Czytaj książkę: «Das Chakra-Handbuch»

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Shalila Sharamon und Bodo J. Baginski

Das Chakra-Handbuch

Vom grundlegenden Verständnis zur praktischen Anwendung

Eine umfassende Anleitung zum Harmonisieren der Energiezentren durch Klänge, Farben, Edelsteine, Düfte, Atemtechniken, Naturerfahrungen, Reflexzonen und Meditationen


58. Auflage 2017

© 1988 Windpferd Verlagsgesellschaft mbH, Oberstdorf

Alle Rechte vorbehalten

Kein Teil des Buches darf in irgendeiner Form oder zu irgendeinem Zweck elektronisch oder mechanisch, einschließlich Fotokopie, Recording und Wiederherstellung ohne schriftliche Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

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Umschlaggestaltung: Wolfgang Jünemann, unter Verwendung einer Farbzeichnung von Shalila Sharamon

Illustrationen im Innenteil: Klaus-Peter Hüsch

Korrektorat: Ute Hackmann

ISBN 978-3-89385-038-9

eISBN 978-3-86410-295-0

www.windpferd.de

Inhalt

Einleitende Worte

Das Energiesystem und die feinstofflichen Körper des Menschen

Der Ätherleib

Der Emotionalkörper

Der Mentalkörper

Der Spirituelle Körper

Die Aufgabe und Funktion der Chakren

Menschliche Entwicklungszyklen im Lichte der Chakra-Lehre

Die Entstehung von Blockaden in den Chakren

Die Auflösung von Blockaden

Wie wir feststellen können, welche Chakren in uns blockiert sind

Sexualität und Chakren

Erstes Chakra

Muladhara-Chakra, auch Wurzel-Chakra, Basis-Chakra oder Steißzentrum genannt

Zweites Chakra

Svadhisthana-Chakra, auch Sakral-Chakra oder Kreuzzentrum genannt

Drittes Chakra

Manipura-Chakra, auch Solar-Plexus-Chakra oder Nabelzentrum genannt

Viertes Chakra

Anahata-Chakra, auch Herz-Chakra oder Herzzentrum genannt

Fünftes Chakra

Vishuddha-Chakra, auch Hals-Chakra, Kehl-Chakra, oder Kommunikationszentrum genannt

Sechstes Chakra

Ajna-Chakra, Stirn-Chakra, auch Drittes Auge, Auge der Weisheit, Inneres Auge oder Befehl-Chakra genannt

Siebtes Chakra

Sahasrara-Chakra, Kronen-Chakra, auch Scheitelzentrum oder Tausendblättriger Lotus genannt

Zum Verständnis der astrologischen Zuordnungen

Möglichkeiten zur Reinigung und Aktivierung der Chakren

Naturerfahrung

Klangtherapie

Farbtherapie

Eine Chakra-Farbmeditation

Edelsteintherapie

Aromatherapie

Yogaformen

Der Chakra-Atem

Die Chakra-Reflexzonenmassage

Körperübungen zur Befreiung von Energieblockaden

Übertragung von universeller Lebensenergie

Eine Phantasiereise durch die Chakren

Anhang

Zuordnungen auf einen Blick

Nachwort und Danksagung

Anschriften und Bezugsquellen

Ton-Kassetten, CDs und Videos zu den Themen dieses Buches

Bibliographie

Einleitende Worte

Wohl jeden Menschen beschäftigen irgendwann in seinem Leben die Fragen: »Wer bin ich?«, »Welche Kräfte sind es, die in mir wirken?«, »Welche Fähigkeiten liegen noch in mir verborgen?« und »Wie kann ich mein volles Potential an Glück und Kreativität ausschöpfen?«

Wir denken, dass kein anderes Wissensgebiet diese Fragen so umfassend beantworten kann, wie das Wissen um die Energiezentren im Menschen. Wenn wir die Aufgabe und Funktionsweisen der Chakren in ihrer ganzen Reichweite verstehen, zeichnet sich uns ein Bild vom Menschen ab, das in seiner potentiellen Vollkommenheit so faszinierend und erhaben ist, dass wir wieder einmal staunend vor dem Wunder der Schöpfung stehen.

Die angelegten Möglichkeiten des Menschen zu erkennen und zu erschließen, dazu soll unser Buch eine Hilfe sein.

Um mit den Chakren wirksam zu arbeiten, musst du nicht hellsichtig oder hellfühlig sein. Du wirst jedoch bemerken, dass sich dabei deine Sensitivität gegenüber den feinstofflichen Ebenen außergewöhnlich erhöht. Auch eröffnen sich Einsichten in Zusammenhänge, die viele Bruchstücke des Wissens und der Erfahrung auf verständliche Weise zu einem harmonischen Ganzen fügen.

Die Aktivierung und Harmonisierung der Chakren ist tatsächlich so einfach, dass wir manchmal dachten, das Wissen darüber sei in der Vergangenheit nur deshalb so kompliziert verpackt worden, damit die Menschen dessen inneren Wert nicht unterschätzten, und Eingeweihte es von Generation zu Generation bewahren konnten. Vielleicht ist es auch das Ergebnis eines neuerlichen Evolutionsschrittes, dass dieser Wissensschatz heute vielen verständlich und zugänglich wird.

So findest du in diesem Buch neben der Darstellung der Ausdrucksform und Wirkungsweise jedes Chakras eine ganze Anzahl leicht nachvollziehbarer Praktiken zur Harmonisierung deiner Energiezentren. Die Techniken sind so gewählt, dass sie eine sanfte Belebung und Befreiung von Blockaden in den Chakren bewirken. Dabei spielt es keine so große Rolle, welche der angebotenen Methoden du für dich auswählst, wichtig ist nur, dass du damit beginnst, denn es geht hierbei um DEINE Erfüllung in DIESEM Leben, im Hier und Jetzt.

Wir wünschen dir, dass du beim Lesen des Buches und beim Praktizieren der beschriebenen Therapien ebenso viel Liebe und Achtung für die Gesetzmäßigkeiten des Lebens empfindest, wie wir es bei der in uns immer noch wachsenden Erkenntnis dieser Zusammenhänge und beim Niederschreiben der Texte erfahren durften.

Shalila und Bodo J.


Das Energiesystem und die feinstofflichen Körper des Menschen

Die meisten Menschen halten die Welt der Materie und damit auch den physischen Körper für die einzige Realität, da allein sie über die physischen Sinne wahrgenommen und vom rationalen Verstand erfasst werden können. Dem hellsichtigen Auge hingegen erschließt sich bei der Betrachtung eines Menschen eine Vielzahl von Energiestrukturen, von energetischen Bewegungen, Formen und Farben, die in und um den physischen Leib herum sichtbar werden.

Wenn auch du zu den Menschen gehörst, die nur den materiellen Körper als Realität akzeptieren können, so denke einmal daran, was wohl mit der Energie, der lebendigen Kraft geschieht, die einen physischen Körper belebt, ihm Empfindungen und Ausdrucksfähigkeit verleiht, wenn dieser Körper stirbt. Ein physikalisches Gesetz besagt, dass Energie im Universum niemals verloren geht, sie kann lediglich in andere Formen umgewandelt werden. Die Kraft, die hinter der materiellen Erscheinungsform des Körpers mit seinen Funktionen und Fähigkeiten wirksam ist, besteht aus einem komplexen Energiesystem, ohne den der physische Leib nicht existieren könnte. Dieses Energiesystem setzt sich aus drei grundlegenden Komponenten zusammen:

1.) Den feinstofflichen Körpern oder Energiekörpern

2.) Den Chakren oder Energiezentren

3.) Den Nadis oder Energiekanälen

In diesem System stellen die Nadis eine Art feinstofflicher Arterien dar. Das Wort »Nadi« kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie Röhre, Gefäß oder Ader. Ihre Aufgabe besteht darin, Prana oder Lebensenergie durch das feinstoffliche Energiesystem zu leiten.

Das Sanskritwort »Prana« kann mit »absolute Energie« übersetzt werden. Im chinesischen und japanischen Raum wird diese universelle Lebenskraft »Chi« oder »Ki« genannt. Sie stellt die Urquelle aller Energieformen dar und drückt sich in verschiedenen Daseinsbereichen durch verschiedene Frequenzen aus. Eine ihrer Ausdrucksformen ist der Atem, über den wir unter anderem Prana in uns aufnehmen können.


Die Bewusstseinsebene jeder Lebensform hängt von den Pranafrequenzen ab, die sie aufnehmen und speichern kann. So finden wir bei Tieren niedrigere Frequenzbereiche als beim Menschen, und beim entwickelten Menschen höhere Frequenzen als bei Menschen, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen.

Über die Chakren sind die Nadis des einen Energiekörpers mit den Nadis des benachbarten Energiekörpers verbunden. Einige der alten indischen und tibetischen Texte erwähnen eine Anzahl von 72.000 Nadis, andere historische Schriften sprechen von 350.000 Nadis. Die wichtigsten Energiekanäle sind Sushumna, Ida und Pingala, auf die wir im folgenden Kapitel näher eingehen. Chinesen und Japaner kennen ein ähnliches System von Energiekanälen, die sie als Meridiane bezeichnen. (Aus dem Wissen um diese Meridiane entwickelte sich die Akupunktur.)

Die Chakren dienen im Energiesystem des Menschen als Empfangsstationen, Transformatoren und Verteiler der verschiedenen Pranafrequenzen. Sie nehmen aus den feinstofflichen Energiekörpern des Menschen, aus seiner Umgebung, aus dem Kosmos und aus den Quellen, die an der Grundlage jeglicher Manifestation liegen, direkt oder über die Nadis Lebensenergien auf, transformieren sie in Frequenzen, die von den verschiedensten Bereichen des physischen Körpers oder der feinstofflichen Körper für ihre Erhaltung und Entwicklung benötigt werden, und geben sie wiederum über die Energiekanäle an diese weiter. Darüber hinaus strahlen sie Energien in die Umgebung aus. Über dieses Energiesystem tritt der Mensch also in einen Austausch mit den Kräften, die auf den verschiedenen Seinsebenen in seiner Umwelt, im Universum und an der Basis der Schöpfung wirksam sind.

Da die Chakren in einer sehr engen Wechselbeziehung mit den Energiekörpern stehen, möchten wir in diesem Kapitel zunächst das Aussehen und die Aufgaben dieser Körper beschreiben. Eine allgemeine Beschreibung der Chakren findet sich im folgenden Kapitel und eine detaillierte Darstellung der Aufgaben jedes einzelnen Energiezentrums geben wir in den sieben Kapiteln über die einzelnen Chakren.


Diese Abbildung zeigt eine historische Darstellung einer Chakra- und Naditafel aus Tibet. Neben den sieben Hauptchakren erkennen wir eine größere Anzahl von Nebenchakren, sowie ein nahezu unübersehbares Netz von feinen Energiekanälen, den Nadis. Einige überlieferte Texte nennen 350.000 Nadis, durch welche kosmische Energien fließen. Diese vereinigen sich in 14 Hauptnadis, welche wiederum mit den Chakren korrespondieren.

In der Regel werden vier Energiekörper unterschieden:

1.) Der Ätherleib

2.) Der Emotional- oder Astralkörper

3.) Der Mentalkörper

4.) Der Spirituelle oder Kausalkörper.

Von diesen feinstofflichen Körpern besitzt jeder seine eigene Grundschwingungsfrequenz. Der Ätherleib, der dem physischen Körper am nächsten steht, schwingt in der niedrigsten Frequenz. Die Astral- und Mentalkörper besitzen jeweils höhere Frequenzen und im Kausalkörper finden wir die höchsten Schwingungszahlen repräsentiert.

Jeder dieser Körper gleicht einem Tanz von Energien innerhalb seines eigenen Schwingungsbereiches, wobei sich die Frequenzen im Laufe der Weiterentwicklung eines Menschen zunehmend erhöhen. Die Energiekörper stellen Bewusstseinsträger auf bestimmten Schwingungsebenen dar, und wenn sich ihre Schwingungszahl erhöht, vermittelt sie dem Menschen höhere Lebensenergien, Empfindungen und Erkenntnisse innerhalb ihres spezifischen Aufgabenbereiches.

Die verschiedenen Energiekörper sind jedoch nicht voneinander getrennt. Sie durchdringen einander, während jeder innerhalb seines eigenen Frequenzbereiches schwingt, und selbst ein Hellsichtiger kann sie nur unterscheiden, indem er sein Sehvermögen auf die entsprechende Sphäre einstellt. So muss er beispielsweise sein hellsichtiges Schauen auf die Astralsphäre richten, um den Astralleib zu erblicken. Will er den Mentalkörper wahrnehmen, muss er sich auf die Mentalsphäre einstellen u.s.w.

Der Ätherleib

Der Ätherleib besitzt etwa die gleiche Ausdehnung und Gestalt wie der physische Körper. Man findet daher auch die Bezeichnung »ätherisches Doppel« oder »innerer physischer Leib«. Er ist der Träger der Gestaltungskräfte für den physischen Körper wie auch der vitalen, schöpferischen Lebenskraft und aller physischen Empfindungen.

Der Ätherleib wird bei jeder Wiederverkörperung des Menschen neu gebildet und löst sich innerhalb von drei bis fünf Tagen nach seinem physischen Tod wieder auf. (Astral-, Mental- und Kausalkörper existieren nach dem Tod weiter und verbinden sich bei jeder weiteren Inkarnation mit dem neugebildeten physischen Körper.)

