Czytaj książkę: «Lautlose Sprache»
Über die Autorin

Marta Williams erhielt ihren ersten Universitätsabschluss (Bachelor) im Fach Umweltschutz und Erhaltung natürlicher Ressourcen an der University of California in Berkeley und erwarb dann ein Diplom in Biologie an der San Francisco State University.
Bevor Sie Tierkommunikatorin wurde, arbeitete sie viele Jahre lang als Wildbiologin und Umweltwissenschaftlerin.
Marta hat Klienten überall auf der ganzen Welt und gibt intuitive Beratungen für jede Tierart. Außerdem reist Sie um die ganze Welt, um Workshops, Seminare und Sprechstunden über den intuitiven Kontakt zu Tieren und der Natur abzuhalten. Interessenten für eine telefonische Beratung oder für die Teilnahme oder Ausrichtung von Seminaren oder Sprechstunden wählen die Nummer: (001) (707) 829-8186 an, oder besuchen ihre Website: www.martawilliams.com. Marta Williams lebt im nördlichen Kalifornien.
Über das Buch
Der Gott unseres Zeitalters - die Vernunft - hat uns die Intuition geraubt. Doch wenn wir überleben wollen, müssen wir beginnen, wieder auf unsere Umwelt und unsere nicht-menschlichen Mitgeschöpfe zu hören.
Lautlose Sprache zeigt mit berührenden Beispielen und einfachen Übungen wie wir lernen können, die ständig präsente Kommunikation von Tieren und Natur zu verstehen und unsere Verbindung mit allem Leben tief in uns zu erfahren. Ein klar strukturiertes Praxis- und Übungsbuch für Tier- und Naturliebhaber - und für alle, die die Erde ihr Zuhause nennen.
Marta Williams
Lautlose Sprache
Intuitive Kommunikation mit Tieren und Natur
Aus dem Amerikanischen von Cora Zöller und Arya Khademi

Inhaltsverzeichnis
Umschlag
Das Buch / Die Autorin
Titel
Inhaltsverzeichnis
Dank
Vorwort
Anmerkung der Autorin zum Text
Einleitung - In Beziehung mit Allem sein
TEIL I - DIE WELT DER INTUITIVEN KOMMUNIKATION
1 MEIN WEG ZUR INTUITIVEN KOMMUNIKATION
2 INTUITION: DIE VERBORGENE BEGABUNG
Unterdrückte Fähigkeiten
Intuition im Alltag
Testen Sie Ihre Intuition
Definition
Die Eigenschaften eines intuitiven Menschen
Soziale Tabus
Intuition und Wissenschaft
Das Verhältnis zwischen Wissenschaft, Natur und Tieren
Intuition bei Tieren
Übungen zum Entwickeln Ihrer intuitiven Fähigkeiten
3 INTUITION - DIE LAUTLOSE SPRACHE
Informationen senden
Übungsteil: Informationen auf intuitivem Weg senden
Informationen empfangen
4 ÜBERPRÜFBARKEIT UND GENAUIGKEIT VON INFORMATIONEN
Wie genau sind die Ergebnisse?
Geschichten als Beweise
Die Einwände der Skeptiker
Unbestreitbare Genauigkeit
Manchmal liegt der Beweis im Ergebnis
Woher kommen Ungenauigkeiten?
Jenseits der Überprüfbarkeit
TEIL II - FANGEN WIR AN 5 EINE NEUE ART DES REDENS
Reden, als ob sie uns verstehen
Hören sie zu?
Gespräche aus der Ferne
Mit verstorbenen Tieren sprechen
Übungen: Reden, als ob sie uns verstehen
6 GRUNDLEGENDE TECHNIKEN FÜR DEN INTUITIVEN EMPFANG VON INFORMATIONEN
Informationen intuitiv empfangen
Welche Methode sollten Sie benutzen?
Techniken zum Zentrieren und zur Aufnahme des Kontakts
Die Techniken des Fokussierens und Verbindens in der Anwendung
Regeln zum intuitiven Empfangen von Informationen
Das Geheimnis zur Steigerung der Genauigkeit
Übungen zum Aufnehmen von Informationen
7 DER INNERE KRITIKER
Der innere Polizist
Weitere Blockaden der Intuition
Die Blockaden erkennen und auflösen
Übungen zur Auflösung von Blockaden
TEIL III - FORTGESCHRITTENE TECHNIKEN 8 BOTSCHAFTEN BESSER WAHRNEHMEN
Typische Anzeichen für eine intuitive Information
Den Empfang von Informationen verbessern
In Verbindung bleiben
Übungen: Magst du ... ?
Übung: Visualisierung
9 ÜBEN, ÜBEN, NOCHMALS ÜBEN
Übungsmöglichkeiten
Übungen im Freien
Mit Tieren von Freunden sprechen
Interviews mit Tieren
Probleme lösen
Unterwegs sein
Fragen, die Sie allen Tieren stellen können
TEIL IV - PRAKTISCHE ANWENDUNGEN 10 MIT DEN EIGENEN TIEREN SPRECHEN
Warum es schwieriger ist, mit den eigenen Tieren zu kommunizieren
Wie man mit den eigenen Tieren arbeitet
Übungen: Mit den eigenen Tieren sprechen
11 VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT
Die Vergangenheit klären
Frühere Leben untersuchen
Die Tiere in unserem Leben
Werfen Sie einen Blick in die Zukunft
Übungen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
12 KRANKHEIT UND GESUNDHEIT
Energie-Heilung
Die Gesundheit Ihrer Tiere
Hilfe für sterbende Tiere
Übungen: Krankheit und Gesundheit
13 WENN TIERE ENTLAUFEN SIND
Wie präzise können Voraussagen sein?
Wie man entlaufene Tiere wiederfindet
Übungen: Entlaufene Tiere auffinden
TEIL V - MIT DER NATUR KOMMUNIZIEREN 14 DIE WILDNIS DER ERDE
Die Wildnis liegt vor Ihrer Haustür
Schädlinge
Begegnungen in der Wildnis
Tiere als Führer und Orakel
Übungen: Wilde Tiere
15 PFLANZEN UND LANDSCHAFTEN
Was stimmt nicht an diesem Bild?
Bringen Sie Ihren Garten zum Erblühen
Die wilde Erde
Der Geist eines Ortes
Übungen: Pflanzen und die Landschaft
16 DIE ZUSAMMENARBEIT MIT DER ERDE
Was ist zu tun?
Lösungen
zu Kapitel 6
zu Kapitel 7
zu Kapitel 8
Anmerkungen zu den Kapiteln
Anmerkungen der Übersetzerinnen
Nützliche Adressen
Literatur
Impressum
Ich schrieb dieses Buch für die Tiere der Erde, für die Pflanzen und Wälder, für die Flüsse und Berge, für die unberührten wunderbaren Plätze und für den Geist der Erde. Sie alle wollen, dass wir ihnen wieder zuhören und ihre Stimme als lebenswichtige Ratgeber nutzen.
Dank
Ich danke dir, Virginia Simpson-Magruder, dass du diesen Prozess in Gang gesetzt hast. Wenn du nicht gewesen wärst, säße ich immer noch und würde mir den Kopf kratzen und mich dabei fragen, wie ich um alles in der Welt ein Buch herausbringen sollte. Mögen die rotschwänzigen Falken dich täglich besuchen und mögest du immer von Magie umgeben sein.
Einige Mitglieder meiner Familie hoffen sicher, dass ich mich nicht dafür entscheide, ein weiteres Buch zu schreiben. Ich danke meinen Eltern Jean und John Williams und meiner Schwester Anne Millington für ihre unermüdliche redaktionelle Bearbeitung des Textes. Ich verspreche euch, beim nächsten Mal eine Hilfskraft einzustellen.
Es war mir eine Freude, mit den Mitarbeitern des „New World Library“ Verlags zusammenzuarbeiten. Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen des Teams, mein besonderer Dank gilt aber meiner Lektorin Georgia Hughes für ihre Unterstützung, ihren Sachverstand und für ihre professionelle Beratung. Außerdem danke ich Munro Magruder für seine Kreativität und für seine Begeisterung, die dieses Buch sehr gefördert haben.
Auch meinen Klienten, Kollegen und Studenten aus dem Tier- und Menschenreich, die meine Arbeit im Laufe der Jahre unterstützt haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Mein besonderer Dank gilt Sylvie Maier, Petra und Freek Gout, Ellen Spiegel, Sam Louie, Janet Shepherd, Marla Williams, Madeline Yamate, Tina Hutton, Carol Gurney, Barbara Chasteen, Diana Thompson und all denen, die mir ihre Geschichten für dieses Buch zur Verfügung gestellt haben. Ich bedanke mich auch bei meinen Tieren für ihre Liebe und Unterstützung.
Vorwort
Tiere berühren unser Herz auf einzigartige Weise. Sie schleichen sich näher an uns heran als Menschen, öffnen uns gefühlsmäßig und sie lassen es zu, dass wir ihnen unsere tiefsten Gedanken, Gefühle und Ambitionen anvertrauen. Einmal kurz angeschmiegt, um die Beine gestrichen, geleckt oder miaut und schon müssen wir lächeln und der Tag ist gerettet.
Manche von uns reden mit ihren Freunden aus der Tierwelt so, als ob diese ganz genau verstehen würden, was wir sagen - und das ist möglicherweise der Grund, warum sie uns tatsächlich verstehen. Menschen, die nicht das Vergnügen haben, mit einem Tier zu leben, denken, wir ticken nicht ganz richtig, doch die Kommunikation zwischen Tier und Mensch übersteigt die Grenzen des gesprochenen Wortes und ist angefüllt mit Gefühlen der gegenseitigen Achtung und liebevollen Zuwendung. Bei einem Tier dürfen wir so sein, wie wir sind - es gibt keine Verlegenheit, keine Zweifel, keine Peinlichkeit. Ich praktiziere seit 25 Jahren als Tierärztin, 23 Jahre davon mit ganzheitlicher Tiermedizin. Während dieser Jahre habe ich erstaunliche Interaktionen zwischen Tieren und ihren menschlichen Betreuern beobachtet. Die meisten Menschen, die mit Tieren leben, unterhalten sich ständig mit diesen Freunden. Als ich meine Freundin, die Katze Hollywood, verlor, begann ich Selbstgespräche zu führen, wenn ich allein zu Hause war, um so die Lücke zu füllen, die meine felltragende Gefährtin hinterlassen hatte.
Obwohl ich schon immer mit Tieren kommuniziert habe, besonders wenn sie zu mir in die Sprechstunde kamen, habe ich nie bewusst darüber nachgedacht. Ich finde es deshalb aufregend, Marta Williams Bitte, ein Vorwort für ihr Buch zu schreiben, nachzukommen.
Marta hat ein sehr grundlegendes und liebevolles Anleitungsbuch geschrieben. Es ist reich an Geschichten aus dem Leben der Tiere und Menschen, die ihre Klienten sind. Es vermittelt uns Schritt für Schritt, wie wir lernen, Tiere zu verstehen und mit ihnen zu reden, egal ob wir sie schon kennen oder nicht. Und es unterstreicht die Glaubwürdigkeit der Situationen, in denen Sie etwas zu Ihrem Pferd, Ihrem Hund oder Ihrer Katze sagten und das deutliche Gefühl hatten, eine Antwort zu erhalten.
Mir hat dieses Buch geholfen, langsamer und entspannter an meine Patienten heranzugehen und sie erst einmal zu fragen, wie es ihnen geht und ob ich ihnen helfen darf. Ich lasse sie wissen, dass ich mit ihnen so behutsam wie möglich umgehen werde und dass sie zu ihrem Heilungsprozess ihren Teil beitragen wie in einer Partnerschaft. Den Tieren diese Dinge zu vermitteln ist genauso wichtig wie die medizinische Behandlung selbst. Wenn ich mich vorher nicht mit ihnen darüber verständige und nicht die Erlaubnis der Tiere erbitte, kann eine sehr angespannte Situation auftreten, die den Behandlungserfolg beeinträchtigen kann. Indem ich bewusst mit den Tieren kommuniziere, fördere ich das Verständnis zwischen meinen Patienten und mir. Es ist unglaublich lohnend und bereichernd, die Tiere um ihre Mithilfe zu bitten und dann zu erleben, wie sie dies würdigen, indem sie das tun, was ich ihnen sage.
Vor einigen Tagen untersuchte ich den älteren Hund einer Kollegin. Normalerweise verhält sich dieses Tier sehr unkooperativ; meine Kollegin hat an ihrem Arm sogar einige Narben davongetragen als sie versuchte, das Maul des Hundes zu öffnen um seine Zunge anzusehen. Diese Methode der Diagnostik wird in der traditionellen chinesischen Tiermedizin praktiziert. Als der Hund hereinkam, hatte ich von seinem bisherigen Verhalten keine Ahnung. Ich begrüßte ihn und fragte ihn, was mit ihm los sei und bat ihn dann, sein Maul zu öffnen. Sein Frauchen fiel fast vom Stuhl als er daraufhin locker gähnend sein Maul öffnete und mir seine Zunge zeigte.
Ein anderes Mal versuchte ich einem Pferd namens Sam zu helfen, der Probleme mit seinem Hals hatte. Er konnte den Hals nicht nach einer Seite beugen, doch niemand hatte ihn bisher gefragt, was mit ihm los sei oder wie man ihm helfen könnte. Als ich mich Sam näherte, war er auf seiner Weide nicht im Geringsten daran interessiert von einem Halfter- und Führungsseil eingefangen zu werden. So blieb ich also etwa 20 Meter entfernt von ihm stehen und erzählte ihm, ich hätte beobachtet, dass sein Hals ihm offensichtlich weh tue und ob er meine Hilfe annehmen wolle. Ich blieb einfach nur stehen und nach einigen Minuten kam er zu mir, beugte seinen Kopf und ließ sich das Halfter umlegen.
Der partnerschaftliche Umgang mit einem Tier ist viel wirksamer als die „der-Mensch-dominiert-das-Tier“ Variante. Eines Tages gab mir mein Freund und Lehrer, das Vollblutpferd Louie, eine Lektion und eine allgemeine Betrachtung über das Traben, das Wechseln der Richtung und das Vorwärtsbewegen. Wir kamen an einen Punkt, an dem er sich weigerte, mit mir auf seinem Rücken noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich forderte ihn auf wieder zu traben, was er für einige Schritte auch tat, doch dann wurde er langsamer und blieb schließlich stehen, so als sei er im Treibsand gefangen. Seine Entscheidung nicht weiterzugehen stand fest, und ich konnte versuchen, was ich wollte, er bewegte sich nicht. Was also wollte er mir sagen? Dies passierte zu einer Zeit, in der ich selbst Schwierigkeiten hatte, mich gefühlsmäßig in meinem Leben vorwärts zu bewegen. Konnte es sein, dass Louie diese Stimmung in seiner Körpersprache aufnahm?
Als ich Louie das nächste Mal besuchte, war ich gefühlsmäßig in einer besseren Verfassung und es ging wieder vorwärts in meinem Leben. Zu dieser Zeit war Louies Mensch nicht da und so konnten wir klarer und ungestörter kommunizieren. Ich fragte ihn, wie er sich fühle und er antwortete, dass er aus der Arena herauswolle. Ich legte ihm ein Halfter um und führte ihn den Auffahrtsweg auf und ab, so dass er die Aussicht genießen konnte und frische Kräuter am Wegesrand fraß. Als wir wieder in der Arena angekommen waren, fragte ich ihn, was er als Nächstes tun wolle und er ging zu dem Punkt im Kreis, wo wir normalerweise unsere Arbeit beginnen und machte alleine Achter-Figuren, so als wolle er sagen: „Du hast mich machen lassen, was ich wollte und jetzt ist es Zeit, an die Arbeit zu gehen.“ Begebenheiten wie diese bereichern das Leben, das wir mit unseren Freunden, den Tieren, teilen.
Marta Williams mit ihrer wunderbaren Begabung des intuitiven Zugangs zu den Tieren gibt uns mit diesem Buch eine Möglichkeit, unsere Beziehung zur Tierwelt zu vertiefen. Mit einfachen Worten und leichten Übungen hilft sie uns, eine Verbindung zwischen unserem inneren Wesen und dem Wesen der Tiere herzustellen und führt uns so zu spirituellem Wachstum. Sie bringt Hoffnung und Liebe in unsere Beziehungen zu den Tieren. Seien Sie bei der Lektüre dieses Buches bereit, Ihren Geist und Ihr Herz zu öffnen und lernen Sie so die Sprache der Tiere.
Cheryl Schwartz Tierärztin und Autorin von „Traditionelle Chinesische Medizin für Hunde und Katzen“
Anmerkung der Autorin zum Text
Tiere sind keine unbelebten Objekte, sie besitzen ein Geschlecht, aber welches Geschlechtspronomen sollte ich wählen, wenn beide gemeint sein könnten? Landläufig ist es üblich, im Zweifelsfall das Pronomen „er“ zu benutzen. Ich habe mich bemüht, Tiere nicht zu einem Objekt zu degradieren, indem ich von ihren „Besitzern“ sprach. Den menschlichen Teil einer Tier-Mensch-Beziehung bezeichne ich deshalb als „die Person des Tieres“ oder „die Menschen des Tieres“.
Einleitung
In Beziehung mit Allem sein
Als ich die junge schwarze Mustang Stute Whiskers zum ersten Mal traf, hatte sie vor allem Angst und es war schwer, mit ihr umzugehen. Es war unmöglich sie zu waschen, ihr einen Fliegenschutz am Kopf anzubringen oder sie einfach nur gefahrlos im Stall herumzuführen. Niemand wusste genau, was sie erlebt hatte, doch von ihrem Verhalten her zu urteilen, musste sie grausam misshandelt worden sein. Als ich in der stillen Sprache der Intuition mit ihr sprach, erzählte sie mir ihre Geschichte. Sie zeigte mir Bilder von ihrer Mutter, die von den Männern, die sie beide eingefangen hatten, getötet wurde. Dann sah ich Bilder, wie diese Männer Whiskers ärgerten und verhöhnten, weil sie so verängstigt und verstört reagierte. Ich empfing Gefühle von großer Angst, Einsamkeit und tiefer Trauer über den Verlust ihrer Mutter. Sie erklärte mir, dass sie Menschen nicht mehr vertrauen könne und ich verstand sehr gut, warum das so war.
Was konnte ich für diese kleine Stute, die so viel Schlimmes von Menschen erfahren hatte, tun? Ich schickte ihr Gefühle der Liebe und Bilder einer möglichen Zukunft, in der sie in Glück und Sicherheit leben konnte. Ich sagte ihr, dass es nicht richtig war, wie sie behandelt worden sei und dass kein Pferd ein solches Verhalten ertragen müsse. Ich versprach ihr, dass sie immer bei ihren jetzigen Menschen bleiben könne und nie mehr schlecht behandelt werden würde. Sie bat um einen neuen Namen und mir fiel der Name „Sadie“ ein und so heißt sie nun.
Sadie brauchte, ähnlich wie ein Mensch in dieser Situation, jemanden, der ihr zuhört, der sie unterstützt und ihr hilft, ihre Zukunft mit Zuversicht zu sehen, so dass sie nach und nach ihre Angst, ihre Trauer und ihren Schmerz loslassen konnte. Erst dann konnte sie den Menschen, die für sie sorgten, erlauben, ihr ein neues Leben anzubieten. Nach unserer Unterhaltung begann Sadie wieder zu vertrauen. Am nächsten Morgen schon durfte ihr Betreuer ihr zum ersten Mal einen Fliegenschutz anlegen. Weil ich gelernt hatte, Sadies Sprache zu sprechen, war es mir möglich, ihr zu helfen - es ist die Sprache der intuitiven Kommunikation, die Sprache allen Lebens.
An dem Tag als Sadie und ich miteinander sprachen, tauschten wir Gedanken, Gefühle und Bilder aus, denn so funktioniert intuitive Kommunikation. Ich verlasse mich vollkommen auf meine Intuition und mein inneres Wissen, wenn ich Informationen auf mentalem Weg sende und empfange. Im Allgemeinen wird der Begriff „Tierkommunikation“ verwendet, um die Fähigkeit der stillen Zwiesprache zu beschreiben. In diesem Buch jedoch wähle ich den Terminus „intuitive Kommunikation“, denn dieser schließt nicht nur die Fähigkeit der Kommunikation mit Tieren ein, sondern bezieht sich auch auf die stille Kommunikation mit allen Lebewesen. Es ist möglich, sich in der Stille mit allem auszutauschen, mit Glühwürmchen und Berglöwen, aber auch mit Flüssen, Bergen, den Elementen und den Kräften der Natur.
Ich weiß, das alles klingt etwas unwahrscheinlich und ich erwarte nicht, dass Sie mir blind Glauben schenken. Doch ich habe schon für mich selbst genügend überprüfbare Beweise vor allem in Anekdoten und Fallbeispielen aus meiner Arbeit mit Tieren zusammengetragen, dass ich von der Existenz dieser Fähigkeit überzeugt bin. Ich habe mir selbst die Realität dieser Kommunikation bewiesen und so hoffe ich, auch Sie zu überzeugen.
