Czytaj książkę: «Erotische Märchen»
Erotische Märchen
Effes
SAGA Egmont
Erotische Märchen
Copyright © 1995, 2018 Effes und Lindhardt og Ringhof Forlag A/S
All rights reserved
ISBN: 9788711717301
1. Ebook-Auflage, 2018
Format: EPUB 2.0
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Vom klugen Schneiderlein
Es war einmal eine Prinzessin gewaltig stolz. Sie hatte eine kleine rote Schachtel, darinnen noch nie etwas hineingelegt worden war. Kam ein Freier, so gab sie ihm etwas zu raten auf, und wenn ers nicht erraten konnte, so ward er mit Spott fortgeschickt. Sie ließ auch bekannt machen, wer ihr Rätsel löste, sollte sich mit ihr vermählen, und möchte kommen, wer da wollte.
Endlich fanden sich auch drei Schneider zusammen, davon meinten die zwei ältesten, sie hätten so manchen feinen Stich getan und hättens getroffen, da könnts ihnen nicht fehlen, sie müßtens auch hier treffen; der dritte war ein kleiner unnützer Springinsfeld, der das Schneiderhandwerk gar nicht gut verstand, dafür aber ein anderes Handwerk umso besser, wobei er alle fünf Finger brauchte, daß es eine Lust war ihm zuzusehen. Dieses Handwerk betrieb er so fleißig, daß die Stopfnadel, die er dabei benützte, ganz lang und dünn geworden war; er meinte, er müsse dabei Glück haben, denn woher sollts ihm sonst kommen?
Da sprachen die zwei andern zu ihm:
„Bleib nur zu Haus, du wirst mit deinem Handwerk nicht weit kommen.“
Das Schneiderlein ließ sich aber nicht irre machen und sagte, es hätte einmal seinen Kopf darauf gesetzt und wollte sich schon helfen und ging dahin, als wäre die ganze Welt sein.
Da meldeten sich alle drei bei der Prinzessin und sagten, sie sollte ihnen ihr Rätsel vorlegen: es wären die rechten Leute gekommen, die hätten einen feinen Verstand.
Da sprach die Prinzessin:
„Was tu ich am liebsten, wenn ich allein bin?“
„Wenns weiter nichts ist“, sagte der erste, „die Prinzessin strickt Strümpfe für ihren Vater, wenn sie allein ist.“
Die Prinzessin sprach: „Falsch geraten, antworte der zweite.“
Da sagte der zweite: „Strickt sie nicht Strümpfe, so kocht sie Marzipan zur Jause.“
„Falsch geraten“, sagte die Prinzessin, „antworte der dritte, dem seh ichs an, der weiß es sicherlich.“
Da trat das Schneiderlein keck hervor und dachte, was wird sie anderes tun, wenn sie allein ist als ich? S’ ist ein Mensch wie der andere. Also sagte er:
„Die Prinzessin spielt mit einer roten Rose, die nimmermehr verwelken möge.“
Wie die Prinzessin das hörte, ward sie blaß und wäre vor Schreck beinah hingefallen, denn das Schneiderlein hatte es getroffen, und sie hatte fest geglaubt, das würde kein Mensch auf der Welt heraus bringen. Als ihr das Herz wieder kam, sprach sie:
„Damit hast du mich noch nicht gewonnen, du mußt noch eins tun: Unten im Stall liegt ein Bär, bei dem sollst du die Nacht zubringen. Wenn ich dann morgen aufstehe, und du bist noch lebendig, so sollst du mich heiraten.“
Sie dachte aber, damit wollte sie das Schneiderlein los werden, denn der Bär hatte noch keinen Menschen lebendig gelassen, der ihm unter die Tatzen gekommen war. Das Schneiderlein ließ sich nicht abschrekken, war ganz vergnügt und sprach: „Frisch gewagt ist halb gewonnen.“
Als nun der Abend kam, ward mein Schneiderlein hinunter zum Bären gebracht. Der Bär wollt auch gleich auf den kleinen Kerl los und ihm mit seiner Tatze einen guten Willkommen geben.
„Sachte, sachte“, sprach das Schneiderlein, „ich will dich schon zur Ruhe bringen.“
Da holte es ganz gemächlich, als hätte es keine Sorgen, seine gute lange Stopfnadel aus dem Hosenschlitz und begann darauf sein gewöhnliches Spiel, daß es eine Passion war. Wie der Bär das sah, kriegte er Lust und wollte es auch so machen. Er war aber sehr ungeschickt und konnte erst die Stelle gar nicht finden.
„Da siehst du, was du für ein Kerl bist“, sprach das Schneiderlein, „hast so eine breite Pfote und kannst dir kein Vergnügen damit machen.“
Damit spritzte er dem Bären, der mit offenem Munde zusah, eine tüchtige Ladung in den Rachen.
„Ich muß das Ding noch einmal probieren“, sprach der Bär, „wenn ichs so ansehe, ich mein, ich müßts auch können.“
„Es ist kinderleicht“, sagte der Schneider, „siehst du, mit der Linken halt ich die Geige und mit der Rechten streich ich statt des Fiedelbogens darauf los, da gehts lustig, hopsasa, vivallera!“ Der Bär wollts nachmachen, aber ihr glaubt nicht, daß ers zusammengebracht hat.
„Du mußt mir Unterricht geben“, sagte der Bär; „denn das muß ich auch verstehn.“
„Von Herzen gern“, sagte das Schneiderlein, „wenn du Geschick dazu hast. Aber weis einmal dein Werkzeug her, das muß erst einmal ordentlich zugerichtet werden.“
Da ward ein Schraubstock herbeigeholt, und der Bär legte sein Zeug drauf, das Schneiderlein aber schraubte es fest und sprach:
„Nun warte, bis ich mit dem Hobel komme“, ließ den Bären brummen, so viel er wollte, legte sich in die Ecke auf ein Bund Stroh und schlief ein.
Die Prinzessin, als sie am Abend den Bären so gewaltig brummen hörte, glaubte nicht anders, als er brummte vor Freuden und hätte dem Schneider den Garaus gemacht. Am Morgen stand sie ganz unbesorgt und vergnügt auf, wie sie aber nach dem Stall guckt, so steht das Schneiderlein ganz munter davor und ist gesund wie ein Fisch im Wasser. Da konnte sie nun kein Wort mehr dagegen sagen, weil sies öffentlich versprochen hatte, und der König ließ einen Wagen kommen, damit mußte sie mit dem Schneiderlein zur Kirche fahren und sollte da vermählt werden. Wie sie eingestiegen waren, gingen die beiden andern Schneider, die ein falsches Herz hatten und ihm sein Glück nicht gönnten, in den Stall und schraubten den Bären los. Der Bär rannte in voller Wut hinter dem Wagen her. Die Prinzessin besichtigte gerade die lange Stopfnadel, die von nun an ihr gehören sollte, da hörte sie den Bären schnauben und brummen, es ward ihr angst und sie rief:
„Ach, der Bär ist hinter uns und will dich haben.“ Das Schneiderlein war fix, stellte sich auf den Kopf, steckte die Beine zum Fenster hinaus und rief:
„Siehst du den Schraubstock? Wenn du nicht gehst, so sollst du wieder hinein.“
Wie der Bär das sah, drehte er um und lief weg. Mein Schneiderlein fuhr da ruhig in die Kirche, und die Prinzessin ward ihm an die Hand getraut und er lebte mit ihr vergnügt wie eine Haidlerche. Sie ließ es ihm über, mit der roten Rose zu spielen, und weil er darüber viel Zeit verlor, nahm sie sich seiner Stopfnadel an, so daß beide zufrieden waren.