Der Ätherleib zieht über das Solar-Plexus-Chakra Lebensenergien aus der Sonne und über das Basis-Chakra Lebensenergien aus der Erde an. Er speichert diese Energien und führt sie über die Chakren und Nadis in ununterbrochenen Lebensströmen dem physischen Körper zu. Die beiden Energieformen sorgen für ein lebendiges Gleichgewicht in den Körperzellen. Wenn der »Energiehunger« des Organismus gestillt ist, wird die überschüssige Energie vom Ätherkörper über die Chakren und über die Poren nach außen hin abgestrahlt. Sie tritt in geraden, bis zu 5 cm langen Energiefäden aus den Poren aus und bildet die ätherische Aura, die von hellsichtigen Menschen in der Regel als erster Teilbereich der Gesamtaura wahrgenommen wird. Diese Strahlen legen sich wie ein Schutzmantel um den physischen Körper. Sie hindern Krankheitskeime und Schadstoffe daran, in den Körper einzudringen und strahlen gleichzeitig einen beständigen Strom von Lebensenergie in die Umgebung aus.

Dieser natürliche Schutz bedeutet, dass ein Mensch grundsätzlich nicht durch äußerlich bedingte Ursachen erkranken kann. Die Gründe für eine Erkrankung liegen immer in ihm selbst. Negative Gedanken und Emotionen sowie eine Lebensweise, die nicht im Einklang mit den natürlichen Bedürfnissen des Körpers steht, (Überbelastung, ungesunde Ernährung, Alkohol-, Nikotin- und Drogenmissbrauch) können die ätherische Lebenskraft aufzehren, wodurch die natürliche Energieausstrahlung an Stärke und Intensität verliert. Auf diese Weise entstehen Schwachstellen in der Aura. Die erwähnten Energiefäden erscheinen gebogen oder überkreuzen sich in ungeordneten Formen. Der Hellsichtige erkennt »Löcher« oder »Risse« in der Aura, durch die negative Schwingungen und Krankheitsbakterien in den Körper eindringen können. Darüber hinaus kann die Lebensenergie durch diese Wunden im feinstofflichen Bereich »auslaufen«.

Aufgrund dieses engen Zusammenhangs zwischen dem Zustand des physischen Körpers und der Energieausstrahlung des Ätherleibes wird auch häufig von einer Gesundheitsaura gesprochen. Krankheiten zeichnen sich zuerst in der ätherischen Aura ab, bevor sie sich im physischen Körper manifestieren. Sie können bereits auf dieser Ebene erkannt und behandelt werden. Die sogenannte Kirlian-Photografie hat diese Energieausstrahlung, die jedem Lebewesen zu eigen ist, erstmalig sichtbar gemacht.* Auf der Grundlage dieser Erfindung werden inzwischen sehr treffsichere Diagnosen gestellt und Krankheiten bereits in ihrer Latenzphase erkannt.

Der Ätherleib und mit ihm der physische Körper reagieren besonders stark auf die gedanklichen Impulse, die vom Mentalkörper ausgehen. Hierin liegen die Erfolge des positiven Denkens auf die Gesundheit begründet. Wir können mit gezielt eingesetzten positiven Suggestionen die Gesundheit unseres Körpers fördern.

Eine weitere wichtige Funktion des Ätherleibes ist es, als Vermittler zwischen den höheren Energiekörpern und dem physischen Körper zu dienen. Er überträgt die Informationen, die wir über die körperlichen Sinne aufnehmen auf den Emotional- und den Mentalkörper und übermittelt gleichzeitig Energien und Informationen aus den höheren Körpern an den physischen Körper. Ist der Ätherleib geschwächt, so ist dieser Informationsund Energiefluss behindert und der Mensch kann emotional und mental teilnahmslos erscheinen.

Zur Harmonisierung und Aufladung des Ätherleibes eignen sich die verschiedenen Therapieformen, die weiter hinten in diesem Buch beschrieben werden.

In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, dass Pflanzen, insbesondere Blumen und Bäume, eine Energieausstrahlung besitzen, die der ätherischen Aura des Menschen sehr ähnlich ist. Diese Ausstrahlung kannst du benutzen, um deine eigene Aura mit neuer Energie zu versorgen. Sie ist auch in den ätherischen Ölen enthalten, deren Anwendung wir in dem entsprechenden Kapitel dargelegt haben. Du kannst dich mit den Energien der Pflanzen aber auch direkt verbinden. Setze dich dazu mit dem Rücken an einen dir sympathischen Baum oder umarme ihn, indem du dich mit deinem ganzen Körper an ihn lehnst. Lasse es nun einfach zu, dass sich die energiespendende und harmonisierende Kraft des Baumes auf dich überträgt. Oder lege dich mitten in eine duftende Blumenwiese und lass dich von den Schwingungen der zarten Blüten ganz einhüllen und durchdringen. Auch Schnitt- oder Topfblumen, die du in deine Nähe stellst, geben gerne etwas von ihrer belebenden und harmonisierenden Energie an dich weiter. Die Pflanzen reagieren auf deine Liebe und deine Dankbarkeit für diesen Dienst mit einer noch größeren Strahlkraft, denn es gehört zu ihren Aufgaben, dem Menschen auf diese Weise zu helfen.

Der Emotionalkörper

Der Emotionalkörper, häufig auch als Astralleib bezeichnet, ist der Träger unserer Gefühle, Emotionen und Charaktereigenschaften. Er nimmt etwa den gleichen Raum ein wie der physische Körper. Bei einem wenig entwickelten Menschen sind seine Konturen kaum ausgeprägt, der Emotionalkörper erscheint wie eine wolkenartige Substanz, die sich chaotisch und ungeordnet in alle Richtungen bewegt. Je höher entwickelt ein Mensch in der Ausprägung seiner Gefühle, Neigungen und charakterlichen Eigenschaften ist, desto heller und klarer erscheint sein Emotionalkörper. Der Hellsichtige erblickt einen klargeschnittenen Umriss, der sich der Form des physischen Körpers vollkommen angepasst hat.

Die Aura des Emotionalkörpers zeigt eine ovale Form und kann sich bis zu mehreren Metern um den Menschen herum ausdehnen. Jede Gemütsbewegung wird über den Emotionalkörper hinaus in seine Aura ausgestrahlt. Dies geschieht hauptsächlich über die Chakren, in geringem Maße auch über die Poren. Die emotionale Aura ist unablässig in Bewegung. Neben den grundlegenden und verhältnismäßig beständigen Charakteranlagen, die sich als konstante Grundfarben in der Aura abzeichnen, wird in ihr jedes momentane Gefühl, jede Regung im Bereich der Emotionen wiedergespiegelt. Es ist ein unbeschreibliches Spiel von ständig wechselnden, in allen Nuancen schillernden Farben. Emotionen wie beispielsweise Angst, Wut, Bedrückung und Sorgen lassen dunkle Wolkengebilde in der Aura entstehen. Je weiter ein Mensch sein Bewusstsein der Liebe, Hingabe und Freude öffnet, desto heller und transparenter strahlen die Farben seiner emotionalen Aura.

Kein anderer der feinstofflichen Körper prägt beim durchschnittlichen Menschen seine Sicht der Welt und der Wirklichkeit so stark wie der Emotionalkörper. In ihm sind u. a. alle unsere unerlösten Emotionen, bewusste und unbewusste Ängste und Aggressionen, Empfindungen von Einsamkeit, Zurückweisung und von mangelndem Selbstvertrauen u.s.w. gespeichert. Sie senden über die emotionale Aura ihre Schwingungen aus und stellen die unbewusste Botschaft dar, die wir an die Außenwelt weitergeben. Und hier verwirklicht sich nun das Prinzip der gegenseitigen Anziehung. Die Energiefrequenzen, die wir aussenden, ziehen gleiche Energieschwingungen aus der Umgebung an und verbinden sich mit ihnen. Das bedeutet, dass wir häufig genau mit den Menschen und Umständen konfrontiert werden, die das widerspiegeln, was wir bewusst meiden oder loswerden wollen oder wovor wir uns fürchten. Auf diese Weise dient uns die Umwelt als Spiegel für all jene Elemente, die wir aus unserem bewussten Leben in die Bereiche des Unbewussten abgeschoben haben. Tatsächlich sind die unerlösten Gefühle im Emotionalkörper bestrebt, sich am Leben zu erhalten und wenn möglich zu wachsen. So führen sie uns immer wieder in Situationen hinein, die für eine Wiederholung der ursprünglichen emotionalen Schwingungen sorgen, denn diese Schwingungen sind wie Nahrung für sie.

Die Frequenz der Angst in einem Menschen zieht Situationen an, in denen er seine Angst immer wieder bestätigt sieht. Hat er Aggressionen in sich, so wird er immer wieder mit Menschen zusammentreffen, die die Schwingungen von Wut und Aggressionen ausleben. Wenn wir uns beispielsweise vorgenommen haben, in bestimmten Situationen nicht mehr zu schimpfen, ohne jedoch die Aggression in uns gelöst zu haben, kann es passieren, dass jemand in unserer Umgebung unerwartet mit uns zu schimpfen beginnt.

Das bewusste Denken und die gedanklichen Zielsetzungen des Mentalkörpers haben wenig Einfluss auf den Emotionalkörper, der seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Der Mentalkörper kann das äußere Verhalten dirigieren, aber nicht die unbewussten emotionalen Strukturen aufheben.

So kann ein Mensch bewusst nach Liebe oder Erfolg streben und unbewusst widersprüchliche Energiefrequenzen von Eifersucht oder mangelndem Selbstvertrauen ausstrahlen, die ihn daran hindern, sein bewusstes Ziel zu erreichen.

Die emotionalen Strukturen existieren, so weit sie nicht erlöst werden, über die verschiedenen Inkarnationen hinweg weiter, da der Emotionalkörper nach dem physischen Tod fortbesteht und sich bei der Wiederverkörperung mit dem neuen physischen Körper verbindet. Die unerlösten Erfahrungen, die im Emotionalkörper gespeichert sind, bestimmen weitgehend die Umstände des neuen Lebens.

Wenn wir diese Zusammenhänge einmal wirklich begriffen haben, müssen wir zwangsläufig damit aufhören, uns in einer »Opferrolle« zu sehen und die Schuld an unseren Schwächen und Miseren anderen Menschen oder den Umständen zuzuweisen. Dies bedeutet bereits eine große Befreiung, denn nun wissen wir, dass wir unser Schicksal weitgehend selbst in der Hand haben und wir können damit beginnen, unser Leben zu ändern, indem wir uns selbst ändern.

Der überwiegende Teil der »Gefühlsknoten« im Emotionalkörper ist im Bereich des Solar-Plexus-Chakras lokalisiert. Dieses Chakra vermittelt uns über das unmittelbare Erleben den direktesten Zugang zu unseren emotionalen Strukturen. Wollen wir diese jedoch über den bewussten Verstand wahrnehmen und erkennen, so müssen wir die Inhalte des Solar-Plexus-Chakras mit der höchsten Ausdrucksform des Mentalkörpers, dem intuitiven Schauen durchdringen, welches uns über das Stirn-Chakra zugänglich ist. Doch auch das bedeutet noch keine wirkliche Befreiung. Eine Auflösung der emotionalen Strukturen kann allein über den Spirituellen Körper geschehen, der die Weisheit, Liebe und Seligkeit unseres Höheren Selbst zum Ausdruck bringt und uns gleichzeitig aus dessen ganzheitlicher, universaler Sichtweise heraus die inneren Zusammenhänge erkennen lässt. Diese Verbindung können wir über das Herz-Chakra und das Kronen-Chakra herstellen.

Das Höhere Selbst verurteilt nicht, es teilt die Erfahrungen nicht in »gut« und »böse« ein. Es zeigt uns, dass wir bestimmte Erfahrungen nur deshalb durchlaufen, um verstehen zu lernen, welche Gefühle und Handlungen eine Abtrennung von der göttlichen Urquelle zur Folge haben und damit Leid verursachen, und um die kosmischen Gesetzmäßigkeiten des natürlichen Ausgleichs zu begreifen und verstehen zu lernen. In den Lebensbereichen, in denen wir uns heute als »Opfer« erleben, waren wir in früheren Inkarnationen häufig der »Täter«.

Auch in der Chakra-Therapie ist eine innere Haltung, in der wir alle Erfahrungen und Inhalte des Emotionalkörpers bejahen und uns die spontan auftretenden Bilder und Empfindungen anschauen, ohne etwas davon zurückzuweisen oder zu verurteilen, von ausschlaggebender Bedeutung, denn auf diese Weise kann unser Höheres Selbst das »Kommando« übernehmen und die spirituellen Energien unseres höchsten Energiekörpers in unser gesamtes Wesen einfließen lassen.

Wenn sich die Schwingungen unseres Spirituellen Körpers mit dem Emotionalkörper verbinden und ihn durchdringen, dann beginnt dieser schneller zu schwingen, er fängt an, die gespeicherten, negativen Erfahrungen abzuwerfen, da diese niedrigere Frequenzen aufweisen. Damit verlieren wir die gefühlsmäßige Erinnerung an diese Erfahrungen, und wir können uns selbst und anderen vergeben.

