Czytaj książkę: «Die Blume des Lebens»

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Drunvalo Melchizedek

Die Blume des Lebens

Band 1


Redaktionell überarbeitete Mitschrift des Workshops

»Die Blume des Lebens«

der von 1985 bis 1994 live auf Mutter Erde abgehalten wurde.

Wichtiger Hinweis

Die im Buch veröffentlichten Empfehlungen wurden von Verfasser und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.

© KOHA-Verlag GmbH

Titel der Originalausgabe: »The Ancient Secret Of The Flower Of Life«

Originalverlag: Light Technology Publishing, Sedona, USA

Computergrafiken von Tim Stouse und Michael Tyree

Aus dem Englischen von Silvia Autenrieth

Gesamtherstellung: Karin Schnellbach

ebook

ISBN 978-3-86728-768-5

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

E I N S

Z W E I

D R E I

V I E R

F Ü N F

S E C H S

S I E B E N

A C H T

Nachwort


Einleitung


Vitruvs Normalform mit heiliger geometrischer Figur der Blume des Lebens

Danksagungen

Es gibt so viele – an die Hunderte –, die dabei behilflich waren, dieses Werk zu vollenden. Ich kann gar nicht alle namentlich nennen, ein paar jedoch muss ich für mein Empfinden einfach aufführen.

Da wären zunächst einmal die beiden Engel, die vor langer Zeit in mein Leben traten und es liebevoll geleitet haben – seid hoch geehrt. Thot, der Aufgestiegene Meister aus Atlantis, Ägypten und Griechenland, hat mir einen beträchtlichen Teil der Informationen übermittelt, die in diesem Buch stehen. Meine Familie, meine Frau Claudette und meine Kinder, denen in meinem Leben meine größte Liebe gilt, und die mir die größte Inspiration sind. Die 200 Gruppenleiterinnen und -leiter, die in 33 Ländern diese Arbeit rund um die Blume des Lebens weitervermitteln und durch die ich unendlich kostbare Rückmeldungen, Unterstützung und Liebe erhalten habe, die mir den Rücken gestärkt haben. Die Tausenden von Menschen, die sich mit dieser Arbeit befasst haben und mir liebevolle Briefe geschrieben haben, in denen sie mir sagen, wie diese Arbeit ihr Leben verändert hat – sie haben mir die Kraft zum Weitermachen verliehen. Livea Cherish, die im Rahmen dieser Arbeit aus einer Videoaufzeichnung ein Buch gemacht hat, und Margaret Pinyan, deren fein ausgebildete Gaben als Redakteurin es ermöglichten, dass sich dieses Buch so flüssig liest. Tim Stouse, der ungefähr die Hälfte der Computergrafiken erzeugt hat, und Micheal Tyree, von dem die andere Hälfte stammt – sie haben es ermöglicht, dass man das hier Gesagte auch versteht. Und O’Rin Swanson, Eigentümer von Light Technology Publishing, der genug Glauben an mich hatte, um dieses Werk zu veröffentlichen.

Dem Rest von euch – ihr seid zu zahlreich, um euch alle namentlich zu erwähnen, danke ich von ganzem Herzen mit dem Gebet, dass diese Arbeit wirklich dazu beitragen möge, dass Menschen verstehen, wer sie wirklich sind, so dass wir zusammen eine liebevollere Welt erschaffen können – und vielleicht ein liebevolleres Universum. Danke, ihr Lieben.

Vorwort

Nur ein Großer Geist.

Lange bevor Sumeria existierte, bevor die Ägypter Saqqara errichteten, bevor das Industal zur Blüte gelangte, lebte der Geist im Körper der Menschen und tanzte in Hochkulturen. Die Sphinx kennt die Wahrheit. Wir sind viel mehr als wir wissen. Es ist nur in Vergessenheit geraten.

Die Blume des Lebens war und ist etwas, was allen Lebewesen bekannt ist. Alle Formen von Leben, nicht nur hier, sondern überall, wussten, es war das Schöpfungsmuster – der Weg hinein, der Weg hinaus. Der Große Geist hat uns diesem Bild entsprechend geschaffen. Ihr wisst, dass das wahr ist; es steht in eurem Körper geschrieben, im Körper von uns allen.

Vor langer Zeit stürzten wir von einem sehr hohen Bewusstseinszustand in einen erheblich niedrigeren, und erst jetzt kommt die Erinnerung an damals an die Oberfläche. Die Geburt unseres neuen/alten Bewusstseins hier auf Erden wird uns für immer verändern und uns das Gewahrsein zurückgeben, dass es wirklich nur einen Großen Geist gibt.

Wovon ihr hier lesen werdet, das ist meine Lebensreise durch diese Wirklichkeit, davon, wie ich vom Großen Geist erfuhr und über die Beziehungen, die jeder und jede einzelne von uns mit den Lebewesen überall unterhält. Ich sehe den Großen Geist in den Augen von allen, und ich weiß, dass Er/Sie in euch ist. Ihr tragt in eurem tiefsten Sein bereits sämtliche Informationen, die ich an euch weitergeben werde. Wenn ihr davon lest, kommt es euch vielleicht zunächst wie etwas vor, von dem ihr noch nie zuvor gehört habt, aber so ist es nicht. Es sind uralte Informationen. Ihr könnt euch an Dinge erinnern, die tief in euch sind, und meine Hoffnung richtet sich darauf, dass dieses Buch genau das auslösen wird, damit ihr euch erinnern könnt, wer ihr seid, warum ihr hierher gekommen seid und was euer Daseinszweck hier auf der Erde ist.

In meinem Gebet bitte ich darum, dass dieses Buch ein Segen in eurem Leben werden möge und es euch ermöglicht, aufzuwachen, was euch selbst und etwas an euch angeht, das sehr, sehr alt ist. Danke, dass ihr diese Reise mit mir teilt. Ich liebe euch zutiefst, denn in Wahrheit sind wir alte Freunde. Wir sind eins.

Drunvalo

E I N S

Erinnerungen an unsere ferne Vergangenheit

Wie der Untergang von Atlantis unsere Wirklichkeit verwandelte


Vor etwas weniger als 13.000 Jahren geschah in der Geschichte unseres Planeten etwas höchst Dramatisches, auf das wir hier recht detailliert eingehen werden, denn das, was da in der Vergangenheit geschah, beeinflusst sämtliche Aspekte unseres heutigen Lebens. Alles, was wir in unserem Alltag erfahren, ein­schließlich der Technik, die wir uns zunutze machen, der ausbrechenden Kriege, der Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, und sogar die Art und Weise, wie wir unser Leben wahrnehmen, ist unmittelbares Ergebnis einer bestimmten Abfolge von Ereignissen gegen Ende der Zeit von Atlantis. Die Konsequenzen dieser lange zurückliegenden Begebenheiten haben unsere Art zu leben, und die Wirklichkeit zu interpretieren, völlig verändert.

Alles ist miteinander verbunden! Es gibt nur eine Wirklichkeit und einen Gott, aber es gibt viele, viele Weisen, wie sich die eine Wirklichkeit interpretieren lässt, ja man kann sogar sagen, dass die Wege, die uns zur Interpretation der Wirklichkeit offenstehen, gegen Unendlich gehen. Es gibt bestimmte Wirklichkeiten, über die sich jeweils viele Menschen einig sind, und diese Wirklichkeiten nennt man Bewusstseinsebenen. Aus Gründen, auf die wir noch eingehen werden, gibt es ganz bestimmte Wirklichkeiten, auf die sich eine außerordentlich große Zahl von Menschen ausrichtet, und zu diesen gehören auch die Wirklichkeiten, die du und ich jetzt in diesem Augenblick erfahren.

Es gab einmal eine Zeit auf der Erde, da existierten wir auf einer sehr hohen Bewusstseinsebene, die alles, was wir uns nun auch nur vorstellen können, weit überstieg. Wir sind sogar kaum imstande, uns vorzustellen, wo wir einmal waren, denn wer wir damals waren, steht in so gar keinem Zusammenhang mehr damit, wer wir jetzt sind. Durch die ganz bestimmten Ereignisse, die in der Zeit vor 16.000 bis 13.000 Jahren stattfanden, stürzte die Menschheit von einem sehr hohen Punkt ihrer Entwicklung durch viele Dimensionen und Obertöne von zunehmend größerer Dichte hinab, bis wir diesen Ort erreichten, den wir die dritte Dimension auf dem Planeten Erde nennen: die moderne Welt.

Bei unserem Sturz – und es war eine Art Sturz – befanden wir uns in einer unkontrollierten Bewusstseinsspirale, die sich durch die Dimensionen des Bewusstseins abwärts wandte. Wir hatten nicht mehr die Kontrolle, und es war so ähnlich wie ein Absturz durch das All. Als wir in der dritten Dimension angelangten, fanden ganz bestimmte Veränderungen statt, sowohl physiologisch wie auch im Hinblick darauf, wie wir in der Wirklichkeit funktionierten. Die wichtigste Veränderung bestand darin, wie wir den Prana, ein indisches Wort für die Energie der Lebenskraft dieses Universums, atmeten. Prana ist für unser Überleben entscheidender als Luft, Wasser, Nahrung und jede sonstige Substanz, und die Art und Weise, wie wir diese Energie in unseren Körper aufnehmen, hat einen radikalen Einfluss darauf, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen.

In den Tagen von Atlantis und davor stand die Weise, wie wir Prana atmeten, in direktem Zusammenhang mit den elektromagnetischen Energiefeldern um unseren Körper. Alle Energieformen in unseren energetischen Feldern sind geometrisch, und das, womit wir arbeiten werden, ist ein sternförmiges Tetraeder, das aus zwei ineinander verschachtelten Tetraedern besteht [Abb. 1-1]. Man kann es sich auch als dreidimensionalen Davidsstern denken.



Abb. 1-1. Das Energiefeld in Form eines sternförmigen Tetraeders, das uns alle umgibt.

Die Spitze des nach oben zeigenden Tetraeders endet eine Handlänge weit über unserem Kopf, und die Spitze des nach unten zeigenden Tetraeders endet eine Handlänge weit unter den Füßen. Eine Verbindungsröhre führt von der oberen Spitze zum unteren Punkt durch die zentralen Energiezentren des Körpers, die Chakras. Diese Röhre hat, für deinen Körper betrachtet, genau den Durchmesser des Kreises, der entsteht, wenn du mit deinem längsten Finger und deinem Daumen einen Kreis bildest. Sie sieht aus wie eine fluoreszierende Glasröhre, nur dass sie an den Enden ein kristallines Gebilde aufweist, das in die beiden Spitzen des sternförmigen Tetrahedrons passt.

Vor dem Untergang von Atlantis ließen wir in dieser Röhre Prana gleichzeitig aufwärts und abwärts wandern, und die beiden Pranaströme begegneten sich innen in einem unserer Chakras. Wie und wo die Pranaströme aufeinandertreffen, das war immer ein wichtiger Aspekt dieser uralten Wissenschaft, die heute noch im ganzen Universum studiert wird.

Ein weiterer zentraler Punkt im menschlichen Körper ist die Zirbeldrüse, die sich annähernd in der Mitte des Kopfes befindet und in Sachen Bewusstsein ein immens wichtiger Faktor ist. Diese Drüse ist von ihrer ursprünglichen Größe, vergleichbar mit der eines Tischtennisballs, zu ihrer gegenwärtigen Größe degeneriert, die der einer Trockenerbse entspricht, weil wir vor langer Zeit vergessen haben, wie wir sie nutzen können – und was man nicht mehr gebraucht, das verliert sich.

Die pranische Energie floss ehemals durch das Zentrum der Zirbeldrüse. Diese Drüse sieht laut Jacob Liebermann, Autor von »Die heilende Kraft des Lichts«, wie ein Auge aus, und in mancher Hinsicht ist sie auch buchstäblich ein Augapfel. Sie ist rund und hat auf einer Seite eine Öffnung; in dieser Öffnung befindet sich eine Linse, mit deren Hilfe sich Licht fokussieren lässt. Sie ist hohl und im Innern mit Farbrezeptoren aus­gestattet. Ihr Gesichtsfeld – wenngleich das nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist – ist primär aufwärts ausgerichtet, in Richtung Himmel. Genauso wie unsere Augen abweichend von der Richtung, in die sie gerade blicken, bis zu 90 Grad seitwärts blicken können, so kann auch die Zirbeldrüse 90 Grad von ihrer festgelegten Richtung zur Seite »sehen«. Und ebenso wie wir nicht hinten aus unserem Kopf herausblicken können, kann die Zirbeldrüse nicht in Richtung Erde hinunterschauen.

In der Zirbeldrüse – selbst in ihrer geschrumpften Größe – finden sich die gesamten heiligen geometrischen Figuren und das genaue Verständnis, wie die Wirklichkeit geschaffen wurde. Alles das ist da, in jedem einzelnen Menschen. Doch dieses Verständnis ist uns nun nicht zugänglich, da wir während des Absturzes unsere Erinnerung daran verloren haben, und ohne unsere Erinnerung begannen wir anders zu atmen. Statt Prana durch die Zirbeldrüse aufzunehmen und in der Röhre in unserer Körpermitte auf und ab zirkulieren zu lassen, begannen wir ihn durch Mund und Nase einzuatmen. Das bewirkte, dass der Prana an der Zirbeldrüse vorbeigeführt wurde, wodurch wir alles vollkommen anders sahen, gefärbt von einer anderen Auslegung (dem Bewusstsein von Gut und Böse, auch Polaritätsbewusstsein genannt) der Einen Wirklichkeit. Das Ergebnis dieses Polaritätsbewusstseins bringt uns dazu zu denken, wir seien in einem Körper und schauten nach draußen, irgendwie getrennt von dem, was »da draußen« ist. Das ist pure Illusion. Es fühlt sich real an, und doch ist an dieser Wahrnehmung kein Körnchen Wahrheit. Es ist nur die Sicht der Wirklichkeit, die von diesem Zustand nach unserem Absturz herrührt.

Es verhält sich zum Beispiel nicht so, dass mit irgendetwas, was geschieht, etwas nicht in Ordnung ist, denn Gott hat die Schöpfung unter Kontrolle. Doch von einem bestimmten Blickwinkel aus betrachtet, einer Sicht der Polarität, hätte es, wenn wir uns den Planeten und seine Entwicklung so ansehen, besser nicht passieren sollen, dass wir dort hinuntergestürzt sind. Eine reguläre Entwicklungskurve hätte nicht vorgesehen, dass wir hier sind. Uns ist etwas widerfahren, was nicht hätte passieren sollen. Wir haben eine Mutation durchlebt – einen Chromosomenbruch, könnte man sagen. Von daher besteht für die Erde seit fast 13.000 Jahren Alarmstufe rot, und viele Wesen und Bewusstseinsebenen haben gemeinsam daran gearbeitet, eine Möglichkeit zu finden, uns wieder auf den Weg (zu der DNS) zu führen, auf dem wir uns zuvor befanden.

Der Effekt dieses »versehentlichen« Niedergangs des Bewusstsseins und der darauf folgenden Bemühungen, uns wieder in die richtige Bahn zu lenken, ist etwas wirklich Gutes – etwas Unerwartetes, etwas Erstaunliches, das sich daraus ergab. Wesen von überallher aus dem Universum, die uns bei diesem Problem behilflich zu sein suchten, haben diverse Experimente an uns in die Wege geleitet in dem Bemühen, uns zu unterstützen, bei manchen war es rechtens und manche waren gar nicht dazu befugt. Und da ist ein bestimmtes Experiment, das zu einem Szenario führt, von dem sich niemand wo auch immer je hätte träumen lassen, dass es Wirklichkeit würde – bis auf eine Person in einer einzigen, ganz bestimmten Kultur aus einer lange zurückliegenden Vergangenheit.

Die Mer-Ka-Ba

Da ist noch ein weiterer zentraler Faktor, auf den wir uns in dieser Geschichte konzentrieren werden. Vor 13.000 Jahren nahmen wir an uns bewusst etwas wahr, das wir seit damals vollkommen vergessen haben: Die geometrischen Energiefelder um unseren Körper kann man auf eine bestimmte Weise aktivieren, die ebenfalls mit unserem Atem zusammenhängt. Diese Felder pflegten sich ehemals annähernd mit Lichtgeschwindigkeit um unseren Körper zu drehen, nach dem Sturz jedoch verlangsamten sie sich und hörten schließlich auf, sich zu drehen. Wird dieses Feld reaktiviert und beginnt sich wieder zu drehen, so wird es Mer-Ka-Ba genannt, und sein Nutzen in dieser Wirklichkeit ist unvergleichlich. Es verleiht uns ein erweitertes Bewusstsein dessen, wer wir sind, bringt uns mit höheren Bewusstseinsebenen in Verbindung und stellt die Erinnerung an die unendlichen Möglichkeiten unseres Seins wieder her.

Eine gesunde, sich drehende Mer-Ka-Ba hat einen Durchmesser von fünfzehn bis achtzehn Metern, je nach Körpergröße. Die Drehbewegung einer wirbelnden Mer-Ka-Ba kann man mit Hilfe der entsprechenden Instrumente auf einem Computermonitor sichtbar machen, und von ihrem Aussehen her gleicht sie der infraroten Wärmehülle der Galaxie [Abb. 1-2] – die gleiche Grundform wie die vielzitierte fliegende Untertasse.


Abb. 1-2. Infrarotaufnahme einer Galaxie namens Sombrerogalaxie mit Hitzehülle.

Das Wort Mer-Ka-Ba setzt sich aus drei kleineren Worten zusammen, Mer, Ka und Ba, die so wie wir sie gebrauchen, aus dem Altägyptischen kommen. In anderen Kulturen findet man sie auch als Merkabah, Merkaba und Merkavah. Es gibt verschiedene Aussprachen dafür, im allgemeinen jedoch wird das Wort so ausgesprochen, als wären die drei Silben voneinander getrennt, mit der gleichen Betonung auf einer jeden. Mer meint eine ganz bestimmte Art von Licht, die man in Ägypten nur zur Zeit der achtzehnten Dynastie verstand. Man sah zwei gegeneinander rotierende Lichtfelder, die sich im gleichen Raum drehten und von bestimmten Atemmustern erzeugt werden. Ka bezeichnet den individuellen Geist, und Ba die Interpretation, die der Geist von seiner ganz bestimmten Wirklichkeit hat. In unserer Wirklichkeit definiert sich Ba gewöhnlich als der Körper oder die physische Wirklichkeit. In anderen Wirklichkeiten, wo der Geist keinen Körper hat, meint es die Vorstellungen oder Interpretationen von Wirklichkeit, die der Geist mitbringt.

Die Mer-Ka-Ba ist also ein gegenläufig rotierendes Lichtfeld, das Geist und Körper gleichermaßen beeinflusst. Sie ist ein Fahrzeug, das Geist und Körper (oder die eigene Interpretation der Wirklichkeit) von einer Welt oder Dimension in eine andere befördern kann. De facto ist die Mer-Ka-Ba viel mehr als das, da sie Wirklichkeiten erschaffen wie auch sich durch Wirklichkeiten hindurchbewegen kann. Für unsere Zwecke werden wir uns hier jedoch hauptsächlich auf ihren Aspekt als interdimensionales Fahrzeug konzentrieren (im Hebräischen bedeutet Mer-Ka-Vah Kutsche), das uns dabei helfen wird, zu unserem ursprünglichen höheren Bewusstseinszustand zurückzukehren.

Die Rückkehr zu unserem Ausgangszustand

Um es ganz klar zu sagen: Die Rückkehr zu unserem ursprünglichen Zustand ist ein natürlicher Prozess, der sich einfach oder schwierig gestalten kann, je nach unseren Überzeugungsmustern. Sich schlichtweg nur mit den technischen Aspekten der Mer-Ka-Ba zu befassen, wie etwa unser Atemmuster zu korrigieren oder zum Beispiel geistig die unendlichen Verbindungen zu allen Lebensmustern zu erkennen, reicht nicht aus. Da ist zumindest noch ein weiterer Faktor, der noch wichtiger ist als die Mer-Ka-Ba als solche, nämlich das Verstehen, Erkennen und Leben der göttlichen Liebe. Denn diese göttliche Liebe, manchmal auch bedingungslose Liebe genannt, ist der hauptsächliche Faktor, der es der Mer-Ka-Ba ermöglicht, ein lebendiges Lichtfeld zu werden. Ohne göttliche Liebe ist die Mer-Ka-Ba nur eine Maschine, und diese Maschine wird ihre Grenzen haben, die es dem Geist, der sie geschaffen hat, nie erlauben, nach Hause zurückzukehren und die höchsten Bewusstseinsebenen zu erreichen – den Ort, wo es keine verschiedenen Ebenen gibt.

