Czytaj książkę: «You can leave your hat on - Erotische Novelle»

Czcionka:

Julie Jones

You can leave your hat on - Erotische Novelle

Übersetzt

Kirsten Evers

Lust

You can leave your hat on - Erotische Novelle ÜbersetztKirsten Evers Original You can leave your hat onCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2020 Julie Jones und LUST All rights reserved ISBN: 9788726319569

1. Ebook-Auflage, 2020

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Ich konnte ihn beim besten Willen nicht entziffern, diesen Mann. Wir waren nicht so richtig zusammen, aber wir verbrachten verteufelt viel Zeit miteinander. Wir sahen uns beinahe jeden Tag, schickten einander absurde Mengen an WhatsApp-Nachrichten und alberne kleine Bildnachrichten mit Einhorn-Filter. Der Tag begann mit einer Guten-Morgen-SMS und endete mit einem Gute-Nacht-Snap. Gefolgt von ein paar XXX. Irgendetwas war da ganz sicher im Busch, ich jedenfalls war Hals über Kopf in ihn verknallt. Und seit gestern - der Tag vor meinem Geburtstag - wusste er das auch. Es war ein klassisch-episches Social Media Desaster gewesen; ich hatte doch tatsächlich die falsche Nachricht an die falsche Person geschickt! Statt Millie zum tausendsten Mal zu erzählen, wie geil Mark sei, wie gutaussehend und liebenswert, und dass er sogar einen seiner albernen Hüte im Bett tragen dürfe, wenn er mich nur zur Besinnungslosigkeit ficken würde... erzählte ich es aus Versehen ihm. Ich hatte die Nachricht an Marc geschickt. Und er war verschwunden. Verschollen. Bermuda Dreieck. Keine Antwort. Nichts. Ich wusste, dass er mir nichts schuldete, und dass ich seine Freundlichkeit höchstwahrscheinlich einfach fälschlicherweise als Interesse interpretiert hatte - aber so gar nichts? Nicht mal ein "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag"? Schon hart. Kein "Guten Morgen", kein Snap von seiner imposanten Tee-Sammlung, kein "Hab einen schönen Tag", kein "Später Kaffee?" wie sonst. Nicht einmal ein versöhnliches "Hoffe du überstehst den Geburtstagsbrunch mit deiner Mutter!" Nada, nix, null. Und natürlich war ich enttäuscht. Gegen Abend, als ich von der Arbeit nach Hause lief, hatte ich den Gedanken an ihn und mich, an uns, schweren Herzens aufgegeben.

"Es war schön, so lange es währte", beschloss ich ein längeres telefonisches Klagelied an Millie. Ich hatte gerade meine Wohnung betreten, schlüpfte aus meinen Schuhen und schritt, Mantel noch an und Tasche noch in der Hand, zielgerichtet zum Kühlschrank. Ein guter Riesling, genau das, was ich jetzt brauchte. Ich öffnete die Flasche und nahm einen ordentlichen Schluck, ohne mich um ein Glas zu bemühen. Einen Schluck später hatte ich endlich meine Tasche abgelegt, meinen engen Rock ein wenig hochgestülpt und meine juckende Strumpfhose heruntergerollt. Ah! Ich hasste Strumpfhosen.

"Naja also erstens ist ja nie was passiert zwischen euch...", warf Millie ein.

"Ja, streu noch Salz in die Wunde!"

"Ach, stell dich nicht so an..."

"Und zweitens?", murmelte ich, während ich mich mit der Plastikverpackung einer gefüllten Praline abmühte - eine von viel zu vielen, die ich mir in meinem desillusionierten Zustand auf dem Weg nach Hause gekauft hatte.

"Und zweitens: Wer sagt denn, dass es überhaupt vorbei ist?"

"Es ist vorbei. Vorbei, bevor es überhaupt so richtig anfangen konnte - basta. Ich bin in einem Märchen aufgewacht - einem Märchen, in dem es mir gelang, mich mit Mark Bennet, auch genannt Gott, anzufreunden. Und dann hab ich alles kaputtgemacht. Wie ich immer alles kaputtmache. Verdammt, warum kann ich damit nicht mal warten, bis ich ein bisschen Action abbekomme?"

Millie seufzte tief und schwieg. Nicht mal ich selbst hätte meine pathetische Tirade mit einer Antwort gewürdigt.

"Hör mal Schatz, du hast Geburtstag, ich sag also heute mal nix. Aber nimm wenigstens ein Glas für deinen Wein. Ich ertrage den Gedanken nicht, dass du an deinem Geburtstag einen auf Bridget Jones machst, billigen Rotwein aus der Flasche trinkst und dich mit Pralinen vollstopfst. Wenigstens ein Glas, Schatz, das ist das Mindeste. Ach ja, und iss was Erwachsenes. Trüffel zum Beispiel."

"Weißwein", war alles, was mir darauf einfiel. Erwischt, dachte ich, während ich im Regal nach einem Weinglas griff und mir einschenkte. Zumindest kannte Millie mich so verdammt gut. Dass sie mich mit meiner Schwäche für Wein und Schokolade aufzog, brachte mich zum Lächeln. Ich wünschte, sie wäre heute hier, um meinen Geburtstag mit mir zu feiern, vorzugsweise mit Rom-Coms und Sekt, aber dieses Jahr war sie selbst auf ihrer Couch gestrandet, vollkommen unfähig sich zu bewegen und unglaublich schwanger. Dass sie noch ganze fünf Wochen vor sich hatte, fand ich schwer zu begreifen.

Darmowy fragment się skończył.