Czytaj książkę: «Wander-Geheimtipps Allgäu»
Touren für Neugierige
Wander-Geheimtipps
Allgäu
Unbekannte Wege abseits des Trubels
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Tourenüberblick
Vorwort
Gut gerüstet besser ans Ziel
Naturpark Nagelfluhkette
1Stille über der Weißach
Spitzlerberg, Prodel und Denneberg
2Zwischen den Bahnen
Auf das Himmelseck
3Sonnenseite des Hochgrats
Aufstieg ab der Alpe Scheidwang
4Auf den Siplinger Kopf
Aufstieg ab dem Gunzesrieder Tal
5Die Sonnenseite von Bayerisch Sibirien
Heiden- und Girenkopf
6Die Ruhigen an der Grenze
Gelbhansekopf und Hochschelpen
7Aussichtsloge vor den Wänden
Über den Scheuenwasserfall auf den Piesenkopf
Illertal
8Zur Judenkirche
Vom Hirschsprung um den Ochsenberg
9Unter Kreuzeck und Krottenspitze
Von Spielmannsau ins Traufbachtal
10Panorama auf den Sonnenköpfen
Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf
11Sonthofer Hüttenrunde
Einkehren rund um das Strausbergmoos
12Der kleine Wilde von Sonthofen
Durch den Burgstalltobel
13Nachmittagstour über Sonthofen
Ab Breiten zum Bildstöckle und nach Oberried
Bad Hindelang und Pfronten
14Unterm Jochschrofen
Wildbach- und Hirschbachtobel
15Auf den Bschießer
Aufstieg über die Zipfelsalpe
16Malerisches Stierbachtal
Aufstieg ab dem Giebelhaus über dem Prinz-Luitpold-Haus
17Ein Berg als Dreh- und Angelpunkt
Von Unterjoch auf den Sorgschrofen
18Der Aussichtsreiche auf der Grenze
Vom Achtal auf den Schönkahler
Alpenvorland
19Zur Alttrauchburg
Aufstieg über die Sonnenseite
20Das Aussichtswunder von Missen
Hauchenberg mit Alpkönigblick
21Auf den Stoffelberg
Lockere Runde ab Rieggis
22Rukatstobel und Geratser Wasserfall
Zugang ab dem Rottachsee
23Auf dem Heinrichweg 2
Historischer Erlebniswanderweg in Sulzberg
24Vom Weiher in die Schlucht
Über Stich an die Wertach
25Zwischen Schlucht und Bannwald
Von Wald in die Wertachschlucht
Zugabe
Register
Impressum

4 Ein Treppenweg führt auf den Siplinger Kopf.

12 Burgstalltobel und Fluhenstein

10 Aussicht über den Altstädter Hof zum Illertal

20 Hauchenberg und Kühberg

22 Rukatstobel und Geratser Wasserfall
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwierig |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Einkehr |
| Kinderfreundlich |
| Sehenswürdigkeit |
| Wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Anreise mit Bahn/Bus |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Tour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Die Touren im Überblick
Leicht
13Bildstöckle und Kapelle Oberried
21Auf den Stoffelberg
24Vom Sticher Weiher an die Wertach
Mittel
1Spitzlerberg, Prodel und Denneberg
2Auf das Himmelseck
6Gelbhansekopf und Hochschelpen
7Scheuenwasserfall und Piesenkopf
8Vom Hirschsprung um den Ochsenberg
9Von Spielmannsau ins Traufbachtal
10Panorama auf den Sonnenköpfen
11Sonthofer Hüttenrunde
12Durch den Burgstalltobel
16Vom Giebelhaus ins Stierbachtal
18Vom Achtal auf den Schönkahler
19Zur Alttrauchburg
20Hauchenberg mit Alpkönigblick
22Rukatstobel und Geratser Wasserfall
23Erlebniswanderweg in Sulzberg
25Von Wald in die Wertachschlucht
Schwierig
3Sonnenseite des Hochgrats
4Auf den Siplinger Kopf
5Heiden- und Girenkopf
14Unterm Jochschrofen
15Auf den Bschießer
17Von Unterjoch auf den Sorgschrofen
Tourenüberblick




