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Doug Mechthild

IXXI

The Prince is Coming

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Titelseite

Rechtliche Hinweise/ Vorwort

Die schwarze Weihnacht

Sterbt für euren Unglauben

Erwacht - errettet?

Aus dem Blog von Erwacht - gerettet

Martina und Gila

Wie soll das noch enden?

Nach Hause kommen

Aus Andreas Ganzigers Tagebuch

Susanne, 31.10. 2016

Jana

Aus „Verlobt mit dem Monster“ von Jana M.

Der neue Andy

Sophias Geschöpf

Doris F.: Die Stille

IXXI

Aus Andreas Ganzigers Tagebuch

Susanne

Alkoholverbot

Aus dem Badenburger Tageblatt: Dreizehnter Mord gibt Rätsel auf

Gila und die Kuh

Der neue Andy

Aus Andreas Ganzigers Tagebuch

Zu Hause

Ehebruch

Die Entscheidung

Jens

Murat

Jens, der Swinger

Vera und Christian

Nachrichten zwischen Jens P. Und Anton A.

Murat und Steffi

Das Video

Susanne

Unbequeme Wahrheiten

Aus „Die verlorene Republik“

Im Café

Die Rache

Aus dem Badenburger Tageblatt

Steffis Trauer

Susannes Taktik

Der Rucksack

Gilas Augen

Schwarze Weihnacht 2016: Susanne

Der Weg ins Paradies

In der Kirche

Mathias

Im Krankenhaus

Auf der Intensivstation

Die Polizei

Die traurige Wahrheit

Bei Martina

Bei Katrin

Martina

Das schwarze Neujahr

Aus dem Blog des Verschwörungstheoretikers „EnDTimesXX“

Emere Center: Heike und Olaf

Paul und Julia

Uwe

Heike und Olaf: Im Supermarkt

Julia und Takehiko

Uwe: Die Faust

Heike: Im Kino

Paul und Julia: Dienst am Prinzen

Uwe: Aufwärts

Heike und Rosi

Julia und das Auge

Uwe: Am Abgrund

Heike und Rosi: Gegenwehr

Julia: Das Verhör

Uwe: Die Stille

Der schwarze Freitag

Die Moschee: Gülten

Heike: Flucht

Adeno Sub 16 - Gefahr für ganz Deutschland

Susanne: am Ende

Martina und Gila

Der Weg aus dem Leben

Auf dem Friedhof

Hass

Das rote Tuch

Aus dem Badenburger Tagesblatt

Grausige Rache

Jana: der Abschied

Der Prinz kommt

Nachwort

Impressum neobooks

Titelseite

IXXI

The Prince is Coming


Doug Mechthild

Roman

Rechtliche Hinweise/ Vorwort

Copyright: ©2016/2021 Lechyd Z./Doug Mechthild. Alle Rechte

vorbehalten.

Bilder: Openclipart.org

Bibelzitate: Bibelserver.com

Kontakt: DougMechthild@gmail.com

Rechtliche Hinweise:

Keine der im Roman vorkommenden Personen hat einen realen Bezug.

Auch die Handlung ist ein Produkt meiner Phantasie.

Dieser Roman soll niemanden beleidigen.

Leider werden sich trotzdem manche beleidigt fühlen.

Der vorliegende Roman wurde im Jahr 2016 unter anderem Namen veröffentlicht, nach unschönen Erlebnissen umgeschrieben und im Jahr 2021 nach umfassender Überarbeitung neu veröffentlicht.

Der Teil, in dem die Infektion mit dem Adenovirus beschrieben wurde, wurde nur sehr begrenzt verändert. Wie es scheint, hatte ich damals einen guten „Riecher“ für die Jahre 2020/21.

Mein Volk läuft ins Verderben, weil es den richtigen Weg nicht kennt.

Hosea 4:6

Vorwort

Auch ich überschlage das Vorwort so gern wie jeder andere. In diesem Fall ist es aber wichtig, dass Sie es lesen.

Ich halte es so kurz wie möglich.

Sollten Sie Umweltaktivist/Klimaschützer/in sein, werden Sie sich eventuell angegriffen fühlen. Bitte lesen Sie das Buch erst bis zum Ende, bevor Ihr Zorn sich über mich ergießt.

Dann werden Sie sehen, dass die Gruppierung um „Anton“ weder das Interesse des Klimas, des Planeten oder von Ihnen oder mir im Auge hat. Die Regeln der „Warriors“ und der Hass auf „Waster“ dienen einem sehr speziellen (und grauenhaften) Zweck.

