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Zerrissene Staumauer
O książce
An einem regnerischen Freitagnachmittag im Mai 1889 brach über die florierende Industriestadt Johnstown in Pennsylvania buchstäblich die Hölle herein. Ein 20 Meter hoher Tsunami aus Schlamm, Bäumen, Stacheldraht und Lokomotiven raste das enge Tal hinab und radierte die Stadt in wenigen Minuten aus. Über 2.200 Menschen starben in einer der verheerendsten zivilen Katastrophen der amerikanischen Geschichte. Doch das Schlimmste daran: Die Flut war keine Laune der Natur.
Die Katastrophe nahm ihren Lauf hoch über der Stadt am South Fork Dam. Dieser Staudamm hielt einen gigantischen See zurück, der exklusiv als privater Angel- und Segelclub für die reichsten Industriellen Amerikas diente – darunter Giganten wie Andrew Carnegie und Henry Clay Frick. Um die Kutschenzufahrt für die Millionäre zu erleichtern, wurde die Dammkrone abgetragen und lebenswichtige Überlaufrohre wurden blockiert, damit die teuren Zuchtfische nicht entkamen. Als der schwere Regen kam, brach der manipulierte Damm wie Papier.
Diese erschütternde historische Dokumentation liest sich wie ein Thriller. Sie rekonstruiert die unglaubliche Arroganz der amerikanischen Elite im sogenannten Gilded Age, die panischen Minuten der Flutwelle und den verzweifelten Kampf der Überlebenden um Gerechtigkeit in den von Korruption durchdrungenen Gerichten.
Entdecken Sie ein düsteres Kapitel der Industrialisierung. Die Zerstörung von Johnstown ist eine zeitlose Warnung davor, was passiert, wenn die Profitgier weniger die Sicherheit und das Leben Tausender übertrumpft.