An idyllischen Wasserrutschen vorbei erfolgt der Aufstieg auf den Hochgrat.
Vorwort
Das Allgäu zählt zu den beliebtesten Wanderregionen Deutschlands. Insbesondere an sonnigen Wochenenden ziehen unzählige Ausflügler los, um die Landschaft, die Aussicht sowie auch die Einkehr in der traumhaft gelegenen Alpenregion zu genießen. Viele Wanderer eint dabei der Wunsch nach der unberührten Natur. Den einen oder anderen Flecken, auf den das zutrifft, mag es in schwer zugänglichen Gebieten sicherlich geben. Genau dort befinden sich die letzten Refugien seltener Pflanzen- und scheuer Tierarten. Als Wanderer pflegen wir einen sensibilisierten Umgang mit der Natur und bleiben auf den für uns vorgesehenen Wegen und Pfaden.
Einen Wandertag zu erleben, ganz ohne anderen Menschen zu begegnen, wird uns im Allgäu also kaum gelingen. Dem Sog der breiten Masse zu widerstehen, ist aber durchaus machbar – und das sogar bei den Großparkplätzen. Bei der Hochgratbahn etwa reicht es, anstatt den Weg zur Talstation die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen. Ähnliches gilt für Oberjoch, wo nur wenige Wanderer den Weg in den Wildbachtobel finden. Andere Berge eröffnen uns durch ihre Lage abseits der Hauptferienorte ruhige Wandermomente. Hier möchten wir mit dem Piesenkopf und dem Hochschelpen nur mal zwei nennen.
Daneben finden wir im Allgäu eine Reihe an Bergen, auf denen es dank einer einfachen Eigenschaft deutlich ruhiger zugeht: Wir müssen sie aus eigener Kraft erklimmen. Stehen wir dann oben auf dem Schönkahler, Bschießer oder Sorgschrofen, werden wir diese unvergesslichen Augenblicke auch gerne mit Gleichgesinnten teilen.
Viel Freude wünschen Ihnen
Annette und Lars Freudenthal

Vor der Rast auf dem Zeiger steht eine kurze Kletterpartie an.

