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Atomverhandlungen und unsichtbare Zwänge
O książce
Atomverhandlungen sind selten das, was sie zu sein scheinen. Hinter den öffentlichen Erklärungen, Fristen und Durchbrüchen verbergen sich Zwänge, die in keinem Kommuniqué erscheinen: innenpolitische Machtkämpfe, wirtschaftlicher Erschöpfungsdruck, geheimdienstliche Einflussnahme und die Last jahrzehntelanger gegenseitiger Feindbilder.
Dieses Buch analysiert die Nukleardiplomatie zwischen dem Iran und dem Westen – vom Scheitern früher Verhandlungen über das Atomabkommen JCPOA von 2015 bis zum amerikanischen Rückzug 2018 und den gescheiterten Wiederbelebungsversuchen der Folgejahre. Im Mittelpunkt steht nicht die technische Frage der Urananreicherung, sondern die strukturellen Hindernisse, die echte Einigung systematisch verhindern: Misstrauen als institutionelle Haltung, Sanktionen als Machtinstrument mit eigener Dynamik und die Rolle regionaler Akteure, die kein Interesse an einer Lösung haben.
Gestützt auf diplomatische Dokumente, Insiderberichte und politikwissenschaftliche Analysen zeigt dieses Werk, wie internationale Verhandlungen scheitern – nicht trotz, sondern wegen der Systeme, die sie führen. Für Leser, die verstehen wollen, warum Diplomatie so selten gelingt, bietet dieses Buch analytische Tiefe ohne Illusionen.
