Czytaj książkę: «Das Leben und Sterben, um weiterzuleben»

Czcionka:

Der Zeitgenosse TOD

Das Leben und Sterben,

um weiterzuleben

Jeder stirbt für sich allein

Gabriele


Der universale Geist

ist die Lehre der Gottes- und Nächstenliebe

an Mensch, Natur und Tieren

2. Auflage Oktober 2011

© Gabriele-Verlag Das Wort GmbH

Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld

Tel. 09391/504-135, Fax 09391/504-133

www.gabriele-verlag.com

Alle Rechte vorbehalten.

Printausgabe: ISBN 978-3-89201-335-8

ISBN 978-3-89201-660-1 (epub)

ISBN 978-3-89201-600-7 (mobi)

Der Tod

ist die Nacht der Seele.

Im Angesicht des ewigen Lebens sterben ist der Seele ewiger Tag.

Vorwort

Dieses Buch geht jeden an, der von der Angst vor dem Tod zum bewussten Leben, zu Sicherheit, Gelassenheit und innerer Standfestigkeit finden möchte. Denn, so schreibt Gabriele: „Wer sein Leben zu verstehen lernt, fürchtet sich nicht mehr vor dem Tod.“

Gabriele informiert den Leser u.a. eingehend über bislang unbekannte Zusammenhänge von Leben und Tod, über den Zustand und das Befinden der Seele in den verschiedenen Situationen des Sterbens und über das, was die Seele eines Menschen nach dem Hinscheiden des physischen Leibes „drüben“, im Jenseits, erwartet.

Ein menschliches Wort ist ein Begriff, in dem viele Inhalte liegen können.

Liebe Freunde, über Jahrhunderte hinweg schuf sich unsere Gesellschaft ein Weltbild, das letztlich nur auf das Diesseits bezogen ist, wo sich Raum und Zeit widerspiegeln. Das Denken und „Leben“ der meisten Menschen ist auf die Gegebenheiten in Raum und Zeit begrenzt, wobei sie „Leben“ mit den Abläufen im „Dasein“ oder „Hiersein“ gleichsetzen.

In diesem Buch möchte ich mich bemühen, das Diesseits, also das „Hiersein“, so zu beleuchten, dass der wahrhafte Wahrheitssuchende besser zu verstehen vermag, was die Inhalte unserer menschlichen Worte, z.B. „Leben und Sterben, um weiterzuleben“ oder „Tod“, bedeuten und was sie uns sagen möchten.

Das ist deshalb so wichtig, weil wir über die Sprache miteinander kommunizieren, uns also über Worte verständigen. Dabei wissen wir aber oftmals nicht, ob wir von unseren Mitmenschen verstanden werden, denn das Kommunikationsmedium der menschlichen Sprache überträgt die Informationen mittelbar, im Gefäß der Worte.

Bei den Geistwesen im reinen Sein findet die unmittelbare Kommunikation über die Urempfindung statt, die zugleich Bild ist. Auch im Bereich der Materie treten die nicht durch Schuld belasteten Lebensformen der Natur – Tiere, Pflanzen, Steine, die Mutter Erde, die Gestirne, die Elementarkräfte – über Bilder miteinander in informative Verbindung.

Wir Menschen hingegen, die wir uns aus dem göttlichen All-Strom der Liebe und All-Einheit herausbegeben haben und somit auf das Hilfsmittel der Sprache mit ihren Begriffen angewiesen sind, können nie ganz sicher sein, ob die Mitmenschen unseren Worten das entnehmen, was wir mit diesen haben ausdrücken, gleich übermitteln wollen.

Worte sind Gefäße, Hülsen, die jeweils ein ganzes Spektrum von Inhalten in sich tragen können, je nachdem, womit sie vom Sprecher gefüllt worden sind, was dieser also in die Worte, in die Gefäße, hineingelegt hat. Das bringt er in der Schale des Wortes zum Ausdruck.

Doch weil dem Einzelnen oftmals weder bewusst ist, welche Inhalte in seinen eigenen Worten liegen, noch, was hinter seinen eigenen Gedanken an Gefühlen, Empfindungen, Absichten und Ambitionen steht, sind die meisten von uns auch nicht in der Lage, in die Worte unserer Nächsten hineinzufühlen, um deren Inhalte zu erfassen. So stehen die Worte der anderen oftmals vor uns, und wir wissen nicht, was sie uns sagen sollen. Das gilt ebenfalls für das geschriebene Wort.

Deshalb ist es auch für mich schwer, das, was ich weiß, was ich mit den Augen des Geistes in der Welt schaue, und was mir als innere, geistige Wahrnehmung im Jenseits gezeigt wird und für mich als Instrument Gottes offenbar ist, mit Worten so darzulegen und zu beschreiben, dass es beim Wahrheitssucher im Herzen und Verstand ankommt. Trotz alledem – ich will es versuchen.

Den Gedanken an den Tod verdrängt man gern aus dem Bewusstsein.

Wie schon gesagt, sind unsere Worte vieldeutig, gleichsam dehnbare Begriffe, so auch die Worte „Diesseits“, gleich „Hierseits“ oder gar Jenseits. Für viele Menschen ist das Jenseits keine Realität, weil es für so manchen unter die Kategorie „Glaubensvorstellung“ einzureihen ist, also unter „Religion“, der die Masse der Menschen den Charakter des Irrealen, Hypothetischen zuschreibt. Für sie hat ganz besonders das Ende dessen, was sie als ihr „Leben“ ansehen, das Daseinsende, der Tod, einen kühlen Hauch von Unfassbarem, Rätselhaftem, Unbegreiflichem, unter Umständen gar Grauenvollem. Den Gedanken an den Tod verdrängt man gerne aus dem Bewusstsein.

Früher oder später kommt jedoch für jeden von uns die Stunde, in der er sich mit seinem Dasein und dem Tod auseinandersetzen wird, vor allem dann, wenn sich der Mensch mit seiner Vergangenheit befasst; denn gerade das Gewissen, das sodann oftmals eindringlich spricht, ist nicht allezeit ein sanftes Ruhekissen.

Wer noch jung ist oder wer glaubt, im Alter noch in seinen „Höhenflug“ starten zu müssen, wird meistens die Kurz- oder Langzeit seines Erdenlebens nicht einkalkulieren, wenn er der Meinung ist, dass er erst dann darüber nachdenken möchte, „wenn es soweit ist“. Wer weiß schon, wann „Gevatter Tod“ ihm zeigt, dass der Zeiger seiner „Lebensuhr“ die Zwölf erreicht hat und für ihn die Inkarnation energetisch abgelaufen ist? Keiner weiß um das Jahr und die Stunde. Eines jedoch ist sicher: Diese Stunde kommt und mit ihr die Frage: Wie begegne ich dem „Tod“? Was ist für mich der „Tod“? Wie stehe ich zum Vorgang meines Sterbens? Welche Vorstellungen verbinde ich damit? Habe ich mich darauf vorbereitet?