Kuhweide vor dem Kühgundrücken mit dem Iseler
Gut gerüstet besser ans Ziel

Lauschiges Plätzchen mit Blick zu den Tannheimer Bergen
Allen Warnungen zum Trotz werden auch im Allgäu insbesondere die weniger hohen Berge oft unterschätzt. Doch auch hier gilt: Feste Wander- oder Trekkingschuhe sind ein Muss für sicheres Wandern. Halbschuhe, Turnschuhe oder ähnliche Treter bieten zu wenig Halt, wirken sich negativ auf die Fußgesundheit aus und sind oft Auslöser von vermeidbaren Unfällen. Wanderstöcke hingegen begünstigen eine aufrechte Körperhaltung und schonen die Gelenke. Ebenfalls von Vorteil ist bequeme Wanderkleidung aus Funktionsmaterial, das schnell trocknet und sich leicht trägt. Auf Abstand sollte man hingegen beim Rucksack gehen. Und zwar auf Abstand zum Rücken. Das ermöglicht eine spezielle Bauweise des Rucksacks, die das Gewicht optimal verteilt und eine bessere Luftzirkulation erlaubt. Dadurch bleiben Wanderhemden auch an warmen Sommertagen länger trocken und man hat ein deutlich besseres Gefühl auf der Haut.
Verantwortung und Selbsteinschätzung
Alle in diesem Wanderführer beschriebenen Touren orientieren sich an dem Wegenetz des Alpenvereins, ergänzt durch örtliche Wanderwege. Denn während wir als Wanderer von den Wegweisern und der Pflege der offiziellen Wanderwege profitieren, findet das Wild abseits der Wanderstrecken wichtige Rückzugsräume, in die sich nur selten Menschen verirren. Als verantwortungsbewusste Wanderer rennen wir nicht blindlings durch die Landschaft (oder darüber hinweg), sondern nehmen auch auf andere, schwächere Rücksicht.
Da die Landschaft insbesondere in den Allgäuer Hochalpen immer noch sehr aktiv ist (Hangrutsche, Steinschlaggefahr), kann die vorgefundene Beschilderung von der Beschreibung im Buch auch mal abweichen. In so einem Fall ist es meistens besser, der neuen Wegmarkierung zu folgen, da sie einen sicher ans Ziel bringt. Insbesondere wer sich alleine in höhere Lagen begibt, sollte sich dessen auch bewusst sein und im Zweifelsfall lieber umkehren. Das liegt zwar nicht in der Natur des Menschen, aber da wir nicht immer zusammen im Allgäu unterwegs sind, können wir Ihnen versichern: Das machen auch Wanderbuchautoren so.
Ein Ziel der »Wander-Geheimtipps für das Allgäu« ist es, am Ende der einzelnen Touren zufrieden auf die vergangenen Stunden und das Geleistete zurückzublicken. Dies gelingt am besten, wenn man sich – und seine Mitwanderer – richtig einschätzt. Die längeren Touren wie die Runde über die Sonnenköpfe, die Wanderung auf den Sorgschrofen oder über die Zipfelsalpe auf den Bschießer sollten daher erst in Angriff genommen werden, wenn schon eine gewisse Grundkondition und Erfahrung im Gelände vorhanden ist. Hierzu zählt auch, das Wetter richtig einschätzen zu können. Denn gerade an heißen Sommertagen bilden sich über den Hochlagen des Allgäus gerne Gewitterwolken, die oft schon nachmittags mit Platzregen und Hagel sowie Blitz und Donner niedergehen. Ein leichter Regenschutz sollte deshalb immer dabei sein. Ebenfalls hilfreich ist es, die Entwicklung von Regenwolken im Internet, etwa auf www.wetteronline.de oder www.niederschlagsradar.de, zu beobachten. Im Zweifelsfall sollte man sich auch nicht davor scheuen, eine Tour – falls möglich – abzubrechen bzw. nach dem Unwetter fortzusetzen.

Auf den letzten Metern vom Kühberg nach Missen wandern wir durch eine Bilderbuchlandschaft.
Unsere Favoriten
Stille über der Weißach, Tour 1
Piesenkopf – Aussichtsloge vor den Wänden, Tour 7
Panorama auf den Sonnenköpfen, Tour 10
Unterm Jochschrofen, Tour 14
Schönkahler – der Aussichtsreiche auf der Grenze, Tour 18
Alpines Notsignal
Wer an einem hochsommerlichen Wanderwochenende in den Alpen unterwegs ist, der weiß: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste Rettungshubschrauber aufsteigt. In der Regel trifft es andere. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es selbst auf leichtem Terrain durch ein einfaches Umknicken schnell zu einer Situation kommen kann, in der man alleine kaum mehr vorankommt. Für diese Ausnahme und schlechten Handyempfang merken wir uns das alpine Notsignal: Innerhalb einer Minute wird sechsmal (alle zehn Sekunden) ein hörbares, etwa durch Rufen oder eine Signalpfeife, oder sichtbares Signal, zum Beispiel durch Winken oder Schwenken von auffallenden Kleidungsstücken oder eines farbigen Rucksacks, gegeben. Nach einer Minute wiederholt man den Notruf. Die Antwort erfolgt ebenfalls durch hörbare oder sichtbare Signale, die dreimal in der Minute abgegeben werden. Das Signal sollte auch bei einer Antwort weiterhin wiederholt werden, damit die Retter sicher zu unserem Standort finden. Daneben lohnt sich ein Blick in den Rucksack. In verschiedenen Modellen sind die wichtigsten Zeichen symbolisch dargestellt.

