Czytaj książkę: «Der Traum in dir»
MAX FINZEL
Der Traum in dir
33 TIPPS
FÜR GROSSARTIGE ERFOLGE

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN Buchausgabe: 978-3-86936-871-9
ISBN epub: 978-3-95623-778-2
Lektorat: Ulrike Hollmann, Hambergen
Umschlaggestaltung: Martin Zech Design, Bremen | www.martinzech.de
Illustrationen: Erwan Sulistiyo, Yogyakarta (Indonesien)
Autorenfoto: Tim Hard, Leipzig | www.timhard.de
Satz und Layout: Das Herstellungsbüro, Hamburg |
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© 2018 GABAL Verlag GmbH, Offenbach
Das E-Book basiert auf dem 2018 erschienenen Buchtitel “Der Traum in dir” von Max Finzel, ©2018 GABAL Verlag GmbH, Offenbach
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Inhalt
Vorwort von Harald Glööckler
1. Suche dir eine langfristige #Perspektive!
2. Setze dir klare #Ziele!
3. Triff klare #Entscheidungen!
4. Erschaffe dir eine #Vision!
5. Zu welcher #Investition bist du bereit?
6. Halte dich #fit!
7. Achte auf deine #Ernährung!
8. Sei dir deiner #Stärken bewusst!
9. Geh mit einem positiven Gedanken #schlafen!
10. Eine Woche ohne #fernsehen!
11. Folge deinen #Ideen!
12. #Lobe deine Mitmenschen!
13. Achte auf deine #Worte!
14. Erkenne die #Spielregeln!
15. Sprich mit #Taten statt mit Worten!
16. Suche #Gründe, weshalb es klappen könnte!
17. Suche dir starke #Unterstützer!
18. Suche dir #Vorbilder!
19. Sei ein #Lehrmeister!
20. Zeige #Disziplin!
21. Erkenne deine #Grenzen und überwinde sie!
22. Überwinde #anstrengende Phasen!
23. Nimm #Abstand!
24. Mach mal #Pause!
25. Achte auf deine #Gedanken!
26. Halte #Ordnung in deinem Leben!
27. Gib dem #Zufall eine Chance!
28. Nimm’s mit #Humor!
29. Trau dich, auch wenn’s noch nicht #perfekt ist!
30. Gehe #Schritt für Schritt!
31. Zur richtigen #Zeit am richtigen #Ort sein!
32. Nimm #Fehler in Kauf!
33. Beginne sofort zu #handeln!
Literatur
Der Autor
Vorwort von Harald Glööckler
Was ist der höchste Zweck meines Lebens? Der höchste Zweck meines Lebens ist zu leben. Und das Leben an sich wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Das Leben ist ein Geschenk, das wir bekommen, ohne danach gefragt zu haben. Gehört es etwa zu den Dingen, die uns am Ende unter Umständen mehr belasten als erfreuen? Die Antwort auf diese Frage ist allein unsere Entscheidung und resultiert aus dem Blickwinkel, aus dem wir das Mysterium »Leben« betrachten. Eine andere Frage lautet: Ist das Leben eine Herausforderung – ähnlich der eines Duells? Wenn dem so ist, wer fordert uns heraus und mit wem duellieren wir uns? Kämpfen wir mit uns selbst? Oder mit diesem unbekannten Vertrauten, aber nicht Greifbaren und doch anscheinend Anwesenden, das wir Gott nennen? Und wenn wir noch weiter fragen wollen: Ist das Leben ein Jubilieren oder ein dumpfes Dahinvegetieren?
Was also ist der höchste Zweck des Lebens? Diese Frage sollten wir uns immer wieder stellen, um uns nicht in Unbedeutendem zu verzetteln. Doch in der Regel stellen wir uns diese Frage nicht. Warum? Weil wir mit tausend anderen Dingen beschäftigt sind? Weil wir keine Zeit dazu haben? Dies sind Ausreden und das wissen wir. Stellen wir uns also die Frage nach dem Sinn unseres Lebens letztendlich deshalb nicht, weil wir zu faul dazu sind und es anstrengend oder gefährlich werden könnte? Richtig, es könnte in der Tat gefährlich werden. Nämlich dann, wenn wir als Antwort auf diese Frage aus unserer Wattebäuschchen-Komfortzone herausgehen, um die Welt und uns selbst zu entdecken. Allerdings ist es genauso richtig, dass dies unsere einzige Chance ist, unser Selbst zu entdecken – mit allen Höhen und Tiefen und allen Persönlichkeitsmerkmalen, die wir besitzen. Und glaube mir, davon haben wir mehr als genug.
Was ist der höchste Zweck des Lebens? Ich denke: sich zu verwirklichen, sich mit allen Facetten zu entdecken, auf der ganzen Klaviatur zu spielen, die uns das Leben und unser Wesen bieten, sich bis in die tiefsten Untiefen des Seins zu ergründen, ohne sich dabei zu verlieren, ohne zu bewerten, zu verurteilen oder zu sezieren. Wir sollten uns annehmen und bedingungslos lieben. Denn die Liebe ist es, die uns führt. Doch diesen Weg gehen wir ungern allein. Am besten holt man sich dazu einen professionellen Coach als Begleiter. Einen Menschen, der motivieren kann, der uns immer wieder aufbauen und führen kann, wenn der Weg zu steinig zu werden droht. Einen großartigen Menschen mit einer wunderbaren Seele – wie Max Finzel.
Harald Glööckler
1. Suche dir eine langfristige #Perspektive!
In den vergangenen Jahren als Personal Trainer, Motivationscoach und Vortragsredner habe ich eine entscheidende Erkenntnis gewonnen. Eine Erkenntnis über jüngere und ältere Menschen, über Menschen im Berufsleben oder im Leistungssport. Eine Erkenntnis über Menschen, die über einen langen Zeitraum an ihren Zielen arbeiten, und Menschen, die nach Rückschlägen schnell aufgeben. Eine Erkenntnis, die es erlaubt, erfolgreiche Athleten von weniger erfolgreichen Sportlern unterscheiden und diejenigen Unternehmer hervorheben zu können, die bedingungslos an ihre Ziele glauben. Diese Erkenntnis lautet: Erfolgreiche Menschen, egal ob im Sport, Beruf oder Privatleben, wissen genau, wohin sie wollen. Diese Menschen haben eine konkrete Richtung, in die sie streben. Sie haben einen Plan, der zunächst vielleicht noch nicht komplett im Detail ausgearbeitet ist, aber der zumindest ein grobes Endziel vorgibt. Diese Menschen sehen einen Sinn in dem, was sie täglich tun, sie sehen eine langfristige Perspektive in dem, was sie in den kommenden Jahren erreichen wollen.
#Perspektive
Wohin willst du langfristig?
Erfolgreiche Menschen denken langfristig. Sie sind bereit, über ihren aktuellen Zustand hinwegzusehen, sich nicht auf die derzeitigen Mängel zu konzentrieren, sondern sich immer wieder zu fragen: »Wo möchte ich in den nächsten Jahren stehen?«

Und weißt du, was dabei richtig toll ist? Dir liegt die Welt zu Füßen! Du hast alle Möglichkeiten, kannst tun und lassen, was du willst. Du kannst jeden Tag nutzen, um das zu tun, was du tun möchtest. Das zu erleben, was du erleben möchtest. Das zu erreichen, was du erreichen möchtest.
Das gilt für dich und das gilt für mich. Ich kann jeden Tag neue Entscheidungen treffen, jeden Tag einen neuen Weg gehen. Und das ist wirklich cool, denn die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Die einzige Herausforderung, der wir dabei wahrscheinlich wirklich gegenüberstehen, ist, ein wenig Mut zu fassen, um von dem Leben zu träumen, wie es sein könnte.
Eine langfristige Perspektive ist eine grobe Richtung, in die du gern gehen möchtest. Sie ist aber noch kein klar definiertes Ziel. Eine langfristige Perspektive gibt dir die Motivation, durchzuhalten und auch in Momenten, in denen dein Weg in einer Sackgasse endet, neue Lösungen zu suchen. Eine langfristige Perspektive bildet für dich den roten Faden, den du brauchst, um deine Ziele zu erreichen. Die Beantwortung der Frage, wo du dich in den kommenden Jahren gern sehen möchtest, bildet für dich den ersten Schritt, um langfristig erfolgreich zu werden, egal ob im Sport, Beruf oder Privatleben.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Ich stelle dir hier drei Punkte vor, mit deren Hilfe du herausfinden kannst, wie du deine langfristige Perspektive findest. Sei dabei ganz offen und höre gut in dich hinein, denn oft findest du die Antworten bereits in dir. Notiere dir deine Antworten auf einem Blatt Papier oder beispielsweise in einer Smartphone-Notiz.
