Czytaj książkę: «Ohne Worte»

Czcionka:

Begeisterte Rezensionen über Martas „Ohne Worte“

»Wir scheinen oft zu vergessen, dass wir unsere irdische Reise ohne das gesprochene Wort begonnen haben und dennoch absolut fähig sind, die Sprache des Winds, der Pflanzen und der Tiere zu sprechen. Marta Williams zeigt uns, dass wir es immer noch können. Die Verbindung, die vor so langer Zeit zwischen uns und den anderen durchtrennt wurde, überlebt in einer zeitlosen, wortlosen Art der Kommunikation, die Marta unkompliziert, überzeugend und tröstlich erklärt. Ihre Quellen sind hervorragend und ihr Verständnis des Themas der Tierkommunikation ist umfassend und tiefgreifend. Ohne Worte ist Balsam und Bestätigung für diejenigen unter uns, die schon immer gespürt haben, dass es Sprachen auf einer tieferen und dauerhafteren Ebene gibt als die, die wir in der Schule gelernt haben.«

- Susan Chernak McElroy, Autorin von „Tiere als Lehrer und Heiler“ DroemerKnaur, 1997

»In diesem herzerwärmenden Buch teilt Marta Williams nicht nur wertvolle Beiträge ihrer eigenen Erfolge in der nonverbalen Kommunikation mit Tieren, sondern auch die Triumphe ihrer Klienten und Schüler mit uns. Das Buch sollte vorgeschriebene Lektüre für jeden sein, der mit einem vierbeinigen oder geflügelten Freund zusammenlebt. Ohne Worte schenkt Ihrem Leben solch verzauberte Einsichten, als seien sie aus einem Märchen. Doch hier begegnen wir dem göttlichen Geheimnis, das uns leise ins Ohr geflüstert wird: Diese Geschichten sind wahr, und überall auf der Welt versuchen die Tiere, mit uns zu sprechen! Es bleibt uns überlassen, ob wir lernen zuzuhören. Marta zeigt uns den Weg. Lesen und schätzen Sie dieses wundervolle Buch!«

- Amelia Kinkade, Autorin von “Tierisch gute Gespräche“, G. Reichel, 2001

»Durch die Veröffentlichung der Erfahrungen ihrer Schüler und Klienten schenkt Marta Williams ihren Lesern die Erfahrung, die Macht der Verbindung und Heilung zu lernen, die zwischen Menschen, ihren Tieren und der gesamten Natur besteht. Doch sie geht noch weiter, indem sie ihren Lesern die Gelegenheit gibt, ihre eigenen persönlichen Erfahrungen anhand der Übungen zu machen. Bravo, Marta! Du inspirierst uns alle.«

- Carol Gurney, internationale Tierkommunikatorin und Autorin von „Die Sprache der Tiere“, Frankh-Kosmos, 2005

»Wir bewundern Martas Pionierforschung und ihre Endeckungen, wie das Band zwischen Tier und Mensch die Tür zwischen unseren Welten öffnet und eine Verbindung durch die universale Sprache der telepathischen Kommunikation herstellt.«

- Allen und Linda Anderson, Autoren von „Angel Dogs, Angel Cats“ und „Rainbows & Bridges: An Animal Companion Memorial Kit“

»Tiere haben Sinne, die die Grenzen unserer fünf Sinne überschreiten, und innerhalb dieses Reichs findet die echte Kommunikation mit allen Lebewesen statt. Marta Williams’ wunderbares Buch dient als Bestätigung und Anleitung für die magische Welt der Tierkommunikation.«

- Marty Goldstein, DVM, ganzheitlicher Tierarzt und Autor von „The Nature of Animal Healing“

»In der blendenden Besessenheit unserer Gesellschaft, alles logisch erklären zu wollen, ist unsere Intuition fast ausgelöscht. Lassen Sie es zu, dass die Botschaft dieses Buchs Ihre innere Verbindung mit allen Lebewesen wieder aufleben lässt.«

- Julia Butterfly Hill, Aktivistin und Autorin von „Die Botschaft der Baumfrau“, Goldmann

Das Buch

Wussten Sie, dass Sie mit Ihrer Katze und Ihrem Hund über Hunderte von Kilometern kommunizieren können? Wussten Sie, dass Ihr Pferd Sie um Hilfe bittet, wenn ihm etwas fehlt? Dass Sie die Heilkraft eines Baumes spüren und in sich aufnehmen können?

Ohne Worte zeigt, wie wir die intuitiven Fähigkeiten, die wir von Geburt an besitzen, wieder wecken und neu erlernen können! Ohne Worte zeigt praktisch, wie wir die Sprache des Lebens - der Tiere, der Pflanzen, des Windes - wieder verstehen und sprechen lernen, wie wir die Begrenzungen unserer fünf Sinne überwinden, wie wir uns für die Welt jenseits der Worte neu öffnen.

Mit authentischen Berichten dokumentiert Ohne Worte die enge Verbindung zwischen Mensch, Natur und Tieren. Faszinierende, wahre Geschichten, die dazu inspirieren, diese lebensbereichernde, alles umfassende Kommunikation nicht nur zu bewundern, sondern selbst zu praktizieren! Ohne Worte gibt Ihnen dazu effektive Techniken an die Hand.

Die Autorin


Marta Williams absolvierte ein Grundstudium in dem Fachgebiet Konservierung natürlicher Rohstoffe an der Universität Berkeley in Kalifornien und schloss ihr Hauptstudium in Biologie an der San Francisco State University ab. Bevor sie Tierkommunikatorin wurde, arbeitete sie viele Jahre als Naturbiologin und Umweltexpertin.

Marta Williams, Autorin von Lautlose Sprache arbeitet telefonisch und per E-Mail mit Klienten aus aller Welt. Sie bietet intuitive Beratung für alle Tierarten an. Sie lebt in Kalifornien und reist in die verschiedensten Länder, um Vorlesungen und Seminare zu halten und Beratungen über intuitive Kommunikation mit Tieren und der Natur zu geben. Um einen Beratungstermin oder Informationen über die Leitung oder Teilnahme an einem Seminar oder einer Beratungsklinik zu erhalten, rufen Sie sie unter (001) 707-829-8186 an oder schicken Sie ihr ein E-Mail unter marta@martawilliams.com.

Ihre Webseite ist www.martawilliams.com.

Marta Williams


Ohne Worte

mit Tieren und Natur sprechen


Aus dem Amerikanischen von Johanna Ellsworth




Inhaltsverzeichnis

Umschlag

Rezensionen

Das Buch / Die Autorin

Titel

Inhaltsverzeichnis

Widmung

Dank

Vorwort

Ohne Worte

Einführung - Die Ursprache

1 Die Welt jenseits von Worten

Wie es funktioniert

Mit der Natur kommunizieren

Alte Kulturen und intuitive Kommunikation

Wie lässt sich intuitive Kommunikation erklären?

Wo man intuitive Kommunikation anwenden kann

Nachweise und Bestätigungen

Die andere Seite der Wissenschaft

Eine ganzheitliche Methode

Senden

Empfangen

2 Grenzen überschreiten

Ein widerspenstiges Rennpferd

Blacky

Mr. Maus

Ein Kindermädchen für Tiger Lily

Die Rattenfrau

3 Durch Krisen verbunden

Coci

Eine charmante Hündin namens Aspen

Lady Luck

Liebeskreise

Neil und Feste

4 Leben lernen

Annie

Der ungewöhnliche Weg

Kiss

Glücksmomente zu Fuß

5 Sich wandeln

Daisy

Sehen ist glauben

Der Christbaum

Die Biber

Solstice

Rabenhügel

Spurlos verschwunden in Calhoun County

6 Praktisches Zaubern

Phoebe, das Monster

Jeder erlebt seine eigene Geschichte

Ollie

Jose und Freya

Erfolge der intuitiven Kommunikation

Von Leoparden und anderen Wildkatzen

Filme machen

7 Wenn sie wiederkommen

Den Tod eines Tiers verkraften

Kitty

Was passiert danach?

Brydie

Cisco

Erkennst du mich jetzt?

Boo Boo

Buddy und Chisholm

Pebbles

Cricket

Tamara

Jenny

Abschied nehmen

Bitten Sie um ein Zeichen

Die Rückkehr

8 Spirituelle Reisen

Jeannie

Michele

Gerrie

9 Eine bessere Welt ist möglich

Unser Zeitalter

Die Welt fühlen

Werden Sie aktiv

Sich mit Köpfchen engagieren

Gewünschte Veränderungen für unsere Welt herbeiführen

Konzentrieren Sie sich auf ein Ziel

Eine Aktivität auswählen

Rufen Sie Ihre Vision ins Leben

Was uns die Zukunft bringen wird

Anhang

Literaturhinweise

Weitere Literaturtipps

Impressum




Dieses Buch ist den Tieren und der Natur gewidmet. Denn für viel zu viele Jahrtausende wurden sie von der menschlichen Rasse in die Enge getrieben, die ihre Wurzeln vergessen und ihre tierischen Verwandten verleugnet hat.


Möge dieses Buch helfen, das zu ändern.

Dank

Ich habe ihnen zwar versprochen, sie in ihrem Ruhestand nicht zu behelligen, doch wieder einmal musste ich die Hilfe meiner Eltern Jean und John Williams aufgrund ihrer hervorragenden Fähigkeiten als Lektoren in Anspruch nehmen. Ich bin immer noch dabei, ihnen Essen zu spendieren, ohne dass ein Ende absehbar wäre!

Es ist immer wieder eine Freude, mit allen Mitarbeitern der New World Library zusammenzuarbeiten. Meine Verlegerin Georgia Hughes war eine wahre Stütze, und ihre Vorschläge haben das Buch stark verbessert. Alexander Slagg und Kristen Cashman waren eine große Hilfe beim endgültigen Lektorat. Mary Ann Casler und Bill Mifsud haben wieder einmal einen wunderschönen Einband geschaffen, und Tona Pearce Myers entwarf ein tolles Seitendesign. Monique Muhlenkamp schaffte es, Publicity unterhaltsam zu gestalten (was keine leichte Aufgabe ist), und Munro Magruder erwies sich als kluger Führer durch den Dschungel des Buchmarketings.

Ich erhielt bei meinen Recherchen über einheimische Kulturen und Intuition viel Unterstützung und möchte Ed Castillo von der Sonoma State University, dem ehemaligen PSI-Erforscher Walter Greist und den Mitgliedern der Society for the Anthropology of Consciousness, darunter Tina Fields, Matthew Bronson, Marliene Dobkin De Rios, Michael Wink und Hoyt Edge danken, sowie Dr. Robert Morris von der University of Edinburgh, der Präsidentin der Association of Natural Medicine Pharmacists Connie Grauds, dem Autoren Lowell Bean, Reno Franklin und Catherine Held. Wäre Moonhawk noch am Leben, so würde ich ihm persönlich für seinen unglaublichen Verstand und die Weisheit danken, die er mit uns teilte.


Meine Katze Hazel machte meinen Ablagekasten zu ihrem neuen Schlafplatz und lag während der vielen Monate, in denen ich dieses Buch schrieb, zusammengerollt an meiner Seite. Wenn ich mich unsicher fühlte, konnte ich mich an sie wenden, da sie die beste tierische Co-Autorin ist, die ein Mensch sich nur wünschen kann.

