Czytaj książkę: «Sommernächte mit Achill»

Czcionka:

Isabell Hooge

Sommernächte mit Achill

Betreff: Bett- Treff

Dieses eBook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Spätabend im April

A wie Anfang

Tag 3

Tag 4

Tag 5

Tag 6

Tag 7

Tag 8

Tag 9

Tag 10

Tag 11

Tag 12

Tag 13

Tag 14

Tag 15

Tag 16

Tag 17

Tag 18

Tag 19

Tag 20

Tag 21

Tag 22

Tag 23

Tag 24

Tag 25

Tag 26

Tag 27

Tag 28

Tag 29

Tag 30

Tag 31

Tag 32

Tag 33

Tag 34

Tag 35

Tag 36

Tag 37

Tag 38

Tag 39

Tag 40

Tag 41

Tag 42

Tag 43

Tag 44

Tag 45

Tag 46

Tag 47

Tag 48

Tag 49

Tag 50

Tag 51

Tag 52

Tag 53

Tag 54

Tag 55

Tag 56

Tag 57

Tag 58

Tag 59

Tag 60

Nach- Spiel

Impressum

Spätabend im April

Sie: Gar nicht einlassen hätte ich mich sollen. Auf diese Schnapsidee von Sue. Wer seine Agentur schon „Pega- Suse“ nennt…

Ungerecht? Zugegeben; anfangs teilten wir den Erfolg, sie mit ihrer Literatur- Agentur, ich mit meinen Büchern.

Und nun wollen wir „ mit der Zeit gehen, denn wer liest schon noch Bücher“. Internet, E Book, und Sue meint,

mitten rein gehen und am besten eine Geschichte, die gleich da spielt, wo wir sie dann später hinlancieren wollen: im Internet.Rohmanuskript in einer Woche .Roh ist gut, wenn man noch nicht mal eine Idee hat. Wie die leere Seite mich anglotzt!

Extra angemeldet habe ich mich in allen möglichen Chat- Flirt – und Kontaktforen.

Zeitverschwendung, Kaufhaus der einsamen Herzen online. Katalogware, Schnäppchenpreise, „ Bei Nichtgefallen zurück“.

Ich hasse Computer. Weil ich sie nicht durchschaue und ihren Launen ausgeliefert bin.

Andererseits: sie bringen mich in die Welt, die Welt zu mir, sind zusammen mit Festnetz und Handy ein erträglicher Ersatz für wirkliche Besucher, und – ich muss nicht einmal Kaffee kochen für sie.

Ein neues Buch schreiben- das können sie aber noch nicht. Leider. Oder zum Glück? Mal sehen, wer mir heute ins Net gegangen ist.Die meisten Anfragen kann ich sofort löschen.

Hier: Tommy, 38. Wieder einer, der das hier mit nem Puff verwechselt. Oder er hat Angst vor Frauen in seinem Alter.

Achill 45 –

Wow. Woher weiß der, auf welche Typen ich abfahre? Sieht ja wild aus. Und die Augen – als wollten sie mich hineinziehen in das Foto.

Den grüß ich zurück. Sofort. Bevor es zu viele andere tun. Klick, senden, Sue muss erst mal warten. Das hier ist kein Spaß, sondern ernsthafte Recherche. (smile, würde Janko jetzt sagen. Aber der ist leider Geschichte).

-Ging ja schnell, hat re./ re gegrüßt.

Guten Abend, Achill,

danke für das Zurück- Grüßen.

Ich hab gestern diesen kleinen, freundlichen Gedanken auf die Reise geschickt, weil das, was (oder der, den) Ihre Fotos abbilden so anders erscheint als vieles, was ich bisher bekam. Kein Wunder bei einem, der beruflich auch mit Bildern zu tun hat, könnten Sie einwenden, aber für ein interessantes Abbild muss ja zunächst ein entsprechendes Urbild vorhanden sein.

Eine schöne Restwoche!!

LaBelle

Er: Schreibt nicht schlecht, diese LaBelle. Etwas zu geschraubt, aber nicht das volle Klischee. Mal schaun…

Herzlichen Dank, liebe LaBelle…

Für Ihre netten Komplimente. Natürlich habe ich nach dem Gruß Ihre Visitenkarte angeklickt, und ich bin wirklich beeindruckt von dieser ansprechend- sympathischen Ausstrahlung, die da zu mir rüberkommt.

Ich vermute mal, dass Sie ein gut beobachtender, kritischer und ausgesprochen eigenwilliger Mensch sind, der alles andere als oberflächig den Dingen auf den Grund geht und auch bei Widerständen auf seinem klaren Weg bleibt.

Ich möchte nicht aufdringlich erscheinen, aber vielleicht haben Sie ja Lust und Neugier genug, sich mit mir per Mail auszutauschen? Das würde mich sehr freuen.

Mit besten Grüßen

Achill

Sie: Joi, was alles der aus den paar dürren Angaben rauslesen kann….Bisschen viele Elogen, aber ganz daneben liegt er nicht.

Jetzt schick ich ihm erst mal Phone und email- Daten, dann braucht er keine elektronische Umleitung zu fahren, wenn er mich erreichen will…

A wie Anfang

Lieber Achill,

ich bin wieder da. Vielen Dank für die Fotos.

Ach Gott, wo soll ich denn jetzt anfangen? Erstmal mit dem Reiter- Wasser- Wolken- Bild. Einfach schön. Pferde mag ich, auch plattes Land und Wasser und Spiegelungen. Gut, dass Du mir ( wir sagen jetzt Du, obwohl ich das immer ein bisschen mit der Tür samt Türrahmen ins Haus finde -aber bevor wir uns beim Schreiben mit dem DuSie oder man oder anderen Umschreibungen die Finger brechen, tun wirs einfach- oder?) kein Alpenpanorama- Foto geschickt hast, hohe Berge mag ich nur ,wenn ich nicht in einem tiefen Tal zwischen ihnen stecke und zu wenig Himmel sehen kann.

Was tut einer wie Du im Forum? Stecknadel im Heuhaufen?

Natürlich darfst Du die Gegenfrage stellen, ich beantworte sie sogar ungefragt:

Ich bin von der äußerlichen Situation her ziemlich einbetoniert in meinem Dorf, sitze hier in einem kleinen Mietshaus mit großem wildem Garten und habe, da ich freiberuflich arbeite ,wenig Zeit, die ich fern von Haus und Tieren verbringen kann. Kann schon, muss aber immer organisiert werden. Und so vertreibe ich mir die Zeit manchmal am Computer- ich schreibe gern Briefe, bin unheimlich neugierig auf Menschen, gucke soooo gern Fotos von wildfremden Leuten und male mir aus, wie sie wohl sein mögen... manchmal grüße ich auch einen (eine).

In der Welt ist es kalt genug, da ist ein bisschen Nähe, und wenn auch nur elektronisch hergestellt, manchmal tröstlich.

Und wer oder was tröstet Dich?

Ich freu mich, wenn Du schreibst. Eines Deiner Bilder, (das en-face-Porträt) fasziniert mich total.

Ganz lieben Gruß

LaBelle ( Isabell)

Sie: (am AB) Hi Sue, musst noch warten auf das Manu. Ich hab was an der Angel, könnte in unsere Richtung gehen.Ich muss aufpassen, damit das Bild von mir, das ich ihm male, wahrscheinlich genug bleibt.

Sue: ( ruft an) Hi, Isa, vertüdel dich nicht und guck, ob da auch was Erotisches draus zu machen geht-

Sie: Sue!!!! Ich bin froh, wenn der überhaupt erst mal anbeißt. Hat schon. Na, wer sagts denn?Bis hoffentlich bald!

...liebe Isabell,

vielen Dank für die rasche Antwort.

Auch ich denke dass die "normale" Form der Email Kommunikation via t-online viel praktischer ist.

Ich freue mich sehr auf die spätere Mail...

Bis dahin wünsche ich noch gutes Gelingen beim Schreiben und einen fröhlichen, sonnigen Sonntag.

Mit lieben Grüßen

Achill (Klaas),

Betreff: spannend

Keine Angst, lieber Herr Klaas, dass ich Dich künftig auf allen Kanälen mit Emils, oder wie die Herren heißen, zutexten könnte.

Aber ich hatte versprochen (angedroht?) , mich noch einmal zu melden, und es ist spannend, millimeter- oder pixelweise zu erfahren, wer Du bist, Dir auch zu erzählen, was mir durch den Kopf geht.

Ich seh mir wiederholt Deine Bilder an, sie haben für mich eine wohltuende Klarheit, strahlen Ruhe aus, die ich im Heute zu oft vermisse.

Nolde ist ein Thema...

Von Fotografie verstehe ich im fachlichen Sinne zu wenig, aber gute Fotos erkenne ich schon, auch über den subjektiven Faktor des Gefallens oder Mögens hinaus.

Danke nochmal, ausdrücklich, für den WILDEN Klaas, das ist das Bild, das auf Deiner VK nur in klein zu haben war.

Du hast so eine Art zu gucken...im Grunde müssten doch "Mädels" aller Altersgruppen vor Deiner Tür Schlange stehen.

Musst Du Passier-Scheine ausgeben, damit alles der Reihe nach passiert?

Virtuell stell ich mich in dieser Warteschlange mit an, hast Du Prognosen, wann ich einen Interview- Termin bekommen könnte? 2014 oder 2015?

Ich finde spannend, dass es Dich irgendwo auf der Welt- oder in D.-gibt!

Sleep well - bis bald mal wieder

Bella

Betreff: Ungeduld

Hallo, liebe Isabell,

ganz lieben Dank für Deine interessante und sympathische Mail.

Na klar - auch ich finde es viel besser dass wir uns gleich duzen -

Eigentlich wollte ich Dir erst morgen ausführlich schreiben - aber ein kleiner Nachtgruß ist jetzt nach dem langen Tag auch noch drin :-)

Es freut mich dass Du auch so das Meer magst - das Foto ist auf der Nordseeinsel A. entstanden - "meiner" Insel.

Ich liebe die klaren Formen, die immer neuen faszinierenden Wolkenbildungen (siehe Emil Nolde), den weiten Blick bis hinter den Horizont...

Bis zu 10 Mal bin ich jedes Jahr auf der INSEL – sie ist wie eine echte zweite Heimat für mich.

Nach wie vor bin ich beruflich in Sachen Kommunikation ziemlich viel auf Achse.

Ein Leben ohne Aufgabe, ohne ständig neue Herausforderungen kann und will ich mir nicht vorstellen.

Allein der Begriff "Ruhestand" treibt mir Pickel ins Gesicht.

.

In den Foren war und bin ich nicht auf der gezielten Suche nach einer Partnerin oder so - ich denke mir, es kommt alles, wie es kommen soll...

Offen gestanden nutze ich diese Plattform fast nur, um dort hin und wieder Beiträge zu bestimmten Themen abzusetzen - und die Reaktionen zu testen.

Teilweise zum Schreien komisch - teilweise auch sehr traurig, was das so rüberkommt...

So liebe Bella - langsam steigt doch die Müdigkeit hoch - es war ein langer Tag heute.

Morgen mehr, ok?

Bis dann ganz liebe Grüße,

Achill

P.S. Anbei noch ein paar Fotos....

