Czytaj książkę: «Energy EFT»

Czcionka:

Silvia Hartmann

Energy EFT

Die neue Dimension der Klopfakupressur:

Entfesseln Sie Ihre volle Lebensenergie!


VAK Verlags GmbH

Kirchzarten bei Freiburg

Titel der englischen Originalausgabe:

Inhalt

Teil 1: Einführung in Energy EFT

Einleitung

Wie Energy EFT funktioniert

Was Sie mit Energy EFT bearbeiten können

Das Energy-EFT-Basisverfahren

So verbessern Sie das Fließen der Energie

Energy EFT auf einen Blick

Teil 2: Energy EFT als Selbsthilfe

Empfehlenswerte Einstellungen und Verhaltensweisen

Wie Sie wirkungsvolle Set-ups formulieren

Probieren geht über Studieren

Mit kleinen Schritten zu Entwicklungssprüngen

Energy EFT – eine neue Erfahrung

Bringen Sie mehr Energie in Ihr Leben!

Teil 3: Die 6 wichtigsten Verfahrensweisen

Das Story-Verfahren

Das Körperwahrnehmungsverfahren

Das Fokussierungsverfahren

Das Free-Flow-Verfahren

Das Stellvertreterklopfen

Die „liebevolle energetische Berührung“

Teil 4: Anwendungsmöglichkeiten von A bis Z

Energy EFT und Affirmationen

Energy EFT und Ängste

Energy EFT und „Aspekte“

Energy EFT und Befreiungsformeln

Energy EFT und Berufstätigkeit

Energy EFT und Betreuungssituationen

Energy EFT und Beziehungen

Energy EFT und Depression

Energy EFT und einschneidende Ereignisse

Energy EFT und emotionale Intelligenz

Energy EFT und Emotionen

Energy EFT und Erinnerungen

Energy EFT und Geld

Energy EFT und Genialität

Energy EFT und Gewichtsabnahme

Energy EFT und Glücksfälle

Energy EFT und Hypnose

Energy EFT und Intuition

Energy EFT und Kinder

Energy EFT und Krankheit

Energy EFT und Leistung

Energy EFT und Lernen

Energy EFT und Meditation

Energy EFT und Metaphern

Energy EFT und Sammelleidenschaft

Energy EFT und Schmerzen

Energy EFT und Selbstvertrauen

Energy EFT und Selbstwertgefühl

Energy EFT und Sexualität

Energy EFT und Spiel

Energy EFT und Spiritualität

Energy EFT und Sterbeprozess

Energy EFT und Süchte

Energy EFT und Tiere

Energy EFT und Trauerbewältigung

Energy EFT und Träume

Energy EFT und Überzeugungen

Energy EFT und Vergebung

Energy EFT und Willenskraft

Energy EFT und Wut

Energy EFT und der X-Faktor

Energy EFT und Zen

Energy EFT und Ziele

Anhang

Kurze Geschichte von Energy EFT

Die Entwicklung der EFT-Sequenz

Von der SUD- zur SUE-Skala

Energy EFT professionell anwenden

Energy EFT im „Dritten Feld“

Über die Autorin

Hinweis des Verlags

Dieses Buch informiert über die Anwendung von Energy-EFT-Techniken. Die dargestellten Verfahrensweisen haben sich als sicher und effektiv bewährt. Wer sie anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Autorin und Verlag beabsichtigen hier nicht, individuelle Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Die Informationen in diesem Buch sind nicht als Ersatz für professionelle therapeutische Hilfe bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu verstehen.

Für Gary Craig,

den Begründer von EFT (Emotional Freedom Techniques)

Danke für dieses Geschenk!

TEIL 1


Einführung in Energy EFT

Einleitung

Während der letzten 15 Jahre hat EFT sich für Menschen aus allen Altersgruppen und gesellschaftlichen Schichten als verlässliche, leicht anwendbare Möglichkeit erwiesen, sich selbst und anderen bei einer Vielzahl von Problemen auf neue Art und Weise zu helfen.

EFT [Emotional Freedom Techniques, wörtlich übersetzt: Technik für emotionale Freiheit. Anmerkung des Verlags] war und ist eine wunderbar einfache und gleichzeitig tiefgreifende Methode zum Auflösen von Blockaden, die unserer Gesundheit, unserem Erfolg und unserem Glück im Wege stehen.

In diesem Buch beschreiten wir nun einen völlig neuen Weg. EFT nutzte zwar bisher schon Energiepunkte und Energiezonen am menschlichen Körper, über die bereits seit Jahrtausenden berichtet wird – die Art und Weise jedoch, wie wir die neue Form von EFT – Energy EFT – jetzt anwenden, ist etwas, was es in der Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben hat. So öffnet sich uns mit Energy EFT das Tor zu Erfahrungen, die wir nie zuvor gemacht haben, und das ist unglaublich aufregend. Energy EFT „re-energetisiert“ uns buchstäblich, weckt in uns neue, positive Energie, sodass uns die Kraft und die Inspiration zur Verfügung stehen, die wir uns für unser Leben wünschen.

Wenn wir ein Problem mit Energy EFT bearbeiten, dann verschwindet das Problem nicht einfach nur, sondern es passiert viel mehr: Wir machen die Erfahrung, dass wir mit Energie erfüllt, „energetisiert“ werden und dass beispielsweise dort, wo bisher Angst herrschte, jetzt Mut oder Tatkraft zu spüren sind, dass Freiheit an die Stelle von Kummer und Traurigkeit tritt und dass Liebe den Platz von Ärger und Hass einnehmen kann.

Und es geschieht sogar noch mehr, denn wenn unsere Emotionen sich verändern, dann verändern sich auch unsere Gedanken und unser Körper. Fühlen wir uns voller Energie, voller Kraft und Glück, so verleiht dies unserem Denken mehr Klarheit und Logik; wir erhalten Zugang zur Kraft unseres Geistes. Und auch unser Körper ist dann glücklicher, er fühlt sich stärker, gesünder, leichter und jünger an.

Trotz meiner langjährigen Erfahrung mit EFT empfinde ich es immer noch als etwas Wunderbares, wenn ich sehe, dass aus etwas so Einfachem so viele positive Dinge erwachsen können. Dafür brauchen wir nichts weiter zu tun, als unseren Energiekörper von energetischen Blockaden zu befreien und dann noch einen Schritt weiter zu gehen und das Fließen der Energie immer weiter zu verbessern – dann werden wir tatsächlich und im wahren Wortsinn „energetisiert“.

Was Energy EFT darüber hinaus so einmalig macht und sie von bisherigen Versuchen, Emotionen durch Energiearbeit zu steuern und zu kontrollieren, deutlich unterscheidet, ist die individuelle Gestaltungsmöglichkeit, die es für jeden von uns zu seinem ganz persönlichen Schatz werden lässt. Unser neues Wohlbefinden kommt nicht mehr „von der Stange“, wir haben es nicht mehr nötig, dieselben Gedanken zu denken und über dieselben Themen zu meditieren wie alle anderen oder uns in einer Reihe aufzustellen, um dieselben Bewegungen zu machen wie alle anderen – wir bearbeiten nur noch unsere eigenen, ganz persönlichen Themen und Herausforderungen.

Die Entscheidung darüber, was wir bearbeiten, womit wir uns beschäftigen wollen, liegt allein bei uns; wir dürfen endlich aussprechen, was wir von unserem Leben erwarten.

Jeder Mensch ist ein Universum für sich. Schon bei der Geburt sind wir völlig unterschiedlich; im Laufe unseres Lebens werden wir von unseren Erfahrungen geprägt und mit jedem Tag, mit jeder Erfahrung – sei sie gut oder schlecht – unterscheiden wir uns deutlicher voneinander.

Es liegt daher nahe zu vermuten, dass jeder Einzelne von uns vor ganz eigenen Herausforderungen steht und seine eigene Vorgehensweise und Reihenfolge hat, sich diesen im Verlauf des Lebens zu stellen. Manchen von uns hilft Energy EFT dabei, gesund zu werden oder zu bleiben, für andere sind Beziehungen das wichtigste Thema. Wieder andere wollen als Erstes Erinnerungen bearbeiten, die sie belasten, oder haben schon ihr Leben lang Probleme mit Stress, Süchten, geringem Selbstwertgefühl, Traurigkeit, Kummer oder Ärger.

Was auch immer das Thema oder das Problem ist – Energy EFT gibt uns die Möglichkeit, „punktgenaue“ Wirkung zu erzielen, wo auch immer wir beginnen und auf was auch immer wir es anwenden wollen. Das ist wirklich revolutionär und genau das macht Energy EFT auch so wirkungsvoll.

Mit Energy EFT brauchen wir nicht mehr auf den richtigen, „gottgegebenen“ Moment für Heilung oder auf den nächsten Therapieschritt zu warten. Energy EFT können wir zu jeder Zeit und überall anwenden; somit können wir die täglichen Ärgernisse und den ganzen „Mist“, der uns täglich begegnet, kontinuierlich lösen, und zwar wiederum ganz persönlich und wann immer wir es brauchen. Energy EFT liegt im wahrsten Sinne des Wortes „in unserer Hand“.

Haben Sie den einfachen Ablauf der Energy-EFT-Sequenz erst einmal erlernt, so „gehört“ sie Ihnen für immer, Sie können sie zu jeder Zeit und an jedem Ort anwenden. Sie brauchen keine teuren Maschinen und kein Rezept, das immer wieder erneuert werden muss. Energy EFT gehört Ihnen für den Rest Ihres Lebens, sie dürfen es für sich selbst anwenden, sie dürfen es aber auch mit anderen teilen, denn alles, was Sie dafür brauchen, sind zehn Minuten, um einer anderen Person zu demonstrieren, was zu tun ist und wo die Energiepunkte liegen. Was für ein wundervolles Geschenk! Wir sind noch kaum in der Lage, seine gesamte Tragweite zu begreifen.

Ist Energy EFT für Sie etwas völlig Neues, so kann ich Ihnen versichern, dass Ihnen das Verfahren mit zunehmender Übung und Erfahrung immer leichter fallen wird. Energy EFT kann Ihnen helfen, sich sofort besser zu fühlen, vor allem dann, wenn Sie nicht zu früh aufhören und weiter klopfen, bis Sie sich wirklich „energetisiert“ fühlen (– das ist der Kern von Energy EFT!). Und das ist erst der Anfang. Mit der Anwendung von Energy EFT betreten wir praktisch eine völlig neue Welt von Möglichkeiten und Potenzial, die uns über das bloße Verschwinden von Symptomen weit hinausführt.

In diesem Buch lernen Sie das neue EFT kennen, das Herz und Seele einbezieht. Sie finden hier sämtliche Anweisungen und Übungen, die Sie brauchen, um anfangen zu können; hinzu kommen viele Beispiele dafür, wie sich Energy EFT auf verschiedene Probleme und Herausforderungen direkt, einfach und mit außerordentlicher Wirkung anwenden lässt.

Der wichtigste Rat zu Beginn lautet: Fangen Sie einfach an zu klopfen!

Selbst wenn Sie mit der bisherigen Form von EFT vielleicht keinen Erfolg gehabt haben, geben Sie Energy EFT eine neue Chance. Lassen Sie sich von der neuen Energy-EFT-Sequenz faszinieren, davon, wie sie sich anfühlt und welche Wirkung sie bei Ihnen entfaltet. Achten Sie genau selbst auf kleinste Empfindungen, Veränderungen und Bewegungen in Ihren Gedanken, Ihrem körperlichen Empfinden und Ihren Emotionen – Sie lernen nicht nur Energy EFT, sondern sehr wichtige, neue Dinge über sich selbst, darüber, wie Sie funktionieren, die drei Bereiche Geist, Körper und Energie in Ihrem ganz speziellen und einmaligen Fall miteinander in Beziehung treten und welche Wechselwirkungen dabei entstehen. Die Anwendung von Energy EFT hat viele wundervolle Aspekte; wir beginnen, uns selbst besser zu verstehen, und entwickeln dadurch eine bessere Beziehung zu uns selbst – dieser Gewinn steht an erster Stelle.

In diesem Sinne: Gehen Sie sanft mit sich selbst um. Folgen Sie den einfachen Anweisungen, achten Sie auf Ihr Stressniveau, bearbeiten Sie zunächst einmal Ihren Stress, sodass Sie Ihre ganz persönliche Erkundung von Energy EFT mit Gelassenheit und Neugier beginnen können. Damit genug der Vorrede, Sie sollen nun Genaueres über Energy EFT erfahren und darüber, wie Sie diese Methode für sich nutzen können.

Silvia Hartmann

Wie Energy EFT funktioniert

Alle Menschen haben einen Energiekörper. Wie der Energiekörper einer bestimmten Person beschaffen ist, wissen wir nicht, weil wir den Energiekörper weder sehen noch messen oder wiegen können. Einige grundlegende Dinge können wir jedoch über den Energiekörper sagen:

• Der Energiekörper hat einen „Kopf“ aus Energie, unser „Energiegehirn“.

• Er hat Hände aus Energie, unsere heilenden Hände.

• Er hat energetische Organe wie etwa das Herzzentrum.

• Er wird von vielen Energieströmen und Energiekanälen durchzogen, die die Energie in den Energiekörper hinein-, durch ihn hindurch- und wieder hinaustransportieren.

Damit unser Energiekörper gut funktionieren kann, muss die Energie frei in den Energiekörper hinein-, durch ihn hindurch- und wieder hinausfließen können. Manchmal wird das Fließen der Energie blockiert. In diesem Fall entstehen im Energiekörper Probleme.

Eine Blockade beeinträchtigt nicht nur die unmittelbare Umgebung, in der sie auftritt, sondern stört sämtliche Energieströme. Energetische Blockaden haben viele unterschiedliche Nebenwirkungen, die das System aus Geist, Körper und Energiekörper aus dem Gleichgewicht bringen.

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass wir uns deutlich besser fühlen, nachdem eine solche Energieblockade aufgelöst werden konnte: Zunächst sind wir erleichtert und befreit, wir verfügen über ein Mehr an Energie und wir haben das Gefühl, dass in unserem Inneren alles „richtig“ ist; wir fühlen uns eindeutig lebendiger, „energetisierter“.

Bei Energy EFT klopfen wir bestimmte Energiepunkte, um Blockaden zu lösen und das Fließen der Energie zu verbessern.

Nach dem Auflösen von Blockaden fühlen wir uns wohler und haben mehr Energie. Unsere Emotionen verändern sich, unsere Gedanken verändern sich und in der Folge verändern sich viele andere Dinge ebenfalls.

Energy EFT wirkt dadurch, dass das Fließen der Energie durch den Energiekörper verbessert wird.

Fließt eine positive Energie kraftvoll durch unseren Energiekörper, so verspüren wir positive Emotionen: Glück, Lebenskraft, Wohlgefühl, Mitgefühl, Liebe.

Wird der Strom der Energie auf seinem Weg durch unser Energiesystem unterbrochen, so nehmen wir stattdessen negative Emotionen wie Stress, Panik, Ärger, Traurigkeit und die mit vielen anderen Etiketten versehenen Emotionen wahr, die wir in unserem physischen Körper spüren.

Klopfen wir die Energiepunkte, so können wir damit Energieblockaden lösen und den Energiestrom in unserem Energiekörper verbessern. Verbessert sich der Energiestrom, so beginnen wir uns wohler zu fühlen. Klopfen wir dann weiter, um den Energiestrom noch mehr zu verbessern, so ist das Ergebnis, dass wir uns noch wohler fühlen!

Es ist wirklich so einfach, und weil es so einfach und wahr ist, funktioniert Energy EFT so hervorragend und konnte bereits vielen Menschen bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen.

Wir sollten also nicht mehr länger versuchen, belastende Gedanken und Erinnerungen „irgendwie zum Verschwinden zu bringen“; das haben viele Menschen in unzähligen Therapien viele Jahre lang immer wieder versucht – mit ungewissem Ausgang; wir haben jetzt die Möglichkeit, direkt mit dem Energiekörper als der wirklichen Quelle des Problems zu arbeiten und verfügen damit über ein Instrument, das es uns zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ermöglicht, uns wirklich wohler zu fühlen.

Wie Sie selbst im Verlauf dieses Buches erfahren werden, ist diese einfache und doch tiefgreifende Entdeckung nicht nur in sich schlüssig und logisch, sie hat sich bereits in der Praxis bewährt; weltweit arbeiten bereits unzählige Therapeuten mit dieser Methode (oder mit Varianten davon) und befreien ihre Klienten jeden Tag aufs Neue sicher und zuverlässig von einer Vielzahl lange bestehender Probleme. Ebenso wichtig sind daneben die vielen Menschen überall auf der Welt, die Energy EFT selbstständig nutzen, um es sich besser gehen zu lassen.

Theorie und logisches Verständnis sind gut und schön, doch wir wissen, dass wir erst dann, wenn wir selbst Erfahrungen gesammelt haben, wirklich erfassen und schätzen können, wie erstaunlich und wunderbar Energy EFT wirkt.

In diesem Buch werden Sie lernen, wie Sie Energy EFT anwenden können; dann können Sie sich jeden Stress, jede Belastung, jede Angst oder jedes andere Gefühl, das Sie plagt, herausgreifen und Energy EFT an sich selbst ausprobieren.

[Silvia Hartmann stellt in diesem Buch nicht nur die neuen Entwicklungen vor, sondern gibt auch eine grundlegende Einführung in EFT. Wenn Sie EFT in seiner bisherigen, „alten“ Form bereits kennen, werden Sie daher auf manches bereits Bekannte stoßen; richten Sie Ihren besonderen Fokus in diesem Fall auf das, was dieses Buch an neuen Elementen präsentiert – so lohnt sich die Lektüre in jedem Fall! Anm. d. Verlags]

Was Sie mit Energy EFT bearbeiten können

Energy EFT ist kein „Wunderheilmittel“. Es sorgt dafür, dass die Energie wieder frei und ungehindert durch den Energiekörper fließen kann. Das verhilft uns zu veränderten Perspektiven und damit haben wir die Möglichkeit, alte Probleme neu anzugehen.

Wir dürfen von Energy EFT erwarten, dass sich bei allen Problemen, die ihren Ursprung im Energiekörper haben, signifikante Veränderungen einstellen. Dazu gehören in erster Linie alle Arten von Emotionen.

Emotionen sind sozusagen Feedbackinstrumente, die uns Auskunft über den Zustand unseres Energiekörpers geben.

• Negative Emotionen sind an solche Störungen und Blockaden im Energiekörper gekoppelt, die dafür sorgen, dass wir uns „miserabel“ fühlen.

• Positive Emotionen gehen mit dem freien Fließen der Energie einher und sorgen dafür, dass wir uns „großartig“ fühlen.