1. Wie soll dein Leben in fünf, zehn oder 15 Jahren aussehen? Möchtest du eine Karriere als Sportprofi anstreben, dein eigenes Unternehmen leiten oder vielleicht eine sichere Anstellung mit viel Freizeit für Familie und Hobbys haben? Möchtest du in Deutschland leben oder vielleicht auf Reisen sein?
2. Kannst du in dieser langfristigen Perspektive deine persönlichen Stärken und aktuellen Interessen ausleben? Bist du dir derzeit überhaupt über deine besonderen Stärken bewusst?
3. Welche Möglichkeiten würde es geben, in diesem Bereich dein Geld zu verdienen?
Ich komme ursprünglich aus dem Leistungssport. Mit fünf Jahren stand ich das erste Mal in der Turnhalle. Später habe ich bis zu elf Mal in der Woche trainiert, zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche. In diesen Jahren habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Und vor allem habe ich gelernt, mir immer eine längerfristige Perspektive zu suchen.
Eine neue Übung, ein Salto zum Beispiel, hat nicht von heute auf morgen geklappt. Viele Trainingsstunden zogen ins Land. Es gab Tage, an denen ging es gut voran, und an anderen Tagen hatte ich das Gefühl, dass ich sogar Rückschritte machte.
Eine langfristige Perspektive gibt dir Kraft und Motivation, durchzuhalten, dranzubleiben und auch in schwierigen Momenten nicht aufzugeben. Wenn du ungefähr weißt, wohin es gehen soll, dann wird für dich vieles einfacher! Deine langfristige Perspektive hilft dir dabei, eine Orientierung für deine Zukunft zu finden. Sie zeigt dir mögliche Vor- und Nachteile auf, die entstehen, wenn du dich auf deinen Weg in eine bestimmte Richtung machst.
Auf der anderen Seite hilft dir die Frage nach deiner langfristigen Perspektive auch dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen. Als ich beispielsweise kurz vor dem Abitur stand und mich beruflich orientieren musste, konnte ich als Athlet keine Perspektive mehr für mich im Leistungssport erkennen. Die damaligen Chancen, mit dem Leistungssport einmal Geld zu verdienen, erschienen mir nicht besonders hoch. Eine entscheidende Frage konnte also nicht geklärt werden. Ich konzentrierte mich auf meinen Schulabschluss und meine Ausbildung zum Fitness- und Personal-Trainer in Hamburg, reiste für sechs Monate nach Kanada. Im Anschluss war ich nun viele Jahre Personal-Trainer, auch von prominenten Persönlichkeiten, und habe als Nachwuchstrainer und Leiter der Turn-Talentschule Jugendliche auf ihrem Weg zu sportlichen Erfolgen begleitet. Aus meiner Perspektive, als Jugendlicher im Sport Erfolge zu erzielen, wurde eine neue Perspektive, nämlich die, andere Jugendliche auf ihrem Weg zu unterstützen und mein Wissen an sie weiterzugeben.
Heute arbeite ich an anderen neuen Zielen und Perspektiven, um mir einige weitere Träume zu verwirklichen. Ich möchte zum Beispiel als Musikproduzent tätig sein. Noch vor fünf Jahren stand ich beim Thema Musik ganz am Anfang und hatte weder Kenntnisse noch Kontakte noch Equipment. Heute schaue ich schon auf mein erstes Album, zahlreiche Musikvideos, Radioauftritte und die ersten Festival-Shows als DJ.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Siehst du in dem, was du zurzeit täglich tust, eine längerfristige Perspektive?
• Wenn ja: Arbeitest du täglich ausreichend konsequent zugunsten dieser Perspektive?
• Wenn nein: Welche Veränderungen müsstest du herbeiführen, um wieder eine längerfristige Perspektive zu finden? Gibt es etwas, was du an der jetzigen Situation verändern kannst, oder wäre es besser, die gesamte Situation zu ändern?
Eine Perspektive zu entwickeln, sollte der erste Schritt deiner Strategie werden, mit der du dann Schritt für Schritt deine zukünftigen Ziele setzt. Diese Perspektive zu entwickeln, erfordert Mut und eine gewisse träumerische Herangehensweise. Wenn du in jede Richtung gehen könntest, in die du gehen möchtest, welche würdest du dann wählen?
Wenn du dich bereits auf dem Weg in diese Richtung befindest, gelten die bisher gestellten Fragen eher als Bestätigung. Wenn du jedoch feststellst, dass deine gewünschte Perspektive nichts mit deiner aktuellen täglichen Arbeit gemeinsam hat, gelten die bisher gestellten Fragen als Impulse zur Einleitung einer Veränderung, zur Einleitung eines langfristigen Prozesses. Dieser Prozess muss nicht heute in Taten enden, doch zumindest in der Beantwortung der Frage, wo du dich in den nächsten Jahren sehen möchtest.
Finde deine langfristige Perspektive, denn so kannst du dich selbst motivieren und bist nicht darauf angewiesen, dass dich andere Personen motivieren. Du wirst zu jemandem, der selbst losgeht und sich die Träume verwirklicht, die er gern leben möchte. Du wirst zum Vorbild – und das macht auch noch richtig Spaß! Also, dein erster Schritt ist es, eine grobe Richtung zu finden.
2. Setze dir klare #Ziele!
Ich möchte dir in diesem Kapitel gern ein kleines Geheimnis verraten. Ein Geheimnis, das es mir bisher in vielen verschiedenen Bereichen ermöglicht hat, selbst in den anstrengendsten Phasen durchzuhalten. Und nicht nur durchzuhalten, sondern sogar noch einen Gang hochzuschalten. Denn dies gehört sicherlich zu einer der größten Herausforderungen für viele Menschen, die sich etwas vorgenommen haben: weiterzumachen, wenn es anstrengend wird. Wenn man lieber etwas kürzertreten möchte, wenn man mal wieder ein wenig Zeit für sich selbst benötigt. Wenn man zwar ein paar Kilogramm abnehmen will, es auf der Couch am Abend aber doch so wunderbar bequem ist.
Der Trick, nicht nur langfristig erfolgreich zu sein, sondern eben auch in anstrengenden Phasen durchzuhalten, ist, sich ein klares Ziel zu setzen.
#Ziel
Was ist ein Ziel?
Ein klares Ziel ist ein genau definierter Moment, den du erreichen möchtest. Dieser Moment liegt in der Zukunft, aber du bist heute schon bereit, die Weichen so zu stellen, dass du dieses Ziel möglichst schnell erreichst.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein klares Ziel zu definieren. Du kannst deine Ziele zum Beispiel in kurz-, mittel- oder langfristige unterteilen. Das hilft dir, den geplanten Weg zur Erreichung deines Traums besser im Blick zu behalten. Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die sich ihr großes langfristiges Ziel immer vor Augen halten und sich so motivieren, oder aber vielleicht zu denen, die es vorziehen, in kleinen Teilschritten vorzugehen.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Starte am besten mit deinem langfristigen Ziel (zum Beispiel deinem konkreten Berufswunsch) und gliedere dieses anschließend in mittel- und kurzfristige Ziele.
Beispiel: Du möchtest in zehn Jahren deine eigene Tierarztpraxis leiten (langfristiges Ziel). Dazu benötigst du ein erfolgreiches Veterinärmedizinstudium; das möchtest du in sieben Jahren abgeschlossen haben (mittelfristiges Ziel). Und um überhaupt zum Studium zugelassen zu werden, benötigst du das Abitur mit einem bestimmten Notendurchschnitt (kurzfristiges Ziel), das du zum Beispiel in zwei Jahren ablegen wirst.
Um festzustellen, welches deine kurz- und mittelfristigen Ziele sind, überlege dir also, welche Schritte bis zu deinem großen Ziel nötig sind. Was kannst du heute für dein Ziel tun, was in drei Monaten? Probiere es aus, und du wirst sehen, wie du am schnellsten vorankommst.
Zum anderen sollte dein Ziel inhaltlich klar sein. Was möchtest du erreichen, also welche konkrete Situation soll eintreten? Ist dieses Ziel mit Geld verbunden, und wenn ja, mit wie viel? Möchtest du vielleicht einen Wettkampf gewinnen, und wenn ja, welchen? Du möchtest dich in deinem Traumjob sehen – in welchem und in welcher Position?