Die Nachmittage verbringen Kühe in der Regel gemütlich.

Aussicht über den Sonthofer Hof auf den Grünten, das Ostrach- und Illertal
Wandern im Winter
Die Hochlagen im Allgäu zählen zu den wenigen schneesicheren Gebieten in Deutschland. Auf zwei schmalen Brettern ins Tal zu wedeln, ist jedoch nicht jedermanns Sache. Wer sich in der kalten Jahreszeit dennoch fit halten will, findet in diesem Buch deshalb auch Touren, die das ganze Jahr möglich sind. So etwa der Historische Erlebnisweg Heinrich in Sulzberg, vom Sticher Weiher an die Wertach sowie von der Gemeinde Wald durch die Wertachschlucht. Daneben gibt es bei einigen in diesem Buch beschriebenen Orten und Wandergebieten in der kalten Jahreszeit präparierte Winterwanderwege.
Interessante Internetadressen
www.naturpark-nagelfluhkette.de
Informationsportal des Naturparks Nagelfluhkette
www.alpenverein.de
Gemeinsamer Auftritt der Sektionen des Deutschen Alpenvereins (DAV)
www.allgaeu.de
Infoportal der Allgäu GmbH
www.oberallgaeu.de
Seite der OberAllgäu Tourismus Service GmbH, Infos zur Allgäu-Walser-Card
www.bayern-fahrplan.de/de/auskunft
Hier finden Sie Fahrpläne zu den einzelnen Haltestellen im Allgäu und Kleinwalsertal.
www.freudenthal.biz
Unser gemeinsamer Blog mit Wander- und Reiseberichten aus aller Welt
Pause mit Genuss
Zu einer schönen Wanderung gehört natürlich auch eine Einkehr oder längere Rast. Unsere Wanderungen führen deshalb zu zahlreichen, traumhaft gelegenen Plätzen, von denen man Jahre später noch schwärmt. Zudem kommen die meisten der Touren an einer oder mehreren Wirtschaften und Berghütten vorbei, sodass man sich mit Gleichgesinnten austauschen und beiläufig die »Wander-Geheimtipps für das Allgäu« weiterempfehlen kann. Bei den Touren ohne Einkehrmöglichkeit sowie auch unter der Woche, wenn viele (Senn-)Alpen und Ausflugslokale geschlossen sind, decken wir uns morgens bei einer Bäckerei ein oder plündern die heimische Vorratskammer. In dem Fall können wir uns auf selbst belegte Brote und Kuchen, vielleicht auch Knabbereien freuen, die genau unserem Geschmack entsprechen.
Anfahrt
Viele Wanderziele sind im Allgäu mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Hierfür haben wir den Namen der jeweiligen Haltestelle angegeben. In Kombination mit Gästekarten werden die Tickets zum Teil erstattet. Daneben nutzen wir speziell für diesen Titel auch entlegene Ausgangspunkte fern jeder Haltestelle. Wer mit dem Auto anreist und ein Navi nutzt, kann die im Infokasten der einzelnen Touren angegebenen GPS-Koordinaten eingeben. Diese führen ihn punktgenau zum Ausgangspunkt der Wanderung bzw. zur nächstgelegenen Parkmöglichkeit. Als Besonderheit kann es bei den Touren ab Spielmannsau oder dem Giebelhaus sinnvoll sein, bei der Anreise zum Ausgangspunkt das E-Bike zu nutzen.

