Czytaj książkę: «Unser kleiner Esel Jan»
Lise Gast
Unser kleiner Esel Jan
SAGA Egmont
Unser kleiner Esel Jan
Copyright © 1969, 2018 Lise Gast und SAGA Egmont
All rights reserved
ISBN: 9788711510124
1. Ebook-Auflage, 2018
Format: EPUB 3.0
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Habt ihr schon einmal ein neugebornes Eselchen gesehen? Nein? Dann solltet ihr Kerstin und Gesi besuchen Die beiden haben nämlich eins – ein quicklebendiges, dunkelgraues, langbeiniges Eselkind. Von dem will ich euch erzählen.
Alle jungen Tiere sind lustige Spielgefährten. Kleine Katzen mit weichem Fell oder junge Hunde, tapsig wie Bären. Ficklein und Schafe, wie auf Osterpostkarten gemalt. Na, und erst die kleinen Ponys mit winziger Mähne, staksigen Beinchen und einem Schweif, der aussieht wie ein Hefezopf! Kerstin und Gesi erleben jedes Frühjahr, daβ ein Pony ein Fohlen bekommt.
Die beiden kleinen Schwestern wohnen bei ihrer Groβmutter, weil ihre Eltern viel auf Reisen sein müssen. Groβmutter hat ein kleines Holzhaus am Wald. Ringsum liegen Wiesen, und um die Wiesen steht ein fester Holzzaun mit einer runden Querstange oben. Auf der kann man sitzen und mit den Beinen baumeln, während man den Ponys zuguckt, die auf der Weide grasen.
Seit diesem Frühjahr steht noch ein Esel dabei, richtiger: eine Eselin, die Groβmutter geschenkt bekam. Sie ist hellgrau, hat lange Ohren, die sie vorund zurückklappen kann, einen langen, dünnen Schwanz mit einer komischen Quaste daran und sanfte, gute Augen Sie heiβt Esa.
Die Kinder lieben Esa, weil sie nie ausschlägt oder ein biβchen zuschnappt, was bei den übermütigen Ponys eben doch manchmal vorkommt. Und seit das Eselchen Jan geboren wurde, haben die Kinder Mutter Esa noch einmal so lieb.
Jan ist dunkler als seine Mutter, und ein wolliges Fell wärmt ihn in den kühlen Nächten. Er hat lange, dunkle Ohren und einen dicken Kopf mit einer vorgewölbten Stirn. Auf dieser Stirn kräuseln sich seidige Haare mit einem Wirbel mittendrin – daran kann man Jan von allen anderen Eseln unterscheiden.
Jans Beinchen sind dünn, aber springen kann er damit, daβ man staunt. Wenn er neben Mutter Esa herläuft, macht er ab und zu mitten im Trab kleine Bocksprünge. Oder er schlägt plötzlich vor lauter Übermut mit einem Hinterbein zur Seite aus. Das ist so drollig anzusehen daβ Kerstin und Gesi sich nie das Lachen verbeiβen können.
Seit Jan da ist, wären die beiden am liebsten den ganzen Tag über auf der Weide. Jetzt im Sommer blinzelt die Sonne zeitig über die Baumkronen, als könnte sie es nicht erwarten, Jan begrüβen zu dürfen. Und abends findet sie kaum in ihr Himmelshaus zurück, so schön ist die Welt.
Aber Kerstin muβ sich jeden Morgen von den Ponys und den beiden Eseln trennen und mit ihrem kleinen roten Fahrrad in die Schule flitzen, denn sie ist schon sieben Jahre alt. Manchmal spannt Groβmutter auch ein und fährt mit der Ponykutsche ins Städtchen, dann darf Gesi mit.
Die Ponys Schimmelchen und Räppchen laufen flink vor dem kleinen Fweispännerwagen, auf den in der Stadt die Einkäufe geladen warden: Jüten mit Mehl und Fucker, Brote, Stoff für neue Kleider, wenn die alten ausgewachsen sind, und die Schuhe, die beim Schuster waren. Jan möchte immer mit. Aber das wäre zu gefährlich, denn der Weg führt über die Autostraβe, und Jan weiβ noch nicht, was Kerstin genau weiβ: daβ man nur über den Febrastreifen gehen draf. Sie schiebt jeden Morgen ihr Rad dort hinüber wenn kein Auto von rechts oder links kommt.
Wenn die Kinder in die Stadt fahren, stellen sie Jan und Esa zum Trost eine Schüssel mit Mohrrüben hin. Dannsind die Esel mit fressen beschäftigt und merken nicht so, daβ sie allein bleiben.
Jan kommt mit Vorliebe ins Haus spaziert. Er ist sehr neugierig und muβ alles genau untersuchen. Er schnuppert am Radio, und she man sich’s versieht, hat er die Decke vom Tisch gezagen, daβ Tassen, Brot und Marmelade auf die Erde kullern. Oder er knabbert die Sitzkissen der Eckbank an.
Kaum hat man ihn von dort verjagt, steckt er sein Schnäuzchen in den Katzennapf, und eins, zwei, drei ist der leer. Die Kinder schreien. Sie gönnen Jan die Milch, aber für die zwei Kater muβ auch etwas übrigbleiben. Die nächtliche Mäusejagd macht dursting!
„Das kommet davon, daβ ihr den Esel ins Fimmer laβt!“ sagt Groβmutter.
Kerstin verspricht dann, die Milchkanne vorn an die Lenkstange hängen, wenn sie zur schule radelt. Da lacht Groβmutter und ist nicht mehr böse auf Jan.
Darmowy fragment się skończył.