Czytaj książkę: «Die Abenteuer des Katers Casar»

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Die Abenteuer des Katers Casar

Gedachtes und Gedichtetes

Prosa und Lyrik

Dani Karl-Lorenz


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Impressum:

Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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© 2021 – Papierfresserchens MTM-Verlag GbR

Mühlstr. 10, 88085 Langenargen

Alle Rechte vorbehalten. Taschenbuchauflage erschienen 2021.

Cover gestaltet mit Bildern von Dani Karl-Lorenz

Lektorat und Herstellung: CAT creativ - cat-creativ.at

ISBN: 978-3-96074-384-2 - Taschenbuch

ISBN: 978-3-96074-385-9 - E-Book

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Inhalt

Casar findet ein neues Zuhause

Casar wird groß

Casar on tour

Der Hund Kasimir

Casar geht baden

Casar geht auf Libellenjagd

Casar und Rufus

Reini und Benji werden Freunde

Minou, die Prinzessin-Katze

Ein Tag mit Kasimir

Spätsommer in der Siedlung

Reini und seine Katzen

Hund Kasimir beim Tierarzt

Der Herbst ist da!

Die Katzenclique unterwegs

Familie Urban zieht aus

Eleni

Die Impfung

Herr Schröder

Casar durchschaut alle

Gedachtes und Gedichtetes - Prosa und Lyrik

Der fremde Hund im Teich

Das Einhorn

Die kleine Fee Sivenia

Das Lachen des Schmetterlings

Die kleine Prinzessin im Glück

Der Weihnachtsmarkt

Das kleine Tannenbäumchen

Der Weihnachtskuchen

Der Weihnachts-Lkw

Liebe lieben im Heute

Meine Erzählung, Geschichte oder Erfahrung!

Klirrend kalt

Schneeflocke

Blume – Blume blühe fein

Vor der Zeit so oft geflohen

Apfel, Apfel

Weil ich bin, so wie ich bin

Morgenerwachen

Dunkelheit

Falsche Freundin

Abwesenheit

Deine Augen

Stimmen im Hintergrund

Sie

Ich liebe dich

Lass es wahre Liebe sein

Gedanken von mir

Wogen des Glücks

Irrwege durch Straßen im Nebel

Gefühle der Nacht

Tränen

Im Fieber des Wir

Sie liebt die Sonne

Für mein Herz

Sehnsucht

Stummer Schrei

Und sie sagt es

Ohrfeigen

Hilflose Hilfe

Du – sitzend nebenan

Wundersame Orte

Moderne Blutsauger

Wut im Bauch

Worte der Wut

Meine verschiedenen Gesichter

Die Zeit rinnt dahin

Das Jahr mit dir – für Alfred

Steh zu mir

Schatten

Der kleine Mann im Ohr

Der alte Mann

Seine Zeit war erlebte Zeit

Die Tage der Sehnsucht – nebelige Schatten

Die Vorboten des Frühlings

Die Sommergedanken

Oh, ihr wunderbaren Jahreszeiten

Sie sprach von Freundschaft

Er hat sie betrogen

Geschlechterkampf

Der Hoffnung Schimmer am Horizont

Sie strahlt

Die Chance

Deine Worte

Sie hört zu

Du bist

Frühlingsrufen

Der neue Tag

Meine Gedanken fliegen zu dir

Ohne dich sein – kann ich nicht mehr

Dein Lächeln

Du bist Wärme an einsamen Tagen

Begrüßung am Morgen

Erwachend im Glück durch dich

Zweisamkeit – entgegen der Einsamkeit

Du bist meine Kraft

Frühling

Oh Frühling, der du mir Wonne bist

Kinderlachen kann uns glücklich machen

Wahre Worte des Kindes Mund

Maigoldduft

Ruhige Ruhezeiten

Wohltuender Genuss

Inneres Gleichgewicht

Kummervolle Tage – frei des Kummers durchs Glück

Wenn du gehst – bin ich nicht mehr

Du bist der Stein der Erkenntnis

Licht im Nebel

Mut

Hoffnungsschimmer am Horizont

Gedanken zur Hoffnung

Sonnenstrahl

Du bist Güte

Der Wahrheit letzter Schluss

Du bist fehlerlos

Verzeih mir

Nur ein Wort: Verzeih

Abenddämmerung

Realitätsverlust

Der Tag trägt neue Blüten

Wunderbarer Morgen

Oh Frühling

Frühlingslaunenduft

Oh Frühling, komm zu mir

Der Kirschbaum

Lass meine Gedanken ...

