Czytaj książkę: «Chelsea & Wundermüsli»

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Fritz Hostetmann

Chelsea & Wundermüsli

Die Strolche

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Einführung

Garage

Korbball und Beachvolley

Smaragdgrün

Turbane

Isländer

Stauung

Joggen

Schneeballschlacht

Ramsch

Zuckerwatte

Freibad

Le Crotoy

Schwarzfahrer

Süßwasser-Wal

Guggäband

Maroni

Frankfurter Buchmesse

Differenzler Jass

Das Kunstwerk

Der Spielplatz

Berberaffen

Besuch

Wasserkanone

Konzert

Erster August

Flyer Bikes

Slush Puppie

Gummiboot

Sixpack

Bergwanderung

Nüsse

Feinde

Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission

Eisrakete

Putzequipe

Mathe pauken

Mist und Gülle

Kutschenfahrt

Trampolinbett

Fußballspiel

Prüfungen

Tropenhaus

Schlafmützen

Kerzenziehen

Wandeln auf dem Unterseeboot

Das Konzert

Der Umzug und die Garage

Schwimmbecken

Schachbrett

Wildschweine

Eine Erkältung und ein Kräutergarten

Geburtstagsfeier

Die Detektive

Fernsehen

Seifenblasen

Velorennen

Melchsee-Frutt

Snowboarden

In der Garage

Schneemannfamilie

Schneeloipen

Unihockey

Predigt

Landleben

Aquarium

Schokolade

Keltern

Korn mahlen

Auf Sendung

Regentonne

Brunch

Fehlalarm

Seifenblasen

Bunte Farben

Quartierfest

Schwimmbassin

Hamburgerparty

Murmel

Schlammschlacht

Prüfungsvorbereitung und Masterabschluss

Gartenbau

Bärendreck und andere Schleckereien

Der Jagdhund

Immenstaad

Zeppelin

Feuerwerk

Turnstunde

Malen

Talabfahrt

Tümpel

Ausflug

Durch die Pfütze zum Putzen

Dreikönigskuchen

Fotoschießen und Filmvergnügen

Schneehasen

Segelfliegen

Surfen

Schwingen

Seevögel

Kilbi

Impressum neobooks

Einführung

Entstehung

Meine ältere Tochter wollte zum Einschlafen eine Gutenachtgeschichte hören. Im Laufe der Zeit wurde sie von ihrer jüngeren Schwester abgelöst. So begann alles. Auf einem Bauernhof lebte ihre Grossmutter, welche wir oft besuchten. Dort gab es einen Welpen, welcher Chelsea hiess. Sie war ein weiblicher Schweizer Sennenhund und das Kind von ihrer Hundemutter Jenni. Die ältere Tochter bekam irgendwann einmal Plüschtiere und die jüngere gab den Anstoss zu diesem Buch. Ich begann die Geschichten aufzuschreiben, die ich abends am Bett erzählte.

Charaktere

Wir haben Chelsea als Plüschtier in unserem Haus, ebenfalls Wundermüsli, eine übergrosse braune Plüschmaus. Chelsea & Wundermüsli machen immer lustige Streiche. Die Bengel sind ungezogene, lautstarke und freche Kinder. Der Herr Direktor des Spitals ist auf Ordnung und Sauberkeit bedacht. Er fühlt sich in seiner sterilen Umgebung am wohlsten. Auch der Bauer Sepp vom Moorhof ist immer wieder mit dabei.

Ort der Handlungen

Die Geschichten finden vornehmlich in der Schweiz statt. Das Land zeichnet sich durch seine landschaftliche Vielfalt aus. Es ist klein und alles scheint in der Nähe zu sein. Chelsea & Wundermüsli können aber irgendwo auf der Welt und sogar im Weltall gesichtet werden.

Die Geschichten sind frei erfunden und richten sich an Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren und an die übrigen Jahrgänge, welche sie vortragen dürfen.

Beweggrund zu diesem Buch

Als Vater will ich die Geschichten weitertragen und sie nicht der Vergessenheit preisgeben. Sie erzählen uns etwas und regen die Fantasie an, welche eine reiche Gabe Gottes ist. Auch setze ich mich in diesen Werken mit der deutschen Sprache auseinander. Ich liebe die Sprachen und das Wort im Besonderen.

