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Oliver Geisselhart
Souverän freie Reden halten
Die Power der Memo-Rhetorik
Oliver Geisselhart
Souverän freie Reden halten
Die Power der Memo-Rhetorik
3. Auflage

Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische
Informationen sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
ISBN Buchausgabe: 978-3-89749-363-6
ISBN epub: 978-3-95623-309-8
Illustrationen: Jana Simon
Umschlaggestaltung: +malsy Kommunikation und Gestaltung, Bremen
3. Auflage, 2009
©2016 GABAL Verlag GmbH, Offenbach
Das E-Book basiert auf dem Buch „Souverän freie Reden halten“ von Oliver Geisselhart, ©2003 GABAL Verlag GmbH, Offenbach.
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise,
nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.
www.gabal-verlag.de
Inhalt
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
stellen Sie sich nur einmal so zum Spaß vor, die Versprechungen hinten auf dem Buchumschlag werden Wirklichkeit. Was wäre dann? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie wirklich absolut frei sprechen und selbst schwierige Reden, Vorträge oder Präsentationen souverän halten könnten?
Versetzen Sie sich in eine solche Situation: Wie reagieren Ihre Zuhörer? Wie reagiert Ihr Chef, Ihr Kunde, Ihr Kollege, . . .? Können Sie fühlen, wie Sie sich fühlen würden? Spüren Sie in sich dieses tolle Gefühl des Erfolgs? Lassen Sie sich einmal geistig voll in diese Situation fallen. Schließen Sie dafür die Augen und setzen Sie alle Sinnesorgane ein. Sehen Sie Ihre Zuhörer, hören Sie, was Sie sagen, wie Sie gelobt werden. Fühlen Sie in sich hinein und lassen Sie dieses tolle Gefühl zu. Genießen Sie es.

Und nun stellen Sie sich folgende Fragen: Wollen Sie das wirklich? Ja? Wie sehr? Was wäre es Ihnen wert? Was würden Sie dafür tun?
Sind Sie bereit, Ihre bisherige Art zu lernen vollkommen umzukrempeln? Können Sie Neues erst einmal zulassen, bevor Sie es be- oder gar verurteilen? Sind Sie bereit, etwas Unkonventionelles auszuprobieren? Glauben Sie an Ihre Fähigkeiten? Glauben Sie an sich?
Wenn Sie die meisten dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, sollten Sie dieses Buch durcharbeiten und so lernen, die „Geisselhart-Methode des Gedächtnis- und Mentaltrainings“ anzuwenden. Dann kann alles, was auf der Cover-Rückseite steht, für Sie Wirklichkeit werden. All das können Sie tatsächlich erreichen. Und zwar ganz ohne mühsames Lernen, ohne Anstrengung, ohne Stress – sondern mit Leichtigkeit und Spaß. Dabei wünsche ich Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, viele Erfolgs- und Aha-Erlebnisse, viel Freude und Motivation sowie viele neue Inspirationen.
Ihr Autor und Trainer
Oliver Geisselhart

Einleitung
Tja, liebe Freunde, erst einmal muss ich Sie enttäuschen – und zwar in mehrfacher Hinsicht. Erstens: Ihr Gedächtnis wird durch die Lektüre dieses Buches nicht besser. Zweitens: Selbst wenn Sie wirklich alle Übungen absolvieren, bleibt Ihr Gehirn das alte. Drittens: Es handelt sich bei diesem Druckwerk mitnichten um ein Lesebuch zum Schmökern.
Tun ist effektiver als lesen

Ihr Seminar in Buchform
Ihr Gedächtnis ist besser, als Sie glauben
Damit Sie jetzt nicht völlig enttäuscht sind und das Buch gleich wieder weglegen, habe ich aber auch einige gute Nachrichten für Sie. Erstens: Ihr Gedächtnis ist schon perfekt, Sie müssen es nur noch richtig benutzen. Wie Sie dies tun können, steht ja in diesem Buch. Also: Alles wird gut! Zweitens: Ihr Gedächtnis wird zwar nicht besser, wenn Sie die Übungen im Buch durchspielen, aber Sie werden sich durch eben diese Übungen wesentlich mehr (in bestimmten Bereichen bis zu 500 %!) merken können als bisher.
Drittens: Sie halten ein Übungsbuch in Händen. Man könnte es auch „Seminarbuch“ nennen. Sie durchlaufen, unterstützt von der dazugehörenden CD, ein echtes Seminar. Ein wirkliches Memo-Rhetorik-Training. Voraussetzung für Ihren Erfolg ist allerdings, dass Sie es von vorne bis hinten – spielerisch engagiert – durcharbeiten. Als Lohn erfüllen sich wirklich, wirklich, wirklich alle Versprechungen für Sie, die bisher in und auf dem Buchdeckel gemacht wurden, garantiert!
Nützliche Seminar-Tipps
Wie also arbeiten Sie mit diesem Werk, um den größten Nutzen daraus zu ziehen? Nun, es gibt ein paar Tipps, die Ihnen tatsächlich etwas bringen werden. Vorausgesetzt, Sie setzen diese Anregungen auch ehrlich um.
Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Gedächtnis
Als Erstes sollten Sie sich ein wenig auf die bevorstehende Lektüre und die damit verbundenen Übungen einstimmen. Sie sollten Ihre Alltagsprobleme hinter sich lassen und sich nur für Ihr Gedächtnis Zeit nehmen. Sie investieren damit in sich selbst. Dies brachte und bringt noch immer die beste Rendite, gerade in der heutigen Zeit.
Zweitens: „Ein voller Bauch studiert nicht gern.“ Sie sollten also, wenn Sie vorher überhaupt essen, leichte Kost zu sich nehmen. Etwas, das schnell und leicht verdaulich ist.
Drittens: Trinken Sie regelmäßig und genug. Sie sollten vor Ihrem Gedächtnistraining ein großes Glas Wasser oder Apfelschorle trinken. Ihr Gehirn benötigt viel Flüssigkeit um effektiv arbeiten zu können. Wasser am besten ohne Kohlensäure. Auch während des Trainings sollten Sie immer mal wieder ein paar Schluck Wasser zu sich nehmen. Als kleine Pause zwischen verschiedenen Übungen werde ich Sie daran erinnern.
Leichte Kost, frische Luft, viel Wasser und Ruhe
Viertens: Sorgen Sie bitte für frische Luft. Denn Ihr Gehirn ist eines der Organe, das mit am meisten Sauerstoff benötigt. Auch daran erinnere ich Sie zwischendurch immer wieder.
Fünftens sollten Sie Ruhe haben. Lärm lenkt Sie zu sehr ab, wenn Sie eine neue Mentaltechnik lernen. Sie können gerne etwas Entspannungsmusik leise als Hintergrunduntermalung laufen lassen. Aber Fernsehen, Radio, eine Unterhaltung nebenher oder dergleichen sind tabu.
Vertrauen Sie Ihrer kreativen Seite
Sechstens:Öffnen Sie sich für Neues. Machen Sie bitte immer die zum Abschnitt oder Kapitel gehörenden Übungen, bevor Sie den Text beurteilen. So manche Aussage und wohl auch so manche Übung wird Ihnen völlig blödsinnig vorkommen. Je mehr Sie ein „Verstandesmensch“ sind, desto schlimmer dürfte dies sein. Sobald Sie aber die Übung gemacht haben, werden Sie garantiert verblüfft sein, wie viel Sie sich merken können. Dies führt langsam, aber sicher dazu, dass Sie Vertrauen in die kreative Seite in Ihnen bekommen, und Ihr Verstand wird begreifen, dass Sie alles ganz richtig machen. Durch die vielen Jahre, die Sie in der Schule, in der Ausbildung und im Studium verbracht haben, haben Sie automatisch Ihr Verstandesdenken übertrainiert. Dadurch wurde unbewusst Ihr kreatives, Ihr Bilderdenken vernachlässigt.
An dieser Stelle möchte ich Sie etwas fragen: Haben Sie schon einmal gegen Kinder Memory gespielt? Wie waren oder wie sind da so Ihre Chancen? Die meisten Seminarteilnehmer antworten auf diese Frage: „Welche Chancen?“ Sie meinen damit, dass sie keine Chance haben. Woran liegt es aber, dass Kinder uns im Memory haushoch überlegen sind? Kinder denken noch ganz natürlich und gehirngerecht in Bildern. Allerdings treffen diese Aussagen nur auf Kinder im Alter von ungefähr drei bis etwa sieben Jahren zu. Sobald die Kinder in die Schule kommen, wird ihnen in den meisten Schulen das Bilderdenken abtrainiert.
In Bildern denken
Immer wieder, besser gesagt bei nahezu jedem Seminar, werde ich von mehreren Teilnehmern gefragt, ob diese Technik nicht auch für Kinder toll wäre. Wenn ich mir als Erwachsener damit Stichpunkte für eine Rede oder sogar ganze Manuskripte in kürzester Zeit, sicher und mit viel Spaß merken kann, muss das doch auch bei Kindern funktionieren. Die müssten sich doch dann auch Texte aller Art, Geschichtsdaten und -fakten oder Vokabeln mit der „Geisselhart-Methode des Gedächtnis- und Mentaltrainings“ spielerisch und flott merken können. Und tatsächlich ist es so. Gerade Kinder haben Spaß an dieser Technik. Je jünger Kinder sind, desto leichter fällt es ihnen, sich Bilder vor dem geistigen Auge, im „Kopf-Kino“, vorzustellen.
Kinder sind noch in der Lage, ihre ganze Kreativität rauszulassen. Wir Erwachsene zensieren immer erst einmal. Oft kommt es so gar nicht zu einer neuen Idee, weil unser Verstand sie – schon bevor wir sie aussprechen – als Quatsch und Kinderkram abtut. Deshalb ist es von immensem Vorteil, wenn Sie sich siebtens wieder in Ihre Kindheit zurückversetzen können.
Nun aber genug der Vorrede. Legen wir los. Als Erstes machen wir einen Test. Nicht um Ihnen zu zeigen, wie wenig Sie sich momentan merken können. Betrachten Sie ihn als Standortbestimmung.

