Czytaj książkę: «Vergessene Pfade Königssee und Berchtesgadener Land»

Czcionka:


Blick über den Königssee

Joachim Burghardt

Vergessene Pfade
KÖNIGSSEE & BERCHTESGADENER LAND

35 außergewöhnliche Wanderungen

abseits des Trubels



Lichtkaskaden über Hagengebirge, Tennengebirge und Dachstein


»Eine strenge Stille thront über Fels und Abgrund.« – Abend am Watzmann-Hocheck

INHALT

Vorwort

Willkommen am Königssee

Bruckmann Tourenfinder

Piktogramme und Schwierigkeitsgrade

Mensch und Berg im Berchtesgadener Land

DIE TOUREN

1Vom Predigtstuhl bis zum Karspitz

Die Längsüberschreitung des Lattengebirges

2Weißbachtal und Steinerne Agnes

Herrliche Pfade im Lattengebirge

3Von Hallthurm auf den Hirschangerkopf

Unterwegs auf der stillen Seite des Untersbergs

4Der Rauhe Kopf

Unscheinbarer Vorgipfel des Untersbergs

5Barmsteine und Hohe Götschen

Grenzgänge zwischen Bayern und Salzburg

6Auf die Kneifelspitze

Einsame Pfade am beliebten Aussichtshügel

7Lockstein, Kälberstein, Baderlehenkopf

Überschreitung der drei Berchtesgadener Hügel

8Weitwandern im Berchtesgadener Tal

Von der Almbachklamm bis in die Ramsau

9Das andere Bild des Königssees

Das Tal von Berchtesgaden bis zum Röthbachfall

10Eisbachtal und Eiskapelle

Spaziergang zum Fuß der Watzmann-Ostwand

11Malerwinkel und Rabenwand

Wunderschöne Aussichtspunkte am Königssee

12Über den Kehlriedel zum Kehlstein

Vergessener historischer Weg am Touristenberg

13Steilaufstieg zur Brettgabel

Aussichtswarte über dem Berchtesgadener Tal

14Rotspielscheibe und Fagstein

Gipfelglück abseits des Trubels

15Der Schneibstein-Ostgrat

Einsame Überschreitung im Hagengebirge

16Vorderschlumsee und Angeralm

Stille Orte in einem fast vergessenen Gebirge

17Kaunersteig und Hochlafeld

Streifzüge in den südlichen Gotzenbergen

18Kahlersberg und vier weitere Grenzgipfel

Herrliche Dreitagestour im westlichen Hagengebirge

19Einsame Wanderungen im Steinernen Meer

Wasseralm, Wildalmkirchl und Riemannhaus

20Durch die Saugasse zum Funtensee

Ein bekannter Weg mit verborgenen Hintergründen

21Der Stuhljochgrat am Funtenseetauern

Traumgrat am größten Bergmassiv des Steinernen Meers

22Über die Sagereckwand zum Funtensee

Klassischer Steilaufstieg zum Steinernen Meer

23Brandenberg und Schottmalhorn

Zwei Felsberge voller Gegensätze

24Rotwandl und Viehkogel

»Kleine« Gipfel des Steinernen Meers

25Zwei Wege durchs Steinerne Meer

Beeindruckendes stilles Wandererlebnis

26Schöneck-Südgrat und Wurmkopf

Wenig bekannter Steilaufstieg zum Steinernen Meer

27Vier-Hörner-Runde

Breithorn, Mitterhorn, Äulhorn und Achselhorn

28Unbekannter Schartenkopf

Von der Peter-Wiechenthaler-Hütte ins Steinerne Meer

29Touren rund ums Ingolstädter Haus

Wildes Steinernes Meer und der Dießbachsteig

30Sigeretplatte, Trischübel, Hundstodgatterl

Weiter Weg durch stille Landschaften

31Durchs Wimbachtal zum Seehorn

Sandflüsse, Felstürme und Baumruinen

32Auf die Hirschwiese

Vom grauen Wimbachtal ins blau-grüne Königsseetal

33Von Süden über den Großen Watzmann

Die berühmte Überschreitung neu betrachtet

34Überschreitung der Watzmannfrau

Außergewöhnliche Rundtour in hochalpiner Umgebung

35Schapbachriedel und Grünstein

Ein unbekannter Hügel und sein beliebter Nachbar

PS:

Register

Impressum


Das südwestliche Steinerne Meer mit dem Riemannhaus


Im Felsgelände sollte man nicht »kopfscheu« werden, wie man in Berchtesgaden traditionell sagt.

