Czytaj książkę: «Wandergenuss Elsass und Vogesen»

Blick vom Étang de Jaegerthal ins Schwarzbachtal (Tour 4)
Rainer D. Kröll
Wandergenuss
ELSASS UND VOGESEN
37 spannende Natur- und Kulturerlebnisse
auf aussichtsreichen Wegen
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Unterwegs im Elsass und in den Vogesen
Praktische Informationen
GENUSS AUF SCHRITT UND TRITT
Touren im Nördlichen Elsass
1Ruinen über dem Steinbachtal2:40 Std.
Der Klassiker der Sandsteinburgen
2Durch Cleebourgs Weinlagen2:40 Std.
An der elsässischen Weinstraße
3Entzückendes Wissembourg2:40 Std.
Von der Genussstadt zum Deutschen Weintor
4Von Jaegerthal nach Windstein2:30 Std.
Burgen über stillen Tälern
5Zum Château de la Wasenbourg2:30 Std.
Fachwerk, mystische Orte und Ruine
6In den Wäldern um Lichtenberg2:20 Std.
Kapellenruine und modernisierte Burg
7Bezauberndes La Petite-Pierre2:50 Std.
Staedtel und bizarre Felsen
8Von Bouxwiller auf den Bastberg2:30 Std.
Steine und Liebe
9Auf den Col du Saverne2:50 Std.
Die Römerstraße über die Vogesen
10Zu den Burgen über Saverne3:10 Std.
Das »Auge des Elsass«
11Am Schiffshebewerk bei Arzviller3:40 Std.
Alte Schleusen und moderne Technik
12Rocher du Sickert und Dabo3:10 Std.
Aussicht von romantischen Felsen
13Auf den mystischen Donon2:10 Std.
Tempelberg der Kelten und Römer
14Von Wolxheim zum Dompeter2:30 Std.
Spuren der Geschichte an der Bruche
Touren im Südlichen Elsass
15Um die romanische Stadt Rosheim3:00 Std.
Rosen, Küchenschellen und Gräber
16Von Obernai nach Bœrsch3:20 Std.
Herrliche Orte und große Weine
17Heiliger Mont Sainte-Odile3:00 Std.
Stille Wege um den stark besuchten Berg
18Dambach-la-Ville bis Burg Bernstein2:20 Std.
Edle Weinlagen und weite Wälder
19Auf den Panoramaberg Climont2:20 Std.
Sandsteingipfel mit Fernsicht
20Château du Haut-Kœnigsbourg2:00 Std.
Auf romantischen Wegen und Pfaden
21Saint-Hippolyte bis Bergheim3:10 Std.
Fachwerk und berühmte Weine
22Burgen über Ribeauvillé2:50 Std.
Im »Bilderbuch-Elsass«
23Von Hunawihr nach Riquewihr2:30 Std.
Weltberühmtes Dorf an der Weinstraße
24Ammerschwihr bis Kaysersberg3:00 Std.
Liebenswerte Orte am Rand der Vogesen
25Die Haut Chaumes am Lac Vert3:30 Std.
Seen und Almen am Vogesenkamm
26360°-Panorama auf dem Hohneck1:10 Std.
Wanderung auf dem Vogesenkamm
27Der einprägsame Lingekopf3:00 Std.
Auf dem Circuit Historique 1914–18
28Von Munster nach Gunsbach3:30 Std.
In Albert Schweitzers Heimat
29Zu den Burgen über Eguisheim3:40 Std.
Aussicht über die »Zwiebelstadt«
30Zur Pèlerinage Schauenberg2:30 Std.
Auf dem Jakobsweg bei Gueberschwihr
31Der Klassiker Petit Ballon1:50 Std.
Berühmter Gipfel mit 360°-Panorama
32Zur alten Abtei Murbach3:20 Std.
Von Kloster zu Kloster durch weite Wälder
33Auf den Grand Ballon1:20 Std.
Das hohe Dach der Vogesen
34Rossberg und Thanner Hubel2:50 Std.
Zwei Aussichtsberge in den Südvogesen
35Burg Hohenpfirt und Rossbergturm2:40 Std.
Aussichten über Ferrette
36Zur Chapelle Saint-Brice2:10 Std.
Pfade am Jakobsweg und an der Ligne Maginot
37Zum stolzen Château Landskron2:00 Std.
Auf Grenzwegen zur einst schönsten Burg
Bruckmanns Tourenfinder
PS: Meine Freunde und ich
Register
Impressum

Aussicht durch die Fenster des Château du Nouveau-Windstein (Tour 4)

Der Aussichtsturm auf dem Wasenkoepfl (Tour 5)

Am Rathaus im Fachwerkdorf Oberbronn (Tour 5)

Die Chapelle Saint-Denis steht inmitten der Rebflächen (Tour 14).

Die Haut-Kœnigsbourg ist schon von Weitem zu sehen (Tour 20).

Am Obertor in Bergheim (Tour 21)

Ein Blick in das beschauliche Gunsbach (Tour 28)

Kirchenfenster in der Notre-Dame du Schauenberg (Tour 30)

Aussicht von der Burg Hohenpfirt über Ferrette (Tour 35)
PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK
leicht
mittel
schwer
Gehzeit
Höhenunterschied
Weglänge
ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN
| Wandertour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Die Touren im Überblick
| |
| Aussicht | |
| 10 | Zu den Burgen über Saverne |
| 12 | Rocher du Sickert und Dabo |
| 16 | Von Obernai nach Bœrsch |
| 26 | 360°-Panorama auf dem Hohneck |
| 33 | Auf den Grand Ballon |
| |
| Kultur am Wegrand | |
| 3 | Entzückendes Wissembourg |
| 4 | Von Jaegerthai nach Windstein |
| 5 | Zum Chateau de la Wasenbourg |
| 6 | In den Wäldern um Lichtenberg |
| 7 | Bezauberndes La Petite-Pierre |
| 8 | Von Bouxwiller auf den Bastberg |
| 11 | Am Schiffshebewerk bei Arzviller |
| 13 | Auf den mystischen Donon |
| 14 | Von Wolxheim zum Dompeter |
| 17 | Heiliger Mont Sainte-Odile |
| 18 | Dambach-la-Ville bis Burg Bernstein |
| 20 | Château du Haut-Kœnigsbourg |
| 21 | Saint-Hippolyte bis Bergheim |
| 22 | Burgen über Ribeauvillé |
| 23 | Von Hunawihr nach Riquewihr |
| 24 | Ammerschwihr bis Kaysersberg |
| 29 | Zu den Burgen über Eguisheim |
| 30 | Zur Pèlerinage Schauenberg |
| 32 | Zur alten Abtei Murbach |
| 35 | Burg Hohenpfirt und Rossbergturm |
| 37 | Zum stolzen Château Landskron |
| |
| Ruhe und Natur | |
| 1 | Ruinen über dem Steinbachtal |
| 9 | Auf den Col du Saverne |
| 34 | Rossberg und Lhanner Hubel |
| 36 | Zur Chapelle Saint-Brice |
| |
| Einkehr | |
| 2 | Durch Cleebourgs Weinlagen |
| 15 | Um die romanische Stadt Rosheim |
| 19 | Auf den Panoramaberg Climont |
| 25 | Die Haut Chaumes am Lac Vert |
| 27 | Der einprägsame Lingekopf |
| 28 | Von Munster nach Gunsbach |
| 31 | Der Klassiker Petit Ballon |
Unterwegs im Elsass und in den Vogesen
Das Elsass ist ein sehr abwechslungsreiches Urlaubsgebiet. Die Ebenen und die Vorberge der Vogesen mit den Weinanbaugebieten liegen im klimatisch begünstigten Rheingraben. Die Burgundische Pforte zwischen Vogesen und Jura lässt milde, mediterrane Luft in das Rheintal fließen. Das Frühlingserwachen der Natur setzt hier früher ein als anderswo. Wenn in den Vogesen noch der Winter herrscht, zeigen sich in der elsässischen Ebene schon die ersten Blumen. Bereits die Römer nutzten das milde Klima für den Weinbau.
Die hohen Berge der Vogesen sind den Westwinden ausgesetzt, was den Gipfeln und Graten manchmal durchaus Bedingungen der Hochgebirge bescheren. Glaziale Bergseen liegen wie glitzernde Juwelen in den grünen Tälern und auf den Hochflächen. Die besiedelten Täler zeichnen sich durch jahrhundertealte Kultur und Tradition aus. Der stille Sundgau im Süden ist etwas für Ruhe suchende Genießer. Noch heute ist das Elsass geprägt von kleinen Städten und Dörfern, vom Weinbau und vom Rhein. Rasante Moderne und alte Substanz in den lebenswerten Städten sowie ein Mix aus französischer und elsässischer Küche machen die Region zu einem beliebten Reiseziel. Das Elsass gehört zu den reizvollsten Landschaften Europas. Die Gegend hat etwas Heiteres und Entspanntes und lässt die Zeit langsamer vergehen. Kultur und Tradition bestimmen die Abläufe. Hier lässt es sich gut leben und gut Urlaub machen.