Der geistige Tod ist geistige Blindheit – im Schattendasein, in der Irrealität.

Für mich als einem Menschen des Geistes, der die Gegebenheiten des Irdischen von der Warte des ewigen Geistes, also des Lebens, aus betrachtet, ist der „Tod“ der Zustand einer Seele, die ihr ursprünglich weites Bewusstsein eingeengt, ihr Licht abgedunkelt hat durch ein Fühlen, Empfinden, Denken, Reden und Handeln gegen das Gesetz Gottes, das die selbstlos gebende Liebe ist.

Wer Gott, das Leben, verneint, hat sich gegenüber dem Licht verschlossen. Er ist im Reich der Schatten angesiedelt, im geistigen Nichtwissen, in der Irrealität. Er nimmt das Leben nicht mehr als solches wahr, sondern ist geistig blind, also geistig tot.

Der „Tod“ ist also die Dunkelheit der Seele. Wer im Angesicht des Todes steht, weil er im Ende des irdischen Daseins den „Tod“ sieht, das „Aus“ des Lebens, wer an kein Weiterleben im Jenseits glaubt, ist geistig tot. Er ist dem Äußerlichen, dem Irdisch-Materiellen, verhaftet. Er hat das eigentliche Leben mit seinen Vorstellungen, Begriffen und Lebemann-Manieren verhüllt.

Weil viele Menschen den Tod als das „Aus“ des Lebens ansehen, gibt es auf Erden, im Diesseits, viele geistig Tote und im Jenseits viele, sehr viele geistig tote Seelen.

Leben ist ein Strom unversiegbarer, fließender göttlicher Energie (Lichtkraft). Im Menschen ist, verhüllt, das Lichtwesen aus Gott.

Das Leben kann nicht aufhören, zu leben. Leben ist ein unversiegbarer, unaufhörlich fließender Strom von Licht, von göttlicher Energie. Keine Energie geht verloren. Gott, der All-Weise, hat Seine Kinder, Lichtwesen, geschaffen, Lichtenergiekörper, Seinem ewigen Lichtkörper, dem ewigen Vaterbewusstsein gleich. Etliche – im Laufe von Äonen weitere – Lichtwesen entfernten sich von Gott, dem Licht. Dadurch verfinsterte sich ihr Lichtkörper.

Weil das Gesetz, Gott, den freien Willen für alle Seine Kinder beinhaltet, gestand der Ewige allen Lichtwesen, die sich von Ihm abgewandt hatten und in die Gottferne fielen, einen Erdenmantel zu, den wir physischen Körper oder Mensch nennen. Dieser ermöglicht es dem ehemals reinen, lichtstofflichen Kind Gottes, dem Sohn und der Tochter Gottes, sich im Kosmos der Materie, auf der Erde, aufzuhalten und sich dort zu bewegen. Der Mensch, wie wir ihn mit unseren irdischen Sinnen wahrnehmen, hat somit einen Inhalt – es ist das Lichtwesen, das infolge seiner Abkehr von dem rein kosmischen Gesetz „Seele“ genannt wird.

Durch die Zuwiderhandlungen gegen Gott – und letzten Endes gegen sich selbst als Wesen im Ewigen – hat das Menschenwesen das lichte Wesen verhüllt. Die Folge war und ist, dass der Mantel, der Mensch, immer dichter, also gröber wurde.

Die Worte „Mensch“, „Erde“, „Kosmos“, „Materie“ sind leider wiederum nur Begriffe, die in den Einzelnen unterschiedliche Bilder und Vorstellungen wachrufen. Wer sich jedoch mit diesen Gegebenheiten nicht auseinandersetzt, der sieht die Dinge nicht, wie sie wahrlich sind, sondern so, wie er sie sehen möchte. Dadurch tötet er sein Gewissen ab.

In den positiven Regungen des Gewissens spricht Gott, das Leben, zum Menschen. Nach dem Erdenleben kein Leben? Geistige Ignoranz – ein Kerker für unsere Seele

Wenn wir vom Gewissen sprechen, hören oder darüber lesen, so müssten wir uns die Frage stellen: Was ist das Gewissen?

Ist es eine chemische Reaktion des Gehirns, die sich mit Hilfe von Transmitterstoffen über das Nervensystem äußert? Sicherlich haben die Wissenschaftler der Welt weitere Erklärungen parat. Doch die göttlichen, gesetzmäßigen, also positiven Regungen unseres Gewissens kommen aus unserer Seele. Mag sich auch so mancher Besserwisser eventuell aufbäumen, wenn er diese Wahrheit hört: Das Göttliche, das Positive, das Gewissen kommt über die Seele zu uns. Es ist so. Der Mahner, das göttliche Pochen, das Gewissen, ist der ewige Geist, der das ewige Leben ist. Er klopft an unsere Verstandespforte an, um uns klarzumachen, dass Verstandeswissen nicht alles ist, sondern die Weisheit, das Leben.

Wenn es um Ausreden, Begriffe und Fachsimpeleien geht, sind viele Menschen talentierte und erfolgreiche Überzeuger. Mit ihren spitzfindigen rationalistischen Schlussfolgerungen, Schlüssen und Trugschlüssen bauen sie ein vielgeschossiges, verwinkeltes Denkgebäude, in dem Gott und Sein Wirken nicht nur unbeachtet bleiben, sondern schier überflüssig erscheinen. Doch ungeachtet aller intellektuell ausgeklügelten Argumente über das Gewissen, den „Tod“ und das „Aus“ – Gott ist und bleibt existent. Er ist das Leben, der Schöpfer des reinen Kosmos, aller Lebensformen und der Lichtwesen, der auch die ummantelten Lebensformen im Bereich der Materie belebt, durchatmet und erhält.

Wer behauptet, er lebe nur einmal, und das im Diesseits, der müsste sich dann auch selbst die Frage stellen: Wozu bedarf es dann des Gewissens, wozu der hochtrabenden Worte „Ethik“ und „Moral“? Wenn diesem „Leben“, dem Dasein, der physischen Existenz, der höchste und alleinige Wert zukommt, wozu dann das Streben, gut, edel und selbstlos zu denken und zu leben? So mancher wird sagen: „Wir sind eben Menschen und müssen uns gewisse ethisch-moralische Werte auferlegen.“ Aber wozu das – wenn wir doch nur einmal leben? Müsste sich aus der Hypothese „Wir leben nur einmal“ nicht vielmehr ergeben: Der Stärkere setzt sich durch? – Dazu bedarf es keines Gewissens!

