Czytaj książkę: «Romeo & Julia»

Czcionka:

William Shakespeare

Romeo und Julia



Spaß am Lesen Verlag

www.spassamlesenverlag.de

Diese Bearbeitung von Romeo und Julia in Einfacher Sprache ist zuerst in niederländischer Sprache erschienen. Die Originalfassung wurde von Marianne Höhle 2008 bei dem niederländischen Verlag Eenvoudig Communiceren veröffentlicht.

Die vorliegende Fassung wurde von Bettina Stoll in einfaches Deutsch übersetzt und ist das erste Buch der Reihe“Klassiker” im Spaß am Lesen Verlag.

Text Originalfassung: William Shakespeare

Bearbeitung: Marianne Höhle

Übersetzung: Bettina Stoll

Umschlagmotiv: Shutterstock/Igor Bulgarin

Satz und Gestaltung: Eenvoudig Communiceren

© 2013 | Spaß am Lesen Verlag, Münster

Alle Rechte vorbehalten. Nichts aus dieser Ausgabe darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Herausgebers vervielfältigt, in einem automatisierten Datenbestand gespeichert oder veröffentlicht werden, in irgendeiner elektronischen oder mechanischen Form oder in Form von Fotokopien, Aufnahmen oder auf irgendeine andere Art und Weise.

ISBN 978-3-944668-19-2

Inhalt

Über Romeo und Julia

Ein heißer Tag

Am Fluss

Mercutio

Auf der Suche nach einer Frau

Julia

Das verkleidete Fräulein

Das Ballkleid

Julia träumt von Romeo

Romeo träumt von Julia

Bei den Orsinis

Der Ball

Ein unerwartetes Treffen

Verliebt?

Das blaue Haus

Die weiße Taube

Masken

Eine traurige Liebesgeschichte

Kein glückliches Ende

Und nun?

Herzklopfen

Das Wiedersehen

Tybalt

Auf dem Balkon

Der Kuss

Jetzt sterben

Alles stimmt

Verheiratet

Der Kampf

Noch ein Toter

Es kommt noch schlimmer

Weg aus Verona

Eine Idee

Das geheimnisvolle Fläschchen

Der Brief

Nach Verona

Streit auf dem Friedhof

Leb wohl

Füreinander sterben

Drei Tote

Frieden

Wörterliste

Im Text kommen einige ungewohnte Wörter vor. Sie sind unterstrichen und werden in der Wörterliste ab Seite 91 erklärt.

Über Romeo und Julia

Romeo und Julia ist eine alte Liebesgeschichte.

Es ist die bekannteste Liebesgeschichte der Welt.

Gleichzeitig ist es eine sehr traurige Geschichte.

Sie handelt von zwei jungen Menschen.

Diese zwei Menschen heißen Romeo und Julia.

Ihre Geschichte ist das Werk von einem berühmten Schriftsteller. Er lebte vor mehr als 400 Jahren in England.

Sein Name war William Shakespeare.

Shakespeare schrieb viele Theaterstücke.

Diese Stücke werden auch heute noch aufgeführt.

Romeo und Julia ist eines dieser Theaterstücke.

Hier wird dieses Theaterstück nacherzählt.

Die Liebesgeschichte von Romeo und Julia spielt in Italien.

Genauer gesagt in der italienischen Stadt Verona.

Im 16. Jahrhundert.

Damals lebten und dachten die Menschen anders als wir.

Wir finden das heute oft altmodisch.

Sie redeten auch viel vornehmer.

Deshalb können einige Wörter in dem Buch ungewohnt sein.

Doch ein paar Dinge waren nicht anders als heute.

Man verliebte sich zum Beispiel.

Und man stritt sich.

Meine Nacherzählung weicht ein bisschen vom Original ab.

Ich habe einiges weggelassen.

Denn Shakespeares Geschichte ist ziemlich kompliziert.

Ich wollte einen Text schreiben, der leicht zu lesen ist.

Hier und da habe ich auch etwas hinzugefügt.

Um zu erklären, wie das Leben im 16. Jahrhundert war.

Und dann muss ich noch etwas über die Liebe sagen: Im 16. Jahrhundert wurde nicht offen über Sex gesprochen. Das fand man unanständig.