Mit der zunehmenden Auflösung der festgefahrenen Gefühlsstrukturen beginnt der Emotionalkörper, tiefe Gefühle der Liebe und der bedingungslosen Freude auszustrahlen. Die emotionale Aura leuchtet in den klarsten, intensivsten und gleichzeitig transparentesten Farben und die Botschaften, die sie an die Umwelt aussendet, ziehen Glück und Liebe an. Eine ans Wunderbare grenzende Fähigkeit, alles Gewünschte herbeizuführen, ist die natürliche Folge eines vollkommen integrierten Emotionalkörpers, der in den höchsten ihm möglichen Frequenzen schwingt.

Der Mentalkörper

Unsere Gedanken, Ideen, rationalen sowie intuitiven Erkenntnisse werden vom Mentalkörper getragen. Seine Schwingung ist höher als die des Ätherleibs und des Emotionalkörpers und seine Struktur ist weniger dicht. Er ist eiförmig und kann bei einer Höherentwicklung des Menschen sein Volumen so weit ausdehnen, dass er etwa den gleichen Raum einnimmt wie der Emotionalkörper und die emotionale Aura zusammen. Die aurische Ausstrahlung des Mentalkörpers geht bis zu einigen Metern darüber hinaus.

Bei einem geistig wenig entwickelten Menschen hat der Mentalkörper das Aussehen einer milchig-weißen Substanz. Die wenigen Farben sind dumpf und glanzlos und seine Struktur erscheint verhältnismäßig undurchlässig. Je lebendiger die Gedanken und je tiefer die geistigen Erkenntnisse eines Menschen sind, desto klarer und intensiver strahlen die Farben seines mentalen Vehikels.

Der Mentalkörper besitzt ebenso wie der Emotionalkörper eine höhere und eine niedrigere Oktave. Seine niedrigeren Frequenzen drücken sich in dem linearen Denken des rationalen Verstandes aus, über den die meisten Menschen ihren Zugang zur Wahrheit suchen. Diese Art der Verstandestätigkeit beruht auf den Wahrnehmungen der physischen Ebene. Hierbei werden vom physischen Körper und seinen Sinnen Informationen aufgenommen und über den Ätherleib auf den Emotionalkörper übertragen, der die Informationen in Gefühle verwandelt und sie dann an den Mentalleib weitervermittelt, der seinerseits mit der Bildung von verbalen Gedanken darauf reagiert.

Durch den Einfluss des Emotionalkörpers mit seinen unerlösten emotionalen Strukturen werden die Informationen häufig verzerrt und das Denken gefärbt. Es entstehen immer wiederkehrende Denkschemata, über die wir die Geschehnisse in unserer Welt beurteilen. Das bedeutet, dass der rationale Verstand so gut wie nie unparteiisch und objektiv ist, obwohl er diesen Anspruch erhebt.

Gedanken, die auf diesem Weg im Mentalkörper entstehen, drehen sich in der Regel um persönliches Wohlbefinden und um Belange des irdisch-weltlichen Geschehens. Die rationale Lösung von Problemen wird hierbei zur Hauptfunktion des Mentalkörpers. Dies bedeutet jedoch eine Verzerrung seines ursprünglichen Charakters und eine Einschränkung seiner Fähigkeiten.

Die eigentliche Funktion des Mentalkörpers besteht darin, die universalen Wahrheiten, die ihm von der Ebene des Spirituellen Körpers zufließen, aufzunehmen und mit dem rationalen Verstand zu integrieren, der sie auf die konkreten Situationen überträgt und zu einer Problemlösung führt, die im Einklang mit den universalen Gesetzmäßigkeiten steht.


Die Aura des Menschen von innen nach außen:

1.) die ätherische Aura,

2.) die emotionale Aura,

3.) die mentale Aura,

4.) die spirituelle Aura.

Die Erkenntnisse, die auf diese Weise von der spirituellen Ebene unseres Seins zu uns kommen, äußern sich als Intuition und in Form plötzlicher Einsichten, häufig in Bildern oder auch Klängen, die dann in verbale Gedanken umgeformt werden. Sie vermitteln uns einen Einblick in die wahre Natur der Dinge und sind in ihrer Struktur holographisch im Gegensatz zum linearen Verständnis, das vom rationalen Verstand ausgeht.

Den Zugang zur höheren Oktave des Mentalkörpers finden wir in einer Verbindung des Stirn-Chakras mit dem Kronen-Chakra.

Ist der Mentalkörper vollständig entwickelt, so wird er zum Spiegel des Spirituellen Körpers und der Mensch verwirklicht die Weisheit und ganzheitliche Erkenntnis des Höheren Selbst in seinem Leben.

Der Spirituelle Körper

Der Spirituelle Körper, häufig auch als Kausalkörper bezeichnet, besitzt von allen Energiekörpern die höchste Schwingungsfrequenz. Bei Menschen, die auf der spirituellen Ebene noch sehr unbewusst sind, dehnt er sich zusammen mit seiner Aura nur etwa einen Meter um den physischen Leib herum aus. Spiritueller Körper und Aura eines vollkommen erwachten Menschen können hingegen bis zu mehreren Kilometern weit strahlen, wobei sich die ursprüngliche Eiform in einen gleichmäßigen Kreis verwandelt.

Wenn du einmal die Gelegenheit hattest, in der Gegenwart eines erleuchteten Meisters zu sein, wirst du vielleicht bemerkt haben, dass sich plötzlich die Atmosphäre änderte, wenn du dich einige Kilometer weit von ihm entferntest. Die Erfahrung des Lichtes, der Fülle und der Liebe, die dich in der Nähe eines Meisters erfüllen kann, verliert ihre Intensität, sobald du aus dem Bereich seiner Aura heraustrittst.

Der Spirituelle Körper und seine Aura strahlen in den zartesten Farben, die zugleich eine unbeschreiblich tiefe Leuchtkraft besitzen. Aus der spirituellen Ebene des Seins strömt unablässig die höchste und strahlendste Energie in den Spirituellen Körper ein. Indem diese Energie in zunehmend niedrigere Frequenzen umgewandelt wird, durchflutet sie auch den Mentalkörper, den Emotionalkörper und den Ätherleib. Sie erhöht die Schwingungen dieser Körper, so dass diese in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich die höchste Ausdrucksform finden können. Es hängt von der Entwicklung der Chakren ab, inwieweit wir diese Energie bewusst wahrnehmen, aufnehmen und nutzen können.

Über den Spirituellen Körper erfahren wir die innere Einheit mit allem Leben. Er verbindet uns mit dem reinen, göttlichen Sein, dem allgegenwärtigen Urgrund, aus dem heraus alle Manifestationen in der Schöpfung entstanden sind und weiterhin entstehen. Von dieser Ebene aus haben wir einen inneren Zugang zu allem, was in der Schöpfung existiert.

Der Spirituelle Körper ist jener göttliche Teil in uns, der unsterblich ist und über die gesamte Evolution hinweg fortbesteht, während sich die anderen feinstofflichen Körper nach und nach auflösen, wenn sich der Mensch über die Bewusstseinsstufen hinausentwickelt, die ein Dasein auf der irdischen, der astralen und der mentalen Ebene notwendig machen.

Es ist allein über den Spirituellen Körper möglich, die Quelle und das Ziel unseres Daseins zu erkennen und den eigentlichen Sinn unseres Lebens zu verstehen. Wenn wir uns für seine Schwingungen öffnen, gewinnt unser Leben eine völlig neue Qualität. Wir werden in all unseren Handlungen von unserem Höheren Selbst getragen und unser Leben drückt die Weisheit, die Kraft, die Seligkeit und die alles umfassende Liebe aus, welche die natürlichen Eigenschaften des höchsten Aspektes unseres Selbst darstellen.

*Es handelt sich hierbei um ein spezielles Hochfrequenzfotografie-Verfahren, das von dem russischen Forscherehepaar Semjon D. und Walentina K. Kirlian entwickelt und nach ihnen benannt wurde.

Die Aufgabe und Funktion der Chakren

In diesem Kapitel möchten wir dir die wichtigsten grundlegenden Informationen über die Funktionsweise der Chakren vermitteln. Das theoretische Verständnis dieser Zusammenhänge stellt das Fundament dar, auf dem das praktische Wissen über die einzelnen, in diesem Buch beschriebenen, Chakren aufbaut.

Überlieferte Schriften erwähnen eine Anzahl von 88.000 Chakren. Dies bedeutet, dass es am menschlichen Körper kaum einen Punkt gibt, der nicht ein sensibles Organ für die Aufnahme, Umwandlung und Weitergabe von Energien ist. Die meisten dieser Chakren sind jedoch sehr klein und spielen eine untergeordnete Rolle im Energiesystem. Es gibt etwa vierzig Nebenchakren, denen eine größere Bedeutung zukommt. Die wichtigsten davon befinden sich im Bereich der Milz, im Nacken, in den Handflächen und unter den Fußsohlen. Die sieben Hauptchakren, die entlang einer vertikalen Achse an der vorderen Körpermitte liegen, sind so entscheidend für die Funktion der grundlegendsten und wesentlichsten Bereiche in Körper, Geist und Seele des Menschen, dass wir jedem von ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet haben. Dort kannst du nachlesen, welche spezifischen seelisch-geistigen Eigenschaften mit jedem Chakra in Zusammenhang stehen, welche Körperbereiche ihrem Einfluss unterliegen, wie sich Blockaden in den einzelnen Chakren auswirken und vieles mehr.

Hier möchten wir zunächst jene Merkmale beschreiben, die den sieben Hauptchakren gemeinsam sind. Ihren eigentlichen Sitz haben sie im Ätherleib des Menschen. Sie ähneln trichterförmigen Blütenkelchen mit einer unterschiedlichen Anzahl von Blütenblättern. Im östlichen Raum werden sie daher auch häufig als Lotusblumen bezeichnet. Die Unterteilungen der Blüten in einzelne Blätter stellen Nadis oder Energiekanäle dar, durch welche Energien in die Chakren hineinfließen und von dort in die feinstofflichen Körper weitergeleitet werden. Ihre Anzahl reicht von vier solcher Kanäle im Wurzel-Zentrum bis zu nahezu tausend Energiekanälen im Scheitel-Zentrum.


Diese Abbildung zeigt eine Seitenansicht der trichterförmigen Chakren, ihre Verbindungen zum Hauptkanal in der Wirbelsäule sowie ihre Position über den stofflichen Körper hinaus.

Von der Vertiefung in der Mitte jedes Blütenkelches aus zieht sich ein weiterer Kanal, der wie der Stiel der Chakra-Blüte wirkt, zur Wirbelsäule hin und läuft direkt in diese hinein. Er verbindet die Chakren mit dem wichtigsten Energiekanal, Sushumna genannt, der durch das Innere der Wirbelsäule aufsteigt und sich im Kopf bis zum Scheitelpunkt fortsetzt.

Die Chakren befinden sich in einer ständig kreisenden Bewegung. Dieser Eigenschaft haben sie die Bezeichnung »Chakra« zu verdanken, was im Sanskrit so viel wie »Rad« bedeutet. Die Drehbewegung dieser Räder bewirkt, dass Energie in das Innere der Chakren hineingezogen wird. Ändert sich die Drehrichtung nach außen, so wird Energie von den Chakren ausgestrahlt.

Die Chakren haben entweder eine Rechts- oder eine Linksdrehung. Dabei lässt sich ein entgegengesetztes Prinzip bei Mann und Frau erkennen, bzw. eine Ergänzung im Ausdruck der verschiedenartigen Energien, denn die gleichen Chakren, die sich beim Mann rechts herum drehen (im Uhrzeigersinn), drehen sich bei der Frau links herum – und umgekehrt. Jede Rechtsdrehung ist in ihrer Ausprägung von vorwiegend männlicher Qualität, nach der chinesischen Lehre Yang-betont, das heißt sie repräsentiert Wille und Aktivität, in ihrer negativen Ausdrucksform auch Aggressivität und Gewalt. Jede Linksdrehung ist Yin-betont und repräsentiert Empfänglichkeit und Einverständnis, in negativer Ausprägung Schwäche.

Die Drehrichtung wechselt von Chakra zu Chakra. So dreht sich das Basis-Chakra des Mannes rechts herum, er drückt die Eigenschaften dieses Zentrums aktiver aus – im Sinne einer Eroberung und Meisterung im materiellen und sexuellen Bereich. Das erste Chakra der Frau zeigt hingegen eine Linksdrehung, die sie empfänglicher macht für die belebende und zeugende Kraft der Erde, die über das Wurzel-Zentrum einströmt. Im zweiten Chakra wechseln die Vorzeichen: Die Rechtsdrehung bei der Frau zeigt eine größere aktive Kraft im Ausdruck der Gefühle, die Linksdrehung beim Mann lässt ihn hier eine eher Empfangende oder häufig auch passive Haltung einnehmen. Und so geht es weiter: Rechtsdrehung und Linksdrehung wechseln sich jeweils ab und prägen Mann und Frau in unterschiedlicher Weise, die zu einer Ergänzung der Energien in jedem Lebensbereich führt.

Drehrichtung der Chakren bei der Frau


Die sich nach oben windende, durchgehende Linie symbolisiert Pingala, die solare Kraft, die gestrichelte Linie stellt Ida, die lunare Kraft dar.