Das Château Luetzelstein steht auf einem Felssporn (Tour 7).
Nach der Veröffentlichung der Wanderführer Elsass und Vogesen und Vergessene Pfade Elsass und Vogesen habe ich mich sehr gefreut über den Auftrag zu vorliegendem Buch Wandergenuss Elsass und Vogesen. Die Recherche vor Ort an den vorherigen Büchern dauerte jeweils drei Monate, während deren ich in der Region gelebt habe. Wieder drei Monate im Elsass verbringen zu dürfen und neue sowie bekannte Gipfel und Orte besuchen zu dürfen, ist ein echtes Glück. Das bedeutet herrliche Landschaften wiederzusehen, bekannte Ferme Auberges, Restaurants und Weingüter wiederzubesuchen.

Auf dem Weg zum Petit Ballon (Tour 31)
Die Destination ist nicht unendlich, so gibt es in diesem Buch Wanderungen, die schon in meinen anderen Büchern erschienen sind. Aber die Touren in diesem Buch mit dem Thema »Genusswandern ...« wurden in diesem Sinne total überarbeitet, meist verkürzt und auch alle erneut begangen. So leuchten sie in neuem Gewand.
Das Thema »Wandergenuss Elsass und Vogesen« erlaubte mir auch eine neue Entdeckungsreise unter anderem Gesichtspunkt. Mit diesem Thema des Wandergenusses bin ich zum Entdecker und Experten der Genüsse geworden. So habe auch ich für das Buch Wandergenuss Elsass und Vogesen wieder Neues entdeckt oder bereits Bekanntes wiedergesehen und unter dem Aspekt Vergnügen neu erlebt. Mit der Fertigstellung dieses Buchs habe ich nun fast 120 herrliche Wanderungen im Elsass und in den Vogesen hinter mir. Wenn Sie sich an einigen der beschriebenen Routen mit Genusserlebnis erfreuen, bin ich zufrieden.

Die romanische Burgkapelle im Château du Haut-Barr (Tour 10)
Praktische Informationen
Reisen im Elsass
Am bequemsten überallhin kommt man mit dem eigenen Auto. In entlegenen Tälern und auf den Vogesen gibt es aber oft keine Tankstellen. Gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten die Orte, die mit der Bahn erreichbar sind. Fast jedes Dorf wird von einem Bus angefahren, und trotzdem sind diese Verbindungen für Wanderer kaum brauchbar. Die Fahrpläne sind in erster Linie für die Arbeits- und Schulbedingungen aufgestellt. Bei drei Touren in diesem Buch ist der Startpunkt nur mit dem Auto oder mit dem Taxi zu erreichen.
Aktuelle Fahrplanauskünfte zu Bahn und Bus: www.fluo.eu und Bus Route des Crêtes: www.navettedescretes.com
| Aussicht |
| Ruhe und Natur |
| Kultur am Wegrand |
| Einkehr |
Die Touren
Die Wanderungen sind eher kurz gewählt, um Zeit für die genussvollen Dinge neben dem Weg zu lassen. Die Genusstouren in diesem Buch sind in vier Kategorien unterteilt, mit jeweiligem Schwerpunkt bei »Aussicht«, »Ruhe und Natur«, »Kultur am Wegrand« oder »Einkehr«. Sicher liegt der Wandergenuss bei der einen oder andere Tour in mehreren dieser Rubriken, sodass sich der Autor für das seiner Meinung nach hervorstechendste Merkmal entschieden hat. Hierzu findet sich bei jeder der 37 Touren ein Tippkasten mit dem entsprechenden Symbol.
Die Einordnung der Touren für Kindertauglichkeit im Tourenfinder in diesem Buch wird ganz einfach mit 300 Höhenmeter Aufstieg begrenzt. Die Leistungsfähigkeit der Kinder ist jedoch stark abhängig vom Alter, von der Kondition und von ihrem Willen.
Die Wandergebiete sind in zwei Gruppen gefasst und so nummeriert, wie eines der Gebiete in etwa im Zusammenhang bereist werden kann.
Nördliches Elsass begrenzt durch den Pfälzer Wald im Norden, Lothringen im Westen und Rhein im Osten. Als südliche Abgrenzung wurde das Bruchetal gewählt. Dieses Flußtal ist eines der längsten Täler der Vogesen. Die Bruche entspringt in den Vogesen am Climont (Tour 19). Bei Mutzig tritt sie durch die Vorhügelkette in die Oberrheinische Tiefebene ein und tangiert Molsheim. Sie mündet nach 77 Kilometern bei Straßburg in die Ill. Das nördliche Elsass umfasst die Landschaften das Krumme Elsass, den Naturpark der Nordvogesen, das Hanauer Land und den Landstrich Kochersberg zwischen Saverne und Straßburg.
Südliches Elsass begrenzt vom Bruchetal im Norden, Lothringen im Westen und Rhein im Osten. Die Vogesen vom Dabo nach Süden. Als südliche Abgrenzung bietet sich natürlich das Ende der Vogesen am Belforter Land an. Dies beinhaltet den Naturpark der mittleren und südlichen Vogesen. Die Ballon-Vogesen und der Sundgau an der Schweizer Grenze liegen auch in diesem Bereich.
Französische Begriffe für Wanderer

Beste Jahreszeit und Tageszeit
Natürlich ist ein Urlaub im Elsass in den Sommermonaten am besten. Aber herrlich ist auch der Herbst mit seinen unvergleichlichen Farben, und das Wetter kann stabiler sein als im Sommer. Wer Blumen liebt, wird sich je nach Höhenlage am Frühling oder am Frühsommer orientieren. Außerdem sind die Regionen unterschiedlich einzustufen. Die Vogesen sind von den rauen westlichen Luftströmungen beeinflusst und haben eine viel kürzere Vegetationszeit. Anders die großen Täler und noch mehr die Weingebiete im Rheintal. Hier ist deutlich der Einfluss der warmen Luftströmungen aus der Burgundischen Pforte spürbar. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst lässt sich da die Urlaubszeit deutlich ausdehnen. Entscheidend für die Durchführung einer Wanderung ist allemal die Höhenlage. Während in der Rheinebene die Blumen blühen und der Wein wächst, liegen in den hohen Vogesen mitunter auch im Mai noch Schneefelder, die gerade die ersten Narzissen freigeben. Selbst die Route des Crêtes, die Vogesenhochstraße, ist manchmal erst ab Mai geöffnet.
Viele Elsässer sind Bergfreunde und an Wochenenden massenhaft unterwegs. Frühaufsteher sind aber nicht viele. So ergibt eine frühe Startzeit oftmals eine ruhige Tour und alleiniges Gipfelglück.

