Czytaj książkę: «Wild Guide Skandinavien»

Czcionka:

WILD

GUIDE

SKANDINAVIEN

NORWEGEN, SCHWEDEN, DÄNEMARK UND ISLAND

SCHWIMMEN, CAMPEN, KANUFAHREN

IN EUROPAS GRÖSSTER WILDNIS

Ben Love

Aus dem Englischen von Juliane Zaubitzer

Inhalt

Karten

Regionen

Vorwort

Orientierung & Sicherheit

Jedermannsrecht

Skandinavische Tierwelt

HIGHLIGHTS

Wild Camping

Wild Swimming & heiße Quellen

Kanu- & Kajaktouren

Strände & Küsten

Historisch & heilig

Kulinarisches

Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und Mitternachtssonne

DIE LÄNDER

Norwegen

Schweden

Island

Dänemark

Karten & Literatur

Dank

Regionen


Norwegen


Lofoten S. 40


Nördlich des Polarkreises liegt eine Inselgruppe mit dramatischen Klippen, atemberaubenden Gebirgspanoramen und einsamen weißen Sandstränden, umgeben vom azurblauen Meer. Genießen Sie das milde Sommerwetter mit einem Bad im Meer unter der Mitternachtssonne.


Narvik S. 50

Die Hafenstadt, eingebettet in den schönen Ofotfjord und umrahmt von spektakulären Bergen, ist Ausgangspunkt für Wander- und Paddeltouren. Erleben Sie, wie die Samen auf Bergfarmen ihre Rentieren hüten, lernen Sie, Körbe aus Birkenrinde zu flechten, und übernachten Sie an der Küste in einer Öko-Lodge mit Rasendach.


Hurtigruten S. 60

Historischer Seeweg entlang der atemberaubend schönen norwegischen Küste von Bergen bis an die russische Grenze. Mieten Sie an Bord eine Kabine oder steigen Sie nach Lust und Laune in den abgelegenen Hafenstädtchen aus, um auf eigene Faust die Küste zu erkunden.


Jotunheimen S. 72

Das „Land der Riesen“ mit 29 der höchsten Gipfel Norwegens verdankt seinen Namen der nordischen Mythologie. Ob prächtige Wasserfälle, Gletscher, Fjorde oder Gebirgspässe, die Kulisse ist atemberaubend. Übernachten Sie auf einem Bergbauernhof und kosten Sie den Biokäse oder besichtigen Sie eine der vielen Stabkirchen.


Røros S. 80

Hoch in den Bergen liegt Røros, eine kleine Bergarbeiterstadt und UNESCO-Weltkulturerbe. Besuchen Sie den Nationalpark und übernachten Sie in einer der vielen Berghütten oder unternehmen Sie mit einer Kutschfahrt durch die charmanten Holzdörfer aus dem 16. und 17. Jahrhundert eine Reise in die Vergangenheit.


Bergensbanen S. 88

Spektakuläre Zugstrecke, die aus Oslo mitten ins skandinavische Gebirge führt und dann über ein Hochplateau hinunter bis nach Bergen. Sie können auch die dramatischere Abfahrt über eine Nebenstrecke wählen oder ein Fahrrad leihen und genüsslich über den autofreien Rallarvegen bergab radeln.


Sørlandets Kysten S. 100

Die Mischung aus Wasserfällen, Stränden, Felsküste und eine ungewöhnliche Geologie – zu der auch Brujfell gehört, ein komplett natürlicher Wasserpark – macht die „Riviera Norwegens“ zu einem tollen Sommerziel. Überqueren Sie den Gjeveden-See mit einem Holzfloß oder übernachten Sie in einem einsamen Leuchtturm.

Schweden


Kiruna, Lappland S. 110


Für manche ist diese weite, unendlich schöne Landschaft Europas letzte echte Wildnis. Schwimmen Sie unter der Mitternachtssonne, erklimmen Sie Schwedens höchsten Berg, erleben Sie das nördliche Polarlicht. Fahren Sie mit dem Kanu über die Seen und campen Sie am Ufer, schwitzen Sie in einer Holzsauna.


Inlandsbanan S. 120

Entdecken Sie auf der Fahrt in die Tundra einsame Dörfer und Landstriche. Der Weg ist das Ziel, und so hält der Lokführer auch gern mal an, um auf wilde Tiere wie Elche und Bären aufmerksam zu machen. Probieren Sie geräucherte Forelle aus dem Vojmån, und suchen Sie am Ufer des Ljusnan nach Schwarzen Kohlröschen.


Åre Fjällen S. 130

Berge, Flüsse und einige der imposantesten Wasserfälle Schwedens nähren ein ganzes Netzwerk aus Seen, perfekt für Kanutouren. Sammeln Sie Moltebeeren, probieren Sie den Birkenwein aus der Region und übernachten Sie in einer gemütlichen Berghütte.


Höga Kusten S. 140

Atemberaubende Landschaft, berühmt für ihre steilen Klippen, mit ausgezeichneten Wanderwegen, einsamen Stränden und unbewohnten Inseln. Unerschrockene können mit dem Kanu geheime Höhlen entdecken, im Leuchtturm übernachten oder die berühmt-berüchtigte schwedische Spezialität, vergorener Hering, probieren.


Dala-Floda S. 148


Gut erschlossene, dennoch verwunschene, historische Region, wo die Mädchen zur traditionellen Fidel um den Maibaum tanzen. Hier sagen sich Wolf und Luchs noch gute Nacht. Lassen Sie sich von den roten Holzhäusern verzaubern, machen Sie eine romantische Kutschfahrt und baden Sie in den unzähligen Seen.


Stockholmer Schärengarten S. 158

Eine kurze Bootsfahrt von der schwedischen Hauptstadt, und man befindet sich im Herzen der über 30.000 Inseln dieses spektakulären Archipels. Man kann schnorcheln, schwimmen und Kanu fahren, aber auch Edelsteine finden, Burgruinen und ein altes Labyrinth – alles verbunden durch einfache Personenfähren.


Tjörn S. 170

Malerische Insel, die sich wunderbar mit einem geliehenen Kajak erkunden lässt. Campen Sie auf den umliegenden unbewohnten Inseln, versorgen Sie sich in den kleinen Häfen mit Lebensmitteln und lassen Sie sich den frischen Fisch schmecken. Landeinwärts findet man Wildblumenwiesen und Überreste der Bronze- und Wikingerzeit.


Österlen S. 178

Hier spielen die beliebten Wallander-Bücher und -Filme. Idyllische Küstenlandschaft, reich an Hinkelsteinen und Felszeichnungen. Machen Sie eine gemütliche Radtour, baden Sie an weißen Sandstränden, campen Sie in den Dünen und kosten Sie die Erzeugnisse der vielen Biohöfe – zum Beispiel leckeren Apfelwein.

Island


Südwesten & Reykjavik S. 190


Region mit riesigen Wasserfällen, schwarzen Sandstränden, Vulkankratern, Gletschern und heißen Quellen. Geysire speien kochendes Wasser 40 Meter hoch in die Luft, und Sie können in einem Spalt zwischen zwei Kontinentalplatten schnorcheln. Zu den ungewöhnlichen Delikatessen gehört u. a. Gammelhai!


Nordwesten S. 204

Der Nordwesten erstreckt sich vom eisbedeckten Vulkan der Halbinsel Snæfellsnes (Ausgangspunkt für Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“) bis zu den einsamen Westfjorden. Hier gibt es zahlreiche heiße Quellen, oft in herrlicher Küstenlage und mehr Wildpferde als Menschen.


Nordosten S. 214

Vulkan-Region mit dem mächtigsten Wasserfall Europas (Dettifoss), Gletscherflüssen, die tiefe Schluchten gegraben haben, und vergletscherten Berggipfeln. Erkunden Sie brodelnde Schlammtöpfe, unterirdische Quellen und kolossale Lavagebilde, bevor Sie sich in einem erholsamen Thermalbad entspannen.


Südosten S. 222

Islands unberührteste Region mit einer einsamen Küstenstraße, die an einer blau leuchtenden Lagune vorbeiführt, in der Eisberge treiben, und an Vatnajökull, dem größten Gletscher Islands. Suchen Sie am schwarzen Sandstrand nach Eisdiamanten und duschen Sie unter einem dampfenden Wasserfall.

Dänemark


Seelands Küste & Kopenhagen S. 232


Auf Seeland befindet sich auch Kopenhagen. Von der Hauptstadt gelangt man locker mit dem Fahrrad an einen der vielen langen Sandstrände. Verbringen Sie ein langes Wochenende am Meer, tauchen Sie in die Geschichte der Wikinger ein und lassen Sie sich die Biokost im Café Fuglebjerggaard schmecken.


Fünen S. 240

Entdecken Sie die idyllische und magische Insel Fünen in einem Planwagen und erkunden Sie dann mit dem Kajak die 96 Inseln vor der Südküste. Campen Sie stilvoll in einer der vielen trendigen, von Architekten entworfenen Hütten.


Nordjütland S. 246

Die nördliche Region der Halbinsel Jütland mit ihren Dünen und weißen Sandstränden eignet sich perfekt für einen entspannten Sommerurlaub mit frischem Fisch, herrlichen Sonnenuntergängen und Bernsteinsuche am Strand. Leihen Sie sich ein Fahrrad und besuchen Sie eine der vielen Ruinen, Museen und Wikingerstätten.


Bornholm & die Südseeinseln S. 258

Bornholm und die dänischen Südseeinseln Ærö, Langeland, Lolland, Falster und Møn haben einen ganz eigenen Charakter und können mit Fähre und Fahrrad erkundet werden. Schon auf Bornholm gibt es Burgruinen, prähistorische Grabstätten, Sandstrände, steile Klippen und Wälder zu erkunden.

Vorwort

Die skandinavischen Länder und Island sind durch ihr gemeinsames sprachliches und kulturelles Erbe eng miteinander verbunden und, bis auf Dänemark, Heimat der größten, noch unberührten Wildnis Europas. Schweden und Norwegen allein sind schon so groß, dass man ihnen nicht in einem einzigen Reiseführer gerecht werden könnte. Bei diesen beiden Ländern konzentrieren wir uns auf acht Regionen beziehungsweise ausgewählte Routen. Die Auswahl soll Ihnen einen Vorgeschmack auf die verschiedenen Landstriche geben, die Schweden und Norwegen zu bieten haben.

Die deutlich kleineren Länder Dänemark und Island wurden in vier geografische Regionen unterteilt. Jede Region – und das gilt für alle Länder – hat einen klaren Fokus auf ein bestimmtes Fortbewegungsmittel oder eine bestimmte Aktivität. Diese Vorschläge bieten die Möglichkeit, Orte zu entdecken, an denen weitere Abenteuer warten. Das Buch ist hauptsächlich für den Sommerurlaub gedacht, aber viele Regionen in Skandinavien und Island sind das ganze Jahr über eine Reise wert.

Von Feuer und Eis geformte Landschaften

Die Landschaft des skandinavischen Festlands ist hauptsächlich durch Gletscherbildung in der letzten Eiszeit und deren Nachwehen entstanden. Am offensichtlichsten ist dies bei Seen und Fjorden, aber es gibt auch andere Beispiele für die Gletscherlandschaft. Die schwedische Steilküste beispielsweise hebt sich immer noch mit einer Geschwindigkeit von 8 mm pro Jahr. Dieses Phänomen nennt sich postglaziale Landhebung und entsteht dadurch, dass die Erkruste nicht mehr vom Gewicht des Eises runtergedrückt wird. Sie wird sich weiter heben, bis ein Gleichgewicht erreicht ist. Allein in dieser Region hat sich das Land seit der letzten Eiszeit 800 Meter gehoben.

Island ist in geologischer Hinsicht dagegen ein viel jüngeres Land. Außerdem liegt es an der Grenze zweier auseinanderdriftender tektonischer Platten – der Eurasischen und der Nordamerikanischen – direkt über einem Hotspot namens „Island-Plume“. Die seismische Aktivität an dieser Grenze vor etwa 16 bis 18 Millionen Jahren ist wahrscheinlich verantwortlich für die Entstehung der isländischen Landmasse, die durch zahlreiche Vulkane und heiße Quellen geprägt ist.

Sprache und Kultur

Dänen, Schweden und Norweger können sich gegenseitig verstehen, während das moderne Isländisch sich kaum vom Altnordisch der ursprünglichen Siedler im 9. Jahrhundert unterscheidet. Die Länder weisen viele kulturelle Ähnlichkeiten auf, wie gemeinsame Bräuche und Feste, gleichzeitig gibt es aber durchaus Unterschiede. Oft bilden diese die Grundlage stereotyper Witze und freundschaftlicher Rivalitäten zwischen den Nationen.

Im Norden von Schweden und Norwegen, deren gemeinsame Grenze ein Gebirgsgrat bildet, trifft man die indigenen Samen. Ihr Lebensraum erstreckt sich bis nach Finnland und zur russischen Halbinsel Kola. Die Samen, die ihre eigene Sprache und eigenen Bräuche beibehalten haben, leben traditionell von der Rentierwirtschaft und vom Fischfang. Die meisten Familien haben das Nomadenleben inzwischen aufgegeben und sind auf Rentierfarmen sesshaft geworden.

Friluftsliv

Hinter dem Konzept des Friluftsliv („Leben an der frischen Luft“) steht die skandinavische Lebensphilosophie von der Verbundenheit mit der Natur. Draußen zu sein, an der frischen Luft, im Einklang mit Natur und Landschaft, steht dabei im Zentrum. Der Begriff ist relativ neu und wurde zum ersten Mal 1859 vom norwegischen Dichter Henrik Ibsen verwendet, doch das Konzept an sich ist viel älter. Wenn Sie die freie Natur Skandinaviens erkunden wollen, nehmen Sie sich vorher die Zeit, ein wenig über die Vorzüge des Friluftsliv zu lesen.


Genuss auf Skandinavisch

Im Buch findet sich eine Auswahl an außergewöhnlichen Ess- und Schlafgelegenheiten. Im Allgemeinen werden Cafés und Restaurants mit regionaler Küche empfohlen, die Zutaten aus biologischer oder nachhaltiger Landwirtschaft verwenden.

Die aufgelisteten Schlafgelegenheiten sind entweder originell, besonders geeignet für Outdoor-Abenteuer oder erfordern Ortskenntnisse, um sie zu finden. In Gegenden, wo sich spektakuläres Campen in der Wildnis anbietet, sind entsprechend weniger Übernachtungsmöglichkeiten aufgeführt.