Gedankenflug

Spaziergang der Gedanken

Hoffnungsschimmer

Nebel lag auf den Wiesen

Gedanke im Gedanken

Durch deine Kraft

Kraft meiner Gedanken

Sonnenschein des Herzens Gut

Sonnenschein am Himmel

Frage nicht nach dem Sonnenschein ...

Du, mein Partner, bist mir so nah

Am Fenster

Fragend blickst du mich an

Die Weite im Herzen

Mein Sohn ...

Gedanke, verweile in mir

Durch dich

Zeitsprung

Autos fahren vorbei ...

Der Stein

Der Strauß Rosen

Träume wie Seifenblasen

Der Osterhase

Schwäche

Ich träumte, ich würde ...

Ich meinte es nicht so

Und am Ende wieder ich

Zieh dich nicht zurück

Es bleibt ein Staunen in mir

Du trägst mich ein Stück weiter auf dem Weg

Die Autorin

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Casar findet ein neues Zuhause

Bei Familie Maier ging es heute hoch her. Die Katzen Filou und Mizzie spürten, dass etwas passieren würde, sie waren sehr unruhig. Filou war ein wunderschöner grau gestreifter Kater und sehr groß. Mizzie war eine weiße Langhaarkatze und wurde von allen nur Prinzessin genannt. Die beiden Katzen lebten schon eine längere Zeit bei der Familie Maier. Zur Familie Maier gehörten Herr Maier, er war aber viel beruflich unterwegs und oft nicht zu Hause. Frau Maier war zu Hause und versorgte die Katzen, den Haushalt und sie sorgte sie für Benjamin. Benjamin war acht Jahre alt und ein richtiger Katzenfreund.

Die Katzen der Familie Maier liebten Benji, wie er von allen nur genannt wurde. Aber auch jede andere Katze, die ihn sah, fing sofort zu schnurren an und ließ sich von ihm streicheln. Alle Katzen merkten, dass Benji ein richtiger Katzenfreund war.

An diesem Tag aber gab es eine ganz besondere Überraschung. Frau Maier kam vom Einkaufen und als sie die Haustür öffnete, blickten die Katzen und Benji sie erstaunt an, denn alle drei hatten etwas miauen gehört. Und tatsächlich – tief in ihrer Jacke verborgen und kaum zu sehen, blitzte nur ein schwarzes Näschen aus der Jacke heraus und ein leise „Miau“ war zu hören.

Benji lief sofort zu seiner Mutter und schaute auf den kleinen Neuzugang. Aus der Jacke seiner Mutter nahm er einen kleinen schwarzen Kater entgegen, der auf der Brust und an den Pfoten kleine weiße Flecken hatte. Benji sah in zwei wundervolle grüne Katzenaugen und streichelte leicht über seinen Kopf. Der Kater miaute vertrauensvoll.

Frau Maier fragte Benji, wie der kleine Tiger denn heißen solle. Benji überlegte und schlug Blacky vor. Aber dann kam ihm der Name nicht richtig für das junge Katzenbaby vor. Seine Mutter holte unterdessen die Einkäufe aus dem Auto ins Haus, während Benji überlegte und überlegte. Ihm fiel der Name Felix ein, den verwarf er dann aber schnell wieder.

„Mama, Mama ich hab einen Namen für den kleinen Kater“, rief Benji schließlich begeistert. „Wie findest du Casar? Casar ist ein schöner Name für ihn.“ Seine Mutter war sofort begeistert von dem Namen Casar und so hieß der kleine Kater ab sofort Casar.

Die beiden Katzen Filou und Mizzie kamen langsam zu Benji, der Casar immer noch auf dem Arm hielt, und besahen sich den kleinen Kerl. Sie beschnupperten ihn und miauten einmal kurz auf – somit war Casar schon fast vollständig in der Familie Maier aufgenommen. Nur noch Herr Maier musste ihn begrüßen. Der kam abends aus seinem Büro zurück. Alle hörten das Türschloss und sahen Herrn Maier hereinkommen. Benji lief mit Casar auf dem Arm zu seinem Vater und zeigte ihm den kleinen schwarzen Kerl.

„Papa, Papa das ist Casar“, rief er aufgeregt. Der kleine Kater schnurrte glücklich in Benjis Arm und Herr Maier streichelte ihm über den Kopf. Casar war angekommen. Später aß Familie Maier das Abendessen und die drei Katzen ließen sich gemeinsam ihr Futter schmecken.