Blumenwiese mit Schlangenknöterich am Hohneck (Tour 26).
Wetter
Jeder Wanderer steht in der Eigenverantwortung, sich zur Wetterlage zu informieren. Die aktuellen Wetteraussichten zeigt am besten einer der Wetterberichtanbieter oder örtliche Webcams im Internet: www.wetteronline.de/wettertrend/vogesen oder www.meteofrance.com/accueil.
Ausrüstung
Wasserdichte knöchelhohe Bergschuhe mit bester Sohle sind wohl mit die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände in den Vogesen. Sonnen- und Regenschutz, wobei ein stabiler Regenschirm gute Dienste leistet, solange kein Wind mit im Spiel ist. Eine Regenjacke ist unverzichtbar, führt selbst in modernster Ausführung jedoch im Gegensatz zum Regenschirm bei entsprechender Wärme zu starkem Schwitzen. Zur Ausrüstung gehören eine schnelltrocknende Wanderfunktionshose, ein guter Rucksack gefüllt mit Notproviant, ausreichend Flüssigkeit, ein Wechselshirt und eine Notfallapotheke. Teleskop-Bergstöcke und Mobiltelefon (nicht immer besteht Netz) sind in den Vogesen zur Sicherheit ebenfalls nötig. Oft wird ein Kälteschutz vernachlässigt, besonders wenn schönes Wetter am Himmel steht. Was aber, wenn sich einer verletzt und am Boden gelagert werden muss? Wenn dann noch Nässe dazukommt, wird es gefährlich.

Sundgauer Fachwerkhäuser zeigen die gemütliche Seite der Region (Tour 36).
Anforderungen
Orientierung in den Himmelsrichtungen und die Fähigkeit, Karten zu interpretieren, sind Voraussetzungen für die Wegfindung. Der in den Anforderungen verwendete Begriff Trittsicherheit bedeutet die Fähigkeit zu haben, sich beim Wandern in unwegsamem Gelände sicher bewegen zu können. Nach der international gültigen Wegeklassifizierung Leicht, Mittel und Schwer, enthält dieses Wanderbuch nur leichte Touren mit der Farbe Blau und mittelschwere Touren mit der Farbe Rot.
Gefahren und Sicherheit
Die persönliche Leistungsfähigkeit kann besonders bei Hitze falsch eingeschätzt werden. Umkehren oder Abkürzen der Wanderung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Klugheit. Es geht um Wandergenuss, nicht um Höchstleistung. Bei Wanderungen in den Vogesen ist schneller Wetterwechsel durchaus eine Gefahr. Ein aufziehendes Gewitter mahnt zur Vorsicht.

Am Lac Vert – der grüne See der Vogesen (Tour 25)
Erfahrene Bergwanderer beobachten an jedem sich bietenden Fixpunkt ihren Höhenmesser und justieren ihn erneut. Denn steigt die Angabe des Höhenmessers von einem Fixpunkt zum nächsten erheblich an, bedeutet dies einen Luftdruckabfall und lässt eine schnelle Wetterverschlechterung voraussehen.
Notruf Polizei, Notarzt, Feuerwehr: 112 Bergrettung in Frankreich: 15
Notrufsignal: Optisch oder akustisch 6 Signale hintereinander mit 10 Sekunden Abstand

Unter dem mächtigen Rocher du Blanc (Tour 7)
Gehzeiten, Höhenmeter und Richtungsangaben
Die Gehzeiten sind reine Zeiten unterwegs ohne Pausen. Sie wurden in eigener Erfahrung subjektiv ermittelt. Auf orografische Bezeichnungen wurde zugunsten der Allgemeinverständlichkeit verzichtet. Abzweige und Richtungswechsel sind im Text meist trotz Wegweiser beschrieben, denn die können ja mal fehlen.
Die Höhenangaben entstammen zuallererst den Karten, denn die haben Geografen erfasst, dann erst aus dem ständig justierten Höhenmesser und schließlich den Beschilderungen in der Natur. Bei den Angaben des Höhenmessers sind aber immer Ungenauigkeiten möglich, weil diese wegen der Veränderung des Luftdrucks durch Wetterwechsel variabel sind. Die angegebenen GPS-Daten sind vor Ort in freier Natur erhoben, unterliegen jedoch manchmal nicht geringen Messabweichungen durch die Umgebungs- und Umweltbedingungen.
Anforderungen
Leicht: einfache Wanderung auf guten Wegen und Pfaden ohne ausgesetzte Stellen, die aber auch ohne Markierung sein können. Orientierungssinn und Trittsicherheit werden benötigt.
Mittel: mittelschwere Wanderung, die gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Orientierungssinn erfordert. Ausgesetzte Passagen auch mit Seilversicherungen möglich. Alpine Erfahrung ist nötig.
Schwer: anspruchsvolle Bergtour mit hoher Anforderung an die Kondition, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Enthält ausgesetzte Passagen und leichtere Klettereien am Fels. Ein gutes Orientierungsvermögen ist unbedingt geboten. Ausgeprägte alpine Erfahrung wird vorausgesetzt.
Wegweiser und Markierungen
Wenn vorhanden, sind in den Wegbeschreibungen die Markierungen der Wanderwege angegeben. Verschiedenartig geschriebene Ortsnamen sind vorrangig den Karten entnommen, dann erst der Beschilderung in der Landschaft.
Einkehrmöglichkeiten
Einkehrmöglichkeiten in Restaurants und Ferme Auberges sind angeführt. Die Öffnungszeiten sind jedoch je nach Jahreszeit unterschiedlich. Erkundigen Sie sich daher selbst anhand der Telefonnummern.
Naturschutz
Geschützte Pflanzen sind in allen ihren Teilen geschützt und sollten auch nicht zertreten werden. Wir müssen daher auf den Wegen bleiben und dürfen keine »Abkürzer« benutzen und keine weglose Wildnis betreten. Auch wenn an einigen Stellen eine geschützte Art in großen Mengen wächst, bleibt dies eine bedrohte Art und darf nicht gepflückt werden. Die in den Vogesen massenweise auftretenden Narzissen sind sowieso giftig.
Wildtiere benötigen besonders in den Bergen ihre Ruhezonen. Aus meiner berufsbezogenen forstlichen Fachkenntnis wurden bei allen beschriebenen Wanderungen keine Wildeinstandsgebiete durchquert. Ebenso wurde weglose Wildnis gemieden.
Regionale Küche und Versorgung
Die regionale Küche im Elsass ist eine geglückte Synthese alemannischer Deftigkeit und französischer Raffinesse. Der elsässische Karikaturist Tomi
Ungerer meinte zur elsässischen Küche: »Französische Qualität und deutsche Portionen«. Beispiele für traditionelle elsässische Küche sind das Baeckeoffe und das Choucroute oder die Tourte Alsacienne, jeweils deftige Fleischgerichte mit Kraut.
Der Einkauf in Supermärkten erfreut wegen der großen, appetitlichen Auswahl. Nicht zu vergessen die Weine. Es besteht die Gefahr, dass sich die Geschmacksknospen an den erfrischenden Cremant und Riesling oder an die Fülle des Pinot Noir gewöhnen.
Das Schild »Ferme Auberge« in den Vogesen ist meist mit einem guten, aber üppigen Erlebnis verbunden. In entlegenen Tälern und auf den Vogesen gibt es jedoch oft keine Läden. Viele Ferme Auberges geben frische Milchprodukte und Käse ab und bedienen auch gerne hungrige Wanderer.
Interessante Internetadressen
www.frankreich-info.de/reisen/elsass
Urlaubsmöglichkeiten im Elsass unterteilt in Regionen und Städte
www.tourisme-alsace.com
Virtuelle Elsassreisen mit Schwerpunkt Kultur
www.france-voyage.com
Streckenideen für den Elsassurlaub, Städte, Gastronomie, Unterkünfte
www.elsass-geniessen.de
Themenreisen: Orte, Kirchen, Kunst, Museen, Familie, Aktivurlaub
www.elsass-netz.de
Reisetipps und Reiseführer der Elsässer Regionen
www.elsass-weinstrasse.com
Urlaubsträume entlang der Weinstraße
www.valle-munster.eu
Wegweiser durch das Feinschmeckertal mit Kultur und Sport
Die Landschaft
Vor 35 Millionen Jahren entstand der Oberrheingraben als Bruchzone der Erdkruste, die mit der Auffaltung der Alpen zusammenhing. Durch die Sedimente des Rheins wurde der Graben wieder aufgefüllt. An den Rändern hoben sich der Schwarzwald und die Vogesen heraus. Die Vogesen gliedern sich in die nördlich des Bruchetals liegenden Nordvogesen und die Südvogesen südlich der Bruche. Die Nordvogesen, auch Sandsteinvogesen genannt, erreichen mit dem Rocher de Mutzig und Donon knapp über 1000 Meter Höhe. Die Berge der Nordvogesen sind bis zur Zaberner Steige meist tafelartig geformt, der sich nördlich anschließende Wasgau (frz.: Vasgovie) (nördlicher Teil der Nordvogesen und südlicher Pfälzerwald) ist durch Bergformen wie Kegelberge und bizarre Sandsteinfelsen gekennzeichnet. Dagegen besitzen die Berge der Südvogesen häufig die Form einer Rundkuppe (Belchen, frz.: Ballon), die durch Erosion und Gletschertätigkeit zu erklären ist und deren markanteste Vertreter das sogenannte Belchen-System bilden. In den Südvogesen liegen die höchsten Erhebungen der Vogesen mit über 1400 Metern.

