Czytaj książkę: «Japanischer Frühling»
Hans Bethge
Japanischer Frühling
Nachdichtungen Japanischer Lyrik

Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2022
EAN 4064066110994
Inhaltsverzeichnis
DIE SEELE JAPANS
DIE SCHÖNE NUNA-KAWA-HIME SPRICHT ZUM GOTT DER ACHTMALTAUSEND SPEERE
DIE WARTENDE
LIEBESWERBUNG
DER GLÜCKLICHE
IN ERWARTUNG
DAS ELEND DER WELT
EINSAM
DIE GELIEBTE IM SEGELBOOT
KRIEGSZUG
TRÜBES LIED
AN DEN SCHNEE
DER FUJI-YAMA
BETRACHTUNG
DIE TRAUERWEIDE
DER MOND
FRÜHLINGS ENDE
FRÜHLINGS ENDE
IN DER FREMDE
HEIMWEH
DER BLÜTENZWEIG
DER FREUND DES WEINES
AM UFER
BITTE AN DEN HUND
DER TEICH
TRENNUNG
VERTRAUEN
ÜBER DIE HEIDE
BANGNIS
DIE SCHÖNE KURTISANE
QUALVOLLE EIFERSUCHT
VERGEBENES BEMÜHEN
DIE TRÄUME
EINSAM
DAS LOTUSBLATT
FAMILIENSTOLZ
SCHWERMUT
TAGELIED EINES MÄDCHENS
LIEBESKUMMER
SEHNSUCHT NACH DER NACHTIGALL
DAUER IM WECHSEL
GLEICHE SEHNSUCHT
DIE WILDGANS
FRÜHLINGSREGEN
BETRACHTUNG
TRÜBSINN
HEUTE!
AN EINEN FREUND
ERINNERUNG
FROMMER WUNSCH
HALTLOS
DAS KLAGENDE HERZ
DIE ALLERERSTEN BLÜTEN
DAUERNDE ERINNERUNG
BLÜTEN UND HERZEN
SCHNEE IM FRÜHLING
BLÜTENSCHNEE
SEITDEM ICH DICH LIEBE
GESTEIGERTE SEHNSUCHT
ANKUNFT DES FRÜHLINGS
LIEBE
DAS ALTER
LIEBEN UND STERBEN
DAS MÄDCHEN AUF DER BRÜCKE
LIEBESQUALEN
HERBST
SCHATTEN
SCHNEE
IMMER WIEDER
SCHLAFLOS
UNERWIDERTE LIEBE
SEHNSÜCHTIGER GEDANKE
DER DUFTENDE ÄRMEL
DAS KOPFKISSEN
HEIMLICHE LIEBE
BEI BETRACHTUNG DES MONDES
UNMÖGLICHKEIT
SCHWERMUT
VERZWEIFLUNG
DIE VERLASSENE
NOCH EINMAL
DIESELBE NACHT
ERREGUNG
JAMMER DER ERDE
GEDANKEN
SCHWERMUT
VOM MOND
ABSCHIED VON DEN BLÜTEN
BLÜTEN
DAS ALTER
STEUERLOS
AN DIE KIRSCHENBLÜTEN
AN DIE WILDGÄNSE
LIEBESBRIEF
VERGEBENES WARTEN. AUS DEM SINGSPIEL MIIDERA
UM MIT DIR ZU LEBEN
DER LIEBESLAUT
DIE WEIDE IM WIND
NACH DEM BADE
BESCHRÄNKUNG
LEICHTES SPIEL
DIE MORGENGLOCKE
TÄUSCHUNG
GELEITWORT. ANMERKUNGEN. ANORDNUNG
GELEITWORT
ANMERKUNGEN
ANORDNUNG
DIE SEELE JAPANS
Inhaltsverzeichnis
WOMIT VERGLEICH ICH JAPANS SEELE WOHL AM TREFFENDSTEN? MIT DEM GEHEIMEN DUFT DER KIRSCHENBLÜTE. WENN DIE GOLDNE SONNE DES MORGENS SIEGHAFT AUS DER DÄMMRUNG STEIGT
MOTOORI NORINAGA
DIE SCHÖNE NUNA-KAWA-HIME SPRICHT ZUM GOTT DER ACHTMALTAUSEND SPEERE
Inhaltsverzeichnis
AUS ARCHAISCHER ZEIT
Wenn erst die Sonne hinterm Berg verschwand,
In rabenschwarzer Nacht komm ich heraus,
Und du wirst nahen wie die Morgenröte,
Mit Lächeln und mit strahlendem Gesicht.