Wir müssen bedingungslose Liebe erfahren und zum Ausdruck bringen, um über eine bestimmte Dimension hinauszugelangen, und die Welt ist eiligen Schritts zu diesem höheren Ort unterwegs. Wir haben die Richtung eingeschlagen, uns von einem Ort des Separatismus fortzubewegen, wo wir uns als in unserem Körper und nach draußen blickend sehen. Diese Sichtweise wird bald verschwunden sein, um von einer anderen Sicht der Wirklichkeit abgelöst zu werden, bei der wir das Empfinden und Wissen der absoluten Einheit mit allem Leben haben werden; und dieses Empfinden wird mehr und mehr wachsen, während wir damit fortfahren, uns auf unserer Reise nach Hause durch die einzelnen Ebenen aufwärts zu bewegen.

Später werden wir auf bestimmte Wege eingehen, das Herz zu öffnen – mitfühlende, bedingungslose Liebe zu entzünden, damit du eine unmittelbare Erfahrung durchleben kannst. Wenn du das einfach geschehen lassen kannst, entdeckst du vielleicht Dinge an dir selbst, von denen du vorher gar nichts gewusst hast.

Eine höhere, alles einschließende Wirklichkeit

Eine weitere Komponente, mit der wir uns hier befassen werden, hat zwar viele Namen, wird aber dem aktuellen Jargon zufolge für gewöhnlich das Höhere Selbst genannt. In der Wirklichkeit des Höheren Selbst führen wir buchstäblich ein gleichzeitiges Dasein in anderen Welten als dieser. Es gibt so viele Dimensionen und Welten, dass es fast das menschliche Fassungsvermögen übersteigt. Diese Ebenen sind sehr spezifisch und mathematisch, und die Abstände und Wellenlängen in und zwischen ihnen entsprechen den Relationen innerhalb der Oktaven in der Musik und anderen Aspekten des Lebens. Aber derzeit ist dein drittdimensionales Bewusstsein wahrscheinlich von deinem höheren Aspekt abgetrennt worden, so dass du dir nur dessen bewusst bist, was sich hier auf der Erde abspielt. Das ist für Wesen, die ein Dasein in einem natürlichem Zustand, ohne Absturz, führen, nicht die Norm. Die Norm ist die, dass sich die Wesen zuerst mehrerer Ebenen gleichzeitig bewusst werden, wie bei den Akkorden in der Musik, bis sie schließlich mit zunehmendem Wachstum alles überall gleichzeitig wahrnehmen. Das nachfolgende Beispiel ist zwar ungewöhnlich, demonstriert aber, wovon hier die Rede ist.

Ich stehe derzeit in Kontakt mit einer Frau, die viele Ebenen gleichzeitig wahrnimmt. Die Wissenschaftler, die sich mit ihr befassen, sind sprachlos; sie verstehen nicht, wie sie das anstellt, was sie da macht. Sie mag in einem Zimmer sitzen, behauptet dabei aber, sie würde aus dem All zusehen. Die NASA fühlte ihr einmal auf den Zahn, indem sie gebeten wurde, einen ganz bestimmten Satelliten zu »sehen« und spezifische Informationen anzugeben, die nur jemand haben konnte, der tatsächlich dort war. Sie las also die Instrumente der Wissenschaftler ab, was diesen, da bin ich sicher, unmöglich vorkam. Sie sagte, sie flöge neben den Satelliten her und lese die Werte ganz einfach ab. Ihr Name ist Mary Ann Schinfield. Sie ist von Rechts wegen blind, und dennoch kann sie in einem Raum herumgehen und keiner merkt, dass sie nichts sieht. Wie macht sie das?

Neulich rief sie mich einmal an, und während unseres Gesprächs fragte sie, ob ich gerne einmal mit ihren Augen sehen würde. Natürlich sagte ich ja. Es dauerte nur ein paar Atemzüge und mein Gesichtsfeld erweiterte sich, und ich blickte auf oder durch etwas, das wie ein riesiger Fernsehbildschirm aussah, der mein ganzes Gesichtsfeld ausfüllte. Was ich sah, war erstaunlich. Es wirkte, als würde ich mich sehr schnell durch den Weltraum bewegen, und zwar ohne einen Körper. Ich konnte die Sterne sehen, und in diesem Augenblick wanderten Mary Ann und ich, der ich mit ihren Augen sah, an einer Kette von Kometen vorbei. Sie war sehr dicht an einem von ihnen.

Es war eines der realsten Erlebnisse, meinen Körper zu verlassen, die ich je gehabt hatte. Um diesen »Fernsehbildschirm« herum waren vielleicht zwölf oder vierzehn kleinere Bildschirme, von denen alle extrem schnelle Bilder wiedergaben. Aus einem von ihnen oben rechts in der Ecke schossen rasant sich bewegende Figuren wie Dreiecke, Glühbirnen, Kreise, Wellenlinien, Bäume, Quadrate etc. Und dieser Bildschirm war es, der ihr sagte, was sich in dem unmittelbaren Umfeld befand, in dem sich ihr Körper befand. Sie konnte durch diese scheinbar unzusammenhängenden Bilder »sehen«. Es gab noch einen weiteren Bildschirm ganz unten links, wo sie mit anderen außerirdischen Formen von Leben innerhalb dieses Sonnensystems kommunizierte.

Hier haben wir eine Person, die in einem dreidimensionalen Körper auf der Erde ist, aber dennoch voll erinnert und erfährt, wie es ist, in anderen Dimensionen zu leben. Diese Art und Weise, die Wirklichkeit zu unterbrechen, ist ungewöhnlich. Normalerweise sehen Menschen keine inneren Fernsehbildschirme, doch wir existieren in der Tat in vielen anderen Welten, auch wenn die meisten von uns sich dessen nicht bewusst sind.

Du existierst wahrscheinlich auf fünf oder noch mehr Ebenen. Obwohl es einen Bruch zwischen dieser und anderen Dimensionen gibt, brauchst du nur die Verbindung mit deinem Höheren Selbst, um diesen Bruch zu heilen, und danach werden dir zusehends die höheren Ebenen bewusst, und die höheren Ebenen schenken dir mit einem Mal mehr Aufmerksamkeit – die Kommunikation beginnt! Diese Verbindung mit dem Höheren Selbst ist wahrscheinlich das Allerwichtigste, was dir in deinem Leben passieren kann – wichtiger, als die Informationen zu verstehen, die ich dir hier geben werde. Die Verbindung zum Höheren Selbst herzustellen ist wichtiger, als die Mer-Ka-Ba zu aktivieren lernen, denn wenn du die Verbindung zu deinem Selbst herstellst, wirst du absolut klare Informationen dazu erhalten, wie du Schritt für Schritt durch jede Wirklichkeit hindurch vorgehen kannst und wie du dich zurück nach Hause, zum vollen Bewusstsein Gottes, führen kannst. Wenn du die Verbindung zu deinem Höheren Selbst herstellst, geschieht der Rest ganz von selbst. Du musst immer noch dein Leben führen, aber alles, was du tust, wird große Kraft und Weisheit haben – in deinen Handlungen, Gedanken und Gefühlen.

Wie man das im einzelnen anstellt, die Verbindung zu seinem Höheren Selbst zu gewinnen, ist etwas, das schon viele, ich selbst inbegriffen, zu verstehen versucht haben. Viele Menschen, die irgendwie diese Verbindung hergestellt haben, wissen oft nicht genau, wie es dazu gekommen ist. In diesem Kurs werde ich mich bemühen, genau zu erklären, wie du die Verbindung zu deinem Höheren Selbst herstellen kannst. Ich werde mein Bestes geben.

Linke und rechte Gehirnhälfte: zwei Wirklichkeiten

Diesem Bild ist noch eine weitere Komponente beizufügen. Ich werde vielleicht die Hälfte unserer Zeit für Informationen aufwenden, die der linken Gehirnhälfte angehören, wie Geometrie und Fakten und alle erdenklichen Informationen, die vielen spirituellen Menschen vollkommen unwichtig vorkommen werden. Das tue ich, da wir uns bei unserem Absturz in zwei – eigentlich in drei, aber in erster Linie in zwei – Hauptbestandteile auf­splitteten, die wir männlich und weiblich nennen. Die rechte Gehirnhälfte, die für die Steuerung unserer linken Körperseite zuständig ist, ist unsere weibliche Komponente, obwohl sie in Wirklichkeit weder männlich noch weiblich ist. Hier ist unsere psychische und emotionale Seite beheimatet. Diese Komponente in uns weiß, dass es nur einen Gott gibt, und dass da allein Einheit ist. Obwohl sie es nicht wirklich erklären kann, kennt sie einfach die Wahrheit. Die weibliche Komponente macht also nicht weiter Probleme.

Das Problem ist auf der linken Seite des Gehirns angesiedelt – bei der männlichen Komponente. Aufgrund der Natur der Ausrichtung des männlichen Gehirns – spiegelbildlich zum weiblichen – ist seine logische Komponente vorwärtsgerichtet (stärker dominant), während beim weiblichen die logische Komponente rückwärtsgerichtet ist (weniger dominant). Die linke Gehirnhälfte erfährt keine Einheit, wenn ihr euch die Wirklichkeit betrachtet; sie sieht nur Teilung und Trennung. Aus diesem Grund hat es der männliche Aspekt von uns hier auf der Erde recht schwer. Selbst unsere bedeutendsten heiligen Bücher, etwa der Koran, die hebräische Bibel und die christliche Bibel, haben alles in Gegensatzpaare eingeteilt. Die linke Gehirnhälfte erfährt, dass es Gott gibt, aber dann ist da auch noch der Teufel – vielleicht nicht ganz so stark wie Gott, aber dennoch von immensem Einfluss. Also wird selbst Gott dual gesehen, als ein Pol der gegensätzlichen Kräfte von Licht und Finsternis. (Das trifft nicht auf alle Untergruppen dieser Religionen zu. Ein paar davon sehen durchaus, dass es nur Gott gibt.)

Solange die linke Gehirnhälfte nicht die Einheit sehen kann, die alles durchzieht, solange sie nicht weiß, dass es wirklich nur einen Geist, eine Kraft, ein Bewusstsein gibt, das sich durch absolut alles bewegt, was existiert, wird der Geist von sich selbst, von seiner Ganzheit und von der Fülle seines Potentials getrennt bleiben. Selbst wenn da nur der leiseste Zweifel an der Einheit ist, wird uns diese in der linken Gehirnhälfte beheimatete Seite unserer selbst bremsen und wir schaffen es nicht mehr, über das Wasser zu gehen. Denkt daran, selbst der Apostel Thomas ging einen kurzen Moment lang über das Wasser, als Jesus ihn dazu aufforderte, aber dann sagte eine kleine Zelle in seinem großen Zeh: »Warte mal, das kann ich aber nicht«, und Thomas versank in den kalten Fluten der von Polarität geprägten Wirklichkeit.

Wohin diese Informationen uns führen

Ich verwende hier viel von unserer Zeit darauf, dir so, dass nicht der Schatten eines Zweifels bestehenbleibt, zu zeigen, dass es wirklich nur ein Bild in allem gibt. Es gibt ein, und nur ein, Bild, das alles geschaffen hat, was existiert, und dieses Bild ist das gleiche Bild, das das elektromagnetische Feld um deinen Körper geschaffen hat. Die gleiche Geometrie, die sich in deinem Feld findet, umgibt auch alles andere – Planeten und Galaxien und Atome und was nicht noch alles. Wir werden dieses Bild noch sehr genau untersuchen.

Außerdem werden wir auch auf die Erdgeschichte eingehen, denn sie ist sehr wichtig für unsere gegenwärtige Situation. Wir können nicht wirklich verstehen, wie wir hierher gekommen sind, wenn wir nicht den Prozess kennen, der uns an diesen Punkt gebracht hat. Wir werden also eine beträchtliche Zeit darauf verwenden, über das zu sprechen, was sich vor langer Zeit ereignete; dann werden wir langsam weiter voranschreiten, bis wir zu dem kommen, was sich heute abspielt. Es hängt alles zusammen. Die gleiche alte Geschichte hat sich die ganze Zeit über abgespielt, und sie läuft noch immer – sie hat letztendlich nie aufgehört.

Diejenigen von euch, bei denen die rechte Gehirnhälfte dominiert, sind vielleicht geneigt, dieses auf die linke Gehirnhälfte ausgerichtete Material zu überspringen, und dennoch ist es von höchster Wichtigkeit, dass ihr euch damit befasst. Es braucht nämlich Ausgewogenheit, damit die spirituelle Gesundheit wiederkehrt.

Wenn die linke Gehirnhälfte absolute Einheit sieht, beginnt ihr euch zu entspannen, und das Corpus callosum (die Fasern, die die beiden Hälften verbinden) öffnet sich auf eine nie gekannte Weise und ermöglicht so eine Integration zwischen den beiden Seiten. Die Verbindung zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte wird verstärkt, es kommt zu einem Fluss, Information wandert hin und her, und die gegensätzlichen Seiten des Gehirns beginnen mit ihrer Integration und Synchronisation. Wenn ihr euch dann an die entsprechenden Messgeräte für Biofeedback anschließen lasst, könnt ihr regelrecht beobachten, wie das geschieht. Diese Aktivität kurbelt auch die Zirbeldrüse ganz anders an und macht es möglich, dass eure Meditation den Lichtkörper, die Mer-Ka-Ba, aktiviert. Dann kann der ganze Prozess der Erneuerung und Wiedererlangung unserer früheren höheren Bewusstseinsebenen fortschreiten. Es ist ein Wachstumsprozess.

Wenn ihr euch mit einem anderen spirituellen Weg befasst, braucht ihr nicht mit euren Übungen aufzuhören, um die Arbeit mit der Mer-Ka-Ba zu beginnen – es sei denn natürlich, euer Lehrer oder eure Lehrerin will keine Vermischung unterschiedlicher Traditionen. Andere Meditationen, die auf der höchsten Wahrheit basieren, können außerordentlich nützlich sein, wenn sich die Mer-Ka-Ba erst einmal dreht, denn dann können sich sehr schnell merkliche Ergebnisse entwickeln. Ich wiederhole es jetzt noch einmal, nur damit ihr es ein für allemal wisst: Der Lichtkörper, die Mer-Ka-Ba, widerspricht oder hemmt keine andere Meditation oder Religion, die daran glaubt, dass es nur einen Gott gibt.

So weit zum ABC der Spiritualität. Das sind nur die Anfangsschritte. Doch diese ersten Schritte sind die wichtigsten, die ich kenne.

Deine linke Gehirnhälfte mag diese Informationen lieben und in fein säuberlich beschrifteten Fächern ablegen; das ist in Ordnung. Oder du kannst dich einfach entspannen und das Ganze wie einen Abenteuerroman lesen, etwas, das deinen Geist beansprucht wie ein Produkt der Phantasie. Jedenfalls liest du es, und darauf kommt es an: dass du dieses Buch liest. Und dann wirst du bekommen, was auch immer du bekommen sollst. Lasst uns also im Geist der Einheit gemeinsam zu dieser Entdeckungsreise auf­brechen.

Überzeugungsmuster unserer Eltern auf dem Prüfstand

Vieles an den Vorstellungen, von denen wir heute überzeugt sind und von den »Fakten«, die uns in der Schule beigebracht wurden, ist schlichtweg nicht wahr, und diese Erkenntnis beginnt sich nun weltweit durchzusetzen. Natürlich hielt man diese Muster zu der Zeit, wo sie vermittelt wurden, in der Regel für wahr, aber dann änderten sich die Vorstellungen und Ideen, und die nächste Generation bekam wieder ganz andere Wahrheiten vermittelt.

So zum Beispiel hat sich die menschliche Vorstellung von Atomen im Laufe der letzten neunzig Jahre so viele Male dramatisch verändert, dass man derzeit nicht mehr wirklich einer bestimmten Theorie anhängt. Es wird zwar in der Praxis eine verfolgt, aber mit dem Verständnis, dass sie genausogut auch falsch sein kann.

In einer bestimmten Zeit dachte man sich das Atom wie eine Wassermelone, und die Elektronen waren wie die Kerne in dieser Melone. Wir wissen wirklich sehr wenig über die Wirklichkeit um uns herum. Die Quantenphysik hat nun aufgezeigt, dass die Person, die ein Experiment durchführt, den Ausgang des Experiments beeinflusst. Mit anderen Worten, das Bewusstsein kann den Ausgang eines Experiments verändern, je nach seinen Überzeugungsmustern.

Es gibt noch andere Aspekte von uns selbst, die wir für wahr halten, die aber womöglich gar nicht wahr sind. Eine Vorstellung, an der seit langem festgehalten wird, ist die, dass unser Planet der einzig existierende sei, auf dem es Leben gibt. In unserem tiefsten Innern wissen wir, dass das nicht stimmt, aber dieser Planet wird diese Wahrheit in unseren modernen Zeiten nicht eingestehen, obwohl seit über fünfzig Jahren von überallher auf der Welt beeindruckende Hinweise auf gesichtete UFOs eingehen. Bei jedem anderen Thema als UFOs hätte die Welt der Sache Glauben geschenkt und sie akzeptiert, aber dieses Thema war zu bedrohlich. Deshalb betrachten wir Material, das darauf schließen lässt, dass es höheres Bewusstsein im Universum gibt, nicht nur auf den Sternen, sondern vielleicht unmittelbar hier auf der Erde.

Gesammelte Auffälligkeiten

Der Stamm der Dogon, Sirius B und Delphinwesen


Abb. 1-3. Dogon-Zeichnung von Nommo, dem großen Helden ihrer Kultur, der die Zivilisation auf die Erde brachte. Da auf der Darstellung beide Augen sichtbar sind, sind sie wohl als Draufsicht gemeint, was bedeutet, dass die Schwanzflosse gegenüber parallel zu den Augen ausgerichtet ist (wie beim Delphin), statt seitlich aufgerichtet wie beim Fisch. Die Wasseroberfläche ist eindeutig eingezeichnet, und sie lässt darauf schließen, dass der Nommo Luft atmet. Die Zeichnung stammt aus der australischen Zeitschrift Simply Living.

Diese Zeichnung hier [Abb. 1-3] ist wirklich beachtlich. Die Informationen darin stammen aus einem Buch über den Planeten Sirius, »The Sirius Mystery«, von Robert Temple. Er hatte, so sagte man mir, zehn bis zwölf Themen zur Auswahl, von denen jedes zu dem gleichen Schluss führen würde, nur von einem völlig anderen Blickwinkel. Ich bin froh, dass er sich gerade dieses Thema aussuchte, da es Verbindungen zu einem weiteren Aspekt dessen hat, worüber wir hier reden werden.

Robert Temple war – obwohl die Wissenschaft schon lange darum wusste – einer der ersten, der bestimmte Tatsachen über einen afrikanischen Stamm in der Nähe von Timbuktu preisgab, der »die Dogon« genannt wird. Dieser Stamm ist im Besitz von Informationen, die er, an den Maßstäben unserer heutigen Welt gemessen, schlichtweg unmöglich haben kann. Diese Informationen machen alles an unserem Selbstbild zunichte, wenn es darum geht, dass wir meinen, wir seien die einzigen im All.

Man muss dazu wissen, dass die Dogon auf ihrem Land eine Höhle haben, die weit in einen Berg hineinreicht, und in dieser Höhle finden sich über 700 Jahre alte Wandzeichnungen. Ein bestimmter Mann, der heilige Mann ihres Stammes, sitzt vor dieser Höhle, um sie zu bewachen. Diese Aufgabe hat er für sein ganzes Leben. Der Stamm versorgt ihn mit Essen und kümmert sich um ihn, aber niemand darf ihn berühren oder nahe an ihn herankommen. Wenn er stirbt, tritt ein anderer heiliger Mann an seine Stelle. In dieser Höhle finden sich verblüffende Zeichnungen und Informationen. Auf zwei will ich jetzt hier ein wenig eingehen – und das sind nur zwei von vielen.

Zunächst einmal gehen wir auf den hellsten Stern am Himmel ein (mit einer scheinbaren Größe von 1,4): den Sirius, mittlerweile Sirius A genannt. Wenn man den Oriongürtel betrachtet, diese drei Sterne hintereinander, und eine Linie nach links unten zieht, so sieht man einen sehr hellen Stern, den Sirius A. Folgt man ihm ungefähr doppelt so weit nach oben, sieht man die Plejaden. Die Informationen in der Dogon-Höhle zeigten ganz genau einen zweiten Stern, der um den Sirius kreiste. Die Dogons machen ganz genaue Angaben zu diesem Stern. Sie sagen, er sei sehr, sehr alt und sehr klein, und er bestünde aus dem, was sie »die schwerste Materie im Universum« nennen (was dem Sachverhalt zwar nicht ganz, aber doch fast entspricht), und dieser kleine Stern brauche »annähernd fünfzig Jahre«, um den Sirius einmal zu umkreisen. Das ist schon sehr detailliert. Den Astronomen gelang es 1862, die Existenz von Sirius B, einem Weißen Zwerg, zu belegen, und erst vor vielleicht fünfzehn oder zwanzig Jahren konnten sie die andere Information bestätigen.