Anwendung

Jeden Abend zum Einschlafen können ein oder mehrere Geschichten erzählt werden. Das Kind kann die Geschichten aber auch selber lesen.

Garage

Der Garagist Max ist in den Ferien. Er hat die Garageschlüssel Chelsea & Wundermüsli übergeben. Im Büro liegen die Autoschlüsse in einer Büchse versteckt. Um den Verkaufsabsatz zu fördern, veranstalten Chelsea & Wundermüsli mit den Ausstellungsautos ein Wettrennen. Jedermann ist eingeladen, an diesem Rennen teilzunehmen. Damit ja nichts passiert, ist alles von der Feuerwehr grossräumig abgeriegelt worden. Sogar die Grossomis und Grossopis nehmen an diesem denkwürdigen Rennen teil. Die Bengel sind nur als Zuschauer zugelassen. Lauthals grölen und lärmen sie.

Chelsea & Wundermüsli haben einen Holzturm aufgestellt, wo sie alles überblicken können. Die Samariter sind auch vor Ort und helfen den Zuschauern, falls sie vor Aufregung umfallen. Aus einem Spielzeugrevolver gibt Wundermüsli endlich den Startschuss ab, nachdem er ihn aus dem Halfter gezogen hat. Mit seinem Cowboyhut sieht er wie ein echter Amerikaner aus. Das Lasso liegt bereit, um allzu neugierige Bengel einzufangen. Chelsea schwenkt die Fahne. Ein lautes Röhren tönt auf. Alle Teilnehmenden starten gehörig durch. Die Luft ist schwanger von Schweiss und Abgasen. Jetzt geht es aber los. Weil die Batterie nicht anspringen will, bleibt ein Fahrzeug stehen. Der Wagen wird aus dem Rennen genommen. Er wird nicht der Letzte sein. Eine Fahrerin verpasst die Kurve und donnert in einen Siloballen von Bauer Sepp, der darüber nicht erfreut ist. „Oh du dicke Scheisse!“, ruft er aus ganzem Herzen aus. Aber als Gentleman hilft er der schönen Jungfrau, aus dem komplett lädierten Wagen auszusteigen. Etwas später wird dank ihnen eine Hochzeit gefeiert. Den Pfarrer freut es und mit ihm die Festgemeinde.

Als die Ersten ins Ziel donnern, hängt ein feiner Staubschleier in der Luft. Leider haben sie die Pfosten übersehen und fahren sie glatt um. Die Sieger werden mit einem herzhaften Niessen empfangen. Verschiedene schwarze Zylinder fliegen durch die Luft und werden von den ankommenden Fahrzeugen platt gefahren. „Alles nur halb so schlimm“, meinen Chelsea & Wundermüsli verblüfft.

„Es wird alles versichert sein“, sagt der Versicherungsbroker, der auch mit von der Partie ist. Er möchte natürlich neue Kunden gewinnen und legt sich dafür mächtig ins Zeug. Die komplett zerstörten Fahrzeuge übernimmt der Agent und rechnet es mit seinen Partnern ab. Das lässt natürlich die Kasse von Max heftig klingeln, der nun Werbung für den Agenten macht und als Referenz herhalten darf.

Korbball und Beachvolley

Draussen auf dem Sportplatz spielen Chelsea & Wundermüsli gegen zwei Lulatsche Korbball. Beim Einspielen springt Wundermüsli behänd auf Chelsea und trifft in den Korb. Ein andermal wirft Chelsea Wundermüsli auf die Schulter eines Lulatsches und trifft wieder. Langsam kommen die beiden in Fahrt. Wundermüsli erklimmt blitzschnell den Riesen und nimmt ihm auf seinem Kopf angekommen den Ball weg und wirft selber in den Korb ein. Er schwingt sich um den Arm des nächsten Riesen und macht dabei einige Umdrehungen. Dem Riesen wird dabei ganz schwarz vor Augen und fällt der Länge nach hin. Wundermüsli hat sich aber, vor dem Fall, mit dem Ball versehen, Richtung Korb katapultiert und wirft wieder ein.

