 Std.9,4 km
Malerische Runde um Ramsen
7Durch den Fuchsbrunnenwald
3.00 Std.13,3 km
Hinkelstein und Steinkreuz
8Eulenkopf und Galgenberg
4.15 Std.15,1 km
Die Beerenweinmacher
9Von Miesau nach Landstuhl
4.35 Std.15,2 km
Auf den Spuren des »Letzten Ritters«
10Am Isenachweiher
3.05 Std.8,1 km
Großartige Wanderung zum Sauhäuschen
11Zum Ameisenkopf
3.20 Std.10,5 km
Fernblick vom Rahnfels
12Von Schaudichnichtum nach Murrmirnichtviel
4.05 Std.13,7 km
Wegkreuze und Rittersteine
13Durch den Diemersteiner Wald
5.00 Std.15,9 km
Rast am Müllerstisch
14Von Weidenthal nach Neidenfels
3.45 Std.12,2 km
Heidenkopf und Pflasterberg
PFALZ MITTE
Rheintal, Mittlerer Pfälzerwald und Haardt
15Durch den Haßlocher Wald
8.15 Std.27,8 km
Langstrecke zur Haardt
16Zur Kirschbaumhütte
3.55 Std.13,4 km
Ritterstein am Feuerplatz
17Suppenschüssel und Felsenmeer
2.55 Std.10,1 km
Wanderweg unterhalb der Kalmit
18Durch den Heltersberger Wald
3.10 Std.10,8 km
Boote am Clausensee
19Auf dem Blücher-Rundweg
2.50 Std.11,1 km
Auf den Spuren des großen Generals
20Zum Forsthaus Heldenstein
3.50 Std.14,1 km
Fernblick zum Trifels
21Zum Harzofenberg
3.45 Std.13,4 km
Galgenberg und Schwörstein
22Holländerklotz und Jagdfelsen
5.50 Std.17,8 km
Im Quellgebiet der Wieslauter
23Durch die Weinberge bei Essingen
3.35 Std.13,4 km
Ein Meer von Reben
PFALZ SÜD
Bienwald, Südlicher Pfälzerwald, Westrich
24Zu den Buchholzfelsen
4.55 Std.17,8 km
Trifels, Anebos und Scharfenberg
25Zum Almersberg bei Rinnthal
4.15 Std.14,5 km
Rastplatz an den Wolken
26Rund um Nußdorf
3.45 Std.13,1 km
Vom Nußdorfer Bauernhaufen
27Rund um die Kleine Kalmit
2.55 Std.11,9 km
Rast auf der Napoleonbank
28Auf den Höhen des Westrich
4.05 Std.13,6 km
Becherbachweiher und Gimpelwaldhütte
29Durch das Tal der Felsalbe
4.10 Std.15,1 km
Zum Bösbrunnen und zur Hexenklamm
30Zollstock und Hohenberg
2.45 Std.9,6 km
Im Land der Staufer
31Zum Bühlhof
3.45 Std.13,2 km
Kühhungerfelsen und Rödelstein
32Über den Eselskopf zur Hohen List
3.05 Std.11,1 km
Fernblicke zu den Vogesen
33Südpfälzer Feldrainwanderung
3.00 Std.12,2 km
Kulturpflanze Tabak
34Über Dierbach nach Kapellen
3.00 Std.12,2 km
Durch Südpfälzer Kulturlandschaft
35Von Kapsweiher nach Kandel
4.30 Std.19,3 km
Die wechselvolle Geschichte eines Grenzwaldes
Alle Touren auf einen Blick
PS:
Register
Impressum

Über den Ort Leinsweiler reicht der Blick bis zum Slevogthof Neukastel (TOUR 27).

Diese Markierungen leiten uns zum Krähenstein (TOUR 6).

Der Mollenkopf ist der höchste Punkt der Wanderung von Weidenthal nach Neidenfels (TOUR 14).

Eine Gelegenheit zum Rasten im Heltersberger Wald (TOUR 18)

Die Pfälzer Sandsteinformationen bestechen durch ihre verschiedenen Rottöne (TOUR 24).