Genauso wie der Hass auf alles andere. Wenn Sie gegenüber irgendjemandem Hass empfinden, gehen Sie bitte in sich. Lösen Sie den Hass auf und bitte lassen Sie sich nicht benutzen. Lassen Sie sich nicht spalten. Lassen Sie sich nicht zu Handlungen verleiten, die jemandem Schaden zufügen. Egal, wer Ihnen das sagt. Hinterfragen Sie die Motive. Bleiben Sie friedlich.

Bitte!

Lassen Sie mich jetzt schon die Botschaft des Romans zusammenfassen:

Hass ist nicht die Lösung. Sondern das Problem.

Doug Mechthild

Die schwarze Weihnacht

Es würde bald schneien. Dunkle Wolken hingen so tief am Himmel, dass er die Hand nach ihnen ausstrecken wollte. Immer wieder sah er aus dem Fenster, nahm noch so viel in sich auf, wie er konnte. Ein hohes, feines Flirren schien in der Luft zu liegen.

Er hörte es, wie er auch seinen Herzschlag hörte, das Krächzen der Krähen vor dem grauen, ungepflegten Mehrfamilienhaus, das ihm kein Heim war. Ein hupendes Auto, ein paar laut redende Kinder.

Alles erschien ihm fern und unwirklich, gleichzeitig nahm er jede Kleinigkeit wahr. Ging es jedem so, der wusste, dass er bald sterben musste?

Er hatte nicht geschlafen in der Nacht. Er hätte ohnehin nur Albträume von Steffi und seiner Mutter gehabt.

Ich muss mich bereit machen, dachte er, es ist heute, heute, in ein paar Stunden. Nie hätte er gedacht, dass er einmal so etwas Wichtiges, Großes vollbringen würde. Dass er, ein kleiner ehemaliger Waster, einmal Gottes Willen vollstrecken würde.

Der Gedanke erfüllte ihn mit Demut, Ehrfurcht und ganz tief in ihm, wo er nicht hinzuschauen wagte, fragte ein trauriges, verzagtes Stimmchen: „warum ich?“

Jener Teil von ihm hätte gern nach Gottes Geboten gelebt und ein ganz normales Leben geführt.

Aber Gott hatte anders entschieden. Nun galt es, seinen Willen entschlossen zu erfüllen. Ohne Zweifel, ohne Zögern. Er schob die Trauer beiseite, so gut er konnte. Mit der Angst war es nicht so einfach. Sein Herz schlug schnell, dann wieder langsamer. Die schweißnassen Hände rieb er nervös an der Hose ab. Immer wieder massierte er seine Schläfen, wo der Schmerz pochte. Wenn er den Rucksack ansah, röteten sich seine Wangen, dann wurde er wieder blass. Es war noch früh am Morgen. In der kleinen Dusche hatte er sich gereinigt, danach angemessen gekleidet und gebetet. Er schämte sich seiner Angst.

Er hatte Angst, seine Mutter und Steffi alleine zu lassen. Sie brauchten einen Mann, der für sie sorgte und ihnen den richtigen Weg zeigte. Murat hätte er vielleicht seine kleine Schwester anvertraut. Aber er traute Murat nicht mehr.

Anton war nun sein bester Freund.

„Was sorgst du dich, Bruder? Du hast deiner Mutter und deiner Schwester oft genug von uns erzählt und ihnen gesagt, was sie falsch machen. Und womit sie Gott erzürnen. Sie wollten nicht hören.“

Seit seine Augen geöffnet worden waren, träumte er fast jede Nacht, dass seine Mutter in einem riesigen Feuerloch verschwand. Sie schrie und versuchte, sich am glühenden Rand festzuhalten. Er sah, wie ihre Finger verbrannten, bis nur noch schwärzliche Knochen sich in das rauchende Gestein krallten. Sie fiel und verschwand in den Flammen. Steffi lag rücklings in rötlicher Lava. Auch sie kreischte, und Lava floss in ihren Mund. Das blonde Haar verschmorte, die Haut platzte auf, und das Fleisch ging in Flammen auf. Die flehend ausgestreckten Arme waren nur noch verkohlte, klappernde Knochen.

Immer dann war er keuchend aus dem Albtraum hochgefahren und hatte geweint. Seine Mutter ... Sie war ein guter Mensch, jedenfalls nach seinem früheren, beschränkten Weltbild und eben seine Mutter. Aber in Gottes Augen nur eine dumme Hure, die die Welt jeden Tag mehr in den Abgrund stürzte. Er hatte sich damit abgefunden, dass sie wegen ihrer Verbohrtheit brennen musste. Aber Steffi? Sie konnte ja nichts dafür, dass sie in diesem dekadenten Land groß geworden und von einer doofen Kuh erzogen worden war. Er war doch auch einmal so gewesen wie sie!