Nun haben Sterne große Ähnlichkeit mit Menschen, wie du sehen wirst. Sie sind nämlich lebendig, und sie haben eine Persönlichkeit und viele Eigenschaften, die auch bei uns anzutreffen sind. Wissenschaftlich gesprochen, durchleben sie Wachstumsphasen. Sie beginnen als Wasserstoffsonnen, wie die unsere, wo zwei Wasserstoffatome bei einer Kernfusion zusammenkommen, um Helium zu bilden. Dieser Vorgang erzeugt alles Leben und Licht auf diesem Planeten.

Wenn der Stern weiter heranreift, setzt ein weiterer FusionsProzess ein – der HeliumProzess –, bei dem sich drei Heliumatome zusammenfügen, um Kohlenstoff zu bilden. Dieser WachstumsProzess setzt sich durch unterschiedliche Stadien hindurch fort, bis er ganz oben auf der Tabelle der Atome kommt, durch eine bestimmte Ebene hindurch, und an diesem Punkt hat der Stern dann das Ende seiner Lebensspanne erreicht. Am Ende seines Lebens gibt es, soweit wir wissen, in der Hauptsache zwei Dinge, die ein Stern tun kann. Neue Daten über Pulsare und Magnetare lassen allerdings auf noch andere Optionen schließen. Erstens kann er explodieren und so zur Supernova werden, einer riesigen Wasserstoffwolke, aus deren Leib Hunderte von neuen Ministernen hervorgehen. Zweitens kann er rapide expandieren und so zu dem werden, was man als roten Riesen bezeichnet – eine gigantische Explosion, die seine gesamten Planeten erfasst, sie verbrennt und das ganze System vernichtet, danach bleibt er für eine lange Zeit in seinem Zustand der Expansion. Anschließend kollabiert er nach und nach und wird zu einem winzigen alten Stern, den man auch als »Weißen Zwerg« bezeichnet.

Was die Wissenschaftler in der Umlaufbahn des Sirius fanden, war ein Weißer Zwerg, entspricht also exakt dem, was die Dogon sagen. Dann überprüfte die Wissenschaft, wie viel der Stern wog, um herauszufinden, ob er tatsächlich die »schwerste Materie im Universum« war. Den ursprünglichen Berechnungen zufolge – sie entstanden vor rund zwanzig Jahren – wog er etwa 55 Kilo pro Kubikzentimeter. Eine schwere Materie war das natürlich ganz gewiss, aber mittlerweile weiß die Wissenschaft, dass dies eine extrem vorsichtige Schätzung war. Die neuesten Schätzungen liegen bei etwa 91Tausend Tonnen pro Kubikzentimeter! Lässt man einmal die Schwarzen Löcher außer acht, so hat man hiermit scheinbar wirklich die schwerste Materie im Universum. Das bedeutet, wenn man einen Kubikzentimeter von diesem Weißen Zwerg hätte, der heute Sirius B genannt wird, so würde er etwa 91 Tausend Tonnen wiegen und somit geradewegs durch alles hindurchfallen, worauf man ihn abstellen will. Er würde in Richtung Erdmitte wandern und eine lange Zeit regelrecht über den Mittelpunkt hinweg vor- und zurückpendeln, bis die Reibung ihn schließlich genau im Zentrum zum Stillstand brächte.

Dazu kam, dass die Wissenschaftler, als sie die Umlaufbahn des Sirius B um den größeren Sirius A überprüften, feststellten, dass er für eine Umrundung 50,1 Jahre brauchte. Nun, ein Zufall konnte das doch wohl kaum sein! Es liegt einfach zu nahe bei der Wahrheit, kommt den Fakten zu nahe. Doch woher hatte ein uralter primitiver Stamm solche detaillierten Informationen über einen Stern, den man erst in diesem Jahrhundert vermessen konnte?

Aber das sind noch längst nicht alle Informationen, die der Stamm besaß. Er wusste auch um all die anderen Planeten in unserem Sonnensystem, darunter Neptun, Pluto und Uranus, die erst in jüngerer Zeit entdeckt wurden. Er wusste genau, wie diese Planeten aussehen, wenn man sich ihnen vom Weltraum her nähert, was auch wir erst vor relativ kurzer Zeit erfahren haben. Diese Stammesangehörigen wussten auch um die roten und weißen Blutkörperchen und hatten alle erdenklichen Arten von physiologischen Informationen über den menschlichen Körper, die wir erst in neuerer Zeit erlangt haben. Und all das von »Primitiven«!

Natürlich schickte man ein Wissenschaftlerteam zu den Dogon, um sie zu fragen, woher sie all das wussten. Nun, an dieser Stelle machten die Wissenschaftler wahrscheinlich einen großen Fehler, denn wenn sie akzeptierten, dass die Dogon wirklich über diese Informationen verfügten, dann mussten sie automatisch auch den Weg akzeptieren, wie sie diese erhalten hatten. Als sie die Dogon fragten, woher sie das wussten, antworteten diese, die Zeichnungen an den Wänden ihrer Höhle demonstrierten es ihnen. Diese Wandmalereien zeigen eine fliegende Untertasse – so sieht es zumindest aus, dieser ganz vertraute Umriss – die aus dem Himmel auftaucht und auf drei Beinen landet, ferner zeigen sie, wie die Wesen im Raumschiff ein großes Loch im Boden erzeugen, es mit Wasser füllen, aus dem Raumschiff in das Wasser springen und am Rand des Wassers auftauchen. Diese Wesen sehen recht ähnlich aus wie Delphine, vielleicht waren sie ja auch Delphine, aber sicher sind wir da nicht. Sie begannen mit den Dogon zu kommunizieren. Sie schilderten, wo sie hergekommen waren und gaben dem Stamm der Dogon diese ganzen Informationen.

Das also sagten die Dogon. Die Wissenschaftler saßen einfach nur sprachlos dabei. Schließlich brachten sie gedehnt hervor: »Neeein, davon haben wir noch nichts gehört.« Weil sie in keine ihrer bisherigen Wissensschubladen passten, kehrten sie diese Informationen einfach geistig unter den Teppich. Die meisten Menschen, Wissenschaftler inbegriffen, wissen mit solchen Fakten einfach nichts anzufangen. Es hat eine Menge Informationen wie diese gegeben, mit denen wir einfach nichts anzufangen wissen. Und da wir keinen Weg finden, ungewöhnliche Informationen wie diese mit dem zu vereinbaren, was wir bereits zu wissen glauben, heften wir sie einfach irgendwo ab – denn die Theorien funktionieren nicht, müsst ihr wissen, wenn wir diese Informationen behalten.


Abb. 1-4. Zwei lineare Strecken, durch die dargestellt wird, wie Sirius B Sirius A umkreist. Die linke Zeichnung basiert auf Dogon-Zeichnungen; die Darstellung rechts wurde von Robert Temple errechnet.

Hier noch etwas, das die Dogon wussten. Diese kleine Zeichnung fand sich an der Wand [Abb. 1-4], aber die Wissenschaftler konnten sich beim besten Willen nicht erklären, was das bloß darstellen sollte ­– bis Computer die Umlaufbahn von Sirius A und Sirius B berechneten. Von der Erde aus gesehen ist das Muster, das sich in der Höhle der Dogon zeigt, identisch mit dem Muster, das sich ergibt, wenn Sirius B die Bahn von Sirius A kreuzt – in einem festen zeitlichen Rahmen, nämlich von 1912 bis zum Jahr 1990. Die Delphine, oder was auch immer diese Wesen sein mochten, gaben den Dogon dieses hochaktuelle Diagramm/diesen Zeitablauf vor mindestens 700 Jahren!

Nun, wo ich in meinem Leben hierauf gestoßen bin, habe ich entdeckt, dass sowohl 1912 als auch 1990 besonders wichtige Jahre waren. Mehr noch als das: Der Zeitraum zwischen diesen beiden Jahren war wahrscheinlich einer der wichtigsten, den es in der Geschichte der Erde je gegeben hatte. Näheres hierzu werde ich noch später erklären, aber ich will kurz vorausschicken, dass 1912 Experimente mit Zeitreisen begannen sowie Experimente mit außerirdischen Grays und Menschen. (Auch darauf gehen wir später noch weiter ein.) Und 1990 war das erste Jahr, in dem das Gitternetz für den Aufstieg unseres Planeten vollendet war. Und noch viele weitere Ereignisse spielten sich in diesem Zeitraum ab. Die Tatsache, dass die Wandmalereien der Dogon genau diesen Zeitraum festhielten, könnte man eindeutig als prophetisch deuten.

Vor nicht allzulanger Zeit wurde ein Magnetar (Magnet + Stern) entdeckt – es ist ein Neutronenstern mit etwa 200 ­Umdrehungen pro Sekunde, der ein enormes Magnetfeld erzeugt. Wissenschaftler entdeckten am 27. August 1998 etwas, das sie als Sternbeben bezeichneten. Ihre Instrumente orteten Radiowellen aus SGR 1900+14. Die Strahlung war zu viel für die Gammastrahlen-Detektoren auf sieben Raumschiffen, wodurch zwei den Dienst einstellten, darunter das Raumschiff Near Asteroid Rendezvous (NEAR).

Kurzreise nach Peru und weiteres Dogon-Material

Es muss wohl 1982 oder 1983 gewesen sein, als ich zum ersten Mal auf diese Informationen der Dogon stieß. Ich fand mich im Umfeld von Menschen wieder, die mit dem Dogon-Stamm arbeiteten und tatsächlich dorthin flogen und mit Stammensangehörigen kommunizierten. 1985 begleitete ich eine Gruppe nach Peru, darunter auch jemand, der die Dogon erforschte. Wir checkten in ein plüschiges Hotel in Cúzco ein, das sich »Hotel San Agustín« nannte, und hatten vor, am nächsten Tag den Spuren der Inkas zu folgen und einen Pfad entlangzuwandern, der rund 75 Kilometer weit über die Berggipfel führte. Es geht bis auf über 4.600 Meter hoch, und dann fällt der Weg wohl 1.500 Meter ab, zum Machu Picchu. Wunderschön.

Unser Hotel war ein spanischer Palast aus Adobeziegeln, der sich hinter hohen Mauern mitten im Zentrum der Stadt verbarg. Wir hatten uns paarweise zusammengetan, weil die Zimmer so billiger waren. Ich sollte mein Zimmer mit dem Dogon-Forscher teilen, und er erzählte mir ständig von Dingen, die sie gerade herausfanden, darunter auch eine Menge von dem, wovon hier die Rede ist. Uns wurde unser Zimmer zugewiesen, und es stellte sich heraus, dass wir die Zimmernummer 23 hatten. Der Forscher fand das absolut spannend und rief aus: »Zimmer 23 – eine ganz besondere Glückszahl!« Von Afrika aus gesehen, der Heimat der Dogon, verschwindet der Stern Sirius hinter dem Horizont und ist dann ein paar Monate lang außer Sicht; dann kommt er jedoch wieder zum Vorschein, und zwar am Morgen des 23. Juli, wenn er ungefähr eine Minute vor der Sonne aufgeht. Leuchtend rubinrot taucht er unmittelbar über dem Horizont auf, fast haargenau im Osten. Sechzig Sekunden später erscheint die Sonne. Man kann den Sirius also nur einen Moment lang sehen, dann ist er verschwunden. Man nennt das den heliakischen Aufgang des Sirius, und das war ein sehr wichtiger Augenblick für die meisten Völker der Alten Welt, nicht nur für die Dogon und Ägypter.

Das ist der Moment, wo Sirius und die Sonne und die Erde sich im Weltraum auf einer geraden Linie befinden. In Ägypten waren fast alle Tempel auf diese Linie ausgerichtet, sogar auch der Blick der Sphinx. Viele der Tempel hatten irgendwo ein winziges Loch in der Wand, und dann gab es da noch ein weiteres winziges Loch durch eine andere Wand und dann durch noch eine und noch eine, und sie alle führten zu einer halbdunklen inneren Kammer. In dieser Kammer befand sich dann so etwas wie ein Würfel oder ein Dreieck aus Granit. Die Proportionen des Gebildes richteten sich nach dem Goldenen Schnitt. Es stand in der Mitte des Raumes und war mit einer kleinen Markierung versehen. Im Augenblick des heliakischen Aufgangs von Sirius streifte dann immer für ein paar Sekunden ein rubinrotes Licht den Altar, und damit begann dann das neue Jahr und der erste Tag des Sothischen Kalenders in Altägypten.

Wie dem auch sei, hier waren wir nun in Peru, bekamen das Zimmer zugewiesen und machten unsere Bemerkungen zur Zahl 23. Wir gingen hinein und stellten unser Gepäck ab, und dann blickten wir alle beide auf das Bett, und auf dem Bettüberwurf befand sich dieses Motiv [Abb. 1-5].


Abb. 1-5. Logo auf Hotel-Bettüberwurf in Cuszo.

Wir standen nun quasi mit offenem Mund da und starrten es wohl fünf Minuten lang an, bevor wir etwas hervorbrachten, so schnell drehte sich das Mühlrad in unserem Kopf bei unserem Versuch, eine Erklärung dafür zu finden.

Betrachtet man nochmals das Bild der Wesen, die aus der fliegenden Untertasse herausgekommen waren, so kann man feststellen, dass sie sehr ähnlich aussahen. Beide befanden sich halb im Wasser und halb außerhalb – Säugetiere, die Luft atmeten – und ihre Schwanzflossen waren horizontal, nicht vertikal wie bei einem Fisch. Die einzigen Meerestiere mit Flossen dieser Art sind Zetazeen wie Delphine und Wale.

Doch die Dogon-Darstellung stammte aus Afrika ... und hier waren wir in Peru und starrten fassungslos auf ein verblüffend ähnlich aussehendes Säugetier. Das ließ sich einfach nicht zusammenbringen. Also befragten wir das Hotelpersonal, ob jemand etwas über dieses Emblem wusste. Fehlanzeige – viel wussten die Hausangestellten dazu nicht. Ein Großteil von ihnen war spanischer Abstammung und hatte keine sonderliche Verbindung zu Indianerlegenden. Sie kannten die alten Schöpfungsmythen nicht, also hatten sie auch keine Ahnung, was das Emblem bedeutete. Hier ein Bild der gesamten Insignien [Abb. 1-6].

Um mehr herauszufinden, mieteten wir uns einen kleinen Wagen und fuhren die Umgebung ab, um noch weitere Einheimische zu befragen. Schließlich verschlug es uns an den Titicaca-See, wo wir mit Uros-Indianern sprechen konnten. Irgendwann flocht ich in das Gespräch meine Frage ein: »Was wissen Sie hierüber?« »Aha, ja«, sagten sie, und dann erzählten sie mir eine Geschichte, die ganz ähnlich klang wie die, die uns die Dogon erzählt hatten! Ihre Schöpfungsgeschichte geht so: Eine fliegende Untertasse kam aus dem Himmel und landete auf dem Titicaca-See, auf dem Island of the Sun. Diese delphinartigen Kreaturen sprangen ins Wasser, tauchten zu den Menschen auf und erzählten ihnen, woher sie kamen, und so begann eine enge Beziehung zu den Völkern vor den Tagen der Inkas. Und diese Verbindung mit den Sky People, so will es die Geschichte, brachte das Inka-Imperium hervor.

Mir fiel die Kinnlade herunter vor Staunen. Etwas später veröffentlichte die australische Zeitschrift Simply Living eine ganze Artikelserie zu diesem Thema. Nachforschungen hatten nämlich ergeben, dass es in Kulturen auf der ganzen Welt ähnliche Geschichten gibt. Allein im Mittelmeerraum existieren zwölf unterschiedliche Kulturen, in denen Geschichten dieser Art überliefert sind.

Auf die Delphine werden wir in diesem Buch noch oft zurückkommen, denn es scheint, sie spielten bei der Entwicklung des Bewusstseins auf diesem Planeten eine immense Rolle.

Ein Sanskrit-Vers und Pi

Betrachten wir nun etwas völlig anderes, das den Schluss nahelegen könnte, dass die alten Wesen dieser Welt vielleicht viel entwickelter waren, als wir ihnen zugestehen. Abbildung 1-7 ist eine phonetische Umschrift eines Sanskrit-Verses. Dieser wurde in einem Artikel vorgeführt, der – ich glaube, in den frühen achtziger Jahren – in dem Magazin Clarion Call stand. Die deutsche Übersetzung steht unter der Sanskrit-Fassung.

gopi bhagya madhuvrata

srngiso dadhi sandhiga

khala jivita khatåva

gala hålå rasandhara

O Herr [Krishna], gesalbt mit dem Joghurt aus der

andächtigen Verehrung der Milchmädchen, o Retter

der zu Fall Gekommenen, o Meister Shivas, bitte schütze mich.

Abb. 1.7. Aus dem Clairon Call Magazin:.Mathematik und die spirituelle Dimension von David Osborn.


Abb. 1.8. Sämtliche Laute im Sanskrit mit ­jeweiligem numerischen Wert.

Im Laufe langjähriger Untersuchungen haben Forscher herausgefunden, dass jedem dieser Sanskritlaute ein numerischer Wert entspricht. Sie brauchten lange Zeit, um dies zu entschlüsseln. Abb. 1-8 zeigt all die unterschiedlichen Laute, die im Sanskrit möglich sind. Jeder Laut hat einen numerischen Wert zwischen null und neun, und manche Silben haben zwei Zahlenwerte. So zum Beispiel entspricht ka, ein Primärlaut, zu übersetzen mit »Geist«, entweder der Null oder der Eins, je nachdem, wie er eingesetzt wird, nehme ich an.

Als Forscher diese unterschiedlichen Lautwerte nahmen und auf dieses spezielle Gedicht anwendeten, ergab sich eine mathematische Zahl, die außerordentlich signifikant ist: 0,3141592653589 ... usw., bis auf 32 Stellen. Das ist die exakte Zahl von pi geteilt durch zehn, auf 32 Stellen exakt! Niemand hat es je geschafft, herauszufinden, wie man das Dezimalkomma in die Berechnung einbezieht, und deshalb ist dies pi durch zehn. Versetzt man das Dezimalkomma um eine Stelle nach rechts, stünde da 3,1415 etc., der Durchmesser eines Kreises, geteilt durch seinen Umfang. Nun, in alter Zeit mag man zwar den Durchmesser eines Kreises dividiert durch seinen Umfang gekannt haben, doch geht man nach der Auffassung unserer Kultur, was für Menschen das damals waren, so konnten sie diesen unmöglich mit solcher Exaktheit berechnen. Und doch haben wir hier den unumstößlichen Beweis dafür.

Es gibt viele, viele solcher Gedichte und viele, viele weitere Texte auf Sanskrit. Ich weiß nicht, wie weit man mit ihrer Entschlüsselung bislang gekommen ist, aber ich denke, wenn alle Ergebnisse vorliegen, werden sie höchst bemerkenswert sein.

Wie haben die Menschen in alter Zeit das bewerkstelligt? Wer waren sie wirklich? Ist es möglich, dass unser Bild von ihnen nicht ganz zutreffend ist? Waren sie womöglich doch ein klein wenig weiter, als wir dachten? Dieser Vers legt das eindeutig nahe.

Es gibt ein Buch mit dem Titel »Der Bibelcode« von Michael Drosnin. Dieses Buch wird, sobald es in in breiteren Kreisen bekannt ist, enorme Auswirkungen auf das menschliche Bewusstsein haben und einen großen Beitrag leisten dazu, das Gefühl des Getrenntseins von Gott zum Einsturz zu bringen.

