Czytaj książkę: «Handbuch Bio-Balkongarten»

Inhalt
Vorwort Beate Koller
Vorwort Andrea Heistinger
Einleitung
Über dieses Buch
Grundlagen
Über das Gärtnern in der Stadt
Gärtnern ohne Garten
Jungpflanzen selber ziehen
Über den Boden im Topf
Über das Düngen von Topfpflanzen
Über die Gefäße
Über das Gießen
Über das Mulchen
In die Höhe gärtnern
Nacheinander und miteinander
Samengärtnerei im Topf
Blühende Gärten
Essbare Blüten vom Balkon
Naschgärten für Kinder
No-Balkon-Gemüse





Gartenporträts
Bürgergarten Augarten
Der Erdkreislauf-Terrassengarten Barbara Kriegl
Rankbalkon Evi Myska
Die Gartennomaden Reingard Prohaska und Martin Schober
Fenstergarten Ulrike Binder
City Farm Schönbrunn
Topfgemüsegarten Maria Hagmann
Gärtnern in Kisten Prinzessinnengarten
Allmende-Kontor und Social Seeds
Vertical Veg Garten Marc Ridsdill-Smith
Dalston Eastern Curve Garden
Der Supermarktdach-Gemüsegarten
Der Indoor-Garten FARM:shop Dalston
Spitalfields City Farm
Der urbane Heilpflanzengarten
Der Gemüse-Sandgarten
Nachbarschaftsgärten in Amsterdam und Zandaam
Der Baulückengarten Swomp
Die Gartenküche Amsterdams


Flexibel und günstig: Der Kisten-Gemüsegarten (Prinzessinengarten Berlin)
Kulturarten
Kräuter
Rankgemüse
Gartenbohne und Feuerbohne
Erbse
Gurke und Gurkenraritäten
Malabarspinat, Indischer Spinat
Wassermelone und Zuckermelone (Honigmelone)
Kürbis
Fruchtgemüse
Tomate/Paradeiser
Chili und Paprika
Melanzani/Aubergine
Zucchini
Tomatillo
Andenbeere
Blattgemüse
Salat
Asia-Salate
Gartenkresse
Rukola, Salatrauke, Ölrauke
Ampfer
Mangold
Spinat
Gartenmelde
Guter Heinrich
Oca, Knolliger Sauerklee
Neuseeländerspinat
Bärlauch
Eiskraut
Puffbohne/Ackerbohne
Palmkohl und Grünkohl
Wurzel- und Knollengemüse
Radieschen und Rettich
Karotte und Pastinake
Rote Rübe/Rote Beete
Kohlrabi
Erdäpfel/Kartoffeln
Erdmandel
Knospen
Artischocke und Kardone
Obst





Service-Teil
Über die Herausgeber
Weiters haben am Buch mitgewirkt
Literatur zum Gärtnern in Pflanzgefäßen und Gärtnern in der Stadt
Biologisches Saatgut und Pflanzen
Werkzeug und Utensilien für Balkongärten
Biologische Dünger und Pflanzenstärkungsmittel
Gesteine und Gesteinsmehle
Hochbeete
Biologische Erden
Weblinks Urban Gardening – Netzwerke und Gemeinschaftsgärten





Diese Symbole erklären, welche Pflanzgefäße für die jeweilige Kulturart geeignet sind:
am besten geeignet
okay
ungeeignet
Liebe Gartenfreundin, lieber Gartenfreund!
Erfreulicherweise hält in den letzten Jahren die Gartenkultur auch in dicht besiedelten Gebieten verstärkt Einzug, und das Gemüsegärtnern wird zunehmend wertgeschätzt. Motive und Methoden, in Stadtgärten, auf Balkonen und im öffentlichen Raum zu gärtnern, sind ganz unterschiedlich, zugleich bieten Konzepte wie „urban gardening“, „guerilla gardening“ und Gemeinschaftsgärten Anknüpfungspunkte und Vernetzungsmöglichkeiten.