Echte Emotionen haben auch eine physische Komponente. Das bedeutet, dass wir Empfindungen wie Zittern, Druckgefühle, Hitze, inneren Aufruhr, Herzklopfen, Herzflattern und viele andere in unserem Körper spüren. Dies sind allesamt Nachrichten unseres Energiekörpers, die uns durch unseren physischen Körper übermittelt werden, damit wir etwas dagegen unternehmen; das ist nichts anderes, als wenn wir auf einen rostigen Nagel treten und den Schmerz in unserem physischen Körperteil, dem Fuß, spüren.

In der Vergangenheit war über Energie und Emotionen so wenig bekannt, dass die Menschen den Zusammenhang zwischen Emotionen und dem Energiestrom nicht (er)kannten. Mithilfe von Energy EFT können wir den Energiestrom nachhaltig und zuverlässig verbessern und diese Verbesserung wird dafür sorgen, dass wir uns im Wortsinn „besser fühlen“. Deshalb:

Emotionale Störungen, emotionaler Stress und emotionaler Schmerz sollten unbedingt als Erstes mit Energy EFT behandelt werden.

Mit vielen, wenn nicht sogar mit allen menschlichen Problemen ist irgendeine Form von emotionaler „Störung“ verbunden. Wenn jemand körperlich krank ist, hat er aufgrund dessen ja auch Emotionen: Er fühlt sich traurig oder hat Angst vor der Zukunft oder ist deprimiert. Setzen wir in einem solchen Fall Energy EFT ein, um die Emotionen des Kranken, die mit seinem Kranksein zusammenhängen, zu bearbeiten, so verbessern wir dabei das Strömen der Energie durch den Energiekörper; es kann zu einer Steigerung des Wohlbefindens kommen, der Betreffende wird von emotionalem Stress befreit; dadurch erhöht sich für den Körper die Chance, sich selbst schneller zu heilen.

Energy EFT behandelt keine körperlichen Erkrankungen.

Die Technik kann lediglich die energetischen Aspekte eines Problems bearbeiten; dabei können sich jedoch viele positive „Nebenwirkungen“ einstellen.

Ebenso wenig behandelt Energy EFT körperliche Schmerzen.

Auch körperliche Schmerzen haben jedoch häufig einen energetischen oder emotionalen Aspekt; lösen wir diesen mithilfe von Energy EFT, so verändert sich die Schmerzerfahrung. Dies kann wiederum dazu führen, dass der Schmerz nachlässt oder anders wahrgenommen wird; wir können nie im Voraus wissen, wie die Anwendung von Energy EFT auf einen Menschen wirkt. Was wir aber ganz sicher sagen können, das ist, dass es sich lohnt, Energy EFT in jedem Fall anzuwenden.

Bisher hatten wir noch nicht die Gelegenheit, die energetischen Aspekte unserer Probleme zu bearbeiten, obwohl es sich dabei immerhin sozusagen um ein Drittel des Gesamtsystems aus Geist, Körper und Energiekörper handelt, das es zu erforschen gilt.

Energy EFT kann in viele festgefahrene Probleme Bewegung bringen und viele weitere überraschend lösen. Wenden wir Energy EFT auf unsere Probleme an, so können wir dabei sehr viel lernen. Sind unsere emotionalen Störungen erst einmal beiseite geschafft, so können wir zumindest viel rationaler einschätzen, was noch getan werden muss, um ein Problem vollständig zu lösen.

Dabei hat Energy EFT nicht die Rolle eines Wundermittels, das die Leiden der gesamten Menschheit kurieren kann; es ist jedoch eine völlig neue Herangehensweise, die bei vielen alten, festgefahrenen Problemen zu überraschenden Ergebnissen und Veränderungen führen kann.

Energy EFT ist schnell und schmerzlos; das Fließen der Energie durch den Energiekörper zu verbessern ist letztlich immer eine gute Sache und deshalb ist unser Motto:

Probieren Sie Energy EFT aus – bei allem!

Das Energy-EFT-Basisverfahren



Die Energy-EFT-Sequenz

Energy EFT nutzt wichtige energetische Zentren und spezielle Energiepunkte oder Meridianpunkte, um das Strömen der Energie durch den Energiekörper zu verbessern.

Auftakt: beim Herzzentrum

Hier beginnt und endet die Energy-EFT-Sequenz: Wir legen beide Hände flach übereinander auf die Mitte der Brust – dies ist die „Herzposition“ [im Original: Heart Healing position] – und atmen drei Mal tief ein und aus.

1. Scheitelpunkt – der höchste Punkt auf dem Kopf.

2. Drittes Auge – in der Mitte der Stirn

3. Augenbrauenpunkt – am inneren Ende der Augenbraue, am Übergang zwischen Augenbraue und Nasenbein

4. Seitlich des Auges – auf dem knöchernen Rand der Augenhöhle

5. Jochbein – unter dem Auge, auf dem Jochbein, bei gerade ausgerichtetem Blick direkt unterhalb der Pupillenmitte

6. Unter der Nase – zwischen Nase und Oberlippe

7. Unter der Unterlippe – in der Vertiefung zwischen Unterlippe und Kinn

8. Schlüsselbeinpunkt – im Winkel zwischen Schlüsselbein und Brustbein

9. Daumenpunkt – am außenseitigen Nagelfalzwinkel Die übrigen Fingerpunkte liegen jeweils am daumenseitigen Nagelfalzwinkel:

10. Zeigefingerpunkt

11. Mittelfingerpunkt

12. Ringfingerpunkt

13. Kleinfingerpunkt

14. Handkantenpunkt – auf der Handkante, etwa in Höhe der Lebenslinie

Zum Abschluss der Energy-EFT-Sequenz legen wir beide Hände wieder in die Herzposition und atmen drei Mal tief ein und aus.

Wie Sie korrekt klopfen

Stimulieren Sie die Energiepunkte, indem Sie sie sanft klopfen.

Wir „arbeiten“ hier zwar mit unseren Händen und an unserem Körper. Aber es geht hier nicht darum, Muskeln, Knochen oder Gewebe zu massieren. In Wirklichkeit ist es nämlich die Energie unserer Hände, sind es unsere „Energiehände“, die unseren „Energiekörper“ sanft beklopfen und die Veränderungen bewirken.

Jedes einzelne Klopfen ist wie das Schließen eines Stromkreislaufs.

„Fester“ zu klopfen bringt also nichts; wirklich hilfreich ist es, achtsam zu klopfen und dabei den Kontakt zwischen Fingerspitze und Körper wahrzunehmen.

Die Punkte sind bilateral, das heißt: auf beiden Seiten des Körpers spiegelbildlich angeordnet. Wir können die Punkte auf jeweils einer Körperseite mit der rechten oder mit der linken Hand klopfen. Die meisten klopfen mit dem Zeigefinger ihrer dominanten Hand auf der gegenüberliegenden Seite des Gesichts. Entscheiden Sie selbst, auf welcher Seite Sie klopfen wollen.

Klopfen Sie also probeweise mit Ihrem Zeigefinger rhythmisch und sehr sanft den Punkt Jochbein (unter dem Auge), und zwar so lange, wie Sie brauchen, um ein Mal ganz normal ein- und auszuatmen.

Der Druck beim Klopfen sollte sanft sein, gerade so stark, dass Sie – wenn Sie genau darauf achten – spüren, wie sich auf der Seite des Gesichts, auf der Sie klopfen, eine gewisse Resonanz, ein Gefühl ausbreitet.

Jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit, mit der er klopft. Dieses Tempo ist natürlich auch davon abhängig, was wir gerade beklopfen. Die meisten Anwender von EFT klopfen etwa im Rhythmus des bekannten Liedes „Jingle Bells“.

Zum Üben schlagen Sie bitte die Abbildung mit der Energy-EFT-Sequenz auf (Seite 22). Damit Sie ein Gefühl für die Technik bekommen, nehmen Sie zunächst die Herzposition ein und beklopfen dann nacheinander alle Punkte, vom Scheitelpunkt bis zum Handkantenpunkt. Beenden Sie die EFT-Sequenz wiederum mit der Herzposition.

Vergessen Sie nicht, während der gesamten Sequenz tief ein- und auszuatmen, und finden Sie einen harmonischen Rhythmus für Klopfen und Atmen, damit der Ablauf sich vom Anfang bis zum Ende leicht und fließend gestaltet.

Eine einzelne Energy-EFT-Sequenz beginnt immer mit der Herzposition und endet mit der gleichen Position; dazwischen werden immer alle Punkte der Sequenz geklopft, vom Scheitelpunkt bis zum Handkantenpunkt.

Wie Sie mit dem Problem Kontakt aufnehmen

Die Effektivität von EFT hängt entscheidend davon ab, wie gut es uns gelingt, das jeweilige Problem genau anzusprechen. Dieser Teil des Verfahrens ist deshalb besonders wichtig, weil damit die Energie in den Bereich gelenkt wird, in dem das Problem angesiedelt ist; dies gelingt nur dann optimal, wenn unser Fokus ganz auf das jeweilige Problem gerichtet ist.

Für diese Kontaktaufnahme stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, auf die ich weiter unten näher eingehe. Hier beginnen wir zunächst einfach damit, dass wir das Problem als Aussage formulieren, zum Beispiel: „Ich habe Angst vor Spinnen.“

Einen solchen Satz sollten Sie am besten laut aussprechen, weil Sie so den größtmöglichen Teil Ihres Nervensystems aktivieren und mit dem Problem so unmittelbar wie möglich Kontakt aufnehmen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass eine solche Aussage nicht mit einer Affirmation verwechselt werden sollte.

Unser Energiesystem ist sehr komplex organisiert. Jedes Problem hat darin sozusagen seine eigene „Adresse“ und dort gibt es eine Blockade, die an dieses Problem gekoppelt ist. Wir müssen also zu dieser einen, ganz spezifischen Blockade gelangen; dies gelingt uns, wenn wir ganz bewusst an das Problem denken, uns „darauf einstimmen“.

Stimmen wir uns auf ein Problem ein, das uns wirklich belastet, denken wir also ganz konzentriert daran, so stellen wir fest, dass sich unsere Emotionen – also die realen Empfindungen in unserem Körper – sofort zu verändern beginnen.

Das ist das Zeichen dafür, dass hier tatsächlich ein Problem vorliegt, das sich auch körperlich bemerkbar macht, denn der Energiekörper teilt uns mithilfe unserer Emotionen mit, wie er sich fühlt; dies ist der berühmte „sechste Sinn“, mit dem wir Energiebewegungen spüren, die keinen körperlichen Ursprung haben. Nächster Schritt:

Wir beschreiben diese Emotionen / diese Emotion, damit wir während des Klopfens mit unserer Aufmerksamkeit bei dem Problem bleiben können; dies ist unser „Set-up“, unsere Eröffnungsaussage. In unserem Beispiel lautet sie: „Ich habe Angst vor Spinnen.“

Dann beginnen wir zu klopfen, vom höchsten Punkt des Kopfes bis ganz nach unten; bei jedem Punkt, den wir klopfen, können wir unser Set-up („Ich habe Angst vor Spinnen“) wiederholen; stattdessen können wir auch eine verkürzte Formulierung des Set-up-Satzes als Erinnerung benutzen, hier etwa einfach „Spinnen“; damit bleiben wir während der gesamten EFT-Sequenz auf das Problem fokussiert.

Je einfacher, direkter und ehrlicher wir beim Formulieren des Problems sind, umso effektiver ist das EFT-Verfahren in seiner Wirkung.

*

Zur Veranschaulichung berichte ich hier kurz von zwei Beispielen:

Nachdem ich Energy EFT vor einer Gruppe der Weight Watchers demonstriert hatte, klopfte eine Teilnehmerin mit dem Set-up-Satz: „Ich bin nicht so schlank, wie ich gerne wäre“, und gab mir die Rückmeldung, dass sie beim Klopfen nichts fühle. Ich bat sie, sich zu überlegen, ob dieser Satz bei einem Blick in den Spiegel tatsächlich genau ihre Gedanken wiedergebe; daraufhin schüttelte sie den Kopf und flüsterte: „Nein, ich denke in Wirklichkeit: Ich bin eine fette Kuh.“

Anschließend klopfte sie mit diesem neuen Set-up-Satz; das führte zu einer extremen Veränderung, zu einer für alle sichtbaren, in ihrer Intensität ergreifenden Erleichterung. Seither erzählt sie von diesem Ereignis als einem echten Wendepunkt in ihrem Leben und berichtet, dass sie seit diesem Tag nie mehr so negativ von sich selbst gedacht habe.

Eine andere Klientin, die schwanger war und Angst vor der Geburt hatte, klopfte mit der Aussage: „Das bevorstehende Ereignis macht mir Sorgen.“ Auch hier geschah nichts. Als ich sie bat, sich eine bessere Beschreibung zu überlegen, die für sie selbst aufrichtiger klingen würde, sagte sie: „Die Wahrheit ist, dass ich Todesangst vor der Geburt habe.“ Als sie mit diesem Satz klopfte, fand sie die Erleichterung, die sie so verzweifelt gesucht hatte; ihre Rückenschmerzen verschwanden ebenso wie ihre Kopfschmerzen auf der Stelle und der Rest der Schwangerschaft verlief ohne weitere Probleme.

*

Probieren Sie es aus:

Nehmen Sie sich nun einen Augenblick Zeit und denken Sie an ein Problem, das Sie betrifft, etwa eine Angst, eine Erkrankung, vielleicht eine Phobie, irgendetwas, was sie deprimiert, oder ganz allgemein eine negative Emotion, die Sie gerne für immer loswerden möchten.

Wählen Sie ein Set-up, eine Aussage, die für Sie ehrlich klingt, und wählen Sie dafür einfache, direkte Worte, die Ihnen sinnvoll erscheinen.

Je unverblümter, direkter und aufrichtiger Sie sein können, umso tiefgreifender wird die Veränderung sein, die Sie erleben.

Warum Sie zuerst Stress abbauen sollten

Die langjährige Erfahrung mit EFT hat gezeigt, dass Menschen unter Stress Dinge sagen, denken, tun und fühlen, die sie niemals sagen, denken, tun und fühlen würden, wenn sie stressfrei wären.

So formulierte einmal jemand, der unter Stress stand, etwa dies: „Das schaffe ich nie, ich habe nicht das, was man dafür braucht, ich werde niemals Erfolg haben, nirgendwo. Ich bin halt ein Verlierer, niemand liebt mich, niemand kümmert sich um mich, in meinem Leben klappt nichts, Gott hasst mich und ich wünschte, ich wäre nie geboren!“

Hier haben wir es mit einem „Stressgespräch“ zu tun, mit einer Flut von negativen Aussagen, von denen keine stimmt; keine davon ist relevant, keine vermittelt Informationen zum eigentlichen Problem des Betroffenen; keine dieser Stressaussagen taugt für ein gutes EFT-Set-up.

Jeder von uns hat solche absurden Gedanken, wenn er zu sehr unter Stress steht.

Jeder Mensch produziert unter Stress scheinbar endlose Negativaussagen und viele Menschen klopften in der Vergangenheit mit Set-ups, die aus solchen Stressgesprächen entstanden waren, und fanden keinerlei Erleichterung.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir immer zuerst den Stress abbauen müssen; erst dann sind wir in der Lage, ein gutes EFT-Set-up zu finden, mit dem das Problem so klar und präzise beschrieben wird, dass wir es lösen können. Denn sobald wir Stress abzubauen beginnen, können wir klarer denken.

In dem oben angeführten Beispiel baten wir den gestressten Menschen, einfach das Wort „Stress!“ als Eröffnungsaussage zu verwenden. Nach einer einzigen Energy-EFT-Sequenz hatte er sich so weit beruhigt, dass er sagen konnte: „Ich habe eine Menge Druck bei der Arbeit, das macht mich wahnsinnig …“ – das klang schon wesentlich brauchbarer als „Gott hasst mich“.

Das nächste Set-up war also „Druck bei der Arbeit“, damit konnte der Betroffene genügend Stress abbauen, um zu erkennen, dass es um einen bestimmten Vorgesetzten ging, der unmögliche Termine setzte und somit das „wirkliche“ Problem verkörperte.

Nutzen Sie Energy EFT also zunächst, um den größten Stress abzubauen, bevor Sie ein Set-up für das tatsächliche Problem formulieren. So ersparen Sie sich viele Klopfsequenzen mit unsinnigen Stressaussagen und erhalten jedes Mal bessere Ergebnisse.

Wie Stress und Energie zusammenhängen

Stress ist immer ein Zeichen dafür, dass der Energiestrom blockiert ist; dadurch verliert der Energiekörper an Stabilität und es tauchen absurde Gedanken und unbegründete Emotionen auf. Manchmal äußert sich diese fehlende Stabilität auch in Form von körperlichen Unzulänglichkeiten wie etwa Ungeschicklichkeit, Zittern, schlechte Körperkoordination.

Durch das Klopfen nach Energy EFT befreien wir das Energiesystem von Blockaden und verbessern den Energiestrom – dies reduziert Stress unmittelbar.

99,9 Prozent der Menschen in den modernen Industriestaaten und selbst Kinder stehen viel stärker unter Stress, als uns klar ist, und dabei handelt es sich zudem um Dauerstress.

Wird der Stress zu groß, so werden wir buchstäblich verrückt, wir können nicht mehr anders, als für uns negative Entscheidungen zu treffen, uns in Gedanken für „Idioten“ zu halten, und wir erleben zudem eine ganze Palette äußerst störender Emotionen, von Wutanfällen über Panikattacken bis zu Weinkrämpfen.

In der Vergangenheit war den Menschen nicht klar, in welchem Maße Stress für alle möglichen Fehlfunktionen in Geist, Körper und Energie verantwortlich ist. So leben heute noch viele Menschen in dem Glauben, sie hätten ein „geringes Selbstwertgefühl“ – in Wahrheit sind sie aber einfach nur völlig gestresst.

Nutzen Sie Energy EFT, um Stress ganz allgemein abzubauen. Das gehört zum Gesündesten und Besten, was Sie für sich tun können. Zeigen Sie es auch anderen: Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihren Kindern! Schalten wir nämlich den Störfaktor Stress aus, können wir das wirkliche Problem erkennen und es mit Energy EFT schnell und präzise bearbeiten. Ein Teilnehmer an einem EFT-Seminar verband dies mit einem Bild: Zuerst muss der Schnee zum Schmelzen gebracht werden – erst dann können wir die Felsen entdecken, die darunter versteckt sind. Deshalb:

Beginnen Sie Ihre Anwendung von Energy EFT immer mit einer oder zwei Sequenzen, die einfach nur dem Stressabbau dienen. Dies verschafft Ihnen eine wesentlich bessere Ausgangsposition, Sie finden leichter ein gutes Set-up und können dann das eigentliche Problem bearbeiten.