Und deine Arme, die so schimmernd weiss
Wie Taku-Rinde glänzen, wirst du zärtlich
Auf meinen Busen legen, der dem Schnee
An Zartheit gleicht. Und eng verschlungen werden
Wir liegen und uns kosen und die Arme
Als Kissen unters Haupt uns betten, während
Die Schenkel nahe beieinander ruhn.
Sprich mir von Liebessehnsucht nicht zu sehr,
Du grosser Gott der achtmaltausend Speere!
Wenn erst die Sonne hinterm Berg verschwand,
Komm ich heraus.
DIE WARTENDE
Inhaltsverzeichnis
KAISERIN IWA NO HIME
Bis dass der weisse Reif des Alters sich
Auf meine rabenschwarzen Haare legt.
Will ich mein ganzes langes Leben durch
Nichts weiter tun als warten, warten, warten
Auf dich, den meine ganze Seele liebt.
LIEBESWERBUNG
Inhaltsverzeichnis
KAISER YURYAKU
Du schönes, schlankes Mädchen mit dem Korbe,
Du schönes, schlankes Mädchen mit dem Spaten,
Das dort am Hügel emsig Kräuter pflückt!
Sag mir, wo ragt dein Haus, ich bitte dich,
Und nenne deinen Namen mir! Im ganzen,
Vom Himmel treu geliebten Lande Japan.
Bin ich der Herrscher! Und mein Herz wünschtinnig.
Dich als Gemahlin heimzuführen, Holde!
Ich bitte dich, wer bist du,—sag es mir!
DER GLÜCKLICHE
Inhaltsverzeichnis
MUNETO
Ihr sagt, dass ich ein Wilder sei. Nun gut.
Ich bin den Vögeln im Gebüsch befreundet
Und kenne alle Bäume. Und die Blumen.
Auf bunter Bergflur blühen nur für mich,
Und das Geraun des Waldes kündet mir
Geheimnisvoll die Wunder der Natur.
Ja, ich bin reich! Dich neid ich nimmermehr,
Geschmeidiger Hofmann in dem seidnen Kleide,
Denn du hast nichts, was meinem Glücke gleicht.
IN ERWARTUNG
Inhaltsverzeichnis
PRINZESSIN NUKADA
Ich wartete auf dich, von Sehnsucht fast
Verzehrt,—da, ein Geräusch: du nahst! du nahst!
Zu früh gejubelt, sehnsuchtsbanges Herz!
Es war der trügerische Wind des Herbstes,
Der raschelnd durch den Bambusvorhang fuhr.
DAS ELEND DER WELT
Inhaltsverzeichnis
OKURA
Die Welt ist elend, jammervoll
Und nimmer wert, dass wir sie lieben.
O weh, dass ich kein Vogel bin!
Ich wünschte, dass ich Flügel hätte,
Um ihr für immer zu entfliehn.
EINSAM
Inhaltsverzeichnis
HITOMARO
Trostlos, allein zu schlafen diese Nacht,
Die endlos lang ist, wie der lange Schweif
Des Goldfasanen, dessen helle Stimme
Ich von dem Berg herüberklingen höre.
DIE GELIEBTE IM SEGELBOOT
Inhaltsverzeichnis
HITOMARO
Rings um die Küste braut der Morgennebel
Und hüllt in graue Dämmerung Land und Meer.
Mit neidischem Sinn verbirgt er meinen Augen
Das Segelboot, nach dem mein Herz sich sehnt.