Wie schon gesagt: Das Gewissen geht über den Bereich hinaus, den unsere Sinne erfassen. Es ist metaphysisch und kommt vom Urquell der Seele, vom Geist Gottes, über unsere Seele. Das Gewissen trägt in sich die Kraft des Lebens. Durch das Gewissen wirkt das Absolute Gesetz, das Göttliche, und misst mit dem absoluten Maßstab. Daher ist uns das Gewissen – sofern es noch intakt ist und anschlägt – Wegweiser und Ratgeber zum Guten. Hören wir auf das Göttliche, auf das reine Gewissen, so führt es uns heimwärts, zurück in die ewige Heimat, ins Absolute, in das reingeistige Sein, von wo wir ausgegangen sind und wo wir einst in Ewigkeit wieder leben werden. Der Weg unserer Seele dorthin verläuft über das „Jenseits“, über die Reinigungsebenen.

Wir können viele Argumente anführen. Wir können unser Gewissen verdunkeln oder gar abschalten mit dem Begriff „Nach dem Erdenleben kein Leben“ – trotz unserer Ignoranz hat dennoch jeder Mensch eine ewig existierende Seele, die sich jenseits von Raum und Zeit irgendwann mit den undurchdringbaren Nebelwänden auseinandersetzen muss, weil sie sich als Mensch in das Nicht-wissen-Wollen eingekerkert hat, in die bequeme Ausflucht, die Verweigerung der Verantwortung vor Gott in der Aussage: „Es gibt nur ein Diesseits und kein Jenseits.“

Wer sich eingehend mit den Worten „Leben, um weiterzuleben“ und „Gewissen“ befasst, befreit sich allmählich von dem Dunklen, Nebulösen und Rätselhaften, das die meisten Menschen noch mit dem „Tod“ verbinden.

Für viele hat das Wort „Tod“ nur Fußangeln, die so mancher als „Aus“ bezeichnet. Das Wort „Tod“ beinhaltet einen nebulösen Leidensweg, manchmal schon im Diesseits, aber mit Sicherheit im Jenseits, dann, wenn die Seele in ihre Lebensspirale blickt.

Geistige Ignoranz bedeutet immer Dunkelheit, Lichtferne. Unser Bewusstsein ist dann eingeengt auf drei Dimensionen; wir können die Tragweite unseres Fühlens, Denkens und Handelns nicht erfassen. Wir wähnen uns frei und wiegen uns doch nur in falscher Sicherheit, denn was der Mensch sät, wird er ernten. Bewusstes Sterben hingegen heißt lichtwärts schauen, ein Hinübergleiten der Seele in das ewige Leben, das keinen Tod, keine Finsternis kennt.

Von der Angst vor dem Tod zum bewussten Leben, zu Sicherheit, Gelassenheit und innerer Standfestigkeit finden durch Selbsterforschung

Gerade in unserer Zeit, in der Ethik und Moral nur noch den Zuschnitt eines Kartenhauses haben, geht der Peiniger Angst umher, der uns Menschen immer wieder das Unausweichliche drohend vor Augen führt, den Tod. Wollen wir den Peiniger bezwingen, so müssen wir uns mit Gott und dem Leben befassen, schlussendlich auch mit unserem Erdenleben, in dem – ob wir es wahrhaben wollen oder nicht – jede Aktion eine entsprechende Reaktion auslöst; geistig gesprochen: Wir unterliegen mit unserem Tun und Lassen dem Gesetz „Ursache und Wirkung“, „Saat und Ernte“.

Wenn wir uns jetzt und heute mit dem Leben, dem Sterben und dem Tod befassen und uns damit auseinandersetzen, werden wir unser Denken und Verhalten überprüfen und uns mehr und mehr selbst beobachten, insbesondere dann, wenn wir uns wie getrieben fühlen oder wenn wir in Panik geraten, weil uns die Angst vor etwas Unergründlichem am Nacken packt. Wenn wir uns dann mit dem analytischen Wort „warum“ hinterfragen, also Selbsterforschung betreiben, werden wir gewahr, dass uns eine innere Kraft durch unsere Seele über unser Gewissen Anstöße zur Selbsterkenntnis gibt. Wer lernt, zu lauschen, zu spüren, was ihm sein Gewissen rät – denn das Gewissen aus der Seele ist immer das Gute –, und wer sich damit auseinandersetzt, um fortan das Gute zu tun, von dem fällt nach und nach die Angst ab; er fühlt sich frei und von einer guten Macht getragen, die ihm von innen her Sicherheit und Halt gibt und ihn glücklich macht. Es ist der Urquell, Gott.

Erst wenn wir unser Dasein als Menschen verstehen lernen, wenn wir begreifen, warum wir hier als Menschen leben, dann beginnt das Leben einen Sinn zu bekommen; dann erst verstehen wir allmählich, was „Leben und Sterben, um ewig weiter zu leben“ bedeutet. Dann erst werden uns die Inhalte der Worte Hoffnung, Trost, Wissen, Weisheit, Freude, Friede, Gesundheit, innere Ausgewogenheit und Schönheit bewusst und werden uns bis ins hohe Alter lebensfrisch und lebensfreudig erhalten. Denn wer bewusst lebt, der lebt wahrhaft.

Wer sich im Erdenleben selbst findet, in dem, was der wirkliche Inhalt seiner Lebensäußerungen ist, wer bestrebt ist, den gottgegebenen Maßstab der Zehn Gebote und der Bergpredigt Jesu zu beachten, der wird immer weniger von seinem falschen Verhalten geplagt, gepeinigt oder gejagt werden. Er ist sich mehr und mehr bewusst, dass sich das Erdenleben im Sinne der geistig-ethisch moralischen Werte lohnt.

Wer willens ist, sich selbst zu hinterfragen, sich in den Situationen des Tages zu ergründen und zu erkennen, der gewinnt. Seine eigenen Fehler und Missgriffe schrecken ihn immer weniger; er analysiert, schafft Klarheit, zieht seine Lehren und schreitet weiter. Daraus ergibt sich ein ruhiges Gewissen, somit Sicherheit, Gelassenheit und die Standfestigkeit im eigenen Inneren.

Er macht die Erfahrung, dass es nicht darauf ankommt, das Dasein um jeden Preis auszukosten, ohne Rücksicht auf das Ergehen der Mitmenschen und Mitgeschöpfe, sondern dass wahre Lebensqualität im geistigen Wachsen und Reifen liegt, das zu friedfertigem Miteinander befähigt, das Weitblick und Durchblick bringt, Dynamik, Lebensfreude und ein erfülltes Lebensgefühl.

Dann spüren wir zunehmend den Strom des Lebens, der uns trägt, der uns führt. Dann wird die Ahnung zur Gewissheit, dass Leben unvergänglich ist. Wir erfassen: Leben ist nun mal Leben, hier und dort.