Stelle dir so viele Fragen wie möglich, um dein Ziel genau zu definieren. Und setze dir ein zeitliches Limit, bis wann du dein Ziel erreicht haben möchtest. In genau vier Wochen oder bis zum Ende des Jahres? Vielleicht möchtest du dir pünktlich zu deinem 18. Geburtstag dein erstes eigenes Auto kaufen, mit 35 in dein eigenes Haus einziehen? Durch das zeitliche Limit wirst du aktiver an deinem Ziel arbeiten. Und du kommst nicht so schnell in Versuchung, es zu ruhig angehen zu lassen.
Ganz wichtig ist, dass du dein Ziel schriftlich notierst. So wird es sehr viel klarer und realer. Bei der Formulierung deiner Zielsetzung kannst du die Technik der Affirmationen nutzen. Eine Affirmation ist ein positiver Leitsatz. Ähnlich wie bei einem Gebet kannst du ihn dir immer wieder aufsagen. Damit erinnerst du dich regelmäßig an dein Ziel und überzeugst dich davon.
Die Affirmation wird so formuliert, als hättest du dein Ziel bereits erreicht: »Ich arbeite in meinem Traumjob als Tierarzt und es macht mir viel Freude« oder »Ich bin Klassenbester und es macht mich stolz«. Vielleicht bist du noch Wochen, Monate oder sogar Jahre von deinem Ziel entfernt, doch Affirmationen sind eine erprobte Methode, um ein Gefühl in dir zu erzeugen, als hättest du dein Ziel bereits erreicht. Und das bewirkt in vielen Fällen regelrechte Wunder.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Du weißt nun schon sehr genau, welche Ziele du in den nächsten Jahren erreichen möchtest. Stelle dir für einen Moment vor, du wärest in der Zukunft und lebtest deinen Traum. Was würdest du in diesem Moment zu dir sagen?
• Ich bin stolz, dass ich meine eigene Praxis leite.
• Ich verdiene mehr Geld, als ich es mir je erträumt habe.
• Ich bin Bundesligist und für viele ein Vorbild.
Wenn du eine Affirmation aufschreibst, kann das ruhig ein paar Seiten umfassen. Hier hältst du alles fest, was dir in deinem Leben wichtig ist. Deine Familie, dein Job, Geld verdienen, Freunde, Gesundheit, Ansehen und so weiter.
Auch im Leistungssport habe ich schon mit Affirmationen gearbeitet. Damals noch ganz unbewusst, weil ich mich noch nicht mit Motivation beschäftigt hatte. Kleine Sätze wie »Ich kann das« oder »Auf geht’s!« werden zu positiven Leitsätzen, wenn du sie regelmäßig in Trainings- oder Wettkampfsituationen einbaust. Wenn du mit einem guten Gefühl in das Spiel startest und an deine Stärken glaubst!
Glückwunsch! Jetzt haben wir schon ein paar wichtige Dinge geschafft! Du hast dein Ziel festgelegt und es in überschaubare Abschnitte eingeteilt. Du hast es schriftlich notiert und kannst jederzeit überprüfen, in welcher Phase du dich gerade befindest. Und du hast dir deine persönliche Affirmation aufgeschrieben. Jetzt geht’s ans Üben und Wiederholen.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Erinnere dich so oft wie möglich an deine Ziele und bringe dich immer wieder in den Zustand, als hättest du dein Ziel bereits erreicht.
• Erstelle dir ein passendes Hintergrundbild für Smartphone und Computer.
• Lies deine Affirmation immer vor dem Schlafengehen durch.
• Starte jeden neuen Tag mit der Frage nach deinem Ziel.
Ab jetzt heißt es, jeden Tag aktiv etwas dafür tun, dass du dieses Ziel auch erreichst. Eine Zielsetzung ist nichts als ein fiktiver Plan, den du umsetzen willst. Um dein Ziel auch tatsächlich in der Realität zu erreichen, bedarf es konkreter Handlungen.
Viele Menschen prahlen mit ihren Ideen und Träumen, wollen heute dies und morgen jenes. Aber nicht du! Du handelst und überzeugst durch Resultate. Du gehst selbst spätabends noch ins Fitnessstudio, um zu trainieren, arbeitest deine Aufgaben gewissenhaft ab, weil du weißt, wohin du willst! Du setzt dir keine guten Vorsätze für das neue Jahr, weil du langfristige Ziele hast! Du bist bereits lange auf dem Weg, wenn andere noch darüber nachdenken. Du bist ein Gewinner – und Gewinner sind fleißig. Sie wissen, was sie wollen. Sie glauben an sich und ihre Stärken, an ihre Ziele und Träume!
Wenn du konzentriert und ausdauernd bist, wirst du dein erstes Ziel sicher erreichen. Und das wird dich motivieren weiterzumachen – also erfolgreich zu bleiben und dir wieder neue Ziele zu setzen. Du wirst sehen, dass du viele (auch ganz unterschiedliche) Erfolge erzielen kannst, wenn du dir darüber klar wirst, was du wirklich erreichen möchtest. Ich wünsche dir viel Glück dabei!
3. Triff klare #Entscheidungen!
Hast du schon einmal eine Situation erlebt, in der du dich entscheiden musstest? Also ich meine, wirklich entscheiden? Eine Situation, in der du einer Entscheidung nicht aus dem Weg gehen konntest, sodass es nur noch nach rechts oder links ging, aber nicht mehr geradeaus wie gewohnt?
#Entscheidungen
Was Sind Entscheidungen?
Eine Entscheidung ist ein Moment, in dem du ganz klar Ja sagst. Ja zu einer Situation, zu einer Person, zu einem Angebot. Ja zu einem Ziel, einem neuen Weg, vielleicht zu einer neuen Herausforderung. Oder du sagst ganz klar Nein – je nachdem, wie du die entscheidende Frage stellst.
Häufig weißt du vor der Entscheidung noch nicht, wie es danach weitergehen wird. Du stürzt dich ins Ungewisse in der Hoffnung, dass sich eine bestimmte Situation verbessern wird. Leider wirst du dir niemals einhundertprozentig sicher sein, dass es nach deiner Entscheidung wirklich so wird, wie du es dir vorgestellt hast. Aber ohne die Entscheidung wirst du es auch nicht herausfinden.
Entscheidungen sind die Wegweiser deiner Entwicklung. Selten geht es im Leben nur geradeaus. Und Entscheidungen sind vor allem eins: ganz normal! Sobald du die Angst vor neuen, manchmal auch grundlegenden Entscheidungen verlierst, kannst du sie mit einem klaren Kopf und aus dem richtigen Bauchgefühl heraus treffen. Eine Entscheidung bedeutet, Ja zu etwas zu sagen und gleichzeitig Nein zu etwas anderem.
Mit jedem Entscheidungsmoment einher geht auch der Fakt, dass du eine andere Möglichkeit für den Moment außen vor lässt. Zum Beispiel die Möglichkeit, auf den gewohnten Wegen weiterzugehen und dich nicht umstellen zu müssen. Oder die Möglichkeit, das Risiko eines neuen Wegs eingehen zu wollen. Und daher musst du vor jeder Entscheidung genau abwägen, welcher Weg für dich der richtige sein könnte.
Entscheidungen sind wie eine Weiche im Zugverkehr. Ist sie umgestellt, geht es erst einmal auf einem anderen Weg weiter. Natürlich heißt das nicht, dass du dich nicht jederzeit wieder neu entscheiden kannst, doch momentan bewegst du dich auf einem neuen Weg. Und damit hängen Entscheidungen auch eng mit deinen Zielen zusammen. Wenn du vor deiner Entscheidung genau weißt, was du willst, wird alles einfacher. Du kannst genau abwägen, ob dich diese Weiche in die richtige Richtung führt oder eben nicht.

Häufig wissen wir aus dem Bauch heraus, was wir wirklich wollen. Wir wissen, wie wir uns entscheiden sollten. Doch wir haben zu viel Angst und können den Mut für die Entscheidung nicht aufbringen. Jede zukünftige Entwicklung in deiner sportlichen, beruflichen oder privaten Karriere wird mit neuen Entscheidungen zusammenhängen. Die folgende Übung soll dir langfristig dabei helfen, diese Entscheidungen leichter zu treffen.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Nimm dir ein Blatt Papier und notiere auf der linken Seite alle Gründe, weshalb du den neuen Weg gehen kannst. Auf der rechten Seite notierst du alle Ängste, die dich im Moment davon abhalten, die Entscheidung zu treffen.
| Gründe | Ängste |
| Ich habe das Zeug dazu, das ist meine besondere Stärke! | Ich möchte niemanden enttäuschen. |
| Ich war schon einmal damit erfolgreich. | Was passiert, wenn ich versage? |
1. Hinterfrage dich, welche Ängste berechtigt sind. Gibt es Ursachen für deine Angst oder Lösungen, vielleicht ein Gespräch?