1. Standortbestimmung
Wie groß ist Ihr Steigerungspotenzial?
Wer ein Ziel erreichen will, muss dieses kennen. Dazu kommen wir noch. Er muss aber auch wissen, wo er sich befindet, wie weit er schon ist und welche Strecke bereits hinter ihm liegt. Sonst lässt sich der weitere Weg erst gar nicht planen. Um herauszufinden, wo Sie im Moment stehen, also dieser kleine Test. Sie können dadurch vergleichen. Sie erkennen später, was Ihnen die einzelnen Übungen gebracht haben und um wie viel Sie sich verbessert haben. Es geht hierbei also um eine Art Bestandsaufnahme, um eine Standortbestimmung. Als Trost sei vorweggenommen: Je weniger Sie bei diesem Test erinnern, desto größer ist Ihr Steigerungspotenzial!
Es ist bei diesem Test, wie bei allen Übungen, enorm wichtig, dass Sie sich genau an die Anweisungen halten. Nur so ist ein exakter Vergleich und eine genaue Erfolgskontrolle möglich.
Einstiegstest
Stellen Sie sich einmal vor, Sie sollten zu den unten stehenden Begriffen eine Rede halten. Dies wären dann die Stichworte, die Sie sich notieren würden. Allerdings möchten Sie Ihren Vortrag frei halten. Deshalb wollen Sie alle Stichpunkte im Kopf parat haben.
Lesen Sie sich bitte die folgenden Begriffe durch. Merken Sie sich die Begriffe in der Reihenfolge, wie sie aufgeführt sind. Wie, ist egal. Einfach nur merken. Sie haben dazu maximal zwei Minuten Zeit. Nach diesen zwei Minuten decken Sie die Begriffe bitte mit einem Papier ab oder sorgen auf andere Weise dafür, dass Sie die Begriffe nicht mehr ansehen. Dann folgen Sie bitte den Anweisungen des Tests. Bitte nehmen Sie sich jetzt eine Uhr mit Sekundenzeiger zur Hand und halten Sie sich an diese Zeitvorgabe. Also los:
Wasserball
Dachterrasse
Handy
Kofferraum
Philosophie
Geschäftsreise
Parkettfußboden
Himmel
Deckenbeleuchtung
Kuchenblech
Intelligenz
Liebe
Wasserglas
Uhr
Kerzenleuchter
Laptopcase
Straßenbahn
Termin
Heizung
Motivation
Nun holen Sie sich bitte ein Glas Wasser, nehmen einen großen Schluck, öffnen das Fenster und atmen drei bis viermal tief ein und aus. Sie decken die Stichworte zu und tragen in die Liste alle Wörter, die Sie vom Test noch wissen, ein.