Wers nicht glaubt, bezahlt einen Taler.
Die zwei Feldscherer
Zwei Feldscherer reisten in der Welt, die meinten ihre Kunst ausgelernt zu haben und kamen in ein Wirtshaus, wo sie übernachten wollten, Der Wirt fragte, wo sie her wären und hinaus wollten?
„Wir ziehen auf unsere Kunst in der Welt herum.“ „Zeigt mir doch einmal, was ihr könnt“, sagte der Wirt. Da sagten sie, sie wollten sich vom Leibe schneiden, was keiner gern vermißt und morgen früh wieder einheilen.
„Könnt ihr das“, sprach der Wirt, „so habt ihr ausgelemt.“ Sie hatten aber eine Salbe, was sie damit bestrichen, das heilte zusammen, und das Fläschchen, wo sie drin war, trugen sie beständig bei sich.
Da schnitten sie sich das Ding ab, wie sie gesagt hatten, samt allem, was dazu gehört, legtens zusammen auf einen Teller und gabens dem Wirt. Der Wirt gabs dem Küchenmädchen, das sollts in den Schrank stellen und wohl aufheben.
Das Mädchen aber hatte einen heimlichen Schatz, der war ein Soldat. Wie nun der Wirt, die zwei Feldscherer und alle Leute im Hause schliefen, kam der Soldat und legte sich zu ihr ins Bett. Das Mädchen spürte was und erinnerte sich an die seltsame Speise im Schrank, holte sie und zeigte sie dem Soldaten. Hernach trug sies wieder zurück, vergaß aber über der großen Liebe, die Schranktür zuzumachen. Wie sie so vergnügt unter ihm lag und an kein Unglück dachte, kam die Katze hereingeschlichen, fand den Schrank offen, nahm beide Dinger samt den Anhängseln, die den beiden Feldscherern gehörten, und lief damit hinaus. Als nun gegen Morgen der Soldat fortgehen wollte, da stand das Mädchen auf und sah, daß der Teller, den ihr der Wirt aufzuheben gegeben hatte, ledig war. Da sagte sie erschrocken zu ihrem Schatz:
„Ach, was will ich armes Mädchen anfangen! Die Sachen sind fort, wie wird mirs morgen früh ergehen!“ „Sei still“, sprach er, „ich will dir aus der Not helfen: Mein Großvater ist gestorben und liegt zu Hause; der braucht sein Zeug nicht mehr. Und am Galgen draußen hängt ein Dieb, dem will ich das Glied abschneiden.“
Da gab ihm das Mädchen ein scharfes Messer, und er ging hin, schnitt dem armen Sünder und seinem Großvater das Richtige ab und brachte es herbei. Das Mädchen tat alles zusammen auf den Teller und stellte ihn in den Schrank, und als ihr Liebster daraufhin noch was verlangte, schenkte sies ihm, nahm dann Abschied und legte sich ruhig ins Bett.
Morgens, als die Feldscherer aufstanden, sagten sie dem Mädchen, es sollte ihnen den Teller holen, darauf die kostbaren Sachen lägen. Da brachte sie ihn aus dem Schranke, und der erste hielt sich das Diebesglied an und bestrich es mit seiner Salbe, alsbald war es ihm angewachsen. Der zweite nahm das Glied des Alten und heilte es ein. Der Wirt aber stand dabei, bewunderte ihre Kunst und sagte, dergleichen hätte er noch nie gesehen, er wollte sie bei jedermann rühmen und empfehlen. Darauf bezahlten sie ihre Zeche und reisten weiter.
Wie sie so dahingingen, so blieb der mit dem Diebsglied gar nicht im Schritt, sondern wo eine Jungfer stand, da lief er hin und wollte ihr gleich was wegnehmen. Der andere wollte ihn an dem Rockschlippen zurückhalten, aber das half nichts, er riß sich los und entging mit Müh und Not den ärgsten Prügeln. Der andere stellte sich auch wunderlich an, rieb die Augen und sagte:
„Kamerad, was ist das? Mir gefallen die Mädel gar nicht mehr, hab keine Lust zum Singen und alles scheint mir grau.“
So gingen sie fort bis zum Abend, wo sie zu einer andern Herberge kamen. Sie traten zusammen in die Wirtsstube, da saß die junge Frau des Wirts hinter dem Schanktisch und war sehr schön. Der mit dem Diebsglied ging gleich auf sie zu und fragte, ob sie frei sei.
Sie sagte, nein, sie sei schon ihrem Manne zu eigen. Da sagte der Feldscherer, er wolle in der Nacht kommen und sie stehlen. Der andere mit dem Greisenglied saß verdrossen hinter seiner Flasche und kümmerte sich um gar nichts.
In der Nacht, als alle schliefen, kam die Küchenmagd in die Stube zum verdrossenen Feldscher und wollte ihm zu Willen sein, wie sie immer tat, denn der Wirt zahlte ihr keinen Lohn, und sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit dem Löchel. Aber da mochte sie sich Mühe geben soviel sie wollte mit Drücken und Knutschen und Lecken, da war ein Toter, der nicht mehr zum Leben zu bringen war. Der Feldscherer erschrak und besah sein Glied und da waren weiße Haare, die vordem nicht da gewesen waren.
Unterdes war der andere Feldscherer mit großer Verwegenheit in der Wirtin Schlafgemach gedrungen, wo sie neben ihrem Manne lag, der heftig schnarchte, und legte sich gleich zu ihr ins Bett und gab ihr das Diebsglied in die Hand. Das war mächtig groß und sie tat es gleich, wohin es gehörte und war sehr froh. Vor großer Wonne aber stöhnte sie so laut, daß ihr Mann erwachte, und als er mit der Hand von ungefähr hinüber griff, packte er den Feldscherer im Genick, gerade als der am wenigsten davonlaufen wollte. Er nahm aber doch Reißaus und lief zu seinem Kameraden, der kummervoll neben der Küchenmagd lag, die sich noch immer mühte, einen aufstehn zu machen, der durchaus liegen wollte. Der Wirt kam gleich hinterhergeschossen und vollführte einen großen Lärm, daß gleich das ganze Haus zusammenlief. Da zeigte der eine Feldscherer seine weißen Haare und nahm die Magd zum Zeugen, daß mit diesem Werkzeuge nichts zu machen war und sagte:
„Es ist mit uns nicht richtig, wir haben das Unsrige nicht wieder gekriegt, ich hab ein Greisenglied und er ein Diebswerkzeug.“
Das sah der Wirt ein und ließ die zwei ungeschoren abziehen, die sich am andern Morgen sogleich nach dem ersten Wirtshaus aufmachten und dem Herbergvater dort sagten, sie hätten ihr richtig Werk nicht wieder gekriegt. Der Wirt sprach, daran müßte das Mädchen schuld sein und wollte es rufen, aber wie das die zwei hatte kommen sehn, war es zum Hinterpförtchen fortgelaufen und kam nicht wieder. Da sprachen die zwei, er sollte ihnen viel Geld geben, sonst ließen sie ihm den roten Hahn übers Haus fliegen. Da gab er, was er hatte und nur aufbringen konnte, und die zwei zogen damit fort. Es war für ihr Lebtag genug, sie hätten aber doch lieber ihr richtig Werk gehabt.