Das Buch enthält viele Tipps zum Beeren- und Pilzesammeln, aber auch zum Angeln. Die Verwendung einheimischer, traditioneller, saisonaler Erzeugnisse in der modernen Küche hat sogar einen Namen – New Nordic Cuisine –, und es schmeckt köstlich!

Aus Liebe zu dieser Region habe ich die skandinavischen Sprachen erlernt und viele Jahre damit verbracht, die spektakuläre Landschaft zu erkunden. Ich bin sicher, Sie werden das wilde Skandinavien mit seiner faszinierenden Kultur und Geschichte ebenfalls lieben lernen.

Ben Love

adventure@wildthingspublishing.com

Orientierung

Jedes wilde Fleckchen lässt sich anhand von Karten und Wegbeschreibungen finden, aber um sicher dort anzukommen, benötigen Sie die Angaben zu Breiten- und Längengrad. Die Koordinaten werden in Dezimalgraden angegeben (WGS84) und können direkt in jeden internetbasierten Kartendienst, wie z. B. Google, Map. krak.dk (Dänemark), Kartor.eniro.se (Schweden) oder Ja.is/kort (Island) eingegeben werden. Drucken Sie die Karte aus, bevor Sie aufbrechen, oder machen Sie einen Screenshot, für den Fall, dass Sie dort keinen Empfang haben. Sie können die Koordinaten auch in Ihr GPS, Ihr Navi (Dezimalgrade aktivieren) oder Ihr Handy eingeben, falls es über GPS verfügt. Die geschätzten Zeiten gelten nur für jeweils eine Strecke, nicht für Hin- und Rückweg.

Wildnis, Sicherheit & Verantwortung

1.Bedenken Sie, dass manche der empfohlenen Gegenden extrem abgelegen sind. Deshalb immer die passende Ausrüstung dabeihaben sowie Umgebungskarten und einen Kompass, und Dritte gegebenenfalls informieren, wo man ist und wann man zurückkommt. Tipps, für die man einen erfahrenen Führer braucht (z. B. Gletscherwanderungen), sind gekennzeichnet.

2.Informieren Sie sich über die Zugangsrechte im jeweiligen Land (siehe Informationen am Ende des Buches).

3.Bleiben Sie in den isländischen Vulkangebieten auf den Wegen und beachten Sie die Sicherheitswarnungen.

4.Befolgen Sie die Sicherheitshinweise für die Fahrt auf Gebirgsstraßen. Flüsse nur mit einem entsprechenden Fahrzeug durchqueren und Straßensperrungen respektieren.

5.Informieren Sie sich über das Wetter vor Ort, bevor Sie in einsame Gegenden aufbrechen.

6.Beachten Sie, dass scheinbar ruhige Flüsse und Seen plötzlich in einen Wasserfall münden können. Vor dem Schwimmen prüfen.

7.Für Norwegen und Schweden reichlich Mückenschutz einpacken.

8.Hinterlassen Sie nichts als Ihre Fußspuren.

Jedermannsrecht

Die skandinavischen Länder und Island haben eine jahrhundertealte Tradition namens Jedermannsrecht. Man darf sich überall in der Natur frei bewegen, solange man niemanden stört und nichts kaputt macht. In Naturschutzgebieten wie den Nationalparks gibt es allerdings Einschränkungen, z. B. dass man mit dem Fahrrad nur auf den markierten Wegen fahren darf.

Fürs Angeln braucht man eine Erlaubnis.

Norwegen (Allemannsrett) Nicht bewirtschaftetes Land ist für jedermann zugänglich. Ackerland darf man nur betreten, wenn es gefroren und schneebedeckt ist. Auf nicht bewirtschaftetem Land darf man, mindestens 150 m vom nächsten Wohnhaus entfernt, überall bis zu zwei Tage zelten. Kanufahren und Schwimmen ist in Flüssen, Seen (nicht aber in Trinkwasser-Reservoiren) und im Meer erlaubt. Beeren- und Pilzesammeln ist erlaubt.

Schweden (Allemansrätt) Man darf überall zelten, außer in privaten Gärten, unmittelbarer Nachbarschaft von Wohnhäusern und auf Anbauflächen. Beeren- und Pilzesammeln ist ebenfalls erlaubt (bis auf geschützte Arten). Kanufahren und Schwimmen ist (wenn nicht ausdrücklich verboten) in Flüssen, Seen und im Meer erlaubt.

Island (Almannarétt) Man darf Privatgrundstücke ungefragt durchqueren, solange keine Verbotsschilder aufgestellt sind. Öffentliches Land ist für jedermann zugänglich. Fahren im Gelände ist nur erlaubt, wenn Schnee liegt. Kanufahren und Schwimmen ist (wenn nicht ausdrücklich verboten) in Flüssen, Seen und im Meer erlaubt. Auf nicht bewirtschaftetem Land kann man für eine einzige Nacht bis zu drei Zelte aufschlagen (wenn es keine gegenteiligen Hinweise gibt). Beeren- und Pilzesammeln ist für den unmittelbaren Verzehr erlaubt.

Dänemark (Offentlighedens adgang til naturen) Dünen, Strände und öffentliche Wälder sind frei zugänglich. Nicht bewirtschaftetes Land, das nicht eingezäunt ist, darf tagsüber betreten werden, unabhängig davon, wem es gehört. Wald in Privatbesitz darf nur auf Straßen und Wegen betreten werden, und Pilze und Beeren darf man nur auf öffentlichem Land sammeln. Wild Camping ist erlaubt, aber nur an ausgewiesenen Orten. Kanufahren und Schwimmen in Flüssen, Seen und im Meer ist erlaubt.

Für mehr Informationen siehe die Links am Ende des Buches.

Skandinavische Tierwelt

Die meisten Touristen kommen wegen der spektakulären Natur nach Skandinavien – Fjorden, schneebedeckten Bergen, immergrünen Nadelwäldern. Der skandinavischen Fauna wird dabei oft zu wenig Beachtung geschenkt. Während es die meisten Wildlife-Touristen immer noch auf den afrikanischen Kontinent zieht, richten die ersten Pioniere ihre Ferngläser und Kameras inzwischen jedoch auch gen Norden.

Skandinavien hat eine reiche Tierwelt, und obwohl die Natur unter der Ausbeutung durch Forstwirtschaft und Bergbau leidet, steigt die Zahl der Säugetiere, vor allem der großen Raubtiere. Der Wolf beispielsweise war in Skandinavien nach jahrhundertelanger Jagd ausgerottet. Aber in den 1980er Jahren sind einige aus Finnland und Russland zurückgekehrt, und inzwischen gibt es wieder über 500 Wölfe, die meisten davon in Mittelschweden.

Das typischste der nordischen Tiere ist vielleicht der majestätische Elch, der fast überall auf dem schwedischen und norwegischen Festland zu finden ist. Ebenso kultig sind die Rentiere, und bis heute hüten die indigenen Samen in den meisten Teilen Nordschwedens und Norwegens halbdomestizierte Rentierherden. Wilde Rentiere findet man nur noch in den Bergen Südnorwegens.

Skandinavien hat seine eigenen „Big Five“, die man allerdings selten zu Gesicht bekommt. Dazu zählen Wolf, Vielfraß, Luchs, Braunbär und Steinadler. Braunbären findet man in großen Teilen Schwedens und Norwegens, sie sind aber durch Überjagung bedroht. Steinadler und Seeadler dagegen haben sich in den vergangenen Jahren wieder stark vermehrt.

Weitere faszinierende Tierarten sind der Europäische Biber in Schweden und Ostnorwegen, der Polarfuchs in Nordnorwegen, Schweden und Island und riesige Papageitaucher-Kolonien an den Küsten Islands und Nordnorwegens.

Das größte aller Säugetiere an Land ist der Moschusochse, den man im Nationalpark Dovrefjell-Sunndalsfjella in Norwegen sehen kann. Dieser Bestand wurde 1932 und 1947 wieder angesiedelt und besteht inzwischen aus rund 200 Tieren. Im Sommer leben sie typischerweise in Gruppen aus 10 bis 15 Tieren, und eine dieser Gruppen ist nach Härjedalen in Schweden gezogen.

Skandinavien besitzt auch einen unglaublichen Reichtum an Meeressäugetieren, und Island und Nord-Norwegen gehören zu den besten Orten Europas, um Pottwale, Weißschnauzendelfine und Orcas zu beobachten.

Tipps zur Beobachtung wilder Tiere

1.Jahreszeit – Verhaltensmuster verändern sich im Lauf des Jahres.

2.Lebensraum – Im Sommer sind z. B. Wiesen und Lichtungen am besten geeignet, um Elche zu beobachten.

3.Tageszeit – Wann frisst das Tier? Wann schläft es? Wann trinkt es? Morgengrauen und Abenddämmerung eignen sich meist am besten.

4.Leise sein – aufmerksam lauschen.

5.In Windrichtung stehen – damit die Tiere Ihren Geruch nicht wahrnehmen.

6.Unsichtbar sein – Tragen Sie neutrale Farben und halten Sie Abstand. Suchen Sie sich einen guten Beobachtungsposten und warten Sie.

7.Ausrüstung – Fernglas und Kamera.

8.Ortskenntnisse – Nehmen Sie sich einen einheimischen Führer oder erkundigen Sie sich.

Marcus Eldh, Gründer von Wild Sweden

www.wildsweden.com


Highlights
Wild Camping

In Schweden, Norwegen und Island darf man so ziemlich überall zelten (mit ein paar Vorbehalten – siehe S. 18), und es gibt so manche spektakuläre Location.

Zelten Sie an einem Fluss oder See und beginnen Sie den nächsten Tag mit einem erfrischenden Bad oder suchen Sie sich ein Fleckchen mit fantastischer Aussicht. Es ist genug Platz für alle. Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, liegen die schönen Plätze in der Regel nicht weit ab von der Straße.

Wenn das Wetter gut ist und es keine Mücken gibt, können Sie auch unter freiem Himmel schlafen. Deshalb Schlafsack und Isomatte nicht vergessen. Vergewissern Sie sich, dass Sie keine Spuren hinterlassen, wenn Sie einen Rastplatz verlassen.


Kvalvika Bucht (Norwegen, Lofoten 1)
Bunes Beach (Norwegen, Lofoten 3)
Nationalpark Femundsmarka (Norwegen, Røros 7)
Haugastøl (Norwegen, Bergensbanen, 14)
Besseggen (Norwegen, Jotunheimen 13)
Kungsleden (Schweden, Kiruna Lappland 19)
Naturschutzgebiet Vålådalen (Schweden, Åre Fjällen 18)
Nationalpark Þingvellir (Island, Südwesten & Reykjavik 31)
Nationalpark Thy (Dänemark, Nordjütland 26)

Highlights
Wild Swimming & heiße Quellen

In den skandinavischen Ländern und Island badet man im Sommer in der freien Natur, in kristallklaren Flüssen oder Seen mit einsamen Inseln. Viele der abgelegenen Flüsse, Seen und Strände haben Sprungbretter und ähnliche Extras. Natürlich gibt es noch entlegenere Badestellen, an denen man ungestört nackt baden und sich auf warmen, glatten Felsen in der Sonne trocknen kann.

In Island findet man überall heiße Quellen, manche an spektakulären Locations. Außerdem finden sich mancherorts natürliche Erlebnisbäder mit warmem Wasser, Rutschen und blubbernden Wasserbecken. Und man hat die einzigartige Möglichkeit, in einem Spalt zwischen zwei Kontinentalplatten zu schwimmen.


Nissedal (Norwegen, Sørlandets Kysten 8)
Lappforsen (Schweden, Åre Fjällen 1)
Ullån (Schweden, Åre Fjällen 4)
Lilla Askerön (Schweden, Tjörn 3)
Reykjadalur (Island, Südwesten & Reykjavík 9)
Silfra (Island, Südwesten & Reykjavik 33)
Krossnes (Island, Nordwesten 22)
Stóragjá (Island, Nordosten 3)
Kaldbakslaug (Island, Nordosten 4)
Hveragil (Island, Südosten 5)


Highlights
Kanu & Kajak

Die zahlreichen geschützten Archipele in Skandinavien bieten fantastische Möglichkeiten für Kanu- und Kajaktouren. Nehmen Sie Ihre Campingausrüstung mit, um auf einer einsamen Insel oder an einem einsamen Strand zu zelten.

Überall wo man gut paddeln kann, gibt es auch die Möglichkeit, Boote und Ausrüstung zu leihen. Paddle-Lappland in Kiruna kümmert sich auch um die Organisation aufwändigerer Touren. Sie können sich sogar zu einem Fluss oder See fliegen lassen, mitsamt Kajak oder Kanu, das in einem Netz unter dem Hubschrauber baumelt. In Island eignen sich Meer und Seen wunderbar für Kajaktouren, Flüsse jedoch erfordern beträchtliche Wildwasser-Erfahrung: fast alle haben spektakuläre Stromschnellen oder Wasserfälle.

Wundervolle Abenteuer kann man in jedem dieser Länder erleben, unabhängig von Können oder Erfahrung, und nichts ist schöner, als sich treiben zu lassen.


Reine Kayaking (Norwegen, Lofoten 6)
Tømmerrennene (Norwegen, Røros 10)
Vistas Paddle (Schweden, Kiruna, Lappland 6)
Laddjujokka (Schweden, Kiruna, Lappland 7)
Ottsjön (Schweden, Åre Fjällen 9)
Harpikön (Schweden, Dala-Floda 6)
Norra Stavsudda (Schweden, Stockholmer Schärengarten 34)
Stora Dyrön (Schweden, Tjörn 9)
Stigfjorden (Schweden, Tjörn 12)
Dänische Südsee (Dänemark, Fünen 6)

Highlights
Strände & Küsten

Wenn man an weiße Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser denkt, kommt einem nicht als Erstes Schweden, Norwegen oder Dänemark in den Sinn, dabei gibt es dort kilometerlange einsame Strände und Küstenparadiese.

Dänemark besteht aus 400 Inseln, und der nächste schöne Sandstrand ist niemals weit – dasselbe gilt für Südschweden.

Die isländischen Strände besitzen schwarzen Vulkansand, wogegen der weiße Sand und das azurblaue Meer der norwegischen Lofoten ein ganz besonderes Licht erzeugen. Die glatten Felsküsten des Stockholmer Schärengartens, der schwedischen West- und norwegischen Südküste bieten fantastische Höhlen und Strände – kurz gesagt, man hat die Qual der Wahl.