Auch wenn die Ernte eines Balkons zur Selbstversorgung mit Gemüse meist nicht reicht, staunt man immer wieder darüber, was auf eingeschränktem Raum bei guter Planung im Laufe eines Jahres alles produziert werden kann. Weniger ist manchmal mehr – ich denke da gerade an den genüsslichen Verzehr einer bunten Salatpflanzenmischung, eben gepflückt und reichhaltig mit frischen Kräutern versehen … Von hochwertigem Gemüse braucht man nicht unbedingt Riesenmengen, um eine zufriedenstellende Ernte zu erhalten! In den Stadtgärten sind Gemüseschwemmen aller Art eher die Ausnahme, häufiger wird jedes geerntete Pflänzchen gefeiert, macht doch das lebendige Wachsen in einer eher lebensfeindlichen Umgebung besondere Freude. Die Vielfalt, die in unseren Kulturpflanzen steckt, kann man durchaus auch im Pflanztrog erleben, und sogar Saatgutgewinnung und Sortenerhaltung können auf kleinstem Raum gelingen.
Viele der urban geprägten Gartenbewegungen wurden bereits ausführlich wissenschaftlich und publizistisch dargestellt und in ihren politischen, kulturellen, ökologischen, solidarischen, technischen, ästhetischen, architektonischen, raumplanerischen und weiteren Perspektiven reflektiert. Kurz, es wurde und wird bereits sehr viel Spannendes über das Phänomen des Stadtgärtnerns geschrieben. Der Anspruch des vorliegenden Buches ist es, vor allem zur Beantwortung der praktisch-gärtnerischen Fragen beizutragen: Wie kann man auch unter den speziellen Bedingungen von dichten Siedlungsgebieten biologischen Gartenbau betreiben? Welche samenfesten Sorten, welche Gefäße und welche Substrate sind dafür geeignet? Wie schon bei den beiden letzten Handbüchern zur Samengärtnerei und zu Biogemüseraritäten haben auch bei diesem Buch zahlreiche Arche Noah-Mitglieder freizügig Tipps aus ihrem oft langjährigen Erfahrungsschatz zur Verfügung gestellt und viele spannende Hinweise zum Anbau von Gemüse in Pflanzgefäßen gegeben. Das Buch führt diese Erfahrungen zusammen und ergänzt sie mit Porträts von kleinen Gärten in Berlin, London, Wien und Amsterdam.
Da die Stadtgärtnerei jenseits der klassischen Schrebergärten ein eher junges Phänomen ist und für viele Menschen den Einstieg in den Gemüse- und Kräuteranbau bedeutet, will auch dieses Buch besonders benutzerfreundlich, leicht verständlich und nachvollziehbar sein. Es soll Motivation, Inspiration und Hilfestellung für den Anbau auf Balkon und Dachterrasse, in Hochbeet, Schulgarten und Blumenrabatte bieten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude mit diesem Buch, erfolgreiches Gärtnern und genüssliches Verspeisen!