Die Menschen, Tiere und Landschaften, denen Sie in den folgenden Geschichten begegnen werden, sind die Essenz dieses Buchs. Ich danke jedem einzelnen von ihnen für ihre Bereitschaft, ihr Leben mit Ihnen zu teilen. Ihre Erfahrungen zeigen, dass eine verzauberte und bessere Welt möglich ist.

Vorwort

Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, erwartet Sie die seltene zweifache Belohnung von lehrreichem Wissen und Abenteuer, während Sie den magischen Beziehungen zwischen Natur, Tieren und Menschen näher kommen. Auf den folgenden Seiten erzählt Marta Williams einige ihrer eigenen Erlebnisse und die Erfahrungen ihrer Klienten, Schüler und Freunde, die alle die tiefgründigen und wirksamen Wege schildern, wie Tiere mit uns kommunizieren, wenn wir nicht nur sehen, sondern bewusst hinsehen, und nicht nur hören, sondern wirklich zuhören. Diese Klarheit und Offenheit ist wie eine dreidimensionale Brille, mit der man dieselben Dinge sieht, die man schon tausend Mal gesehen hat – nur werden sie plötzlich lebendig, sinnvoll und spirituell.

In den Jahren, in denen ich als Veterinärin mit Tieren und ihren menschlichen Betreuern gearbeitet habe, habe ich viele sich ähnelnde starke und lebendige Interaktionen zwischen Mensch und Tier beobachtet. Tiere geben uns durch ihre bedingungslose Liebe, grenzenlose Zuneigung und Treue bis zum Tod täglich neue Kraft. Unsere vierbeinigen und unsere geflügelten Gefährten und auch die Kreaturen, die unsere Meere bevölkern, haben uns viel zu bieten. Dieses Buch zeigt geschickt, wie ihre Weisheit und ihre Liebe uns bereichern können.

Marta erzählt die Geschichten ganz natürlich und gibt Anleitungen, wie man mit intuitiver Kommunikation experimentieren kann. Skepsis und Fragen, bei denen es um Präzision geht, spricht sie direkt und eingehend an. Sie bezieht sich auf ausgezeichnete Quellen und Dokumentationen, die das bestätigen, was viele von uns zwar schon intuitiv wahrgenommen, jedoch noch nicht bewusst zur Kenntnis genommen haben: Nämlich dass wir tatsächlich auf einer Ebene mit Tieren und anderen Naturwesen kommunizieren können. Ohne Worte wurde für Menschen wie mich geschrieben, die Tiere und die Natur lieben und eine Schwäche für wahre Erlebnisse haben. Die Berichte umfassen eine Bandbreite von Tiertraining mit Hilfe der Intuition über das intuitive Zuhören, um zu verstehen, wie wir ihnen helfen können zu heilen oder zu sterben, bis hin zu dem Begreifen, wie Tiere uns bei unserer körperlichen und emotionalen Heilung helfen können. In meiner eigenen Lebenserfahrung und Arbeit zeigte sich immer wieder diese Verbindung, dass die Tiere genau zum richtigen Zeitpunkt genau die richtigen Menschen finden, die sie brauchen, und umgekehrt.

Daher lade ich Sie nun ein, die Geschichten selbst zu lesen und über Ihre eigenen Erfahrungen mit den liebevollen Tieren, die unser Leben mit uns teilen, nachzudenken. Lesen Sie von Melissa und ihrem Bordercollie Aspen, und wie Melissa lernte, Aspens Misstrauen gegenüber ihrem Mann zu verstehen und abzubauen. Lesen Sie, wie Delfine an der Küste von Hawaii es schafften, eine Fotografin zu heilen. Teilen Sie die Freude einer kleinen Stadt, die sich zusammentat, um einen Hund zu retten, der während einer Reise quer durch das Land verloren ging, und spüren Sie die innige Verbindung zwischen Neil und seiner Stute Feste, die dem jungen Mann bei seiner inneren Entwicklung half und wertvollen Trost und Kameradschaft bot. Durch das Erzählen dieser Berichte führt Marta uns unsere Beziehung zu Tieren und der Natur vor Augen und zeigt uns, wie wir diese kostbare Fähigkeit einsetzen können, um unsere Umwelt ein bisschen gesünder zu machen. Durch Bewusstsein und Offenheit können wir Zugang zu der Weisheit und Liebe finden, die geduldig darauf wartet, von uns angenommen zu werden.

Marty Becker, DVM,

Lektor von „Chicken Soup for the Pet Lover’s Soul“



Ohne Worte

Einführung - Die Ursprache

In jedem von uns schlummert die Fähigkeit, intuitiv mit Natur und Tieren zu kommunizieren – ja, mit anderen Lebensformen durch den Austausch von Gedanken, Gefühlen und Bildern richtiggehend zu sprechen. Ich halte diese Kommunikationsform für ein uraltes, verinnerlichtes Merkmal allen Lebens. Es ist die Ursprache, die Grundlage, auf der jedes gesprochene und schriftliche Wort beruht, und es verbindet sämtliche Lebewesen miteinander. Wir werden mit dieser Sprachfähigkeit geboren, doch beim Heranwachsen werden wir subtil von unserer modernen Welt dazu konditioniert, sie zu unterdrücken. Im heutigen Denken ist nur wenig Raum für die manchmal vagen und oft emotionalen Botschaften, die uns über unsere Intuition vermittelt werden. Doch selbst noch nach Jahren der konditionierten Unterdrückung können wir unsere intuitive Fähigkeit neu entdecken. Ich habe es getan, und Sie können es auch tun. Es ist interessant und bedeutsam, dass ausgerechnet in diesem wichtigen Zeitalter, in dem wir mit der Natur so aus dem Gleichgewicht geraten sind und uns von anderen Lebensformen derart entfremdet haben, Millionen von Menschen sich plötzlich zu der Vorstellung hingezogen fühlen, intuitiv mit den Tieren und der Natur Verbindung aufzunehmen.

Die intuitive Kommunikation ist nicht dasselbe wie Körpersprache – wie zum Beispiel zu wissen, dass Ihre Katze nach draußen möchte, weil sie um die Tür streicht und Sie anstarrt. Das hier ist etwas ganz anders; es ist etwas, was die konventionelle Wissenschaft für undenkbar hält – die Fähigkeit, Gedanken, Bilder, Gefühle und andere sinnliche Daten mental selbst über große Entfernungen zu verschicken und zu erhalten, ohne dabei Geräusche oder Gesten anzuwenden. Hier ist ein Beispiel, wie das funktionieren kann: Mit Hilfe meiner Intuition helfe ich anderen, ihre vermissten Tiere wieder zu finden. Ich wurde von Diana Beim, die in Half Moon Bay, einer Kleinstadt ungefähr 150 Meilen südlich meines Zuhauses in Nordkalifornien lebt, wegen ihres verloren gegangenen Haustiers angerufen. Sie war vor kurzem umgezogen, und ihre Katze Mocha war aus dem neuen Haus weggelaufen. Ich bat sie um ihre neue Adresse und eine Beschreibung der Katze. Dann legte ich auf und stellte mich mental auf Mocha ein. Dafür schloss ich die Augen und entspannte mich, machte mir ein geistiges Bild von Mocha und stellte sie mir so plastisch vor, als wäre sie direkt vor mir.

Als ich eine visuelle und emotionale Verbindung spürte, stellte ich mich Mocha vor und erklärte ihr, dass Diana mich geschickt hatte, um herauszufinden, wie es ihr ging und wohin sie gelaufen war. Daraufhin begann ich, von Mocha Botschaften zu erhalten. Zuerst schickte sie mir in Gedanken Wörter. In meinem Kopf hörte ich sie sagen, sie sei am Leben und es ginge ihr gut, und sie sei nicht allzu weit weg. Ich bat sie, mir durch mentale Bilder zu zeigen, wo sie war und wie sie dorthin gelangt war. Fast unmittelbar danach sah ich Bilder ihrer Strecke, die so deutlich wie ein Film waren. Sie wurden mir so übermittelt, als würde ich sie durch die Augen der Katze sehen. Sie zeigte mir Bilder, wie sie durch Dianas Garten lief, dann einen Hügel hinunter, durch ein Tal und hinauf an eine Straße. Dort wandte sich rechts und lief vier oder fünf Häuser entlang, bis sie an ein graues Haus kam. Sie zeigte mir das Bild einer Hütte oder Garage aus Backsteinen und einem Flachdach aus Wellblech. Sie sagte mir, sie halte sich in der Nähe des grauen Hauses auf, ohne hineinzugehen, und man füttere sie. Dann schickte sie das Bild eines älteren Ehepaars. Sie vermittelte mir das Gefühl, dass die Leute, die sie fütterten, freundlich waren und eigene Katzen hatten. Sie zeigte mir auch ein Feld mit einem Wasserturm und vielen bunten Blumen.

Als ich diese Informationen an Diana weitergab, bestätigte sie die Beschreibungen der Gegend und erkannte die Straße wieder. Sie sagte, bei dem Feld müsse es sich um eines der Blumenfelder einer Gärtnerei handeln, die am Ende der Straße liegen. Sie habe diese Ecke beim Reiten schon gesehen.

Diana ritt los, um die Gegend abzusuchen, doch sie konnte die Backsteinhütte mit dem Wellblechdach, die ich beschrieben hatte, nicht entdecken. Sie fand zwar den Wasserturm auf dem Blumenfeld und rief nach Mocha, aber es kam keine Reaktion. So beendete sie die Suche, indem sie noch am selben Tag Flugblätter in alle Briefkästen am Ende der Straße einwarf.

Am nächsten Tag bekam sie einen Anruf von einer Frau, die in einem grauen Haus am Ende der Straße wohnte. Sie hatte das Flugblatt gelesen und Mocha in ihrem Garten gefüttert. Als Diana zum Haus der Frau ging, entdeckte sie eine Hütte neben dem Haus, die aus Backsteinen und einem Wellblechdach gebaut war und die man von der Straße aus nicht sehen konnte. Das war also die Stelle, wo die Frau und ihr Mann Mocha gefüttert hatten, die sich von ihnen nicht hatte streicheln lassen. Diana fand auch heraus, dass das Ehepaar mehrere eigene Katzen hielt, genauso wie Mocha es mir geschildert hatte. Als Diana nach ihrer Katze rief, tauchte Mocha zwischen den Büschen auf, rannte zu ihr hin und sprang ihr auf den Arm.

Ich weiß, das klingt wie Magie, doch ich bin sicher, diese Fähigkeit ist ganz real. Jemand aus einer Kultur, die noch unberührt von der modernen Zivilisation ist, hätte diese Geschichte vermutlich logisch und vernünftig gefunden. Für diese Menschen war die feinfühlige Fähigkeit, gedanklich über große Entfernungen hinweg mit anderen Menschen oder Tieren zu kommunizieren, wahrscheinlich ganz natürlich. Obwohl wir in unserer modernen Welt uns dieser Fähigkeiten kaum bewusst sind und sie auch kaum als solche annehmen, glaube ich, dass sie uns angeboren sind und der wahren Natur der Menschen entsprechen.

