Czytaj książkę: «Hotel California - Erotische Novelle»
Julie Jones
Hotel California - Erotische Novelle
Übersetzt
Kirsten Evers
Lust
Hotel California - Erotische Novelle ÜbersetztKirsten Evers Original Hotel CaliforniaCoverbild/ Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2020 Julie Jones und LUST All rights reserved ISBN: 9788726314366
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 3.0
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Der Roadtrip war nicht seine Idee gewesen - Fred hatte es vorgeschlagen - und trotzdem war er es, der jetzt den Wagen durch die nächtliche Wüste steuerte. Auf dem Weg von Las Vegas zurück nach L.A., was für eine Schnapsidee. Aber Fred hatte nicht mit sich reden lassen.
"Stell dir vor, Joe, wir zwei in meinem alten Pontiac, hm? Durchs Death Valley? Wüste, so weit das Auge reicht, Wind in den Haaren, gute Musik auf den Ohren... und wenn wir müde werden, finden wir ein Hotel am Straßenrand...", hatte er gesagt.
Joe erinnerte sich zu erwidern, dass das Death Valley nicht auf dem Heimweg liege - ganz und gar nicht sogar - und dass Motels einfach nicht sein Style seien. Und dass Freddie geschummelt hatte, ihn mit seinen großen Hundeaugen angeschaut und stumm gebettelt hatte, und das war's dann gewesen. Er bekam seinen Willen. Und wenn Joe ganz ehrlich war, hatte es auch echt Spaß gemacht. Zumindest tagsüber, als die Sonne geschienen und Freddie lauthals mit dem Radio um die Wette gesungen hatte. Und auch bei Sonnenuntergang, als sie am Wegrand ein paar Hippies begegnet waren, die am Rande des Valleys campten - es waren nur ein paar Jugendliche, die auf dem Weg zum Burning Man waren - und der Duft von Lagerfeuer und Freiheit, gegrillten Marshmallows und "Colitas" sie beflügelt und vor der Weiterfahrt gen Küste zu einer kurzen Knutschrunde im Auto verführt hatte. Aber von der Magie des Tages war jetzt nur noch wenig zu spüren.
Fred schlief tief und fest, daran herrschte kein Zweifel. Wahrscheinlich völlig erledigt, nachdem er den ganzen Tag wie ein Flummi durch die Gegend gehüpft war. Und auch Joe begann die Müdigkeit im Körper zu spüren. Und sein Blick begann langsam zu verschwimmen. Obwohl seine Brille nur einen Handgriff entfernt im Handschuhfach lag, wollte er sie nicht tragen. Fred sagte zwar immer, dass er damit unglaublich heiß aussah. Aber ihm gefiel der Gedanke, dass er eine Brille brauchte, um klar sehen zu können, einfach nicht. Gab ihm das Gefühl, alt zu sein. Also fuhr er stoisch weiter, statt Musik das eindringliche Schnarchen seines Lebensgefährten im Ohr, während ihn ein dröhnender Kopfschmerz und zunehmend schlechte Laune zu plagen begannen und die verschwimmende Straße vor ihm ins Unendliche zu führen schien. Und dann sah er es, nur ein schimmerndes Licht in der Ferne, aber er wusste, dass es ein kleiner Ort oder zumindest eine Tankstelle sein musste.
"Gott sei Dank!", entfuhr es ihm.
Freddie ließ sich nicht stören, rührte nicht einen Muskel, und schnarchte munter weiter.
"Genieß es, solange du kannst, du Faulpelz. Wenn's hier nichts gibt, fährst du weiter!", flüsterte Joe liebevoll.
Als er vor dem heruntergekommenen, aber doch eine seltsame Gemütlichkeit ausstrahlenden Gebäude am Rande einer kleinen Ortschaft parkte, konnte er sich ein Lachen nicht verkneifen. Sein Lachen war laut und rollend, wie Donner, das war schon immer so gewesen, und es weckte Fred auf.
"Mann, Joe, ich hab grad so gut geschlafen. Ich hab sogar geträumt. Sei still!"
Joe ignorierte den genervten Ton seines sich noch im Halbschlaf befindlichen Geliebten. Das hier war einfach zu genial. Als Fred seine Augen endlich zu öffnen vermochte und das grell-pinke Neonschild las, begann auch er zu lachen.
"Nicht dein Ernst!"
"Oh doch, Freddie, oh doch. Das ist es. Auch auf die Gefahr hin, dass wir nie wieder rauskommen. Ich muss hier einchecken!"
Und ohne zu zögern, griff er sich seine Tasche vom Rücksitz, stieg aus und - Fred hatte ihn inzwischen eingeholt und nahm seine Hand - ging zielstrebig auf den Eingang zu.
Es dauerte nicht lange, dann hatten sie eingecheckt und für die einzige Suite gezahlt, die das Hotel hatte. Sie hatten sich ja eigentlich vorgenommen, in einem Motel zu übernachten, und die Suite war eine ziemlich freie Interpretation davon, was man sich normalerweise unter einem Motel vorstellt. Aber man durfte auch nicht vergessen, dass sie im Grunde ihrer guten Herzen wohlhabende Schnösel waren, die sich im Laufe der Jahre an den guten Fünf-Sterne-Lebensstil gewöhnt hatten. Du kannst den Millionär aus dem "Vier Jahreszeiten" verjagen, aber das "Vier Jahreszeiten" kriegst du nie ganz raus aus dem Millionär. Und so wählten sie die Option, die für sie am ehesten das repräsentierte, was sie von zu Hause gewohnt waren. Zumindest theoretisch. "The Master's Chambers" war in Wahrheit die einzige Alternative. Joe versuchte nicht mal seine Begeisterung für den Namen der Suite zu verbergen. Die süße Rezeptionistin - eine hochgewachsene Brunette mit skandinavischem Akzent - grinste ihn an, als sie ihm den Schlüssel, dessen Anhänger mit den simplen Worten "Welcome to the Hotel California" geschmückt war, in die Hand drückte.
Darmowy fragment się skończył.