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Casar wird groß

Es war jetzt bereits ein Jahr vergangen, seit Casar bei der Familie Maier und den anderen Katzen lebte. Er war ein wunderschöner junger Kater geworden, der allen sehr gefiel, die ihn sahen. Nun war es an der Zeit, dass er in den Garten gehen durfte. Vorsichtig setzte er die ersten Schritte auf die Terrasse und besah sich in Ruhe die Gegend um sich herum. Er hörte die Vögel zwitschern und zuckte mit den Ohren. Er sah Bäume und Blumen und roch das Gras der Wiese. Eine Biene flog zu einer Blume und er sah ihr neugierig dabei zu. Dann ging er vorsichtig weiter und weiter. Immer mutiger. Mizzie lag in der Sonne auf einem Stuhl und schlief. Filou kletterte auf einem Baum herum.

Herr Maier, Frau Maier und Benji beobachteten Casar, wie er die ersten Schritte im Garten machte. Alle lachten, als er einen Sprung nach vorne tat und dann schneller lief. Ein kleiner Vogel auf einem nahen Baum hatte seine ganze Aufmerksamkeit erregt. Er besah sich den Vogel auf dem Baum und schon kletterte er flink hinaus. Der Vogel flog davon. Immer weiter kletterte Casar auf den Baum hoch. Hoch oben saß er nun und wusste nicht mehr weiter. Benji war ihm nach geklettert, da er dort oben sein Baumhaus hatte. Benji saß nun auf dem Boden des Baumhauses und sah Casar zu, wie er den Baum erkundschaftete. Herr Maier ging ins Haus zurück und Frau Maier legte sich auf einen Liegestuhl, um sich ein bisschen zu sonnen. Alles war sehr ruhig.

Casar jedoch kletterte zurück zu Benji und in sein Baumhaus. Er war neugierig, was er da wohl finden würde. Nachdem er sich alles genau angesehen hatte, kuschelten Benji und Casar liegend auf dem Boden.

Dann kletterte Benji vom Baumhaus und dem Baum herunter und rief Casar. Dieser folgte Benji sofort, denn er hörte immer auf den Jungen. Sie gingen zu Herrn Maier ins Haus zurück, weil sie beide Hunger hatten. Benji holte sich einen Pudding und Casar fraß sein Trockenfutter. Nachdem beide satt waren, gingen sie wieder in den Garten hinaus. Benji schaukelte eine Weile und Casar sah sich den Garten näher an.

Als es dunkel wurde, rief Frau Maier alle ins Haus. Die Familie lag auf der Couch und schaute Fernsehen und die Katzen schliefen glücklich und zufrieden.

*

Casar on tour

Casar kannte den Garten mittlerweile in- und auswendig, als er beschloss, sein Revier zu vergrößern. Im Garten neben dem Garten der Familie Maier gab es sicher viel Neues zu entdecken. Noch saß Casar ruhig im Garten der Nachbarsfamilie und überlegte, was er als Nächstes anstellen könnte, als er ein wütendes Fauchen hörte. Erschrocken sah er auf – da stand eine rote Katze vor ihm und fauchte ihn sehr sauer an.

„Hallo“, sagte Casar zu der fremden Katze. „Ich bin Casar und wer bist du?“

„Geh raus aus meinem Garten“, fauchte die rote Katze und hieb mit ihren Krallen nach ihm. Eingeschüchtert ging Casar ein paar Schritte zurück und schaute, dass er schnell weiterkam. Hier gefiel es ihm gar nicht. Auf der Straße neben dem Garten kam er wieder zum Stehen und beruhigte sich langsam. „So eine unfreundliche Katze“, sprach er zu sich selbst.

„Ach, lass sie doch!“, hörte er da jemanden hinter sich sagen. „Sie ist eine alte Miesepeterin und niemand darf in ihren Garten rein.“

„Wer bist du?“, fragte Casar den dicken gestreiften Kater, der ihn gerade angesprochen hatte.

„Also ich bin Roger! Du wohnst mit Mizzie und Filou wohl bei den Maiers? Die Maiers sind große klasse, kann ich dir sagen. Filou hat viel erzählt von ihnen, auch, und wie gut es ihm geht ... seit, ja seit sein erstes Frauchen ihn nicht mehr haben wollte.“

Zusammen gingen die beiden Kater die Straße entlang und unterhielten sich über Filou. Roger erzählte ihm, dass Filou einst von seinem Frauchen ausgesetzt worden war und Herr Maier ihn gefunden hatte. Er nahm ihn mit nach Hause und bot ihm seitdem eine wunderbare Heimat. Roger schwärmte auch sehr von Benji und wie toll er einem den Rücken kraulen konnte. Casar war so stolz auf seinen Freund Benji und es freute ihn sehr, wie Roger von ihm sprach. Benji war schon eine Wucht, fand Casar.

Roger fragte Casar, ob er mit zu ihm in den Garten kommen dürfe und vielleicht auch mal das Haus der Maiers sehen könne. Casar hatte nichts dagegen und hoffte, dass es Herrn und Frau Maier recht war. So lud er Roger zu sich ein. Es sollte der Anfang einer wunderbaren Katzenfreundschaft werden, beide waren fast unzertrennlich.

*

Der Hund Kasimir

Casar war gerade wieder einmal mit Roger unterwegs, als ihnen Filou entgegenkam. „Leute, Leute stellt euch vor, bei den Müllers ist ein neuer Hund eingezogen“, rief er aufgeregt.

Die drei Kater saßen zusammen und Filou berichtete von dem Hund, der in seinen Augen so groß wie ein Schrank war. „Und er soll scharfe Zähne haben, die eine Katze sofort in Stücke zerreißen können. Außerdem bellt er so laut, dass einem die Ohren wehtun, wenn man sein Bellen hört.“ Filou war ganz aufgeregt.

Alle hatten nach dieser Erzählung fürchterlich dicke Gänsehaut, so sehr gruselte ihnen von dem Hund. Der Hund hörte übrigens auf den Namen Kasimir, wie Filou zu berichten wusste.

Casar fragte Filou, von wem er das alles denn wüsste und ob er den Hund Kasimir schon gesehen hätte?

Filou meinte darauf: „Meine Freundin Leni hat ihn bei ihrem Streifzug durch den Garten der Müllers gesehen, Sie hat sich sehr erschrocken, als Kasimir bellend auf sie zulief.“

Casar und Roger waren nun so richtig neugierig auf den Hund, der so groß wie ein Schrank sein sollte. Denn sie wusste: So ein Schrank war ja richtig groß! Beide machten sich also sofort auf den Weg zu den Müllers. Ob sie sich in den Garten trauen sollten? Vielleicht würden sie zufällig einen Blick auf Kasimir werfen können.

Alles war still bei den Müllers. Roger duckte sich und krabbelte zwischen dem Spalt in der Gartentür durch ... er würde schnell genug wieder draußen sein. Das wusste er nur zu gut. Casar tat es ihm vorsichtig nach. Nun standen sie im Garten und ... es war immer noch still.

Sie schlichen sich auf Katzenpfoten weiter und weiter. Immer noch nichts. War der Hund etwa spazieren? Waren sie umsonst hergekommen?

„Hallo ihr da!“

Die beiden Katzen erschraken sehr, als sie die Stimme im Schatten eines Baumes ausmachten.

„Hallo, darf ich mich vorstellen: Kasimir! Ich bin ein Berner Sennenhund und freue mich sehr über euren Besuch!“

Casar lachte erleichtert auf und Roger schluckte seine Angst hinunter. „Hallo Kasimir, wir sind Casar und Roger!“, stellte Casar sich und Roger vor.

„Ich erzähle gerne Geschichten“, sprach da Kasimir „Wollt ihr eine hören?“

Die beiden Kater waren begeistert, setzen sich zu Kasimir und hörten ihm aufmerksam zu.

Der Hund erzählte von einem Wald, in dem die wilden Tiere an einem Bach Wasser tranken und wo die Sonne zwischen den Baumwipfeln leicht schien. Er erzählte und erzählte und so ging der Nachmittag vorbei und Casar bekam Hunger.

Roger knurrte auch schon das Bäuchlein und so verabschiedeten sie sich von dem Hund Kasimir.

Auf dem Nachhauseweg mussten beide sehr lachen. „Ja, ja, gefährlicher Hund, so groß wie ein Schrank.“ Beide lachten noch mehr. Sie verabschiedeten sich und trotteten zufrieden und glücklich nach Hause.

*

Casar geht baden

Casar durchstreifte schon den ganzen Nachmittag die Gärten in der Nachbarschaft, als er schließlich in den Garten der Familie Lurz kam. Dort gab es hohe Bäume, die viel Schatten spendeten, und so machte er erst einmal eine kleine Verschnaufpause. Ein Blubbern in unmittelbarer Nähe machte ihn stutzig. Was war das? Er ging dem Geräusch nach ...

Vor einem großen Teich machte er halt. Auf dem Teich gab es Seerosen, viele Seerosen. Dann blubberte es wieder. Diesmal sah er einen Goldfisch, der an der Oberfläche schwamm, um dann blitzschnell unterzutauchen. Jetzt war Casars Jagdfieber geweckt. Den Fisch wollte er sich unbedingt fangen.

Er hockte sich in die Nähe der Stelle, an der der Fisch an der Oberfläche erschienen war, und striegelte mit seiner Pfote das Wasser. Aber es war nichts mehr von dem Fisch zu sehen.

Immer mehr und mehr Fische fielen ihm auf. Ein wahres Fischparadies für so einen Kater wie ihn. Er striegelte und striegelte das Wasser erst mit der einen, dann mit der anderen Pfote. Richtig viel Spaß machte ihm das.