Menschen in ursprünglichen Kulturen betrachten intuitive Kommunikation als normales menschliches Verhalten. Tiere, Pflanzen und die besonderen Merkmale einer Landschaft sind für sie wie Verwandte, für sie besitzt jegliche Lebensform Gefühle, Intelligenz, Geist und die Fähigkeit zu kommunizieren. Eine weise Frau des kalifornischen Wintu Stammes verdeutlicht diese Haltung. Sie findet folgende Worte, um die Zerstörung der Natur durch den Goldrausch in Kalifornien zu kommentieren:
Dem weißen Mann war das Land, das Wild oder der Bär gleichgültig. Wenn wir Indianer ein Tier töten, essen wir alles auf. Wenn wir nach Wurzeln graben, machen wir kleine Löcher. Wenn wir Häuser bauen, graben wir kleine Löcher. Wenn wir wegen der Heuschrecken das Gras abbrennen, zerstören wir nicht. Wir schütteln die Eicheln und Pinienkerne von den Bäumen, wir hacken die Bäume nicht ab. Wir verwenden nur totes Holz. Aber die Weißen pflügen den Boden um, reißen die Bäume nieder, sie töten alles. Der Baum sagt: „Nein! Du tust mir weh, verletze mich nicht!“ Aber sie schneiden ihm die Zweige ab und hacken ihn um. Der Geist des Landes hasst die Weißen. Sie schlagen auf die Bäume ein und wühlen sie auf bis zu ihren Wurzeln. Sie sägen die Bäume um, das verletzt sie. Die Indianer verletzen niemals ein anderes Wesen, doch die Weißen zerstören alles. Sie sprengen die Felsen und zerstreuen sie über die Erde. Der Felsen spricht zu ihnen: „ Hört auf damit. Ihr verletzt mich!“ Doch sie beachten ihn nicht. Wenn die Indianer Steine verwenden, nehmen sie nur die kleinen runden für ihre Kochstelle. Wie kann der Geist der Erde den weißen Mann mögen? Überall wo er die Erde berührt hat, ist sie wund.1
Walking Buffalo (Tatanga Mani) vom Stamm der Stoney Indianer in Alberta (Kanada) erhielt seine Schulbildung bei den Weißen, doch er gab seine enge Beziehung zur Natur niemals auf. Im Alter von 87 Jahren hielt er Ende der 1960er Jahre eine Rede, in der er seine Fähigkeit, mit Bäumen zu sprechen, beschrieb:
Wussten Sie, dass Bäume reden? Sie tun es wirklich. Sie unterhalten sich untereinander und sie sprechen auch mit Ihnen, wenn Sie zuhören. Das Problem ist nur, die Weißen hören nicht zu. Sie haben niemals gelernt, den Indianern zuzuhören und so nehme ich an, dass sie auch anderen Stimmen der Natur nicht zuhören werden. Aber ich habe sehr viel von den Bäumen gelernt, manchmal etwas über das Wetter, manchmal über die Tiere und manchmal etwas vom Großen Geist.2
Um Beispiele von Menschen zu finden, die sich auf diese Weise mit der Natur verbinden können, müssen wir nicht in frühere Zeiten zurückgehen. Die Überzeugungen von Walking Buffalo und der weisen Frau der Wintu sind auch in unserer Zeit noch in den Kulturen der Ureinwohner in der ganzen Welt verbreitet. Auch wenn der moderne Mensch sich von der Natur entfremdet hat, scheint diese stille Kommunikation mit anderen Formen des Lebens unser wahres Erbe zu sein.
Die U’wa, ein Volksstamm, der seit tausenden von Jahren im Regenwald der kolumbianischen Anden lebt, sind ein aktuelles Beispiel für diese enge Beziehung zwischen Mensch und Natur. Wegen der Erschließung von Ölfeldern auf dem Stammesgebiet der U’wa ist dieser Volksstamm bedroht. Die beabsichtigte Erdölförderung durch die amerikanische Ölfirma Occidental Petroleum (Oxy) hätte die Zerstörung der gesamten Region und die Auslöschung der traditionellen Lebensweise der U’wa zur Folge. Als das Projekt sich immer weiter entwickelte, kamen die U’wa an einen Punkt, an dem sie schworen, lieber kollektiven Selbstmord zu begehen, als die Zerstörung ihrer Heimat mit anzusehen, denn sie glauben, Öl sei das Blut, das durch die Venen von Mutter Erde fließe. In ihren Worten klingt das so:
Öl ist das Blut der Mutter Erde...für uns ist es schlimmer das Öl zu nehmen als die eigene Mutter zu töten. Wenn ihr die Erde tötet, kann niemand mehr leben.3
Wenn wir Menschen darauf hoffen wollen, auf dieser Erde zu überleben, zu wachsen und zu gedeihen, dann werden wir wieder lernen müssen, mit allen anderen Formen des Lebens in einer Partnerschaft zu leben.
Unser Denken über Tiere und über die Natur muss sich verändern hin zu einer Denkweise, wie sie noch bei unseren Vorfahren oder bei Menschen in Eingeborenen Stämmen unserer Zeit vorherrscht. Das Erlernen der intuitiven Kommunikation kann hierzu eine Hilfe sein.
Es liegt eine enorme Kraft in der Fähigkeit mit Tieren und der Natur auf intuitivem Wege zu kommunizieren - eine Kraft, die uns hilft, die Zerstörung zu beenden, die den Schutz der Natur mit sich bringt und alles zum Besseren wendet. Die U’wa dachten über ihren ursprünglichen Plan für ihren Umgang mit den Ölfirmen noch einmal nach und ersannen eine neue Strategie. Sie fassten den Entschluss, mit dem Öl direkt zu sprechen und es aufzufordern, „sich weg zu bewegen“ und zu verstecken vor den Bohrgeräten des Ölkonzerns. Kürzlich las ich, dass die multinationale Ölfirma Occidental Petroleum, die die Probebohrungen vornahm, ankündigte, auf die Kontrolle über das angestammte Land der U’wa zu verzichten, nachdem bei Testbohrungen des vorangegangenen Sommers nur trockene Stellen gefunden wurden. Eine derartige Zusammenarbeit zum Schutz der Natur wird möglich, sobald Sie die Fähigkeit, mit anderen Formen des Lebens auf intuitive Weise zu sprechen, entwickelt haben.
Wenn Sie noch ganz am Anfang Ihrer Übungen zur intuitiven Kommunikation stehen, ist es am einfachsten, mit Haustieren zu arbeiten statt mit wilden Tieren oder der Natur. Auf diese Weise können Sie auch die Genauigkeit der Informationen, die sie intuitiv erhalten, überprüfen. Sie könnten zum Beispiel eine Freundin bitten, Ihnen einige Fragen über ihr Tier zu geben. Die Fragen müssen nachprüfbar sein und die Antworten sollten Ihnen nicht bekannt sein. Sie könnten etwa fragen: „Magst du Kinder?“ oder „Magst du andere Tiere?“ Wählen Sie Fragen mit unvorhersehbaren Antworten, so dass es Ihnen nicht möglich ist, die Antworten durch logisches Denken zu erraten. Nachdem Sie das Tier befragt haben, bitten Sie Ihre Freundin, die Antworten zu verifizieren. Wenn Sie dann einige Male genaue Ergebnisse erzielt haben, prägt sich das Vertrauen in Ihre Fähigkeit zur intuitiven Kommunikation langsam in Ihr Bewusstsein ein.
Intuitive Kommunikation bedeutet nicht nur die Körpersprache des Tieres zu lesen oder fundierte Annahmen zu machen - sie ist etwas vollkommen anderes. Um erfolgreich zu kommunizieren, müssen Sie sich von Ihrem rationalen Verstand trennen und sich beim Senden und Empfangen von Informationen ausschließlich auf Ihre Intuition verlassen. Der Prozess ist eigentlich einfach, doch da er uns sehr weit von dem, was wir gelernt haben und wie wir geprägt sind, wegführt, kann er schwierig sein. Es mag sein, dass Ihr Verstand Widerstand leistet. Am Anfang fiel es mir schwer, die Technik zu meistern und daran zu glauben, dass das, was ich hörte, wirklich stimmte. Erst als ich wiederholt überprüfbare Ergebnisse erzielt hatte, gelang es mir, mich selbst von meiner Fähigkeit zu überzeugen.
Als ich zum Beispiel Jake, ein American Quarterhorse,*1 über seine früheren Erfahrungen befragte, erzählte er mir, dass er am Anfang in Oregon auf einer Rinderfarm lebte, wo er hart arbeiten musste. Nachdem er die Rinder nicht mehr zusammentreiben konnte, landete er in einem Hinterhof bei einem kleinen blonden Mädchen, das es sehr liebte. Die Person, bei der Jake jetzt lebte, kannte seine Geschichte und bestätigte mir, dass die Bilder, Worte und Gefühle, die mir das Pferd vermittelte, wirklich stimmten.
Die vielen überprüfbaren Fallbeispiele, die ich bis jetzt erlebt habe, haben mich zweifelsfrei überzeugt, dass es intuitive Kommunikation wirklich gibt. Was mir früher wie Science Fiction oder wie Zauberei vorkam, ist heute für mich zu einem ganz praktischen Werkzeug geworden, das sehr nützlich ist, besonders wenn es darum geht, Tieren zu helfen.
Meine Unterstützung bei der Suche von Tieren, die vermisst werden, ist gegenwärtig eine meiner wichtigsten Dienstleistungen. Nehmen wir zum Beispiel den Fall der Katze Lexi, die im Staat New York während eines Schneesturms verloren ging. Lexis Mensch war überzeugt, dass ihre Katze im Sterben lag oder schon tot war, doch als ich mit ihr Kontakt aufnahm, erhielt ich ein Bild von ihr an einem warmen Platz. Dann schickte sie mir ein Bild von einem grünen Wohngebäude verbunden mit der Information, dass sie unter etwas aus Metall saß. Sie zeigte mir auch die Richtung, in die ich gehen sollte ausgehend von der Wohnung der Frau. Gleich nach unserem Telefongespräch ging die Frau hinaus und fand Lexi an genau dem beschriebenen Ort, gemütlich eingerollt unter einem Heizungsschacht.
Meine Fähigkeit mit Tieren zu kommunizieren wird von anderen Menschen oft als eine besondere Begabung angesehen. Selbstverständlich betrachte auch ich diese Fähigkeit als ein Geschenk, doch ich halte mich nicht für außergewöhnlich begabt. Wir alle besitzen die Gabe der intuitiven Kommunikation, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Als Kinder konnten wir mit Tieren und mit der Natur auf ganz natürliche Art und Weise kommunizieren, doch als wir älter wurden, erfuhren wir, wie wir bei dem Gebrauch der Vorstellungskraft oder der Intuition entmutigt wurden, wenn wir unsere Phantasie oder unsere Intuition benutzten und so zog sich diese Gabe ungenutzt ins Verborgene zurück. Eine meiner Studentinnen erinnert sich noch genau an den Moment, als sie aufhörte, intuitiv mit Tieren zu kommunizieren. Als sie etwa acht Jahre alt war, ging sie eines Tages zur Schule und sah einige Vögel im Gras sitzen. Sie stellte fest, dass die Vögel nicht mehr mit ihr sprachen und so dachte sie sich: „Oh, das bedeutet wohl, dass ich jetzt erwachsen werde!“
Wenn Sie diese Fähigkeit wieder entdecken und wieder erlernen wollen, ist es von entscheidender Bedeutung, die Genauigkeit Ihrer Ergebnisse zu überprüfen. Sie müssen in der Lage sein, sich selbst zu beweisen, dass Sie nicht irgendwas erfinden oder sich etwas vormachen. Manchmal lassen sich die Informationen, die Sie erhalten, nicht nachprüfen und die Bestätigung zeigt sich nur in den Ergebnissen, die Sie erzielen. Auch eine positive Veränderung des Verhaltens bei dem Tier, mit dem Sie arbeiten, deutet auf eine genaue und gelungene Kommunikation hin.
Die folgende Geschichte meiner Studentin Karen Berke, die ihre Fähigkeit der Tierkommunikation schon weit entwickelt hat, ist hierfür ein gutes Beispiel:
Als mein Pferd drei Jahre alt war, hatte er eine Verletzung, die sich immer wieder bemerkbar machte, wenn er im kurzen Galopp geritten wurde. Unterschiedliche Trainer beschrieben, dass er, immer wenn sein rechter Fuß führte, nach rechts sehr weich galoppierte, während er beim Galopp nach links mit seinem linken Fuß führend eine abgehackte und holprige Gangart zeigte. Ich hatte Mühe nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen, wenn wir linksseitig galoppierten und es war immer eine sehr große Anstrengung für uns beide. Nach einem weiteren frustrierenden Abend war ich nahe daran aufzugeben und einfach nicht mehr mit links zu galoppieren.
Doch dann entschloss ich mich, mein Pferd um Hilfe zu bitten. Mental nahm ich sofort folgende Worte auf: „Setze dich aufrecht auf deine rechte Seite und verlagere mehr Gewicht auf deinen rechten Sitzhöcker, um dich auf mir auszubalancieren.“ Ich atmete tief durch, machte das, was er mir gesagt hatte und es klappte perfekt. Von diesem Tag an konnte ich ihn problemlos auch mit seiner schwachen Seite voran im kurzen Galopp reiten.
Den meisten von uns wurde beigebracht, dass nur wir Menschen rationale Wesen sind und die Tiere im Vergleich zu uns keine hoch entwickelten und komplizierten Gefühle haben. Die Vorstellung, dass auch andere Formen der Natur empfindungsfähig sein können, wurde einfach nicht in Erwägung gezogen. In meinen Erfahrungen mit Tieren und mit der Natur habe ich das Gegenteil gesehen: ich bin überzeugt, dass Tiere genauso vielschichtig sind wie wir und dass es Intelligenz und spirituelle Bewusstheit in jeder Form des Lebens auf der ganzen Welt gibt. Mittlerweile habe ich mit Tausenden von Tieren gearbeitet, deren Leben sich verbesserte, nachdem ihre Menschen auf die emotionalen Bedürfnisse eingingen, die die Tiere mir offenbart hatten.
Eine meiner Studentinnen hatte ein solches Erlebnis, als sie einen weißen Kater in einem Tierheim pflegte. Der Kater war schon eine Weile in dem Heim und er schaute immer unglücklicher und schmuddeliger aus. Mit ihrer neu erworbenen Fähigkeit der intuitiven Kommunikation sprach sie mit ihm und er erzählte ihr, er sei deprimiert, weil er nicht in die Sonne gehen könne und weil ihn niemand adoptieren würde. Sie fragte ihn, warum er das glaube und er sagte, er habe zwei Leuten zugehört, die sich in der Nähe seines Käfigs darüber unterhalten hätten, dass er aufgrund seiner weißen Farbe wohl krank werden würde, wenn er in die Sonne ginge und er deshalb nicht raus gehen könne. Und so würde er wohl nicht adoptiert werden, denn niemand wolle einen solchen Kater. Die Studentin fragte herum und fand heraus, dass tatsächlich zwei Mitarbeiter des Tierheims vor einigen Wochen diese Diskussion geführt hatten, als sie vor seinem Käfig standen. Die Studentin ging also sofort zu dem Kater und sagte ihm, er sei ein wunderbarer Kater, der ohne weiteres in die Sonne gehen könne, wenn ihm ein Mensch Sonnenschutzcreme auf seine Nase tupfen würde. Sie empfahl ihm, sich einfach einen Menschen zu wünschen, der bereit sei, dies jeden Tag für ihn zu tun. Den Berichten zufolge reckte er sofort selbstbewusst seinen Kopf und begann unverzüglich, sich zu putzen. Wenn Leute an seinem Käfig vorbeigingen, kam er nach vorne, um sie zu grüßen. Innerhalb einer Woche wurde er von jemandem aufgenommen, der ihn wunderschön fand und der kein Problem mit der Aufgabe hatte, ihm jeden Tag etwas Sonnenschutz auf seine Nase aufzutragen.
Ein schwieriges Verhalten, das zunächst auf ein emotionales Problem zurückgeführt wird, hat zuweilen auch eine physische Ursache, die sich in der Kommunikation mit dem Tier oft feststellen lässt. Ich hatte z.B. einen Anruf von Terry Link, die mich bat herauszufinden, warum ihr Buckskin Quarterhorse*2 sich so schlecht benehmen würde. Sie liebte Tequila, aber ihr wurde gesagt, dass er eine schlechte Charaktereigenschaft habe, die sich noch verschlimmern würde und dass es das Beste sei, ihn zu verkaufen. In unserem Telefongespräch gab sie mir Tequilas Namen und eine Beschreibung von ihm und ich fing an zu arbeiten. Als ich mit ihm auf intuitivem Weg in Kontakt gekommen war, schickte er mir ganz klar die Worte: „Meine Rippe ist draußen, das tut mir weh!“ Dann schickte er mir ein mentales Bild von sich, in dem er mit seiner Nase auf die linke Seite, etwa auf die Höhe der vierten Rippe deutete.
Als Terry mich anrief, um mein Ergebnis zu erfragen, sagte ich ihr, was ich erfahren hatte, doch dass sie die Information unter Vorbehalt sehen solle, denn sie beruhe nur auf meinem intuitiven Eindruck und sie solle sie am Besten von ihrem Chiropraktiker überprüfen lassen. Am selben Abend rief mich der Chiropraktiker erstaunt an, denn die vierte Rippe war tatsächlich verschoben und er fragte mich, wie ich so etwas aus einer Entfernung von mehr als 1600 Kilometern herausfinden konnte, ohne auch nur ein Bild von dem Pferd gesehen zu haben. Ich sagte ihm, dass ich dazu meine Intuition benutzte und auch ihm diese Fähigkeit gerne beibringen würde, da ich überzeugt sei, dass jeder so arbeiten könne wie ich.
Nach der Behandlung war Tequila wieder ein ruhiges und angenehmes Pferd.
Bei vielen Haustieren zeigt sich diese Dynamik, wenn übersehen wird, dass problematisches Verhalten auf körperliche Beschwerden zurückzuführen ist. Wenn Tiere ein physisches Problem haben, versuchen sie uns dies auf intuitivem Weg mitzuteilen. Wenn wir diese Botschaft aber nicht aufnehmen, greifen sie zu auffälligem Verhalten, um uns auf das Problem hinzuweisen. Es kann sein, dass Katzen und Hunde unsauber werden oder sie werden ohne erkennbaren Grund aggressiv. Sie sollten immer einen Tierarzt zu Rate ziehen, um festzustellen, ob es eine körperliche Ursache für das schlechte Benehmen Ihres Haustiers gibt. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, kann intuitive Kommunikation helfen, die Situation zu klären. Bis Sie gelernt haben, selbst mit dem Tier zu sprechen, sollten Sie die Dienste eines professionellen Tierkommunikators in Anspruch nehmen.
Auch wenn wir heute nicht mehr so frei und ungehindert wie unsere einheimischen Vorfahren mit anderen Lebensformen kommunizieren, steht uns das Tor zur intuitiven Kommunikation immer noch offen. Diese Fähigkeit der Kommunikation ist genauso ein Teil unseres menschlichen Wesens wie die Fähigkeit zu hören oder zu sehen. Um Ihre Intuition und Ihre Kommunikationsgabe wiederzuerwecken, müssen Sie nichts weiter tun, als sich mit ihr zu befassen und sie zu praktizieren. Jeder, der den Wunsch dazu hat, kann sie erlernen und hervorragende Ergebnisse erzielen. Da es sich um eine angeborene Gabe handelt, muss ich Ihnen nur beibringen, sie wieder zu aktivieren, sie bewusst zu gebrauchen und zu vervollkommnen. Ich hoffe, dies gelingt mir in diesem Buch.
Mit diesem Leitfaden können Sie Ihre Fähigkeit intuitiv zu kommunizieren schrittweise entwickeln.. Selbst wenn Sie auf einer einsamen Insel leben, von der Sie nur mit einer Fähre wegkommen, können Sie dieses Buch nehmen und ganz alleine lernen, mit Tieren und mit der Natur zu kommunizieren. Es ist nicht nötig, einen Übungspartner zu haben oder in einer Gruppe zu praktizieren, auch wenn dies durchaus hilfreich sein kann. Ich habe die Übungen so gestaltet, dass sie Spaß machen und leicht durchzuführen sind. Viele sind nachprüfbar, so dass Sie eine Rückmeldung über die Richtigkeit Ihrer Ergebnisse erhalten. Bei einigen Übungen müssen Sie mit den Tieren Ihrer Freunde und Bekannten arbeiten, um eine Bestätigung Ihrer Resultate zu erhalten.