Störche sind im Elsass überall zu sehen.
Oberrheinischer Museumspass
Der »Museums-PASS-Musées« ist die Eintrittskarte für über 320 Museen, Schlösser und Gärten in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz. Ab dem ersten Museumsbesuch hat der Karteninhaber ein Jahr lang freien Eintritt in die Dauer- und Sonderausstellungen der Mitgliedsmuseen. Preis: Jahrespass 112,– €, www.museumspass.com.

Im Salon de The findet der Wanderer ein gutes Frühstück.
Karten
Club Vosgien 1:50000, IGN 1:25000, Kompass 1:50000. Die Karten des Club Vosgien sind in den Touren angegeben.
Touren im Nördlichen Elsass

Blick über das bezaubernde Dorf Cleebourg (Tour 2).

Die Grundmauern eines alten Tempels auf dem Donon (Tour 13).

Die Teufelsbrücke auf den Felsen am Château du Haut-Barr (Tour 10).

Beim alten Waschhaus am Canal de la Bruche in Ergersheim (Tour 14).
1 Ruinen über dem Steinbachtal
Der Klassiker der Sandsteinburgen
Von Niedersteinbach wandern wir am Steinbach entlang zum malerischen Obersteinbach, über dem das Château du Petit-Arnsberg aus dem Wald ragt. Durch schönen Mischwald gelangen wir zu den Châteaux du Wasigenstein und zu bizarren Felsen.

Besonderer Genuss: Ruhe und Natur
Tourencharakter
Leichte, vorwiegend schattige Tour, meist auf Pfaden und Naturwegen mit deutlichen Anstiegen durch Wälder. Im Ortsgebiet auf Straßen
Ausgangs-/Endpunkt
Parkplatz am westlichen Ortsausgang von Niedersteinbach GPS N49°01’57.5” E07°42’27.6”
Anfahrt
Auto Auf der D 3 von Wissembourg über Lembach nach Obersteinbach
Bus Mit der Linie 317 von Wissembourg nach Niedersteinbach (www.fluo.eu)
Gehzeiten
Parkplatz Niedersteinbach – Hortus Hymenoptera 0:20 Std. – Château du Petit-Arnsberg 0:25 Std. – Langenbach 0:15 Std. – Châteaux du Wasigenstein 0:30 Std. – Klingelfels 0:20 Std. – Col du Goetzenberg 0:10 Std. – Parkplatz Niedersteinbach 0:40 Std.
Einkehr
Hôtel Restaurant Au Cheval Blanc, Rue Principale 11, F-67510 Niedersteinbach, Tel. 0033/(0)3/88 09 55 31, www.hotel-cheval-blanc.fr
Karten
Club Vosgien/IGN, Blatt 2/8, 1:50 000
Touristinformation
Place de l’Hôtel de Ville 6, F-67110 Niederbronn-les-Bains, Tel. 0033/(0)3/88 80 89 70, www.tourismus-niederbronn.de
Hinweis
Bergschuhe und Trittsicherheit erforderlich

Zum Hortus Hymenoptera Vom Parkplatz an der D 3 am westlichen Ortsende von
Niedersteinbach beginnt die Wanderung am südlichen, hinteren Ende des Parkplatzes mit der Markierung gelbes Rechteck. Auf einem Steg queren wir den Steinbach und wenden uns rechts nach Westen, entgegen der Fließrichtung. Zunächst auf dem Pfad und später auf dem Fahrweg kommen wir nach Niedersteinbach. Nach dem ersten Haus gegenüber einem Weiher beginnt der wunderbare
Hortus Hymenoptera. Der Garten ist ein besonderer Naturgarten, der den Insekten und den Menschen Platz lässt (siehe Infokasten).
Zum Château du Petit-Arnsberg Der Weg wird zur asphaltierten Rue du Wittberg, die vor einem überdachten Waschhaus nach rechts abbiegt. An der Kreuzung wandern wir nach links auf der Rue Principale (D3) weiter und kommen bald an der Kirche vorbei. Das kleine Obersteinbach im Naturpark Nordvogesen zeigt seine hübschen Fachwerkhäuser in der Beschaulichkeit zwischen den bewaldeten Hügeln mit den prägnanten Sandsteinfelsen. Über den Dächern von Obersteinbach ragt das Château du Petit-Arnsberg aus dem Wald.

Im Hortus Hymenoptera entsteht Lebensraum für Insekten.
Dann tangieren wir das blaue regionale Burgenmuseum Maison des Châteaux Forts. Das nächste große Gebäude ist das Rat- und Schulhaus, nach dem rechts die Rue du Schlossberg an einem kleinen Friedhof vorbei nach oben führt. Am Schluss stößt der steile Pfad an eine Forststraße, der wir nach rechts folgen. Nach 200 Metern steigen wir vor der Rechtskurve links die kleine Treppe mit Burgensymbol zum Schlossbergfelsen hinauf. Der Pfad leitet genau zum
Château du Petit-Arnsberg. Sie ist die kleinste Elsässische Burg, deren Buckelquader des Mauerwerks für eine Entstehung in Staufischer Zeit, Mitte des 13. Jahrhunderts, sprechen. 1335 wurde die Burg, die dem Raubritter Friedrich von Wasigenstein als Versteck diente, belagert und erobert. Heute sind noch interessante Gänge und Treppen im Fels sowie der Torturm zu erkunden.