Hätten Sie mich noch vor fünfzehn Jahren gefragt, ob ich glaube, dass Menschen intuitiv mit Tieren und anderen Lebensformen sprechen können, hätte ich geantwortet: »Wäre das nicht toll!« Ich war schon immer fasziniert von Science-Fiction-Romanen wie Traumschlange von Vonda McIntyre, in dem die Hauptfigur sich durch Telepathie1 ungeniert mit einer Schlange unterhalten konnte. Doch ich hatte so etwas nie für mehr als reine Fantasie gehalten. Als ich hörte, dass jemand in meiner Gegend Kurse in Tierkommunikation anbot, schrieb ich mich sofort für den Kurs ein. Ich besuchte alle angebotenen Seminare und las jedes Buch, das ich über dieses Thema nur finden konnte. Das Beste von allen war der Klassiker Die große Gemeinschaft der Schöpfung - Gespräche zwischen Mensch und Tier von J. Allen Boone.2

Zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben hatte ich schon über ein Jahrzehnt als Wissenschaftlerin im Umweltschutz und der Überwachung toxischer Substanzen gearbeitet. Ich hatte Biologie mit Schwerpunkt Konservierung von Ressourcen abgeschlossen und für mehrere Behörden und Firmen gearbeitet, die in Umweltfragen berieten. Mit diesen Qualifikationen und meiner Berufserfahrung sah meine Zukunft zwar vielversprechend aus, doch irgendetwas stimmte nicht. Meine Arbeit war zwar wichtig und nützlich, aber in mir nagte das Gefühl, ich sollte etwas ganz anderes tun.

Die Entdeckung der intuitiven Kommunikation stellte dann alles auf den Kopf. Wie mir klar wurde, funktioniert das Leben ganz anders, als man mir beigebracht hatte. Es gab nun ein neues und erstaunliches Phänomen, das ich unbedingt näher untersuchen wollte. Ich wurde das Gefühl nicht mehr los, dass intuitive Kommunikation etwas ganz Wichtiges ist, was der Welt fehlt – ein Schlüssel, mit dem man Zugang zu einem Prozess finden könnte, der den Tieren und der Erde mehr bringen würde als alles, was ich bisher gemacht hatte.

Schließlich beschloss ich, meinen Beruf zu wechseln. Ich wollte hauptberuflich Tierkommunikatorin werden und durch intuitive Kommunikation Mensch und Tier helfen. Meine Freunde und Verwandten hielten meine Entscheidung für verrückt, und ich ging wirklich ein großes finanzielles Risiko ein, doch ich konnte mich der Berufung, die ich spürte, nicht entziehen. Meine wissenschaftliche Karriere hängte ich jedoch nicht ganz an den Nagel. Meines Erachtens steht das Gebiet der intuitiven Kommunikation erst am Anfang wissenschaftlicher Untersuchungen.

Nach Jahren praktischer Arbeit und wissenschaftlicher Untersuchungen auf diesem Gebiet schrieb ich das Buch Lautlose Sprache – Intuitive Kommunikation mit Tieren und Natur; es ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ich wollte das Thema auf diese Weise der breiten Masse zugänglich und akzeptabel machen in der Hoffnung, die Leser könnten anhand des Buchs ganz von allein mit Tieren kommunizieren lernen. Ich habe viele Anrufe und E-Mails von Leuten erhalten, die genau das erreicht haben. Besonders eine E-Mail von Cathy Isbell war wirklich erstaunlich.

Cathy hatte an einem meiner Online-Chats über Tierkommunikation teilgenommen. Am nächsten Tag schrieb sie mir noch einmal. Sie schrieb, sie habe mein Buch gelesen und wolle mir von einer Erfahrung berichten, die sie damit gemacht habe. Als ich ihre E-Mail las, merkte ich, dass sie einer der Menschen ist, die ich als »geborene« Tierkommunikatoren bezeichne. Allein durch die Anweisungen in meinem Buch war es ihr möglich, Experimente durchzuführen, die die Existenz der intuitiven Kommunikation und ihre Fähigkeit dazu bestätigt haben.

Das Tier in der von ihr erzählten Geschichte war der Rottweiler einer Freundin, der Amanda hieß. Eines Tages sah Cathy den Hund, der vor dem Sportcenter angebunden saß, und blieb stehen, um mit ihn zu reden. Sie sagte Amanda, sie sei ein wunderschöner Hund mit einem sehr netten Frauchen. Danach stellte sie sich mental auf Amanda ein, um zu sehen, ob sie eine Antwort erhielt. Und das tat sie auch. Sie erhielt gedanklich die folgende Nachricht von Amanda: »Ich weiß, ich bin der schönste Rottweiler weit und breit, aber ich mache mir Sorgen um mein Frauchen. Es ist so müde, dass es auf meinem Bett eingeschlafen ist.« Wie Cathy berichtete, erhielt sie neben Amandas Worten auch ein mentales Bild, in dem ihre Freundin quer auf einer Hundedecke aus dunklen Karos lag und fest schlief.

Cathy zweifelte an dem Bild, da sie sich einfach nicht vorstellen konnte, dass ihre Freundin auf einem Hundebett eingeschlafen sei. In diesem Augenblick kam die Freundin aus dem Sportcenter. Cathy fragte sie, wie es ihr gehe, und ihre Freundin antwortete, sie habe in letzter Zeit so viel Stress, dass sie total erschöpft sei. Cathy fragte sie, ob sie vielleicht an ungewöhnlichen Orten eingeschlafen sei. Die Freundin sah sie überrascht an und erwiderte, sie sei tatsächlich sogar schon auf einer von Amandas Hundedecken eingeschlafen. Cathy konnte nicht glauben, was sie da hörte – was Amanda ihr erzählt hatte, war richtig! Dann fragte Cathy: »Hat Amanda denn mehr als eine Hundedecke?« – «Ja«, gab ihre Freundin zur Antwort, »Amanda hat drei bunte Hundedecken.« Sie fügte hinzu, die Hundedecke, auf der sie eingeschlafen war, sei die Karodecke im Wohnzimmer.

Amandas Familie nennt Cathy seitdem Amandas Tante, denn die Rottweiler-Hündin ist immer ganz aus dem Häuschen, wenn sie Cathy sieht, und rennt über den Parkplatz des Sportcenters, um sie zu begrüßen. Die Hundebesitzer sagen, Cathy würde Amandas Sprache sprechen.

Dass Cathy das mit nur wenigen grundsätzlichen Anleitungen aus einem Buch erreichte, spricht dafür, dass diese Fähigkeiten direkt unter der Oberfläche unseres Bewusstseins schlummern und sie vollständig entwickelt und für uns zugänglich sind. Auf diese Weise mit Tieren zu sprechen ist nicht etwas, das nur ein paar talentierten Menschen vorbehalten ist – es ist eine Begabung, die wir alle besitzen, ohne uns dessen bewusst zu sein.

Die Haupttechnik, die Cathy einsetzte, um Amanda zu hören, ist ganz einfach. Nachdem sie mit Amanda geredet hatte, entspannte sie sich und konzentrierte sich auf ihr Inneres. Sie schenkte jedem einzelnen Eindruck Beachtung, der in ihr Bewusstsein drang, egal ob es ein Gefühl, eine Erinnerung, ein Bild oder Worte waren, die ihr in den Sinn kamen. Sie machte sich alle Informationen bewusst und vertraute auf sie, selbst wenn sie ungewöhnlich oder unlogisch schienen. Und das Allerwichtigste: Sie war mutig genug, die Richtigkeit der Informationen zu überprüfen.

Ich sage den Teilnehmern meiner Workshops immer, dass sie vielleicht ein paar deutliche Erfahrungen wie die von Cathy brauchen, bevor ihr skeptischer Verstand es ihnen erlaubt, an intuitive Kommunikation zu glauben und zu erkennen, dass auch sie diese Fähigkeit besitzen. Übung ist der Schlüssel zur Wiederbelebung Ihrer Intuition, und es ist wichtig, sie auf eine Weise zu üben, die es Ihnen ermöglicht, wie Cathy Bestätigung und Beweise zu erhalten. Da ich mittlerweile Tausende von Menschen darin trainiert habe, kann ich Ihnen versichern: Jeder kann es erlernen.

Das vorliegende Buch hat eine andere Aufgabe als mein erstes Buch. Es soll Menschen helfen, sich wieder ins Gleichgewicht mit den restlichen Lebewesen auf diesem Planeten zu bringen. Statt eines Handbuchs voller Anleitungen ist dies eine Sammlung von Erlebnissen, die Sie (wie ich hoffe) davon überzeugen wird, dass Tiere und andere Wesen der Naturwelt beseelt sind und wie wir denken und fühlen können. Viele der Geschichten sind Hinweise auf eine spirituelle Evolution, die nur selten Tieren zugesprochen werden, und widersprechen der gängigen These, Tiere seien weniger wert als Menschen. Die Erzähler der folgenden Geschichten berichten über Tiere und die Bewohner der Naturwelt als Lehrer, Heiler und Führer.

Als ich mit diesem Buch halbfertig war, wurde mir klar, dass ich es eigentlich schon vor mehr als zehn Jahren vor Augen hatte und sofort wieder vergessen hatte. Damals besuchte ich gerade eine Freundin und sagte zu ihr: »Wäre es nicht toll, ein Buch voller Bilder von Menschen mit ihren Tieren und Erlebnissen über die intuitive Kommunikation zu schreiben?« Es war für uns beide eine schöne Vorstellung, doch dann verwarfen wir die Idee wieder, da wir keine Ahnung hatten, wie man so etwas anstellen könnte. Dies ist also die Umsetzung eines Traums, der sich einfach nicht aufgeben ließ – und der um die Erfahrungen von Menschen mit wilden Tieren und der Natur erweitert wurde.

Die Leute, die mir ihre Geschichten erzählt haben, sprachen von dramatischen Veränderungen in ihrem Leben, die durch das Erleben der intuitiven Kommunikation verursacht wurden. Wer mit dem Nachweis eines so ungewöhnlichen Phänomens konfrontiert wird, kann eine radikale Veränderung seines Bewusstseins erleben. Das ist es auch, was mich am meisten zu dieser Arbeit hingezogen hat. Eine radikale Veränderung des Bewusstseins ist genau das, was die Welt jetzt braucht.

Mir war klar, dass ich schon in der Einleitung zu Ohne Worte ein Erlebnis brauchen würde, das die Menschen sofort von der Wahrhaftigkeit meiner Behauptung überzeugen würden. Bald nach diesem Gedanken geschah das folgende Ereignis.

Ich gab gerade einen Workshop in Tierkommunikation für Fortgeschrittene und führte die Teilnehmer in meinen Stall, um mein Pferd Dylan und die anderen Pferde kennen zu lernen. (Siehe Foto auf der Vorderseite). Jeder Kursteilnehmer suchte sich ein Pferd zum Üben aus. Als sie fertig waren, trafen wir uns alle in Dylans Stall, um über die Ergebnisse zu sprechen. Dylans Stall ist ziemlich groß, und so konnten wir uns in einem Halbkreis um ihn herum versammeln. Eine Teilnehmerin namens Jennifer Freudenberg erzählte uns, das Pferd, mit dem sie gesprochen hatte, habe ihr seinen Namen und eine Beschreibung seines Charakters gegeben. Jennifer wiederholte, was das Pferd ihr gesagt hatte, und fragte mich, ob die Angaben korrekt seien. Erfreut konnte ich ihr mitteilen, dass sie richtig waren, doch noch während ich sprach, tat mein Pferd etwas, was es zuvor noch nie getan hatte und meines Wissens auch seitdem nie wieder tat.

