Czytaj książkę: «Tiefe der Liebe»
Silvia Violet
Tiefe der Liebe
Fitting in Band 4
Aus dem Englischen von Lena Seidel
Impressum
© dead soft verlag, Mettingen 2020
http://www.deadsoft.de
© Silvia Violet
Titel der Originalausgabe: Going deep, 2015
Cover: Irene Repp
http://daylinart.webnode.com
Bildrechte:
© VladOrlov – shutterstock.com
1. Auflage
ISBN 978-3-96089-393-6
ISBN 978-3-96089-394-3 (epub)
Inhalt:
Gray, Jack und Mason sind zurück. Ihre Dreierbeziehung wird stärker und Grays Gefühle für seine Partner gehen tiefer, als er es je für möglich gehalten hätte. Während er lernt, zu Hause romantisch zu sein, ist er auf der Arbeit noch immer der harte Bulle, dem niemand in die Quere kommen will. Als die Ermordung einiger junger Prostituierter zu seinem Fall wird und er weder Verdächtige noch ein Motiv hat, erleidet sein Selbstvertrauen einen schweren Schlag. Mit jeder Sackgasse, mit jedem Tag, der vergeht, wird das Gefühl, den Mörder finden zu müssen, stärker.
Gray braucht unbedingt eine Pause, beruflich ebenso wie privat. Er passt hervorragend auf seine beiden Männer auf, im Bett wie auch außerhalb, doch wenn er verwöhnt werden soll, zieht er sich zurück, selbst als auf der Arbeit alles den Bach runtergeht. Jack und Mason wollen mit ihm nach Beendigung des Falls in den Urlaub fahren, doch Gray weiß, dass er Freizeit hasst, solange sie nicht im Bett stattfindet.
Mit dem Fall, der schwer auf seinen Schultern lastet, und seinen Partnern, die ihr Bestes geben, um ihm zu helfen, wird Gray herausfinden müssen, wie sich ein selbstherrlicher Kerl wie er entspannen kann.
Kapitel 1
Gray rollte die Schultern und versuchte, seine Verspannung zu lockern. Seine Arbeit war in den letzten paar Monaten die Hölle gewesen. Nachdem er einen beschissenen Drogendealer verhaftet hatte, hatte er einige Wochen damit verbracht, sich von der Anklage der Polizeibrutalität zu befreien, die ihm dieser verdammte Scheißer angehängt hatte. Ja, Gray hatte ihn grob behandelt, aber nur, weil der Dreckskerl versucht hatte, Gray abzustechen, nachdem er hoch und heilig geschworen hatte, nur mit ihm reden zu wollen. Zuletzt war Gray von allen Anklagepunkten freigesprochen worden. Und gestern war der Kerl, Mitchell Benson, zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt worden, dem höchsten Strafmaß für seine Verbrechen. Während Bensons Betrügereien als Kulisse fungiert hatten, hatte Gray versucht, sich aus einer schweren Fallbelastung herauszuarbeiten. Er hatte die letzten Tage damit verbracht, Sackgassen in einer Ermittlung gegen den Mörder einer jungen, besser gesagt minderjährigen, Prostituierten abzuarbeiten. Bisher hatte niemand, mit dem er gesprochen hatte, auch nur zugegeben, sie gekannt zu haben, und sie hatten ihm verdammt noch mal keine Informationen gegeben, die zu einer Verurteilung führen könnten. Jedes Mal, wenn er an das Mädchen dachte, erinnerte er sich an Nancy, ein junges Mädchen, dem er vor langer Zeit nicht hatte helfen können. Manchmal war es furchtbar deprimierend, ein Cop zu sein.
»Gray, es ist Zeit. Lass uns gehen.« Lieutenant Thornton erschien an seinem Schreibtisch.
Gray war so frustriert, dass er den Lieutenant nicht einmal bemerkt hatte. Er seufzte und schloss die Akte, die er angesehen hatte. Als ob die Woche nicht schlimm genug gewesen wäre, musste er jetzt an einer Pressekonferenz teilnehmen. Sein Captain hatte mit der sadistisch freudigen Billigung von Thornton entschieden, dass Gray das neue Gesicht des Durham PD sein sollte. Am liebsten hätte Gray Captain Russell gesagt, dass er sich ficken sollte, aber das kam leider nicht infrage. »Ich muss zuerst noch in den Waschraum«, sagte Gray, als er seine Anzugjacke von der Stuhllehne zog.
Sein Lieutenant wedelte mit einem Finger. »Keine Flucht aus dem Fenster. Ich werde sicherstellen, dass jemand zuschaut.«
Gray wollte das Grinsen aus Thorntons Gesicht wischen. Klar, wenn Gray der Meinung wäre, dass Weglaufen funktionieren würde, könnte er es natürlich versuchen. Nicht, dass er durch das winzige Fenster der Herrentoilette passen würde.
Nachdem Gray das Urinal verlassen hatte, warf er im Spiegel einen Blick auf sich und richtete seine Krawatte. Seine Freunde, Jack und Mason, hatten ihm geholfen, den Anzug auszusuchen, den er trug, den schönsten, den er je besessen hatte. Er hatte sich durch den Einkaufsbummel gegrummelt, aber er musste zugeben, dass er gut aussah. Stark, selbstsicher, genau das Bild, das der Captain von ihm wollte. Ihr Chef war, zusammen mit dem Bürgermeister, auf die Idee gekommen, dass die Polizei unbedingt PR brauchte, um der schlechten Presse über Polizisten entgegenzuwirken. Gray hatte nicht den Wunsch, sich ins Rampenlicht zu stellen, selbst wenn sie der Allgemeinheit etwas Positives geben mussten, auf das sie sich konzentrieren konnte. Egal, was Captain Russel dachte, Gray war sich nicht sicher, ob ein schwuler Bär das war, was die Leute in einem Polizisten sehen wollten. Aber nachdem der Captain ihm eine gut vorbereitete Rede über die Polizei, die alle Menschen einschloss, einschließlich seinen schwulen Hintern, in die Hand gedrückt hatte, hatte sie Gray gebeten, an einem wöchentlichen Briefing mit mehreren speziell ausgewählten lokalen Reportern teilzunehmen. Doch offensichtlich war diese „Anfrage“ einfach ein Befehl, der schöner als üblich formuliert war.
Thornton hämmerte an die Tür. »Gray, hör auf, dich zu stylen, und beweg deinen Arsch hier raus.«
Hoffentlich würde er seine Vorgesetzten nicht enttäuschen. Egal, wie sehr er es hasste, das Aushängeschild für gute Polizisten zu sein, er war bereit zu leiden, wenn es dem Image der Abteilung half. Er holte tief Luft und verließ den Waschraum.
Thornton führte ihn in ein Klassenzimmer, das zu einem Besprechungsraum umgebaut worden war. Mehrere Kameramänner standen herum und vier perfekt frisierte Reporter erwarteten ihn vorne im Raum.
Ihr Captain holte sie ein, als sie eintreten wollten.
»Ist es Zeit, reinzugehen?«, fragte Thornton.
Sie nickte und sah Gray an. »Setzen Sie sich nach hinten, bis Sie an der Reihe sind, und ziehen Sie keine Aufmerksamkeit auf sich.«
Richtig. Mit einem Meter dreiundneunzig und der Statur eines Linebackers zog Gray Aufmerksamkeit auf sich, wo immer er auch hinging. Es tut nicht weh, dass du höllisch heiß bist, hörte Jacks Worte in seinem Kopf und bekämpfte den Drang zu grinsen. »Ja, Ma’am.«
Der Chief sprach und Gray versuchte, sich auf seine Worte zu konzentrieren, aber die Stimme in Grays Kopf, die ihn beschwor, nichts zu vermasseln, übertönte alles andere.
Ein weiblicher Detective von der Sittenpolizei, die er zwar erkannte, aber nicht wirklich kannte, beantwortete für einige Minuten Fragen. Dann war er an der Reihe. Er ging den Gang zwischen den Sitzen entlang und trat hinter das Podium in der Hoffnung, dass niemand ahnte, wie nervös er war.
»Sie müssen sich jetzt gut fühlen, da der Mann, der Sie wegen übermäßiger Gewalt angezeigt hat, hinter Gittern sitzt«, sagte ein Reporter.
Gray erstarrte für Sekunden, vor seinen Augen zuckten Blitze. »Ich …«
Scheiße. Sag was Intelligentes.
