Czytaj książkę: «Klappe, Action, Sex! Erotische Novelle»
B. J. Hermansson
Klappe, Action, Sex! Erotische Novelle
Lust
Klappe, Action, Sex! Erotische Novelle ÜbersetztMareike Zoege Original Tystnad, tagning, sex!Coverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2019 B. J. Hermansson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726228304
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
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Klappe, Action, Sex!
Finde die Zukunft. So sollte er heißen. Ein Film über Hoffnung und Zukunftspläne in unserer leistungsorientierten Gesellschaft, die von der einfältigen Liebe zunichte gemacht werden. Der Protagonist war ein Typ Anfang 30 mit erfolgreicher Karriere als Leiter von einem der angesehensten Buchverlage des Landes. Er hatte alles: soziales Geschick, Humor, tausende Follower auf Instagram, einen durchtrainierten Körper und einen regen Umgang mit ähnlichen Typen im selben Alter. Dann kam sie, vielleicht könnte man sie die Antagonistin der Geschichte nennen. Die für die tückische Liebe stand, die ein ganz und gar passables Leben voller utopischer Jugendlichkeit zerstören würde. Diejenige, die den Mann in einen grauen, tristen Alltag herunterzerrte. Aber alles würde sich ändern, als sich der neue Lebensstil vielmehr als Segen denn als Fluch entpuppt.
Die Regisseurin war Kerstin Abrahamsson, der Produzent Staffan Åkerman. Das Budget lag bei über 20 Millionen schwedischen Kronen und der Film sollte in den größten Kinos Skandinaviens gezeigt werden.
Mitten in diesem Zirkus befand sich Malin, eine 25-jährige junge Frau, aufgewachsen am Rand einer mittelgroßen Stadt. In einem solchen Film mitzuspielen war der Traum ihres Lebens. Frisch von der Schauspielschule war es ein Glückstreffer gewesen, so eine große Rolle zu bekommen. Sie war es nämlich, die das wohlwollende, liebevolle, aber langweilige Mädchen in dem Film spielen sollte. Eine große Nebenrolle. Viel stand auf dem Spiel. Vielleicht war es der Anfang einer großartigen Karriere als berühmte Schauspielerin, vielleicht war es der Anfang einer großartigen Bauchlandung.
Malin verstand nicht richtig, warum ausgerechnet sie ausgewählt wurde. An der Schauspielschule hatte sie zu hören bekommen, dass das Leben nach dem Abschluss aus einem unendlichen Gehetze von einem Vorsprechen zum nächsten bestand und die Absagen nur so prasselten. Viele ihrer vorigen Klassenkameraden arbeiteten inzwischen in den Cafés der Großstädte und versuchten, das zu erreichen, was Malin gerade geschafft hatte. In der Ausbildung war Malin nicht das große Talent oder der Star gewesen. Auf jeden Fall definitiv keine Angelina Jolie. Die einzige Erklärung, die Malin einfiel, war, dass sie ganz einfach perfekt für die Rolle passte. Sie war das Mädchen namens Durchschnittlich. Durchschnittlich hübsch und vielleicht sogar durchschnittlich sexy, wenn jemand ihre Körpersprache und Ausstrahlung auf die richtige Bahn bringen würde. Ein ganz normales Mädchen. Sie war unschuldig, gewöhnlich und strahlte diese eine begehrte Eigenschaft aus: Freundlichkeit. Auch wenn der Film das Mittelmäßige bejahen sollte, wünschte sich Malin, alles andere zu sein als nett und mittelmäßig. Sie wollte alle verführen können, sie wollte ein Land, eine ganze Welt verführen können. Diese Chance durfte sie verdammt noch mal nicht versemmeln.
Heute sollten sie den Abschluss einer Datingszene drehen. Und natürlich war er dabei. Das größte Hindernis für ihre Erfolgsgeschichte. Er, der in dem Film diesen positiven, männlichen Leichtsinn symbolisierte, ihr Gegenspieler Martin. Auch er hatte viele Ähnlichkeiten mit seiner Rolle. Sie waren beide für ihre Ähnlichkeiten mit ihrem Rollenprofil ausgewählt worden. Martin war nicht einmal auf die Schauspielschule gegangen.
Aber das Problem waren nicht ihre Charaktere. Das Problem lag auch nicht beim Produktionsteam. Mit denen fühlte sie sich unglaublich harmonisch und professionell. Das Problem war Martin. Martin, der sowohl in seiner Rolle als auch als er selbst ihr Herz derart zum Rasen brachte, dass sie manchmal glaubte, es würde ihr geradewegs aus der Brust springen. Darum war er für Malin das große Hindernis, sich zu hundert Prozent in ihre Rolle hineinleben und erstklassig schauspielern zu können.
Jeden Tag war sie gezwungen, diese Folter auszuhalten. Zwischen den Aufnahmen ging sie ihm so gut es ging aus dem Weg. Aber heute sollte eine intensive Szene gedreht werden. Die Ausrüstung, die Lampen und die Kameras waren um einen Tisch in einer hippen Kneipe montiert. Malins Outfit bestand aus einem hübschen lila Kleid mit tiefem Ausschnitt, die Augen waren dunkel geschminkt und das Haar hochgesteckt, mit einem Haarreif in Neunziger-Retrolook. Ein bisschen, als ob sie sich zu doll angestrengt hätte. Martin trug ein leichtes, hellgraues Jackett mit einem weißen, oben aufgeknöpften Hemd, sein blondes Haar war jungenhaft in einem Seitenscheitel zurückgekämmt. Sie setzten sich an dem hell erleuchteten Tisch gegenüber und die Regisseurin erklärte ihnen eingehend, was sie mit der Szene wollte und dass ihre Blicke gern lodern und blitzen durften. Martin hörte ihr aufmerksam zu, hörte auf jedes Wort, mit Augen, die so bekümmert aussahen wie die Augen eines Hundes. Augen zum Dahinschmelzen. Innerlich blitze es schon in Malin. Wenn sie das jetzt nur in ihrem Blick ausdrücken könnte. Wenn sie sich jetzt nur an ihren Text erinnern würde.
Darmowy fragment się skończył.