Übrigens - wenn Du magst - obwohl das Porträt in Deiner Visitenkarte wirklich gut ausschaut - schick doch von Dir auch noch ein paar Bilder - ?

Sie: „ es kommt alles, wie es kommen soll?“ Ob der auch so lügt wie ich? Eigentlich finde ich ihn zu nett, um ihn in ein E Book zu verfrachten. Aber Sue wartet auf Ergebnisse.

Betreff: Nightrider

Hi, lieber Achill,

schön zu sehen, dass Du auch noch so spät durch Nacht und Wind reitest und Deine Inter- Netze auswirfst!

Jeden Abend nehme ich mir vor, mal "früh" zu Bett zu gehen, und dann ist es immer wieder doch wirklich früh (so gegen 1.30), aber bei mir kommt das noch von den vielen Jahren Nachtarbeit: wenn man da so um Mitternacht nach Hause kommt, kann man nicht gleich schlafengehen, muss den Tag erst austrudeln lassen, und da gewöhnt man sich das Nacht- Leben so an.

Danke für die schönen Bilder, clever wie ich bin, hab ich Dich schon gestern gegoogelt. Ich finds schön, dass Du nicht so ein Geheimnis und Gewese um Deine Person machst. Das meint: wenn man es will, kann man Dich finden, ohne dass Du Dich verrenkst, um irgendein Inkognito zu wahren.

Ich glaub, letzteres machen nur Leute, die als Persönlichkeit ganz unwichtig sind, irgendeinen "Zweiten Plan" verfolgen, um zu beeindrucken- oder so ähnlich. Ich bin froh, dass Du zu diesen nicht gehörst.

Dein „Dorf“ D.musste ich auch erst mal googeln, aber vom benachbarten Airport bin ich nach einem Kolloquium schon mal nach Haus geflogen. Aber davon erzähl ich vielleicht später mal.

A propos erzählen: Ich bin eine gerne-Telefoniererin, weil ich finde, die direkte Reaktion auf das, was der oder die am anderen Ende der Strippe sagt, gibt mehr Aufschluss über Stimmungen und emotionale Schwingungen, und es passiert nicht, dass mails sich kreuzen und Antworten manchmal eher beim Anderen sind als die dazugehörigen Fragen...Also: Telefon? Oder lieber nicht? Ich schreib auch sehr gern, beide Optionen sind ok. Sag Du, was Dir lieber ist!

Fotos: ich wurde oft fotografiert, liebe es nicht so sehr, stillzuhalten und ein "ganz natürliches" Gesicht zu machen, ich schick Dir mal das einzige, das ich noch auf dem Rechner habe. Die vielen anderen, die bei mir hier so rumkullern, kann ich Dir zeigen, falls wir uns irgendwann mal persönlich begegnen sollten ( das ist weder Aufforderung noch versteckter Hinweis, aber man weiß ja nicht, was das Leben alles so mit uns Menschen vorhat).

Das war auch nur ein Zwischenbericht,- abends, wenn die anderen schon schlafen, schreib ich Dir vielleicht noch mal.

Mein Telefon hört auf die Nummer xxxxxxx. Sollte ich zufällig gerade in Küche oder Garten sein, erschrick nicht vor der AB- Ansage, - Pietät, oder wenn böse Räuber anrufen, damit sie denken, hier wohnt ein Mann...

Bis nachher dann , und einen lieben Gruß von

Isabell

Sie: Und was mach ich, wenn er nun wirklich anruft? Wenn auch er emotionale Schwingungen wahrnehmen kann, muss ich höllisch aufpassen, dass er nichts merkt.Was wollte Sue? Was mit Erotik? Noch sieht es nicht danach aus, muss wohl ein bisschen zulegen.

Tag 3

Bertreff: An einem schönen Vormittag…

Das Bild im Anhang des Nachtbriefes ist wieder so schön..., ich kann hineingehen in diese Landschaft, in diese Stimmung.

Gut, dass Du kein Tänzer geworden bist, die haben einen schweren Beruf und im Allgemeinen ein sehr kurzes Berufsleben, wenn sie sich nicht in die Choreografie oder einen Broterwerb als Trainingsmeister retten können.

Auch ich fing nach dem Abi als Tanzelevin an, mit dem Ziel, Choreografin zu werden, aber das Studium ließ sich nicht realisieren, und so bin ich umgeschwenkt, habs nicht bereut , aber später viel mit den Ballettleuten gearbeitet. Ich liebe sie, weil es so ehrliche Arbeiter sind, da kann man nicht mogeln, sonst fällt man auf die Schnauze oder kippt von der Spitze.

Dass Du so freundlich, interessant und zuverlässig antwortest, ruft ein gewisses Suchtpotenzial auf den Plan, aber bitte, versuch nicht, mich durch Emil- Entzug zu cleanen!! Du weißt, was kalter Entzug für Folgen haben kann. (Ich hoffe, Du musstest es nicht selbst durchleben, aber für Viertelholländer liegen coffeeshops relativ nahe) J.

Was das Verhältnis zu Männern und oder Frauen betrifft, geht es mir so ähnlich wie Dir, nur umgekehrt: Ich habe fast nur Männer- Freunde, nicht viele, aber gute.

So, für Nachmittagskaffee (oder Tee-?)lektüre soll das erst mal reichen. Ich freu mich auf mehr von Dir

( Meeeehr!, schrie der kleine Häwelmann....)

Bis dann irgendwann...

Isabell

Sie: So. Nun isses passiert. Gegen diese Stimme bin ich wehrlos. Die Schwingungen kamen ganz von selbst- ach du liebes Lieschen- was wird denn das nun? Schon wie er Hallooooh sagt…

SMS von A.

LiebeBella,

es war schön Deine Stimme zu hören, Schwingungen zu spüren....

Bis morgen dann - nach der Landung. Muss jetzt schneller schlafen- der Flieger wartet nicht. Küchenschluss für heute!

Eine gute Nacht für Dich wünscht

Achill

SMS von B an A

Lieber Achill,

fröhlich und traurig zugleich bin ich. Fröhlich, weil Du mir gestern abend noch geschrieben hast, traurig, weil ich weder das Bild noch den Text bisher öffnen konnte. Mein Computer schwächelt, irgendwie bin ich zu blöd, mir das entsprechende Rüstzeug downzuloaden…

Unser Nachtgespräch gestern war für mich schön und tröstlich irgendwie.Ich danke Dir dafür, dass Du mir gestattest, nicht nur Oberflächen wahrzunehmen, sondern Türen öffnest, durch die ich ein kleines Wegstück auf Dich zugehen darf.

Bis nachher denn - ich freue mich und hoffe, Du bist gut gelandet. Inzwischen denk ich immer mal an Dich.

Bella

Sie: (ruft an) Liebe Sue, mit dem Buchmanu geht es ziemlich langsam voran. Ich versprech Dir, Du bekommst es, aber bitte gib mir ein bisschen Zeit.

(denkt) Mannomann: Sue wird vertröstet, Klaas kommt mir zu schnell zu nah, wieder mal typisch ich! Muss mal ein bisschen allgemeiner schreiben…

Betreff: 5 Minuten nach Küchenschluss...

…darf man aber noch ein Getränk ordern. Und darf - wie es Frauen angedichtet wird - das letzte Wort haben.

Ich möchte also bitte einen heißen Darjeeling, mit einem Stängel frischer Minze, etwas Ingwer, einem Stückchen Canehl (Caneel? Also einfach Zimmet!), und bitte braunen Kandis und einen Teelöffel voll Pinienkerne! Das schlürfe ich genussvoll auf Dein Wohl. Während es heiß die Kehle herunterrinnt und bei Ankunft Wohlgefühl im Magen hervorruft, breitet sich ein Empfinden aus, das Körper und Kopf erreicht und möglich macht, Dir ein paar gute und schöne Nachtgedanken per air- mail direkt in Dein Bett zu schicken, mit Nachsendeauftrag ins Traumland.

Da ich ja Tee getrunken habe, kann ich getrost bis morgen (also nachher) abwarten, ob meine Gedanken Dich erreicht haben. Ich wünsch es mir…

Und da Nacht ja nicht immer und unabdingbar mit platter Realität zu tun hat, sag ich zu mir die Beschwörungsformel aus vergangenen Tagen:

...In den alten Zeiten, da das Wünschen noch geholfen hat...

Also wünsch ich Dir eine schöne und gute Nacht. Und mir wünsch ich, dass Du zwischen Traum und Erwachen mal an mich denkst.

Bella

Tag 4

Betreff: Luftküsse

Lieber Achill,

vorhin hab ich wieder mal mit meinem Verhältnis gehadert. Mit meinem Verhältnis zur Technik .Einfach kein Reinkommen ins Netz.

Ich kann fluchen wie ein Rollkutscher, das habe ich dann auch getan, es nützt zwar nicht das Geringste, aber es erleichtert kolossal.

Jetzt bin ich wieder nacht- gestimmt, möchte tief und ruhig die leider zu kühle Abendluft im Garten atmen- die Sterne verstecken sich heute in ihren Wolkenkissen, ich hätte gern einen mit Strahlen- Grüßen an Dich nach D. geschickt - schick ich eben ein Luftschiff aus Wolken! Gib acht: wenn es an Deinem Fenster lautlos vorbeigleitet, öffnet es eine Luke- die Luftkissen sind mit Luftküssen gefüllt, und ein paar davon sind für Dich. Wohin sie beim Abwärtstrudeln treffen, kannst Du nicht beeinflussen- vielleicht sagst Du mir morgen, ob Du einen fangen konntest oder ob Dich gar einer unverhofft erwischt hat. Würde mich freuen. Weil Du Dich nicht wehren kannst -, es sei denn, Du gehst mit einem großen Regenschirm ins Bett, daran prallen sie ab, die Luftküsse, dann zerplatzen sie , und morgen früh musst Du achtgeben, dass Du beim Aufstehen nicht auf ihren leeren Hüllen ausgleitest.

Hattest Du einen guten Tag? Meiner war so und so-,

würde gern mit Dir drüber sprechen, aber so per mail kann ich nicht alles sagen, ich glaub, wir müssten uns dabei anschauen können.

Bitte: Das ist keine Aufforderung zu einem date. Dir nahe sein, das lässt sich nicht in Kilo- Zenti- oder Millimetern messen, das hab ich in mir, und es ist wie ein Geschenk. Geschenke bekommt man, die muss man sich nicht verdienen. Zum Glück.Und irgendwer über uns hat Dich mir geschenkt, als zeitweiligen Gast in meinem Leben.

Dafür bin ich dankbar und meine Tage sind weniger traurig.

Schlaf gut, und vergiss den Regenschirm nicht! Oder lass ihn da, wo er immer ist, aber dann mach Dich auf die Luftküsse- Invasion gefasst!

Isabell

Betreff: Wochenend- Anfang

Lieber Achill,

danke für den Anruf.

Deine Stimme entspricht dem Bild, das ich mir von Dir gemacht habe. Warm, weich, Deine Wörter zur Nacht waren friedvoll. Vermutlich bin ich zu schnell mit meinen Antworten, aber wenn mich einer dazu bringen könnte, Hektik und Eifer zu vergessen und mich aus der Zeit fallen zu lassen, dann wärest es ganz sicher Du. Das Schöne am Telefon sind die Untertöne, Pausen, vibrations, es war so viel zu spüren… ich glaube, da kann ich manches entdecken. Wenn Du mich lässt.