Sobald Sie in der Kommunikation mit den Tieren anderer Leute etwas geübt sind, werde ich Sie lehren, das neu Erlernte anzuwenden, um herauszufinden, was Ihre eigenen Tiere Ihnen sagen wollen. Weil wir viel über sie wissen, fällt es uns schwerer, objektiv zu bleiben und es kann sich leicht das Gefühl einstellen, wir bilden uns eine Antwort nur ein. Ich werde Ihnen ausführliche Hinweise geben, wie Sie mit den Hindernissen, die sich in Ihrem Lernprozess zeigen, fertig werden. Ich habe auch einen Abschnitt über die Kommunikation mit der freien Natur eingefügt, in dem es um den Austausch und die Zusammenarbeit mit der Tierwelt, den Pflanzen in Ihrem Garten oder mit der Landschaft allgemein geht.
Dieses Buch ist sehr praxisnah und enthält viele Übungen und Experimente zum Ausprobieren. Intuitive Kommunikation lässt sich am Besten durch ihre Anwendung erlernen. Ich konnte mir durch wiederholte überprüfbare Übungen selbst beweisen, dass intuitive Kommunikation wirklich existiert. Auch Sie werden sich das beweisen wollen und die Übungen sollen Ihnen dabei helfen. Nachdem Sie mit den Übungen angefangen haben, kann es sein, dass sie den Wunsch verspüren, mit Tieren zu üben, die Sie unterwegs auf Ihrem Spaziergang sehen, in einer Scheune oder bei einem Freund - denken Sie also daran, immer ein entsprechendes Notizbuch für Ihre Praxiserfahrungen bei sich zu haben. Um Vertrauen in Ihre intuitive Kommunikation aufzubauen, ist es unbedingt erforderlich, Ihre Ergebnisse aufzuzeichnen und auf Ihre Fortschritte zurückzuschauen.
Im ersten Teil des Buches geht es darum, Sie für diese Arbeit zu begeistern. Ich erkläre ausführlich, was intuitive Kommunikation ist und wende mich auch der Frage nach der Treffsicherheit und Genauigkeit zu. Ich erzähle auch einige Anekdoten, die meine Behauptungen unterstützen sollen. Ich habe übrigens im gesamten Buch immer wieder Fallbeispiele und zahlreiche Geschichten einbezogen, die mir von Klienten, Studenten und Kollegen erzählt wurden.
Im zweiten Teil zeige ich Ihnen, wie Sie auf eine neue Art und Weise Informationen an Ihre Tiere übermitteln können, um Beziehungen zu verbessern und Probleme zu lösen. Dann werde ich die noch größere Herausforderung wagen und Sie in die wesentlichen Techniken einführen, mit denen Sie auf intuitivem Weg Informationen von einem Tier empfangen können.
Wir beginnen mit grundlegenden Übungen und lernen Methoden, die uns helfen, mit allen möglichen inneren Widerständen, die sich uns in den Weg stellen, umzugehen.
Der dritte Teil wird Ihnen helfen, Ihre Methode zu verfeinern, so dass Sie sich bei der im Austausch mit einem Tier benutzten intuitiven Kommunikation immer sicherer fühlen. Sobald Sie etwas Vertrauen gewonnen haben, können Sie Ihre neu erworbenen Fertigkeiten anwenden.
Im vierten Teil lernen Sie, mit Ihren eigenen Tieren zu kommunizieren und ich mache Ihnen Vorschläge, wie Sie die intuitive Kommunikation in Ihr alltägliches Leben integrieren können. Sie üben, ein krankes oder verletztes Tier über seine Symptome zu befragen oder Sie erfahren von einem unbekannten Tier etwas über dessen voriges Zuhause und seine Erfahrungen. Vielleicht haben Sie auch Lust auszuprobieren, den Aufenthaltsort eines verlorengegangenen Tieres ausfindig zu machen oder Sie versuchen, mit dem Geist eines verstorbenen Tieres zu kommunizieren.
Im fünften Teil lernen Sie, Ihre Fähigkeiten zur intuitiven Kommunikation auf alle Formen des Lebens anzuwenden, dazu gehören auch wilde Tiere, Pflanzen, Flüsse und Berge. Ich schlage auch einige Experimente zur Heilung unseres Planeten vor, in denen Intuition genutzt wird, um mit der Umwelt und dem Geist der Mutter Erde zusammen zu arbeiten.
Ich hoffe, dass wir durch die Wiederentdeckung unserer Fähigkeit mit Tieren und der gesamten Natur zu kommunizieren wieder lernen, in Harmonie mit ihnen zu leben.
TEIL I DIE WELT DER INTUITIVEN KOMMUNIKATION
1
MEIN WEG ZUR INTUITIVEN KOMMUNIKATION
Ich bin nicht mit der Fähigkeit zur intuitiven Kommunikation aufgewachsen. Ich lernte mit Tieren zu sprechen, indem ich studierte, wie es geht und es immer wieder übte, so wie Sie es auch tun können. Ich glaube nicht, dass ich zu dieser Fähigkeit mehr angeborenes Talent habe als Sie. Seit über zehn Jahren leite ich Kurse in intuitiver Kommunikation und bis jetzt ist mir noch niemand begegnet, der nicht in der Lage gewesen wäre, diese zu erlernen. Zwischen mir und einer Anfängerin oder einem Anfänger gibt es lediglich den Unterschied, dass ich bisher viel mehr Zeit für das Üben und Erforschen des Themas aufgebracht habe.
Tiere und die Natur waren mir allerdings schon so lange ich denken kann sehr wichtig und dies führte mich auch zu einem Ökologiestudium an der Berkeley Universität, Kalifornien, mit dem Schwerpunkt, die natürlichen Ressourcen zu bewahren. Während des Studiums litt ich unter schweren Rückenproblemen, die so schlimm wurden, dass ich eine Auszeit nehmen musste. Statt einer Operation zuzustimmen, suchte ich nach alternativen Therapien. Die Menschen, mit denen ich dabei in Kontakt kam, unterschieden sich sehr von meinem Umfeld an der Universität. Vielleicht hätte ich später die Idee der intuitiven Kommunikation nicht so leicht annehmen können, wenn ich damals nicht alternativen Formen der Heilung wie z.B. Körperarbeit und Geistheilung begegnet wäre.
In einem der Seminare über Heilung erlebte ich etwas, was mein Leben veränderte: ich hörte zum ersten Mal von J. Allan Boone und seiner Arbeit. Einer der Teilnehmer empfahl mir die Lektüre des Buches „Die große Gemeinschaft der Schöpfung“. Als ich nach dem Buch suchte, stellte ich fest, dass es vergriffen war. Schließlich spürte ich ein verstaubtes Exemplar in einer öffentlichen Bücherei auf, das, wie der Stempel im Buchdeckel zeigte, zuletzt 1954 ausgeliehen worden war. Mittlerweile sind Boones Bücher wieder aufgelegt worden und sind in den meisten Buchhandlungen erhältlich, aber damals waren sie recht unbekannt.
Mein Blickwinkel über das, was real und das, was möglich ist, veränderte sich grundlegend durch die Lektüre dieses Buches. Boone erzählt in dem Buch, wie er den berühmten Filmhund Strongheart kennen lernte, einen deutschen Schäferhund, den er für sieben Monate bei sich aufnahm. In dieser Zeit stellte er fest, dass Strongheart viel intelligenter war als er selbst und dass er darüber hinaus alles verstand, was Boone sagte, fühlte oder dachte. Als ihm dies bewusst geworden war, bemühte er sich, Antworten von dem Hund zu erhalten, damit sie sich unterhalten konnten - und er hatte Erfolg damit. Das Buch ist wortgewandt und überzeugend geschrieben, doch ist es schwer, allein mit Hilfe der Lektüre Boones Methode nachzuvollziehen. Trotzdem überzeugte er mich von der Realität der intuitiven Kommunikation, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nur als Tagträumerei angesehen hatte oder als eines meiner Lieblingsthemen in Science-Fiction-Romanen.
In Boone fand ich eine überzeugende Stimme für eine Ethik und Philosophie, die ich nirgendwo sonst in der Gesellschaft wiederfand. Er sprach von der Gleichwertigkeit aller Lebewesen, und er legte dar, dass Leben in jeglicher Form auf unser echtes Interesse und unsere Achtung positiv reagieren würde. Für Boone gibt es keine Grenzen in der Kommunikation zwischen der einen Lebensform und der anderen. Die lautlose Sprache, die er mit Strongheart entdeckt hatte, enthielt die Kraft, die uns alle vereinen kann.
Nach meinem Studium in Berkeley arbeitete ich fünf Jahre als Direktorin einer Klinik für kranke Wildtiere. Obwohl diese Arbeit wichtig war und ich es liebte, täglich mit wilden Tieren zu tun zu haben, sorgte ich mich sehr um die Probleme der Tiere und den Zustand der Erde im Allgemeinen und in mir wuchs der Wunsch, einen noch bedeutenderen Beitrag zu leisten. Ich hoffte als Wissenschaftlerin einen weit größeren Einfluss zu haben und erwarb ein Diplom in Biologie an der San Fransisco State University. In meiner Abschlussarbeit erforschte ich im Kesterson Fish and Wildlife Reservoir in Kalifornien die verheerenden Folgen der chemischen Rückstände von landwirtschaftlichen Abwässern auf die Fortpflanzungsorgane der Vögel. Viele Vögel in diesem Schutzgebiet wurden mit Missbildungen geboren und keines der Jungvögel überlebte bis ins Erwachsenenalter.
Nach meinem Universitätsabschluss arbeitete ich im Bereich der Umweltschutzbestimmungen und Umweltgesundung, giftige Mülldeponien, Sanierung und Programmen zur Wiedereinführung natürlicher Lebensräume.
Auch diese Arbeit war der Mühe wert und dennoch war noch immer das Gefühl in mir, nicht genug zu tun oder nicht das Richtige zu tun. Ich hatte den Eindruck, mit meiner Arbeit als Wissenschaftlerin im Umweltbereich zu wenig zu bewirken und zu spät zu kommen. In meiner Freizeit engagierte ich mich als Umweltschützerin - das mache ich auch heute noch - doch auch hier blieb das Gefühl der Unzulänglichkeit.
In den späten 80er Jahren entschloss ich mich, an einer „Visionssuche“1 teilzunehmen. Ich hatte sehr viel über die durch menschliches Verhalten drohenden Klimaveränderungen gelesen. Die Prophezeiungen der Hopi Indianer für unsere Zeit enthielten die Botschaft, dass die vorausgesagten Zerstörungen zum größten Teil verhindert werden könnten, wenn es den Menschen gelänge, einen Bewusstseinswandel zu erreichen und die Verbindung zu den Tieren, der Natur und dem Großen Geist wiederherzustellen. Die Frage, wie eine solche Verbindung in unserer modernen Welt gefördert werden könnte, begann mich immer mehr zu beschäftigen. Ich hatte vor, auf meiner Visionssuche darum zu bitten, dass mir gezeigt würde, wie ich am besten helfen könnte, diesen Wandel möglich zu machen.
Während der Reise zu dem Ort der Visionssuche in den White Mountains in Kalifornien erzählte mir einer der Kursleiter von einer Frau, die in meiner Gegend wohnte und Kurse in Tierkommunikation anbot. Die Idee, dass es tatsächlich möglich ist, diese Kommunikationsform zu erlernen, faszinierte mich und sie ließ mich während der Zeit in der Wüste nicht mehr los. Ich hatte das Gefühl, zu dieser Aufgabe hingeführt zu werden.
Gleich nachdem ich von meiner Visionssuche zurückgekehrt war, meldete ich mich in einem solchen Seminar an und las alles, was ich über das Thema Kommunikation mit Tieren finden konnte. Ich erkannte jedoch auch, dass mein erstrebtes Ziel nicht so leicht zu erreichen sein würde. Das Erlernen der Kommunikation mit Tieren fiel mir vor allem deshalb schwer, weil ich mir immer einredete, alles nur zu erfinden und so fühlte ich mich oft als Versagerin.
Es half mir auch nicht weiter, wenn ich mit anderen Menschen außerhalb der Seminare über meine Bemühungen sprach, denn ihre Reaktionen waren eher negativ und von Misstrauen geprägt. Damals in den späten 80ern betrachteten die meisten Menschen intuitive Kommunikation mit Tieren als eine unsinnige und wenig intelligente Beschäftigung. Als Wissenschaftlerin war ich es gewöhnt, ernst genommen zu werden und wollte mich nicht lächerlich machen. Ich musste also während ich mich um Fortschritte in meiner Fähigkeit der intuitiven Kommunikation bemühte, gleichzeitig lernen, mit den Tabus umzugehen, die mit diesem Thema verbunden waren und zuversichtlich bleiben trotz der zweifelnden und ungläubigen Reaktionen der Menschen in meinem Umfeld. Aus heutiger Sicht erkenne ich, wie wertvoll dieser Prozess für mich war, denn ich erlernte diese Fähigkeit nur, indem ich meiner eigenen Wahrheit vertraute. So gesehen hatten meine negativen Erfahrungen etwas Gutes, denn sie motivierten mich, einfachere und noch wirksamere Methoden zu finden, die auch anderen Menschen helfen konnten, die intuitive Kommunikation zu erlernen.
Eines Tages stand ich am Wendepunkt meiner Lernerfahrungen. Ich lebte damals mit einem Freund zusammen, der meine Tierkommunikation sehr skeptisch betrachtete. Ich hatte mehrere Katzen, darunter auch meine gestreifte Katze Jenny. Als ich an diesem Tag nach Hause kam, sagte mein Freund zu mir: „Also, gut - wenn du dieses Zeug wirklich kannst, dann erzähl mir doch, was Jenny heute gemacht hat!“ Er war den ganzen Tag zu Hause gewesen und hatte Jennys Aktivitäten beobachtet. Ich setzte mich zu Jenny, schloss die Augen und fragte sie auf mentalem Weg: „Jenny, was hast du heute gemacht?“ Sofort erhielt ich ein Bild von Jenny auf dem Zaun unseres Hinterhofs, wie sie einem Eichhörnchen, das ebenfalls auf dem Zaun saß, einen Nasenkuss gab. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Ich fand es seltsam und fragte mich, ob es stimmen könnte, aber erzählte trotzdem meinem Freund, was Jenny mir gesendet hatte. Ihm fiel die Kinnlade runter und er sagte mit großen Augen: „Mein Gott, ich glaub’s nicht!“ Und dann bestätigte er, dass sich alles so zugetragen hatte. Auf diese Weise erhielt ich meine erste unumstößliche Bestätigung, dass intuitive Kommunikation etwas Reales ist und ich in der Lage bin, sie zu nutzen.
Mein Freund wollte nun wissen, worüber die beiden geredet hätten, also fragte ich Jenny. Dieses Mal schickte sie mir ein Bild und Worte. Sie sagte, dass sie das Eichhörnchen vor meinen anderen Katzen gewarnt habe, weil sie hinterhältig und gemein seien und dem Eichhörnchen schaden wollten und dass sie sich auch über die Babys des Eichhörnchens unterhalten hätten. Und dann schickte sie mir noch zwei Bilder - eins davon zeigte Walnüsse und das andere Wäsche, die auf der Leine hing. Diesen Bildern entnahm ich, dass Jenny und das Eichhörnchen auch über Nüsse und Wäsche geredet hatten.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, meine Studien ganz ernsthaft zu betreiben. Ich organisierte eine Übungsgruppe mit anderen Teilnehmern des Seminars, das ich besuchte. Mit jedem Tier, das meinen Weg kreuzte, begann ich ein intuitives Gespräch. Ich fragte in der Wildnis lebende Tiere nach ihren Lebensgewohnheiten und überprüfte ihre Antworten in meinen Fachbüchern. Ich interviewte Hunde im Park und begann dann ein zufälliges Gespräch mit ihren Menschen, um zu hören, ob die Informationen, die ich erhalten hatte, stimmten. Meine Zweifel wurden von vielen ermutigenden Erfahrungen überwogen.
Eines Tages besuchte ich eine Freundin aus der Umweltbewegung, um mit ihrem Hund zu sprechen. Sie war zwar skeptisch, aber sie war auch neugierig und wollte sehen, was ich kann. Nach einigen unbestimmten Fragen und Antworten schlug sie vor, die Hündin nach ihrer Lieblingsbeschäftigung zu fragen. Sobald ich gefragt hatte, schickte mir die Hündin ein Bild von ihr, wie sie auf einem Stuhl saß und einen lustigen Hut trug, zusammen mit anderen Hunden, die alle Hüte trugen. Sie saßen um einen Tisch herum, auf dem in der Mitte eine große Karottentorte stand.
Sie können sich vorstellen, wie sehr ich in einen innerlichen Konflikt geriet, ob ich dieser Frau von dem Bild, das ich gesehen hatte, erzählen sollte. Ich wusste, dass ich es mir nicht eingebildet hatte, doch ich hatte auch noch nie von einer Hunde-Geburtstagsparty gehört. Da es mir wichtig war, intuitiv kommunizieren zu können, entschloss ich mich, egal wie es wirkt, das zu erzählen, was ich gesehen hatte, selbst wenn es verrückt klingt - und stellte mich so einer unter vielen Herausforderungen in dieser Arbeit. Ich beschrieb ihr also das Bild und sie sagte: „Oh ja, das stimmt, wir veranstalten jedes Jahr an ihrem Geburtstag eine Party für sie, bei der wir alle ihre Hundefreunde einladen und ihnen eine große Karottentorte geben. Es ist genauso: sie tragen Hüte und sitzen an einem Tisch. - Aber trotzdem bin ich noch immer nicht überzeugt, dass diese Sache funktioniert.“ Auch wenn sie nicht überzeugt war, ich war es umso mehr!
Ich begann zunächst halbtags als Tierkommunikatorin zu arbeiten, ich hielt Kurse und half Menschen mit ihren Tieren in Einzelsitzungen, und mit der Zeit wurde diese Arbeit zu meiner Hauptbeschäftigung.
Sobald Menschen die Erfahrung machen, intuitiv mit Tieren zu kommunizieren, verändert sich ihre Wahrnehmung der Welt. Sie sehen in jedem Tier auf der Erde nun ein Individuum, das genauso mit Empfindungsvermögen, mit Gefühlen und Geist ausgestattet ist wie der Mensch. Wenn sie begonnen haben, sich wirklich mit den Tieren auszutauschen, ist es nicht mehr möglich, zu dem Denken zurückzukehren, das Tiere als untergeordnet oder als beschränkt betrachtet.
Als ich in den 80er Jahren mit der Tierkommunikation begann, wussten nur wenige Menschen, dass es so etwas gab und die Wenigen, die sich damit beschäftigten, wurden spöttisch betrachtet. Heute gibt es Tausende Menschen, die diese Art der Kommunikation erlernen und Millionen haben weltweit davon gehört, sei es in den Nachrichten, in Zeitungen, oder im Fernsehen. Es ermutigt mich zu sehen, wie die Tatsache, dass Tiere ein Empfindungsvermögen haben weitgehend akzeptiert wird, selbst wenn die traditionelle Wissenschaft dies noch immer anzweifelt. Heute brauchen wir viele Menschen, die sich mit großer Bewusstheit für die Erde und die Tiere engagieren.
2
INTUITION:
DIE VERBORGENE BEGABUNG
Jeder Mensch hat intuitive Fähigkeiten, auch wenn sie den Wenigsten bewusst sind. Im Alltag benutzen wir unsere Intuition eher unbewusst. Doch wir alle können lernen, unsere intuitiven Fähigkeiten bewusst zu kontrollieren. Manchen Menschen genügt schon eine kurze Anleitung, um diese Begabung leicht und schnell zu entwickeln.
Linda Stine, eine meiner Klientinnen, ist ein typischer Fall. Sie sah die Informationen auf meiner Website, las einige der von mir empfohlenen Bücher und schon gelang es ihr ohne Schwierigkeiten mit ihrem Quarterhorse Wallach Zip intuitiv zu kommunizieren. Von ihr stammt die folgende Geschichte:
Kurz nachdem ich Zip erworben hatte, verletzte er sich auf der Weide. Er hatte einen Schnitt vom Hufballen zum Fesselgelenk. Nach zwei Wochen war die Wunde gut verheilt und trotzdem lahmte er noch immer. Nach fünf Wochen ließ ich den Tierarzt noch einmal kommen, doch sein einziger Vorschlag war, den Nervenstrang des verletzten Bereichs zu blockieren. Da ich mich dazu nicht entschließen konnte, versuchte ich stattdessen ein Gespräch mit Zip. Ich erzählte ihm, dass ich so gerne wissen würde, wo und warum es ihm weh tue, auch wenn er äußerlich vollkommen gesund wirke. Ich sagte, ich wolle ihm doch nur helfen. Als ich später an seiner Koppel vorbeiging, erhielt ich plötzlich ein sehr klares Bild: Ich sah ihn beim „barrel-racing“*3. Gleichzeitig verspürte ich bei diesem inneren Bild sehr starken Schmerz, große Angst, Frustration und Wut. Insgesamt erhielt ich die Botschaft, dass Zip unsere Beziehung so nicht haben wollte.
Völlig überwältigt von meinen Gefühlen rief ich laut: „Nein, nein, nein! Es ist mir egal, ob du jemals wieder „barrel-racing“ machen wirst. Ich werde dich niemals schlecht behandeln.“ Dann spürte ich bei ihm Besorgnis und die Angst, mich zu enttäuschen. Er wollte mich nicht soweit aus der Fassung bringen, dass ich wütend auf ihn sei. Ich sagte ihm, es mache mich glücklich, ihn frei und sorglos auf seiner Weide spielen zu sehen - mehr wünschte ich mir nicht von ihm. Sobald ich ihm das gesagt hatte, rannte er den Hügel seiner Weide hinunter, wälzte sich und sprang auf. Dann wieherte er, stieg und galoppierte mit Höchstgeschwindigkeit den Berg hinauf. Seit diesem Tag hat Zip nie mehr gelahmt - und nun arbeiten wir daran herauszufinden, was er wirklich machen will.
Unterdrückte Fähigkeiten
Ich habe von vielen Menschen ähnliche Geschichten gehört und dies führte mich zu der Überzeugung, dass wir alle angeborene intuitive Fähigkeiten besitzen. Doch diese Fähigkeiten werden sehr früh von unseren Lehrern, Eltern und der vorherrschenden kulturellen Prägung unterdrückt. Die Gründe hierfür sind vielschichtig und sie reichen, wie ich glaube, zeitlich weit zurück. In unserer modernen Kultur stehen wir an einem Punkt, an dem die Unterdrückung intuitiver Fähigkeiten zu einer Gewohnheit geworden ist. Andererseits gibt es Menschen wie Linda, die vielleicht bei jemandem aufgewachsen sind, der sie ermutigt hat, ihre Intuition zu gebrauchen.
Intuition ist eine Funktion der rechten Gehirnhälfte, jener Hälfte also, die mit Kreativität und Gefühl in Verbindung gebracht wird. Sie ist der Gegenpol des auf Logik beruhenden Denkens und kommt aus unserem Inneren, von unserem siebten Sinn. Jeder Mensch, wenn er nicht eine physisch bedingte Beeinträchtigung hat, ist mit diesem angeborenen intuitiven Sinn ausgestattet. Als wir Kinder waren, benutzten wir ihn uneingeschränkt und mit Leichtigkeit. Wir machten uns keine Gedanken, ob etwas unlogisch oder dumm war, wir handelten spontan. Es gelang uns gut, intuitiv Informationen zu empfangen oder mit Tieren zu kommunizieren. Doch als wir heranwuchsen, wurden wir dazu angehalten, uns von unserem Wesenskern abzuspalten und intuitive, nicht auf logischen Erkenntnissen beruhende Informationen kritisch zu hinterfragen oder sie sogar ganz bewusst auszuschließen. Auch als Erwachsene erhalten wir noch intuitive Botschaften und oft handeln wir danach, doch dies findet nur auf einer unbewussten oder halbbewussten Ebene statt.
Da wir gelernt haben, unsere Intuition so gut zu unterdrücken, taucht sie gewöhnlich nur in einer Krisensituation auf. Eine meiner Klientinnen erzählte mir eine Geschichte, die dies sehr gut veranschaulicht: Eines Tages, als sie zur Arbeit fuhr, sah sie ständig vor ihrem geistigen Auge ein Bild von der Unterseite ihres Esszimmertisches. Sie fand das seltsam und versuchte, das Bild zu ignorieren, doch sie spürte, dass es auch eine besondere Dringlichkeit ausstrahlte. Da kam ihr der Gedanke, dass in ihrem Haus etwas passiert sein könnte, vielleicht ein Feuer oder etwas Ähnliches, und so drehte sie um und fuhr nach Hause um nachzusehen. Dort angekommen fand sie ihren Kater auf dem Rücken liegend. Er hatte einen Anfall und sein Blick war starr auf die Unterseite des Tisches gerichtet.
Hier haben wir also ein klassisches Beispiel für Intuition, bei dem keinerlei Rationalität angewendet wurde, keine Hinweise, kein schlussfolgerndes Denken, keine gelehrten Vermutungen - nichts. Sie konnte dieses Bild vor ihrem geistigen Auge nicht mit logischen Mitteln aufrufen und doch war es ganz exakt und genau. Sie erhielt die Information auf intuitivem Weg, das ist die einzige Erklärung.
Mittlerweile habe ich schon so viele Geschichten dieser Art von meinen Klienten und Studenten gehört, dass es mir ganz normal erscheint - so viele Begebenheiten von Menschen, die trotz großer Entfernung von ihrer Familie intuitiv den genauen Zeitpunkt wussten, an dem ein anderes Familienmitglied oder ein Haustier sich verletzte, krank wurde oder starb.
Intuition im Alltag
Auf unbewusster Ebene benutzen wir unsere Intuition täglich. Wir schätzen mit ihrer Hilfe Situationen ein oder beurteilen Menschen, die wir neu kennen lernen. Sie zeigt uns, was wir tun können, wenn eine Erfahrung logisch betrachtet überhaupt keinen Sinn macht und mit ihr erfassen wir gefühlsmäßig, wie sicher wir uns in einer Situation fühlen können, aus der sich unvorhersehbare Folgen ergeben könnten. Als Kinder waren wir Meister darin einzuschätzen, wie andere sich fühlten, vor allem, wenn unsere Eltern beobachteten, denn für ein Kind ist es sehr wichtig zu wissen, wie die Erwachsenen fühlen, stellen diese doch die Basis für sein Überleben dar. Die Verbindung zwischen einer Mutter und ihrem Baby, auch wenn beide getrennt sind, ist ein klassisches Beispiel für eine gut funktionierende Intuition. Die Mutter weiß genau, was das Kind braucht, auch wenn sie es nicht sieht.
Vermutlich verwenden Sie Ihre Intuition weit öfter als sie denken. Vielleicht gehören Sie zu den Leuten, die schon wissen, wer anruft, bevor sie den Hörer abnehmen. Oder Sie denken an jemanden, den Sie dann anrufen, nur um festzustellen, dass der/die Andere ebenfalls gerade an Sie gedacht hat. So funktioniert Intuition! In Vorahnungen oder durch unbestimmte Gefühle aus dem Bauch heraus werden wir von unserer Intuition geleitet. Sie verlassen sich auf sie, wenn Sie sich mit Hilfe Ihres Gefühls entscheiden, welchen Weg Sie gehen, mit wem Sie sich verabreden, welche Sache Sie auswählen oder wie Sie an ein Problem herangehen.
Testen Sie Ihre Intuition
Machen Sie nun den folgenden Intuitionstest, um zu sehen, wie gut Ihre intuitiven Fähigkeiten bereits entwickelt sind. Beantworten Sie die Fragen mit der Zahl, die am ehesten auf Sie zutrifft. Seien Sie sich beim Lesen der Fragen im Klaren, dass in der Frage eine angeborene Fähigkeit angesprochen wird, die Sie möglicherweise schon längst besitzen, auch wenn Sie sich dessen nicht bewusst sind.
0 = nie
1 = manchmal
2 = häufig
1 Ist es schon vorgekommen, dass Sie an eine Person dachten und kurz darauf einen Anruf oder eine Nachricht von ihr erhielten?
2 Haben Sie schon erlebt, dass Sie wussten, wer am Telefon ist, bevor Sie den Hörer abnahmen?
3 Können Sie die Gefühle einer anderen Person genau einschätzen?
4 Können Sie die Gefühle eines Tieres genau einschätzen?
5 Haben Sie schon erlebt, dass Sie in Bezug auf eine Person oder eine Situation ohne offensichtlichen Grund eine innere Warnung verspürten und später feststellten, dass Ihr Misstrauen berechtigt war?
6 Haben Sie schon erlebt, dass ein Tier auf mentalem Weg zu Ihnen gesprochen hat oder Ihnen mental ein Bild geschickt hat?
7 Haben Sie schon erlebt, dass ein anderer Mensch auf mentalem Weg mit Ihnen gesprochen hat oder Ihnen mental ein Bild geschickt hat?
8 Haben Sie schon einmal zweifelsfrei erlebt, dass ein Tier Ihnen ein Gefühl geschickt hat?
9 Haben Sie schon einmal zweifelsfrei erlebt, dass eine andere Person Ihnen ein Gefühl geschickt hat?
10 Ist Ihr „erster Eindruck“ in der Regel zutreffend?
11 Haben Sie schon einmal ein sehr starkes, wenn auch logisch nicht erklärbares Gefühl gehabt, dass Sie unbedingt etwas Bestimmtes tun/bzw. nicht tun sollten und haben Sie dann später festgestellt, dass Ihr Gefühl genau gestimmt hat?
12 Haben Sie schon erlebt, dass Sie sicher waren, von einer anderen Person belogen zu werden - auch wenn es dafür keine äußeren Anzeichen gab - und dass sich dieser Eindruck später bestätigt hat?
13 Haben Sie schon erlebt, dass Sie etwas Unvorhersehbares voraussahen oder spürten, dass etwas Unerwartetes weit entfernt von Ihnen stattfand? (Dazu gehört auch die Ahnung eines bevorstehenden Todes)
14 Haben Sie schon erlebt, dass eine unsichtbare Kraft eingegriffen hat, um Sie vor drohender Gefahr zu bewahren (z.B. dass Sie aufgehalten wurden und so einem Unfall entkommen konnten) ?
15 Hatten Sie schon prophetische Träume?
16 Haben Sie schon erlebt, dass Sie den körperlichen Schmerz oder die Symptome der Krankheit eines anderen Menschen (oder eines Tieres) in Ihrem eigenen Körper gespürt haben? (Wenn dies auf Sie zutrifft, sollten Sie unbedingt Kapitel 12 lesen.)
17 Sind Sie sich immer über die Motive anderer Menschen im Klaren?
18 Haben Sie das Gefühl, in Ihrem Leben von einer inneren Führung geleitet zu werden?
19 Neigen Sie zu Vorahnungen oder gefühlsmäßiger Wahrnehmung der Dinge (auch wenn Sie diese nicht beachten)?
20 Gibt es sehr viele Zufälle in Ihrem Leben?
Addieren Sie nun Ihre Punktzahl und schauen Sie nach, wie weit Ihre intuitiven Fähigkeiten entwickelt sind.
0 - 13
Ihre Intuition ist eher brachliegend. Doch seien Sie unbesorgt, denn sie ist vorhanden und Sie sind in der Lage, sie zu nutzen, denn Intuition ist eine natürliche Fähigkeit. Sie haben bisher vermutlich gelernt, sich rational zu verhalten und sich auf Ihr logisches Denken zu verlassen und haben Ihre Gefühle und Vorahnungen ignoriert. Möglicherweise sind Sie entmutigt worden, wenn Sie als Kind Ihre Intuition benutzten. Oder Sie stellen an sich selbst sehr hohe Anforderungen und haben dabei Ihre intuitiven Fähigkeiten verkümmern lassen. Ihre Punktzahl zeigt, dass Sie vielleicht ein bisschen mehr tun müssen als jemand, der als Kind zu intuitivem Verhalten ermutigt worden ist, oder der sich mehr oder weniger selbst überlassen war. Für Sie ist es besonders wichtig, mit den Techniken zu arbeiten, die im 7. Kapitel zum Thema „der innere Kritiker“ beschrieben werden.
14 - 27
Ihre intuitiven Fähigkeiten sind gut entwickelt und Sie wenden sie in Ihrem alltäglichen Leben an, auch wenn Sie sich dessen nicht immer bewusst sind. Es könnte sein, dass es Ihnen schwer fällt, an Ihre Fähigkeiten zu glauben, aber die Urteile, die auf Ihrer Intuition beruhen, sind offensichtlich zutreffend. Für Sie könnten die Techniken im 7. Kapitel lohnend sein, denn sie unterstützen Sie darin, mehr Vertrauen in Ihre intuitiven Fähigkeiten zu entwickeln und diese gezielter und bewusster einzusetzen.
28 - 40
Sie haben sehr hoch entwickelte intuitive Fähigkeiten, die Ihnen vermutlich auch bewusst sind. Doch manchmal fühlen sich Menschen in diesem Stadium mit ihren intuitiven Fähigkeiten nicht wohl. Das Erarbeiten der Techniken, die zu einer kontrollierteren Anwendung der Intuition führen, lohnt sich für Sie besonders, denn diese werden Ihnen helfen, Ihre intuitiven Fähigkeiten zu beherrschen, statt von ihnen beherrscht zu werden. Höchstwahrscheinlich gab es in Ihrem Leben einen Menschen, der Ihnen als Vorbild für intuitives Verhalten diente oder der Sie ermunterte, Ihrer Intuition zu folgen. Es kann auch sein, dass Sie eine zentrale Erfahrung gemacht haben, durch die Sie sich für Ihre Intuition öffneten.
Definition
Der Begriff der Intuition hat eine umfassende Bedeutung. Wenn er als Adjektiv gebraucht wird, überschneidet er sich mit dem Wort „übersinnlich“.*4 Doch die meisten Menschen bevorzugen das Wort Intuition, das ihnen näher ist als „Übersinnlichkeit“. In dieser Definition bezieht sich Intuition also auf jegliche außersinnliche Wahrnehmung, die etwas erfasst, was unabhängig von unseren fünf physischen Sinnen des Sehens, Hörens, Fühlens, Riechens und Schmeckens erfahrbar ist. Die außersinnliche Wahrnehmung und die Wahrnehmung durch die fünf Sinne verläuft parallel. So können Sie zum Beispiel Dinge intuitiv „sehen“, doch das heißt nicht, dass Sie diese als reales Bild mit Ihren Augen sehen, sondern es entsteht eine Visualisierung, ein mentales Bild vor Ihrem geistigen Auge. Wenn immer Sie intuitiv kommunizieren, werden Sie eine oder mehrere der folgenden übersinnlichen Wahrnehmungsweisen benutzen:
Hellsehen: Wörtlich genommen bedeutet dieses Wort „etwas klar sehen“.*5 Es bezeichnet die Fähigkeit, Bilder mental, d.h. vor dem geistigen Auge zu sehen. Aber auch die Fähigkeit in die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft sehen zu können, obwohl es keine Erklärung gibt, woher dieses Wissen kommt, wird als Hellsehen bezeichnet. Sie können diesen intuitiven Sinn anwenden, um Dinge zu erfassen, die entfernt von Ihnen stattfinden, wenn Sie zum Beispiel sehen wollen, wo sich ein verlorengegangenes Tier befindet oder wenn Sie Informationen über die bisherigen Erfahrungen eines Tieres brauchen oder herausfinden wollen, wo es vorher gelebt hat. Sie verwenden die übersinnliche Wahrnehmung in der Form des Hellsehens immer dann, wenn Sie ein Bild vor Augen haben, das Ihnen eine intuitive Information gibt. (Sie wissen beispielsweise schon, wer am Telefon ist, bevor Sie den Hörer abnehmen.)
Hellfühlen: Wörtlich genommen bedeutet dieser Begriff „klares Gefühl“. Er bezeichnet Fähigkeiten, die es ermöglichen, die Emotionen oder physischen Gefühle eines anderen wahrzunehmen. Auch das Wort „Empathie“ beschreibt diese Fähigkeit. Es kann sein, dass Menschen, die empathisch auf ihre Umwelt reagieren, den Schmerz eines anderen in ihrem eignen Körper spüren, oder dass sie von Gefühlen, die sie in ihrer Umgebung aufgenommen haben, überwältigt werden.
Hellhören: Hiermit ist gemeint, etwas „klar/hell zu hören“ und der Begriff bezieht sich auf die Fähigkeit, Worte und Sätze innerlich zu hören. Wir kennen hierfür auch die Bezeichnung „mentale Telepathie“ Wenn Sie auf diese Weise hören können, ist es möglich, dass die Worte und Sätze, die Sie innerlich vernehmen, wie Ihre eigene Stimme klingen. Wenn Sie sich nicht durch ständiges Überprüfen der Informationen von deren Richtigkeit überzeugen, könnte es Ihnen schwer fallen zu glauben, dass das Gehörte wirklich von Außen und nicht aus Ihrem Innern kommt.
„Hellriechen“ bedeutet wörtlich „klar“ riechen. Diese Fähigkeit tritt eher selten auf, aber manche Menschen sind in der Lage, Gerüche sehr genau wahrzunehmen. Sie fragen zum Beispiel ein Pferd nach seiner Lieblingsspeise und nehmen deutlich den Geruch von Karotten oder Birnen wahr.
„Hellschmecken“ bedeutet „klares Schmecken“. Hiermit ist die Fähigkeit gemeint, übersinnliche Wahrnehmungen durch den Geschmackssinn aufzunehmen. Wenn Sie zum Beispiel eine Katze nach ihrem Lieblingsfutter fragen, nehmen Sie den Geschmack von Fisch wahr.
Die Eigenschaften eines intuitiven Menschen
Einen Menschen, der anderen mit seinen medialen Fähigkeiten hilft, nennen wir Medium. Hat er/sie Zugang zu dem, was in einer Person physisch oder emotional vorgeht, kann er/sie als Heiler/in wirken. Menschen, die mit Tieren intuitiv arbeiten, werden „Tierkommunikatoren“ genannt, auch wenn viele von ihnen, so wie ich, nicht nur mit Tieren, sondern auch mit anderen Aspekten der Natur kommunizieren.
In ihrem Buch „Your sixth Sense“1 interviewte die Psychologin Beleruth Naparstek über 40 bekannte und angesehene Medien. Sie fand heraus, dass Menschen, die im Bereich der außersinnlichen Wahrnehmung herausragende Leistungen vollbringen, normalerweise einen Mentor oder ein Vorbild hatten, das sie unterstützte. In einigen Fällen wurde der Zugang zur intuitiven Wahrnehmung ausgelöst durch dramatische Ereignisse wie etwa ein Autounfall. Auch schwere Traumata in der Kindheit können dazu beitragen, dass sich mediale Fähigkeiten zeigen, denn die Betroffenen sind in diesen Fällen gezwungen, sich nach Innen zu wenden und sich ganz auf sich selbst zu verlassen.
In Gesellschaften, in denen die Intuition einen hohen Stellenwert hat, wie dies bei vielen eingeborenen Volksstämmen der Fall ist, sind Menschen in der Lage, jederzeit ganz bewusst ihre intuitiven Fähigkeiten einzusetzen.
Umgekehrt fällt es Menschen, die in einer auf Ratio und Logik ausgerichteten Kultur aufwachsen und denen vermittelt wird, dass Intuition eher negativ ist und fast schon ein Tabu darstellt, sehr viel schwerer zu ihrer Intuition Zugang zu haben, selbst wenn sie diese, dem Menschen angeborene Fähigkeit besitzen. Selbstverständlich leitet Frau Naparstek aus diesen Beispielen nicht ab, dass es für eine gut entwickelte Intuition förderlich ist, ein Nahtod-Erlebnis gehabt zu haben oder Missbrauch erlebt zu haben! Alles, was dazu beiträgt, den Geist zu zentrieren (z.B. Yoga und Meditation) wirkt genauso förderlich.
In unserer Zeit sind es besonders die Frauen, die sich vom Thema der Intuition angezogen fühlen. In meinen Kursen sind vor allem weibliche Teilnehmerinnen und ich glaube nicht, dass dies ein Zufall ist. Ich gehe vielmehr davon aus, dass generell eher Frauen sich dazu ausbilden lassen, mit Tieren zu kommunizieren, bzw. ihre intuitiven Fähigkeiten zu trainieren. Männer können diese Fähigkeiten genauso erlernen wie Frauen und sie sind an ihnen gleichermaßen interessiert. Auch wenn ihre Liebe zu Tieren ebenso groß ist, gibt es für sie doch eine sehr viel höhere gesellschaftliche Barriere, wenn es darum geht, sich dieses Thema tiefer zu erarbeiten. Schon in frühem Alter werden Jungen dazu angehalten, logisch zu denken und sich objektiv und rational zu verhalten. Diese Eigenschaften sind sogar in vielen modernen Kulturen zum Inbegriff dessen geworden, was als „männlich“ angesehen wird. Demgegenüber wird Frauen ein eher unlogisches und intuitives Verhalten zugeschrieben, sie werden mit recht extremen emotionalen Zuständen in Verbindung gebracht, die klischeehaft zum kulturellen Leitbild für Frauen erhoben werden. Auch wenn eine solche Rollenverteilung gesellschaftlich allgemein anerkannt ist und unterstützt wird, beruht sie doch keineswegs auf biologischen Fakten. Aber Männer haben es schwerer aus der vorgegebenen Form auszubrechen und sich mit etwas zu beschäftigen, das so „dumm“, „albern“, „sentimental“ und „unlogisch“ ist wie das Ansinnen, mit Tieren kommunizieren zu wollen. Vermutlich ziehen Kurse über den Gebrauch der Intuition zur Erhöhung des geschäftlichen Erfolgs weit mehr männliche Teilnehmer an. Doch im Endeffekt werden auch solche Angebote dazu beitragen, dass das Thema der Kommunikation mit Tieren und mit der Natur eine höhere gesellschaftliche Anerkennung erfährt.
Soziale Tabus
Warum hat der Begriff „übersinnlich“ einen negativen Beigeschmack? Sicher gibt es unter den mit übersinnlicher Wahrnehmung arbeitenden Medien solche, die nicht unbedingt kompetent sind, doch lassen sich solche Negativbeispiele nicht genauso in allen anderen Berufsgruppen finden?
Die starken Vorbehalte gegen diesen Begriff sind damit jedenfalls nicht zu erklären, denn es geht eigentlich um etwas anderes. Ich erinnere mich an den Fall eines vermissten Hundes. Er war von einer Züchterin aus Alabama in sein neues Zuhause nach North Carolina gebracht worden. Innerhalb einer Stunde war der Hund völlig außer sich geflüchtet, er überquerte fünfspurige Autobahnen und entkam jedem Einfangversuch. Die Rettungsmannschaft hatte meine Hilfe angefordert und als die Frau das hörte, war sie entsetzt und schimpfte über eine so unsinnige und lächerliche Idee. Es stellte sich indessen heraus, dass alles, was ich über den Aufenthaltsort und den Zustand des Hundes sagte, absolut richtig war. Alle gingen davon aus, der Hund sei ängstlich, verstört und hilflos, doch dies stimmte nicht, wie ich intuitiv feststellte. Er hatte sich bereits ein Revier gesucht, in dem er weite Kreise zog. Ich sah vor meinem geistigen Auge wie er mühelos Futter fand und nahm wahr, dass er sich entschieden hatte, Menschen zu meiden und allein zu sein.
Im Verlauf der Suche bestätigten sich meine Informationen. Ich hatte den Hund aufgefordert, Straßen zu meiden und nachdem er meine Botschaft aufgenommen hatte, verhielt er sich entsprechend. Die besagte Züchterin reiste nach North Carolina, um die Suche zu unterstützen. Sie war zwar skeptisch, akzeptierte aber die Taktiken, die ich für die Suche vorschlug. Innerhalb eines Tages hatte sie ihren Hund zurück, denn er kam mitten in der Nacht zu ihrem Auto und sprang hinein. Daraufhin rief sie mich an und erklärte in einem wunderbaren Alabama-Dialekt: Sie glaube selber nicht ihren Worten, aber von heute an sei sie meine glühendste Verehrerin. Meine Arbeit habe sie bisher als Unfug abgetan, doch nun habe sich gezeigt, dass sie der Schlüssel zum erfolgreichen Wiederauffinden ihres Hundes war.
Menschen, die als anerkannte und seriöse Medien arbeiten und dabei eine erfolgreiche Reihe von Ergebnissen aufweisen können, vermeiden oft das Wort „Medium“. Sie bevorzugen eher den Begriff „intuitive Arbeit“, weil mit dem Wort „Medium“ noch immer Negativität verbunden ist. Aus diesem Grunde bevorzuge auch ich für meine Arbeit die Bezeichnung „intuitive Kommunikation“ und nicht „mediale Kommunikation“. Teilweise sind die Vorbehalte auch begründet, denn es gibt tatsächlich Beispiele von Medien, die stümperhaft und unehrlich arbeiten. Vielleicht liegt das daran, dass es nicht erforderlich ist, für diese Tätigkeit einen akademischen Abschluss zu erwerben und so gibt es mehr Ungeschulte und inkompetente Vertreter als in einem eher strukturierten Berufsfeld. Auch die Werbespots im Stil „Ruf eine Wahrsagerin an“ tragen nicht zum guten Ruf der Branche bei. Aber in jedem Bereich gibt es schwarze Schafe, die aus ihrem Job herausgenommen werden müssten, denen es aber trotzdem gelingt weiterzumachen. Für die Suche nach einem seriösen Medium gilt dasselbe wie in jedem anderen Dienstleistungsbereich: die Einholung einer umfassenden vorherigen Information und eine persönliche Empfehlung.
Ich vermute, dass einige der negativen Assoziationen, die mit dem Begriff „Medium“ einhergehen, historisch begründet sind. Es gab Zeiten, da war es gefährlich, übersinnliche Fähigkeiten zu nutzen, denn Menschen wurden für ihre Prophezeiungen verfolgt und riskierten ihr Leben, wenn sie ihre medialen Kräfte nutzten.
Intuition und Wissenschaft
Wissenschaftler sind die lautesten Kritiker, wenn es um übersinnliche Fähigkeiten geht. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts haben sie sogar einen Großteil ihrer Energie darauf verwendet, praktizierende Medien zu entlarven. Auch heutige Wissenschaftler, von wenigen Ausnahmen abgesehen, bewerten alle Bemühungen auf dem Gebiet der übersinnlichen Fähigkeiten als bedeutungslos oder halten sie nicht für würdig, von der Forschung überhaupt beachtet zu werden.
Glücklicherweise hat sich hier in den letzten Jahrzehnten eine Veränderung angebahnt, denn einige Wissenschaftler, vor allem Physiker, haben damit begonnen, intuitive Fähigkeiten - oder sogenannte PSI-Phänomene - ernst zu nehmen. Sie analysieren diese Phänomene nun mit wissenschaftlichen Methoden und erhalten Ergebnisse, die besagen, dass jeder Mensch prinzipiell befähigt ist, intuitive Einsichten zu gewinnen und dass intuitiv erhaltene Informationen höchst genau sein können.
Einer der erfolgreichsten Forscher auf diesem Gebiet ist der Physiker Russell Targ. Er hat zusammen mit seinem Kollegen Charles Putoff2 in den 70er Jahren am Forschungsinstitut Stanford eine Studie zu den intuitiven Fähigkeiten des Menschen durchgeführt. In ihren Experimenten arbeiteten die Wissenschaftler mit durchschnittlichen Versuchspersonen, die kein besonderes intuitives Talent bekundeten. Sie gaben ihnen kurze Anweisungen, wie sie die Methode des „remote viewing“*6 benutzen sollen. Der Begriff „remote viewing“ stammt aus dem militärischen Bereich, in dem zu dieser Zeit Experimente mit hellseherischen Fähigkeiten gemacht wurden, deshalb auch die Betonung auf das „Sehen und Wahrnehmen in der Ferne.“
In einem Experiment wurde den Teilnehmern mitgeteilt, dass sich ein Mitglied des Forschungsteams zu einem geheimen, in der Nähe liegenden Standort begeben hatte. Die Teilnehmer sollten nun raten, wie dieser Ort aussieht. Sie sollten dann ihre flüchtigen Eindrücke vom Aufenthaltsort aufzeichnen oder in Worten beschreiben und dabei keinen Versuch unternehmen, ihre Wahrnehmungen zu analysieren oder zu interpretieren. Den Versuchspersonen gelang es erstaunlich oft, eine genaue Zeichnung oder Beschreibung des Aufenthaltsorts des Forschers abzugeben. Die Ergebnisse bewiesen, dass auch Durchschnittsbürger intuitive Fähigkeiten besitzen, selbst wenn sie diese bisher noch nicht angewendet hatten. Die militärisch ausgebildeten „remote viewers“3 erzielten eine beständige 75 Prozent Sicherheit. Targ führte seine Arbeit dann auch in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Militär fort, um die Möglichkeiten des Hellsehens weiter zu erforschen. Die Testpersonen wurden hier eingesetzt, um abgestürzte Flugzeuge zu orten oder um etwas über geheime sowjetische Militärinstallationen herauszufinden.
In seinem Buch „Miracles of the Mind“ beschreibt er die Jahre seiner Forschungsarbeit auf diesem Gebiet. Er definiert die Fähigkeit „in der Ferne zu sehen“ - hellzusehen - als eine Fähigkeit, bei der das universell verfügbare „kollektive Unbewusste“, das er „nonlocal mind“ nennt, angezapft wird. Er sagt: „Dieses faszinierende, bisher noch nicht ganz verstandene Phänomen, das uns miteinander und mit der Welt verbindet, erlaubt uns, Ereignisse zu beschreiben, zu erfahren und zu beeinflussen egal wo sie in Raum und Zeit stattfinden.“ 4
Die Erforschung des „nonlocal mind“ fällt in den Bereich der Quantenphysik. Targ zitiert glaubwürdige Experimente, die beweisen, dass Quanten miteinander verwoben sind. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass jegliche Materie miteinander verbunden ist. Durch das Messen der Polarisierung eines Photonenpaares, das aus der selben Interaktion entstanden ist, sich aber in gegenläufige Richtungen bewegt, konnten die Forscher feststellen, dass sich die Polarisierung des einen Photons schon zu verändern scheint, wenn das andere Photon lediglich beobachtet wird. Diese Veränderung lässt sich sogar feststellen, wenn sich die Photonen in gegenläufige Richtungen bewegen. Aus diesen Experimenten haben die Physiker die Theorie abgeleitet, dass in jeder Materie Bewusstsein enthalten ist und dass dieses zu jeder Zeit mit anderer Materie kommuniziert. Aus dieser Dynamik lässt sich unsere Fähigkeit erklären, gewünschte Informationen erfahren zu können, wenn wir in der Lage sind, das kollektive Unbewusste oder das nonlocal mind anzuzapfen - in der Religion der Hindus wird dieser Vorgang als das Lesen der Akasha Chronik bezeichnet.
Christian de Quincey, ein Professor der Philosophie, erklärt und analysiert in seinem Buch „Radical Nature“5 überzeugend diese Vorstellung vom „nonlocal mind“. De Quincey beschäftigt sich besonders umfassend mit der bahnbrechenden Idee, dass alle Materie Bewusstsein besitzt.
Gary Schwartz ist ein weiterer Wissenschaftler, der vor allem das Thema der Intuition erforscht. Er unterrichtet Psychologie, Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Chirurgie an der Universität von Arizona. Er promovierte an der Harvard Universität und leitete einige Jahre das „Psychophysiologische Zentrum Yale“ und die Klinik für Verhaltensmedizin in Yale. In seinem Buch „The Afterlife Experiments: Breakthrough Scientific Evidence of Life after Death”6 beschreibt er seine wissenschaftliche Erforschung dieses Themas. Die Experimente wurden nach streng wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt und die Ergebnisse statistisch ausgewertet. In den Experimenten wurden Hellsichtige, die mit ihrer Fähigkeit erfolgreich arbeiten, gebeten, ihnen unbekannte Menschen wahrzunehmen, „zu lesen“. Sie konnten diese nicht sehen und durften nur Fragen stellen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden konnten. Die Experimente wurden unter äußerst strengen und kontrollierten Bedingungen durchgeführt. Schwartz wollte beweisen, dass verschiedene Hellsichtige unabhängig voneinander zu den selben Ergebnissen über die wahrzunehmenden Personen kommen. Er wollte auch den Verdacht, dass Betrug im Spiel sein könnte, ausschließen. In einem Interview über das Buch7 sagte er, dass ihn die Ergebnisse seiner Experimente überzeugt hätten, da die überprüften Sensitiven ihre Glaubwürdigkeit und Genauigkeit unter Beweis stellen konnten.
Das Verhältnis zwischen Wissenschaft,
Natur und Tieren
Oft gibt es Leute, die es als lächerlich abtun, wenn Tieren Gefühle oder vernunftgeleitetes Handeln zugetraut werden. Wir lernen früh, Tiere nicht zu vermenschlichen und ernten eine Rüge, wenn wir dem Verhalten eines Tieres emotionales Verhalten zuschreiben. Angeblich handeln Tiere jederzeit nur aus ihrem Instinkt heraus. Die meisten Tierfreunde wissen zwar, dass das nicht stimmt, doch in der Gruppe dieser strengen Kritiker finden sich viele, die grundsätzlich auch Vorbehalte gegen andere Formen des Lebens haben. Wie kommt es, dass moderne Menschen im Gegensatz zu Ureinwohnern Tiere und andere Formen des Lebens als untergeordnet und minderwertig ansehen? Einige Forscher, die dieser Frage nachgegangen sind, vertreten die Ansicht, dass die Alphabetisierung und die Entwicklung von Sprache in geschriebener Form und das damit einhergehende Aussterben von mündlichen Überlieferungen entscheidend zu dem Auseinanderstreben von alter und moderner Kultur beigetragen haben.8 Sie stützen sich auf das Argument, dass die Entwicklung der Schriftsprache einen Keil zwischen die menschliche Rasse und den Rest der Natur getrieben habe, der zu der gegenwärtigen Entfremdung geführt habe. Die Erklärung der Archäologin Marija Gimburtas9 überzeugt mich allerdings noch mehr. Gimburtas dokumentiert den Aufstieg einer räuberischen Kultur kurdischen Ursprungs, die vor 7000 Jahren von den nördlichen Wüsten ins alte Europa eindrang. Ihrer mit archäologischen Aufzeichnungen belegten Theorie zufolge wurde diese Invasion von einer verheerenden Dürre im Norden ausgelöst, die zu einer Abwanderung der Überlebenden führte. Diese eroberten die Gebiete, in die sie einwanderten. Mit ihrer kriegerischen Kultur verdrängten sie die bis dahin im vorgeschichtlichen Europa vorherrschende Kultur, die auf Prinzipien des friedlichen Miteinanders, der Gleichheit und der Naturverehrung beruhte. Sie eroberten nach und nach auch andere Kontinente. Der so eingeleitete weltweite Wertewandel hatte die Ausbeutung von Tieren und der Natur zur Folge.10
In der modernen Wissenschaft wurde der niedere Status der Natur schließlich zur Norm erhoben. Francis Bacon, der Vater der modernen Wissenschaft, glaubte, die Natur sei der Sklave des Menschen.11 Eine andere Säule der modernen Wissenschaft, René Descartes, war der Ansicht, Tiere seien Automaten, die weder Schmerz noch Gefühle verspürten.12 Ich selbst habe an der Universität und später als Wissenschaftlerin die Erfahrung gemacht, dass Naturwissenschaftler und darunter vor allem Biologen, mit eingeschränktem Blick die Fähigkeiten anderer Lebensformen beurteilen. Sie glaubten beispielsweise, nur der Mensch sei fähig, Schmerz und Freude zu empfinden, Werkzeuge herzustellen, eine komplexe Sprache zu benutzen oder allgemein altruistische Motive für sein Verhalten zu haben.
Doch es gibt auch einige Wissenschaftler, die diesen Wissensstand in Frage stellen. In ihrem hervorragenden Buch über das Gefühlsleben der Tiere bieten die Autoren Jeffrey Masson und Susan McCarthy13 beeindruckende Belege für das Vorhandensein eines sehr differenzierten Gefühlslebens bei Tieren. Sie stützen sich auf eine umfangreiche Sammlung von Berichten über Haustiere und Tiere, die in der Wildnis leben. Die Beispiele wurden sowohl von Laien als auch von Wissenschaftlern zusammengetragen. Die Autoren beweisen unbestreitbar, dass Tiere ebenso tief wie der Mensch zu Empfindungen der Trauer, der Freude und der Wut fähig sind. Doch immer noch bestehen moderne Wissenschaftler darauf, dass Tiere keine Gefühle haben können und belächeln Untersuchungen zu dieser Frage. Seit Darwins Buch „Der Ausdruck der Gemütsbewegung bei den Menschen und den Tieren“14 von vor über 120 Jahren gab es keine grundlegende Forschungsarbeit zu dieser Frage.
Sobald es darum geht, Gefühle bei Tieren zu untersuchen oder das Vorhandensein der Intuition zu betrachten, schweigt die Wissenschaft. Beweise, die sich auf Fallbeispiele stützen, werden nicht anerkannt. Dies ist besonders frustrierend, denn in anderen Wissenschaftsbereichen werden Beweise, die sich auf Berichte stützen, als zuverlässig akzeptiert. Nehmen wir ein Beispiel aus der Medizin, wenn es um medikamentöse Schmerzbehandlung geht. Schmerz ist ein rein subjektives Phänomen, dessen Intensität sich nur aus der Aussage des Betroffenen beurteilen, oder an dessen Verhalten ablesen lässt. Der Bericht eines Patienten über den Grad seiner Schmerzen könnte als eine „Anekdote“ - was wörtlich bedeutet: eine unveröffentlichte Geschichte - bezeichnet werden. Sobald diese Patienten-“geschichten“ gesammelt wurden und in der Form eines Artikels in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht sind, hören sie auf, einfach nur Anekdoten zu sein, sie verwandeln sich in „Fallstudien“, und werden somit ausgestattet mit der gewichtigen Bedeutung einer wissenschaftlichen Tatsache. Die hohen Geldsummen, die für medizinische Forschung ausgegeben werden, müssen mittlerweile Millionen solcher als Beweis akzeptierte „Fallstudien“ hervorgebracht haben, in denen Patienten in Form anekdotischer Berichte ihre Symptome und die daraus folgende Beeinträchtigung beschreiben. Dieser Art der Datensammlung mit ihrer subjektiven, indirekten und schlussfolgernden Methode wird jeder Wert aberkannt, sobald sie für die Erforschung der Tiere oder der Natur oder für das Themengebiet der Intuition angewendet wird.
Es gibt vermutlich viele Gründe für diesen Widerstand aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft, denn wenn Tiere und andere Lebensformen als fühlende Wesen betrachtet würden, die den Menschen gleichwertig sind, müssten sie auch entsprechend behandelt werden. Dies würde einen Wandel im Geschäftsleben und in praktisch jedem anderen Bereich des modernen Lebens erfordern. Wenn wir zugeben würden, dass Tiere Terror, Leid, Schmerz und Depression fühlen, könnten wir sie nicht mehr so unbarmherzig ausbeuten, wie wir das in Versuchslaboren und in industriellen Viehzuchtbetrieben tun.
Weit davon entfernt wissenschaftlicher Studien unwürdig zu sein, stellt die Beschäftigung mit der intuitiven Kommunikation zwischen Mensch und Tier und zwischen Mensch und Natur eine neue Aufgabe der Wissenschaft dar. Auch wenn sie nicht in die Schablonen traditioneller Wissenschaftler passt, und diese sich weigern, sie zu erforschen und zu akzeptieren, gibt es doch genügend Abtrünnige, für die sie eine faszinierende und vielversprechende Aufgabe darstellt.
Intuition bei Tieren
Im Gegensatz zu uns Menschen wissen die Tiere, dass es lebenswichtig ist, immer mit ihrem Wesenskern, mit ihrem intuitiven Selbst verbunden zu bleiben. Dies lässt sich nirgendwo besser beobachten als bei einem Tier, das normalerweise freundlich und zutraulich ist und plötzlich eine drohende und unerklärliche Abneigung gegen einen Menschen zeigt. Meistens stellt sich später heraus, dass diese Person in irgendeiner Weise nicht vertrauenswürdig ist.
Margot Lasher beschreibt in ihrem Buch “And the Animals Will Teach You“15 dieses Phänomen. Sie gibt mehrere Beispiele, bei denen ihr Hund Hogan sie vor drohender Gefahr gewarnt hatte. In einem Fall gab der Hund ihr laute und eindeutige Warnsignale an der Tür, doch sie öffnete und bat einen Mann herein, mit dem sie über Reparaturarbeiten in ihrem Haus sprechen wollte. Er war ein Bekannter einer Freundin, die ihn als vertrauenswürdig beschrieben hatte. Hogan, der einem neuen Gast normalerweise freundlich und lebhaft begegnete, saß während des gesamten Gesprächs wie versteinert auf der Couch und beobachtete den Mann. Dann kam er zu seinem „Frauchen“ und schob sich zwischen sie und die Rücklehne der Couch. Ein solches Verhalten hatte er noch niemals zuvor und auch später nicht mehr gezeigt. An diesem Punkt verstand Margot Lasher, was ihr Hund ihr sagen wollte und sie verabschiedete den Mann. Später stellte sich heraus, dass der Mann Drogen nahm und schon öfter das Vertrauen seiner Arbeitgeber missbraucht hatte.
Der promovierte Mikrobiologe Rupert Sheldrake ist einer der wenigen Biologen, die sich auf die Erforschung der Intuition konzentrieren16. Er führte mit statistischer Analyse und unter kontrollierten Bedingungen eine Studie durch, die sich mit dem Phänomen von Haustieren beschäftigte, die genau wissen, wann ihre Menschen nach Hause kommen. Er machte mehrere Videoaufnahmen von einem kleinen Hund, der die unheimliche Fähigkeit besaß, genau zehn Minuten, bevor seine Person nach Hause kam, an der Tür zu sitzen. Alle Vorbehalte, die gegen das Experiment hätten angeführt werden können, wurden ausgeschlossen. Die Frau wurde weggeschickt und erhielt willkürlich gewählte Anweisungen, wann sie zu ihrem Hund zurückkehren sollte - manchmal sollte sie sofort zurückkehren, manchmal musste sie den ganzen Tag wegbleiben. Sie erhielt die Anweisungen erst, als sie schon von zu Hause weg war. Der Hund war alleine im Haus und die Videokamera lief. Die Frau durfte keine ungewollten Hinweise z.B. durch den Motorenlärm ihres Autos geben, sondern sie ging zu Fuß. Sheldrake fand heraus, dass die Fähigkeit des Hundes, die Rückkehr der Frau vorauszusagen, eine statistisch gesehen signifikante Treffsicherheit ergab (p < 0.000001). Er ließ das Experiment von einem seiner schärfsten Kritiker wiederholen und erneut ergab sich ein ähnlich eindeutiges Ergebnis. Mit welcher Methode der Hund die Rückkehr seiner Person voraussah, konnte nicht festgestellt werden, doch Sheldrake vermutet, dass er die Information auf intuitivem Weg erhielt.
Tiere sind wahre Meister der Intuition. Sie haben ja auch nicht von klein auf gehört, dass Intuition unsinnig sei oder nur auf Einbildung beruhe. Sie kennen nicht die kulturellen Einschränkungen, die wir Menschen uns geschaffen haben. Sie kommunizieren ständig auf intuitivem Weg, sei es untereinander oder zwischen den Arten. Sie nutzen die Intuition, um ihre fünf Sinne zu unterstützen. Sie verlassen sich auf ihre Intuition, wenn sie eine Gefahr erkennen oder wenn sie Menschen, Tiere oder Situationen einschätzen wollen. Ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet erklären ihre zutreffenden Vorahnungen von Ereignissen und ihre fehlerlose Einschätzung der wahren Motive eines Menschen. Sie zeigen sich in ihrem unberechenbaren Verhalten vor Erdbeben, sie erklären das Verhalten eines Hundes, der Hilfe holt, wenn sein Mensch einen Schlaganfall erlitten hat. Wenn Sie sich mit Tieren beschäftigen, um kommunikative Fähigkeiten zu erlernen - und das werden Sie im Verlauf dieses Buches tun - haben Sie in ihnen die besten Lehrer für Intuition, die es auf diesem Planeten gibt!
Übungen zum Entwickeln Ihrer intuitiven Fähigkeiten
Ich gebe Ihnen zuerst drei Übungen, die Ihnen bei der Entwicklung Ihrer intuitiven Fähigkeiten helfen. Bevor Sie mit den Übungen beginnen, besorgen Sie sich ein Notizbuch, das Sie für alle Übungen dieses Buches verwenden. Es sollte groß und stabil sein, damit sie es auf Ihren Spaziergängen mitnehmen können. Sie brauchen es auch, wenn Sie ein Tier besuchen, mit dem Sie sich unterhalten wollen. Tragen Sie auch die Ergebnisse Ihrer Übungen am Ende der einzelnen Kapitel ein und vergessen Sie nicht, ein Ausrufezeichen oder ein anderes Zeichen hinter jedes erfolgreiche Ergebnis zu setzen, denn so sehen Sie immer Ihre Erfolge und Sie können schnell Ihre Treffsicherheit überprüfen. Ein solches Rückmeldesystem ist für Ihren Fortschritt wichtig.
Übung 1: Wer ist am Telefon?
Versuchen Sie zu raten, wer anruft, bevor Sie den Hörer abnehmen. Schreiben Sie auf, was Sie geraten haben und führen Sie eine Liste. Sie werden merken, dass sich nach zwei Wochen des Übens eine erstaunliche Zuverlässigkeit zeigt. Dann können Sie versuchen, nach dem Abnehmen des Hörers gleich den Namen der erwarteten Person zu nennen.
Übung 2: Erraten Sie das Ergebnis
Steigern Sie Ihre intuitiven Fähigkeiten, indem Sie ganz bewusst raten, wie eine Situation ausgeht, die Sie in Ihrem Alltag erleben. Führen Sie eine Liste über Ihre intuitive Einschätzung von Situationen, die noch nicht entschieden sind, zum Beispiel Wettbewerbe beim Sport, der Erfolg einer Unternehmung oder einfach nur die Verkehrssituation auf dem Weg zur Arbeit.
Übung 3: Notieren Sie Ihre Vorahnungen
Nehmen Sie während des Tages Ihr Notizbuch mit und notieren Sie alle aufsteigenden Gefühle, Gedanken über die Zukunft, Überlegungen, warum etwas gerade passiert oder auch andere intuitive Informationen, die in Ihnen aufsteigen. In jeder rätselhaften oder verwirrenden Situation können Sie sich folgende Frage stellen: Was sagt mir meine Intuition - mein Gefühl im Bauch - darüber? Dann schreiben Sie Ihre Antworten in Ihr Notizbuch. Lesen Sie diese nach einer Woche um festzustellen, wie genau Ihre intuitiven Botschaften waren.
3
INTUITION -
DIE LAUTLOSE SPRACHE
Für die Sprache der Intuition brauchen Sie keine Übersetzung, denn sie ist die universelle Sprache des Lebens. Wenn ich telepathisch kommuniziere, kann ich einem Pferd, das in Deutschland lebt, auf mentalem Weg Worte schicken, die es wunderbar versteht, ohne jemals zuvor Englisch gehört zu haben. Als eine universelle Sprache gibt es in der telepathischen Kommunikation faszinierende Besonderheiten, die in der gesprochenen Sprache nicht vorhanden sind. Sie funktioniert ohne Zeitverzögerung, eine riesige Informationsmenge kann im Bruchteil einer Sekunde übermittelt werden. Dies ist nicht immer so, doch wenn es passiert, kommt die Information als ein Gefühl „es“ zu wissen. Es ist einfach so, dass Sie irgendwie wissen, wie das Tier in der Vergangenheit gelebt hat oder was ihm fehlt. Sie wissen es ganz plötzlich, so als sei Ihnen die Information gut aufgerollt in einem Ball zugeworfen worden.
Ich vergleiche die gesprochene Sprache gern mit einer Schreibmaschine und die Telepathie mit dem leistungsfähigsten Computer der Welt. Denn im Gegensatz zur gesprochenen Sprache ist telepathische Kommunikation von Zeit und Raum unabhängig. Wissenschaftler, die sich mit der Erforschung dieser Fähigkeit befassen1 behaupten, dass sie über weite Entfernungen genutzt werden kann und dazu verhilft, in die Zukunft zu schauen oder Ereignisse in der Vergangenheit genauer zu betrachten.
Für meine Beratungen nehme ich oft Kontakt mit Tieren auf, die über die ganze Welt verstreut sind. Ich telefoniere mit ihren Menschen oder tausche mich mit ihnen per E-Mail aus. In einer Fernsehshow in Europa war ich einmal als Gast eingeladen und traf dort einen Verhaltensforscher für Tiere, der meine Arbeit in Frage stellte. Er behauptete, ich würde einfach die Körpersprache eines Tieres lesen und daraus aufgrund meines Wissens über Tiere begründete Vermutungen anstellen. Ich entgegnete ihm, dass ich nur selten meine Klienten persönlich treffe, ja noch nicht einmal ein Foto von ihnen brauche. Mir genügt der Name, das Alter und eine Beschreibung des Tieres, dann schließe ich die Augen und stimme mich auf das Tier ein, stelle mir vor, wie es aussieht, so als sehe ich sein Bild auf einer großen Leinwand vor mir. Dieser Vorgang hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem genauen Einstellen eines Senders im Radio. Oft werde ich gefragt, woher ich wisse, ob ich wirklich die schwarze langhaarige Katze namens Blackie vor mir sehe. Dann antworte ich, dass meine Intention die richtige Verbindung sicherstellt, denn damit konzentriere ich mich genau auf diese Katze von der Person, die mit mir Kontakt aufgenommen hat und die an einem ganz bestimmten Ort wohnt.
Ich stelle eine mentale und eine emotionale Verbindung her. Genaugenommen gehe ich spontan eine Beziehung ein, ohne dass ich das Tier je gesehen habe oder persönlich kenne, auch das Tier kennt mich nicht und es begegnet mir nur über unseren intuitiven Austausch. Der persönliche Austausch mit einem Tier ist meiner Erfahrung nach nicht nötig, um eine intuitive Verbindung herzustellen. Die Verbundenheit, die intuitiv entstanden ist, kann genau so tief sein, wie die Verbindung zwischen mir und einem meiner eigenen Tiere.
In meiner Arbeit mit Tieren versuche ich wohl begründete Vermutungen zu vermeiden, denn ich möchte mich einzig und allein auf die Informationen verlassen, die ich mit Hilfe meiner Intuition erfahre. Dabei erhalte ich oft eine Botschaft, die zunächst keinen Sinn macht und die ich mir wirklich nicht ausgedacht haben könnte. In diesen Fällen kann ich sicher sein, dass diese Information nur von dem Tier kommt. Ich wurde zum Beispiel gebeten, mit einem Hund zu kommunizieren, der im Sterben lag. Ich sollte herausfinden, was er vor seinem Tod noch gerne tun wollte. Als ich den Kontakt zu ihm hergestellt hatte, schickte er mir ein Bild von einem Flugplatz mit einigen Flugzeugen. Ich dachte, es seien vielleicht Spielzeugflugzeuge. Doch er schickte mir weiter Bilder von startenden und landenden Flugzeugen und sagte mir, dass er genau dies tun wolle. Darin konnte ich keinen Sinn finden, denn bisher hatte ich noch kein Tier kennen gelernt, das Flugzeuge mag und instinktiv würde ich jedes Tier soweit wie möglich von einem Flugzeug fernhalten. So wusste ich also, dass ich mir dieses Bild nicht ausgedacht haben konnte. Der Hund lebte an der Ostküste der Vereinigten Staaten und ich lebe an der Westküste. Es gab für mich also keine Möglichkeit, irgendwelche Hinweise aus der Umgebung des Hundes zu erhalten. Auch die Frau hatte mir am Telefon nichts von den Vorlieben des Tieres erzählt. Als ich ihr meine Ergebnisse beschrieb, war sie nicht erstaunt. Sie sagte, ihr Bruder sei Pilot und nehme den Hund oft mit zum Fliegen und der Hund sei begeistert davon.
Einige Physiker gehen davon aus, dass diese Art der Wahrnehmung benutzt werden kann, um die Vergangenheit näher zu betrachten. Ich möchte diesen Gedanken durch ein Beispiel veranschaulichen, in dem ich mit einem kürzlich verstorbenen Tier Kontakt aufnahm. Diese Art von Kommunikation kommt häufig vor, denn sie hilft Menschen, ihre Trauer zu verarbeiten und leichter loszulassen. Ich nehme bei dieser Arbeit Kontakt mit dem Geist des verstorbenen Tieres auf. Um die Verbindung intuitiv herzustellen, benutze ich eine Beschreibung oder eine Fotografie.
In diesem Fall handelte es sich um einen Kater, der mir zwei eigenartige Dinge mitteilte. Er sagte mir, dass er sich in der Woche, als er starb, sehr über seine Person amüsiert habe, weil sie, wohin sie auch ging, immer Wasser mit sich herumgetragen habe. Dann sagte er mir, dass ihre Mutter zu der Zeit, als er starb, sehr krank war. Für die Frau war diese Information verwirrend und sie konnte nichts damit anfangen. Wir vermuteten beide, dass ich mit meinen Ergebnissen wohl daneben lag. Nach einer Woche rief sie mich an und sagte mir, ihr sei klar geworden, dass ich doch Recht hatte: in der Woche, als ihr Kater starb, hatte sie sich den Knöchel verstaucht und kühlte ihn deshalb ständig mit Eisbeuteln - der Kater zeigte mir dafür das Bild von Wasser - und die zweite Sache stimme ebenfalls, denn ihre Mutter, die in einem anderen Land lebe, habe in der fraglichen Woche angerufen und ihr von einer bevorstehenden Wurzelbehandlung beim Zahnarzt erzählt.
Ein weiteres Merkmal, mit dem sich die intuitive Kommunikation von der gesprochenen Sprache unterscheidet, ist das Problem von Störungen. In einem Gespräch ist es wichtig, die anderen nicht zu unterbrechen. Es ist auch wichtig, dass nicht alle auf einmal reden, sonst versteht niemand etwas. Bei der intuitiven Kommunikation stellt diese Art der Störung kein Problem dar, weil sie so schnell ist. Einmal bat ich 30 Seminarteilnehmer gleichzeitig die selbe Frage einem einzigen Tier zu stellen. Das funktionierte sehr gut, jeder bekam eine Antwort, und oft waren die Antworten identisch und zutreffend. Dieses Experiment scheitert nur dann, wenn sich das Tier nicht wohl fühlt oder Angst hat. Entweder zeigt es dann sein Unbehagen oder schaltet ab und sagt überhaupt nichts.
Ich bin mir sicher, dass Sie mit Ihrem Tier ständig Informationen austauschen. In seiner Forschungsarbeit über Tiere und Intuition hat Rupert Sheldrake2 ein amüsantes Phänomen festgestellt, das uns zeigt: auch wenn wir die Tiere nicht so gut hören können, hören diese uns umso besser. Er wusste von einigen Leuten, dass ihre Katzen immer dann verschwinden, wenn der Termin für den geplanten Tierarztbesuch näher rückt. Sheldrake sprach mit einigen Tierärzten darüber und fand eine Tierklinik, die für Katzen keine Termine mehr vergab. Die Tierärzte dort empfahlen den Leuten, dann mit ihren Katzen zu kommen, wenn sie diese einfangen konnten.
Wenn Sie aufstehen, um die Tür zu öffnen oder die leere Wasserschale füllen, denken Sie vielleicht, Sie hätten die Idee gehabt, doch es kann auch sein, Ihr Tier hat Sie auf intuitivem Weg darum gebeten und Sie haben darauf reagiert. Ich saß zum Beispiel einmal an meinem Computer, als meine Hündin Brydie mich wie üblich am Ellbogen stupste. (Sehr hilfreich beim korrekten Tippen.) Normalerweise sage ich dann: „Hallo, jetzt nicht, ich habe keine Zeit“. Aber an diesem Tag bin ich sofort aufgestanden und hatte das Gefühl, eins meiner Tiere sei weggelaufen. Der nächste Gedanke war: „Geh zur Haustür!“ All diese Impulse kamen von Brydie. Als ich zur Haustür kam, stand sie offen. Einer meiner Hunde war ausgebüchst und lief schon einige Straßen weiter entfernt herum. Brydie hat ihn vielleicht vor einer Verletzung bewahrt, indem sie gleich zu mir kam und mir das Problem zeigte. Zum Glück konnte ich aufnehmen, was sie mir sagen wollte und habe sie nicht einfach weggeschickt.
Informationen senden
Wie bei jeder Form der Kommunikation gibt es auch bei der intuitiven Kommunikation zwei Richtungen - es ist möglich, Informationen zu senden und zu empfangen. Wenn zwei Menschen sich sehr nahe stehen, erleben sie manchmal das Gefühl, das sie die Gedanken des anderen lesen können. Dies ist ein Beispiel, wie intuitive Kommunikation zwischen Menschen funktioniert. Da Tiere aber auf diesem Gebiet absolute Experten sind, können Sie sicher sein, dass Ihr Tier alles, was Sie ihm an Gefühlen und Gedanken schicken, wirklich empfängt. Das heißt aber nicht, dass es auf Ihre gesendeten Botschaften sofort reagiert. Wenn Sie ein Problem mit Ihrem Tier haben, wird Ihnen diese Fähigkeit nichts nützen, um Kontrolle auszuüben, Sie können sie nur zum Verhandeln benutzen und zur Verbesserung ihrer Beziehung.
Die vier folgenden Formen werden am häufigsten zum Senden von Informationen genutzt:
1 Lautes Sprechen: Bei dieser Methode sprechen sie laut aus, was Sie Ihrem Tier mitteilen möchten und gebrauchen dabei Ihr normales Vokabular und Ihren natürlichen Tonfall. Das Tier wird Sie verstehen, doch es ist wichtig, dass Sie daran glauben und mit der Absicht sprechen, von ihm verstanden zu werden. Auch wenn Sie skeptisch sind, ob das Tier Sie wirklich versteht, stellen Sie Ihre Zweifel zurück und betrachten diese Methode als ein Experiment, bei dem Sie sehen wollen, was passiert. Auch wenn Sie nicht bei Ihrem Tier sind, können Sie diese Technik anwenden. Sie können zum Beispiel im Urlaub mit Ihrem Tier zu Hause Kontakt aufnehmen, indem Sie laut mit ihm sprechen - das Tier wird Ihre Worte intuitiv aufnehmen. Es kann aber sein, dass das Hotelpersonal Sie ebenfalls hört, deshalb wählen Sie vielleicht lieber eine der folgenden Methoden, um Ihre Nachricht zu senden.
2 Die Botschaft denken: Es gibt inhaltlich keinen Unterschied zwischen dem Denken einer Botschaft und ihrem lauten Aussprechen. Im Kreis vieler Menschen, die alle auf intuitivem Weg kommunizieren wollen, ist es nützlich, eine Frage oder eine Information einfach nur zu denken, statt einen Riesenlärm zu machen. Auch wenn Sie Ihr Pferd in seinem Stall besuchen, kann diese Methode praktisch sein, sonst halten die anderen Leute Sie vielleicht für verrückt, wenn Sie sich laut mit Ihrem Pferd unterhalten. Diese Technik ist immer sinnvoll in einer Situation, die Ruhe erfordert, etwa, wenn Sie Ihr Tier präsentieren wollen. Die gedachte Botschaft ist schneller und leichter zu übermitteln als das gesprochene Wort, aber Sie müssen sich stärker konzentrieren und fokussieren. Schließen Sie für einen Moment die Augen, um Ablenkungen auszublenden, konzentrieren Sie sich auf die Intention, dass Ihre Gedanken zu dem von Ihnen gewünschten Ziel „reisen“ und erwarten Sie zuversichtlich, dass sie dort ankommen und verstanden werden.
3 Ein Bild senden: Bei dieser Methode ist es sinnvoll, die Augen zu schließen, ein inneres Bild vor Ihr geistiges Auge zu holen und dieses dem Tier zu schicken. Auch hier kommt es darauf an, die Information mit der festen Absicht, dass sie ihr Ziel erreicht, auf den Weg zu schicken. Sie können diese Technik immer anwenden, wenn Sie intuitiv kommunizieren wollen. Ich verwende Bilder vor allem in Situationen, in denen ich dem Tier zeigen will, was ich von ihm erwarte. Ich zeige ihm zum Beispiel wie in einem Film das gewünschte Verhalten gegenüber einem anderen Tier. Sie können diese Methode auch anwenden, um Fragen zu stellen. Sie schicken Ihrem Hund vielleicht das Bild eines kleinen Bachs und fragen ihn mental, ob er gern ins Wasser gehen würde. Dann schauen Sie sich an, wie sich der Hund auf dem Bild, das Sie empfangen, verhält.
4 Ein Gefühl senden: Wenn Sie diese Methode verwenden wollen, konzentrieren Sie sich auf ein bestimmtes Gefühl und senden Sie es auf mentalem Weg zu dem Tier. Auch hier ist es wichtig, dass Sie das Gefühl mit der klaren Absicht losschicken, von dem Tier empfangen zu werden. Ich verwende diese Technik vor allem in Situationen, in denen ich ein Tier beruhigen oder trösten möchte. Sie ist auch sehr gut geeignet, um Ihren Tieren Ihre Zuneigung und Liebe nach Hause zu schicken, wenn Sie unterwegs sind.
Um es bildlich zu erklären, stellen Sie sich einfach vor, Sie schicken intuitiv irgendeine Nachricht in welcher Form auch immer in eine virtuelle Übersetzungsmaschine und von dort kommt sie in einer für den Empfänger verständlichen Form heraus. Die Methode, mit der Sie Ihre Nachricht auf intuitivem Weg schicken, ist also egal, das Tier wird sie in der für ihn besten Form erhalten. Bei der intuitiven Kommunikation spielt die Entfernung keine Rolle. Der Kontakt lässt sich aus der Nähe herstellen, aber auch aus großer Entfernung.
Übungsteil:
Informationen auf intuitivem Weg senden
Erforschen Sie mit den folgenden Übungen, wie es sich anfühlt, wenn Sie einem Tier Informationen schicken. Machen Sie jede Übung zweimal. Beim ersten Mal senden Sie die Information zu einem Tier, das bei Ihnen ist. Beim zweiten Mal nehmen Sie Kontakt auf zu einem Tier, das sich an einem anderen Ort aufhält, vielleicht nehmen Sie ein Tier, das Freunden oder Verwandten gehört. Probieren Sie beim Senden Ihrer Information die vier zuvor vorgestellten Methoden aus und vergessen Sie nicht, immer die klare Absicht aufrechtzuerhalten, dass alles, was Sie senden, auch empfangen wird.
Übung 1: Lass uns miteinander reden
Üben Sie, sich laut mit einem Tier zu unterhalten. Sagen Sie ihm, was es für Sie tun soll.
Übung 2: Mentale Botschaften
Denken Sie an bestimmte Eigenschaften, die Sie an dem Tier bewundern. Schicken Sie dann auf mentalem Weg den Gedanken, dass Sie diese Eigenschaften an ihm bewundern. Die mentale Botschaft könnte z.B. lauten: „Ich bewundere deine Intelligenz und Schönheit!“ Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, wie dieser Satz durch die Luft zu dem Tier schwebt und von diesem verstanden wird.
Übung 3: Siehst du das Bild?
Schicken Sie dem Tier das Bild eines Objektes, von dem Sie wissen oder vermuten, dass es ihm gefällt, z.B. von einem besonderen Spielzeug oder einer Leckerei. Schließen Sie - wie in Übung 2 - die Augen und stellen Sie sich vor, wie dieses Bild durch die Lüfte schwebt und das Tier erreicht. Sehen Sie dann, wie es dem Tier gelingt, das Bild zu erfassen.
Übung 4: Von Herz zu Herz
Schicken Sie dem Tier ein Gefühl der Liebe. Schließen Sie die Augen und spüren Sie, wie in Ihrem Herz ein Gefühl der Liebe entsteht. Schicken Sie nun dieses Gefühl durch die Luft von Ihrem Herzen zum Herzen des Tieres. Stellen Sie sich vor, wie dieses Gefühl von dem Tier empfangen wird.
Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie einige seltsame Ergebnisse bei diesen Übungen erhalten. Die Tiere verstehen Sie auf jeden Fall. Wenn Sie zum Beispiel Ihrem Hund ein Bild von seinem Lieblingsspielzeug schicken, kann es sein, dass er losrennt, um es zu holen. Wenn Sie Ihrer Katze ein Gefühl der Liebe schicken, kommt sie vielleicht auf Ihren Schoß und kuschelt sich ein. Die Tiere reagieren auf die Botschaften, die Sie ihnen senden.
Ich habe diese Übung einmal mit meinem Pferd gemacht. Als er neu zu mir kam, war er emotional sehr verschlossen und er wusste nicht, wie er Gefühle zeigen sollte. Ich sagte zu ihm: „Ich wünschte, du würdest mir einen Kuss geben, so wie andere Pferde das machen.“ Dann stellte ich mir bildlich vor, wie er mir einen Kuss gab. Da reckte er seinen Hals über den Zaun und gab mir den größten und schlabberigsten Kuss, den ich je von einem Pferd bekommen habe. Ich habe ihn danach nie mehr gebeten, mir einen Kuss zu geben!
Informationen empfangen
Informationen können auf fünf verschiedene Arten intuitiv empfangen werden: über das Hören, das Fühlen, das Sehen/Wissen, das Riechen oder das Schmecken. Sie sind alle gleichwertig und schließen sich nicht gegenseitig aus. Als ich mit der intuitiven Kommunikation begann, erhielt ich Informationen hauptsächlich in Worten oder Bildern. Viele Menschen beherrschen anfangs eine oder zwei Arten besser als andere, aber welche Form am stärksten ausgeprägt ist, variiert von Person zu Person. Vielleicht tritt die intuitive Information am Anfang nur als „ein Gefühl“ auf, was enttäuschend sein kann. Doch während Sie üben, werden Sie schnell Fähigkeiten in den anderen Übermittlungsformen entwickeln. Mit der Zeit wird es unwichtig, auf welche Art Sie die Information erhalten, denn sie wird immer ganz unterschiedlich zu Ihnen gelangen. Die Frage, was zu Ihnen rüberkommt ist dann wichtiger als die Frage des Wie. Ich stelle nun die fünf unterschiedlichen Arten, wie Informationen empfangen werden, im Einzelnen vor und illustriere jede mit einer Geschichte, die ich selbst erlebt habe oder die mir Freunde, Kollegen, Seminarteilnehmer oder Klienten erzählt haben.
Später erhalten Sie gezielte Übungen, damit Sie den Empfang von Informationen in jeder der fünf Arten selbst kennen lernen und ausprobieren können. Doch zunächst stelle ich die Begriffe vor:
Hören
Einige Menschen hören schon gleich am Anfang ihrer intuitiven Praxis Worte und Sätze, anderen wiederum fällt es besonders schwer. Jeder ist anders. Gerade das Hören kann schwer zu meistern sein, weil die Worte und Sätze innerlich häufig wie die eigene Stimme klingen. So kann es sein, dass Sie glauben, die Worte seien nur Ihrer Einbildung entsprungen. Dieses Problem können Sie nur lösen, indem Sie die Ergebnisse von Übungen überprüfen. Auf diese Weise wächst Ihr Vertrauen, dass das Gehörte akkurat war und wirklich von Außen kam. Die intuitive Botschaft, die Sie von einem Tier erhalten, kann aus einzelnen Worten oder ganzen Sätzen bestehen. Wenn Sie geübt sind, hört es sich an wie ein Diktat.
Meine Lieblingsgeschichte zum Thema der intuitiven Kommunikation hörte ich von meiner Kollegin Janet Shepherd. In der Zeit als sie lernen wollte, intuitiv mit Tieren zu sprechen, wurde sie von einer Freundin gebeten, deren Pferd zu versorgen. Janet ging hinüber, um das Pferd kennen zu lernen und Anweisungen für seine Pflege zu erhalten. Während ihre Freundin ihr alles erklärte, hörte Janet innerlich ganz deutlich die Worte „Kühe sind...“ Sie schaute sich um, doch außer ihrer Freundin und dem Pferd war niemand da. Dann vernahm sie das Wort „hässlich.“ Gleich darauf hörte sie ihre Freundin sagen: „Oh, und damit ich es nicht vergesse, gehe mit dem Pferd nicht den Hügel hinauf, denn dort sind Kühe und Kühe kann es nicht leiden.“
Eine meiner Seminarteilnehmerinnen, Mari Anoran, schrieb mir folgende Geschichte wie sie ein Tier sprechen hörte. Sie hatte dieses Erlebnis vor einem Kurs zur Erlernung der intuitiven Kommunikation:
An einem schönen Spätsommertag änderte sich mein Leben schlagartig auf wundervolle Weise. Ich war mit meinem Mann im Auto unterwegs. Wir fuhren durch ein Einkaufsviertel, als wir plötzlich einige improvisierte Käfige auf dem Bürgersteig sahen. Ein Tierheim hatte sie dort aufgestellt, weil sie für einige Hunde ein neues Zuhause suchten. Schon seit einiger Zeit hatten wir uns überlegt, einen Hund anzuschaffen und so hielten wir an und schauten uns um. Dan spielte mit den Hundebabies, doch praktisch wie ich bin, schaute ich mich unter den älteren Hunden um. Ich betrachtete einen ruhigen Golden Retriever Mischling, doch ich spürte keine Verbindung. Ich wollte mich gerade umdrehen, um meinem Mann etwas zu sagen ....da sah ich ihn: ein wunderschönes schwarz-weißes Hundebaby mit großen braunen ausdrucksstarken Augen. Ich kniete mich zu ihm und er drückte seine Schnauze an den Maschendraht, der uns trennte. Da hörte ich innerlich den Satz „Ich bin der Richtige!“ Ohne nachzudenken drehte ich mich zu Dan um und sagte: „Er ist der Richtige!“ Dan verzog das Gesicht und sagte „“Er? Wieso ausgerechnet er?“ - „Weil er der Richtige ist!“ Während unserer Unterhaltung lag „der Richtige“ völlig passiv in seinem Käfig, während die anderen jungen Hunde lebhaft herumsprangen und bellten. Dan war wenig beeindruckt. Er hatte sich eher einen sehr männlichen Alphahund vorgestellt. Doch mein Drängen veranlasste ihn, die Tierpflegerin anzusprechen. Ich war mir sicher, dass wir als Adoptiveltern sofort akzeptiert würden, doch die Dame fragte die Liste mit den Bedingungen ab: Haben Sie ein Haus mit Garten oder Hof? - Nein. Ist während des Tages jemand zu Hause? - Nein......Ich fühlte mich immer kleiner werden ....und das Ende vom Lied war, wir wurden schlicht und einfach als ungeeignet abgewiesen. Bedrückt und nachdenklich versuchten wir, unsere Einkäufe zu machen, doch der Hund ging uns nicht aus dem Sinn. Dan merkte, dass ich ganz mitgenommen war und er sagte, er wolle zurückgehen und es noch mal probieren. Dieses Mal trafen wir eine andere Mitarbeiterin des Tierheims und gutgelaunt akzeptierte uns diese sofort. Aber sie sagte, sie könne uns den Hund leider nicht geben, weil sich ein anderes Paar bereits für ihn entschieden habe und fünf weitere Paare seien auf einer Warteliste für ihn. Wir waren sprachlos. Doch ich bestand darauf, dass auch wir auf die Warteliste genommen würden. Sie notierte sich unsere Handynummer und wir baten die Frau inständig, uns sofort anzurufen, sobald sich doch etwas ändern würde. Obwohl alles sehr vergeblich aussah, fühlte ich einen leisen Hoffnungsschimmer in mir.
Wir gingen weiter einkaufen und schon eine Stunde später klingelte das Handy. Dan nahm sofort ab und ich konnte die Aufregung in seiner Stimme hören. Nach dem Gespräch grinste er und sagte: „Wir haben ihn!“ Wir eilten zurück, um unseren Kleinen zu holen. Wir nannten ihn Kersey. Die Mitarbeiterin sagte, das Paar, das ihn ursprünglich adoptiert habe, habe sich anders entschlossen und das Tierheim wolle uns gerne als seine Pflegeeltern nehmen. Während ich die Formulare ausfüllte, kniete sich Dan zu ihm und Kersey sprang in seine Arme ...und in unser Leben, das er für immer verändert hat.
Fühlen
Intuitiv zu fühlen ist wahrscheinlich für die meisten Menschen am leichtesten, sobald sie anfangen zu üben. Wenn die Information intuitiv als Gefühl wahr genommen wird, werden Sie ein Gespür für etwas bekommen oder ein Gefühl wird sich übertragen. Sie fragen zum Beispiel eine Hündin, ob sie Kinder mag. Als Antwort nehmen Sie vielleicht ein leicht negatives Gefühl wahr, oder Sie spüren Kälte oder es blitzt sogar ein Gefühl der Wut in Ihnen auf. Alle diese Gefühle können Ihnen mitteilen, dass die Hündin vermutlich keine Kinder mag.
Die Gefühle können sich auch körperlich bemerkbar machen. Wenn Sie zum Beispiel ein Pferd fragen, ob es Muskelverspannungen hat und plötzlich tut Ihr unterer Rücken weh, dann sollten Sie nachforschen. Es könnte sich herausstellen, dass das Pferd genau in dieser Region seines Körpers Schmerzen hat. Wenn ich Menschen lehre, wie sie Tiere nach ihrem körperlichen Befinden fragen, betone ich gleichzeitig, derartige körperliche Empfindungen mit einer gewissen Distanz zu betrachten und diesen Phantomschmerz nicht in den eigenen Körper aufzunehmen - denn das kann den Spaß verderben! Besonders Menschen, die sehr viel Mitgefühl haben, neigen dazu, sich diese Schmerzen aufzuladen, doch gibt es Techniken, mit denen Sie diese Energie aus dem Körper ausleiten können3. Sie können lernen, die Energie nicht von anderen aufzunehmen und dennoch effektiv mit Ihrer Intuition zu arbeiten, um kranken und verletzten Tieren zu helfen. Im Kapitel 12 werden Sie mehr darüber erfahren.
Star Dewar, eine andere Seminarteilnehmerin, schildert in den folgenden Geschichten, wie sie durch ihre Intuition mehrere verschwundene Hunde wiederfand. Sie werden sehen, dass sie hauptsächlich mit dem Gefühl arbeitete.
Eines Morgens erschien vor meinem Haus die dickste und bewunderungswürdigste Hündin, die mir jemals begegnet war. Sie sah aus wie eine Mischung aus Pitbull und Hängebauchschwein und war vollkommen außer Atem. Mit ihrem gesamten Gewicht von mindestens 50 Pfund kroch sie auf meinen Schoß und wollte mein Gesicht ablecken. Ich wusste, dass sie sich verlaufen hatte und bat die Engel, mir zu helfen, ihr Zuhause zu finden. Sie antworteten einfach und direkt: „Du kannst doch mit Tieren sprechen! Fahre sie in deinem Auto nach Hause.“ Also gut - ich setzte sie ins Auto, fuhr den Hügel hinunter Richtung Schnellstraße. Dann fragte ich sie, ob ich nach links oder rechts abbiegen solle, und sie stupste entschlossen nach rechts. Also bog ich rechts ein. Ich fuhr eine Weile rechts auf der Straße, als ich bemerkte, dass sie ein bestimmtes Haus anstarrte. Ich fragte sie, ob sie dort wohne. Die Antwort fühlte sich wie ein „Nein“ an. Ich fragte weiter, ob sie dieses Haus kenne. Dieses Mal fühlte ich ein „Ja“. Ich bog also ab, fuhr eine kleine Straße hinunter und hielt vor dem besagten Haus. Nun starrte sie plötzlich auf ein anderes Haus weiter unten in der Straße, und ich stellte ihr wieder die beiden Fragen. Dieses Mal hörte ich sie sagen: „Ja, ich kenne das Haus!“ Ich hielt davor an und ein freundlicher älterer Herr kam heraus. Ich fragte ihn höflich, ob er diese Hündin kenne und wie freute ich mich, als er sagte: „Ja, ich kenne sie und ich weiß, wem sie gehört. Sie hat mich früher oft besucht. Ich hole ihnen die Telefonnummer.“ So also habe ich sie nach Hause gebracht. Wie sich herausstellte, wohnte sie hinter dem Haus, das sie zuerst angestarrt hatte.
Kurz darauf hatte ich ein ähnliches Erlebnis. Unsere Hündin Holler, eine ehemalige Jagdhündin, ist uns in der Nähe unseres Hauses weggelaufen. Ich ging die Straße ein Stück weiter und ich stimmte mich auf sie ein. Ich nahm wahr, dass sie nicht nach Hause kommen wollte und dass sie gerade hinter einem Ball herjagte. Ich drehte mich nach Osten und fragte, ob sie in dieser Richtung sei und erhielt ein Gefühl von „Nein“. Ich wechselte in alle Richtungen, bis ich schließlich ein „Ja“ spürte. In diese Richtung lief ich und rief sie. Ungefähr nach zwei Minuten hörte ich das Klingen ihres Namensschildchens und das Geräusch ihrer Pfoten in den raschelnden Blättern. Ich bat sie telepathisch zu mir zu kommen und spürte sofort, wie sie nachgab und in meine Richtung rannte. Dann erst sah ich sie, und sie stürmte auf mich zu. Es kostete zwar etwas Mühe, sie zu überzeugen, doch es hat funktioniert. Wer weiß, wie lange sie ihre Expedition ausgedehnt hätte, oder wo sie endlich aufgetaucht wäre, wenn ich sie nicht so schnell erreicht hätte.
Sehen/Wissen
Sehen und Wissen sind zwei unterschiedliche Aspekte derselben Wahrnehmungsweise. Beide haben mit dem Phänomen des „Hellsehens“ zu tun. Sie finden es vielleicht einfacher mit geschlossenen Augen zu arbeiten, wenn Sie die „sehende“ Wahrnehmungsweise anwenden. Die Bilder, die Sie empfangen, wirken wie Fotografien oder wie Szenen aus einem Film. In der Regel übermitteln sie sehr viel Information in nur wenigen Bildern.
Kürzlich erhielt ich einen Anruf von einer Frau, die wissen wollte, warum ihr Pferd bei Turnieren immer so schlecht abschnitt. Ich sprach mit dem Pferd und konnte kein Problem finden. Das Pferd schien sehr glücklich zu sein und fühlte sich wohl. Doch während unserer Unterhaltung kam immer das Bild einer grauen Katze dazwischen. Ich rief die Frau an und teilte ihr mit, dass mir völlig unklar sei, wo das Problem liege. Dann fragte ich sie, ob sie eine Idee habe, warum bei mir immer das Bild einer grauen Katze aufgetaucht sei. „Oh ja, diese Katze und mein Pferd sind unzertrennlich. Die beiden essen zusammen und schlafen zusammen. Sie sind verliebt - und wenn ich es mir genau überlege, sind sie nur getrennt, wenn mein Pferd auf einem Turnier ist!“ Bingo!
In einem anderen Fall bat mich eine Frau, ihr Pferd zu fragen, ob es seinen neuen Stall möge. Das Pferd schickte mir das Bild einer riesigen grünen Weide mit einem weißen Stall. Dann sagte er mir, der alte Stall habe ihm besser gefallen. Wie die Frau mir bestätigte, hatte ich das Bild von seinem alten Stall erhalten. Wenn die intuitive Botschaft in der Form des „Wissens“ zu Ihnen kommt, spüren sie einfach, dass etwas so ist. Sie wissen „es“, auch wenn Sie nicht wissen woher, es blitzt in Ihrem Geist auf und manchmal kann es auch etwas beunruhigend sein.
Die Erfahrung des „Wissens“ mache ich bei meiner Arbeit sehr oft. Kürzlich rief mich eine Klientin an, die wissen wollte, warum ihr Pferd mit dem Dressurtraining nicht zurecht kam. Ich stimmte mich auf das Pferd ein und „wusste“ sofort, was los war. Ich notierte mir eine lange Geschichte, die die Situation beschrieb. In diesem Zustand des „wissenden Wahrnehmens“ ist es so, als ob ich das Pferd sehr gut kenne. Daher fällt es mir leicht, seine Gefühle zu beschreiben und zu verstehen, wie sein Leben gerade verläuft. Das Hauptproblem war sein Trainer, der dem Pferd gegenüber negativ eingestellt war. Ich war überzeugt, dass dieser Trainer der Frau ständig erzählte, sie solle das Pferd loswerden, denn es gebe nicht genug „Dressurmaterial“ her und aus ihm werde nicht viel werden. Ich hatte natürlich keine Beweise, denn mein Eindruck von der Situation resultierte einzig aus diesem Gefühl: „Ich weiß es einfach“. Aber als ich der Frau meine Ergebnisse schilderte, bestätigte sie jede Einzelheit. Sie sagte, der Trainer beurteile das Pferd in der Tat sehr negativ und auch die anderen Punkte seien völlig zutreffend.
Sie hatte bisher versucht, diese Problematik zu ignorieren, doch für ihr Pferd war das unmöglich, deshalb zeigte es bockiges Verhalten. Natürlich kann die schlechte Leistung eines Pferdes viele Gründe haben, angefangen von einem schlecht sitzenden Sattel, unbequemem Zaumzeug, Schmerzen, die aus früheren Verletzungen resultieren, Krankheit bis hin zu schlechter Behandlung durch einen Menschen. Unfreundliche Trainer sind nur ein möglicher Grund, doch meine Intuition half mir zu erkennen, dass dies hier der Fall war. Meine Klientin war dankbar über die Aufklärung des Problems. Da sie nicht die Absicht hatte, sich von ihrem Pferd zu trennen, suchte sie einen neuen Trainer, der sehr viel Verständnis für das Pferd hatte und es schätzte und so zeigte das Pferd plötzlich im Training gute Leistungen. Diese Geschichte veranschaulicht ebenso die Tatsache, dass Tiere wirklich Worte und Gedanken aufnehmen, die sich auf sie beziehen.
Riechen und Schmecken
Auch wenn diese beiden Wahrnehmungsweisen unterschiedlich sind, fasse ich sie in diesem Abschnitt zusammen. Im gewissen Sinn ähneln sie einander, denn in den eher seltenen Fällen, in denen eine Person Informationen über das Riechen erhält, ist sie meistens auch in der Lage, das Schmecken als Wahrnehmungsmodus zu nutzen - und umgekehrt.
In meiner Arbeit erhalte ich intuitive Botschaften über den Geruchs- oder Geschmackssinn, wenn ich mit vermissten Tieren arbeite. In diesen Fällen frage ich häufig ganz spezifisch nach Sinneswahrnehmungen, zum Beispiel „Welche Gerüche hast du unterwegs wahrgenommen?“ „Wie riecht es da, wo du jetzt bist?“ „Was hast du gefressen?“ „Wie hat es geschmeckt?“ Ich fragte einmal einen Kater, der aus seinem Apartment in New York weggelaufen war, ob er mir zeigen könne, wie es da rieche, wo er jetzt sei. Die Antwort, die ich bekam, schmeckte „irgendwie fischig“. Es stellte sich heraus, dass er im Untergeschoss des Chinarestaurants im Nachbarhaus eingesperrt war. Neulich gab ich in einem Seminar den Teilnehmern die Aufgabe, ihre Tiere gegenseitig zu befragen, um deren jeweiliges Lieblingsfutter herauszufinden. Derartige Informationen werden häufig über den Geschmacks- oder Geruchssinn aufgenommen. Eine Teilnehmerin erhielt zum Beispiel von dem ihr unbekannten Pferd, das sie befragte, eine Botschaft, die nach Birnen schmeckte. Und tatsächlich konnte man diesem Pferd mit Birnen die größte Freude machen.
Bevorzugte Wahrnehmungsweisen
Wenn Sie die Übungen in den folgenden Kapiteln machen, werden Sie vermutlich herausfinden, dass Ihnen eine bestimmte Wahrnehmungsweise am meisten zusagt. Ich bevorzuge das Hören. Wenn ich an einem Fall arbeite und nicht weiterkomme, bitte ich das Tier, mir in Worten zu sagen, wo das Problem ist. Es kommt vor, dass ich als Antwort auf diese Bitte innerlich ein und dasselbe Wort dreimal hintereinander höre. Informationen, die ich auf diese Weise erhalte, sind in der Regel absolut zutreffend. Sie können darum bitten, Informationen in allen unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen zu erhalten, unabhängig davon, welche Form Ihnen am liebsten ist. In den folgenden Kapiteln werde ich Ihnen zeigen wie das geht.
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ÜBERPRÜFBARKEIT UND
GENAUIGKEIT VON INFORMATIONEN
In der intuitiven Kommunikation ist die Genauigkeit von großer Bedeutung. Aber wie können Sie nachweisen, dass die Information, die Sie erhalten, richtig ist? Manchmal können Sie eine Bestätigung von den Menschen des Tieres erhalten. Manchmal stellen Sie nach der Unterhaltung eine tiefgreifende Verhaltensänderung bei dem Tier fest. Aber bevor Sie nicht die Möglichkeit haben, die erhaltenen Daten zu überprüfen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit dem zu arbeiten, was Sie erhalten haben - selbst wenn es unlogisch erscheint. Das kann oft eine Herausforderung sein, wie das folgende Beispiel von Susan Walton und ihrem 17jährigen Quarterhorse Red zeigt.
Susan rief mich an, weil es zunehmend schwieriger wurde, ihrem Pferd Red das Zaumzeug anzulegen und ihn zu reiten. Sie musste das Zaumzeug auseinandernehmen, um es ihm anzulegen, weil er extrem mit dem Kopf scheute. Wenn ihm der Sattel aufgelegt wurde, wirbelte er herum und buckelte, so dass es riskant war, ihn zu reiten. Kürzlich verletzte er sich, als er beim Anbinden stark zurückzog. Susan wurde empfohlen, ihm für einige Tage Ausbindezügel*7 anzulegen oder ihm ein scharfes Trensengebiss zu geben, damit er sich abgewöhne, so kopfscheu zu sein. Doch sie wollte diese gravierenden Maßnahmen nicht ergreifen.
Da Susan im Whole Horse Journal1 einen Artikel über mich gelesen hatte, sah sie in mir ihre letzte Rettung. Bisher hatte sie schon zwei Tierärzte konsultiert, die Red untersucht hatten, doch körperlich nichts finden konnten. Ich sollte nun die emotionalen Probleme herausfinden, die zu Reds extremem Verhalten geführt hatten. Als ich mit ihm auf intuitivem Weg kommunizierte, sagte er mir jedoch ganz eindeutig, dass er kein emotionales Problem habe, sondern ein körperliches. Er habe rasende Schmerzen im Kopf und im Hals und spüre, dass mit seinen Zähnen etwas nicht stimme, vielleicht eine Entzündung. Er bat mich, ihn bei Susan für sein schlechtes Benehmen zu entschuldigen, doch er könne das Zaumzeug wegen seiner Schmerzen im Maul einfach nicht ertragen. Er würde gerne mit Susan reiten, aber sobald er aufgezäumt sei, steigerten sich die Schmerzen ins Unerträgliche.
Auch wenn alle erwarteten, dass emotionale Probleme die Ursache für Reds Verhalten waren, vertraute ich seiner Information und gab sie an Susan weiter. Ich hatte keine Ahnung, ob ich Recht hatte oder nicht, und empfahl ihr einen Körpertherapeuten für Pferde hinzuzuziehen, um Reds Kopf und Hals zu untersuchen. Ich verwies sie an eine Freundin von mir, Lorinda Doxey, die als ausgebildete Trigger-Point Therapeutin für Pferde myofasziale Schmerzen im Kopfbereich behandeln kann. Lorinda untersuchte Red und fand heraus, dass die Muskeln seines Kopfes und Halses steinhart waren. So etwas habe sie noch nie gesehen. Er könne sich praktisch nicht bewegen, seine Lymphknoten seien extrem angeschwollen und sie vermute, dass er große Schmerzen habe.
Lorinda arbeitete vier Tage mit Red und erreichte Schritt für Schritt eine Muskelentspannung und eine Verbesserung seiner Bewegungsfähigkeit. Sie vermutete, dass die Zähne die Schmerzen und die Verspannungen verursachten und schlug vor, einen Zahnarzt für Pferde zu konsultieren. Der Zahnarzt entdeckte, dass drei der Backenzähne im Unterkiefer von den oberen Backenzähnen zermalmt waren und so starke Schmerzen auslösten. Nachdem Reds Probleme mit seinem Kopf, seinem Hals und schließlich seinen Zähnen angegangen worden waren, ließ er sich wieder ganz normal zäumen und konnte geritten werden.
Meiner Erfahrung nach liegt die Ursache wahrscheinlich in den Zähnen, wenn ein vorher unkompliziertes Pferd sich plötzlich nicht mehr das Zaumzeug anlegen lassen will, den Kopf auffällig hoch trägt oder das Reiten mit ihm gefährlich wird. So rate ich den Leuten, wenn sie mich wegen derartiger Beschwerden anrufen, erst einmal ihr Geld für einen Körpertherapeuten und/oder Tierzahnarzt auszugeben, um körperliche Schmerzen als Ursache auszuschließen.
Wie genau sind die Ergebnisse?
Ich habe festgestellt, dass ich Leuten, die mich wegen eines lahmenden Pferdes anrufen, meistens sofort und ohne das Tier gesehen zu haben, sagen kann, welches das bevorzugte Bein des Pferdes ist. Auch gelingt es mir oft, den Aufenthaltsort eines entlaufenen Tieres zu finden. Diese Erfolge sind das Ergebnis jahrelanger Erfahrung und ständiger Verfeinerung meiner Fähigkeit, intuitiv zu kommunizieren und überraschen mich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals die Lust zu verlieren, eine schier unüberwindliche Schwierigkeit zu meistern. Und das Unmögliche möglich zu machen, ist es, was den Menschen und den Tieren schon oft weitergeholfen hat.
Auch wenn Intuition in der Regel exakte Ergebnisse liefert, ist sie nicht unfehlbar. Die intuitive Beurteilung einer Situation erfordert sehr viel Übung. Am Anfang wird die Treffsicherheit Ihrer Ergebnisse schwanken. Auch heute noch kann es passieren, dass meine Angaben ungenau sind oder ich mich irre, und ich vergesse nie, die Leute vorher auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen. Ich sage ihnen, dass letztendlich sie es sind, die beurteilen müssen, ob die Information, die ich ihnen gebe, tatsächlich stimmt.
Keins der anerkannten Medien, die ich kenne, würde behaupten, bei seiner Arbeit mit Menschen oder Tieren immer hundertprozentig richtig zu liegen. Die meisten behaupten, ihre Treffsicherheit liege bei 80-90 Prozent. Grob geschätzt vermute ich, dass auch bei mir der Anteil der richtigen Ergebnisse etwa in dieser Höhe liegt. Ich weiß, dass meine Trefferquote bei verloren gegangenen Tieren niedriger ist - zum Teil deshalb, weil das Tier verstört ist und sich seine Situation ständig verändern kann.
Es ist manchmal schwer zu glauben, dass intuitive Kommunikation akkurat sein kann. Zweifel sind wirklich angebracht, wenn sich ein absoluter Anfänger darin versucht. Sie werden erst daran glauben, wenn Sie unwiderlegbare Beweise erhalten. Deshalb sollten Sie immer wieder Übungen machen, deren Ergebnisse Sie nachprüfen können.
Geschichten als Beweise
Die meisten Informationen, die die Genauigkeit der intuitiven Kommunikation bestätigen, sind in Erzählungen zu finden. Da diese Art der Bestätigung nicht im Rahmen eines Laborexperiments gewonnen wird, neigt die Wissenschaft dazu, sie als irrelevant abzutun. Selbst wenn ein kontrolliertes wissenschaftliches Experiment zur statistischen Erfassung der Zuverlässigkeit intuitiver Informationen entwickelt und ausgeführt werden würde, habe ich meine Zweifel, ob sich eingeschworene Skeptiker von Daten überzeugen ließen, die statistisch gesehen beeindruckend wären. Selbst Sheldrakes Studie von dem kleinen Hund, der die Rückkehr seiner Person voraussagen konnte2, hat in wissenschaftlichen Kreisen nicht die verdiente Beachtung gefunden, obwohl sie eine bedeutende statistische Genauigkeit erzielte.
Hier das Beispiel einer Geschichte, die ich als Beweis ansehe. In einem Seminar für Fortgeschrittene bat ich die Seminarteilnehmerin Renee Gellegos mit meiner Katze Hazel zu kommunizieren und etwas über ihr Leben herauszufinden, bevor sie zu mir kam. Sie erhielt die folgenden Eindrücke:
Ich sehe ein heruntergekommenes Gebiet und ganz viel Wasser. Ein Café ist in der Nähe. Hazel wirkt sehr allein, so als sei sie hier zurückgelassen worden. Sie muss selbst ihr Futter finden. Ich nehme Boote wahr. Ich sehe, wie Hazel mit aufgerichtetem Schwanz direkt auf dich zukommt. Sie weiß, sie wird mit dir nach Hause gehen. Ich sehe einige große Tonnen herumstehen, große graue Tonnen. Warum sehe ich Tonnen? Warum erhalte ich das Wort „ toxisch“?
Hier öffnete Renee die Augen und fragte mich, was ich über Hazels Vergangenheit wisse. Ich erzählte ihr, wie ich Hazel zum ersten Mal begegnete. Ich arbeitete damals im Hafen von Oakland/Kalifornien, wo ich eine Ladung Fässer, von denen einige grau waren, entsorgen sollte. Deren vermutlich toxischer Inhalt war bisher noch nicht identifiziert worden. Als ich dort eintraf, kam Hazel mir zwischen den Fässern entgegen und miaute mit hochgestrecktem Schwanz. Ich sah sie und sagte mir: „Diese Katze muss ich haben!“ Sie war tatsächlich eine streunende Katze, die sich ihr Futter suchte - und ganz in der Nähe des Hafens war ein Café.
Die Einwände der Skeptiker
Es ist erstaunlich, wie eingeschworene Skeptiker immer wieder Gründe suchen, um derartige Beweise zu zerpflücken. Sie würden die Details dieses Falles nicht als Beweis dafür akzeptieren, dass Hazel und Renee auf mentalem Weg tatsächlich Informationen ausgetauscht haben. Sie würden behaupten, Renee hätte mir vermutlich auf subtile Weise Fragen gestellt, die zu den richtigen Antworten führten. Aber Renee stellte mir keine Fragen. Sie sprach einfach mit Hazel und schilderte mir ihre intuitiven Eindrücke.
Wenn diese Skeptiker nicht die Methode des „heimlichen Ausfragens“ vermuten, kommen sie sicherlich mit dem Argument, dass Renee ihre Ergebnisse durch logische Schlussfolgerungen erhalte oder sie gut raten könne, indem sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Tiere mit einbeziehe. Doch alles, was ich Renee mitgeteilt hatte, war die Tatsache, dass Hazel eine gerettete Katze sei. Hätte sie sich von logischen Gedanken leiten lassen, wäre die Vermutung, dass ich sie aus einem Tierheim habe, sicher naheliegend gewesen, denn die meisten ausgesetzten Katzen landen im Tierheim oder sie werden vor einem Supermarkt verschenkt. Keine der Informationen, die Renee erhalten hatte, konnte sie mit logischen Schlussfolgerungen selbst entdecken. Welchen Taschenspielertrick hätte sie also sonst noch anwenden können? Meine Behauptung ist klar: Renee hat weder erfolgreich geraten noch hat sie irgendwelche dunklen Machenschaften angewendet - Renee und Hazel haben einfach nur miteinander gesprochen!
Unbestreitbare Genauigkeit
Ich bin der Meinung, dass ein subjektiver Beweis, der in einer solchen Erzählung deutlich wird, vollkommen ausreicht, um die Zuverlässigkeit der intuitiven Kommunikation zu bestätigen. Wenn Sie die folgenden Geschichten lesen, werden Sie mir in diesem Punkt sicher zustimmen.
In einer meiner Übungsgruppen bat ich die Teilnehmer, Kontakt zu meinem Pferd Dylan aufzunehmen. Sie kannten nur ein Foto von ihm, hatten ihn also noch nie persönlich gesehen oder seinen Stall besucht. Ich schlug ihnen verschiedene Fragen vor, eine davon lautete: „Wie findest du Katzen?“ Nur eine der Teilnehmerinnen kannte sich mit Pferden aus, alle anderen hatten schlechte Voraussetzungen für ein Ratespiel, das auf Vorkenntnissen beruhte. Erstaunlicherweise erhielten alle dieselbe Information, doch sie zögerten, diese zu enthüllen, denn sie dachten alle, ihre Antworten seien albern und falsch. Dylan hatte ihnen erzählt, dass er Angst habe, auf Katzen zu treten und er es nicht leiden könne, wenn sie auf seinen Rücken springen würden. Nur Dylan und ich wussten von der pferdeliebenden Katze, die in seinem Stall lebte, und der es Spaß machte, um die Beine der Pferde herumzustreichen. Außerdem gefiel es ihr, auf Pferderücken zu springen, wenn sie die Chance dazu hatte. Erst Anfang der Woche war sie wieder einmal auf Dylans Rücken gesprungen. Jemand, der sich mit Katzen und Pferden auskennt, könnte vermuten, dass so etwas vorkommt, doch es ist gewiss nicht das alltägliche Verhalten im Zusammenleben von Katzen und Pferden. So etwas kann nicht logisch abgeleitet werden, auch nicht von meinen Seminarteilnehmern.
In einer Einzelsitzung mit einer Seminarteilnehmerin arbeiteten wir wieder mit Dylan, doch dieses Mal gingen wir zu ihm. Ich nannte ihr den Namen von Dylans Trainerin Tina und bat sie herauszufinden, ob Dylan seine Trainerin mag. Die Teilnehmerin schloss die Augen und nahm mit Dylan Kontakt auf, dann öffnete sie ihre Augen erstaunt und sagte: „Es gibt zwei Tinas. Er sagt mir, es gebe zwei Trainerinnen namens Tina, eine sei groß, die andere eher klein. Warum kriege ich zwei Tinas? Das verstehe ich nicht!“ Meine Studentin hatte völlig Recht, denn ich hatte vergessen, dass Dylan früher schon einmal eine Trainerin namens Tina hatte. Auch die äußere Beschreibung der beiden war genau richtig: die eine Tina ist groß, die andere von mittlerer Größe.
Und hier ein weiteres Beispiel: Eine Frau aus Delaware rief mich wegen ihres vermissten Hundes Zack an, der während eines Spaziergangs verschwunden war. Ich nahm von Kalifornien aus Kontakt zu ihm auf und er zeigte mir mental, dass er lebte, sich aber nicht bewegen konnte. Er steckte in seichtem Wasser fest. Dann entfaltete sich vor meinem geistigen Auge der ganze Schauplatz. Ich sah Zack am untersten Punkt eines abfallenden Hanges. Gleich hinter ihm sah ich zwei gebaute Steinmauern. Ich trat mental einen Schritt zurück und betrachtete die Szene von oben, so dass ich sehen konnte, welchen Weg die Frau von ihrem Haus aus gehen musste, um zu der Steinmauer zu gelangen. Als sie mich anrief, gab ich ihr die Information. Sie sagte, sie kenne das von mir beschriebene Gebiet, hätte dort aber schon gesucht. Ich schlug ihr vor, trotzdem noch einmal das Gebiet abzusuchen. Sie tat es und auf das Drängen eines Freundes hin ging sie dieses Mal weiter den Hang als zuvor hinab - bis sie Zack in seichtem Wasser in der Nähe der Steinmauern sitzen sah.
Ich erinnere mich nicht, je in Delaware gewesen zu sein. Ich habe auch kein Satellitenfoto von der Stadt überprüft, in der die Frau wohnt oder jemanden aus Delaware angerufen, um mir kurz ein Bild zu machen, damit ich der Frau etwas Plausibles sagen konnte. Ich konnte die intuitiv erhaltene Information nicht durch Logik ermittelt haben. Zack zeigte mir, wo er war und so konnte sein Mensch ihn retten und nach Hause holen.
Manchmal liegt der Beweis im Ergebnis
Wenn Sie intuitiv mit einem Tier arbeiten, das ein problematisches Verhalten zeigt, kann der Beweis für das richtige Ergebnis eine positive Verhaltensänderung sein. Dies zeigt der Fall des Basset Hundes Norman, der in meine Stadt zog. Ihm gefiel der Umzug nicht, und er trieb seine Leute in den Wahnsinn, indem er Tag und Nacht nahezu ohne Unterbrechung jaulte. Mittlerweile waren drei Wochen vergangen und seine Leute waren verzweifelt und litten unter Schlafentzug. Sie liebten Norman, doch sie wussten nicht mehr weiter. Ein Nachbar schlug ihnen vor, mit mir Kontakt aufzunehmen.
Da er in derselben Straße wohnte, ging ich hin und arbeitete drei Stunden lang mit ihm. Ich machte Körperarbeit mit ihm, hörte ihm zu und verhandelte. Schließlich ergab sich ein Bild aus seinen Schilderungen und denen seiner Familie. Norman war von einem Ort aus dem wilden Norden Kaliforniens weggezogen, wo er in völliger Freiheit leben konnte. Er verließ sein Zuhause frühmorgens, durchstreifte ein riesiges Gebiet und war beschäftigt mit großartigen und wichtigen Dingen. Am Abend kehrte er in sein gemütliches Zuhause zurück. Er hatte ein tolles Leben! Dann musste er in die Stadt ziehen, in ein Haus mit einem Hof, der nicht größer als eine Briefmarke war. Das machte ihn unglücklich.
Während der Sitzung haben Norman und ich vor allem verhandelt. Ich machte ihm Vorschläge, wie er sein Leben auch hier angenehmer gestalten könne und er sagte mir, was er von meinen Anregungen halte. Schließlich erklärte er sich bereit, einige Aufgaben zu übernehmen, die er rund ums Haus und für seine Leute machen wolle. Außerdem wollte er täglich auch einige Jobs in der Stadt übernehmen. Alle diese Aufgaben würden ihm das Gefühl geben, nützlich zu sein und sie könnten die Jobs ersetzen, die er sich in seinem vorigen Zuhause selbst gewählt hatte. Früher hatte er sein Territorium durchstreift und regelmäßig die Nachbarschaft überprüft. Zu seinen neuen Jobs gehörten die täglichen Besuche der Feuerwehrstation und der Post, zu denen ihn jemand aus seiner „Familie“ begleitete, damit er überprüfen konnte, ob alles in Ordnung war. Außerdem nahm sein Frauchen seine Hilfe für ihre berufliche Arbeit, die sie von zu Hause aus machte, in Anspruch. Er sollte sie moralisch unterstützen und ihr helfen, klar zu denken und besser organisiert zu sein. Ich schrieb alle diese Jobs auf und hängte den Zettel an den Kühlschrank in seinem Haus. Seine Leute sollten ihn an seine Arbeiten erinnern und ihren Teil der Abmachung einhalten und sie sollten ihn für seine gute Arbeit loben! Außerdem brauchte Norman die Zusage, dass er einmal im Monat in sein altes Revier zurückkehren konnte, um dort die Nachbarschaft zu durchstreifen. Von diesem Tag an hörte er mit dem Jaulen auf und wurde ein glücklicher und gut angepasster Stadthund.
In einem anderen Fall ging es auch um ein Verhaltensproblem. Beth Haylock rief mich wegen ihrer Hündin Sarah an. Sarah war immer, wenn Gäste oder Verwandte zu Besuch kamen, sehr aggressiv. In meiner Sitzung mit Sarah erfuhr ich von ihr, dass sie bei ihren früheren Menschen misshandelt worden war und deshalb nur noch Beth und sonst keinem Menschen mehr vertrauen konnte. Ich erklärte ihr, dass sie in die Herzen der Menschen schauen könne, um herauszufinden, ob sie ihnen trauen dürfe. Ich sagte ihr auch, dass Beth sie in Zukunft immer warnen würde, bevor Gäste zu Besuch kämen und dass Beth ihr alles über die Besucher erzählen und ihr sagen würde, ob sie ihnen trauen könne. Ich empfahl Sarah, einfach Beth anzuschauen, um herauszufinden, ob sie dem Gast vertrauen könne und Beth würde ihr eine Antwort geben. Nach dieser Sitzung zeigte Sarah eine bemerkenswerte Veränderung. Sie hörte auf, aggressiv zu sein und es fiel auf, dass sie, sobald Besucher in der Nähe waren, ständig Augenkontakt zu Beth suchte, um von ihr bestätigt zu bekommen, dass sie vor dem Gast sicher war. Es dauerte eine Weile, bis Beth sich an die Abmachung erinnerte, die ich mit Sarah vereinbart hatte. Die ersten zwei Tage wunderte sie sich, warum Sarah so oft zu ihr hoch schaute.
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