Czytaj książkę: «Französische Versuchung - Erotische Novelle»

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Camille Bech

Französische Versuchung - Erotische Novelle

Lust

Französische Versuchung - Erotische Novelle ÜbersetztKirsten Evers Original FRISTELSER - Franske FristelserCoverbild / Ilustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2019 Camille Bech und LUST All rights reserved ISBN: 9788726299557

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Anais und Pierre wohnten am Rande von Cannes, sie waren frisch verheiratet, und während er jeden Morgen in die Stadt fuhr, um alte Häuser für Renovierungen aufzukaufen, konnte sie zu Hause bleiben und das luxuriöse Leben in dem Haus genießen, das ein Hochzeitsgeschenk ihrer Eltern gewesen war.

Anais war die einzige Tochter eines steinreichen Juweliers, und würde niemals finanzielle Schwierigkeiten erleben, so lange sie lebte, auch ohne ihren Mann. Pierre war jedoch alles, wovon sie jemals geträumt hatte. Er war gutaussehend, talentiert und wohlhabend, seine Kindheit erinnerte in keiner Weise an ihre, aber er hatte Manieren, und das zählte - nicht nur für Anais, sondern in hohem Maße auch für ihre Eltern. Er war hoch gewachsen und muskulös, ohne dabei grob zu wirken. Sein schwarzes Haar war lebendig und weckte sinnliche Assoziationen, und wenn er eine Sonnenbrille trug, sah er noch viel mehr aus wie ein Filmstar. Sie waren ein hübsches Paar. Sie war beinahe genau so groß wie er, ihr langes, rotes Haar war glatt, und ihre helle Haut bildete einen schönen Kontrast zu den grünen Augen und den vollen Lippen. Wenn sie gemeinsam ausgingen, fielen sie auf, die Leute drehten sich nach ihnen um und flüsterten - und nicht ohne Neid, bemerkte Anais, etwas, das sie im Laufe ihrer Kindheit und Jugend, während derer sie kaum Freunde gehabt hatte, zu schätzen gelernt hatte.

Pierre war ein guter Ehemann, er besaß eine gewisse Wärme - ebenfalls etwas, das ihr bisher gefehlt, aber das sie nie vermisst hatte, weil sie ja nicht wusste, was ihr entging, bis sie ihn fand. Sie räkelte ihren schlanken Körper zwischen den feinen Seidenlaken, Pierre war bereits gegangen, als sie aufwachte, und sie erinnerte sich schemenhaft an seinen morgendlichen Abschiedskuss.

Sie seufzte vor Sehnsucht nach ihm und fand dabei, dass die Flitterwochen viel zu schnell vergangen waren. Sie hatten die Karibik bereist, wo sie in Luxushotels übernachtet und in der Sonne gefaulenzt hatten, wenn sie sich nicht in der Suite eingeschlossen und Liebe gemacht hatten - manchmal den ganzen Tag und die ganze Nacht. Mit keinem anderen Mann war sie jemals so willig und freigiebig gewesen, aber mit Pierre war es anders. Er hatte eine ganz besondere Überredungsgabe, die sie sich nur dadurch erklären konnte, dass er alles mit dem Herzen tat. Mit ihm hatte sie Dinge getan, die sie noch nie zuvor ausprobiert hatte, und er hatte sie respektiert, wertgeschätzt und, nicht zuletzt, befriedigt.

Sein beinahe unstillbarer sexueller Appetit hatte auf sie abgefärbt, und es geschah nun sogar hin und wieder, dass sie selbst die Initiative ergriff - ein Benehmen, das sie früher als nicht schicklich abgetan hätte.

Pierre liebte es, sie damit zu necken, und es gelang ihm noch immer, sie zum Erröten zu bringen, wenn er sie mit heiserer Stimme fragte, was wohl der Herr Juwelier und seine werte Gattin dazu sagen würden, wenn sie nur wüssten, wie unartig ihr einziges Töchterlein war.

Pierre blickte auf die Uhr. Es war bald Mittagszeit, und er würde sich ein kleines Café suchen, wo er eine Kleinigkeit essen und das schöne Wetter genießen konnte, ehe er einen Besichtigungstermin auf einem alten Weingut außerhalb der Stadt hatte, für das er sich interessierte. Er legte sich die Jacke über den Arm und teilte seiner Sekretärin mit, dass er nach der Besichtigung des Guts nach Hause fahren würde.

Er wählte das erste Café, das er finden konnte, und nachdem er ein leichtes Gericht bestellt hatte, setzte er sich mit einer Zeitung nach draußen. Das Wetter war fantastisch, und er liebte es, allein dazusitzen und die Fußgänger und Autofahrer zu beobachten. Er las sich die Unterlagen für das Weingut ein letztes Mal durch; wenn es der Beschreibung entsprach, wäre es eine sehr gute Investition, an der er hervorragend würde verdienen können. Wäre Anais geneigt gewesen, hätte er sich sogar vorstellen können, das Anwesen für sie beide zu kaufen, aber er sah schon ihr Gesicht vor sich bei der Vorstellung von einem Leben so weit von der Stadt entfernt.