Sandnessjøen (Norwegen, Hurtigruten 12)
Geiranger (Norwegen, Hurtigruten 6)
Sandvika (Norwegen, Sørlandets Kysten 4)
Knäbäckshusen Strand (Schweden, Österlen 1)
Hvítserkur (Island, Nordwesten 31)
Diamantstrand (Island, Südosten 7)
Røsnæs (Dänemark, Seelands Küste & Kopenhagen 13)
Kandestederne (Dänemark, Nordjütland 6)
Møns Klint (Dänemark, Bornholm & die Südseeinseln 13)
Hammeren (Dänemark, Bornholm & die Südseeinseln 14)

Highlights
Historisch & heilig

An historischen und kulturellen Hinterlassenschaften ebenso reich wie an Mythen und Traditionen, gibt es in diesen Ländern viel zu sehen. Entdecken Sie prähistorische Schiffssetzungen und Steinkreise, Grabmäler und Festungen der frühen Siedler.

Die ersten Stabkirchen in Norwegen stammen noch aus der Wikingerzeit, und man findet darin eine faszinierende Mischung aus Bildern der nordischen Mythologie und christlichen Symbolen. Es gibt auch eine Pilgerstraße durch Schweden und Norwegen, die durch sehr schroffe, aber schöne Landstriche führt. In Island werden manchen heiligen Quellen heilende Eigenschaften zugesprochen.

Viele dieser Orte besitzen eine ganz besondere Atmosphäre und eine wundervolle, unberührte Umgebung. Nehmen Sie sich die Zeit, innezuhalten und in sich zu gehen.


Stabkirche Urnes (Norwegen, Jotunheimen 4)
Gräberfeld von Pilane (Schweden, Tjörn 17)
Havängsdösen (Schweden, Österlen 6)
Järrestads Hällristningar (Schweden, Österlen 18)
Kungagraven (Schweden, Österlen 19)
Glavendrupstenen (Dänemark, Fünen 9)
Mårhøj Jættestue (Dänemark, Fünen 10)
Troldkirken (Dänemark, Nordjütland 14)
Krosslaug (Island, Südwesten & Reykjavik 15)
Goðafoss (Island, Nordosten 10)


Highlights
Kulinarisches

Reisen bedeutet immer auch Neues probieren, und die ausgewählten Tipps verwöhnen entweder mit ganz frischen Zutaten oder mit Gerichten, die eng mit Tradition und Kultur des jeweiligen Landes verbunden sind.

Bei so viel Wald und unberührter Natur gibt es reichlich wilde Beeren und Pilze, und wahrscheinlich entdecken Sie im Sommer bei jedem Spaziergang Blau- und Moltebeeren. Viele Restaurants ernten ihre Zutaten selbst, und die Speisekarten vermitteln einen guten Eindruck davon, was zur jeweiligen Jahreszeit gedeiht.

In Küstennähe gibt es natürlich ausgezeichneten Fisch, und nichts ist besser, als sich vom Kajak aus die eigene Mahlzeit zu fangen. In den Bergen bekommen Sie wahrscheinlich Rentier und Seesaibling serviert.

Wenn Sie experimentierfreudig sind, probieren Sie doch eines der ungewöhnlicheren Gerichte. In Island bieten sich Schafskopf oder Gammelhai an, in Schweden der etwas genießbarere vergorene Hering.


Valbjør Gard (Norwegen, Jotunheimen 20)
Lap Dånalds (Schweden, Kiruna, Lappland 29)
Vilhelmina Norra (Schweden, Inlandsbanan 44)
Restaurant Flamman (Schweden, Åre Fjällen 30)
Kolåsen Fjällstation (Schweden, Åre Fjällen 33)
Surströmming (Schweden, Höga Kusten 18)
Wålstedts Trädgård (Schweden, Dala-Floda 25)
Tjöruhusið (Island, Nordwesten 32)
Restaurant Kadeau (Dänemark, Bornholm & Südseeinseln 19)

Highlights
Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Mitternachtssonne

Wenn man um die Sommersonnenwende herum den Polarkreis überquert, geht die Sonne niemals unter, und die Polarsonne taucht nachts alles in ein ganz besonderes, warmes Licht.

Das sorgt für verblüffende Fotos, und es gibt ein paar ganz spezielle Orte, um dieses Phänomen zu erleben. Auch direkt unterhalb des Polarkreises bleibt es nachts hell, sodass man die langen Tage voll auskosten kann. Weiter südlich (bzw. nach der Sommersonnenwende) bekommt man spektakuläre Sonnenaufgänge und -untergänge geboten. Kommen Sie zeitig oder schlagen Sie für doppelten Genuss gleich Ihr Zelt auf.


Horseid Strand (Norwegen, Lofoten 2)
Narvikfjellet (Norwegen, Narvik 6)
Midnattsolstigen (Schweden, Kiruna, Lappland 13)
Aurora Sky Station (Schweden, Kiruna, Lappland 21)
Bergstation Låktatjåkko (Schweden, Kiruna Lappland 31)
Högbonden Fyr (Schweden, Höga Kusten 21)
Hamneberget (Schweden, Tjörn 21)
Ales Stenar (Schweden, Österlen 15)
Grímsey (Island, Nordosten 14)
Rubjerg Knude (Dänemark, Nordjütland 17)


NORWEGEN

LOFOTEN
Die perfekte Woche

Springen Sie über die Ziegenhörner des Svolværgeita.

Erklimmen Sie den Gipfel des Higravstinden – den höchsten Punkt der Lofoten.

Surfen Sie über den Polarkreis und relaxen Sie danach in einem Hot Pot.

Campen Sie in der Kvalvikabucht, bei einem knisternden Lagerfeuer aus Treibholz.

Beobachten Sie die Seeadler im Trollfjord bei der Jagd.

Fahren Sie vor Henningsvær mit den Seehunden Kajak.

Erfahren Sie im Freilichtmuseum mehr über die Fischergemeinde auf den Lofoten.

Verbringen Sie die Nacht in einer einsamen Berghütte.

Streicheln Sie auf Vaerøy einen Norwegischen Lundehund.

Schwimmen Sie unter der Mitternachtssonne im Meer.

Charakteristisch für die vielen Inseln der Lofoten sind ihre aufregenden Gipfel, kleinen Buchten und weißen Sandstrände vor der Kulisse des türkisfarbenen Meeres. Obwohl sie über dem Polarkreis liegen, kann es hier im Sommer sehr warm werden, und dank der Mitternachtssonne setzt die Dunkelheit der Abenteuerlust keine Grenzen.

Hinkommen ist ganz leicht: Man fliegt direkt zu dem kleinen Flughafen in Svolvær oder alternativ nach Bodø auf dem Festland und nimmt von dort die Fähre. Diese hält unterwegs an den einsamen Inseln Værøy und Røstlandet.

Die E10 verbindet alle Hauptinseln durch ein beeindruckendes Netz aus Tunneln und Brücken. Die Straße ist eine Panoramastraße und an sich schon ein Abenteuer – Sie werden ständig anhalten, um den atemberaubenden Blick in sich aufzunehmen. Deshalb eignet sich die Strecke auch hervorragend für eine Fahrradtour.

Fischfang ist seit Jahrhunderten der Hauptwirtschaftszweig der Inseln. Von Mitte Februar bis Ende April wandert der Dorsch in großer Zahl von den nährstoffreichen Gebieten der Barentssee zu den Laichgründen in der Nähe der Lofoten. Der Fisch wird traditionell gefangen und auf großen Gestellen zum Trocknen aufgehängt. Mehr darüber erfährt man im Norwegischen Fischereimuseum. Es überrascht nicht, dass Fisch auch in der regionalen Küche eine wichtige Rolle spielt.

Die Küste lässt sich wunderbar mit dem Kajak erkunden, das man vielerorts leihen kann. Viele der Strände kann man nur vom Meer aus erreichen oder sie erfordern einen langen Fußmarsch, deshalb hat man die atemberaubend schönen Strände oft für sich allein.

Zelten kann man überall, aber wenn man ein richtiges Bett will, sind der Klassiker auf den Lofoten alte Fischerhütten (Rorbuer). Ein Ende der Hütte liegt über dem Wasser, sodass man den Tag mit einem erfrischenden Bad im Meer beginnen kann. Im Sommer kann man leicht vergessen, dass man sich über dem Polarkreis befindet.

STRÄNDE

1 KVALVIKA STRAND

Einer der malerischsten Strände auf den Inseln. Die Surfer-Doku Nördlich der Sonne wurde hier gefilmt, und die Hütte, die in dem Film gebaut wurde, steht noch. Campen Sie vor den Dünen am türkisblauen Meer, mit einem tosenden Lagerfeuer aus Treibholz. Sie werden nie wieder weg wollen.

Von der E10 (südlich von Ramberg) auf die FV808 nach Moskenesøya und hinter der Brücke links Richtung Fredvang. Der Straße ca. 3 km folgen bis zum roten Bootshaus links und gleich dahinter rechts parken (68.0695, 13.1305). Von dort führt ein Weg zum Strand.

1 Std., 68.0776, 13.0982

2 HORSEID STRAND

Schmaler Keil aus weißem Sand zwischen hohen Bergen mit Grasflächen zum Campen. Treibholz zum Feuermachen gibt es reichlich, aber Sie sollten frisches Wasser mitbringen. Sonst müssen Sie einen der Berge hochlaufen, bis Sie auf sauberes Wasser stoßen. Gehen Sie bis zum Ende des Strandes und klettern Sie rechts ein kleines Stück hoch. Nah am Meer und zugleich sehr geschützt, ist dies der beste Platz zum Campen.


Vom Hafen in Reine die Fähre nach Kjerkfjorden (67.9924, 13.0137) nehmen. Am Ende des Piers rechts. Nach 100 m sieht man links ein Schild. Dem Weg 3,5 km zum Strand folgen. Reinefjorden Fähre, +47 76 092090. www.reinefjorden.no

2 Std., 68.0220, 12.9923

3 BUNES STRAND

Schöner einsamer Strand unter der Westwand des Helvetestinden, perfekt, um der Zivilisation zu entfliehen. Im Spätsommer schöne Sonnenuntergänge. Normalerweise reichlich Treibholz für Lagerfeuer, und ein Wasserfall spendet frisches Wasser. In Vindstad gibt es keine Möglichkeit, Proviant zu kaufen, man muss also alles mitbringen – obwohl man sich sein Abendessen natürlich selber angeln kann. Schön zum Campen.


Vom Hafen in Reine die Fähre nach Vindstad (67.9578, 13.0037) nehmen. Von dort dem Weg durchs Dorf und den Fjord entlang 2 km folgen. Am Ende des Dorfes links dem Schild nach Bunes folgen. Reinefjorden Fähre. +47 76 092090. www.reinefjorden.no

1 Std. vom Dorf, 67.9778, 12.9665

4 RAMBERGSTRAND

Schöner weißer Sandstrand mit türkisfarbenem Wasser, leicht zugänglich und perfekt für ein Mitternachtsbad. Hinter dem Dorf befindet sich eine Felsformation, die aussieht wie ein Troll (68.0859, 13.2343). Die Legende besagt, dass er ins Dorf kam, um einem hübschen Mädchen einen Heiratsantrag zu machen. Als sie ihn abwies, setzte er sich dorthin und blieb, bis die Sonne aufging und er zu Stein wurde. Noch immer beobachtet er die hübschen Mädchen im Dorf, und herabfallende Felsbrocken sollen seine Tränen sein.


Der Strand befindet sich in Ramberg, an der E10.

68.0959, 13.2408

5 UNSTAD ARCTIC SURF

Campingplatz und Surfboard-Verleih im Surferparadies über dem Polarkreis, betrieben von der Tochter eines Surf-Pioniers der 1960er. Übernachten Sie nach dem Surfen unter der Mitternachtssonne in einer Hütte oder im Zelt, mit Nutzung von Sauna und Whirlpool. Kurse für Anfänger.


Unstadveien 105, 8363 Bøstad, +47 970 61201. www.unstadarcticsurf.com

68.2652, 13.5910

KAJAK

6 REINE

Leihen Sie im schönen Dörfchen Reine auf Moskenes Kajaks und erkunden Sie den geschützten Reinefjord. Um die Sommersonnenwende kann man unter der Mitternachtssonne paddeln. Angeln Sie unterwegs frischen Fisch und campen Sie am einsamen Strand. Von hier aus kann man auch an die Strände von Horseid (siehe 2) und Bunes (siehe 3) paddeln (kurzer Fußweg).

Reineadventure, Reine, 8390 Reine, +47 932 14596. www.reineadventure.com

67.9325, 13.0895

7 HENNINGSVÆR

Das Fischerdorf Henningsvær erstreckt sich über mehrere kleine Inseln. Leihen Sie sich Kajaks und starten Sie die große Hafenrundfahrt. Paddeln Sie dann zwischen den Inseln hindurch und suchen Sie sich eine abgelegene Schäre zum Picknicken. Vielleicht stellen Sie bei Ihrer Rückkehr fest, dass Ihnen eine neugierige Robbe folgt.



Kajakverleih XXLofoten in Svolvær: Johan E. Paulsens Gate 12, 8300 Svolvær, +47 916 55500. www.xxlofoten.no

Mind. 3 Std., 68.1543, 14.2054

BOOTSFAHRTEN & ANGELN

8 TROLLFJORD

Beeindruckender Fjord am Raftsund, zwischen Lofoten und Vesterålen. Sein Eingang ist nur 100 m breit, flankiert von nackten Klippen. Auf seinen 2 km Länge wird er bis zu 800 m breit. Machen Sie eine Bootstour und halten Sie nach Seeadlern Ausschau, die hier nach Fischen tauchen. Die Reise führt vorbei an diversen kleinen Inseln, darunter Skrova (siehe S. 40).

Bootsfahrten Svolvær zum Trollfjord: Trollfjord Cruise, Torget 16, 8300 Svolvær, +47 451 57587. www.trollfjordcruise.com

2–3 Std., 68.3638, 14.9466

9 ANGELTOUR

Das Meer um die Inseln bietet reiche Fischgründe, und die Fischerei ist seit Jahrhunderten deren Hauptwirtschaftszweig. Versuchen Sie doch, einen der legendären Riesendorsche zu fangen. Nigel Hearn, ein englischer Fischer, der hier zu Hause ist, versorgt Sie mit der nötigen Ausrüstung und bringt Sie in einem seiner kleinen Boote zu den richtigen Stellen. Jeder Angeltrip ist gleichzeitig eine Meeres-Safari, bei der Sie Seeadlern, Robben und Delfinen begegnen.