Beate Koller, Arche Noah
Vorwort der Autorin
Dieses Buch war eine große Herausforderung. Das Thema, ob und wie man auch ohne Garten gärtnern kann, beschäftigt viele. Es gibt mehr Fragen als Antworten, und an vielen Orten wird gleichzeitig drauflosgegärtnert. Die neue Gartenbewegung – nein, die vielen neuen Garteninitiativen – in den Städten sind erst wenige Jahre alt. Für viele Fragen gibt es noch keine „Standardangaben“. Das besonders Spannende am Schreiben dieses Buches lag genau darin: zusammenzuführen und zu vernetzen; z.B. das vollautomatische, selbstgebaute Bewässerungssystem aus London, das nach Anleitungen einer Garteninitiative aus Kanada eingerichtet wurde, mit den Erfahrungen meiner Nachbarin hier in Schiltern, wie Tomaten am besten in großen Kübeln gezogen werden. Ja, die schönsten Paradeiser, die ich bei der Recherche für dieses Buch gesehen habe, wuchsen drei Häuser weiter, wie ich nach meiner Rückkehr aus Amsterdam und London überrascht feststellte. Viele Erfahrungen in diesem Buch stammen von GärtnerInnen, die schon seit vielen Jahren am Balkon Gemüse anbauen. Dieses Zusammenführen braucht Ruhe und einen klaren Kopf: Vielen Dank an meinen Mann Gebhard Kofler und unsere beiden Kinder für ihre Unterstützung, mich so viel in Ruhe werken zu lassen. Und es braucht viel Zeit: Vielen Dank an den Löwenzahn Verlag, der meine Recherchen zu diesem Thema ermöglicht hat, und an die geduldigen Mitarbeiterinnen im Verlag – allen voran Anita Winkler, die ich immer wieder mit der Abgabe des Manuskriptes vertrösten musste. Vielen Dank an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Vereins Arche Noah, die sich mit so großer Begeisterung in dieses Thema geworfen haben: Maria Hagmann für ihre kritische Durchsicht. Franco Baumeler, dem Gartenleiter der Arche Noah, und seinem Team für das Mitbetreuen der bepflanzten Gefäße. Allen, die meine vielen Fragen beantwortet haben, und ein besonderes Dankeschön an alle so erfahrenen FestlandgärtnerInnen, die beim Thema Gemüsegärtnern in Pflanzgefäßen erstmals daran dachten, was alles nicht funktionieren kann. Danke an Reinhild Frech-Emmelmann von ReinSaat, die sich die Mühe gemacht hat, von vielen Gemüsen balkontaugliche Sorten zu empfehlen.
Möge dieses Buch zu neuen Methoden des Gemüseanbaus motivieren. Möge es Freude und Sinn stiften, offene Fragen beantworten und neue Fragen entstehen lassen. Danke den Gärtnern und Gärtnerinnen, die mir und uns die so konstruktive Auseinandersetzung mit diesem Thema ermöglicht haben, die sich so freizügig an der Entstehung dieses Buches beteiligt und mir ihre Erfahrungen geschrieben haben oder die ich in ihren Gärten besuchen durfte.
Andrea Heistinger
Schiltern, im Dezember 2011
Einleitung

Treffpunkt Garten
Wenn Menschen etwas tun, was sie noch nie zuvor getan haben, kann Neues in die Welt kommen. Wenn Menschen gärtnern, die zuvor noch nie gegärtnert haben, tun sie das mit einem neuen Blick, mit neuen Handgriffen, mit neuen Begrifflichkeiten. (Wer von uns „gelernten“ GärtnerInnen wusste schon, was ein DIY-Gefäß ist? Eine Antwort darauf finden Sie im Kapitel „Jungpflanzen selber ziehen“.) Neo-GärtnerInnen denken auf ihre Art und Weise über das Gärtnern nach, mit einem unverschulten Blick. Oft wird im neogärtnerischen Überschwang auch gar nicht lange überlegt, sondern einfach drauflosimprovisiert. Pflanzgefäße werden aus den Materialien des Alltags geformt, Vogelabwehr-Installationen aus Videobändern geknüpft oder die Zeitung von gestern als Mulchschicht aufs Gemüsebeet aufgebracht. Vieles bewährt sich und stellt sich als äußerst praktikabel heraus, was vorher schlicht und einfach auf dem Müll gelandet wäre: Milch- Tetra-Packungen, um darin Schnittlauch anzubauen, oder Joghurtbecher, um darin Jungpflanzen zu ziehen. Vieles erleidet auch Schiffbruch. Auch das ist im Garten möglich; das Scheitern gehört dazu. Manches verzeihen die Pflanzen, anderes nicht. Aber dann weiß man für die nächste Pflanzsaison, was man anders machen muss. Viele der StadtgärtnerInnen, die wir bei der Recherche für dieses Buch kennengelernt haben, sind absolute Neo-GärtnerInnen. Sie pflanzen mit viel Neugier, Improvisationslust und Erfindungsreichtum. Jeder und jede auf seine Art und Weise. Das macht das Thema so besonders spannend.