Trotzdem wollten die Menschen darüber reden.

Darum benutzten sie eine Art Geheimsprache.

Eine weiße Taube war zum Beispiel eine schöne Jungfrau.

Saß die Taube in einem Käfig, war eine eingesperrte Jungfrau gemeint.

Und wenn die weiße Taube wegflog, war das Mädchen keine Jungfrau mehr.

Das Mädchen hatte also mit einem Jungen geschlafen.

In der heutigen Zeit wird offen über Sex geredet.

Ohne Tauben und Käfige.

Das habe ich in meiner Nacherzählung auch getan.

Doch eines habe ich nicht geändert:

Die große Liebe zwischen Romeo und Julia.

Und das traurige Ende ihrer Liebe.

Marianne Höhle

Ein heißer Tag

Romeo geht in der Stadt spazieren.

Das macht er fast jeden Tag.

Er genießt seine Streifzüge.

Er bummelt durch die schmalen Straßen.

Er geht zum Fluss, wo Dienstmädchen Wäsche waschen.

Er schlendert über den Markt.

In Verona ist immer etwas los.

Viele Menschen aus der Umgebung besuchen den Markt.

Hier wird alles Mögliche angeboten:

Werkzeug, Möbel, Obst und Gemüse.

Auch Hühner, Schafe und Kühe.

Die Leute bleiben stehen und plaudern.

Sie lachen und rufen.

Romeo schaut den Menschen auf dem Markt gerne zu.

Vor allem den Dienstmädchen, die Gemüse und Fisch einkaufen.

Es ist ein heißer Tag.

Bei dieser Hitze fällt das Arbeiten schwer.

Auf den Feldern schwitzen die Bauern.

In der Stadt stellen sich die Marktleute ab und zu in den Schatten.

Romeo macht die brennende Sonne nichts aus.

Er muss nicht arbeiten wie die anderen.

Denn Romeos Familie ist reich.

Und reiche Menschen brauchen nicht zu arbeiten.

Sie tun den ganzen Tag das, wozu sie Lust haben.

Romeo setzt sich an den Brunnen.

Dort ist es schön kühl.

Das Wasser spritzt und macht sein Gesicht nass.

Zwei Dienstmädchen lächeln ihm zu.

Sie schöpfen Wasser aus dem Brunnen.

Mit gefüllten Eimern machen sie sich auf den Heimweg.

Am Fluss

Romeo ist letzte Woche 18 Jahre alt geworden.

Dieser Geburtstag ist ein wichtiges Datum.

Mit 18 ist man erwachsen.

Seinen Geburtstag hat Romeo jedoch nicht gefeiert.

Es gab kein Fest und keine Geschenke.

Denn in Verona feiert man keine Geburtstage.

Dafür gibt es andere Feste in der Stadt.

Und zwar ziemlich oft.

Romeo geht am Fluss entlang.

Am Ufer liegen viele Boote. Die meisten gehören den Bauern aus der Umgebung.

Sie bringen morgens ihr Gemüse zum Markt.

Oder ihre Hühner.

Und abends fahren sie mit dem Boot wieder zurück.

Gerade gleitet ein großes Boot den Fluss hinunter.

Darin sitzen ein paar Mädchen und unterhalten sich.

An den Kleidern sieht Romeo, dass sie reich sind.

Heute ist ein schöner Tag für eine Bootsfahrt.

Auf dem Wasser ist es angenehmer als an Land.

Es ist nicht so staubig und nicht so heiß.

Romeo wandert immer am Fluss entlang.

Schließlich erreicht er den Stadtrand.

Aber er geht weiter.

Jetzt fließt der Fluss durch einen Wald.

Die Äste der Bäume ragen ins Wasser.

Romeo kommt gerne hierher.

Vor allem, wenn es so warm ist wie heute.

Am Ufer sitzt sein Freund Mercutio.

Romeo lacht, als er Mercutio sieht.

Mercutio hat die Schuhe ausgezogen.

Seine Füße baumeln im Wasser.

„Was tust du hier am Wasser?“, fragt Romeo.

Mercutio

Mercutio dreht sich um.