»Ich habe großen Respekt vor Richter Halsey und ich glaube, sie hat die Fakten abgewogen und die bestmögliche Entscheidung getroffen.«
»Aber es muss schön gewesen sein, zu sehen, dass er die Höchststrafe bekommen hat.«
»Ich habe gehofft, dass die Gerechtigkeit siegt, und ich glaube, so ist es gekommen.«
Ein anderer Reporter winkte wild und der PR-Vertreter nickte ihm zu. »Nach Bensons Anschuldigungen fühlen Sie sich sicher erleichtert, dass er für lange Zeit im Gefängnis bleiben wird.«
»Mein Ziel als Mitglied der Polizei ist es, Kriminelle vor Gericht zu stellen. Dorthin habe ich ihn gebracht, alles andere war Sache des Gerichtssystems.« Gray bemühte sich, seine Abscheu gegen die seichten Bemerkungen, die er von sich gab, nicht zu zeigen.
»Also wären Sie auch mit der Entscheidung für eine leichtere Verurteilung einverstanden gewesen?«, fragte eine Frau in einem hellgrauen Anzug.
»Dazu habe ich nichts zu sagen.«
»Aber Sie sind sicherlich mit dem heutigen Urteil zufrieden«, sagte eine Frau mit zu einem Zopf zurückgekämmten Haaren.
Wenn Gray sich recht erinnerte, arbeitete sie für Raleighs größte Zeitung. »Ich freue mich jedes Mal, wenn ein Schuldiger von unserer Justiz von der Straße genommen wird.«
»Aber in Anbetracht Ihrer Geschichte mit …«
Verstanden sie nicht, dass er ihnen nicht das gab, was sie wollten?
»Meine persönliche Meinung ist nicht das, worauf es ankommt. Die Jury hat ihn für schuldig befunden, nicht ich.«
»Aber ich wette …«
Captain Russell trat vor das Podium. »Es tut mir leid, das sind alles Fragen, für die wir ein andermal Zeit haben. Detective Sadler hat Fälle, zu denen er zurückkehren muss.«
Russell und Thornton verließen mit Gray den Raum, während der Chief ein paar abschließende Bemerkungen machte. Gray wurde angewiesen zu gehen, damit ihn die Reporter nach dem Ende der offiziellen Pressekonferenz nicht verfolgen konnten.
»Sehen Sie, ich habe Ihnen gesagt, es würde gut laufen«, sagte Russell.
Gray gefiel der zufriedene Gesichtsausdruck nicht. Nicht, dass er es hatte vermasseln wollen, aber sollte er es gut gemacht haben, würde er immer wieder vor die Kameras gestellt. »Ich habe nur ein paar nichtssagende Antworten gegeben. Worum geht es eigentlich?«
Russell hob die Brauen und Gray wurde klar, wie sauer er sich anhörte.
»Entschuldigung, Ma’am.«
Sie nickte. »Entschuldigung angenommen.« Dann drehte sie sich um und ging zurück in den Konferenzraum.
Thornton musterte Gray einen Moment, dann entspannte sich seine Miene. »Ich denke, das ist eine faire Frage.«
»Ist es«, stimmte Gray zu.
»Russell wollte eine Aussage da draußen und das, was Sie gesagt haben, war perfekt. Sie haben sich geweigert, die Aufmerksamkeit auf Polizisten zu lenken, die Rache an Verbrechern wollen.
Gray nickte. So dumm es für ihn gewesen war, als er auf dem Podium gestanden hatte, er hatte nichts gesagt, was völlig falsch war. Wenn der Captain von ihm verlangt hätte, etwas zu sagen, was gegen das ging, an das er glaubte, hätte er abgelehnt, egal welche Konsequenzen das mit sich gebracht hätte. Ja, er war froh, dass Benson ins Gefängnis gekommen war, aber er glaubte auch an das Justizsystem, oder zumindest an das System, wie es sein sollte. Er wollte, dass Schuldige ins Gefängnis kamen, Unschuldige frei und dass die Straßen sicher waren. Jack sagte immer, Gray wäre ein romantischer Schrank, der perfekte Old-West-Sheriff gewesen. Aber er wollte nur Gerechtigkeit für die Menschen.
Nach der Pressekonferenz gab Gray sein Bestes, um ein paar Hinweise zu verfolgen, aber sobald er konnte, schnappte er sich seine Jacke und seine Tasche und ging zum Aufzug. Er betete, dass niemand versuchen würde, ihn aufzuhalten. Er wünschte, er hätte eine solide Spur in dem Mordfall, aber insgesamt war es ein guter Tag gewesen und es würde eine noch bessere Nacht werden. Es war viel zu lange her, dass Jack und Mason abends zu Hause gewesen waren. Das wollte er voll und ganz nutzen.
Nachdem er seinen Pick-up-Truck gestartet hatte, schrieb er den beiden eine SMS: Ich komme früh nach Hause. Muss ich das Abendessen abholen?
Lasagne gemacht, antwortete Jack. Wir müssen unsere Kräfte sammeln.
Mmh, sein Lieblingsessen. Verdammt richtig, das mussten sie. Gray stellte sich vor, was er später seinen Männern antun würde.
Sie zurückhalten. Sie schlagen. Sie so lange foltern, bis keiner der beiden es länger aushalten kann.
Wie lange war es her, seit sie sich die ganze verdammte Nacht auf ihr Vergnügen konzentriert hatten? Viel zu lange. Vielleicht würden sie zuerst ficken und später zu Abend essen.
Er legte den Rückwärtsgang ein, fuhr aus der Parklücke und hoffte, dass es auf dem Heimweg nicht viel Verkehr gab.
Kapitel 2
Gray schloss die Tür auf und öffnete sie, wobei er erwartete, Jack und Mason in der Küche vorzufinden. Bei dem, was er sah, atmete er tief ein. Offensichtlich waren sie ebenso ungeduldig wie er selbst. Mason kniete auf allen vieren nackt auf der Couch. Jack kniete hinter ihm, trug jedoch noch Shorts und ein T-Shirt, als käme er gerade aus dem Fitnessstudio. Er hatte Masons Arschbacken gespreizt und sah aus, als wäre er am Verhungern und Mason eine Gourmetmahlzeit.
»Was zum Teufel macht ihr da?«, grollte Gray mit gespieltem Ärger und wusste, dass die beiden diese Reaktion erwarteten. Sie reizten ihn, wollten bestraft werden, und er war mehr als glücklich, ihnen geben zu können, was sie wollten.
»Ich bereite ihn für dich vor«, antwortete Jack, bevor er sein Gesicht in Masons Arsch vergrub.
Gray konnte keine Einzelheiten erkennen, aber Masons Stöhnen machte klar, was Jack tat.
»Wir dachten, dass du das nach einem harten Arbeitstag brauchst«, presste Mason zwischen dem Stöhnen heraus. »Fuck, Jack!«, rief er und warf seinen Kopf vor und zurück.
Gray konnte die Anspannung an seinen Armen sehen. Er wusste genau, wie geil es sich anfühlte, wenn Jack seine Zunge benutzte, um seinen Arsch zu öffnen. Mason kämpfte wie verrückt dagegen an, zu kommen. Es wurde Zeit, diesen Kampf noch schwerer zu machen. Gray öffnete seine Hose. Das Geräusch musste Mason aufmerksam gemacht haben, denn er sah mit weit aufgerissenen Augen auf. »Mach den Mund auf«, befahl Gray und befreite seinen Schwanz vom Stoff.
Jack hielt inne, um zuzusehen.
»Hol dir einen Cockring«, wies Gray ihn an. »Dann leck seinen Arsch, bis er um mehr bettelt, obwohl er meinen Schwanz in der Kehle hat.«
Jack schwang sich von der Couch und rannte den Flur entlang zum Büro, ihrem Spielzimmer.
Gray bekämpfte seinen Drang, über diesen Eifer zu lachen, und hielt an dem Ausdruck arroganter Dominanz fest, den Mason so liebte. Er packte Masons Kinn mit einer Hand und hob dessen Kopf an. Mit der anderen Hand fasste er nach seinem Schwanz und rieb ihn über Masons Lippen. »Schieb ihn dir ganz in den Mund. Ich möchte, dass du daran erstickst.«
Mason wimmerte. Seine Augen wurden riesig. Er war so wunderschön, dass Gray erschauderte. Mason liebte es, sich zu ergeben, liebte es, wenn Gray grob mit ihm umging, aber er liebte es ebenso, wenn nach dem Sex gekuschelt wurde. Heute Nacht brauchte Gray alles, die grobe Seite und die sanfte. Obwohl er Letzteres nicht zugeben würde, zumindest nicht in Worten.
Mason leckte über die Unterseite von Grays Schwanz und sah ihn flehend an. Gray zögerte noch, neckte ihn und ließ ihn warten. Dann, ohne Vorwarnung, stieß er ihm seinen Schwanz tief in seinen Mund. Mason kämpfte ein paar Sekunden dagegen an, als er versuchte, sich an diese Eroberung zu gewöhnen. Dann, oh heiliger Gott, fing er mit etwas Erstaunlichem an, das sowohl Summen als auch Saugen beinhaltete. Er entspannte sich und brachte sich in die perfekte Position, um Gray vollständig in sich aufzunehmen. Als Masons Gesicht gegen Grays Schambein drückte, fuhr Gray mit einer Hand in sein Haar und hielt ihn fest, solange er es wollte. Als er Mason freiließ, schnappte der nach Luft.
»Das war gut, Junge.« Gray streichelte ihm über die Wange. »Jetzt lutsch meinen Schwanz, wie du es willst.«
»Ja, Sir.« Masons Stimme war rau, aber in seinen Augen lag ein Ausdruck, der Gray wissen ließ, dass Mason es ebenso wollte wie Gray.
Jack war zurückgekehrt, doch er hatte Grays Befehl nicht befolgt. Stattdessen saß er auf der Couch, beobachtete Gray und Mason und massierte sich dabei den Schwanz.
»Willst du eine Tracht Prügel?« Gray gelang es, seine Stimme ruhig zu halten, obwohl Mason mit seinem Schwanz Sachen anstellte, bei denen er vor Vergnügen am liebsten schreien würde.
Jack erwiderte seinen Blick, doch er hörte nicht auf, seinen Schwanz zu streicheln.
Gray knurrte. »Nimm deine Hand von deinem verdammten Schwanz und fass dich nicht mehr an, bis ich dir die Erlaubnis dazu gebe. Dafür wirst du später noch bezahlen.«
Jack lächelte, der kleine Rotzlöffel. »Ja, Sir.«
»Du wirst mich anbetteln, es dir hart zu besorgen.«
Jack biss sich kurz in die Unterlippe und sah Gray gespielt unschuldig an.
»Leg Mason jetzt den Cockring an und dann mach weiter damit, seinen Arsch mit deiner Zunge zu öffnen. Wenn du dich anfasst oder dir sonst irgendwie den Schwanz reibst«, Jack würde so nicht auf die Idee kommen, sich an der Couch zu reiben, während seine Zunge in Masons Arsch steckte, »wirst du heute Abend nicht abspritzen. Ist das klar?«
»Ja, Sir.« Die Unverschämtheit war aus Jacks Stimme gewichen und einer leisen Unterwürfigkeit gewichen.
Mason erschauderte, als Jack den Ring um seinen Schwanz zuschnappen ließ, aber er hörte nicht auf, Grays Schwanz zu lutschen.
Gray hielt still, ließ ihn seine Arbeit machen und genoss den Blick auf Jack, der gemächlich an Masons Loch leckte und mit der Zunge hineinstieß. Er könnte sie den ganzen Tag beobachten. Vielleicht war es das, was er tun wollte: Sie zusammen beobachten, bevor er schließlich Jack bestrafte. Gray beugte sich vor und strich mit einer Hand durch Jacks Haar. »Willst du, dass ich dir später wehtue, Jack?«
Jack zog sich gerade lange genug von Mason zurück, um zu antworten. »Ja, bitte, Sir.«
Jack liebte es, wenn sein Arsch ernsthaft gerötet war, und Gray hatte sich viel zu lange durch die Arbeit von einer gründlichen Bestrafungssession abhalten lassen.
Grays Gedankenzug entgleiste, als Mason fester an ihm saugte und seine Eier streichelte. Eigentlich hatte er Mason nicht die Erlaubnis erteilt, ihn zu berühren, aber es fühlte sich viel zu gut an, um ihn dafür zu tadeln. Er hielt Masons Kopf in festem Griff und stieß hart in seinen Mund. Mason verspannte sich anfangs, nahm es dann hin und ergab sich schließlich Grays heftigem Mundfick. Mason brauchte es, ihm zu Diensten zu sein, ebenso wie Jack den Schmerz eines wunden Arsches brauchte. Und Gray wollte ihnen geben, was sie brauchten, wollte sich um sie kümmern.
»Ich werde in deiner Kehle abspritzen, Kleiner«, warnte Gray ihn. »Ich brauche das, weil das hier eine lange Nacht werden wird. Verstanden?«
Mason nickte und sah mit weit aufgerissenen Augen zu ihm auf.
Gray zog sich zurück, sein Schwanz fiel aus Masons Mund. »Dreh dich um.«
Jack setzte sich auf, sodass Mason sich bewegen konnte. Gray half Mason, sich in die richtige Stellung zu bringen, den Kopf über die Armlehne hängen lassend; die perfekte Position, um ihn richtig in den Hals zu ficken.
»Beweg dich nicht«, befahl Gray. Er warf Jack einen vielsagenden Blick zu.
Jack schlug auf Masons Schenkel und reizte seine Eier, die vor unterdrückter Lust bereits dunkelrot waren. Jack wusste, dass Mason die Berührung brauchte, während Gray den Raum verließ. Er war bereits tief in seine submissive Rolle versunken.
Gray hetzte in das Spielzimmer und fand rasch den Plug, den er haben wollte: einen mittelgroßen mit einer verteufelt heftigen Vibration. Als er zurück ins Wohnzimmer kam, gab er Jack den Plug, zusammen mit einer Flasche Gleitgel. »Schieb ihm das rein, während ich sein Gesicht ficke.«
»Ja, Sir«, antwortete Jack, diesmal eifrig.
Mason versuchte, sich aufzusetzen, damit er sehen konnte, was ihm Jack in den Arsch schieben würde, aber Gray drückte ihn mit einem festen Griff an den Schultern wieder in Position. »Beweg dich verdammt noch mal nicht oder dein Arsch wird so rot wie Jacks. Und weil du den Mund bis zum Anschlag voll haben wirst, schlag auf die Couch, wenn ich aufhören soll.«
Mason erwiderte nichts.
»Hast du mich gehört, Kleiner?«
»Ja.« Das Wort war kaum hörbar.
Gray packte Masons Haar und zog fest daran. »Antworte mir ordentlich.«
»J-Ja, Sir.«
War er zu weit gegangen? »Mason, bist du okay?«
Mason nickte. »Ja. Ja, Sir. Bin ich.«
Die deutlichere Antwort beruhigte Gray. Er war heute in einer verdammt bösartigen Stimmung. Da hatte sich viel Anspannung angesammelt, die seit Wochen auf Erleichterung wartete. Doch er hatte sie schon oft in dieser Gemütslage gefickt und sie hatten ihre Safewords. Er vertraute ihnen, dass sie ihn wissen ließen, wenn er aufhören sollte.
Mason öffnete seinen Mund einladend und Gray stieß in ihn; er wollte genau das, was er ihnen versprochen hatte. Er brauchte es, Mason zu benutzen, ihn tief in den Hals zu ficken, ohne Rücksicht darauf, ob es wehtat oder er durch Grays Schwanz würgte. Gray wusste, dass Mason das aushielt. Nicht nur das, er liebte es sogar.
Während er sich in Masons Mund rammte, beobachtete er, wie Jack den Plug in Masons Arsch trieb. Jack war dabei nicht langsam oder sanft. Er fickte Mason damit hart und Mason versuchte gleichzeitig, sich dem zu entziehen und mehr davon zu bekommen. Mason wand sich zwischen ihnen beiden, sein Schwanz leuchtete bereits in einem tiefen Rot. Er war so verdammt geil, dass Gray sich fragte, ob er nicht trotz des Penisrings kommen würde. Wenn er das schaffte, konnte Gray ihn dafür bestrafen. Dieser Gedanke war so heiß, dass er sich beinahe wünschte, Mason würde abspritzen. Gray würde es genießen, ihnen beiden den Hintern zu versohlen. Meistens war sogar Vanillasex mit Jack und Mason aufregend, aber das … das war, was sie alle brauchten. Sie fühlten sich so unglaublich miteinander verbunden, wenn Jack und Mason sich ihm ergaben.
Er genoss das Gefühl von Masons nasser Kehle um seinen Schwanz. Mason war so gut. Er blieb entspannt und nahm ihn vollkommen in sich auf. Bisher hatte er sich noch nie gegen Gray gewehrt. Gray streichelte über sein Gesicht. »So gut, so verdammt gehorsam.« Damit zog er sich zurück, weil er Masons Gesicht sehen wollte.
Mason sah zu ihm auf und Gray erkannte das Vergnügen in seinen Augen. Mason griff nach Grays Schwanz und versuchte, ihn wieder in sich zu ziehen; er wollte verzweifelt mehr. Doch Gray gab nicht nach. Er sah zu, wie Jack den Plug immer wieder tief in Mason rammte und herauszog, und entschied, dass Mason mehr vertragen konnte. »Schieb ihm den Plug ganz rein und lass ihn dort.«
Jack gehorchte und Mason zuckte zusammen, krallte sich mit den Händen in die Seiten der Couch. Es war der Wahnsinn, dass er damit umgehen konnte, was Jack und Gray mit ihm taten, ohne dabei festgebunden zu sein. Er hatte sich auf alle Fälle eine Belohnung verdient. Gray musste sich für später etwas überlegen.
Mason blieb ruhig, doch die Anspannung war in seinem Griff und der Art, wie seine Füße gegen die Couch drückten, sichtbar. Er wartete anscheinend auf mehr von Gray. Also würde Gray ihn warten lassen.
»Ich werde kommen und du wirst alles schlucken. Verstanden?«
Mason nickte frenetisch.
»Jack, schalt ihn ein.«
Jack grinste böse und tippte auf das Ende des Plugs.
Mason stöhnte und wand sich, als würde er versuchen, der Intensität der Empfindung zu entkommen. Jack fummelte am Ende des Plugs herum und Gray war sich sicher, dass er den Winkel veränderte, damit das Gerät genau auf Masons Prostata drückte.
Gray presste sich zurück in Masons Mund und Mason gurgelte. Unbeeindruckt schob er sich tiefer, bis Mason erstickt röchelte, weil er sehen wollte, ob Mason ihn zurückweisen würde. Was er nicht tat. Er nahm Grays volle Länge in sich auf. »So ist es richtig, nimm alles. Du bist ein wirklich braver Junge. Du willst kommen, nicht wahr?«
Mason nickte, als Gray sich aus ihm zog.
»Später«, flüsterte er. »In Jacks Arsch.«
Jack japste.
Gray sah ihn strafend an. »Setz dich auf. Hände auf den Rücken. Fass dich nicht an. Und wage es nicht, den Blick von uns zu nehmen.«
»J-Ja, Sir.« Jacks Frechheit und Großspurigkeit war komplett verschwunden.
»Bist du bereit, Mason? Bereit für deine Belohnung?«
Mason antwortete nicht. Er sah aus, als würde er tief im Subspace treiben.
Gray legte eine Hand auf seine Kehle und drückte leicht zu. »Ich warte.«
»J-Ja, Sir.«
»Besser. Jetzt mach den Mund auf.« Gray war bereits so knapp davor. Viel länger hielt er es nicht mehr aus. Er stieß in Mason, seine Hand lag weiterhin auf dessen Kehle, um die Reaktion der Muskeln bei jedem einzelnen Stoß zu spüren. Er fickte Masons Mund, stieß rein und raus, fester, härter. Mason begann sich zu wehren.
Jack beobachtete sie mit weit aufgerissenen Augen und verzweifeltem Blick.
»Du willst, dass ich dich ebenfalls benutze, oder?«
Jack nickte. »Ja, oh Gott, ja.«
»Du kommst schon noch dran.«
Grays Eier zogen sich zusammen und Hitze wallte durch seinen Schwanz. »Nimm es, Mason. Verdammt, nimm es.«
Er stieß noch einmal tief in Masons Kehle und flutete sie mit seinem Samen.
Mason klammerte sich an die Couch, während er würgte und dann begeistert alles schluckte.
»Du bist so verdammt hinreißend.« Jacks Stimme war rau, als stünde er kurz davor, ebenfalls zu kommen.
Als sich Gray aus ihm zog, schnappte Mason wiederholt nach Luft. Gray streichelte seinen Kopf und wischte ihm das verschwitzte Haar aus der Stirn. »Jack, schalte die Vibration aus.«
Jack gehorchte.
»Besser?«, fragte Gray Mason.
»E-Ein wenig.«
Gray lächelte ihn an. »Du bist so gut, so unglaublich gut. Willst du jetzt auch kommen?«
»B-Bitte.« Mason klang, als wäre er noch nicht wieder wirklich bei ihnen.
»Setz dich auf, wenn du so weit bist. Ich möchte, dass du Jack fickst, als würdest versuchen, ihn zu spalten, als würde er eine Bestrafung verdienen.«
»Ich …«
»Du kannst das für mich machen, weil es das ist, was ich will.«
Es war viel von Mason verlangt, vom entspannten Sub, der sich passiv Grays Schwanz in die Kehle schieben ließ, zum Top zu werden, der Jack fickte, aber Gray wusste, dass er es konnte.
»Mach es für mich, dann darfst du dir eine Belohnung aussuchen.«
»Ja, Sir«, sagte Mason mit inzwischen weniger vernebelter Stimme.
»Jack, auf die Knie, Kopf auf den Teppich, Arsch in die Höhe. Mason, ich will, dass du ihn fickst, und ich möchte nicht, dass du Gnade zeigst.«
Mason rollte sich von der Couch auf den Boden. Seine Beine zitterten und Gray fragte sich, ob er seinen Orgasmus lange genug aufhalten konnte, um überhaupt in Jack zu stoßen. »Behalte den Ring an, bis er weit genug offen ist. Ich sage dir, wann du ihn abnehmen kannst.«
Mason griff nach dem Gleitgel, aber Gray nahm es ihm aus der Hand. Er benetzte zwei Finger und stieß damit in Jacks Arsch, ohne Vorwarnung und nicht sanft.
»Fuck!«, schrie Jack und versuchte, sich dem zu entziehen.
»Mach dein Loch für mich auf«, schnarrte Gray.
Innerhalb von Sekunden presste sich Jack nach hinten gegen seine Hand. »Ja! Immer.«
Als Jack glitschig genug war, wandte sich Gray zufrieden an Mason. »Fick ihn jetzt.«
Mason schielte zur Gleitgeltube und anschließend auf seinen Schwanz.
»Er ist feucht genug. Außerdem mag er es, wenn es wehtut.«
Jack nickte enthusiastisch. »Bitte.«
Mason positionierte sich hinter Jack. Gray war froh, dass er Mason bis zum Abspritzen in den Mund gefickt hatte, da er bezweifelte, dass er den beiden zusehen konnte, ohne zu kommen. Tatsächlich liebte er es, über den beiden abzuspritzen, während sie sich fickten. Sein Schwanz wurde bereits wieder hart, aber er wollte warten.
Mason rammte sich in Jack und überraschte Gray mit seiner Gewalt. Jack schrie auf, seine Hände klammerten sich in den Teppich.
»Gut gemacht, Kleiner. Werde jetzt nicht langsamer.«
Mason fickte Jack gnadenlos.
»Perfekt. Verdammt perfekt. Gib es ihm.«
Jack murmelte eine Litanei aus Flüchen und Bitten.
»Nimm den Ring ab, Mason. Füll ihn mit deinem Samen.«
Masons Finger tasteten herum und Gray war kurz davor, ihm zu helfen, dann öffnete sich der Ring, er warf ihn zur Seite und rammte sich einmal mehr in Jack. Gray bezweifelte, dass ihm noch mehr als ein paar Sekunden blieben. Würde Jack kommen? Gray hatte es nicht verboten, aber er hatte ihm auch nicht die Erlaubnis dazu gegeben. Er würde sehen, was passierte. Es wäre der perfekte Grund, Jack den Arsch zu versohlen. Nicht, dass Gray einen bräuchte, aber es machte das Spiel lustiger.
»Verdammt, Jack! So verdammt gut. Ich …« Mason warf den Kopf in den Nacken und bohrte sich mit seiner gesamten Länge in den engen Arsch. Während seines Höhepunktes zitterte er.
Jack gab nach, fasste seinem Schwanz und wichste sich. Sekunden später schoss er seine Ladung auf den Teppich. Oh ja, das verlangte nach einer ernsten Bestrafung.
Kapitel 3
Jack brach auf dem Boden zusammen, Mason rollte sich auf den Rücken und starrte an die Decke, seine Brust hob und senkte sich schnell. »Oh Fuck.«
Oh Fuck trifft es richtig.
»Jack, hattest du die Erlaubnis, abzuspritzen?«, fragte Gray.
Jack wandte sein Gesicht zu Gray und blieb dabei mit dem Bauch auf dem Boden liegen. »Nein, Sir.«
»Du hast auf den Teppich gespritzt.«
»Ich … ich werde es sauber machen, Sir.«
»Verdammt richtig, das wirst du, und dann versohle ich dir den Arsch.«
»Ja, Sir.« Jack versuchte, zerknirscht auszusehen, aber Gray war klar, dass es genau das war, was er wollte.