Wer sein Leben zu verstehen lernt, fürchtet sich nicht mehr vor dem Tod.

Wer sich der Tatsache verschließt, dass sich nach dem Hinscheiden, dem Ablegen der Körperhülle, nur der Aggregatzustand ändert, vom Grobstofflichen zum Feinerstofflichen, der ist auch nicht bereit, ernsthaft über sein Dasein oder über das Leben nachzudenken und sein Erdenleben in die Hand zu nehmen.

Das Sterben, das Unausweichliche, den Tod, grenzt der Mensch aus seinem Erdenleben aus – und doch geht er auf Schritt und Tritt mit uns. Er ist uns jeden Augenblick, jede Minute nahe. Unsere Erdengeburt brachte schon das Sterben mit sich, denn jedes Menschenleben hat nun mal ein Ende, vom Menschen Tod genannt. Das Sterben, Tod genannt, ist also ebenso naturgegeben und natürlich wie unsere Geburt.

Es stellt sich die Frage: Warum fürchten sich so viele vor dem sogenannten Tod? Warum das Grauen, die Angst, die Verdrängung dessen, was doch jedem Menschen ganz selbstverständlich beschieden ist? Ist das, was als Vorstellung „Tod“ in so manchem Menschen Schrecken, Panik oder gar hilflose Verzweiflung auslöst, eventuell ein Zerrbild, ein Produkt aus Nichtwissen, Nicht-wissen-Wollen, die Folge eines Missverhältnisses zum Leben? Worin liegt dieses?

Jetzt, im Erdenleben, könnten wir den Tod näher beleuchten und die Angst vor ihm ablegen.

Wir müssen lernen, unser Leben zu verstehen, dann werden wir uns auch vor der Karikatur „Tod“ nicht mehr fürchten, sondern ihn in das Leben einordnen. Der Tod macht nur dem Diesseitsdenker zu schaffen, nicht dem, der wahrhaft das Leben als unerschöpfliche Energiequelle und unversiegbaren Energiestrom anerkennt.

Das Erdendasein, ein Abschnitt des Lebens, den der Mensch positiv nützen und gestalten kann

Wir Menschen sprechen so viel vom Leben. Wir wollen leben – und doch leben die meisten Menschen nicht. Wie trunken vegetieren sie dahin, ohne die Erdenzeit in rechter Weise zu nützen.

Unsere materialistische Welt, die viele Menschen in dem Begriff von Raum und Zeit, im rein rational und naturwissenschaftlich geprägten Weltbild oder im Bann der Kirchenlehre gefangenhält, treibt sie gleichsam an, im Diesseits viel, sehr viel zu erleben. Das heißt jedoch nicht, zu leben! Wer sich in dieses materialistische Treiben einbinden lässt, für den ist das Wort „Jenseits“ ein Begriff, dessen Inhalt, dessen Bedeutung nicht greifbar ist und daher auch nicht relevant. Man lebt eben. „Jetzt“, so sagen viele, „lebe ich.“ Doch den Begriff Jenseits muss man begreifen lernen, um das Erdenleben als einen Abschnitt, eine Phase des Lebens zu erfassen und es in rechter Weise „genießen“, das heißt, positiv nützen und gestalten zu können.

Das Leben, die All-Energie, durchflutet den gesamten Kosmos. Als Menschen sehen wir nur einen geringen Teil davon.

So mancher Wissenschaftler lehrt uns, dass der Mensch nicht alles wahrzunehmen vermag. Z.B. können wir mit dem bloßen Auge nicht sehen, was sich in einem Wassertropfen bewegt, außer, wir schauen durch ein Mikroskop. In der Luft und im Wasser sind unzählige Bazillen, die unter Umständen einen Menschenkörper zu zerstören vermögen; mit bloßen Augen erkennen wir sie ebenfalls nicht. Obwohl diese Lebensformen Materie sind, vermögen wir sie ohne das Vergrößerungsgerät nicht wahrzunehmen. Unser Auge ist auf die Wahrnehmung der kleinsten Formen der Materie nicht eingestellt.

Also ist festzustellen: Vieles, was sich in der materiellen Welt, in Raum und Zeit, bewegt, ist mit dem Auge nicht erkennbar. Wenn wir unsere Instrumente verschärften, um mehr, ja um alles zu sehen, wenn wir sie tausendfach, ja vielleicht sogar millionenfach verstärkten – wir würden schließlich dahinterkommen, dass wir doch nicht alles sehen. Auch unser Gehirn, das letzten Endes uns, den Menschen, steuert, reagiert nur auf Zeit und Raum und ist daher ebenfalls begrenzt aufnahmefähig; es speichert nur, was zur materiellen Erscheinungswelt gehört, und selbst davon nicht alles.

Um das Jenseits erfassen zu können, brauchen wir gleichsam eine Lupe, ein Mikroskop, um uns selbst zu betrachten. Die Hilfswerkzeuge, um uns selbst zu ergründen, könnten unser Auge, unser Gehör und unser Gehirn sein. Nehmen wir diese, um uns selbst zu betrachten und zu analysieren, dann entwickelt sich in uns die Frage: Wer bin ich? Und: Woher komme ich?

Vergegenwärtigen wir uns die Begrenztheit des Menschen! Der Mensch kann weder die Sonne scheinen lassen noch Regen machen. Der Mensch kann auch die Substanz des Lebens nicht schaffen. Um Leben hervorzubringen, greift er immer auf die ihm zur Verfügung stehende Grundsubstanz zurück.

Woher kommt die Grundsubstanz, woher kommt die Energie, die wir als Leben bezeichnen? Wäre sie ausschließlich erdbezogen, dann gäbe es auch im Kosmos kein Leben, keine Energie. Leben ist auch nicht menschenbezogen – es ist kosmische Energie, zu der alle Planeten gehören. Alles, was wir sehen und nicht sehen und sich doch bewegt, ist Leben. Leben ist Energie, ist Antriebskraft. Durch den Antrieb der Energie laufen die Lebensvorgänge ab.

In der ganzen Unendlichkeit gibt es nichts Totes – alles ist Energie, und Energie ist Leben. Also muss es eine Quelle dieser Energie geben, die fortwährend fließende, strömende Energie, das Leben, hervorbringt und dieser in Lebensformen Gestalt gibt. Es muss einen Schöpfer geben, der unerschöpfliche Energie besitzt. Dieser Energie müssen bestimmte Wesensmerkmale eigen sein, eine bestimmte Ordnung, eine Art innere Struktur, bestimmte Gesetzmäßigkeiten – eine Energie, eine umfassende Kraft, die ordnet und die die kosmische Ordnung erhält.