2. Frage dich, was im schlimmsten Fall nach deiner Entscheidung passieren könnte.
3. Nachdem du deinen Ängsten die Kraft genommen hast, konzentriere dich verstärkt auf die Gründe, weshalb du dein Ziel erreichen kannst!
Häufig ist es so, dass wir einfach aus Angst keine Entscheidungen mehr treffen. Aus Angst, jemanden zu verletzen oder selbst verletzt zu werden. Aus Angst davor, nicht zu wissen, wie es danach weitergeht; davor, das Gewohnte aufzugeben und danach vielleicht noch weniger zu haben als bisher, um sich dann mit den Worten trösten zu müssen: »Naja, lieber wenig als gar nichts.«
Eines dürfen wir dabei nicht vergessen: Ängste sind völlig normale Begleiter im Entscheidungsprozess. Sie sind sogar sehr wichtig, um keine übereilten Entscheidungen zu treffen. Sie sind die Stimme deines Unterbewusstseins und möchten dich auf bisher ungelöste Probleme oder nicht bedachte Argumente hinweisen. Ängste sind sozusagen kleine Warnglocken, die dir sagen wollen: »Schau mal, hier ist noch etwas, was du noch nicht genügend betrachtet hast.«
Ein wichtiger Schritt in deinem Zielerreichungsprozess ist es also, dir einerseits über deine Ängste bewusst zu werden und ihnen andererseits ihre Kraft und Wirkung zu nehmen. Wenn du dich nicht ausreichend mit ihnen beschäftigst, dann werden sie gegebenenfalls in gewissen Abständen wieder auftauchen und dich auf deinem Weg blockieren. Doch wenn du ihnen offen begegnet bist, wirst du in größeren Schritten vorankommen.
Der Weg zur Überwindung deiner Ängste im Entscheidungsprozess kann ganz unterschiedlich sein. Vor allem ist er aber eins: verbunden mit vielen kleinen Schritten. Ein Prozess mit vielen Gedanken und Hinterfragungen kommt in Gang. Ein Prozess mit neuen Erkenntnissen und Einsichten, mit einer neuen inneren Einstellung zur Sache und mit neuen Handlungen.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Auf Basis deiner zuvor erstellten Liste stellst du dir nun eine Waage vor. Auf die linke Seite legst du alle positiven Gründe, weshalb du deine Entscheidung treffen und deinen Weg gehen solltest. Auf die rechte Seite legst du alle Ängste, die dich noch vom Treffen deiner Entscheidung abhalten. Welche Seite fühlt sich schwerer an? Gibt es Gründe oder Ängste, die besonders stark sind?
Deine Entscheidungen sind das Werkzeug, um deine Ziele zu erreichen. Wer das richtige Werkzeug benutzt, hat sein Haus schneller gebaut. Wer auf das falsche Werkzeug setzt, wird immer wieder am selben Problem scheitern. Triff also klare Entscheidungen, die dich deinen Zielen am schnellsten und effizientesten näher bringen. Und denke dabei immer daran, dass deine Ängste im Entscheidungsprozess keine Begründung dafür sind, deine Entscheidung nicht treffen zu müssen.
Als Musikproduzent stehe ich derzeit auch jeden Tag vor neuen Entscheidungen. Eines meiner Ziele ist es, dass meine Songs täglich auf vielen deutschen und internationalen Radiosendern laufen. Meine Aufgabe ist es also, aus den vielen verschiedenen Produktionen, die ich in einem Monat mache, die richtigen Songs auszuwählen. Den richtigen Song, der die beste Chance hat, im Radio zu laufen.
In diesen Momenten sage ich Ja zu dem einen Song, zu der anstehenden Investition für Studiobesuche und Marketingmaßnahmen, und Nein zu einem anderen Song, den ich aber auch gut finde. Welchen Erfolg ich tatsächlich mit diesem Lied erreiche, das zeigt sich immer erst im Nachhinein. Würde ich aber gar keine Entscheidung treffen und wochenlang überlegen, welches Lied ich als Nächstes veröffentlichen möchte, dann würde ich keine Fortschritte machen. Jede Entscheidung bringt dich einen Schritt weiter.
4. Erschaffe dir eine #Vision!
Eine Vision? Dieser Begriff wird dir in diesem Buch noch häufiger begegnen. Deshalb möchte ich dir erst einmal erklären, was eine Vision überhaupt ist, wie sie funktioniert und wie du sie dir erschaffst.
#Vision
Was ist eine Vision?
Eine Vision ist die bildliche und emotionale Vorstellung von deiner Zielsetzung. Sie ist sozusagen die visuell greifbare Version deines Ziels, das du zuvor schriftlich notiert hast. Durch die Verbindung zu intensiven Emotionen gibt dir die Vision eine große Motivation, deine Ziele in der Realität auch erreichen zu wollen.
Zunächst einmal gehe ich also davon aus, dass du dir ein gewisses Ziel gesetzt hast. Ein Ziel, das du gern erreichen möchtest. Ein sportliches Ziel vielleicht oder ein berufliches. Vielleicht möchtest du einmal eine schöne Reise machen oder mit Freunden eine Idee verfolgen. Dein Ziel ist mehr oder weniger klar, du weißt, was du willst. Nun hilft dir deine Vision, dich zu motivieren, deine Zielvorstellung klarer werden zu lassen, neue Ideen zu finden. Und damit wären wir auch schon bei einem wesentlichen Punkt – deiner Vorstellungskraft.
Das Beste sage ich dir gleich im Vorfeld: Du kannst es schon! Alle können es. Vor allem, wenn wir klein sind, können wir es besonders gut. Manchen Menschen geht es im Laufe des Lebens jedoch leider ein Stück weit verloren. Ich spreche von der Fähigkeit zu träumen.
Träumen ist schön, oder? Es ist eine Fähigkeit, die dich vom Alltag befreit und die dafür sorgt, dass du dich gut fühlst. Die manchmal Unrealistisches kreiert, aber das interessiert ja niemanden – es ist ja nur Träumerei. Doch weißt du auch, dass die meisten großen Erfolge genau damit angefangen haben? Mit einem Traum? Einem klaren Bild vor Augen – einer Vision? Es ist leichter, als du denkst. Du brauchst nur die Lust, es auszuprobieren. Und deiner Vision die Chance zu geben, Wirklichkeit zu werden.
Beim Aufbau einer Vision unterstützt dich die Visualisierungstechnik. Viele erfolgreiche Menschen nutzen sie täglich. In meinem Buch »Eine Frage der Einstellung – von Goldmedaillen und anderen schönen Dingen« gehe ich sehr detailliert auf dieses Thema ein. Und im vorliegenden Buch möchte ich dir die wichtigsten Grundkenntnisse mitgeben, die du nutzen kannst, um erfolgreich zu visualisieren.
Am besten ist es, wenn du dir ein bisschen Zeit nimmst und dich an einen Ort zurückziehst, an dem du ein paar Minuten ungestört bist. Wenn du die Augen schließt, fällt es dir wahrscheinlich leichter, eine Vision aufzubauen. Es geht zwar auch mit geöffneten Augen, dann ist es aber ein wenig schwieriger, sich zu konzentrieren.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Stelle dir zunächst eine Situation vor, in der du dich während oder nach der Erreichung deines Ziels siehst. Vielleicht ist es genau der Moment, in dem du eine wichtige Prüfung bestehst. Oder du siehst dich an deinem Wunscharbeitsplatz. Vielleicht ist es auch eine Situation aus dem Sport. Oder es ist eine schöne Reise, die du einmal machen möchtest.
Dieses erste Bild ist in der Regel noch recht unscharf. Das macht aber nichts. Mit den nächsten Schritten wird es immer intensiver. Es ist möglich, dass du dir ein inneres Foto aufbaust. Oder dass du dir deine Vision in Form eines kurzen Films vorstellst. Du könntest dich beispielsweise von außen, von der Seite oder von oben, also aus der »Vogelperspektive«, betrachten. Oder du siehst die Umgebung in deiner Zielvorstellung wie durch die eigenen Augen. Alles ist möglich.

Aspekte deiner Vision:
Versuche dein Bild so intensiv wie möglich aufzubauen. Wenn du dich zunächst in Schwarz-Weiß siehst, dann bringe kräftige Farben in dein Bild hinein. Auch mit der Schärfe kannst du arbeiten. Wichtige Details deines inneren Bildes, deiner Vision, sollten so scharf und präzise wie möglich sein. Viele gute Erfahrungen habe ich gemacht, wenn das Bild schön hell ist, so als würde zum Beispiel die Sonne scheinen. So wird dein Bild lebendig.