Jetzt kennen Sie Ihr Steigerungspotenzial
Vergleichen Sie bitte Ihre Liste der Begriffe mit der zu merkenden Stichwortliste. Nun, wie viele wussten Sie noch? Und wie steht es mit der Reihenfolge? Die meisten Seminarteilnehmer kommen bei diesem Test auf etwa vier bis sieben. Wenn Sie also darüber liegen: Gratulation. Wenn Sie darunter liegen: Ebenfalls Gratulation, denn Sie haben ein wirklich tolles Steigerungspotenzial!
Bei der folgenden Übung wenden wir auch schon die Grundtechnik der „Geisselhart-Methode“ an:
Das Bilderdenken
Unser Gehirn denkt normalerweise von Geburt an in Bildern. Denken Sie daran, was wir vorher über Kinder gesagt haben. Außerdem: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Sie können daher mit nur einem Bild eine immense Menge an Informationen abspeichern.
Sie können sich einen ganzen Roman merken
Haben Sie schon einmal einen Roman oder einen Krimi gelesen? Sicher haben Sie das. Erinnern Sie sich vielleicht noch daran? Könnte gut sein, denke ich. Selbst wenn es schon einige Zeit her ist. Zumindest konnten Sie das Gelesene damals Ihrer Freundin oder Ihrem Freund, Ihrem Mann oder Ihrer Frau erzählen. Und zwar ohne dass Sie die wichtigen Dinge vergessen haben. Auch die Reihenfolge hatten sie ziemlich genau drauf. Warum? Weil Sie während des Lesens in Ihrem Kopf einen Film gesehen haben. Sie stellten sich die im Buch geschriebenen Szenen vor Ihrem inneren Auge vor. Als Sie später die Buchverfilmung im Kino gesehen haben, dachten Sie: „Mein Film war viel besser!“ War es nicht so?
Aus Fachbegriffen Bilder machen
Wenn Sie aber ein EDV-Handbuch oder vergleichbare Fachliteratur lesen, können Sie die Inhalte dann genauso wiedergeben? Wahrscheinlich nicht. Und zwar, weil Sie eben diese Informationen nicht als Film in Ihrem „Kopf-Kino“ gesehen haben. Es ist wesentlich einfacher, sich eine Geschichte von einem Privatdetektiv vorzustellen als etliche Fachbegriffe und abstrakte Daten und Fakten. Eine unserer wichtigsten Aufgaben wird es daher sein, dass Sie lernen, eben diese Fachbegriffe in Bilder zu verwandeln. Denn in den seltensten Fällen halten Sie Reden über einfache Gegenstände, die man sich auch einfach vorstellen kann. Meistens handelt es sich um abstrakte Begriffe und Fachwörter.
Die nun folgende Übung ist vom Schwierigkeitsgrad mit dem Einstiegstest vergleichbar. Allerdings werden Sie die Begriffe nicht einfach als einzelne Begriffe aufnehmen. Sie werden sich diese in Form einer Geschichte einprägen, einer sehr „merk-würdigen“ Geschichte. Unser Gehirn merkt sich Bilder besser als Geschriebenes und Skurriles besser als Normales. Deshalb wird die Geschichte alles andere als normal sein. Sie wird Ihnen vielleicht sogar bescheuert vorkommen. Sie könnten es auch positiv ausdrücken und die Geschichte als „kreativ“ bezeichnen. Sie hätten in beiden Fällen Recht.
Bitte keine Vorurteile, lassen Sie kreative Ideen zu
Die meisten Menschen stempeln eine kreative Idee zuerst einmal als „bescheuert“ ab. Wenn die Idee dann tatsächlich umsetzbar ist und funktioniert, ist sie plötzlich „genial“. Also freuen Sie sich, wenn Sie bescheuerte Gedanken entwickeln und vor allem auch zulassen können. Denken Sie noch einmal an kleine Kinder: Für Kinder ist so schnell nichts bescheuert. Sie sind noch ganz natürlich und ihr Gehirn lässt noch kreative Ideen zu, ohne sie gleich als Quatsch zu verurteilen.
Drehen Sie in Ihrem Kopf einen Film
Stellen Sie sich die nun folgende Geschichte so genau wie möglich vor Ihrem inneren Auge vor. Versuchen Sie, alle Details in den schönsten Farben zu sehen. Wenn Sie es schaffen, lassen Sie auch alle Gefühle zu, die Sie dabei haben. Tun Sie so, als wäre die Geschichte Wirklichkeit und Sie würden sie gerade erleben. Was würden Sie dann denken? Wie würden Sie sich dabei fühlen? Was würden Sie hören, sehen, zu sich selbst sagen?
Wenn Sie Schwierigkeiten haben sollten mit dem Bilderdenken, so ist das völlig normal. Sie müssen die Geschichte nicht so sehen, wie ich es oben beschrieben habe. Das Vorgehen würde zwar sehr wahrscheinlich zu einem besseren Ergebnis führen, aber da wir noch am Anfang stehen, dürfen Sie’s noch auf konventionelle Weise probieren. Machen Sie dann einfach alle Übungen wie beschrieben und Ihr Kopf-Kino entwickelt sich ganz von selbst. So war es bisher noch bei allen Seminarteilnehmern und bei Ihnen wird es genauso sein. Seien Sie einfach etwas geduldig und es wird sich langsam, aber sicher ganz von selbst einstellen. Für den Anfang reicht es, wenn Sie meinen, da könnte etwas sein, in Ihrem Kopf-Kino.
Also, auf zum „Verbildern“!
Die Kettenmethode
Die Begriffe, die Sie sich merken sollen, sind kursiviert. Wir verketten die einzelnen Begriffe unter Zuhilfenahme einer Geschichte. Also, der erste Begriff wird mit dem zweiten verkettet (Sie können auch verknüpft sagen), der zweite mit dem dritten, der dritte mit dem vierten usw. Konzentrieren Sie sich einfach auf die Geschichte und stellen Sie sich diese so echt wie möglich vor. Mehr brauchen Sie nicht zu tun. Für den Anfang ist dies aber auch genug.
Übung zur Fortschrittsmessung
Stellen Sie sich bitte eine Straßenbahn vor. Sie sehen also jetzt in Ihrem „Kopf-Kino“ eine Straßenbahn, bitte. Als Nächstes stellen Sie sich bitte eine Mineralwasserflasche vor.

Jetzt verknüpfen wir die beiden Gegenstände auf völlig absurde Art und Weise, denn: je absurder („merk-würdiger“), desto besser erinnern Sie sich daran. Stellen Sie sich also vor, wie Sie in die Straßenbahn einsteigen möchten, und als die Tür aufgeht, kommt Ihnen eine Flut Mineralwasser entgegen.

Übung: Eine „merk-würdige“ Geschichte
Fix beschriften Sie mit Ihrem wasserfesten Filzstift eine Diskette, legen diese dann behutsam in Ihren Koffer und treten ein. (Bitte denken Sie immer an Ihren Film. Denken Sie in Bildern mit. Schließen Sie kurz die Augen und stellen Sie sich diese Szene möglichst lebendig vor.) Kaum haben Sie sich gesetzt, spüren Sie eine leichte Vibration unter Ihrem Po und Sie merken, dass Sie auf einem Telefon sitzen, das laut klingelt. Um den Hörer abnehmen zu können, schalten Sie die Deckenbeleuchtung ein. Das Licht fällt auf ein großes Regal, das auf einem Ersatzrad steht (Augen zu und Bilder machen). Dieses Ersatzrad beginnt zu rollen. Es rollt gegen ein dickes, buntes Buch, welches direkt in der Mitte des Autobahndreiecks liegt. Sie wollen nun gleich das ganze Autobahndreieck kaufen, aber als Sie Ihre Geldbörse zücken wollen, ist diese verschwunden (weiterhin den Film vor Ihrem geistigen Auge mitlaufen lassen). Ihre Intuition sagt Ihnen, sie könnte unter der Straßenlaterne liegen. Sie finden sie tatsächlich dort und Sie schauen auf Ihre Uhr, stellen dabei fest, Sie haben viel Zeit gespart, denn Sie müssen schnellstens an Ihren Konferenztisch, um dort mit viel Kreativität, also völlig bunt und wild, Ihr neu entworfenes, kreatives Balkongeländer zu präsentieren (in Bildern denken). Dieses Balkongeländer eignet sich hervorragend, um mit Würde, also hocherhobenen Hauptes, auf ihm zu balancieren und die „Geisselhart’sche Gedächtnistechnik“ zu lernen. Sie sehen sich also diverse Begriffe memorieren und erfolgreich wiedergeben.
Bitte die Geschichte als Filmchen deutlich vor Ihrem geistigen Auge ablaufen lassen, „Bilderdenken“ ist die Zauberformel.