Leben ist somit All-Energie. Das Leben durchflutet sowohl das Jenseits als auch das Diesseits. Das Leben, das der Geist der Unendlichkeit ist, die All-Energie, macht keinen Halt vor unserem dreidimensionalen Denken, das für uns Raum und Zeit bedeutet. Auch der Lebensstrom, den wir unseren Atem nennen, ist All-Energie. Atmen ist nicht nur Aufnahme von Sauerstoff mit der Luft. In unserem Atem ist der unendliche Geist, der alles beatmet, alle Lebewesen und das ganze All. Mit unserer Atmung sind wir an das All, den All-Lebensstrom, angeschlossen.

Der All-Lebensstrom, auch All-Energie genannt, das Leben, kennt keine Unterbrechung. Leben ist unauslöschbar. Fast jeden Tag hören wir: Dieser und jener ist gestorben. – Der Tod als solcher gehört zur Materie, denn alles Dichte, auch unser Körper, unterliegt der Energie der Umwandlung. Wir haben den von uns Menschen sogenannten Tod täglich bei uns und um uns.

Das Sterben, um in anderer Form weiterzuleben, ist Teil des irdischen Lebens.

Der Vorgang des Sterbens – die Abkoppelung unserer unsterblichen Seele vom physischen Leib

Was geschieht nach dem Leibestod?

Der Tote atmet nicht mehr. Warum? Weil sich der unsichtbare Teil, den wir Seele nennen, vom Leib getrennt hat. Die Seele nimmt gleichsam das Leben, den Atem, mit, den sie langsam aus dem hinscheidenden Körper herauszieht. Das ist der sogenannte Sterbevorgang. Beim letzten Atemzug stößt die Seele den Körper von sich und atmet ohne ihre materielle Hülle nach dem Ordnungsgesetz des Kosmos weiter.

Da sich viele Menschen meist nicht kosmisch orientieren, sich mit der unerschöpflichen All-Energie nicht befassen und über das materielle Dasein nicht hinausblicken, flößt vielen der Sterbevorgang Angst ein. Auch wenn sich der Mensch noch so sehr davor fürchtet – die Abkoppelung seiner unsterblichen Seele vom physischen Leib wird irgendwann stattfinden; das bleibt niemandem erspart. Unsere Seele ist nun mal ein kosmisches Wesen, das nur zeitbedingt in der Erdenhülle steckt, im irdischen „Raumanzug“ für eine gewisse Zeit.

Auch der Begriff „Jenseits“ ist vielen suspekt. Einerlei, mit welchen Argumenten wir das physisch und rational Unfassbare abtun – irgendwo bleibt doch ein Rest bestehen, Fragen, die z.B. dann in uns emporsteigen, wenn ein Schicksalsschlag uns jäh aus den oftmals oberflächlichen und eingefahrenen Denkgeleisen reißt, oder Fragen, die uns unter Umständen das Gewissen stellt: Woher komme ich, und wohin gehe ich? Oder: Glaubst du, dass mit dem Ende des Erdenlebens alles aus ist – eventuell „ausgeschöpfte“ Energie des Schöpfers?

Woher kommt die Angst vor dem Unausweichlichen, dem Sterben, das ein ganz natürlicher Vorgang ist? Das bloße Diesseitsdenken der Seele führt den Menschen nur in den geistigen Tod. Die Analyse über das Leben im Strom des Lebens hingegen bringt uns das Sterben näher, das wache Hinübergehen in das Jenseits, das das Leben ist.

Die Natur kennt nicht Vernichtung, sondern Umwandlung.

In ruhigen Stunden denkt so mancher über das Woher und Wohin nach. Wer sich darüber Gedanken macht, der wird sich auch mit dem Wissen beschäftigen, dass keine Energie verlorengeht. Die Natur hilft uns dabei, diese Erkenntnisse zu vertiefen. Die Natur kennt nicht die Vernichtung, sondern die Umwandlung. In der ganzen Unendlichkeit gibt es nichts Starres, Statisches – alles fließt, alles ist Energie. Ob es die Ur-Energie ist, die höchste Strahlung, oder die niedrig schwingende Strahlung – es bleibt Energie. Die niedrige, die dichte Strahlung nennen wir die Materie. Nach ehernen Gesetzen der Ordnung wird sie vom Schöpfer früher oder später wieder in Ur-Energie umgewandelt, also Dunkelheit in Licht, Schwere in Schwerelosigkeit. Infolgedessen wird jede schwere, belastete Seele wieder ein Lichtwesen werden, so, wie Gott es geschaut und geschaffen hat.

Ich wiederhole: Die Natur kennt nicht Vernichtung, sondern Umwandlung. Die Natur ist in Gottes Hand. Wenn nun Gott dieses Prinzip der Umwandlung anwendet, weil in Seinem Geiste nichts verloren geht, dann betrifft dies auch den kleinsten und unbedeutendsten Baustein des Universums. Gott, der All-Weise, lässt die von Ihm ausgesandte Energie nicht umkommen – Er wandelt sie mit Seiner schöpferischen Kraft um.

In Gott, dem ewigen Schöpfer der Unendlichkeit, ist somit Umwandlung, Umgestaltung und nicht Vernichtung.

Bewusstes Leben ist Auseinandersetzung mit dem Leben.

Leider leben die meisten Menschen unbewusst. Unbewusstes „Leben“ könnten wir als fristgebundenes Dasein bezeichnen, das der Mensch in Minuten, Stunden, Tagen und Monaten in Umlauf bringt, indem er die Tage ablaufen, seines Daseins Lauf sich abspulen lässt, ohne selbst aktiv zu einer Überwindung des Unerfreulichen, Unguten, und zum Aufbau von Positivem beizutragen.

Ist bewusstes Leben überhaupt möglich?

Um in ein bewusstes Leben zu gelangen, müsste sich der Suchende erst einmal mit der ewig waltenden, mächtigen Ur-Energie eingehend befassen, mit dem All-Energiefeld, das alles zusammenhält und das, als Einheit gesehen, alles durchströmt, sowohl das Sichtbare als auch das für Menschenaugen Unsichtbare. Wer sich mit den kosmischen Gesetzen der allströmenden Energie und Einheit auseinandersetzt, der wird sich auch mit dem Sterben und dem Tod befassen, denn das Leben ist grenzenlos. Leben geht somit über den Tod hinaus.

„Tod“ ist ein Wort, mit dem man das Leben ausgrenzt. Die Ausgrenzung des Lebens führt in die Bewusstlosigkeit, in die Argumentation: „Tod ist ‘Aus’; darüber hinaus weiß man nichts.“ Und logisch denkende Nihilisten fügen dann eventuell hinzu: „weil darüber hinaus eben nichts, gleich das Nichts, ist“. Doch das Nichts als absolute Leere an sich gibt es nicht.