»Mach dich an die Arbeit«, schnappte Gray. »Wenn der Teppich sauber ist, legst du dir den Cockring an und nimmst deine Position auf der Spankingbank ein.«
Gray wandte sich von ihm ab, genau wissend, wie sehr Jack es hasste, ignoriert zu werden, und kauerte sich neben Mason. »Ich helfe dir zur Couch im Spielzimmer.«
Mason öffnete die Augen und lächelte Gray an. »Das war verdammt aufregend.«
»Ja, war es.«
»Was wirst du mit Jack machen?« Er liebte es, zu beobachten, wie Jack bestraft wurde.
»Das wirst du schon sehen. Ich möchte, dass du zuerst ein wenig Wasser trinkst und dich ausruhst. Danach wirst du in der Lage sein, ihm dabei zu helfen, das zu nehmen, was ich ihm geben will.«
»Ja, Sir.«
»Weil ich sichergehen will, dass Jack für einige Tage nicht mehr sitzen kann.« Gray ignorierte Jacks Japsen. Als ob der Bastard nicht gewusst hätte, was ihn erwartete. Er hob Mason hoch und liebte sein überraschtes Aufquietschen. »Du bist immer noch zu unsicher auf den Beinen, um zu gehen.« Er legte seinen Lover auf die Couch in ihrem „Büro“.
Jack hatte sich Putzsachen geholt und schrubbte den Teppich.
Nachdem er für Mason Wasser geholt und darauf bestanden hatte, dass er es trank, fand Gray, was er benötigte: ihre schlimmste Flogger, eine handliche Peitsche mit kurzem Griff und einer Menge Riemen. Er holte die Spankingbank aus dem Schrank und richtete sie für Jack her. Als er Jack den Flur entlangkommen hörte, nahm er mit der Flogger in der Hand neben der Bank eine bedrohliche Pose ein.
Jack riss die Augen auf, als er hereinkam. »Ich …«
»Du sprichst nicht. Du bewegst dich nicht. Du machst nichts, außer das, was ich dir sage. Du hast mich verärgert.«
Jack senkte den Blick, ein Schauder schüttelte ihn, der Grays Schwanz noch härter werden ließ. Er war dankbar, dass sein Schwanz unter einer Hose versteckt war, selbst wenn sie schmerzhaft eng war. So entging er der Versuchung, sich anzufassen, ehe er fertig war.
Während sich Jack auf der Bank positionierte, warf Gray Mason einen Blick zu. »Alles in Ordnung, Kleiner?«
»Ja, Sir«, erwiderte Mason.
»Wenn du dein Wasser ausgetrunken hast und dich besser fühlst, komm her und knie dich neben seinen Kopf.«
Mason nickte. »Ja, Sir.«
Ohne mit Jack zu reden oder ihn zu berühren, schloss Gray die Handschellen um seine Hand- und Fußgelenke. Dann legte er eine Hand auf Jacks Lendenwirbelsäule. »Ich werde dich jetzt bestrafen, und ich werde es dir nicht einfach machen. Erinnerst du dich an dein Safeword?«
Jack nickte.
»Ich erwarte eine verbale Antwort.«
»Ja, Sir.«
»Gut. Benutze es, wenn du es brauchst.«
»Ja, Sir.«
Gray ließ die Peitsche auf Jacks Arsch klatschen.
Jack zuckte zusammen und zerrte an seinen Fesseln. »Fuck!«
»Brennt, oder?« Ehe Jack antworten konnte, schlug Gray ihn erneut, diesmal auf die andere Arschbacke.
Jack wehrte sich stärker, aber Gray hörte nicht auf. Er ließ die Schläge auf ihn niederprasseln, einen nach dem anderen, bis Jack den Schmerz zu akzeptieren begann, sich beruhigte und den Schlägen entgegenkam, anstatt zu versuchen, ihnen auszuweichen. Sein Arsch war knallrot und Gray wusste, er wäre bei Berührung heiß.
Mason stand von der Couch auf und kniete sich wie befohlen neben Jack. Er streichelte Jacks Schultern und erinnerte ihn daran, zu atmen. Sie waren so verdammt wundervoll zusammen.
Gray hielt inne und strich sanft mit den weichen Riemen über Jacks Arsch. Dann zogen seine Finger denselben Weg nach. Er wollte die Hitze spüren, die er verursacht hatte.
Jack stöhnte und lehnte sich gegen seine Berührung.
»Das magst du, nicht wahr? Willst du mehr?«
»Ja, Sir.« Jacks Stimme klang dunkel und atemlos.
»Gut«, antwortete Gray. Wieder schlug er mit der Flogger zu, erst leicht, dann fester. Seine Schläge wanderten hinunter zu Jacks Schenkeln, bis Jack nicht mehr sagen konnte, wo ihn der nächste Hieb treffen und wie sehr es brennen würde.
Mason strich mit der Hand durch Jacks Haare und drückte seinen Kopf gegen die Bank. Mit der anderen Hand streichelte er sanft über Jacks Arm.
»Willst du Masons Schwanz lutschen, während ich dich bestrafe?«, fragte Gray.
Jack nickte begeistert.
»Dann zeig mir, wie sehr du das brauchst. Hör auf, dich zurückzuhalten. Ich will dich schreien hören, heulen. Sag mir, was es mit dir macht.«
»Graaaaay.«
»Willst du mit mir diskutieren?«
»N-Nein, Sir?«
»Gut.« Die Flogger klatschte auf Jacks Arsch. »Wie lautet dein Safeword?« Er musste es überprüfen. Jack hielt seine Schreie mehr zurück, als Gray erwartet hatte, ungeachtet der Tatsache, dass Gray ihm nicht den langsamen Aufbau der Schläge gegönnt hatte, den er normalerweise vollzog.
Jack antwortete nicht. Er schien in Masons Anblick versunken zu sein.
»Sag mir dein Safeword. Jetzt.«
Jack schluckte sichtbar und Mason streichelte ihm über das Gesicht. »Apfelkuchen«, sagte er.
»Gut. Benutze es, wenn du es brauchst. Ich werde nicht zärtlich mit dir umgehen.«
»Ja, Sir. Bitte, ich … ich brauche das.«
Gray schlug ihn hart, erzwang ein Aufheulen von ihm.
»Ist es das, was du brauchst?« Gray musterte Jacks Arsch. Das würde er später garantiert spüren.
»Ja. Gott, ja!«
Gray machte weiter und Jack nahm es hin, bewegte sich mit geschlossenen Augen mit Grays Schlägen, während er Masons Hand hielt. Was immer es war, das ihn Grays Härte aushalten ließ, er hatte es gefunden. Gray steigerte sein Tempo, Jacks Atem beschleunigte sich gleichsam. Er jammerte, stöhnte, und als Gray ihn nur mit den Enden der Riemen kräftig traf, schrie er auf. Ein herrliches Geräusch.
»Mason, gib ihm deinen Schwanz.«
Jack lutschte eifrig daran und Gray verlangsamte seine Hiebe und verringerte die Intensität.
»Noch fünf«, warnte er ihn. Er zählte die Schläge runter, während Jack gierig an Mason saugte. »Mason, das reicht«, sagte Gray, als er fertig war.
Mason zog seinen Schwanz von Jacks Lippen zurück, doch Gray konnte sein Zögern sehen.
»Nimm das Gleitgel«, befahl Gray ihm. »Öffne deinen Arsch und bereite dich vor. Ich werde euch beide ficken.«
Mason riss die Augen weit auf.
»Das ist die einzige Vorbereitung, die du bekommst. Ich will dich glitschig und auf Händen und Knien genau hier haben.« Er deutete auf einen Platz auf dem Boden neben der Bank.
Gray drehte sich zu Jack und strich mit einer Hand dessen Wirbelsäule auf und ab. »Hörst du mich, Baby?«
»Mmmh.«
»Jack?«
»J-Ja, Sir.«
»Ich werde dich jetzt ficken.« Grays Schwanz war so hart, dass er nicht wusste, wie lange er es in Jacks Arsch aushalten würde.
Gray öffnete seine Hose, schob sie nach unten und kickte sie von seinen Beinen. Dann nahm er Mason das Gleitgel weg, der sich eifrig mit seinen Fingern fickte. Verdammt, das war ablenkend. Gray rieb sich mit einer glitschigen Hand über die gesamte Länge seines Schwanzes und zwang sich dabei, sich wieder auf Jack zu konzentrieren. Seine freie Hand legte er auf Jacks roten Arsch und knetete das wunde Fleisch, bis Jack winselte. »Willst du jetzt kommen?«
»Ja, Sir. Bitte.«
»Du warst brav, du hast es dir verdient.« Gray lehnte sich über Jack und wisperte in sein Ohr: »Schau Mason zu.«
Jack öffnete die Augen. Mason lächelte, während er sich drei Finger in den Arsch schob.
»Dreh dich um, damit Jack dich besser sehen kann.«
Mason bückte sich nach vorn; sein Arsch war nicht weit von Jacks Gesicht entfernt.