Abfahrt von verschiedenen Häfen, Buchung: Vestpollen Vei 61, 8316 Laupstad, +47 997 59342. www.noproblemsportfishing.com

68.3585, 14.7200

10 RØST

365 Inseln, Holmen und Schären, die nur mit dem Boot erreichbar sind. Von Moskenes fährt man 65 km mit der Fähre zur Hauptinsel Røstlandet. Während diese nur 12 mNN liegt, ragen die anderen Inseln hoch aus dem Wasser auf – Storfjellet ist mit 259 m die höchste. Ein Viertel aller norwegischen Seevögel soll hier leben, und wahrscheinlich werden Sie seltene Arten wie Sturmschwalben und Eissturmvögel sehen. Man kann auf der Insel campen, es gibt aber auch Unterkünfte.


Fährbetrieb von Torghatten Nord, +47 906 20700. www.torghatten-nord.no

105 Min (Hinfahrt), 67.5194, 12.1152

KULTUR & GESCHICHTE

11 VÆRØY

18 km2 große, zerklüftete Insel, auf der es weit mehr Vögel gibt als die 775 ständigen Bewohner. Zahlreiche Wanderwege und noch mehr Möglichkeiten, ungestört zu campen, von schönen weißen Sandstränden bis zu Aussichtspunkten auf den Klippen. Die Insel hat außerdem ein verlassenes Dort (Mostad), diverse Grabstätten aus der Wikingerzeit und die älteste Kirche der Lofoten, aus dem Jahre 1714. Von hier stammt auch der seltene (sechszehige) Norwegische Lundehund, der für die Papageientaucher-Jagd gezüchtet wurde. Die Fähre verkehrt zwischen Moskenes und der Hauptinsel Sørland.

Fährbetrieb Torghatten Nord, +47 906 20700. www.torghatten-nord.no

75 Min. (Hinfahrt), 67.6769, 12.6675

12 LEUCHTTURM SKOMVÆR & HÖHLENMALEREIEN HELVETET

Nehmen Sie in Røstlandet ein Boot, um die anderen Inseln und deren Vogelwelt zu erkunden. Am weitesten entfernt liegt mit 15 km Skomvær (67.4108, 11.8751). Der dortige Leuchtturm stammt von 1887 und ist inzwischen voll automatisiert – bis 1978 gab es noch einen Leuchtturmwärter. Auf Trenyken (67.4369, 11.8912) gibt es eine 100 m lange Höhle mit Malereien, die um 1500 v. Chr. entstanden sind. Wegen der nistenden Vögel ist es zwischen 15. April und 15. August verboten, dort anzulegen. Nehmen Sie ein Fernglas mit.


Sightseeing-Boote von Lofottur fahren im Sommer täglich vom Røst Bryggehotell auf Röstlandet. +47 934 97445. www.lofottur.com

2.5 Std., 67.5057, 12.0772

13 LOFOTR WIKINGERMUSEUM

Das größte, je entdeckte Wikinger-Langhaus wurde in ein faszinierendes Museum umgewandelt. Jedes Jahr im August gibt es ein Fest mit diversen Veranstaltungen. In einer nahen Bucht liegt die Nachbildung des Wikingerschiffs Gokstad.

Lofotr Wikingermuseum, Prestegårdsveien 59, 8360 Bøstad, +47 76 154000. www.lofotr.no

68.2439, 13.7565

14 FISCHERDORF BALLSTAD

Eines der größten und ältesten Fischerdörfer der Lofoten auf einer kleinen Insel bei Vestvågøya und immer noch sehr lebhaft. Besichtigen Sie die traditionellen Fischerhütten (Rorbuer) im Hafen, die mit einem Ende auf Pfählen im Wasser stehen, um den Zugang zu den Booten zu erleichtern. Auf der anderen Seite der Insel sieht man die Gestelle, auf denen der Fisch getrocknet wird.

Rorbu-Vermietung: Kræmervika Rorbuer, 8373 Ballstad, +47 76 060920. www.kremmervika.no

68.0743, 13.5505

15 KIRCHE VON FLAKSTAD

Zweitälteste Kirche der Lofoten aus dem 18. Jahrhundert – ein Sturm hat das Original aus dem 15. Jahrhundert zerstört. Sie wurde aus russischem Holz erbaut, das mit Fisch bezahlt wurde, und hat wie russische Kirchen einen Zwiebelturm. Ein Fenster des ursprünglichen Baus ist erhalten geblieben. Der Turm wurde 1874 von einem Wirbelsturm umgerissen und 1938 wieder aufgebaut. Rambergstrand (siehe 4) liegt ganz in der Nähe.

Flakstad Kirke, Kjerkveien, 8380 Ramberg.

68.1046, 13.3062

16 SCHMIED IN SUND

Der Schmied in Sund fertigt kleine schmiedeeiserne Kormorane an. In nordnorwegischen Volkssagen taucht manchmal ein verwunschenes Land namens Utrøst aus dem Meer auf, in dem drei Bauern leben, die sich in Kormorane verwandeln können. Besuchen Sie den Schmied und sehen Sie ihm bei der Arbeit zu.


Smeden i Sund, 8384 Sund, +47 76 093629. www.smedenisund.no

68.0049, 13.2070

17 LOFOTEN FISCHERDORF-MUSEUM

Faszinierendes Freilichtmuseum über das Leben der Fischer in den letzten 200 Jahren. Erfahren Sie mehr über den Fischfang (Lofotfiske) und die Herstellung von Lebertran. Im Sommer gibt es eine funktionstüchtige Bäckerei sowie Führungen.

Å i Lofoten, 8392 Sørvågen, +47 76 091488. www.museumnord.no

67.8799, 12.9829

WANDERUNGEN

18 HIGRAVSTINDEN

Man kann fast bis zum Gipfel des höchsten Berges der Lofoten klettern – 1.146 mNN. Es ist ein Stück Arbeit, aber an guten Tagen macht die Aussicht es mehr als wett.


An der Kreuzung von E10 und Lilandveien in Higravseidet (68.3555, 14.7473) parken. Der Weg beginnt hier, ist aber nicht immer gut zu erkennen, deshalb eine Karte mitnehmen!

3–4 Std., 68.3562, 14.7913

19 SVOLVÆRGEITA

150 m hohe Felsgipfelformation, die zwei Hörnern gleicht – der Name bedeutet Ziege von Svolvær. Man kann das höhere der beiden Hörner erklimmen und von dort auf das kleinere springen.

Northern Alpine Guides bringt fitte Leute (auch ohne Kletter-Erfahrung) rauf: Kalleveien 21, 8310 Kabelvåg, +47 942 49110. www.alpineguides.no

68.2461, 14.5883

KULINARISCHES

20 AALAN GÅRD

Leckerer Bio-Ziegenmilchkäse, der traditionell hergestellt wird. Dazu gibt es einen schönen Kräutergarten und im Sommer ein Café mit hausgemachten Speisen.

Lauvdalen 186, 8360 Bøstad, +47 76 084534. www.aalan.no

68.2448, 13.8981

21 LOFOTEN GÅRDSYSTERI

Kleiner Biobauernhof, der Käse, Eier, selbst gemachte Wurst und Honig verkauft – ideal für ein Strandpicknick.

Unstadveien 235, 8360 Bøstad, +47 76 089631. www.lofoten-gardsysteri.no

68.2672, 13.5873

HÜTTEN & CAMPING

22 NØKKSÆTRA HYTTA

Leichter Weg zu einer Berghütte am Ufer des Austre-Nøkkvatnet-Sees mit herrlichem Panoramablick. Nach der Wanderung kann man sich bei einem Bad im See abkühlen. In der Hütte haben bis zu 16 Personen Platz, den Schlüssel bekommt man bei der Touristeninformation im Ort. Lofoten Turlag, ein Ableger der DNT (Norwegischer Wanderverein), betreibt diverse Berghütten auf den Inseln. Infos und Buchung unter: www.vesteralen.turistforeningen

In Svolvær (68.2473, 14.5492) beim Roten Kreuz im Leirskoleveien parken. Auf der Schotterstraße, die zum ausgeschilderten Wanderweg wird, Richtung Norden gehen. Anstieg ca. 250 m.

1.5 Std., 68.2630, 14.5035

23 KÅRØY RORBUCAMPING

Sehr coole Unterkunft im Jugendherbergsstil auf der winzigen Insel Kårøy vor der Küste von Røstlandet. Da es keine direkte Verbindung zur Hauptinsel gibt, muss man mit dem zur Verfügung gestellten Boot 5 Min. rudern. Hier ist praktisch alles noch so wie in den 60er Jahren. Es gibt mehrere Gemeinschaftsküchen und -bäder. Man kann selbst kochen oder nach Røstlandet rudern und in einem der Restaurants essen.


In Røst (siehe 10) der Straße folgen, am Røst Bryggehotel vorbei, dann rechts. Am Anleger warten und (wenn man noch keine Anweisungen erhalten hat) Kårøy anrufen: Kårøy Rorbucamping, 8064 Røst, +47 760 96238. www.karoy.no

67.5049, 12.0777



NARVIK
Die perfekte Woche

Erforschen Sie die mystischen Höhlen der Trollkirka.

Kosten Sie eine traditionelle samische Suppe mit Rentierfleisch.

Sehen Sie im Nordnorwegischen Bootsmuseum wie Nordlandboote gebaut werden.

Duschen Sie am Taraldsvikfossen unter einem Geysir.

Begegnen Sie den Wölfen im Polar-Park.

Wandern Sie auf den Spuren britischer Bahnarbeiter den Rallarvegen entlang.

Entdecken Sie die Felsritzungen am Ufer des Skjomenfjords.

Prosten Sie der Mitternachtssonne mit einem Schafgarbenschnaps zu.

Flechten Sie in Pippira Siida einen Korb aus Birkenrinde.

Nehmen Sie von Narvik die 43 km lange Ofotbanen in die Berge zur schwedischen Grenze. Kurz vor der Grenze steigen Sie aus und gehen den alten Weg der Gleisarbeiter entlang. Bei jeder Wegbiegung des Abstiegs bis zur Baumgrenze blickt man abwechselnd auf die Berge oder das dunkle Wasser des Fjords. Auf dem Boot zurück in den Ort sehen Sie vielleicht einen Otter oder sogar einen Seeadler.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts profitiert Narvik, das an der Küste des Ofotfjords liegt, von einer symbiotischen Beziehung mit Kiruna, gleich hinter der schwedischen Grenze. Das Eisenerz aus der Mine in Kiruna wird mit der Bahn nach Narvik transportiert und von dort für den Export in alle Welt auf Schiffe verladen. Die atemberaubende Zugstrecke verbindet die Mine mit einem Hafen, der ganzjährig eisfrei ist, und ohne die daraus resultierende Infrastruktur wäre Narvik wahrscheinlich immer noch ein Dorf.

Durch Narviks Verbindung mit Kiruna kam der Region auch im Zweiten Weltkrieg große strategische Bedeutung zu, als Fjorde und Berge Schauplatz eines erbitterten Kampfes wurden. Wegen der heftigen Seegefechte ist der Grund des Fjords mit gesunkenen Schiffen übersät, und auf den Felsplateaus an der schwedischen Grenze findet man manchmal noch die Überreste der Behälter, in denen die Deutschen 1940 mit Fallschirmen ihre Ausrüstung abwarfen.

Lange vor den Minen und der Bahn verbrachten die nomadischen Samen den Sommer in Siedlungen an der Küste, bevor sie sich für den Winter wieder nach Schweden zurückzogen. Manche Familien folgen den Rentieren noch immer über die Grenze, während die sesshaften Samen ihre Tiere inzwischen auf Bergbauernhöfen hüten.

220 km über dem Polarkreis kommt Narvik nicht nur in den Genuss der Mitternachtssonne, die Kombination aus Golfstrom und geschützter Lage zwischen den Bergen führt auch zu einem für die nördliche Lage relativ milden Klima. Und wenn man vom Narvikfjellet, 656 mNN, auf die Stadt und den Hafen herabblickt, vergisst man die Industrie und sieht nur das atemberaubende Panorama.

FJORDE

1 BOOTSFAHRT DURCH DEN ROMBAKSFJORD

Nehmen Sie am Ende des Rallarvegen in dem alten Arbeiterdorf Rombaksbotn (siehe 9) ein Schnellboot durch den Fjord nach Sildvik (68.4101, 17.7953). Von dort steigen Sie in den Bus nach Narvik. Halten Sie Ausschau nach Seeadlern und Ottern. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der deutsche Zerstörer Georg Thiele hier versenkt, und das Wrack ist noch sichtbar.

Im Sommer fährt das Boot mehrmals wöchentlich. Information und Buchung über Visit Narvik:+ 47 7696 5600, www.visitnarvik.com

30 Min., 68.4182, 17.9001

2 SKJOMENFJORD

Unglaublich schöner 25 km langer Nebenarm des Ofotfjords. Umrahmt von steilen Bergen, darunter Skjomtind, Reintind und Klubbviktind. Das Wasser ist kristallklar und perfekt für ein erfrischendes Bad. Am südlichen Ufer des Fjords, im Schatten des Reintind (68.2856, 17.3079), gibt es etwa 80 Felsritzungen, die vermutlich 5000 v. Chr. entstanden sind.

Von Narvik auf der E6 Richtung Süden und nach 10 km links auf die 761 Richtung Elvegård. Die Straße führt am Wasser entlang, und man kann jederzeit Halt machen.

68.2958, 17.3193

MEERESLEBEN

3 WRACKTAUCHEN

Mit 78 km ist der Ofotfjord Norwegens zwölftlängster Fjord, und im Zweiten Weltkrieg wurden hier diverse denkwürdige Seeschlachten ausgetragen. Wer schon Taucherfahrung hat, kann sich die spektakulären Wracks unter Wasser ansehen, alle anderen besteigen das Tauchboot Jane R (ursprünglich aus Schottland und mit einem schottischen Kapitän), das Sightseeingtouren zu den sichtbaren Wracks und Küstenbefestigungen anbietet. Mit etwas Glück bekommen Sie auch Killerwale, Robben, Seeadler und andere Meeresvögel zu Gesicht.

Dive Norway, Roald Amundsens vei 14, 8516 Narvik, +47 994 74234. www.divenorway.com

68.4305, 17.1332

BERGE & WANDERUNGEN

4 SKJOMTINDEN

Der Berg ist von Narvik aus zu sehen und wurde von den britischen Bahnarbeitern zu Ehren von Königin Victoria auch „Schlafende Königin“ genannt. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick über den Skjomenfjord.

Der Wanderweg ist mit einem roten T deutlich markiert und beginnt südlich der Autobrücke am Ende des Nervatnet-Sees in der Håkvikdalveien (68.3763, 17.3779).