"Entschuldigung, sitzt hier jemand?"

Er blickte auf und ertrank förmlich in den schönsten Augen, die er jemals zuvor gesehen hatte, und die Unbekannte verzog die Mundwinkel zu einem verführerischen Lächeln, während er ein kaum hörbares "Nein" hervorstammelte.

"Darf ich mich setzen?"

Er lachte.

"Aber natürlich... bitte, setzen Sie sich!"

Alle anderen Tische waren besetzt - er hätte nicht nein sagen können, selbst wenn er gewollt hätte. In diesem Fall wäre es ihm jedoch im Traum nicht eingefallen. Er mochte sie, sobald er ihr in die Augen gesehen hatte, sie war etwas Besonderes, und seine Neugier war geweckt.

"Zoe."

Sie streckte ihm die Hand entgegen, und er stellte sich ebenfalls vor. Sie plauderten ein wenig, während sie die Karte studierte und bestellte.

"Und was machen Sie so, Herr Pierre?"

Er lachte über die komische Anrede, sie war toll, ihr langes braunes Haar fantastisch, und ihre Lippen verführender als jedes andere Paar Lippen, das er je gesehen hatte. Sie ähnelt der jungen Sophia Loren, dachte er, während er ihren vollen Mund betrachtete, der spielerisch-leicht mit ihm Konversation betrieb.

"Ich kaufe alte Liebhaber-Immobilien und setze sie wieder instand, und Sie?"

"Hm, interessant. Sie sehen gar nicht aus wie ein Handwerker", lächelte sie mit einem Blick auf sein weißes Hemd, und er lachte erneut.

"Nein, dafür habe ich Leute. Ich mache die Häuser nur ausfindig."

Sie nippte an ihrem Wein, ehe sie seine Frage beantwortete.

"Ich bin Designerin, ich habe mein eigenes Kleiderlabel, und mein Atelier ist direkt hier um die Ecke."

Das hätte ich mir denken müssen, dachte er, während er ihre schmalen, gepflegten Hände betrachtete.

"Ist das nicht interessant?"

"Klar, sonst würde ich sicherlich etwas anderes machen!", lachte sie.

In ihrer Gesellschaft fiel es ihm schwer, auf die Zeit zu achten, und hätte er nicht diesen blöden Termin mit dem Immobilienmakler, der nur heute Zeit hatte - er hätte alles um sich herum liebend gern vergessen.

"Es tut mir wirklich leid, aber ich habe jetzt einen Termin... aber vielleicht laufen wir uns ja nochmal über den Weg!"

Sie stand mit ihm auf.

"Das hoffe ich doch! Sind Sie oft hier?"

"Gelegentlich, ja. Mein Büro ist dort oben.", er deutete auf das Gebäude gegenüber.

Er hatte ein unruhiges Gefühl, als er mit der Maklermappe unter dem Arm in Richtung Parkhaus eilte. Als er eine Dreiviertelstunde später den Makler traf, einen älteren Herrn mit vornehmem Gesicht, hatte er Schwierigkeiten, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Mehrmals ertappte er sich dabei, dass er dem Makler nicht zuhörte, während dieser ihm von dem potenziell wertvollen Schlösschen erzählte. Als sie sich etwas später voneinander verabschiedeten, war er kaum klüger als zuvor.

Herzlich begrüßte er seine Frau, als er in die große Eingangshalle ihres Hauses trat. Sie schwebte ihm lächelnd entgegen, küsste ihn auf beide Wangen und fragte, ob er hungrig sei.

"Auf der Terrasse steht eine Kleinigkeit für dich, Schatz!"

"Danke."

Er folgte ihr hinaus in den großen, parkähnlichen Garten, und mit jedem Schritt und der Aussicht auf einen schönen Abend mit Anais verblasste die Erinnerung an Zoe.

"Das war fantastisch, Anais!", sagte er nach dem Essen. Er hob sein Glas und betrachtete sie, die Schöne, und ein Blick in ihre Augen verriet ihm, dass sie glücklich war.

Als Pierre eine Stunde später unter der Dusche stand, tauchte der Gedanke an Zoe wieder auf, und er würde lügen, wenn er sagen würde, dass er sie nicht wiedersehen wollte. Er hatte Lust auf Anais, als sie nebeneinander im Bett lagen - vielleicht lag das daran, dass er versuchen wollte, Zoes Bild aus seinen Gedanken zu löschen.

Er zog sie an sich und atmete den wunderbaren Duft ihres Körpers ein. Sie trug ein winziges Nachthemd - sie schlief niemals nackt, und er fand es eigentlich ziemlich verführerisch, dass sie ihm nicht so einfach alles zeigte. Er streichelte ihre kleinen Brüste durch den dünnen, durchsichtigen Stoff, und sie räkelte sich anschmiegsam unter seinen Berührungen, während sie ihre Lippen auf seine drückte. Ihre Küsse waren zärtlich und lang, denn sie liebte diese Art von Vorspiel, und als seine Lippen ihre verließen und ihre Brustwarzen suchten, die unter dem feinen Stoff inzwischen hart geworden waren, seufzte sie genüsslich.

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