Jack stöhnte, als Masons Finger tief in ihn glitten. »Ich … Ich …«
Gray massierte sein Rückgrat. »Muss dein Loch gedehnt werden?«
Jack nickte.
»Dein Schwanz ist so hart. Du glaubst, er wird bald explodieren, nicht wahr?«
»Ich … Ja.«
»Genug, Mason. Du wartest jetzt, bis du dran bist.«
Mason gehorchte, aber er starrte mit offenem Mund zu Gray. Gray überlegte, ob er ihm sagen sollte, dass er sich mit dem Gesicht zur Wand drehen sollte, aber er war brav gewesen und das Warten würde für ihn nur schwerer werden, wenn er zusah, wie Gray Jack fickte.
»Mach dich bereit«, sagte Gray, während er Jacks Arschbacken spreizte. »Das wird auch nicht zärtlich werden.«
»Bitte«, flehte Jack.
Gray rammte sich in ihn, die ganze Länge mit einem einzigen Stoß.
Jack erstarrte und verhielt sich still. »Gray, ich … ich brauche …«
»Du willst kommen?«
Jack nickte wild.
»Noch nicht. Du hältst dich zurück, weil ich will, dass du es tust.« Gray stieß wieder in ihn und zog sich langsam zurück. Wieder und wieder die gleiche Bewegung: hartes Hineinstoßen, langsames Herausziehen.
Jack schrie seinen Namen, verfluchte ihn. Mason keuchte und fickte aus lauter Verzweiflung in die Luft.
Gray griff unter Jack, öffnete den Cockring und massierte Jacks Schaft. Sein Körper verkrampfte sich und Schub um Schub bedeckte der Samen Grays Hand.
Schließlich sackte Jack auf die Bank.
Gray zog sich aus ihm heraus, benebelt und so nahe davor zu kommen, dass er seine Schwanzwurzel zusammendrücken musste, um sich zurückzuhalten. Immerhin wurde von ihm erwartet, dass er sich erst in Mason vergrub. »Bist du okay?«, fragte er Jack.
Jack nickte. »Mason«, er unterbrach sich, um Luft zu holen, »braucht dich.«
»Und ich brauche ihn ebenfalls«, grollte Gray.
Er bezog hinter Mason Stellung und rammte sich ebenso fest in ihn wie in Jack. Mason schrie und bäumte sich unter ihm auf. »Nimm es, Kleiner. Ich weiß, dass du es kannst.«
»Fuck!«
»Ja, ich werde dich so hart ficken. Ich will, dass du es für eine verdammte Woche spürst.«
»Ja! Fuck, ja!«
Gray war gnadenlos zu Mason, er gönnte ihm nicht einmal den sanften Rückzug, den er Jack gewährt hatte. Er stand zu nahe vor der Klippe, um irgendetwas langsam zu machen. Stattdessen arbeitete er an dem Winkel, der Mason so schnell wie möglich zum Höhepunkt treiben würde.
Sekunden später erschauderte Mason. »Ich … ich komme.«
»Na los.«
Als Masons Arsch seinen Schwanz zusammenpresste, verdunkelten sich die Ränder von Grays Sichtfeld. Er konnte es nicht länger zurückhalten. Er zog sich aus ihm und bedeckte Masons Rücken mit dicken Spermaschlieren, ehe er über Mason zusammenbrach und ihn mit sich zu Boden riss.
***
Gray zwang sich, sich zu bewegen, sobald er glaubte, das tun zu können, ohne ohnmächtig zu werden. Er kroch zu Jack, damit er die Fesseln um dessen Handgelenke und Knöchel lösen konnte. Er half Jack von der Bank und ließ ihn sich auf dem Boden neben Mason zusammenrollen.
Gray war erschöpft. Verdammt, die beiden machten ihn fertig. Er stolperte zum Schrank und fand die Salbe für Jacks Arsch. Dann holte er zwei Flaschen Wasser aus dem Minikühlschrank. Beiden hielt er je eine Flasche hin und erhielt dafür zum Dank wackeliges, abwesendes Lächeln. »Trinkt das.«
Mason öffnete seine Flasche und nahm ein paar Schlucke, aber Jack starrte die Flasche an, als hätte er noch nie zuvor eine gesehen. Gray schraubte sie für ihn auf und hob Jacks Kopf mit einer Hand an, während er ihm das Wasser an die Lippen hielt. Er trank wenige Schlucke, dann schlug er Grays Hand aus dem Weg und nahm die Flasche selbst. Als er genug hatte, berührte Gray seinen Arsch sanft und erntete dafür einen Fluch. »Dreh dich um.«
Jack gehorchte und Gray sog den Anblick in sich auf. Es gab nichts, was wie Jack war, wenn er rot und völlig befriedigt war. Gray drückte sich etwas Salbe auf die Hände und begann Jacks Beine und Arschbacken damit einzucremen.
Jack stöhnte bei dieser Berührung und Mason kuschelte sich an ihn. »Fühlt sich gut an«, murmelte Jack.
Gray lächelte. Jack liebte es, wenn er noch Tage später spüren konnte, was sie getan hatten. Nachdem Gray sich genug um Jacks Hintern gekümmert hatte, zwang er sich dazu, aufzustehen. Andernfalls würden sie alle hier auf dem Boden einschlafen und kein Abendessen bekommen. Er streckte Mason seine Hand hin, der nicht annähernd so fertig war wie Jack. Gray zog Mason auf die Füße und gab ihm mehr Wasser. »Schaffst du es, die Lasagne aufzuwärmen?«
Er nickte. »Jack hat sie in den Ofen gestellt, um sie warm zu halten, also wird es nicht lange dauern.«
Gray sah auf Jack hinab, der sich mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht zusammengerollt hatte, und begriff, wie sehr er die beiden als selbstverständlich hinnahm. »Ich …«
»Was ist los?«, fragte Mason.
Gray schüttelte den Kopf, weil er befürchtete, zu emotional zu werden, wenn er etwas sagte. »Nichts. Ich bin nur … müde.«
Mason schnaubte. »Das hätte ich mir denken können.«
Er gab Mason einen Klaps auf den Hintern. »Geh Abendessen machen.«
»Ja, Sir.« Sein Ton war jetzt spöttisch, nichts erinnerte mehr an den Sub mit der sanften Stimme, der er gewesen war.
Gray war glücklich, Männer gefunden zu haben, die sich ihm im Bett ergaben, aber ansonsten in jeder Hinsicht Gleichberechtigte waren. Sie waren exakt das, was er brauchte. Er kniete sich neben Jack. »Baby, du musst was essen, bevor du einschläfst. Ich werde dir aufhelfen, okay?«
»Mmmh.«
»Jack.« Er legte ihm eine Hand auf die Schulter.
»Bin okay.«
»Bist du dir sicher?« War er zu weit gegangen?
»Gray, ich wollte das. Ich wollte nicht, dass du aufhörst.«
Normalerweise zweifelte Gray nicht so an sich, aber durch die Arbeit der letzten Zeit fühlte er sich inkompetent. Er wirkte vielleicht, als hätte er alles unter Kontrolle, aber das war nur gespielt.
Mason kam zurück in den Raum. Hatte er gespürt, dass Gray kurz vor einem Zusammenbruch stand oder hatte er sich nur gefragt, warum das so lange dauerte? »Gray, ich konnte fühlen, wie sehr du wolltest, dass wir alles bekommen, was wir brauchen«, sagte er. »Ich bin mir sicher, Jack ging es ebenso. Es ist zu lange her. Ich … Wir …« Mason warf Jack einen Blick zu. »Wir haben uns Sorgen gemacht. Du hast nicht so gewirkt, als …«
»Ich liebe dich«, sagte Gray. Er hatte mehr sagen wollen, aber nicht gewusst, wie. Und er hatte Angst, wenn er mehr sagte, würde er die letzte Kontrolle auch noch verlieren, würde jede seiner Mauern einbrechen. Und nachdem, was sie gerade hinter sich hatten, brauchten Jack und Mason ihn stark. Sie brauchten ihn, damit er sich um sie kümmerte. Er half Jack auf die Beine. »Komm, lass uns zu Abend essen.«
Jack warf Mason erneut einen Blick zu. Gray wusste, dass sie sich wortlos über ihn unterhielten, und er hasste es.
»Wenn du mit uns reden willst, über deine Fälle, Bensons Verhandlung, die Pressekonferenz, irgendetwas, macht du das, ja?«, fragte Mason.