Voll unruhvollen Klopfens: denn ich weiss,
Dass meine Liebste darin kommen wird.
KRIEGSZUG
Inhaltsverzeichnis
HITOMARO
Da tat der Held das Schwert um seinen Leib
Und nahm den Bogen in die feste Hand
Und schritt dem Heer des Kaisers stolz voran.
Und alle Trommeln fingen an zu dröhnen
Wie Donnergroll, und die Drommeten klangen,
Dass man erschrak wie vor des Tigers Schrei.
Und hoch wie Feuerzungen flatterten
Die Fahnen,—ja, wie Feuer auf dem Felde
In Frühlingsnächten, von dem Wind entfacht,
So lohten flammend sie zum Himmel auf.
Und in der Hand der Krieger schwirrten jetzt
So fürchterlich die Bogen, dass man glaubte,
Ein grimmer Sturmwind jage mit Gebrüll
Durch den verschneiten winterlichen Wald;
Und so wie wilder Schneefall in der Luft
Sich ineinander schüttet,—also schwirrten
Die Pfeile durcheinander, dicht an dicht.
TRÜBES LIED
Inhaltsverzeichnis
OZI
Die Blüten rieseln nieder. Dichter Nebel
Verbirgt den See. Die wilden Gänse rufen
Erschreckt am heiligen Teich von Iware.
Düstere Träume schatten um mein Haupt.
Mein Herz ist schwer. Wenn übers Jahr die Gänse
Von neuem rufen, hör ich sie nicht mehr.
AN DEN SCHNEE
Inhaltsverzeichnis
KAISER MOMMU
Die Wolken sind von Flocken ganz erfüllt,
Der Wald scheint voll von weissen Weidenkätzchen,
Das ganze Firmament ist schimmernd hell,
Vom Wind getrieben weht der Schnee am Flusse,—
Wenn ich die weissbedeckten Pflaumenbäume
In meinem Garten sehe, möcht ich glauben,
Sie blühten schon vom Frühling ganz und gar.
DER FUJI-YAMA
Inhaltsverzeichnis
AKAHITO
Zum Himmel schauend, sehe ich den Gipfel
Des Fuji-Yama gross und feierlich
Ins Ewige schimmern; also ragt er schon
Seit jenen Zeiten, da die Erde sich
Vom Himmel schied; blick ich zu ihm empor,
So ist mir, dass der Glanz der Sonne sich
Verdunkelt, und der milde Schein des Mondes
Verschwindet ganz; die weissen Wolken aber
Tragen Bedenken, über seinen Gipfel
Dahinzuschweben, und es sinkt der Schnee
Mit stiller Ehrfurcht sanft auf ihn hinab.
O Fuji-Yama, deine Herrlichkeit
Wird man noch preisen in den fernsten Tagen;
Bis zu der Dichter spätesten Geschlechtern
Wird deines Ruhmes Glanz nicht untergehn.
BETRACHTUNG
Inhaltsverzeichnis
AKAHITO
Wenn stets der Kirschenbaum so wundervoll
Wie jetzt auf allen Höhen blühen würde,
Wir liebten seine schneeige Schönheit dann
Nicht so wie jetzt, da nur den Lenz sie ziert.
DIE TRAUERWEIDE
Inhaltsverzeichnis
MUSHIMARO
Die Trauerweide auf dem Grab des Mädchens
Lässt ihre Zweige nur nach einer Seite
Hinüberhangen. Eines Jünglings Hügel
Erhebt sich dort. Wer möchte nun noch zweifeln,
Wem jenes toten Mädchens Liebe galt?
DER MOND
Inhaltsverzeichnis
EDELDAME ISHIKAWA
Seht, wie er sieghaft durch die Wolken bricht!
Sein wunderbarer Glanz flicht Silbernetze,
Die über Land und Meer sich schimmernd breiten,
Auch über meinen Strand, wo nun die Steinchen
Des Sandes klar wie Diamanten schimmern.
FRÜHLINGS ENDE
Inhaltsverzeichnis
Darmowy fragment się skończył.