Dr. Eli Rips, ein israelischer Mathematiker, hatte in der hebräischen Bibel einen raffinierten Computercode entdeckt. Dieser wurde von den Universitäten in Yale und Harvard und sogar vom Pentagon überprüft, und sie alle konnten weitere Beweise dafür erbringen, dass er der Wahrheit entspricht. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Entdeckung, nicht nur um die Phan­tastereien eines einzelnen Menschen. Was sie herausfanden, ist, dass (wahrscheinlich) alle Personen und Ereignisse, die in Zeit und Raum auftreten, schon vor Tausenden von Jahren in der Bibel vermerkt wurden, was eindeutig zeigt, dass die Zukunft bekannt ist. Detaillierte Angaben wie etwa das Datum und der Ort, an dem ihr geboren wurdet und das Datum und der Ort, an dem ihr sterben werdet (in der Zukunft) sowie die wichtigsten Dinge, die ihr in eurem Leben erreicht, stehen bereits in der Bibel. Das mag abenteuerlich klingen, aber es ist wahr. Berechnungen zufolge beträgt die Wahrscheinlichkeit ansonsten mindestens eins zu einer Million. Lest das Buch am besten selbst. Ist dies das »geheime Buch«, von dem es in der Bibel heißt, es sei versteckt und würde nicht eher aufgeschlagen, als bis das »Ende aller Tage« gekommen ist? Nach dem Maya-Kalender treten wir gerade ein in das »Ende aller Tage«

Z W E I

Das Geheimnis der Blume entfaltet sich

Die drei Osiris-Tempel in Abydos

Dieser Tempel hier [Abb. 2-1] steht in Abydos. Er wurde von Seti I. errichtet und Osiris geweiht. Hinter ihm steht ein anderer sehr alter Tempel, der Osiris-Tempel genannt wird, und hier fand Katrina Raphaell die Blume des Lebens. Es gibt noch einen dritten Tempel, ebenfalls Osiris geweiht und ebenfalls als Osiris-Tempel bekannt. Der Grundriss der drei sieht so aus wie auf Abb. 2-2.

Offensichtlich stieß man beim Bau des Tempels von Seti I., als man sich weiter in den Berg grub, und zwar mit dem vollen Wissen, dass sich dort der dritte Osiris-Tempel befand, auf den zweiten Osiris-Tempel, der zwischen den beiden gelegen ist. Seti I. änderte daraufhin den Grundriss des neueren Tempels zu einem L, um eine Zerstörung des älteren Tempels zu vermeiden. Es ist der einzige L-förmige Tempel in ganz Ägypten, was einen in dieser Überlegung bestärkt.

Manche sagen, Seti I. hätte auch den älteren Tempel errichtet. Der ältere jedoch ist von der Konstruktion her völlig anders und aus viel größeren Steinblöcken. Die meisten Ägyptologen sind sich einig, dass dies ein viel älterer Tempel ist. Außerdem ist er tiefer gelegen als der Seti-Tempel, was sein Alter glaubwürdig erscheinen lässt. Als Seti I. mit dem Bau seines neuen Tempels begann, sah der zweite wie ein Hügel aus. Der dritte Tempel, der langgestreckte, rechteckige ganz im Hintergrund, ist ebenfalls Osiris geweiht, und er ist einer der ältesten Tempel in Ägypten. Seti I. errichtete auf diesem Gelände seinen Tempel, da der andere (dritte) Tempel sehr alt war und er Osiris einen neuen weihen wollte. Wir betrachten uns den Tempel von Seti I., dann den dritten Tempel, und dann den zweiten und ältesten.


Abb. 2-1.Tempel von Seti I. Diese Ansicht zeigt den kleinen Vorsprung an dem L-förmigen Gebäude ganz rechts.


Abb. 2-2. Plan der drei aneinandergrenzenden Osiristempel in ­Abydos.

Geschnitzte Zeitbänder

In neuerer Zeit haben Archäologen etwas sehr Interessantes über die Wandschnitzereien in ägyptischen Tempeln herausgefunden. Touristen fällt gewöhnlich auf, dass scheinbar heftiger Vandalismus gewütet hat, was die Mauern anbelangt, wo eine Vielzahl von Hieroglyphen, insbesondere solche von den Unsterblichen, abgeschlagen und zerstört worden waren. Was ihnen vielleicht nicht auffällt, ist, dass diese Hieroglyphen horizontal auf einer ganz bestimmten Höhe abgeschlagen sind, auf einem Band, das etwa auf Augenhöhe beginnt und bis etwa drei Meter sechzig oder vier Meter fünfzig reicht. Darüber oder darunter ist nichts abgeschlagen. Mir fiel das nicht einmal auf, als ich dort war; es machte einfach nicht »klick« bei mir. Auch für viele Ägyptologen hat es hunderte von Jahren lang nicht »klick« gemacht, bis schließlich jemand feststellte: »Hey, die Zerstörungen sind ja immer in einer ganz bestimmten Zone zu finden.« Ausgehend von dieser Erkenntnis wurde ihnen klar, dass es einen Unterschied gab zwischen der Region unterhalb der Zerstörungen, und der oberhalb.

Schließlich kamen sie darauf, dass es auf den Wänden bestimmte Zeitbänder gibt. Das Band von etwa Augenhöhe an bis rund vier Meter fünfzig steht für die Gegenwart (zur Zeit der Tempelerrichtung), und dem Band darüber (diese Tempel reichen manchmal zwölf Meter und mehr hoch) konnte man zukünftige Ereignisse entnehmen.

Dann wurde den Archäologen klar, das die einzigen, die diesen Zusammenhang verstehen konnten und die die Hieroglyphen abgetragen hatten, die Priester des Tempels gewesen sein mussten. Die Priester waren die einzigen, die wissen konnten, dass sie nur die Gegenwart abschlugen. Ein gewöhnlicher Vandale wäre nicht so präzise vorgegangen, er hätte nicht nur das Band ausgewählt, das die Gegenwart darstellt. Außerdem rückten die Zerstörer nicht mit dem Vorschlaghammer an, man muss sogar sagen, dass sie bestimmte Stellen sehr sorgfältig abschlugen. Es hat all diese Jahrhunderte gebraucht, um das herauszufinden.

Der Tempel von Seti I.

Hier haben wir die Front des Tempels von Seti I. in Abydos [Abb. 2-3]. Dies ist ein kleiner Abschnitt eines riesigen Tempels.


Abb. 2-3. Vorderseite des Tempels von Seti I. in Abydos, mit Blick entlang der Tempelfassade von Abb. 2-1.

Ich weiß nun von mindestens zwei Beweisen dafür, dass die Ägypter in die Zukunft sehen konnten. Von einem dieser Belege habe ich ein Bild: Weit oben auf einem Balken in diesem Abschnitt des ersten Tempels in Abydos ist etwas, das man kaum glauben kann, wenn man es zum ersten Mal sieht, aber dennoch ist es da. Das andere werde ich bei meinem nächsten Ägyptenbesuch fotografieren, denn ich weiß genau, wo es sich befindet.

Ich denke, diese beiden Bilder sind der absolute Beweis, über jeden Zweifel erhaben, dass die Ägypter tatsächlich in die Zukunft blicken konnten. Wie sie das machten, weiß ich nicht; ich überlasse es euch, sich das zu überlegen. Aber Tatsache ist, dass sie es konnten. Ganz am Schluss werde ich euch das Bild zeigen, das dies beweist.

Der »dritte« Tempel

Dies ist der dritte der drei Tempel – ein langgestreckter, offener Tempel [Abb. 2-4]. Dieser Tempel galt bei den Königen des Altertums und bei den Pharaonen als der heiligste Flecken Erde in ganz Ägypten, denn sie glaubten, dass dies der Ort war, an dem Osiris wiederauferstand und unsterblich wurde. König Zoser, der den wunderbaren Grabkomplex in Saqqara erbaute – angeblich, um dort selbst bestattet zu werden – ließ sich dort nie bestatten. Bestattet wurde er vielmehr in diesem kleinen, unscheinbaren rückwärtigen Tempel.


Abb. 2-4. Der »dritte« Osiristempel in Abydos. Die Decke befindet sich auf Höhe des­ Erdbodens.

Zu diesem dritten Tempel hat niemand Zugang. Aber ich konnte es nicht ertragen, einfach nur zu ihm hinunterzusehen. Als ich niemanden in meiner Nähe sah, schwang ich mich über eine Mauer in einen Innenhof hinunter. Ich schaffte es, ungefähr fünf Minuten lang dort zu sein, bevor die Ägypter zu mir herüberzubrüllen begannen, ich solle herauskommen. Ich dachte, sie würden mich festnehmen, aber das taten sie nicht. Die Hieroglyphen in diesem Tempel sind ganz außergewöhnlich – so etwas bekommt man nirgendwo sonst zu Gesicht. Die Einfachheit und Perfektion der Zeichnungen ist bemerkenswert.

Heilige geometrische Figuren und die Blume des Lebens im »zweiten« Tempel

Dies ist der zweite der drei Tempel [Abb. 2-5], der niedriger angelegt ist als die beiden anderen. Er war unter der Erde verborgen, bevor man ihn damals ausgrub. (Die Rampe, die rechts außen zu sehen ist, wurde gebaut, um von dem höheren umliegenden Niveau Zugang zu ihm zu haben. Diese Aufnahme wurde vom dritten Tempel aus aufgenommen, in Blickrichtung des Tempels von Seti I., dessen Rückwand im Hintergrund zu sehen ist. Der zweite Tempel ist der, aus dem die zeichnerischen Darstellungen der Blume des Lebens auf Katrinas Foto stammen.


Abb. 2-5. Zweiter (mittlerer) Tempel in ­Abydos. Im Wasser, das dort den Boden bedeckt, wächst Schilf. Der Pfeil rechts zeigt auf die Wand, auf der sich die Blume des Lebens befindet.

Was erlaubt ist, ist der Zugang zu einer bestimmten Stelle im zweiten Tempel, die, wie sich zeigen sollte, ohnehin die perfekte Stelle ist. Der zweite Tempel steht mittlerweile größtenteils unter Wasser, da der Spiegel des Nil gestiegen ist, aber als man den Tempel fand, war er offen und trocken.



Abb. 2-6. Stufen im Innern des zweiten ­Tempels bevor dieser sich teilweise mit Wasser füllte [Aus Robert Lawlors Sacred Geometry].

Hier zwei Innenansichten [Abb. 2-6] vom Zentrum des Tempels, bevor er sich mit Wasser füllte. Es gibt drei deutlich erkennbare Bereiche: (1) die Stufen, die von unten zur Tempelmitte führen, wo sich ein altarähnlicher Stein befindet; (2) der altarähnliche Stein selbst; und (3) die Stufen, die auf der anderen Seite des Altars wieder hinunterführen, wo man sie auf diesem Bild nicht sehen kann. Diese drei Ebenen sind auch in den drei Phasen der Osiris-Religion anzutreffen. Man kann die beiden Treppenanlagen im Plan des »zweiten« Osiris-Tempels in Abb. 2-7 sehen.


Abb. 2-7. Grundriss des zweiten Osiristempels (aus Sacred Geometry – Philosophy and Practice von Robert Lawlor).

Lucy de Lubicz zeigt hier, wie der ursprüngliche Tempelgrundriss aussah. Die beiden Rücken an Rücken befindlichen Fünfecke zeigen die heilige geometrische Figur, die sich hinter diesem Grundriss verbarg. Nun muss ich wohl etwas mehr zum Hintergrund dieser Geometrie einflechten.


Der Körper, der unter A gezeigt wird [Abb. 2-8], ist ein Ikosaeder (Zwanzigflächner). Die Oberfläche eines Ikosaeders besteht aus gleichseitigen Dreiecken, die zu fünfseitigen fünfeckigen Gebilden angeordnet sind, zu sehen unter B.


In der heiligen Geometrie nennt man sie Ikosaederkappen.



Würde man die Ikosaederkappen vom Ikosaeder entfernen und jeweils an der Oberfläche eines Dodekaeders (zwölf Fünfecke, die wie unter C gezeigt zusammengefügt sind) ergänzen, so käme dabei das sternförmige Dodekaeder D heraus, das genau die gleichen Proportionen aufweist wie das Gitternetz des Christusbewusstseins um die Erde. Ohne dieses Gitternetz würde auf diesem Planeten kein neues Bewusstsein in Erscheinung treten. Das wird bis zum Ende dieses Buches deutlich werden.


Hängt man zwei dieser Ikosaederkappen mit einer Seitenfläche aneinander, erhält man so etwas wie eine Muschelschale, dargestellt unter E. Diese Kappen sind der Schlüssel, denn sie demonstrieren die Geometrie, die im Gitternetz des Christusbewusstseins vorkommt. Und genau das wird für mein Empfinden in der Geometrie und dem Grundriss dieses uralten Tempels dargestellt. Ich finde es sehr passend, dass man dort im Grundriss eines Tempels, der Osiris und der Wiederauferstehung geweiht war, Rücken an Rücken gelegene Fünfecke verwendete. Wiederauferstehung und »Himmelfahrt« führen zum Christusbewusstsein.


Abb. 2-9. Blick durch den zweiten Tempel. Pfeil weist auf die Wand, wo Katrina das Foto aufnahm.

Abbildung 2-9 ist unten im zweiten Tempel aufgenommen. Der Pfeil weist auf die Stelle, wo Katrina, ohne es zu wissen, die Blume des Lebens fotografierte. Hier noch einmal das gleiche Bild, diesmal mit meiner Kamera aufgenommen [Abb. 2-10].


Abb. 2-10. Die gleiche Blume des Lebens, die sich auf Katrinas Foto befand.

Mein Foto ist schärfer als ihres, und so kann man sehen, dass sich im Schatten auf demselben Stein noch ein weiteres Muster befindet, das die Blume des Lebens zeigt, gleich daneben. Links von diesen beiden Blumen des Lebens, ebenfalls auf demselben Stein, befinden sich weitere verwandte Figuren. Die Steine, die man zum Bau dieses Tempels verwendete, so auch die, auf denen sich diese Figuren befinden, sind riesig. Ich würde sagen, sie wiegen wohl mindestens 70 bis 100 Tonnen. Da fragt man sich schon, wie diese behaarten Barbaren es geschafft haben, diese ganzen Brocken von hundert Tonnen vom Fleck zu bewegen.


Abb. 2-11. Saat des Lebens, links. Es handelt sich um die gleiche Steinmauer wie oben, nur weiter links.

Es gibt noch viele verwandte Muster auf diesen Wänden. Das Muster, das auf dem Foto hier zu sehen ist [Abb. 2-11], nennt man auch die Saat des Lebens, und es ist unmittelbar aus dem Muster der Blume des Lebens entnommen, wie Abbildung 2-12 verdeutlicht.


Abb. 2-12. . Saat des Lebens in der Mitte der Blume des Lebens.

Am Fuße dieser Mauer stand Wasser, ich konnte also nicht weiter hinein. Aber ich wollte zu gern wissen, was sich wohl auf der anderen Seite des Steins befand, also lehnte ich mich um die Ecke, stellte die Kamera auf Automatik und machte eine Aufnahme. Ich würde ja sehen, was dabei herauskam.


Abb. 2-13. Blumen des Lebens mit weiteren Elementen oberhalb.

Und das ist das Ergebnis [Abb. 2.13]. Man kann es auf diesem Foto hier kaum erkennen, aber es zeigt viele Komponenten, die Aspekte dessen sind, womit wir uns hier befassen werden.

Es war schon verblüffend, diese Zeichnungen vor sich zu sehen, denn sie waren mir so vertraut, und ich wusste ja, was sie bedeuteten. Und hier waren sie also, angeordnet auf einer ägyptischen Wand, die tausende von Jahren alt war. Die Zeichnungen waren zwar uralt, aber ich wusste ganz genau, was sie darstellten.

Koptische Schnitzereien

Die nächste Aufnahme, die hier zu sehen ist, zeigt eine Mauer im zweiten Tempel. Die Aufnahme entstand aus großer Entfernung mit Hilfe eines 80-mm-Objektivs. Auf dieser Mauer ist eine Zeichnung, die auf dem Foto aber kaum zu erkennen ist [Abb. 2-14], obwohl wir sie deutlich sehen konnten, als wir dort waren. Sie sieht so aus wie auf Abbildung 2-15.


Abb. 2-14 .Das koptische Zeichen ist auf diesem Foto nicht mehr zu erkennen. Als wir davorstanden, konnten wir das Zeichen allerdings deutlich wahrnehmen. Es sah aus wie Abb. 2-15.


Abb. 2-15. Koptisches Symbol.

Es handelt sich um ein christliches Symbol, ursprünglich jedoch stammte es von einer ägyptischen Bevölkerungsgruppe, die zur Zeit des Niedergangs des ägyptischen Imperiums lebte. Aus ihr gingen dann später die Urchristen hervor, wenn wir noch zwei weitere Gruppen von Ägyptern miteinbeziehen, zu denen sie eine Verbindung hatten – die Essener und die Druiden. Vielleicht hättet ihr nicht gedacht, dass auch letztere ägyptische Wurzeln hatten, aber wir gehen davon aus.

Das hier ist ein koptisches Symbol, und als ich es sah, wurde mir klar, dass die Zeichnungen, die eine Verbindung zur Blume des Lebens aufwiesen, wahrscheinlich von den Kopten stammten und nicht von den ursprünglichen Baumeistern des Tempels. Die Kopten kamen viel später hierher, aber wahrscheinlich wussten sie, dass dieser Ort im Zeichen der Wiederauferstehung stand, und nutzten ihn zum gleichen Zweck. Das Bauwerk wäre ein paar tausend Jahre alt gewesen, als sie diese Zeichnungen anfertigten. In diesem Fall wären die Zeichnungen nicht vor 500 v. Chr. entstanden, der Zeit, in der die Kopten auf den Plan traten.

Dies ist das eigentliche Symbol der Kopten: ein Kreuz und ein Kreis [Abb. 2-16]. Manchmal stehen die beiden in einem Dreieck.


Abb. 2-16. Koptisches Schmuckelement Nr. 1

Hier noch eine Darstellung, auf der man Kreuz und Kreis sehen kann, wenn der Stein auch stark verwittert ist [Abb. 2.17].


Abb. 2-17. Koptisches Schmuckelement Nr. 2

Oben sieht man die sechs Schlaufen aus der Mitte der Blume des Lebens. Immer wenn man bei ägyptischen Zeichnungen einen Kreis über einem Kopf sieht, bedeutet das, dass das im Mittelpunkt steht, was sich innerhalb des Kreises befindet, was auch immer es sein mag. Es ist das, woran die dargestellte Person denkt oder was in diesem Moment die Zielrichtung ist.


Abb. 2-18. Weiteres koptisches Schmuckelement.

Abbildung 2-18 zeigt eine andere Art und Weise, wie dieses Symbol gelegentlich eingesetzt wird – vier sich überschneidende Bögen, umgeben von einem äußeren Kreis.


Abb. 2-19. Luftholender Fisch.

Ich finde dieses Foto [Abb. 2-19] sehr interessant. Man sieht darauf den Fisch, der Luft einatmet. Diese Darstellung entstand vor Christus. Es ist eine koptische Darstellung. Der Fisch hat dreizehn kleine Kerben oder Schuppen, wenn man so möchte, und er atmet Luft. Wir haben ja schon zuvor einen Fisch gesehen, der Luft einatmet, bei den Dogon und in Peru. Und hier haben wir nun das gleiche in Ägypten – und man sieht ihn auch an anderen Orten auf der ganzen Welt.

Die frühe Kirche verändert die christliche Symbolik

Wenn man in der Geschichte zurückgeht und sich eingehend mit einigen der älteren schriftlichen Zeugnisse

befasst, kann man feststellen, dass es in der christlichen Religion etwa 200 Jahre, nachdem Christus starb, eine große Veränderung gab. Man muss sagen, dass er für ungefähr 200 Jahre nicht sonderlich bekannt war, bis dann die griechisch-orthodoxe Kirche, damals die einflussreichste Kirche, vieles an der christlichen Religion änderte. Etliche Glaubensüberzeugungen wurden über Bord geworfen, andere hinzugefügt, und hie und da Dinge geändert und nach eigenem Gutdünken so angepasst, wie man es gerne haben wollte. Zu dem, was sie änderte, gehörte ein wichtiges Symbol. Nach allem zu schließen, was wir bisher gelesen haben, war Christus bis zurück zu den Tagen Christi selbst, nicht der Fisch gewesen, sondern ein Delphin. Während der redaktionellen Überarbeitung des Überlieferten durch die griechisch-orthodoxe Kirche wurde aus dem Delphin ein Fisch gemacht. Heute wird Jesus durch den Fisch symbolisiert, und noch Christen unserer Tage verwenden den Fisch als Symbol für das Christentum. Was genau das bedeutet, weiß ich nicht. Ich kann nur spekulieren, wenn wir über Delphine sprechen. Außerdem entfernte die griechisch-orthodoxe Kirche aus der Bibel auch alle Stellen, an denen von Wiedergeburt die Rede war. Davor war die Reinkarnation voll und ganz als Bestandteil der christlichen Religion anerkannt gewesen.

Die Blume des Lebens: Heilige geometrische Figuren


Abb. 2-20. Blume des Lebens.

Diese Darstellung der Blume des Lebens [Abb. 2-20] ist nicht nur in Ägypten anzutreffen, sondern auf der ganzen Welt. Ich werde Darstellungen dieses Motivs aus der ganzen Welt in Band 2 zeigen. Man findet sie in Irland, der Türkei, England, Israel, Ägypten, China, Tibet, Griechenland und Japan – überall. In neuerer Zeit haben wir die Darstellung der Blume des Lebens an achtzehn weiteren Stätten gefunden, darunter Schweden, Lappland, Island und Yucatán.

Fast überall auf der Welt trägt sie den gleichen Namen, nämlich »Blume des Lebens«, wenn sie auch anderswo im Kosmos andere Namen hat. Zwei der Hauptnamen könnte man mit »Sprache der Stille« und »Sprache des Lichts« übersetzen. Hier ist der Ursprung aller Sprachen. Es ist die Ursprache des Universums, nichts als Formen und Proportionen.

Sie wird nicht nur als Blume bezeichnet, weil sie wie eine Blume aussieht, sondern weil sie für den Zyklus eines Obstbaumes steht. Der Obstbaum bildet eine kleine Blüte aus, die eine Metamorphose durchmacht und sich dann in eine Frucht verwandelt – eine Kirsche, einen Apfel oder was auch immer. Die Frucht birgt in ihrem Innern die Saat, die dann auf die Erde fällt, damit aus ihr ein neuer Baum wächst. Wir haben also einen Kreislauf von Baum zu Blüte zu Saat, und dann wieder zurück zum Baum, in diesen fünf Schritten. Das ist ein absolutes Wunder. Aber es entgeht uns allzu leicht. Es ist so normal, dass wir es einfach hinnehmen und uns nicht sonderlich Gedanken darüber machen. Die fünf einfachen, wundersamen Stufen in diesem Lebenszyklus sind in Wirklichkeit eine Parallele zu den geometrischen Grundstrukturen des Leben, die uns im Rahmen dieser Arbeit immer wieder begegnen werden.

Die Saat des Lebens

Wie schon zuvor gezeigt, befinden sich in der Mitte der Blume des Lebens sieben ineinander verschlungene Kreise, aus denen, wenn man sie herausnehmen und einen Kreis um sie zeichnen würde, ein Bild entstehen würde, das auch die »Saat des Lebens« genannt wird [Abb. 2-21].


Abb. 2-21. Saat des Lebens, aus Blume des Lebens herausgenommen.

Der Baum der Verbundenheit allen Lebens

Ein weiteres Bild, das diesem Muster entspricht und das Ihnen vielleicht vertrauter ist, trägt den Namen »Lebensbaum« [Abb. 2-22].


Abb. 2-22. Lebensbaum.

Es ist oft geglaubt worden, dass der Lebensbaum auf die Juden oder die hebräische Kultur zurückgeht, aber das stimmt nicht. Der Lebensbaum geht nicht auf die Kabbala zurück, und das lässt sich beweisen. Der Lebensbaum gehört keiner bestimmten Kultur an – nicht einmal der Kultur der Ägypter, die den Lebensbaum vor rund 5000 Jahren in Karnak und Luxor auf je drei Säulen schnitzten. Er ist jenseits aller Rassen und Religionen. Er ist ein Muster, das engstens zur Natur gehört. Begibt man sich auf weit entfernte Planeten, auf denen Bewusstsein anzutreffen ist, so findet man dort, da bin ich sicher, dasselbe Bild!

Wenn wir also einen Baum haben, und dann eine Blume, und darin ein Saatkorn, und wenn diese geometrischen Muster tatsächlich den fünf Zyklen eines Obstbaums entsprechen, die wir auf der Erde erleben, so musste der Ursprung des Baumes ja perfekt im Saatkorn enthalten sein. Wenn wir die Bilder von der Saat des Lebens und vom Lebensbaum nehmen und übereinanderschichten, können wir diese Beziehung sehen [Abb. 2-23].


Abb. 2-23. Lebensbaum und Saat des Lebens übereinandergeschichtet.

Seht ihr, wie perfekt sie zusammenpassen? Sie werden zu einer Art Schlüssel, eines passt direkt auf das andere. Wenn man sich außerdem den Lebensbaum betrachtet, den man auf ägyptischen Säulen fand, so sieht man einen weiteren Kreis darüber und einen darunter [Abb. 2-24]. Das heißt, ursprünglich gab es zwölf Komponenten, und die Variante mit zwölf Komponenten passt ebenfalls perfekt über das Gesamtbild der Blume des Lebens. (Es gibt noch einen dreizehnten Kreis am Baum, der manchmal vorhanden ist und manchmal nicht.)


Abb. 2-24. Baum des Lebens mit zwei zusätzlichen Kreisen.

Ich nähere mich jetzt einmal dem Thema heilige geometrische Figuren so, als hättet ihr die Worte noch nie in eurem Leben gehört. Wir beginnen ganz unten, und dann bauen wir allmählich immer weiter darauf auf, bis wir an den Punkt kommen, wo das Ganze einen Sinn ergibt. Zuerst einmal könnt ihr die Synchronizität sehen, die darin liegt, wie die heiligen geometrischen Formen sich zusammen bewegen und perfekt ineinanderpassen. Das ist eine Art und Weise, die besondere Natur dieser Geometrie zu verstehen, bei der die rechte Gehirnhälfte dominiert. Wenn wir uns mit zunehmend komplexen Mustern befassen, werdet ihr immer wieder die gleiche erstaunliche Beziehung wahrnehmen können, die sich durch alles zieht. Die Chancen, dass eine dieser geometrischen Beziehungen nur auf Zufall basiert, stehen wahrscheinlich X Millionen zu eins, und dennoch werdet ihr permanent sehen, wie sich diese irrsinnigen Relationen entfalten.

Die Vesica piscis


Abb. 2-25. Vesica piscis mit Schlüsselachsen.

Unter den heiligen geometrischen Figuren gibt es ein Muster, das so aussieht [Abb. 2-25].

Es entsteht, wenn die Mittelpunkte zweier Kreise mit gleichem Radius jeweils auf die Umrisslinie des anderen geschoben werden. Der Bereich, in dem sich die beiden Kreise überschneiden, wird Vesica piscis genannt. Es ist eine Anordnung, die zu den weitverbreitetsten und wichtigsten Beziehungen in der gesamten heiligen Geometrie zählt, wie euch noch deutlich werden wird.

In der Vesica piscis gibt es zwei Abmessungen – eine Linie, die durch die Mitte verläuft und bis zu den seitlichen äußeren Punkten an der engeren Stelle des Überschneidungsbereichs, und eine zweite, die ebenfalls durch die Mitte führt und die beiden gegenüberliegenden Punkte an der Längsachse miteinander verbindet. Sie sind Schlüssel zu einem großartigen Wissen, das sich in dieser Information verbirgt. Was viele nämlich nicht wissen ist, dass jede Linie im Lebensbaum, ob dieser nun 10 oder 12 Kreise hat, gleich der Länge oder der Breite einer Vesica piscis in der Blume des Lebens ist. Und alle weisen die Proportionen des Goldenen Schnittes auf. Dies ist die erste Beziehung, die sich uns zeigte, als wir aus der Großen Leere kamen. (Die Große Leere ist ein weiterer Schlüssel, auf den hier bald noch eingegangen wird.)

Ägyptische Räder und Reisen in andere Dimensionen


Abb. 2-26. Räder auf ägyptischer Mauer.

Diese Räder hier [Abb. 2-26] gehören zu den ältesten uns bekannten Symbolen. Bislang hat man sie ausschließlich an den Decken einiger sehr alter ägyptischer Grabstätten gefunden. Immer findet man gleich vier oder fünf zusammen, und keiner weiß bislang, was es mit ihnen auf sich hat. Auch die größten Koryphäen unter den Archäologen der Welt haben nicht die leiseste Ahnung, was sie bedeuten. Für mich aber beweisen sie, dass die Ägypter wussten, dass die Blume des Lebens mehr war als ein nettes Muster und dass sie die meisten – wenn nicht sogar die gesamten – Informationen kannten, die in diesem Buch weitergegeben werden. Um zu verstehen, wo in der Blume des Lebens sich die Räder befinden, muss man sich mit dem immensen Ausmaß an Wissen beschäftigen, das in ihnen steckt. An diesen Punkt würde man nie kommen, wenn man sich nur anschaut, wie sie aussehen. Es ist nichts, was einfach so passieren könnte – man muss dazu das uralte Geheimnis um die Blume des Lebens kennen.


Abb. 2-27. Räder; nicht alle acht sind hier sichtbar.

Dieser Bildausschnitt zeigt einen Großteil der Räder aus acht nah beieinander anzutreffenden Rädern [2-27].


Abb. 2-28 Räder, Neter und 90°-Wendung rechts. Die dunklen Kreise befinden sich über den Köpfen der Figuren, wobei sieben unten Tierköpfe aufweisen.

Das nächste Bild [Abb. 2-28] ist sehr dunkel, und es ist schwer, darauf Einzelheiten zu erkennen. Dies ist eine Decke, und dort, wo ich die Aufnahme machte, war es stockfinster. Am unteren Bildrand sind sieben Personen mit Tierköpfen gezeichnet, die nach rechts dort entlanggehen. Man nennt sie Neter, Götter, und jeder von ihnen hat ein orangerotes Oval über dem Kopf, das Thot das Ei der Metamorphose nannte. Die Neter konzentrieren sich auf die Zeit, in der wir ein gewisses Stadium der Wiederauferstehung durchmachen, nämlich einen rapiden biologischen Wandel in eine andere Form von Leben. Sie enthalten ein Bild für diesen Übergang, während sie diese Linie entlangwandern, und dann endet die Linie unvermittelt und steigt im 90-Grad-Winkel an, und sie gehen im rechten Winkel zu ihrer ursprünglichen Richtung weiter.

Diese 90 Grad sind im Rahmen meiner Arbeit hier sehr wichtig. Die 90-Grad-Wendung ist zentral, will man verstehen, wie man die Wiederauferstehung oder »Himmelfahrt« Realität werden lassen kann. Die dimensionalen Ebenen trennt ein Winkel von 90 Grad; die Noten in der Musik trennt ein Winkel von 90 Grad; die Chakras trennt ein Winkel von 90 Grad – immer wieder diese 90 Grad. Tatsache ist, dass viele von uns, um in die vierte Dimension zu gelangen (oder jede Dimension, was das angeht), eine 90-Grad-Wendung vollziehen müssen.

An diesem Punkt muss ich vielleicht sicherstellen, dass wir ein gemeinsames Verständnis haben, was Dimensionen sind – wie etwa dritte Dimension, vierte Dimension, fünfte Dimension usw. Wovon sprechen wir da? Ich rede hier nicht von Dimensionen im gewöhnlichen, mathematischen Sinne, wie bei den drei Achsen oder sogenannten Dimensionen im Raum: die x-, y- und z-Achse – von vorn nach hinten, von links nach rechts, oben und unten. Manche nennen diese drei Achsen die dritte Dimension und sagen, die Zeit sei dann die vierte. Das meine ich hier nicht.

Dimensionen, Harmonien und die Wellenform des Universums

Was ich als die unterschiedlichen dimensionalen Ebenen sehe, hat eher mit Musik und Harmonielehre zu tun. Vermutlich weckt das, wovon ich hier spreche, auch unterschiedliche Konnotationen, obwohl die meisten, die sich damit befassen, weitgehend einig mit mir gehen. Ein Klavier hat acht weiße Tasten von C bis C, das ist die uns vertraute Oktave, und dazwischen finden sich fünf schwarze Tasten. Mit acht weißen und fünf schwar­zen Tasten bringt man alle Moll- und Durtöne innerhalb der sogenannten chromatischen Tonleiter hervor, nämlich dreizehn (eigentlich zwölf, bei Nummer dreizehn beginnt die nächste Oktave). Von einem C zum anderen sind es also in Wirklichkeit dreizehn Tonschritte, nicht nur acht.

Das behalten wir jetzt im Sinn, während ich euch zeige, wie man sich eine Sinuswelle vorstellen muss. Sinuswellen entsprechen Lichtwellen (und dem elektromagnetischen Spektrum) sowie den Wellen der Klangschwingung. Abb. 2-29 zeigt einige Beispiele.


Abb. 2-29. Beispiele für Sinuswellen.

Das ist uns allen wahrscheinlich vertraut. In der gesamten Wirklichkeit, die uns umgibt, basiert alles auf Sinuswellen. Mir ist keine Ausnahme davon bekannt, außer vielleicht die Große Leere selbst und vielleicht der Große Geist.

Alles in dieser Wirklichkeit ist Sinuswelle, oder Cosinuskurve, wenn ihr so möchtet. Das, was bewirkt, dass ein Ding sich vom anderen unterscheidet, sind Wellenlänge und -muster. Eine Wellenlänge erstreckt sich von einem beliebigen Punkt auf der Kurve zu dem Punkt auf der Kurve, wo eine neue Kurve beginnt, etwa auf den längeren Wellenlängen von A bis B, oder auf den kürzeren von C bis D. Wenn man sich eine sehr lange Wellenlänge vornimmt, so sieht sie fast aus wie eine gerade Linie. So zum Beispiel messen eure Gehirnwellen ungefähr 10-10 cm, und es sind fast gerade Linien, die da aus eurem Kopf kommen. Die Quantenphysik oder Quantenmechanik sieht alles in unserer Wirklichkeit auf eine von zwei möglichen Weisen. Sie weiß nicht, warum sie es nicht auf beiderlei Weisen gleichzeitig betrachten kann, obwohl die geometrischen Figuren uns den Grund dafür sagen, wenn man sich ganz genau mit ihnen befasst. Man kann bei jedem Objekt, etwa diesem Buch, davon ausgehen, dass es aus winzigen Partikeln wie Atomen besteht, oder man kann diese Vorstellung vergessen und es einfach als Schwingung sehen, als Wellenformen wie die elektromagnetischen Felder, oder sogar als Schall, wenn man so möchte. Sieht man es als Atome, so stößt man darauf, dass die Gesetzmäßigkeiten diesem Modell entsprechen, sieht man es als Wellenformen, entsprechen sie dem anderen.

Alles in unserer Welt ist eine Wellenform (manchmal auch Muster genannt oder Sinuswellensignatur) oder könnte sogar als Klang gesehen werden. Alle Objekte – euer Körper, Planeten, absolut alles – sind Wellenformen. Wenn ihr euch für diese bestimmte Sicht der Wirklichkeit entscheidet und diese Sicht über die Realität der musikalischen Harmonie schichtet (ein Aspekt von Klang/Schall), können wir anfangen, von unterschiedlichen Dimensionen zu sprechen.

Die Wellenlänge entscheidet über die Dimension

Die verschiedenen Dimensionsebenen sind nichts anderes als Wellenlängen mit unterschiedlicher Grundgeschwindigkeit. Der einzige Unterschied zwischen dieser Dimension und irgendeiner anderen ist die Länge ihrer Basis-Wellenform. Es ist ganz genauso wie beim Fernseher oder Radio. Wenn man die Einstellungen vornimmt, fängt man unterschiedliche Wellenlängen auf. Dann bekommt man ein anderes Bild auf den Bildschirm, oder beim Radio einen anderen Sender. Exakt das gleiche gilt für dimensionale Ebenen. Würde man die Wellenlänge seines Bewusstseins ändern – und damit sämtliche Körpermuster auf diese Wellenlänge ändern, die sich von der dieses Universums unterscheidet, so würde man buchstäblich aus dieser Welt verschwinden und in der wieder auftauchen, auf deren Frequenz man sich eingestellt hat.

Genau das tun UFOs, wenn ihr sie über den Himmel schießen seht, sofern ihr schon einmal eines gesehen habt. Sie schießen in unglaublichen Geschwindigkeiten vorbei, vollziehen dann eine Wendung um 90 Grad und verschwinden. Die Besatzungen solcher Raumschiffe werden nicht durch den Raum getragen wie wir, wenn wir uns in einem Flugzeug befinden. Die Raumschiffpassagiere stellen psychisch bewusst eine Verbindung zu dem Gefährt als solchem her, und wenn sie sich anschicken, eine andere Welt aufzusuchen, begeben sie sich in Meditation und verknüpfen alle Aspekte ihrer selbst zu einer Einheit. Dann vollziehen sie alle gleichzeitig im Geist eine 90-Grad-Drehung oder zwei 45-Grad-Drehungen, und dadurch gelangt das gesamte Raumschiff mitsamt seinen Passagieren in eine andere Dimension.

Dieses Universum – und damit meine ich alle Sterne und Atome, die auf ewig ein- und ausgehen – hat eine Grundwellenlänge von rund 7,23 cm. Ihr könnt euch irgendeinen Punkt im Raum aussuchen und innerhalb dieses bestimmten Universums endlos ein- oder aus gehen. Im spirituellen Sinne ist diese Wellenlänge von 7,23 cm das Om, bei den Hindus der Klang des Universums. Jedes Objekt in diesem Universum produziert einen Klang, der seiner Bauart entspricht. Jedes Objekt gibt einen einzigartigen Ton von sich. Nimmt man den Durchschnitt der Klänge aller Objekte in diesem Universum, dieser dritten Dimension, so würde man diese Wellenlänge von 7,23 cm erhalten, und für diese Dimension wäre das der wahre Om-Klang.

Diese Wellenlänge entspricht ferner exakt dem durchschnittlichen Abstand zwischen unseren Augen vom Mittelpunkt einer Pupille zur anderen – gemessen bei einhundert Personen, bei denen man den Durchschnittswert ermittelte. Sie entspricht außerdem genau dem durchschnittlichen Abstand von der Kinnspitze bis zur Nasenspitze sowie der Strecke quer über unsere Handfläche, und dem Abstand zwischen unseren Chakras, um ein paar weitere Beispiele zu nennen. Diese Länge, diese 7,23 cm, sind auf verschiedene Weisen an unterschiedlichen Stellen unseres Körpers lokalisiert, denn wir sind innerhalb dieses ganz bestimmten Universums in Erscheinung getreten, und dieses Universum ist in uns eingebettet.

Diese Wellenlänge wurde in den Labors der Firma Bell entdeckt, nicht von jemand »Spirituellen«, der irgendwo in einer Höhle saß. Als man dort zum ersten Mal das Mikrowellengerät baute, das dann seinen Siegeszug durch die ganzen Vereinigten Staaten antrat, und den Ein-Schalter betätigte, stieß man auf statische Elektrizität. Man muss dazu wissen, dass Bell Labs als Sendefrequenz für ihre Anlage eine Frequenz wählte, die nur wenig länger als sieben Zentimeter war. Warum man ausgerechnet diese Wellenlänge wählte, weiß ich nicht. Man versuchte die statische Elektrizitätzu finden, suchte in den Geräten und probierte alles mögliche. Zuerst dachten sie, sie käme aus dem Erdinnern. Schließlich blickten sie zum Himmel auf und fanden sie. Und dann sagten sie: »O nein, sie kommt von überall!« Um die Statik loszuwerden, taten sie etwas, worunter wir als Nation und als Planet noch heute leiden: Sie erhöhten die Energie so, dass sie 50.000 mal mehr betrug als sie normalerweise benötigt hätten, um so ein sehr kraftvolles Feld zu erzeugen, damit die Wellenlänge von 7,23 Zentimetern, die von überallher kam, nicht stören konnte.

Die Dimensionen und die Tonleiter

Aus Gründen wie dem obengenannten glaube ich, dass 7,23 Zentimeter die Wellenlänge unseres Universums ist, die Wellenlänge der dritten Dimension. Wenn man zu höheren Dimensionen kommt, werden die Wellenlängen immer kürzer, mit zunehmend mehr Energie. Wenn man sich abwärts bewegt im Hinblick auf die Dimensionsebenen, werden die Wellenlängen immer länger, mit immer weniger Energie, immer dichter. Genauso wie beim Klavier gibt es einen Zwischenraum zwischen den einzelnen Noten, so dass, wenn man eine Taste anschlägt, es eine ganz bestimmte Stelle gibt, wo man die nächste Note trifft. In diesem wellenförmigen Universum, in dem wir existieren, gibt es einen ganz bestimmten Ort, wo die Ebene der nächsten Dimension existiert. Es ist eine spezifische Wellenlänge gemessen an dieser. In den meisten Kulturen im Kosmos teilt man diese grundlegende Auffassung vom Universum, und man versteht sich dort darauf, zwischen den Dimensionen hin und her zu wandern. Wir haben das alles vergessen. So Gott will, werden wir uns erinnern. Musiker, Musiktheoretiker und Physiker entdeckten vor langer Zeit, dass es Stellen zwischen den Noten gibt, die Obertöne genannt werden. Zwischen jedem Schritt auf der chromatischen Tonleiter finden sich zwölf Haupt-Obertöne. (Eine Gruppe in Kalifornien hat mehr als 200 untergeordnete Obertöne zwischen jeder Note entdeckt.)

Wenn wir die einzelnen Noten in der chromatischen Tonleiter jeweils als Kreis darstellen, haben wir dreizehn Kreise [Abb. 2-30].