Dann erkennt er seinen Freund Romeo und grinst.

„Guten Morgen, mein Freund!“, begrüßt er ihn.

„Das geht doch nicht“, meint Romeo.

Er zeigt auf Mercutios nackte Füße.

„Das machen doch nur Bauern“, sagt er.

„Es ist angenehm kühl“, antwortet Mercutio.

Romeo setzt sich neben Mercutio.

„Früher sprangen wir einfach in den Fluss“, schwärmt Romeo.

„Ohne Kleider. Erinnerst du dich?“

Mercutio nickt.

„Damals waren wir Kinder“, sagt Mercutio.

„Da durfte man das. Jetzt geht das nicht mehr.“

Romeo schüttelt den Kopf.

„Ja, das ist wirklich schade.“

Er lässt sich rückwärts ins Gras fallen.

Im Schatten der Bäume ist es herrlich.

Romeo schaut nach oben.

Er versucht, durch die Blätter den Himmel zu sehen.

Doch er sieht keinen Himmel.

Dafür sieht er etwas anderes.

Über ihm in dem Baum sitzt ein Mädchen.

Ein wunderschönes Mädchen mit blondem Haar.

Sie schaut erschrocken nach unten.

Dann legt sie einen Finger auf die roten Lippen.

Zum Zeichen, dass Romeo nichts sagen soll.

Romeo sagt nichts.

Aber er starrt weiter nach oben.

Das Mädchen wird verlegen.

Sie gibt ihm wieder ein Zeichen mit der Hand.

Diesmal soll das heißen: Geh weg!

Romeo schüttelt den Kopf.

Auf der Suche nach einer Frau

Auf dem Weg zurück in die Stadt ist Romeo still.

Er muss die ganze Zeit an das Mädchen denken.

Das Mädchen oben im Baum.

Ein solch schönes Mädchen hat er noch nie gesehen.

Aber es war kein reiches Mädchen.

Das sah Romeo an den Kleidern.

Sie trug die Kleider eines Dienstmädchens.

„Romeo, bist du taub?“, fragt ihn Mercutio.

Er gibt seinem Freund einen Schubs.

„Ich rede die ganze Zeit mit dir, aber du sagst ja gar nichts.“

„Tut mir leid“, murmelt Romeo.

„Was hast du gesagt?“

„Ob du mit auf den Ball bei den Orsinis gehst“, antwortet Mercutio.

„Man sagt, Rosalinde kommt auch.“

Mercutio weiß, dass Romeo in Rosalinde verliebt ist.

„Oh“, meint Romeo. „Sie kommt auch? Schön.

Mein Vater will sicher, dass ich hingehe.

Er ist der Ansicht, ich müsse mir eine Frau suchen.

Ich habe ihm gesagt, dass mir Rosalinde gefällt.

Aber für Rosalinde bin ich Luft.

Jetzt muss ich eine andere finden.

Sonst sucht mein Vater eine Frau für mich.“

Mercutio nickt.

Es ist die normalste Sache der Welt:

Väter suchen eine Ehefrau für ihre Söhne.

Romeo stammt aus einer reichen Familie.

Seine Frau muss auch aus einer reichen Familie kommen.

Das Mädchen im Baum könnte er niemals heiraten.

Und das weiß Romeo.

Julia

Julia rennt durch den Wald.

Mit den langen Röcken ist das nicht einfach.

Ihr ist furchtbar heiß.

Aber sie muss rechtzeitig zu Hause sein.

Darum beeilt sie sich.

Wie hat sie nur so dumm sein können!

Sie wollte so gerne einmal allein weg.

Reiche Mädchen dürfen das nicht.

Es muss immer eine Anstandsdame dabei sein.

Also dachte Julia: Ich ziehe einfach die Kleider meiner Amme an.

Dann kann ich ohne Begleitung in den Wald.

Und ich nehme einen Korb mit.

Ich tue so, als würde ich Erdbeeren suchen.

Für ein Dienstmädchen ist das nichts Ungewöhnliches.

Im Wald fühlte sich Julia wohl.

Sie beobachtete viele schöne Vögel.

Im Fluss schwamm ein Otter.

Und war das ein Fuchs, der vor ihr weglief?