Über Obersteinbach ragt das Château du Petit-Arnsberg aus dem Wald.
Zum Langenbach 400 Meter nach der Burgruine steigen wir am Wolfsfelsen auf die Fahrstraße hinab und gehen nach Norden mit der Markierung rote Raute und Burgensymbol in Richtung Wasigenstein weiter. Schon nach 10 Metern geht es rechts hinunter und dann nach links. Nach einem eingezäunten Grundstück halten wir uns rechts hinab über eine Wiese. Ganz unten im Langenbachtal müssen wir links und dann rechts auf einem Steg über den
Langenbach.

Genuss für das Auge im Hortus Hymenoptera
Hortus Hymenoptera ist lateinisch und bedeutet Hautflügler-Garten. Es ist ein Garten für Insekten und für Menschen. Das Besondere ist die Gliederung in drei Zonen: Pufferzone, Hotspot-Zone und Ertragszone. So entsteht Lebensraum für Insekten und andere Tiere. Zusätzlich ist genug Platz vorhanden, um gesunde Lebensmittel anzubauen.
Die Pufferzone grenzt den Garten nach außen durch eine Hecke ab. In der Hotspot-Zone herrscht Vielfalt. Die auf abgemagerten Böden wachsenden Blumenwiesen und die Reisighaufen, Totholzstämme, Steinhaufen und Sandhügel schaffen Lebensraum für Tiere. Die Ertragszone mit Gemüseanbau funktioniert als Permakultur in einem geschlossenen Nährstoffkreislauf ohne Einsatz von Pflanzenschutzmittel und Dünger. Es gibt ein Hortus-Netzwerk, in dem viele Menschen durch ihren Garten der Natur mehr Raum geben. Der private Hortus Hymenoptera in Obersteinbach kann bei Voranmeldung im Rahmen einer Führung besichtigt werden (Rue Principale 7, F-67510 Obersteinbach, Tel. 0033/(0)6/51 82 57 01, www.hymenoptera.fr).
Zu den Châteaux du Wasigenstein Nach dem Bach geht es links auf dem zweiten, flacheren Weg aufwärts in Richtung Wasigenstein. Bald ist links durch die Vegetation die große Doppelburganlage zu sehen. Am Vorplatz mit der Zisterne und dem raffinierten Wassersammelsystem erreichen wir die
Châteaux du Wasigenstein aus dem 12. Jahrhundert. Die Zeit verfliegt hier im Nu, denn die Anlage hat viele erhaltene Felsentreppen, Durchgänge, einen Wohnturm und eine teilweise erhaltene Schildmauer aus Buckelquadern. Die Burgen wurden auf zwei voneinander getrennten Felsriffen erbaut. Die obere Burg Großwasigenstein auf dem östlichen Teil des Felssporns und die untere Burg Kleinwasigenstein auf dem westlichen Felssporn aus rotem Buntsandstein. Im Dreißigjährigen Krieg wurden sie 1635 zerstört und sind seit dieser Zeit Ruinen. Die Schlucht zwischen den beiden Burgen soll der Schauplatz der im Walthari-Lied beschriebenen Kämpfe sein. Walther von Aquitanien ruhte sich hier mit seiner geliebten Hildegund aus. Als sich die Burgunder unter ihrem König Gunther näherten, stellte Walther sich taktisch geschickt in dem engen Felsenspalt auf und tötete elf Kampfgenossen Gunthers im Einzelkampf. Am folgenden Morgen kam es zum entscheidenden Kampf zwischen Gunther und Walther. Hildegund stiftete Frieden und wusch die Wunden der Verletzten aus. Walther und Hildegund zogen nach Aquitanien und lebten dort als königliches Paar. Das Walthari-Lied ist eine lateinische Heldendichtung aus dem 10. Jahrhundert. Es beschreibt die germanische Walther- und Hildegundsage. Ruhm, Hochmut, Ehre, Liebe und Freundschaft spielen in dem Epos zwischen Walther von Aquitanien und König Gunther eine Rolle. Manche der Motive des Dramas erinnern an den antiken Stoff von Troja.

Der Klingelfelsen ist eine bizarre Sandsteinskulptur.

Aussicht vom Château du Petit-Arnsberg über Obersteinbach
Zum Klingelfels Wir gehen von den Châteaux du Wasigenstein auf gleichem Weg zurück, aber nach 20 Metern an der Gabelung links aufwärts in Richtung Klingelfels. Nach der Überquerung einer Forststraße sind wir bald an der Straße D 190, an der direkt der
Klingelfels steht.
Zum Col du Goetzenberg An der Seite des Parkplatzes nehmen wir einen Pfad in Richtung Zigeunerfelsen, mit dem Burgensymbol und rotem Rechteck im Wald parallel zur Straße. Nach 300 Metern leitet die Markierung rotes Rechteck links auf dem
Col du Goetzenberg über die Straße und über den Parkplatz.
Nach Niedersteinbach West Am hinteren Ende des Parkplatzes bleiben wir geradeaus auf der ebenen Fortstraße mit der Markierung rotes Kreuz in Richtung Niedersteinbach. Hier ist ein einfach 500 Meter langer Abstecher nach links zum sehenswerten Zigeunerfelsen möglich.
Nach 100 Metern auf der Forststraße in Richtung Niedersteinbach folgen wir nach rechts abwärts dem Pfad mit der Markierung rotes Kreuz. Weiter unten übernimmt eine Forststraße die Markierung. An einer Kreuzung wählen wir den zweiten Weg mit der Markierung rotes Kreuz links hinunter. Noch vor der Streuobstwiese müssen wir rechts auf einem undeutlichen Pfad über ein Wiesenstück und dann durch den Wald hinunter. Der Weg gewährt gute Aussicht über Niedersteinbach mit Kirche und dem bekannt guten Restaurant Au Cheval blanc, in dem auch Altbundeskanzler Helmut Kohl regelmäßig gesehen wurde. Unten überqueren wir die D 3 und sind zurück am Parkplatz in
Niedersteinbach West.

Der Aufstieg zum Château du Petit-Arnsberg führt durch einen Tunnel.
2 Durch Cleebourgs Weinlagen
An der elsässischen Weinstraße
Cleebourg und Rott an der elsässischen Weinstraße sind wegen ihrer guten Weine bekannt. Mönche haben hier bereits im 9. Jahrhundert Reben angepflanzt. Ein besonderer Genuss ist das Ambiente Cleebourgs, das durch seine Fachwerkhäuser lebt.