Die letzten Meter zum Prinz-Luitpold-Haus führen über steiniges Terrain.
Gehzeiten und Höhenangaben
Die genannten Zeiten sind die durchschnittliche reine Gehzeit. Weil es bei vielen der Touren einiges zu entdecken gibt, beinhaltet diese Gehzeit auch die Zeit, in der man sich umsieht und die Landschaft auf sich wirken lässt. Pausen oder gar eine längere Einkehr sind darin jedoch nicht enthalten. Rechnen Sie bitte auch Zeit für unvorhergesehene Änderungen ein, sodass Sie auch bei zusätzlichen Abstechern, bei kürzerem Verlaufen oder einem gesperrten Weg (z. B. wegen Holzfällarbeiten) rechtzeitig zurück am Ausgangspunkt sind. Unsere Höhenangaben beinhalten die tatsächlich zu leistenden Höhenmeter. Lediglich kleine Kuppen und Senken mit nur geringem Höhenunterschied haben wir ausgelassen. So stehen Sie nicht plötzlich vor einem großen Zwischenanstieg, der nirgends erwähnt wird.
Schwierigkeitsgrade
Leicht: eher kurze Spaziergänge und Wanderungen, die keine oder kaum Trittsicherheit erfordern und nur wenige Steigungen beinhalten
Mittel: Touren mit längeren Auf- und Abstiegen, die eine gewisse Kondition und zumindest etwas Trittsicherheit erfordern
Schwer: Diese Runden setzen Kondition und Trittsicherheit, zum Teil auch Schwindelfreiheit voraus. Hier geht es ganz gut bergauf und bergab. Auf kurzen Abschnitten kann der Weg im alpinen Gelände ausgesetzt sein. Doch auch diese Touren lassen sich mit etwas Erfahrung in den Bergen und einer guten Ausdauer am Berg sicher meistern.
Naturpark Nagelfluhkette

Aussicht von der Alpe Scheuen zum Riedberger Horn, dem König der Hörnergruppe (Tour 7)
1Stille über der Weißach
Spitzlerberg, Prodel und Denneberg
Der Rücken des Prodel bildet die nördlichste Bergkette aus Nagelfluhgestein. Auf der Südseite wechseln sich Bergwälder mit Alpweiden ab. Von dem Wechsel profitieren Rothirsche, Gämsen und Rehe. Als Wanderer können wir uns über herrliche Ausblicke freuen.

Tourencharakter
Der Aufstieg zur Prodel-Alpe erfolgt auf einem breiten Schotterweg, bei dem griffiges Profil geboten ist. Anschließend attraktive Höhenwanderung über aussichtsreiche Pfade. Technisch anspruchsloser Abstieg.
Ausgangs-/Endpunkt
Steibis, Parkplatz bei der Hochgratbahn
GPS 47.5098, 10.0614
Anfahrt
Bus/Bahn: Ab dem Bahnhof Oberstaufen mit der Buslinie 95 bis zur Endhaltestelle Steibis Hochgratbahn
Auto: Von der B 308 Immenstadt–Lindau bei Oberstaufen auf die St 2005 Richtung Österreich abfahren und der Beschilderung durch Steibis zur Hochgratbahn folgen
Einkehr
Simatsgund-Alpe, Eibele-Alpe
Karte
AV-Karte 1:25 000, BY 1 Allgäuer Voralpen West
Informationen
Touristinfo Steibis, Tel. 083 86/81 03, www.oberstaufen.de

Abseits des TrubelsAls Ausgangspunkt unseres ersten Wander-Geheimtipps im Allgäu haben wir den Parkplatz der Hochgratbahn gewählt. Angesichts der riesigen Fläche – wir nutzen nach Möglichkeit die hintere Zufahrt – erscheint es unwahrscheinlich, dass vor uns eine ruhige Wanderung liegt. Tatsächlich aber strömt das Gros der Ankommenden zielstrebig auf die Talstation zu. Deutlich weniger wählen die entgegengesetzte Richtung ins Ehrenschwanger Tal. Sie laufen für gewöhnlich bis zur Simatsgund-Alpe, um ab dort den Hochgrat aus eigener Kraft zu erklimmen. Auf den ersten knapp 200 Metern ab dem Parkplatzende begleiten sie uns. Bereits beim ersten Abzweig scheren wir jedoch links aus und folgen der weiß-rot-weißen Markierung in Richtung Prodel.