In den letzten Jahrzehnten ist die Produktion von Lebensmitteln mancherorts fast unbemerkt aus den Städten ausgewandert. Gleichzeitig zogen immer mehr Menschen vom Land in die Städte. Ihre Eltern waren vielfach noch Bauer oder Bäuerin – zum Beispiel in Österreich in den 1960er Jahren noch jeder und jede Vierte – oder hatten zumindest einen kleinen Nutzgarten. Erst in den 1970er Jahren wurde es „modern“, Nutzgärten durch Rosen, Rasen und Thujen zu ersetzen, lebten und arbeiteten die Neo-StädterInnen abseits der Landwirtschaft. Nun kommen die Nutzpflanzen in die Städte, und dies in einem rasanten Tempo. An vielen Orten gleichzeitig suchen Menschen nach Möglichkeiten, Gemüse und Kräuter anzubauen und Städte und ihren unmittelbaren Wohnund Lebensraum grün, nutzbar und ertragreich zu machen. Und auch „am Land“ wird wieder mehr Gemüse angebaut, auch hier haben viele Menschen „nur“ einen Balkon oder eine Terrasse dazu zur Verfügung.
Die Motive für das Gärtnern in der Stadt mögen grundverschieden sein, vielleicht sogar konträr: Die einen graben Flächen in der Stadt um, weil sie sich gute Lebensmittel anders nicht leisten können, während andere es gerade schick finden, neben den Geranien auch Salat im Balkonkistchen anzubauen. Mancherorts bauen Menschen Gewürzkräuter im kleinen Vorgarten an, die sie aus ihren Herkunftsländern mitgebracht haben und die in den Geschäften sonst nicht erhältlich sind. Viele gärtnern, um ihre Kinder mit den Lebensrhythmen der Natur vertraut zu machen oder um in Gemeinschaftsgärten Freunde und Freundinnen oder Nachbarn zu treffen. Die neue Gartenbewegung ist gleichermaßen politisch wie ökologisch motiviert, und sie lässt sich nicht über einen Kamm scheren. Aber das Gärtnern bringt Menschen zusammen, die sonst nicht zueinander gefunden hätten, es verbindet und schafft eine gemeinsame Sprache. Gärten in der Stadt entstanden oft auf Flächen, die zuvor unattraktiv und verwahrlost waren und als Durchgangs-, aber nicht als Aufenthaltsort genutzt wurden: Nebenflächen von U-Bahnen, kleine Grünflächen, die zuvor als Hundeklo dienten; in engen Hinterhöfen oder auf verwilderten Flächen. Genauso auf Balkonen und Terrassen, auf denen zuvor ausschließlich zur Zierde gegärtnert wurde. So entstehen an vielen Orten gleichzeitig wie kleine Lauffeuer kleine gesellschaftliche Urknalle. Bewegungen, die Neues in die Welt bringen, und dies auf äußerst fruchtbare Art und Weise. Viele der Gärten, die wir auf der Recherchereise für dieses Buch besucht haben, waren gerade einmal ein oder zwei Jahre alt, angelegt von Menschen, die gerade dabei sind, das Gärtnern zu erlernen. Vieles ist aus fachlicher Sicht „falsch“. Doch die neue Gartenbewegung ist kreativ und enorm lernfähig. Versuch und Irrtum bringen in großer Geschwindigkeit neue Anbaumethoden hervor. Es gibt kaum Bücher oder standardisierte Handlungsanleitungen. Die neue Stadt- und Topfgartenszene gärtnert einfach drauflos. Sie filmt die Wachstumsversuche und stellt die Videos auf You-Tube, tauscht in Blogs Erfahrungen aus; manche messen und wiegen den Ertrag der Pflanzgefäße wöchentlich und wetteifern übers Internet, wer bis zum Jahresende den produktivsten Balkon hatte. Durch diese Form der Vernetzung werden neue Ideen, Infos über bewährte Rankhilfen oder Düngemittel, Kompostierungsmethoden und Methoden, um Gießwasser zu sparen, in Windeseile und freizügig weitergegeben.
Auf die Spaten, fertig, los!