Plötzlich sah er einen kleinen Baumstamm. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie Casar auf den Baumstamm sprang und versuchte, im Wasser die Fische zu fangen. Die Sonne stand hoch am Himmel und es war richtig heiß an diesem Sommernachmittagstag. Schwupps machte es plötzlich und mit einem großen Klatsch fiel Casar in den Teich. Mit lautem Miau und Gefauche paddelte er wütend ans Ufer.

Frau Lurz stand lachend im Garten, sie hatte die Casars Aktionen schweigend beobachtet, nur er hatte sie vorher nicht bemerkt.

Wenn Katzen einen roten Kopf bekommen könnten vor lauter Scham, so wäre der schwarze Kater jetzt puterrot im Gesicht. Wie peinlich, in den Teich zu fallen! Betroffen schlich er zurück in seinen Garten und wollte nie nie nie jemandem von seinem Missgeschick erzählen.

Hungrig fraß er sein Trockenfutter und legte sich dann in die Sonne, um sein Fell zu säubern. Benji sah ihn und schon kuschelten die beiden ausgiebig. Das wiederum tat Casar sehr gut.

*

Casar geht auf Libellenjagd

An diesem wunderbaren sonnigen Spätnachmittag saß Familie Maier draußen im Garten und die Katzen lagen faul in ihren Ecken. Benji spielte Nintendo DS und alle waren schläfrig faul. Frau Maier sonnte sich und Herr Maier las die Tageszeitung. Casar aber langweilte sich langsam und wusste nicht, was er anstellen sollte. Bienen summten an den Blumen und die Bäume spendeten Schatten. Die Schaukel von Benji wehte leicht hin und her. Eine leichte Brise ging und kühlte die Hitze etwas ab. Es war Hochsommer und die Sonne stand noch voll am Himmel. Eine Hummel brummte und die Fliegen sonnten sich.

Casar träumte gerade von wilden Katzenabenteuern, die er bestritt, als er eine Libelle sah. Dann gleich noch eine! Er wollte mutig die Libellen jagen und lief hinter ihnen her. Doch die Libellen stiegen in die Lüfte, um dann wieder tiefer zu fliegen. Wollten die beiden Libellen Casar ärgern? Ihm kam es so vor. Er machte einen Satz in die Luft und hoppla, war die Libelle wieder über ihm. Die andere Libelle flog an seiner Nase vorbei. Ihm fielen die Schmetterlinge, die um ihn herum tanzten, gar nicht mehr auf. Wieder sprang er in die Luft, denn die Libellen ärgerte ihn sehr. Er fauchte. Noch höher sprang er, aber die Libellen flogen weiterhin über ihm. Er setzte sich auf den Boden und sah dem Libellentreiben kurz zu.

Das war doch zum Verrücktwerden! Irgendwie musste es ihm gelingen, die Libellen zu fangen. Er sprang wieder hoch und landete wegen zu viel Schwung auf seinen Pfoten. Ein Miau war zu hören.

Benji lachte laut auf. Er hatte Casar beobachtet, nun ging er zu seinem Kater und streichelte seinen Rücken. Schnurrend strich der an den Füßen von Benji entlang.

Die beiden Libellen flogen jetzt richtig hoch. Mit einem Sprung war Casar auf dem Baum und striegelte nach den Libellen auf einem Ast. Er war inzwischen richtig wütend. Dann sprang er wieder vom Baum herunter, weil die Libellen am Boden flogen, doch als er landete, waren sie schon wieder in der Luft. Die beiden Libellen führten einen Casar-ärgern-Tanz auf.

Nachdem es noch eine Weile so hin und her ging, wurde es Casar schließlich zu viel. Er legte sich zurück in den Schatten, um von weiteren Katzenabenteuern zu träumen – und darin ging es ganz sicher nicht um eine erfolgreiche Libellenjagd.

Bald darauf brachte Frau Müller Kaffee und Kuchen und für die Katzen stellte sie frisches Wasser hin. Gierig kamen die drei zum Wasserschüsselchen und tranken eifrig.

Am Abend lag Casar auf Benjis Schoß und ließ sich ausgiebig das Fell streicheln. Er schnurrte tief und war glücklich über sein Katzenleben. Im Bett erzählte Benji im noch eine Geschichte, bei der er gerne zuhörte.

*

Casar und Rufus

Schon seit Tagen lief ein schwarzer Kater in der Nachbarschaft herum, der fast so aussah wie Casar, und jagte Mäuse und Vögel. Er hieß Rufus und war ein bildschöner Kater. Drei Jahre alt – genau wie Casar – und ebenso frech. Man konnte glauben, dass Rufus vor nichts Angst hatte.

Eines Tages lag Casar auf der Mauer bei seinen direkten Nachbarn und ließ sich die Sonne auf den Pelz scheinen, als Rufus vorbeikam und ihn ansprach:

„Hey du da, du liegst auf meiner Mauer!“ Rufus grinste frech.

Casar beobachtet ihn aus den Augenwinkeln und sagte darauf erst mal nichts. Gelangweilt begann er, sein Fell zu putzen. Immer wieder blinzelte er dabei allerdings zu dem vor ihm sitzenden Rufus hinüber.

„Du redest auch nicht mit jedem, was?“, fragte da Rufus.

„Nein, warum sollte ich?“, antwortete darauf Casar und putzte sich weiter.

„Kennst du die hübsche Minnie drei Häuser weiter? Sie wohnt seit vier Wochen bei Familie Lorenz. Sie ist die Katze von Reini, dem achtjährigen Sohn.“

„Nein, kenne ich nicht.“ Casar blickte Rufus jetzt direkt an und fragte ihn: „Wollen wir mal zusammen hingehen und schauen, ob Minnie draußen im Garten ist?“

Die beiden schwarzen Kater machten sich auf den Weg.

„Minnie also“, dachte Casar. „Na, mal schauen, was das für eine Mieze ist.“

Im Garten der Familie Lorenz spielte Reini gerade mit einer Katze. Neben der Katze lag in einiger Entfernung eine weitere Katze. Scheinbar konnten die zwei sich nicht leiden. Sie ignorierten sich völlig. Die zweite Katze hieß Minou und putzte sich gerade sehr gelangweilt das Fell. Minnie war eine grau-weiß gestreifte Katze und ein richtiger Wildfang beim Spiel mit Reini.

Minou gefiel Rufus sehr, wie er Casar erzählte. Casar hatte nur Augen für Minnie. Wie sie mit dem Jungen tobte und spielte. Er konnte seine Augen nicht von der Katzendame lassen. Rufus war schon lange der heimliche Verehrer von Minou. Sie war eine dreifarbige Langhaarkatze, die so richtig edel war. Sie wusste allerdings auch ganz genau, wie sie aussah, und sie wurde daher von den Mitgliedern der Familie Lorenz nur Prinzessin gerufen.

Die beiden Kater schauten den Katzen noch eine Weile zu, dann gingen sie zurück in Casars Garten. Benji brachte ihnen Katzenstangen raus, die sie nach diesem Ausflug genüsslich verspeisten. Casar wunderte sich darüber, dass Benji und Reini Lorenz noch keine Freunde waren. Sie waren doch beide ja so Katzenfreunde.

*

Reini und Benji werden Freunde

Reini saß in seinem Garten, als Benji vorbeikam. Reini spielte gerade mit seinem Nintendo DS, als Benji in fragte, was er denn mache. Reini ging zum Gartenzaun und zeigte Benji sein Spiel. Benji kannte das Spiel, weil er es selbst hatte, und so beschlossen die beiden Jungs, gemeinsam zu spielen. Benji holte schnell seinen DS und schon saßen sie gemeinsam spielend im Garten im Schatten. Casar war Benji gefolgt, Minnie und Minou hatten es sich ebenfalls im Schatten bequem gemacht. Minou schlief auf einem Stuhl und Minnie jagte den Schmetterlingen hinterher.

Die beiden Jungen saßen auf einer Decke und spielten mit ihren Konsolen, sie waren richtige Kämpfer.

Casar stellte sich unterdessen Minnie vor: „Hallo, ich bin Casar!“, sagte er zu ihr.

„Hallo, Casar!“, antwortete Minnie und beide tollten bald darauf vergnügt im Garten herum. Frau Lorenz brachte den Jungs etwas zu trinken und den Katzen Schüsselchen mit Wasser. Die Jungs und die Katzen verstanden sich super gut.

Reini fragte Benji, ob er mit ihn sein Zimmer gehen wollt, und so gingen sie ins Haus, um dort weiterzuspielen.

Rufus, der gerade auf seinem Streifzug durch die Siedlung war, erblickte die Katzen im Lorenzschen Garten, sprang über die Mauer und lief zu ihnen. Durstig trank er aus dem Schüsselchen Wasser und fragte Minou, ob sie nicht vielleicht mit ihm ein wenig spazieren gehen wolle.

Minou willigte ein und so gingen sie gemeinsam auf Mäusejagd in der Umgebung. Seite an Seite jagten sie außerdem Schmetterlingen hinterher und liefen immer schneller durch die Gärten.

Während sie unterwegs waren, begegneten ihnen Filou und Mizzie. Die beiden fragten nach Casar und liefen schließlich gemeinsam mit Rufus und Minou zurück in den Garten der Familie Lorenz.

Reini und Benji lachten laut auf, als sie bei einem Blick aus dem Fenster die vielen Katzen im Garten sahen: Minou und Minnie, Casar und Rufus, Filou und Mizzie waren jetzt dort. Sie waren schon so etwas wie eine richtige Katzenclique. Lustig ging es zu und so beschlossen jetzt alle, zu Benji nach Hause zu gehen, weil Benji seinem neuen Freund Reini seine Spielsachen zeigen wollte. Es sah so aus, als ob die zwei Jungs und die Katzen in dieser kurzen Zeit echte Freunde geworden waren. Sah schon lustig aus, wie Benji und Reini und sechs Katzen zu den Maiers gingen.

Frau Maier bot den Jungs zu trinken an, nachdem Benji seiner Mutter den neuen Freund vorgestellt hatte. Und Rufus? Der sagte zu Casar, als alle Katzen verschwunden waren: „Hey, Kumpel, schön, dass es dich gibt!“

*

Minou, die Prinzessin-Katze

Minou, die Prinzessin-Katze, die Glückskatze,

möchte ich für Dich, oh Kind, ja sein!

Ich sehe DIR beim Schlafen zu,

ich bin die Prinzessin-Katze Minou,

und wenn Du schläfst in der Nacht,

dann gebe ich auf Deine Träume acht.

Auf leisen Pfoten schleiche ich

und mit meinen Schnurren störe ich Dich nicht,

und wenn Du Dich zur Seite drehst,

achte ich darauf, das Dein Traum nicht vergeht!

Mein Name ist Minou gar fein,

ich bin eine, Deine Katze klein,

Miau und schlau bin ich auch,

ich achte sehr auf Deinen Traum.

Von langem Fell bin ich wohl

und drei Farben finden sich darin,

denn ich bin eine kleine Glückskatze,

und Glück bringen ist in meinem Sinn.

Schlafe ruhig ein bei Nacht,

als Glückskatze einen glücklich Traum dir zu bringen

ist meine Sache,

da schiebe ich für Dich auch die Glückswache.

Was, Du kennst mich nicht?

Erinnerst Dich nicht an mich?

Dann schließe schnell die Augen fein,

und schon kann ich in Deiner Fantasie die Glückskatze sein.

Minou, die Prinzessin-Katze, möchte ich für Dich sein,

Dich glücklich machen jede Nacht,

als Glückskatze ich das mag,

dann träume schön in der Nacht,

ich halte stille da die Wacht

und gebe auf Deine Träume acht.

Gute Nacht!

*

Ein Tag mit Kasimir

Am nächsten Tag trafen sich alle Katzenfreunde beim Hund Kasimir, um sich zu beratschlagen, was sie an diesen sonnigen Tag gemeinsam anstellen könnten. Kasimir lag auf den Stufen der Veranda und die Katzen lagen um ihn herum. Er erzählte von heißen Sommertagen, an denen er mit seinem Herrchen durch Wiesen und Felder gelaufen und voller Übermut gewesen war, um das Stöckchen zu holen, das sein Herrchen für ihn weggeworfen hatte. Wie er im Wald mit seinem Herrchen spazieren gegangen war und wie die Vögel gesungen hatten. Wie er den wundervollen Duft von Hasen in seiner Nase wahrgenommen hatte, ihnen aber nicht nachjagen konnte, weil er an der Leine geführt worden war.

Casar, Rufus, Minnie, Minou, Mizzie und Filou lagen im Schatten um Kasimir herum und hörten ihm gebannt zu. Dann war für einige Katzen die Zeit gekommen, aufzubrechen, und so verabschiedeten sie sich – bis auf Casar und Rufus. Sie wollten noch mehr Geschichten von Kasimir hören. Die Tiere verstanden sich richtig gut und so erzählte Rufus bald von zwei Katzendamen, die recht frech waren und die anderen Katzen immer ärgerten.

Kasimir versprach sofort, sich für die Katzenclique einzusetzen, wenn die beiden einmal frech werden würden. Wer die zwei Katzendamen waren und wie sie hießen, wusste Rufus allerdings noch nicht. Er wusste nur, dass sie manchmal durch die Siedlung streunerten und dann ihr Unwesen trieben: Sie verschreckten Vögel und jagten sie auch. Und das im Gebiet der Katzenclique, die aber duldete keine Streuner-Katzen in ihrem Revier. Es waren ihre Mäuse, die nur sie jagen durften, und ihre Vögel, die sie ärgern durften, und nicht die Mäuse und Vögel von anderen Katzen. Sollten sich die zwei Streuner doch ein anderes Revier suchen.