Jetzt ist Chelsea dran. Sie trippelt sich zwischen den Beinen durch. Die beiden Lulatsche sehen sich nur noch verdutzt an, bevor sie realisieren, dass Chelsea den Korb getroffen hat. Sie stossen dabei ihre Köpfe zusammen und taumeln ziellos auf dem Platz rum. Zum Glück wird beim Einspielen nicht gross gezählt, ansonsten die Profis alt ausgesehen hätten.

Jetzt geben Chelsea & Wundermüsli Stunden. Die wissbegierigen Neulinge werden von Grund auf in das Spiel eingeführt. Theorie und Technik sowie hartes körperliches Training wechseln sich ab. Aber zwischendurch verteilen sie allen Eis. Ab und zu trifft man die ganze Truppe im Freibad an.

Bei Chelsea & Wundermüsli kann man in dieser Sportart sogar die Doktorwürde erlangen. Bei der Übergabe des Titels tragen die beiden Brillen und haben grau melierte Haare. Sie sehen echt würdig aus und unterstreichen damit die Bedeutsamkeit der Ausbildung. Der Titel wird natürlich sofort international anerkannt.

Was sie auch gerne nebenbei tun, ist Beach Volleyball spielen. Wundermüsli macht dort vor allem wegen der schönen Mädchen mit. Er kommt jeweils aus dem Staunen fast nicht mehr heraus.

Ein kleines Mädchen steht traurig neben dem Feld. Niemand will mit ihr eine Mannschaft bilden. Sofort ist Wundermüsli zur Stelle und springt in die Lücke. Die beiden machen sich echt gut und bringen sogar die hartgesottenen Profis zum Kochen. Die Bälle sind so unberechenbar, weil Chelsea über Fernbedingung das Gewicht des Balles ändern kann. Sobald Wundermüsli oder das kleine Mädchen Susi den Ball spielt, ist er federleicht. Drücken die Gegner ab, ist der Ball zentnerschwer und kommt darum oft nicht mehr übers Netz.

Smaragdgrün

Es ist Winter. Die Tage sind kurz und kalt. Die Biese bläst um die Ohren. Die Nasen kühlen rasch aus. Chelsea & Wundermüsli sind bei Hilti & Biller zum Kaffee eingeladen. Die hören gerne Ländler-Musik. Ab und zu stoßen sie einen Juizer aus. Die haben ein ganzes Zimmer voller köstlicher Kuchen. Der Duft erfüllt die ganze Wohnung. Bei Ihnen ist es ist warm und behaglich. Gerne sitzt man bei ihnen bei Kaffee und Kuchen. Man kann sich so ganz toll austauschen.

Chelsea & Wundermüsli erzählen ihre Streiche und bringen Hilti & Biller immer wieder zum Lachen. Nur haben Hilti & Biller nicht bemerkt, dass Chelsea & Wundermüsli ihnen farbige Lebensmittelfarbe dem Kaffee beigegeben haben. Im rabenschwarzen Kaffee ist es aber nicht sichtbar. Die Zunge und die Zähne werden ganz schön grün dabei. Da Hilti & Biller nicht so gut sehen, entgeht ihnen das natürlich.

Jetzt müssen sie aber zur Routinekontrolle zum Zahnarzt gehen. Die Zahnärztin staunt nicht schlecht, als sie die Zähne der älteren Leute kontrollieren will. Anstelle der schneeweißen Zähne funkeln sie unter dem Lichterschirm in einem wunderbaren geheimnisvollen smaragdgrün. Die Ärztin fragt das alte Ehepaar: „Ist das ein neuer Modetrend, den ich verpasst habe? Leider komme ich vor lauter Arbeit gar nicht mehr dazu, andere Sachen zu studieren.“

Chelsea & Wundermüsli sind immer noch im Züricher Hochhaus. Sie gehen auf die Dachterrasse hinaus und haben eine Nebelkanone dabei. Sie besprühen mit fluoreszierendem smaragdgrünem Nebel die dicken Schneeflocken, die vom Himmel fallen. Die Färben sich natürlich allmählich und fallen als grüne Flocken zu Erde. Die Leute auf der Straße staunen nicht schlecht, als sie sich langsam grün einfärben. Einige erinnert das an Sankt Patrick Day, einem irischen Feiertag, wo die Flüsse grün eingefärbt werden.