Jennifer stand mit der Schulter neben Dylans Schulter, und während ich redete, machte Dylan ein paar Schritte auf sie zu und legte seine Wange direkt an Jennifers Wange. Der Rest der Gruppe war wie verzaubert. Dylan hielt seine Wange ungefähr drei Minuten lang an Jennifers Wange. Dann streckte er vor Jennifer den Hals und fing an zu gähnen. Er gähnte drei oder vier Mal und ließ dann den Kopf hängen, als wäre er müde. Alle wollten eine Erklärung von mir, doch ich hatte auch keine Antwort. Dylan ist zwar freundlich und lässt es geduldig über sich ergehen, wenn andere ihn streicheln, aber er ist kein übermäßig verschmustes Pferd. Es passte nicht zu ihm, sich einem fremden Menschen zu nähern und ihn mit der Wange zu berühren. Ich musste ihn mit Leckerchen bestechen, um ihm beizubringen, mir Küsschen zu geben. Und auch heute noch tut er es nur dann wirklich gern, wenn ich ein Leckerchen in der Hand halte oder daran denke, ihm eins zu geben.

»Na ja«, sagte ich, »wie ich gehört habe, setzen Pferde durch das Gähnen Gefühle frei. Es muss also etwas damit zu tun haben.« Niemand hatte etwas hinzuzufügen, und so beendeten wir unsere Übung im Stall und gingen zurück in mein Haus, um den Workshop fortzusetzen. Ich gab den Teilnehmern eine neue Aufgabe, und während sie damit beschäftigt waren, richtete ich intuitiv meine Konzentration auf Dylan und fragte ihn, was er da mit Jennifer gemacht hatte. Er sagte mir, Jennifer habe sich gefürchtet, und als ich ihre Informationen bestätigte, habe sie große Angst bekommen. Dylan sagte, er habe ihr geholfen, die Angst loszuwerden.

Ich wartete das Ende der nächsten Übung ab und erzählte Jennifer dann, was Dylan mir gesagt hatte. Ich fragte sie, ob sie das auch so empfunden hätte. Sie bejahte es. Sie sagte, sie habe von klein auf gewusst, dass sie eine starke intuitive Fähigkeit besitze, doch dies habe ihr große Angst gemacht. Als ich ihre Angaben im Stall bestätigt hatte, war sie am ganzen Körper vor Furcht erstarrt. Dann bestätigte sie die Information, die ich intuitiv von Dylan erhalten hatte – nachdem er ihre Wange berührt und gegähnt hatte, war ihre Angst verflogen.

Alle Geschichten, die ich in Ohne Worte schildere, haben dieses Element des Fantastischen oder Unglaublichen. Dennoch handelt es sich um wahre Begebenheiten, die mir Kursteilnehmer, Klienten, Kollegen, Freunde und Verwandte erzählt haben. Einige der Erzähler werden Ihnen auf Fotos vorgestellt, und Sie erfahren durch die Details, die sie mir in Interviews mitgeteilt haben, mehr über diese Menschen. Sie werden feststellen, dass die meisten Frauen sind.

Dies basiert nicht auf einem persönlichen Vorurteil oder meinem Versäumnis, Berichte aus einer vielseitigeren Gruppe zusammenzutragen. Ich glaube, es spiegelt ganz einfach unsere Kultur wieder. Die meisten professionellen Tierkommunikatoren der Gegenwart sind Frauen. Ich vermute, der Grund dafür ist, dass von Frauen eher erwartet wird – und ihnen daher auch eher erlaubt wird –, gefühlvoller und intuitiver als Männer zu sein. Frauen wird auch weniger Logik zugetraut, und so überrascht es weniger, wenn sie zugeben, intuitiv mit Tieren reden zu können.

Die gesellschaftlichen Tabus gegen Männer sind stärker. Einer meiner Teilnehmer bat mich, niemandem zu verraten, dass er bei mir Unterricht genommen hat, und ihn nicht im Büro anzurufen. Er beherrscht die intuitive Kommunikation zwar recht gut, doch seine Umwelt soll nicht davon erfahren. Meines Erachtens sind diese Unterschiede zwischen Männern und Frauen nicht angeboren, sondern anerzogen. Männer können die intuitive Kommunikation genauso gut lernen wie Frauen, auch wenn sie sich vielleicht ein bisschen mehr anstrengen müssen, um ihre eigenen inneren Blockaden zu überwinden.

Die Frauen auf diesem Gebiet sind meist Weiße. Ich vermute, die Ursache dafür lässt sich in unserer Gesellschaftsstruktur finden. Doch je bekannter und zugänglicher die Praktiken in diesem Feld werden, desto unterschiedlicher werden die, die sich dazu hingezogen fühlen.

Diese Anziehungskraft kommt von unserer Erinnerung der intuitiven Verbindung zu Tieren und Natur, die wir als Kinder noch spürten und die jeder von uns wieder entdecken will. Ökopsychologen würden dieser Analyse vermutlich zustimmen. Ihr neues psychologisches Aufgabengebiet betrachtet das Selbst in Beziehung zur Natur. Laut dem größten Verfechter der Ökopsychologie, Theodore Rozak, ist uns allen auf irgendeiner Ebene das Unrecht wider die Natur und unsere gefährdete Position auf der Erde bewusst; nur haben wir als Schutzmechanismus vor diesem Wissen die Verdrängung gewählt.3 Auf der anderen Seite wollen wir alle wieder eine gesunde Erde und ein sicheres Leben. Das Erlernen der intuitiven Kommunikation zur Wiederverbündung mit der Natur lässt eine Harmonie entstehen, nach der wir alle uns unbewusst sehnen.

Ich habe für dieses Buch viel Forschung betrieben, denn ich wollte herausfinden, was andere über die prähistorischen Wurzeln der intuitiven Kommunikation und ihrer Bedeutung für gegenwärtige Urvölker zu sagen hatten. Seit ich mich 1989 mit diesem Gebiet beschäftige, spüre ich, dass alle Menschen eine natürliche Fähigkeit zu intuitiver Kommunikation hatten, die ein integrierter Bestandteil der Naturvölker und der Schlüssel zum Gleichgewicht zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Wesen war. Während meiner Forschungsarbeiten suchte ich nach Zusammenhängen. Ich entdeckte einige faszinierende und nur wenig bekannte Autoren – die meisten von ihnen schon verstorben –, die sich sehr tiefgründig mit diesem Thema beschäftigt haben. Ein paar von ihnen stellten sogar Untersuchungen im Freien an. Ich teile ihre Befunde in meinem ersten Kapitel »Die Welt jenseits von Worten« mit Ihnen. In diesem Kapitel erkläre ich auch, wie intuitive Kommunikation funktioniert und gebe ein paar Grundtechniken zum Ausprobieren an Sie weiter. Doch um diese Fähigkeit wirklich zu lernen, empfehle ich Ihnen, mein erstes Buch Lautlose Sprache zu lesen, das detaillierte Anleitungen und Übungen zur Überprüfung enthält.

Ich reihte die Geschichten mit der Absicht, Sie auf eine ähnliche Reise wie meine eigene zu schicken, aneinander. Anfangs zweifelte ich am Wahrheitsgehalt der intuitiven Kommunikation und musste mehrere erstaunliche Erfahrungen machen, bevor ich mich überzeugen ließ. In Kapitel 2 – »Grenzen überschreiten« – füge ich eine meiner eigenen Erlebnisse und Geschichten anderer Leute bei, die eindeutige Beweise für die tatsächliche Existenz intuitiver Kommunikation beinhalten.

Eine meiner ersten Experimente mit intuitiver Kommunikation machte ich, um meine vermisste Katze Marmalade wieder zu finden – und ich war erfolgreich. Kapitel 3 – »Durch Krisen verbunden« – enthält Berichte von Menschen, die sich inmitten einer Krise intuitiv mit Tieren zusammengetan haben – oft mit starken Ergebnissen. Kapitel 4 – »Leben lernen« – behandelt die weisen Lehren, die man erhält, wenn man sich intuitiv mit anderen Lebensformen verbindet.

Dieser Weg hat mein Leben unwiderruflich verändert. Mir sind dabei wohl einige der besten Menschen auf diesem Planeten begegnet, und ich habe körperlich und spirituell eine größere Wegstrecke zurückgelegt, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. In Kapitel 5 – »Sich wandeln« – teile ich Geschichten anderer mit Ihnen, deren Leben sich wie mein eigenes geändert hat.

Kapitel 6 – »Praktisches Zaubern« – ist eine Studie der überraschenden Ergebnisse, die sich aus der praktischen Anwendung intuitiver Kommunikation ergeben können – vom Auffinden vermisster Tiere bis hin zum Trainieren eines Pferds.

In meinem ersten Buch sprach ich Reinkarnation an und habe beschlossen, das Thema in diesem Buch direkter anzugehen. Ich habe daher eine Reihe von Geschichten hinzugefügt, die, wie ich finde, überzeugende Hinweise darauf enthalten, dass Tiere wiedergeboren werden können und in unser Leben zurückkehren. Sehen Sie selbst, was Sie davon halten, wenn Sie diese Berichte im 7. Kapitel – »Wenn sie wiederkommen« – lesen. In Kapitel 8 – »Spirituelle Reisen« – erzähle ich die Erlebnisse von Kursteilnehmern, die wie ich beschlossen haben, ihr Leben der Theorie und Praxis intuitiver Kommunikation zu widmen, und auf welchen verschlungenen Wegen sie zu dieser Entscheidung gelangten.

Das letzte Kapitel nannte ich »Eine bessere Welt ist möglich«, denn ich glaube daran. Ich bin nicht naiv. Als Umweltschützerin sind mir die Probleme, gegen die wir ankämpfen müssen, nur allzu deutlich bewusst. Meiner Meinung nach sind die Systeme der Behörden und der Wirtschaft weltweit unwirksam und müssen geändert werden. Da ich mit Tieren arbeite, bekomme ich mit, wie unendlich viel Schmerz und Leid sie ertragen müssen. Mir ist klar, wie groß die Probleme sind, und ich bin auf der Suche nach Wegen, um sie anzusprechen. Wenn Menschen anfangen, sich mit intuitiver Kommunikation auseinander zu setzen, öffnen sie ihr Herz für das überwältigende Elend der Tiere und unserer Erde. Oft geraten sie dann in eine echte psychische und spirituelle Krise. In Kapitel 9 behandle ich diesen Zustand und versuche dabei zu helfen, den Weg durch die Dunkelheit zu finden. Ich sehe die wiederhergestellte Verbindung zu den Tieren und der Erde als einen notwendigen Schritt auf der Reise in eine bessere Welt. Ich weiß auch sehr genau, dass dies ohne reale Handlungen in der realen Welt nicht geht, und gebe Ihnen meine besten Ratschläge, wie Sie das mit Erfolg ausführen können, ohne sich dabei zu zermürben.

Eine weitere Rolle in der Aufgabe, von hier nach dort zu gelangen, aus einer Welt der Entfremdung und Zerstörung in eine Welt überzusiedeln, die tragfähig, gerecht und gesund ist, spielen die Spiritualität sowie die emotionalen und energetischen Methoden, die Sie anwenden können, um Ihre Träume für sich und die Welt wahr zu machen. Ich werde Ihnen alles verraten, was ich bisher darüber erfahren konnte. Das Interesse an intuitiver Kommunikation wächst auf der ganzen Welt weiterhin. Ich glaube, der Grund dafür ist der Wunsch der Tiere und der Erde, wieder eine Verbindung zu uns herzustellen, wie unsere Vorfahren es taten. Ich bin sicher, wenn wir das Gleichgewicht mit der Natur wiederherstellen und auf diesem Planeten überleben wollen, bleibt uns nichts anderes übrig. Ich hoffe, Ohne Worte kann Ihnen dabei helfen, diese uralte Fähigkeit wieder zu erlangen.