TOURENÜBERBLICK

Leicht

7Überschreitung der drei Berchtesgadener Hügel

9Das Tal von Berchtesgaden bis zum Röthbachfall

10Spaziergang zum Fuß der Watzmann-Ostwand

11Wunderschöne Aussichtspunkte am Königssee

20Ein bekannter Weg mit verborgenen Hintergründen

Mittel

1Die Längsüberschreitung des Lattengebirges

2Herrliche Pfade im Lattengebirge

3Unterwegs auf der stillen Seite des Untersbergs

4Unscheinbarer Vorgipfel des Untersbergs

5Grenzgänge zwischen Bayern und Salzburg

6Einsame Pfade am beliebten Aussichtshügel

8Von der Almbachklamm bis in die Ramsau

12Vergessener historischer Weg am Touristenberg

13Aussichtswarte über dem Berchtesgadener Tal

14Gipfelglück abseits des Trubels

16Stille Orte in einem fast vergessenen Gebirge

17Streifzüge in den südlichen Gotzenbergen

19Wasseralm, Wildalmkirchl und Riemannhaus

22Klassischer Steilaufstieg zum Steinernen Meer

24»Kleine« Gipfel des Steinernen Meers

25Beeindruckendes stilles Wandererlebnis

28Von der Peter-Wiechenthaler-Hütte ins Steinerne Meer

30Wildes Steinernes Meer und der Dießbachsteig

32Vom grauen Wimbachtal ins blau-grüne Königsseetal

35Ein unbekannter Hügel und sein beliebter Nachbar

Schwer

15Einsame Überschreitung im Hagengebirge

18Herrliche Dreitagestour im westlichen Hagengebirge

21Traumgrat am größten Bergmassiv des Steinernen Meers

23Zwei Felsberge voller Gegensätze

26Wenig bekannter Steilaufstieg zum Steinernen Meer

27Breithorn, Mitterhorn, Äulhorn und Achselhorn

29Wildes Steinernes Meer und der Dießbachsteig

31Sandflüsse, Felstürme und Baumruinen

33Die berühmte Überschreitung neu betrachtet

34Außergewöhnliche Rundtour in hochalpiner Umgebung

PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK


leicht
mittel
schwer
Gehzeit
Höhenunterschied
Weglänge

ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN


Wandertour mit Laufrichtung
Tourenvariante
Ausgangs-/ Endpunkt der Tour
Wegpunkt
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

Vorwort

Dieses Buch zu schreiben war ein Abenteuer im Kleinen. Es stellte sich als eine große und schöne Aufgabe heraus, Bergerlebnisse zu Hause am Arbeitstisch noch einmal nachzuvollziehen, Erinnerungen und Geschichten wachzurufen, in Büchern zu forschen und mir im Lauf von Monaten allmählich die Worte und Bilder zurechtzulegen, die zuletzt als Ganzes dastehen sollten. Ein Abenteuer war die Arbeit aber auch deshalb, weil sie mich in die Geschichte meines eigenen Bergerlebens zurückführte. Denn die Berge rund um den Königssee waren das erste Gebirge, das ich für mich liebgewann.

Als Kind unternahm ich mit meinem Vater erste Hüttenwanderungen, als Jugendlicher ließ ich mich von den Bildern und Texten in Horst Höflers Buch »Berchtesgadener Alpen« zum Träumen anregen. Die »beständige Sehnsucht, die nie enttäuscht wird«, packte auch mich. Es lag auf der Hand: Diese Berge übten einen ganz besonderen Reiz aus, der die Anziehungskraft anderer Landschaften überstieg. Als ich dann mit sechzehn Jahren zum ersten Mal auf der Watzmann-Mittelspitze stand, glaubte ich einen Endpunkt erreicht, das Allerwichtigste geschafft zu haben. Ich kannte nun ja alles vermeintlich Bedeutsame: St. Bartholomä mit seinem Souvenirtrubel, das Trompetenecho und die Sage vom schrecklichen König; ich hatte ein paar Normalwege in meinem Tourenbuch verzeichnet und war bei jeder Fahrt über den Königssee aufs Neue gespannt, ob die Zahl der Toten in der Watzmann-Ostwand schon wieder gestiegen war. Der größere und stillere Teil der Wirklichkeit blieb mir hingegen noch verborgen.