Wie Sie das Set-up einsetzen

Haben wir genügend Stress abgebaut, um das wirkliche Problem beim Namen nennen zu können, so können wir mit dem Set-up beginnen. Dazu …

• nehmen Sie die Herzposition ein,

• atmen Sie drei Mal tief ein und aus,

• sprechen Sie Ihre erste Eröffnungsaussage laut aus.

Dieses Vorgehen richtet die Anwendung auf die richtige Stelle in Ihrem Energiekörper.

Es ist völlig in Ordnung, wenn sich während des Set-ups plötzlich Gefühle in Ihrem Körper zu regen beginnen. Vielleicht spüren Sie bei diesem Einstimmen auf das Problem Ärger, Trauer oder Niedergeschlagenheit. Dies sind genau die Emotionen, auf die wir Energy EFT anwenden und die wir damit auflösen, und diese Emotionen werden sich im Verlauf der Sequenzen zum Besseren verändern.

Denken Sie daran:

•Atmen Sie bei jedem Punkt, den Sie klopfen, mindestens ein Mal tief ein und aus.

•Achten Sie auf Ihre Gefühle, sie sagen Ihnen, was in Ihrem Energiesystem geschieht.

Wollen Sie sich auf ein sehr tiefgreifendes Problem einstimmen, das emotional stark belastet ist, und haben Sie Angst davor oder werden Sie von Ihren Emotionen überwältigt, so schalten Sie vorsichtshalber eine EFT-Sequenz zum Stressabbau davor.

Wir empfehlen dringend, sich für das Bearbeiten emotional extrem belastender Probleme einen guten EFT-Anwender zur Unterstützung zu suchen.

Niemand erwartet von einem Zahnarzt, und sei er noch so gut, dass er sich selbst die Zähne zieht; es ist nur vernünftig, sich bei extremen Problemen Beistand zu suchen, denn diese verursachen häufig so viel Stress, dass niemand von Ihnen erwarten kann, dass Sie damit alleine fertig werden. Suchen Sie also bei extremen Problemen Hilfe – damit tun Sie genau das Richtige.

Eine vollständige Energy-EFT-Sequenz

Im Anschluss an das Set-up klopfen Sie alle Punkte, vom Scheitelpunkt bis zum Handkantenpunkt; zum Schluss nehmen Sie noch einmal drei tiefe Atemzüge lang die Herzposition ein.

Wiederholen Sie während der Klopfsequenz eine Kurzversion der Eröffnungsaussage, die wir als „Erinnerungssatz“ oder „Erinnerungsformel“ bezeichnen. Lautet Ihre Eröffnungsaussage also: „Ich mache mir große Sorgen um meine Tochter Sandy.“, so können Sie diesen Satz verkürzen zu „Große Sorgen“ und wiederholen diese Worte bei jedem Punkt, den Sie klopfen.

Dieses Wiederholen der Erinnerungsformel ist sinnvoll, denn wir lassen uns sehr leicht ablenken; wiederholen wir jedoch die Erinnerungsformel bei jedem Energiepunkt, so hindern wir uns selbst daran, ans Mittagessen, an den nächsten Termin oder an das Wetter zu denken, und stellen sicher, dass das Klopfen direkt bei dem Problem ankommt, das wir bearbeiten wollen.

Wissen Sie erst einmal, wo die Punkte liegen, dann dauert eine komplette Sequenz meist nicht länger als drei Minuten – es sei denn, Sie verspüren einen starken Impuls, einen speziellen Punkt länger zu klopfen; dies kommt durchaus manchmal vor.

Hinweis: Wenn Sie zu klopfen beginnen, verändern sich Ihre Gefühle und manchmal verändern sie sich so sehr, dass Sie das Bedürfnis verspüren, den Erinnerungssatz mitten in einer Sequenz zu verändern. Das ist völlig in Ordnung und ein gutes Zeichen dafür, dass das Problem sich bereits zu verändern beginnt, sich auf die Lösung zu bewegt.

Wie Sie die Veränderungen überprüfen


Eine gute Möglichkeit herauszufinden, wie Sie selbst oder eine andere Person sich fühlen, ist das Einordnen dieses Gefühls auf einer Skala. Offiziell spricht man in diesem Zusammenhang vom „Erheben des SUE-Wertes auf der SUE-Skala“, wobei SUE für subjective units of experience steht (wörtlich: subjektive Erfahrungseinheiten).

Dies bedeutet, dass Sie sich selbst die folgende Frage stellen:

„Wenn mir eine Skala von –10 bis +10 zur Verfügung steht, wobei –10 das größtmögliche Maß an Schmerz / innerer Erregung / Stress / Angst / Trauer oder Unbehagen zum Ausdruck bringt und +10 das größtmögliche Maß an Freude / Glück / Wohlbefinden – wo würde ich das Gefühl einordnen, das ich in diesem Moment empfinde?

An welcher Stelle der Skala befinde ich mich im Augenblick?“

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, fahren Sie mit dem Finger die Skala entlang und achten Sie genau darauf, welche Stelle sich „richtig anfühlt“.

Diese Methode lässt sich auf Stress ebenso anwenden wie auf Emotionen und körperliche Empfindungen oder sogar auf Überzeugungen, mit denen jemand vielleicht ein Problem hat.

Betrachten Sie nun die Skala und beurteilen Sie danach:

– wie gestresst Sie sich im Moment fühlen;

– wie deprimiert Sie sich fühlen;

– wie stark Ihr Bein schmerzt;

– wie stark Ihre Höhenangst ist;

– wie viel Stress Sie bei einer speziellen Erinnerung empfinden;

– wie sehr Sie eine bestimmte Person lieben;

– wie hoch der Wahrheitsgehalt einer bestimmten Aussage ist;

– wie glücklich Sie im Augenblick sind.

Bevor Sie damit beginnen, zu einem bestimmten Thema die Punkte zu klopfen, nehmen Sie sich die Zeit, eine Bewertung auf der SUE-Skala vorzunehmen, und merken Sie sich Ihren Wert. Nachdem Sie eine EFT-Sequenz absolviert haben, nehmen Sie eine neuerliche Bewertung vor; so stellen Sie sofort fest, ob und wie sehr sich etwas verändert hat. Dies ist eine gute Möglichkeit festzustellen, wie gut die Methode gewirkt hat oder ob Sie eine weitere Sequenz benötigen.

In manchen Fällen kann sich die Bewertung eines Problems in einer einzigen Sequenz von –10 zu +10 ändern. Eine solche Veränderung ist natürlich sehr beeindruckend, man spricht deshalb auch vom „EFT-Minutenwunder“ oder vom „Energy-EFT-Wunder“.

Meistens aber werden Sie als ersten Schritt eine Verbesserung von –10 etwa auf –7 erleben, die sich nach einer weiteren EFT-Sequenz meist auf –3 oder –2 reduziert. Das bedeutet, dass die Wirkung der Methode bereits eingesetzt hat, dass jedoch noch mehr getan werden muss.

Wir hören jedoch nicht am „Nullpunkt“ auf, sondern – und dies ist der entscheidende Teil dieser neuen Energiearbeit – wir wollen das Fließen der Energie bis weit in die positive Seite der SUE-Skala hinein verbessern. Denn erst im positiven Bereich beginnen wir, uns wirklich besser zu fühlen, weil – wie es einmal jemand treffend formulierte – unsere Batterien dann nahezu vollständig wieder aufgeladen sind und unsere Lebensgeister zurückkehren.

Die SUE-Skala bildet sozusagen den „roten Faden“ für das Bearbeiten Ihrer Themen mit Energy EFT. Mit dieser Skala können Sie Ihren Stress ebenso einschätzen wie Ihre Fortschritte und Sie haben die Sicherheit, dass Sie nicht zu früh mit dem Klopfen aufhören; denn oft bewirkt eine einzige EFT-Sequenz mehr den Unterschied zwischen reiner Schmerzbefreiung und einer energetisierenden, aufregenden oder wirklich heilenden Erfahrung.

Vorschlag zum Einstieg

Schätzen Sie mithilfe der SUE-Skala eine Woche lang täglich Ihr Stressniveau ein; klopfen Sie täglich alle Punkte und verbessern Sie Ihren Energiestrom so lange, bis Sie sich rundum wohl und voller Energie fühlen und einen hohen Wert auf der positiven Seite der Skala erreicht haben.

Diese Übung wird Ihnen helfen, ein besseres Verständnis für das Zusammenwirken von Stress und Energiestrom zu entwickeln, und sie wird Ihnen eine deutlich angenehmere Woche bescheren.

Wie Sie weitere EFT-Sequenzen gestalten

Haben Sie Ihre ursprüngliche Eröffnungsaussage etwa folgendermaßen formuliert: „Ich habe dieses Problem …“, und stellen Sie nach der ersten Sequenz und nach erneuter Einordnung auf der SUE-Skala fest, dass es Sie zwar nicht mehr so stark belastet wie zuvor, aber noch nicht vollständig gelöst ist, dann verändern Sie nun Ihr Set-up, also Ihre Eröffnungsaussage, und zwar so:

• „Es belastet mich immer noch ein Teil dieses Problems.“

Ist Ihr SUE-Wert so weit gesunken, dass Sie das Problem „nur noch ein ganz klein wenig“ wahrnehmen (was in der Regel einem Wert von –2 oder –1 auf der Skala entspricht), so beginnen Sie den nächsten Durchgang mit folgender Eröffnungsaussage:

• „Ich möchte dieses Problem jetzt vollständig überwinden!“

Sind Sie dann am Nullpunkt in der Mitte der SUE-Skala, also im „Niemandsland“, angekommen und stellen fest, dass das Problem verschwunden ist und Sie nichts mehr empfinden, wenn Sie daran denken, dann ist es höchste Zeit sich zu überlegen, wie Sie sich fühlen wollen. Also anstatt an das Problem zu denken, sollten Sie nun überlegen, welche positiven Emotionen oder welche Energie Sie in Ihr Leben einladen möchten; nutzen Sie diese dann als positives Set-up, zum Beispiel:

• „Ich möchte mich großartig / fantastisch fühlen!“

Klopfen Sie mit dieser Aussage, so führt dies Sie auf die positive Seite der SUE-Skala, denn der Energiestrom verbessert sich weiter und Sie beginnen, positive Emotionen zu spüren.

Nun wollen wir das Fließen der Energie noch weiter verbessern und Ihre SUE-Werte in hohe positive Bereiche (+7 und darüber) steigern; klopfen Sie dazu eine Sequenz mit einer Aussage wie:

• „Ich möchte mich noch großartiger fühlen!“

… oder wählen Sie jede andere positive Formulierung oder jeden Wunsch, der Ihnen einfällt.

Achten Sie wirklich ganz genau auf das angenehme Gefühl, das sich einstellt, wenn die Energie immer besser fließt, und genießen Sie es! Das ist alles.

Energy EFT ist wirklich so einfach. Sie brauchen sich keine Gedanken zu machen, ob Sie vielleicht etwas falsch machen oder Ihr Set-up falsch formulieren. Energy EFT ist immer gut für Sie – wenn Sie es nur anwenden!

Energy EFT regt grundsätzlich immer das Energiesystem an, verbessert den Energiefluss, löst alte energetische Blockaden, entspannt, beruhigt und trägt dazu bei, dass Sie sich wohler fühlen. Mit zunehmender Übung wird es Ihnen immer leichter fallen, gute Set-ups zu formulieren, und Energy EFT wird Ihnen immer neue Energien erschließen.

Das Heilungserlebnis

Vielleicht haben Sie schon viele Geschichten rund um die Wirkung von EFT gehört oder gelesen, in denen von Menschen berichtet wird, die zu einem Thema geklopft und dabei etwas absolut Erstaunliches erlebt haben. In einem solchen Fall ist nicht nur das Problem innerhalb weniger Augenblicke einfach verschwunden, es hat auch ein besonderer Augenblick der „Erleuchtung“ stattgefunden, der alles verändert. Die betreffende Person war nicht nur ihr Problem los, sie war darüber hinaus völlig ergriffen und begeistert, vollführte wahre Freudensprünge. Genau diese Heilungserlebnisse haben viele Menschen bewogen, EFT anzuwenden und diese Freude mit anderen zu teilen.

In diesem Zusammenhang wird oft vom „EFT-Minutenwunder“ oder vom „EFT-Wunder“ gesprochen; diese Begriffe sollen Momente beschreiben, in denen jemand von einer grundlegenden Veränderung so unmittelbar wie von einem „Blitzschlag“ getroffen wird; wir bezeichnen sie daher einfach als energetische „Heilungserlebnisse“.

Dabei geschieht Folgendes: Das Energiesystem wird von einer massiven Blockade befreit und die Energie kann plötzlich frei fließen, oft zum ersten Mal seit Langem; die Energie, die sich hinter der Blockade aufgestaut hatte, strömt dann wie ein Sturzbach, ungestüm und mit ganzer Kraft durch das Energiesystem und löst dieses Gefühl eines „Blitzeinschlags“ aus, der das gesamte Energiesystem innerhalb eines Augenblicks für immer verändert. Nach einem solchen Ereignis wird die Welt für den jeweiligen Menschen nie mehr dieselbe sein; wir betrachten diese Heilungserlebnisse als echte „Erleuchtungserfahrungen“.

Was zunächst so mysteriös erschien, lässt sich ganz einfach erklären: Es geschieht genau dasselbe, was auch passiert, nachdem Sie die eine Glühbirne in einer Lichterkette gefunden haben, die keinen Kontakt hatte; Sie klopfen einmal kurz darauf und plötzlich gehen sämtliche Lichter der Kette an – Helligkeit erstrahlt, wo vorher nur Dunkelheit war.

Das Heilungserlebnis ist das Ziel aller Energy-EFT-Anwendungen. Dieser blitzartige Energieschub ist der größte Unterschied zwischen Energiearbeit und anderen Therapieformen.

Verbessern wir den Energiestrom Schritt für Schritt, indem wir die SUE-Skala verwenden und uns mit jedem Punkt und jeder Sequenz, die wir klopfen, immer weiter zum Positiven hin vorarbeiten, kommt irgendwann ein solches Heilungserlebnis.

Betrachtet man den Vorgang genauer, so erkennt man, dass es gar nicht passieren kann, dass das Heilungserlebnis ausbleibt, denn: Erreicht der Energiestrom nämlich eine gewisse Stärke, so tritt dieser Durchbruch zwangsläufig ein und das Heilungserlebnis findet statt.

Danach wird das Problem in seiner alten Form nie mehr zurückkommen. Es ist wirklich ein für alle Mal gelöst. Wir können sogar sagen, dass – solange noch kein Heilungserlebnis eingetreten ist – das Problem noch nicht vollständig gelöst ist; in diesem Fall kann es sehr wohl erneut auftreten und wir müssen es nochmals bearbeiten.

Natürlich warten wir immer auf ein Heilungserlebnis, aber das heißt nicht, dass wir enttäuscht sein müssten, wenn es während der ersten EFT-Sequenzen noch nicht eintritt. Solange wir das Fließen der Energie immer weiter verbessern, bewegen wir uns in die richtige Richtung, nämlich auf das Heilungserlebnis zu. Schaffen Sie es mit einer Sequenz, auf der SUE-Skala auch nur einen Punkt weiter in Richtung der positiven Seite (+10) zu kommen, so ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

Bleiben Sie dran und verbessern Sie beständig Ihren Energiestrom, dann wird das Heilungserlebnis mit Sicherheit kommen. Natürlich ist es großartig, wenn das bei der ersten EFT-Sequenz oder in der ersten Sitzung bereits gelingt; benötigen Sie dafür aber zwei oder drei Sitzungen, so ist das genauso gut.

Arbeiten Sie weiter daran, Ihren Energiestrom zu verbessern, und Sie sind auf dem richtigen Weg zum Heilungserlebnis, diesem Augenblick der „Erleuchtung“, in dem wirkliche Veränderung stattfindet, die das Hauptmerkmal und das Geschenk moderner Energiearbeit darstellt.

So verbessern Sie das Fließen der Energie

Probieren Sie es nun einfach einmal übungshalber aus: Stufen Sie zunächst den Stress, den Sie in diesem Moment empfinden, auf der neuen SUE-Skala (oder Energy-EFT-Skala) ein!


Machen Sie dann eine vollständige Energy-EFT-Sequenz, beginnen und beenden Sie diese mit der Herzposition, benutzen Sie als Set-up „Ich möchte meinen Stress lösen!“ und als verkürzte Erinnerungsformel „Stress“ bei jedem Punkt, den Sie klopfen.



Klopfen Sie langsam und achtsam und atmen Sie dabei tief ein und aus.

Nach Ende der ersten Sequenz überprüfen Sie Ihr Stressniveau mithilfe der SUE-Skala – bei welchem Wert stufen Sie Ihren Stress jetzt ein?

Sobald Ihr SUE-Wert bei 0 liegt, beginnen Sie die nächste Sequenz mit dem Set-up „Ich möchte meinen Energiestrom verbessern!“ und nehmen Sie dabei wieder die Herzposition ein; als verkürzte Erinnerung verwenden Sie das Wort „Energie!“

Wiederholen Sie dieses Verfahren so lange, bis Sie mit Ihrer Einstufung auf der positiven Seite der SUE-Skala ankommen. Achten Sie genau darauf, wie Sie sich dabei fühlen und was Sie in Ihrem Körper spüren.

Üben Sie dieses einfache Energy-EFT-Basisverfahren, das Sie vom Stress zur Ruhe bringt und zu positiven Empfindungen führt. Dabei werden Sie lernen, wie Energy EFT funktioniert. Wenn Sie das Verfahren dann beherrschen, können Sie es auf alle Ihre Probleme anwenden.

Tipps für das Klopfen

– Bei Energy EFT sind Ihre Hände Ihre Werkzeuge; es sind Ihre „Energiehände“, die die Punkte auf Ihrem Energiekörper beklopfen. Das Wissen um diesen Zusammenhang hilft, Ihre „heilenden Hände“, die heilende Energie in Ihren Händen zu aktivieren, und verbessert die Ergebnisse.

– „Fester“ zu klopfen nützt nichts. Achten Sie darauf, wie sich der Kontakt Ihrer Fingerspitzen mit Ihrem Körper anfühlt; das Klopfen sollte sich angenehm anfühlen und entspannend wirken. Probieren Sie aus, wie Sie für sich persönlich am besten klopfen.

– Klopfen Sie sanft und rhythmisch mit dem Zeigefinger.

– Atmen Sie während des Klopfens tief ein und aus; nehmen Sie sich auch zwischen den Punkten Zeit für ein einmaliges tiefes Ein- und Ausatmen.

– Bleiben Sie entspannt, während Sie klopfen. Lassen Sie die Schultern sinken, entspannen Sie Gesicht, Nacken und Arme, die Handgelenke, die Hände und Finger, denn dies unterstützt den Energiefluss.