Wenn du dir einige Momente Zeit genommen hast, deine Vision in Bildern aufzubauen, dann versuche dich doch einmal in diese Situation hineinzufühlen. Als wäre diese Situation gerade ganz echt, ganz real, ganz greifbar:
• Wie fühlt es sich an?
• Wo spürst du etwas?
• Hörst du, riechst du, schmeckst du etwas?
Stelle dir vor, wie sich die Kleidung auf deiner Haut anfühlt, die du gerade trägst. Es gibt viele kleine Details, die es in deiner Vision zu entdecken gibt. Fühle dich ganz frei, dein inneres Bild so kreativ wie möglich zu gestalten. Es sollte sich gut anfühlen und es sollte dir vor allem Spaß bereiten!
Es gibt sehr viele Menschen, die sich durch diese Technik ihre Träume erfüllt haben. Nicht immer müssen es schulische oder berufliche Ziele sein, die du anstrebst. Du kannst dir jede beliebige Situation vorstellen, die du erreichen möchtest. Und es funktioniert tatsächlich, wenn du dir und deiner Vision die Chance gibst, real zu werden.
Um erfolgreich zu visualisieren, ist es für dich ganz wichtig, dass du dir deine Bilder regelmäßig, am besten täglich, vorstellst. Denn erst durch die regelmäßige Wiederholung hat deine Vision auch die Chance, dein Denken und deine Handlungen zu verändern.
In meinen Vorträgen vergleiche ich das gern mit einem mächtigen Flussbett: Stelle dir vor, dass ein einzelner Wassertropfen einen Berg hinunterfließt. Sicher stimmst du mir zu, dass dieser einzelne Tropfen nicht viel mehr hinterlassen wird als eine kleine nasse Spur, die bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr zu erkennen ist. Dieser einzelne Tropfen könnte ein Gedanke sein, den du einmal, vielleicht in Form der Visualisierung, in eine bestimmte Richtung denkst.
Stelle dir nun vor, dass viele Millionen Wassertropfen in dieselbe Richtung fließen. Nach Wochen, Monaten und Jahren wird sich jeder einzelne Tropfen etwas mehr in den Untergrund eingeschnitten haben. Schon bald ist ein kleines Flussbett entstanden. Ein Kanal, in dem die Wassertropfen alle in dieselbe Richtung fließen.
Dieser Kanal stellt eine Art Gedankengewohnheit dar. Und ist das Flussbett erst einmal entstanden, so wird es ein einzelner Wassertropfen nur noch mit viel Aufwand schaffen, seinen Weg zu verändern und diesen Kanal wieder zu verlassen. Aus dieser Gewohnheit auszubrechen, wird also nur mit einem erhöhten Maß an Anstrengung möglich werden. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir häufig so schnell wieder in unsere alten Gewohnheiten zurückfallen. Wenn wir uns zum Beispiel pünktlich nach dem Jahreswechsel endlich gesünder ernähren wollen, Ende Januar aber doch wieder Pizza bestellen.
Angenommen, die Mündung des Flusses wäre dein Ziel. Wäre es dann nicht hilfreich, wenn du viele kleine Gedanken in Richtung dieses Ziels denken würdest? Wäre es dann nicht sinnvoll, wenn du eine innere Haltung entwickeln würdest, die dich aus reiner Gewohnheit deinen Zielen näher bringt? Der Schlüssel der Visualisierungstechnik liegt in der stetigen Wiederholung. Erst dann wird sie ihre volle Wirkung entfalten.
Ich bin überzeugt davon, dass ich meine Ziele durch eine positive Grundhaltung schneller und einfacher erreichen kann. Diese Grundhaltung unterstütze ich mithilfe meiner bildlichen Vorstellungskraft. Die Visualisierung, das »Sichvorstellen«, kann ein Bestandteil auch deines Weges werden.
Doch eins darfst du nicht vergessen: Deine Vision, dein Traum, wird erst dann real, wenn du jeden Tag bereit bist, etwas dafür zu tun! Und das bedeutet harte Arbeit, Fleiß, Disziplin und weitermachen, wo andere aufhören. Deine Vision kann dich begleiten und motivieren. Und damit wünsche ich dir viel Glück!
5. Zu welcher #Investition bist du bereit?
Es ist eine wichtige Frage, die du dir beim Streben nach gesteckten Zielen immer wieder stellen solltest: Was bist du bereit, für deinen Traum zu investieren? Manchmal ist diese Investition mit Geld verbunden, manchmal mit Zeit, manchmal mit dem Setzen von Prioritäten. Dinge zu tun, die dich beim Erreichen deines Ziels unterstützen. Oder Dinge nicht mehr zu tun, die dich vom Vorankommen abhalten.
Leistungssportler beispielsweise ordnen ihren gesamten Tagesablauf dem Ziel unter, in ihrer Sportart besondere Erfolge zu erzielen. Sie trainieren in der Regel mehrere Stunden täglich, halten sich konsequent an Ernährungspläne und achten auf ihre Gesundheit. In vielen Fällen bleibt die Freizeit zu einem Großteil auf der Strecke. Sich regelmäßig mit Freunden treffen oder mehrmals jährlich in den Urlaub fahren fällt für die meisten Leistungssportler aus. Doch dies ist nicht unbedingt als Verlust zu sehen, sondern vielmehr als ein klares Setzen von Prioritäten. Denn sie wissen genau, was ihnen ihr Traum wert ist und was sie bereit sind, für ihr Ziel zu investieren.
Auch ich habe dies in meiner leistungssportlichen Karriere früh gelernt. Du kannst in einem bestimmten Bereich sehr erfolgreich sein, wenn du diesem sehr viel unterordnest. Dieses Wissen wende ich heute auch in anderen Bereichen meines Lebens an. Hier ist ein Beispiel, das dir zeigen soll, was es mir heute wert ist, ein konkretes Ziel zu erreichen.

Schon immer war Musik eine große Leidenschaft von mir. Mit 15 Jahren habe ich mir nach einem meiner ersten Discobesuche meinen ersten Plattenspieler gekauft. Mein Traum war es, genau wie meine Vorbilder einmal in dem angesagten Club meiner Stadt aufzulegen. An meine ersten gekauften Schallplatten kann ich mich noch sehr genau erinnern. Einige Wochen und Monate gingen ins Land, und ich verstand immer besser, weshalb DJs Kopfhörer tragen und warum sie an diesen Reglern drehen. Mit der Zeit habe ich mir eine stolze Sammlung von ca. 600 Schallplatten zusammengekauft.
Beinahe mein gesamtes Taschengeld habe ich in dieses Hobby hineingesteckt. Irgendwann kam der große Tag. Das erste Mal auflegen in unserem Club. Die Aufregung war groß, doch es ist alles gut gelaufen. Kurze Zeit später nahm mich eine bekannte Musikgruppe auf und schon in den nächsten Monaten legte ich in Berlin, München, Österreich, der Schweiz und in Spanien auf. Doch mit der Zeit verlor ich die Freude an der damaligen Musikrichtung. Ich konnte mich einfach nicht mehr so recht damit identifizieren. Ich trat aus meiner Gruppe aus und suchte nach einer neuen musikalischen Herausforderung.
Ein Gedanke, der schon länger in meinem Kopf kreiste, wurde nun konkreter. Ich interessierte mich sehr für das Produzieren von eigener Musik, vielleicht auch dafür, eigene Songs zu schreiben. Doch bis dahin war es noch ein sehr weiter Weg. Ich hatte weder Musik- noch Notenkenntnisse noch konnte ich ein Instrument spielen und von der geeigneten Software verstand ich zu dieser Zeit auch noch nichts. Doch der Gedanke ließ mich nicht los, also fing ich einfach an.
Ich erinnere mich gut an einen entscheidenden Moment im Januar 2014. Ich saß mit einem befreundeten Coach zusammen beim Mittagessen und erzählte von meiner Vision, Musik zu machen. Das Resultat dieses Gesprächs: Ich rief einen guten Freund an, ging nach Hause und räumte mit ihm mein damaliges Schlafzimmer aus. Schrank, Ablage, Bett – alles in den Keller. Meine Wohnung umfasste nur 30 m2, aufgeteilt auf ein Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Bad. Mein Wunsch: Musik machen. Die Lösung: ein eigenes kleines Musikstudio in meiner Wohnung. Und dafür musste mein Schlafzimmer herhalten.