Jetzt erst mal hab ich das Bild eines Mannes zur Verfügung, der bequem sitzt, die Beine übergeschlagen (aus Deinem Strand- Foto kann ich ableiten, dass Du lange Beine hast, woher weißt Du, dass das ein Primärreiz für mich ist?), durch das Fenster in den Nachthimmel schaut und kleine Wölkchen an die Zimmerdecke pafft.

Bestimmt spinne ich mir wieder eins, und Du sitzt ganz brav und busy vor dem Rechner und arbeitest, aber da Du ja beschlossen hast, dass ich die Nachtfrau bin, die unabhängig von Raum und Zeit mit ihrem Luftküssen- Kissen- Schiff an Deinem Fensterbrett andocken kann, darf ich mir unsere Bilder bauen, wie ich will und wie ich denke, dass sie Dir gefallen könnten. Manchmal kommt Nachtfrau auch auf den Pferden der Windsbraut angeritten, aber da werden die Haare immer so verpuschelt.

Egal. Heute lege ich eine ( zunächst) weiche Landung hin, und ich versprech Dir auch, ganz leise zu sein, auf dem Bettrand zu sitzen und Dich ganz langsam und zärtlich aus Deinen tiefen Träumen in meine Halbwirklichkeit zu streicheln., und am nächsten Morgen wirst Du nicht wissen , ob wir das, wovon Du geträumt hast, wirklich getan haben – oder doch nicht, oder lieber doch???

Ich wäre in diesem Fall für doch! So, das war die Revanche für Deinen gestrigen Nacht- Anruf, der mich erst mal nicht so ganz ruhig einschlafen ließ. Du jedenfalls schlaf gut in den morgigen Tag hinein, der ein ganz schöner für Dich werden soll. Küsse von

LaBelle, der Nachtfrau?

Er: Sie geht ganz schön ran. Nicht, dass es mir nicht gefiele, aber im Grunde ist mein Lebensplan mehr als voll. Bisher ist es ein Spiel. Hoffentlich macht sie nicht ernst. Interessant zu checken, wie weit sie geht.

Betreff: Re: Wochenendanfang

Welch schöne Mail von der Nachtfrau...

Ich hatte bis eben ein riesiges Download von meiner Geschäfts- Partnerin empfangen.

Daher war ich zwischendurch immer mal wieder am Lap - um zu sehen, dass alles gut rüber kommt...

Ja - und da kam Deine wunderschön geschriebene Mail von Dir angebingt - Du hast mir eine große Freude gemacht.

Du bis offenbar eine sehr weibliche, sinnliche Frau mit ausgeprägter Intuition und Einfühlung..das mag ich sehr...das macht mein Herz warm - und nicht nur mein Herz... :)

Der Tag war lang - ich bin wirklich stinkmüde, und morgen feiere ich in H… Geburtstag mit den großen Töchtern .

Das bringt leider mit sich, dass ich früh raus muss...also pronto in mein Heiabett hüpfe...

Die Vorstellung dass Du auf der Bettkante sitzt - das muss nicht sein...ich rück einfach ein bisschen...

Ausserdem besteht dann viel mehr "Spielraum" zum sanften lustvollen Streicheln...oder?

Und auch die Frage der Gutenachtküsse lässt sich dann besser klären...ich küsse wirklich gern...und lange und überall...

Ich könnte mir sogar vorstellen dass meine Entdeckerfreude Dich zu erkunden dann so richtig schön prickelnd spürbar wird....

Ob dann aber ein baldiger Schlaf möglich werden kann...also da habe ich bei uns so meine Zweifel....

Nun aber genug fantasiert (obwohl ich die körperlich fühl- und sichtbare Lust in mir garnicht so schnell abstellen kann)...LaBelle, ich umarme Dich sehr sehr nah...

Achill

Sie: Sehr sehr nah –wenn das echt wäre und auch nur die geringste Chance hätte, dann wäre das sehr sehr schön- jetzt könnte ich noch aussteigen, doch er hat meine Fantasie angekurbelt. Vielleicht komme ich auch allein weiter mit dem Buch. Schade wär es schon. Ich ertappe mich dabei, dass ich auf seine Nachrichten warte.

Betreff: Schlafgutwünsche

Danke, lieber Achill, für den Gruß im Netz. Bin froh, Deine Nachtfrau zu sein.

Unser Telefonat war schön, sehr nah und sanft, ein bisschen so, als ob es da nichts Böses auf der Welt gäbe. Danke.

!ch versuche mir vorzustellen, was Du jetzt gerade tust. Welche Sorte Tabak rauchst Du? Womit ist er fermentiert, riecht er nach Pflaume, Vanille, Sandelholz?

Mein Vater war ein starker Raucher, und ich erinnere mich daran, wie er nach Kriegsende im Garten Tabak anbaute und mit seinen Gartennachbarn in regem Meinungsaustausch darüber war, wie man ihn am besten über dem Kohleherd, aufgefädelt auf Bindfaden, trocknet, was man dann zusetzt, ob mit dem Eigenbau- Schneider Feinschnitt oder Krüllschnitt verfertigt werden sollte usw..., ich war noch klein, verstand Bahnhof und fand das alles sehr spannend.

Damit er nicht geklaut wurde, solange er noch auf seinen Stängeln stand, wurden bis zur Ernte Nachtwachen eingerichtet, wobei die Männer immer zu zweit unterwegs waren und sich nächteweise abwechselten, und so ist weder dem Tabak noch meinem Vater ein Leid geschehen.

Bestimmt sind meine Vorstellungen davon, was Du gerade wo treibst, völlig neben der Realität, aber als Nachtfrau muss ich mir doch ausmalen, wo ich mit meinem Nightflight zu Dir lande, und da male ich mir einen virtuellen Grundriss Deiner Behausung, damit ich nicht versehentlich in die Abstellkammer gerate.

Am liebsten lande ich natürlich da, wo Du schläfst. Falls Du noch schlafen kannst, wenn Du meine sehr nahe Nähe träumst.

So, das war jetzt die Revanche für den letzten Satz Deiner gestrigen Nacht- SMS, die mich erst mal nicht so ganz ruhig ins Traumland gleiten ließ.

Du jedenfalls schlaf gut in den morgigen Tag hinein.

Wohin die heutigen Gutenachtküsse platziert werden sollen, kannst Du Dir aussuchen -wähle mit Bedacht- die nächsten gibt es erst morgen abend.

Noch kannst Du den Rückwärtsgang einlegen, aber wenn es Dir gefällt, will ich Dir – wie einst Scheherezade – jeden Abend eine Nachtgeschichte erzählen. Ob ich es bis zur 1001. Geschichte schaffe, hängt davon ab, ob Dir irgendwann die Geduld ausgeht (smile). Ich gehe das Projekt 1001 für Klaas mit Zuversicht an, zum Glück wird’s ja den Kopf nicht kosten, wenn es vor der Zeit endet.

Scheherezades Schwester LaBelle lässt auch schön grüßen!

Sie: Da hab ich, also LaBelle hat –oder war es die Nachtfrau? Egal. Eine von uns hat den Mund wieder mal ganz schön voll genommen.

1001 Geschichten für einen Mann, von dem ich einiges erhoffe, doch im Grunde nichts weiß, außer, dass er mich atemlos macht, allein durch das Wissen, dass es ihn gibt. Wenn ich mich aufs Geschichten- Erzählen zurückziehe, wird es nicht zu persönlich, vielleicht kann ich das Schlimmste verhindern. Das Schlimmste? Nein, Isabell, verliebt wird nicht!

Ganz gleich, wo das endet: wenn ich nicht einfach anfange, werde ich es nie erfahren.

SMS von Bella an Achill

Nur noch ganz kurz:.Wer von uns ist hier eigentlich Geschichten- Erzähler (in?). Was Du mir am Telefon über Deine holländische Großmutter erzählt hast, war sooo schön. Weißt Du noch mehr so etwas? Gute Nacht und glückliche Reise morgen .Deine mail wird mir das Einschlafen versüßen - oder erschweren? Mal sehn!

Letzter Gutenachtkuss für heute, was ja eigentlich schon morgen ist.

Isabell

SMS von A an B

Bin neugierig auf Deine Geschichten. Schreib heute nicht zu lange, dann streichel ich Dich noch in den Schlaf. Kussies von mir zu Dir.

Betreff: Stern- Schnuppen

Lieber Achill, es ist schön, dass ich von Dir zum Tagesabschluss noch eine Rückmeldung bekommen habe, nun kann ich beruhigt schlafen gehen und vorher noch ein bisschen Fantasie- Spielen, Du gestattest doch???

Gut, dass Euer Tag so harmonisch war und offenbar alles gut zusammen gepasst hat, sogar das Wetter.

Ich nehme an, Du bist schon fest in Morpheus' Armen ( wünschte, es wären meine), aber heute macht die Nachtfrau nur eine kurze Patrouille auf einer Sternschnuppe, umkreist Deine keusche Lagerstatt, stopft im Vorbeiflug kurz Deine Zudecke um Dich herum schön fest, damit Du es geborgen und gemütlich hast, haucht einen Kuss auf Deine Stirn( mehr erlaubt die Fluggeschwindigkeit des Kometen leider nicht, sie muss sich schon an seinem Schweif -!-festhalten, damit er sie nicht in D. fallen lässt, denn dann müsste sie ja in Deinem Bett bleiben, bis die nächste Schnuppe fliegt, und das gäbe morgen früh vermutlich einige Verwirrung), und macht sich auf und davon- bis zur morgigen Nacht! Mal sehen, auf welche Weise sie Dich dann heim- sucht und was alles ihr einfällt, um Dich zu erfreuen.

Gute Nacht, Lieber!

B.

Betreff: Die erste Geschichte

Guten Abend , lieber Achill,

die Nachtfrau ist heute früh dran, aber manchmal kann auch gelten: je früher der Abend... Kommt immer drauf an, was man daraus macht.

Leider bist Du jetzt noch nicht in Deinem Heiabett, also beginnt meineGeschichte heut etwas anders:

Wenn Du Dein Fenster öffnest, siehst Du eine Strickleiter direkt am Fensterbrett. Da Du gern fliegst, hast Du keine Höhenangst, also, ergreif sie und steig auf. Der Heli ist bereit zum Night- Flight. Du auch?

Die Pilotin kommt Dir bekannt vor? Möglich. Schau nach, wer unter den Lederklamotten so gut riecht, nach einem Eau de toilette von Vivian Westwood: ein bisschen Rose, eine Anmutung von Theaterpuder und ganz viel nach Frau. Sie nimmt den Helm nicht ab? Tja, mein Lieber, manchmal muss man auch warten können.

Der Heli landet schaukelnd am Meer.

-Warum?- fragst Du

- Ich hatte einen überaus heftigen Anfall von Seen-Sucht, bekommst Du zur Antwort.

-Sind wir allein?

-Da wir es wünschen, sind wir es wohl. Nimmst Du mir nun endlich den Helm ab?

-Und wenn nicht?

- Kannst Du mich nicht küssen

-Momentan finde ich den Reißverschluss Deiner Montur s e h r interessant, hat der eine Reißleine? Für alle Fälle?

- Da bringst Du etwas durcheinander, Lieber. In den Freien Fall geraten wir später.