Gray wusste, dass es egal war, wie sehr er es hasste. Wenn er Dinge für sich behielt, belastete das nicht nur ihn, sondern auch seine Beziehung zu Jack und Mason. Aber für den Moment ging es ihnen gut, oder? Sie hatten sich gegenseitig halb zu Tode geliebt. Jack hatte ihm versichert, dass er keine Grenze übertreten hatte. Für den Augenblick war das genug. Er wollte verdammt noch mal nicht über Benson und seinen Scheiß reden oder dass Russel aus ihm den tollen schwulen Posterboy des Departments machte oder über ein junges Mädchen, das brutal ermordet worden war, was aber niemanden interessierte, weil sie von ihrem Körper gelebt hatte. »Ich will gerade über nichts sprechen. Ich will nur essen und dann ein wenig schlafen.«
»Okay, aber später, morgen, nächste Woche, irgendwann, du weißt, dass du mit uns reden kannst, ja?«, fragte Jack, schien aber mit seiner Antwort jetzt halbwegs einverstanden zu sein.
»Ja, weiß ich.« Und das tat er wirklich. Sie würden zuhören. Sie würden ihn nicht bevormunden oder seine Gründe falsch verstehen. Aber es war zu schmerzhaft, all diese Dinge auszusprechen, und er würde sich wie ein inkompetenter Trottel fühlen statt wie ein sexy Dom, der jederzeit alles unter Kontrolle hatte.
Mason servierte die Lasagne. Jack musste seine Portion im Stehen essen, was ihm reichlich Spott von Mason einbrachte. Als sie fertig waren, fühlte Gray sich leichter, weniger unbehaglich. Er zog seine beiden Lover zu sich und hielt sie fest, atmete ihre Düfte ein: Schweiß, Sex, Lasagne und, unterschwellig, etwas Einzigartiges von jedem von ihnen. Sie zu ficken, war aufregend, aber sie einfach nur festzuhalten, war ebenfalls verdammt gut.
»Dusche, dann Bett«, befahl er.
»Du kommandierst uns herum«, bemerkte Jack.
»Verdammt richtig.«
Wären sie alle nicht so erschöpft, würde die Dusche rasch zu mehr werden als zu einem Weg, um sauber zu werden, aber so war sie schnell und effizient. Gray strich noch mehr Salbe auf Jacks Hintern und schickte sie dann ins Bett, während er noch die Handtücher aufhängte und sich die Zähne putzte.
Als er das Schlafzimmer betrat, lag Jack auf dem Bauch, weil er seinen wunden Hintern ganz eindeutig nicht über die Matratze reiben wollte. Mason zog die Decke über sie, aber Jack wimmerte und Mason schob sie vorsichtig wieder nach unten.
»Dreh dich auf die Seite«, wies Gray ihn an. »Du weißt, dass du ohne deine Decke nicht schlafen kannst.«
Jack winselte, bewegte sich aber schließlich. Mason deckte ihn zu und kuschelte sich eng an Jack, als Gray ebenfalls mit ins Bett stieg. Er würde gern mit Jack Löffelchen machen, wusste aber, dass dessen Arsch zu sehr schmerzte, weswegen er nur näher rutschte und ihn auf die Schulter küsste. Mason öffnete die Augen und lächelte Gray an. Gray streckte sich und küsste ihn ebenfalls.
Jack schlief beinahe sofort ein und auch Mason atmete bald ruhig und gleichmäßig. Gray war erschöpft, konnte jedoch nicht schlafen. Er stützte sich auf den Ellbogen und betrachtete diese beiden Männer, die ihm so viel bedeuteten. Er wusste nicht, wie er ohne sie das erste Jahr als Detective bei gesundem Verstand hätte bleiben sollen.
Kapitel 4
Gerade als Gray einzuschlafen begann, summte sein Handy.
Mach dir nur keine Umstände.
Äußerst widerwillig rollte er sich herum, sachte, um Jack nicht zu wecken. Er sah auf das Display: Thornton. In der Hoffnung, verständlich zu klingen, nahm er das Gespräch an. »Sadler.«
»Wir haben einen neuen Fall, der vielleicht mit deiner toten Prostituierten zusammenhängen könnte.«
»Ja?«, fragte Gray und versuchte, wach genug zu werden, um dem zu folgen, was Thornton ihm erzählte.
»Bei einem Wohnungsbrand wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die erste Untersuchung des Fire Marshals ergab, dass sie nicht in dem Feuer gestorben ist. Der Nachbar, der das Feuer gemeldet hat, hat ein paar Stunden zuvor eine Frau aus einem Wagen steigen sehen. Er kannte den Fahrer, der sie hingebracht hat, weil er den gleichen Fahrservice benutzt. Der Fahrer war leicht aufzuspüren, und da die Service-App ein Foto des Fahrgastes braucht, haben wir ein Bild des Mädchens. Ihr Name ist Danielle Mossy.«
»Fuck.« Gray quälte sich aus dem warmen Bett und tastete nach seiner Hose.
»Absolut richtig«, erwiderte Thornton. »Ein wenig Buddelei brachte zutage, dass sie eine Akte hat. Sie wurde zweimal unter dem Namen Sugar Snow wegen Prostitution festgenommen. Und ein weiterer entscheidender Umstand ist, dass sie eine Verbindung zu Billy Andreas hat. Hatte.«
Andreas war einer der größten Bandenchefs der Stadt. Es wurde gemunkelt, dass sein Geschäft mit dem Sex auf „nette“ Mädchen, die davongelaufen waren, spezialisiert war. Er hatte gute Verbindungen und war nie verurteilt worden.
»Sind wir uns sicher, dass Danielle Mossy das Opfer ist?«, erkundigte sich Gray, wobei er sein Handy zwischen Ohr und Schulter einklemmte, während er seine Hose anzog.
Thornton seufzte. »Nein. Der Nachbar sah sie nicht herauskommen. Obwohl er, ich glaube, er ist ein neugieriger Hundesohn, eine ganze Weile aus dem Fenster geschaut hat, bezweifle ich, dass er das Haus keine Sekunde aus den Augen gelassen hat. Und sonst hat sie niemand aus dem Viertel gesehen.«
»Also wohnt sie dort nicht und niemand sonst war in dem Haus?« Das war auf jeden Fall verdammt interessant.
»Genau. Das Haus war leer, außer dieser einen Leiche.«
»Wie alt ist sie?«
Thornton seufzte. »Sechzehn.«
Grays Magen krampfte sich zusammen. Sein anderes Opfer war eine Woche, ehe sie umgebracht worden war, siebzehn geworden. »Wo?«
Während Thornton die Adresse herunterratterte, schnappte sich Gray ein Hemd aus dem Schrank.
»Soll ich Sie dort treffen?«
»Ja. Ich möchte, dass wir uns so schnell wie möglich dort umsehen. Der Tatort wurde bereits zu lange untersucht, um noch frisch zu sein. Ich will nicht daran denken, welche Spuren wir schon verloren haben.«
»Allerdings. Ich bin auf dem Weg.«
Jack rührte sich nicht, aber Mason erhob sich, als Gray das Gespräch beendete.
»Arbeit?«, fragte er.
Gray nickte, während er sich fertig anzog. »Es tut mir leid«, wisperte er.
»Mir auch.«
Gray starrte Jack an, doch bevor er etwas sagen konnte, las Mason seine Gedanken.
»Mach dir keine Gedanken. Ich werde dafür sorgen, dass er morgen früh Ibuprofen nimmt, wenn du bis dahin nicht zu Hause bist.«
»Ich hoffe wirklich, dass ich da sein werde, aber wir haben einen verdächtigen Todesfall nach einem Brand. Vielleicht gehört das zu einem meiner anderen Fälle.«
Mason nickte. »Sei vorsichtig.« Gray wollte protestieren, aber Mason hob die Hand. »Ich weiß, das bist du immer, aber ich muss es einfach sagen.«
»Und ich muss deswegen grummeln.«
Mason lächelte. »Ich liebe dich.«
»Ich liebe dich auch.«
Diese Worte kamen ihm so natürlich über die Lippen, was etwas war, von dem Gray nie gedacht hätte, dass es passieren könnte. Jack und Mason hatten einen Romantiker aus ihm gemacht und er hatte es nicht einmal bemerkt.
***
Natürlich war Thornton schnell am Tatort als er, aber sein Weg war auch kürzer. Während er parkte, fuhr sich Gray mit der Hand durch das nasse Haar und versuchte, es an den Kopf zu pressen. Er entspannte sich ein wenig, als er Thornton mit Bryce reden sah, einem Freund, der mit Mason kellnerte. Bryce war neu bei der Brandermittlung, aber er war gründlich, der Beste seiner Klasse auf der Polizeiakademie. Sie hatten Glück, dass er am Tatort war.
Bryce sah auf und winkte Gray herbei.