– Bewegen Sie sich ein wenig, damit Ihr Körper beim Klopfen locker und entspannt bleibt.

Alternativen zum Klopfen

Anstatt die Punkte zu beklopfen, können Sie sie auch durch sanftes Massieren oder einfach durch Berührung stimulieren. Probieren Sie aus, welche Methode Ihnen am meisten liegt:

• Absolvieren Sie eine Sequenz und massieren Sie dabei die Punkte sanft, anstatt zu klopfen;

• Absolvieren Sie eine weitere Sequenz und legen Sie Ihren Zeigefinger einfach auf die Punkte; atmen Sie tief.

Die Punkte zu massieren oder zu halten kann eine gute Alternative sein, etwa bei Kopfschmerzen oder Zahnschmerzen, oder während Sie intensiv über Ihr Thema nachdenken wollen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, klopfen Sie!

Allgemeine Tipps zur Verbesserung des Energiestroms

Während einer Energy-EFT-Sitzung können drei Dinge dazu beitragen, den Energiestrom zu verbessern.

1. Atmen

Geraten wir unter Stress, so beginnen wir, flach und unregelmäßig zu atmen; erinnern Sie sich deshalb selbst immer wieder daran, dass tiefes Atmen den Energiefluss verbessert.

Hin und wieder kann es auch hilfreich sein, für einen Augenblick nach draußen zu gehen und frische Luft zu atmen oder ein Fenster zu öffnen, um frische Luft ins Zimmer zu lassen.

2. Bewegung

Bewegen Sie sich, entspannen Sie Nacken und Schultern.

Stehen Sie hin und wieder auf und schütteln Sie Hände und Füße aus, das stimuliert das Strömen der Energie; achten Sie grundsätzlich immer darauf, ob Körperteile sich blockiert, verspannt oder verkrampft anfühlen. Nehmen Sie sich dann einen Augenblick Zeit und bewegen Sie sich; das hilft, verspannte Muskeln und Sehnen wieder zu entspannen, und kann Ihre Arbeit voranbringen.

3. Wasser trinken

Halten Sie immer etwas Wasser bereit und trinken Sie zwischen den EFT-Sequenzen ein wenig davon.

Auch das hilft, Ihren Körper und Ihr Energiesystem aufzuwecken,

Sie führen sich damit eine Extraportion frischer Energie zu und vermeiden Austrocknung, wenn Sie mehrere Sequenzen zu einem bestimmten Problem benötigen.

Energy EFT auf einen Blick

Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich fragen, ob Sie stark unter Stress stehen. Wenn ja, klopfen Sie einfach eine oder zwei Sequenzen mit der Aussage „Stress!“, um Ihr Energiesystem von Stress zu befreien; so können Sie klarer denken. Wenn Sie dann bereit sind, gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Benennen Sie Ihr Problem klar, direkt und ehrlich.

Schritt 2: Stellen Sie mithilfe der SUE-Skala fest, wie sehr Ihr Problem Sie belastet.

Schritt 3: Nehmen Sie die Herzposition ein, atmen Sie drei Mal tief ein und aus und sprechen Sie Ihre Eröffnungsaussage, Ihr Set-up, laut aus.

Schritt 4: Wiederholen Sie Ihre Eröffnungsaussage oder eine verkürzte Erinnerungsformel und wiederholen Sie diese an jedem Punkt, den Sie klopfen. Beginnen Sie am höchsten Punkt des Kopfes und gehen Sie abwärts bis zum Handkantenpunkt. Atmen Sie immer ein Mal tief ein und aus, bevor Sie zum nächsten Punkt gehen.

Schritt 5: Nehmen Sie erneut die Herzposition ein und atmen Sie drei Mal tief ein und aus.

Schritt 6: Nehmen Sie eine erneute Bewertung auf der SUE-Skala vor. Jede Veränderung in Richtung +10 ist ein Erfolg!

Weitere Sequenzen: Wählen Sie eine neue Eröffnungsaussage, um eventuell noch verbliebene Energieblockaden zu lösen, damit der SUE-Wert für das Problem auf null sinkt. Machen Sie dann weitere Sequenzen mit dem Ziel, den Wert für den Energiestrom über null hinaus in das positive Feld der SUE-Skala zu bringen und bis hinauf zu +7 oder noch höher zu steigern.

Glückwunsch, Sie können Energy EFT jetzt anwenden!



TEIL 2


Energy EFT als Selbsthilfe

Empfehlenswerte Einstellungen und Verhaltensweisen

Das Besondere an Energy EFT ist, dass jeder, der es lehrt oder darüber schreibt oder mit Klienten arbeitet, gleichzeitig etwas für sich selbst tut. Es ist also auch eine Selbsthilfetechnik. Es ist für alle Menschen gleichermaßen ein außergewöhnliches Hilfsmittel und auch die Herausforderungen, denen wir begegnen, wenn wir Energy EFT als Selbsthilfemethode anwenden, sind für alle weitgehend dieselben, ob sie nun bereits „EFT-Gurus“ sind oder zum ersten Mal ein solches Buch in der Hand halten.

In den nachfolgenden Kapiteln wollen wir erkunden, wie wir Energy EFT als Selbsthilfe möglichst leicht, kraftvoll und effektiv gestalten können.

Jeder EFT-Anwender muss sich für den Umgang mit seinen Klienten gewisse Einstellungen und Verhaltensweisen zueigen machen, die auch in der Selbsthilfe unverzichtbar sind; wir wollen deshalb zunächst einen Blick auf diese wichtigen Strukturen werfen, damit wir sie auch in der Selbsthilfe für optimale Ergebnisse einsetzen können.

Setzen Sie – im Hinblick auf Selbsthilfe – in den im Folgenden erläuterten Empfehlungen jeweils sich selbst an die Stelle des „Klienten“!

• Treten Sie dem Klienten mit einer positiven Einstellung gegenüber.

In der Selbsthilfe sind selbstverständlich Sie selbst der Klient. Und alle Klienten verdienen unseren Respekt, unser Mitgefühl, unsere Liebe und Unterstützung, mit anderen Worten: Wir sind ihnen eine positive Einstellung schuldig.

Wir müssen dafür sorgen, dass der Klient so wenig Stress wie möglich hat und dass wir ihn während der gesamten Sitzung sanft und liebevoll begleiten.

Sie sind also aufgefordert, sich selbst zu beobachten und sich daran zu erinnern, freundlich zu sich selbst zu sein. Falls Sie feststellen, dass Sie mit Ihren Fortschritten nicht zufrieden sind und sich frustriert und enttäuscht fühlen, bauen Sie mehr Stress ab! Verweilen Sie etwas länger in der Herzposition, um sich zu zentrieren. Beklopfen Sie Ihren Körper liebevoll, so, wie Sie einen Menschen berühren würden, den Sie von Herzen lieben und den Sie nach allen Kräften und Möglichkeiten unterstützen wollen.

Diese Ratschläge sind natürlich immer und für jede Form der Selbsthilfe gut; in der Energiearbeit mit EFT wirken sie sich jedoch unmittelbar auf das Verfahren aus, das dadurch reibungsloser, schneller und erfolgreicher verläuft.

• Machen Sie dem Klienten Mut.

Ermutigung und positive Rückmeldung tragen ganz entscheidend dazu bei, dass der Klient sich entspannt und mit Energy EFT eine wunderbare Erfahrung machen kann. Bei Selbsthilfe schaffen wir diese Energie, indem wir während der gesamten Klopfsequenzen laut mit uns selbst sprechen.

Sprechen Sie Ihre Set-up-Aussage immer laut aus, ebenso die Erinnerungsworte; dies hilft Ihnen, fokussiert zu bleiben, und aktiviert Ihr Nervensystem intensiver. Einer der Hauptgründe für Fehlschläge und Misserfolge bei der Selbsthilfe mit EFT ist, dass die Sätze nicht laut ausgesprochen werden und der Fokus verloren geht, weil die Gedanken von einer Sache zur nächsten springen.

Erinnern Sie sich selbst immer wieder daran, tief zu atmen, sich zu bewegen, zwischen den einzelnen EFT-Sequenzen Wasser zu trinken. Sprechen Sie auch Sätze wie etwa den folgenden immer wieder laut aus: „Ich atme wieder zu flach, ich muss jetzt erst einmal wieder tief ein- und ausatmen …“ Dies hilft Ihnen, konzentriert bei der Sache zu bleiben und das Richtige zu tun.

Gestatten Sie sich, das, was in Ihnen vorgeht, mit Gesten, Geräuschen und Ausrufen anschaulich zu machen. Sprechen Sie laut aus, was Ihnen gerade in den Sinn kommt, und lassen Sie auch Ihren Körper sprechen, gerade so, als würden Sie mit einem EFT-Anwender arbeiten und wollten ihm mitteilen, was in Ihrem Inneren geschieht.

Vergessen Sie nicht: Es geht darum, bei der Sache zu bleiben und das Fließen der Energie im gesamten Körper zu verbessern. Ihr „EFT-Prozess“, der Sie weg vom Problem und hin zu einem deutlich größeren Wohlbefinden führt, wird sich umso angenehmer und leichter gestalten, je besser Sie sich dabei selbst unterstützen.

• Sorgen Sie dafür, dass der Klient bei der Sache bleibt.

Im Unterschied zu den gängigen Stressbewältigungsmethoden und „Akutmaßnahmen“ wirkt EFT am besten, wenn Sie selbst entscheiden, woran Sie arbeiten wollen, und es dann von Anfang bis zum Ende „durchziehen“. Genau so würde auch ein EFT-Anwender vorgehen, dem Sie von Ihrem Problem berichtet haben: Er würde Ihnen helfen, bei der Sache zu bleiben, und Sie beim Lösen des Problems, mit dem Sie zu ihm kamen, von Beginn an bis zum Heilungserlebnis begleiten.

Arbeiten wir für uns selbst, so kann es durchaus vorkommen, dass wir willkürlich von einem Gedanken, von einer Erinnerung oder einem Gefühl zum nächsten springen. In der Vergangenheit haben viele Menschen unzählige Klopfsequenzen für „dies und das“ absolviert und haben „hier und da“ ein wenig an der Oberfläche ihres Problems gekratzt; sie haben jedoch keines ihrer Probleme wirklich gelöst und, was noch bedauerlicher ist, sie haben am Ende nie erfahren, wie viel Energie ein Heilungserlebnis bringen kann.

Haben wir einen EFT-Anwender an unserer Seite, so wird er uns zunächst dabei unterstützen, herauszufinden, woran wir arbeiten wollen; dies ist der erste Schritt zur Lösung unseres Problems. Dann hilft er uns, bei der Sache zu bleiben. Arbeiten Sie alleine für sich selbst, so empfehlen wir, das Problem aufzuschreiben, sodass Sie es immer vor sich haben, zum Beispiel: „Ich habe Angst vor Spinnen.“

Wollen Sie in den Genuss der wunderbaren Wirkung der Energy-EFT-Selbsthilfe kommen, so ist es äußerst wichtig, dass Sie nicht abschweifen, sondern vom Anfang bis zur Lösung (dem Heilungserlebnis) an Ihrem Problem dranbleiben.

• Machen Sie sich Notizen über andere wichtige Themen, die auftauchen

Wenn Sie mit dem Klopfen beginnen, kommen sowohl die Energie wie auch Gedanken, Gefühle, Ideen und Erinnerungen in Fluss. Vielleicht fällt Ihnen ein Kindheitserlebnis ein, zum Beispiel, dass Sie einmal kein Geburtstagsgeschenk bekommen haben. In einem solchen Fall sollten Sie nicht mittendrin das Thema wechseln, sondern es sich auf einem separaten Zettel für später notieren. Arbeiten Sie dann an dem Problem weiter, mit dem Sie zunächst begonnen hatten, in unserem Beispiel „Angst vor Spinnen“.

Schreiben Sie jedes Thema auf einen eigenen Merkzettel und sammeln Sie diese in einer kleinen Schachtel (Box), in einem Korb oder einem anderen Gefäß für spätere Bearbeitung. So können Sie störende Gedanken, die Sie im Moment ihres Auftauchens nicht bearbeiten können, zurückstellen. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie dann einen Zettel wie ein Los „ziehen“ und bearbeiten. Werden Sie dabei unterbrochen, bevor es zu einem Heilungserlebnis kommen konnte, so legen Sie den betreffenden Zettel in Ihr Gefäß zurück; Sie können ihn dann bei anderer Gelegenheit erneut hervorholen und zu Ende bringen.

Sie werden auch feststellen, dass sich durch das Lösen bestimmter Probleme andere mit lösen. Gehen Sie hin und wieder die Zettel in Ihrem Gefäß durch. Sie werden sofort merken, wenn das Problem auf einem Zettel aufgehört hat zu existieren; dann können Sie diesen Zettel entfernen.

Menschen, die mit dem Sammeln von Themen in ihrer „EFT-Box“ bereits Erfahrung haben, berichten von einem weiteren Phänomen: Sich die verschiedenen Probleme immer wieder „vorzunehmen“, sie sich in Form eines Zettels konkret „vor Augen zu führen“, das kann dazu beitragen, Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichsten Symptomen, Problemen und zugrunde liegenden Ursachen aufzudecken.

Sich gelegentlich anzuschauen, was sich in der „EFT-Box“ angesammelt hat, und die Themen (und die Set-ups dazu) zu aktualisieren – das ist für sich genommen schon äußerst interessant und kann Ihnen helfen, Ihre persönliche Entwicklung in völlig neuer Weise auf dem aktuellen Stand zu halten.

• Stellen Sie sicher, dass der Klient nicht zu früh mit dem Klopfen aufhört!

Das ist außerordentlich wichtig. Sind Sie auf der SUE-Skala ein paar Punkte vorangekommen, so kann sich das durchaus so anfühlen, als wäre es schon alles, was Sie brauchen oder wollen; das ist jedoch ein Trugschluss. Sie sollten den Energiestrom unbedingt so sehr in Bewegung bringen, dass Sie mehr empfinden als einfach nur Erleichterung oder Ruhe oder die Abwesenheit negativer Gefühle.

Das großartige Geschenk moderner Energiearbeit ist, dass wir von den negativen Zahlen auf der Skala über den Nullpunkt hinaus in den positiven Bereich gelangen können, wo wir gute, heilsame Erfahrungen machen können. Lassen Sie diese wertvolle Gelegenheit zu echter Heilung, zu einem Entwicklungssprung nicht ungenutzt verstreichen und seien Sie niemals mit dem Zweitbesten zufrieden.

Natürlich haben Sie es leichter, wenn Sie einen EFT-Anwender an Ihrer Seite haben, der Sie ermutigt, einen weiteren Schritt zu tun, der Sie daran erinnert, dass Sie noch nicht im positiven Bereich der SUE-Skala angekommen sind und mindestens eine weitere Klopfsequenz benötigen, wenn Sie sich erschöpft und müde fühlen. Arbeiten Sie für sich alleine mit Energy EFT als Selbsthilfe, so sollten Sie den Willen und die Disziplin aufbringen, bis zum bestmöglichen Ergebnis weiterzumachen: bis sich ein guter Energiefluss und positive Gefühle am oberen Ende der SUE-Skala (bei +7 oder darüber) eingestellt haben.

Bleiben Sie auf das strahlend weiße Ende der Skala fokussiert und richten Sie Ihr gesamtes Streben darauf aus, dorthin zu gelangen, denn dort sind Gesundheit und Glück zu finden und das ist unser Ziel!

Absolvieren Sie, wenn nötig, noch eine weitere Sequenz nur für „Energie!“ und bringen Sie so Ihr Energiesystem richtig in Schwung. Das bringt Sie ins Leben zurück, weckt Sie auf, verleiht Ihrem Denken Klarheit und Logik und Ihrem Körper kraftvolle, energiegeladene Gefühle und Empfindungen.

• Empfehlen Sie dem Klienten, wenn nötig, einen erfahreneren EFT-Anwender.

Behandeln Sie sich selbst wirklich so, als wären Sie Ihr eigener Klient, jemand, für den Sie verantwortlich sind und dem Sie so gut wie möglich helfen wollen.

Es gibt durchaus Themen und Probleme, mit denen eine so massive emotionale Störung verbunden ist, dass es nicht nur für Anfänger, sondern für jeden, selbst für einen EFT-Trainer, zu schwierig wäre, diese in Selbsthilfe zu lösen. Fühlen Sie sich schon bei dem Gedanken daran, ein solches Problem in Selbsthilfe zu bearbeiten, überfordert oder überwältigt, und verändert sich dieses Gefühl auch nicht nach mehreren EFT-Sequenzen zum Stressabbau mit dem Set-up „Dieses Problem überwältigt mich!“, so brauchen Sie sich nicht zu schämen, wenn Sie sich Hilfe suchen.

Vereinbaren Sie in einem solchen Fall einen Termin mit einem erfahrenen EFT-Anwender. Zwei Köpfe sind besser als nur einer und moderne Energiearbeit sollte niemals Angst auslösen oder schmerzvoll sein.

• Erinnern Sie den Klienten daran, dass das weitere Bearbeiten zu Hause von großer Bedeutung ist.

Der Wert von Energy EFT ist nicht auf großartige Sitzungen beschränkt, in denen gigantische Probleme gelöst werden. Sein großer Vorteil besteht gerade darin, dass wir uns in unserem Alltag, im täglichen Leben selbst helfen können; wir können Stress abbauen und uns mit frischer Energie aufladen, wann immer wir es brauchen.

Jeder EFT-Anwender wird seine Klienten anregen, es auch zu Hause anzuwenden. Er wird mit ihnen besprechen, welche einfachen Set-ups in der Zeit zwischen zwei EFT-Sitzungen am sinnvollsten und hilfreichsten sein könnten.

Wenden Sie Energy EFT als Selbsthilfemethode an, so müssen Sie mit sich selbst ausmachen, welche Maßnahmen Sie zu dem jeweiligen Zeitpunkt am besten unterstützen können. Gut geeignet sind einfache Set-ups, die leicht zu merken sind und immer passen, wie etwa „Energie!“, „Liebe!“ oder „Freude!“ oder einfach „Freiheit von Stress!“. Sie können Ihre Selbsthilfesitzung auch damit beenden, dass Sie sich überlegen, welche positiven Energien Ihnen zu diesem Zeitpunkt besonders hilfreich sein könnten; Ihre Selbsthilfe wird dadurch noch effektiver.

Der letzte wichtige Rat für die Selbsthilfe ist:

• Seien Sie liebevoll zu Ihrem Klienten!

Seien Sie freundlich, seien Sie geduldig mit sich selbst. Geht Ihre Geduld zur Neige, so arbeiten Sie mit EFT daran, mitfühlender und liebevoller zu sein und den nächsten Schritt besser erkennen zu können.