Blick zurück zur Nagelfluhkette mit den Gipfeln westlich des Hochgrats
Von der Weißach auf die Prodel-AlpeSchon auf dem Weg über die Weißach wird es um uns herum deutlich ruhiger. Bei unserer eigenen Begehung herrschten beste Bedingungen, um zu wandern. Doch ließen alle anderen, die wir auf dem Talweg sahen, den Abzweig links liegen. Wir können den ersten Abschnitt der Runde also ruhig angehen – und das in doppelter Hinsicht. Gleich nach der Weißach steigt der zunächst breite Schotterweg deutlich an. Was uns Schweißperlen auf die Stirn treibt, eröffnet uns bald eine schöne Sicht über die Weißach auf den Nordhang des Hochgrats. Im Aufstieg führen zwei Fahrwege und ein Pfad rechts zur Au-Alpe. Sowie wir alle drei ausgelassen haben, tauchen wir erstmals in einen geschlossenen Wald ein. Nach einer markanten Kehre biegen wir vor einer Wildruhezone links ab. Weiter bergan trennen uns noch zehn Minuten von der Prodel-Alpe.

Links neben dem Kreuz der Prodel-Alpe sehen wir den Imberg und in das Lanzenbachtal.
Aus- und Fernsichten am ProdelSollte die rustikale Sitzgruppe links der Alpe noch Bestand haben, brauchen wir diese nicht weiter zu beachten. Etwas oberhalb des Wanderwegs, der von Steibis hierherauf führt, gibt es eine schönere Rastmöglichkeit. Direkt vor uns sehen wir die dicht bewaldete Ostseite des Imbergs. Links davon können wir weite Teile des Lanzenbachtals überblicken. Das ebenfalls ruhige Wandergebiet ist durch die Imbergbahn erschlossen, deren Talstation wir oberhalb von Steibis sehen. Ganz knapp sind sogar die kleinen Gondeln zu sehen. Alles gefunden? Dann folgen wir dem fortan als Pfad ausgebildeten Wanderweg am Kreuz der Prodel-Alpe vorbei über den Spitzlerberg sowie durch einen lichten Wald auf den Prodel. Im Sommer engen Himbeeren den Pfad ein. Bei klarer Luft können wir uns dafür über eine Sicht bis zum Schweizer Alpstein mit dem Säntismassiv als höchster Erhebung freuen. Währenddessen reihen sich im Süden die Gipfel der zentralen Nagelfluhkette aneinander.

Rustikaler Rastplatz direkt bei der Prodel-Alpe
Provisorische Rast auf dem DennebergBei nur noch geringer Steigung queren wir enge Waldstreifen und Rinderweiden. Der Weg führt an der Alpe Oberdenneberg vorbei und nimmt schließlich Kurs auf den Denneberg. Auf dem abgeflachten Gipfel öffnet sich die Sicht nun auch nach Osten auf den Großen Alpsee sowie zu den Bergzügen jenseits der Konstanzer Ach. Leider fehlen in diesem Bereich Rastbänke, und die Kuhweiden sind oft feucht bis nass. Weiter östlich tritt der hier anstehende Nagelfluhfels jedoch offen zutage, sodass wir etwas oberhalb vom eigentlichen Wanderweg ein meist trockenes Plätzchen zur mittlerweile wohlverdienten Rast finden.