Von diesem Moment an schlief ich im Wohnzimmer auf der Couch. Fast drei Jahre lang sah so mein Leben aus. Seit diesem besagten Gespräch habe ich diesem Ziel auch finanziell fast alles untergeordnet. Einen fünfstelligen Betrag habe ich seither in Technik, Computer und Synthesizer investiert. Das war eine Menge Geld für mich angesichts der Tatsache, dass ich nur einen Halbtagsjob hatte und mir mit Personal Trainings und ein paar Vorträgen etwas dazuverdiente.
An der Wand meines zukünftigen Homestudios hingen Bilder von Anschaffungen, die ich unbedingt benötigte. Soundkarten, Keyboards und vieles mehr und Monat für Monat wurde die Liste kleiner. Nach diesen zwei Jahren veröffentlichte ich im Frühjahr 2016 meine erste Single – ohne jegliche musikalischen Vorkenntnisse. Der Bann schien gebrochen. Ein langer Weg fand hier ein Zwischenziel, für das ich einiges unterzuordnen bereit gewesen war. Aber nicht mit dem Gefühl, auf etwas verzichten zu müssen, sondern mit dem klaren Traum vor Augen, eigene Musik zu veröffentlichen. Dieses Ziel, dieser Traum war und ist es für mich heute noch wert, klare Prioritäten zu setzen. Finanziell, zeitlich, aber eben auch mit ungewöhnlichen Entscheidungen.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Du hast dir in den vergangenen Kapiteln eine langfristige Perspektive gesucht, dein Ziel notiert und eine Vision erstellt. Damit hast du einen Prozess angestoßen, der dich Schritt für Schritt deinen Zielen näher bringen soll.
Notiere dir, wie viel Zeit du täglich für deinen Traum aufwenden möchtest. Von welchen Dingen könntest du zukünftig weniger tun, die zum einen Zeit (und / oder Geld) fressen und dich zum anderen deinen Zielen nicht näher bringen? Was könntest du in deinem täglichen Leben, an deinen Gewohnheiten verändern, um deinem Ziel jeden Tag etwas näher zu kommen?
Der Prozess, deine Ziele zu verfolgen, baut sich von einer zunächst groben Richtung über spezielle und konkrete Handlungen auf. Mit der Zeit wird dein Ziel klarer und deine Motivation höher, deine Ziele auch zu erreichen. Du beginnst damit, dich mehr mit deinem Traum zu beschäftigen, und träumst davon, wie es wohl wäre, wenn du deine Ziele bereits erreicht hättest. Du beginnst damit, dein Leben und deine Handlungen umzustellen. Du wirst zielstrebiger und damit verbunden werden dir plötzlich andere Dinge wichtig sein als vielleicht noch zuvor.
#Investition
Die Macht des Traums.
Das intensive Vorstellen deines Traums gibt dir Energie und Kraft, Veränderungen herbeizuführen und damit aus dem Traum ein Ziel zu machen. Es treibt dich an, täglich etwas für die Verwirklichung deines Traums zu tun. Du stellst dein aktuelles Leben in Relation zu dem, was du dir vorstellst. Und das Verlangen, die Vision in der Realität zu erleben und damit den Traum wahr gemacht zu haben, wird immer stärker.
Spätestens in diesem Moment, wenn du spürst, dass du die Gefühle aus deiner Vision in Wirklichkeit erleben möchtest, wirst du bereit sein, neue Energie für deinen Traum zu investieren. Du wirst bereit sein, Geld und Zeit zu investieren, weniger fernzusehen, dich mehr auf deine Gesundheit zu konzentrieren. Du wirst bereit sein, deine Ressourcen umzustrukturieren. Du wirst mehr Energie für sinnvolle Beschäftigungen aufbringen und unsinnige Aktionen, die dich deinen Zielen nicht näher bringen, vernachlässigen.
Du wirst dein Leben ein Stück weit umkrempeln, nicht von heute auf morgen, aber in einem stetigen Prozess. Du wirst dir Zeit nehmen, aber auch konsequent handeln, wenn es so weit ist. Du wirst klare Entscheidungen treffen und klare Prioritäten setzen. Du wirst Kraft, Konzentration und Leidenschaft einbringen, um dein Ziel zu erreichen.
Wenn du dir klar darüber bist, wo du einmal stehen möchtest, und wenn das Verlangen groß genug ist, die Vorstellungen aus deiner Vision in Realität zu erleben, dann wirst du bereit sein, viel zu geben. Die entscheidende Frage lautet: Was ist dein Traum, und was bist du bereit, dafür zu investieren?
6. Halte dich #fit!
Eine wesentliche Voraussetzung dafür, jeden Tag konzentriert und zielorientiert an deine Aufgaben gehen zu können, ist eine gute körperliche Verfassung, auch wenn dein Ziel nichts mit körperlicher Leistung oder Anstrengung zu tun haben sollte. Es ist für dich absolut wichtig, dich fit zu halten. Denn regelmäßige Bewegung oder aktives Sporttreiben hat für dich viele Vorteile.
In den vergangenen Jahren habe ich viel Zeit als Personal Trainer mit meinen Klienten verbracht. Einige waren Leistungssportler, andere Geschäftsleute, wieder andere kamen aus ganz anderen Bereichen, aber alle wollten etwas für ihre Gesundheit tun. Oft waren es Menschen, die zwar im Beruf auf sicheren Füßen standen oder sehr großen finanziellen Erfolg hatten, jedoch über körperliche Beschwerden klagten. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und andere Beschwerden. Schon jahrhundertealte chinesische Weisheiten lehren uns, dass der Körper nicht ohne den Geist und der Geist nicht ohne den Körper existieren kann.

Welche konkreten Vorteile haben also Sporttreiben oder regelmäßige Bewegung für dich? Natürlich, als Allererstes gibt es die äußeren Faktoren. Du fühlst dich besser, wenn du schlank und athletisch bist. Du musst nicht unbedingt das Sixpack tragen, aber eine gute Form ist entscheidend für dein Wohlbefinden. Du fühlst dich besser, als wenn du weißt, dass du ein paar Kilogramm zu viel hast. Nicht nur im Schwimmbad steigt dein Selbstbewusstsein, sondern auch im alltäglichen Leben. Deine Ausstrahlung verbessert sich, wenn sich dein Körper in dem Zustand befindet, in dem du ihn haben möchtest.
Durch regelmäßiges Training hältst du dein Skelett aufrecht und strahlst durch deine Körpersprache Selbstsicherheit und Souveränität aus. Außerdem beugst du Krankheiten vor und tust etwas für deine Gesundheit. Ständige Bewegung hilft deinen Stoffwechsel in Gang zu halten und verbessert deinen Blutdruck. Durch aktives Sporttreiben schläfst du besser und kannst dich schneller erholen. Denn dein Körper wird darauf trainiert, körperliche und geistige Belastungen besser zu kompensieren. Du bist wacher, ausgeruhter und leistungsbereiter, als wenn du keinen Sport treibst. Du bist vital und lebensfroh, offener gegenüber neuen Herausforderungen und eher bereit, Anstrengungen in Kauf zu nehmen.
Sport treiben hat so viele Vorteile, dass ich sie in diesem Buch gar nicht alle aufzählen kann. Und wie so oft liegt der Schlüssel nicht in dem weisen Wissen, dass Sport gut ist, sondern natürlich nur in der Umsetzung.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Nimm dir ab sofort jeden Tag nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen einige Minuten Zeit für ein paar körperliche Übungen. Ein wenig Stretching, ein paar Kniebeugen, nichts Besonderes. Du kannst Übungen verwenden, die du bereits kennst. Ein paarmal Armkreisen vielleicht, ein wenig Rückenstrecken. Zunächst ist es egal, was du machst, Hauptsache, du fängst wieder an, dich jeden Tag etwas zu bewegen.
Ich glaube, dass viele Menschen zwei wichtige Faktoren vom Sporttreiben abhalten. Einerseits natürlich der innere Schweinehund, der es einem sehr schwer macht, nach einem langen Arbeitstag noch die Trainingstasche zu packen. Und andererseits die Befürchtung, die »falschen« Übungen zu machen.
Wie begegnest du also diesen beiden Widrigkeiten? Nun, um den inneren Schweinehund zu besiegen, muss ich dir gar nicht mehr so viel erklären. Denn wir haben uns in den ersten Kapiteln bereits intensiv mit den Themen Perspektiven, Ziele und Visionen auseinandergesetzt.
Wer diese gemeine innere Stimme nicht überwinden kann, der hat sehr wahrscheinlich kein Ziel. Zumindest kein Ziel, das in irgendeiner Art und Weise mit seinem körperlichen Befinden zusammenhängt. Um wieder in die Gänge zu kommen, brauchst du also Motivation. Die kommt entweder von außen, wenn dein Partner oder deine Partnerin dich endlich darauf aufmerksam macht, dass du vielleicht mal wieder etwas tun solltest. Oder sie kommt von innen, wenn du dich fragst, wie du dich selbst eigentlich gerne sehen möchtest.