Die Gärten, die in diesem Buch porträtiert werden, sind keine Profigärten. Die Menschen, die Beiträge für dieses Buch geschrieben haben, sind leidenschaftliche Gärtner und Gärtnerinnen. Einige gärtnern schon seit vielen Jahren auf ihrer Terrasse. Wie zum Beispiel Christine Aigner aus Wien, die seit 1993 auf ihrer Terrasse gemüsegärtnert – zahlreiche Tipps und Hinweise in diesem Buch stammen von ihr. Sie schrieb uns, dass sie anfangs für diese Art zu gärtnern noch als Spinnerin belächelt wurde. Heute ist das vermutlich nicht mehr so.

Ein neu angelegter Guerilla-Gemüsegarten stellt die Frage, wem öffentliche Flächen gehören (Wienfluss, Wien).
Dieses Buch versteht sich nicht als standardisierte Handlungsanleitung des Gärtnerns ohne Garten. Es zeigt auf, was Pflanzen brauchen, damit sie auch auf kleiner Fläche, mit geringem monetärem Aufwand und einfachen Mitteln ertragreich gedeihen können. Es möchte neue Handlungsfreiräume aufzeigen und ermöglichen. Das Buch wird mit der neuen Gartenszene mitwachsen. Wir gehen davon aus, dass wir es bereits in zwei, drei Jahren um neue Erfahrungen ergänzen können, und freuen uns, wenn sie uns für diese überarbeitete Neuauflage ihre Erfahrungen und Methoden des Gärtnerns auf kleiner Fläche schreiben. Diese Überarbeitung des Buches wird dann auch den Anbau von Obst und Speisepilzen ausführlich behandeln.
Das biologische Gärtnern ist vielerorts gar nicht so einfach. Das ist auch ein Fazit, das ich aus der Recherche für dieses Buch gezogen habe. Häufig sind die „Zutaten“ des Bio-Gärtnerns gar nicht so leicht erhältlich. Außer man oder frau hat das Glück, bei der seit Jahrzehnten gärtnernden Großtante Erde und Kompost aus dem Garten beziehen zu können, und vielleicht auch gleich noch geeignete Pflanzgefäße und Tipps für den Anbau von Tomate und Co. Das Wichtigste fürs biologische Gärtnern in Gefäßen sind: Erde, Düngung und Pflanzen. So einfach ist oder so einfach wäre das. Fruchtbare, belebte Erde, Dünger, der das Bodenleben fördert, und gesunde, widerstandsfähige und ertragreiche Pflanzen. Während das Angebot der Gemüsejungpflanzen in Bio-Qualität in den letzten Jahren stark gestiegen ist – und auch immer mehr BalkongärtnerInnen Jungpflanzen selber anziehen –, ist die Verfügbarkeit von guten Bio-Erden und gutem Bio-Dünger für private GärtnerInnen nach wie vor schlecht. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass es viele gute Zutaten bereits gibt, sie müssen nur in auch für BalkongärtnerInnen brauchbaren Packungseinheiten verfügbar werden.
Die Anbautipps für Balkone und Terrassen für dieses Buch stammen von:
Christine Aigner
Ulrike Binder
Berta Braun
Michael Deutsch
Erika Drlicek
Thomas Gladis
Franziska Haitzmann
Maria Hagmann
Margret Heistinger
Adelheid Heuger
Bernd Horneburg
Barbara Indra
Bernd Kajtna
Alexandra Kandler
Gebhard Kofler
Barbara Kriegl
Gerhard Liebenberger
Gabriele Liegl
Johannes Maurer
Evi Myska
Reingard Prohaska
Max Rehberg
Mark Ridsdill-Smith
Norbert Ruetz
Martin Schober
Erich Stekovics
Walter Stockenhuber
Marianne Strasser
Frieda Strom
Ingrid Sygmund
Frank van Keirsbilck
Volksschule Kirchheim im Innkreis
Edith Weiß
Angelika Wieser
Peter Zipser
Über dieses Buch
Erde, Dünger und Licht sind die Lebenselixiere der Topfpflanze. Licht ist in der Stadt nicht an jedem Standort in ausreichender Menge vorhanden, Schattenbalkone und Hinterhöfe eignen sich nur eingeschränkt für den Anbau von Gemüse. Davon und von anderen Voraussetzungen des Gemüsegärtnerns in der Stadt handelt das erste Kapitel des Buches. Von den Voraussetzungen, die kleine Anbauflächen mit sich bringen, handelt das zweite Kapitel, und es beschreibt, wie Platz geschickt ausgenutzt werden kann. Das vierte Kapitel ist dem „Boden im Topf“ gewidmet. Gleich vorausgeschickt: Wer Gemüse in Pflanzgefäßen anbauen will, wird sich mit diesem Thema sehr intensiv auseinanderzusetzen haben, vermutlich auch körperlich – schließlich muss die Erde oft händisch auf den Balkon oder die Terrasse getragen werden. Da zahlt es sich aus, zu einer guten Erde zu greifen. Danach wird das ebenso wichtige Thema der Dünger behandelt. Ein guter Dünger fördert die langfristige Fruchtbarkeit des Bodens, füttert und stärkt das Bodenleben. Das ist das entscheidendste Kriterium eines guten Bio-Düngers. Im Gegensatz dazu sind leicht lösliche Mineraldünger zwar rasch pflanzenverfügbar, stören aber das natürliche Gleichgewicht im Boden.