Doch die Watzmann-Besteigung war ja erst der Anfang. Jahr für Jahr kehrte ich öfter zurück, entdeckte Schritt für Schritt Neues und Verborgenes. Die wichtigste Erkenntnis dabei war: Neben den touristischen Brennpunkten existiert auch noch eine tiefere Dimension, die nur bei genauem Hinsehen hervortritt – alte Viehtriebsteige, unbekannte Pfade, verfallene Hütten, abgelegene Hochflächen, selten betretene und sogar namenlose Gipfel, vor allem aber auch eine Menge Hintergrundwissen, das im Laufe der Zeit verschüttgegangen ist oder einem breiteren Publikum nie zugänglich war. Mit Feuereifer besorgte ich mir antiquarisches Bücher- und Kartenmaterial, suchte und fand wenig bekannte Routen, an denen die Erschließungs- und Werbemaschinerie gänzlich vorübergegangen ist – großartige Orte der Stille, manchmal beinahe eine vergessene Welt. Aus dieser aufregenden Recherche ging schließlich selbst wieder ein Buch hervor, das Sie nun in den Händen halten. Es präsentiert eine Auswahl von 35 Touren, die teils in die Einsamkeit führen, teils aber auch Bekanntes neu betrachten, eine neue Annäherung an ein literarisch fast schon zerschriebenes und bergtouristisch stark kanalisiertes Gebirge wagen wollen. Keine »35 schönsten zum zigsten Mal« also, sondern 35 schöne ohne Superlativ, oft unkonventionelle Touren. Und mit Sicherheit 35-mal ein besonderes Naturerlebnis für den Liebhaber, der sich nicht nur für die bekanntesten Touristenziele interessiert.

Die Gefahr, den einen oder anderen »Geheimtipp« durch die Veröffentlichung kaputtzureden, ist dabei nur gering. Denn solange die einsamen Pfade nicht im großen Stil beworben, vor Ort markiert und ausgebaut werden, wird eine einzelne Publikation nicht viel an ihrem Dornröschenschlaf ändern. Ein nettes Detail aus der alten Literatur wieder hervorzuholen, kann ohnehin nicht schaden – im Gegenteil: Es hilft, Wissen zu bewahren. Und man muss es wirklich einmal sagen: Ein mit viel Mühe, vielleicht auch mit Liebe angelegter Pfad im Gebirge stellt einen kulturellen und historischen Wert dar, er ist Ausdruck des menschlichen Ringens und Unterwegsseins in einer wilden Natur – und als ein solcher verdient er es, in Erinnerung zu bleiben. Darum dieser Tourenführer.

Die Erfahrung zeigt doch: Wenn eine Gefahr für die Intaktheit der Natur besteht, dann nicht durch ein Buch, das spezielle Touren für Kenner und Liebhaber beschreibt, sondern vielmehr durch die aus dem Ruder laufenden Entwicklungen im Internet, speziell im Bereich der sozialen Medien – und natürlich durch physische Ausbau- und Erschließungsmaßnahmen im Gebirge. Denn während dieser gedruckte Tourenführer bewirkt, dass einzelne Touren höchstens ein paar Dutzend zusätzliche Begehungen pro Jahr bekommen, droht durch im Internet veröffentlichte Tipps manchmal die zerstörerische Heimsuchung durch Tausende Bergunkundige – man denke an die sogenannten »Instagram-Hotspots«. Für die Touren dieses Buchs hingegen werden auch ganz bewusst keine GPS-Tracks zur Verfügung gestellt, um das »blinde« und unreflektierte Nachwandern nicht zu fördern. Stattdessen sind gezielt diejenigen Bergsteiger angesprochen, die in der Lage sind, sich selbstständig und verantwortungsvoll im alpinen Gelände zu bewegen.