Drehrichtung der Chakren beim Mann


Die sich nach oben windende, durchgehende Linie symbolisiert Pingala, die gestrichelte Linie symbolisiert Ida.

Das Wissen um die Drehrichtung der Chakren kann in einige der Therapieformen miteinbezogen werden. So kannst du beispielsweise bei der Aromatherapie die Duftstoffe in einer in dieser Richtung kreisenden Bewegung auftragen oder auch mit Edelsteinen die Drehrichtung der Energiezentren nachzeichnen.

Die Chakren der meisten Menschen haben eine durchschnittliche Ausdehnung von etwa 10 cm. In jedem Energiezentrum sind alle Farbschwingungen vorhanden, wobei jedoch immer eine bestimmte Farbe dominiert, die der Hauptaufgabe des jeweiligen Chakras entspricht. Bei einer Höherentwicklung des Menschen dehnen sich die Chakren weiter aus und ihre Schwingungsfrequenz nimmt zu. Auch ihre Farben werden klarer und strahlender.

Größe und Schwingungszahl der Chakren bestimmen die Menge und Qualität der Energien, die aus den verschiedenartigsten Quellen von ihnen aufgenommen werden. Dies sind Energien, die aus dem Kosmos zu uns kommen, von den Gestirnen, von der Natur, von der Ausstrahlung aller Dinge und Menschen in unserer Umgebung, von unseren verschiedenen feinstofflichen Körpern wie auch aus dem unmanifestierten Urgrund allen Seins. Sie werden den Chakren teilweise über die Nadis zugeführt, zum Teil fließen sie auch direkt in die Chakren hinein.

Die beiden wichtigsten und grundlegendsten Energieformen werden über das Wurzel-Zentrum und über das Scheitel-Zentrum aufgenommen. Zwischen diesen beiden Chakren verläuft die Sushumna, an die alle Energiezentren über ihre »Blütenstiele« angeschlossen sind und mit Lebenskraft versorgt werden. Es ist der Kanal, durch den die sogenannte Kundalini-Kraft aufsteigt, die »aufgerollt wie eine Schlange« am unteren Ende der Wirbelsäule ruht und deren Eintrittspforte das Wurzel-Zentrum ist. Die Kundalini-Kraft stellt die kosmische Schöpfungsenergie dar, welche in der indischen Weisheitslehre auch als Shakti oder als die weibliche Ausdrucksform Gottes bezeichnet wird. Dieser wirkende Aspekt des göttlichen Seins bringt alle Manifestationen der Schöpfung hervor. Sein Gegenpol ist der reine, ungeformte und in sich selbst ruhende Aspekt des göttlichen Seins, auf den wir später noch näher eingehen werden.

Bei den meisten Menschen fließt die Kundalini-Kraft nur in einem sehr geringen Maße durch die Sushumna. Wenn sie mit zunehmender Bewusstseinsentwicklung immer mehr geweckt wird, steigt sie in einem anwachsenden Strom durch den Kanal in der Wirbelsäule auf und aktiviert die einzelnen Chakren. Diese Aktivierung bewirkt eine Ausdehnung der Energiezentren und eine Beschleunigung ihrer Frequenzen. Die Kundalini-Kraft versorgt die Chakren mit jener Energieschwingung, die den Menschen befähigt, im Laufe seiner Evolution allmählich alle Fähigkeiten und Kräfte zu erschließen, die auf den verschiedenen energetischen und materiellen Ebenen der Schöpfung tätig sind, um diese Kräfte in sein Leben zu integrieren.

Beim Aufstieg der Kundalini wird ihre Energie in jedem Chakra in eine andere Schwingung transformiert, die den Aufgaben des jeweiligen Chakras entspricht. Diese Schwingung ist im Wurzelzentrum am niedrigsten und findet im Scheitelzentrum ihren höchsten Ausdruck. Die transformierten Schwingungen werden an die verschiedenen feinstofflichen Körper oder an den physischen Leib weitergeleitet und als Gefühle, Gedanken und physische Empfindungen wahrgenommen.

Inwieweit ein Mensch das Wirken der Kundalini-Kraft zulässt, hängt davon ab, wie groß seine Bewusstheit in den verschiedenen, durch die Chakren repräsentierten Lebensbereichen ist und in welchem Maße Stress und unverarbeitete Erlebnisse Blockaden in den Chakren verursacht haben. Je bewusster er ist, desto offener und aktiver sind seine Chakren, so dass die Kundalini-Kraft in einem starken Strom in sie einfließen kann, und je stärker diese Kraft einströmt, desto aktiver werden die Chakren, wodurch wiederum eine größere Bewusstheit geweckt wird. Auf diese Weise entsteht ein beständiger Kreislauf gegenseitiger Beeinflussung, sobald wir begonnen haben, unsere Blockaden zu lösen und einen Weg der Bewusstseinsentwicklung zu beschreiten.


Diese aus Nepal stammende Chakra-Darstellung ist ca. 350 Jahre alt. Zu erkennen sind die sieben Hauptchakren, welche als Lotusblüten dargestellt sind. Jede dieser Chakra-Blüten repräsentiert eine von unten nach oben anwachsende höhere Ebene des Bewusstseins. Auch die wichtigsten Energiekanäle, Sushumna, Ida und Pingala sind zu erkennen. (Guache auf Papier)

Neben der Kundalini-Energie gibt es eine weitere Kraft, die durch den Sushumna-Kanal in der Wirbelsäule zu den einzelnen Chakren fließt. Es ist die Energie des reinen, göttlichen Seins, des unmanifestierten Aspektes Gottes. Sie tritt durch das Kronen-Chakra ein und bewirkt, dass der Mensch auf allen Ebenen des Lebens den ungeformten Daseinsaspekt Gottes als den unwandelbaren und alles durchdringenden Urgrund jeglicher Manifestation erkennt. Diese Energie ist in besonderem Maße dazu geeignet, Blockaden in den Chakren aufzulösen. In der indischen Weisheitslehre wird sie als Shiva bezeichnet, jene Gottheit, die der große Zerstörer der Unwissenheit ist und durch ihre bloße Gegenwart eine Transformation zum Göttlichen hin auslöst.

So arbeiten Shiva und Shakti Hand in Hand an einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, bei der wir das Göttliche ebenso in unser Leben integriert haben wie alle Ebenen des relativen Seins.

Neben der Sushumna gibt es zwei weitere Energiekanäle, die im Energiesystem eine besonders wichtige Rolle spielen, im indischen Sanskrit Ida und Pingala genannt. Pingala fungiert als Träger der solaren Energie, die voller Glut und Antrieb ist. Dieser Kanal beginnt rechts vom Wurzel-Chakra und endet im oberen Teil des rechten Nasenlochs. Ida ist der Träger der kühlenden und beruhigenden lunaren Energie. Dieser Kanal beginnt links vom Wurzel-Chakra und endet im linken Nasenloch. Auf ihrem Weg vom Wurzel-Zentrum zur Nase winden sich beide Nadis um die Sushumna herum.

Ida und Pingala haben die Fähigkeit, über die Atmung direkt aus der Luft Prana aufzunehmen und beim Ausatmen Giftstoffe auszuscheiden. Zusammen mit der Sushumna stellen sie die drei Hauptkanäle im Energiesystem dar. Darüber hinaus werden den Chakren über eine große Anzahl weiterer Nadis Energien von den Nebenchakren und den feinstofflichen Körpern zugetragen und an die benachbarten Energie-Körper weitergegeben.

Die Chakren nehmen aber auch direkt Schwingungen aus der Umgebung auf, die ihren jeweiligen Frequenzen entsprechen. So verbinden sie uns über ihre verschiedenartigen Funktionen mit dem Geschehen in unserer Umwelt, in der Natur und im Universum, indem sie als Antennen für die gesamte Reichweite der Energieschwingungen dienen. Wir können die Chakren auch als feinstoffliche Sinnesorgane bezeichnen. Unser physischer Körper mit seinen Sinnen ist ein Vehikel, das den Lebensgesetzen auf unserem Planeten angepasst ist und mit dessen Hilfe wir uns im äußeren Bereich des Lebens zurechtfinden, gleichzeitig aber auch unsere inneren Werte und Erkenntnisse auf dieser Erde verwirklichen können. Die Chakren dienen als Empfänger für alle Energieschwingungen und Informationen, die über den physischen Bereich hinausgehen. Sie sind die Öffnungen, die uns mit der unbegrenzten Welt der feineren Energien verbinden.

Ebenso strahlen die Chakren Energie direkt in die Umwelt aus und ändern so die Atmosphäre in unserer Umgebung. Wir können über die Chakren Heilschwingungen sowie bewusste oder unbewusste Botschaften aussenden und Menschen, Situationen und sogar Materie im positiven, wie im negativen Sinn beeinflussen.

Um eine innere Ganzheitlichkeit und die damit verbundene Kraft, Kreativität, Erkenntnis, Liebe und Seligkeit zu erfahren, müssen alle Chakren geöffnet sein und in Harmonie miteinander arbeiten. Dies ist jedoch bei den wenigsten Menschen gegeben. In der Regel sind die einzelnen Chakren unterschiedlich aktiviert, zumeist nur die beiden unteren Chakren. Bei Personen, die eine hervorragende gesellschaftliche Stellung bekleiden oder in irgendeiner Weise einen großen Einfluss ausüben, ist oft zusätzlich das Solar-Plexus-Chakra überproportional aktiv. Es gibt hier jede mögliche Kombination von geöffneten, blockierten oder einseitig betonten Chakren. Auch schwanken diese Werte im Laufe eines Lebens, da zu unterschiedlichen Zeiten immer wieder andere Themen wichtig werden.

So kann dir das Wissen über die Chakren eine unschätzbare Hilfe zur Selbsterkenntnis werden und dich auf deinem Weg zu einer Erschließung aller angelegten Fähigkeiten leiten und ein Leben größtmöglicher Fülle und Freude bescheren.

Menschliche Entwicklungszyklen im Lichte der Chakra-Lehre

Alles in unserem Universum unterliegt ganz spezifischen Rhythmen und Zyklen. Dies beginnt auf der atomaren Ebene und erstreckt sich über alle Daseinsformen in der gesamten Schöpfung. In unserem Herzschlag und unserer Atmung, im rhythmischen Wechsel von Tag und Nacht, in den Jahreszeiten bis hin zum vorausberechenbaren Lauf der Gestirne erkennen wir festgeschriebene rhythmische Gesetzmäßigkeiten. Auch bei der Entwicklung von Lebewesen können wir wiederkehrende Zyklen feststellen. So beobachten wir z. B. bei einer Pflanze, wie zuerst der Keim erscheint, dann folgen die Blätter, die Knospe, die Blüte und später die Frucht. Immer wird eine ganz bestimmte Reihenfolge von Entwicklungsstufen eingehalten, die nicht beliebig austauschbar sind: So ist es recht nahe liegend, dass sich auch der Mensch, als geistiges Wesen in einem stofflichen Körper, nach gewissen periodischen Gesetzen entwickelt. Er wird nicht nur jeden Tag älter und nimmt an Fähigkeiten und Erfahrungen zu, sondern seine Entwicklung vollzieht sich in ganz speziellen geistig-seelischen Entwicklungszyklen. Nicht zu jeder Lebenszeit ist jedes Thema gleich wichtig, und wenn wir diese Tatsache einmal genauer betrachten, erkennen wir, dass uns »Mutter Natur« zu bestimmten Zeiten vor ganz spezifische Aufgaben stellt, welche es genau in dieser Zeit zu lösen gilt. Wenn diese Aufgaben auch in immer anderen »Gewändern« erscheinen, können wir doch generell sagen, dass wir eine bestimmte Entwicklung jeweils nur in einer bestimmten Lebensepoche optimal vollziehen können. Es ist beispielsweise sehr schwierig, im 25. Lebensjahr eine Entwicklung nachzuholen, die wir im 5. oder 12. Lebensjahr versäumt haben. Und so kommt es, dass das Lebensgebäude mancher Menschen ein Leben lang auf einem wackeligen Fundament steht, da in jungen Jahren bestimmte Erfahrungen nicht vollzogen, oder Fähigkeiten nur ungenügend ausgebildet wurden.

Das Wissen über die Lebenszyklen ist nicht neu – allenfalls ist es wieder verloren gegangen. Verschiedene geistige Schulungswege beziehen dieses Wissen jedoch auch heute noch in die Gesamtentwicklung des Menschen mit ein. In anthroposophischen Kreisen, und dort vor allem in der Waldorfpädagogik, weiß man beispielsweise recht viel über diese Zusammenhänge, und so wurden dort entsprechend den natürlichen, inneren Entwicklungszyklen der Kinder die Lehrpläne zu einer menschengerechten Entwicklung sinnvoll erarbeitet. Der Begründer der anthroposophischen Bewegung, Rudolf Steiner, hinterließ einen umfangreichen Nachlass zu diesem Thema (z. B. das Buch: »Vom Lebenslauf des Menschen«). In der anthroposophischen Menschenkunde erkennen wir einen deutlich gegliederten, in rhythmischen Phasen verlaufenden Lebensweg, welcher sich in »Jahrsiebente« einteilt. Ganz offensichtlich birgt die Zeit unterschiedliche Qualitäten in sich, bzw. der Mensch ist zu bestimmten Zeiten seines Lebenslaufes gleichsam verschieden »offen« für bestimmte Einflüsse und Erfahrungen und damit »reif« für ganz spezifische Entwicklungsschritte.

Interessanterweise fügt sich diese Erkenntnis nahtlos in das Wissen um die Funktionen und Aufgaben unseres Chakrasystems ein. So durchschreiten wir, beginnend mit dem Basiszentrum, alle sieben Jahre ein Chakra, dessen Eigenschaften in dieser Zeit zu einem Grundthema unseres Lebens werden. Gleichzeitig teilt sich diese Periode in sieben zusätzliche Hauptthemen ein, die jeweils ein Jahr lang andauern, und ebenfalls im Basis-Chakra ihren Anfang nehmen, um Jahr für Jahr ein weiteres der sieben Chakren zu durchlaufen.

Danach beginnt ein neuer Zyklus von wiederum sieben Jahren, diesmal jedoch mit dem Grundmuster des zweiten Chakras. So durchschreiten wir Jahr für Jahr eine weitere Entwicklungsstufe, die sich aus dem siebenjährigen Grundthema und den sieben einjährigen Hauptthemen zusammensetzt. Nach 5 x 7 Jahren erreichen wir etwa unsere Lebensmitte. Nach 7 x 7 Lebensjahren beenden wir einen Gesamtzyklus von 49 Jahren. Sodann beginnt mit dem 50. Lebensjahr ein völlig neuer Abschnitt, wir haben tatsächlich die Chance, noch einmal von vorne zu beginnen, diesmal jedoch auf einer »höheren Oktave« der Entwicklung. Auch jenseits der Fünfzig stehen wiederum ganz spezielle Lernschritte an, welche es zu vollziehen gilt. So beenden einige Menschen im Alter von 98 Jahren den 2. großen Durchlauf durch die menschlichen Entwicklungszyklen.

Jahr für Jahr erwartet uns ein neues Hauptthema, alle sieben Jahre ein neues Grundthema, wobei sich die Themen jeweils bestens ergänzen. Das Wissen über die Bedeutung und Aufgabe jedes Chakras weist uns den Weg, wie wir jedes einzelne Jahr auf eine für unsere Entwicklung optimale Weise nutzen können. Darüber hinaus ermöglicht es uns, die Entwicklung unserer Kinder tiefer zu verstehen und ihnen immer gerade jene Art von Zuwendungen und Anregungen zu geben, die zu einer bestimmten Zeit am wertvollsten für sie sind.

Auch auf der stofflichen Ebene vollzieht sich ein Wandel im Siebenjahresrhythmus. Vielleicht hast du schon einmal von dem biologischen Nachweis gehört, dass sich unser Körper alle 7 Jahre vollständig erneuert. Nach 7 Jahren sind alle Körperzellen durch neue ersetzt worden und wir sind physisch gesehen ein vollkommen neuer Mensch. Wenn es auf der psychischen Ebene hingegen so aussieht, als ob sich in diesen 7 Jahren eigentlich nicht viel geändert hat, so liegt es daran, dass unser Emotionalkörper mit ähnlichen Mustern beladen ist wie zu Beginn dieser Zeitperiode. Es kann jedoch auch vorkommen, dass du nach langer Zeit einem Menschen wieder begegnest und ganz erstaunt feststellst, dass er einen gewaltigen Entwicklungsschritt getan hat. Ein grundlegender Wandel ist innerhalb von 7 Jahren absolut möglich.

So möchten wir dir auf den nächsten Seiten anhand einer knapp gehaltenen tabellarischen Darstellung einen Überblick darüber vermitteln, was der Mensch in groben Zügen in jedem seiner Lebensjahre an Erfahrungen zu durchlaufen hat und für welche Einflüsse er dann besonders empfänglich ist. Im folgenden Kapitel werden wir einige Beispiele dazu näher erläutern.

Im Altertum wurde die Zahl 7 häufig als Symbol für Vollendung, Fülle und (spirituelle) Vollkommenheit benutzt. Sie galt in vielen Kulturen als heilige Zahl, und so stoßen wir noch heute in vielen religiösen Schriften, in Mythen und Märchen immer wieder auf die Zahl sieben. Auch unsere Wochen verlaufen in einem Siebener-Rhythmus. Dies ist der kleinere, immer wiederkehrende Grundrhythmus unseres Daseins. Mao Tse Tung, der große chinesische Revolutionsführer, versuchte im Rahmen der Kulturrevolution die Siebentagewoche durch eine Zehntagewoche zu ersetzen. Schon nach kurzer Zeit gab es gravierende krankheitsbedingte Ausfälle unter der Arbeiterschaft, China kehrte zur Siebentagewoche zurück.

Für manche mag es interessant sein, dass wir bereits vor unserer Geburt entsprechende Chakra-Stadien durchschreiten. Diese Entwicklung verläuft jedoch in umgekehrter Reihenfolge und beginnt somit beim Kronenchakra, durch welches die gesamte Schwangerschaft hindurch energetische Lichtströme in den Embryo einfließen. Nach der Entstehung des Stirn-, Hals-, Herz-, Solar-Plexus- und Sakral-Chakras entwickelt sich gegen Ende der Schwangerschaft schließlich das Wurzel-Chakra – das neue Menschenwesen bekommt hierdurch seine irdische Verbundenheit und ist nun bereit, in unsere Atmosphäre einzutreten.

Du magst solche Gesetzmäßigkeiten akzeptieren oder nicht, die universellen Kräfte, die dahinter stehen, wird dies nicht beeindrucken. Wir sind in allen unseren Entscheidungen frei, leben jedoch immer in gewissen sinnvollen Rahmengesetzmäßigkeiten. So bleibt es uns selbst überlassen, wie wir mit diesem Wissen umgehen.

Zur Beachtung: Bitte denke beim Lesen der Tabellen der menschlichen Entwicklungszyklen stets daran, dass du beispielsweise bereits im 25. Lebensjahr bist, wenn du 24 Jahre alt bist, oder im 39. Lebensjahr, auch wenn du gerade beispielsweise 38 wurdest u.s.w.





Die Entstehung von Blockaden in den Chakren

Unserer eigentlichen Natur nach sind wir eins mit jener Kraft, die sich in den unendlich vielfältigen Schwingungen und Gesetzmäßigkeiten, den Farben und Formen, den Düften und Klängen der gesamten Schöpfung manifestiert. Wir sind von nichts getrennt. Der innerste Kern unseres Wesens lebt in einer untrennbaren Einheit mit dem absoluten, unwandelbaren, allgegenwärtigen Sein, das wir Gott nennen und das alle Bereiche der relativen Existenz hervorgebracht hat und durchdringt. Dieses reine, unbegrenzte Sein ist seiner Natur nach Glückseligkeit.

Sobald sich der stille, in sich ruhende Ozean des göttlichen Seins in Wellen der Freude erhebt, beginnt der Tanz der Schöpfung, von dem auch wir eine Ausdrucksform sind und an dem wir über unsere feinstofflichen Körper und den physischen Leib auf allen Ebenen teilhaben können.

Das Bewusstsein der Einheit ging uns jedoch in dem Moment verloren, als wir begannen, uns allein auf die Informationen zu verlassen, die über die physischen Sinne und den rationalen Verstand zu uns kommen, um darüber unseren Ursprung und unsere göttliche Basis zu vergessen. Eine scheinbare Trennung entstand und zog die reale Erfahrung der Angst nach sich. Wir verloren das Gefühl der inneren Erfülltheit und der Geborgenheit im Leben, und begannen im äußeren Bereich danach zu suchen. Hier wurde die Sehnsucht nach vollkommener Erfüllung jedoch immer wieder enttäuscht. Diese Erfahrung ließ die Angst vor neuer Enttäuschung entstehen. Auch vergaßen wir, dass wir niemals ausgelöscht werden können, da der Tod nur eine Änderung der äußeren Form bedeutet.

Angst bewirkt immer eine Zusammenziehung, eine Kontraktion und damit eine Verkrampfung oder Blockade, die das Gefühl der Getrenntheit wiederum verstärkt und die Angst weiter wachsen lässt. Aus diesem Teufelskreis auszubrechen und die verloren gegangene Einheit wiederzugewinnen, ist das erklärte Ziel beinahe aller östlichen und westlichen spirituellen Wege.

Die Chakren sind jene Schaltstellen im Energiesystem des Menschen, in denen sich angstbedingte Blockaden vorrangig festsetzen. Weitere Blockaden finden sich auch entlang der Nadis. Diese permanent gewordenen Kontraktionen bewirken, dass die Lebensenergien nicht mehr frei fließen und unsere verschiedenen Körper mit allem versorgen können, was sie brauchen, um das Bewusstsein der Einheit wiederzuspiegeln und aufrechtzuerhalten. Wenn uns das Erleben der Getrenntheit, der Verlassenheit, der inneren Leere und der Todesfurcht veranlasst, in der äußeren Welt zu suchen, was wir nur im innersten Kern unseres Wesens finden können, machen wir uns abhängig von der Liebe und der Anerkennung anderer Menschen, von sinnlichen Genüssen, von Erfolg und materiellem Besitz. Anstatt unser Leben zu bereichern, werden diese Dinge zu Notwendigkeiten, mit denen wir versuchen, die Leere auszufüllen. Verlieren wir sie, stehen wir plötzlich vor dem Nichts, und das leise Gefühl der Angst, das fast jeden Menschen begleitet, steht wieder real vor uns. Und natürlich sind es die anderen Menschen, die uns nehmen, was wir zu unserer Erfüllung und Zufriedenheit doch so offensichtlich brauchen. Wir vergessen, dass wir alle unseren gemeinsamen Ursprung im göttlichen Sein haben und auf dieser Ebene miteinander verbunden sind. Anstatt unsere Mitmenschen zu lieben, beginnen wir, sie als Konkurrenten oder gar als Feinde zu betrachten. Schließlich meinen wir, uns schützen zu müssen, bestimmte Menschen, Situationen oder Informationen nicht an uns heran oder in uns hineinlassen zu dürfen. Wir ziehen unsere Empfangsantennen ein, um Herausforderungen nicht begegnen zu müssen und bewirken damit eine weitere Kontraktion und Blockade unserer Chakren.

Das Bedürfnis nach Anerkennung durch unsere Mitmenschen oder durch eine Gruppe, der wir uns zugehörig fühlen, ist dennoch so stark, dass wir bereit sind, unser Leben in weiten Bereichen nach den Vorstellungen bestimmter uns nahestehender Menschen oder nach allgemeingültigen, gesellschaftlichen Regeln auszurichten und unsere spontanen Gefühle zurückzuhalten, sobald sie nicht mehr in den Rahmen der Erwartungen oder Konventionen hineinpassen. Dies ist nur möglich, indem wir unsere Chakren so weit zusammenziehen, dass keine unkontrollierten Emotionen den Filter passieren können. Es kommt zu einem Energiestau im betroffenen Chakra. Da die Energien nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form ausgestrahlt werden können, werden sie verzerrt, sie durchbrechen die Barriere und entladen sich in unangemessener Weise in Form von starken, häufig negativen Emotionen oder einem übersteigerten Aktivitätsdrang.

Dies entspricht einer Yang-betonten Reaktion auf die Blockade. Da es hierbei aber noch zu einem Ausdruck der Energien kommt, können neue Energien nachfließen, wenn sie auch immer wieder auf die gleiche unangemessene Art entladen werden.

Eine eher Yin-betonte Reaktion auf die Blockierung der Chakren äußert sich in einem beinahe vollständigen Zurückhalten der Energien, wodurch der Energiefluss weitgehend ins Stocken gerät, da kein Platz für nachströmende Energie geschaffen wird. Die Folge ist eine Unterversorgung mit Lebenskraft und eine Schwäche im Ausdruck des betroffenen Chakras. Die Auswirkungen einer solchen Unterfunktion wie auch einer Überladung der einzelnen Chakren kannst du in den Chakra-Kapiteln nachlesen. Dort geben wir dir einige allgemeine Richtlinien an die Hand, von denen deine individuellen Reaktionen in manchen Punkten abweichen können, denn diese werden letztlich von den Erfahrungen bestimmt, welche die Blockade verursacht haben und die im Emotionalkörper und in geringerem Maße auch im Mentalkörper gespeichert sind.

Diese gespeicherten Erfahrungen lassen wir mit dem physischen Tod nicht hinter uns zurück. Wir nehmen sie von einer Inkarnation zur nächsten mit, bis wir sie im Laufe unserer Entwicklung aufgearbeitet haben. Sie bestimmen in großem Maße die Umstände, in die wir hineingeboren werden und die Erlebnisse, die wir in unserem neuen Leben über die Ausstrahlung unseres Emotionalkörpers unbewusst herbeiziehen.

Dennoch haben wir in jedem Leben die Möglichkeit, unsere emotionalen Strukturen bereits in der Kindheit sehr schnell aufzulösen. Bei einem Neugeborenen ist das gesamte Energiesystem noch vollkommen durchlässig und geöffnet. Dies bedeutet, dass im Prinzip jede aufs Neue geborene Seele auch eine neue Chance für ein erfüllendes Leben bekommt. Es bedeutet jedoch auch, dass sie für alle Schwingungen und Erfahrungen und damit für jede Art der Prägung offen ist.

Ein Neugeborenes kann sein Leben noch nicht bewusst mitgestalten und es kann seine Erlebnisse nicht relativieren. So ist es von dem Wohlwollen und der Fürsorge der Erwachsenen vollkommen abhängig. Hierin liegt eine große Chance und eine ebenso große Aufgabe für die Eltern.

Wir möchten dir auf den folgenden Seiten beschreiben, welche Einflüsse ein Kind in den ersten Lebensjahren braucht, um sich optimal entfalten zu können, um neue Blockaden zu vermeiden und alte Strukturen aufzulösen.

In unserer Zeit warten viele hochentwickelte Seelen auf ein geeignetes Elternpaar, bei dem sie sich inkarnieren können, ohne unnötige Blockaden anzusammeln, welche sie bei der Ausführung ihrer Aufgabe auf dieser Erde behindern könnten. Andere Seelen möchten sich in unserer Zeit des Umbruchs wieder verkörpern, da sich kaum wieder eine solche Gelegenheit bietet, zu lernen und zu wachsen.

Das folgende Wissen kann werdenden Eltern eine Hilfe sein, um einer Seele, die als ihr Kind zu ihnen kommen möchte, die besten Startmöglichkeiten mit auf den Lebensweg zu geben. Es kann aber auch jedem von uns helfen, seine eigene »Geschichte der Blockaden« besser zu verstehen und sie auf dieser Grundlage leichter aufzuarbeiten.

Bereits im Mutterleib können Ansätze für Blockaden im Energiesystem entstehen, wenn das heranwachsende Leben abgelehnt wird oder wenn die Mutter in einer andauernden Stresssituation lebt, denn ein Fötus erlebt und empfindet seine Welt in großem Maße über die Mutter. Eine liebevolle Hinwendung zu dem kleinen Wesen im Mutterleib wird sein Energiesystem mit Schwingungen versorgen, in denen es sich rundum wohl und geborgen fühlt. Wenn die Mutter die Monate der Schwangerschaft als eine glückliche und erfüllte Zeit erlebt, so hat sie damit für ihr Kind die optimalen Voraussetzungen für ein Leben geschaffen, in dem es sein Potential an Glück und Kreativität vollkommen erschließen kann.

Ein Meilenstein im Leben eines jeden Menschen ist der Augenblick der Geburt. Das Geburtserlebnis kann uns unter Umständen ein Leben lang prägen, es kann bestimmend dafür sein, ob wir die Welt als einen freundlichen und angenehmen Ort empfinden oder als hart, lieblos und kalt. Bei der Entbindung verlässt das Kind die vollkommene physische Geborgenheit, die ihm in den ersten neun Monaten seines Erdendaseins, das es in einem glücklichen Zustand der Zeitlosigkeit und der Schwerelosigkeit verbrachte, Nahrung und Schutz bot. Doch das kleine Wesen ist vorbereitet auf die Geburt und neugierig auf die Welt. So bedeutet eine natürliche Geburt, bei der Mutter und Kind nicht durch Medikamente geschwächt sind, zwar eine große Arbeit und Anstrengung, aber keinen Schock für das Kind. Worauf es jedoch in keiner Weise vorbereitet ist, ist die Trennung von der Mutter unmittelbar nach der Geburt. Solange es den schwingungsmäßig vertrauten Körper der Mutter weiterhin spürt und in die gewohnten Energieschwingungen ihrer Aura eingebettet ist, ist es bereit, sich voller Vertrauen den neuen Erlebnissen zu öffnen.

Darüber hinaus lässt der körperliche Kontakt mit der Mutter unmittelbar nach der Geburt eine tiefe Bindung zwischen Mutter und Kind entstehen, die in Fachkreisen als »Bonding« bezeichnet wird. Ein Strom von liebevollen Gefühlen, von positiver emotionaler Energie fließt automatisch und ohne bewusstes Zutun von der Mutter zu ihrem Neugeborenen hin und reißt nicht ab, solange ihr Körper das Kind spürt oder es zumindest in ihrer emotionalen Aura bleibt. Er erfüllt die kleine Seele mit Vertrauen und Freude. Interessanterweise entwickeln auch Väter zu ihrem Baby einen innigeren Kontakt und mehr intuitives Verständnis, wenn sie bei der Geburt dabei waren, es berühren und streicheln durften.

Wird das Neugeborene jedoch nach der Geburt von der Mutter entfernt, so erfährt es einen tiefen Schmerz der Trennung und der Einsamkeit. Solange die Mutter bei einer Trennung dem Neugeborenen bewusst ihre liebevollen Gefühle und Gedanken sendet, wird noch ein Kontakt aufrechterhalten und das Kind ist nicht vollständig von der Energieversorgung durch die Mutter abgeschnitten. Wendet sie sich jedoch anderen Dingen zu oder ist sie durch Medikamente müde und empfindungslos, so wird auch dieser Kontakt unterbrochen.

Das kleine Wesen spürt seine Hilflosigkeit in einer unbekannten, kalten Welt, in der es sich ohne die schützende, wärmende Gegenwart der Mutter vollkommen alleingelassen fühlt. Dieses Erlebnis ist so überwältigend, dass das Energiesystem des Kindes in der Regel nicht in der Lage ist, die erschreckenden Gefühle zu verarbeiten und eine tiefgreifende Prägung erfährt, die eine erste Blockierung der Energien zur Folge hat.

Die Blockade zeigt sich vorrangig im Bereich des Wurzel-Chakras. Im vorangegangenen Kapitel haben wir die Lebensrhythmen im Lichte der Chakra-Lehre beschrieben. Aus der beigefügten Tabelle kannst du ersehen, dass im ersten Lebensjahr sowohl vom siebenjährigen Grundthema, als auch vom einjährigen Hauptthema her die Energien des Wurzel-Chakras erschlossen werden. Neben der Meisterung der physischen und materiellen Welt, die mit dem aufrechten Gang gegen Ende des ersten Jahres seinen ersten Höhepunkt erfährt, steht in dieser Zeit die Bildung des Urvertrauens im Vordergrund. Dieses Urvertrauen ist die Basis für eine vollständige und angstfreie Entfaltung aller angelegten Möglichkeiten im Menschen. Darüber hinaus werden vom Wurzel-Chakra aus über die Kundalini-Kraft alle anderen Zentren mit Lebensenergie versorgt. So wirkt sich eine Blockade des Basis-Chakra im gesamten Energiesystem aus. Es ist kein Zufall, dass die Psychologie das erste Lebensjahr als das wichtigste im Leben eines Menschen überhaupt bezeichnet.

In dieser Zeit, in der das Kind vorrangig über den physischen Körper Erfahrungen sammelt, braucht es vor allem den Körperkontakt zur Mutter, zeitweise auch zum Vater oder zu anderen vertrauten Personen.

In diesem Alter hat das Kind noch keinen Zeitbegriff. Wenn es aus Einsamkeit oder aus Hunger weint, so weiß es nicht, ob dieser Zustand je ein Ende finden wird und es gerät leicht in Verzweiflung. Wird sein Verlangen hingegen immer sofort gestillt, so bildet sich in ihm das Vertrauen, dass diese Erde ihre Kinder mit allem versorgt, was wir zur Erhaltung unseres Körpers und zur Befriedigung unserer physischen Bedürfnisse brauchen. Das Kind kann sich auf der physischen wie auch auf der feinstofflichen Ebene den nährenden und schützenden Energien öffnen, die unser Mutterplanet für uns bereit hält.

Beinahe alle Naturvölker besitzen ein intuitives Wissen über diese Zusammenhänge. Sie tragen ihre Babys bis zum Krabbelalter ständig in einem Tuch am Körper bei sich und legen es auch nicht ab, wenn das beständige Schaukeln das kleine Wesen in den Schlaf gewiegt hat. Wenn das Kind zu krabbeln beginnt, nehmen sie es immer sofort hoch, sobald das Kind es wünscht. Nachts liegen die Kinder neben der Mutter im Bett und wann immer sie Hunger verspüren, ist die Brust der Mutter da. Die strahlenden Augen und zufriedenen Gesichter dieser glücklichen kleinen Wesen sprechen für sich. Die Kinder dieser Völker weinen sehr selten und sind früh bereit, soziale Verantwortung zu übernehmen.

Wenn sich eine Mutter auch bei uns nur im ersten Lebensjahr in dieser Weise ganz ihrem Kind widmen und ihre eigenen Bedürfnisse so lange zurückstellen würde, hätte sie ihm das beste Potential für sein Leben mitgegeben. Wir denken, dass sich diese Investition wirklich lohnt. Der automatische Fluss der Liebe und Freude, der durch den ständigen Körperkontakt mit dem Kind bei der Mutter ausgelöst wird, ist eine reiche Entschädigung für die vielen kleinen Dinge, die sie in dieser Zeit vielleicht nicht tun kann.

Verliert ein Kind die Gefühle des Urvertrauens, der Sicherheit, der Erfüllung und Geborgenheit, so wird es beim Heranwachsen immer mehr im äußeren, materiellen Bereich danach suchen. Es wird Beziehungen zu Dingen anstatt zu Menschen aufbauen. Das beginnt bei den Kuscheltieren, die als Ersatz für menschliche Nähe und Wärme herhalten müssen. Später verlangt es nach immer neuem Spielzeug und Süßigkeiten, auf der unbewussten Suche nach etwas, das dieses leise nagende Gefühl der Leere vertreibt. Und als Erwachsener sind es die schönen Kleider, das Auto, die Möbel und vielleicht das eigene Haus, wie auch die berufliche oder gesellschaftliche Stellung, an die die meisten Menschen ihr Herz hängen in der Hoffnung, dadurch das in der Kindheit abhanden gekommene Gefühl der Sicherheit und Erfülltheit zurückzugewinnen. Unsere Konsumgesellschaft könnte ohne diese ungestillten Bedürfnisse der großen Mehrzahl ihrer Mitglieder nicht existieren.

Doch es nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die erkannt haben, dass das Erlebnis innerer Geborgenheit und Zufriedenheit nicht durch materielle Güter erreicht werden kann. Sie begeben sich auf eine innere Suche und hier liegt tatsächlich die einzige Chance, das verloren gegangene Paradies, das die meisten von uns mit der Geburt verlassen haben, wiederzufinden.

Im zweiten Lebensjahr kommt zum Grundthema des Wurzel-Chakras, das sich über die ersten sieben Lebensjahre erstreckt, ein neues einjähriges Hauptthema hinzu. Das heranwachsende Kind tritt mit den Energien des zweiten Chakras in Kontakt. Die zärtliche Berührung, das Streicheln und Liebkosen nehmen neben dem reinen Körperkontakt nun an Bedeutung zu. Das Kind beginnt, seine Sinnlichkeit zu entdecken und seine Empfindungen und Emotionen bewusster zu erfahren und auszudrücken. Jetzt treten auch allmählich die Inhalte des Emotionalkörpers, die aus früheren Leben mitgebracht wurden, in Erscheinung. Es sind zunächst die sehr grundlegenden emotionalen Strukturen, die das Kind im zweiten Lebensjahr durchlebt.

Es ist nun sehr wichtig, dass die Eltern nicht versuchen, dem Kind eine bestimmte Haltung aufzuzwingen, denn dann beginnt es, Emotionen zurückzuhalten und in einer Form zu erstarren. Wenn das Kind hingegen lernt, seine Emotionen einfach nur zu erleben, ihr Vorhandensein zu akzeptieren und spielerisch mit ihnen umzugehen, könnte es alle negativen emotionalen Prägungen in kurzer Zeit auflösen.

Die Eltern sollten verstehen, dass ein Kind in diesem Alter keine Negativität zum Ausdruck bringt. Ist es zornig, so nur deshalb, weil ein natürliches Bedürfnis enttäuscht wurde. Das wütende Schreien oder Losschlagen löst die entstandene Blockade und befreit das Kind davon. Den meisten Eltern fällt es jedoch schwer, ihr Kind in seinem emotionalen Ausdruck ganz und gar zu akzeptieren, da sie selbst mit sich nicht im Reinen sind. Sie haben ihr Kind lieb, wenn es dies tut und jenes lässt und vermitteln ihm damit die Botschaft: »So wie du bist, bist du nicht gut genug.«

Das Kind übernimmt die Haltung des Urteilens von den Eltern, und da es ihre Liebe nicht verlieren will, verdrängt es die ungeliebten Anteile seiner selbst. Dies hat eine tiefgreifend energetische Wirkung zur Folge. Fehlt es darüber hinaus an sinnlicher Stimulation, so entsteht ein Mangel an Urvertrauen im emotionalen Bereich und das Sakral-Chakra wird blockiert.

Dem Erwachsenen fällt es dann schwer, seine natürlichen Emotionen zu akzeptieren und auszudrücken. Um etwas empfinden zu können, braucht er grobe, sinnliche Reize, und er entwickelt die Tendenz, andere Menschen als Objekte zu betrachten, die seiner Befriedigung dienen.

Das dritte Lebensjahr bringt das kleine Menschenwesen mit den Energien des Solar-Plexus-Chakras in Kontakt. Der emotionale Ausdruck wird differenzierter und die Ausführungen, die wir im Zusammenhang mit dem zweiten Lebensjahr gegeben haben, gelten nun in besonderem Maße. Das Kind will sich jetzt als eigenständige Persönlichkeit erproben, seinen Einfluss kennen lernen und immer wieder »nein« sagen, um zu schauen, was dann wohl passiert.

Wenn zwischen Eltern und Kind ein Machtkampf besteht, weil die Eltern meinen, das Kind nur erziehen zu können, indem sie ihm ihren Willen aufzwingen, so findet er im dritten Lebensjahr seinen ersten Höhepunkt. Fühlt sich das Kind jetzt in seiner erwachenden Persönlichkeit nicht geliebt und akzeptiert, werden die Energien des Solar-Plexus-Chakras blockiert. Als Erwachsener fehlt ihm dann das Vertrauen und der Mut, seine individuelle Persönlichkeit zu leben, sein Dasein nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und auch aus negativen Erfahrungen zu lernen. Stattdessen wird er sich anpassen oder versuchen, seine Welt zu kontrollieren.

So geht die Reise des kleinen Menschenwesens weiter durch die Energien der verschiedenen Chakren hindurch. Wir möchten es jedoch bei diesen Beispielen belassen. Anhand der Aufstellung der Lebenszyklen und der Beschreibung der einzelnen Chakren kannst du den weiteren Weg leicht selbst nachvollziehen.

Bei all diesen Ausführungen sollten wir immer bedenken, dass wir selbst es sind, die sich die Umstände unserer Wiedergeburt ausgesucht haben. Wir haben uns bei einem bestimmten Elternpaar inkarniert, um zurechtgeschliffen zu werden, um Erfahrungen zu sammeln, die unsere Seele braucht, damit sie sich in Richtung Vervollkommnung entwickeln kann.

Wohl die wenigsten von uns sind zu Eltern gekommen, die ein so tiefes Verständnis und so viel uneigennützige Liebe besaßen, dass unter ihren liebevollen und kundigen Händen die letzten begrenzenden Strukturen im Emotionalkörper dahingeschmolzen sind. Dies bedeutet nichts anderes, als dass es in diesem Leben unsere Aufgabe und Bestimmung ist, jene verständnisvolle Liebe zu uns selbst zu entwickeln, welche die Blockaden in uns löst und die ungeliebten, verdrängten Anteile unserer Seele erlöst. Ohne sich dessen bewusst zu sein, sind unsere Eltern die ersten Lehrmeister, die uns durch ihr Verhalten auf unsere Schwächen hinweisen, so dass wir aus dem Schmerz und dem Gefühl des Mangels heraus schließlich nach Wegen suchen, die innere Ganzheit zurückzuerlangen. Später übernehmen diese Aufgabe andere Menschen und Lebenssituationen, die wir unbewusst herbeiziehen und die als Spiegel für jene seelischen Anteile in uns dienen, die wir in den Schattenbereich unserer Psyche verdrängt haben.

Im folgenden Kapitel möchten wir dir die Möglichkeiten aufzeigen, mit deren Hilfe du die Blockaden in den Chakren lösen und zu dem Erlebnis der inneren Einheit zurückfinden kannst.

Die Auflösung von Blockaden

Es gibt grundsätzlich zwei Wege, um befreiend und harmonisierend auf unsere Chakren einzuwirken. Der erste Weg besteht darin, die Chakren Energieschwingungen auszusetzen, die den Frequenzen nahe kommen, in denen ein harmonisch funktionierendes und blockadefreies Chakra natürlicherweise schwingt. Diese Energieschwingungen finden wir zum Beispiel in reinen, leuchtenden Farben, in Edelsteinen, in Klängen und ätherischen Ölen sowie in den Elementen und den vielfältigen Ausdrucksformen der Natur. Die praktische Anwendung dieser Mittel haben wir in den Therapie-Kapiteln dieses Buches beschrieben.

Sobald in unsere Chakren Frequenzen einfließen, die höher und reiner sind, als es ihrem derzeitigen Zustand entspricht, beginnen sie schneller zu schwingen und die langsameren Frequenzen der Blockaden lösen sich schrittweise auf. Neue Lebensenergien können von den Energiezentren aufgenommen und nun ungehindert an die feinstofflichen Körper weitergeleitet werden. Es ist, als ob eine frische Brise durch unser Energiesystem weht. Das einströmende Prana lädt den Ätherleib auf, der die Energie wiederum an den physischen Leib weitergibt. Es strömt in den Emotionalkörper und den Mentalkörper ein, wodurch sich auch hier die Blockaden zu lösen beginnen, da ihre Schwingungen langsamer sind, als die der einfließenden Energie. Schließlich werden die Nadis des gesamten Energiesystems von Lebensenergie durchpulst, Körper, Geist und Seele beginnen höher zu schwingen und Gesundheit und Freude auszustrahlen.

Wenn bei diesem Prozess der Reinigung und Läuterung die gestauten Energien freigesetzt werden, treten ihre Inhalte noch einmal in unser Bewusstsein. Hierbei können wir die gleichen Empfindungen aufs Neue durchleben, welche die Blockade verursacht haben – unsere Ängste, unseren Zorn und unsere Schmerzen. Körperliche Krankheiten können ein letztes Mal an die Oberfläche kommen, bevor sie ganz bereinigt werden. Während dieser Vorgänge fühlen wir uns möglicherweise unruhig, gereizt oder auch sehr müde. Sobald die Bahnen für die Energien frei sind, kehren eine tiefe Freude, Gelassenheit und Klarheit in uns ein.

Viele Menschen haben jedoch nicht den Mut, durch die notwendigen Läuterungsprozesse hindurchzugehen. Oft fehlt ihnen auch einfach das Wissen darüber und sie interpretieren die auftretenden Erfahrungen als einen Rückschritt in ihrer Entwicklung.

Tatsächlich werden die Blockaden in unserem Energiesystem nur in dem Maße bereinigt, wie wir von unserer Gesamtentwicklung her bereit sind, den ungeliebten und verdrängten Anteilen unseres Selbst ins Antlitz zu schauen und sie durch unsere Liebe zu erlösen. Und hiermit kommen wir zu dem zweiten Weg, den wir am Beginn dieses Kapitels erwähnt haben. Er sollte den beschriebenen ersten Weg der direkten Aktivierung und Reinigung der Chakren ständig begleiten, ist in sich selbst aber gleichzeitig eine eigenständige Möglichkeit, unser gesamtes Energiesystem zu harmonisieren und von Blockaden zu befreien.

Dieser Weg ist die innere Haltung des bedingungslosen Annehmens, das zu einer vollkommenen Entspannung führt. Ent-Spannung stellt das Gegenteil und das Gegenmittel zur Ver-Spannung, Verkrampfung, Blockade dar. Solange wir irgendeinen Bereich in uns bewusst oder unbewusst abwehren, solange wir uns selbst beurteilen und damit Teile unseres Selbst ver-urteilen und zurückweisen, wird eine Spannung aufrechterhalten, die eine vollständige Entspannung und damit die Lösung der Blockaden verhindert.

Wir sind immer wieder Menschen begegnet, die sagten, sie könnten sich nicht entspannen. Diese Menschen brauchen selbst in ihrer Freizeit und im Urlaub ständig Ablenkung oder Aktivität, und wenn sie einmal nichts tun, geht immer noch der innere Dialog weiter. Sobald sie äußerlich zur Ruhe kommen, spüren sie eine innere Unruhe. Der Selbstheilungsmechanismus ist bei diesen Personen so aktiv, dass sich die Blockaden sofort zu lösen beginnen, sobald etwas Ruhe in das Energiesystem einkehrt. Da die betroffenen Menschen diesen Mechanismus jedoch nicht verstehen, flüchten sie immer wieder in die Aktivität, und unterdrücken damit die Aufarbeitung und Bereinigung der blockierten Energien.

Andere Menschen kapseln sich in ihrem Mentalkörper ab, um der Konfrontation mit den Inhalten ihres Emotionalkörpers zu entgehen. Bei diesen Menschen laufen alle Erlebnisse über den Verstand. Sie analysieren, interpretieren und kategorisieren, gehen aber niemals mit ihrem ganzen Wesen in eine Erfahrung hinein.

Manchmal sind wir auch auf Menschen getroffen, die eine Öffnung der Chakren zu erzwingen versuchten, indem sie beispielsweise bestimmte Übungen des Kundalini-Yoga übermäßig und ohne Anleitung praktizierten, und sodann von den unbewussten Inhalten des jeweiligen Chakras überschwemmt wurden. Durch den Versuch, diese Inhalte zurückzudrängen, können neue, manchmal tiefere Blockaden entstehen. Auch kommt es nicht selten vor, dass jemand, der sich auf einen spirituellen Weg begeben hat, nur seine höheren Chakren aktiviert und die Blockaden in den unteren Chakren unbewusst aufrechterhält, da er sich mit den freiwerdenden Inhalten nicht identifizieren will. Einem solchen Menschen mögen wunderbare Erlebnisse aus den Bereichen seiner höheren Chakren zuteil werden, und dennoch mag er tief in sich einen Mangel oder eine Leere spüren. Bedingungslose Freude, das Gefühl der vollkommenen Lebendigkeit und der Geborgenheit im Leben können nur entstehen, wenn alle Chakren gleichermaßen geöffnet sind und ihre Frequenzen auf der höchsten ihnen möglichen Ebene schwingen.

Die Haltung des vorbehaltlosen Annehmens erfordert jedoch sehr viel Ehrlichkeit und Mut. Ehrlichkeit bedeutet in diesem Zusammenhang die Bereitschaft, uns mit allen Schwächen und Negativitäten zu sehen und nicht so, wie wir uns gerne sehen möchten. Mut ist die Bereitschaft, das Geschaute anzunehmen und zu akzeptieren. Es ist der Mut, zu allem ja zu sagen, ohne irgend etwas auszuschließen.

Wir haben die Urteile über uns von unseren Eltern übernommen, um uns ihrer Liebe zu versichern. Wir haben bestimmte Emotionen und Wünsche in uns unterdrückt, um den Erwartungen der Gesellschaft, einer Gruppe oder auch einem Bild von uns selbst zu entsprechen. Dies aufzugeben bedeutet, innerlich völlig auf uns selbst gestellt zu sein und, wie wir irrtümlich glauben, die Liebe und Anerkennung der anderen zu verlieren. Es ist jedoch allein der Akt der Zurückweisung, der Negation, durch den die Energien in uns negative Ausdrucksformen annehmen. Die unterdrückten Emotionen werden nur deshalb »böse«, weil wir sie ablehnen, anstatt ihnen mit Liebe und Verständnis zu begegnen. Je heftiger sie zurückgewiesen werden, desto »böser« und quälender werden sie, bis wir sie irgendwann durch unsere Liebe aus ihrem Gefängnis befreien.

Hinter jeder Gefühlsregung steht letztendlich die Sehnsucht, den ursprünglichen, paradiesischen Zustand der Einheit zurückzuerlangen. Sobald wir uns jedoch der vorherrschenden Sichtweise der Welt anpassen und nur die äußere, durch unsere physischen Sinne und den rationalen Verstand wahrnehmbare Ebene der Wirklichkeit als real akzeptieren, wird aus diesem Wunsch nach Einswerdung, nach Vereinigung mit dem Leben ein Besitzenwollen. Unser Verlangen, einen Menschen, eine Position, Liebe und Anerkennung sowie materielle Güter zu besitzen, wird jedoch immer wieder enttäuscht, oder führt auf Dauer nicht zu der erwarteten Erfüllung, die nur durch ein inneres Einssein erlangt werden kann.

Aus Angst vor neuer Enttäuschung halten wir unsere Energien zurück – unser Energiesystem wird blockiert. Nachströmende Energien werden durch die Blockade verzerrt und äußern sich als negative Emotionen, die wir häufig wiederum zu unterdrücken und zurückzuhalten versuchen, damit wir die Zuneigung unserer Mitmenschen nicht verlieren.

Diesen Kreislauf können wir unterbrechen, indem wir unseren Emotionen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Im gleichen Moment beginnen sie sich zu verwandeln, denn wir erkennen schließlich, dass sie einfach Energien sind, die aus der Sehnsucht nach Einswerdung entstanden sind, und in ihrem ursprünglichen Ausdruck blockiert wurden. Sie werden nun zu einer Kraft, die uns auf dem Weg der Ganzwerdung weiterhilft.

Eine einfache Analogie kann diese Zusammenhänge verdeutlichen. Wenn du vor einem Menschen Angst hast und ihn zurückweist, wirst du ihn niemals in seinem ganzen Wesen kennen lernen. Schenkst du ihm hingegen deine Aufmerksamkeit und lässt ihn deine bedingungslose Liebe spüren, so wird er sich allmählich für dich öffnen. Du wirst erkennen, dass hinter seinen negativen Verhaltensweisen, die du verurteilt hast, nichts anderes als die enttäuschte Sehnsucht nach Erfüllung steht. Dein Verständnis wird ihm helfen, den Weg zu einer wirklichen Erfüllung zu beschreiten. In dieser Analogie ergeht es deinen Emotionen nicht anders als diesem Menschen.

Die beschriebene Haltung des vorurteilslosen Annehmens entspricht der Einstellung unseres Höheren Selbst. In dem wir sie bewusst für uns übernehmen, öffnen wir uns für die Schwingungsebene des inneren Führers in uns und übergeben ihm die Aufgabe, uns zu einem vollständigen Heil- und Ganzsein zu leiten.