In seinem Buch Gott ist Rot 4 schreibt Vine Deloria Jr. über eine intime Verbindung zwischen den Indianern und der Natur, die verloren ging, als die Europäer in Nordamerika einbrachen und die Urbevölkerung, die Wildnis und die Landschaft vernichteten. Viele uralte Kulturen und unverdorbene Gebiete wurden von dieser Art der Invasion und Zerstörung heimgesucht, und das enge Band, von dem Deloria spricht, ist fast überall auf unserem Planeten zerrissen worden. Am Ende seines Buchs fragt Deloria: »Wer wird nun Frieden im Land finden? Wer wird auf die Bäume, die Tiere und Vögel, die Stimmen des Landes hören?«

Ich glaube, ich kenne die Antworten auf diese Fragen. Ich glaube, wir sind diejenigen, die die uralte Sprache wieder erlernen und wieder eins mit den Pflanzen, Bäumen, Tieren, der Erde, den Steinen und dem Wasser sein werden. Es werden unsere Generationen sein, die den Menschen die Stimmen der Tiere und der Natur zurückbringen.

1
Die Welt jenseits von Worten

Eines Tages rief Natasha Downing an und bat mich, intuitiv mit ihrem Hund Louie, einem zehnjährigen Mischling aus Pudel und Golden Retriever, der wie ein weißer englischer Schäferhund aussieht, zu sprechen. Ich hatte schon ein paar Mal mit Louie kommuniziert, zum Beispiel als Natasha mich um seine Meinung des letzten Hundesalons bat, zu dem sie ihn gebracht hatte. Hundesalons sind für Louie ein wichtiges Thema. Er mag sie gar nicht, aber er muss sie über sich ergehen lassen, weil sein Fell so buschig ist. Gewöhnlich berate ich am Telefon oder mache mit Klienten einen Termin aus, an dem sie mich zurückrufen können. Doch an diesem Tag hatte ich viel zu tun. Daher versprach ich Natasha, sobald ich Zeit hatte, mit Louie zu sprechen und sie dann zurückzurufen.

Wie sich herausstellte, fand ich erst gegen halb sechs am Abend die Zeit, mit Louie zu kommunizieren. Unser Gespräch – intuitiv und über eine gewisse Entfernung hinweg – dauerte ungefähr zwanzig Minuten. Louie sagte mir, dass er den neuesten Hundesalon möge. Ich rief Natasha gegen achtzehn Uhr an und gab ihr meinen Bericht. Sie wollte sofort wissen, wann ich mit Louie gesprochen hatte. Sie erklärte, dass Louie gegen 17:30 Uhr mitten im Füttern aufgehört habe zu fressen und sich plötzlich vor die Terrassentür gesetzt habe. Dort habe er in die Ferne gestarrt und sich nicht mehr an seinen Fressnapf locken lassen. Ein solches Verhalten sei völlig untypisch für ihn. Louie habe seine Mahlzeit noch nie unterbrochen. Ich hatte während meines Gesprächs mit Louie nicht den Eindruck, als sei er über irgendetwas beunruhigt. Natasha und ich kamen zu der Überzeugung, dass es etwas mit meiner intuitiven Konversation zu tun haben müsste. Lachend legten wir auf.

Eine halbe Stunde später rief Natasha mich zurück. Louie fraß immer noch nicht. Außerdem hatte nun auch Lela, ihre zehnjährige Golden-Retriever-Hündin, aufgehört zu fressen. Sie hatte sich neben Louie gesetzt und starrte durch die Glastür. Natasha konnte keine Bewegungen oder Geräusche im Garten entdecken. Langsam fing sie an, sich Sorgen zu machen.

Ich hielt es für eine gute Gelegenheit, ein Experiment durchzuführen. So bat ich sie aufzulegen und Louie zu sagen, dass mein Gespräch mit ihm beendet sei und er an seinen Napf zurückkehren könne. Ich bat Natasha, mich danach wieder anzurufen. Gleich darauf rief sie mich zurück und berichtete mir, dass Louie und Lela sofort nach dem Überbringen ihrer Nachricht an ihre Näpfe zurückgekehrt waren und nun weiter fraßen. Daraus konnte ich nur den Schluss ziehen, dass Louie darauf gewartet hatte, ob ich ihm noch etwas mitteilen wollte, und dass Lela ihm dabei geholfen hatte.

Ein solches Ereignis ist zwar selten, doch es weist auf die Existenz intuitiver Kommunikation hin, denn es gibt einfach keine andere Erklärung für Louies untypisches Verhalten. In den über fünfzehn Jahren, seit denen ich auf diesem Gebiet arbeite, habe ich schon Tausende von Erfahrungen gesammelt, die intuitive Kommunikation bestätigt haben. Es wäre mir heute unmöglich, die Existenz einer komplexen und hoch entwickelten Welt der Verständigung zwischen Menschen und anderen Lebewesen, die über die gesprochene Sprache hinausgeht, zu verleugnen. Doch da ich meine Arbeit mit Skepsis aufnahm, kann ich die Zweifel anderer gut verstehen. Es dauerte lange, bis ich schließlich wirklich überzeugt war. Aufgrund meines wissenschaftlichen Hintergrunds brauchte ich handfeste Beweise, die ich mir durch Experimente holte. Dies waren Fragen an Tiere, deren Antworten ich mir später von ihren Besitzern bestätigen ließ. Schließlich hatte ich genügend Nachweise gesammelt, die meine inneren Zweifel ausräumten. Vielleicht bieten die Geschichten in diesem Buch Ihnen genügend Details für Ihre eigene Bestätigung. Vielleicht müssen Sie aber auch ein paar eigene Experimente durchführen. Hier ist noch ein Bericht, der Ihnen zu denken geben könnte:

In meinen Workshops über Tierkommunikation für Anfänger lehre ich meine Schüler, dass sie auch aus der Ferne eine Mitteilung an ein Tier schicken können, die das Tier erhalten wird. Dies ist möglich, weil Tiere Meister der intuitiven Kommunikation sind. Wie wir werden sie mit der Fähigkeit, intuitiv zu kommunizieren, geboren, doch niemand sagt ihnen, es sei unmöglich, und daher können sie ihr ganzes Leben lang problemlos intuitive Kommunikation empfangen.

Eine Teilnehmerin an einem meiner Workshops für Anfänger, Nancy Duquette, beschloss daraufhin, während der Arbeit ein Experiment durchzuführen. Sie nahm in Gedanken Kontakt mit ihrem Kater Junior auf und schickte ihm den Gedanken und das Bild, wie er zusammengerollt auf ihrem Bauch lag, den Kopf auf ihre Brust gelegt. Junior hatte das in der Vergangenheit immer gemacht, doch aus irgendeinem Grund hatte er vor kurzem damit aufgehört, und Nancy vermisste diese Eigenart. Als sie von der Arbeit nach Hause kam, erzählte ihr Mann: »Junior hat heute etwas Seltsames gemacht. Er sprang mir auf den Schoß, rollte sich zusammen und legte mir den Kopf auf die Brust. Unglaublich, oder?« Junior hatte das bisher immer nur bei Nancy getan. Als sie die Zeiten überprüften, stellte Nancy fest, dass Junior kurz nach ihrer mentalen Nachricht an den Kater auf den Schoß ihres Mannes gesprungen war.

Wie es funktioniert

Intuitive Kommunikation beruht auf einer angeborenen Fähigkeit, die alle Menschen besitzen. Sie besteht aus übersinnlicher Wahrnehmung (ESP) und hellseherischem Können. Die meisten Leute können sich unter Instinkt etwas vorstellen und hatten schon mal ein »Bauchgefühl« wie zum Beispiel, ob sie einem Fremden vertrauen oder ein Jobangebot annehmen sollten, oder ob jemand sich über sie ärgerte. Intuition ist ein wichtiges Mittel, um zu überleben, doch die meisten Menschen haben kaum mehr Zugang zu ihrer Intuition. Die moderne Kultur bevorzugt den Verstand und die Logik, und es wird uns systematisch ausgeredet, unsere Intuition zu benutzen oder zu entwickeln. Wir nehmen sie zwar mit in unser Erwachsenenleben, doch gewöhnlich sind wir uns ihrer nicht mehr bewusst. Wenn sie sich bemerkbar macht, dann meistens in einer Krise – um uns auf eine bevorstehende Gefahr oder kritische Situation aufmerksam zu machen, wie zum Beispiel ein krankes oder sterbendes Familienmitglied. Die Intuition spricht auch in unseren Träumen zu uns.

Tiere spüren, wie wichtig Intuition für ihr Überleben ist, und sie koppeln sich nie von ihrem Instinkt ab. Sie untersuchen ihre Umgebung ständig nach intuitiven Daten und Veränderungen ab, wie zum Beispiel einen Wechsel im emotionalen Zustand der anderen Wesen um sie herum. In ihrem Buch And the Animals Will Teach You1 beschreibt die Psychologin Margot Lasher, wie ihr Hund ihr zweimal das Leben gerettet hat, als er intuitiv die Gefahr witterte und sie warnte. Wenn Ihr sonst so zutraulicher Hund sich einem Fremden gegenüber plötzlich misstrauisch verhält, dann passen Sie auf: Wahrscheinlich spürt Ihr Hund etwas, das Sie nicht wahrnehmen. Tiere sind Experten in Intuition; wir können uns diese Fähigkeit am besten zurückerobern, wenn wir sie als unsere Lehrer ansehen.

Intuitive Kommunikation ist kein logischer Prozess. Sie kann über große Entfernungen ausgeübt werden, und Sie müssen das Tier, mit dem Sie sprechen wollen, nicht sehen oder kennen. Die Information wird im Bruchteil einer Sekunde übermittelt, und im Gegensatz zur menschlichen Sprache, können viele Menschen ungestört gleichzeitig intuitiv mit demselben Tier sprechen. Die Information wird über einen von fünf Kanälen übermittelt: dem Hören, dem Fühlen, dem Sehen, dem Riechen und dem Schmecken. Diese Kanäle ähneln unseren fünf Sinnen, doch sie wirken wie Phantome dieser Sinne. Hier nun die Beschreibung dieser einzelnen Kanäle und Beispiele, wie sie im Prozess des Empfangens von intuitiver Information wirken:

* Fühlen. Gefühle zu erhalten bedeutet, den emotionalen oder physischen Zustand eines anderen zu fühlen, zum Beispiel die Stimmung eines anderen zu spüren oder zu merken, ob sich ein anderer krank fühlt. Diese Fähigkeit ist in der Parapsychologie auch als Clairsentience oder klares Fühlen bekannt. Sie besteht parallel zu unserem Sinn des Fühlens, funktioniert jedoch eher wie eine Erweiterung davon.

Eine meiner Schülerinnen, Karen Berke, berichtete mir von einem Erlebnis, bei dem sie Information durch Mitfühlen empfangen hatte. Kurz nach einem kalten Regen ging sie an der Box und dem Gehege eines älteren Pferds in ihrem Pferdestall vorbei und spürte plötzlich ein überwältigendes Gefühl von Depression. Sie sagte, es kam ihr vor, als würde das Pferd sagen: »Noch einen Winter überlebe ich nicht.« Wie Karen wusste, war das Pferd in guten Händen, und sie hielt die Botschaft für nichts weiter als eine Projektion ihrer eigenen Gefühle über das kalte Wetter, bis sie zwei Tage später hörte, dass das Pferd gestorben war. Da wurde ihr bewusst, dass das Pferd ihr diese Mitteilung geschickt hatte.