Er hoffte, dass Gott ein Einsehen haben werde. Ja, er hatte Angst, Mutter und Schwester zu verlassen, die auf ihrem Weg bleiben und weitermachen würden wie bisher. Aber nun, da er den Rucksack sah, der in der Ecke stand, packte ihn auch das Entsetzen.

Wie würde es sein, wenn er an dem Kabel zog? Würde er noch etwas spüren? Würde es wehtun? Oder war es nur einen Augenblick lang dunkel, und dann befand er sich im Paradies?

Aber es gab kein Zurück mehr.

Trotzdem fühlte er für eine Sekunde echtes Bedauern darüber, dass sein Leben nun enden musste.

Dass er niemals Steffi zur Umkehr bewege und sie davon abhalten konnte, den Planeten Gottes zu vernichten. Wie jeder Mensch hing er am Leben. Er spürte das Blut, das in seinen Adern kreiste, seinen Atem und den feinen Luftstrom auf seiner Haut, der durch das gekippte Fenster hereinwehte. Es war kalt geworden.

Einen Augenblick lang spürte er entsetzliches Heimweh. Gerne wäre er in seinem Zimmer mit den Dachschrägen gewesen, hätte die letzte Nacht auf Erden in seinem Bett verbracht und durch das Dachfenster über ihm in die Sterne geschaut, so wie er es geliebt hatte.

An dem alten Schreibtisch, den sein Vater dagelassen hatte, als er auszog, hatte er mehr über Gott erfahren, die Videos seiner Geschwister gesehen und ein neues, sinnvolles Leben entdeckt. Ein Leben, das jetzt enden musste. Denn er hatte sich an eine neue Zukunft verkauft.

Er sah auf seine Finger, mit denen er normalerweise um diese Uhrzeit Tapeten einkleisterte, Wände schliff oder die Farbmischmaschine bediente. Geschickt waren sie, von Adern durchzogen, kräftig. Bald würden sie nur noch zerfetztes, verkohltes Fleisch und Knochensplitter sein. Aber dank Gott hatte er überhaupt Hände. Sie waren ihm gegeben worden, um Schrecken über die Waster zu bringen.

Sein leerer Magen brodelte. Er hatte nichts essen können. Trotzdem zogen sich seine Eingeweide einen Augenblick lang schmerzhaft zusammen. Er holte tief Luft und rief sich die Worte von Antons Onkel ins Gedächtnis zurück.

„Es ist eine Ehre, für so eine wichtige Aufgabe auserwählt zu werden. Wir müssen noch bleiben, um den Kampf gegen die alles verschmutzenden Christen weiterzuführen. Du aber musst deine Aufgabe übernehmen, auch wenn du Gewissensbisse hast. Du weißt, wie wichtig deine Aufgabe ist. Wir beneiden dich!“

Er kam sich trotzdem entsetzlich allein vor und hätte etwas Beistand bitternötig gehabt. Er fragte sich, wie es den anderen wohl erging. Auch sie machten sich gerade auf den Weg.

Anton, wo war Anton? Ein paar nette Worte, eine Umarmung, zusammen ein letztes Mal beten. Wie sehr er sich wünschte, dass Anton hier wäre. Selbst das Eklige, was Anton mit ihm im Bett bisweilen gemacht hatte, wäre ihm jetzt willkommen gewesen. Ein wenig Körperkontakt, etwas Geborgenheit.

Aber er war allein in der kleinen Wohnung.

Andreas Ganziger zog sich eine Trainingshose, ein T-Shirt und eine Sportjacke über

seine leichte weiße Baumwollkleidung, nahm vorsichtig den Rucksack und verließ die Wohnung.

Sterbt für euren Unglauben

Aus der Dokumentation: Sterbt für euren Unglauben

Jana M., 19 Jahre alt, ist ernst geworden. „Früher war sie immer fröhlich“, sagt ihre Mutter, „sie hatte keine Sorgen. Und sie war glücklich mit Andreas. Heute ist sie depressiv und verlässt das Haus nicht mehr. Kein Wunder, bei dem Hass, der ihr entgegenschlägt ...“

Jana sitzt oft in der Fensternische ihres Zimmers und starrt aus dem Fenster. Fernseher und Computer sind ausgeschaltet. „Es ist einfach zu schlimm“, sagt Jana leise.