- Ich krieg den Sicherheitsgurt nicht auf!

- Ach, und Du dachtest, das sei Zufall? Da Du mich nicht ohne Helm wolltest, will ich Dich nicht ohne Gurt.

Der Helm fliegt achtlos irgendwo in eine Ecke des Cockpits.

- Zieh mir die Spange aus meinem Haar.

- Kann nicht, Du bist zu weit drüben.

- Du wolltest nicht küssen, dann trag die Konsequenzen jetzt.

Mit einem Griff bringt sie seinen Sitz in Liegeposition, öffnet die Knöpfe seines Jeanshemds, fängt mit federleichten, kleinen Küssen unterhalb seines linken Ohrs an, arbeitet sich langsam und zärtlich in die Halsbeuge, ihre langen Haare streicheln kitzelnd die Haut seines Oberkörpers, da, wo sie nackt ist, mit ihrer linken Hand tastet sie sich etwas weiter nach unten...

- Ah, Gürtel von Ermenegildo Zegna - nobel,- Geschenk von einer Freundin..?.

- Eifersüchtig?

- Dazu hab ich weder Recht noch Veranlassung. Viel interessanter ist: Wie geht der auf?

- Wozu willst du das wissen?

- Frag nicht so scheinheilig, hilf mir lieber

- Wobei? Womit?- Weib!!!! Was machst Du--

Er bekommt keine Antwort, sie ist ein wohlerzogenes Mädchen, und ihre Mutti hat ihr beigebracht: Mit vollem Mund soll man nicht reden.

Der Zipper ihrer Ledermontur blieb in dieser Nacht mehr oder weniger ungezippt.

- Ich hab viel Zeit, und wenn ich wiederkomme...

- Bist ja noch gar nicht!

- Nächstes Mal fahren wir nach Paris.

- Paris kann überall sein, sagt er. Sie nimmt ihn warm und fest in ihre Arme.

-So, und nun schlaf mal schön! Wenn Du kannst!

Ich küss Dich aber jetzt auf den Mund.

Gute Nacht!

Bella

SMS von A.

Spüre Deine Streichelhände, Deine Zunge auf meinem Körper – macht geil und prall, sehe Dich vor mir…

SMS von B. an A.

Danke. Und da soll ich jetzt schlafen, ohne von Sacré Coeur auf Paris herunterzuschauen mit Dir? Ohne Deine Wärme zu spüren? Mannomann!

Aber, um mal neben all den Spiel- Sachen das wirkliche Leben (ich weiß: die Spiel- Sachen sind auch das wirkliche Leben, nur manchmal sogar etwas schöner als selbiges...) nicht außer Acht zu lassen: Morgen geht’s früh raus, und jetzt muss ich ins Bett, so gerne, wie mirs Leid tut!

Ich möchte lieber noch mit Dir mailen, simsen, meine Gedanken, Bilder und Gefühle auf Wanderschaft zu Dir schicken, aber morgen, d.h. heute ist ein ganz neuer Tag, und der will auch gelebt, geliebt sein, Du machst gerade, dass ich mich jetzt immer auf den kommenden Tag mehr freue als sonst.

Das sagt Dir

Bella, die Nachtfrau

Sie: Wo gabs das doch gleich? Dass einer in die Welt seiner eigenen Geschichten hineingezogen wird? Der Kerl macht mich an .Und wehrlos.

Tag 5

SMS von A. an B.

Liebeliebe Nachtfrau, Du Geburtstagskind Du, hast Du meine Glückwunschmail bekommen? Wäre schön…Aber die Vorstellung, meine Hände, meinen Mund,meine Zunge jetzt über Deinen monturlosen Körper wandern zu lassen, macht mir pralle, heiße Lust… die Berge und Täler, die Schluchten un d die heiße, feuchte Grotte zu erkunden, Deine Hände, Lippen zu fühlen lässt mich zucken vor Geiligkeit und Verlangen…

Du irrst: die Zipper der Ledermontur werden mit Sicherheit aufgezippt, und alles, was darunter sein sollte, abgestreift. Die intensive Zärtlichkeit der Nachtfrau ist ein lustvoller Auftakt. Ich liebe den Geruch, den Geschmack von ganz viel Frau pur…auch sie wird kommen… noch vor Paris! A.

Betreff: Wow!

Guten Abend, Mann!

Na, wenn das kein Geburtstag nach meinem Gusto war - danke für die Nacht- "Gratulation" ,danke nochmals für Foto und Rilke, danke auch für das Nachmittags- Präsent, das wirklich über alle Maßen präsent war, ich hab Dich fast körperlich in meinen Händen gespürt, auf und in meiner Haut.

Du gehst mir unter die Haut -ist eigentlich ein schönes Bild.

Und wieder einmal hast Du ein Versprechen eingelöst: die Nachtfrau kam noch vor Paris!

Paris hebe ich mir noch ein bisschen auf für Dich, für uns, ich mag vieles Französische sehr : die Sprache, die ich leidlich gut spreche, das savoir vivre, die zerflederten Bücher am Seinekai, -und die Maler! Und Edith Piaf mit " Tu me fais tourner la tête…“, Serge Gainsbourgh (nicht nur mit Jane Birkin und „je t'aime“) –und sehr sympathisch ist doch, dass sie sogar auf dem Friedhof Père Lachaise ficken, was das Zeug hält.

Klischees? Na und! Man sollte Mut haben, das zu tun, wonach einem ist. Und wenn es etwas ist, das viele tun, schon viele getan haben? Wenn einem selbst einkommt, es zu tun, kann es kein Klischee sein!

Dass Du heute bei einem echten Prinzen übernachtest, inspiriert mich – ich such mal, ob sich außer der „Prinzessin auf der Erbse“ noch eine kleine Geschichte für Dich in dieser illustren location finden lässt.

Na, wer sagt’s denn?

Nacht im Schloss- die zweite Geschichte

Heute bist Du schon ein bisschen weit gereist, heute gibts Ausruhen im prinzlichen Gästebett, heut kommt die Nachtfrau ganz leise über die Holzdielen des langen Flurs, sie geht barfuß und ganz leise, damit sie nicht vor der Zeit entdeckt wird, bevor sie dazu kommt, Dich zu ent-Decken. Ist das Plumeau weich und im Wortsinne feder- leicht?

Die Türe verkneift sich gerade noch das Knarren, die Nachtfrau tastet sich dahin, wo sie schemenhaft die Umrisse des Bettes erkennt. Du schläfst schon und das, was sie im Mondlicht erkennen kann, sieht sehr wehrlos und unschuldig aus.Sie legt die Bettdecke wieder auf Deinen nackten Leib und legt sich ganz behutsam auf die äußerste Bettkante , versucht, sich dem Rhythmus Deines Atems anzupassen. Sie fühlt sich sehr eins mit Dir. Du drehst Dich im Schlaf zu ihrer Seite, legst Deinen Arm über sie, drehst sie zu Dir um, bettest ihren Kopf an Deine Schulter und murmelst im Halbschlaf: "Gut, dass du endlich da bist."

Es ist sehr friedvoll in Deinen Armen, sie ist ebenfalls weit gereist und schläft schnell ein.Sie träumt, dass Du ihr weißes Leinennachthemd - sie hat das von der Großmutter eingepackt, das schien ihr der Tradition des Hauses irgendwie angemessen -ein weniges nach oben schiebst- was dann geschieht, verweist sie sofort in den Bereich der Träume, denn wäre sie wach gewesen, hätte sie sich anstandshalber noch ein bischen gewehrt und geziert, so aber lässt sie alles geschehen, sie muss sich allerdings sehr bemühen, ihren Atem künstlich ruhig zu halten und das tiefe, lustvolle Stöhnen zu unterdrücken. Es gelingt, weil sie es so spannend findet, was Du mit ihr tust, schamlos, geil ,voller brutaler Zärtlichkeit und auch sanft manchmal .Als sie Deinen heißen Samen spürt, tut sie, als erwache sie gerade und sagt: "Du glaubst gar nicht , wie schön ich geträumt habe."

Träum Du auch schön und hab morgen einen fröhlichen Tag!

Ich umarme Dich lieb und fest

Bella- Nachtfrau

Sie: Also, d i e s e Achill- SMS von eben, die kommt ganz bestimmt in kein Buch, Sue ist zwar nicht nur meine Agentin, sondern schon irgendwie eine gute Freundin, aber das, was er mir gerade simste, teile ich mit niemandem. Ganz und gar gespielt k a n n es nicht sein. Ob er das den anderen Frauen genau mit den gleichen Wörtern gesagt hat?

Betreff: Danach

Hi, Mannsbild ,

Du machst mich fix und fertig- schon am hellerlichten Tage! Kaum hab ich mich von der süßen Schwere aller Glieder nach unserem gestrigen Sex- Spiel erholt, bringst Du mich mit Deinen SMS in einen kaum mehr beschreibbaren Zustand: So süß, so alles nach einem Punkt hindrängend, so stark, dass ich mich sehr konzentrieren muss, um das Blut auch mal wieder woanders hinzulenken, beispielsweise zum Kopf, weil ich ja nicht den ganzen Tag auf der Chaise liegen kann ,um mich den zarten und wilden Fantasien auszuliefern, sondern weil ich ab und zu auch ein bisschen arbeiten muss.

Was ist es nur, das mich derart bereit zur Kapitulation macht, dazu, wie ein Mantra immerfort beschwörend zu sagen: Hier bin ich, Du bist mir zugetan, nimm mich. Jetzt, heute Nacht, und zu jeder anderen Zeit.

Ich spüre Dich, liebster Fremder, so stark in mir, als wären wir intimste Gefährten, einem seit je beschlossenen Plan folgend. Wie machst Du das? Wie ich es mache ( und bisher dachte, es wäre alles, das möglich ist), ist mir klar, aber eine so unglaubliche hin- und herschwingende Resonanz habe ich vor DIR kaum erlebt. Dabei dachte ich, dass ich viel wüsste über Liebe machen und das alles. Jetzt stelle ich gerade fest, dass durch Dich eine sehr wehrlose Verunsicherung in mir erzeugt wird, die Amplitude möglicher Erregung so hoch ausschlägt, dass die Skala des Messbaren fast nicht ausreicht.-

Tag 6

SMS von A. an B.

Huhu.Duhu!

Guten Morgen. Sitze auf der Fähre ganz oben, denke an Dich und an gestern und genieße den weiten Blick auf die Halligen. Wäre so schön, wenn ich Dir eines Tages „meine“ Insel zeigen könnte….Knutsch dich…überall, wo Du magst...A.

Betreff: Nacht am Meer- die dritte Geschichte

Na, Klaas, auch schon da? Die Nachtfrau ist Dir zuvorgekommen. Da sie keine Fähre braucht, hab ich sie mit ihrer Geschichte an den Strand geschickt, um Dich zu empfangen:

Die Nachtfrau breitet eine Decke im Schutz der Düne aus. Wie Solveig auf Per Gynt, so wartet sie, heiß, dem Mann sich entgegen- öffnend auf den, der versprach zu kommen: irgendwann. In ihrem Innern weiß sie genau, wann das ist: irgendwann. Sie weiß, es ist heute, wenn nur noch das Mondlicht die schläfrigen Kräuselwellen glitzern lässt wie geschmolzenes Silber.

Die Traumfähre gleitet geräuschlos über das Wasser, ihr Bug gleitet scharrend auf den Sand. Er springt steuerbords ins Wasser, ist splitternackt, mit den Füßen noch im Wasser, sagt er nur: Komm.

Dieses Wort ist wie der Sog von Wellen, sie muss ihm folgen.Er streckt die Hand nach ihr aus , allein diese Geste macht, dass ihr die Knie nachgeben, sie sinkt in den feuchten Sand, kleine Brecher bemächtigen sich ihrer Haare, ihres weich fließenden Gewands ,er fasst ihre Hand und zieht sie tiefer ins Wasser, bis es ihr knapp unter die Hüfte reicht .-Spür den Rhythmus der Brandung, sagt er,- gib dich ihr hin. Schau mich an, ich befehle es.

Das Mondlicht lässt sie die Magie seines Blicks gerade noch erkennen. Sie möchte die Augen schließen und nur noch eines: ihn spüren. -Sieh mich an!! Sein Ton wird rauer vor Begehren. Seine Männlichkeit steilt sich ihr entgegen.- Knie dich hin, Nachtfrau! Das salzige Wasser umspielt ihren Hals, ihr Kinn. Hart stößt er ihr sein Glied zwischen die Lippen, ab und zu schluckt sie etwas Salzwasser, aber sie achtet darauf nicht, denn sein Liebes- Trank ergießt sich heiß in ihren Mund.Er zieht sie zu sich hoch, küsst ihr den Rest seines Ergusses von Lippen und Zunge und sagt:- So, Liebe, und nun zu dir! Du darfst Dir etwas wünschen. Was soll ich mit dir tun?

(Fortsetzung folgt – smile)

Gute Nacht. Schlaf schön, wenn möglich, falls Du das noch vor dem Einschlafen liest! Wenn nicht, dann musst Du morgen sehen, was Du draus machst!

Ich jedenfalls küsse Dich heiß und gehe jetzt allein und sehnsuchtsvoll schlafen.

Bella

Betreff:Wo waren wir stehen geblieben?

Guten Abend lieber Seefahrer,

für meine Verhältnisse ( hab zur Zeit nur eines, ein mail- fone –tele- pathisches, sehr intensives) ist es noch sehr früh, aber die selbsterzwungene Abstinenz macht mich ganz hibbelig vor Vorfreude( keine Angst, ich stottere nicht, aber mir fiel für Vorfreude kein Synonym ein, das das doppelte "Vor" hätte vermeiden lassen), also fang ich schon immer mal an, spät wirds von alleine, wenn ich mich erst mal wieder richtig in Deine Welt, in unsere Zärtlichkeits- Begehrens- Erfüllungs- Sehnsuchtswelt hineingeschrieben habe.

Ich bin aufgeregt wie ein Kind an der Tür zum Weihnachtszimmer, weil ich Dir gleich begegnen darf. Zeit- und raumversetzt zwar, aber mindestens genau so voll ganz naher Nähe, als wärest Du neben mir.

Heute früh, das war so wahnsinnig, hab ich selten (oder vielleicht noch nie so komplett) erlebt.

Ich hatte so gegen sieben Uhr die Kaffeemaschine angeworfen, damit die Thermoskanne dann voll ist, wenn ich aufstehe, und mich noch mal ins warme Bett gekuschelt, um ein bisschen an Dich zu denken. Da bin ich eingeschlafen und habe geträumt. Du saßest auf einem hölzernen Stuhl, hattest außer einem weißen Shirt nichts an, ich saß , Dir zugewandt, auf Deinem Schoß, Du in mir, und wir sahen uns an und bewegten uns sehr langsam, in ganz kurzer Zeit hatte ich einen ganz starken Orgasmus, zugleich mit Dir, Du stöhntest leise mit animalisch- tiefer Stimme , und ich weiß nicht, wie kurze oder lange Zeit danach ich aufgewacht bin, wusste erst gar nicht , ob es Traum oder Wachtraum war, fand dann aber heraus, dass ich das wirklich geträumt hatte. So schön. So lieb. So heiß. So nah.Völlig wirklich. Schon der Gedanke daran macht, dass mir wieder ganz heiß wird.

(Fortsetzung , wie versprochen):die vierte Geschichte

Die Nachtfrau also war gestern am Ufer dem Gott Achilles ganz weich und weit geöffnet zu Willen, diese völlige Hingabe machte ihn, nachdem er sich in ihr verströmt hatte, zärtlich und er hatte das Bedürfnis , sie zu beschützen wie ein Kind.

In der Traumfähre war ein Lager bereitet aus weichem Fell, er bettete sie darauf und deckte sie mit seinem Körper zu. er griff nach ihren Handgelenken , führte sie über ihren Kopf und hielt sie dort fest, so dass sie ihn weder umfassen noch streicheln konnte.Aber sie hatte doch noch ihre Beine, ihren Mund...Ihr rechtes Bein legte sie über seinen Rücken, und als er den Rücken leicht wölbte, damit sein Glied ohne Zuhilfenahme der Hände ( denn die seinigen waren ja damit beschäftigt, sie festzuhalten) den Weg in das Zentrum seiner und ihrer Lust finden konnte, versuchte sie mit ihrer Ferse seinen Anus zu finden und mit festem und wieder nachlassendem Druck zu liebkosen. Er ließ ihre Hände los, warf sich herum auf den Rücken, sie über ihm, seine Beine über ihren Schultern,sie hielt mit den Händen seine Oberschenkel in dieser Position fest, leckte der Reihe nach mit Lippen, Zunge und Kinn alles, wovon sie überzeugt war, dass sie das gerade jetzt, und gerade auf diese Art lecken müsste.

Dass er so wehrlos war in diesem Moment, machte ihm noch größere Lust, er ließ sie gewähren, hielt die aufsteigende Geilheit absichtvoll noch zurück und sagte :-jetzt bist du dran.

Er befreite sich von ihren Händen, legte sie sanft auf den Rücken und tat ihr, was sie auf andere Weise gerade noch an ihm getan hatte.Er spreizte ihre Schamlippen, sah das Rosa der feuchten Grotte, schickte seine Zunge langsam und genussvoll auf Wanderschaft, fühlte, wie die Frau sich seinem Saugen und Lecken entgegendrückte, wie ihre Lust sie prall und heiß machte , ihre Klitoris sich vergrößerte und ganz hart wurde.Ihr Liebessaft schmeckte salzig und süß und erregte ihn auf kaum noch erträgliche Art.

Dann drang er Millimeter für Millimeter ganz langsam ein in ihren nassen, heißen Schoß. -Fick mich, stoß zu, sagte sie mit tiefer Stimme, die in ihm eine erregende Resonanz hervorrief.

- Noch nicht, lieg still, spür mich, wie ich ganz in Dir bin, wie ich Deine süße Möse von innen ganz ausfülle und liebe.

-Ich halts nicht mehr aus, ich will jetzt—

-Lieg still! Er führte einen Finger zu ihrer Rosette, mit Speichel benetzt, ließ er ihn langsam kreisen. Erspürte, wie ihr Körper zu vibrieren begann, wie ihr Atem schneller wurde, wie sie sich den Bewegungen seines Fingers anpasste und öffnete, er zog seinen Schwanz aus ihrer heißen, fast überfließenden Höhle , und stieß ihn langsam dorthinein, wo gerade noch sein Finger gekreist hatte.

-Komm, ich halts nicht mehr aus!

-Jaaa, Liebe, jetzt ist es an derZeit!

Und sie ließen ihre Körper und ihre Seelen ineinanderfließen...

Küsse von

Bella –Meermaid

Sie: Kitsch as Kitsch can- ob ers schluckt? Der fokussiert meine Gedanken so, dass ein simples Wort wie „Schlucken“ schon zwei- bis dreideutig scheint. Ich wüsste gar zu gern, wie er aussieht, wenn er das liest .Mir geht es gerade nicht so ganz gut, ich kann mich meinen eigenen Fantasien kaum entziehen, ist das Sehnsucht?Vielleicht sollte ich mich mal mit einem erreichbaren Mann verabreden, sonst fange ich mich noch in meinen eigenen Netzen. Aber so, wie ich mich schon an Achill festgeschrieben habe, wäre vermutlich jeder „greifbare“ Mann kalter Kaffee.

Vielleicht sollte ich lieber ein Kochbuch schreiben?

Tag 7

SMS von A. an B.

Sitze im Strandkorb auf der Caféterrasse, stelle mir vor, dass Du bei mir bist, ich zart Dein Ohr knabbere und meine Hand Deinen runden Po (unter der Hose) streichelt. A.

Betreff: auf fremden Balkonen…

Lieberlieber Achill, bevor Du weiterliest, hör Dir doch mal bitte auf Youtube "Liebeslied" von Konstantin Wecker an, es ist alt , aber gehört für mich immer noch zu meinen Lebensliedern, es beginnt mit " Ich möchte mit dir..."

Was alles ich neben Balkonen und Pferden mit Dir möchte, weißt Du in groben Umrissen. Aber da ist noch so viel mehr, und es macht mir Freude und Lust, in allen -auch den geheimsten- Ecken meiner Phantasie herumzuspazieren, und immer wieder neue Entdeckungen zu machen, die ich mit Dir, meinem zur Zeit liebsten Spielkameraden, unbedingt teilen möchte.

Es sind eben zum Glück nicht nur sexuelle Grenzgänge, für mich ist da viel mehr, es geht durch den ganzen Menschen, die ganze Frau, UND ES IST SCHÖN.

Ich danke Dir, dass Du so bist, wie Du bist, und mich neben dem Körper in tiefster Seele betriffst.

(bei dem dämlichen Wort Betreff in der Adresszeile habe ich immer Lust, Bett-Treff zu schreiben, natürlich nur an Dich, es wäre seltsam, wenn ich versehentlich meinen Auftraggebern so etwas schriebe).

Hast Du eigentlich zu Hause regelmäßige Bett- Treffs mit einer " festen Dame"? Musst Du nicht unbedingt beantworten, könnte mich aber schon interessieren, neugierig, wie Weiber nun mal sind.

Ich hab derzeit außer einem elektronischen, mich auf gottseidank nicht absehbare Zeit sehr elektrisierenden "festen Herrn" aus D. keinen, der mit Dir teilen müsste, hatte überhaupt, obwohl kein Kind von Traurigkeit, lange monogame Strecken. In den "Zwischenräumen ", natürlich zeitlichen...nicht, was Du schon wieder denkst!- hatte ich die Männer auch immer schön einen n a c h dem anderen, vielleicht hatten auch sie mich, aber irgendwie läppert sich das im Laufe der vielen Jahre doch ein bisschen zusammen.

Die Nachtfrau bittet Dich, doch nachher vielleicht mal den Sternenhimmel anzuschauen, sie wird es zeitgleich mit Dir tun, nachdem Eros immer noch auf seiner fernen Insel weilt und sie voll Sehnsucht und Begehren ist. Da hilft auch nicht, wenn sie nachher unter der Dusche den heiße Wasserstrahl dorthin richtet, wo sonst nur ER hin darf, denn kurz vor dem Höhepunkt ist er nicht da, um sie aufzufangen, sacht abzutrocknen und sie mit seinem gefährlich glatten heißen Schwanz diesmal sanft und zärtlich in den Schlaf zu vögeln. Rufst Du noch auf Festnetz an? Ich warte…

Bella

Er: Sie bringt mich ganz schön auf Touren.Temporär zumindest.Ob sie wirklich so ein Luder ist, wie sie vorgibt? Ich muss nur acht geben, dass sie nicht viel erwartet. Das Spiel verliert sonst zu schnell seinen Reiz- aber im Dosieren war ich immer ganz gut. Gebe nun ein bisschen mehr Gas, mal schaun, wie sie reagiert.

SMS von A. an B.

Hallo, Du, kleine Pause ist angesagt bei unserem Meeting, habe eben die Mail der Nachtfrau eingesaugt, konnte mir unser lustvolles Miteinander,Übereinander und hemmungslos geiles Ineinander sehr lebhaft vorstellen, küsse, kose, streichle Dich lecke, lutsche, ficke Deine schöne nasse große F4punkt, bis die Säfte sprudeln…

Betreff: Immer noch meer und meer…die vierte Geschichte

Kalispera, Achilles!

Neue Geschichte gefällig? Ist eigentlich die Fortsetzung der Fortsetzung…

Die Nachtfrau liegt auf dem Lager aus Pelzen im Boot, die noch nach der vergangenen Nacht und nach Liebe duften. Sie streicht mit der Hand über das weiche Fell, vergräbt ihr Gesicht an der Stelle, wo ungefähr sich die Körpermitte ihres Geliebten befunden hat. Tief atmet sie ein, der Geruch nach Mann, nach Tier vermischen sich, ihr Puls schlägt schneller, wenn sie daran denkt, was sie gestern miteinander taten, was sie einander sagten: Liebeswörter, Fickwörter, Spielarten der Sprache , der tiefsten Vereinigung, Stöhnen, Schreien , heiseres Begehren,Atemlosigkeit, Seufzer tiefster Innigkeit, Schweigen, als vor der Macht der Gefühle alle Wörter bedeutungslos wurden.

Komm! Komm!!! -

Sie wollte geduldig sein, ihr Liebesgott weilte beim Gastmahl mit Gefährten früherer Tage, doch Geduld übt sich schwer, wenn die Lust noch so neu, das Verlangen so tief ist -

Bevor er sich zum Gehen wandte, hatte er noch gefragt:

-was für ein Pfand soll ich bei dir lassen, dass die Stunden der Trennung nicht zu lang erscheinen?

-Kennten wir uns länger, hättest du einen Bildhauer bestellen können, um eine Nachbildung deines Phallus aus feinstem Carrara- Marmor fertigen zu lassen -so aber...

-Mach die Beine breit, Liebe, ich will noch eimal meine Hand in dich eintauchen. Waschen werde ich sie nicht, und so werde ich dich beim Gastmahl immer bei mir haben, und wenn ich unter der Tunika meinen Schwanz fühle, wird Dein Duft ihn von Dir grüßen…

-Und ich?

-Komm schnell: nimm mich in den Mund - aber wehe, du schluckst! Gib die kleine Amphore dort, sie ist verziert mit den köstlichsten Beischlaf-Abbildungen. Wenn ich soweit bin, werde ich meinen Liebessaft da hinein spritzen, und dann hast du, o Liebste, Spielzeug, bis ich wiederkomme, kannst daran schnuppern, nippen, es dir auf die Brüste, zwischen die Schamlippen streichen, oder es als eine Schönheitsmaske für dein Gesicht verwenden. Forme deine Lippen zu einer Rosette, du weißt, woran ich dabei denke, und nun öffne sie, aber nicht zu weit, ich reibe mich an deinen geilen, vollen Lippen, schiebe erst die Eichel, dann das ganze Glied in dich hinein, lass deine zärtlichen Finger mithelfen, sie sollen den ganzen Schaft umfassen , drücken, liebkosen, du darfst ruhig saugen, öffne die Augen und sieh mir zu!

Sie krallte sich an seinen Pobacken fest, versetzte ihm leichte, feste Schläge, fasste seine schmalen Hüften, um Tiefe und Tempo seiner Stöße mitzubestimmen. Jetzt setzte er seinen eigenen Rhythmus gegen sie durch, wurde schneller , härter, tiefer - jetzt das Gefäß, halt es fest zwischen deinen Schenkeln , -für dich, alles für dich , liebste Nachtfrau.... vorsichtig zog er das Glied aus dem Gefäß, ließ sie die letzten Tropfen ablecken und verschwand, als hätte das Nachtdunkel ihn verschluckt.

Längst hatte sie das kostbare Nass als Lipgloss verwandt, es mit Zimt und Honig vermischt, die Brustwarzen und die Klit damit eingestrichen , den kleinen Rest hütete sie sorgsam, die Zeit verging ihr gar zu langsam...

Kleine, schläfrige Wellen plätscherten an die Bootswand, das Schaukeln machte sie müde...

Sehr spät kehrte Achilles zurück, fand die Nachtfrau in tiefem Schlaf, die Amphore in der Hand, duftend nach Honig und Zimt und etwas, das ihm auf fremde Art vertraut vorkam. Vorsichtig nahm er ihr das Gefäß aus der Hand, schmiegte sich an ihren Rücken und nahm die Schlafende von hinten.

-O, bist du es, griechischer Held?

- Wer sonst?

- Nur du, immer nur du, ich hab sooo schön geträumt! Kalinichta, Liebster!

Und nun wieder auf Deutsch: Gute Nacht, Meetingteilnehmer! Jetzt werde ich - leider ohne Amphore und das vorangegangene Vergnügen- warten, ob Du mich heut noch besuchst und aus dem Traumland zu Dir holst. Ich wünsche es mir sehr.

LaBelle

Er: Na, wer sagts denn? Klappt doch. Sie läuft langsam heiß. Jetzt werde ich mal auf stumm schalten, bin einigermaßen gespannt, wie sie das aufnimmt und verarbeitet.

Tag 8

SMS von B an A

Jetzt, mein Lieber, mach ich mir aber doch ein bisschen Sorgen um Dich. Geht es Dir gut? Versackt sein kannst Du ja zum Glück nirgends, weil Alkohol kein Thema ist, und nach der sehr nahen Nähe der letzten Tage und Nächte, nach unserer fröhlichen Flachserei bei meiner Abfahrt zum Geburtstag, ist dieser Nachrichten- Interruptus doch ein wenig beunruhigend.

Sind plötzlich wilde Meerweiber aufgetaucht und haben Dich mit Sirenengesängen ins Wasser gelockt?

Gnade denen Gott, sie werden von mir mit Essig blau gemacht und dann mit Wurzelwerk und Lorbeerblatt gargekocht und auf einem Silbertablett serviert!!!

Kennst Du den?

Fangen zwei englische Fischer eine Nixe, der eine schaut sie sich gründlich an und schmeißt sie zurück ins Meer. Fragt der andere: Why?

Antwortet der erste: Where?

Bitte gib mir nur Nachricht, ob alles ok ist.

Küsse

Isabell

Er: Sie soll nicht zu lange zappeln, irgendwie ist sie ja ganz süß in ihren aufgeheizten Fantasien. Früher vielleicht – früher wäre ich bestimmt schon zu ihr gefahren, hätte ergründen wollen, ob sie hält, was sie verbal verspricht. Aber so etwas endete damals gelegentlich in Beziehungs- Stress .Das muss ich nicht mehr haben.

SMS von A. an B.

Mach Dir keine Sorgen, war ein langer Tag, liebeliebe Belle de la nuit, bin eben ins Bett geplumpst und mach mich gleich auf in die Traumgalaxien, vielleicht kommt Dein Lufti- Kuss- Schiff noch mal vorbei. Brauche aber keinen Regenschirm. Genieße lieber die Küsse, die zu mir herabschweben. Kussi A.

Betreff: Festkörperphysik

Liebster Achill,

Der Geburtstag war schön und, da er in im Garten um die alteVilla meiner Freunde stattfand, auch recht kühl, hier sind gerade 9 Grad Celsius.

Heute soll die Nachtfrau im warmen Kuschelbettchen bleiben, sie hat arg kalt und muss dringend von Dir, und nur von Dir, gewärmt werden.Fang bitte an den Füßen an, knete, reibe sie, bis sie warm sind.

Dann gib ihr einen ganz heißen Kakao mit Zimt und Schlagsahne, einen Rest der Sahne heb bitte auf, die Nachtfrau war ja noch nie egoistisch, Du sollst auch etwas davon abhaben, und zwar aus einem ganz besonderen Gefäß. Magst Du?

Ich glaub, wenn Du die süße Sahne da herausschleckst, denkt die Nachtfrau nicht mehr, dass ihr kalt ist, sie denkt nur noch: Du schöner, lieber. geiler Mann, Du Nimmersatt, Du liebgehabter Lieb- Haber, Schlagsahne ist alle, dann wärme mich jetzt ganz von innen (durch Reibung ensteht ja bekanntlich Wärme- das ist Physik, das kann man nicht erklären...)

Und dann kann sie gar nichts mehr denken, nur Dich. Und fühlen und sich ganz in Dir auflösen. Jetzt hast Du sie heiß gemacht. Und das ist gut so!

Ich küsse Dich und warte....

B.

SMS vonA an B

Liege im Bettchen und bin mit seehr begehrlichen Gedanken bei Dir, sehe Dich nackt, fühle Deine Lippen, Deine Zunge, lecke die Lustlippen und berühre Dich…

Tag 9

Betreff: Flying Dutchman

Frierst Du auch, lieber Inselbewohner? Als echter Fliegender Holländer, der schon seit Ewigkeiten rast- und ruhelos auf den Weltmeeren umherirrt, bist Du gewiss Wind und Wetter gewohnt, und es macht Dir Spaß, tosenden Stürmen und meterhohen Wellen zu trotzen. Erlöst aber,- erinner die Geschichte, Lieber, -kannst Du nur durch die reine Liebe eines Weibes werden.

Na, wolln mal sehen, was man da heute nacht für Dich tun kann:

Holländer- Variationen (nicht von Wagner)- die fünfte Geschichte

Die Nachtfrau hat im Schlafgemach ( das Haus aus Holzbohlen, reetgedeckt, gehört dem Seefahrer Daland, es hat rauchgeschwärzte Balken an der niederen Decke, im gemauerten Ofen brennt ein Torf- Feuer) auf der breiten Bettstatt schafwollene Decken ausgebreitet. Senta, Dalands Tochter, hat sie gesponnen und gewebt. Sie kratzen auf der nackten Haut, doch sie geben warm.

ER tritt ein, polternden Schritts, triefnass von Regen und Gischt, wirft das Ölzeug ab, und die Nachtfrau hilft ihm, sich des grobleinenen Unterzeugs zu entledigen. Das Bindeband seiner Unterhose hat sich verknotet. Warte, sagt die Nachtfrau, ich kann derlei Knoten mit den Zähnen lösen. Sie kniet vor ihm und versucht, eine Seite des Knotens mit den Zähnen zu fassen. Dabei öffnet sich der Schlitz, der durch übereinanderliegende Stoffbahnen der Hose gebildet wird. Er spürt ihre heißen Lippen auf seinem nackten Bauch. Wie sie da so vor ihm kniet, unschuldig und um den Knoten bemüht, erfasst ihn ein mit Innigkeit gepaartes Verlangen, er greift von oben mit beiden Händen in ihr gelöstes Haar und führt ihren Kopf zu der Stelle, wo er am meisten Mann ist.-Lieber, ich muss doch erst den Knoten...Er greift den Finndolch aus der Wetterjacke und schneidet das Band neben dem Knoten entschlossen durch.-Was für ein Knoten? Ein gordischer? , fragst er scheinheilig harmlos.- Die beißt man nicht auf, die haut man einfach durch! Könntest Du jetzt bitte, bitte zur Sache kommen?

Die Nachtfrau geht auf seinen Ton ein:- Welche Sache, ach, D I E Sache, verzeih, Lieber, ich vergaß...

Sie erhebt sich rasch und geschmeidig, eilt zum Herd: - sieh hier, Dein Tee, gewürzt mit Wildkräutern, gesüßt mit Honig, er ist gerade recht zum Trinken, Nicht kalt, nicht heiß...

-Heiß? Soll ich Dir zeigen, was heiß ist? Die leinene Hose war längst über seine schmalen Hüften zu Boden geglitten.Mit zwei großen Schritten war er hinter ihr, beugte ihren Oberkörper über den glattgehobelten Eichentisch, hob ihr den gewebten Rock wie auch die bauschigen weißen Unterröcke hinterrücks in die Höhe und bedeckte damit ihre Schultern und ihren Kopf.

-Ich seh nichts!

-Musst du jetzt auch nicht. Mir genügt, wenn Du fühlst! .Langsam, zart und entschlossen spreizte er ihre Pobacken auseinander, kniete hinter ihr und leckte sanft und fest die Ritze zwischen den beiden fleischigen Halbkugeln. Er näherte seine Zunge der Rosette, die aussah, als ob ein kleines Mädchen einen spitzen Kussmund macht.

- Das kitzelt, stieß sie, schon leicht atemlos, hervor.

-Gut, dann mach ich fester. Seine Zunge fand Verstärkung durch seine Daumenspitze, die er leicht in ihr kreisen ließ…Sie stöhnte lustvoll.

.-Jaa, Liebste. Willst du mehr?

-Ich weiß nicht

.Er erhob sich, sein Schwanz war prall, die Eichel vor Erregung dunkel und nass. Er stieß sie abwechselnd in beide Körperöffnungen, die sich ihm so verlockend darboten. - Ich kann mich nicht entscheiden, Frau, wo soll ich bleiben?

- In beiden, mal da, mal da, und wenn du vielleicht die Klit auch mal...Ich denke, du hättest noch eine Hand frei- oder?

-Heute bist aber du nimmersatt, Weibsbild, geiles, liebstes, du!

- Ist dir noch kalt?

-Heißer gehts kaum.

-Und wenn doch? Sie ließ ihr Becken kreisen, er stieß sie kräftiger, bis er mit einem tief aus der Kehle aufsteigenden Schrei über ihrem Rücken zusammensank.

-Noch eine Minute, dann komm ich auch!

-Kann nicht mehr, Weibsbild, Schönes,- gab Dir alles...

- Gut, du wolltest es nicht anders! Sie nahm den Finndolch ind führte den glatten Ledergriff in ihre Möse.

-Halt ihn so, wie er jetzt ist. Gebannt hielt er des Messers Schneide fest und sah zu, wie sie sich mit den Hüften kreisend dem Höhepunkt zu bewegte.Er warf den Dolch leicht gekränkt in den entferntesten Zimmerwinkel, nahm alle Kraft zusammen, umschloss ihre ganze feuchte Möse mit Lippen und Zähnen . Als sie erlöst schrie, ließ er von ihr ab. Ein Lächeln spielte um seine Lippen.

So, dem Seefahrer ist auch ohne Tee warm, und Dir wird hoffentlich gleich ganz heiß!

Die Nachtfrau grüßt den Seewolf!

Tag 10

SMS von B. an A.

Liebster Seewolf,

Nachtfrau kann heut erst ziemlich spät kommen, denn Bella hat ab 20 Uhr offizielle Verpflichtungen .Ich meld mich in jedem Falle noch, SMS kann ich jederzeit empfangen (schon wieder ein verfängliches Wort!) Ich nehme an, dass Du nach dem heutigen Tag platt, nicht sprichst, sondern bist und deshalb zeitig in die Heia fällst.

Schick mir bitte vorher einen Gutenachtkuss, ich bin süchtig nach Deinen Küssen! Ich schreib Dir nachts in jedem Fall noch, die mail ist auch morgen früh noch sündig genug, vermute ich ( weiß ja noch nicht, was ich heut schreibe!), aber ein Zeichen, dass Du gut in Deinem Bett gelandet bist ,wäre so schön, wenn ich schon auf die erotischste aller Männer-Stimmen für heute verzichten muss. Ich bin bei Dir

B.

Er: Nicht mal böser Wille ist es, wenn ich ihr jetzt nicht antworte. Liege matt und platt mit einem fetten Infekt im Bett und verstehe nicht, wie einem einzelnen Menschen derart schlecht sein kann. Ich brauche jetzt keine Nachtfrau, sondern eine Nachtschwester. Am besten mit einer Narkosespritze, die mich erst aufwachen lässt, wenn der Spuk vorbei ist.

Betreff: Schon- Kost

Liebster kranker Mann ,

gern möchte ich Dir Tee kochen, Dich ins Bett stecken und mit einem kühlen Frotteetuch Gesicht und Hände abwaschen, durchgeschwitzte Wäsche wechseln, Zimmer lüften, Licht bissl dimmen, Dir ganz leicht über die Stirn streicheln, mich mit einem Buch in die andere Ecke des Zimmers setzen und ganz still Deinen Schlaf bewachen.

.

Morgen wird es bestimmt schon wieder besser sein.Wünsche ich Dir jedenfalls von Herzen.

Ich denke ganz lieb an Dich.Und einer der Merseburger Zaubersprüche soll Dich ganz schnell heile machen, lieber lieber Achill. Ich bin so voll Zärtlichkeit für Dich und es ist das erste Mal, dass die räumliche Entfernung zwischen uns mich traurig macht.

Also: Der zweite Merseburger Zauberspruch (ist eigentlich für die Heilung eines Pferdes gedacht, denke ich mich zu erinnern, aber vielleicht hilfts Dir auch, denn Du weißt: Ich hab schon Pferde kotzen sehn, und das vor Apotheken!)

Phôl ende Wuodan fuorun zi Holza.

Du wart demo balderis folon sîn fuoz birenket

Thu biguol en Wuodan, sô hê wola conda

sôse bênrenki, sôse bluodrenki, sôse lidirenki:

bên zi bêna

bluod zi bluoda

lid zi geliden,

sôse gelîmida sîn.

Ich küss Deine Stirn, Deine schönen Hände, schlaf Dich gesund, Lieber!

Isabell

SMS von A. an B.

Hat geholfen, mir geht es noch nicht gut, aber besser ( wobei schon seltsam ist, das besser weniger gut ist als gut!)

Betreff: Zauber hat gewirkt

Lieber liebster Achill,

danke für Deinen mittäglichen Zwischen- Stand (oder besser: Lage-) - Bericht. Bin beruhigt, dass alles sich normalisiert.

Ich will, da Du ja nun ein Rekonvaleszent bist, ganz sanft mit Dir umgehen und nur Sachen schreiben, die Dich im Höchstfalle mäßig erregen. Was ich mir dabei für Gedanken- Bilder male, bleibt heut mal mein Geheimnis (smile).

Schön, dass der Merseburger Zauberspruch so schnell geholfen hat. Wäre auch so wieder in Ordnung gekommen, aber was zählt, ist der Glaube.

Heute hab ich den ersten Kuckuck gehört. Im dörflichen Brauchtum meiner mutterseitigen Großeltern bedeutete das: nun darf man die Räucherwurst oder den Speck vom vergangenen Herbst anschneiden, und ganz wichtig ist, dass man schnell ins Portemonnaie spuckt, damit das Geld nicht ausgeht. Ich hatte gerade nur einen € in der Jackentasche, ich hab den angespuckt, obs geholfen hat, weiß ich nächstes Jahr.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich hab mal vorsichtig darüber nachgedacht, was alles in.K. schön anzugucken wäre,

wenn Du mich besuchen kämest (außer mir natürlich, obwohl ich gar nicht weiß, wo Du mich dann suchen müsstest, wenn ich vor Begeisterung "außer mir" wäre).Ist es Dir wirklich ernst mit einer Begegnung?

. So, liebster Sehnsuchts- Mann, für heute sei' s das, vielleicht krieg ich ja noch angerufen oder gesimst, ich verspreche auch, Wörter und Töne und Untertexte und Stimmlagen und Pausen ganz doll im Zaum zu halten. Erst mal aber küss ich Dich auf jede Weise, die Du heute ertragen kannst. Du bist der Bestimmer! Ausnahmsweise. Weil Du krank bist!

Die Nachtfrau (heute mit Keuschheitsgürtel)

Sie: O Gott, was sag ich denn da! Begegnung? Dann flieg ich doch auf! So sensibel ist er gewiss, dass er merkt, was echt ist, was gespielt, Und ich kann ihm doch nicht erklären, dass er nur die Gussform ist für ein Buch.Oder vielleicht doch? Jedenfalls nicht jetzt.Und vielleicht stecke ich schon tiefer in der Geschichte als gut ist…

SMS von A. an B

Huhuu, Liebe Du, stelle mir vor, wie meine Hände auf Wanderschaft gehen… Schön geiliges Gefühl…Knutschküssekoselecke Dich…

Er: Den Gefühlskram sollte ich auf ein vernünftiges Maß reduzieren, sonst kommt sie doch noch auf dumme Gedanken. Eigentlich finde ich sie – auf Distanz- anziehend, aber zu nahe lass ich kaum jemanden an mich heran, bin emotional ausgebucht- vielleicht auch lieben Gewohnheiten zu stark verhaftet. Also: Rückwärtsgang, und keine Sentimentalitäten. Erotikschiene muss reichen.

Tag 11

Betreff:einfach nur- Mann

Guten Abend, liebster nun- erst- mal- nicht- meer- Seewolf, nicht meer griechischer Gott, aber immer noch der Mann, der mich sehnsuchtsvoll und weich, wild und orgiastisch, geschwisterlich und heiß bis kurz vor dem Dahin- Schmelzpunkt macht!

Lange Anrede, kurzer Sinn: Mann, wie machst Du das bloß mit mir?!

Ich muss nur Deine Stimme hören, den Sinn und den Untertext Deiner Wörter erfassen, und schon breiten sich in mir Gefühle aus, die ich mir eigentlich nicht mehr erlauben wollte, die aber unglaublich intensiv sind und Widerstand zwecklos erscheinen lassen.

Ich will sehr nah bei Dir sein, zugleich habe ich Angst, dass bei einer realen Begegnung irgendetwas nicht dieser wunderbunten Gefühls- und Sinnenwelt entsprechen könnte, das meint aber eher äußere Umstände oder meine Unzulänglichkeiten, als dass irgendetwas an Dir mich stören könnte- für mich bin ich sicher, den ganzen Menschen in Dir zu meinen, zu wollen , nicht nur das, was Dein Mund, Deine Hände, Dein Schwanz, Deine Stimme, Deine zärtlichen und geilen Wörter mit mir anstellen.