4 Std., (round trip), 68.3436 17.3527

5 TROLLKIRKA

Die Trollkirche, 5 km nördlich von Tårstad, ist eine der längsten und spektakulärsten Kalksteinhöhlen Norwegens. Das Wasser speist sich aus dem Arnfinnvannet-See, aber niemand weiß, wohin es verschwindet. Die Gesamtlänge des Höhlensystems mit zahlreichen Kammern beträgt etwa 4 km und sollte am besten mit einem ortskundigen Führer, zumindest aber mit geeigneter Ausrüstung erkundet werden.

Geführte Touren: Aktiv Events, Samasjøveien 26, 9404 Harstad, +47 900 74666. www.aktivevents.no.

68.4893, 16.6410

6 NARVIKFJELLET

Nehmen Sie die Seilbahn zur Mountain Lodge auf dem Gipfel des Narvikfjellet, 656 mNN. Von hier hat man einen atemberaubenden Panoramablick auf den Ofotfjord und die benachbarten Berge, z. B. den Skjomtinden (siehe 4). Die 1810 m lange Fahrt zur Spitze dauert ca. 8 Min. Man kann in der Lodge essen (und übernachten) oder picknicken.

Seilbahnstation: Narvikfjellet AS, Skistuaveien 7, 8505 Narvik, +47 905 40088. www.narvikfjellet.no. Narvik Mountain Lodge: +47 995 38045. www.nmlodge.no

10 Min., 68.43319, 17.4595

7 OFOTBANEN

Die Ofot-Bahn, eine 43 km lange Strecke zwischen Narvik und der schwedischen Grenze, gilt als eine der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt. Als Teil der Malmbanan (Erzbahn) führt sie von Narvik über die Berge nach Luleå an der schwedischen Ostseeküste. Sie wurde in zwei Zeitabschnitten gebaut, von 1884–1888 und von 1898–1903, um das Eisenerz der LKAB-Mine in Kiruna (siehe Kiruna, Lappland, Schweden) zum Hafen in Narvik zu transportieren. Wenn man den Zug von Narvik nach Bjørnfjell (68.4322, 18.0711) an der schwedischen Grenze nimmt, passiert man sechs Stationen und 18 Tunnel und bekommt eine atemberaubende Aussicht auf den Rombaksfjord und die Berge geboten. Verbinden Sie den Ausflug mit dem Rallarvegen (siehe 9) und einer Bootsfahrt im Rombaksfjord (siehe 1) für den Rückweg nach Narvik.

Bahnhof Narvik, Stasjonsveien 1, 8514 Narvik. Fahrplan unter www.sj.se

68.4416, 17.4415

8 STETIND

1.400 m hoher Gipfel, den die Norweger in einer Umfrage des NRK (Norwegischer Staatsrundfunk) zu ihrem Nationalberg gewählt haben. Seine sehr markante Form mit der steilen, glatten Granitoberfläche macht ihn zu einer Orientierungshilfe für Seefahrer. Um ihn zu erklimmen, braucht man eine Spezialausrüstung und einen Führer, aber man kann ihn auch aus der Ferne bewundern.

Informationen zu Wanderrouten und Bergführern auf der Website der Gemeinde: www.visitstetind.com

68.1652, 16.5927

9 RALLARVEGEN

Weg, der von den Gleisarbeitern der Ofotbanen gebaut wurde. Er führt von ihren Unterkünften in Rombaksbotn zu den Gleisen bei Katterat, von dort weiter nach Bjørnfjell und über die schwedische Grenze. (Siehe Kiruna, Lappland, Schweden, für Informationen über den schwedischen Schienenabschnitt). Von der Station Katterat führt der Weg im Zickzack 15,5 km hinunter bis zum Rombaksfjord. Unterwegs kommt man an diversen gekennzeichneten historischen Stätten vorbei, die den Bau der Bahn und die Zeit des Zweiten Weltkriegs dokumentieren. Legen Sie Ihre Wanderung so, dass Sie mit dem Boot nach Narvik zurückfahren können (siehe 1).

Der gut ausgeschilderte Weg startet am Bahnhof Bjørnfjell oder Katterat und endet in Rombaksbotn (68.4182, 17.9001).

2,5 Std., 68.3976, 17.9660

10 GEYSIR VON NARVIK

Eine tolle Aussicht über den Ofotfjord hat man vom Wasserkraftwerk Taraldsvikfossen oberhalb von Narvik. Hier gibt es im Sommer zweimal täglich eine riesige Wasserfontäne, die durch die Öffnung eines großen Ventils entsteht und bis zur Stadt zu sehen ist. Kinder lieben es. Ausgangspunkt diverser Wanderrouten.

Taraldsvikfossen kraftverk, Reinveien, 8516 Narvik.

68.4404, 17.4703

TIERE

11 POLAR PARK

Nördlichster Wildpark der Welt mit einheimischen Tieren, die man in der Wildnis selten sieht, darunter Wölfe, Braunbären, Luchse, Vielfraße, Elche, Rentiere und Polarfüchse. Auf Wunsch mit Führung.

9360 Bardu + 47 77 186630. www.polarpark.no

68.6913, 18.1100

KULTUR & GESCHICHTE

12 KRIEGSMUSEUM VOM ROTEN KREUZ

Der strategisch wichtige Hafen von Narvik wurde 1940 zu Beginn der Operation Weserübung – Hitlers Überfall auf Dänemark und Norwegen – von Deutschland besetzt. Es folgte ein bitterer zweimonatiger Feldzug, bei dem die Deutschen gegen die verbündeten französischen, polnischen, britischen und norwegischen Truppen kämpften. Obwohl sie in der Schlacht von Narvik siegreich waren, zogen sich die alliierten Truppen später aus Norwegen zurück und überließen Narvik bis 1945 den Nazis. Das Museum dokumentiert die Zeit von 1940–1945, und zu den Ausstellungsstücken zählen ein echtes Viktoriakreuz und eine Enigma.

Torgsvingen 15, 8509 Narvik, +47 76 944426. www.warmuseum.no

68.4383, 17.4287

13 OFOTEN MUSEUM

Museum über Narviks Eisenbahn, die Samen, Fischfang und Eisenerz. Viele interaktive Features für Kinder. Es lohnt sich ein Besuch, bevor man die Wanderung über den Rallarvegen antritt, da man auch viel über die Bahnarbeiter erfährt, viele von ihnen Briten, die die Ofotbanen gebaut haben.

Administrasjonsveien 3, 8514 Narvik, +47 76 969650 www.museumnord.no

68.4317, 17.4261

14 FELSRITZUNG

Sehr gut erhaltene Felsritzung von einem Elch oder Rentier in einem kleinen Park mitten in Narvik. Entdeckt in den 1960ern, entstanden vermutlich um 3000–4000 v. Chr.

Folgen Sie dem ausgeschilderten Weg am Ende des Einerveien.

10 Min., 68.4454, 17.4293

15 RENTIER-AKTIVITÄTEN

Verbringen Sie Zeit mit der samischen Familie Njala, die seit Generationen in den Bergen um Narvik Rentiere hütet. Erfahren Sie etwas über die Kultur der Samen, während Sie beim Hüten der Rentiere, beim Markieren der Kälber oder vielleicht sogar bei der Herbstschlachtung helfen. Lernen Sie, wie man ein Rentier mit dem Lasso einfängt! Auch ein traditionelles Mahl kann arrangiert werden.


Njalasouka Adventures, Hesjemoen 6, 8522 Beisfjord, +47 427 63992 www.njalasoukaadventures.no

68.3693, 17.5959

16 ST HANS FEIRING

Das Mittsommerfest Sankthans am 23. Juni wird in ganz Norwegen mit großen Feuern und Umzügen gefeiert. In Narvik gibt es ein Feuer mit herrlichem Blick an der oberen Seilbahnstation (Øvre Fjellheisstasjon) auf dem Narvikfjellet.

Narvikfjellet, 8517 Narvik, +47 76 942799. www.narvikfjellet.no

68.4331, 17.4602

17 BJØRNFJELL

Die Kämpfe in den Bergen um Narvik während des Zweiten Weltkriegs waren grimmig, und die Deutschen erhielten währenddessen Nachschub, der an Fallschirmen abgeworfen wurde. Vielleicht finden Sie noch Überreste davon. Wenn Sie tatsächlich etwas entdecken, machen Sie ein Foto und informieren Sie das Kriegsmuseum in Narvik (siehe 12). Halten Sie Kinder von allem fern, das wie alte Munition aussieht.

Von Narvik auf der E6 nach Osten, dann auf die E10 Richtung Bjørnfjell und Schweden. Rechts hinter der Brücke über den Øvre Jernvatnet auf dem Parkstreifen halten. Ein Schild mit dem Hinweis „Krigsminne“ weist den Weg, und das fragliche Gelände reicht bis zum Ufer des Sees.

68.5087, 17.9454

18 GÁLLOGIEDDI

Faszinierendes Freiluftmuseum der samischen Kultur und Geschichte in einem Küstengebiet mit vielen Sommersiedlungen. Diese wurden von Rentier-Nomaden bewohnt, die ihr Winterquartier in Jukkasjärvi in Schweden (siehe Kiruna, Lappland, Schweden) hatten. Der 2 km lange Kulturpfad beginnt beim Museum, wo es an manchen Tagen auch Veranstaltungen zu Kunsthandwerk und Küche der Samen gibt.

Bedringens vei 9, 8536 Evenes, +47 76 985020. www.vardobaiki.no

68.4968, 16.7019

19 MUSEUM BALLANGEN

Vom 17. Jahrhundert bis 1964 war Ballangen, etwa 40 km südlich von Narvik, das Zentrum des Bergbaus in Nordnorwegen (hauptsächlich Kupfer und Schwefelkies). Das Museum von Ballangen dokumentiert die Geschichte des Bergbaus in der Region sowie Alltag und Kultur im Lauf der Jahrhunderte. Erfahren Sie, wie das Leben in dieser Region war, bevor die Ofotbanen und das Eisenerz Narvik bekannt gemacht haben.

Syllaveien 36, 8540 Ballangen, +47 76 929120. www.museumnord.no

68.3287, 16.7928

20 FREDSKAPELLET

Kapelle, die 1957 im Namen des Friedens wieder aufgebaut wurde, nachdem sie 1940 bei der Schlacht von Narvik zerstört worden war. Umgeben von einem Kriegsgräberfriedhof mit Gefallenen verschiedener Nationen.

Rombaksveien 44, 8517 Narvik

68.4431, 17.4528

21 NORDNORWEGISCHES BOOTSMUSEUM

Faszinierendes maritimes Museum mit der weltgrößten Sammlung an Nordlandbooten, die die Fischer der Region seit Jahrhunderten benutzen, eng verwandt mit den Langschiffen der alten Wikinger. Boote waren für die Küstenbewohner lebenswichtig und galten als das Wertvollste, was man besitzen konnte. Es war nicht nur zum Fischen da, sondern z. B. auch, um die Hebamme zu holen.


Hellarbogen, 9470, Gratangen, +47 77 020370. www.nnfa.no

68.6695, 17.6789

SAMISCHE ESSKULTUR

22 TINJA MOUNTAIN LODGE

Rentierfarm in schroffer Berglandschaft mit Kost und Logis. Die Küche verwendet nur eigene oder selbst gefangene bzw. gesammelte Erzeugnisse, z. B. Moorhühner, Forellen, Pilze, Molte- und andere Beeren. Es gibt sogar selbst gebrautes Bier und selbst gebrannten Schafgarben-Schnaps.

Kong Olavs vei, 8517 Narvik, +47 40 60600. www.tinja.no

68.4788, 17.7567

23 PIPPIRA SIIDA

Samische Siedlung, wo man etwas über die Samen erfährt, die das Nomadenleben aufgegeben haben. Im Café wird traditionelle Kost serviert, z. B. Bidos – eine Suppe mit Rentierfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln und Karotten. Probieren Sie mal, ein Rentier mit dem Lasso einzufangen oder aus Birkenrinde einen Korb zu flechten. Es gibt Hütten, in denen man übernachten kann.

Kalvås, 8540 Ballangen, +47 91 150282. www.pippirasiida.blogspot.no

68.3212, 16.6816

UNTERKUNFT

24 FJELLKYSTEN GUEST HOUSE

Hotel an der Küste in einem ungewöhnlichen Ökohaus, das von der traditionellen Bauweise inspiriert ist. Es ist an einen Hang gebaut, teils unterirdisch, und besitzt das größte Rasendach Norwegens. Die Spezialität der Küche ist Fisch, aber man kann sich auch selbst versorgen. Fantastischer Meerblick.

Fjellkysten, Åbrekka, 9357 Tennevoll, +47 47 924792. www.fjellkysten.com

68.7817, 17.7954

25 TROLLVIKEN LODGE

Lodge in idealer Lage an der Kante des Ofotfjords in der Nähe von Bjervik, die ursprünglich mal eine Fischfarm war. Betrieben wird sie von Narvik Mountain Guides, man kann also gleich ein paar Touren buchen – siehe www.narvikguides.no

Südlich der E10, ca. 6 km südöstlich von Bjervik: Herjangen 290, 8530 Bjerkvik, +47 45 295395. www.trollvikenlodge.no

68.5253, 17.4383


HURTIGRUTEN
Highlights

Bestaunen Sie die Wasserfälle, die an den Seiten des Geirangerfjords herabstürzen.

Meistern Sie die Haarnadelkurven der Serpentinenstraße auf dem Trollstigen.

Kosten Sie Klippfisk, der auf natürliche Weise von Sonne und Wind getrocknet wird.

Feiern Sie die Überquerung des Polarkreises.

Beobachten Sie große Pottwale und unzählige Vogelarten.

Entdecken Sie Legenden und Traditionen der vielen Inseln.

Spüren Sie am Nordkap die Mitternachtssonne im Gesicht.

Erleben Sie, wie sich Klima und Umgebung ändern, wenn Sie sich der russischen Grenze nähern.

Erfahren Sie, wie unterschiedliche Kulturen in dieser rauen Umgebung miteinander leben.

Wenn man an Deck sitzt und die norwegische Küste entlang nach Norden bis zur russischen Grenze fährt, ist man völlig gebannt von der spektakulären Landschaft. Die Route schlängelt sich durch Fjorde und atemberaubende schöne Archipele und macht in abgelegenen Dörfern Halt. Wenn das Schiff in einer Mittsommernacht den Polarkreis überquert, ist alles in das warme Licht der Mitternachtssonne getaucht, und man will unbedingt an Deck bleiben, um alles in sich aufzunehmen.

Am Ende des 19. Jahrhunderts waren die vielen abgelegenen Fischerinseln vor der wilden 1.255 km langen Küste zwischen dem Haupthandelshafen Bergen und Kirkenes an der russischen Grenze nur mit dem Boot erreichbar. Alle möglichen Dampfer und Segelboote befuhren diese tückische Strecke, doch bei nur 28 Leuchttürmen nördlich von Trondheim, war es nachts zu gefährlich, weshalb es eine lange Reise war. Um die Kommunikation mit den abgeschiedenen Gemeinden zu verbessern, bot die norwegische Regierung der Firma Hurtigruten 1893 einen Vertrag für einen Linienverkehr an. Obwohl die Hurtigruten-Schiffe immer noch Fracht transportieren, wenn sie eine der weltweit schönsten und dramatischsten Küsten entlangfahren, gilt das Hauptaugenmerk inzwischen dem Komfort der Passagiere.

Die Fahrt von Bergen nach Kirkenes und zurück dauert 12 Tage und ist sehr beliebt – auf der Rückfahrt sieht man die Küstenabschnitte, an denen man auf der Hinfahrt nachts vorbeigefahren ist. Da die Schiffe täglich von jedem Anlaufhafen in beide Richtungen fahren, kann man jederzeit von Bord gehen und wieder einsteigen und auch an Land campen, statt eine Kabine zu mieten. Die Mitreisenden sind eine Mischung aus Einheimischen, die die Linie als Fähre benutzen, und „Kreuzfahrt“-Touristen. Für Letztere gibt es an Bord jedes Schiffes einen Mitarbeiter, der bei der Buchung diverser organisierter Ausflüge in den verschiedenen Häfen behilflich ist.

Der Name Hurtigruten – wörtlich „schnelle Route“ – bezieht sich auf den ursprünglichen Transport von Post und Passagieren in den Anfangstagen. Doch seien Sie versichert, obwohl seit damals alles schneller und effektiver geworden ist, fühlt man sich hier nie gehetzt.

DIE HURTIGRUTEN-ROUTE

1 BERGEN

Die alte Hansestadt ist der südlichste Hafen der Hurtigruten-Strecke und das Hafenviertel Bryggen mit seinen mittelalterlichen Holzhäusern UNESCO-Weltkulturerbe. Nehmen Sie in der Nähe des Hafens die Standseilbahn Fløibanen auf den Gipfel des Fløybergs. Von hier hat man einen spektakulären Panoramablick über die Stadt und die Inseln, das Meer und die Berge. Bis zum 19. Jahrhundert war Bergen das Handelszentrum Norwegens und größer als die Hauptstadt Oslo. Man nennt die Stadt auch das „Tor zu den Fjorden“, und viele Fjordfahrten der Hurtigruten-Schiffe starten hier (sehr zu empfehlen sind Hardangerfjord und Sognefjord). Von Bergen geht es zunächst in den Hjeltefjord, vermutlich dieselbe Route, die die Wikinger nahmen, als sie um 800 die Shetlandinseln eroberten.

60.3922, 5.3107

2 FLORØ

Norwegens westlichste Stadt war über Jahrhunderte eine Hochburg des Schiffsbaus, dann der Fischzucht und ist jüngst Versorgungshafen der vorgelagerten Ölindustrie. Nach Florø geht es vorbei an Vingen, wo sich mit über 2.000 Bildern eines der größten Felder mit Felszeichnungen Nordeuropas befindet. Im Westen ragt der Gipfel des Hornelen auf, wo sich laut Legende zur Sommersonnenwende und an Weihnachten die Hexen versammeln, um mit dem Teufel zu tanzen. Kurz vor der Ankunft in Måløy überquert das Schiff die Mündung des Nordfjords, der sich landeinwärts bis zum Jostedalsbreen erstreckt, dem größten Gletscher des europäischen Festlandes.

61.6017, 5.0258

3 MÅLØY

Fischerhafen im Süden der Insel Vågsøy, der durch eine lange Brücke mit dem Festland verbunden ist. An der Küste gibt es vier Leuchttürme in spektakulärer Lage, einen der schönsten Strände Norwegens und den Kannesteinen – einen pilzförmigen Felsen, den das Meer im Lauf der Jahrhunderte geformt hat.

61.9391, 5.1222

4 TORVIK

Kleines Dorf auf der Insel Leinøya in einem der wichtigsten Fischfang- und Fischzuchtgebiete Norwegens. Schöne, raue Landschaft mit zahlreichen Gletschern, Wasserfällen und Nationalparks. Die Nachbarinsel Runde beheimatet 240 verschiedene Seevogelarten, und über 500.000 Vögel nisten dort jedes Jahr. Hinter Torvik kommen die Sunnmørsalpene (die Sunnmøre Alpen), die allgemein als der spektakulärste Gebirgszug Norwegens gelten. Die schneebedeckten Gipfel sind im Sommer bei Wanderern, im Winter bei Skifahrern beliebt.

62.3368, 5.7283

5 ÅLESUND

Stadt mit Märchenfeeling, die 1904 nach einem verheerenden Brand im Jugendstil wiederaufgebaut wurde. Der Aksla überblickt die Stadt, und der Weg zum Gipfel bietet eine fantastische Aussicht auf die Inseln und die Sunnmøre Alpen. Ein Stück landeinwärts findet man die Trollstigen (Trollstraße) – eine dramatische Serpentinenstraße. Die spektakulären Haarnadelkurven sind alle benannt, häufig nach dem verantwortlichen Vorarbeiter des Straßenabschnitts. Neben und unter der Straße rauscht der ebenso beeindruckende Wasserfall. Nichts für schwache Nerven!

62.4756, 6.1529

6 GEIRANGER

Der Geirangerfjord wird oft als schönster Fjord Norwegens bezeichnet und ist UNESCO-Weltnaturerbe. Im Sommer machen die Hurtigruten-Schiffe im kleinen Dörfchen Geiranger am Kopfende des Fjords Halt, und man kann an Land gehen. Das blaue Wasser des Geirangerfjords ist ca. 300 m tief, und aus den umliegenden Bergen stürzen zahlreiche spektakuläre Wasserfälle hinein. Brudesløret (der Brautschleier) und De Syv Søstrene (die sieben Schwestern) sind die berühmtesten, und man hat vom Schiff aus auf beide einen guten Blick.

62.1035, 7.2028

7 MOLDE

Kleine Küstenstadt und Hafen in wundervoller Landschaft und Heimat eines der größten Volkskundemuseen Norwegens. Ein Großteil der Stadt wurde bei deutschen Luftangriffen zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut. Ein 8,3 km langer dramatischer Abschnitt zwischen Molde und Kristiansund, genannt Atlanterhavsveien (Atlantikstraße), gilt als eine der schönsten Panoramastraßen, und viele Autohersteller drehen hier ihre Werbespots. Die Aneinanderreihung von Dämmen, Viadukten und Brücken verknüpft mehrere kleine Inseln und Schären, um die Insel Averøy mit dem Festland und der Halbinsel Romsdalshalvøya zu verbinden.

62.7363, 7.1669

8 KRISTIANSUND

Fischerhafen auf vier Inseln, dessen Wohlstand auf getrocknetem, gesalzenem Dorsch gründet, auch bekannt als Klippfisk (Klippfisch), weil er von den Klippen gehängt wurde, um in Wind und Sonne zu trocken. Kleine Passagierfähren bringen Besucher von Insel zu Insel. Besonders interessant ist die Altstadt mit ihren schmalen Gassen und gut erhaltenen Holzhäusern.

63.1147, 7.7367

9 TRONDHEIM

Bevor es in den Trondheimfjord geht, fährt das Schiff am Leuchtturm Kjeungskjær vorbei, der auf einer winzig kleinen Schäre sitzt. Er ist nicht mehr bemannt, aber man kann die ehemalige Wohnung des Leuchtturmwärters mieten. Trondheim hat viele interessante alte Holzhäuser, manche in schmalen mittelalterlichen Gassen, andere an breiten Boulevards, die im 17. Jahrhundert gebaut wurden, um die Ausbreitung von Feuern zu verhindern. Die Kirche aus dem Jahr 1070 ist letztes Pilgerziel des St. Olavswegs (siehe Åre, Schweden).

63.4426, 10.4068

10 RØRVIK

Stadt in perfekter Lage, um von dort die Tausende Inseln und Schären des Vikna-Archipels zu erkunden, mit mildem maritimen Klima, in dem Pflaumen- und Apfelbäume gedeihen. Das Schiff fährt am Torghatten vorbei, einem ungewöhnlichen Granitberg mit einem großen Loch in der Mitte, zu dem es eine schöne Sage gibt. Von Lekamøya verschmäht, schoss der Troll Hestmannen einen Pfeil auf das junge Mädchen, doch der König warf seinen Hut dazwischen, und der Pfeil ging hindurch. Als die Sonne aufging, wurden sie alle zu Stein, auch der Hut.


64.8604, 11.2390

11 BRØNNØYSUND

Brønnøysund liegt auf einer schmalen Halbinsel in der geografischen Mitte zwischen Nordkap und Lindesnes, in einer Landschaft mit sämtlichen klassischen norwegischen Zutaten – Meer, Inseln, Fjorde, Berge, Seen, Wildflüsse und Wasserfälle. Eine der hiesigen Einnahmequellen ist seit mehr als 1.500 Jahren die nachhaltige Produktion von Eiderdaunen. Die Brustfedern werden aus den Eiderentennestern gesammelt und durch Heu ersetzt.


65.4756, 12.2106

12 SANDNESSJØEN

Zwischen Brønnøysund und dem Inselhafen Sandnessjøen liegt einer der schönsten Küstenabschnitte der Welt. Das Schiff fährt vorbei an der Insel Alsta und De Syv Søstre (den sieben Schwestern) – eine Gebirgskette mit sieben Gipfeln, die so nah beieinander sind, dass man sie alle an einem Tag schafft. Laut Legende handelt es sich um weibliche Trolle, die zu Stein geworden sind.

66.0237, 12.6372

13 NESNA

Nach einem kurzen Aufenthalt in Nesna erblickt man die weiße Zunge des mächtigen Svartisen-Gletschers. Vor ein paar Jahrhunderten reichten die Gletscher der Region noch bis zum Meer, doch der Klimawandel beschleunigt ihren Rückzug. Bei 66° 33” nördlicher Breite, wenn das Schiff den Polarkreis überquert, scheint die Sonne im Sommer 24 Std. am Tag. Ein großer Globus auf der Insel Vikingen markiert den Punkt, und es darf mit Feierlichkeiten an Bord gerechnet werden.

66.2003, 13.0085

14 ØRNES

Das Küstendorf kurz über dem Polarkreis mit einem vorgelagerten Archipel aus über 700 Inseln und Schären markiert das Ende des Küstenabschnitts namens Helgelandskysten. Am Hafen steht die romantische Kjærlighetsbenken (Liebesbank), auf der man mit seiner Liebsten sitzen kann, oder man bringt ein Schloss an und wirft den Schlüssel ins Meer.

66.8689, 13.7034

15 BODØ

Größte Stadt der Region Nordland, gegründet 1816 als Handelszentrum und oft das Tor zum wahren Norden genannt. Saltstraumen, der beeindruckende Gezeitenstrom im Südosten der Stadt, ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 22 Knoten der stärkste der Welt. Von Bodø fährt das Schiff nach Vestfjorden, kein echter Fjord, sondern eher ein Meeresarm zwischen den Lofoten und dem norwegischen Festland und von großer Bedeutung für den Kabeljaufang (siehe Lofoten S. 42). Wenn man sich dem Archipel nähert, scheint die Silhouette der Lofotenwand wie eine einzige, ungebrochene Linie aus dem Meer aufzutauchen.

67.2892, 14.3959

16 STAMSUND

Fischerdorf im Süden der Insel Vestvågøy in den Lofoten. Während des Zweiten Weltkriegs gab es hier die ersten erfolgreichen Überfälle britischer und norwegischer Kommandos auf die von Nazis besetzten Gebiete. Sie kehrten mit Gefangenen und norwegischen Freiwilligen sowie dem Code-Buch für eine Enigma und ein paar ihrer Walzen zurück. Von hier fährt das Schiff Richtung Osten am spektakulären Südrand der Lofoten entlang.

68.1214, 13.8411

17 SVOLVÆR

Die Hauptstadt der Lofoten lebt von Fischfang und Tourismus. Das Schiff fährt auch durch den nahegelegenen Trollfjord (siehe Lofoten S. 44).

68.2307, 14.5666

18 STOKMARKNES

In dieser kleinen Siedlung im Norden der Insel Hadseløya befindet sich die Zentrale der Hurtigruten-Linie. Das Museum erzählt die faszinierende Geschichte von der Gründung 1893 bis heute. Neben dem Museum liegt der alte Küstendampfer MS Finnmarken (Baujahr 1956) auf dem Trockenen. Ein neues Schiff mit demselben Namen wurde 2001 zu Wasser gelassen.

68.5702, 14.9080

19 SORTLAND

Risøyrenna (der Risøy-Kanal), ein flacher Sund, der bei Ebbe zu Pferd durchquert werden konnte, wurde 1922 zur Schiffsstraße ausgebaggert und verbreitert. Der tiefe Kanal ermöglicht es den Hurtigruten-Schiffen, in Sortland anzulegen. Zur Jahrtausendwende beschloss das Städtchen, blau zu werden, und hat dieses Farbschema seither mithilfe von Künstlern und Gemeinde fortgesetzt. Sehr skurril!

68.6987, 15.4207

20 RISØYHAMN

Winziges Dorf auf der Insel Andøya und trotz seiner Größe Station auf der Hurtigruten-Strecke. In der Nähe gibt es zahlreiche Seevogekolonien, darunter auch eine mit mehr als 160.000 Papageientauchern. In den Minen bei Ramså hat man vollständige Skelette von Ichthyosauriern gefunden, und in der Nähe von Risøyhamn gibt es diverse Grabhügel und die Überreste einer Siedlung aus der Eisenzeit. Halten Sie Ausschau nach Pottwalen.

68.7988, 16.5481

21 HARSTAD

Hafen und Stadt auf Hinnøya, der größten Insel Norwegens, auf der jedes Jahr im Juni das Nordnorwegen-Festival stattfindet – eine bunte Mischung aus regionaler und internationaler Livemusik. Jüngste archäologische Ausgrabungen (u. a. eine Bronzeaxt und eine Halskette) deuten auf eine ausgeprägte Kultur in der Bronzezeit. Harstad war eine Wikingerhochburg, und der Name leitet sich wahrscheinlich vom altnordischen Wort Harðarstaðir ab – eine Kombination aus dem Männernamen Hörðr und staðir, was Gehöft oder Bauernhof bedeutet.