Halten Sie immer wieder inne und stellen Sie sich selbst die Fragen: „Wenn die Person, mit der ich hier arbeite, jemand wäre, den ich wirklich zutiefst und von Herzen liebte, zu welchem Set-up würde ich ihr als Nächstes raten? Wie würde ich diese Person behandeln? Wie kann ich sie noch mehr unterstützen?“

Stellen wir uns vor, mit jemand anderem als uns selbst zu arbeiten, so eröffnet dies eine weitere Dimension von Fürsorge und Mitgefühl und dies ist der Schlüssel zum wahren Erfolg mit Energy EFT als Selbsthilfe. Denken Sie also bei allem, wofür Sie klopfen, immer daran, dass Sie selbst der Klient sind, der die liebevollste Zuneigung verdient, und seien Sie immer gut zu sich selbst!

Wie Sie wirkungsvolle Set-ups formulieren

Der wichtigste Teil erfolgreicher Selbsthilfe mit Energy EFT ist ein gutes Set-up, also eine präzise, genau passende Eröffnungsaussage. Hierfür gilt ganz generell: Je einfacher und direkter ein Set-up ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, beim Klopfen gute Ergebnisse zu erzielen.

Dabei sollten wir immer daran denken, dass wir Störungen und Blockaden im Energiekörper bearbeiten. Diese Blockaden und Störungen sind unmittelbar verantwortlich für unsere negativen Emotionen, aber auch für alle möglichen „Stolpersteine“ oder Behinderungen, die unsere körperlichen Bewegungsabläufe ebenso beeinträchtigen können wie unser Denken, Fühlen und Handeln.

Wir können diese Blockaden in unserem Körper durchaus ganz konkret wahrnehmen, zum Beispiel als Zittern und Beben, als ein Gefühl von Druck oder Schwere, als Gefühle von Kälte oder Anspannung, Übelkeit, Druck im Kopf oder Ähnliches.

Es ist wirklich wichtig zu verstehen, dass Emotionen reale Empfindungen sind. Emotionen existieren nicht nur im Kopf, sie sind im Körper wahrnehmbar, spürbar, und genau daran sind echte Emotionen zu erkennen: Wir haben körperliche Empfindungen, für die es keine körperliche Ursache gibt.

Die unerwartete Kündigung des Arbeitsplatzes ließe sich zum Beispiel gut als „Schlag in die Magengrube“ beschreiben. Natürlich wurde dieses Gefühl nicht von einem wirklichen Faustschlag ausgelöst, sondern lediglich von einer Person auf der anderen Seite des Tisches, die die Worte aussprach: „Sie sind entlassen.“

Diese Erfahrung löste eine Reaktion im Energiekörper (im Bereich des Magens) aus und diese verursachte das Gefühl von Schmerzen in der Magengrube. Alle Emotionen wirken sich in dieser Weise aus.

Starke Emotionen sind körperlich schmerzhaft, die stärksten Emotionen sind so schmerzhaft, dass wir sie von tatsächlichen körperlichen Schmerzen nicht mehr unterscheiden können. Sie werden als psychosomatische Schmerzen bezeichnet und beschreiben ein sehr ernstes Problem im Energiesystem. Daneben haben wir die unterschiedlichsten Empfindungen und Emotionen von feinerer Art.

Wenn Sie mit Energy EFT beginnen, so empfehlen wir, sie zunächst an Problemen auszuprobieren, die Sie wirklich in Ihrem Körper spüren, denn Probleme, die schmerzhafte Emotionen verursachen, sollten so schnell wie möglich bearbeitet werden; außerdem lässt sich leicht wahrnehmen, wie sich diese starken Empfindungen zu verändern beginnen, sobald wir EFT anwenden.

Generell lautet die goldene Regel für erfolgreiche EFT-Set-ups, dass die Eröffnungsaussage eine emotionale Qualität haben sollte. Sie müssen körperlich spüren können, dass da etwas ist, was gelöst werden will.

Wenn man das Set-up nicht fühlen kann, dann wird sich auch nichts verändern. Auf „nichts“ zu klopfen bringt genau das – nichts. Klopfen wir auf etwas, was wir „ein bisschen“ spüren können, dann wird die EFT-Sequenz dazu führen, das wir uns „ein bisschen“ besser fühlen. Klopfen wir aber auf etwas, was wir wirklich stark spüren, dann können wir auch starke, eindrucksvolle Erfolge erreichen. Also:

Der emotionalen Beteiligung oder „Ladung“ kommt die größte Bedeutung zu, nicht etwa einer besonders geschickten Wortwahl.

Nicht mit „Stressaussagen“ klopfen!

Wie wir bereits gesehen haben, bringen Menschen unter Stress eine Menge Stressaussagen hervor; das ist völlig normal. Meist handelt es sich dabei um eine ganze Flut negativer Aussagen, die scheinbar endlos hervorströmen und immer negativer werden, je höher das Stressniveau steigt.

Stellen Sie fest, dass Sie sich in einer emotionalen Verfassung befinden, in der „alles ganz schrecklich“ ist und sich nach einer endlosen Liste von Nöten und Beschwerden anhört, dann sind Sie sehr gestresst und sollten zuallererst Stressabbau betreiben.

Wenden Sie dafür die Energy-EFT-Klopfsequenzen zum Stressabbau an, die wir auf Seite 37 ff. bereits ausführlich besprochen haben, und zwar so lange, bis Sie sich so weit beruhigt haben, dass Ihnen klar wird, was denn eigentlich das Problem ist.

Ein Beispiel

Ich hatte einmal mit einer jungen Frau zu tun, die sich so schrecklich über ihren Freund aufregte, dass sie ihn mit den übelsten Schimpfwörtern belegte, ihm unterstellte, sich nichts aus ihr zu machen, und sich am Ende selbst die Schuld gab, nach dem Motto: „Warum gerate ich immer an die falschen Männer? Was stimmt nicht mit mir? Warum bin ich eine solche Idiotin? Ich wollte, ich wäre tot!“

Auch wenn sich jede dieser Aussagen auf den ersten Blick nach einer guten Eröffnungsaussage anhört, so handelt es sich doch nur um Stressaussagen. Nachdem die junge Frau erst einmal nur für „Stress“ geklopft hatte, war sie in der Lage, zu erkennen, was sie so in Rage gebracht hatte: Sie hatte ihrem Freund eine lange und sehr bedeutungsvolle Nachricht gesandt, worauf er lediglich geantwortet hatte: „Keine Zeit, ich ruf’ dich später an.“

Sie war schockiert, fühlte sich zurückgewiesen und regte sich furchtbar auf; für die nächste Klopfsequenz wählte sie daher die Worte „Schockiert, aufgeregt und zurückgewiesen!“ Dies half ihr zu erkennen, dass es sich dabei um ein Problem handelte, das sie ihr gesamtes bisheriges Leben begleitet hatte, und dass sie nun die Gelegenheit hatte, es zu lösen.

Sie klopfte weitere Runden mit „Ich bin liebenswert“ und schließlich „Ich liebe mich und andere lieben mich auch, vor allem mein Freund!“ und verbesserte damit ihren Energiefluss bis auf die positive Seite der Skala. Damit war der Tag gerettet – und ebenso ihre Beziehung.

Ich kann Ihnen daher nur noch einmal empfehlen:

Wenn Sie sehr gestresst oder emotional verstört sind, klopfen Sie zuerst einige Sequenzen einfach nur mit dem Wort „Stress“ als Set-up.

Langfristig werden Sie damit eine Menge Zeit sparen, Sie werden in der Lage sein, vor allem in der Selbsthilfe bessere, genauere und wirkungsvollere Eröffnungsaussagen zu formulieren.

Mit eigenen Worten formulieren

In der Ausbildung der EFT-Anwender betonen wir immer wieder, wie wichtig es ist, dass die Menschen ihre eigenen Worte benutzen, ihre ganz persönliche Art zu sprechen und niemals irgendetwas Künstliches oder Kompliziertes.

Diese Regel gilt auch, wenn Sie EFT als Selbsthilfetechnik anwenden: Sagen Sie es mit den Worten, mit denen Sie das Problem auch sonst normalerweise beschreiben.

Es ist wirklich ziemlich einfach, auch wenn wir immer wieder Fragen hören wie diese: „Ich habe Kopfschmerzen – welches Set-up soll ich verwenden?“ In diesem Fall ist das Set-up, zumindest für den Anfang, ganz klar: „Ich habe Kopfschmerzen!“

Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über Ihre Probleme oder Ihr Set-up. Je direkter, unmittelbarer und ehrlicher Sie formulieren, desto besser wird Ihr Set-up funktionieren.

Emotionen und Probleme möglichst genau benennen

EFT funktioniert am besten, wenn wir es auf ein bestimmtes Problem, eine ganz bestimmte Emotion, ein Gefühl oder eine bestimmte Situation anwenden. Die Aussage „Ich habe Kopfschmerzen!“ ist als Ausgangs-Set-up klar genug; sie wird sicher dazu beitragen, Stress abzubauen. Vielleicht werden Sie sogar spüren, wie der Schmerz etwas weniger wird oder sich leicht verändert.

Danach sollte die Aussage aber konkretisiert werden, etwa so: „Ich spüre einen Druck auf der linken Seite meines Kopfes, direkt über meinem linken Auge“, oder als kurze Erinnerungsformel: „Druck über meinem Auge.“ Damit benennen wir den Ort des Schmerzes sehr genau und nach einer weiteren Klopfrunde nehmen Sie vielleicht wahr, dass der Druck sich verlagert hat, an eine andere Stelle gewandert ist und vielleicht nicht mehr so intensiv ist wie zuvor.

Konkretisieren Sie die nächste Aussage noch mehr, etwa so: „Ich spüre einen leichten Schmerz auf der linken Seite meines Kopfes, direkt über dem Ohr“, oder als Erinnerungsformel: „Leichter Schmerz über dem linken Ohr.“ Derartige „wandernde Empfindungen“ sind in Wirklichkeit Energieblockaden, die einen Pfad, zum Beispiel einen Meridian, „entlangwandern“ und die den Energiekörper vollständig verlassen müssen. Sind sie draußen, so verschwindet auch der Kopfschmerz.

Beenden Sie das Verfahren mit einer spezifischen positiven Aussage darüber, was Sie anstelle des Kopfschmerzes gerne fühlen würden, etwa so: „Ich möchte, dass mein Kopf sich leicht und klar anfühlt“, oder als Erinnerungsformel: „Leicht und klar!“ Damit gelangen Sie auf die positive Seite der SUE-Skala.

Dieses Präzisieren des Set-ups funktioniert bei allen anderen Problemen genauso.

Beispiel: Eine „schlechte“ Mutter?

Anstatt ein so allgemeines Set-up zu verwenden wie „Ich bin eine schlechte Mutter!“, greifen Sie ein spezifisches Ereignis heraus, das das Problem veranschaulicht. In einem Beispiel aus meiner Praxis ging es darum, dass eine Mutter vergessen hatte, ihren Sohn rechtzeitig vom Kindergarten abzuholen, und die Erzieherinnen mit Blicken und Bemerkungen dafür sorgten, dass sie sich sehr schlecht fühlte. Sie formulierte das Set-up „Die Blicke und Bemerkungen der Erzieherinnen sorgten dafür, dass es mir richtig schlecht ging“ sowie die Erinnerungsformel „Blicke und Bemerkungen“. Nach dem Klopfen damit ging es ihr bedeutend besser. Mit dem Satz „Ich bin eine sehr gute Mutter und liebe meinen Sohn“ gelangte sie in den positiven Bereich der SUE-Skala und erkannte, dass sie stark unter Stress gewesen war und dass sie künftig besser darauf achten sollte, dass sie ihren Sohn zuverlässig und pünktlich abholen konnte.

Arbeiten wir mit EFT und dem Energiestrom, so klopfen wir nicht einfach „unsere negativen Gefühle weg.“ Das kann nicht alles sein: Energy EFT anzuwenden bedeutet, sich selbst in die Lage zu versetzen, die Dinge mit mehr Verstand und Logik zu tun und auch die Energie zu haben, sie gut und richtig zu machen.

Die Mutter, die so unter Stress gestanden hatte, dass sie ihren Sohn im Kindergarten vergaß, klopfte nicht nur das Gefühl weg, eine schlechte Mutter zu sein; ihr wurde klar, warum ihr das passiert war und was sie tun konnte, um dies künftig zu vermeiden, genauer gesagt: um es besser zu machen. Wir können also die systemische Struktur von Energy EFT nicht nur dafür nutzen, dass es uns besser geht, sondern auch – und das ist sehr wichtig –, um die Dinge künftig besser zu machen.

Mit einem weiteren Beispiel, in dem es um eine Erinnerung geht, möchte ich nochmals veranschaulichen, wie wichtig es ist, genau zu sein. Dies funktioniert so mit allen Erinnerungen.

„Ich habe Angst vorm Fliegen.“

Das ist eine sehr allgemeine Eröffnungsaussage, die einiges an Stress abbauen wird, die jedoch nicht exakt genug ist, um das Problem wirklich ein für alle Mal zu lösen. Für ein gutes Set-up brauchen Sie eine ganz spezifische Erinnerung, etwa eine kürzlich gemachte Erfahrung mit dieser Angst vor dem Fliegen. Wann genau waren Sie in einer solchen Situation? Wo befanden Sie sich? Wie fing es an?

In meinem Fallbeispiel sagte die betroffene Person: „Das letzte Mal, als ich wirklich Angst bekam, befand ich mich auf einem Flug nach Amsterdam. Ich war sowieso schon nervös und beim Start schien das Flugzeug plötzlich abzusacken, es war wie auf einer Achterbahn, ich fühlte mich, als würde ich vor lauter Panik aus meiner Haut fahren.“

„Ich fühlte mich, als würde ich vor Panik aus meiner Haut fahren“ ist eine sehr gute Eröffnungsaussage; als Erinnerungsformel eignet sich: „Aus meiner Haut fahren.“

Das nachfolgende Beispiel ist ebenfalls sehr spezifisch, hier handelt es sich um Heuschnupfen, der einen Mann, der nie zuvor darunter gelitten hatte, im Alter von 53 Jahren ganz unvermittelt befiel.

Heuschnupfen

Was geschah zu dem genannten Zeitpunkt in seinem Leben? Er hatte gerade die Diagnose Hautkrebs erhalten. Erinnerte er sich an einen ganz bestimmten Augenblick, der alles veränderte? Der Mann antwortete: „Ich erinnere mich sehr genau, dass ich in der Arztpraxis war und der Arzt mir erklärte, dass es zwei Arten von Hautkrebs gebe, eine harmlose Variante und eine tödliche, und dass ich an der letzteren erkrankt sei. Danach kann ich mich an fast nichts mehr erinnern, nur daran, dass ich irgendwann auf dem Parkplatz vor einem voll erblühten Rhododendron stand, am ganzen Körper zitterte und keine Luft mehr bekam …“

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass Energy EFT Heuschnupfen nicht heilen kann und eine Krebserkrankung erst recht nicht. Es wirkt auf unser Energiesystem und hilft, den Energiekörper zu heilen, es löst Blockaden und Umkehrungen und stellt das ausgeglichene, gesunde Fließen der Energie im Energiekörper wieder her.

Dies wirkt sich auf den Körper mittels unserer Emotionen aus – körperliche Empfindungen ohne körperliche Ursache. Natürlich können wir den Zusammenhang zwischen dem Schock der Krebsdiagnose und der Atemnot vor einem voll erblühten Rhododendron und dem plötzlichen Auftreten von Heuschnupfen „wissenschaftlich“ nicht nachweisen, unser gesunder Menschenverstand sagt uns jedoch, dass dieser Zusammenhang durchaus Sinn ergibt.

„Ich weinte vor dem blühenden Busch“ war die Eröffnungsaussage, der Erinnerungssatz lautete schlicht: „Ich weinte.“ Es verwundert sicher niemanden, dass dieser Herr während des Klopfens zu weinen begann.

Bitte beachten Sie, dass dies eine normale und natürliche Reaktion ist, die auftritt, wenn blockierte Energie frei wird und Druck sich zu lösen beginnt. Weinen ist sogar ein natürliches Ventil für unser Energiesystem, um Druck abzulassen; und der Herr aus unserem Beispiel sagte nach der ersten EFT-Sequenz, dass er seit diesem Ereignis nicht mehr geweint habe. Er klopfte auch mit der Diagnose, die ihm so unglücklich eröffnet worden war, und Sie können sich vorstellen, dass dies eine Menge von dem Stress löste, den der Betroffene zwei Jahre lang mit sich herumgetragen hatte.

EFT vermag Erkrankungen wie Krebs und Heuschnupfen nicht zu heilen; wir nehmen damit jedoch dem Energiekörper seinen Stress; damit steht dem Betroffenen mehr Energie zur Verfügung, um die einzelnen Abschnitte seiner Krebsbehandlung besser zu überstehen, und das ist auf jeden Fall eine gute Sache.

Unser letztes Beispiel zum Thema Genauigkeit beim Formulieren von Eröffnungsaussagen handelt von einer einschränkenden Überzeugung, in unserem Fall von einem Teenager, der davon überzeugt war, nicht rechnen zu können und es auch nicht lernen zu können. Er hatte viele „Beweise“ dafür: schlechte Noten in allen Tests, die Unfähigkeit, mathematische Fragestellungen auch nur zu verstehen, und Fehlschläge auf der ganzen Linie bei sämtlichen mit Rechnen in Zusammenhang stehenden Aktivitäten in der Schule, mit privaten Nachhilfelehrern und anderen Versuchen, ihm zu helfen.

„Ich kann nicht rechnen lernen.“

Das ist eine allgemein formulierte Aussage, die die Spitze des Stresses nehmen kann; wir brauchen jedoch etwas Spezifischeres, womit sich das Problem wirklich lösen lässt. Was genau passierte, wenn dieser Jugendliche ein Rechenbuch oder ein mathematisches Problem vor sich hatte? Er antwortete: „Es ist, als ob alles dunkel wird, mein Kopf schmerzt und dann beginne ich auszuflippen.“

Die erste Sequenz klopfte er mit: „Alles wird dunkel und mein Kopf schmerzt“ und mit dem Erinnerungssatz „Mein Kopf schmerzt“. Die zweite Sequenz war noch genauer: „Mein Kopf schmerzt, als würde er von zwei Händen an den Schläfen zusammengepresst.“ Dies sind genaue Beschreibungen einer Emotion, auf die nicht die üblichen Etiketten passen wie Ärger, Trauer, Angst oder Schmerz; dennoch handelt es sich um nichts anderes. Etwas stimmt nicht mit dem Energiesystem im Bereich des Kopfes und der Energiefluss in diesem Bereich muss wieder hergestellt werden – dringend!