Um deinen Trainingsantrieb wiederzufinden oder um zu prüfen, ob es überhaupt einmal einen gegeben hat, solltest du dir also ein klares körperliches Ziel setzen. Vielleicht bist du unzufrieden mit deiner Figur. Oder du ärgerst dich, dass dir die Hose vom letzten Sommer nicht mehr passt. Nimm dir eine Situation zum Ziel, die du erreichen möchtest. Eine Situation, die dich emotional wirklich begeistert. Etwas, was du dir wirklich wünschst. Baue dir erneut eine intensive Vision von diesem Ziel auf und stelle dir immer wieder vor, wie es wohl wäre, wenn. Auch hier wird bald das Verlangen größer sein, dein Ziel in der Realität zu erreichen, als der Wunsch nach einer Tüte Chips auf der Couch vor dem Fernseher.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Lege dieses Buch für einen Moment beiseite und nenne mindestens fünf Gründe, weshalb du sofort wieder mit dem Sport beginnen solltest.
Nimm auch hier gerne wieder unseren Flussbettvergleich zu Hilfe. Es bedarf einiger Trainingseinheiten, um wieder in den Trainingsfluss zu finden, um wieder Lust in dir zu erzeugen, gerne Sport zu treiben. Und natürlich sollte deine körperliche Ertüchtigung keine totale Qual sein.
Hinterfrage dich, welche Sportarten du vielleicht früher schon gern ausgeübt hast. Oder wofür du dich aktuell interessieren könntest. Ich weiß, Fitnessstudio ist nicht jedermanns Sache. Viele Menschen wollen lieber draußen trainieren oder gemeinsam mit jemand anderem. Das ist aber kein Hindernis, denn auch hier gibt es vielerlei Möglichkeiten.
Melde dich in einem Sportverein an und nutze die verschiedenen Sparten. Du findest dort nicht nur das passende Angebot, um dich körperlich zu betätigen, sondern auch noch neue Kontakte, vielleicht sogar bald ein paar neue Freunde. Suche dir einen Freund oder eine Freundin, mit der du jeden Samstagmorgen um zehn Uhr joggen gehst. Ihr dreht gemeinsam eure Runde, motiviert euch gegenseitig und haltet länger durch, weil ihr einen verbindlichen Termin habt.
Oder gewöhne dir fünf Minuten Frühsport gleich nach dem Aufstehen an. Ein paar Dehnungsübungen bringen deinen Kreislauf in Gang und machen dich wach. Egal was du tust, aber beginne sofort damit.
#fit
Wusstest du schon?
Viele Menschen, die abnehmen möchten, um fitter zu sein, denken, dass sie dafür besonders viel Ausdauersport benötigen. Besser ist aber eine Mischung aus Ausdauertraining und gezieltem Krafttraining. Denn durch mehr Muskelmasse im Körper verbrauchst du auch beim Nichtstun mehr Energie – so nimmst du während des Schlafens ab, wogegen du beim Ausdauerlauf hauptsächlich während des Laufens Kalorien verbrennst. Diesen Effekt nennt man Grundumsatz.
Auch wenn ich weiß, dass wir immer noch auf das Wundermittel warten, das eine reine Haut macht, einen gesunden Teint, eine schlanke Taille und einen straffen Po – im Moment müssen wir noch selbst ran. Das heißt also für dich: Setze dir ein klares Ziel, das in direktem Zusammenhang mit deiner körperlichen Verfassung steht. Baue dir eine intensive Vision auf und motiviere dich immer wieder, indem du dich intensiv mit diesem Ziel beschäftigst. Jeder Erfolgsmoment, jedes verlorene Kilogramm wird dich motivieren weiterzumachen. Du wirst dich noch gesünder ernähren und noch mehr Freude am Training entwickeln. Du bekommst eine bessere Ausstrahlung, wirst ruhiger und zufriedener.
Meine Trainer haben früher immer gesagt: »Dein Körper ist dein Kapital.« Und das gilt nicht nur für Leistungssportler. Wenn dein Körper fit und gesund ist, dann werden dir alle täglichen Aufgaben leichterfallen, dann wirst du schneller und zufriedener sein. Jetzt liegt es an dir: Heute schon deine Trainingseinheit absolviert?
7. Achte auf deine #Ernährung!
Um beim Thema Fitness zu bleiben, gleich der nächste Tipp: Achte auf deine Ernährung! Hier gibt es viele Parallelen zum Thema Sport. Und welche tief greifende Wirkung deine Ernährung auf dein Wohlbefinden hat, wirst du erst herausfinden, wenn du es einmal getestet hast.
Nicht umsonst sagt man: »Du bist, was du isst.« Viel ist dran an diesem Sprichwort. Reflektiere einmal selbst, was du täglich isst. In meinen Ernährungscoachings habe ich gern mit einem Ernährungsprotokoll gearbeitet. Meine Klienten haben dann sieben Tage lang detailgetreu aufgeschrieben, wann sie was und wie viel gegessen haben.
Das Ziel dieses Protokolls ist es nicht unbedingt gewesen, dass ich als Personal Trainer herausfinde, was der Klient falsch oder richtig macht. Vielmehr war das Ziel, dass der Kunde sich selbst wieder bewusster über seine Ernährungsgewohnheiten wird. Oft bemerkst du allein durch das schriftliche Festhalten jedes Stück Schokolade zu viel, den Zucker im Kaffee oder das Stück Kuchen am Nachmittag, das du auch getrost gegen ein Stück Obst oder Ähnliches tauschen könntest.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Versuche es selbst. Notiere dir eine Woche lang alle Lebensmittel, die du isst. Dabei schreibst du dir die Menge und die Speise sowie die Uhrzeit und den Grund, warum du isst, auf. Isst du zum Beispiel, weil du Hunger hast, aus Heißhunger, aus Langeweile, Frust oder als Belohnung? Notiere dir außerdem, wann du wie viel getrunken hast. Halte jede Tasse Kaffee sowie jedes Glas Wasser oder Alkohol fest.
Schon beim Notieren deiner Essgewohnheiten wird dir auffallen, auf welche Art und Weise du deine täglichen Kalorien zu dir nimmst. Dir deiner Ernährung wieder bewusster zu werden, ist der entscheidende Zweck deines Ernährungsprotokolls.
Häufig wollen Menschen ein paar Kilogramm abnehmen. Auch meine Personal-Training-Klienten hatten fast immer den Wunsch, ein paar Pfunde abzuspecken. Nachdem du dein Ernährungsprotokoll eine Woche lang geführt hast, kannst du es ganz einfach auswerten.
DEINE TRAININGSEINHEIT
Betrachte bei der Auswertung deines Protokolls drei wesentliche Bestandteile:
1. Um welche Uhrzeiten nimmst du die meisten Kalorien zu dir?
2. Welche Art an Nahrungsmitteln isst du im Tagesverlauf am häufigsten?
3. Wie viel Wasser trinkst du während deines Tages?
Wenn du dich etwas gesünder ernähren willst oder einfach ein paar Kilos abnehmen möchtest, dann musst du nicht unbedingt auf jede kleine Sünde verzichten. Der Erfolgsschlüssel liegt für dich viel eher in der optimalen zeitlichen Verteilung.
Nimm dir zum einen vor, die meisten Kalorien während des Tages zu dir zu nehmen. Das heißt ein ausgewogenes Frühstück, gefolgt von einem zweiten Frühstück auf der Arbeit oder in der Uni. Ein leichtes Mittagessen, einen Snack am Nachmittag und gegen Abend nur noch eine Kleinigkeit. Im Optimalfall schaffst du es, ab 18 Uhr nichts mehr zu essen und nur noch Wasser zu trinken.
Mit einem entspannten, leeren Magen kannst du über Nacht schneller deine Reserven abbauen und wirst dich morgens leichter fühlen. Auch wenn es dir am Anfang vielleicht schwerfällt, abends weniger zu essen, wirst du dich nach ein paar Tagen daran gewöhnt haben.
Zum anderen versuchst du am Nachmittag, Mahlzeiten zu dir zu nehmen, die nicht hauptsächlich aus Kohlenhydraten bestehen. Dazu gehören jegliche Arten von Nudeln und Teigwaren wie Brot und Brötchen, Reis, Kartoffeln, Süßwaren und Ähnliches. Diese Lebensmittel haben sehr viel Energie und in der Regel mehr Kalorien, als wir eigentlich den Tag über benötigen. Versuche stattdessen mehr Gemüse, Fisch oder Fleisch zu essen, sofern du kein Vegetarier oder Veganer bist. Eine leichte Kost am Nachmittag und Abend entspannt dein Verdauungssystem und hilft dir beim Abnehmen.