* Hören. Worte im Geist zu hören wird als mentale Telepathie oder Clairaudience – klares Hören – bezeichnet. Es ist der mentale Austausch von Worten und Gedanken. Um einem Tier in Gedanken eine Botschaft zu schicken, brauchen Sie nur den Inhalt der Mitteilung denken, sich auf das Tier konzentrieren und sich vornehmen, dass Ihre Botschaft auch ankommt.

Hier ist das Beispiel einer solchen gedanklichen Mitteilung mit großer Wirkung: Einer meiner Klienten, Geoffrey Levens, wollte nach dem Lesen meines ersten Buchs ein Experiment durchführen. Sein Kater Willie drückt seinen Wunsch nach Fressen gern dadurch aus, indem er sich an den Beinen der Leute reibt, und hat mittlerweile seine gesamte menschliche Umwelt gut trainiert, bei diesem Signal noch mehr Futter in seinen Napf zu löffeln. Als Willie eines Tages wieder um Geoffreys Beine streunte, sagte er zu dem Kater: »Hey, wenn du mehr Futter willst, warum zeigst du dann nicht auf den Napf, anstatt dich an meinen Beinen zu reiben?« Willie hielt sofort inne, warf Geoffrey einen langen, merkwürdigen Blick zu, drehte sich um und marschierte auf seinen Fressnapf zu. Dann blieb er wie erstarrt vor seinem Napf stehen. Er sah aus wie ein Hühnerhund, der Federvieh erblickt hatte. An diesem Tag bekam Willie eine besonders große Portion Katzenfutter.

Doch Geoffrey entdeckte, dass die Methode auch ihre Grenzen hat. Er versucht seit Jahren, Willie davon abzuhalten, Beutelratten durch die Katzentür ins Haus zu schleppen und sie auf dem Teppich in Stücke zu zerreißen. Geoffrey reagierte zuerst darauf, indem er Willie samt der Beutelratte wieder ins Freie beförderte. Doch Willie kam gleich wieder zurück und zwang seinen Besitzer dazu, ihn auszuschließen. Er versuchte, Willie zu bitten, die Beutelratte draußen zu lassen. Er drohte ihm. Nichts funktionierte. Dann versuchte er es damit, Willie das Nagetier wegzunehmen und nicht zurückzugeben und den Kater gleichzeitig dafür zu loben, was für ein guter Jäger er sei. Geoffrey sagte Willie, wenn er die Beutelratten draußen ließe, könnte er sie behalten. Doch diese Hinweise an Willie erreichten das Gegenteil: Willie glaubt jetzt, Geoffrey wolle die Beutelratten. Wenn er eine gefangen hat, rennt er damit ins Haus, sucht Geoffrey überall und legt ihm die Beute vor die Füße. Gut für Willie, dass Geoffrey seinen Kater über alles liebt.

Das Gegenteil dieses Prozesses ist, Worte und Gedanken mental von einem Tier zu erhalten. Das kann durchaus komplizierter sein, denn die Wörter und Sätze, die Sie erhalten, lassen sich nur schwer von Ihren eigenen Gedanken und inneren Dialogen unterscheiden. Es mag so klingen, als würden Sie ein Selbstgespräch führen. Um diese Hürde zu überwinden, sollten Sie mit vielen Tieren üben und ihnen Fragen stellen, die sich vom Besitzer des einzelnen Tiers bestätigen lassen. Das ist der schnellste und beste Weg, um herauszufinden, ob Sie tatsächlich Informationen erhalten.

* Sehen. Der gedankliche Austausch von visuellen Bildern nennt sich Clairvoyance oder klares Sehen. Die Bilder tauchen vor Ihrem geistigen Auge auf. Sie sehen sie nicht wirklich, sondern erhalten ein mentales Bild.

Wenn ich mit vermissten Tieren arbeite, sehe ich oft Bilder von dem Ort, an dem sie sich aufhalten oder an dem sie waren. In einem Fall, in dem ein Hund in einem anderen Bundesstaat verloren ging, stellte ich mich intuitiv auf den Hund ein und hatte das Bild einer erhöhten Brücke und einer sumpfigen Gegend vor Augen, in der der Hund umhergewandert war, wie ich vermutete. Es stellte sich heraus, dass es tatsächlich eine Brücke und ein Sumpfgebiet in der Nähe gab, und später wurde der vermisste Hund in dieser Gegend gesichtet.

Der intuitive Sinn der klaren Sicht kommt auch dann zum Vorschein, wenn Sie ein deutliches Gefühl der Sicherheit über etwas haben. Ein Beispiel dieses Phänomens ereignete sich, als meine ganzheitliche Tierärztin Lisa Pesch ihre Katze Bella vermisste. Bella war nur wenige Tage vor Lisas Umzug weggelaufen. Lisa hat sich mit Tierkommunikation befasst, und so konzentrierten wir uns beide auf Bella, um herauszufinden, ob sie am Leben war und wo sie sich befand. Beide hatten wir den deutlichen Eindruck, dass Bella nichts fehlte, doch dass der Umzug ihr zu schaffen machte und sie sich irgendwo in der Nähe des alten Hauses am Ende der Straße aufhielt. Ich fühlte, dass Bella höher als auf dem Erdboden war, und überlegte, ob sie auf einem Hügel hinter dem Haus sein könnte. Als Lisa Bella suchen ging, fand sie sie in der Krone eines Rotholzbaums, der im Garten des letzten Hauses am Ende der Straße stand. Wir brauchten eine Baumleiter, um sie herunterzuholen.

* Riechen. Einen Geruch mental wahrzunehmen ist eine virtuelle Erfahrung. Man riecht ihn nicht wirklich, sondern hat plötzlich einen bestimmten Geruch in der Nase (zum Beispiel Zigarettenrauch – viele Tiere schicken mir diesen Geruch und mögen ihn gar nicht). Die Fähigkeit, einen Geruch intuitiv wahrzunehmen, wird auch Clairallience oder klares Riechen genannt. Gewöhnlich ist dieser Phantomsinn nicht so stark wie die anderen.

Ich kann mich an eine meiner Teilnehmerinnen erinnern, die intuitive Informationen hauptsächlich in Form von Gerüchen erhielt, aus denen sie unterschiedliche Schlüsse über das Tier zog. Zum Beispiel erhielt sie den Duft von frischem Gras und folgerte daraus, dass das Pferd, mit dem sie gerade sprach, Gras fressen wollte, dies jedoch nicht konnte, weil es nie aus dem Stall gelassen wurde. Die Information, die sie erhielt, stellte sich als richtig heraus, auch wenn der Kanal, über den sie sie empfing, ziemlich ungewöhnlich war. Ihr Fall ist einer der Gründe, weshalb ich meinen Schülern heute sage, dass es nicht wichtig ist, welchen Kanal man verwendet. Man kann mit allen fünf Phantomsinnen kommunizieren.

* Schmecken. Einen Geschmack mental wahrzunehmen, bezeichnet man auch als Clairhambience oder klares Schmecken. Wie beim virtuellen Riechen verspürt man nicht wirklich einen Geschmack auf der Zunge, sondern nimmt einen bestimmten Geschmack nur wahr. Vermutlich sollte ich an dieser Stelle eine Warnung aussprechen: Seien Sie vorsichtig mit dem, wonach Sie intuitiv fragen! In einer meiner Übungen schlage ich vor, die Schüler sollen ihr Tier bitten, ihnen intuitiv Informationen auf allen Kanälen zu schicken, das heißt ein Gefühl, ein Wort, ein Bild, einen Geruch und einen Geschmack. Die Katze einer Frau schickte ihr den Geschmack einer Beutelratte, den die Frau nur zu plastisch erhielt.

Merkmale der intuitiven Information

Es gibt drei charakteristische Merkmale der intuitiven Information:

1 Die Information trifft schnell ein, manchmal sogar bevor Sie die Frage fertig denken können.

2 Die Information, die Sie erhalten, klingt so merkwürdig, dass Sie sie für falsch halten und wissen, Sie können sich so etwas nicht ausgedacht haben.

3 Sie haben ein eindeutiges Gefühl der Sicherheit über die Information.

Wenn eine dieser Charakteristiken zutrifft, können Sie ziemlich sicher sein, dass es sich um Mitteilungen handelt, die Sie intuitiv erhalten haben.

Mit der Natur kommunizieren

Ich habe das Konzept, mit anderen Wesen als Tieren zu kommunizieren zwar erwähnt, jedoch nicht näher angesprochen. Behaupte ich, man könnte mit einem Baum sprechen? Ja, und noch mehr als das: Man kann sich mit jedem Merkmal der Natur unterhalten – mit den Bäumen, den Pflanzen, den Wasserfällen, den Seen, dem Wind und dem Land. In der Kosmologie der Indianer wird die Erde und alles, was auf ihr ist, als lebend angesehen. Standing Buffalo (Tatanga Mani), ein Stoney-Indianer aus Alberta, Kanada, verlieh dieser Einstellung in einer Rede, die er Ende der Sechziger in London hielt, Ausdruck:

Haben Sie gewusst, dass Bäume sprechen? Doch, das tun sie. Sie sprechen miteinander, und sie reden auch mit Ihnen, wenn Sie zuhören. Das Problem ist, dass die Weißen nicht zuhören. Sie haben nie gelernt, den Indianern zuzuhören, und so vermute ich auch, dass sie nie gelernt haben, anderen Stimmen in der Natur zuzuhören. Aber ich habe von den Bäumen eine Menge gelernt: Manches über das Wetter, manches über Tiere und manches über den Großen Geist.2

Die Kräuterexpertin Karyn Sanders erinnert sich daran, wie ihre Großmutter, eine Indianerin vom Stamme der Choctaw, ihr beibrachte, eine Pflanze erst um Erlaubnis zu bitten, bevor man sie als Heilkraut pflückte.3 Nicht alle Pflanzen gestatteten es ihr, sie zu pflücken, und ihre Wünsche mussten respektiert werden. Lucy Smith, eine Stammesälteste der Mihilakawna Pomo, beschreibt in den Lehren ihrer Mutter die Vorstellung, dass jeder Teil der Natur lebt und wichtig ist. Ihre Mutter hat ihr gesagt:

Wir hatten Verwandte und wir alle mussten miteinander leben, und so mussten wir lernen, wie wir miteinander auskommen könnten. Sie sagte, es sei gar nicht so schwer. Es sei dasselbe, wie wenn man auf ein jüngeres Geschwisterchen aufpassen muss. Man muss sie kennen lernen, herausfinden, was ihnen gefällt und was sie zum Weinen bringt, damit man wusste, was zu tun war. Wenn man sich gut um sie kümmerte, musste man sich nicht so anstrengen. Es klingt unglaublich, aber es ist so. Wenn später aus dem Säugling ein Mann oder eine Frau wird, wird er oder sie dir helfen.