Abb. 2-30. Eine Oktave zwischen den Wänden. Der schwarze Kreis steht für die dritte Dimension; mit dem grau schattierten Kreis endet eine Oktave und beginnt die nächste.

Jeder Kreis stellt eine weiße oder schwarze Taste dar, und der graue Kreis am Ende wäre die dreizehnte Note, mit der die neue Oktave beginnt. Der schwarze Kreis auf dieser Darstellung steht für die dritte Dimension, das uns bekannte Universum, und der vierte Kreis für die vierte Dimension. Die zwölf Haupt-Obertöne, die jeweils zwischen zwei Noten oder Dimensionen liegen, sind Nachbildungen eines weitreichenderen Musters. Es ist holographisch. Verfolgt man die Sache weiter, so findet man zwischen den Obertönen weitere zwölf Obertöne, die wiederum eine Nachbildung des gesamten Musters sind. So geht es buchstäblich für immer und ewig, aufwärts und abwärts. Man bezeichnet es als geometrische Progression, nur dass es sich dieses Mal auf die Harmonielehre bezieht. Beschäftigt man sich näher damit, so wird man herausfinden, dass jede der einzigartigen Tonleitern, die bislang entdeckt wurden, eine andere Oktave von Erfahrungen hervorbringt – mehr Universen, die es zu erkunden gilt! (Das ist ein weiteres Thema, auf das wir noch zurückkommen werden.)

Wahrscheinlich hast Du schon einmal gehört, wie jemand von den 144 Dimensionen sprach und davon, dass die Zahl 144 eine Beziehung zu anderen spirituellen Themen aufweist. Das liegt daran, dass eine Oktave zwölf Töne hat, und zwölf Obertöne zwischen den einzelnen Noten, und 12 x 12 = 144 dimensionale Ebenen zwischen jeder Oktave. Um genau zu sein, gibt es 12 Hauptdimensionen und 132 Nebendimensionen innerhalb einer jeden Oktave (obwohl die Progression in Wirklichkeit immerzu so weitergeht). Dieses Diagramm hier stellt eine Oktave dar. Die dreizehnte Note wiederholt sich, dann kommt eine andere, nächsthöhere Oktave über ihr. Es gibt eine Oktave von Universen darunter und eine Oktave darüber, und sie erstreckt sich theoretisch für immer weiter. So groß und unendlich uns dieses Universum also vorkommt (das ja ohnehin nur eine Illusion ist), es gibt zusätzlich eine unendliche Vielzahl weiterer Wege, Ausdrucksformen für die eine Wirklichkeit zu finden, und jede Dimension unterscheidet sich erfahrungsmäßig vollkommen von allen anderen.

Darum geht es bei vielem, was hier vermittelt werden soll: Uns daran zu erinnern, dass wir hier auf der Erde in der dritten Dimension auf einem Planeten sitzen, der just in diesem Moment in dem Prozess steckt, sich dazu zu entwickeln, der vierten Dimension und darüberliegenden, anzugehören. Die drittdimensionale Komponente dieses Planeten steht kurz davor, für uns nach einer Weile nicht mehr existent zu sein – wir werden diese Dimension nur noch für eine kurze Zeit wahrnehmen. Zuerst werden wir zu bestimmten Obertönen der vierten Dimension gelangen. Die meisten in den höheren Dimensionen, die uns nun bei diesem Prozess beobachten und helfen, glauben nun, dass wir uns ziemlich rasch durch höhere Dimensionen aufwärtsbewegen werden.

Die Trennmauer zwischen den Oktaven

Zwischen jedem Ganztonuniversum und zwischen jedem Zwischenraum- oder Obertonuniversum ist nichts – absolut gar nichts. Ein jeder dieser Räume wird als Leere bezeichnet. Die Leere zwischen den einzelnen Dimensionen wird von den Ägyptern duat genannt, und von den Tibetern Bardo. Jedes Mal, wenn man von einer Dimension oder einem Oberton zum nächsten übergeht, kommt man durch eine dazwischenliegende Leere oder Schwärze. Doch bestimmte Leeren sind »schwärzer« als andere, und die schwärzesten von ihnen allen existieren zwischen den Oktaven. Sie sind kraftvoller als die Leeren, die innerhalb einer Oktave existieren. Macht euch bitte klar, dass wir hier Begriffe gebrauchen, die diese Vorstellungen nicht in vollem Umfang erklären können. Diese Leere, die zwischen den Oktaven existiert, kann als die Große Leere oder die Trennmauer beschrieben werden. Sie ist wie eine Wand, durch die man hindurch muss, um zu einer höheren Oktave zu gelangen. Gott hat diese Leeren dort auf eine ganz bestimmte Weise dorthin gestellt, aus ganz bestimmten Gründen, die bald zutagetreten werden.

All diese Dimensionen sind übereinandergeschichtet, und jeder Punkt in Raum und Zeit enthält sie alle. Die Tür zu jeder einzelnen ist überall. Das macht die Sache bequem – man muss sich nicht auf die Suche nach dieser Tür machen, man muss nur wissen, wie man den Zugang zu ihr findet. Obwohl es bestimmte heilige Räume in den Geometrien unserer Wirklichkeit hier auf der Erde gibt, wo es einfacher ist, bewusst die unterschiedlichen Dimensionen und Obertöne wahrzunehmen – heilige Stätten, die mit der Erde und dem Himmel verbundene Knotenpunkte sind (auch auf sie werden wir später noch zu sprechen kommen) –, gibt es auch bestimmte Orte im Raum, die mit den geometrischen Gefügen des Raums verknüpft sind. Diese Stellen werden von Menschen, die dies erforschen, mitunter als Sternentore bezeichnet: Öffnungen zu Ebenen anderer Dimensionen, bei denen es einfacher ist, hindurchzugelangen. Doch in Wahrheit kann man überall sein, um sich überallhin zu begeben. Es spielt wirklich keine Rolle, wo du bist, wenn du wirklich die Dimensionen verstehst und natürlich, wenn du zu göttlicher Liebe fähig bist.

Überwechseln in andere Dimensionen

Wenn wir hier also auf die Figuren an der Tempeldecke zurückkommen (ein paar Seiten zuvor), so wechseln diese die Dimensionen. Sie vollziehen eine 90-Grad-Drehung und ändern ihre Wellenlänge. Und die Räder dort hängen, wie ihr später sehen werdet, mit den musikalischen Harmonien zusammen – und ihr wisst ja mittlerweile, dass die musikalischen Harmonien eine Verbindung zu den dimensionalen Ebenen haben. Da die Gestalten an der Decke diesen Wechsel vollziehen, während ihre Gedanken auf Metamorphose und Wiederauferstehung gerichtet sind, glaube ich, dass die Räder uns de facto genau sagen, wohin sie gingen, in welche Dimension. Bis wir fertig sind, werdet ihr verstehen, wovon ich hier spreche.

Das sternförmige Tetraeder

Dieses sternförmige Tetraeder, das mit Leonardos Zeichnung unterlegt ist [Abb. 2-31], wird eine der wichtigsten Zeichnungen für diese Arbeit hier darstellen.


Abb.2-31. Leonardos Normalformen mit sternförmigem Tetraeder als Symbol für die Mer-Ka-Ba und einer Pranaröhre im Zentrum.

Was ihr da vor euch seht, ist natürlich zweidimensional, aber denkt es euch dreidimensional. Ein sternförmiges Tetraeder, wie es hier gezeigt wird, existiert um jeden menschlichen Körper. Wir werden noch ein Menge Zeit verbringen damit, euch an den Punkt zu bringen, wo ihr sehen könnt, dass ihr dieses Bild um euren Körper habt. Beachtet insbesondere, dass eine Röhre durch die Körpermitte verläuft, durch die wir Lebenskraft, Energie, atmen können, und die beiden Scheitelpunkte am oberen und unteren Ende der Röhre stellen eine Verbindung von der dritten Dimension zur vierten her. Ihr könnt direkt durch die Röhre Prana der vierten Dimension einatmen. Ihr könntet euch in einem Vakuum befinden, einer völligen Leere, ohne Luft zum Atmen, und dennoch überleben, wenn ihr nach den Prinzipien dieses Verständnisses leben könntet.

Wie Richard Hoagland den Vereinten Nationen und der NASA gezeigt hat, beginnen wir nun mit der wissenschaftlichen Wiederentdeckung dieses Gebiets. Ebenso wie es hier im Umfeld von Leonardos Gestalt gezeigt wird, findet es sich um Planeten, Sonnen und sogar größere Körper. Das könnte die Standarderklärung dafür werden, wie einige dieser äußeren Planeten überleben. Warum? Die Planeten strahlen weit mehr Energie von ihrer Oberfläche ab, als sie von der Sonne erhalten. Viel mehr. Woher kommt sie? Mit diesem neuen Verständnishintergrund können wir sagen, wenn die Gestalt Leonardos ein Planet wäre statt eine Person, so würden die Punkte am Nord- und Südpol gigantische Mengen Energie von einer anderen Dimension (oder anderen Dimensionen) einströmen lassen. Planeten existieren buchstäblich in mehr als einer Dimension, und wenn ihr die ganze Erde in ihrer vollen Pracht sehen könntet – die einzelnen Felder und Energien um einen Planeten –, würde euch vor Staunen der Mund offenstehen. Mutter Erde ist viel komplizierter, feiner und komplexer, als wir es auf dieser dichten Ebene wahrnehmen können. Dieses Channeln von Energie wirkt jedoch auf gleiche Weise auch für Menschen. Und die Dimension (oder Dimensionen), von denen diese Energie kommt, hängt davon ab, wie wir atmen.

Auf Leonardos Zeichnung ist das Tetraeder, das zur Sonne hinaufzeigt, männlich. Das Tetraeder, das zur Erde zeigt, ist weiblich. Wir werden das männliche als Sonnentetraeder bezeichnen, und das weibliche als Erdtetraeder. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie eine menschliche Gestalt aus diesem sternförmigen Tetraeder herausschauen kann: Eine Zacke des Sternes über dem Kopf, und die andere unter den Füßen, dazu mit Ausrichtung des Körpers am Horizont. Für einen männlichen Körper, der aus seiner Form herausschaut, hat sein Sonnentetraeder eine spitze Seite, die nach vorn zeigt, und die gegenüberliegende flache Seite befindet sich hinter ihm; sein Erdtetraeder hat eine Spitze, die nach hinten hinausführt, und die gegen­überliegende flache Seite befindet sich vorn [Abb. 2-32a].


Abb 2.32 a. Männliche Gestalt in ihrem sternförmigen Tetraeder.

Für einen weiblichen Körper, hat das Sonnentetraeder eine Flachseite nach vorn und eine Spitze, die nach hinten weist; und das Erdtetraeder besitzt eine Spitze, die nach vorn zeigt, während die gegenüberliegende flache Seite hinter ihm ist [Abb. 2-32b].


Abb 2.32 b Weibliche Gestalt in ihrem sternförmigen Tetraeder.

Wir werden die Mer-Ka-Ba-Meditation durch den vierzehnten Atem in Band 2 erklären. Zuerst möchte ich andere Aspekte vorstellen, damit ihr euch erinnern und euch vorbereiten könnt auf die schließlich folgende Reaktivierung eures Lichtkörpers, der Mer-Ka-Ba. Bald werden wir auf yogischen Atem zu sprechen kommen, und viele von euch sind wahrscheinlich schon damit vertraut. Danach werden wir etwas über Mudras lernen. Wir gehen Schritt für Schritt vor, bis wir soweit sind, sphärisches Atmen zu erleben, den Seinszustand, aus dem heraus eure Mer-Ka-Ba zum Leben erwachen kann.

Dreiheit in der Dualität: Die heilige Dreifaltigkeit

Zum besseren Verständnis der Situation hier auf der Erde werden wir noch eine weitere Information einbringen, auf die wir im weiteren Verlauf immer wieder einmal Bezug nehmen können. In der Natur scheint das Gesetz der Gegensätze sich in unserer gesamten Wirklichkeit zu manifestieren, wie etwa männlich und weiblich oder heiß und kalt. In Wirklichkeit ist das unzutreffend. Jede Manifestation in unserer Wirklichkeit hat nämlich de facto drei Komponenten. Man hört viel von der Polarität zwischen männlich und weiblich und über ein Polaritätsdenken – das ist nicht die ganze Wahrheit. Es hat noch nie eine Polarität gegeben in dieser Wirklichkeit ohne eine dritte Komponente – mit einer seltenen Ausnahme, auf die wir gleich noch eingehen werden.

Es findet sich in fast jeder Situation eine Dreiheit. Denken wir an einige Beispiele für das, was wir gewöhnlich Polarität nennen. Wie wäre es mit schwarz und weiß, heiß und kalt, oben und unten, männlich und weiblich, Sonne und Erde? Für schwarz und weiß ist da auch noch das Grau, für männlich und weiblich das Kind, für Sonne und Erde der Mond (das Kind). Auch die Zeit hat drei Komponenten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die geistige Beziehung, wie wir den Raum sehen, das ist die x-, y- und z-Achse. Vorne – hinten, links – rechts, oben – unten. Selbst bei jeder dieser drei Richtungen gibt es eine Mitte oder einen zentralen Punkt, so dass drei Teile entstehen.

Vielleicht das beste Beispiel ist die Art und Weise, wie die Materie als solche in dieser dritten Dimension gestrickt ist. Die Materie besteht aus drei Basispartikeln: Protonen, Elektronen und Neutronen. Auf der nächsthöheren Organisationsebene über den drei Basispartikeln findet man die Atome, und auf der nächstniedrigen feinere Partikelchen. Auf ähnliche Wiese nimmt das Bewusstsein sich selbst als in der Mitte zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos wahr. Welche Ebene man sich auch eingehender betrachtet, immer findet man dort Dreiheit.

Es gibt jedoch eine besondere Ausnahme, wie fast immer. Sie hängt mit dem Anfang aller Dinge zusammen. Uraspekte haben gewöhnlich in der Tat Zweiheit, aber sie kommen extrem selten vor. Ein Beispiel findet man in Zahlenreihen. Bei Zahlenfolgen wie etwa 12356789..., 2-4-8-16-32..., oder 1-1-2-3-5-8-13-21... – und de facto allen bekannten Zahlenreihen – braucht man mindestens drei aufeinanderfolgende Zahlen, um die gesamte Zahlenreihe zu berechnen, mit einer Ausnahme: der Logarithmusspirale für den Goldenen Schnitt, die nur zwei benötigt. Das liegt daran, dass die Spirale der Ursprung aller sonstigen Sequenzen ist. Auf die gleiche Weise haben Atome, wie schon zuvor erwähnt, allesamt drei Teile, mit einer einzigen Ausnahme: dem ersten Atom. Wasserstoff. Das Wasserstoffatom hat nur ein Proton und ein Elektron; es hat kein Neutron. Falls es ein Neutron hat, was der nächste Schritt auf der Stufenleiter aufwärts wäre, so nennt man es schweren Wasserstoff, doch der allererste Anfang der Materie hat nur zwei Komponenten.

Wo wir schon Zahlen erwähnten, in denen sich Dreiheit zeigt, könnten wir auch die Farbe ins Spiel bringen. Es gibt drei Primärfarben, auf welchen basierend die drei Sekundärfarben erzeugt werden. Das bedeutet, dass das Universum, wie wir es kennen – die Gesamtheit des Geschaffenen –, sich aus drei primären Teilen zusammensetzt, außer in den seltenen Urbereichen. Außerdem ist die Natur der Wahrnehmung des Universums durch das menschliche Bewusstsein die der drei Hauptweisen, von denen wir gerade gesprochen haben: Zeit, Raum und Materie, die allesamt Spiegelbilder der heiligen Dreifaltigkeit sind.

Im Frühjahr 1997 gab das Pentagon bekannt, man habe dort einen Computer, der nur eine Sekunde brauche, um Berechnungen anzustellen, für die ein PC mit 3 GBybte RAM und einer Taktfrequenz von 500 MHz 15.000 Jahre benötigen würde. In einem Tag kann er etwas berechnen, wofür der PC 1,3 Milliarden Jahre bräuchte! Wenn das kein Quantensprung ist.

Eine Wissenslawine

Die meisten Menschen sind sich nun bewusst, dass sich hier auf der Erde etwas Ungewöhnliches abspielt. Wir befinden uns in einer extrem beschleunigten Zeit, und es kommt zu vielen Ereignissen, die man noch nie zuvor gesehen hat. Es gibt mehr Menschen auf dem Planeten als unseres Wissens je zuvor, und wenn wir in diesem Tempo weitermachen, wird sich die Weltbevölkerung in ein paar Jahren auf etwa elf oder zwölf Milliarden verdoppelt haben.

Was unsere menschliche evolutionäre Lernkurve anbelangt, so wächst die Menge der auf dem Planeten verfügbaren Informationen schneller als die Weltbevölkerung. Hier eine Tatsache aus der Encyclopedia Britannica: Durchgängig über fast 5800 Jahre, von der Zeit der ältesten uns bekannten menschlichen Zivilisation an, der der alten Sumerer (zirka 3800 v. Chr.), bis ungefähr 1900 n. Chr., war eine bestimmte Bitanzahl von Informationen gesammelt worden, eine gewisse Zahl sogenannter Fakten, die aufeinanderaddiert wurden, um zu bestimmen, wie viel wir wussten. Fünfzig Jahre später, von 1900 bis 1950, hatte sich unser Wissen verdoppelt. Das heißt, es dauerte 5800 Jahre, um so-und-so-viel zu lernen, und dann brauchte es fünfzig Jahre, um diese Menge zu verdoppeln – erstaunlich! Aber in den nächsten zwanzig Jahren, bis ungefähr 1970, hatten wir diese dann erneut verdoppelt. Danach brauchte es nur noch einmal zehn weitere Jahre, bis in etwa 1980, damit sich diese Menge verdoppelte. Nun verdoppelt sie sich alle paar Jahre.

Wissen bricht wie eine Lawine über uns herein. Die Informationen kamen Mitte der achtziger Jahre so schnell, dass die NASA es nicht schaffte, sie schnell genug in ihre Computer einzugeben. Ich habe gehört, um 1988 war man dort acht oder neun Jahre im Rückstand, was die simple Eingabe der Daten anging. Gleichzeitig damit, dass sich diese Wissenslawine vergrößert, stehen die Computer selbst, die der Beschleunigung Auftrieb geben, im Begriff, große Veränderungen durchzumachen. Zirka alle achtzehn Monate verdoppeln die Computer sowohl ihre Geschwindigkeit als auch ihre Speicherkapazität. Zuerst kam der 286er, dann der 386er, danach der 486er, und 1993 dann der 586er, durch den der 486er veraltet war. Wir wussten kaum mit dem 486er umzugehen, da haben wir schon den Pentium II. Gegen Ende des Jahrtausends oder kurz danach wird ein Rechner zu Hause am Schreibtisch so viel können und so schnell sein, dass er alle 1993er Computer der NASA und des Pentagon zusammengenommen übertrifft.

Ein einzelner Computer wird so schnell und so leistungsstark sein, dass er tatsächlich die ganze Erde beobachten kann und für jeden Quadratzentimeter Erde beständig den Wetterbericht übermitteln kann. Er wird Dinge tun, die derzeit absolut unmöglich scheinen. Und wir beginnen auch unsere Fähigkeiten zu beschleunigen, Daten einzugeben: Mittlerweile wandern gewaltige Mengen an Informationen direkt von anderen Computern und Scannern und direkt per Stimme in die Rechner. Wo also nun diese unglaubliche Menge an Wissen Eingang in das menschliche Bewusstsein findet, wird deutlich, dass dies die Geburtsstunde einer zentralen Veränderung für die Menschheit ist.

Über Tausende von Jahren wurden spirituelle Informationen geheimgehalten. Priester und Priesterinnen unterschiedlicher Religionen und Kulte gaben ihr Leben dafür, den Rest der Welt davon abzuhalten, eine ihrer geheimen Schriften oder ein Element spirituellen Wissens zu kennen, und sie sorgten dafür, dass diese geheim blieben. All die unterschiedlichen spirituellen Gruppen und Religionen auf der Welt hatten ihr Geheimwissen. Ganz plötzlich, Mitte der Sechziger, wurde der Schleier des Geheimnisses dann gelüftet. Fast alle spirituellen Gruppen auf der Welt öffneten im gleichen geschichtlichen Augenblick unisono ihre Archive. Ihr könnt bei euch in der Nachbarschaft in einen Buchladen gehen und in Büchern mit Informationen blättern, die über Tausende von Jahren unzugänglich und wohlgehütet gewesen waren. Warum? Und warum gerade jetzt?