Ich möchte dir beim Thema Ernährung drei konkrete Tipps geben, die recht leicht umzusetzen sind und die dir ein besseres Wohlbefinden bringen werden:
1. Vermeide Zucker. Der »böse« weiße Zucker, den du dir so gern in den Cappuccino machst und der überall drin ist, was dir gut schmeckt – Schokolade, Gummibärchen, Säfte. Von manchen Ernährungswissenschaftlern wird der weiße Zucker regelrecht verteufelt. Ich sehe das etwas entspannter. Vor allem in meiner leistungssportlichen Laufbahn habe ich nicht nur einmal schmerzhaft erleben müssen, was passiert, wenn die Zuckerreserven im Körper aufgebraucht sind. Daher folgender Tipp: Wenn du nicht jeden Tag intensiv Sport treibst, dann vermeide möglichst Süßwaren. Wenn du auf deinen Aufstrich am Morgen nicht verzichten möchtest, dann beobachte doch einmal, ob du kurze Zeit nach dem Frühstück schon wieder Verlangen nach Schokolade hast.
Durch die Zufuhr von Zucker steigt dein Blutzuckerspiegel schnell an. Der Körper schüttet zum Ausgleich das Hormon Insulin aus, das den Blutzuckerspiegel wieder senken soll. Doch der Körper erfährt nach dem Ausschütten von Insulin nach einer bestimmten Zeit immer eine Art »Zuckertal«. In diesem Moment hast du das Gefühl, unterzuckert zu sein, du willst wieder Schokolade. Damit verbunden ist nicht nur eine erhöhte Kalorienzufuhr, die dich dick macht, sondern vor allem auch der Wechsel zwischen wach sein und müde sein innerhalb kurzer Zeitabstände. Vermeiden kannst du dieses Gefälle durch Nüsse, Gemüse oder Obst. Doch Achtung: Auch in diesen Snacks sind oft Kohlenhydrate. Jedoch ist der Blutzuckeranstieg nicht ganz so hoch und ein Stück Obst ist allemal besser als ein Schokoriegel.
2. Iss Ballaststoffe. Vollkornprodukte sind reich an Ballaststoffen. Dies sind Stoffe, die der Körper nur schwer oder gar nicht verdauen kann. Sie haben zwei entscheidende Vorteile. Zum einen sind Ballaststoffe Grundbestandteil einer guten Verdauung. Sie helfen dabei, die sogenannte Peristaltik, also die Darmeigenbewegung, im Gleichgewicht zu halten und damit für eine gesunde Verdauung zu sorgen. Zum anderen senken Ballaststoffe durch die Bindung von Cholesterin den Cholesterinspiegel im Blut. Oft müssen vor allem ältere Menschen Medikamente nehmen, um den Cholesterinspiegel zu senken, der häufig für Arterienerkrankungen verantwortlich gemacht wird. Das Essen von Ballaststoffen ist der viel bessere und natürlichere Weg, deinen Stoffwechsel und die Verdauung im Gleichgewicht zu halten. Verzichte daher lieber auf weißes Toastbrot oder Brötchen und greife stattdessen zum Vollkornbrot!
#Ernährung
Expertentipp.
Nur ein bis zwei Esslöffel geschrotete Weizenkleie täglich, zum Beispiel eingerührt in einen Joghurt, bringen deine Verdauung in Gang. Dazu zwei bis drei Liter Wasser am Tag. Weizenkleie ist ein sehr günstiges Nahrungsergänzungsmittel, du findest es in jedem Drogeriemarkt und in einigen Supermärkten.
3. Trinke viel Wasser. Wasser ist der Grundbestandteil jedes Lebens. Viele Menschen vergessen jedoch, wie wichtig es ist, viel Wasser zu trinken. In der Regel sagt man, dass man circa zwei Liter Wasser am Tag trinken sollte. Es kommt natürlich darauf an, wie groß und wie alt du bist und ob du Sport treibst oder nicht. Wasser hält deinen gesamten Körper und alle Stoffwechselprozesse im Gleichgewicht. Nicht nur die Verdauung, sondern auch das Blut wird vom Wassergehalt in deinem Körper beeinflusst. Wenn du wenig Wasser trinkst, hast du oft Kopfschmerzen und Probleme mit dem Stoffwechsel. Du solltest das gesunde Maß an der Wassermenge für dich finden, mit dem du dich optimal wohlfühlst. Zu viel Wasser trinken ist auch nicht gut. Durch zu viel Wasser spülst du Mineralstoffe aus dem Körper und neigst dazu, Muskelkrämpfe zu bekommen. Wer als erwachsener Mensch um die zweieinhalb bis drei Liter Wasser trinkt, sollte sich aber keine Gedanken machen müssen. Wenn du deinen Wasserhaushalt optimieren möchtest, empfehle ich dir, am besten mit deinem Hausarzt Rücksprache zu halten!

8. Sei dir deiner #Stärken bewusst!
In vielen Coachings, aber auch in Gesprächen mit Freunden oder Athleten ist mir eine regelrechte Volkskrankheit aufgefallen. Eine Krankheit, die ihre Symptome immer dann zum Vorschein brachte, wenn wir uns über Ziele und Wünsche unterhalten haben.
Viele Menschen neigen nämlich dazu, sich selbst kleinzumachen. Sie neigen dazu, nicht an sich zu glauben, können nicht aus sich heraustreten und sagen: »Schau mal hier, das ist meine Idee!« oder »Ich kann das, das ist genau mein Ding«.
#Stärken
Selbstbewusst oder arrogant?
Ist es vielleicht gesellschaftlich verrufen, an seine Stärken zu glauben? Oder ist es immer gleich Arroganz, wenn man von sich und seinen Stärken überzeugt ist? Zugegeben, niemand kann diese Typen leiden, die mit ihrem Können prahlen, die zwar reden, aber in den seltensten Fällen tatsächlich auch vorzeigbare Ergebnisse vorweisen können. Ich finde, es ist o. k., bescheiden zu sein, aber es ist nicht o. k., sich selbst kleinzumachen oder sich kleinmachen zu lassen.
Werfen wir also einmal einen Blick auf unsere Stärken. In diesem Zusammenhang fällt mir ein interessanter Vortrag ein. Ein Firmengründer, der es innerhalb von nur zehn Jahren schaffte, mit seiner Idee deutscher Marktführer in seinem Segment zu werden, erzählte von seinen Visionen, seinen Ideen und seinem klaren Ziel. Er war derjenige, der die Kreativarbeit leistete und neue Konzepte entwickelte. Er dachte über Dinge nach, über die vorher noch niemand nachgedacht hat. Von den anderen Aufgaben, die ebenso Bestandteil einer Firma sind, wie zum Beispiel die Buchhaltung zu führen, wollte er nichts wissen. Sein Fokus lag ganz klar auf seiner Stärke – auf dem Entwickeln neuer Ideen. Ideen, die seine Produkte klar von denen anderer Hersteller unterscheiden sollten.
Dieses Prinzip hat dieser Firmengründer klar verfolgt. Also versuchte er sich gar nicht erst darin, Buchungen vorzunehmen, Rechnungen zu prüfen und, und, und. Es machte ihm schlichtweg keinen Spaß. Stattdessen fokussierte er seine Energie lieber auf Aufgaben, die ihm am meisten Spaß machten und die er am besten konnte. Nun müssen andere Aufgaben in einer Firma aber trotzdem erledigt werden, also suchte er sich Spezialisten für diese Bereiche. Und so ergänzten sie sich, wuchsen und wurden Marktführer. Der Firmengründer hat sich klar auf seine Stärken konzentriert. Hätte er seine Zeit jedoch damit verbracht, alle anfallenden Aufgaben selbst zu erledigen, würde er heute sicher nicht dort stehen, wo er eben steht.
Worin stecken also nun deine Stärken? Vielleicht hast du gewisse Begabungen, die dir bereits bekannt sind. Vielleicht hast du aber auch noch keine konkrete Idee, doch das macht nichts. Es gibt vielerlei Möglichkeiten, dir über deine persönlichen Stärken bewusster zu werden. Im Internet gibt es teils kostenlose und teils gebührenpflichtige Tests, aus denen du deine besonderen Stärken erkennen kannst. Die folgende kleine Übung jedoch dauert nur ein paar Minuten, sie kostet nichts und du kannst sofort loslegen.
Darmowy fragment się skończył.