Czytaj książkę: «Der Masseur - Erotische Novelle»
Alexandra Södergran
Der Masseur - Erotische Novelle
Gertrud Schwarz
Lust
Der Masseur - Erotische Novelle ÜbersetztGertrud Schwarz Original MassörenCopyright © 2019, 2019 Alexandra Södergran und LUST All rights reserved ISBN: 9788726301458
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
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„Weißt du, ich sollte das eigentlich nicht sagen, aber …“ Sie verstummte und trank einen Schluck Kaffee.
„Was denn?“, fragte ich.
„Nee.“ Sie räusperte sich und strich über ihr Kleid. Schlug die Absätze auf den Fliesenboden, als sie ihre übergeschlagenen Beine tauschte. Und zog die Lippen nach innen, sodass ihr Mund zu einem Strich wurde – wie bei dem letzten verzweifelten Versuch, die Worte aufzuhalten, die bereits auf dem Weg nach draußen waren.
„Jetzt sag schon!“
„Jaa!“ Sie seufzte schwer. „Okay. Aber du darfst dann nicht denken, dass ich komisch bin.“
„Bitte, Eva, ich werde ganz sicher nicht glauben, dass du komisch bist. Was ist es? Was willst du denn nun erzählen?“
Eva strich sich mit den Fingern durch die Haare und biss sich auf die Lippe. „Ja nee, ich weiß nicht, wie ich das erklären soll.“ Sie ließ den Blick über den Pausenraum schweifen und ich tat es ihr nach. In der Ecke auf der anderen Seite saßen drei junge Typen. Herbestellte Elektriker. Der mit den ganzen Tätowierungen hing überm Tisch und spielte mit einem Schraubendreher. Die anderen saßen mit verschränkten Armen da und unterhielten sich leise. Sie machten immer die längsten Mittagspausen, oder Planungstreffen, oder wie sie es nun nannten. Vor allem tranken sie Kaffee und rissen grobschlächtige Witze.
Aber sie waren durchaus schön anzusehen.
Wir konnten sie von unserem Platz aus nicht hören, also konnten sie uns auch nicht hören, aber trotzdem lehnte sich Eva über den Tisch und senkte die Stimme, bis sie fast flüsterte: „Ich habe dir doch von der neuen Massagepraxis erzählt?“
Ich nickte.
„Der heiße Typ aus Tschechien?“
Ich nickte erneut. Unbewusst hatte auch ich mich über den Tisch gelehnt.
„Ja, wir …“ Sie saugte ihre Lippe ein. „Wir haben es gestern etwas weitergeführt.“ Sie lächelte mit dunklem und tiefem Blick, weltgewandt, so wunderbar selbstsicher und so provozierend selbstzufrieden, dass ihre Freude abfärbte. Das allein ließ mich erschaudern.
„Ich wusste nicht, dass ihr miteinander geht“, sagte ich.
„Tun wir ja auch nicht.“ Sie lachte auf und schüttelte verwundert den Kopf. „Also so, dass …“
Sie zögerte erneut. Einen schrecklichen Augenblick lang dachte ich, sie hätte sich umentschieden und würde nichts erzählen. Aber dann sagte sie: „Wir haben es auf der Massageliege gemacht.“
„WAS?!“ Ich schlug die Handflächen auf den Tisch.
Ich konnte sehen, dass Eva versuchte, cool zu bleiben, ihr Lächeln in Schach zu halten, aber es gelang ihr nicht. Sie leuchtete. „Oh, Gott, es war so schön. Du ahnst es nicht. Ich habe mich noch nie so … umsorgt gefühlt. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass das die beste Massage meines Lebens war. Und ich hatte echt schon viele.“
„Massagen oder Sex?“
Wir lachten beide, begannen zu kichern und benahmen uns wie Teenager.
„Jetzt erzähl schon“, quengelte ich. „Ich sterbe vor Neugier. Ich muss jedes Detail wissen.“
Also erzählte sie.
Es war fünf Uhr nachmittags, kalt und eklig, die Sonne ging gerade unter. Noch dazu war es windig. Aber das ist das Schöne an der Praxis: Sobald man durch die Tür kommt, wird man von einer Wärme empfangen, als sei man gerade in Griechenland aus dem Flugzeug gestiegen. Es ist wunderbar dort drinnen. Das Wartezimmer steht voller brennender Kerzen, duftet nach Lavendel und ist mit weichen Teppichen ausgelegt. Wie ein Wohnzimmer. Und es ist gemütlich. Man fühlt sich wirklich wie zu Hause. Und dann bekommt man noch Tee. Aus den Lautsprechern kommt ruhige, entspannende Musik. Indische Streichinstrumente, Meditationsmusik, du weißt schon.
Die Wände sind so dick, dass man den Verkehr draußen nicht mehr hört. Alles ist ganz wunderbar. Ich glaube, ich werde da … wie nennt man das … wie in Trance. Alles fällt von mir ab. Allein der Gedanke, dass ich gleich entspannen kann, lässt mich schon entspannen. Verstehst du?
Aber okay, an diesem Nachmittag wird es ein bisschen anders. Er sieht besorgt aus, er ist nicht er selbst.
Er will nichts sagen, aber ich verlange es von ihm, ich gebe nicht nach. So viel, wie er mir gibt, muss ich auch etwas zurückgeben dürfen. Für mich ist es so, als ob wir einander bereits kennen. In vieler Hinsicht kenne ich ihn besser als manche Menschen, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite oder mit denen ich mein Leben lang Handball trainiere. Ich glaube, es hat mit der Intimität zu tun, die wir teilen. Stell dir nur all die Stunden vor, die mich Herr Matej schon massiert hat. Seine Hände bei vollkommener Stille auf meinem Körper. Ab und zu ist es vorgekommen, dass ich eine Art Euphorie gespürt habe. Das kann besser als Sex sein, weißt du. Manchmal jedenfalls.
Darmowy fragment się skończył.