Ein guter Analytiker wird das Wort „Sterben“ analysieren und die Natur mit einbeziehen. Z.B. stirbt eine mehrjährige Pflanze, aber nicht die Wurzel. Sterben fordert uns also auf, über den Tod hinauszuschauen, denn Gott, das Leben der Seele, geleitet den Sterbenden über den Tod hinaus in eine andere Daseinsform, in einen anderen Aggregatzustand, in das Leben, das unzerstörbar ist. Ein guter Analytiker wird also die Worte „Sterben“ und „Leben“ näher beleuchten, um sich irgendwann selbst die Frage zu stellen: Was ist das Leben? Bin ich nur ein Daseinsmensch, der durch die Tage gleitet, ohne das Leben wahrzunehmen, das sie ihm bringen wollen? Bin ich bewusstes Dasein? Bin ich also bewusst im Tag, im Augenblick? Oder: Welchen Sinn hat überhaupt mein Hiersein als Mensch? Oder sterbe ich, um zu leben? Und: Bestimmen überdimensional gültige Gesetze unser Dasein?

Ob wir es hören wollen oder nicht – jeder Mensch ist in einer Erdenschule, um sich mit dem Leben auseinanderzusetzen.

Wer sich also intensiv mit dem Sterben und Leben befasst, der wird sich auch mit dem Weiterleben auseinandersetzen und sich den sogenannten Tod begreiflicher machen, weil es ihm bewusst geworden ist, dass keine Energie verloren geht und somit auch die Natur keine Vernichtung kennt, sondern nur Umwandlung.

Vielen Menschen, die ihr Erdendasein in vollen Zügen genießen und auskosten wollen, die für ihr Tun und ihr Unterlassen nicht gern die Verantwortung übernehmen, ist es gerade recht, dass sie scheinbar für ihre Lebensführung nicht zur Rechenschaft gezogen werden und auch nach ihrem Ableben dafür nicht die Rechnung präsentiert bekommen, also – wie sie meinen – keine Konsequenzen zu tragen haben. Für sie ist ihre Auffassung, „Der Tod, das ‘Aus’“, eine Art Schutzmechanismus. Kommt für diese Kategorie von Menschen in diesem Erdenleben ein Teil der Ernte ihrer Saat, Wirkungen auf ihre Ursachen, in Gestalt eines Schicksals auf sie zu, so wird auch dies sie kaum zu Einsicht und Umkehr bewegen. Für sie ist die Sachlage einfach und klar: Der andere ist schuld.

Wer sich mit dem Schutzmechanismus begnügt, nach dem Tod sei alles aus, für den bleibt der Tod ein großer Unbekannter, eine dunkle, undurchdringbare Macht.

Die Institutionen Kirche haben keine Antwort auf Fragen zum „Leben und Sterben, um weiterzuleben“.

Leben und sterben, um weiterzuleben, hat jedoch nichts mit den kirchlichen Institutionen zu tun. Wann und wo die Seele nach dem Leibestod sein wird, hat einzig mit dem Menschen zu tun, dessen Seele ihre menschliche Hülle ablegt. Der Mensch selbst bestimmt den Werdegang seiner Seele. Da hilft auch keine letzte Beichte, gesprochen an das Ohr eines Priesters oder Pfarrers. Auch die „Letzte Ölung“ kann das nicht abwischen, was der Mensch seiner Seele aufgeladen hat. Und wie das Weiterleben der Seele nach dem Erdendasein aussehen wird, das hängt von der Schwere ihrer Belastung bzw. dem Grad ihrer Durchlichtung ab.

Die scheinchristlichen Kirchen haben auf folgende Fragen letztlich keine befriedigende Antwort: Warum lebe ich? Komme ich irgendwoher – wohin werde ich gehen? Warum bin ich überhaupt hier?

Machen wir uns bewusst: Gott ist nicht in Kirchen aus Stein, also ist Er nicht im Kirchenhaus, das „das Haus Gottes“ genannt wird. Gott ist das Leben in jedem lebenden Körper, in jeder Seele und in jedem Menschen, der atmet. Der Mensch sollte das Haus Gottes, der Tempel Gottes, sein. Gott ist also in jedem Körper wirksam, der wieder zu Wasser und Erde wird, denn Natur wird wieder zu Natur werden. Gott ist All-Kraft, Weisheit, Liebe; Er ist strömendes All-Gesetz, das jeden Menschen, die Naturreiche, die ganze Unendlichkeit anstrahlt und durchstrahlt. Das reine Sein ist Gott, das All-Gesetz. In der Verdichtung, in der Materie, ist Gottes All-Gesetz in der Materie und somit in der Verdichtung. Gott atmet durch Seine Schöpfung. Er atmet auch in und durch uns Menschen.

Ist Jenseits Unsinn? Unsere Vorurteile zeigen, dass wir keinen analytischen Verstand besitzen.

Um ein guter Analytiker zu werden oder ein all-zugewandter Analytiker zu bleiben, müssen wir lernen, zuerst einmal vorurteilsfrei zu lesen und ernsthaft darüber nachzudenken, was z.B. in diesem Buch geschrieben steht. Als erstes sollten wir uns abgewöhnen, Unsichtbares als nicht existent oder unnatürlich abzulehnen.

Erst wenn wir uns abgewöhnen, Unsichtbares und Unbegreifliches einfach abzutun, beginnen wir, logisch zu denken. Dabei hilft uns, uns zu vergegenwärtigen, dass wir z.B., ohne es zu merken, ständig von Wellen verschiedenster Art umgeben sind, ja, von ihnen durchdrungen werden. Wir können diese Wellen weder sehen noch hören, und doch durchfluten sie uns. Warum sollte die All-Kraft, der Strom der Unendlichkeit, das Leben, uns nicht durchströmen können, wenn es andere Wellen, niedere Schwingungen, gibt, die uns erreichen und in uns wirksam werden?

Unsere Vorurteile zeigen, dass wir keinen analytischen Verstand besitzen. Denn wer analytisch zu denken vermag, der bezeichnet nicht etwas, das er nicht verstehen oder begreifen kann, als Unsinn. So kann auch das Jenseits nicht als Unsinn abgetan werden. Können Sie z.B. beweisen, dass es kein Jenseits gibt? Deshalb sollten wir uns auch nicht die Blöße geben und behaupten: „Jenseits ist Unsinn!“ Es stimmt, dass kein Mensch dem anderen die Existenz des Jenseits beweisen kann, aber jeder kann sich so weit selbst führen, dass er in seinem Bewusstsein erfasst: Leben ist Energie, und keine Energie geht verloren.