68.7988, 16.5481

22 FINNSNES

Kleine Stadt auf dem Festland neben der Brücke zur Insel Senja, wo sich der Nationalpark Ånderdalen befindet. Dieser 1970 zum Naturschutzgebiet erklärte Küstenabschnitt beherbergt diverse Biotope, wie z. B. Pinien- und Birkenwald. Man findet dort Robben, Otter, Elche und Rentiere sowie viele bunte Bergblumenarten.

69.2290, 17.9733

23 TROMSØ

Einst Ausgangspunkt für Polarexpeditionen, über die man etwas im Polarmuseum am Hafen erfahren kann. Das sogenannte „Paris des Nordens“ ist reich an Kultur und Geschichte und liegt vor einer majestätischen Bergkulisse. Nehmen Sie die Fjellheisen-Seilbahn zum Gipfel des Fløyfjellet und genießen Sie die atemberaubende Aussicht. Das Museum der Universität von Tromsø erklärt Kultur und Natur der Region, mit Fokus auf die indigenen Samen. Nach Tromsø folgt der dramatische Anblick der Lyngsalpene (Lyngen-Alpen) – eine Gebirgskette, die steil ins Meer abfällt. Im Winter kann man einen ungewöhnlichen Skiausflug ins Hinterland unternehmen. Man kommt vom Meer und klettert auf einen der Gipfel, bevor man auf Skiern zum Boot zurückkehrt.

69.6484, 18.9629

24 SKJERVØY

Inseldorf an einem wilden, abgelegenen Küstenabschnitt, wo man hauptsächlich von Fischfang und Fischzucht lebt. 1896 war dies der erste Anlaufhafen für die MS Fram nach Fridtjof Nansens missglückter Expedition zum geografischen Nordpol. Nansen und sein Hundeschlittenführer Hjalmar Johansen waren eine Woche zuvor allein in Vardø eingetroffen, und ganz Norwegen erwartete gespannt die Rückkehr des Schiffs und seiner Crew.

70.0352, 20.9826

25 ØKSFJORD

Fischerdorf und erster Anlaufhafen in der Region Finnmark. Bunte angemalte Häuser hängen dramatisch am Berghang, und an klaren Tagen kann man den Øksfjordjøkulen sehen, einen der größten Gletscher Norwegens und der einzige auf dem norwegischen Festland, der direkt ins Meer „kalbt“. Man erzählt sich, dass ein Anwalt aus Tromsø (der schlecht Englisch sprach) die Jagdrechte für nur $2.000 an einen reichen Engländer verkauft hat.

70.2379, 22.3492

26 HAMMERFEST

Mit 70°7” nördlicher Breite erhebt Hammerfest Anspruch auf den Titel der nördlichsten Stadt der Welt, und obwohl es ungefähr auf demselben Breitengrad liegt wie Nordalaska und Sibirien gibt es keinen Dauerfrostboden. Als Fischerhafen betreibt die Stadt traditionell Handel an der russischen Küste. Viele Grabstätten aus der Steinzeit zeigen, dass die Gegend schon lange besiedelt ist. Der Name Hammerfest stammt vom altnordischen hamarr, was „steiler Berghang“ bedeutet, und fest, „festmachen“ (von Booten).

70.6642, 23.6837

27 HAVØYSUND

Fischergemeinde auf einer einsamen Insel in der Barentssee mit bunten Häusern, zumeist aus der Nachkriegszeit, die typisch für die kleinen Fischerdörfer der Region sind. Die meisten der älteren Häuser wurden am Kriegsende von den Deutschen auf dem Rückzug vor der Roten Armee niedergebrannt. Auf der vorgelagerten Felseninsel Hjelmsøystauren gibt es die am dichtesten besiedelte Vogelkolonie Europas: Dreizehenmöwen, Trottellummen und Tordalke nisten unter anderem hier. Zwischen 1740 und 1917 war die Gegend auch ein wichtiger Handelsplatz für russische Pomoren – Siedler vom Weißen Meer und der Kola-Halbinsel.

70.9948, 24.6863

28 HONNINGSVÅG

In der Nähe der Stadt Honningsvåg, aber nicht direkt auf der Hurtigruten-Strecke, liegt das Nordkap (71°10”21”), der nördlichste Punkt des europäischen Festlands. Es wurde 1553 von drei englischen Schiffen auf der Suche nach dem Nördlichen Seeweg entdeckt: Zwei kehrten nie zurück, und die Besatzung des dritten taufte es Nordkap. Es ist ein Felsplateau hoch über dem Meer mit einem Globus als Wahrzeichen. Im Frühling kann man erleben, wie die norwegische Armee etwa 3.800 Rentiere mit einem Landungsboot vom Festland auf die Insel Magerøya transportiert, aber spannender ist es im Herbst, wenn die Tiere und ihre Kälber die 1,8 km zu ihrer Winterweidefläche zurückschwimmen.

70.9816, 25.9682

29 KJØLLEFJORD

Das große Fischerdorf an der Westküste der Nordkinnhalbinsel liegt am Kopfende des Kjøllefjords, der in den wesentlich größeren Laksefjord mündet. Jedes Jahr treiben mehrere samische Familien ihre Rentiere auf die Sommerweiden in der Gegend. Nach Kjøllefjord fährt das Schiff an der prächtigen Finnkirka vorbei – einem dramatischen Felsen, der aussieht wie eine Kathedrale und einst ein Opferplatz der Samen war. Die Fischer machten hier Halt, wenn sie den Fjord verließen, und beteten für gutes Wetter, und bei ihrer Rückkehr bedankten sie sich hier für die sichere Fahrt. Wenn die Hurtigruten-Schiffe nachts vorbeifahren, ist die Finnkirka beleuchtet.

70.9489, 27.3364

30 MEHAMN

Der nördlichste Hafen der Route liegt im Norden der Nordkinnhalbinsel. 1903 gab es hier auf der großen Walfangstation einen Aufstand, bekannt als Mehamn-Rebellion. Die Fischer machten den Walfang verantwortlich für ihre schlechten Fänge, weil sie glaubten, die Wale trieben die Fische zum Ufer. Als der Leiter der Station sich weigerte, einem Fischerboot in Seenot zu helfen, gingen die Fischer auf die Barrikaden, und bis das Militär eintraf, war die Walfangstation völlig zerstört. Manche der Täter erhielten milde Strafen, und im Jahr darauf gewann die Arbeiterpartei, die sich für den Schutz der Wale stark gemacht hatte, erstmals Sitze im norwegischen Parlament. Diese ersten vier Parlamentsmitglieder der Arbeiterpartei kamen aus dem Norden und brachten ein Gesetz zum Schutz der Wale in den Regionen Finnmark, Nordland und Troms auf den Weg.

71.0414, 27.8438

31 BERLEVÅG

An der Mündung des Tanafjords passiert das Schiff den Tanahorn, ein heiliger Berg der Samen, der 270 m aus dem Wasser ragt. Kurz darauf erreicht es Berlevåg, ein großes Fischerdorf mit diversen Fischfabriken. Ein Museum dokumentiert die Geschichte der Gemeinde, mit Fokus auf den Bau des Hafendamms über einen Zeitraum von 70 Jahren. Auf einem Hochplateau ganz in der Nähe befindet sich der Nationalpark Varangerhalvøya, ein eigenständiges alpines Ökosystem mit Rentieren, Vielfraßen und Polarfüchsen. Nach dem Verlassen des Hafens fährt man an einem der markantesten Leuchttürme der Hurtigruten-Strecke vorbei, auf einem schmalen Landstreifen, der in die Barentssee ragt. Der Leuchtturm Kjølnes beherbergte einst vier Familien, ist inzwischen jedoch voll automatisiert.

70.8574, 29.1148

32 BÅTSFJORD

Wichtiger Hafen für Norwegens Fischindustrie am Kopfende des Fjords auf der Halbinsel Varanger. Die ungewöhnlichen Streifen an den Klippen, bekannt als Båtsfjord-Formation, sind Sedimentgestein, das sich ursprünglich unter Wasser gebildet hat. Der Felsen besteht aus violettem und grünem Schlammgestein, grauem und rosa Sandstein, gelbgrauem Dolomitgestein und grauem Kalkstein.

70.6294, 29.7245

33 VARDØ

Diese älteste Stadt Nordnorwegens liegt auf der Insel Vardøya. Bei 31° östlicher Länge ist sie die östlichste Stadt Skandinaviens und liegt sogar noch östlicher als St. Petersburg und Istanbul. Ein Unterwassertunnel verbindet die Insel mit dem Festland. Die vorgelagerte Insel Hornøya wird von Tausenden von Seevögeln bevölkert. Vardø hat ein Museum über den Pomoren-Handel und eins über die Geschichte der Region, die stark von ihrer Nähe zu Russland und Finnland geprägt ist. Die Festung aus dem 14. Jahrhundert war erstmals im Zweiten Weltkrieg Schauplatz einer militärischen Auseinandersetzung.

70.3746, 31.1045

34 VADSØ

Multikulturelle Stadt mit einer Mischung aus norwegischen, finnischen und samischen Bewohnern an der Mündung des Varangerfjords und wie die anderen Küstenorte der Finnmark traditionell dem Fischfang verhaftet. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Nur zwei Gebäude blieben verschont und sind heute Teil des Stadtmuseums, das u. a. die Geschichte der finnischen Immigranten dokumentiert. Am Wasser sieht man noch den Ankerturm der Norge – der Zeppelin, mit dem erst Roald Amundsen und dann Umberto Nobile 1926 und 1928 ihre Polarexpeditionen unternommen haben.

70.0708, 29.7961

35 KIRKENES

Beim letzten Halt kehrt das Schiff um und fährt zurück. Die Bewohner der Stadt am Bøkfjord, nah an den Grenzen Russlands und Finnlands, sind eine Mischung aus Samen, Norwegern und Finnen und jüngst auch Russen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs befreite die Rote Armee Kirkenes, und man fühlt sich Russland bis heute stark verbunden. Das Klima ähnelt eher dem Sibiriens, und es gibt Braunbären, Vielfraße, Luchse, und gelegentlich verirren sich auch Wölfe aus Russland hierher. Die Fischer fangen hier die riesigen, leckeren Königskrabben, die in alle Welt exportiert werden.

69.7288, 30.0722


JOTUNHEIMEN
Das perfekte Abenteuer

Entdecken Sie mythische nordische Wesen in den kunstvollen Schnitzereien einer Stabkirche.

Tauchen Sie auf einem traditionellen norwegischen Bergbauernhof unter und baden Sie in einer Holzwanne.

Tanzen Sie auf dem Vinjerock-Festival in den Bergen.

Radeln Sie über den Sognefjellet-Pass, den höchsten Nordeuropas.

Forschen Sie unter einem Gletscher nach Zeichen des Klimawandels.

Wandern Sie den steilen Besseggen hinauf und genießen Sie den Panoramablick.

Finden Sie in den Bergen um Lom kostbares Thulit.

Spüren Sie die Macht von Europas höchstem freifallenden Wasserfall.

Erklimmen Sie den Gipfel von Nordeuropas höchstem Berg.

Diese hochalpine Landschaft erhielt ihren Namen in den 1860ern von dem Dichter Aasmund Olavsson Vinje. In der nordischen Mythologie ist Jötunheimen das Land der Riesen, und hier findet man 29 der höchsten Berge Norwegens. Jotunheimen umfasst 3.500 km2 und ist der beliebteste Nationalpark des Landes.

Die Berge laden im Winter zum Skifahren, im Sommer zum Wandern ein, die wilden Flüsse sind ein Magnet für Kajakfahrer aus aller Welt. Es ist ein Paradies für Bergsteiger, Kanuten, Radfahrer und sogar für Höhlenkletterer, die zwischen traditionellen Kalksteinhöhlen oder Eishöhlen unter Gletschern wählen können.

In einem der Gletscher wurden Spuren menschlichen Lebens entdeckt, die von 1800 v. Chr. stammen, darunter ein Schuh, diverse Pfeile und ein Holzspaten. Ein Abstecher in das Norwegische Bergmuseum lohnt sich, nicht nur wegen dieser Funde, sondern auch, um mehr über das Leben der Menschen hier in den vergangenen Jahrhunderten zu erfahren.

In manchen der umliegenden Bergdörfer scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Es gibt Holzschuppen, die noch aus der Wikingerzeit stammen, und majestätische Stabkirchen, in denen man Symbole der nordischen Mythologie entdecken kann.

Das Dorf Lom, wo es ebenfalls eine schöne Stabkirche gibt, bietet sich als Ausgangspunkt an, um die Gegend zu erkunden. Die Landschaftsroute Sognefjellet führt von dort direkt zum höchsten Gebirgspass Nordeuropas, und die Landschaft ist wirklich atemberaubend schön.

Der Name Jotunheimen passt, nicht nur wegen der Weite der Landschaft, sondern auch, weil sie so gewaltig ist. Lassen Sie sich von ihr mitreißen und verzaubern.

STROMSCHNELLEN & WASSERFÄLLE

1 VETTISFOSSEN

Mit 275 m Europas höchster freifallender Wasserfall (61.3791, 7.9476), der allein schon durch die schiere Wassermasse beeindruckt.

Man erreicht den Wasserfall von Øvre Årdal (61.3089, 7.8028), durch das Utladalen. Karte und Kompass erforderlich.

1 Std., 61.3791, 7.9476

2 RIDDERSPRANGET

Der Rittersprung – eine sehr schmale Schlucht über dem Sjoa – mit Stromschnellen, die bei Raftern und Kajakfahrern sehr beliebt sind. Laut Legende sind ein Ritter und ein schönes Mädchen auf der Flucht vor deren Bräutigam hier über das Wasser gesprungen. Nicht zur Nachahmung empfohlen, aber die Aussicht ist betörend.

Von der Rv51 ausgeschildert. Parkplatz, Information und Toiletten in der Nähe der Schlucht. Karte und Kompass erforderlich.

61.6825, 9.0752

HISTORISCH & HEILIG

3 STABKIRCHE LOM

Eine der größten, noch erhaltenen Stabkirchen, erbaut in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Kunstvolle Schnitzereien, und das Dach ist mit Drachenköpfen verziert – ein Symbol der Wikinger. Im Mittelalter war die Kirche Anziehungspunkt für Pilger und andere Reisende. Bis heute finden hier Gottesdienste statt.