Entwickeln Sie Ihr Kopf-Kino
Um die gleichen Voraussetzungen wie beim Test zu schaffen, stehen Sie bitte auf, holen sich etwas zu trinken, atmen Sie etwas frische Luft und machen erst danach weiter.
Nun testen Sie wieder, wie viel Sie noch erinnern, indem Sie einfach die Geschichte nochmals im Geiste ablaufen lassen, die entsprechenden Gegenstände unten notieren und anschließend durchzählen. Zum Vergleich sehen Sie unter den leeren Zeilen die Begriffe einzeln aufgeführt. Die decken Sie selbstverständlich ab. Logo!

Haben Sie sich gesteigert im Vergleich zum ersten Test? Vielleicht haben Sie sogar fast alle Gegenstände wieder gewusst? Wahnsinn, oder?
Übung macht den Meister. Schneller als Sie denken.

Jetzt kennen Sie die Grundtechnik
Mit dieser Grundtechnik können wir nun weiter üben. Egal, was Sie sich merken wollen, wenn Sie in der Lage sind, die entsprechenden Informationen zu „verbildern“, können Sie sich diese auch schnell, ohne Mühe und langfristig merken.
Wahrscheinlich hatten Sie bei den abstrakten Begriffen, also „Intuition“, „Zeit“, „Kreativität“ und „Würde“ mehr Probleme. Diese sind schwerer zu verbildern als einfache Gegenstände, die ja von sich aus schon ein Bild ergeben. Diese Erfahrung haben Sie ziemlich sicher auch schon beim vorigen Test gemacht, stimmt’s? Wenn nicht, schätzen Sie sich glücklich. Denn dann gehören Sie zu den etwa fünf Prozent der Menschen, die das hinkriegen. Dies ist keine wissenschaftliche Zahl. Sie lässt sich aber in den Seminaren immer wieder beobachten. Und zwar über alle Bildungsschichten hinweg.
Was will ich erreichen?
Anerkennung und Bewunderung
Schon seit jeher werden Menschen, die gut reden können, von anderen bewundert. Ein selbstsicheres Auftreten und vor allem eine freie Rede beeindruckt immer wieder. Ein solcher Redner wird schlichtweg mit dem Wort „souverän“ bezeichnet. Es liegt in der Natur der meisten Menschen, dass sie sich nach Anerkennung, Respekt und Liebe sehnen. Maslow lässt grüßen. Dies ist relativ einfach durch gute Reden zu erreichen. Sie sollten sich jedoch auch bewusst sein, dass Sie, und zwar völlig ohne etwas zu tun, unendlich viel wert sind. Einzig und allein, weil Sie sind, wie Sie sind, gebührt Ihnen Anerkennung, Respekt und Liebe.
In meinen Seminaren und Vorträgen mache ich gerne folgenden Test mit den Teilnehmern (falls Trainer dies lesen, machen Sie es auch einmal. Erzeugt ein ungeheures Aha-Erlebnis):
Ich halte einen 20-Euro-Schein in die Höhe und frage, wer ihn haben möchte. Meistens gehen alle Hände in die Höhe. Ein paar trauen sich manchmal nicht, da sie vermuten, dass damit eine Übung oder ein Test verbunden sei. Nachdem ich den Teilnehmern aber versichert habe, dass einer von ihnen den Schein einfach so bekommen kann, sind alle Hände oben. Dann zerknülle ich den Schein vor den Augen der Teilnehmer und frage, wer den Schein nun immer noch will. Wieder gehen alle Hände nach oben. Dann werfe ich den Schein auf den Boden und trete darauf herum. Wieder frage ich und wieder gehen alle Hände hoch. Dann erkläre ich, dass wir alle ab und zu, mal mehr, mal weniger, zerknüllt werden, in den Dreck fallen. Es wird auf uns herumgetrampelt. Meist fühlen wir uns danach weniger wertvoll. Wieso? Der Geldschein ist doch auch nicht weniger wert, nur weil er dreckig und zerknittert ist!
Machen Sie sich unabhängig von äußerer Anerkennung
Machen Sie also Ihren Wert nicht vom Lob und von der Anerkennung, die von außen kommt, abhängig. Lernen Sie, sich selbst zu loben und Ihren Wert zu schätzen. Lernen Sie, sich geliebt und respektiert zu fühlen, einfach nur weil Sie „sind“ und nicht weil Sie etwas Bestimmtes „tun“. Dann können Sie die Anerkennung, die Sie z. B. durch eine Rede erhalten, noch viel tiefer genießen, machen sich aber nicht davon abhängig.
Was passiert, wenn Sie sich von der Anerkennung von außen abhängig machen, konnten Sie bei Rex Gildo miterleben. Er erhielt leider kein Lob von außen mehr, konnte sich selbst nicht genug wertschätzen und hat seinem Leben ein Ende gesetzt. Er war abhängig vom Lob von anderen, von außen.
Wie Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken können und mit welchen Techniken Sie sich vom Leistungs- und vom Tun-Zwang lösen können, erfahren Sie weiter hinten im Kapitel „Von Lampenfieber, Vorbereitung und Mentaltraining“.
Setzen Sie sich Ziele
Genuss statt Sucht
Wenn Sie also die Anerkennung, das Lob und den Erfolg zwanglos und quasi „suchtfrei“ genießen können, und ich glaube fest, dass es nur dann wirkliches Genießen ist, können Sie sich damit auch wunderbar motivieren. Dann ist es wirklich toll, ein solches Gefühl zu haben, ein solches Ziel zu erreichen. Dies verhält sich genauso wie beim Genuss-Raucher, -Trinker, -Jogger, -Esser ... Nur wenn Sie dies nicht zwanghaft tun müssen und sich nicht schlecht fühlen, wenn Sie es nicht tun, also Entzugserscheinungen bekommen, nur dann können Sie es wirklich genießen.
Motivation durch Ziele
Es ist also durchaus legitim, sich Ziele zu setzen wie: „Bei meiner nächsten Rede reiße ich die Zuhörer mit und erhalte Standing Ovations.“ Oder: „Nach Beendigung meiner nächsten Rede kommen ca. fünf Teilnehmer zu mir und beglückwünschen mich zu meinem gelungen Vortrag.“ Oder: „Mein Chef lobt mich nach meiner nächsten Rede für mein souveränes und sicheres Auftreten.“ Oder: „Mein Mann/meine Frau lobt mich für die einfühlsame und doch lustige Geburtstagsrede zu Mutters Achtzigstem.“
Seien Sie sich aber stets bewusst, dass es sein kann, dass Sie dieses Ziel niemals exakt so erreichen. Freuen Sie sich deshalb über jede Verbesserung. Analysieren Sie Ihre Vorträge, fragen Sie Freunde nach Feedback und sehen Sie negative Kritik als Chance zu wachsen und besser zu werden. Lernen Sie, mit Ihrer Leistung zufrieden zu sein, auch wenn diese nicht perfekt war. Die hierzu nötigen Mental-Techniken lernen Sie im Kapitel „Von Lampenfieber, Vorbereitung und Mentaltraining“.
Formulieren Sie für sich also am besten gleich jetzt und hier ein solches Ziel. Es wird Ihnen immer wieder Kraft und Motivation geben zu üben, den inneren Schweinehund zu überwinden und mit Lampenfieber richtig umzugehen.
Souverän freie Reden halten: mit der Power der Memo-Rhetorik!