Er klopfte mit der Eröffnungsaussage „Hände pressen meinen Kopf zusammen“ und mit der Erinnerungsformel „Druck auf die Schläfen“; das Gefühl begann sich zu verlagern und einige Sequenzen später war der Kopfschmerz verschwunden und der junge Mann konnte zum ersten Mal nach zwölf Jahren ohne Schmerzen ein Mathematikbuch anschauen. Er beschrieb die hellen Farben, mit denen der Einband gestaltet war, und erklärte sogar, dass er neugierig sei herauszufinden, „wie das alles funktioniert“ – nun, da er die Zeichen und Zahlen klar sehen konnte und sein Kopf nicht mehr schmerzte.

Seine ursprüngliche Überzeugung „Ich kann nicht rechnen lernen“ hatte sich verändert zu: „Ich kann alles lernen, was ich lernen will, ich habe einen scharfen Verstand!“ Das spiegelte die Veränderungen auf energetischer Ebene.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: Bei der Suche nach einem guten Set-up können Sie zunächst durchaus mit einer allgemeinen Formulierung des Problems beginnen. Das wird Ihnen helfen, Stress abzubauen. Anschließend können Sie das Problem anhand konkreter Situationen enger einkreisen.

Je genauer Sie formulieren, desto besser werden Ihre Ergebnisse mit EFT sein.

Am Ball bleiben

Die größte Herausforderung bei der Anwendung von EFT als Selbsthilfe besteht darin, am Ball zu bleiben, also ein Problem vom Beginn bis zum Heilungserlebnis beharrlich zu bearbeiten, ohne sich unterwegs ablenken zu lassen.

Der erste Schritt besteht immer darin, sich Klarheit darüber zu verschaffen, was genau bearbeitet werden soll, welches Problem Sie zum jeweiligen Zeitpunkt angehen wollen.

Sind Sie sich noch nicht ganz sicher, so beginnen Sie am besten mit einem allgemeinen Stressabbau; klopfen Sie mindestens zwei Sequenzen einfach nur mit „Stress!“, gefolgt von einer Runde mit „Energie!“ Selbstverständlich können Sie andere Begriffe wählen, die Ihnen vielleicht mehr entsprechen; der Leitgedanke dabei ist jedoch, Stress abzubauen und Energie aufzubauen, bevor Sie mit der Arbeit am dem eigentlichen Problem beginnen, das Sie sich jeweils vorgenommen haben.

Fühlen Sie sich dann klar, voller Energie und zum Handeln bereit, dann denken Sie an das Problem und geben Sie ihm eine Überschrift, einen Titel oder Namen. Dies ist noch kein Set-up, es ist die Bezeichnung des Problems, das gelöst werden soll, zum Beispiel „Kummer über meine Trennung von Peter“ oder „Ich will meine Geldprobleme lösen“. Schreiben Sie dies in gut leserlicher Schrift auf ein Stück Papier und legen Sie dieses an einen Platz, an dem Sie es Ihnen ins Auge fällt.

Nun können Sie damit beginnen, über Set-ups nachzudenken und die ersten EFT-Sequenzen durchzuführen. Am Ende jeder Runde – egal, wofür Sie geklopft haben – kehren Sie nochmals zu Ihrer ursprünglichen Beschreibung des Problems zurück und fragen sich, ob dieses Problem bereits vollständig gelöst ist oder ob es noch einen Aspekt gibt, der bearbeitet werden muss.

Damit haben Sie die Möglichkeit, immer wieder auf das eigentliche Thema Ihrer Selbsthilfe zurückzukommen, unabhängig davon, wohin Ihre Erinnerungen Sie führen oder welche Emotionen Sie dabei durchleben; so können Sie sicher sein, dass Sie das Problem wirklich lösen werden.

Sollten Sie während einer Klopfsequenz auf ein weiteres Thema stoßen, das auch noch gelöst werden muss, jedoch keinen unmittelbaren Bezug zu dem gerade bearbeiteten Problem hat, so schreiben Sie es auf einen neuen Zettel und legen Sie ihn für eine spätere Bearbeitung zur Seite. Sammeln Sie solche Zettel in Ihrer „EFT-Box“; wir haben bereits erwähnt, dass eine solche „Sammelstelle“ eine nützliche Sache ist.

Sollten Sie während der Bearbeitung Ihres Problems unterbrochen werden oder sollten Sie feststellen, dass Sie nicht genügend Zeit haben, so können Sie den Zettel mit dem noch nicht vollständig gelösten Problem für eine andere Gelegenheit aufbewahren.

Es ist sehr wichtig, jedes Problem bis zu einem echten Heilungserlebnis, also bis zu einem Wert von mindestens +8 auf der SUE-Skala, zu bearbeiten.

In der Vergangenheit klopften diejenigen, die das „alte“ EFT anwendeten, ihre Probleme von einer –9 auf der Skala herunter bis etwa zu –3. An dieser Stelle verloren sie in der Regel den Faden und begannen, über andere, noch schlimmere Probleme nachzudenken (also über Probleme, die schlechter als bei –3 eingestuft wurden). Sie wechselten vom ursprünglichen Problem, das noch nicht vollständig gelöst war, zum nächsten Problem, das ebenfalls nicht vollständig gelöst wurde. Dies passierte immer wieder und viele Stunden des Klopfens führten letzten Endes zu sehr mageren Ergebnissen.

Erst dann, wenn ein echtes Heilungserlebnis stattgefunden hat, ist das Problem gelöst und tritt nicht wieder auf. Wenn kein Heilungserlebnis erreicht wird, kommt das Problem immer wieder und wir müssen es wieder und wieder bearbeiten. Deshalb ist es so wichtig, am Ball zu bleiben und jedes Problem wirklich bis zum Heilungserlebnis durchgängig zu bearbeiten.

Haben Sie bei einem bestimmten Problem ein Heilungserlebnis erlebt, so können Sie den betreffenden Zettel „entsorgen“. Manche verbrennen ihn und feiern damit, dass Sie es ein für alle Mal los sind; andere sammeln ihre Zettel in einem separaten Ordner, auf dem steht: „Probleme gelöst!“

Wie auch immer Sie es genau machen wollen – denken Sie zunächst an das Problem, geben Sie ihm einen Namen, schreiben Sie es auf und kommen Sie immer wieder darauf zurück; dies ist ein hervorragender Weg, Ihre Selbsthilfe durchgängig zu strukturieren, am Ball zu bleiben und gute Fortschritte zu erzielen. – Zum Schluss nochmals in aller Kürze:

Schreiben Sie es auf und bleiben Sie am Ball!

Probieren geht über Studieren

Wirklich erstaunlich ist bei EFT die Tatsache, dass man es auf jedes nur vorstellbare menschliche Problem anwenden kann. Wir können natürlich nicht garantieren, dass in jedem Fall etwas Dramatisches geschehen wird; was den Unterschied ausmacht, ist aber der Umstand, dass Sie ein Problem vermutlich noch nie zuvor auf der Ebene des Energiekörpers angesprochen haben, egal, wie lange Sie schon versuchen, es zu lösen.

Seit Hunderten, wenn nicht sogar seit Tausenden von Jahren galt der Energiekörper für uns Menschen der westlichen Welt als nicht existent. Niemand hat sich je bemüht zu verstehen, was ein Energiekörper sein könnte, geschweige denn, ihn zu unterstützen oder gar herauszufinden, wie man ihn voll funktionsfähig erhalten kann.

Dies hat zur Folge, dass wir keine Ahnung davon haben, wie sich Eingriffe in den Energiekörper auf unsere unterschiedlichen Probleme auswirken. Wir haben zwar bereits festgestellt, dass Energy EFT die richtige Methode ist, emotionale Probleme jeder Art zu bearbeiten. Was ist jedoch mit den anderen Problemen?

In den vorhergehenden Kapiteln sind wir einer Frau begegnet, die sich für eine schlechte Mutter hielt, außerdem einem Herrn mit Flugangst, einem Mann mit Krebsdiagnose und Heuschnupfen, einer Person mit Kopfschmerzen und einem Jugendlichen, der glaubte, er könne nicht rechnen lernen. Hier haben wir es schon mit einem großen Spektrum an Problemen zu tun und dabei hat unser Abenteuer gerade erst begonnen! Und es gibt noch so viele andere Probleme …

Nehmen wir zum Beispiel die Süchte. Sie glauben, eine echte körperliche Sucht wie die nach Kokain, Heroin oder Nikotin würde auf Interventionen am Energiekörper nicht ansprechen?

Und wie steht es mit rein körperlichen Erkrankungen wie Arthritis oder körperlichen Schmerzen etwa nach einem Beinbruch oder nach einer schweren Operation? Was ist mit charakterlichen Veranlagungen wie leichter Erregbarkeit, Introvertiertheit oder Faulheit?

Es stimmt, dass wir nicht wissen, wie klein oder groß der Einfluss ist, den der Energiekörper auf eines dieser Probleme hat. Nach vielen Jahren Erfahrung mit EFT und nach vielen Überraschungen auf diesem Weg können wir nur empfehlen, dass Sie EFT einfach auf alles anwenden sollten. Probieren Sie es einfach aus!

Das „Schlimmste“, was passieren kann, ist, dass Sie entspannter werden und – anstatt sich elend zu fühlen – vielleicht etwas mehr Energie haben. Viel häufiger sind wir allerdings am Ende überrascht, wie viel wohler wir uns fühlen, wie viel besser wir „funktionieren“ und wie viel wir dabei über uns selbst gelernt haben.

Egal, welches Problem oder welche Probleme Sie auch haben, probieren Sie es einfach aus!

Und beherzigen Sie für Ihre Set-ups immer die grundlegenden Regeln, nämlich:

• Bauen Sie zuerst Stress ab, damit Sie klarer denken können;

• seien Sie genau;

• formulieren Sie direkte, ehrliche, einfache Aussagen

… und lassen Sie sich überraschen!

Mit kleinen Schritten zu Entwicklungssprüngen

Die meisten unserer energetischen Probleme haben ihre Ursache in einer Blockade im Energiesystem; irgendetwas verhindert, dass die Energie ungehindert in den Energiekörper hineinfließen, frei zirkulieren und wieder hinausfließen kann.

Wenn wir mit der Energy EFT beginnen, hoffen wir natürlich alle auf ein „Minutenwunder“, wie in der viel zitierten Geschichte von Roger Callahan über seine Klientin Mary.

Mary und ihre Wasserphobie

Diese Dame hatte eine schwere Wasserphobie; bereits bei dem Gedanken daran, nass zu werden, hatte sie Angstattacken und sogar, wenn nur ein Zentimeter Wasser in einer Badewanne stand, versetzte sie das in Angst und Schrecken.

Sie war damals, um 1980, Klientin bei Dr. Roger Callahan, dem Pionier auf dem Gebiet der energetischen Psychologie, und er hatte sie bereits ohne Erfolg mit den gängigen Methoden der klassischen Psychotherapie behandelt; im Verlauf einer Sitzung, in der sie über ihre Angst sprach, bat er sie, bestimmte Punkte zu klopfen, woraufhin sie plötzlich aufsprang und schrie: „Es ist weg!“, und in den Garten zum Swimmingpool rannte.

Ein lebenslanges Problem – einmal kurz unter dem Auge geklopft und es war einfach verschwunden! Diese Geschichte ist wirklich passiert und tatsächlich geschieht so etwas auch heute hin und wieder. Das ist natürlich ganz wunderbar.

Verzweifeln Sie aber nicht, wenn Sie anstatt eines plötzlichen Heilungserlebnisses „nur“ eine Verbesserung von –7 zu –5 auf der SUE-Skala erreichen. In einem solchen Fall tut sich ja durchaus etwas; das Problem steckt nicht mehr dort fest, wo es bisher festsaß, es hat sich etwas verändert, der Knoten beginnt, sich zu lösen.

Das zeigt, dass dieses Problem sich mit Energiearbeit in Bewegung bringen lässt, und im Grunde brauchen wir nicht mehr zu tun, als immer weiter zu klopfen, dann wird es irgendwann vollständig gelöst sein.

Arbeiten Sie zunächst weiter daran, das Problem in Richtung der Null auf der SUE-Skala zu verändern; dann entwickeln Sie es weiter, auf die positive Seite, dorthin, wo unser Energiesystem so zu arbeiten beginnt, wie es eigentlich arbeiten sollte.

Tun Sie alles, um Ihr festgefahrenes Problem voranzubringen, es in Bewegung zu bringen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Damit tun Sie das Richtige und brauchen nur immer weiter zu klopfen. Geben Sie nicht zu schnell auf, nein, geben Sie überhaupt nie auf! Klopfen Sie weiter.

Probieren Sie unterschiedliche Eröffnungsaussagen aus und, wenn Sie wirklich total feststecken, klopfen Sie eine oder zwei EFT-Sequenzen mit: „Ich stecke jetzt tatsächlich fest!“ Damit bringen Sie neuen Zug in die Sache und es wird sich etwas in Bewegung setzen.

Im schlimmsten Fall, wenn Sie nicht weiter wissen, setzen Sie sich mit einem erfahrenen EFT-Anwender in Verbindung und vertrauen Sie seiner Fachkenntnis und auch seiner Energie; er wird Ihnen helfen, Ihr Problem einer Lösung näher zu bringen.

Auch der kleinste Fortschritt ist immer noch hundert Mal besser, als weiter festzustecken; die Mühe lohnt sich also in jedem Fall. Denken Sie auch daran, dass eine Klopfsequenz nicht mehr als drei Minuten in Anspruch nimmt. Es ist also nicht so entscheidend, ob Sie heute oder morgen den richtigen Eröffnungssatz finden.

Je häufiger Sie EFT anwenden, desto mehr Erfahrung mit guten Set-ups und Erinnerungssätzen werden Sie sammeln und es wird Ihnen mit der Zeit immer leichter fallen, die passenden Formulierungen zu finden.

Fühlen Sie sich verwirrt und unsicher, welches das richtige Set-up ist, so gilt die goldene Regel: Entspannen Sie sich, bauen Sie Stress ab und bauen Sie Energie auf!

Es gibt keinen Grund zur Panik, Sie haben alle Zeit der Welt, verschiedene Set-ups auszuprobieren und daraus zu lernen, und Sie müssen nicht all Ihre Probleme über Nacht lösen.

Wenn die Energie stark genug fließt, wird das Heilungserlebnis eintreten. Das muss so sein. Falls es nicht spontan eintritt, klopfen Sie einfach weiter und bewegen Sie sich auf der Skala vorwärts in Richtung +10, bis es so weit ist!

Energy EFT – eine neue Erfahrung

Für alle, die mit moderner Energiearbeit noch nicht vertraut sind und auf diesem Gebiet noch keine Erfahrungen gemacht haben, ist die Anwendung von EFT etwas völlig anderes als alles, was sie vielleicht früher schon einmal ausprobiert haben.

Energy EFT ist keine Psychologie, keine Meditation und keine Hypnose. Es bewirkt spürbare Veränderungen in unseren Emotionen, also in unseren körperlichen Empfindungen. Diese Empfindungen finden eben nicht nur „im Kopf“ statt, sie sind körperlich und machen sich im Körper bemerkbar.

Daher kommt es, dass Energy EFT eine ganze Reihe körperlicher Befindlichkeiten und Regungen auslöst. Sehr häufig tritt ein Rumoren im Magen auf, wenn der Energiefluss sich verbessert und angespannte Muskulatur sich entspannt oder anders als bisher auf Veränderungen im Energiesystem reagiert.

Vielleicht nehmen wir ein leichtes Knacken in den Halswirbeln und im Kiefergelenk wahr, oder unsere Ohren reagieren wie bei einer Druckveränderung beim Fliegen; beginnt die Energie zu fließen, so lassen sich im ganzen Körper die verschiedensten fremdartigen, ungewohnten, kribbelnden, elektrisierenden Empfindungen wahrnehmen, von den Zehenspitzen bis zu den Haarspitzen.

Häufig beginnen wir während einer EFT-Sitzung auch zu gähnen, wir fangen an, uns zu entspannen, und fühlen uns leicht benommen und schläfrig. Diese Reaktionen treten meist um den Nullpunkt der SUE-Skala herum auf; es ist dann sehr wichtig, weiterzumachen und über diesen Punkt hinaus die Energie in Gang zu bringen und aus dem Schatten ins Licht zu treten.

Ein weiteres interessantes Phänomen, das bei einer EFT-Sitzung auftreten kann, ist ein Tränen der Augen, das sich völlig anders anfühlt als normales Weinen. Es kommt sogar vor, dass nur ein Auge tränt, während das andere trocken bleibt. Das kann natürlich sehr befremdlich wirken, ist jedoch völlig verständlich, wenn man bedenkt, dass eine Blockade durchaus nur auf der einen Seite des Energiekörpers sitzen kann, während die andere völlig frei ist.

Natürlich kann es auch vorkommen, dass jemand während einer Sitzung wirklich weinen muss. Bitte lassen Sie sich davon nicht beirren oder beängstigen. Hier handelt es sich lediglich um eine körperliche Reaktion auf sich lösenden Druck und das ist durchaus positiv. Atmen Sie einfach weiter tief ein und aus und hören Sie nicht auf zu klopfen; die Tränen werden bald versiegen und Sie werden sich klarer, ruhiger, leichter und erfrischt fühlen, wie eine Landschaft nach einem Gewitter.

Auch Kichern oder lautes Lachen sind unmittelbare Reaktionen auf Energiebewegungen. Dies geschieht spontan, wenn der Energiestrom rasch ansteigt, meist um einen Wert von +4 auf der SUE-Skala herum. Natürlich ist es wunderbar, wenn Sie lachen müssen; klopfen Sie aber unbedingt weiter, bis Sie im wahrsten Sinne des Wortes vor Energie zu sprühen beginnen.

Unsere Emotionen können zu großen Gefühlswellen anwachsen, für die es keine Worte gibt. Auch das ist aber nur Energie in Bewegung und – ich wiederhole es noch einmal – nichts, vor dem man sich fürchten müsste. Wir sind daran gewöhnt, alles zu versuchen, um derartige Gefühlsausbrüche zurückzuhalten, sie zu unterdrücken, in unserem Innersten zu verschließen; lassen Sie solche Gefühlswellen während Ihrer EFT-Anwendung einfach fließen, klopfen Sie weiter und atmen Sie tief ein und aus. Sagen Sie sich: „Das ist nur Energie.“, konzentrieren Sie sich auf diesen Satz. Kann die Energie ungehindert durch Sie hindurch- und hinausfließen, so können selbst die intensivsten Emotionen innerhalb von Sekunden oder noch schneller verschwunden sein.

Dies kann natürlich dazu führen – auch das lässt sich häufig beobachten –, dass es sich wie ein Schock anfühlt, festzustellen, dass eine Emotion, die uns vielleicht schon seit Jahrzehnten geplagt hat, so plötzlich, so leicht, so bereitwillig in Sekundenbruchteilen verschwindet.

Jeder, der EFT anwendet, muss lernen, damit auf seine eigene Art klarzukommen. Wir können dann etwa mit dem folgenden Set-up klopfen: „Wenn das so einfach ist, warum musste ich dann so sehr leiden? Warum hat mir das niemand gesagt?“ So können wir zu unserer eigenen „Auflösung“, zu unserem eigenen Heilungserlebnis finden und zu einem eigenen Verständnis unserer Erfahrungen und unseres Lebens gelangen.

Alle diese Erfahrungen, das Heilungserlebnis und noch viele mehr sind Teil dessen, was wir erleben können, wenn wir uns mithilfe von EFT neu kennenlernen. Am wichtigsten dabei ist:

Keine Angst haben!

Angst ist eine Energieblockade. Es ist nur eine Energie und nicht mehr. Es gibt nichts, wofür man sich schämen müsste, nichts, wovor man Angst haben müsste. Verursachen Energieblockaden Stress, so machen wir Menschen uns natürlich alle möglichen Sorgen und Gedanken über alles Mögliche; diese Sorgen haben nichts mit Vernunft zu tun und sind im Grunde völlig unbegründet. Ein paar Beispiele:

„Ich habe Angst, dass mir nichts mehr bleibt, wenn ich meinen Schmerz wegklopfe …“

„Ich Angst, dass – wenn ich an mein Problem denke – die Emotionen so unerträglich sein werden, dass ich verrückt werde …“

„Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren …“

„Ich habe Angst, dass meine Frau mich nicht mehr lieben würde, wenn ich zu perfekt wäre …“

„Ich habe Angst, dass ich süchtig nach Freude und Glück werde, wenn ich meinen SUE-Wert zu weit nach oben klopfe …“

„Ich habe Angst, dass ich mich schlecht benehmen werde, wenn ich meine Schuldgefühle und meine Scham wegklopfe …“

„Ich habe Angst, dass ich nicht mehr weiß, was ich tun soll, wenn ich mit diesem Problem klopfe und es löse …“

„Ich habe Angst, dass ich nicht mehr weiß, was ich tun soll, wenn ich mit diesem Problem klopfe und es nicht löse …“

„Ich habe Angst, dass ich mich aus meiner Ehe verabschiede, wenn ich zu sehr zu mir selbst und meiner Energie komme – und was wird dann aus meinen Kindern …?“

„Ich habe Angst vor dem, was ich über mich selbst erfahren könnte …“

Alle diese Ängste und viele weitere sind einfach nur Energieblockaden, die Angst und Stress verursachen; ohne sie geht es uns auf jeden Fall besser – unserem Körper, unserem Geist und unserer Seele.

Die tiefste Erfahrung, die wir mit EFT machen können, ist, dass wir uns nicht mehr zu fürchten brauchen. Wir können etwas gegen unsere Angst tun, die Blockade lösen – und übrig bleiben die Realität und die Wahrheit über unsere Situation. Das ist etwas ganz Besonderes: Wir sind in der Lage, der Angst Einhalt zu gebieten, und das ist sicherlich das größte Geschenk überhaupt.

Nutzen wir unsere Ängste als Diagnoseinstrument, das uns den Hinweis gibt, dass es Zeit ist, unsere Energiedepots wieder aufzufüllen. Etwas Besseres kann uns nicht passieren!

Bringen Sie mehr Energie in Ihr Leben!

In den Anfängen von EFT hatten wir alle nur das Ziel, unsere Probleme „wegzuklopfen“. Das war verständlich, hatte es doch bis zu diesem Zeitpunkt keine Methode gegeben, die mit EFT vergleichbar gewesen wäre; wir alle hatten damals so viele Probleme, die wir „wegklopfen“ wollten, dass wir für jede noch so kleine Entlastung dankbar waren.

Zu dieser Zeit war niemandem von uns klar, dass der Punkt 0 in der Energiearbeit tatsächlich der Nullpunkt ist, der Punkt, an dem wirklich nichts ist.

Und nichts zu fühlen tut dem Energiesystem nicht gut. Wir bewegen uns dann in einer Art Niemandsland, sind nicht Fisch, nicht Fleisch; auch wenn es sich eindeutig besser anfühlt als der Schmerz, so ist das völlige Fehlen jedes Gefühls auch nicht die Lösung für unsere Probleme.

Im Laufe der Zeit gelangten wir zu der Erkenntnis, dass wir – wollten wir mit EFT als modernem Verfahren der Energiearbeit angemessen arbeiten – weitergehen und den Gegenpol unserer ursprünglichen negativen Gefühle erfahren mussten; nur so können wir sicher sein, das Problem wirklich zu lösen.

Wir formulieren Set-ups, um unsere Probleme zu beschreiben, damit wir sie wegklopfen können; das ist unser Ausgangspunkt. Nähern wir uns dem Nullpunkt auf der SUE-Skala, so müssen wir anfangen, anders zu denken.

Am Punkt 0 geht es nun nicht mehr um das, was wir nicht mehr haben wollen, sondern um das, was wir uns stattdessen wünschen.

Beginnen wir zum Beispiel mit der Eröffnungsaussage „Ich bin sehr traurig“ bei –8 auf der SUE-Skala und gelangen nach einigen EFT-Sequenzen zum Punkt 0, wo wir die Traurigkeit nicht mehr fühlen, so müssen wir umschalten und in eine andere Richtung denken, etwa so: „Gut, ich bin nicht mehr traurig, aber was möchte ich stattdessen fühlen?“

Die Antwort auf diese Frage führt uns direkt zum ersten positiven Set-up, in diesem Fall etwa: „Ich möchte das Gefühl haben, dass das Leben lebenswert ist“, mit dem Erinnerungssatz: „Das Leben ist lebenswert.“

Die Person, die diesen Eröffnungssatz formuliert hatte, ordnete ihr Empfinden nach der ersten Klopfsequenz bei +4 auf der Skala ein und ließ uns wissen, dass sie Zuversicht und Begeisterung empfinde. Sie bezeichnete ihr Erlebnis als sehr positive Erfahrung, für die sie sich bedankte: Sie sei nicht nur nicht länger traurig, sondern fühle sich ausgesprochen wohl!

Ein Wert von +4 liegt allerdings noch nicht einmal in der Nähe von +10, das eigentliche Heilungserlebnis hat also noch gar nicht stattgefunden.

Kommentare wie „ziemlich froh“, „angenehm entspannt“, „überwiegend heiter“ oder „fühle mich wohl“ sind zwar in Ordnung, wir können aber durchaus mehr erreichen; tatsächlich müssen wir sogar darüber hinausgehen, wollen wir nicht schon bald dieselbe Traurigkeit wieder erleben.

Das Gefühl der Traurigkeit war von der betroffenen Person ursprünglich bei –8 eingeordnet worden. Vieles spricht deshalb dafür, dass das Heilungserlebnis bei +8 oder noch darüber stattfinden wird; nur so können wir sicher sein, dass die ursprüngliche Traurigkeit nie wiederkehren wird.

Noch nie ist ein Heilverfahren oder eine Therapiemethode bekannt geworden, mit der man Traurigkeit „einfach so verschwinden lassen“ und stattdessen inneren Frieden oder sogar ausgesprochenes Wohlgefühl erleben kann. Es ist deshalb verständlich, dass viele Menschen zu früh mit dem Klopfen aufgehört und die ganze Sache abgehakt haben, ohne das wunderbare Geschenk einzufordern, das auf der positiven Seite der SUE-Skala wartet, nämlich das wirkliche Heilungserlebnis.

In einem solchen Fall empfehlen wir der Person, die sich bereits wohlfühlt, einen Augenblick innezuhalten und sich bewusst zu machen, dass das letzte Set-up lautete: „Das Leben ist lebenswert!“ Wir stimmen ihr zu, dass das natürlich wunderbar ist, stellen jedoch gleichzeitig die Frage, ob sie sich vorstellen könnte, mehr als das für sich zu erreichen: „Wenn es keine Begrenzung für Ihre Wünsche gäbe, wie würden Sie sich dann gerne fühlen?“

Die Person aus unserem Beispiel dachte darüber nach und sagte dann: „Ich möchte mich ganz lebendig fühlen.“ Dies wurde ihr Eröffnungssatz, gefolgt von der verkürzten Variante „Ganz lebendig“. Bereits nach der Hälfte der Klopfrunde sprang die Person auf und begann voller Freude zu lachen – das Heilungserlebnis hatte stattgefunden, sie fühlte sich aufgeladen, voller Energie und musste dies zum Ausdruck bringen, indem sie durchs Zimmer tanzte.

Auf die Frage, wie sie es rückblickend gefunden hätte, wenn sie diese Erfahrung nicht gemacht hätte, weil sie zu früh mit dem Klopfen aufgehört und die +4 als das Bestmögliche akzeptiert hätte, rief sie: „Das wäre ja schrecklich gewesen! Ich habe mich noch nie so gefühlt wie jetzt, ich konnte mir bis heute noch nicht einmal vorstellen, dass man sich so lebendig fühlen kann! Diese Erfahrung hat alles verändert – ich bin ein ganz neuer Mensch!“

Das Heilungserlebnis und das Empfinden höchster Energie am positiven Ende der SUE-Skala, also bei +10, bewirken genau dies, sie erschaffen einen völlig neuen Energiekörper, der anders ist als alles, was vorher war. Die so „energetisierte“ Person ist stärker, sie hat ein großes Problem gelöst und fühlt sich so gut wie nie zuvor.

Diese Erfahrung des Heilungserlebnisses und des intensiven Fließens der Energie verändert auch die Zukunft. Wer diese Erfahrungen gemacht hat, der weiß, dass Traurigkeit nicht unabänderlich ist, sondern innerhalb kürzester Zeit in ein Gefühl äußerster Kraft verwandelt werden kann.

Eine derartige Erfahrung wirkt sich natürlich auch auf das aus, was wir in Bezug auf andere Probleme denken und fühlen; die Person aus unserem Beispiel hat eine wichtige Lektion über die Realität des Energiestroms gelernt, die sie nie mehr vergessen wird; dies wird dazu führen, dass sie auch beim nächsten Mal, wenn sie Energy EFT wieder auf eines ihrer Probleme anwendet, eine gänzlich andere Erfahrung machen wird, die sich von allem Vorherigen unterscheidet.

Aber nicht nur für unsere Arbeit an spezifischen Problemen und Emotionen, die wir „wegklopfen“ wollen, ist es wichtig, sich zu überlegen, was wir fühlen wollen.

Egal wann und egal wo: Immer, wenn Sie das Gefühl haben, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist, stellen Sie sich die Frage: „Wie möchte ich mich jetzt in dieser Situation fühlen?“, und nehmen Sie Ihre Antwort als Eröffnungsaussage für das EFT-Verfahren.

Gestatten Sie sich, immer mehr zu wollen, je weiter Ihr Energieniveau auf der SUE-Skala ansteigt. Unsere Energiekörper sind dafür geschaffen, sich so wohl zu fühlen. Den Energiestrom zu verbessern ist nichts Unnatürliches. Wir können sogar sagen, dass es unser angeborenes Recht ist, mit dem Höchstmaß an Energie ausgestattet zu leben.

Konzentrieren wir uns auf das Gefühl, das wir uns wünschen, und lernen wir, wie wir über das reine Ausbleiben von Schmerz hinaus in positive Bereiche hineinwachsen können, so können uns das holen, was wir uns vom Leben wünschen – am Ende geht es nur um eines, nämlich um das, was wir fühlen: dass wir uns gut, besser, am besten fühlen.

Im nächsten Teil lernen Sie einige grundlegende Energy-EFT-Techniken und Verfahrensweisen kennen, die beim Formulieren optimaler Set-ups sehr hilfreich sein können.

TEIL 3


Die 6 wichtigsten
Verfahrensweisen
Unterschiedliche Vorgehensweisen
für unterschiedliche Probleme

Der Anfang einer Energy-EFT-Sequenz ist immer gleich: Wir lenken die Wirkung des Verfahrens in die gewünschte Richtung, indem wir uns auf unser Problem einstimmen. Dafür stehen uns eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten zur Verfügung.

Im vorangegangenen Kapitel wurde gezeigt, wie Sie mit einer Beschreibung des Problems beginnen können und wie Sie genau genug formulieren, damit Sie ein gutes Set-up erhalten.

In diesem Kapitel lernen Sie nun eine Reihe unterschiedlicher Energy-EFT-Vorgehensweisen kennen, mit denen Sie unterschiedliche Probleme elegant und erfolgreich bearbeiten können.

Das Story-Verfahren

Die erste und einfachste Methode, ein Problem anzugehen, das eine eigene Geschichte hat, besteht darin, diese Geschichte zu erzählen. Sie erzählen mit Ihren eigenen Worten die Geschichte Ihres Problems; sobald Anzeichen von Stress zu erkennen sind, halten Sie inne und klopfen mit dem zuletzt ausgesprochenen Satz. Im folgenden Beispiel schildert ein Mann die Geschichte seines Autounfalls.

Beispiel: Autounfall

„Ich fuhr nach Hause, denselben Weg, den ich schon tausend Mal gefahren bin, es war dunkel und regnete stark.“ An dieser Stelle geriet der Mann in Stress und fühlte sich unwohl. Dies ist für jeden Außenstehenden leicht zu erkennen: Der (oder die) Betroffene legt dann gewöhnlich die Stirn in sorgenvolle Falten, knetet die Hände, die Atmung beschleunigt sich und er beginnt zu schwitzen.

Arbeiten wir mit dem Story-Verfahren in Selbsthilfe, so müssen wir uns selbst beobachten, damit wir diese Anzeichen für Stress erkennen. Das ist nicht besonders schwierig, Sie brauchen nur auf Ihre eigenen Gefühle zu achten, auf den Klang Ihrer Stimme, während Sie sich die Geschichte selbst laut erzählen; achten Sie auf Ihren Atem und darauf, was Sie mit Ihren Händen machen. So erkennen Sie sofort, wenn Sie beim Erzählen in Stress geraten.

In unserem Beispiel hielt der Betroffene an dieser Stelle inne; die Worte, die er zuletzt gewählt hatte, bevor er in Stress geraten war, wurden sein erstes Set-up: „Es war dunkel und regnete stark“, mit „Dunkelheit und starker Regen“ als Erinnerungsformel. –

Anschließend erzählen wir die Geschichte nochmals von Anfang an und überprüfen, ob der Stress gelöst werden konnte. In unserem Beispiel war dies tatsächlich der Fall, was daran zu erkennen war, dass der Betreffende in seiner Schilderung fortfuhr: „Ich fuhr nach Hause, es war dunkel und regnete stark, ich war sehr müde, meine Augen brannten …“

Hier kam wieder Stress auf, also klopfte er mit „Ich war sehr müde und meine Augen brannten“ als Set-up und mit „Brennende Augen“ als Erinnerungsformel.

Die Geschichte geht weiter und jedes Mal, wenn eine Stresszunahme erkennbar wird, unterbrechen wir und bearbeiten diesen Stress; wir lösen nach und nach Stress und Angst und bahnen uns so Schritt für Schritt einen Weg ins Zentrum des Problems.

Als der Betroffene zum eigentlichen Ereignis kam, war er ziemlich ruhig und sogar die Erinnerung daran, dass er mit dem Kopf gegen einen ihm entgegenkommenden LKW geschleudert wurde und seither gelähmt war, konnte er jetzt aushalten: „Plötzlich schrak ich auf und mit großem Entsetzen erkannte ich, dass ich von den Lichtern eines LKW geblendet wurde, der mit direkt entgegenkam, und in diesem Augenblick wusste ich, dass ich sterben würde.“

Im Story-Verfahren bauen wir Schritt für Schritt Stress ab; dadurch stärken wir das Energiesystem und bereiten es darauf vor, sich mit dem Hauptereignis auseinanderzusetzen, in diesem Fall die Nahtoderfahrung. Wir lösen die große Menge an Energie, die seit diesem Ereignis blockiert war.

Dies ist ein sehr nützliches, vielseitig anwendbares EFT-Verfahren. Es ist außerdem sehr sicher und unterstützend, denn es bahnt diesen überaus wichtigen stressfreien Pfad zu den hochemotionalen Erinnerungen und Geschehnissen im Energiesystem.

Gehen wir so systematisch durch die ganze Geschichte und klopfen bei jedem Stress, den wir finden, so lösen wir das ganze Problemspektrum, das häufig aus mehr besteht als (wie hier) „nur“ aus der Kollision mit dem LKW.

Wichtiger Hinweis: Nehmen Sie sich Zeit, um zum Kern des Problems zu gelangen, Sie haben keine Eile! Bauen Sie gründlich Stress ab und Energie auf, bevor Sie weitergehen. Auf ein paar Klopfrunden mehr kommt es nicht an; es wird Ihnen dann später viel leichter fallen, den Kern des Problems anzugehen.

Mit dem Story-Verfahren lassen sich Erinnerungen und alle anderen Probleme bearbeiten, die in Form einer Geschichte erzählt werden können, die einen Anfang, ein Mittelteil und ein Ende hat.

Solange Sie immer wieder Stress abbauen, sich Zeit nehmen und nur so schnell vorangehen, dass Sie sich immer wohlfühlen, werden Sie in der Lage sein, die von dem Ereignis aufgebauten Energieblockaden erfolgreich und dauerhaft abzubauen.

Das Körperwahrnehmungsverfahren

Es gibt allerdings auch Probleme, zu denen wir keine konkrete Erinnerung oder Geschichte haben. Dazu gehören sehr starke Gefühle, von denen wir nicht wissen, wie sie entstanden sind; Gefühle, die von Ereignissen herrühren, die so lange zurückliegen, dass wir nicht sicher sind, welche Geschichte damit verbunden sein könnte; immer wiederkehrende Emotionen, von denen wir nicht wissen, wie sie entstanden sind, und Probleme, die sich einfach nicht in Worte fassen lassen.

In der Vergangenheit dachte man, kraftvolle, unkontrollierbare Emotionen zu haben bedeute, dass man „verrückt“ sei (im Sinne von geistig oder seelisch krank); heute wissen wir, dass es sich dabei um Energie handelt, die auf ihrem Weg durch das Energiesystem auf Blockaden trifft; unser „sechster Sinn“ vermittelt uns dann körperliche Empfindungen wie Schmerzen und Unwohlsein, die jedoch keinen konkreten körperlichen Ursprung haben.

Beim Körperwahrnehmungsverfahren arbeiten wir mit ganz spezifischen Set-ups, die wir aus körperlichen Empfindungen ableiten.

Anstatt etwa zu sagen: „Ich werde so wütend!“, konzentrieren wir uns auf die Gefühle, die wir in unserem Körper wahrnehmen, und stellen die Frage: „Wo in meinem Körper fühle ich diese Wut und wie fühlt sie sich an?“ Legen Sie Ihre Hände dorthin, wo Sie sie wahrnehmen.

Die Antwort könnte etwa lauten: „Sie ist genau hier, sie fühlt sich an wie ein schneller, heißer Strom, der durch die Mitte meiner Brust fließt.“ Wir klopfen nun mit dem Set-up „Ein schneller heißer Strom durch die Mitte meiner Brust“ und den Erinnerungsworten „Heißer Strom“.

Hinweis: Arbeiten Sie mit dem Körperwahrnehmungsverfahren an echten körperlichen Empfindungen, so legen Sie Ihre freie Hand an die Stelle, an der Sie diese wahrnehmen. So unterstützen Sie das Fließen der Energie.

Wir haben verschiedene Möglichkeiten, dieses Körperwahrnehmungsverfahren anzuwenden:

1. Nehmen wir zum Beispiel an, Sie hätten ein aktuelles Problem, etwa mit einer sehr lange bestehenden Beziehung, für das sich viele, viele Set-ups formulieren ließen; in einem solchen Fall fragen Sie (bei Selbsthilfe) einfach nur: „Wenn ich an meine Beziehung denke, wo im Körper spüre ich das?“ Legen Sie Ihre Hände darauf.

Das führt uns direkt zur wichtigsten Energieblockade im Zusammenhang mit diesem Problem, ohne dass wir darüber sprechen müssen, wer wem was wann warum und wie oft angetan hat. Dies ist eine sehr direkte und wirkungsvolle Art, Energy EFT anzuwenden, und sie bringt entsprechend tiefgreifende Veränderungen in den Empfindungen und Gefühlen.

Falls Sie diese Methode anwenden, sollten Sie sicherstellen, dass am Ende die Energieblockade und die damit verbundenen körperlichen Empfindungen alle durch den Energiekörper hindurch- und hinausgeflossen sind.

Anschließend können wir uns der positiven Seite zuwenden und uns gute Gefühle im Zusammenhang mit dieser Beziehung „herbeiklopfen“ und damit auch das entscheidend verändern, was wir über unsere Beziehung denken und wie wir fühlen.

2. Das Körperwahrnehmungsverfahren eignet sich auch hervorragend für Menschen, die nicht gerne über ihre Emotionen sprechen oder dazu nicht in der Lage sind, wie etwa Kleinkinder. So kann jedes Kleinkind mit seinen Händen auf die Stelle zeigen, die wehtut, wenn der Vater mit ihm schimpft; und da wir uns keine Gedanken darüber zu machen brauchen, was das alles zu bedeuten hat, und nicht alle Windungen eines Problems nach alter Freud’scher Manier zu durchleuchten brauchen, können wir rasch und leicht heilende Veränderungen herbeiführen, die zudem auch noch stabil sind; das ist sogar bei alten Problemen möglich, bei denen uns keine Erinnerungen leiten können, weil nur noch Gefühle übrig geblieben sind.

3. Diese Methode lässt sich auch als eine Art „Geheimtherapie“ anwenden; das bedeutet, dass wir nicht über Einzelheiten sprechen müssen, die Erinnerungen nicht erneut durchleben müssen und dass niemand das Problem oder seinen Ursprung kennen muss. Dies ist in vielerlei Hinsicht ein kostbares Geschenk und es eröffnet uns die Möglichkeit, Heilung und Erlösung von Problemen zu finden, die viele von uns in der Vergangenheit schweigend erdulden mussten.

4. Schließlich ist das Körperwahrnehmungsverfahren die erste Wahl für die Bearbeitung von psychosomatischen Schmerzen oder Schmerzsymptomen einer Erkrankung.

Das Fokussierungsverfahren

Dieses Verfahren ist vor allem für die Selbsthilfe interessant, weil wir hier kein Set-up laut aussprechen, sondern einen Gegenstand, ein Symbol oder einen anderen externen Impuls zum Fokussieren verwenden. Ist jemand beispielsweise süchtig nach Schokolade, so kann er seine Lieblingsschokolade vor sich auf den Tisch legen, sich einfach „auf die Schokolade einstimmen“ und dann die EFT-Sequenz durchlaufen.

Bei diesem Verfahren sprechen wir deshalb von Fokussierung, weil wir weder denken noch sprechen müssen, sondern unsere ganze Aufmerksamkeit auf unsere körperlichen Empfindungen, auf den Strom unserer Gedanken und Erinnerungen, auf unseren Atem richten und darauf, wie jeder einzelne Punkt auf das Klopfen reagiert.

Für dieses Verfahren müssen Sie etwas vor sich haben, was eine gesprochene Eröffnungsaussage ersetzt und worauf Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit richten. Sie können jedes beliebige Objekt wählen, das für Sie das Problem repräsentiert und Sie daran erinnert.

Dies kann etwa ein Foto sein oder ein realer Gegenstand, eine Zeichnung, ein Symbol oder Worte auf einem Stück Papier. Es kann sich auch um ein Musikstück, ein Andenken oder irgendetwas anderes handeln, das uns hilft, uns auf das einzustimmen, woran wir arbeiten wollen.

Das Fokussierungsverfahren kann in vielen Situationen und für viele Probleme schneller, direkter und stärker wirken, als wenn man versuchte, die richtigen Worte zu finden.

Beispiel: Computer

So hatte ich es einmal mit einer Frau zu tun, die große Widerstände gegen Computer hatte, obwohl sie in ihrem Beruf wie auch privat ständig damit zu tun hatte. Im Laufe der Jahre war es zu vielen Begebenheiten und zu vielen traumatischen Erlebnissen in Zusammenhang mit Computern gekommen; anstatt diese alle aufzuzählen oder auch nur einen zu finden, mit dem sie hätte beginnen können, saß sie einfach nur vor ihrem (ausgeschalteten) Computer und begann, entsprechend dem Fokussierungsverfahren zu klopfen. Nach zwei Klopfsequenzen war sie bereit, den Computer einzuschalten; das fühlte sich bereits anders an als zuvor. Sie klopfte weiter und es kam ihr in den Sinn, ein Textdokument aufzurufen. Als sie damit geklopft hatte, … „veränderte sich alles – alle Angst war verschwunden und ich wollte tatsächlich etwas schreiben!“

*

Beispiel: Foto

Ein anderes Beispiel für die Anwendung dieses Verfahrens war eine Frau, deren Ehemann nach 45 gemeinsamen Jahren gestorben war. Da waren so viele Emotionen, Gedanken und Erinnerungen, dass es sehr schwierig war herauszufinden, womit sie beginnen sollte. Daher klopfte die Frau mit einem Foto ihres Mannes, bis sie wahrnahm, dass ihre Trauer ein wenig leichter wurde; später sagte sie dann: „Ich konnte fühlen, wie meine Liebe für ihn zurückkam, und das war eine wunderbare, heilende und ganz erstaunliche Erfahrung.“

*

Beispiel: Zettel

Eine andere Frau hatte eine schwere Spinnenphobie. Sie bat ihre Freundin, das Wort „Spinne“ auf einen Zettel zu schreiben und diesen mit der Schrift nach unten am entgegengesetzten Ende des Wohnzimmers zu platzieren, während sie draußen im Flur blieb und mit Ausrichtung ihres Körpers auf den Zettel hin klopfte.

Als sie sich dazu bereit fühlte, trat sie ins Wohnzimmer, klopfte weiter und ein paar Runden später konnte die Freundin den Zettel umdrehen, sodass das Wort „Spinne“ sichtbar wurde. Nach zwei weiteren Klopfsequenzen äußerte die Frau den Wunsch, das Bild einer Spinne zu sehen – das hätte vorher extreme Panikattacken ausgelöst.

Dieses letzte Beispiel ist ein guter Leitfaden dafür, wie sogar negative Reaktionen mit dem Fokussierungsverfahren gelöst werden können.

Beginnen Sie in einer Entfernung, in der Sie sich wohlfühlen, und fangen Sie an zu klopfen. Gehen Sie auf keinen Fall näher heran, als Ihr Gefühl es zulässt. Nehmen Sie sich so viel Zeit wie nötig und absolvieren Sie so viele EFT-Sequenzen wie nötig; hier geht es nicht darum, Angst zu überwinden, sondern darum, den Energiekörper von Stress zu befreien, damit auf ganz natürliche Weise ein stressfreier Pfad bis hin zum anvisierten Objekt gebahnt werden kann.

Für die Frau in unserem Beispiel kam, als sie noch im Flur stand und schon genügend Stress abgebaut hatte, der Moment, dass sie ins Zimmer gehen wollte, in dem der Zettel lag.

Dann kam der Moment, in dem sie noch näher herangehen wollte; und eine weitere Veränderung trat ein, als sie das Wort sehen wollte und darum bat, dass der Zettel umgedreht wurde. Der endgültige Entwicklungsschub in dieser Sitzung trat ein, als sie das Bild einer Spinne sehen wollte. Das war genau die richtige Vorgehensweise.

Etwa eine Woche später ging die Frau mit ihrer Freundin schließlich zu einer Tierhandlung, die lebendige Spinnen führte, und sie tanzte vor Freude auf der Straße, als sie feststellte, dass das Problem verschwunden war.

Energiearbeit ist keine Psychologie; hier bewegen wir uns in einem völlig anderen Medium. Wir lösen einfach immer Energieblockaden im Energiesystem auf und verbessern das Fließen der Energie durch den Energiekörper. Dies führt natürlich zu weniger Stress, zu weniger Angst und schließlich zu dem Wendepunkt hin zu den positiven Emotionen, die die wirkliche Heilung des Problems darstellen.

Die wichtigste Regel für das Fokussierungsverfahren ist, sich voll auf ein Objekt zu fokussieren, das für das Problem steht, und dann Schritt für Schritt voranzugehen, auf keinen Fall schneller, als das eigene Empfinden es gestattet.

So lassen sich selbst emotional stark belastete Begegnungen unter Kontrolle bringen. Wir absolvieren einfach eine Klopfsequenz nach der anderen und bahnen uns so diesen stressfreien Pfad zum Kern des Problems, bis es gelöst ist.

Das Free-Flow-Verfahren

Hier handelt es sich um ein fortgeschrittenes Verfahren zur Verbesserung des Energieflusses; es zeichnet sich dadurch aus, dass wir nicht eine einzige, gleichbleibende Eröffnungsaussage formulieren, sondern dass sich das Set-up von einem Punkt zum nächsten weiterentwickelt.

Dieses Verfahren eignet sich besonders gut zum Untersuchen eines Problems, das nicht klar zu fassen oder zu verstehen ist; wir können damit auch unserem Energiekörper etwas Gutes tun und es zum allgemeinen Stressabbau bei jedem beliebigen Thema einsetzen.

Diese Vorgehensweise vermittelt uns außerdem sehr interessante Erfahrungen, die Geist, Körper und Seele gleichermaßen betreffen und uns vieles über das Fließen der Energie, über Gedanken, Gefühle und körperliche Empfindungen lehren; diese Erfahrungen können auch dazu beitragen, dass wir uns selbst besser verstehen.

Beispiel: Sich aufregen ohne Grund?

Ich lernte einmal eine Frau kennen, der es immer wieder passierte, dass sie sich furchtbar aufregte; sie war sich dessen zwar bewusst, kannte aber den Grund nicht; sie wollte in dieser Sache gerne etwas verändern.

Ihr erstes Set-up in der Herzposition lautete: „Peter regt mich einfach auf!“ Anstatt mit diesem Set-up eine vollständige Sequenz zu klopfen, überlassen wir es bei diesem speziellen Verfahren dem Punkt, den wir gerade klopfen, wie das Set-up genau lauten soll. Das, was uns beim Klopfen dieses Punktes in den Sinn kommt, wird zu der Formulierung, mit der an diesem Punkt weitergeklopft wird.

In unserem Beispiel klopfte die betroffene Person also zuerst am Scheitelpunkt und sagte spontan: „Peter ist so dumm! Er macht mich wahnsinnig!“ Sie klopfte dort weiter und atmete dabei tief ein und aus, bis sie das Gefühl hatte, zum nächsten Punkt gehen zu können.

Sie klopfte den nächsten Punkt und dabei tauchte das nächste Set-up auf, das die Sache weiter voranbrachte, nämlich: „Ich verstehe ihn einfach nicht, er ist mir so fremd.“

Als Nächstes kam der Augenbrauenpunkt an die Reihe; das dabei auftauchende Set-up lautete: „Ich wünschte, ich hätte mehr Geduld … mit ihm …, einfach mehr Geduld …“

Beim Punkt Seitlich des Auges kam: „Ich bin nicht sehr tolerant gegenüber Dummköpfen“, und beim Punkt Jochbein: „Sie sehen einfach nicht, was ich sehe.“

Diesen Punkt klopfte sie recht lange, schließlich seufzte sie tief und ging zum nächsten Punkt, Unterhalb der Nase. Hier äußerte sie: „Ich habe Angst, etwas nicht zu verstehen. Ich habe Angst davor, mich zu irren.“ Dies wurde beim Punkt Unterhalb der Unterlippe zu „Ich habe Angst“ und entwickelte sich beim Schlüsselbeinpunkt schließlich zu „Ich hatte Angst vor meinem Vater.“ Intensive körperliche Empfindungen stellten sich ein, etwa Rumoren des Magens und Hitzewallungen in Kopf und Nacken; sie klopfte den Schlüsselbeinpunkt ziemlich lange, bis sich ein Lächeln auf Ihrem Gesicht ausbreitete und sie mit „Ich brauche keine Angst zu haben“ zum Daumenpunkt weiterging; von da aus entwickelte sich ihr Set-up weiter bis zu „Ich fühle mich voller Kraft“ beim Handkantenpunkt.

Bei der abschließenden Herzposition sagte die Frau: „Nur wer stark ist, kann wirklich lieben. Nun weiß ich, warum ich Peter bisher nicht wirklich lieben konnte. Jetzt kann ich es, ich empfinde eine tiefe Liebe für ihn, er ist ein wunderbarer Mann, wirklich.“

*

Bei diesem Verfahren lassen wir zu, dass sich die Eröffnungsaussage an jedem Energiepunkt von selbst weiterentwickelt; dabei handelt es sich dann um eine direkte Reaktion auf Empfindungen, Gedanken und Erinnerungen, die beim Klopfen des jeweiligen Punktes unmittelbar auftauchen.

Es lohnt sich, sich auch hier nochmals zu vergegenwärtigen, dass Energy EFT keine Psychologie oder Psychotherapie ist, sondern einfach Energiearbeit. Der Zweck des Free-Flow-Verfahrens ergibt sich bereits aus seinem Namen: Es geht darum, dass Energie frei und kraftvoll fließen kann, indem Blockaden im Energiesystem gelöst werden und jeder einzelne EFT-Energiepunkt bis zum Maximum seiner Möglichkeiten genutzt wird.

Das Stellvertreterklopfen

Beim Stellvertreterklopfen (auch als Surrogatklopfen bezeichnet) geht es darum, dass wir uns selbst anstelle einer anderen Person oder Sache klopfen.

– Dies kann also ganz konkret eine andere Person sein, etwa ein Kind oder der Partner, der Freund, der Vorgesetzte oder Kollege.

– Es kann aber auch ein soziales Gefüge sein, etwa die Firma, die Familie, ein Team oder eine Gruppe.

– Es kann ein Tier sein, ein Haustier, ein Nutztier oder sogar ein wildes Tier.

– Es kann ein Aspekt, eine andere Erscheinungsform unseres Selbst sein, etwa aus der Vergangenheit („jemand“, der Sie heute nicht mehr sind).

– Es kann sich sogar um eine Erscheinungsform unseres Selbst in der Zukunft handeln.

Stellvertreterklopfen ist sehr einfach: Anstatt im Set-up zu sagen: „Ich habe Angst vor Spinnen“, sagen wir einfach „Hans hat Angst vor Spinnen“, wenn wir stellvertretend für Hans klopfen wollen.

Wir unterschieden zwei weitere Varianten:

1. Die erste ist einfach und direkt; klopfen wir anstelle einer anderen Person oder Sache, um die wir uns (aus welchem Grund auch immer) Sorgen machen, so bauen wir natürlich unseren eigenen Stress damit ab und verbessern unseren Energiefluss.

2. Die zweite Variante ist etwas, was es nur in der Energiearbeit gibt, nämlich dass sich das Objekt, das Ziel Ihres Stellvertreterklopfens, ebenfalls verändert.

Auf der energetischen Ebene sind wir viel stärker miteinander verbunden als auf der physischen Ebene, wo wir getrennt voneinander existieren. Beim Stellvertreterklopfen nutzen wir dieses Verbundensein, um Veränderungen herbeizuführen und den Energiestrom zu verbessern.

Es gibt viele Gelegenheiten, für die das Stellvertreterklopfen eine hervorragende Wahl darstellt:

• Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen;

• Eheleute, die wegen etwas an ihren Partnern klopfen möchten, das sie stört oder aufregt;

• Großeltern, die für ihre Enkel klopfen, die weit entfernt von ihnen aufwachsen;

• Kunden, die wegen einer Firma klopfen, die sie nicht korrekt behandelt …

Es gibt unzählige Anwendungsmöglichkeiten für dieses Verfahren. Eine besonders interessante Anwendung des Stellvertreterklopfens ist das Klopfen für vergangene oder zukünftige Erscheinungsformen des eigenen Selbst. Anstatt zu formulieren: „Meine Mutter hat mich verlassen, als ich ein Baby war“, klopfen wir stellvertretend für das Baby, das wir einst waren, das es heute aber nicht mehr gibt, also für „das verlassene Baby.“

Das funktioniert sehr effektiv, denn es wird Energie in die Bereiche gesandt, die auch heute noch „die Probleme des verlassenen Babys“ haben, und gibt dem EFT-Verfahren eine sehr genaue Zielrichtung. Es macht es uns außerdem leichter, mitfühlend zu sein und den Willen zu formulieren, diesen vergangenen Aspekten (oder früheren Erscheinungsformen) wirklich zu helfen.

Wir können das Stellvertreterklopfen auch auf zukünftige Aspekte (Erscheinungsformen) anwenden, zum Beispiel: „Dieser Aspekt von mir, der nächsten Freitag diese schreckliche Präsentation halten muss.“ Wir können uns dann auf diesen Teil unseres Selbst in der Zukunft einstimmen und für die Themen klopfen, die belastend sein werden, etwa: „Dieser Aspekt von mir, der schreckliche Angst hat zu vergessen, was er sagen will“ als Set-up und „Vergessen, was er sagen will“ als Erinnerungssatz.

Stellvertreterklopfen ist ein sehr wichtiger und wohltuender Teil der Energiearbeit mit EFT, ist vielseitig anwendbar und sorgt dafür, dass es demjenigen, der es durchführt, viel besser geht.

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360 str. 17 ilustracji
ISBN:
9783954840595
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