„Im Internet stehen Dinge über mich und Andy, die überhaupt nicht stimmen. Ich würde auch so eine sein, ich hätte ihm geholfen, den Sprengstoff zu besorgen und dergleichen. Aber ich habe doch nichts gewusst! Andreas wollte mit mir nichts mehr zu tun haben. Aber das glaubt mir kaum einer.“

„Verlobt mit dem Monster“ heißt das Buch, indem Jana M. ihre Geschichte erzählt. Es verkauft sich gut. Jana M. hat keine Geldsorgen mehr.

„Aber was bringt mir das? Ich kann nicht mal mehr auf die Straße gehen. Was nützt einem Geld, wenn man eingesperrt ist?“

Erwacht - errettet?

„Mach deinen Scheiß leiser! Ich kann nicht lernen!“, schrie Steffi und hämmerte gegen die Tür ihres Bruders. Der hörte so laut Musik, dass der Boden vibrierte. Als Steffi es satthatte, riss sie die Tür auf und stapfte zu seiner Minianlage herüber. Mini oder nicht - das Ding produzierte einen beachtlichen Lärm. Noch bevor sie den Knopf für die Lautstärkeregelung herunterdrehen konnte, hatte Andreas sie von hinten gepackt, auf sein Bett geworfen und sie durchgekitzelt.

Steffi quiekte vor Lachen, wand sich und trat ihrem Bruder spielerisch in den Bauch.

„Lass das! Ey! Du Penner!“

„Dann lass deine Griffel von meiner Anlage!“

Andreas griff nach ihrem Fuß und kitzelte den, bis Steffi kreischte vor Lachen.

„Was ist denn hier los?“ Martina kam herein, und stellte kopfschüttelnd die Musik ab. Bedauernd ließ Andreas von Steffi ab. Die versetzte ihm noch einen Fausthieb in die Seite, den er aber kaum merkte. Seit ein paar Wochen machte er Hanteltraining, und Steffi war klein, zart und viel zu dünn.

„Was ist mit Hausaufgaben? Euch gegenseitig umbringen könnt ihr später.« Martina nahm im Bürostuhl ihres Sohnes Platz und sah stirnrunzelnd auf seinen Computermonitor.

„Was ist denn ‚die Neue Welt ohne Waster?‘“

„Das geht dich nichts an.“ Schnell verkleinerte Andreas die Seite. Martina sah überrascht, dass ihr Sohn rot geworden war. Dabei hatte er nur gegrinst, als seine Mutter ihn vor Monaten auf einer Pornoseite erwischt hatte.

„Der hat die Musik wieder so laut an, dabei kann ich nicht Englisch lernen“, beschwerte sich Steffi. Martina nickte.

„Ja, ich habe es bis unten gehört. So habe ich ja nichts gegen deine Musik, Andy, aber wenn Steffi nicht lernen kann, musst du Rücksicht nehmen. Sie steht in Englisch sowieso schon nahe am Abgrund.“ Andreas zuckte zusammen.

„Ja, ist ja gut. Aber dann soll sie was sagen und nicht einfach an meine Anlage gehen. Ich kann das nicht leiden.“

„Was ist schon dabei. Ich wollte es ja nur etwas leiser drehen“, murrte Steffi und zog an ihrem Haarband, bis das lange blonde Haar frei über ihren Rücken floss. Lange blieb es nie in einem Pferdeschwanz. Steffi hielt nie etwas lange durch. Martina befürchtete schon, dass ihre Tochter an ADS oder dergleichen litt. Stillsitzen konnte sie nur selten, fummelte ständig an ihren Haaren oder ihrer Kleidung herum und rutschte auf Stühlen hin und her.

Andreas war das Gegenteil seiner kleinen Schwester. Hochgewachsen, etwas kräftiger gebaut. Während Steffi wie ein Irrwisch durch ihr Leben huschte, konnte Andreas den ganzen Tag vor seinem PC sitzen oder ein Buch lesen. Er glich seinem Vater Hans aufs Haar und hatte auch dessen ruhige Art geerbt. Auf seinem Schreibtisch stapelten sich schmutzige Teller, da jeder dann aß, wann er wollte. Meistens nahmen sich Andreas und Steffi etwas Essbares mit in ihre Zimmer und hockten sich vor ihre Fernseher.

„Morgen kann ich wieder waschen, wie ich sehe“,

seufzte Martina und nickte in Richtung der Zimmerecke, die ihr Sohn zur Aufbewahrung schmutziger Wäsche nutzte. Der Berg war schon recht beachtlich. Zwei Jeans, sechs T-Shirts, Unterhosen, Socken und seine Latzhose. Bestimmt wieder voller Farbflecken.