Das Höhere Selbst ist jener Teil unserer Seele, der uns mit dem Göttlichen Sein verbindet. Es ist nicht begrenzt von Raum und Zeit. Daher hat es jederzeit Zugang zu dem Gesamtwissen, welches das Leben im Universum wie auch unser persönliches Leben betrifft. Wenn wir uns seiner Führung anvertrauen, leitet es uns auf dem geradesten und direktesten Weg zur inneren Einheit und die Blockaden in unserem Energiesystem werden auf so sanfte Weise gelöst, wie es irgend möglich ist.

Wenn wir diese Zusammenhänge verstehen, können wir die in diesem Buch beschriebenen Therapieformen zu einer optimalen Wirksamkeit führen. Lasse immer alle Erfahrungen zu, die während der Ausführung einer Therapie auftreten, auch und gerade wenn sie im Moment unangenehm oder negativ erscheinen, schenke ihnen deine neutrale Aufmerksamkeit und deine Liebe und übergib sie innerlich der heilenden Kraft deines Höheren Selbst.

Es gibt Meditationsformen, die dir helfen können, diese Haltung des Annehmens einzuüben, Blockaden zu lösen und die Selbstheilungskräfte deines Höheren Selbst zuzulassen. Eine dieser Meditationstechniken, die wir dir aus eigener Erfahrung empfehlen können, ist die Transzendentale Meditation, auch kurz TM genannt. Hierbei wird das Bewusstsein völlig mühelos und ohne jede Anstrengung oder Konzentration auf dem direktesten Weg zu der Erfahrung des reinen Seins geführt. Dieser Prozess wird von einer zunehmenden Entspannung begleitet, in der sich die blockierten Energien von selbst lösen. Die freiwerdenden Gedanken und Emotionen werden nicht zurückgewiesen, sondern immer wieder durch die Erfahrung zunehmender Entspannung und Freude ersetzt. Mit dieser Meditation hast du ein wunderbares und höchst wirksames Instrument in der Hand, das bei richtigem Gebrauch schon für sich allein einen Weg darstellt, deine Chakren auf harmonische Weise zu aktivieren, dein Energiesystem von Blockaden zu reinigen und dein volles geistig-seelisches Potential zu erschließen. Diese Meditationsform ist jedoch nur durch einen qualifizierten Lehrer zu erlernen. Im Anhang findest du eine Adresse, wo du bei Interesse einen Lehrer in deiner Nähe erfragen kannst.

Auch andere Arten der Meditation können eine Hilfe auf deinem Weg sein. Achte jedoch darauf, dass bei der Meditation deiner Wahl die Gedanken und Gefühle nicht beurteilt und zurückgewiesen werden, sondern als Teil des notwendigen Reinigungsprozesses integriert sind. Selbst bei den wirksamsten und natürlichsten Formen der Meditation kann es geschehen, dass sich aus Gewohnheit immer wieder ein Urteilen einschleicht. Auch werden die Erfahrungen, die aus der Lösung der Blockaden resultieren, häufig unbewusst verdrängt, da sie als unangenehm empfunden werden. Dadurch kann die Unbefangenheit verloren gehen und die Meditation an Wirksamkeit einbüßen. Ein ausgebildeter Lehrer kann hier helfen, die ursprüngliche Meditationserfahrung wiederzufinden.

Sobald du gelernt hast, dich selbst ganz und gar zu lieben und zu akzeptieren, strahlst du diese Schwingungen über deine Aura aus und ziehst in der äußeren Welt entsprechende Erfahrungen und Erlebnisse herbei. Das bedeutet, dass du die Liebe und Anerkennung der anderen, deren Verlust du vielleicht befürchtet hattest, erst jetzt wirklich gewinnst. Sie beginnen, dich so zu schätzen, wie du deinem wirklichen Wesen nach bist und bewundern dich womöglich für deinen Mut, ganz du selbst zu sein. Echte Liebe und Gemeinsamkeit werden erst unter diesen Voraussetzungen möglich.

Wir möchten nun noch einen letzten Punkt im Zusammenhang mit dem Thema dieses Kapitels erwähnen. Auf deinem Weg zu einer ganzheitlichen Entwicklung kann es Phasen geben, in denen deine Chakren verhältnismäßig weit geöffnet sind, ohne dass du schon alle Blockaden gelöst hast. Du bist dann sehr empfänglich für Energien, die in den Bereich deiner Aura treten, strahlst aber noch nicht so viel lichtvolle Kraft aus, dass du nur förderliche Energien herbeiziehst oder negative Schwingungen in deiner Umwelt neutralisieren kannst.

Wenn du dich nun in einer angespannten Atmosphäre aufhältst, in der Schwingungen von Unzufriedenheit, Feindseligkeit oder Aggressivität vorherrschen, können deine Chakren mit negativen Energien belastet werden oder sich zusammenziehen, um sich vor diesen Einflüssen zu schützen. In beiden Fällen ist eine Unterversorgung mit positiver Lebensenergie die Folge.

Sobald sich die Energiefelder von zwei Menschen berühren oder überschneiden, findet ein unmittelbarer Austausch und eine gegenseitige Beeinflussung der Energien statt. Wir nehmen den anderen unbewusst energetisch wahr, ob wir es wollen oder nicht. Wenn ein Mensch uns spontan sympathisch oder unsympathisch ist, so liegt das zu einem überwiegenden Teil an den Energieschwingungen, die wir in seiner Aura spüren. Spüren wir Angst, Unzufriedenheit oder Zorn, so beeinflussen diese Schwingungen nicht nur unser Bild von ihm, sondern auch unser eigenes Energiesystem. Wenn du dich ohne äußerlichen Grund in der Gegenwart eines Menschen angespannt oder unwohl fühlst und vielleicht sogar das Gefühl hast, dass sich alles in dir zusammenzieht, so liegt der Grund dafür in der Ausstrahlung seiner Aura. Spürst du in der Aura eines Menschen hingegen Freude, Liebe und Gelassenheit, so wirst du dich in seiner Gegenwart besonders wohl fühlen, auch wenn du kein Wort mit ihm wechselst.

Bei einer Gruppe von Menschen, die zu einem bestimmten Zweck zusammengekommen ist, kann die entstehende Kollektivaura eine so starke Wirkung ausüben, dass jedes Mitglied der Gruppe davon erfasst wird. Denken wir nur an die mitreißende Stimmung, die bei den Zuschauern eines Fußballspiels so häufig entsteht.

Wenn sich andererseits eine Gruppe zur gemeinsamen Andacht oder Meditation zusammenfindet, kann der Einzelne auf viel höhere Bewusstseinsebenen emporgetragen werden, als es seinem normalen Entwicklungsstand entspricht.

Auch Orte haben ihre eigene Ausstrahlung, da Materie Schwingungen speichern kann. Dies geschieht in besonders hohem Maße in geschlossenen Räumen.

Wir denken, dass es im Umgang mit kleinen Kindern besonders wichtig ist, diese Zusammenhänge zu verstehen. Das Energiesystem dieser kleinen Wesen ist noch vollkommen empfänglich für alle Arten von Energieschwingungen. Es reagiert besonders sensibel auf jeden liebevollen Gedanken und jedes Gefühl der Freude, aber auch auf Spannungen, Streit und Aggressivität in seiner Umgebung. Hier stellt die körperliche Nähe zu einem Elternteil oder einer vertrauten Bezugsperson einen wertvollen Schutz dar, wenn das Kind beispielsweise beim Einkaufen fremden Schwingungen ausgesetzt wird. Die Aura des Erwachsenen wirkt wie ein Puffer, der negative Schwingungen abfängt. Auch aus diesem Grund sollte ein Kind lieber getragen werden, als in einem Kinderwagen liegen.

Als Erwachsene können wir sehr viel dazu beitragen, dass unsere eigenen Chakren, wie auch die Chakren unserer Kinder, entspannt und geöffnet bleiben. Wenn wir auch grundsätzlich jene Schwingungen und Situationen herbeiziehen, die unserer eigenen Energieausstrahlung entsprechen, so besitzen wir doch einen gewissen Freiraum, unser Leben auch äußerlich bewusst zu gestalten. So können wir beispielsweise an Aktivitäten teilnehmen, bei denen eine Atmosphäre von Freude und Liebe entsteht, wir können Orte aufsuchen, die eine positive, erhebende Energie ausstrahlen, und wir können unser eigenes Zuhause in einen solchen Ort verzaubern. Ansprechende Farben, Blumen, Düfte und entspannende Musik tragen viel zu einer harmonischen und lebensfördernden Atmosphäre bei. Mit der Wahl des Fernsehprogramms, Gesprächen und Aktivitäten in unseren vier Wänden können wir weitere Akzente setzen und eine Atmosphäre schaffen, in der sich das Energiesystem jedes Menschen, der sich darin aufhält, von negativen Einflüssen erholen und entspannen kann.

Auch auf der inneren Ebene kannst du einiges tun, um dich speziell vor ungewollten Einflüssen aus der Umwelt zu schützen. So empfehlen wir dir, bei der Chakra-Therapie der Öffnung des Herz-Chakras deine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, denn die nach außen strahlende Liebe ist in der Lage, alle negativen Schwingungen zu neutralisieren, beziehungsweise zu verwandeln. Hierin liegt eine besondere Herausforderung, zusammen mit anderen Fähigkeiten auch deine Liebe zu entfalten.

Mit der Entwicklung des Herz-Chakras wirst du darüber hinaus mehr und mehr die positiven Seiten in anderen Menschen erkennen und wertschätzen und automatisch nur diese Schwingungen in dich hineinlassen. Durch deine Wertschätzung werden diese Qualitäten gleichzeitig in deinem Gegenüber gestärkt und belebt. So kann jede Begegnung zu einer Bereicherung für beide Seiten werden.

Ein aktives nach außen Strahlen stellt in jedem Fall einen guten Schutz dar. Sobald du gelernt hast dich anzunehmen, wie du bist, und deine Energien offen ausstrahlst, können äußere negative Schwingungen nicht in den entstehenden Strahlenkranz eindringen. Auch wenn du innerlich vollkommen entspannt und gelassen bleibst, werden Spannungen in der Atmosphäre keine Resonanz in dir finden und sich nicht festsetzen oder dich negativ beeinflussen.

Wir sind uns natürlich bewusst, dass diese Fähigkeiten eine recht fortgeschrittene Entwicklung voraussetzen. So möchten wir dir noch einige einfache Möglichkeiten nennen, mit denen du dich vor ungewollten Einflüssen schützen kannst, um negative Energien fernzuhalten.

Wenn du dich in einer Situation schützen, oder deinen eigenen Einfluss verstärken möchtest, so stelle dir vor, dass du Licht über dein Kronen-Chakra in deinen Körper hineinziehst und lass es sodann mit Hilfe deiner Vorstellung aus deinem Solar-Plexus-Chakra wieder ausstrahlen und deinen Körper in einen schützenden Mantel aus Licht einhüllen, welcher alle dunklen Einflüsse auflöst. Du kannst dir die Licht-Ausstrahlung aus dem Solar-Plexus-Chakra auch kraftvoll wie bei einer Dusche oder einem Wasserwerfer vorstellen, der sämtliche negativen Schwingungen hinwegfegt.

Einen sehr wirksamen Schutz stellen auch die ätherischen Öle dar, die du zu diesem Zweck direkt auf die Chakren auftragen solltest. Sie füllen deine Aura mit ihrer reinen Ausstrahlung und neutralisieren Spannungen und disharmonische Einflüsse, die von außen in deine Aura hineinstrahlen (siehe dazu auch Seite 197).

Ein Bergkristall, den du bei dir trägst, verstärkt die Lichtqualität und die schützende Strahlkraft deiner Aura. Seine Wirkung ergänzt sich sehr gut mit dem Einfluss der ätherischen Öle.

Auch Seidenunterwäsche stellt einen energetischen Schutz dar und ist besonders bei Babys und Kleinkindern zu empfehlen. Wenn du dich einmal durch einen plötzlichen Schrecken, Schock oder Ärger sehr verspannt hast, so möchten wir dir eine wirksame Möglichkeit empfehlen, mit der du die gestauten Energien sofort wieder abbauen kannst. Stelle dich mit leicht gespreizten Beinen hin und spanne einige Sekunden lang alle Muskeln so stark wie möglich an. Wenn du alleine bist, schreie dabei so laut du kannst, ansonsten lasse einfach die Luft mit einem kräftigen Druck der Lungen heraus. Wiederhole diese Übung, bis du dich besser fühlst. Sie löst die Blockaden, die entstanden sind, weil dein Energiesystem die plötzliche Erfahrung nicht verarbeiten konnte. Wenn es dir gut tut, kannst du dich anschließend kräftig recken und strecken wie nach einem tiefen, erholsamen Schlaf. Es ist interessant, dass bei manchen Menschen das Phänomen der Muskelanspannung spontan in der Meditation auftritt, und zwar in jenen Körperregionen, in denen sich gerade Blockaden lösen wollen. Dies ist ein deutliches Zeichen für die Nützlichkeit und Wirksamkeit dieser Übung.

Darmowy fragment się skończył.

Gatunki i tagi

Ograniczenie wiekowe:
0+
Objętość:
271 str. 70 ilustracji
ISBN:
9783864102950
Wydawca:
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania:

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