Das blaue Licht
Es war einmal ein Soldat, der hatte dem König lange Jahre treu gedient; als aber der Krieg zu Ende war und der Soldat, der vielen Wunden wegen, die er empfangen hatte, nicht weiter dienen konnte, sprach der König zu ihm: „Du kannst heimgehn, ich brauche dich nicht mehr. Geld bekommst du weiter nicht, denn Lohn erhält nur der, welcher mir Dienst dafür leistet.“
Da wußte der Soldat nicht, womit er sein Leben fristen sollte. Ging voll Sorgen fort und ging den ganzen Tag, bis er abends in einen Wald kam. Als die Finsternis einbrach, sah er ein Licht, dem näherte er sich und kam zu einem Haus, darin wohnte eine Hexe.
„Gib mir doch ein Nachtlager und ein wenig Essen und Trinken“, sprach er zu ihr, „ich verschmachte sonst.“
„Oho!“ antwortete sie, „umsonst ist der Tod. Was zahlst du fürs Quartier?“
„Ich habe keinen Heller“, sagte der Soldat, „womit soll ich zahlen?“
„Hast du nicht Münze, so mußt du mit anderm Wert zahlen“, erwiderte die Hexe und knöpfelte ihm den Hosenlatz auf. Hernach fuhr sie mit ihrer hageren Hand tief hinein bis unter die Eier und holte ein Soldatenwerkzeug heraus, das war schlaff, aber man sah ihm an, daß es was Rechtes werden konnte. Dem Soldaten grauste es, aber er dachte:
„Ich bin im Kugelregen gestanden, und will ich etwas Warmes in meinen Magen, so will sie auch etwas Warmes in den Leib.“
Und folgte in die Stube, wo sie ihm ein Essen vorsetzte, daß er sich sättigen konnte nach Herzenslust. Hernach aber verlöschte die Hexe das Licht, und weil des Soldaten Werkzeug jetzt steif war und prächtig wie eine Leberwurst am Ostersonntag, zog sie ihn zum Bette und steckte sichs gleich selber hinein, wo er bis zum äußersten Heft versank, denn es war zwar eine mächtige Stange, das könnt ihr glauben; aber ihr Loch war vom Teufel ausgeweitet. Sie quiekte vor Vergnügen wie eine Kröte, und im Anfang war es dem Soldaten kein großes Vergnügen, so daß er sagte:
„Eine Nummer und nicht mehr!“
Aber weil es stockfinster war und der starke Wein seine Wirkung nicht verfehlte, kam er doch in Hitze und arbeitete in die Hexe hinein, daß die alte Bettstatt krachte. Die Hexe rief immerzu:
„Nicht kommen lassen, nicht kommen lassen!“
Darauf hörte der Soldat aber nicht, tat sich keinen Zwang an, spritzte ihr den heißen Saft in den Leib und stieg schwitzend von der Vettel ab. Weil die Hexe vom Blocksberg her gewöhnet war, daß eine Nummer gleich eine halbe Stunde dauerte oder länger, so war sie keineswegs befriedigt, sie bat und flehte, er möchte sie noch einmal besteigen.
Der Soldat wollte schlafen; sie ließ aber nicht ab von ihm, und weil sich der Schaft unter ihren Händen wider seinen Willen aufstellte, so daß an Schlafen nicht zu denken war, sagte er endlich:
„Für die erste Nummer Herberge und Nachtmahl.
Was gibst du mir für die zweite?“
Die Hexe lief und kam mit einem Lichte wieder, das brannte blau und verlöschte nicht.
„Das ist eine Wunderlampe“, sagte die Hexe. „Wenn du mich noch einmal befriedigst, will ich sie dir schenken und ihren Gebrauch erklären.“
Der Soldat ließ sich herbei. Mitten im Werk aber, das jetzt im blauen Lichte geschah, war ihm die Hexe so grauslich, daß er das Werkzeug herauszog und kurzer Hand der Hexe den Kopf abschlug. Hierauf wusch er sich, setzte sich in einen Lehnstuhl und war ganz zufrieden. Zufällig griff er in seine Tasche und fand seine Tabakspfeife, die noch halb gestopft war.
„Das soll ein Vergnügen sein“, dachte er, zog sie heraus, zündete sie an dem blauen Lichte an und fing an zu rauchen.
Als der Dampf in der Stube umhergezogen war, stand auf einmal ein kleines, schwarzes Männchen vor ihm und fragte:
„Herr, was befiehlst du?“
„Was habe ich dir zu befehlen?“ erwiderte der Soldat ganz verwundert.
„Ich muß alles tun“, sagte das Männchen, „was du verlangst.“
„Gut“, sprach der Soldat, „so zeigt mir, wo die Hexe ihre Schätze zusammengebracht und versteckt hat.“
Das Männchen zeigte ihm den Ort, und der Soldat nahm so viel Gold als er tragen konnte.
„Herr, was befiehlst du weiter?“ fragte der Kleine.
„In dem Augenblick nichts“, antwortete der Soldat.
„Du kannst nach Hause gehn. Sei nur gleich bei der Hand, wenn ich dich rufe.“
„Es ist nichts nötig“, sprach das Männlein, „als daß du deine Pfeife an dem blauen Lichte anzündest, dann stehe ich gleich vor dir. “
Darauf verschwand es vor seinen Augen.
Der Soldat kehrte in die Stadt zurück, aus der er gekommen war. Er ging in den besten Gasthof und ließ sich schöne Kleider machen, dann befahl er dem Wirt, ihm ein Zimmer so prächtig als möglich einzurichten. Als es fertig war und der Soldat es bezogen hatte, rief er das schwarze Männlein und sprach: „Ich habe dem König treu gedient, er aber hat mich fortgeschickt und mich hungern lassen, dafür will ich jetzt Rache nehmen.“
„Was soll ich tun?“ fragte der Kleine.
„Spät abends, wenn die Königstochter im Bett liegt, so bring sie schlafend hierher, sie soll Mägdedienste bei mir tun.“
Das Männchen sprach: „Für mich ist das ein leichtes, für dich aber ein gefährliches Ding, wenn das heraus kommt, wird es dir schlimm ergehn.“
Als es zwölf geschlagen hatte, sprang die Tür auf, und das Männchen trug die Königstochter herein.
„Aha, bist du da?“ rief der Soldat, „frisch an die Arbeit! geh, hol den Besen und kehr die Stube.“
Als sie fertig war, hieß er sie zu seinem Sessel kommen, streckte ihr die Füße entgegen und sprach: „Zieh mir die Stiefel aus“, warf sie ihr dann ins Gesicht, und sie mußte sie aufheben, reinigen und glänzend machen. Sie tat aber alles, was er ihr befahl, ohne Widerstreben, stumm und mit halbgeschlossenen Augen. Von dieser Bedienung stellte sich nun der Geist Unruh des Soldaten so steif auf, wie noch nie vorher, er besah die wunderzarte Königstochter, die, nur in ein Batisthemd gehüllt, barfuß vor ihm stand und zitterte. Am liebsten hätte er sie gleich entjungfert; aber das getraute er sich nicht, denn es dünkte ihm doch zu gefährlich, den alten König zum Großpapa zu machen. So hob er ihr erst einmal das Hemdlein in die Höh und besah sich die zarten Glieder, wobei ihm besonders der bleiche Popo so gut gefiel, daß er von dem geäderten weißen Samt gar nicht wegschauen konnte und schließlich fest drauf klatschte. Das war freilich eine andere Sache als bei der alten Hexe; er spürte, daß ihm beinahe schon die Natur kam, er ließ schnell die Hose herunter, daß der versteckte Riese zum Vorschein kam und befahl ihr, die Milch aus diesem Euter zu saugen, die etwa darinnen sein möchte. Die Königstochter hatte einen süßen kleinen Mund mit dünnen geschwungenen Lippen. Die Eichel des Soldaten versank darin, und er fühlte sich wohler als ein müder Wanderer im Eiderdaunenflaum. Weil aber der Schaft reichlich eine Spanne herausragte, so faßte die Königstochter mit ihren Händchen auch den und hielt ihn fest und sog daran, daß es eine Lust war. Ihr schwarzes Haar fiel ringsum bis auf den Boden, denn sie kniete vor dem Soldaten, mit ihren blauen Augen sah sie ihn bittend an, als wollte sie sagen:
„Bitte, schenk mir doch ein wenig von dem großen Reichtum, den du darin hast.“
Das tat dem Soldaten ganz kannibalisch wohl, und es dauerte keine Minute, so kam eine ganze Flut herausgeschossen, und die Königstochter hielt erschrocken inne.
„Willst du wohl fertig schlecken?“ sagte zornig der Soldat und gab ihr einen Backenstreich. Sogleich schob sie das Werkzeug, das jetzt heftig zuckte, tief in ihren roten, warmen Mund und schluckte alles hinunter, was herauskam.
Das war dem Soldaten recht; aber er fühlte sich doch nicht so recht befriedigt, und weil er sich einmal nicht getraute, die Königstochter so zu benützen, wie es ihr und uns allen am liebsten gewesen wäre, so trug er sie wenigstens aufs Ruhebett, hob das Hemdlein in die Höhe und besah sich die Gegend aus nächster Nähe. Sie duftete ganz leise nach Veilchen, und der Soldat küßte sie auf das jungfräulich verschlossene Löchel. Hernach legte er sie auf den Bauch, schob sein Gesicht unter sie und kostete recht angelegentlich von der süßen Speise, die hundertmal besser schmeckt als Austern und Schaumwein, und war ganz berauscht. Bei alledem sprach die Prinzessin kein Wort, denn sie schlief. Bei dem ersten Hahnenschrei trug sie das Männchen wieder in das königliche Schloß und in ihr Bett zurück.
Am andern Morgen, als die Königstochter aufgestanden war, ging sie zu ihrem Vater und erzählte ihm, sie hätte einen wunderlichen Traum gehabt.
„Ich ward durch die Straßen mit Blitzesschnelle fortgetragen und in das Zimmer eines Soldaten gebracht, dem mußte ich als Magd dienen und aufwarten und alle gemeine Arbeit tun, die Stube kehren und die Stiefel putzen. Es war nur ein Traum, und doch bin ich so müde, als wenn ich wirklich alles getan hätte.“ „Der Traum könnte wahr gewesen ein“, sprach der König, „ich will dir einen Rat geben, stecke deine Tasche voll Erbsen und mache ein klein Loch in die Tasche. Wirst du wieder abgeholt, so fallen sie heraus und lassen die Spur auf der Straße.“
Als der König so sprach, stand das Männchen unsichtbar dabei und hörte alles mit an. Nachts, als es die schlafende Königstochter wieder durch die Straßen trug, fielen zwar einzelne Erbsen aus der Tasche, aber sie konnten keine Spur machen, denn das listige Männchen hatte vorher in allen Straßen Erbsen verstreut. Die Königstochter aber mußte wieder bis zum Hahnenschrei Arbeit tun, und diesmal steckte ihr der Soldat sogar den kleinen Finger in den Popo.
Der König schickte am folgenden Morgen seine Leute aus, welche die Spur suchen sollten, aber es war vergeblich, denn in allen Straßen saßen die armen Kinder und lasen Erbsen auf und sagten: „Es hat heut Nacht Erbsen geregnet.“
„Wir müssen etwas anderes aussinnen“, sprach der König.
Die Königstochter wußte aber schon, wie sie es anfangen sollte, und als sie in der dritten Nacht zum Soldaten getragen worden war, und der sich von ihr bedienen ließ wie in den anderen Nächten, da biß sie ihn fest, daß das Blut hervorspritzte und über ihr Gesicht rann. Der Soldat erschrak und beschloß ein Ende zu machen. Er schickte die Königstochter zurück und machte sich fertig zur Abreise.
Am andern Morgen mußten alle Männer der Stadt ins Schloß kommen, der König saß auf dem Thron und neben ihm seine Tochter. Jeder mußte sein Teuerstes herzeigen, und als der Soldat das seine hervorholte, das ganz geschwollen war und blutig von dem Biß in der Nacht, da rief die Königstochter:
„Dieser ist es!“ Und der Soldat wurde ins Gefängnis geworfen.
Am anderen Tag ward Gericht über den Soldaten gehalten, und obgleich er nichts Böses getan hatte, verurteilte ihn der Richter doch zum Tode. Als er nun hinaus geführt wurde, bat er den König um eine letzte Gnade.
„Was für eine?“ fragte der König.
„Ich möchte noch einmal vor meinem Tode“, sagte der Soldat, „mit dem kleinen Finger in den Popo der Prinzessin fahren.“
Das rührte die Königstochter, die zur Hinrichtung mit hinausgekommen war, denn sie hatte, als sie alle Männer der Hauptstadt genau besichtigte, gesehen, daß der Soldat das größte Verdienst habe, und sie rief:
„Nein, er soll nicht mit dem Finger in meinen Popo, er soll was Besseres tun, er soll mein Mann werden und König sein.“
Da wurde aus der Todesnot ein Hochzeitsfest, und der Soldat wurde König. In der Hochzeitsnacht rief der junge König das schwarze Männlein und befahl ihm, einen Tiegel vom feinsten Schmierfett zu bringen, denn das brauchte er. Aber er brauchte es nicht lange und lebt heute noch, wenn er nicht gestorben ist.
Das Rätsel
Es war einmal ein König, dem war seine Frau mit einem Stallburschen durchgegangen. Der König roch immer nach Lavandelöl, der Stallbursche aber nach Mist, und das war der Königin lieber. Ihr könnt euch denken, wie zornig der König war. Von Frauen wollte er überhaupt nichts mehr wissen, ritt auf die Jagd und half sich selber, wenn es sein mußte. Die königliche Milch wurde in einem goldenen Gefäß aufgefangen, das ein Edelknabe dem König immer nachtragen mußte. Man konnte daran genau messen, wie viel Süßigkeit den Frauen verloren ging durch des Königs Abwendung von ihnen, und es war sehr viel, besonders wenn der König auf Anstand war und lange auf den Hirsch warten mußte. Konnte er nicht mit dem Gewehr schießen, so schoß er mit der Wasserflinte, die immer geladen war.
Eines Tages, als der König auf der Waldwiese eingeschlafen war, stellte der Edelknabe das goldene Gefäß bei Seite, suchte seine eigene Wasserflinte und machte Schießübungen. Er hatte aber da ein ganz kleines Ding, denn er war noch jung, und so viel er sich auch plagte, der Schuß ging nicht los, weil die Waffe nicht geladen war.
Wie er so saß und die Sonne auf seinem Zumperl Kringel malte, kam ein Reh aus dem Dickicht und sah ihm zu. Das Ding gefiel ihm so gut, daß es seine Sicherheit ganz vergaß, der königliche Jäger erwachte und legte auf das Reh an. Das Reh merkte, daß es zum Davonlaufen zu spät war, verlegte sich aufs Bitten und sagte:
„Schone meiner, so will ich dir einen Rat geben.“ Der König war neugierig und sagte:
„Was für einen Rat kannst du mir geben?“
Da ging das Reh recht zierlich zum Edelknaben, der im Schrecken vergessen hatte, seine Hose zu schließen, und leckte ihm mit seiner dünnen Zunge ein wenig am Zumperl, wie das Vieh am Salz leckt. Hernach blies es die Nüstern auf, tat ein paar Sprünge und war verschwunden.
„Das ist mir ein sonderbarer Rat“, sagte der König. Weil er aber vom Schlafen warm geworden war, hieß er dem Edelknaben den goldenen Becher bereitstellen und begann das Handwerk, das auch ein König nicht zu scheuen braucht. Dabei sah er den Edelknaben an, der hatte ein Band im blonden Haar und war sehr schön.
„Zieh dich ganz nackt aus“, sagte der König.
Der Edelknabe gehorchte und sprang bald im Grase munter wie das Reh zuvor.
Es war ein warmer Sommertag, die Hummeln brummten um die Blumen und der Himmel war blau. Der Edelknabe war schlank und zierlich und hatte noch nirgendwo ein Härchen außer auf dem Kopfe. Er gefiel dem König aus der Maßen wohl, so daß er ihn zu sich rief und des näheren betrachtete. Der Knabe badete alltäglich im klaren Quellwasser, davon war sein Körper glatt und rein wie ein Kieselstein im Bach. Der König nahm das Zumperl zwischen seine Finger, es fühlte sich frisch und weich an, wie Forellenfleisch, der König konnte nicht widerstehen, er mußte es in den Mund stecken. Das Zumperl war noch so klein, daß man es ganz in den Mund stecken konnte, es blieb nichts davon draußen, und der König warf es mit der Zunge herum, daß es sich ein wenig erhärtete, aber nicht viel, denn es war noch nicht gebrauchsfertig. Es schmeckte wie Zuckermelone und war eine gute Erfrischung für den armen König, dem sein böses Weib so großen Kummer bereitet hatte. Als er von dieser Speise genug hatte, kehrte er den nackten Burschen um, legte ihn übers Knie und prügelte ihn nach Herzenslust, daß das Ärschlein ganz rot wurde. Hernach sagte er:
„Gott segne dich“, denn er liebte den Knaben sehr und war froh, daß er für ein böses Weib einen wohlgebildeten Knaben eingetauscht hatte. Er band ihm ein rotes Seidenband um das Zumperl mit einer schönen Masche und führte ihn an einer dünnen goldenen Kette spazieren, die am Seidenband eingehakelt wurde. Der Bursche ging meistens nackt, im Sommer trug er nur Strumpfbänder mit Schellen, im Winter eine kurze Pelzjacke, aber das Zumperl mit der roten Masche mußte immer bloß getragen werden.
Weil es aber immerzu der Sonne und dem Regen ausgesetzt war, wuchs es schnell und auch das Feld, das drüber lag, blieb nicht lange brach, sondern war fruchtbar. Der Wald, der da entstand, war dem König zuwider, er ließ ihn vom Hofbarbier alltäglich wegrasieren, und als der Bub auch sonst behaart wurde, stellte der König zwei alte Hofdamen an, die putzten ihn täglich mit dem Schermesser blank, es war eingeteilt, daß die eine immer abwechselnd vorne, die andere rückwärts schaben mußte, und die vorne die Arbeit beendigt hatte, küßte ihn auf den Mund, die rückwärts küßte ihn auf den Mund, den er rückwärts hatte, wofür der Edelknabe einer jeden mit der Ferse in den Mund trat. Ihr könnt euch nicht denken, wie sich die Hofdamen um dieses Geschäft rissen und balgten.
Wie das aber so geht, wurde dem Edelknaben der Umgang mit dem König bald zu langweilig, die alten Hofdamen mochte er auch nicht leiden, und weil der König ihn gutwillig nicht hätte ziehen lassen, brannte er heimlich durch und nahm nur einen Diener mit. In der nächsten Stadt kaufte er Kleider, daß er aussah wie jeder andere Mensch, nur das Bändchen am Zumperl, das jetzt längst ein gutes Schießgewehr war, behielt er, denn er glaubte, das müsse so sein. Als er des Abends durch die Gassen spazierte, rief ihn ein Mädchen an, er ging mit ihr, und sie führte ihn in ein Freudenhaus. Dort entkleidete er sich, und als das Mädchen die sonderbare Maskerade sah, die des Landes nicht der Brauch ist, schlug sie die Hände über dem Kopfe zusammen und rief die anderen Dirnen, die in dem Hause waren, und alle lachten. Da ergrimmte der Edelknabe, stieß ihnen allen nach der Reihe sein Werkzeug in den Leib, daß sie einen gehörigen Respekt vor ihm bekamen, und verließ das Haus.
Es lebte in dieser Stadt eine schöne und übermütige Königstochter, die hatte bekannt machen lassen, wer ihr ein Rätsel vorlegte, das sie nicht erraten könnte, der sollte ihr Gemahl werden. Erriete sie es aber, so müßte er sich das Haupt abschlagen lassen. Drei Tage hatte sie Zeit sich zu besinnen. Sie war aber so klug, daß sie immer die vorgelegten Rätsel vor der Zeit erriet. Schon waren neun auf diese Weise umgekommen, als der Edelknabe anlangte und, von ihrer großen Schönheit geblendet, sein Leben daran setzen wollte. Da trat er vor sie hin und gab ihr sein Rätsel auf:
„Was ist das“, sagte er, „einer ist nackt und hat doch mehr an als alle andern.“
Sie wußte nicht, was das war, sie sann und sann, aber sie brachte es nicht heraus, sie schlug ihre Rätselbücher auf, aber es stand nicht darin. Kurz, ihre Weisheit war zu Ende. Da sie sich nicht zu helfen wußte, befahl sie ihrer Magd, in das Schlafgemach des Herrn zu schleichen, da sollte sie ihn berücken, daß er sie zu sich nehme, und dann sollte sie seine Träume behorchen, und dachte, er rede vielleicht im Schlaf und verrate das Rätsel.
Aber der kluge Diener hatte sich statt des Herrn ins Bett gelegt, und als die Magd heran kam, war er sehr freundlich mit ihr und nahm sie zu sich in die warmen Kissen. Er hatte eine leere Schnapsflasche mit einem überlangen Hals, und als er die Magd genugsam gekitzelt hatte, so daß ihr dringend nach etwas Länglichem verlangte, schob er ihr den ganzen Hals der Schnapsflasche in den Leib, daß nur der kugelrunde Körper der Flasche noch draußen war, und weil er den Hals mit Leim bestrichen hatte, so saß die Flasche fest und ging weder vorwärts noch rückwärts.
Hernach jagte er die Magd mit Ruten hinaus. Am andern Tage hatte die Magd einen eigentümlichen Gang, die Königstochter fragte, was sie hätte, aber sie sagte „nichts“ und wußte auch das Rätsel nicht, das sie erforschen sollte.
In der zweiten Nacht schickte die Königstochter ihre Kammerjungfer, die sollte sehn, ob es ihr mit dem Horchen besser glückte, aber der Diener hatte ein silbernes Glöcklein mit langem Griff von der Tafel des Königs genommen und schobs der Kammerjungfer dorthin, wo sie lieber was anderes gehabt hätte, also daß die keinen Schritt mehr tun konnte, ohne daß es unterirdisch silberhell klingelte.
„Was hast du?“ fragte die Königstochter.
„Ich glaube, der Frühling wird eingeläutet“, erwiderte die Kammerjungfer. Aber die Magd allein konnte sich denken, von wo der Frühling wohl kommen möchte, der sich dermaßen anmeldete, und vor Schadenfreude und Gelächter fiel sie hin, daß die Schnapsflasche zerbrach. Die Kammerjungfer bückte sich, um die Scherben aufzuheben, die Prinzessin war gleich hinterher, lüpfte den Rock der Kammerjungfer und sah da das Glöcklein heraushängen.
Da verstopfte sie ihr eigen Löchel mit Wachs und ging des dritten Abends selbst in die Stube des Edelknaben. Der hatte geglaubt, für diese Nacht sicher zu sein, legte sich in sein Bett und war sehr erstaunt, als die Prinzessin selber kam. Sie war aber in einen nebelgrauen Mantel eingehüllt. Sie legte sich zu ihm, und er hatte ein Messer mit einem Griff aus Elfenbein, den er schnell mit Leim bestrich, um auch der Prinzessin ein Angebinde zu schenken, aber da war alles verstopft, so daß er nicht eindringen konnte. Da legte er sie auf den Bauch und schob das Elfenbein anderswohin, wo der Weg noch frei war. Der Griff saß fest und Klinge stand hervor.
„Nun will ich dir den zeigen“, sagte der Edelknabe, „der nackt ist und doch was an hat“, und tupfte ihr mit dem Jemand auf die Nase, daß sie mit den Maschenschleifen hätte die Augen auswischen können, denn er hatte für diese Nacht eine schöne breite Atlasschärpe umgebunden.
Als sie das Rätsel wußte, schlich sie fort, aber das Messer in ihrem Hintern schlitzte den nebelgrauen Mantel von oben bis unten auf. Am andern Morgen verkündigte die Königstochter, sie habe das Rätsel erraten und ließ die zwölf Richter kommen. Aber sie konnte sich nirgends niedersetzen, weil in allen Lehnstühlen ein Riß entstand, wenn sie sich hineinsetzte, und auf den Thron getraute sie sich erst recht nicht, weil der König auf den Seidenstoff des Thronsessels ganz besonders heikel war.
Da ging sie weinend zu dem Edelknaben und bat ihn, er solle sie von dem lästigen Bewohner befreien, dann wolle sie ohne Widerstreben seine Frau sein. Das ließ sich der Edelknabe gefallen und nahm ihr kunstvoll das Messer aus dem Popo.
Kaum war dies geschehen, lief die Prinzessin, die ein falsches Herz hatte, in den Thronsaal und verkündete den Richtern, daß sie nun das Rätsel lösen wolle. „Ich bin doch neugierig“, dachte der Edelknabe, „wie sie dies anstellen wird.“
Und wirklich konnte die Prinzessin kein Wort herausbringen, weil sie sich schämte. Die Richter sprachen: „Sie weiß es nicht und muß heiraten.“
Und dabei bliebs. In der Hochzeitsnacht verhaute der Edelknabe seine Frau erst einmal tüchtig, bis von ihrer Bosheit nur mehr wenig übrigblieb, dann aber war er freundlich zur ihr, und sie durfte ihm täglich seine Seidenmasche knüpfen.
Die drei Federn
Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne, davon waren zwei klug und gescheidt, aber der dritte sprach nicht viel, war einfältig und hieß nur der Dümmling. Der König war aber alt und schwach und konnte gar nichts mehr selber machen. Deshalb betrogen ihn seine Geliebten hinten und vorn, und der König war froh, wenn er zusehn durfte. Denn daran hatte er immerhin ein Vergnügen, es kostete ihn nichts und er bekam auch keine Kreuzschmerzen.
Endlich wurde ihm aber auch das zuwider, weil es immer dasselbe war, und da sprach er zu seinen Söhnen: „Zieht aus und lernet die Kunst des Liebens, und wer mich das Feinste sehen läßt, der soll nach meinem Tode König sein.“
Und damit es keinen Streit unter ihnen gab, führte er sie vor sein Schloß, blies drei Federn in die Luft und sprach:
„Wie die fliegen, so sollt ihr ziehn.“
Die eine Feder flog nach Osten, die andere nach Westen, die dritte flog aber gerade aus und flog nicht weit, sondern fiel bald zur Erde. Nun ging der eine Bruder rechts, der andere links, und sie lachten den Dümmling aus, der bei der dritten Feder, da, wo sie niedergefallen war, bleiben mußte.