Bergomsvegen 21, 2686 Lom, +47 61 217300. www.lom.kommune.no

61.8398, 8.5661

4 STABKIRCHE URNES

Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert am Ufer des Lustrafjords, direkt gegenüber von Solvorn. Seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe. Vermutlich eine der ältesten ihrer Art mit mittelalterlicher christlicher Symbolik, aber auch Darstellungen aus der Wikingerzeit. Wunderschöne Holzschnitzereien zeigen ein vierbeiniges Tier, das eine Schlange beißt, möglicherweise Jesus, der gegen Satan kämpft, oder ein Porträt des Drachen Nidhöggr aus der nordischen Mythologie, der an der Wurzel der Weltesche Yggdrasil nagt.

6870 Ornes, Luster, +47 57 678840.

61.2982, 7.3226

KULTUR & GESCHICHTE

5 NORSK FJELLMUSEUM

Das Thema des Norwegischen Bergmuseums ist die Beziehung zwischen Menschen und Bergen und wie sich diese seit der Eiszeit bis zum heutigen Tag verändert hat. Erfahren Sie, wie die Steinzeitmenschen sich in den Bergen fortbewegt haben und welche archäologischen Funde schmelzender Schnee und Gletscher zutage gefördert haben – fast 1.600 Artefakte aus der Region Upland, darunter viele aus Jotunheimen, gehören zu den Ausstellungsstücken. Das Museum dient auch als Touristeninformation des Nationalparks Jotunheimen.

2688 Lom, +47 61 211600. www.norskfjellsenter.no

61.8376, 8.5677

6 VALDRES FOLK MUSEUM

Freiluftmuseum für die ganze Familie mit faszinierenden Einblicken in die norwegische Kultur. Bewundern Sie Norwegens größte Sammlung regionaler Trachten, hören Sie traditionelle Musik, lernen Sie die hiesigen Volkstänze. Es gibt regionale Delikatessen und regelmäßige Konzerte und Veranstaltungen. Kinder freuen sich über die zum Museum gehörigen Bauernhoftiere. Aktuelle Informationen auf der Website.

Tyinvegen 27, 2900 Fagernes, +47 61 359900. www.valdresmusea.no

60.9812, 9.2306

7 FOSSHEIM STEINZENTRUM

Größte Mineral- und Halbedelsteinsammlung Norwegens und eine interessante Fossilienabteilung. Außerdem gibt es eine Werkstatt, wo Schmuck und Kunsthandwerksgegenstände verkauft werden. Erfahren Sie mehr über den norwegischen National-Edelstein Thulit, der in Lom abgebaut wird.

Bergomsvegen 30, 2686 Lom, +47 61 211460. www.fossheimsteinsenter.no

61.8388, 8.5740

8 MÍMISBRUNNR KLIMAPARK

Sehr ungewöhnliches Museum, das 70 m in einen Eistunnel unter einem Gletscher führt, um den Klimawandel zu veranschaulichen. In der nordischen Mythologie ist Mímisbrunnr der Brunnen unter der Weltesche Yggdrasil und die Quelle allen Wissens und aller Weisheit. Die Originalfunde aus dem Eis befinden sich im Norwegischen Bergmuseum (siehe 5).

2688 Lom, +47 61 211600. www.mimisbrunnr.no

61.6750, 8.3531

9 VINJEROCK

Die Besucher sind angehalten, zu Fuß zu diesem Musikfestival in 1.060 m Höhe in Eidsbugarden zu kommen. Tolle Musik und andere Outdooraktivitäten in spektakulärer Location. Das Festival ist nach dem berühmten norwegischen Dichter Aasmund Vinje benannt – der als Erster eine Berghütte in dieser Region gebaut hat und ihr den Namen Jotunheimen (Land der Riesen) verpasst hat. Das Festival findet jedes Jahr im Juli statt.

Eidsbugarden, 2985 Vang i Valdres, +47 971 09903. www.vinjerock.no

61.3729, 8.2988

BERGE & KLETTERTOUREN

10 LANDSCHAFTSROUTE SOGNEFJELLET

Spektakulärer Gebirgspass und einer der weltschönsten Auto- und Fahrradrouten. Nur im Sommer für den Verkehr geöffnet, führt die berühmte Nationalstraße bis auf 1.434 m hinauf und bietet von Anfang bis Ende einen atemberaubenden Panoramablick. Fahren Sie im Frühling, kurz nach Öffnung der Straße, und staunen Sie über die 10 m hohen Schneewände am Straßenrand. Es gibt diverse Rastplätze, alle mit fantastischer Aussicht. Befahrbar mit Auto und Fahrrad.

Die Fv55 ist 108 km lang und verläuft zwischen Gaupne (61.4026, 7.2934) am Sognefjord und Lom (61.8366, 8.5666) im Gudbrandsdalen.

61.5536, 8.4842

11 GALDHØPIGGEN

Mit 2.469 m höchster Berg Norwegens und ganz Nordeuropas. Der Gipfel kann ohne Kletterausrüstung bestiegen werden, aber es ist eine anspruchsvolle Wanderung, und für eine der Routen braucht man einen Führer, um den Gletscher zu überqueren. Bereiten Sie sich gut vor und besorgen Sie sich eine Wanderkarte. 1850 waren drei Männer aus der Gegend die Ersten, die den Gipfel erklommen. Inzwischen sind es jeden Sommer mehrere Tausend. Oben gibt es eine kleine Hütte, die Getränke und Schokolade verkauft.

Bergführer über: Aktiv i Lom SA, 2687 Bøverdalen,+47 61 212799.

61.6370, 8.3092

12 GLITTERTIND

Der Nationalpark Jotunheimen heißt nicht umsonst Land der Riesen. Glittertind, mit 2.465 m der zweithöchste Berg Norwegens, war einst Titelanwärter, doch ist der Gletscher auf seinem Gipfel geschrumpft. Die erste Besteigung erfolgte 1841, und heute ist er ein beliebtes Wanderziel. Am besten ist er von Westen zugänglich, über die Spiterstulen Lodge, doch man muss sich gut vorbereiten und benötigt Karte und Kompass. Oder man nimmt sich einen Führer. Der Blick vom Gipfel ist überwältigend.

Für Bergführer siehe Galdhøpiggen (11).

61.6512, 8.5575

13 BESSEGGEN-GRAT

Eine der berühmtesten Tagestouren Norwegens. Der Wanderweg beginnt am Ufer des Gjende-Sees, führt zum Bergrücken hinauf und dann zurück zum See. Der Weg ist deutlich mit roten Ts auf Felsen markiert. Entweder geht man von Gjendesheim nach Memurubu und nimmt die Fähre zurück oder andersherum. Die Wanderung ist anspruchsvoll und erfordert körperliche Fitness. Wählen Sie einen wolkenlosen Tag, der Blick ist atemberaubend. In Memurubu (siehe 19) gibt es eine Hütte des DNT (Norwegischer Wanderverein), aber man kann auch campen.

Der Wanderweg beginnt in Gjendesheim (61.4941, 8.8134) und endet in Memurubu (61.4910, 8.6311), höchster Punkt ist der Veslfjellet (61.5073, 8.7637). Für die Fähre zurück nach Gjendesheim siehe 14. Karte und Kompass erforderlich.

7–8 Std., 61.5010, 8.7174

14 BOOTSFAHRT AUF DEM GJENDE-SEE

Auf dem hoch gelegenen Gebirgssee, der 20 km lang und an seiner tiefsten Stelle 150 m tief ist, verkehrt regelmäßig eine Fähre. Unternehmen Sie eine Sightseeingfahrt auf dem schönen blaugrünen Wasser – die Farbe stammt von Gletscherpartikeln. Man kann die Fähre auch nutzen, um zum Ausgangspunkt der Wanderung auf den Besseggen-Grat zu gelangen (siehe 13).

Die Fähre verkehrt regelmäßig von Gjendesheim (61.4941, 8.8134) nach Memurubu (61.49099, 8.63107) und weiter bis zum Ende des Fjords in Gjendebu (61.4511, 8.4882). Fahrpläne unter www.gjende.no

61.4941, 8.8134

GLETSCHER & HÜHLEN

15 DUMMDALSGROTTENE

Vom Dumma im Laufe der Jahrtausende gebildetes Höhlensystem, mit zahlreichen Kammern und interessanten Felsformationen. Sie brauchen einen Führer und Spezialausrüstung. Tolles Abenteuer für die ganze Familie.

Geführte Touren inklusive Ausrüstung: Aktiv i Lom SA, 2687 Bøverdalen, +47 61 212799.

61.5564, 8.0521

16 SMØRSTABBREEN

Spektakulärer Gletscher. Machen Sie eine Führung, und lassen Sie sich erzählen, wie Gletscher funktionieren. Betreten Sie dann die beeindruckenden Höhlen unter dem Gletscher.

Jotunheimen Glacier Guides, 2688 Lom, +47 91 301906. www.jotunheimenglacierguides.com

61.5414, 8.1064

KULINARISCHES

17 BRIMI SÆTER

Bezaubernder traditioneller Milchbauernhof mit Café, Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten. Genießen Sie regionale Delikatessen, wie selbst gemachten Käse und Waffeln in idyllischer Atmosphäre. Kinder lieben die Tiere und dürfen beim Melken helfen – gut möglich, dass Sie länger bleiben als beabsichtigt.

Smørlivegen, 2685 Garmo, +47 91 137558. www.brimi-seter.no

61.8070, 8.9144

ESSEN & SCHLAFEN

18 KROSSBU TURISTSTASJON

Die Lodge im Privatbesitz am Gebirgspass Sognefjellet ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für die zahlreichen markierten Wanderwege der Umgebung. Im Sommer gibt es geführte Touren über die Gletscher Smørstabbreen und Fannaråkbreen. Ausgezeichnetes Restaurant mit Aussicht.

2687 Bøverdalen, +47 61 212922. www.krossbu.no

61.5742, 8.0324

19 BERGHÜTTE GJENDEBU

Hütte des DNT (Norwegischer Wanderverein) mit 119 Betten am westlichen Ende des Gjende-Sees im Herzen vom Nationalpark Jotunheimen auf 995 m. Toller Blick über den See und die Berge. Hin kommt man zu Fuß oder mit dem Boot über den Gjende-See (siehe 14). Der DNT hat noch zahlreiche andere Hütten in der Region Jotunheimen. Informationen unter: www.turistforeningen.no/cabin

2684 Vågå, +47 91 574 965. www.gjendebu.com

61.4511, 8.4882

20 VALBJØR GARD

Hoch über Vågå und 650 mNN liegt der Biobauernhof Valbjør, dessen Ursprünge in die Wikingerzeit zurückreichen. Tolle Location vor der Kulisse von Jotunheimen mit Blick auf den Vågå-See. Neben Schaf- und Ziegenzucht, Gemüse- und Kräuteranbau 12 Holzhütten, die man mieten kann, und Betten auf dem alten Heuboden. Alle Speisen aus der Region, selbst gemacht und köstlich. Diverse markierte Wanderwege führen am Bauernhof vorbei.

Øvre Nordheradsveg 472, 2680 Vågå, +47 61 237301. www.valbjoer.no

61.8745, 9.0858

21 RØISHEIM

Kleines Hotel in der Herberge einer Poststation aus dem 18. Jahrhundert. Ideal, wenn man in den Bergen des Nationalparks klettern will. Leckere regionale Küche und ein herzhaftes, traditionelles norwegisches Frühstück. Manche Zimmer haben Holzbadewannen.

2687 Bøverdalen, +47 61 21 20 31. www.roisheim.no

61.7493, 8.3851


RØROS
Die perfekte Woche

Erkunden Sie in Jutulhogget Nordeuropas größte Schlucht.

Lassen Sie sich von den Lichtern des Hessdalen-Phänomens bezaubern.

Schlafen Sie in Røros in einem Hotel aus dem 17. Jahrhundert.

Trinken Sie auf dem Røros Folk Festival Bier und lernen Sie Polka tanzen.

Beobachten Sie im Forollhogna-Nationalpark riesige Rentiere (und versuchen Sie, ein Geweih zu finden).

Singen Sie, um die Akustik in der neuen Stabkirche in Haltdalen auszuprobieren.

Steigen Sie in der Olavsgrube 50 Meter in die Tiefe und erkunden Sie die Tunnel.

Lauschen Sie im Husantunet-Museum dem Aberglauben der Bergbauern.

Sehen Sie, wie im Schmelzwerk von Røros Kupferbarren hergestellt werden.

Angeln Sie auf dem Doktorsee vom Kanu aus Seesaiblinge.

Die idyllische, friedliche Bergstadt Røros liegt 600 mNN, nahe der schwedischen Grenze. 330 Jahre wurde hier Kupfer abgebaut, und die Bergstaden (die Bergstadt, wie sie einst genannt wurde) ist seit dem 18. Jahrundert fast unverändert und UNESCO-Weltkulturerbe. Wenn man die alten Bergarbeiterhäuschen mit ihren dunklen Holzfassaden besichtigt, die oft um mittelalterliche Plätze angeordnet sind, fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt.

Die Landschaft in der Umgebung ist größtenteils Ende der letzten Eiszeit durch Vergletscherung entstanden, und Sie werden viele Landformen finden, die typischerweise von Gletscherschmelzwasser geformt werden. Røros hat sogar eine eigene Mini-Flugsandwüste.

Die Stadt ist um das florierende Kupferwerk herum gewachsen, mit diversen Erzfeldern und zahlreichen Minen. Das Leben der Bergarbeiter war kein Zuckerschlecken – an einem Ort, wo oft Norwegens kälteste Wintertemperaturen verzeichnet werden. Man kann eine der Minen besichtigen, in die Schächte hinabsteigen und durch die Stollen gehen, die die Minen miteinander verbinden. Das Museum befindet sich auf dem Gelände des alten Schmelzwerks, und in der Umgebung gibt es viele weitere historische Schauplätze.

Røros ist an der Grenze zu Schweden von wilden Bergen umgeben, inklusive zweier Nationalparks. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten zu wandern, Kanu zu fahren und sich direkt aus der Natur zu ernähren.

Lange vor Beginn des Kupferabbaus haben samische Rentierhirten die Berge beherrscht, und die Kultur der Samen ist hier in der Gegend noch immer sehr stark vertreten. Versuchen Sie, die Landschaft durch ihre Augen zu sehen, und Sie werden erkennen, dass sie überhaupt nicht unfruchtbar ist, sondern reich an Beeren und essbaren Pflanzen, mit fischreichen Gewässern.

Setzen Sie doch das mittelalterliche, märchenhafte Motiv von Røros fort, indem Sie die Nacht im Hessdalen verbringen und sich die mysteriösen, bis heute ungeklärten Lichter des Hessdalen-Phänomens (siehe 6) ansehen. Das Erlebnis wird Ihre Fantasie beflügeln.

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900 str. 1068 ilustracji
ISBN:
9783942048750
Właściciel praw:
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