Auch die Angst, klar analysiert, trägt in sich den Beweis, dass es etwas Überirdisches gibt. Gerade die Angst birgt viele Hinweise auf das, was wir so leichthin abtun, wie z.B. das Weiterleben im Jenseits. Warum haben wir Angst? Und wovor haben wir Angst? Lernen wir, analytisch zu denken und in den Komplex Angst hineinzublicken! So mancher findet in seinem Komplex Angst das Unfassbare, das Unergründbare, das Nebulöse, das Unheimliche. Was ist das, was uns im Inneren bewegt? Letztlich ist es das Wort der Seele an uns, auf dass wir uns damit auseinandersetzen. Das führt mehr und mehr zu der Ahnung, dass es eine übergeordnete Realität gibt, die geistig ist und die letztlich Gott ist. Die Realität des ewigen Geistes, die Existenz Gottes, erschließt sich uns nicht dadurch, dass wir die Kirchengeschichte studieren oder uns an der Bibel mit ihren vielen Widersprüchen orientieren.

Um unserer Angst auf die Spur zu kommen, könnte Folgendes helfen: Denken Sie über Ihr Verhalten nach in Bezug auf Ihre Mitmenschen, und beziehen Sie die Naturreiche in Ihre Gedankenwelt mit ein. Wie stehen Sie zu Ihren Mitmenschen? Wie handeln Sie gegenüber den Naturreichen?

Machen wir uns bewusst, dass das, was wir sagen, oftmals nicht unseren Gedanken entspricht, und das, was wir denken, unter Umständen mit anderen Gefühlen und Empfindungen belegt bzw. unterlegt ist. Deshalb kann man unser Fühlen, Empfinden, Denken und Reden mit Schalen oder Kapseln vergleichen. Mit dem, was wir nicht preisgeben, kapseln wir uns ein. Wir kennen es bei der Walnuss; wir essen nicht die Schale, sondern den Inhalt. Gleichermaßen ist es mit unserem Verhalten, das unserem Kapseldasein entspricht. Nicht die Schale, die Kapsel, zeichnet unseren Körper. Nicht das Äußere geht in die Seele ein, sondern der jeweilige Inhalt unseres Fühlens, Denkens, Redens und Handelns. Das ist die Prägung unserer Seele, und das ist unser Charakterbild.

Die Inhalte unseres Verhaltens – das, was, oft uneingestanden, in unserem Fühlen, Empfinden, Denken, Reden und Handeln wirksam ist, im Anschlag unseres Gewissens, in der Reaktion unseres Nervensystems – sind Hinweise darauf, was dem Komplex Angst zugrundeliegt. Denken Sie auch darüber nach, dass Sie vielfach mit Ihren diversen Verhaltensweisen auf Menschen und auf Ihre Umwelt einwirken. Halten Sie sich vor Augen, was z.B. ein Mensch zu verkraften hat, wenn Sie ihn zu manipulieren versuchen, oder worunter die Umwelt leidet, wenn Sie als Egoprotz Tierkadaver verzehren und die Natur schänden. Wenn Sie wollen, stellen Sie Ihre Analysen, Ihr Verhaltensrepertoire den Geboten Gottes und den Lehren Jesu gegenüber; prüfen Sie, ob das, was Sie bisher für rechtens gehalten haben oder gar nicht beachteten, dem ewigen All-Gesetz entspricht, das das Leben ist.

Die Gebote Gottes und die Lehren Jesu sind Auszüge aus dem ewigen Gesetz, aus dem Leben, das die Unendlichkeit durchströmt. Der Beweis dafür, dass wir – jeder von uns – als feinerstoffliches Wesen, als Seele, im Jenseits weiterleben, liegt in der Verwirklichung und Erfüllung dieser Auszüge aus dem kosmischen, ewigen Gesetz. Die Erfahrungen mit der Umsetzung der göttlichen Gesetzmäßigkeiten im täglichen Leben machen uns angstfrei und offenbaren uns gutes, lebensbewusstes, ewiges Leben.

Die Kirchenlehre führt den Gläubigen nicht zu dem Beweis der Existenz Gottes.

Die Kirchenlehre ist voll mit dem, was du tun musst und nicht tun darfst. Was darüber hängt, heißt: Der Glaube allein genügt. – Mit der Zeit merkt jedoch so mancher, dass der Glaube allein nicht genügt, denn der Glaube allein führt nicht zum Beweis der Existenz Gottes und der Existenz des Jenseits. Der bloße, inaktive Glaube bleibt umrankt von Wenn und Aber, Vielleicht oder Doch-Nicht.

Die Kirchenlehre lehrt die Kirchenhörigen vielfach: Der Glaube allein genügt. Das führte dazu, dass sich so mancher von Gott abgewendet hat und abwendet, weil er Gott mit Kirche und mit dieser Welt gleichsetzt und die Ungerechtigkeit Gott zuschreibt. Wer sich noch im Dunstkreis seiner Kirche wohlfühlt, in dem sogenannten seligmachenden Kirchenglauben und auch die Gebote Gottes und die Lehren des Jesus, des Christus, unbeachtet lässt, der wird spätestens dann, wenn ihm die Binde von den Augen fällt, zum folgenden Resultat kommen: „Gott existiert nicht, weil diese Welt nicht nur ungerecht ist, sondern grausam.“ Die Kirchen sind nun mal Machtkadaver, die jene einkerkern, die dem Kadaverprinzip Folge leisten, das besagt, der Tod sei der Schlüssel zum Leben. Würde der Glaube allein genügen, so hätte uns Gott durch Mose nicht die Zehn Gebote und Jesus nicht die Lehren gegeben, die dem Menschen den Himmel erschließen, wenn er sie befolgt. Würde der Glaube allein genügen, dann hätte uns der Ewige sicher angeraten: Der Glaube allein genügt; bleibe blind.

Das Wort „Tod“ ist für die Kirche ein Marterinstrument, mit dem jene, die dem Menschen sein kirchengeweihtes Leben lang die Hölle heiß gemacht haben, dem unwissend gehaltenen, schuldgedrückten, angstgepeinigten und verzweifelten Sterbenden noch das Letzte aus der Tasche ziehen, bis er dann das Totenhemd trägt, das keine Taschen mehr besitzt. Dann wird er vom Priester mit salbungsvollen Worten beerdigt. „Herr, gib ihm die ewige Ruhe ... Er möge ruhen in Frieden.“

Irdische Rechtsprechung und ihr „Schätzwert“. Im Jenseits gilt Gottes Gerechtigkeit.