Ganz sicher war sie sich nicht.

Plötzlich sah sie Mercutio.

Er stieß mit seinem Fuß kleine Steine weg.

Julia kannte ihn.

Sie hatte Angst: Wenn er mich nun erkennt?

Rasch versteckte sie sich hinter einem Baum.

Sie hoffte, Mercutio würde einfach weitergehen.

Aber Mercutio gefiel es hier, genau wie ihr.

Er zog die Schuhe aus und steckte die Füße ins Wasser.

Julia musste heimlich lachen.

Das machten doch nur kleine Kinder!

Und dann passierte etwas.

Langsam näherte sich ihr ein Wildschwein.

Das Schwein bemerkte sie nicht. Zum Glück.

Aber es kam ihr ganz nahe.

Julia wusste, dass Wildschweine gefährlich sein können.

Doch weglaufen hatte keinen Sinn.

Das Wildschwein würde ihr sofort nachrennen.

Also war sie schnell auf den Baum geklettert.

Das verkleidete Fräulein

Vorsichtig schlüpft Julia durch das Gartentor.

Keiner darf sie sehen.

Weder der Gärtner noch die Stalljungen.

Julia hat Glück.

Es ist so heiß, dass sich niemand im Garten aufhält.

Nur der Priester sieht, wie Julia durch den Garten schleicht. Verkleidet als ihre Amme.

Er muss darüber lächeln.

Leise öffnet Julia die Haustür.

Es ist eine schwere Tür mit einem eisernen Ring.

Meistens quietscht sie, aber jetzt nicht.

Das kommt sicher von der Hitze.

Julia ist erleichtert.

Sie schleicht an der Küche vorbei.

Zwei Küchenmädchen helfen dem Koch.

Sie schauen nicht auf.

Rasch geht Julia den Gang entlang.

Die breite Treppe hinauf.

Dann verschwindet sie in ihrem Zimmer.

Niemand hat sie gesehen.

Im Zimmer wartet die Amme auf sie.

„Oh Fräulein, ich machte mir solche Sorgen“, ruft die Amme.

Julia nickt. „Ich auch.“

Sie erzählt der Amme von ihrem Abenteuer im Wald.

„Schnell, reiche mir meine Kleider“, sagt Julia.

„Und hilf mir beim Ankleiden.“

Die Amme hat Julias Kleider schon bereitgelegt.

Julia ist gerade fertig, als der Gong ertönt.

Es ist das Zeichen, dass sie zum Essen kommen soll.

Sie geht die Treppe hinunter in den Speisesaal.

Das Ballkleid

Am Tisch wird nicht gesprochen.

Der Einzige, der etwas sagen darf, ist Julias Vater.

„Bei den Orsinis gibt es einen Ball“, berichtet er seiner Frau.

„Julia hat eine Einladung bekommen.

Sie soll hingehen.

Es wird Zeit, dass sie einen Mann findet.“

Julias Mutter nickt.

Ihr Mann gibt ihr ein Zeichen, dass sie sprechen darf.

„Ich werde morgen mit ihr zum Schneider gehen“, meint die Mutter.

„Julia braucht ein Ballkleid.“

„Ja, tue das“, brummt ihr Mann.

„Suche ein besonders schönes Kleid aus.

Für die schönste aller Töchter.

Sie verdient das schönste Kleid.“

Nach dem Essen wird ein Diener zum Schneider geschickt.

Er kommt mit Zeichnungen von verschiedenen Kleidern zurück.

Ein Kleid ist schöner als das andere.

Julia und ihre Mutter sind stundenlang beschäftigt.

Auf einer Zeichnung gefällt ihnen der Rock.

Auf einer anderen der Kragen.

Auf der dritten die Ärmel.

„Und morgen suchen wir einen Stoff aus“, beschließt Julias Mutter.

„Ich möchte gerne ein rotes Kleid“, meint Julia.

Doch die Mutter ist dagegen.

„Rot ist keine Farbe für ein junges Mädchen.

Weiß ist gut. Oder Hellblau.“

Julia verzieht das Gesicht.

„Das sind Farben für Kleinkinder.

Ich bin schon 16.“

Natürlich bekommt Julia kein rotes Kleid.