Der älteste Bruder ging sieben Tage weit, da kam er zu einem prächtigen Schloß, davor sprangen Brunnen, und als er es betrat, sah er viel Dienerschaft, die beugte sich vor ihm, und da er nicht wußte, wo er sich befand, fragte er einen, der den anderen vorgesetzt zu sein schien. Der zog eine weiße Hundspeitsche aus seinem Gürtel und überreichte sie statt einer Antwort. Der Prinz wußte nicht, was er nun beginnen sollte, aber der Oberdiener bat und zeigte dabei auf sein Gesicht und auf den Hintern, so daß der Prinz begriff, daß er da drauf hauen sollte. Da ließ er sich nicht länger bitten, sondern klatschte hin, daß die Funken stoben. Der Diener kniete nieder und küßte des Prinzen Schuh, der warf ihm die Peitsche ins Gesicht und ging weiter ins Schloß hinein, bis er in ein rotes Gemach kam, da war es so heiß wie in einem Backofen. Alles in diesem Zimmer war rot. Der Fußboden, die Wände und die Decke. Nur in der Mitte stand ein mächtig breites Ruhebett, das war schneeweiß; es war nämlich mit weißen Pelzen überzogen. Auf dem Ruhebett lag ein wunderbar schönes Mädchen, schlank wie eine Lilie, mit goldblonden Haaren, die aufgelöst über den Rand des weißen Bettes bis auf den dicken roten Teppich fluteten. Weil es so heiß war, und das Mädchen nur mit einem Leinentuch bekleidet, wollte der Prinz sichs auch bequem machen und legte alle Kleider weg, bis er ganz nackt dastand. Das Mädchen schaute ihm zu, und als er das letzte Stück weggeworfen hatte, warf sie die Arme vor Entzücken in die Luft, zog ihr Leinenkleid aus und war nun ebenso weiß wie der weiße Pelz, auf dem sie lag. Sie war aber sehr demütig, stand auf, kniete vor dem Prinzen nieder und küßte ihn links und rechts auf die kleine Zehe. Hernach ging sie hinter ihn, zog seine Arschbacken auseinander und berührte ihn mit der Zungenspitze mitten dazwischen. Da wurde der Prinz mächtig stolz, warf sie aufs Bett und wollte seiner tobenden Säule sogleich den Willen tun. Sie bat aber mit gefalteten Händen und spreizte die Schenkel und zeigte ihr Löchel, daß der Prinz sehen konnte, wie es noch verschlossen war und wahrscheinlich nicht geöffnet werden sollte. Er merkte schon, daß er in einem verzauberten Schlosse war, denn die Prinzessin sprach kein Wort und war augenscheinlich stumm. Die Prinzessin griff nun unter das Ruhebett und brachte eine Peitsche aus weißem Leder hervor, die hatte sieben Schwänze, war aber so weich wie Handschuhleder. Die gab sie dem Prinzen in die Hand und legte sich dann auf den Bauch, indem sie andeutete, daß ihr nach der Speise verlangte, die die Peitsche spenden könnte. Der Prinz spielte erst mit den sieben Schwänzen auf ihrem Rücken, daß sie sich brünstig herumwarf, dann aber schlug er einmal fester auf den wunderbaren Rücken, daß sieben rosa Streifen aufflammten, und wie er einmal ins Hauen kam, schlug er auf das zuckende nackte Fleisch mit aller Kraft. Dabei spürte er zu seinem Erstaunen, daß es ihm heiß in die Säule schoß, die zum Platzen gespannt war, auf einmal schoß es heraus, und er mußte nur achtgeben, daß das, was kam, auf die rot gegerbte Haut spritzte und nicht daneben, denn das wäre schade gewesen. Nun hörte er mit dem Schlagen auf, denn er war ganz matt, und legte sich aufs Ruhebett. Da trugen vier nackte Mädchen eine breite Badewanne herein, drin dampfte das Wasser, das stumme Mädchen leckte ihm den niedergegangenen Speer trokken, und dann hoben ihn die vier ins stärkende Bad. Als dies alles geschehn war, begann das stumme Mädchen auf einmal zu sprechen:
„Durch dich habe ich die Sprache wieder gewonnen. “ Und erzählte ihm, daß sie verdammt gewesen sei, so lange kein Wort zu sprechen, bis sie einen Mann völlig befriedigt habe. Es war ihr aber verboten, dabei die Jungfernschaft zu verlieren. Jetzt sei es ihr endlich gelungen, ohne Preisgabe des kostbaren Gutes und ohne die schmachtende Säule anzurühren, herauszulocken, was drinnen war. Dabei zeigte sie allen das Werkzeug des Prinzen, das nun schlaff hing, und weinte Freudentränen drauf. Hernach bedankte sie sich bei dem Prinzen, schenkte ihm zum Andenken die siebenschwänzige Peitsche, und der Prinz ritt nachdenklich nach Hause, denn nun hatte er etwas ganz Besonderes gelernt, das er seinem Vater zeigen wollte.
Der zweite Bruder ging noch weiter und kam eines Abends in einen Wald, darinnen stand ein schwarzes Schloß, und er beschloß einzutreten und Nachtherberge zu suchen. Kaum war er aber zur Tür herein, packten ihn drei Mädchen, die waren feuerrot gekleidet mit eng anliegenden Hosen und hatten schwarze Larven vor dem Gesicht. Sie warfen ihn zu Boden und schleiften ihn über eine Stiege in den Keller, das war ein hohes düsteres Gewölbe.
„Hier ist er“, sagten sie und führten ihn vor eine hohe Frau, die war in einen weißen Pelz gehüllt und hatte rotlederne Schnürschuhe.
„Bindet ihn“, rief sie, warf die schwarze Haarflut nach rückwärts und trat den Prinzen mit dem Absatz in den Bauch. Die roten Mägde schnürten ihm die Hände mit Büffelleder auf den Rücken, die Füße banden sie mit Ketten aneinander. Dann hängten sie ihn auf das Geheiß der Herrin an einen Haken, der in der Wand war, und entfernten sich, so daß die dunkelhaarige Frau im weißen Pelz mit ihrem Opfer allein blieb. Die besah erst einmal die Gelegenheit des Prinzen, die trotz des ausgestandenen Schreckens ganz besonders prächtig anzusehen war, und sagte: „Es ist richtig, nun sollst du nichts zu lachen haben“, und holte eine doppelte Goldkette und drosch mit ihr auf den Prinzen los, der sich nicht rühren konnte und den jeder Streich wie das höllische Feuer brannte. Von Zeit zu Zeit hörte sie zu schlagen auf, ergriff die Eier des Prinzen und fühlte, ob sie gut voll waren. Dann schlug sie wieder drauf los. Bald war er wund, und das Blut tropfte von seinem Körper. Die Herrin im Pelz ließ aber keinen Tropfen zur Erde fallen, sondern fing alle in einem Becher auf, und schlug so lange bis der Becher zur Hälfte voll war. Dann trank sie ihn aus, warf die Kette in eine Ecke und sprach:
„Nun sollst du so hängen bis morgen Früh, dann bekommst du wieder die Kette“, und legte sich auf das Ruhebett. Der Prinz empfand heftige Schmerzen, aber noch mehr schmerzte ihn die Gelegenheit, die furchtbar spannte und sich nicht entladen konnte. Darum bat er, sie möchte ihn noch schlagen, denn das war ihm gar nicht so unlieb:
„Ich sehe schon, dich muß man besser traktieren, du Schwein“, sagte die Frau und ließ die drei roten Mägde kommen. Sie faßte jetzt den Beutel dicht unter der Gelegenheit mit der einen Hand und steckte den Zeigefinger der andern Hand tief in die Öffnung, die nicht weit dahinter ist, und auf einen Wink peitschten alle drei Mägde aus Leibeskräften auf das Opfer los, daß der nicht atmen konnte und zu sterben meinte. Er schrie: „Gnade, Gnade!“ Aber das half nichts, er wurde weiter gemartert, und so oft er den Mund öffnete, spuckte die Herrin hinein.
