0+
Vom Maya Datum zur Klimakatastrophe
O książce
2012 sollte die Welt enden – laut einer weit verbreiteten Fehldeutung des Maya-Kalenders. Sie endete nicht. Doch das Muster blieb: Kaum war eine Untergangsprophezeiung widerlegt, entstand die nächste. Heute trägt sie ein wissenschaftliches Gewand und heißt Klimakatastrophe, Massenaussterben oder Zivilisationskollaps.
Dieses Buch verfolgt die Geschichte der Endzeitnarrative vom vorkolumbianischen Mesoamerika bis in die Gegenwart. Es zeigt, wie antike Kalender von westlichen Esoterikern umgedeutet wurden, wie religiöse Apokalypsevorstellungen in säkulare Krisenszenarien migrierten – und wie moderne Medien und Aktivismus diese Strukturen übernehmen, ohne es zu merken.
Im Zentrum steht eine kritische, quellengestützte Analyse: Wann ist Warnung legitim – und wann wird Angst zur Erzählung, die sich selbst erhält? Ein Buch für alle, die zwischen berechtigter Sorge und kulturell konstruierter Panik unterscheiden wollen.