Besonderer Genuss: Einkehr
Tourencharakter
Leichte, vorwiegend sonnige Tour, größtenteils auf befestigten Wegen durch Weinberge, Wälder, Felder und Ortsgebiet
Ausgangs-/Endpunkt
Parkplatz an der Cave Vinicole de Cleebourg
GPS N49°00’45.2” E07°53’38.6”
Anfahrt
Auto Auf der D 77 von Wissembourg nach Cleebourg
Bus Mit der Linie 117 von Wissembourg (www.fluo.eu)
Gehzeiten
Parkplatz Cave Vinicole de Cleebourg – Place de la Mairie 0:45 Std. – Roetzmuehle 0:15 Std. – Reifenberg 0:55 Std. – Place du Tilleul 0:10 Std. – Rue Wolf 0:20 Std. – Parkplatz Cave Vinicole de Cleebourg 0:15 Std.
Einkehr
Hôtel Restaurant Le Cleebourg, Route du Vin, F-67160 Rott, Tel. 0033/(0)3/88 54 94 80, www.lecleebourg.com
Restaurant Keimberg, Rue du Tilleul 86, F-67160 Cleebourg, Tel. 0033/(0)3/88 90 18 29, www.keimberg.fr
Stuewele S’Pepe, Rue Principale 50, F-67160 Rott
Karten
Club Vosgien/IGN, Blatt 2/8, 1:50 000
Touristinformation
Place de la République 11, F-67163 Wissembourg Tel. 0033/(0)3/88 94 10 11, www.ot-wissembourg.fr

Zum Place de la Mairie in Rott Vom Parkplatz an der
Cave Vinicole de Cleebourg starten wir alternativlos nach Norden entlang der Route du Vin (D 77) abwärts. 150Meter nach der Rechtskurve gehen wir links in den Wald hinauf und an der T-Kreuzung nach dem Häuschen mit den Hundezwingern rechts. An einer spitzen Weggabel mit der Nr. 69 an einem Baum laufen wir rechts hinunter. An einer Kreuzung müssen wir rechts in einem alten Hohlweg abwärts an einer eingezäunten Quellfassung vorbei. Nach dem Wald sind wir auf der Rue de Stade und tangieren die Sportplätze. Unten in Rott wandern wir auf der Rue Principale (D 77) links bis zum
Place de la Mairie.
Zur Roetzmuehle Gegenüber dem Rathaus laufen wir auf der Rue Moulin-Roetz in die Wiesen hinaus. An der T-Kreuzung gehen wir rechts über den Haussauerbach an der
Roetzmuehle vorbei.

In Cleebourg stehen schöne Fachwerkhäuser.

Blick von der Roetzmuehle nach Rott
Zur Wanderhütte Reifenberg An der D 240 müssen wir rechts und können nach 200Metern links durch die Felder laufen. Auf der rechten Seite ist bald die Cave Vinicole de Cleebourg zu sehen. Wir bleiben geradeaus und gehen erst an einer T-Kreuzung rechts und nach 30 Metern links hinab. Am zweiten Abzweig geht es links zur Wanderhütte in der Weinlage
Reifenberg mit schöner Aussicht über Cleebourg.
Zum Place du Tilleul Nun laufen wir abwärts auf das Dorf zu, müssen dabei einmal rechts und dann links durch den Graben über den Schemperbach. Vor der Kirche gehen wir rechts zum
Place du Tilleul.
Zur Rue Wolf An der Straßengabel nehmen wir links die Rue Principale und erfreuen uns an den vielen sehenswerten Fachwerkhäusern. An der
Rue Wolf biegen wir rechts ab.
Zur Cave Vinicole de Cleebourg Wir bleiben in den Obstgärten geradeaus, überqueren das Kuchenbaechel und wandern an der T-Kreuzung mit dem Informationsschild über den Cremant nach rechts. In einem großen Bogen folgen wir den Schildern des Sentier Viticole durch die Weinberge hinauf und gehen oben nach rechts in den Wald. Am Ende des Waldwegs kommen wir am Hôtel Restaurant Le Cleebourg vorbei zum Parkplatz an die
Cave Vinicole de Cleebourg.

Crémant-Genuss
Crémant d’Alsace wird nach der Champagnermethode aus Pinot Blanc, Pinot Noir, Riesling, Pinot Gris, Tokay oder Chardonay hergestellt. In einer zweiten Flaschengärung entsteht die Kohlensäure. Dann werden die Flaschen mit dem Kronkorken nach unten in schräg gestellte Rüttelpulte gesteckt, von Hand gerüttelt und gedreht, bis sie fast senkrecht stehen. Dadurch sammelt sich die Hefe im Flaschenhals, die beim Degorgieren entfernt wird. Eine geringe Zugabe einer mehr oder weniger süßen Dosage bestimmt den Charakter von Brut bis Sec. Danach wird die Flasche frisch verkorkt. Eine leckere Gaumenfreude (Cave Vinicole de Cleebourg, Route du Vin, F-67160 Cleebourg, Tel. 0033/(0)3/88 94 50 33, www.cave-cleebourg.com)!
3 Entzückendes Wissembourg
Von der Genussstadt zum Deutschen Weintor
Wissembourg ist eine mittelalterliche und heute dem Genuss zugewandte Stadt mit Mauer und Fachwerkhäusern. Lohnenswert für eine ausgiebige Besichtigung. Die Tour führt durch das idyllische Lautertal zum Deutschen Weintor, wo deftige Pfälzer Weinstuben locken.

Besonderer Genuss: Kultur am Wegesrand
Tourencharakter
Leichte, vorwiegend sonnige Tour auf befestigten Wegen durch Weinberge und Ortsgebiet
Ausgangs-/Endpunkt
Parkplatz Place de la foire in Wissembourg
GPS N49°02’15.9” E07°56’56.2”
Anfahrt
Auto Auf der D 263 von Hagenau oder auf der B 3 von Bad Bergzabern nach Wissembourg
Bahn Von Hagenau nach Wissembourg (www.fluo.eu)
Gehzeiten
Parkplatz Place de la foire – Église Saints-Pierre-et-Paul 0:25 Std. – Husgenossenturm 0:15 Std. – Les Trois Maronniers 0:20 Std. – Château Saint Paul 0:30 Std. – Deutsches Weintor 0:25 Std. – Grenzkapelle 0:15 Std. – Parkplatz Place de la foire 0:30 Std.
Einkehr in Wissembourg
Café Pâtisserie Rebert, Place du Marché aux Choux 7, Tel. 0033/(0)3/88 94 01 66, www.patisserierebert.fr
Restaurant Du Saumon, Place du Saumon 3, Tel. 0033/(0)3/88 94 13 95
Karten
Club Vosgien/IGN, Blatt 2/8, 1:50 000
Touristinformation
Place de la République 11, F-67163 Wissembourg Tel. 0033/(0)3/88 94 10 11, www.ot-wissembourg.fr
Hinweis
Wissembourg ist ein beliebter Ausflugsort. Das Wochenende meiden.

Zur Église Saints-Pierre-et-Paul Vom Parkplatz auf dem
Place de la foire starten wir am Busparkplatz vorbei auf der Rue de la Chaîne nach Westen. An der Kreuzung biegen wir links in die Rue de la Laine und auf der Rue nationale nach rechts zum Place de la République ab, an dem samstags Markt ist. Hier steht das klassizistische Hôtel de Ville aus dem 18. Jahrhundert mit dem Office de Tourisme. Die Rue de la République leitet nach Süden. Vor der Pâtisserie Chez Colette mit der Hausnr. 9 schlendern wir nach rechts in die kleine Rue du Passerelle. Zuerst gehen wir aber zu einem Abstecher noch geradeaus zum Place du Marché aux Choux. Die weithin bekannte Pâtisserie Rebert ist von höchstem Interesse, aber auch der Blick in die Rue du Général Leclerc auf das Haus mit dem pittoresken Giebel lohnt.