Ich soll Dich nicht derartig idealisieren? Tja, mach was dagegen, falls Du kannst!

Wenn ich in Deiner Nähe wäre, weiß ich über mich, dass das im Auto, in einem Hotelbett, im Theater, einem Café, im Wald sein könnte - egal wo, wie: es wäre immer nur - DU!

Aber noch kann ich nicht wissen, ob Du nicht Wert auf Details legst, die in Deiner Vorstellung anders waren, ich habe keinen prinzlichen Landsitz, sondern ein Hexenhäuschen mit Tieren, die in alle Zimmer dürfen.

Und zu mir selbst bin ich immer ziemlich kritisch. Ich weiß , dass ich mit meinen Augen Deine Seele aufsaugen, dass ich Dir im Bett alle Lust bereiten mag, die Du ertragen kannst, dass ich Dich um den Verstand reden, raunen, flüstern, schreien kann, aber ein Model für Dich, den Augenmenschen, - das bin ich nicht. Bisher war mir das egal, aber gerade für Dich möchte ich die Allerschönste sein.

Ich hoffe, Du kannst mich so sehen, wie der Liebe Gott mich gemeint hat.

Es ist, wie es ist.

Hätten wir uns vor 30 Jahren getroffen, wäre ich vielleicht die Vorzeigefrau gewesen, die man(n) sich als Nerz um den Hals hängt, damit die anderen Kerle platzen vor Neid. Diese Rolle wollte ich damals auch schon nicht. Andererseits hätte ich damals nicht gewusst, was ich heute über Männer und Frauen weiß, und da tätst Du dann bestimmt was verpasst haben(smile).

Nu aber mal wieder auf den Teppich: Ich habe weder ein Holzbein noch Perücke und falsche Zähne, nimm mich mal so, wie ich bin, vor allem aber: Nimm mich so sehr es geht:

In den Arm, auf Deine Insel zu Besuch, in Deine Bilderwelten mit hinein, zum gemeinsamen Fisch- Essen, ab uns zu in ex- territoriale Betten, in unsere Nacht- Telefonate, in Gelegenheiten, sich gemeinsam an Schönem , Vortrefflichem zu erfreuen, in die fromme Schlichtheit eines Orgelspiels, in das Spazieren- Gucken beim Autofahren , in gute Gespräche "danach", wenn wenige Wörter langsam in die warme Dunkelheit tropfen, die noch nach Liebe riecht, ins Vorlesen einer Gedichtzeile.

Für Dich will ich alle Frauen sein, die Du Dir wünschst.

Ich möchte behutsam mit diesem Schatz umgehen, der nicht zwangsläufig an Raum und Zeit gebunden ist, aber uns erlaubt, dieses - Du in mir, ich in Dir - bei jeder Begegnung zu einem großen oder kleinen Fest zu machen: Liebe machen, Trost geben und nehmen, Ausruhen und sich angenommen Fühlen, und vor allem und immer wieder neu: Ineinander Versinken!

Die Nachtfrau küsst Dich

Er: Hab ich es nicht geahnt? Sie rückt näher! Eigentlich müsste sie doch Bescheid wissen über Fluchtdistanz und dergleichen. Hoffentlich fängt sie nicht auch noch an, über Liebe zu reden!

Sie: -Au, jetzt hab ich bestimmt zu viel geschwatzt. Aber die Zurückhaltung dieses Mannsbilds macht mich wahnsinnig. Pfeif auf das E Book, pfeif auf Sue: irgendwann will ich ihn sehen. Und anfassen. Und alles, was geht. Wenn was geht.

SMS von A an B

Darling, genieße die wundervolle Ruhe im Park, bin in Gedanken ganz bei Dir. Hast Du heut Zeit für ein kleines Nachtgewisper? Knutsch you! A.

Betreff: Bella – Nachtfrau – Who is Who?

Lieber!

Für unsere -zeitlichen- Verhältnisse ist es ja gerad noch heller Vormittag, und ich bin gespannt, ob die Nachtfrau bereit ist zu kommen ( zunächst nur im Sinne von "Erscheinen", dat andere krieje mer später, wie es in der Feuerzangenbowle heißt). Also werde ich sie locken. Aber womit? Hilf mir mal dabei! Vielleicht genügt es ja, wenn ich ihr Deine geilen SMS vorlese, ich hab sie alle noch auf dem Handy und bringe es nicht übers Herz, sie zu löschen.

Vielleicht geht es ihr beim Anhören so wie mir, wenn ich sie lese: mich erfasst eine unglaublich süße Schwäche, ein Ziehen, das sich vom Bauch zum Herzen und dann zum Kopf hin wellenförmig ausbreitet, und dann machen mir Deine Wörter eigene Bilder, besser gesagt, ganze Filme, und die sind mit Weichzeichner wie Newtons Fotos einerseits, andereseits von betörender Farbe und Intensität. Aber eines sind sie in keinem Fall: Jugendfrei.

Jetzt ist sie da, die Nachtfrau, und sie macht ein ganz neugieriges Gesicht, fragt:

-Was willst du mir vorlesen, Schwester?

- eigentlich geht es dich nix an. Es sind Gutenachtgeschichten für meinen liebsten Freund und seine Antworten an mich.

- Komme ich darin auch vor?

- Ich gebs nicht gern zu aber - ja. Du kommst vor.

- Und wie bin ich ?

- Eine Projektion aller Frauen, die ich sein möchte.

-Und er? Wie ist er?

-Wie alle Männer , die ich je haben wollte. Und doch ganz anders.

-Wie- anders?

-Wandelbar. Gott, Satyr, Kritiker, liebender Vater und Lover… manchmal auch ein bisschen unausstehlich: .ein Mensch eben

- Und ich? Du lässt mich das alles mitmachen?

- Nee, meine Liebe, du machst es dir zu einfach. Du entwickelst in den Bildern, in die ich dich hineinstecke, ein ganz heftiges Eigenleben.

-Muss ich doch! Du weißt: er ist ziemlich anspruchsvoll. Denk an Scheherezade! Wenn sie dem Sultan nicht allnächtlich mit einer Geschichte zu Willen ist, dann - Kopf ab.

- Zum Glück wohnen in mir noch so viele Geschichten, da reichen Scheherezades armselige 1001 nicht.Und kopflos bin ich ohnehin schon, wenn ich an ihn denke.

- Und wo soll ich ihn heute treffen?

-Heut war er ziemlich herrisch drauf, ich denk, er sollte zu Gast bei Harun al Raschid, dem Sultan.

Orientmärchen- die sexte Geschichte

Er liegt unter einem weißseidenen Baldachin, dessen Vorhänge ein heißer Wüstenwind ziemlich heftig bewegt. Außer einem Lendentuch ist er völlig nackt auf seinen kühlen Seidenkissen. Zwei Eunuchen fächeln ihm mit Palmwedeln Luft zu. Eine dunkelhäutige Sklavin salbt ihn mit einem Öl, das nach Moschus und Zeder duftet. An den Füßen beginnt sie, massiert mit ihren kräftigen schlanken Fingern seine langen Beine, über dem Lendentuch dann seinen Bauchnabel, die Brustwarzen, die erregende kleine Grube zwischen Schlüsselbein und Hals. Das Lendentuch bauscht sich schon etwas, da ertönt ein ohrenbetäubendes Lautgebilde aus Schellen und Zimbeln, rhythmischen Trommelschlägen und schrillen Flöten.

Der Sultan naht. Auf einem Tablett, getragen von vier weißen Araberpferden sitz völlig nackt mit überkreuzten Beinen, nur geschmückt mit bunten Ketten aus Feldern, Ebenholz und Edelsteinen, umhüllt mit einem durchsichtigen Schleier -

Suleika- die Nachtfrau. Ihre Brustwarzen sind mit Henna gefärbt, in ihr Schamhaar sind kleine runde Perlen eigeflochten.

-Mein Gastgeschenk für dich, Freund ! - sagt der Sultan. Sklaven setzen das Tablett zur Erde, ein Pfiff des Sultans, und die Pferde galoppieren mit fliegenden Mähnen in die Wüste, eine herrische Geste heißt alle Bediensteten sich entfernen...

Der Sultan lächelt wissend, indem er auf Ak-hims Lendentuch schaut:- gute Nacht, Freund, ich lass Euch jetzt allein.

-Komm her, du. Dein Name?

-Suleika. Aber in Wirklichkeit bin ich Sulamith.

-Leg dich zu mir.

-Hören ist Gehorchen, o Herr!

Ak-him hebt Zentimeter für Zentimeter den Schleier, der ohnehin mehr enthüllte, als zu verdecken er vorgab.

Er spielt mit den kleinen Perlen in ihrem Schamhaar, umkreist mit seiner Zunge ihre gefärbten Brustwarzen, die sich dabei hart und steil aufrichten. Sulamith liegt bewegungslos, wortlos, sie lässt alles mit sich geschehen, schaut ihn nur mit dunklen, tiefen Blicken an.

Ak-him dringt ein in ihren süßen Schoß, langsam, Zentimeter für Zentimeter, immer tiefer. Sulamith liegt noch immer bewegungslos, ihr Atem wird nur wenig schneller. Ak-hims Glied füllt das Mädchen ganz und gar aus. Er liegt ganz still in ihr, sie schauen sich an, da, plötzlich, wirft sich Sulamith herum , Ak-him kommt auf den Rücken zu liegen, sie setzt sich auf ihn und beginnt einen wilden Ritt, wie sie es von ihren Araberhengsten gewohnt ist. Mit ihrer ledernen Reitgerte erteilt sie ihm kleine Schläge auf die Oberschenkel, die Schulter, zart , etwas fester, der Mann bekommt die Gerte mit beiden Händen zu fassen, legt sie über ihren Nacken und zieht sie herunter zu sich, so dass ihre vollen Brüste auf seinem Körper zu liegen kommen.

Dann schiebt er sich über sie, und sie kommen gemeinsam, mit lustvollen Stößen, zum Höhepunkt.

Sulamith rafft ihren Schleier und verschwindet im Dunkel der Nacht.

Die Nachtfrau macht ein bedenkliches Gesicht: -Bella, Bella- wenn das Alice Schwarzer lesen würde! Frau als Lustobjekt, also nee!

-Hab dich nicht so. Wie sonst soll man die Kerle geil machen? Die Kunst besteht doch darin, ihnen weiszumachen, sie hätten das Sagen!

Nun schlaf schön! (smile). Ich küsse Dich

Bella

Er: Kleine süße Klischeeliese! Alles, was sie je gelesen hat, wirft sie in einen Topf. Aber gut umgerührt ist es immerhin. Und so ganz uneitel bin nicht mal ich. Selbstbefriedigung unter einem Burnus, in einem überfüllten ägyptischen Bus, den Blick unverwandt auf eine schöne Blonde gerichtet, das könnte sogar ich mir vorstellen.

Trotzdem: Ich sollte schon wieder ein bisschen Tempo herausnehmen. Sie ist so emotional, es könnte sein, dass sie eines Tages mit dem Auto vor meiner Tür steht.

Darmowy fragment się skończył.

Gatunki i tagi

Ograniczenie wiekowe:
0+
Objętość:
210 str. 1 ilustracja
ISBN:
9783847679110
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania:

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