Der Grund, warum ich dieses Buch durcharbeite, ist:

Ihre Vorteile der Memo-Rhetorik
Sie erlangen Souveränität und Sicherheit
Da Sie ständig alle Stichpunkte, Argumente und Details abrufbereit gespeichert haben, geht keine Vortragsenergie durch stressiges Suchen oder Überlegen verloren. Sie können auf Fragen und Zwischenrufe locker reagieren, weil Sie Ihre Punkte nummeriert mit den Zahlensymbolen (dazu kommen wir noch) parat haben und deshalb jederzeit selektiv auf Ihre Stichpunkte zugreifen können. Alle Ihre Bausteine sind einzeln, völlig unabhängig voneinander abrufbar.
Ihr Selbstbewusstsein wird automatisch gesteigert
Oben beschriebene Souveränität und Sicherheit steigert Ihr Selbstbewusstsein in Bezug auf Reden und Vorträge enorm. Sie wissen, was Sie können, und beweisen sich dies auch jedes Mal. Dadurch haben Sie bei und nach jeder Rede eine Referenzerfahrung.
Sie haben den roten Faden ständig in der Hand
Durch die oben schon erwähnten Zahlensymbole haben Sie alle Stichpunkte so parat, dass Sie Ihr Konzept bei Bedarf während der Rede umstellen können, und, wenn nötig, auch wieder zum ursprünglichen Konzept zurückkehren können.
Sie können spontan und flexibel reagieren
Sie können einzelne Punkte – bei Fragen etwa – vorziehen, und dann wieder dort einsteigen, wo Sie vor der Frage waren.
Sie wirken extrem überzeugend
Überzeugend sind Sie, wenn Sie souverän, sicher, spontan und flexibel sind. Na bitte.
Ihre Zuhörer verstehen und merken sich Ihre Rede besser
Ihre Rede ist bilderreich und leicht verständlich. Bilder merkt sich das menschliche Gehirn erwiesenermaßen besser als nur Worte. Auch sind Bilder allgemein verständlicher. Ich bin im Bilde.
Sie sind in der Lage, Ihre Zuhörer zu fesseln
Durch die verständliche, gehirngerechte Formulierung binden Sie Ihre Zuhörer an Ihre Rede.
Ihre Rede begeistert und wirkt mitreißend
Anders als bei herkömmlichen Reden können Ihre Zuhörer mit dem Inhalt tatsächlich etwas anfangen. Sie erzeugen in ihren Köpfen entsprechende Bilder. Diese haben eine große Wirkung auf das Unterbewusstsein.
Sie steigern Ihre Kreativität enorm
Ihr Denken in Bildern und die skurrilen Verknüpfungen (später mehr dazu) trainieren Ihre rechte Gehirnhälfte. Dort ist das Bilderdenken und die Kreativität beheimatet. Durch Schule, Ausbildung und Beruf ist die rechte Hirnhemisphäre leider etwas in Vergessenheit geraten. Diese wird wieder geweckt.
Zeit sparen mit der Power der Memo-Rhetorik!

Sie sparen richtig viel Zeit
Wenn Sie bisher für eine 10-Minuten-Rede zwei oder mehr Stunden gepaukt, auswendig gelernt und geübt haben, werden Sie dies nach den Übungen im Buch in ca. zehn bis 20 Minuten erledigt haben.
Vorbereitung wie auch Durchführung machen Spaß
Das Abspeichern der einzelnen Punkte Ihrer Rede macht durch die Bilder, die Sie dazu verwenden, ungeheuer Spaß. Ihr Gehirn wird sich freuen und als Dank jede Menge Glückshormone ausschütten. Auch während Ihrer Rede werden Sie diesen Effekt feststellen.

2. Souverän und frei reden ist keine Zauberei
Entscheiden Sie sich für die Stichpunktrede
Wie die meisten Leute finde ich abgelesene Reden ermüdend und bisweilen langweilig. Daher bin ich ein Verfechter der freien Rede, vor allem der Stichpunktrede. Sie fesselt das Publikum und wirkt natürlich. Ganz anders hingegen die abgelesene Rede. In den seltensten Fällen wirkt sie souverän, und es gehört sehr viel Können dazu, eine abgelesene Rede so zu halten, dass sie natürlich wirkt. Also, dass das Publikum dabei bleibt und nicht abschaltet. Genauso verhält es sich mit wortwörtlich auswendig gelernten Reden. Hier kommt noch zusätzlich zum normalen Vortrags-Stress der Vergessen-Können-Stress dazu. Denn was machen Sie, wenn Ihnen ein wichtiges Wort nicht mehr einfallen will oder wenn Sie einen Blackout haben?
Bei einer Stichpunktrede entfällt dieser Stress, wenn Sie ein Stichwortskript, zum Beispiel auf Karteikarten, bei sich haben. Die Rede wirkt durch die freie Wahl Ihrer Worte natürlich und echt. Mit der „Geisselhart-Methode“ setzen Sie dem Ganzen noch ein Sahnehäubchen auf, denn Sie benötigen auch keine Karteikarten mehr.
Streng genommen speichern Sie sich also gleich schon Ihre zweite Rede ab. Denn Sie könnten ja über die Begriffe, die Sie gerade durch die Geschichte der eben gemachten Übung zur Fortschrittsmessung abgespeichert haben, schon eine Rede halten. Dies könnten doch schon Stichpunkte eines Vortrags oder einer Rede sein. Wir wollen aber nun eine echte, wenn auch kurze Rede abspeichern. Lassen Sie uns zusammen ein solides Fundament aufbauen und Sie werden langfristig mehr davon haben, als wenn wir in großen Schritten voraneilen würden. Das erste Thema ist:
Rede: Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsplatzgestaltung
Stichpunkte genügen, wenn Sie im Thema fit sind
Sie haben sich dazu beispielsweise die unten stehenden Stichpunkte notiert, die Sie in Ihrem Vortrag dann mit entsprechenden Beispielen und Erklärungen untermauern wollen. Wenn Sie im Thema drin sind, reichen Ihnen ohnehin Stichworte. Sie werden später auch Techniken kennen lernen, mit denen Sie sich Unterpunkte, Beispiele und Details zu den einzelnen Stichpunkten merken können. So meistern Sie auch Themen, in denen Sie nicht so firm sind und Gefahr laufen, wichtige Punkte zu vergessen. Wenn Sie allerdings, wie in unserem Beispiel vorausgesetzt, voll im Thema sind, reichen Ihnen einfache Stichpunkte. Für den Anfang sollen sechs Punkte genügen. Hier also sind sie:
Schreibtisch ans Fenster
PC schräg dazu auf rollbarem Ständer
Ablagekörbe auf Rollwagen
Telefon links am Schreibtisch auf Teleskoparm
Geschlossener Schrank statt offenem Regal
Archiv in Nebenraum

