Czytaj książkę: «Die freie Grafenwitwe: Erotische Novelle»
Britta Bocker
Die freie Grafenwitwe: Erotische Novelle
LUST
Die freie Grafenwitwe
Original:
Den frigjorda änkegrevinnan
Übersetzer: Mareike Zoege Copyright © 2019, 2019 Britta Bocker und LUST All rights reserved ISBN: 9788726305111
1. E-book Aufage, 2019
Format: EPUB 2.0
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Die freie Grafenwitwe
Erotische Novelle
Die Grafenwitwe Anna von Silfverhuus war wieder auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Aber diesmal fuhr sie in ihrem eigenen Wagen und entschied selbst, wohin es gehen sollte. Sie genoss es, die Gedanken frei schweifen zu lassen, während sie in die grüne Landschaft hinaussah, durch die sie fuhren. Sie lächelte verstohlen, als sie über die mürrische Kammerjungfer Beatrice nachdachte, die ihr im Wagen gegenübersaß. Jetzt war die Kammerjungfer an der Reihe, zu merken, wie es war, wenn man keine Ahnung hatte, wie der morgige Tag aussehen würde. Als Anna jung und frisch verheiratet nach Mangeby kam, hatte ihre neue Kammerjungfer Beatrice sich ihrer angenommen. Eine von Beatrices wichtigsten Aufgaben war es gewesen, dem Grafen zu helfen, seine junge Ehefrau zu der geschickten Liebhaberin zu erziehen, die er haben wollte. Beatrice hatte im Haushalt des Grafen eine starke Position gehabt. Als der Graf nach einer Weile seiner Frau überdrüssig geworden war, war es Beatrices Aufgabe gewesen, neue junge Frauen zu finden, die sie zu Mägden und zu Liebhaberinnen des wählerischen Grafen erzog. Die Grafenwitwe hatte in ihren Jahren als Ehefrau damit leben müssen, dass Beatrice einen höheren Status und mehr Einfluss auf den Grafen gehabt hatte, als sie selbst. Aber als der Graf plötzlich und unerwartet starb, kehrten sich diese Rollen endlich um. Jetzt war Anna von Silfverhuus keine unterdrückte Ehefrau mehr, sondern eine geachtete Witwe mit einem großen Vermögen, wodurch sie sich die Freiheit nehmen konnte, das zu tun, was sie wollte. Jetzt war Anna auf dem Weg fort von Schloss Mangeby, das sie unbedingt so schnell wie möglich verkaufen wollte. Sie wollte ihr altes Leben hinter sich lassen und von vorne anfangen. Deswegen hatte sie ein großes Paradeappartement in Stockholm gekauft, wo sie ihr neues Leben voller hemmungslosem Luxus und Genuss beginnen würde. Sie war immer noch so jung, dass sie ihre Schönheit behalten hatte – ein Vorteil, den sie mit großem Vergnügen zu nutzen gedachte. Es kribbelte sie im ganzen Körper, als sie an alle Möglichkeiten dachte, die vor ihr lagen. Aufgrund ihres Status würden die Männer Schlange stehen, um ihre Bekanntschaft zu schließen. Auf Mangeby hatte sie sehr isoliert gelebt. Der Graf hatte nie irgendwelche Gäste eingeladen. Nur bei seinen Aufenthalten in der Großstadt hatte er sich dem gesellschaftlichen Umgang gewidmet. Als sie frisch verheiratet waren, durfte Anna ein paarmal mit nach Stockholm kommen, aber später musste sie brav im Schloss bleiben, wenn er wegfuhr. Anna vermisste das gesellschaftliche Leben in ihrem Elternhaus. Dort hatten sie große Empfänge gehabt und hatten immer ein paar herrliche Sommermonate an irgendeinem Badeort verbracht. Aber das war lange her und Anna hatte gerade erst angefangen, am Leben der Erwachsenen teilzunehmen, als sie mit dem Grafen verheiratet wurde. Jetzt würde sie alles nachholen, was ihr entgangen war. Zum nächsten Frühling würde sie sich einen neuen Landsitz kaufen, wo sie den Sommer mit einer Vielzahl von Empfängen voll auskosten konnte. Aber zuerst würde sie sich in der Winterssaison im Stadtleben vergnügen.
Als sie sich Annas neuem Zuhause näherten, warf sie ihrer Kammerjungfer einen nachdenklichen Blick zu. Beatrice hatte ihren Blick eigenwillig auf die Landschaft vor dem Fenster gerichtet. Sie sah blass und verbissen aus. Sie hatte selbst wählen dürfen, ob sie auf Mangeby bleiben wollte, um zu versuchen, von dem neuen Besitzer angestellt zu werden. Aber Anna hatte sich geweigert, ihr den ausstehenden Lohn zu zahlen, wenn sie nicht in ihrem Dienst verblieb. Vielleicht war es dumm von ihr gewesen, Beatrice mitzunehmen, aber sie wollte sich für all die Jahre rächen, in denen ihre Kammerjungfer sie voller Verachtung herumgeschubst hatte, anstatt ihr den Respekt zu zollen, den sie natürlicherweise verdiente. Aber was sollte sie mit ihr anstellen? Erstmal konnte sie als Küchenmagd arbeiten. Dann war Anna sie los und gleichzeitig würde es für Beatrice eine Demütigung sein, in der Hierarchie ganz nach unten zu sinken und ganz und gar nichts mehr zu sagen zu haben. Alle anderen Bediensteten würden das Recht haben, sie herumzukommandieren, und sie würde all die Dinge erledigen müssen, die niemand anders machen wollte.
Darmowy fragment się skończył.