Von den Kühhungerfelsen fällt der Weg zur Wasgauhütte ab (TOUR 31).
TOUREN-ÜBERBLICK
| Leicht |
| 3 | Am Westrand des Donnersbergs |
| 4 | Rund um das Kloster Rosenthal |
| 6 | Zum Krähenstein |
| 9 | Von Miesau nach Landstuhl |
| 18 | Durch den Heltersberger Wald |
| 19 | Auf dem Blücher-Rundweg |
| 20 | Zum Forsthaus Heldenstein |
| 23 | Durch die Weinberge bei Essingen |
| 26 | Rund um Nußdorf |
| 27 | Rund um die Kleine Kalmit |
| 28 | Auf den Höhen des Westrich |
| 29 | Durch das Tal der Felsalbe |
| 30 | Zollstock und Hohenberg |
| 31 | Zum Bühlhof |
| 32 | Über den Eselskopf zur Hohen List |
| 33 | Südpfälzer Feldrainwanderung |
| 34 | Über Dierbach nach Kapellen |
| Mittel |
| 1 | Durch die Weinberge bei Mölsheim |
| 2 | Panoramablicke über dem Glantal |
| 5 | Nordpfälzer Weihertour |
| 7 | Durch den Fuchsbrunnenwald |
| 8 | Eulenkopf und Galgenberg |
| 10 | Am Isenachweiher |
| 11 | Zum Ameisenkopf |
| 12 | Von Schaudichnichtum nach Murrmirnichtviel |
| 13 | Durch den Diemersteiner Wald |
| 14 | Von Weidenthal nach Neidenfels |
| 16 | Zur Kirschbaumhütte |
| 17 | Suppenschüssel und Felsenmeer |
| 21 | Zum Harzofenberg |
| 24 | Zu den Buchholzfelsen |
| 25 | Zum Almersberg bei Rinnthal |
| 35 | Von Kapsweiher nach Kandel |
| Schwer |
| 15 | Durch den Haßlocher Wald |
| 22 | Holländerklotz und Jagdfelsen |
PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK
| Leicht |
| Mittel |
| Schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN
| Wandertour mit Laufrichtung |
| Tourenvariante |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Wegpunkt |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Klettersteig/Steig mit Sicherung |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |

Wie ein Geisterschloss ragt die Burg Trifels aus den Talnebeln empor.
Die Pfalz – von ihren schönsten Seiten
Der englische Schriftsteller Daniel Defoe schrieb im Jahre 1709 über die Pfalz: »Diese Gegend ist der allerschönste Teil des Deutschen Reiches … ihre Hänge sind mit Rebstöcken bedeckt … ihre Ebenen und Täler sind reich an Korn und Früchten«.
Defoe schrieb natürlich nicht an einem Reiseführer, sondern wollte seinem König die Aufnahme protestantischer Flüchtlinge aus der Pfalz empfehlen. Bemerkenswert aber, dass diese Zeilen in einer Zeit entstanden, als sich die Pfalz von den Zerstörungen und Plünderungen des Pfälzischen Erbfolgekrieges noch nicht vollständig erholt hatte.
Heute leben wir in friedlichen Zeiten und die Pfalz ist immer noch eine Attraktion. Allerdings eine, die sich (leider) auf zu wenige Höhepunkte beschränkt. Die Deutsche Weinstraße, der Bad Dürkheimer Wurstmarkt als größtes Weinfest der Welt, das Hambacher Schloss als Wiege der deutschen Demokratie und der Trifels als Symbol ehemaliger Reichsherrlichkeit sind sicherlich die größten Glanzpunkte. Aber man sollte die Pfalz nicht nur auf zwei bekannte Burgen und das rebenreiche Rheintal verkürzen.
Zur Pfalz gehören eben auch das Pfälzer Bergland, die Westpfälzische Moorniederung, der Donnersberg, das Zellertal, der Westrich, der Bienwald und natürlich der Pfälzerwald – zusammen mit dem Gebiet der Oberrheinischen Tiefebene eine beeindruckende Fläche und ein großes Wandergebiet.
Der Schwerpunkt der beschriebenen Touren liegt darin – wie der Buchtitel schon sagt – den Lesern wenig bekannte Pfade und Wege abseits des Trubels näherzubringen. Auch wenn wir auf weniger bekannten oder gar vergessenen Pfaden unterwegs sind – es lässt sich dazu immer etwas erzählen oder ein historischer Bezug herstellen. Auf die Fehden der letzten Ritter wird in diesem Buch ebenso eingegangen wie auf die Frage, welchen Weg die Bauernhaufen im Jahr 1525 von Nußdorf aus wohl eingeschlagen haben. Wege, die schon Kelten und Römer benutzt haben, sind in diesem Buch genauso zu finden wie Touren rund um historische Klöster oder zu weniger bekannten Burgen. Auf allen Wanderungen wird klar, dass die Pfalz schon in alter Zeit Siedlungs-, Durchgangs- und leider auch Kriegsgebiet war. Aber damals wie heute gilt: Der wahre Reichtum der Pfalz liegt in der stillen und abwechslungsreichen Landschaft.
Lassen Sie uns deshalb bei allen Wanderungen die Worte von Daniel Defoe im Gedächtnis behalten und mit jedem Blick in die Landschaft bestätigt wissen!
Viel Freude beim Wandern in der Pfalz wünscht Ihnen
Matthias Wittber