Wir speichern diese Punkte mit der Ihnen nun schon etwas vertrauten Kettenmethode ab. Wir kreieren also ein nettes Filmchen, möglichst absurd und „merk-würdig“ eben.
Sehen Sie doch vor Ihrem geistigen Auge einmal ein Büro. Der Schreibtisch steht verschämt in einer dunklen Ecke. Er schielt dauernd Richtung Fenster. Er würde so gerne dort stehen. Aus Mitleid packen Sie an und schieben den Schreibtisch ans Fenster. Hier freut er sich. Auf einmal kommt ganz von selbst und freudestrahlend der PC auf einem rollbaren Ständer herangerollt. Oh-oh, das will den Ablagekörben aber so gar nicht gefallen. Sehen Sie, wie die Ablagekörbe auf Rollwagen neidisch angefahren kommen. Sie wollen halt auch dazugehören. Die Schublade des Rollwagens geht auf und heraus kommt, wer hätte das gedacht, das Telefon. Es klettert auf den Schreibtisch rauf und nun befestigt sich, völlig selbstständig, das Telefon links am Schreibtisch auf einem Teleskoparm. Das haut das stärkste Regal um! Geschwind wird es entsorgt und wir stellen einen geschlossenen Schrank statt offenem Regal auf. Wie von Geisterhand gehen bei dem Schrank die Türen auf und er saugt alles, was unnütz herumliegt, ein. Vieles davon allerdings spuckt er wieder aus. Und zwar ins neue Archiv im Nebenraum. Geschafft!
Ein sicheres Fundament für Ihre Redekunst
O.k., es waren nur sechs Punkte und die Geschichte ist arg umfangreich. Trotzdem werden Sie dieGeschichte leicht abgespeichert haben. Sicher könnten Sie die sechs Punkte auch einfach so auswendig lernen. Sie würden auch nicht mehr Zeit brauchen. Nur hätten Sie sie dann nicht ganz so gut und auch nicht so lange drauf. Außerdem beachten Sie bitte: Wir sind am Anfang. Wir gießen gerade unser Fundament. Je tiefer und besser das ist, die Baudamen und -herren unter Ihnen wissen das, desto größer kann das Gebäude gebaut werden. Und desto sicherer steht es. Und sicher wollen Sie doch auch stehen, oder? Vorne. Vorne auf der Bühne.
Also testen Sie, nachdem Sie wieder eine kleine Pause eingelegt haben, wie es mit den Punkten aussieht. Lassen Sie die Geschichte wie beim Einstiegstest vor Ihrem geistigen Auge wieder ablaufen. Begonnen haben wir mit:

Bleiben Sie locker
Wie lief es? Darf ich gratulieren? Falls nicht: locker bleiben! Das ist überhaupt ein Super-Motto beim Lernen. Nur wer locker, spielerisch und unverkrampft lernen kann, kann auch sein volles Potenzial ausschöpfen. Verbissenheit und Stress gehen immer zu Lasten der Ergebnisse. Auch wenn Sie mit diesen zufrieden sind: Sie könnten besser sein.
Übung macht den Meister. Und ein Lesebuch haben Sie nicht vor sich. Das wissen Sie. Deshalb auf zur nächsten Rede. Die hat es schon mehr in sich.
Rede: Die Vorteile der Memo-Rhetorik
Dies sind wieder Ihre Stichpunkte:
Vorbereitung macht Spaß
Erfolgserlebnisse motivieren
Zeitersparnis
Wortbilder kommen beim Publikum besser an
Wortbilder können sich die Zuhörer besser merken
Freies Reden steigert das Selbstwertgefühl

Stellen Sie sich nun bitte die folgende Geschichte vor:
Sehen Sie sich, wie Sie bei der Vorbereitung lachen (Vorbereitung macht Spaß). Weiter sehen Sie, wie Sie sich bei der Probe – vielleicht vor dem Spiegel –, nachdem Sie die Rede draufhaben, selbst auf die Schulter klopfen (Erfolgserlebnisse motivieren). Nach dem Schulterklopfen schauen Sie auf die Uhr und sehen, dass Sie sehr schnell waren (Zeitersparnis). Nach dem „Auf-die-Uhr-schauen“ treten Sie in Gedanken bereits vor Ihr Publikum und aus Ihrem Mund kommen lauter Bilder, über die sich Ihr Publikum freut (Wortbilder kommen beim Publikum besser an). Da die Zuhörer sich alles gut gemerkt haben, diskutieren diese heftig untereinander (Wortbilder können sich die Zuhörer besser merken). Sie nehmen dies wohlwollend wahr und verlassen unter heftigem Beifall die Bühne. Dies steigert natürlich Ihr Selbstwertgefühl.
Yeah! Schon wieder eine Rede gespeichert. Nun holen Sie sich bitte ein Glas Wasser, nehmen einen großen Schluck, öffnen das Fenster und atmen drei- bis viermal tief ein und aus. Decken Sie die Geschichte und die Stichworte ab und tragen Sie in die Liste alle Worte ein, die Sie vom Test noch wissen.

Vergleichen Sie bitte Ihre Stichpunkte mit den Originalen. Nun, wie viele wussten Sie noch? Und wie steht es mit der Reihenfolge? Diese Stichpunkte waren schon schwieriger zu merken als einfache Begriffe. Wahrscheinlich ist Ihnen diese Übung wegen der abstrakten Begriffe noch etwas schwer gefallen. Wenn nicht, umso besser. Wenn ja, ist das auch absolut okay.
Selbstverständlich ist es, wie weiter vorne ja schon erwähnt, schwieriger, sich abstrakte Stichpunkte, Argumente, Fachbegriffe – Stichworte eben – zu merken, die nicht schon vom Wort her ein Bild ergeben. Damit Sie solche Begriffe schnell und sicher verbildern können, ist noch etwas Übung nötig. Genauso werden Sie, wenn Sie nicht gerade ein kreativer Überflieger sind, Schwierigkeiten haben, die einzelnen Stichpunkte zu einer Geschichte zu verknüpfen. Manche passen einfach nicht zueinander. Und viele Verknüpfungen sind eindeutig so bescheuert, dass Sie diese nie von selbst wählen würden.
Gewöhnen Sie Ihr Gehirn an bescheuert-kreative Verknüpfungen
Sehr wahrscheinlich sträuben Sie sich auch dagegen, meine Vorgaben einfach so zu übernehmen. Damit Ihr Gehirn solche Bilder und Verknüpfungen zulassen und für o. k. befinden kann, machen Sie bitte die nachfolgenden Übungen. Diese steigern Ihre Kreativität und Flexibilität im Denken. Sie werden merken, wie Sie von Übung zu Übung besser werden. Es wird Ihnen zunehmend leichter fallen, „merk-würdige“ Bilder zu kreieren. Dies ist unerlässlich, also absolut notwendig, für die praktische Anwendung der Technik. Diese Übungen sind von mittlerweile beinahe 200.000 Seminarteilnehmern (Stand: Sommer 2003) erfolgreich getestet worden. Unter ihnen befanden sich Personen, die sich sogar gegen die „Geisselhart-Methode“ gesträubt haben. Sie mussten das Seminar auf Geheiß der Firmenleitung besuchen. Selbst die hartnäckigsten Gegner haben jedoch schnell Spaß daran gefunden und Fortschritte erzielt. Dadurch entwickelte sich eine enorme Motivation selbst bei solchen Fällen.
Das Resultat war eindeutig: Als sie realisierten, dass es funktioniert und sie sich so wirklich viel mehr merken konnten als vorher, waren sie voll dabei. Zusätzlich waren sie verblüfft von ihrer eigenen Kreativität, die sie bei den nachfolgenden Übungen entwickelt haben. Lassen auch Sie sich jetzt von Ihrer eigenen Leistung überraschen und absolvieren Sie die nun folgenden Übungen.
Kreativ wie nie
Individuelle Verknüpfungsmethoden wirken am besten
So, hier ist sie also, die äußerst effektive und doch so einfache Methode, Ihre Kreativität zu wecken. Ja, ja, wecken. Sie müssen nämlich gar nicht neu lernen, sondern lediglich „entwickeln“. Also ent-wickeln oder aber auch aus-wickeln. Das heißt, Ihre Kreativität ist schon da, sie muss lediglich aufgeweckt werden. Falls Ihnen die eine oder andere Verknüpfung zu simpel oder zu kindisch vorkommt, denken Sie daran: Kinder sind die besten Memory-Spieler! Folglich sind die kindischen Verknüpfungen die besten. Aber Sie werden gleich selbst entdecken, wie eine Verknüpfung aussehen muss, damit Sie bei Ihnen gut wirkt. Es kommt also bei den folgenden Übungen nicht so sehr darauf an, wie viele Sie sich merken können. Vielmehr sollen Sie ein Gespür dafür entwickeln, wie Sie am wirkungsvollsten Ihre ureigensten Verknüpfungen gestalten, die bei Ihnen und nur bei Ihnen am besten wirken.
Verknüpfungsspiel: Tiere und Spielzeuge
Kuh – Inliner