Im romantischen Brucheviertel in Wissembourg
Genuss und Ruhe am Quai Anselmann in Wissembourg

Die Église Saints-Pierre-et-Paul wurde im 14. Jahrhundert erbaut.
Nun also wieder zurück und jetzt links in die kleine Rue du Passerelle. Auf einem kleinen Steg über die Lauter öffnet sich die oft fotografierte romantische Ansicht mit dem Turm der Kirche Saints-Pierre-et-Paul im Hintergrund. Am Ende der Rue du Passerelle kommen wir rechts auf der Rue de l’Ordre Teutonique zum Place du Saumon mit dem berühmten Maison du sel aus dem 15. Jahrhundert. Die Dachöffnungen dienten der Luftzirkulation in dem Salzlagerhaus. An der Ecke zur Avenue de la sous Préfecture steht die Zehntscheuer aus dem 13. Jahrhundert. Dahinter befindet sich das Ritterhaus mit dem hübschen Renaissancegiebel. Jetzt machen wir in der Avenue de la sous Préfecture gleich den Abstecher bis zum Eingang der
Église Saints-Pierre-et-Paul, nach dem Straßburger Münster die größte Kirche im Elsass. Der gotische Bau stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der romanische Westturm datiert allerdings noch aus dem 11. Jahrhundert. Das kunsthistorisch wichtigste Element ist der wunderschöne gotische Kreuzgang auf der Nordseite der Kirche.

Die Moulin de la Walk steht an der Lauter bei Wissembourg.
Zum Husgenossenturm Wir gehen wieder zurück zum Maison du sel am Place du Saumon und biegen nach der Lauter links in den Quai Anselmann. Hier stehen herrliche mittelalterliche Häuser. Am Ende des Quai Anselmann gehen wir links über die Lauter und setzen unseren Weg auf dem Quai du 24 Novembre nach rechts fort. Auf der rechten Seite ist das idyllische alte Tor der Lauter an der ehemaligen Benediktinerabtei (Porte de Vabbaye). An der Brücke zeigt ein Blick zurück ein romantisches Bild auf den alten Waschplatz an der Lauter mit der Kirche Saint Jean im Hintergrund. Die Faubourg de Bitche leitet uns auf der rechten Seite der Lauter entlang durch das Brucheviertel am berühmten Maison de l’Ami Fritz mit dem Erker vorbei. Weiter draußen steht vor dem
Husgenossenturm, der Teil der Stadtbefestigung war, ein Wehr.

Stadt der Genüsse
Wissembourg entwickelte sich aus einer im 7. Jahrhundert gegründeten Benedikterabtei und war maßgebend für die deutsche Dichtung. Im Lauf der Geschichte war die Stadt allerdings fortgesetzt von allen Seiten begehrt und wegen der strategisch günstigen Lage immer wieder Schauplatz heftiger Kämpfe. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie mehrmals erobert und zurückerobert und im Französisch-Niederländischen Krieg ging Wissembourg im Feuer unter. 1870 war die Stadt Kampfzone der Schlacht von Wissembourg.
Dafür ist sie bemerkenswert unversehrt geblieben und zeigt sich präsent in neuem Glanz. Der Ort besticht durch seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern mit großem Reichtum an architektonisch bemerkenswerten Bauten. Wissembourg ist heute gerade bei deutschen Besuchern wegen der guten Restaurants und Cafés als Ausflugsort sehr beliebt, wie an Wochenenden zu sehen ist. Ein Spaziergang in der schönen Stadt erfreut die Gäste immer wieder. Wissembourg ist auch eine Stadt der kleinen und guten Geschäfte. Hier kann man genießen wie Gott in Frankreich.
Zu den Les Trois Maronniers Geradeaus queren wir am Schwimmbad die D 334 in die Rue de la Walk vorbei am Restaurant Moulin de la Walk und bleiben entlang der romantischen Lauter. Nach einem Fischweiher müssen wir rechts und überqueren, um 50 Meter nach links versetzt, wieder die D 334 in das Anliegersträßchen aufwärts, das nach 100 Metern nach rechts in einen kleinen Pfad übergeht. Der idyllische Fußweg leitet durch Laubwald höher zu den
Les Trois Maronniers (Drei Kastanien) mit Ruhebank und Aussicht auf Wissembourg.
Zum Château Saint Paul Wir steigen auf dem Pfad weiter hinab und erleben an der Kreuzung eine bessere Aussicht. Hier gehen wir nach links auf der Fahrspur wieder nach oben und nehmen an der Weggabel den rechten Weg. An folgenden Abzweigen bleiben wir immer geradeaus auf der Geländekante durch ausgedehnte Weinberge auf das Château Saint Paul zu. Wir kommen direkt am Eingangstor des heute privaten
Château Saint Paul vorbei, an dessen Stelle im Mittelalter eine Kapelle gestanden haben soll.

Am Deutschen Weintor in Schweigen beginnt die Deutsche Weinstraße.
Zum Deutschen Weintor Vom Château Saint Paul gehen wir geradeaus auf der Paulinerstraße bis hinunter zum Marktplatz in Schweigen. Die evangelische Kirche besitzt einen Turm von 1456, und der davor stehende Napoleons-Brunnen ist aus dem Jahr 1811. Wir wandern links in die Längesstraße, die in einem Bogen vorbei an der guten Gaststube Stichelfritz direkt zum
Deutschen Weintor führt. Hier ist der südliche Ausgangspunkt der 85 Kilometer langen Deutschen Weinstraße.
Zur Grenzkapelle Vom Weintor laufen wir nach Süden zum Kreisverkehr und nach rechts weiter auf der Hauptstraße. Wieder am Marktplatz gehen wir nun links am Gasthaus zum Bären vorbei in Richtung Wissembourg. Die Hauptstraße leitet immer geradeaus leicht abwärts aus Schweigen heraus. Im Garten links vor der Grenze steht die private
Grenzkapelle.
Zum Place de la foire In Wissembourg tangieren wir ein Denkmal für die bayerischen Kämpfer des 1870er-Kriegs. Danach stoßen wir an eine Straßengabel, an der wir uns nach links wenden, und an der nächsten Gabelung gehen wir nach rechts. An der Kreuzung mit der großen Verkehrsinsel wandern wir nach links in die Rue des Acacias leicht abwärts. Nach 100 Metern bleiben wir fast geradeaus auf dem Pfad und steigen dann auf der Treppe mit der Markierung roter Ring abwärts in den früheren Stadtgraben und wieder hinauf auf den Rempart. Hier schauen wir direkt auf die Kirche Saint Jean mit dem romanischen Turm. Auf dem Wall halten wir uns links bis zum Pulverturm und laufen dann rechts auf der Rue de la Poudrière zum Parkplatz am
Place de la foire zurück.

Herbst an der romantischen Lauter
4 Von Jaegerthal nach Windstein
Burgen über stillen Tälern
In Jaegerthal stehen noch die Ruinen des 1602 gegründeten Eisenwerks der Industriellenfamilie de Dietrich. Der Parc Naturel Régional des Vosges du Nord ist ein Hort der Stille, und die Burgruinen von Windstein sind ein gutes Ziel mit Aussicht.