Wissen Sie, ich dachte, sie würde über uns Indianer sprechen und darüber, wie wir miteinander auskommen könnten. Ich fand erst später durch meine ältere Schwester heraus, dass unsere Mutter nicht nur über die Indianer redete, sondern auch über die Pflanzen, Tiere, Vögel – alles auf der Erde. Sie sind unsere Verwandten, und wir müssen wissen, wie wir uns ihnen gegenüber zu verhalten haben, sonst rächen sie sich.4

Die beiden Botaniker George Washington Carver und Luther Burbank gaben an, mit ihren Pflanzen zu sprechen und von ihnen Antworten zu erhalten.5 Carver, der für seine neuen Erkenntnisse über die Erdnuss, die Süßkartoffel und die Sojabohne am bekanntesten wurde, sprach den Pflanzen selber all seine Forschungsergebnisse zu und beharrte darauf, sie hätten ihm beschrieben, wie man sie verwenden könne. Burbank sprach mit seinen Pflanzen und schickte ihnen jeden Tag das Gefühl der Liebe. Er war überzeugt, von ihnen verstanden zu werden. Vielleicht war ein Aspekt des Genies dieser beiden Männer der Wille, sich über konventionelle Meinungen und Praktiken hinwegzusetzen.

In ihrem Buch Jungle Medicine erzählt Connie Grauds, wie Pflanzen ihr Leben veränderten.6 Am Anfang ihrer Geschichte beschreibt sie sich als Pharmazeutin, die eine konservative westliche Erziehung genossen hat und nun in einem großen medizinischen Center arbeitet – nicht unbedingt der Typ Mensch, der später mit Pflanzen sprechen wird. Doch eine Reihe von seltsamen Zusammenhängen schicken sie tief in den Amazonas, wo sie einem schamanischen Heiler begegnet und schließlich mehrere Jahre bei ihm in die Lehre geht. Mitten in ihrer Lehre fängt sie an, in Gedanken Pflanzen sprechen zu hören. Sie sagen ihr, was sie heilen können und wo sie sie anwenden kann. Am Anfang hält sie sich für übergeschnappt, doch nachdem sie alle Informationen der Pflanzen ausprobiert hat und herausfindet, dass sie richtig sind, ist sie schließlich überzeugt, dass Pflanzen denken und kommunizieren können.

Mehrere Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten und der früheren Sowjetunion kamen nach Laborversuchen zu demselben Schluss. Cleve Baxter wurde durch seine Experimente berühmt, in denen er Pflanzen mit einem Lügendetektor verdrahtete und anschließend die Messungen auswertete, die entstanden, als die Pflanzen verschiedenen direkten und indirekten Stimulierungen ausgesetzt wurden.7 Die Pflanzen zeigten deutliche Reaktionen, wenn ein Blatt oder ein Stiel abgeschnitten wurde. Sie reagierten sogar, wenn Menschen neben ihnen standen, die nur daran dachten, einen Stiel abzuschneiden. Der sowjetische Wissenschaftler Venyamin Pushkin verdrahtete Pflanzen mit einem EKG-Gerät, mit dem gewöhnlich Hirnmessungen vorgenommen werden und das die elektrischen Reaktionen der Haut misst. In seinen Experimenten wurden jeweils einer Person, die unter Hypnose neben einer Pflanze saß, Situationen, die vom Positiven (stellen Sie sich einen sonnigen Tag am Strand vor) bis zum Negativen (stellen Sie sich mitten in einem Schneesturm vor) rangieren, suggeriert. Die Messungen ergaben dieselben Reaktionen bei den Pflanzen wie bei dem Menschen neben ihnen. Als Kontrollversuche führte Pushkin viele Sitzungen aus, in denen er die Reaktionen der Pflanzen in Abwesenheit menschlicher Wesen maß, oder wenn die Person neben ihnen sich in einem emotional neutralen Zustand befand. Er konnte keine Reaktionen erkennen. Daraus schloss er:

Es scheint daher, als sei die menschliche Psyche, unabhängig davon, wie kompliziert sie ist – unsere Wahrnehmungen, Gedanken, Erinnerungen –, als sei all das nur eine spezialisierte Entwicklung eines Informationssystems, das in einer Rohstufe schon in Pflanzenzellen vorhanden ist.8

Die Schwierigkeit, intuitiv mit Pflanzen, Bäumen, einem See oder einem Gebirge zu kommunizieren, besteht darin, dass sich die Daten, die Sie als Antwort erhalten, nur schwerlich überprüfen lassen; es ist viel einfacher, Nachweise für Informationen von Tieren zu erhalten. Wie ich herausgefunden habe, fiel es mir leichter, die Vorstellung der Kommunikation mit anderen Naturelementen anzunehmen, nachdem ich genügend Beweise meiner eigenen Kommunikation mit Tieren gesammelt hatte. Nun behandle ich alles in der Natur wie ein fühlendes Wesen, mit dem ich Unterhaltung unter Gleichberechtigten führen kann. Ich nehme an, dies kommt der Einstellung der Urbewohner sehr nahe und entspricht vielleicht dem, was Leben wirklich bedeutet.

Alte Kulturen und intuitive Kommunikation

In ihrem Werk über das alte Europa beschreibt die bulgarische Archäologin Marija Gimbutas die prähistorische Kultur dieser Gegend als gleichberechtigt, friedlich und Natur liebend. Ihre Analyse der prähistorischen Kultur fundiert auf der Notwendigkeit, archäologische Funde zu interpretieren.9 Andere Autoren haben ähnliche Schilderungen der Weltanschauung prähistorischer Kulturen in Nord- und Südamerika erbracht.10 Vine Deloria Jr. berichtet, ein Anführer der Cayuse namens Young Chief hätte sich geweigert, das Abkommen von Walla Walla zu unterzeichnen, da seines Erachtens nach der Rest der Schöpfung in dem Vertrag nicht berücksichtigt wurde.11 Zweifellos waren prähistorische Kulturen der Naturwelt weitaus stärker verbunden, als die heutigen Kulturen es sind.

Bei meinen Untersuchungen wollte ich insbesondere Informationen über die Anwendung intuitiver Kommunikation in den Kulturen der Urvölker herausbekommen. Aus einer ganzen Reihe von Gründen ist es nicht leicht, an solche Informationen heranzukommen. Erstens wurden die meisten Urvölker, die heute noch existieren, durch die Beherrschung der europäischen Siedler stark verändert. Es lässt sich nur schwer eine Ur-Kultur finden, die nicht durch die moderne Kultur beeinflusst worden ist. Calvin Martin führte in seinem Buch Keepers of the Game eine meisterhafte Untersuchung über den Untergang der ursprünglichen Kulturen durch.12 Anhand von historischen Texten rekonstruiert er die Zerstörung der traditionellen Kultur der Stämme entlang der östlichen Küste Kanadas durch die Eroberung europäischer Einwanderer. Diese lebensfrohen Urvölker verwandelten sich von gesunden Stämmen, die mit der Wildnis und ihrer Umwelt im Gleichgewicht waren, in Menschen, die von Krankheiten gemartert waren und völlig abhängig von den europäischen Pelzhändlern wurden. Die Balance zur Natur und der gegenseitige Respekt zwischen ihnen und der Wildnis wurden zerstört, bis letztendlich Millionen von Tieren abgeschlachtet wurden und der Biber – sowie im Westen der Buffalo – fast völlig ausgerottet wurden.

Ein zweites Problem beim Sammeln von Auskünften über die Intuition primitiver Kulturen besteht darin, dass diese Kulturen von Anthropologen nur wenig untersucht wurden, da die Wissenschaftler die Behauptungen von telepathischen Kräften und anderen intuitiven Fähigkeiten als kindischen Zauberglauben abtaten, ohne ihren möglichen Wahrheitsgehalt in Betracht zu ziehen. Ich schaffte es schließlich, ein paar Forscher zu finden, die sich mit dem Thema beschäftigt haben. Lowell Bean sagt zum Beispiel in seiner Abhandlung über indianische Schamanen in Kalifornien:

Es wird allgemein angenommen, dass jedes Leben Intelligenz besitzt. So kann der Schamane mit allen Lebewesen und sogar mit scheinbar leblosen Gegenständen kommunizieren zum Beispiel mit einem Stein, Tieren, Vögeln, Bäumen, Gras, Blumen, Wind oder Wasser. Der Schamane kennt möglicherweise ihre Sprache. Und er oder sie kommuniziert regelmäßig mit ihnen.13

In den fünfziger Jahren lebten Ronald Rose und seine Frau sieben Jahre lang bei einem Stamm der Ureinwohner Australiens. Sie untersuchten und dokumentierten den Anspruch der Stammesmitglieder auf intuitive Fähigkeiten.14 Die Kulturen, die sie studierten, waren schon am Auseinanderbrechen, und heute gibt es womöglich keine vollständigen Stammesgruppen mehr. Damals entdeckte Rose jedoch bei allen, die er untersuchte, die immer vorhandene Fähigkeit, intuitiv Mitteilungen auch über große Entfernungen zu verschicken und zu erhalten. In Kulturen wie die der australischen Aboriginal-Stämme, die durch riesige Entfernungen getrennt waren, macht es Sinn, wenn die Menschen eine hoch entwickelte Fähigkeit besitzen, auf diese Weise miteinander zu kommunizieren.

Wie Rose herausfand, hatten die Informationen, die jemand erhielt, mit einer Krankheit oder dem Tod eines Verwandten zu tun; viele dieser Mitteilungen wurden von Außenstehenden wie Missionaren oder Viehranchern bestätigt. Interessanterweise erhielt der Betreffende manchmal die Information, indem er mit einem Totemtier sprach, statt durch direkten mentalen Kontakt mit einem anderen Menschen. Die Urbewohner, mit denen Rose sich beschäftigte, behaupteten außerdem von sich, sie könnten Regen machen, Gewitter kontrollieren, Krankheiten heilen, sich ohne ihren Körper an andere Orte versetzen, ihre Gestalt verändern und den Tod eines anderen verursachen (dies wurde bei Menschen vollzogen, die eine Vergewaltigung begangen oder ein anderes starkes Tabu gebrochen hatten). Roses Forschungsarbeit wird vermutlich niemals wiederholt werden, da, wie er selbst anmerkte, nur wenige Stämme übrig sind, die untersucht werden könnten.

Wie Rose machte sich auch Adrian Boshier daran, paranormale Phänomene zu erforschen. In seinem Fall war dies innerhalb eines afrikanischen Urstamms. Seine Untersuchungen in den Sechzigern wurden von der Parapsychology Foundation of New York unterstützt.15 Boshier konnte verifizieren, dass die afrikanische Medizinfrau, bei der er schließlich in die Lehre ging, mit hoch entwickelter Intuition ausgestattet war, intuitiv mit Tieren in Verbindung treten und ihr Verhalten voraussagen konnte. Sie konnte auch Ereignisse in Boshiers Zukunft sowie visuelle Szenen aus seiner Vergangenheit akkurat beschreiben.

Die Forschungsarbeiten von Rose und Boshier sind genau dokumentiert und glaubhaft. Beide Wissenschaftler geben ausgiebige persönliche Beobachtungen und zahlreiche gesammelte Anekdoten wieder. Ihre Arbeit untermauert die These, dass Intuition ein integrierter Bestandteil der Ur-Kulturen war.

Wie lässt sich intuitive Kommunikation erklären?