Julia muss tun, was ihre Mutter will.

Man näht für sie ein weißes Ballkleid.

Aber es ist wirklich wunderschön.

Julia träumt von Romeo

Julia kann nicht schlafen.

Im Zimmer ist es sehr warm.

Ihr gehen viele Gedanken durch den Kopf.

Der Ball und das Ballkleid.

Mercutio und das Wildschwein.

Dieser Junge, der unter dem Baum lag.

Und der sie so lange anschaute.

Wenn Julia an ihn denkt, schlägt ihr Herz schneller.

Er hatte nichts gesagt.

Und sie nicht verraten.

Darüber war sie froh gewesen.

Allerdings hatte er sie die ganze Zeit angestarrt.

Das war ziemlich frech. Keine guten Manieren.

Aber er hatte natürlich gedacht, sie sei ein Dienstmädchen.

So war sie schließlich gekleidet gewesen.

Komisch, dass Julia ihn nicht kennt.

Julia kennt die meisten reichen Jungen aus Verona.

Die Reichen der Stadt besuchen sich oft.

Es gibt nur eine Familie, die sie nicht gut kennt.

Das ist die Familie Montague.

Julias Familie hat Streit mit der Familie Montague.

Den Grund weiß keiner mehr.

Es ist schon so lange her.

Aber beendet wurde der Streit bis heute nicht.

Von den Montagues will niemand etwas mit den Capulets zu tun haben.

Und umgekehrt.

Auch die Dienerschaft nicht.

Wer ist der unbekannte Junge?

Julia schließt die Augen.

Dann sieht sie ihn wieder vor sich.

Das lachende Gesicht mit den schönen braunen Augen.

Denkt er vielleicht auch an mich, fragt sich Julia.

Romeo träumt von Julia

Was Julia nicht weiß: Romeo träumt auch von ihr.

Ein solch schönes Mädchen hat er noch nie gesehen.

Diese langen blonden Zöpfe.

Diese himmlisch blauen Augen.

Bei seinen Gängen durch die Stadt wird er ab jetzt gut aufpassen.

Sie wird sicher zum Einkaufen auf den Markt gehen.

Oder am Fluss Wäsche waschen.

Er möchte ihr noch einmal in die Augen schauen.

Und ihr womöglich etwas sagen.

Vielleicht: Komm heute Nacht um zwölf zur Brücke.

Das machen reiche Jungen gerne.

Sich heimlich mit Dienstmädchen treffen.

Die meisten Dienstmädchen kommen nicht.

Sie suchen sich lieber einen Stalljungen oder Bauernsohn.

Der ebenso arm ist wie sie.

Und den sie heiraten können.

Doch manchmal kommt ein Dienstmädchen.

Weil sie es spannend findet mit einem reichen Jungen.

Oder weil sie denkt, er gibt ihr vielleicht Geld.

Wenn das Mädchen tatsächlich zur Brücke kommt, fragt sich Romeo.

Was würde er dann machen?

Romeo ist noch nie mit einem Mädchen zusammen gewesen.

Manchmal redet er mit Mercutio darüber.

Doch Mercutio weiß auch nicht mehr als er.

Sie haben schon mal heimlich andere beim Küssen beobachtet:

Etwa einen Diener mit einer Dienerin.

Das war alles.

Erst vor der Hochzeit erfahren junge Männer etwas mehr. Viel sagt man ihnen jedoch nicht.

Ein Vater erklärt seinem Sohn, dass es Sex gibt.

Dabei redet er aber nicht von Menschen, sondern von Tieren.

Von Kühen, Schafen, Hunden.

„Sie tun alle das Gleiche“, sagt ein Vater dann.

„Schaue es dir an.

Alle Tiere können das, da kannst du es also auch.

Du wirst schon wissen, was du tun musst.“

Die Söhne folgen dem Rat der Väter.

Sie schauen, wie die Tiere es machen.

Doch davon werden sie nicht schlauer.

Und sonst gibt es niemanden, den sie um Rat fragen können.

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Gatunki i tagi

Ograniczenie wiekowe:
0+
Objętość:
51 str. 3 ilustracji
ISBN:
9783944668192
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania:

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