Besonderer Genuss: Kultur am Wegrand
Tourencharakter
Leichte, vorwiegend schattige Tour, auf Naturpfaden durch Wälder und Wiesen. Im Ortsgebiet auf Straßen
Ausgangs-/Endpunkt
Parkplatz am Étang de Jaegerthal am nördlichen Ortsausgang von Jaegerthal
GPS N48°58’37.1” E07°40’59.2”
Anfahrt
Auto Auf der D 3 und D 53 von Wissembourg über Lembach und Obersteinbach nach Windstein
Bahn Von Strassbourg nur bis Niederbronn-les-Bains (www.fluo.eu)
Gehzeiten
Étang de Jaegerthal – Restaurant du Windstein 0:30 Std. – Château du Nouveau Windstein 0:25 Std. – Auberge des deux Châteaux 0:20 Std. – Vieux Château de Windstein 0:15 Std. – Auberge des deux Châteaux 0:10 Std. – Restaurant du Windstein 0:20 Std. – Étang de Jaegerthal 0:30 Std.
Einkehr
Hôtel Restaurant du Windstein, Route d’Obersteinbach 8, F-67110 Windstein, Tel. 0033/(0)3/88 09 24 18, www.hotelduwindstein.com
Karten
Club Vosgien/IGN, Blatt 2/8, 1:50 000
Touristinformation
Place de l’Hôtel de Ville 6, F-67110 Niederbronn-les-Bains, Tel. 0033/(0)3/88 80 89 70, www.tourismusniederbronn.de
Hinweis
Bergschuhe und Trittsicherheit erforderlich

Zum Hôtel Restaurant du Windstein Die gesamte Ansiedlung Jaegerthal ist eine Gründung vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Weiter unten im beschaulichen Dorf steht das Schloss der Industriellenfamilie de Dietrich. Im schönen, heute romantischen Park am Schwarzbach ist noch das Maison de la Turbine aus dem Jahr 1871 zu sehen. Bis 1965 wurde das Turbinenhaus zur Stromerzeugung genutzt und versorgte das benachbarte Schloss und die Schule mit dem ersten Strom. Aktuell dient dieses industrielle, heute private Gebäude zur Präsentation von Kunst und Skulpturen. Bis 1905 standen in dem Park auch noch ein Hochofen und ein Kleinhammer der Firma de Dietrich. Der lange Stausee Étang de Jaegerthal am Ausgangspunkt der Wanderung lieferte die Wasserkraft für die Hammerwerke und Schmieden im Tal.

Im beschaulichen Dorf Jaegerthal
Beim Parkplatz am
Étang de Jaegerthal stehen die Ruinen der ersten Eisenschmieden von de Dietrich vom Ende des 17. Jahrhunderts. Von hier aus können wir im Schwarzbachtal aufwärts schon das Château du Nouveau-Windstein sehen. Entlang des leeren Stausees starten wir am Schwarzbach flussaufwärts nach Norden mit der Markierung gelb-weiß-gelbes Rechteck und bleiben immer in der Ebene am Bach. An einer Weggabelung gehen wir rechts und kommen an dem alten Kleinhammerwerk Le Martinet an die Straßenbrücke der D 53 über den Schwarzbach. Jetzt müssen wir weiter entlang der Straße bis zur Kreuzung der D 53 mit der D 553, an der das
Hôtel Restaurant du Windstein steht.
Zum Château du Nouveau-Windstein Rechts vom Bushäuschen steigen wir auf dem Pfad über die Wiese mit der Markierung gelbe Raute aufwärts. Weiter oben geht es geradeaus im Wald und dann über Weiden hinauf. An einem Asphaltsträßchen müssen wir links und nach nur 10 Metern zwischen zwei Häusern mit dem Burgensymbol und der gelben Raute nach rechts durch Wald hinauf. Die Spur erweist sich als mittelalterlicher Weg zur Burg, unten mit Trockenmauern und später als tief eingeschnittener Hohlweg. An einer Kreuzung mit Grenzstein geht es in spitzem Winkel links hinauf. Unterhalb der Burg können wir rechts über eine Treppe in der Böschung und durch einen Nebeneingang in das
Château du Nouveau-Windstein eintreten. Die spätromanisch-frühgotischen Fenster von Neuwindstein beweisen, dass die Burg schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden sein muss. 1676 wurde sie unter Ludwig XIV. zerstört und nicht wiederaufgebaut. Der Wohnturm kann bestiegen werden und durch die schönen Maßwerkfenster schauen wir in das Schwarzbachtal bis zu unserem Ausgangspunkt am Étang de Jaegerthal.

Die erste Eisenschmiede entstand im 17. Jahrhundert.

Aussicht durch die Fenster des Château du Nouveau-Windstein
Zur Auberge des deux Châteaux Über die runde Barbakane (Bastion) an der Ostecke verlassen wir durch das Haupttor über den Burggraben die Anlage und wählen an dem Platz den linken Weg auf dem Bergkamm leicht aufwärts in Richtung Vieux Château de Windstein. Wir tangieren die Ruine Mittel-Windstein, von der aber fast nichts mehr zu erkennen ist. Bald ist schon das Vieux Château de Windstein auf dem gegenüberliegenden Felssporn zu sehen. Dann geht es in Serpentinen hinunter auf eine Forststraße, der wir nach links abwärts zur
Auberge des deux Châteaux folgen.
Zum Vieux Château de Windstein Geradeaus am ehemaligen Restaurant vorbei wandern wir die gesperrte Straße hinauf und steigen nach 80 Metern rechts die Treppe und weiter oben den schmalen Pfad hinauf zum pittoresken
Vieux Château de Windstein. Außer der obersten, gemauerten Bebauung besteht die Burg aus vielen Höhlen in den Felstürmen, deren Erkundung einige Zeit in Anspruch nimmt. Die älteste Erwähnung der Burg stammt von 1205. Sie muss aber wesentlich älter sein. 1332 kam es wegen Wegelagerei zur Blockade der Burg Altwindstein. Nach zehn Wochen Belagerung gelang die Eroberung. Trotz eines Verbots wurde die Burg danach wiederhergestellt, um dann im Dreißigjährigen Krieg und 1677 durch französische Truppen unter Ludwig XIV. endgültig zerstört zu werden. Heute sind die zerklüfteten Felstürme der zweiteiligen Burg beliebte Kletterfelsen.

Der mächtige Wohnturm des Château du Nouveau-Windstein

Der Felsturm des Vieux Château de Windstein ist Ziel von Kletterern.

Verlassenes Gehöft unterhalb des Château du Nouveau-Windstein
Zur Auberge des deux Châteaux
Auf gleichem Weg steigen wir vom Vieux Château de Windstein wieder hinunter und an der
Auberge des deux Châteaux vorbei auf der Rue des Châteaux (D 553) abwärts.
Zum Hôtel Restaurant du Windstein Durch das weitläufige Dorf Windstein kommen wir an der Mairie und am Friedhof vorbei und erreichen unten an der Kreuzung wieder das
Hôtel Restaurant du Windstein.
Zum Parkplatz am Étang de Jaegerthal Entlang der D 53 kommen wir wieder zur Brücke über den Schwarzbach, vor der wir rechts am Kleinhammerwerk Le Martinet vorbei und am Schwarzbach entlang zum Parkplatz am
Étang de Jaegerthal zurückfinden.

Industrie des 17. Jahrhunderts
Die alte Eisenfabrik der Dynastie de Dietrich in Jaegerthal ist nur noch eine Ruine. Interessant sind die Industrieanlagen dennoch und auch beliebtes Objekt für Fotografen. Der Schwarzbach war schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Energiequelle der Auslöser einer starken Industrialisierung. Die Ruinen der ersten Eisenschmieden von de Dietrich erinnern an die industrielle Entwicklung. Der Ort ist benannt nach dem gräflichen Richter Adam Jäger, der hier 1602 ein Eisenwerk gründete. Die Familie de Dietrich erwarb 1684 den Eisenhammer, und es entstand eine berühmte Dynastie. Das Château de Jaegerthal ist die Sommerresidenz der Familie de Dietrich.
Sechs Kilometer südlich von Jaegerthal befindet sich in Reichshoffen das Musée du Fer (Eisenmuseum), in dem das zentrale Thema Eisenindustrie in den Nordvogesen gezeigt wird. Das Museum ist von Mittwoch bis Sonntag 14–18 Uhr geöffnet (Musée du Fer, Rue Jeanne d’Arc 9, F-67110 Reichshoffen, Tel. 0033/(0)3/88 80 34 49, www.lacastine.com).
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