Die Ungerechtigkeit in dieser Welt ist der Lohn der Welt. Die Unwissenden und geistigen Ignoranten entlohnen sich auf ihre Art, nach dem in der Welt herrschenden Grundprinzip: Alles nur für mich, und für mich das Beste. – Das bedeutet, dass unter anderem die Korruption blüht. Angesehen ist der, der starke Ellbogen hat, die er für sein Wohl und seine Rechthaberei einsetzt. Wer in dieser Welt als angesehen gilt, dessen Meinung wird gehört, auch wenn sie falsch ist.

Die Gerichte dieser Welt sprechen Recht. Der Fall der Rechtsprechung hängt davon ab, wie hoch oder wie niedrig der Kandidat von dem weltlichen Recht eingeschätzt wird. In der sogenannten Waagschale der „Gerechtigkeit“ liegt der Schätzwert: was der eine oder der andere an Wertigkeit bietet, wie z.B. seine Stellung in der Gesellschaft ist oder der Grad der Wertigkeit seiner Beziehungen, seines Ansehens usw. Davon wird mehr oder weniger der Rechtsspruch abgeleitet. Mit Gerechtigkeit hat das allerdings nichts zu tun und schon gar nicht mit dem All-Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit.

Das Jenseits hat ein anderes Maß. Die Planetenkonstellationen, in denen die Seele ihr Für und Wider gespeichert hat, wägen präzise nach der All-Gerechtigkeit, denn Gott ist die Gerechtigkeit.

Gott ist nicht das Recht der Richter, sondern die Waage der Unendlichkeit. Recht ist grausam, Gerechtigkeit ausgleichend.

Die Gerechtigkeit und der Beweis der Existenz Gottes und des Jenseits liegen nun mal in der Verwirklichung der Gebote Gottes und der Lehren des Jesus, des Christus. Keine Kirche kann uns den Beweis der Existenz Gottes bringen. Kein Mensch, kein Priester, niemand – wir selbst, jeder Einzelne, sind der Beweis: In uns selbst liegt Gottes Existenz. In uns selbst liegt die Wahrheit, und in uns selbst liegt unser ewiges Erbe, die Kraft und das Licht der Unendlichkeit – das Leben. Wir selbst sollten uns den Beweis erbringen, dass Gott existiert und somit auch unser feinerstofflicher Körper lebt, unsere Seele, die nach dem Leibestod über die jenseitigen Welten entweder in das Reich Gottes zurückkehrt oder wieder zur Einverleibung geht.

Wir Menschen regen uns viel zu sehr über die Ungerechtigkeit in dieser Welt auf. Solange es Reiche und Arme gibt, Hochgestellte und Untergebene, Priester, Pfarrer und deren Gläubige, Kriege, Morde, Ausbeutung der Menschen und ganzer Völker sowie der Naturreiche, bleibt die Ungerechtigkeit und bleibt die Rechtsprechung.

Wer der Welt „recht“ ist, dem wird Recht zugesprochen. Wer der Welt unangenehm ist, dem wird das Unrecht zugesprochen. Warum erregen wir uns? Wer Recht haben will, und das um jeden Preis, muss sich fragen, auf welcher Seite er steht.

Aufbau der feinerstofflichen Seele und des physischen Körpers

Unser physischer Körper wird auch die grobstoffliche Hülle unseres feinerstofflichen Leibes, der Seele, genannt. Die materielle, grobstoffliche Hülle, der Mensch, ist geprägt und geformt entsprechend der Ausstrahlung der Seele. Die Seele, die ja zumeist nicht nur einmal im Zeitlichen, also Mensch war, hat sich in ihren Inkarnationszeiten teils mehr, teils weniger belastet. Licht und Schatten, Gottes Wille und unser Eigenwille, werden von der Seele, von den entsprechenden Seelenpartikeln, aufgenommen, also gespeichert. Das ist dann, allgemein gesprochen, die Ausstrahlung der Seele und des Menschen.

Das ewige, all-kosmische Gesetz besteht aus sieben Grundkräften. Es sind die Ordnung Gottes, Sein Wille, Seine Weisheit, Sein göttlicher Ernst, Seine Geduld, Liebe und Barmherzigkeit. Belastet sich die Seele gegenüber diesen göttlichen Grundkräften, so verhüllt sie in sich die entsprechende Grundkraft des Lebens. Die betroffenen Seelenpartikel wenden sich von der göttlichen Ur-Kraftquelle ab und strahlen nun ihrer Belastung, ihrer Verschattung, gemäß. Daraus erklärt sich, dass die Speicherungen in der Seele auch die jeweiligen Ausstrahlungen der Seele sind. Die Ausstrahlungen formieren sich zu Hüllen, die im Jenseits die entsprechenden feinerstofflichen „Gewänder“ der Seele sind.

Die drei Gewänder, die den göttlichen Grundkräften Geduld, Liebe und Barmherzigkeit entsprechen, sind Lichthüllen und nahe dem Wesenskern der Seele angeordnet. Sie sind lichter und schwingen höher. Die weiteren vier Kleider Ordnung, Wille, Weisheit, Ernst werden entsprechend ihrer Belastung dann immer dichter.

Die Seelenhüllen sind Energiefelder; sie liegen nicht gleichsam schichtweise übereinander, sondern sie durchdringen sich gegenseitig, weil ähnliche Belastung auch in anderen Hüllen liegt und eventuell ebenfalls aktiv wird, denn gleiche Aktivität wirkt auf die gleiche und ähnliche Speicherung in einer anderen Hülle ein.

Das Strahlungsbild der Seelenhüllen ist von Seele zu Seele unterschiedlich; es hängt von der Art und vom Grad der Belastung ab.

Die Strahlung dieser sieben Hüllen der Seele bestimmt die Schwingung des grobstofflichen Kleides, des physischen Körpers, des Menschen. Dieser prägt sich in seinen Grundzügen aus, wenn eine Seele sich anschickt, zur Inkarnation zu gehen, und gestaltet sich während des Erdenlebens weiter aus, entsprechend dem Fühlen, Empfinden, Denken, Reden und Handeln des Menschen.

Unsere irdische Welt setzte und setzt sich aus dem Denken und Verhalten der Menschen zusammen. Sie ist grobstofflich, und somit ist sie grobstoffliche Schwingung. Der physische Körper, der Mensch, befindet sich auf der Schwingungsebene der irdischen Welt, der Materie. Die Sinneswahrnehmung des Menschen entspricht seiner Umwelt. Die jenseitigen Welten, in denen unsere Seelen nach dem Leibestod sein werden, die Seelenreiche, sind feinerstoffliche Welten. Das heißt: Obwohl sie nicht der reingeistigen, göttlichen Seins-Sphäre angehören, können wir sie mit unseren physischen Augen nicht wahrnehmen.

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Gatunki i tagi

Ograniczenie wiekowe:
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Data wydania na Litres:
23 grudnia 2023
Objętość:
122 str. 5 ilustracji
ISBN:
9783892016601
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