Aber da kam auch mitten unter Qualen ein Meisterschuß zu Tage, der spritzte weit im Bogen auf die Steinfliesen und augenblicklich wurde mit dem Martern eingehalten, er wurde vom Haken genommen und losgebunden. Die Herrin wusch sich die Hände in einem goldenen Becken, der verprügelte Prinz beugte das Knie vor ihr und dankte unter Tränen, denn so etwas hatte er noch nie erlebt. Da befahl sie ihm, er sollte sich niederlegen platt auf den Rücken und den Mund öffnen. Als er es getan hatte, stellte sie sich rittlings über ihn und ließ Wasser gerade in seinen Mund hinein, daß es an den Mundwinkeln herausrann. Da kam es dem Prinzen noch einmal, denn er war einmal so ein sonderbarer Kauz, daß ihm das Vergnügen machte.
„Hat das wohl getan oder weh?“ fragte die Herrin.
„Unendlich wohl“, sagte der Prinz. Da trat ihn die hohe Frau mit ihrem roten Stiefel noch einmal ins Gesicht und sagte:
„Dann bin ich erlöst, denn ich war verdammt, so lange in diesem unterirdischen Verließ zu leben, bis einer sagt, daß Prügel und Demütigung wohl tun.“ Der Prinz erhielt zum Andenken die goldene Kette und begab sich auf den Heimweg, denn er glaubte genug gelernt zu haben und wollts seinem Vater zeigen. Der dritte Bruder, der Dümmling, ging gar nicht weit, sondern setzte sich nieder und war traurig. Da bemerkte er auf einmal, daß neben der Feder eine Falltüre lag. Er hob sie in die Höhe, fand eine Treppe und stieg hinab. Da kam er vor eine andere Tür, klopfte an und hörte, wie es inwendig rief:
Jungfer grün und klein,
Hutzelbein, Hutzelbeins Hündchen,
Hutzel hin und her,
Laß geschwind sehen, wer draußen wär.
Die Türe tat sich auf und er sah eine große, dicke Kröte sitzen und rund um sie die schönsten Jungfrauen in duftigen Gewändern, blau, grün und rosenrot. Die dicke Kröte fragte, was sein Begehren wäre, und er sagte: Er müßte was rechtes lernen, das er seinem Vater zeigen könnte, denn dem sei es schon zu langweilig zuzusehen, wie ihn seine Frauen immer auf die nämliche Art betrögen. Da sagte die Kröte: „Die hier sind lauter Jungfrauen, von denen kannst du nichts lernen. Sie müssen auch Jungfrauen bleiben.“
„Das seh ich wohl ein“, sagte der Dümmling und wendete sich zum Gehen. Diese Einfalt rührte die Jungfrauen, sie ließen ihn nicht fort, sondern umringten ihn, zogen ihm die Hosen aus und suchten gleich seine Gelegenheit hervor. Sie schoben die Vorhaut zurück und wieder vor und freuten sich, wie das so glatt ging, eine jede wollts machen und davon entstand ein gewaltiger Aufstand. „Wie herzig“, riefen sie und bemühten sich sehr um ihn, die Sache wieder zur Ruhe zu bringen. Es waren aber zu viele Hände, sie mußten sich verteilen. Eine leckte ihm das linke Ohr, eine das rechte, eine steckte ihm die Zunge tief in den Mund, eine den Finger rückwärts hinein, zwei hielten die Eier und drei machten abwechselnd Dienst bei der Hauptsache. Ihr könnt euch denken, daß die Herrlichkeit bald aus war. Darauf hielten sie die Hände auf und stellten sich im Kreis, er mußte jeder ein bißchen Wasser hinein lassen, das war sehr lustig. Mittlerweile war es Abend geworden, ein köstliches Nachtmahl wurde aufgetragen und als alle davon reichlich gegessen hatten und gut aufgelegt waren, sagten sie zum Dümmling:
„Nun sollst du etwas ordentliches lernen, damit du daheim bei deinem Vater Ehre einlegst.“
Die schönste von ihnen wurde vor seinen Augen sorgfältig gewaschen und mit schweren Gerüchen parfümiert, dann legte sie sich auf ein Ruhebett und der Dümmling mußte alles genau besichtigen. Dann zeigten sie ihm, wo er lecken müsse und wie er die richtige Stelle finden müsse und wie es nicht zu fest und nicht zu leise ist. Er war sehr gelehrig und die, an der ers lernte, schrie laut vor Entzücken. Da gönnten ihr die anderen das Vergnügen nicht und er mußte alle neune zu Ende schlecken. Das war eine schwere Arbeit, ihr glaubt es. Zum Schluß wischte er sich mit der Serviette den Mund, dankte und begab sich nach Hause. Als die drei Brüder wieder daheim waren, ließ der König eine Jungfrau ins Schloß bringen, denn alle drei hatten etwas gelernt, wozu Jungfrauen gut waren, und der König setzte sich auf den Thron und wackelte vor Vergnügen mit dem Kopfe. Die Jungfrau wurde nackt ausgezogen, und der älteste Bruder holte seine Peitsche. Damit wollte er jetzt die Jungfrau so lange abkarbatschen, bis die Geschichte in Ordnung gekommen wäre. Er freute sich schon sehr darauf, das bemerkte man am Tröpfeln. Aber der alte König stand vom Throne auf und sagte, das müsse er verbieten, denn das sei eine zu arge Grausamkeit. Da mußte der älteste Bruder abtreten und sich in einer Ecke selber helfen, so gut es ging. Der zweite Bruder zog sich aus und gab der Jungfrau die Kette und sagte ihr, sie solle ihn damit schlagen bis aufs Blut. Er stellte sich gerade vor dem Thron auf und hatte sich einen guten Spaß ausgedacht, er wollte nämlich gerade in des Königs Schoß spritzen, wenn es so weit wäre. Aber die Jungfrau sagte, sie habe ein zu weiches Herz, sie könne um keinen Preis auf das schöne nackte Fleisch schlagen.
Da trat der Dümmling vor und legte sich zur Jungfrau und begann sie zu lecken nach allen Regeln der Kunst, so schön und fein, daß es dem Mädchen schon recht war. Sie wand sich und warf sich vor Wollust.
Das gefiel dem alten König sehr. Er kam vom Thron herunter, um die Sache des näheren anzusehen, rieb sich die Augen und auf einmal sagte er:
„Das könnt ich ja auch probieren!“
Gesagt, getan. Und wirklich er konnte es und so mußte der arme gute alte König nicht nur zusehen allein, sondern hatte was Neues gelernt. Er war aber darin so fleißig, daß ihm zum Regieren gar keine Zeit mehr übrigblieb, darum vererbte er bei Lebzeiten noch sein Reich – und wem glaubt ihr wohl? Natürlich dem Dümmling. Denn der verdiente es und hat lange in Weisheit geherrscht.
Darmowy fragment się skończył.