Casar und Roger verabschiedeten sich von Kasimir und gingen zu Casar, wo sie mit Katzenmilch verwöhnt wurden. Frau Maier hatte ihnen ein Schüsselchen mit frischer Milch rausgestellt und sie tranken gierig.

Mizzie und Filou gesellten sich zu den beiden Kater und bald darauf schliefen alle eine Weile im Garten. Es war ein sehr heißer Sommertag, doch nicht mehr lange, dann würde der Spätsommer kommen und dann der Herbst. Noch aber lagen die Katzen faul im Schatten unter den Bäumen im Garten. Hunger hatten sie keinen mehr. Sie bekamen von Frau Maier immer eine gute Portion Fressen.

Benji lag auf einer Liege und las ein Buch über Dinosaurier. Dann kam Reini vorbei und fragte Benji, ob er nicht mit ihm im Schwimmbecken baden kommen wollte. Die Jungs gingen zu Familie Lorenz und bald konnte man ihr Lachen durch die ganze Siedlung hören. Im kalten Nass hatten die zwei Jungs jede Menge Spaß. Es war schon später Nachmittag, als Benji vom Spielen mit Reini heimkam.

Später im Bett lag Casar bei Benji und dieser erzählte ihm von dem tollen Tag und wie froh er war, in Reini so einen guten Freund gefunden zu haben, mit dem das Toben richtig viel Spaß machte.

*

Spätsommer in der Siedlung

Es war jetzt Spätsommer und die Katzenfreunde hatten jeden Tag viel Spaß zusammen und waren oft unterwegs. Verließ man die Siedlung, traf man gleich auf Wiesen und Felder und ging man ein Stück weiter, war da ein großer Wald. In der kleinen Stadt, in der die Geschichte spielt, waren viele Siedlungen wie die von Casars Familie und der Ort hatte auch eine Altstadt. In den Siedlungen, die um die Altstadt und das Schulgebiet lagen, lebten viele Familien, Katzen und Hunde und noch viele anderen Haustiere in den Wohnungen und Häusern: Wellensittiche und Nymphensittiche, Papageien, Hamster, Hasen oder Meerschweinchen. Die Familie waren alle sehr tierfreundlich. Es war eine schöne kleine Stadt, in der man sehr friedlich leben konnte. In der Altstadt gab es eine große Kirche und kleinere und größere Läden, in denen man schön einkaufen konnte. Neben dem Schulgebiet gab es noch ein kleines Industriegebiet, wo man in Supermärkten alles bekommen konnte, was man brauchte. In dieser friedlichen Stadt konnte man sehr gut leben.

Unsere Katzenclique war übermütig und so wollte sie zu den Feldern laufen, um zu jagen. Die Katzen machten sich auf den Weg und liefen die Straße der Siedlung entlang direkt auf die Felder zu. Dort gab es eine größere Auswahl an Mäusen, die sie jagen konnten. Oh, wie jagten sie lebenslustig durch die Felder. Roger und Casar jagten um die Wette hinter einer Maus her, die aber schnell verschwand. Beide lachten vor Freude laut auf.

Die Zeit verging wie im Fluge. Benji und Reini kamen ihnen schließlich mit den Fahrrädern entgegen und sie sausten die Straße entlang, dass man ihnen nicht nachschauen konnte, so schnell waren sie.

Es war der erste Schultag gerade erst vorbei, Reini und Benji gingen jetzt gemeinsam in die 2. Klasse. Benjis Geburtstag war auch schon vergangen und er hatte Reini und einige Klassenkameraden zu seiner Feier eingeladen. Es war übrigens eine sehr lustige Feier.

Benji und Reini waren jetzt die allerbesten Freunde. Sie verbrachten viel Zeit mit gemeinsamem Lernen und Spielen. Sie waren fast schon jeden Tag zusammen. Sie saßen auch in der Schule in einer Bank nebeneinander.

Die Familien Maier und Lorenz hatten sich auch in der vergangenen Zeit sehr angefreundet und so trafen sich die Familien und die Jungs oft zu gemeinsamen Ausflügen oder Unternehmungen. Es war eine wunderbare Freundschaft.

Reinis Mutter war geschieden und hatte einen neuen Partner. Er lebte in einer anderen Wohnung in der Stadt. So lebten Reini und seine Mutter in dem Haus in der Nähe von Benji. In dem Haus lebte auch noch Reinis Oma und der Freund seiner Oma. Es war ein großes Haus mit einem großen Garten für die Katzen.

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Ograniczenie wiekowe:
0+
Data wydania na Litres:
12 listopada 2025
Objętość:
92 str. 4 ilustracji
ISBN:
9783960743859
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania:

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