Das Leben auf diesem Planeten beschleunigt sich schneller und schneller und schneller und gipfelt offenbar in etwas Neuem und anderem, vielleicht auch in etwas, das lediglich die Reichweite unserer gewöhnlichen Vorstellungskraft übersteigt. Wir verändern uns ständig. Was heißt das für die Welt? Warum geschieht das? Oder noch besser, warum geschieht es jetzt? Warum nicht vor tausend Jahren? Oder warum wartet es nicht, um von heute an gerechnet in 100, 1000 oder 10.000 Jahren einzutreffen? Es ist wirklich wichtig, sich über die Antwort auf diese Frage im klaren zu sein, denn wenn ihr nicht wisst, warum das jetzt geschieht, werdet ihr wahrscheinlich nicht verstehen, was euch da in eurem Leben widerfährt und nicht auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet sein.

Wenn ich auch jetzt im Moment noch nicht auf die eigentliche Bedeutung all dessen eingehen will, so liegt eine der Antworten hierauf in der Tatsache, dass der Computer aus Silizium besteht, und wir aus Kohlenstoff. Sie ist in die Beziehung zwischen Silizium und Kohlenstoff eingebunden, aber hierbei belasse ich es jetzt für eine Weile und fahre mit der ungewöhnlichen Natur dessen fort, was sich hier auf der Erde abspielt.

Die Beziehung der Erde zum Kosmos

Kommen wir noch einmal auf den Sirius und die Erde zu sprechen. Ihr seid hier [Abb. 2-33], und das ist der Punkt im umfassenderen Ganzen, wo wir anfangen wollen.


Abb. 2-33. Position der Erde im Sonnensystem

Von dort aus betrachtet, wo wir uns auf diesem dritten Planeten um die Sonne befinden, kann man die intime Beziehung der Erde zum Sirius nicht unmittelbar verstehen. Man muss tief ins All gehen, zu Dingen wie diesem hier [Abb. 2-34], das ihr vielleicht gar nicht erkennt – zumindest geht es den meisten so.


Abb. 2-34. Quasar (quasi-stellare Radioquelle), der als eines der entferntesten und am hellsten leuchtenden Objekte im Universum gilt.

Das hier ist nämlich ein Quasar, und er ist gigantisch. Er spottet allen physikalischen Gesetzen, und wir wissen nicht, was um alles in der Welt dieses Ding tut. Aber das ist es gar nicht, worauf ich euch aufmerksam machen möchte.

Spiralen im Weltall

Dieses nächste Foto hier ist uns etwas näher und vertrauter [Abb. 2-35].


Abb. 2-35. Spiralgalaxie

Es ist eine Galaxie, offensichtlich nicht wir, denn es ist ganz schön schwer, von sich selbst ein Bild aus seinem eigenen Innern zu machen. (Das Gebilde unten rechts ist ein Spiralnebel, und man kann mit einiger Gewissheit sagen, dass er viel, viel näher ist als die Galaxie; sie sind nicht in Verbindung. Achtet auf die Sterne, die in einer Spirale aus der Galaxie kommen. Im Winkel von exakt 180 Grad gegenüber einer der Spiralen befindet sich eine weitere zum Vorschein kommende Spirale. Ich glaube, es gibt acht bekannte Formen von Galaxien – obwohl alle Funktionen voneinander sind – und dies ist das Urmodell.

Für ziemlich lange Zeit dachten die Astronomen, das, was man da draußen sah, sei alles; wenn man es sehen könne, dann sei es da. Entweder nahmen sie die unsichtbare Seite der Wirklichkeit absolut überhaupt nicht wahr, oder sie maßen ihr keine Bedeutung bei. Doch die unsichtbare Seite unserer Wirklichkeit ist de facto viel größer als die sichtbare, und wahrscheinlich von größerer Bedeutung. Wäre das volle elektromagnetische Spektrum eine Linie von vielleicht 1,80 Meter Länge, so wäre das sichtbare Licht, durch das wir Objekte sehen, ein Band von zirka 0,8 Millimeter Breite. Mit anderen Worten, der sichtbare Teil der Wirklichkeit liegt weit unter einem Prozent des Gesamten – fast nichts. Das unsichtbare Universum ist wirklich unser wahres Zuhause.

Da ist noch viel mehr. Es gibt Dinge, die selbst jenseits des elektromagnetischen Spektrums angesiedelt sind, das wir gerade erst zu begreifen beginnen. Zum Beispiel hat man entdeckt, dass dann, wenn eine alte Sonne explodiert und stirbt, dies scheinbar nur im dunklen Bereich der Spirale geschieht (von Pfeil A angezeigt). Dies lässt darauf schließen, dass es einen Unterschied gibt zwischen tiefem Raum (Pfeil B) und dem inneren Raum zwischen den Lichtspriralen. Man beginnt also zu erkennen, dass es einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Bereichen des Alls sowie auch zwischen den dunklen und hellen Bereichen der Galaxie gibt. Die dunklen Zonen der Spirale scheinen etwas Andersartiges an sich zu haben, das mit den hellen Zonen zusammenzuhängen scheint.

Unsere Verbindung mit dem Planeten Sirius

Die Beobachtung dieser Merkmale einer galaktischen Spirale führte zu einer anderen Entdeckung. Anderen Wissenschaftlern fiel auf, dass unser Sonnensystem, wenn es sich durch das All bewegt, sich nicht in einer geraden Linie fortbewegt, sondern nach einem Spiralmuster, in einer Spirale. Nun, eine solche Spirale ist nicht möglich, es sei denn, wir sind durch die Schwerkraft mit einem anderen großen Körper verbunden, etwa einem weiteren Sonnensystem oder etwas noch größerem. Zum Beispiel denken viele, der Mond kreise um die Erde, richtig? Tut er nicht. Und hat er auch noch nie. Erde und Mond drehen sich umeinander, und es gibt eine dritte Komponente zwischen ihnen, sie findet sich bei einem Drittel der Entfernung von der Erde zum Mond. Diese ist der Dreh- und Angelpunkt, und Erde und Mond drehen sich nach dem Muster einer Helix um diesen Punkt, während sie sich gleichzeitig um die Sonne drehen. Dies geschieht, weil die Erde mit einem sehr großen Körper verbunden ist, dem Mond. Unser Mond ist riesig, und er bewirkt, dass die Erde nach einem bestimmten Muster ihre Bahn zieht. Und da das gesamte Sonnensystem sich auf die gleiche Weise spiralförmig durch das All bewegt, muss das ganze Sonnensystem durch die Schwerkraft mit einem anderen sehr großen Körper verbunden sein.

Also machten sich Astronomen auf die Suche nach diesem Körper, der an unserem Sonnensystem zieht. Zuerst engten sie diesen auf einen bestimmten Bereich des Himmels ein, mit dem wir verbunden sind, dann engten sie ihn immer weiter ein, und erst vor wenigen Jahren konnten sie schließlich ausmachen, welches spezifische Sonnensystem es ist. Wir sind mit dem Stern Sirius verbunden – mit Sirius A und Sirius B. Unser Sonnensystem und das Siriussystem sind durch die Schwerkraft auf das innigste miteinander verbunden. Wir sind ein System!

Seitdem die Wissenschaftler wissen, dass der dunkle Bereich in einer sich spiralig drehenden Galaxie anders ist, haben sie entdeckt, dass es nicht einfach so ist, dass sich Sterne entlang des gebogenen Arms einer Spirale nach außen bewegen. Würde jemand mit einem Wasserschlauch auf deinen Kopf zielen, und du könntest die Szene von oben sehen, so würden sich Tröpfchen zeigen, die sich scheinbar in Spiralen bewegen. Könnt ihr euch das plastisch vorstellen? Jeder individuelle Tropfen bewegt sich jedoch nicht in einer Spirale, sondern er bewegt sich strahlenförmig in einer geraden Linie vom Zentrum fort; er scheint sich nur in Spiralen zu bewegen. Genauso verhält es sich in einer Galaxie. Jeder dieser Sterne bewegt sich in Wirklichkeit strahlenförmig weiter.

Gleichzeitig dazu, dass sich die Sterne strahlenförmig vom Zentrum fortbewegen, bewegt auch ihr euch unabhängig vom System als ganzem von einem Arm durch das dunkle Licht in das weiße Licht und umkreist so das ganze galaktische System. Es dauert vermutlich Milliarden Jahre – ich weiß es nicht – bis sich ein Zyklus vollendet hat.

Stellt euch vor, Abbildung 2-36 ist eine Galaxie von oben betrachtet und die dunkle Farbe steht für die Spiralen aus schwarzem Licht, und die helle Farbe für die aus weißem Licht.


Abb. 2-36. Spiralgalaxie, Ansicht von oben (oben) und auf Rand (unten).

Vom Rand aus sieht sie aus wie eine fliegende Untertasse. Die Umlaufbahn, die wir um das Zentrum der Galaxie herum durchlaufen, umfasst eine Spiralbewegung ähnlich einer Spiralfeder. Außer in unserem Sonnensystem sieht man die gleiche Spiralbewegung zwischen Sirius A und Sirius B [siehe Abb. 1-4 in Kapitel 1]. Die Spirale der Erde und die des Mondes sind, so glaube ich, verschieden. Diese Spiralbewegung der beiden Sirius-Sterne scheinen, so ein australischer Wissenschaftler, einfach identisch mit der Geometrie der DNA-Moleküle zu sein. Dabei kann man den Verdacht bekommen, dass es vielleicht eine Beziehung gibt zwischen der Art, wie sich Dinge entfalten, dass Ereignisse entsprechend einer Art von umfassenderem Plan stattfinden, ähnlich der Entwicklung eines menschlichen Körpers, die durch die Informationen in der DNA gesteuert wird. Natürlich ist das nur Spektulation, aber aufgrund des Prinzips »Wie oben, so unten« ist es höchst wahrscheinlich.

So haben wir also zwei verwandte Fragen, auf die wir eine Antwort suchen. Die eine lautet: Warum ist der Sirius so wichtig? Dies wurde bereits anhand unserer schwerkraftmäßigen Bindung an den Sirius erklärt. Die andere lautet: Warum findet dieses extrem schnelle Evolutionsmuster, das wir heute auf der Erde erfahren, in diesem Augenblick der Geschichte statt? Betrachten wir weiter den Himmel. Zuerst sind hier einmal zwei identische Informationen weiterzugeben.

Diese Randbemerkung wird erst dann richtig Sin n machen, wenn ihr voll und ganz versteht, was es mit der Mer-Ka-Ba auf sich hat, aber dies hier ist die passendste Stelle dafür. Der Astrophysiker William Purcell entdeckte gerade erst in jüngerer Zeit (der Bericht erschien am 12. Mai 1997 in der Zeitschrift Time), dass ein »Koloss von Antimaterie«, eine Röhre im Winkel von 90 Grad zur Ebene der Galaxie, »sich aus dem Zentrum unserer Galaxie ergießt und Billionen von Kilometern weit ins All reicht.« Das ähnelt der Mer-Ka-Ba-Geometrie auf galaktischer Ebene.

Gleichzeitig entdeckten Cornell-Astronomen, dass rund 80 Prozent der Sterne in Galaxie NGC 4138 sich in eine Richtung drehen (größtenteils ältere Sterne), während ungefähr 20 Prozent der Sterne (meist jüngere) sich zusammen mit einer riesigen Wasserstoffwolke in die entgegengesetzte Richtung drehen. Ihre Entdeckung wurde am 18. Januar 1997 bei der amerikanischen Gesellschaft für Astronomie vorgestellt. Das ist ein Feld mit Gegenrotation. Nicht genug damit, dass Galaxien wie Mer-Ka-Ba-Felder aussehen, sie weisen sogar die gleiche Binnendynamik auf! (Natürlich glaube ich persönlich, dass Galaxien lebende Wesen sind, und dass sie wirklich nichts anderes sind als ein riesiges lebendiges Mer-Ka-Ba-Feld). Außerdem haben Physiker an der University of Rochester und der University of Kansas Belege dafür gefunden, die an dem lange bewahrten Glauben rütteln, der Weltraum sei in alle Richtungen gleich. Der Forscher John Ralston berichtete: »Es scheint eine absolute Achse, eine Art von kosmologischem Nordstern zu geben, an dem sich das Universum orientiert.« Diese Arbeit wurde in der Ausgabe der Physical Review Letters vom 21. April 1997 publiziert.

Außerdem hat man entdeckt, dass das Licht auf dieser Achse anders wandert als überall sonst. Es gibt also nun zwei uns bekannte Lichtgeschwindigkeiten! Die Achse ist der Schlüssel zum lebenden Mer-Ka-Ba-Feld, und diese Entdeckung könnte irgendwann beweisen, dass das ganze Universum wirklich nur ein gigantisches lebendes Mer-Ka-Ba-Feld ist.

Nachdem ihr euch eures eigenen Mer-Ka-Ba-Feldes bewusst seid, lest diesen Abschnitt noch einmal, und ihr werdet verstehen.

Die Spiralarme einer Galaxie, die sie umgebende Kugel und die Hitzehülle

Abb. 2-37 stammt aus dem National Geographic und zeigt etwas, das man nun entdeckt hat.


Abb. 2-37. Galaktische Energiekugeln.

Man hat herausgefunden, dass die Galaxien von einer Kugel aus Licht umgeben sind. Beachte die winzige Galaxie mit ihren Spiralarmen, zusammen mit ein paar losen Sternen, die alle von der Energiekugel umhüllt sind. Außerhalb dieser Kugel findet sich dann eine weitere enorme Energiekugel, hier als Sechseck-Raster wiedergegeben. Wir haben also eine riesige Kugel im Innern einer kleineren Kugel, mit einer winzigen Galaxie darin. Im weiteren werdet ihr sehen, dass ihr exakt das gleiche Feld auch um euch habt.

Abbildung 2-38 ist eine Abbildung der Hitzehülle einer Galaxie, leicht geneigt, mit einer Infrarotkamera aufgezeichnet.


Abb. 2-38. Galaktische Hitzehülle.

Sie sieht aus wie eine fliegende Untertasse. Sie hat einen großen Kreis um den Außenrand, der dunkel ist, da sich der Außenrand sehr, sehr schnell bewegt. Diese Hitzehülle hat exakt die gleichen Abmessungen wie die Mer-Ka-Ba um euren Körper, wenn sie durch Atmen und Meditation aktiviert wird. Wenn ihr eine bestimmte Atemweise praktiziert, werdet ihr merken, dass ein etwa 16,5 Meter breites Feld um euren Körper entstehen wird, das wie diese Wärmehülle aussieht. Mit der entsprechenden Ausrüstung könnte man es auf einem Computerbildschirm sehen, da es eine elektromagnetische Komponente im Mikrowellenbereich aufweist. Das ist absolut real. Es hat die gleiche Form wie die Mer-Ka-Ba, die ihr, wenn ihr euch dafür entscheidet, um euren Körper aktivieren werdet.

Präzession der Tagundnachtgleichen und sonstige Präzessionsbewegungen

Weiter geht es zu der Frage, warum sich diese Veränderung genau jetzt abspielt? Unsere Erde neigt sich derzeit zirka 23 Grad zur Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne, und wenn die Erde die Sonne umkreist, verändert sich der Winkel, in dem das Licht auf die Erdoberfläche auftrifft, je nachdem, wo es sich in seiner Umlaufbahn befindet. Deshalb haben wir vier Jahreszeiten.

Innerhalb dieser Rotation im Laufe eines Jahres haben wir noch ein sehr langsames Taumeln, das die meisten als die Präzession der Tagundnachtgleichen kennen, die fast 26.000 Jahre zu ihrer Vollendung benötigt. Um genauer zu sein, etwa 25.920 Jahre – das kommt darauf an, wo ihr nachlest, denn jeder kommt auf ein paar Jahre Unterschied. Es gibt außerdem noch weitere Präzessionsbewegungen. Zum Beispiel ist dieser +23-Grad-Winkel zur Sonne nicht fix; es findet sich eine Präzessionsbewegung von ca. 40.000 Jahren, wo sich der Winkel um etwa drei Grad ändert – von rund 23 auf rund 26 Grad. Und dann gibt es noch eine weitere Präzessionsbewegung innerhalb der kleinen Präzessionsbewegung um drei Grad, die etwa alle vierzehn Monate einen Zyklus beendet. Und man hat noch eine entdeckt, die sich etwa alle vierzehn Jahre vollendet. Nun heißt es, es sei darüber hinaus noch eine weitere entdeckt worden. Liest man die alten Sanskrit-Schriften, so sind all diese Präzessionsbewegungen höchst wichtig für das Bewusstsein auf dem Planeten. Sie sind unmittelbar an bestimmte Ereignisse gebunden und an die Zeit, zu der diese auf der Erde stattfinden – genauso wie unsere DNA an die verschiedenen Phasen im Wachstum des menschlichen Körpers gebunden ist.

Fürs erste möchte ich lediglich die größte Präzessionsbewegung betrachten, die auch als Präzession der Tagundnachtgleichen bezeichnet wird [Abb. 2-39).


Abb. 2-39 Die Präzession der Tagundnachtgleichen (Punkt, an dem der Himmelsäquator der Erde ihre Ekliptik schneidet) geht auf die langsame Drehung der Erdachse um eine Senkrechte zur Ekliptik zurück.

Diese Präzessionsbewegung verläuft in einem Oval, und das große Oval in Abb. 2-40 ist die Präzessionsbewegung selbst.


Abb. 2-40. Reise durch die Umlaufzeit, markiert durch den Zyklus der Präzession der Tagundnachtgleichen. Das große Oval ist der Weg der Erdachse.

Das rechte Ende, an der Längsachse des Ovals, wird Apogäum (Erdferne) genannt; es zeigt auf das Zentrum der Galaxie. Die untere Hälfte des Ovals zeigt sich, wenn der Planet auf die Mitte der Galaxie zu wandert, und die obere Hälfte zeigt sich, wenn der Planet sich von der Mitte weg bewegt. Diese Bewegung weg vom Zentrum der Galaxie wird als mit dem galaktischen Wind wandern bezeichnet. In den Sanskritschriften heißt es, dass die Menschen in alter Zeit – die irgendwie von der Präzession wussten – sagen, dass nicht etwa an den äußersten Enden dieses Ovals große Veränderungen stattfänden, sondern kurz nachdem diese Extrempunkte passiert wurden – an jenen Punkten, die von den beiden kleinen Ovalen bei A und C angedeutet werden. An diesen beiden Stellen kommt es zu mächtigen Veränderungen. Es gibt noch zwei weitere Punkte, etwa auf dem halben Weg zwischen den kleinen Ovalen, mit B und D bezeichnet, die ebenfalls sehr wichtige Stellen sind, obwohl hier eine Veränderung nicht so wahrscheinlich ist wie bei A und C. Zu der Zeit, wo dieses Buch geschrieben wird, in den neunziger Jahren, stehen wir auf A, dem unteren kleinen Oval, was darauf hinweist, dass dies eine Zeit immenser Veränderungen ist.


Abb. 2-41. Die vier Yugas der Hindus, Aufstieg und Niedergang.

Den alten Schriften zufolge versinken wir dann, wenn wir das obere kleine Oval bei C erreichen [Abb. 2-41], während unserer Hinwegbewegung vom Zentrum der Galaxie, in Schlaf, und verlieren immer stärker das Bewusstsein. Wir fallen durch die dimensionalen Ebenen, bis wir an die Stelle kommen, wo das untere kleine Oval angesiedelt ist, und dort beginnen wir wieder aufzuwachen und uns durch die Dimensionsebenen aufwärts zu bewegen. Wir wachen in ganz bestimmten Stadien auf, bis wir wieder zu dem oberen Oval kommen, bei dem wir wieder einschlafen. Aber das ist kein geschlossenes Muster, denn wir bewegen uns ja durch das All. Es ist ein Spiralmuster mit offenem Ende wie bei einer Feder, kein sich wiederholender Zyklus wie innerhalb eines Kreises. Aus diesem Grund versinken wir mit jedem Mal etwas weniger in Schlaf und wachen etwas mehr auf. Ein ähnlicher Kreislauf spielt sich auf der Erde tagtäglich ab. Betrachtet man die Erde aus dem Weltall, so ist sie in jedem beliebigen Augenblick halb hell und halb dunkel, und die Menschen auf der dunklen Seite schlafen, während die auf der hellen Seite ganz schön wach sind. Obwohl wir Tag und Nacht haben, wiederholen wir nicht immer wieder das gleiche, aber wir können hoffen, dass wir aufwachen und mit jedem Tag bewusster werden. Obwohl wir einschlafen und aufwachen, kommen wir jedes Mal weiter. Diese Präzession der Tagundnachgleichen ist genau das gleiche, nur handelt es sich um einen viel längeren Zyklus.