„Ja“, grinste Andy. „Aber nur, wenn die Maschine auch voll ist. Wasser und Strom darf man nicht verschwenden!“

„Du könntest das Zeug ruhig in die Wäschetonne schmeißen, du Sau!“, stichelte Steffi. Andy hob drohend seine Zeigefinger zu einer weiteren Kitzelattacke, und Steffi floh kichernd aus dem Zimmer.

Andreas sah ihr hinterher.

„Wer ist eigentlich ihr Vater?“, fragte er auf einmal, und Martina erstarrte.

„Ähm, wie kommst du denn jetzt da drauf?“, fragte sie irritiert. Andreas zuckte mit den Schultern.

„Ich dachte nur, da mein Papa es ja nicht ist, dass du dich vielleicht manchmal schämst oder so.“

„Schämen? Wieso denn das?“ Martina schluckte schwer. Wieder zuckte ihr Sohn mit den Schultern.

„Weil du ihn niemals erwähnst. Von Hans sprichst du öfter. Aber von Steffis Papa nie.“

„Äh, na ja ... ich hatte nie eine richtige Beziehung mit ihm. Ich war drüben in der Kneipe, und dann habe ich mich mit so einem Kerl den ganzen Abend unterhalten, getanzt ...“

„So ein Kerl? Weißt du seinen Namen nicht?“, fragte Andreas erstaunt.

„Nein, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Es war ja auch nicht geplant, dass daraus ein Kind entstehen sollte, weißt du. Wir haben geflirtet und geknutscht. Und dann, als die Toilette frei war ...«

„Boah, Mama!“

„Ja, na und? Was ist schon dabei? So was passiert eben.“

„So was passiert eben nicht einfach so! Hast du nicht Angst gehabt wegen AIDS? Und hat es dir nichts ausgemacht, von einem Wildfremden ein Kind zu kriegen? Von jemandem, von dem du gar nichts weißt? Und wieder ein Esser mehr für diesen überbevölkerten Planeten?“ Andreas schien entsetzt.

„Einen AIDS-Test habe ich danach gemacht. Was ist denn so schlimm? Ich verstehe dich da nicht, Andy. Du sitzt da wie `ne Kuh wenn’s donnert, und das wegen eines One-Night-Stands. Ich habe das Beste daraus bekommen, was eine Frau bekommen kann. Deswegen schäme ich mich nicht!“

Andreas sah sie lange an. In seinem Blick lag eine Mischung aus Mitleid und Ekel.

„Vielleicht solltest du das aber“, sagte er schließlich und wandte sich wieder seinem Computer zu.

Audienz beendet, dachte Martina ironisch. Ihr Herz klopfte heftig, und sie war doch tatsächlich etwas rot geworden. Das gibt es doch gar nicht! Da hat mein neunzehnjähriger Sohn `nen Stock im Arsch und macht einen auf Moralapostel, und ich bin diejenige, die viel cooler mit so etwas umgeht, dachte sie ärgerlich. Sie sammelte den Haufen Wäsche ein und machte die Tür hinter sich zu, während ihr Sohn sich wieder mit seinen Videos über nutzlose Waster beschäftigte.

„Sollte mal lieber aufräumen, der Bengel“, knurrte sie und ging ins Bad, um die Waschmaschine zu befüllen.

Aus dem Blog von Erwacht - gerettet

Aus dem Blog von Erwacht - gerettet, geschlossen 2017

Deutschland ist ein Pfuhl der Doofheit, ein Land, in dem Moral keinerlei Wert hat. Frauen bekommen Kinder von unbekannten Vätern, huren mit jedem herum! Es bereitet mir körperliche Schmerzen, in einem Land zu leben, in dem Frauen fast nackt in Bars und Discos herumstolzieren, Alkohol trinken, sich begrapschen lassen und mit fremden Männern nach Hause gehen, um mit ihnen zu verkehren!

Wir werden dieses Land erretten und in die Gemeinschaft der Krieger für unseren Planeten aufnehmen, die „Warriors for a New World“. So wurde es uns befohlen, und so werden wir mit Gottes Hilfe siegreich sein.

Der Zustrom zu unserem Glauben wird mit Gottes Segen den Prozess beschleunigen.

Der Prinz kommt.

21,25 zł

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Ograniczenie wiekowe:
0+
Objętość:
311 str. 2 ilustracji
ISBN:
9783753195421
Wydawca:
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania: