Czytaj książkę: «Der Energie-Code»
DR. MED. DORIS ELLER-BERNDL EVA KOMAREK
DER ENERGIE CODE
MIT DEM RICHTIGEN LEBENSRHYTHMUS ZURÜCK ZUR INNEREN STÄRKE

INHALT
Cover
Titel
EINLEITUNG
KAPITEL 01
EINE FRAGE DER FREQUENZEN
Licht ist Energie
UVB – der Energiegeber
→ Wie Licht zu Energie wird
UVA – der Hormonbooster
Lichtabhängige Hormone
Infrarot – der Balsam des Lichts
→ Das Wundermittel DHA
Nahrung ist kondensiertes Licht
Fisch macht schlau
Gut geölt?
Fisch ist nicht gleich Fisch
Alles ist Information
KAPITEL 02
SIGNALE UND SENSOREN
Im Auge des Betrachters
Sonnenbrillen: Schick, aber schädlich?
Kinderaugen brauchen Sonne
Sonne macht schlank
Das Reich der Mitte
Waldbaden
Power aus der Erde
Das Elektronenbad
KAPITEL 03
MITOCHONDRIEN – KRAFTWERKE DER ZELLEN
Treffen sich zwei Bakterien …
Die mitochondriale Eva
Scotty, Energie!
Sterben, um zu leben
So kommen Sie zur maximalen Power
KAPITEL 04
MODERNE WELT MIT NEBEN-WIRKUNGEN
Die natürlichen Schwingungen der Erde
Fortschritt im Turbomodus
Die dunkle Seite des Lichts
Globales Experiment mit unbekanntem Ausgang
Streitpunkt 5G
10 medizinische Handy-Regeln
KAPITEL 05
IM RHYTHMUS DER NATUR: DER 24-STUNDEN-TAKT
Wer hat an der Uhr gedreht?
Von Lerchen und Eulen
Alles hat seine Zeit
Das Dunkelhormon – Wächter über Tag und Nacht
Der Muntermacher
Das Glückshormon, das auch dem Schlaf hilft
Essen wie Kaiser, König und Bettelmann
→ Leptin – die Tankuhr
Schlafen Sie sich jung und klug
Die Sleep Hacks von Schlafcoach Felix Weinzinger
Die Checkliste für den optimalen Tagesablauf
KAPITEL 06
LEBEN WIR DIE JAHRESZEITEN!
Out of Africa
Wie wir in Kälte und Finsternis das Energieproblem lösen
Das Beispiel Inuit
Wie ich lernte, die Kälte zu lieben
Die kalte Thermogenese
Der Sonne entgegen
Der Tipp-Kalender für alle Jahreszeiten
Wer liest schon DANKSAGUNGEN?
QUELLENANGABEN
BILDNACHWEIS
IMPRESSUM
EINLEITUNG
WIE FÜHLEN SIE SICH? Sind Sie wach, energiegeladen und tatenhungrig oder eher permanent urlaubsreif? Da Sie gerade dieses Buch in Händen halten, vermutlich Letzteres. Dabei leben Sie vernünftig, ernähren sich gesund und machen Bewegung. Sie sind nicht allein. Erschöpfung ist in unserer modernen Gesellschaft zum Massenphänomen geworden. Die Schuld wird dem sich beschleunigten Lebensstil durch die technologischen Errungenschaften gegeben. Gleichzeitig nehmen chronische Erkrankungen wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Allergien, Autoimmunkrankheiten, Burn-out und Altersdemenz rasant zu. Gegen diese Krankheiten richtet sich ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein. Eine ganze Fitness- und Wellnessindustrie ist entstanden und verdient Milliarden. Immer neue Ernährungstipps, Fitnesstrends und Entspannungs-Guides füllen Zeitungen, Buchtitel und das Internet. Wenn Sie „mehr Energie“ googeln, finden Sie 326 Millionen Einträge: die Powerbibel für den Mann, das beste Superfood, 10 Tipps für erholsamen Schlaf und vieles mehr. Doch all die heilbringenden Ratschläge scheinen nicht zu wirken. Irgendetwas stimmt hier nicht.
Vielleicht stellen wir die falschen Fragen. Statt das Einzelne zu untersuchen, sollten wir einen Schritt zurücktreten und das große Ganze betrachten. Es ist ein typisches Phänomen unserer Gesellschaft, dass wir uns von unserer Umwelt getrennt wahrnehmen. Doch unsere unmittelbare Umgebung beeinflusst wesentlich unsere Gesundheit. Kann es sein, dass unsere Postleitzahl eine wichtigere Rolle spielt, wie energiegeladen wir sind, als unsere Gene?
Der technologische Fortschritt hat dazu geführt, dass die Natur mehr und mehr durch künstliche Umgebungen ersetzt wird. Beispiel gefällig? Sonnenlicht hat eine andere Zusammensetzung als eine Energiesparlampe. Warum das wichtig ist? Weil wir in einem Tag-Nacht-Rhythmus getaktet sind und Licht unsere biologische Uhr einstellt, wie die Forschung längst bewiesen hat. Übrigens benötigen wir Sonnenlicht, um Energie zu bekommen, da sind wir nicht anders als Pflanzen. Haben Sie sich schon jemals die Frage gestellt, warum es uns so in den Süden zieht und wir nach Sonne geradezu lechzen? Weil Sonne uns sofort mit Energie erfüllt. Deshalb sind die meisten Südländer auch besser drauf, weil sie länger und mehr Sonne abbekommen. Man kann aber auch im Winter Energie tanken. Dazu muss man es wie Johann Wolfgang von Goethe machen. Er hackte im Winter ein Loch in das Eis des Flüsschens Ilm bei Weimar und genoss es, darin zu baden. Zugegeben, das mit dem Genießen braucht ein bisschen.
Haben Sie sich schon jemals die Frage gestellt, warum es uns so in den Süden zieht und wir nach Sonne geradezu lechzen? Weil Sonne uns sofort mit Energie erfüllt.
Alle Lebewesen folgen einem physikalischen Energiecode. Um das Leben zu verstehen – und es ist bei Weitem noch nicht alles entschlüsselt –, muss man Physik, Biologie, Astronomie, Chemie und Medizin als Naturwissenschaften gesamthaft betrachten. Viele Prozesse lassen sich nur mittels Quantenphysik erklären. Bisher beschäftigt sich die Medizin nur wenig mit den großen Zusammenhängen. Einer der Vorreiter ist diesbezüglich der amerikanische Neurochirurg Dr. Jack Kruse, der zum Mentor vieler Präventivmediziner wurde und auch die Autorin inspiriert hat.
Inspirieren soll Sie auch dieses Buch, denn wie viel Energie wir abbekommen, können wir selbst steuern. In diesem Buch lesen Sie, wie man den Energiecode knackt. Und das Beste daran ist, es kostet keinen Cent.

Kapitel 1
EINE FRAGE DER FREQUENZEN
„Die meisten Menschen leben in biologischer Dunkelheit, denn sie halten sich zu über 90 Prozent ihrer Lebenszeit in geschlossenen Räumen auf. Dort gibt es kein natürliches Licht, selbst wenn viele Fenster vorhanden sind“, schreibt der deutsche Lichtbiologe Dr. Alexander Wunsch in seinem Buch „Die Kraft des Lichts“.
DIE GESAMTE EVOLUTION des Lebens auf der Erde hat sich unter dem Licht der Sonne vollzogen. Ohne Sonnenlicht gäbe es weder pflanzliches noch tierisches noch menschliches Leben. So designte die Evolution vor 100 000 Jahren auch den Menschen unter der Sonne Ostafrikas. Der Grundbauplan ist bis heute gleich geblieben. Und was sich an den Umweltbedingungen seit damals in Ostafrika nicht verändert hat, ist das Sonnenlicht. Es ist eine der wichtigsten Energiequellen. Pflanzen gewinnen daraus Energie im Rahmen der Photosynthese, und auch wir Menschen brauchen das Licht, um Energie zu tanken. Außerdem legt die Sonne für alle Lebewesen den Grundrhythmus fest. Auf jeden hellen Tag folgt eine dunkle Nacht. Auf diesen Wechsel hat sich im Laufe der Evolution quasi jede Lebensform eingestellt. Die drei amerikanischen Wissenschaftler Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young erforschten, welche Mechanismen die Tag-Nacht-Rhythmen steuern, und erhielten dafür 2017 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie.
Wo ein Rhythmus ist, braucht es einen Taktgeber. Beim Menschen ist das die Master-Clock, unsere innere Uhr. Sie sitzt im Gehirn und steuert die Abläufe im ganzen Körper. Damit diese Uhr richtig tickt, muss sie jeden Tag aufs Neue richtig eingestellt werden. Das passiert durch Signale aus der Umwelt, die man als Zeitgeber bezeichnet. Der wichtigste Zeitgeber für den Menschen ist Licht, das durch den Hell-Dunkel-Wechsel die innere Uhr rhythmisch beeinflusst.
Die wichtigsten Rezeptoren dafür sitzen direkt auf der Netzhaut der Augen, aber auch die Haut steht in Verbindung mit der inneren Uhr. Die Master-Clock wiederum stellt dann alle anderen Uhren im Körper ein. Und wir haben eine ganze Menge davon: Vor jedem Stoffwechselprozess steht eine Uhr, ja vor jedem einzelnen Gen tickt eine Uhr.
Damit der Mensch gesund und energiegeladen ist, benötigt er täglich das gesamte Spektrum des Tageslichts, und zwar ohne Glasscheibe dazwischen. Denn Glas blockt wichtige Strahlen ab. Heute weiß man: Zu wenig Tageslicht und zu viel Kunstlicht sind für die meisten Zivilisationskrankheiten verantwortlich.
Das hat sich die Natur einfallen lassen, um effizienter mit der Energie umgehen zu können. Denn es gibt Vorgänge, für die der Körper viel Energie verbraucht, beispielsweise für Bewegung, für die Aktivierung des Immunsystems oder für Reparaturmechanismen. Das ist einer der Gründe für die Trennung der Aktivitäten in Tag und Nacht. Während des Tages bewegen wir uns, in der Nacht läuft das Immunsystem auf Hochtouren.
Doch Licht ist nicht gleich Licht. Denken Sie an die unterschiedlichen Farben des Lichts bei Sonnenauf- und -untergang oder an die kräftigen Strahlen zu Mittag im Hochsommer im Vergleich zum kargen Winterlicht. Das hängt mit den unterschiedlichen Frequenzen zusammen, aus denen sich Licht zusammensetzt. Wobei nicht alle Frequenzen für das menschliche Auge sichtbar sind. UV-Frequenzen etwa sind für uns unsichtbar, aber sehr wichtig. Unterschiedliche Lichtfrequenzen lösen verschiedene biochemische Prozesse aus.
Damit der Mensch gesund und energiegeladen ist, benötigt er täglich das gesamte Spektrum des Tageslichts, und zwar ohne Glasscheibe dazwischen. Denn Glas blockt wichtige Strahlen ab. Heute weiß man, dass zu wenig Tageslicht und zu viel Kunstlicht für das Entstehen der meisten Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind. Täglich eine Dosis Tageslicht kann dem vorbeugen. Eigentlich ganz einfach, und vor allem kostet es keinen Cent.
LICHT IST ENERGIE
Die Sonne strahlt. Es ist hell, warm, und Sie fühlen sich sofort glücklich, fit und tatenhungrig. Das ist Ihnen sicher schon aufgefallen. Wir sind dann sogar besser beim Flirten, wie eine französische Studie der Universität Vannes belegt: Bei strahlend blauem Himmel waren junge Männer deutlich erfolgreicher, Frauen ihre Telefonnummer abzuquatschen. Das liegt vor allem an der UV-Strahlung. Denn die Sonne ist eine der wichtigsten Energiequellen für den Körper und auch für die Produktion von bestimmten Hormonen mitverantwortlich. Dass Sonne Strom erzeugt, wissen wir spätestens seit dem Durchbruch von Solarzellen. Im Grunde ist das bei uns Menschen nicht viel anders. Aufgenommen wird die Energie des Sonnenlichts vor allem über die Haut. Der Schichtaufbau der Haut in Hornschicht, Oberhaut, Basalmembran, Lederhaut und Unterhaut funktioniert dabei wie ein Filtersystem. Die Haut kann sich in nur wenigen Tagen auf veränderte Strahlungsstärken einstellen und aus allen Spektralbereichen der Sonne Energie ernten. Wobei die verschiedenen Frequenzen dank des Filtersystems der Haut unterschiedlich tief eindringen. Je aggressiver die Strahlung, desto weniger tief durchdringt sie die Hautschichten. UVB – die Ultraviolettstrahlung des Sonnenlichts im Wellenlängenbereich von 290–315 Nanometern – dringt beispielsweise nur bis in die Basalmembran vor. Dort werden einerseits Pigmente produziert, andererseits kommt es zu einer Verdickung der obersten Hornschichten. Dadurch bildet sich eine sogenannte Lichtschwiele, die als leistungsfähiger Filter vor zu viel UVB-Strahlung schützt. Infrarotlicht hingegen kann tief ins Gewebe eindringen. Es ist wichtig, dass wir uns dem gesamten Spektrum des Sonnenlichts aussetzen, sodass der Energiestrom des Lichts auf jeder Ebene seine Arbeit tun kann. Allerdings sind nicht immer alle Frequenzen gleichzeitig vorhanden. Die Zusammensetzung ist von Tages- und Jahreszeiten sowie der geografischen Lage abhängig. Niemals jedoch tritt in der Natur eine Lichtfrequenz isoliert auf.
Wenn die Sonne scheint und es warm und hell ist, sind wir sogar beim Flirten besser, zeigt eine Studie aus Frankreich.
Es ist wichtig, dass wir uns dem gesamten Spektrum des Sonnenlichts aussetzen, sodass der Energiestrom des Lichts auf jeder Ebene seine Arbeit tun kann.

Die Wellenlänge des Lichts wird in Nanometern (nm) gemessen. Auf der Erde kommen Lichtstrahlen zwischen 290 nm und 3000 nm an. Das für den Menschen sichtbare Licht ist das des Regenbogenspektrums. Der von der biologischen Wirksamkeit wichtigere Bereich ist aber der unsichtbare Ultraviolettbereich (UV), der sich in das kurzwelligere UVB und das langwelligere UVA unterteilt. Am anderen Ende des sichtbaren Lichts liegt der ebenso wichtige Infrarotbereich.
Die meisten wird überraschen, dass wir aus den Sonnenstrahlen Energie beziehen und nicht nur aus der Nahrung. Tatsächlich hat der Mensch sogar drei Energiequellen, wie der britische Physiker Stephen Hawking wusste: die Sonne, die Nahrung und das Magnetfeld der Erde.
UVB – DER ENERGIEGEBER
UVB ist die energiereichste Strahlung, die uns auf der Erde erreicht. Diese Photonen braucht der menschliche Körper für die Energiegewinnung. Das ist so wichtig, dass es dafür sogar ein eigenes Signal gibt, nämlich das Vitamin D. Allerdings ist UVB nicht überall auf der Erde das gesamte Jahr über verfügbar. Ob und in welcher Intensität UVB die Erde erreicht, hängt von der Jahreszeit, dem Breitengrad und dem Stand der Sonne ab. Je nördlicher man wohnt, umso weniger UVB bekommt man im Verlauf des Jahres ab. Je näher am Äquator man sich befindet, desto intensiver ist die Strahlung.
UVB ist die energiereichste Strahlung, die uns auf der Erde erreicht. Ob und in welcher Intensität, hängt von der Jahreszeit, dem Breitengrad und dem Stand der Sonne ab.
Während es am Äquator das gesamte Jahr über UVB gibt, haben wir in Wien, das auf dem 48. Breitengrad liegt, von Oktober bis März kein UVB. Somit hat unsere Postleitzahl wesentlich damit zu tun, wie viel Energie wir tanken können. Ab dem 32. Breitengrad – hier liegen beispielsweise Kreta und Tel Aviv – gibt es das gesamte Jahr über UVB. Zusätzlich beeinflusst wird die Strahlungsstärke von der Ozonschicht, Smog, der Wolkendichte und der Höhenlage. So ist die Strahlung in den Bergen stärker als im Flachland, im Sommer stärker als im Winter und mittags stärker als morgens und abends. Verstärkt wird die Strahlung durch die Reflexion von Wasser, Sand und Schnee.
Die Energie des Lichts wird im Gewebe für weitere biologische Vorgänge gespeichert. Wie schon erwähnt ist UVB für die Bildung von Vitamin D verantwortlich. Wobei: Vitamin D ist eigentlich kein Vitamin, sondern ein Hormon. Der Herstellungsprozess ist relativ kompliziert und verläuft in mehreren Schritten. Wir möchten diesen Prozess aber gerne kurz erklären, weil es wichtig ist. Also halten Sie bitte durch. Zuerst braucht es einmal Cholesterin, das in der Leber chemisch zu Cholesterolsulfat umgewandelt wird. UVB dringt in die oberen Hautschichten ein, trifft dort auf das Cholesterolsulfat, und mittels Photolyse entsteht das Prävitamin D3. Unter anderem mithilfe von Körperwärme wird in weiteren Schritten daraus zuerst Vitamin D3 und dann die im Blut zirkulierende Speicherform von Vitamin D. Aus Lebensmitteln nimmt der Mensch nur sehr geringe Mengen an Vitamin D auf. In natürlicher Form kommt es in relevanten Mengen in fetten Fischen und in geringen Mengen in Butter, Eiern und Milchprodukten vor. Über die Nahrung wird allerdings direkt das Vitamin D3 aufgenommen, das über den Dünndarm gemeinsam mit Fetten in die Blutbahn und von dort in die Leber gelangt, wo es wiederum zur Speicherform umgewandelt wird.
JETZT WILL ICH ES ABER GENAU WISSEN
Wie Licht zu Energie wird
–
Licht ist an so gut wie jeder chemischen Reaktion in der Umwelt und ebenso im menschlichen Körper beteiligt.
Seit dem Altertum haben sich Wissenschaftler mit der Natur des Lichts auseinandergesetzt und teils heftig gestritten. So war etwa Isaac Newton bekannter Verfechter der Teilchentheorie. Er vertrat die Meinung, dass Licht aus Partikeln besteht. Thomas Young wiederum hielt Licht für eine Welle. Denn die Beugung des Lichts ist nur mit Wellen zu erklären. Letztlich sollte Albert Einstein mit der Quantenphysik das Rätsel lösen: Licht besteht aus Photonen und ist sowohl Welle als auch Teilchen. Licht reist als Welle und kommt als Teilchen an. Photonen unterscheiden sich physikalisch durch ihren Energiegehalt. Definiert wird die Energie eines Lichtteilchens durch die Frequenz seiner elektromagnetischen Welle: Je höher die Frequenz ist, desto mehr Energie hat ein Lichtteilchen. Da jedes Photon sowohl Teilchen als auch Welle ist, lässt sich der Energiegehalt als Wellenlänge beschreiben. Je höher die Energie und damit die Frequenz, desto kürzer ist die Wellenlänge – und umgekehrt.
Albert Einstein hat seinerzeit den Nobelpreis für die Erkenntnis bekommen, dass Lichtwellen Teilchenverhalten zeigen. Das bewies er über den photoelektrischen Effekt. Wenn man Metallplatten mit Licht bestrahlt, können Elektronen aus dem Metall herausgelöst werden. Trifft das Photon auf die Metallplatte, wird seine Energie auf ein Elektron übertragen. Ab einer bestimmten Wellenlänge kann das Photon so viel Energie übertragen, dass es das Elektron aus der Metallplatte herauslöst. Je energiereicher das Photon, umso mehr Energie bekommt das Elektron, und umso schneller fliegt es von der Platte weg. Versteht man den photoelektrischen Effekt, kann man sich leichter vorstellen, dass Licht an so gut wie jeder chemischen Reaktion in der Umwelt und auch im menschlichen Körper beteiligt ist.
– Wenn man von zwei Gläsern mit derselben Blutprobe in das erste Glas einen Krankheitserreger gibt, leiten die Blutzellen im zweiten Glas ebenfalls eine Abwehrreaktion ein. Trennt man die Gläser durch eine lichtundurchlässige Barriere, reagiert das Blut im zweiten Glas nicht auf den Erreger.
Bei den Pflanzen kennt man die Photosynthese, bei der aus Licht, Wasser und Kohlendioxid Glukose und Sauerstoff entstehen. Lange glaubte man, dass nur Pflanzen aus Sonne Energie gewinnen können. Doch 2010 kam es zu einem Paradigmenwechsel, als Wissenschaftler beweisen konnten, dass es auch eine menschliche Photosynthese gibt. Genauso wie Pflanzen Chlorophyll als Lichtfänger besitzen, ist das im menschlichen Körper das Pigment Melanin. Melanin steckt in unserer Haut, in unseren Augen und in unseren Haaren. Es sorgt nicht nur für Pigmentierung, sondern kann mithilfe von UV-Frequenzen unser Wasser im Körper so aufspalten, dass Elektronen und Protonen entstehen. Die Teilung des Wassermoleküls ist auch die allererste Reaktion der Photosynthese bei Pflanzen. Unsere Hauptenergiequelle sind also Elektronen, die frei verfügbar sind und als Strom fließen. Idealerweise stammen sie aus drei Quellen: der Sonne, indirekt aus der Nahrung und aus dem Erdmagnetfeld. Letztlich geht es immer um Elektronen und Protonen für unsere Zellkraftwerke, die Mitochondrien. Der Vorgang der Aufspaltung des Wassers wurde beim Menschen in der Netzhaut entdeckt und in Analogie zum Prozess in Pflanzen als menschliche Photosynthese bezeichnet. Das verdeutlicht die große Bedeutung von Licht auf unseren Körper.
Licht ist aber nicht nur Energie. Die Quantenphysik sagt, dass Licht auch Informationsträger ist. Wenn wir uns vorstellen, dass in unseren Körperzellen Hunderttausende Reaktionen pro Sekunde zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle gesteuert werden müssen, funktioniert das nicht über chemische Reaktionen. Dieser Informationstransport wäre viel zu langsam. Der deutsche Quantenphysiker Fritz-Albert Popp wies das experimentell nach.
PHOTOLYSE DES WASSERS

Das Superhormon Vitamin D ist nicht nur für Immunsystem und Knochenstoffwechsel wichtig, sondern für das reibungslose Funktionieren fast aller Zellen und Organe.
Warum ist der Herstellungsprozess so wichtig? Der große Unterschied in der Herstellung von Vitamin D, das aus der Sonne produziert wird, und jenem, das aus der Nahrung aufgenommen wird, ist das Cholesterolsulfat. Vitamin D aus der Sonne ist sulfatiertes Vitamin D, und das wirkt im Körper anders als oral aufgenommenes nicht sulfatiertes Vitamin D, obwohl die chemische Formel des Endproduktes ident ist. Deshalb ist durch die Sonne gebildetes Vitamin D durch oral eingenommenes schlecht zu ersetzen.
Sonnenlicht gibt uns über die Photonen Signal und Energie. Pillen haben hingegen keine photonische Kraft, um Elektronen in unserem Gewebe anzuregen, sie geben nur ein chemisches Signal. Sie fragen sich jetzt sicher, ob es gar keinen Sinn ergibt, Vitamin D als Nahrungsergänzung zu nehmen. Doch, das Immunsystem wird auch durch nicht sulfatiertes Vitamin D unterstützt, was besonders in der dunklen Jahreszeit wichtig ist. Sie werden bei der Lektüre des Buches noch mehrfach auf Vitamin D stoßen, denn es ist ein wahres Superhormon: Es ist nicht nur für das Immunsystem und den Knochenstoffwechsel wichtig, sondern für das reibungslose Funktionieren fast aller Zellen und Organe. Insgesamt fanden Forscher 2776 Bindungsstellen des Vitamin-D-Rezeptors im Bereich von 229 Genen. Also ab in die Sonne!
Damit es zu einer Vitamin-D-Synthese kommt, braucht es UVB. Die Strahlungsintensität von UV wird mit dem UV-Index beschrieben. Der UV-Index ist ein von der WHO international normiertes Maß für die solare Bestrahlungsstärke. Vitamin-D-Synthese funktioniert ab einem UV-Index der Stärke 3. Sonnenschutzmittel verhindern übrigens die Bildung von Vitamin D. Schon ab einem Schutzfaktor 8 werden 90 Prozent des UVB-Lichts abgeschirmt, und der Vitamin-D-Gehalt bleibt niedrig. Die Kosmetikindustrie hat vielfach sogar in Tagescremen und Make-up einen Sonnenschutzfaktor integriert. Oft ist das Gesicht aber das einzige Körperteil, das nicht von Kleidung bedeckt ist. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der Menschen einen Vitamin-D-Mangel aufweist.
Sonnenbaden hat ein schlechtes Image bekommen. Es beschleunigt die Hautalterung und hat den Ruf, krebserregend zu sein. Das liegt an unseren geänderten Lebensumständen. Während früher die Menschen mehr im Einklang mit den Rhythmen der Natur lebten, verbringen wir heute die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Im Urlaub setzen wir dann unsere Haut ohne Eingewöhnungsphase der prallen Sonne aus. Das kann nur schiefgehen. Auch wenn Sie einen Sonnenbrand unbedingt vermeiden sollten – Sonne ist für uns lebensnotwendig, und wir sollten sie daher regelmäßig an unsere Haut lassen. Fangen Sie am besten damit an, sobald wieder UVB im Licht ist. In Österreich ist das ab März der Fall. So gewöhnt sich die Haut an die Sonne, bildet rechtzeitig eine Sommerhaut und ist dadurch besser geschützt. Wie so oft macht die Dosis das Gift. Ganz nebenbei senkt Sonnenbaden durch die vermehrte Vitamin-D-Bildung sowohl den Cholesterin- als auch den Cortisolspiegel. Bei hohen Östrogenwerten, einer sogenannten Östrogendominanz, bewahrt die Sonne in der lichtreichen Jahreszeit ebenfalls vor einem ungesunden „Zuviel“. Das kann aber kontraproduktiv sein. Denn auch künstlich zugeführte Hormonpräparate wie zum Beispiel hormonelle Kontrazeptiva werden vermehrt abgebaut. Eine Reihe von Medikamenten kann dafür sorgen, dass der Vitamin-D-Speicher rasch abnimmt, dazu zählen etwa Magensäureblocker.
SONNENTANKEN UND MEDIKAMENTE
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Achtung: Einige Medikamente, darunter Antibiotika oder Antidepressiva, schwächen unsere natürlichen Lichtschutzfunktionen. Schauen Sie daher immer auf die Hinweise im Beipacktext!
Dminder – die Vitamin-D-App
Laden Sie sich die kostenlose „Dminder“-App herunter. Sie wurde von dem Vitamin-D-Forscher und Endokrinologen Michael F. Holick entwickelt und sagt Ihnen mittels Standortbestimmung und Uhrzeit überall auf der Welt, wie hoch gerade der UV-Index ist und ob und wie lange Vitamin D produziert werden kann. Sie schätzt auch, wie hoch der Vitamin-D-Gehalt im Blut ist, und gibt anhand des Hauttyps, Ihres Alters und der Körperoberfläche Empfehlungen zur sicheren Sonnenbestrahlung. Nach der Standortbestimmung funktioniert die App auch im Offlinemodus.
| Haut- typ | Ethnische Gruppe | Haar- farbe | Augen- farbe | Haut- farbe | Bräunung |
| Typ 1 | keltischer Typus | rothaarig | blau, grau, grün | sehr hell, Sommer- sprossen | keine; sehr hohe Sonnen- brandgefahr |
| Typ 2 | nordeuro- päischer Typus | rot, blond, Kupfer | blau, grau, grün, hasel- nussbraun | hell | bräunt wenig, hohe Sonnen- brandgefahr |
| Typ 3 | mitteleuro- päischer Typus | dunkel- blond bis kastani- enbraun | blau, grau, grün, hasel- nussbraun, braun | hell- braun | langsame Bräunung, geringe Sonnen- brandgefahr |
| Typ 4 | mediterraner, ostasiatischer Typus | braun bis dunkel- braun | hasel- nussbraun, braun | oliv- farben | rasche Bräunung |
| Typ 5 | afrikanischer, südostasiati- scher, latein- amerikanischer Typus | dunkel- braun | braun | dunkel- braun | bräunt sehr leicht nach |
| Typ 6 | afrikanischer Typus, Aborigines | schwarz | braun | blau- schwarz | niemals Sonnenbrand |
Astaxanthin
Wenn Sie Ihre Haut unterstützen wollen, versorgen Sie sich mit Astaxanthin, beispielsweise aus Lachs oder Garnelen. Es gehört zu den Karotinoiden, gibt Lachs und Garnelen ihre rosa-orange Farbe und hilft, die Haut zu schützen.
UVA-STRAHLEN – DIE HORMONBOOSTER
UVA-Strahlen sind für unseren Urlaubsteint verantwortlich, indem sie die Melaninproduktion anwerfen. Doch das ist nur eine von vielen Funktionen, die UVA auslöst. UVA ist vor allem ein Hormonbooster: Es ist beispielsweise für die Produktion von Dopamin, Serotonin und Melatonin verantwortlich.
Wenn die Sonne aufgeht, kommt zuerst das sichtbare Licht mit einem stärker werdenden Anteil an Blaulicht, dann das UVA, später und abhängig von der Saison das UVB. Wenn Sie in der Früh wissen wollen, ob es schon UVA gibt, checken Sie die Dminder-App. Ab einem UV-Index von 1 profitieren Sie bereits von den UVA-Strahlen und können Ihre Hormone ankurbeln.
UNTERSCHIEDLICHE LICHTFREQUENZEN IM TAGESVERLAUF

VIS: Sichtbares Licht IR: Infrarotlicht UVA: Ultraviolettstrahlung mit einer Wellenlänge zwischen 320 und 400 Nanometern UVB: Ultraviolettstrahlung mit einer Wellenlänge zwischen 280 und 320 Nanometern
LICHTABHÄNGIGE HORMONE
Süchte, von Alkohol über Tabak und Drogen bis zu sozialen Medien und Spielsucht, greifen ins Dopaminsystem ein. In Wahrheit ist Dopaminmangel chronischer Lichtmangel.
UVA steuert das Meisterhormon des Tages, das Dopamin. UVA bewirkt, dass zuerst in den Augen und später im Gehirn Dopamin gebildet wird. Dieses ist für Motivation und kognitive Fähigkeiten zuständig, für die Konzentration, das Lernen und das Entscheiden. Wenn wir Dopamin nicht über das Licht und damit auf natürliche Art und Weise aufbauen können, sucht sich der Körper andere Möglichkeiten, um Dopamin zu bekommen, und zwar über das Belohnungssystem. Wenn man Erfolg hat oder eine Handlung vollzieht, von der man weiß, dass sie einem guttut, schüttet das Gehirn ebenfalls einen Schwall Dopamin aus. Dann benötigen wir Kaffee oder Süßigkeiten oder entwickeln im schlechtesten Fall eine Sucht. Alle Süchte, von Alkohol über Tabak und Drogen bis hin zu sozialen Medien oder Spielsucht, greifen in das Dopaminsystem ein. In Wahrheit ist Dopaminmangel ein chronischer Lichtmangel.
Auch Serotonin, das gerne als Wohlfühlhormon bezeichnet wird, ist lichtabhängig. Es ist ein wichtiger Botenstoff des Körpers, der unter anderem bei der Übertragung von Signalen im Gehirn eine wichtige Rolle spielt.
Serotonin wirkt stimmungsaufhellend und dämpft Stressreaktionen des Körpers. Wird zu wenig Serotonin produziert, setzt sich ein Schneeballeffekt in Gang. Denn aus Serotonin wird am Abend Melatonin gebildet. Fehlt aber dem Gehirn Serotonin, schlafen wir schlecht. Somit fängt guter Schlaf schon am Morgen an.
Das Meisterhormon der Nacht ist das Melatonin. Es entsteht bei Dunkelheit hauptsächlich in der Zirbeldrüse mit Sitz im Gehirn. Tagsüber stellt unser Körper kaum Melatonin her. In der Nacht erhöht sich die Produktion auf das Achtfache, womit der Körper auf Nachtbetrieb geschaltet wird: eine wichtige Phase, die es ihm ermöglicht, sich zu regenerieren.
Problematisch ist, dass Licht – und zwar vor allem Blaulicht – die Melatonin-Produktion sofort stoppt. Dafür genügt schon die Uhr auf dem Wecker, ganz zu schweigen vom blauen Licht des Handys oder Fernsehers. Sogar eine Straßenbeleuchtung, die durch das Fenster scheint, kann unsere wichtige Regenerationsphase unterbrechen. Das führt längerfristig zu Problemen, denn Melatonin sorgt nicht nur für erholsamen Schlaf, sondern schützt uns auch vor Zellschädigung.
Damit Serotonin gebildet wird, braucht es ausreichend starkes Licht von mehr als 10 000 Lux. Um sich besser vorstellen zu können, wie viel 10 000 Lux sind, hier einige Beispiele: Im Sommer, wenn es sehr sonnig ist, sind das etwa 100 000 Lux, bei bewölktem Himmel sind es 20 000 Lux. Im Winter, bei trübem Wetter, bekommen wir nur noch 3000 Lux ab, aber sogar in der Dämmerung beträgt die Lichtstärke immer noch 750 Lux und damit mehr als eine Bürobeleuchtung, die im Schnitt 500 Lux hat. Sogar die Beleuchtung in einem TV-Studio schafft es nicht über 1000 Lux.
Mit dem korrekten Lichtsignal in den Tag starten
Um die biologische Uhr richtig einstellen zu können, benötigt der Mensch natürliches Licht mit seinem gesamten Spektrum. Problematisch ist, dass UVA und UVB von jeglicher Glasscheibe fast zu 100 Prozent blockiert wird. Wenn wir drinnen sitzen und ein sonniges Büro haben, nützt uns das aus biologischer Sicht gar nichts. Auch Sonnenbrillen, optische Brillen und Kontaktlinsen blockieren wichtige Signale, die in erster Linie über das Auge gehen. Gehen Sie daher morgens ohne Brille oder Kontaktlinsen als Erstes ans Licht – noch bevor Sie aufs Handy schauen. Idealerweise versäumen Sie kein Morgenlicht. Gehen Sie ins Freie oder stellen Sie sich zumindest zum offenen Fenster, um den Tag mit dem korrekten Lichtsignal zu starten. Je mehr Zeit Sie im Freien verbringen können, desto besser. Aber schon ein Zeitfenster von zwischen zehn Minuten und einer halben Stunde genügt, um die biologische Uhr richtig einzustellen.
POSITIVE BIOLOGISCHE EFFEKTE VON UV-STRAHLUNG IM SONNENSPEKTRUM
* UVB setzt auf unserer Haut Elektronen frei – dadurch haben wir mehr Energie
* UVB aktiviert die Vitamin-D-Synthese in der Haut und verbessert den Schutz vor Krebs
* UV erhöht die Produktion von Dopamin und Serotonin (Bedrosian and Nelson, 2017)
* UVB verbessert die Mitochondrienfunktion
* UVA fördert die morgendliche Hormonausschüttung und verbessert die Fertilität
* UV senkt den Blutdruck
* UV reguliert die Cortisolausschüttung
* UV senkt erhöhte Blutfettwerte
* UVB+UVA verbessern Hautkrankheiten wie Psoriasis
* UVA mindert oder verhütet Kurzsichtigkeit (vor allem wichtig bei Kindern in der Entwicklung) durch die Freisetzung von Dopamin im Auge
INFRAROT – DER BALSAM DES LICHTS
Infrarotlicht (IR-Licht) ist der „Balsam“ der Lichtfrequenzen und während des gesamten Tages vorhanden. Im Gegensatz zu UV-Licht kann Infrarot tief ins Gewebe eindringen – und schafft es auch durch unsere Kleidung. Wir können Infrarot zwar nicht sehen, aber wir nehmen es als angenehme Wärme wahr. Weil Wasser die Frequenzen des Infrarots besonders gut absorbiert, kann auch unser im Körper gespeichertes Wasser und unser Blut Infrarot gut aufnehmen. Das ist wichtig, weil es unsere Zellen ebenfalls mit Energie beliefert. Unsere „Kraftwerke“, die Mitochondrien, produzieren Körperwasser. Wenn Infrarot auf unser Körperwasser trifft, ändert dieses seinen Aggregatzustand, und es wird dadurch gleichsam zur Batterie. Diesen vierten Aggregatzustand des Wassers kann man sich gelartig vorstellen. Veröffentlicht wurde dies von dem amerikanischen Wissenschaftler Gerald Pollack 2009. Wasser im vierten Aggregatzustand hat eine negative Ladung. Wie eine Batterie kann es Energie speichern und bei Bedarf abgeben. Die Energie, um diese Wasserstruktur herzustellen, kommt letztlich von der Sonne. Die umgebende Infrarotstrahlung ist ausreichend, um den Zustand aufrechtzuerhalten, zusätzliches UV-Licht verstärkt den Ladungszustand der Batterie. Wer tiefer in die Geheimnisse des Wassers vordringen möchte, dem sei das Buch von Pollack empfohlen: „Wasser. Viel mehr als H2O. Bahnbrechende Entdeckung: Das bisher unbekannte Potenzial unseres Lebenselements“.
Sehen können wir Infrarot nicht, aber wir nehmen es als angenehme Wärme wahr.
Damit unsere Mitochondrien überhaupt Energie produzieren können, benötigen sie also Infrarot, und das gibt es das gesamte Jahr über. Somit können Sie sich auch in den Monaten, in denen es kein UVB in unseren Breitengraden gibt, mit Energie versorgen. Es ist zwar eine milde Energie, die uns nicht denselben Energiekick gibt wie UVB, aber dennoch ist sie von fundamentaler Bedeutung für den Körper. Übrigens freuen sich auch unsere Darmbakterien über IR-Licht, weil dieses ihre Funktion optimiert.
Aufgrund seiner milden Energie wirkt IR-Licht auch wie ein Balsam. Es bereitet die Haut auf die UVB-Strahlung vor und wirkt nach der Sonnenbestrahlung beruhigend und heilend. Es regeneriert auch die Photorezeptoren im Auge. Deshalb ist es nur logisch, dass UV-Licht immer mit IR-Licht gekoppelt ist. Chronische Entzündungen, die mit einer zellulären Beschleunigung gleichzusetzen sind, können durch IR-Bestrahlung verringert werden, indem der Prozess eingebremst wird. Vor diesem Hintergrund werden die Lichtfrequenzen des infrarotnahen Rotlichts (600 bis 780 nm) therapeutisch vielfältig eingesetzt: von der Sauna bis zur Tumortherapie. So kann beispielsweise der Vagusnerv, der Nerv der Regeneration und Reparatur, der auch eine große Rolle in der Entzündungshemmung spielt, mit infrarotnahem Rotlicht bei 660 nm stimuliert werden.
POSITIVE BIOLOGISCHE EFFEKTE VON INFRAROTNAHEM ROTLICHT UND INFRAROT A
* Optimierung der Funktion der Mitochondrien
* Verbesserung der Durchblutung und Sauerstoffversorgung
* Blutdrucksenkung
* Stärkung der Immunabwehr
* Verbesserung der Regeneration und Reparatur
* Wirkung gegen chronische Entzündungen
* Verbesserung der Vagusnervfunktion
* Wirkung als Schadensbegrenzer bei hoher isolierter Blaulichtexposition
JETZT WILL ICH ES ABER GENAU WISSEN
Das Wundermittel DHA
–
Je mehr DHA Sie in Ihre Zellmembranen eingebaut haben, umso schneller können Elektronen – und damit Energie – fließen.
Wieso benötigt das Gehirn für den Energietransport ausgerechnet DHA? Weil es dabei hilft, Energie in elektrischen Strom umzuwandeln. DHA ist die längste Fettsäure mit den meisten Doppelbindungen. Das macht DHA in der Natur einzigartig. Denn dank der vielen Doppelbindungen ist es besonders beweglich und kann sich verwinden und zusammenziehen. Da sich über jeder Doppelbindung Elektronen befinden, bildet sich durch das Zusammenziehen und Aufrollen eine Art Elektronenwolke. Trifft Licht in Form von Photonen auf unser Auge – die Netzhaut hat die höchste Konzentration an DHA – oder unsere Haut, können gewisse Lichtfrequenzen die Elektronen in der Zellmembran stimulieren. Das höhere energetische Niveau der Elektronen gibt diesen dann die Möglichkeit, in nahe gelegene Zellen zu „tunneln“. Der leere Platz wird dabei durch ein anderes Elektron sofort nachbesetzt. So entsteht ein kontinuierlicher Elektronenfluss. Je mehr DHA Sie in Ihre Zellmembranen eingebaut haben, umso schneller ist der Elektronenfluss.
An dieser Stelle müssen wir kurz in die Quantenphysik eintauchen, denn diese Vorgänge lassen sich biochemisch nicht erklären. Sie haben zuerst schon richtig gelesen, Elektronen überwinden die Zellmembran mithilfe des Tunneleffekts. Wir erinnern uns: Licht ist elektromagnetische Energie, die sich wie Teilchen oder Wellen verhalten kann. Deshalb klappt das auch mit dem Tunneln. Stellen Sie sich das vor wie bei einer Schallwelle: Wenn Ihr Nachbar heiße Beats auflegt, während Sie schlafen wollen, werden Sie merken, wie gut die Schallwelle zu Ihnen durch die Mauer dringt. Je näher Sie sind, desto lauter hören Sie die Musik, je weiter weg Sie sind, desto leiser ist sie. Das funktioniert mit dem Elektronentransport genauso. Damit der Transport gut funktioniert, müssen die Strukturen nahe beisammen sein. Dafür ist DHA am besten geeignet.
NAHRUNG IST KONDENSIERTES LICHT
Hätten Sie gedacht, dass in einem saftigen Steak eigentlich Elektrizität und Frequenzen aus Licht sind? Tatsächlich gäbe es ohne Licht keine Nahrung. Nahrung entsteht und besteht aus Licht und liefert uns so Energie in Form von Protonen und Elektronen. Pflanzen nutzen das Licht der Sonne, um Sauerstoff und Glukose zu produzieren und damit zu wachsen. Sie enthalten neben Mineralien und Vitaminen vor allem Zucker – und jene, die ölhaltige Samen produzieren, auch ungesättigte Fette. Außerdem enthalten Pflanzen Polyphenole. Das sind Substanzen, die das Immunsystem der Pflanze produziert, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Das kann sich bei uns Menschen positiv auswirken, etwa entzündungshemmend oder immunstimulierend. Es kann aber auch negative Wirkungen haben, wie beispielsweise Lektin, das von Getreide produziert wird und den Darm schädigen und zu Unverträglichkeiten führen kann. Den Energiegehalt der Pflanzen könnte man als „Basiscode“ bezeichnen.
Fette und Eiweiß haben eine höhere Energieausbeute als pflanzlicher Einfachzucker. Die höchste Energieausbeute für uns Menschen haben Fisch und Meeresfrüchte.
Wenn Tiere Pflanzen fressen, nutzen sie diese Energie, um komplexere Eiweiße aufzubauen. Die natürlichen Feinde, also auch wir Menschen, nehmen diese aufgewertete Form von Lichtenergie zu uns. Fette und Eiweiß haben eine höhere Energieausbeute, sprich mehr Elektronen, als pflanzlicher Einfachzucker. Die höchste Ausbeute für uns Menschen hat Seafood, also Fisch und Meeresfrüchte. Eigentlich ist der Mensch von Seafood abhängig. Ohne Seafood, das hochwertige Omega-3-Fettsäuren und hier insbesondere DHA enthält, hätte sich das menschliche Gehirn nicht zu seiner heutigen Größe und Komplexität entwickeln können.
FISCH MACHT SCHLAU
Blaue Zonen – davon haben Sie sicher schon einmal gehört. Das sind jene Regionen auf der Welt, wo die Menschen überdurchschnittlich alt werden. Innerhalb dieser Zonen findet man die sogenannten Supercentenarians, die ältesten unter den Langlebigen, in Japan, und zwar auf der Insel Okinawa. Das führen Wissenschaftler auf die hervorragende Versorgung mit der Omega-3-Fettsäure DHA und Jod zurück. Denn das traditionelle Frühstück auf Okinawa ist eine Fischsuppe, die aus vielen verschiedenen Fischen, Meeresalgen und frischem Gemüse gekocht wird. Grundsätzlich ist die traditionelle japanische Küche sehr gesund. Japaner essen viel Fisch und kaum Getreide, zumindest keinen Weizen. Übrigens befinden sich auch die anderen blauen Zonen am Meer.
Unser Gehirn ist ein enormer Energiefresser. Gut 20 Prozent der benötigten Gesamtenergie verbraucht das Gehirn, und zwar Tag und Nacht. Hier kommt Omega-3-DHA ins Spiel, das neben zahlreichen Stoffwechselfunktionen vor allem mit der Energieübertragung und -verwertung zu tun hat. Evolutionswissenschaftler und Paläontologen sind der Frage nachgegangen, welche unserer Ahnenlinien ausstarben und welche zum heutigen Homo sapiens führten. Es zeigte sich, dass für die Entwicklung vor allem das marine Nahrungsnetz eine entscheidende Rolle spielte, denn es hat unsere Vorfahren mit DHA versorgt. Ohne DHA hätte sich das menschliche Gehirn nie zu der Hochleistungsmaschine entwickelt, die sie heute ist. Und DHA hat sich seit 600 Millionen Jahren nicht verändert. Die Evolution hat über die vielen Millionen von Jahren an diesem Molekül nicht mehr herumgeschliffen, weil es perfekt ist.
Dass Menschen in manchen Regionen sehr alt werden, hängt mit ihrer Ernährung zusammen. Den hohen Altersschnitt in Japan führen Wissenschaftler auf die hervorragende Versorgung mit der Omega-3-Fettsäure DHA und Jod durch Seafood zurück.
GUT GEÖLT?
Gut gegen böse. Wenn es um Ernährung geht, werden schnell Schuldige gefunden. So haben wir gelernt, dass die Omega-3-Fettsäure der Superheld ist, während die Omega-6-Fettsäure aufgrund ihrer entzündungsfördernden Eigenschaft die Rolle des Bad Guy hat. Doch in der Natur ist nichts so simpel. Wäre Omega 6 ausschließlich böse, würde es kaum Sinn ergeben, dass der Körper bei Bedarf die Fettsäure sogar selbst herstellen kann. Das tut er beispielsweise bei einer blutenden Wunde, damit das Blut gerinnt. Denn für die Wundheilung benötigen wir einen entzündlichen Prozess zur Heilung.
Sind wir gut mit Omega-3-Fettsäuren – und hier vor allem mit DHA – versorgt, läuft unser Hochleistungsmotor Gehirn im wahrsten Sinne des Wortes wie geschmiert.
Bei den Fettsäuren dreht sich alles um die richtige Balance. Durch unseren modernen Lebensstil mit Massentierhaltung, Fertigkost und vielen Kohlenhydraten hat sich das Fettsäureverhältnis von Omega 6 zu Omega 3 in die falsche Richtung verschoben. Zusätzlich verstärken Entzündungsreaktionen im Körper, die unter anderem durch Zuckerkonsum ausgelöst werden, das ungünstige Verhältnis. So können im Körper chronische Minimalentzündungen entstehen, die uns viel Energie kosten.
In der Steinzeit war das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 noch ausgeglichen bei 1 : 1, bei den gesunden Japanern liegt es bei 4 : 1 und in den westlichen Ländern zwischen 8 : 1 und 30 : 1. Ziel wäre 2 : 1 bis 6 : 1. Das Verhältnis lässt sich durch einen simplen Bluttest messen. Stimmt die Balance nicht, ist es Zeit für einen Ölwechsel!
Sind wir gut mit Omega-3-Fettsäuren – und hier vor allem mit DHA – versorgt, läuft unser Hochleistungsmotor Gehirn im wahrsten Sinne des Wortes wie geschmiert. Denn DHA verbessert die Beweglichkeit und Durchlässigkeit der Zellmembran, was sich positiv auf den Energietransport der Zelle auswirkt. Besonders hohe Konzentrationen von DHA findet man im Gehirn, in den Membranen der Nervenzellen und in der Netzhaut des Auges. Ohne DHA wird aus dem Hochleistungsorgan Gehirn ein stark gedrosselter Motor.
Damit sich DHA voll entfalten kann und damit es vor allem unbeschadet den Weg bis ins Gehirn schafft, benötigen wir auch Spurenelemente wie Jod, Selen, Zink und Kupfer. Sie fungieren als „Bodyguards“, um das verletzliche DHA ins Gehirn zu bringen. Sobald es dort in den Neuronen und der Zellmembran eingebaut ist, wird es zum Supermolekül. Deshalb ist Seafood als Lieferant für DHA unersetzlich, denn es liefert das Gesamtpaket: DHA plus die Bodyguards Jod, Selen und Zink. Jodine haben in unserer heutigen Zeit noch eine zweite wichtige Aufgabe: Sie unterstützen den Entgiftungsprozess.
OMEGA-3-FETTSÄUREN
… machen uns energieeffizient
… haben enorme Bedeutung für Gehirn, Herz und Sehfunktion
… wirken entzündungshemmend
FISCH IST NICHT GLEICH FISCH
Jetzt müssen wir nur noch den richtigen Fisch essen. Doch Fisch ist nicht gleich Fisch. Besonders gute DHA-Quellen sind fette Fische aus kaltem Wasser wie Hering, Makrele, Lachs und Sardinen. Aufgrund der Verunreinigung der Meere sollte der Schwermetallgehalt beachtet werden. In dieser Hinsicht sind Heringe, Sardinen und Makrelen besser, da sie in der Nahrungskette weiter unten stehen als beispielsweise Lachs. Am stärksten verunreinigt sind große Fische wie Thunfisch und Butterfisch. Interessant ist, dass die Natur sogar für die Verunreinigung eine Lösung parat hält: Es hat sich wissenschaftlich gezeigt, dass fette Fische, die über viel DHA sowie EPA samt allen Zusatzstoffen verfügen, den menschlichen Körper bei der Ausscheidung von Quecksilber unterstützen.
Fisch ist leider nicht jedermanns Sache. So mancher Fleischtiger rümpft bei Fisch die Nase, und Veganer verzichten gänzlich auf tierische Produkte. Außerdem leben wir in Österreich fern des Meeres. Und Meeresfische liefern schlicht die beste Ausbeute an DHA. Besonders im Herbst und Winter ist eine gute DHA-Versorgung wichtig, weil wir weniger Energie über die UVB-Strahlung bekommen. Daher müssen wir energieeffizienter werden, und dabei hilft uns DHA. Eine Nahrungsergänzung ist also naheliegend. Doch die Natur lässt sich nur schwer in Kapseln verpacken. Am besten ist immer das Original. Also – was tun? Vor allem Veganer machen sich gerne für Pflanzenöle und hier insbesondere Leinöl stark. Tatsächlich enthält es viel Omega-3-Alpha-Linolensäure. Diese pflanzliche Omega-3-Fettsäure kann unser Körper jedoch nur sehr eingeschränkt – bei Erwachsenen maximal vier bis zehn Prozent – in die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA umwandeln.
Auf der Website der AGES können Sie sich über die Quecksilberbelastung von Fischen informieren: https://www.ages.at/themen/rueckstaende-kontaminanten/quecksilber/quecksilber-in-fisch/aufnahmemengen/
Doch auch bei Mischkosternährung nehmen wir meist keine ausreichenden Mengen an Fisch zu uns. Also doch Nahrungsergänzungsmittel? Ja, aber die richtigen. Fischölkapseln werden inzwischen in jedem Supermarkt verkauft. Doch fast immer wird der enthaltene Omega-3-Anteil durch oxidative Prozesse bei der Herstellung zerstört und ist somit wirkungslos. Die einzige funktionierende Alternative zum echten Fisch ist natürliches Fischöl. Aber auch hier gibt es qualitative Unterschiede. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Fischöl aus möglichst vielen Fettsäuren und einem hohen Prozentsatz an Omega 3 besteht, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen wie beim Konsum von Fisch. Wichtig ist außerdem, dass die Flasche dunkel ist, um das Öl vor Licht zu schützen, und dass sie nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt wird.
Die einzige Alternative zu echtem Fisch ist natürliches Fischöl. Achten Sie darauf, dass das Fischöl aus möglichst vielen Fettsäuren und einem hohen Prozentsatz an Omega 3 besteht.
Darmowy fragment się skończył.