Mögen alle Interessierten die in diesem Buch beschriebenen Wanderungen und Bergtouren mit Vorsicht, Umsicht und Rücksicht begehen – und sich an der einzigartig schönen Landschaft der Berchtesgadener Alpen erfreuen. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich leuchtende Erlebnisse am Berg und tiefgründige Freude bei der Lektüre dieses Buchs!



Willkommen am Königssee

Das Berchtesgadener Land ist fast eine Enklave: Auf drei Seiten vom österreichischen Bundesland Salzburg umschlossen, bildet es den südöstlichen »Wurmfortsatz« Deutschlands.


Nationalpark Berchtesgaden

Die außergewöhnliche Schönheit der Natur rund um den Königssee führte schon früh zur Errichtung von Schutzgebieten. Bereits 1910 wurde der »Pflanzenschon bezirk Berchtesgadener Alpen« mit einer Fläche von 83 km2 ins Leben gerufen, 1921 folgte das »Naturschutzgebiet Königssee« mit 200 km2. Noch etwas größer ist der heutige Nationalpark Berchtesgaden, 1978 als erster deutscher Alpen-Nationalpark errichtet. Aus der ganzen Welt kommen Touristen nach Berchtesgaden, um Königssee und Watzmann mit eigenen Augen zu bewundern. Die Schifffahrt über den See zum berühmten Kircherl von St. Bartholomä zählt dabei zum absoluten Pflichtprogramm der Besucher.

Königssee

Herzstück der Berchtesgadener Alpen ist der Königssee. Er ist bis zu 190 m tief, und sein Wasser hat Trinkwasserqualität.



Watzmann

Die dominierende Berggestalt im Berchtesgadener Land ist der Watzmann. Mit seiner markanten Form beflügelt er seit jeher die Fantasie.

Neun Massive

Die Berchtesgadener Alpen bestehen aus neun Gebirgsmassiven, die sich rund um den Königssee gruppieren. Im Uhrzeigersinn sind dies: Lattengebirge, Untersberg, Göllstock, Hagengebirge, Hochkönig, Steinernes Meer, Watzmann, Hochkalter, Reiter Alm. Jedes Einzelne mit seinen Eigenheiten, Schönheiten und verborgenen Seiten.

Vergessene Pfade

Blickt man hinter die Kulissen des Massentourismus, ist in den Bergen eine Vielzahl von nicht mehr gepflegten Almwegen, Forststeigen und Jägerpfaden zu entdecken.


Almruinen

Die meisten der ehemals bewirtschafteten Almen sind längst außer Betrieb, ihre Hütten dem Verfall preisgegeben. Wer genau hinschaut, findet im Gestrüpp heute noch ihre Grundmauern oder Holzbalken.


Weglose Gipfel

Der Mensch hat die Bergwelt erschlossen, Straßen und Hütten gebaut, und vielleicht waren noch nie so viele Wanderer im Gebirge unterwegs wie heute. Dennoch gibt es an den meisten Gipfeln in den Berchtesgadener Alpen keinen Weg, der zum höchsten Punkt führt. Sie sind wild und still geblieben.

Geheimes & Kurioses


In den Bergen gibt es nicht nur Gipfel und Wege zu entdecken, sondern auch jede Menge spannende Anekdoten. Von einem Wilderer, der auf die Galeeren geschickt wurde, über Berge, die ihre Namen getauscht haben, bis hin zur Fahrradfahrt über den zugefrorenen Königssee.


Schätze im Bücherregal

Wie man an all dieses hintergründige Wissen kommt? Vieles lässt sich vor Ort recherchieren und selbst in Augenschein nehmen. Anderes hingegen ist nur in Büchern zu finden. Für diesen Tourenführer wurden über 130 meist nur noch antiquarisch erhältliche Werke der Literatur sowie alte Landkarten ausgewertet. So kamen diverse Volkssagen, Hintergrundgeschichten und Routenbeschreibungen zum Vorschein, die fast schon vergessen waren.

Ograniczenie wiekowe:
0+
Data wydania na Litres:
09 listopada 2024
Objętość:
322 str. 238 ilustracji
ISBN:
9783734326820
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania:

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