Die meisten Gebiete der Wissenschaft verneinen die mögliche Existenz intuitiver Kommunikation. Die einzige Ausnahme macht die Physik. In der Physik wird die Vorstellung, dass wir Ereignisse in der Ferne wahrnehmen und durch sie beeinflusst werden können, als Quantenverknüpfung oder auch nicht-lokale Korrelation bezeichnet. Diese Theorie wurde von mehreren Wissenschaftlern, darunter auch Albert Einstein, im Jahr 1935 aufgestellt. Die klassischen physikalischen Experimente, die als Nachweise der nicht-lokalen Korrelation zitiert werden, sind das überprüfte Verhalten zweier Photonen, die aus derselben Quelle stammen und sich in gegensätzliche Richtung entfernen. Die Wissenschaftler konnten beobachten, dass sich das, was mit einem Photon geschieht, auf das jeweils andere Photon auswirkt, selbst wenn eine große Entfernung zwischen ihnen liegt. In seinem Buch Jeder hat den 6. Sinn zieht der Phyiker Russell Targ Parallelen zwischen dem Verhalten von Photonen und dem Verhalten, das bei eineiigen Zwillingen beobachtet wurde, die – auch wenn sie bei der Geburt getrennt wurden – einen fast identischen Geschmack und übereinstimmende Interessen, Erlebnisse, Persönlichkeiten und Berufe aufweisen.16 Targ ist zugleich einer der Vorreiter auf dem Gebiet intuitiver, hellseherischer Fähigkeiten, die er »PSI« nennt. Er arbeitete viele Jahre mit dem amerikanischen Militär zusammen und trainierte andere darin, ihre intuitive Fähigkeit beim Auffinden abgeschossener Flugzeuge und entführter Personen einzusetzen. Der Begriff, den das Militär dafür verwendet, ist remote viewing. Viele der militärischen »Seher« wurden so gut darin, dass sie sogar getarnte russische Raketenstationen über große Entfernungen entdecken konnten. Die Orte, auf die sie zeigten, konnten nach Ende des Kalten Kriegs bestätigt werden.17

In Jeder hat den 6. Sinn führt Targ aus, dass die auf Statistiken basierenden Forschungen, die die Existenz des remote viewing nachweisen, mit einer Chance von eins zu zehn Milliarden falsch sind.18 Leider schenkten nur wenige konventionelle Wissenschaftler Targs Forschungsarbeit Aufmerksamkeit. Eine weitere interessante Tatsache, die Targ berichtet, ist die, dass die intuitive Fähigkeit (oder remote viewing) weder an Raum noch an Zeit gebunden ist.19 In anderen Worten: Man kann mit jedem Ort oder jedem Wesen auf dem Planeten zu jedem Zeitpunkt der Geschichte mental Verbindung aufnehmen. Targ ist der Auffassung, wir sollten unser Universum eher als ein Hologramm ansehen; dieses Konzept wurde von David Bohm in seinem Buch Das neue Weltbild aufgestellt.20 In einem Modell des Universums als Hologramm enthält jeder Abschnitt von Zeit und Raum Informationen über jeden anderen räumlichen und zeitlichen Abschnitt. Es gibt keine Grenzen, und sämtliche Informationen können sofort immer und überall abgerufen werden.

Targs Buch ist faszinierend und eines der besten auf diesem Gebiet. Er kommt zu dem Ergebnis, dass der Schlüssel zur Umsetzung dieses Phänomens das Vorhaben ist. Alles was Sie brauchen, um damit anzufangen, ist der Wille zum remote viewing oder intuitiven Kommunikation. Und um Ihre Fähigkeit zu vervollkommnen, brauchen Sie nur Übung.

Wo man intuitive Kommunikation anwenden kann

Intuitive Kommunikation wird auf der ganzen Welt immer beliebter, da sie sehr hilfreich sein kann. Sie können sie anwenden, um einen Kampf zwischen Tieren zu schlichten, die früheren Halter und Erfahrungen eines Tiers herauszufinden oder um ein vermisstes Tier aufzuspüren. Man kann damit auch die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse eines Tiers erfahren, was besonders wertvoll ist, wenn es sich um ein altes oder krankes Tier handelt. Und wenn Sie Ihrem Tier eine bevorstehende Veränderung, wie zum Beispiel einen Umzug, erklären können, helfen Sie dem Tier, seine Ängste abzubauen.

Intuitive Kommunikation kann auch bei wilden Tieren angewandt werden. Manche Leute sind darin sehr erfolgreich, wenn sie Maulwürfe oder Ameisen höflich bitten, woandershin zu ziehen. Viele Hobbygärtner haben mir gegenüber zugegeben, dass sie die Fähigkeit anwenden, um die Bedürfnisse und das Verlangen der Pflanzen herauszufinden. Dadurch sind ihre Pflanzen gesund und glücklich, und ihr Garten strahlt Harmonie aus. Die Geschichten in diesem Buch werden Ihnen zeigen, welche bedeutenden Auswirkungen die Ausübung der intuitiven Kommunikation auf das Leben der Menschen hat. Sie können es selbst erleben, wenn Sie sich dazu entscheiden, die Fähigkeit wieder zu entwickeln. Würden mehr Menschen anfangen, andere Wesen auf einer gleichberechtigten Ebene zu behandeln, dann wäre dies ein tiefgreifender und nachhaltiger Gewinn für alle Lebensformen auf dieser Erde.

Nachweise und Bestätigungen

Intuitive Kommunikation kann äußerst genau sein. Um dies jedoch zu beweisen, muss es Ihnen möglich sein, die Daten zu überprüfen. Ein Weg, das zu erreichen, sind nachprüfbare Experimente, in denen man Tieren, über die man nicht viel weiß, Fragen stellt und sich die Antworten von ihren Haltern bestätigen lässt. In meinen Workshops für Anfänger bitte ich die Teilnehmer, intuitiv mit einem Tier Verbindung aufzunehmen, das sie kaum kennen, und das Tier zu fragen, wie sein Zuhause aussieht. Die Leute erhalten erstaunlich genaue Details über Häuser, die sie noch nie gesehen haben.

Sie werden in diesem Buch viele Berichte über Menschen finden, die intuitiv Informationen von einem Tier erhalten haben, die sie später verifizieren konnten. Durch die vielen Tierkommunikatoren, die heute weltweit praktizieren, ist die Anzahl bestätigter Erfahrungen in intuitiver Kommunikation wahrscheinlich riesig. Doch unabhängig davon, wie richtig oder genau die Berichte sind, scheint die moderne Wissenschaft nicht willens zu sein, die Gültigkeit dieses Forschungsgebiets anzuerkennen. Skeptiker behaupten, der Kommunikator würde die Körpersprache eines Tiers lesen und ansonsten Vermutungen anstellen, die auf seinem vorhandenen Wissen über die Rasse oder Tierart beruhen. Doch wenn ein Mensch auf das Foto eines Hundes auf einem freien Feld blickt, dann über eine große Entfernung hinweg mit ihm intuitiv in Verbindung treten kann und herausfindet, dass der Hund in einem zweistöckigen Backsteinhaus lebt, das mit Orientteppichen, einem Wohnzimmer auf versetzter Ebene, einer gelben Küche und hauptsächlich weißen Möbeln ausgestattet ist, dann sind die Körpersprache des Tiers und seine Rasse irrelevant. Ich arbeite kaum persönlich mit Tieren und sehe auch nur selten ein Foto von ihnen. Ihre Körpersprache zu lesen wäre mir also nicht möglich.

Andere Kritiker vermuten, dass die Kommunikatoren ihren Klienten suggestive Fragen stellen und sie so Informationen bekommen. Ich bin sicher, es gibt Leute, die das tun, möglicherweise unbewusst, und Kommunikatoren müssen in dieser Hinsicht Vorsicht walten lassen. Ein Gegenmittel, das ich manchmal anwende, ist das direkte Gespräch mit dem Tier ohne Anwesenheit oder Teilnahme meines Klienten. In diesen Fällen lasse ich mir vom Halter den Namen, das Alter, das Geschlecht, die Farbe und äußere Beschreibung des Tiers geben. Dann frage ich ihn nach dem Problem oder nach dem, was ich für ihn herausfinden soll. Danach lege ich den Hörer auf und trete mit dem Tier in Kontakt. Auf diese Weise habe ich keine Möglichkeit, den Klienten auszufragen, um so von ihm die Informationen zu erhalten, die ich intuitiv vom Tier bekomme.

Die Geschichten, die ich gesammelt habe, überzeugen mich von der Authentizität des Prozesses der intuitiven Kommunikation. Sie ist jedoch nicht unfehlbar. Es kann passieren, dass Ihre Ergebnisse von Ihrer eigenen Subjektivität beeinflusst werden, wie zum Beispiel bei einem vermissten Tier, das lebendig oder tot sein kann, während Sie sich sehnlichst wünschen, dass es noch lebt. Störungen durch persönliche Vorlieben oder jede Art von körperlichem oder seelischem Stress kann Ungenauigkeiten bewirken. Sogar die besten Tierkommunikatoren geben keine durchschnittliche Erfolgsquote von mehr als 80 bis 90 Prozent an. Wenn Sie mit Ihren eigenen Tieren arbeiten, kann es schwieriger werden, die Informationen auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Gewöhnlich liegt der Beweis in ihren Reaktionen. Verhalten sie sich so, als hätten sie Sie gehört? Stellt sich das, was sie Ihnen gesagt haben, als richtig heraus?

Eine Klientin von mir namens Tery Pierson berichtete von zwei Vorfällen, bei denen das Verhalten ihrer Pferde bestätigte, dass sie sie gehört hatten. Der erste Vorfall ereignete sich an einem Tag, als der Pferdeschmied mit den Hufen eines ihrer Pferde fertig war. Er ließ den Wallach zu den anderen Pferden auf der Weide, deren Hufe noch nicht beschlagen waren. Als Tery ihr Pferd sah, sagte sie zu ihm: »Nein, ich will dich nicht bei den Pferden, deren Hufe noch nicht fertig sind. Ich will alle Pferde, die schon beschlagen worden sind, dort drüben auf der anderen Weide.« Ohne jeden weiteren Befehl trottete Terys Wallach zum Erstaunen des Hufschmieds auf die andere Weide.

Ein paar Tage später bekam sie noch eine Bestätigung – diesmal von ihrer Stute. Gewöhnlich fütterte sie die Stute im Stall, woraufhin der Wallach hineinrannte und das Futter der Stute fraß. An diesem Tag sagte Tery zu ihm: »Warte auf deiner Seite, ich bringe dir dein Fressen gleich hinaus.« Sie war außer sich vor Freude, als er in seinem Gehege blieb und wartete, bis sie ihm sein Futter brachte.

Ganz besonders mag ich Geschichten, in denen ein Tier als Reaktion auf intuitive Kommunikation aufhört zu fressen und etwas Untypisches tut, denn Tiere, die gern fressen, verändern gewöhnlich nicht einfach ihr Essverhalten, solange sie sich wohl fühlen. Sie sind zu sehr auf ihr Fressen fixiert, um sich auf irgendetwas anderes zu konzentrieren.

Die Tierkommunikatorin Lena Swanson berichtete mir von dem Problem, das sie mit ihrer Golden-Retriever-Hündin Naca hatte und allein durch Kommunikation löste. Naca hatte es sich angewöhnt, auf Spaziergängen wegzurennen und andere Hunde zu belästigen. Dann übermittelte Lena Naca, welche Verhaltensänderungen sie sich wünschte, und erklärte der Hündin, wenn sie sich nicht fügte, müsse sie eine Hundeschule aufsuchen. Sie sagt, Nacas Verhalten besserte sich daraufhin über Nacht.

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Ograniczenie wiekowe:
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Data wydania na Litres:
22 grudnia 2023
Objętość:
213 str. 39 ilustracji
ISBN:
9783945574492
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