»Also, was ist los?«, fragte Gray, als er Thornton und Bryce erreichte.
Bryce forderte sie auf, mitzukommen. »Auf gar keinen Fall wurde das Opfer in dem Feuer getötet.«
Sie betraten das Gebäude und zuckten bei dem Geruch zusammen, der draußen schon schlimm genug war und schlimmer wurde, je weiter sie in das Haus vordrangen.
»Wo ist das Feuer ausgebrochen?«, fragte Thornton.
Bryce deutete in Richtung Küche. »Dort. Zunächst hat es danach ausgesehen, als sei die Kaffeemaschine daran Schuld gewesen, aber als wir mit unseren Untersuchungen begannen, wurde klar, dass eine Spur mit Brandbeschleuniger von der Küche ins Schlafzimmer gelegt worden ist.« Er zeigte auf die Tür, durch die sie gegangen waren. Auf dem Boden lag ein Körper, bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. »Das Opfer ist so positioniert worden, dass es aussieht, als habe es versucht, in Sicherheit zu kriechen«, erklärte Bryce. »Unser Täter ist schlauer als die meisten Brandstifter, die versuchen, einen Mord zu vertuschen. Normalerweise wird der Körper einfach fallen gelassen.«
Gray kämpfte gegen seinen Würgereflex an. Er machte diesen Job schon lange genug, um nicht durch jede Kleinigkeit aus den Schuhen zu kippen, doch er hatte es bisher kaum mit verbrannten Leichen zu tun gehabt, und allein der Gedanke daran, wie so ein Tod sein mochte, reichte, damit ihm speiübel wurde. »Wieso meinst du, dass sie nicht im Feuer gestorben ist?«, fragte er, um sich abzulenken.
»Seht ihr die Verkohlung an der Wand hier?« Bryce deutete auf die Wand über der Betthälfte, die weiter von der Leiche entfernt war. »Das bedeutet, dass das Feuer von hier ausgegangen ist.« Er zeigte auf die andere Hälfte des Bettes, neben dem das Opfer lag. »Aber diese Wand«, er deutete auf die andere Seite des Raumes, »ist am nächsten zu dem wirklichen Ursprung des Brandes. Wenn das Feuer aus der Küche kam und durch den Raum gewandert ist, hätte die Umgebung der Toten den wenigsten Schaden davongetragen.«
Gray sah sich im Zimmer um. Jetzt schien es klar, dass das Feuer nicht von einer Seite des Raumes zur anderen gewandert sein konnte, denn wenn es nur einen Ausgangspunkt hatte, hätte es das getan. »Also glaubst du, sie wurde ermordet und danach hat der Brandstifter die Leiche verbrannt?«
Bryce nickte. »Ich wette, der Gerichtsmediziner wird eine Todesursache finden, die rein gar nichts mit dem Feuer zu tun hat.«
Gray starrte den toten Körper an und stellte sich die Tortur vor, die die junge Frau wahrscheinlich durchlebt hatte, vorausgesetzt, es handelte sich um Danielle. Er würde ihren Mörder finden und dafür sorgen, dass der Bastard bezahlte. »Wenn wir Glück haben und die Fälle zusammenhängen, ist die Todesursache die gleiche.«
Thornton nickte. Er wollte etwas sagen, doch sein Handy klingelte. Er sprach leise und beendete schließlich den Anruf. »Die Tatortermittler sind da. Sie wollen das Zimmer untersuchen, ehe die Leiche weggeschafft wird. Lasst uns mit den Zeugen sprechen.«
Gray war mehr als glücklich, aus diesem Raum zu kommen. Er wusste nicht, wie Bryce seinen Job hinbekam, aber er war dankbar für dessen Kompetenz.
***
Gray, Thornton und die uniformierten Polizisten, die zum Tatort gekommen waren, befragten alle Gaffer, aber als sie fertig waren, wussten sie auch nicht mehr als zu Beginn. Der Nachbar, der die 911 gewählt hatte, bestätigte, dass er gegen Mitternacht eine Frau in das Haus hatte gehen sehen, die Danielles Beschreibung entsprach. Er hatte weder sie noch jemand anderes das Haus verlassen sehen.
Thornton wies einige Officer an, den Hausbesitzer ausfindig zu machen, der als Chris Whittaker bekannt war. Keiner der Nachbarn hatte eine Ahnung, wo er war, warum sich Danielle in dem Haus befunden hatte und wer sie hereingelassen hatte, wenn sie keinen Schlüssel besaß. Was die Gemeinschaft über Whittaker wusste, war, dass er allein lebte und kaum etwas anderes machte, als zur Arbeit zu gehen. Es gab bei Whittakers Haus kein Auto, aber der Nachbar, der das Feuer gemeldet hatte, hatte beobachtet, wie Whittakers Wagen früher in der Woche abgeschleppt worden war. Wahrscheinlich war er in einen kleinen Unfall verwickelt gewesen.
Gray sah auf seine Uhr. Es war fünf Uhr morgens. Es würde eine Weile dauern, bis sie die Ergebnisse der Spuren hatten, die vom Tatort genommen wurden. Gray entschloss sich, wieder nach Hause zu fahren und zu versuchen, ein paar Stunden zu schlafen, als Bryce auf ihn zukam.
»Willst du frühstücken fahren?«, fragte er.
»Ich dachte eher daran, wieder ins Bett zu gehen.«
Bryce runzelte die Stirn. »Glaubst du wirklich, du kannst hiernach schlafen?«
Gray schüttelte den Kopf. Der Adrenalinschub, nachdem er mitten in der Nacht aus dem Bett gesprungen war, und die grausame Szenerie hatten ihn an sein Limit gebracht. Außerdem würde er vermutlich Jack und Mason wecken, und sie beide waren länger auf gewesen, als sie sollten, da sie beide heute arbeiten mussten. »Nee. Ich bin dabei, solange es Speck gibt.« Nachdem, was er gesehen hatte, brauchte er Trostessen, um das mulmige Gefühl zu vertreiben. »Speck, Eier, Müsli und eine gewaltige Menge Kaffee.«
»Dann gehen wir zu Louie’s«, erwiderte Bryce. »Ich brauche einen großen Stapel Kartoffelröstis.«
»Deal.«
***
Gray hatte eine Leidenschaft für Louie’s entwickelt, als er und Jack zum ersten Mal zusammengearbeitet hatten. Uniformierte Beamte aßen während der Nachtschicht kostenlos und bekamen tagsüber jederzeit Kaffee. Diese Abmachung war gut für die Sicherheit des Lokals und hervorragend für Gray und Jack, die regelmäßig nachts arbeiteten. Je nachdem, wer ihn bediente, war seine Mahlzeit, jetzt, da er Detective war, völlig kostenlos. Uniform oder nicht, er war verdammt einschüchternd, egal wie aufgekratzt er war. Und Bryce ebenso.
Um fünf Uhr morgens war es bei Louie’s ziemlich ruhig. Die meisten Feierwütigen waren verschwunden, obwohl einige wenige noch immer herumlungerten.
»Also, wie ist es dir ergangen?«, fragte Bryce.
Gray atmete langsam aus.
»Gleich so gut, hm?«
Gray lachte. »Es war schließlich eine lange Zeit. Einige Monate.«
»Bei mir auch.«
»Die Arbeit?«
Bryce nickte. »Die Sache mit Matt und Toby läuft gut, wenn es das ist, was du wissen willst.«
»Prima.«
Bryce musterte Gray. Er schien auf irgendetwas zu warten.
Endlich begriff Gray. »Ich vermute, du willst etwas über Jack und Mason wissen.«
»Offensichtlich dulden sie dich immer noch.«
Gray runzelte die Stirn. »Verdammt, ja, das tun sie.«
Bryce lachte. »Toll von ihnen.«
»Ja, nun … wie ich sagte, es waren ein paar heftige Monate.«
»Die Benson-Verhandlung war hart für dich.«
Gray nickte. »Aber sie ist vorbei. Ich will das nur noch vergessen.«
»Ich habe die Pressekonferenz gesehen. Du hast gut ausgesehen da oben.«
Gray verdrehte die Augen. »Ich habe nur gesagt, was mir angeordnet wurde.«
»Aber du hast ruhig und kontrolliert gewirkt. Ich weiß, dass du nicht dort oben stehen wolltest, aber du hast dir das nicht anmerken lassen.«
»Danke. Ich will trotzdem nicht der Pin-up-Boy des Policedepartments werden.«
»Trotzdem wärst du nicht schlecht dafür.« Bryce zwinkerte. Verdammter Flirt.
»Pass auf oder ich schaue, ob man dich nicht auch ins Rampenlicht bringen kann.«
Darmowy fragment się skończył.