Integrieren Sie Bekanntes in Ihre Bilder
Stellen Sie sich nun bitte vor, wie eine Kuh auf Inlinern fährt. Absurdes Bild, nicht wahr? Aber halt auch „merk-würdig“! Nur reicht uns eine solche Verknüpfung noch nicht ganz. Wenn Sie zwölf Tiere mit zwölf Spielzeugen spielen sehen, wissen Sie wahrscheinlich nachher gar nichts mehr. Sie wären ziemlich sicher nur verwirrt. Deshalb gehen wir noch einen Schritt weiter, einverstanden? Stellen Sie sich also zusätzlich vor, wo die Kuh mit Inlineskates fahren könnte. Sie sind vielleicht gerade in der Fußgängerzone Ihrer Stadt beim Einkaufen. Auf einmal hören Sie hinter sich ein lautes „Muh“. Sie springen erschrocken zur Seite und mit einer satten Geschwindigkeit rast eine Kuh auf Inlinern an Ihnen vorbei.
Dadurch, dass wir etwas Bekanntes – die Fußgängerzone Ihrer Stadt – in das Verknüpfungsbild integrieren, erreichen wir eine wesentlich höhere Identifikation. Für Ihr Gehirn ist diese Vorstellung dann viel echter und es können sogar Gefühle aufgebaut werden. Dies ist der Schlüssel zum Gedächtnis-Erfolg: Verknüpfen Sie Gefühle mit Ihren Bildern und Sie werden unschlagbar!
Gefühle mit Bildern zu verknüpfen, macht Ihr Gedächtnis unschlagbar
Der wissenschaftliche Hintergrund ist verblüffend: Unser Gehirn kann ein Vorstellungsbild nicht von einem realen Bild unterscheiden. Es ist tatsächlich so. Wenn Sie sich etwas nur vorstellen, und diese Vorstellung ist wirklich naturgetreu, dann glaubt Ihr Gehirn, diese Vorstellung ist Realität. Ihr Gehirn reagiert dann, als würde das Vorgestellte gerade in Wirklichkeit passieren. Vielleicht glauben Sie mir dies nicht so einfach. Haben Sie schon einmal an ein leckeres Essen gedacht oder an ein leckeres Getränk? Sie können dieses kleine Experiment auch jetzt einmal machen. Stellen Sie sich naturgetreu vor, wie Sie in eine saftige, gelbe, saure Zitrone beißen: ah, lecker, lecker! Was passiert? Läuft Ihnen das Wasser im Mund zusammen? Wenn nicht, war nur Ihre Vorstellung nicht gut genug.
Wenn Sie sich einmal an die erste Rede, die Sie gehalten haben, zurückerinnern: Was haben Sie gefühlt, als Sie sich ein paar Tage vorher vorstellten, Sie stünden vorne auf der Bühne? Vielleicht ist es heute noch so bei Ihnen? Es wäre nur menschlich. Kennen Sie dieses heiße Gefühl im Magen und die weichen Knie, obwohl Sie im Bett liegen? Ihr Vortrag ist erst morgen und trotzdem, bei dem Gedanken daran wird Ihnen ganz anders.
Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vision und Realität
Wenn Ihr Gehirn wüsste, dass Sie sich das gerade doch nur vorstellen, warum sollte es dann reagieren? Dass Ihr Gehirn dafür zuständig ist, dass Ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft oder Sie ein flaues Gefühl im Magen haben, geht in Ordnung, oder? Es ist nicht Ihr kleiner Finger und auch nicht Ihr großer Zeh. Nein, es ist schon Ihr Gehirn. Es reagiert normalerweise nur, wenn es wirklich nötig ist. Also ist das oben beschriebene Phänomen nur darauf zurückzuführen, dass es eben den Unterschied nicht kennt. Ihr Gehirn kann ein geistiges Vorstellungsbild, wenn es gut gemacht ist, nicht von der Realität unterscheiden. Dies ist für uns von immenser Wichtigkeit.
Wie lange, glauben Sie, würden Sie sich an die Kuh auf den Inlinern erinnern können, wenn Ihnen die Geschichte wirklich passiert wäre? Ein Jahr oder vielleicht sogar ihr Leben lang? Ich behaupte einmal, eine solch bescheuerte Geschichte würden Sie Ihr Leben lang nicht vergessen, wenn Sie Ihnen wirklich passiert wäre. Okay, Sie würden sie vielleicht niemandem erzählen, aber vergessen würden Sie die Story nie!
Nun muss es uns also gelingen, zu jedem der Paare Tier – Spielzeug solch einprägsame Verknüpfungen herzustellen. Schließen Sie bitte unbedingt immer und bei jeder Verknüpfung die Augen und „sehen“ Sie diese absurde Szene vor Ihrem geistigen Auge.
Maus – Pfeil und Bogen
Nun stellen Sie sich bitte vor, wie eine Maus mit Pfeil und Bogen gejagt wird.
Nehmen Sie hierbei bitte wieder etwas Bekanntes hinzu, z. B. dass die Jagd bei Ihnen im Garten stattfindet, oder – wenn Sie Kinder haben – dass Ihre Kinder Mäuse jagen mit Pfeil und Bogen, und stellen Sie sich dieses Bild so naturgetreu, so echt wie möglich vor. Lassen Sie Ihre ganzen Gefühle in dieses Bild strömen. Überlegen Sie einfach: Wie würden Sie reagieren, wenn Sie diese Szene tatsächlich sehen würden?
Vielleicht jagt aber auch eine Maus mit Pfeil und Bogen – und streift mit Pfeil und Bogen bei Ihnen im Garten durchs Gras.Auch diese Kombination wäre denkbar. Vielleicht werden Sie von der Maus mit Pfeil und Bogen gejagt. Wenn Sie wollen, können Sie sich auch dieses Bild vorstellen.
Oder Sie haben eine andere Vorstellung. Ihre eigene Vorstellung ist meist die beste; dann nehmen Sie natürlich Ihr eigenes Bild. Nur es sollte – wie gesagt – kreativ und ausgefallen sein. Es sollte irgendetwas Bekanntes hinzukommen, irgendetwas aus Ihrer Umgebung, damit es für Ihr Gehirn einfacher ist, eine Verbindung herzustellen. Augen zu und Filmchen „sehen“.
Hund – Murmeln
Jetzt stellen Sie sich bitte vor, wie der Hund die Murmeln auffrisst. Das ist nicht sehr aufregend. Spannend wird es dann, wenn der Hund die Murmeln verdaut hat, also einige Stunden später. Stellen Sie sich einfach vor, wie der Hund sein Geschäft verrichtet und die Murmeln „klick, klick, klick, klick, klick“ hinten einzeln rauskommen.
Jetzt werden Sie schmunzeln müssen. Jetzt ist das Bild so, dass es für Ihr Gehirn wirklich außergewöhnlich ist und sich einprägt. Also stellen Sie sich diese Szene bitte bildlich vor, oder wie vorher schon gesagt, benutzen Sie wieder ein Bild, das Ihrer eigenen Kreativität entspringt, und nicht dieses vorgegebene Bild hier aus dem Buch. Wieder: Augen zu und Filmchen „sehen“.
Giraffe – Barbie-Puppe
Bei dieser Verknüpfung stellen Sie sich bitte vor, wie die Barbie-Puppe am Hals der Giraffe herunterrutscht; stellen Sie sich vor, die Giraffe nimmt die Barbie-Puppe mit dem Mund und geht ganz nach oben mit ihrem Hals, die Barbie-Puppe klettert auf den Kopf der Giraffe und rutscht am Hals dieser Giraffe herab und der Körper der Giraffe wirkt praktisch wie eine Sprungschanze.
Wenn Sie sich diese ganze Situation jetzt noch irgendwo in einer Steppe, während Sie gerade auf Safari sind, vorstellen, wirkt dieses Bild doppelt so gut. Stellen Sie sich dabei vielleicht vor, wie Sie mit einer Safari-Truppe unterwegs sind und der Safariführer Ihnen sagt: „Achtung bitte, einmal Ruhe, da vorne sind jetzt gerade die Giraffen, und die ganzen Barbie-Puppen rutschen gerade an den Hälsen der Giraffen runter.“ Sie beobachten dann diese Szene auf Ihrer Safari-Reise tatsächlich; stellen Sie sich das doch mal vor, als wäre es Wirklichkeit – das werden Sie so schnell nicht wieder vergessen! Augen zu und Filmchen „sehen“.
Elefant – Federball