Durch die Fenster der Burgruine Frankenstein erhaschen wir einen Blick auf die Gleise der Bahnlinie Kaiserslautern–Neustadt/Weinstraße (TOUR 13).
Die Pfalz – von Burgen, Hütten und Wein
Reichsburgen und Herrscher
Mit dem Begriff »Pfalz« verbinden wir heute eine Region in Südwestdeutschland, Teil des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Im Mittelalter waren die Pfalzen Standorte oder Stützpunkte für die damals im Reichsgebiet umherziehenden Könige oder Kaiser. Zu den Kaiserpfalzen gehört etwa die Barbarossaburg in Kaiserslautern. Das Wort Pfalz selbst leitet sich aus dem Lateinischen palatium ab und wurde über das Alt- und Mittelhochdeutsche schließlich zum Wort Pfalz umgeformt; in den Übersetzungen anderer Sprachen für Rheinland-Pfalz, etwa im Englischen »Rhineland-Palatinate« lebt der lateinische Begriff fort.
Die Königspfalzen dienten in erster Linie der Unterkunft der Herrscher und deren umfangreichen Gefolge. Sie waren aber nicht unbedingt befestigt; dies waren dann die Reichsburgen. Einige dieser mittelalterlichen Reichsburgen werden auf in diesem Buch beschriebenen Wanderungen erreicht – etwa die Ramburg, die Burg Lindelbrunn oder die Burg Meistersel. Die Reichsburg Trifels können wir in ihrer heutigen Gestalt auf der Wanderung zum Hohenberg bewundern. Sie hatte eine besondere Bedeutung, da dort zu verschiedenen Zeiten des Mittelalters die Herrschaftszeichen der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches aufbewahrt wurden. Neben dem Reichsapfel und der Reichskrone waren dies u. a. das Reichsschwert, das Reichskreuz oder die Heilige Lanze. Heute können wir einen Teil dieser Reichskleinodien als Nachbildungen auf der Burg Trifels bewundern.
Im Mittelalter war die Pfalz eine der wichtigen Regionen des Reiches. Es dominierten die Adelsgeschlechter der Salier und der Staufer. Der Staufer Friedrich I., auch Barbarossa genannt, ließ ab 1152 auf einer salischen Burg eine Kaiserpfalz errichten. Die Stadt erhielt später dann den Namen Kaiserslautern. Ein weiterer Staufer, Heinrich VI., veranlasste, dass der gefangengenommene englische König Richard Löwenherz auf die Burg Trifels bei Annweiler gebracht wurde; dieser wurde erst gegen die Zahlung eines immensen Lösegelds wieder freigelassen. Die Barbarossaburg in Kaiserslautern ist längst zerstört, aber die Stadt nennt sich heute noch Barbarossastadt. Zahlreiche Namenslehnungen (Barbarossafest, Kaiserberg etc.) halten die Erinnerung an den großen Staufer wach.

Immer wieder überraschen den Wanderer die wunderbaren Wälder in der Pfalz.