Danach werfen Chelsea & Wundermüsli kleine Wattebausche in den Himmel. Die fallen zusammen mit den Schneeflocken zur Erde. Die Schneeflocken vergehen, die Wattebausche aber nicht. Wunderbare Dinge ereignen sich hier. Die Stadtkinder finden das alles toll, weil es den grauen und tristen Tag auf seine Art aufhellt. Am Abend in der Disco leuchten die Kinder, auf die die Flocken gefallen sind.

Nach diesen Streichen fahren Chelsea & Wundermüsli nach Hause. Zum Glück fragen ihre Mütter nicht danach, was sie erlebt haben. Sie sind eben in einer Kaffeerunde mit lebhaften Gesprächen beschäftigt. Sie vergessen dabei ganz, was rund herum läuft.

Turbane

Chelsea & Wundermüsli haben in Indien Sikhs kennengelernt. Dort tragen die Männer Turbane. Chelsea & Wundermüsli wollen es ihnen gleich tun. Das Wickeln lassen sie sich zeigen. Mit der Zeit geht es so gut wie beim Krawattenknopfbinden, wo vor allem Wundermüsli stark ist.

Zurück in der Schweiz ziehen sie die Turbane nicht ab. Alle glauben sie seien indische Sikhs, die für ihren Mut weltberühmt sind. So verschaffen sie sich vor ihren Gegnern Respekt. Um ihre Gefährlichkeit herauszustreichen, tragen sie sogar Krummschwerter.

Die Bengel fragen unschuldig: “Warum tragt ihr Turbane und Krummschwerter, wollt ihr uns etwa Angst einflössen?“ Chelsea & Wundermüsli sagen ihnen: „Wir tragen Turbane, damit unsere Gedanken nicht verloren gehen können. Die Krummschwerter brauchen wir für die Maniküre.“ Die Bengel wollen es ihnen gleichtun. Sie bringen es aber nicht hin, sondern wickeln sich nur wie einen Kokon ein. Ein Bengel sieht danach sogar wie eine ägyptische Mumie aus.

Zum Glück hat Wundermüsli Barthaare. So muss er sich keinen Bart wachsen lassen. Er macht mit dem Lockenwickler aus den überlangen geraden Haaren kunstvolle Locken. Er sieht damit recht schmuck aus. Leider verbrennen sich die Bengel mit dem Gerät die Hände. Sie merken erst zu spät, dass vorne ganz heiß wird.

Nun laufen Chelsea & Wundermüsli über Glasscherben. Sie haben es bei den Yogis kennengelernt. Sie verziehen dabei keine Miene. Niemand weiss, dass sie durchsichtige Pfotenschutzsocken übergezogen haben. So ist es ein Leichtes, auf den Glasscherben zu tanzen. Zum Glück trauen sich die Bengel das nicht zu. Sie tanzen lieber ausgelassen um den Scherbenhaufen herum. Zuletzt verschlucken Chelsea & Wundermüsli die Krummschwerter, wie sie es bei den Fakiren gelernt haben. Sie sind aus Kautschuk und bunt bemalt. So kann wirklich nichts passieren.

Die Bengel halten einen gebührenden Abstand ein. Bewunderung macht sich unter ihnen breit. Da können sie leider nicht mithalten. Da verschlucken sie lieber Gummibärchen. Die schmecken besser.

Isländer

Es ist ein großes Pferderennen in Avenches angesagt. Chelsea & Wundermüsli sind mit ihrem Isländer Biskup auf der Teilnehmerliste eingetragen. Der Preis ist ein wunderbares Freiberger Fühlen. Falls sie gewinnen, würden sie das Fühlen dem Bauer Sepp zum Einstellen geben. Seine Kinder dürften, sobald es erwachsen ist, darauf reiten. Die Kost und die Logis wären dann gratis.