Yugas

Tibeter und Hindus nannten diese ganz bestimmten Zeiträume yugas, und sie sind einfach Zeitalter. Jedes Yuga hat eine Phase des Anstiegs und eine des Abstiegs, wenn man also das hinduistische System anwendet, so wird das Zeitalter um das obere Oval bei C das absteigende Satya Yuga genannt. Dann kommt das absteigende Treta Yuga, Dwapara Yuga und Kali Yuga am anderen Ende. Im Kali Yuga hat man Abstieg wie auch Aufstieg. Dann kommt man ins aufsteigende Dwapara Yuga und so weiter. Wir befinden uns nun im aufsteigenden Dwapara Yuga. Aus dem Kali Yuga sind wir seit rund 900 Jahren heraus, und jetzt ist die Zeit, für die vorausgesagt wurde, dass in ihr erstaunliche Dinge geschehen würden. Die Welt entdeckt nun für sich aufs neue, dass dies Zeiten enormer Veränderungen auf der Erde sind.


Abb. 2-42. Shri Yukteshwars Yuga-Diagramm

Dieses Diagramm [Abb. 2-42] stammt von Sri Yukteshwar, Yoganandas Guru. Angefertigt wurde es Ausgang des 19. Jahrhunderts. Ihm war die tatsächliche zeitliche Dauer der Präzession der Tagundnachtgleichen zwar nicht bekannt, aber er setzte in etwa 24.000 Jahre dafür an. Das kam der Sache schon sehr nahe, denn die meisten Hindus hatten keine Ahnung, was sie da machten, als sie mit den Yugas arbeiteten. (Ich will sie hier nicht herabsetzen, aber hatten sie wirklich nicht.) Seht ihr, als wir durch das Kali Yuga kamen, befanden wir uns in der dunkelsten Zeit, in der der Schlaf am tiefsten war. Die meisten Bücher, die in den letzten 2000 Jahren verfasst wurden, stammten von Schlafenden, relativ betrachtet, und diese versuchten, Bücher zu deuten, die von Menschen geschrieben wurden, die viel wacher waren. Sie verstanden nicht, was die älteren Bücher zum Ausdruck brachten. Wie bei jedem Buch, das in den letzten 2000 Jahren geschrieben wurde, muss man also ein wenig vorsichtig sein – wegen der Zeit, in der es entstand. Viele hinduistische Gelehrte setzten für die Präzession der Tagundnachtgleichen Hunderttausende von Jahren an, und manche sagten, ein Yuga umfasse etwa 150.000 Jahre. Sie irrten sich und verstanden einfach nicht.

Yukteshwar wusste es besser, aber auch er lag nicht ganz richtig. Was er in diesem Diagramm tat, ist, dass er die unterschiedlichen Yugas in die äußeren Felder, die Felder am Rand, eintrug, und innen notierte er die zwölf Tierkreiszeichen. Damit zeigte er an, welche Yugas welchem Sternzeichen entsprachen. Als er diese Tabelle anfertigte, befanden wir uns in der Jungfrau (linker unterer Quadrant). Im Moment sind wir zwischen Jungfrau und Löwe. Je nachdem, mit welchem Astrologen man sich unterhält, wir befinden uns jetzt ganz in unmittelbarer Nähe des dritten Auges der Jungfrau und im Übergang zum Löwen – physisch betrachtet. Das bedeutet, dass der Planet physisch zwischen Jungfrau und Löwe steht. Lässt man aber im 180-Grad-Winkel den Blick über den Himmel schweifen, so sieht man, wie sich der Himmel vom Sternzeichen Fische in das Zeichen des Wassermanns bewegt. In diesem Moment befinden wir uns direkt auf der Grenzlinie zwischen Fische und Wassermann, kurz davor, in das Wassermannzeitalter einzutauchen. Physisch gesehen ist es jedoch ein ganz anderer Blickwinkel. Das muss man sich klarmachen, denn wenn wir uns die Arbeiten der alten Ägypter betrachten, so ergibt manches, was sie schreiben, keinen Sinn, wenn man diese Perspektive nicht kennt.

Moderne Ansichten zu Polverschiebungen

In den dreißiger Jahren war Edgar Cayce gerade damit beschäftigt, Antworten für einen Geologen zu channeln, als er sich mitten in einer Frage unterbrach und sinngemäß so etwas sagte wie: »Ach, wissen Sie, da ist etwas sogar noch Wichtigeres, das momentan mit der Erde passiert, und von dem Sie vielleicht wissen sollten.« Und dann kam er darauf zu sprechen, dass sich die Pole der Erde bald verschieben würden. Er sagte, das Jahr, in dem das geschehen würde, sei der Winter 1998, aber seitdem hat sich einiges auf eine für einen Hellsichtigen unvorhersehbare Weise geändert. Es mag dennoch sein, dass sich die Pole verschieben werden, aber sie tun es vielleicht auf eine Weise, die sich leicht von Cayces Vorhersage unterscheidet. Wir haben nämlich einen freien Willen, in der Tat, und einfach durch unser Da-Sein können wir das Los der Welt ändern.

Edgar Cayce war ein außergewöhnlicher Mensch. Er war ein Mann, dem die Leute zuhörten, wenn er sprach. Cayces Aussage, die Pole würden sich in naher Zukunft verschieben, war für weite Teile der Welt kaum zu glauben. Aber weil es nicht irgendjemand, sondern Edgar Cayce war, der dieses unerhörte Ereignis vorhersagte, begannen sich Wissenschaftler und interessierte Laien mit einer solchen Möglichkeit auseinanderzusetzen. Die Geologen wollten dieser Aussage keinen Glauben schenken, denn sie dachten, dass wahrscheinlich Hunderte von Millionen von Jahren zwischen Polverschiebungen lägen und dass eine solche Veränderung sehr lange dauern würde. Aber aufgrund der Vorhersage Cayces begannen bestimmte Wissenschaftler dennoch, in diese Richtung zu forschen. Dabei kam eine Ereigniskette zum Vorschein, die dem, was Cayce da sagte, enormes Gewicht verlieh, und diese hat nun die Ansichten der Welt zu diesem Thema geändert. Die Wissenschaftler hatten den Verdacht, wenn es eine Veränderung im Hinblick auf die physischen Pole gäbe, dann würde es auch eine Veränderung bezüglich der Magnetpole geben. Ein Ansatz, wie sie dieser Möglichkeit auf den Grund zu gehen beschlossen, war die Untersuchung der uralten Lavabetten der Welt. Dies begann, glaube ich, in den fünfziger oder frühen sechziger Jahren. Lavabetten deshalb, weil sie sich erstens dachten, es würde eine immense Vulkanaktivität geben, wenn eine solche Verschiebung stattfände, und zweitens weil Lava eine Eigenschaft hat, durch die sich vorangegangene magnetische Polverschiebungen verifizieren und datieren ließen.

Eisenanreicherungen und Kernproben

Eisenanreicherungen findet man in den meisten Lavavorkommen, und diese Anreicherungen haben einen anderen Schmelzpunkt als die Lava selbst. Die Anreicherungen erhärten, während die Lava noch im Fluss ist, und da sie ja aus Eisen bestehen, richten sie sich auf die Magnetpole aus. Durch diese Beobachtung können Geologen exakt erkennen, wo sich die Magnetpole befanden, als die Lava erhärtete. Sie brauchten nur Proben von drei verschiedenen Stellen, um in der Lage zu sein, zu triangulieren, und wussten genau, wo sich der magnetische Nordpol zur Zeit der Erhärtung der Anreicherungen befand. Daraufhin konnten sie mit der Kohlenstoffmethode sein Alter bestimmen – das Beste, was sie damals tun konnten. Es gab noch weitere diesbezügliche Problemlösungsansätze, und diese werden wir gleich betrachten.

Also stießen die Geologen auf einen früheren magnetischen Nordpol, der nicht dort war, wo er sich heute befindet, sondern weit entfernt, in Hawaii. Die letzte Verschiebung fand direkt am oberen Oval statt – vor etwas weniger als 13.000 Jahren. Daraufhin führten sie eine weitere Prüfung durch, bei der sie feststellten, dass sich die Pole davor am unteren Oval verschoben hatten. Damit war ein ganz neues Forschungsgebiet in Sachen Erdmagnetismus eröffnet.

Der US-amerikanische Geologenverband veröffentlichte eine Serie von Erkenntnissen, die anhand von Kernproben vom Meeresboden gewonnen wurden (Geology 11:9, September 1983). Die Proben hatten einen Durchmesser von zirka 15 Zentimetern und waren 3,30 Meter lang, und die Forscher analysierten das Sediment. Dabei entdeckten die Geologen, dass sich die Pole mitunter einfach umkehren. Der Nordpol wird zum Südpol und der Südpol zum Nordpol. Auch das war etwas, worüber Edgar Cayce sprach und bei dem viele Menschen Schwierigkeiten hatten, es ihm zu glauben. Aber als die Geologen diese Kernproben untersuchten, stellten sie fest, dass es wahr war.

Hunderte von Millionen Jahren zurückgehend, stießen sie auf einen Zyklus, wo der magnetische Nordpol für lange Zeit an einer Stelle blieb – damals verwandelte sich innerhalb eines einzigen Tages, in weniger als 24 Stunden, der magnetische Norden in den Süden. So blieb es lange Zeit, und dann vertauschten sich die Pole erneut. Doch gegen Ende dieser langen Zyklen gab es kürzere Zeitperioden, wo sich die magnetischen Pole wieder umkehrten. Zu diesem Umkippen kam es immer wieder einmal. Und als wir der Gegenwart näherkamen, begannen die Umkehrungen dichter beieinander zu geschehen – von Norden nach Süden, Süden nach Norden, und gleichzeitig zu neuen Orten wandernd. So ist es im Laufe der nächsten paar Hundert Millionen Jahre hunderte von Malen geschehen. Eine ganz neue Sicht der Erdmagnetik, Geomagnetik genannt, ist im Entstehen begriffen. Würde das aus dem All nicht wie ein Pulsieren aussehen?

Auslöser für Polverschiebungen

Mittlerweile hat es schon eine Menge Leute gegeben, die versucht haben, herauszufinden, was eine Polverschiebung hervorrufen könnte. Welche Dynamik steckte dahinter? Was ist der Auslöser, der Derartiges in Gang setzt? Es gibt ein Buch von John White – der ebenfalls ein Befürworter von Edgar Cayce ist –, der fast die gesamten auf der Welt verfügbaren Informationen zu diesem Thema zusammengestellt hat, insbesondere die Informationen zur letzten Verschiebung der magnetischen Pole in Hawaii. Doch ich glaube, er erwähnt es nicht. Sein Buch trägt, wie könnte es anders sein, den Titel »Pole Shift«. Es ermöglicht ein ausgezeichnetes Verständnis dieses Themas, das ein unglaublich weites Gebiet, und ganz erstaunlich, ist.

Derzeit gibt es zwei zentrale Theorien, was der Auslöser sein könnte, der die Pole dazu bringt, zu wandern. Die eine ist naheliegend, und die andere subtilerer Art. Die naheliegende ist die Brown-Theorie, benannt nach Hugh Auchincloss Brown, der diese Idee entwickelte. Seine Theorie besagt, dass sich aus unerfindlichen Gründen der Südpol abseits der Mitte zu formieren beginnt (genau das geschieht derzeit), dann baut er sich gegen Ende des Zyklus relativ rapide auf (auch das geschieht derzeit), bis er sich eines Tages von den Zentrifugalkräften der Erdumdrehung losreißt. Es verhält sich genau wie bei jedem anderen sich rasch drehenden Objekt: Wenn etwas nicht mehr zentriert ist, wirft es das gesamte Objekt aus der Bahn und zwingt es, ein neues Gleichgewicht zu finden. Baut sich das Gewicht dieses Eises mehr und mehr auf, dann wird schließlich irgendetwas geschehen. Die Erde kann sich nicht in der gleichen Drehposition immer weiter drehen. Sie wird einen neuen Pol finden, der zentriert ist. Und dennoch gibt es Wissenschaftler, die glauben, dass die Eismassen am Südpol nicht genug seien, eine Polverschiebung auszulösen.

Tatsache ist, dass das Eis am Südpol an einigen Stellen fast fünf Kilometer dick ist und, besonders schnell in den letzten 20 Jahren, weiterwächst, schneller als je erwartet, wahrscheinlich wegen des Treibhauseffekts. Und es gibt heute drei enorme Vulkane unter der Eiskappe, die man von unseren Satelliten aus sehen kann. Unter der Eiskappe schmilzt es, und auch jetzt in diesem Augenblick strömen riesige Flüsse darunter hervor. Vielleicht wurde diese Tatsache von zweifelnden Wissenschaftlern nicht mit berücksichtigt. Würde die Eiskappe, die doppelt so groß ist wie die Vereinigten Staaten, losbrechen, würde sie mit einer Geschwindigkeit von mehr als 2700 Stundenkilometern auf den Äquator zuwandern, den Berechnungen von John White zufolge. Ganz offensichtlich würde das für ein paar Problemchen hier und da sorgen. Es scheint, dass Browns Theorie sich tatsächlich gerade abspielt, aber sicher ist es nicht.

Da ist jedoch noch jemand, der eine Theorie zu bieten hat, und zwar eine, die selbst Albert Einstein ernsthaft erwog, und die eine mögliche Antwort auf die Gleichungen parat haben mag, die ungläubige Wissenschaftler benutzt haben. Dieser Jemand heißt Charles Hapgood. Er und andere Wissenschaftler, die mit ihm zusammengearbeitet haben, haben mindestens zwei Schichten ungewöhnlichen Gesteins unter der Erdkruste entdeckt, das unter bestimmten Bedingungen flüssig wird. Dies wurde von anderen Wissenschaftlern demonstriert, die in Labors die gleiche Art von Stein in eine Miniatur-Erde einsetzten und die Bedingungen der Innenerde wiederholten. Ausgehend von diesem Experiment fanden sie heraus, dass die Erdoberfläche oder -kruste über die Hauptmasse der Erde rutschen kann, die mit ihrer Drehbewegung fortfährt, als sei nichts geschehen. Das ist eine Tatsache. Es kann geschehen, aber natürlich wissen wir nicht, ob es tatsächlich in der realen Zeit geschehen wird. Man weiß im einzelnen nicht, wie das funktionieren würde – etwa welcher Auslöser den Ausrutscher hervorruft. Charles Hapgood hat zwei Bücher geschrieben, »Earth’s Shifting Crust« und »The Path of the Pole«, die wahrscheinlich unsere Weltsicht dramatisch ändern werden.

Albert Einstein verfasste das Vorwort zu Charles Hapgoods erstem Buch, »Earth’s Shifting Crust.« Für mein Empfinden ist es wichtig genug, hier direkt abgedruckt zu werden:

Ich erhalte regelmäßig Mitteilungen von Menschen, die wegen ihrer unveröffentlichten Ideen meinen Rat möchten. Man braucht wohl kaum dazuzusagen, dass diese Ideen selten wissenschaftliche Gültigkeit besitzen. Die allererste Mitteilung, die ich von Herrn Hapgood erhielt, bewirkte, dass ich wie elektrisiert war. Seine Idee ist originell, von großer Einfachheit und – wenn sie sich weiterhin als richtig erweist – von großer Bedeutung für alles, was mit der Geschichte der Erdoberfläche zu tun hat.

Der Autor hat sich nicht auf eine einfache Präsentation seiner Ideen begrenzt. Er hat außerdem, vorsichtig und verständig, das außerordentlich reiche Material dargelegt, das seine Verschiebungstheorie unterstützt. Ich denke, diese recht erstaunliche, ja sogar faszinierende Idee verdient die ernsthafte Aufmerksamkeit aller, die sich mit der Theorie der Erdentwicklung auseinander setzen.

Fakt ist, dass Albert Einstein einer der brillantesten Menschen ist, die je gelebt haben, und selbst vor diesem Hintergrund glauben nur wenige Geologen an eine derart unerhörte Theorie. Erst in allerneuester Zeit hat sich mehr und mehr Beweismaterial aufeinandergetürmt, das dafür spricht, dass Derartiges wahr sein kann. Die gleiche Welt der Wissenschaft glaubte Einstein auch nicht, als er sagte, wie viel Energie innerhalb einer sehr kleinen Menge an Materie enthalten war.

Ich bin der festen Überzeugung, dass der Auslöser der Polverschiebung mit dem Geomagnetismus der Erde zusammenhängt. Es würde lange dauern, das hier zu erklären, und darauf bin ich jetzt hier nicht eingestellt. Was man weiß, ist, dass über die letzten 500 Jahre das Magnetfeld der Erde kontinuierlich schwächer geworden ist, und in den neueren Jahren sind damit absolut bizarre Sachen passiert. Wie Gregg Braden in »Awakening to the Zero Point: The Collective Initiation« sagt, begann das Magnetfeld der Erde de facto vor etwa 2000 Jahren schwächer zu werden. Vor etwa 500 Jahren begann sich diese Schwächung dann massiv zu beschleunigen. (Könnte es vor 520 Jahren gewesen sein? Das würde sich mit dem Maya-Kalender decken, der für diese Zeit gigantische Veränderungen vorhersagte.) In allerneuester Zeit finden sich am Magnetfeld Änderungen wie noch nie zuvor.

Änderungen des Magnetflusses

Die idealisierten Linien des Magnetflusses [Abb. 2-43], die in einem Ringwulst um die Erde hervorkommen, entsprechen nicht den Erkenntnissen der Geologen.


Abb. 2-43. Magnetfluss um die Erde.

In Wirklichkeit sieht es so aus, dass die Magnetlinien eher wie gerade Webmuster aussehen [Abb. 2-44].


Abb. 2-44. Muster für ein komplexes Modell des wichtigsten Magnetfelds der Erde für das Jahr 1995, erstellt von einer US-Regierungsstelle.

Sie sind unbeweglich, aber nicht präzise wie in dieser idealisierten Form. Und es gibt bestimmte Zonen, wo sie stärker, und andere, wo sie schwächer sind. Diese Linien bewegen sich normalerweise nicht, aber da das Feld so schwach wird, beginnen sie sich zu bewegen und zu ändern. Die Vögel, Säugetiere und Fische, und die Delphine und Wale und andere Kreaturen orientieren sich bei ihren Wanderungen an diesen Magnetlinien. Wenn sich also die Magnetlinien verändern, ist das das Aus für ihre Wanderungsmuster, und genau das erleben wir derzeit überall auf der Welt. Vögel fliegen an Orte, wo sie eigentlich gar nicht hingehören, Wale stranden irgendwo an Land, wo es nach ihrer Orientierung eigentlich Wasser geben müsste. Sie folgen einfach den Magnetlinien, denen sie schon jahrhundertelang gefolgt sind und stoßen auf Land, das zuvor nicht auf dieser Linie war.

Wenn diese Magnetfelder den Nullpunkt passieren und sich vollkommen verändern – was sehr bald der Fall sein mag –, haben wir ein neues Thema, über das es sich zu reden lohnt: nämlich, was dann geschieht. Seht ihr, wir glauben, dass sogar das menschliche Gedächtnis an diese Linien gebunden ist. Ohne diese Magnetlinien kann man sich an nichts erinnern. Außerdem ist der Emotionalkörper intensiv an die Magnetfelder gebunden, und wenn diese sich ändern, ist auch euer Emotionalkörper radikal betroffen. Es fällt nicht schwer, zu verstehen, dass der Mond auf der Erde über den Sog der Schwerkraft Ebbe und Flut bewirkt. Wir wissen auch, dass die Magnetfelder der Erde etwas durch die Mondphasen beeinflusst werden. Bei Vollmond kommt es, wenn der Mond über unseren Köpfen vorbeizieht, zu einer leichten Ausbeulung und Veränderung im Magnetfeld auf der Erde. Schaut euch doch bloß einmal an, was in Großstädten bei Vollmond alles geschieht. Am Tag zuvor, am Tag des Vollmonds selbst, und am Tag danach, kommt es zu mehr Vergewaltigungen und Morden und Totschlag und Verdrehtheiten dieser Art, wie im ganzen restlichen Monat zusammengenommen. Das Polizeiregister jeder größeren Stadt wird das bestätigen. Warum? Weil diese Felder insbesondere Menschen beeinflussen, die knapp am Rande einer emotionalen Instabilität sind und schon zu normalen Zeiten nur mit Mühe mit dem Leben fertigwerden. Sie sind also haarscharf am Rand, und dann wandert der Mond vorbei und setzt das Magnetfeld nur ein klein wenig in Bewegung, und dann erlebt die betreffende Person eine Achterbahnfahrt abwärts und tut Dinge, die sie normalerweise nicht tun würde.

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Objętość:
567 str. 263 ilustracji
ISBN:
9783867287685
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Bookwire
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