Es folgt eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem richtigen Pflanzgefäß. Dabei geht es nicht nur um Materialien, sondern auch darum, welche Voraussetzungen das Pflanzgefäß für ein gesundes Wachstum der Pflanze schaffen muss. Das Thema Pflanzgefäß und das Thema Gießen sind eng miteinander verbunden – je kleiner das Gefäß, desto öfter muss gegossen werden. Das kann im Sommer zur Herausforderung werden, sofern keine automatische Bewässerung dies übernimmt. Daher beschreibt das Kapitel „Über die Gefäße“ einfache Tricks, die das erleichtern, wie etwa den Aufbau eines wasserspeichernden Pflanzgefäßes. Eine große Erleichterung für BalkongärtnerInnen bringt das Mulchen der Pflanzen. Daher ist diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet. Ebenso wichtig für viele rankende Pflanzen ist die Frage, woran sie sich festhalten können. Wie man und frau einfache und gute Rankkonstruktionen bauen können, beschreibt das darauf folgende Kapitel. Auch in der Stadt und auch in den kleinen Balkongärten kann von Gemüsen Saatgut gewonnen werden. Der Samengärtnerei im Topf ist ein Kapitel gewidmet, das sich speziell an EinsteigerInnen in die Samengärtnerei wendet. Für eine gute Samenernte braucht es Bienen und andere Insekten. Manche Gemüse setzen auch nur Früchte an, wenn sie gut bestäubt werden. Auch in der Stadt fliegen diese Bestäuber, und sie profitieren, wenn an vielen Orten Gemüse, Kräuter und andere Nektar- und Pollenpflanzen angebaut werden. Biologische Gärten sind immer und überall auch blühende Gärten. Blüten von Gemüse und Kräutern sind essbar, aber auch die Blüten vieler anderer Zierpflanzen, die am Balkon sehr einfach angebaut werden können.
Sodann folgt ein Kapitel über „Kindergärten“. Dieses beschreibt, welche Pflanzen besonders gute Kinderpflanzen sind und wie wir uns von der Garten- und Gemüsebegeisterung vieler Kinder anstecken lassen können. Es gibt auch Gemüse, die am Balkon und/oder in Gefäßen nicht gedeihen; diese sind in einem eigenen Kapitel zusammengefasst.
Den zweiten Teil des Buches bilden Gartenporträts von Gärten aus Wien, Berlin, London und Amsterdam. Dort finden sich Porträts von Gemeinschaftsgärten und Garteninitiativen genauso wie solche von Menschen, die auf ihren Balkonen oder Terrassen Gemüse anbauen.
Der dritte Teil des Buches stellt die einzelnen Kulturpflanzen und ihren biologischen Anbau in Pflanzgefäßen umfassend vor. Die Nutzpflanzen sind zu einzelnen Gruppen zusammengefasst: Kräuter, Rankgemüse, Fruchtgemüse, Blattgemüse, Wurzel- und Knollengemüse, Knospengemüse und Obst.