Jeder muss ein Startgeld berappen. Am Eingang werden die Startnummern verteilt. Bis der Startschuss fällt, sind alle angespannt. Endlich knallt es. Die Bengel treiben ihre Rosse mit Gewalt und Schlägen an. Ihre Gerten fitzen nur so. Einige büßen ihr regelwidriges Verhalten mit dem Abwurf. Andere Pferde bocken einfach und bleiben stehen. Es entsteht ein riesiges Chaos. Nur Chelsea & Wundermüsli behalten die Übersicht. Ab und zu springt Chelsea vom Isländer Biskup und sucht einen Weg durch das wilde Treiben. Biskup und mit ihm Wundermüsli auf dem Rücken folgen ihr blindlings nach. Endlich ist Raum vor ihnen. Biskup dreht nochmals auf. Chelsea & Wundermüsli können sich bei diesem rasanten Galopp nur noch an der Mähne festkrallen. Es scheint, dass die Füße von Biskup nur noch in der Luft wirbeln. Eine mächtige Staubwolke wird dadurch losgetreten. Die Gegner versinken förmlich darin. Sogar die Rosse beginnen mächtig zu wiehern und zu nießen. Einige bringt das aus der Bahn. Was zu entsprechenden Kollisionen führt. Ein paar Bengel landen dabei in der Zuschauertribüne. Es geht ein Raunen durch die Menge: „Für das Geld wird hier aber etwas geboten.“

Dank dem speziellen Einsatz von Chelsea gewinnen sie das Rennen mit großem Abstand und riesigem Applaus. Ein kleines bedürftiges Mädchen hat auf Anraten von Chelsea ihr kleines Taschengeld auf Biskup gesetzt und dabei als Einzige richtig getippt. Die Eltern können sich nun alles leisten, was sie für das Kind brauchen. In einem Kaufhaus haben sie sich mit Schulsachen eingedeckt. Sie sind sogar in eine wunderbare Villa eingezogen und haben die drei Sieger zu sich in die Ferien eingeladen. Am Pool, mit kalten Getränken, lässt sich einfach besser leben.

Das Fühlen fühlt sich beim Bauer Sepp sichtlich wohl. Dort gibt es riesige saftige Weiden. Es spielt mit den Kälbern und springt dem Biskup um die Ohren. Der ist nun nicht mehr alleine und kann sich austauschen. Sie trainieren gemeinsam für das nächste Rennen.

Stauung

Endlich ist wieder Frühling. Alles blüht um die Wette. Die Luft ist durchdrungen von süßlichem Geruch. Es könnte unter anderem vom Holunder sein. Es grünt wunderbar. Die Wälder sind voller Leben. Der Mäusebussard und der Milan ziehen am Himmel ihre großen Kreise. Die Zirpen grillen. Die Schwalben und Stare geben ihr Bestes.

In der Großen Schliere, im Geschiebesammler, hat es nicht genug Wasser, dafür aber zu viel Kies. Chelsea & Wundermüsli baggern wacker den Kies aus. Es wird später zum Bauen gebraucht. Es kann aber auch als Schotter für die Eisenbahn dienen. Mit dem Baggern haben sie alle Hände voll zu tun. Sie machen einen hohen Wall, wo sich das Wasser dran staut. Die Kinder finden das toll. Für den nahenden Sommer haben sie endlich eine Schwimmgelegenheit, die dazu noch gratis ist.

Die Bengel sind wasserscheu und wollen die ganze Anlage sabotieren. Sie stürmen wie Wahnsinnige auf den Damm zu. Sie sind bewaffnet mit Keulen, Holzästen und schweren Steinen. Sie haben sogar beim Unspunnen mitgemacht, wo man nur so mit mächtigen Steinen um sich wirft.