Immer wieder Kino im Kopf
Genauso können Sie bei dieser Verknüpfung verfahren: Stellen Sie sich doch vor, wie die Safari weitergeht, Sie kommen an die nächste Lichtung, auf der sich lauter Elefanten gerade beim Federballspiel vergnügen. Oder aber Sie stellen sich vor, wie Sie einen Zoobummel machen und dort am Elefantengehege vorbeikommen und auch dort sehen, wie die Elefanten miteinander Federball spielen. Oder vielleicht noch etwas verrückter wäre, wenn zwei Kinder Federball spielen und der Ball des Federballspiels wäre ein Elefant. Abermals: Augen zu und Filmchen „sehen“.
Wurm – Puppenhaus
Bei dieser Kombination könnten Sie sich vorstellen, wie der Wurm es sich im Puppenhaus richtig schön bequem macht, sich ins Bettchen legt, sich nett zudeckt und sich seine ganze Wohnung in diesem Puppenhaus quasi einrichtet, sodass er da ein schönes Zuhause hat.
Am besten ist dies dann wieder das Puppenhaus Ihrer Tochter, wenn Sie eine haben, oder der Nachbarstochter, Ihrer Nichte, irgendwie einer bekannten Person, sodass Ihr Gehirn dazu wieder die richtige Verbindung herstellen kann. Oder aber etwas anderes Bekanntes, beispielsweise Ihr Garten, der Wald, an dem Sie wohnen, oder die Wiese hinter Ihrem Haus, und Sie sehen dort, wie mehrere Würmer ein Puppenhaus besetzt haben und eben jetzt in diesem Puppenhaus wohnen. Wie würden Sie gucken? Was würden Sie denken, wenn Sie dieses Bild in echt sehen könnten? So schnell würden Sie dies bestimmt nicht wieder vergessen. Augen zu und Filmchen „sehen“.
Jetzt müssen Sie selbst kreativ sein
Bei den folgenden Bildpaaren lassen Sie Ihre eigene Kreativität spielen und verknüpfen diese selbstständig. Denken Sie sich, wie in den vorigen Beispielen, geeignete Bildverknüpfungen aus und kombinieren Sie sie mit etwas Bekanntem. Wählen Sie Verknüpfungen, die absurd sind, die möglichst kreativ sind, bei denen ein kleiner Film, eine Geschichte vor Ihrem geistigen Auge abläuft, und sehen Sie diese so klar wie möglich.
Sie werden so erkennen, wie Ihre individuelle Verknüpfung aufgebaut sein muss. Bei einem ist sie logischer, beim anderen absolut abstrakt, absolut bescheuert, absolut kreativ, bei wieder anderen eine Mischung aus vielen Komponenten. Bei einem ist es ein Foto, nur ein Standbild, beim anderen ein Film.
Finden Sie Ihre Präferenz heraus. Finden Sie heraus, wo Ihre Kreativität liegt, wie Ihre Bilder gestaltet sein müssen, so dass Sie – und nur Sie – am allerschnellsten wieder auf den gesuchten Begriff kommen.
Es geht bei dieser Übung noch nicht darum, sich an möglichst viele Begriffe zu erinnern. Vielmehr dient die Übung dazu, dass Sie erkennen, wie muss ich bestimmte Begriffe miteinander verbinden, verknüpfen, so dass ich sie am besten erinnere. Also basteln Sie sich bitte für die nächsten Wortpaare Ihre eigene Verknüpfung.
Stellen Sie sich Ihre Verknüpfungen vor Ihrem geistigen Auge vor
Sie können sich, nachdem Sie sich abgeprüft haben, meine Beispiel-Verknüpfungen noch einmal anschauen. Diese finden Sie im Anschluss an die Übung. Wenn Sie sich mit Ihren Bildverknüpfungen noch nicht sicher genug sind, können Sie selbstverständlich auch vorher schon nachsehen. Meine Empfehlung allerdings ist: Machen Sie es erst einmal selbst, testen Sie es einmal und schauen Sie dann, wie viele Sie wieder erinnern, und alles andere kommt danach. Und immer schön die Bilder im Kopf-Kino sehen!!! Unbedingt nach jeder Verknüpfung: Augen zu und Filmchen anschauen.
| Vogel | – | Trompete |
| Affe | – | Computer (zählt ja heutzutage zu den Kinderspielzeugen) |
| Bär | – | Rassel |
| Delphin | – | Springseil |
| Pferd | – | Fußball |
| Känguru | – | Sandförmchen |
| Schwein | – | Kreisel |
Gratulation! Sie haben sich eben zwölf Verknüpfungsbilder einfallen lassen, bzw. wenn Sie die ersten fünf Vorgegebenen übernommen haben, waren es sieben eigene Verknüpfungen. Das ist für den Anfang schon eine große Leistung.
Darmowy fragment się skończył.