Chelsea & Wundermüsli bekommen einen Schrecken eingejagt. „Wollen die uns nicht an den Kragen?“, fragen sie sich ängstlich. „Die drehen glatt durch. Es wird wohl wegen der Hitze sein. Die haben sicher zu wenig getrunken“, malen sie sich lebhaft aus. Nach diesen Gedankengängen gibt es eine einfache Lösung. Der Damm muss unverzüglich geöffnet werden, damit sich das kühle Nass über die überhitzten Bengel ergießen kann. Die werden von der Wucht der Strömung glatt mitgerissen. Zuletzt findet die Feuerwehr die Gesellschaft zerstreut auf der Überlaufwiese. Dort haben sie Gesellschaft mit den Schwänen, Enten und Perlhühnern, die nach Fressbarem suchen. Sogar ein Seeadler schwebt majestätisch über ihnen. Er hat aber an den Bengeln wirklich kein Interesse, obwohl sie wie Fische in den Teichen zappeln.

Nach dieser Einlage wird das Wehr wieder geschlossen. Jetzt können die Kinder im eiskalten Wasser baden. Schwimmringe, Luftmatratzen und Schlauchboote dürfen nicht fehlen. Chelsea & Wundermüsli übernehmen die Badeaufsicht. Sie sitzen erhöht auf ihren Stühlen und Pfeifen mit der Trillerpfeife mit den Vögeln um die Wette. Zum Glück haben sie unter einem Sonnenschirm Zuflucht nehmen können, ansonsten sie von einem Hitzeschlag getroffen worden wären.

Joggen

Jedermann weiss, dass Joggen die Gesundheit fördert. Man ist dabei der Natur ausgesetzt. Ob bei Regen oder bei Wind, bei Kälte oder Nässe, Trockenheit oder bei Hitze, wird der Organismus angeregt. Man hat viele schöne Erlebnisse. Sofern man Frühaufsteher ist, begegnet man Vögel, Hasen, Rehe oder Füchse.

Eine Überforderung des Körpers sollte jedoch tunlichst vermieden werden. Ein gesundes Augenmaß ist auch für Chelsea & Wundermüsli unabdingbar. Darum übertreiben sie es auch nicht. Sie geben ihrem Körper eine Chance, sich zu erholen.

Nicht so die Bengel, welche leider das Augenmaß irgendwann verloren haben. Sie leben in allen Lebenslagen über ihren Verhältnissen und hören dabei nicht auf ihren Körper. Sie rennen jeden Tag wie die Wilde und denken sich dabei, etwas Gutes zu tun. Leider häufen sich da die Beschwerden. Die Eltern stehen dem macht- und ratlos gegenüber.

Zum Glück gibt es Chelsea & Wundermüsli. Sie wissen ein Mittel dagegen. In den Joggingschuhen der Bengel haben sie unter den Einlagen Reisnägel gestreut. Von bloßem Auge sind sie unsichtbar. Drückt man aber gegen die Einlage, fängt es an zu piksen.

Beim 2-Seen-Lauf auf der Frutt wollen die Bengel es allen vormachen. Sie scheinen topfit zu sein. Sie sehen aber ausgezehrt und untergewichtig aus. „Das kommt wohl vom zu vielen Trainieren“, meint die besorgte Chelsea.

Jetzt fällt das Startband. Die siegessicheren Bengel ziehen im großen Tempo davon. Sie lassen alle hinter sich. Schon haben sie die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht. Plötzlich gehen sie wie auf Kohlen. Sie jaulen und heulen ungehalten. Ihre Enttäuschung ist groß, als sie aufgeben müssen. Alle ziehen an ihnen vorbei. Sie aber bleiben zurück. Es geht nichts mehr. Sie ziehen die Schuhe aus und betrachten die zerschundenen Füße. Es ist ihnen schleierhaft, wie das passieren konnte.

Zuletzt winken ihnen Chelsea & Wundermüsli aufmunternd zu, als sie an ihnen vorbeiziehen. Sie werden wohl die Letzten sein, die durchs Ziel gehen. Die Teilnahme und nicht der Sieg ist wichtig für sie. Sie bekommen dafür einen schönen Trostpreis.

Jetzt genießen sie die gesunde und von Abgasen unbelastete Alpenluft. Die Alpenfauna und Alpenflora hat es ihnen angetan.

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9783738041163
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