Die Simatsgund-Alpe bietet eine willkommene Einkehrmöglichkeit vor der Rückkehr zum Parkplatz der Hochgratbahn.
Abstieg zur WeißachZurück auf dem Wanderweg kommen wir als Nächstes zum Abzweig nach Klamm. Geradeaus besteht über den Bergrücken Klamm eine Verbindung zum Himmelseck (Tour 2). Wer mit dem Bus angereist ist, kann auch direkt nach Thalkirchdorf absteigen. Alle anderen orientieren sich halb rechts und nehmen den Fahrweg zur Oberen Klamm-Alpe. Weiter bergab geht es über mehrere Kurven an der Unterdenneberg-Alpe vorbei bis in den Wald. Dort biegen wir erst links, 200 Meter weiter rechts ab und folgen der Beschilderung nun immer in Richtung Hochgratbahn Talstation. Vorbei an der malerischen Bürschgeschwend-Alpe erreichen wir wieder den Talboden der Weißach. Der letzte, gut zwei Kilometer lange Abschnitt ist frei von technischen Anforderungen. Dafür finden wir mit der Simatsgund-Alpe und der oberhalb der Straße gelegenen Eibele-Alpe zwei willkommene Gelegenheiten, um diese Runde mit einer Einkehr zu verbinden.
Nagelfluh – Herrgottsbeton
Vor 30 Millionen Jahren erstreckte sich im Bereich des Naturparks Nagelfluhkette eine Flussebene bis zur Donau. Erst später rückten die Alpen weiter nach Norden vor. Flusskiesel, Sande und feinste Teilchen wurden immer fester zusammengepresst. Als Konglomeratgestein bilden sie heute den Herrgottsbeton, wie der Nagelfluh im Allgäu genannt wird.
2Zwischen den Bahnen
Auf das Himmelseck
Die Nordhänge des Prodel sind ideal für den alpinen Wintersport. Insbesondere am Hündlekopf und bei Thalkirchdorf finden wir Pisten. Weiter östlich bietet die Alpsee Bergwelt eine ganze Palette an Aktivitäten. Dazwischen können wir uns über ruhige Wanderwege freuen.

Tourencharakter
Beim Aufstieg über die Alpe Kuhschwand bis auf den Grat bei Klammen ist eine gute Kondition am Berg von Vorteil. Bis Eckhalde folgt eine gut zu laufende Höhenwanderung mit schönen Ausblicken. Reizvoller Abschluss am Wasserfall.
Ausgangs-/Endpunkt
Thalkirchdorf, Parkplatz in der Alten Schulstraße
GPS 47.5523, 10.0897
Anfahrt
Bus/Bahn: Ab Oberstaufen und Immenstadt mit der Buslinie 39 zur Haltestelle Thalkirchdorf Hense. Der Zugang erfolgt dann jenseits der B 308 über die Kirchdorfer Straße.
Auto: Von der B 308 Immenstadt–Lindau zwischen der Hündle-Bahn und der Bergwelt nach Thalkirchdorf abfahren. Parkplatz in der Verlängerung der Kirchdorfer Straße. Alternativ beim Freibad parken
Einkehr
Alpe Kuhschwand, Alpe
Obere Kalle, Abenteuer Alpe, Bärenfalle
Karte
AV-Karte 1:25 000, BY 1 Allgäuer Voralpen West
Informationen
Touristinfo Thalkirchdorf, Tel. 083 86/930 00, www.oberstaufen.de

Aufstieg zur Alpe KuhschwandVom Parkplatz in der Alten Schulstraße aus gesehen biegen wir direkt vor der Kirche St. Johannes Baptist rechts nach Osterdorf ab und verlassen Thalkirchdorf auf der Straße Am Pfarrhof. Die ersten 700 Meter verlaufen ebenerdig im Tal der Konstanzer Ach und eignen sich gut zum Warmlaufen. Nachdem wir ein einzeln stehendes Haus passiert haben, wechseln wir rechts auf den weiß-rot-weiß markierten Weg Richtung Denneberg. Dieser führt uns zunächst geradeaus durch eine Wiese, dann in mehreren Kehren steil bergan durch den Wald. Sowie sich weiter oben die Sicht wieder öffnet und das Gelände flacher wird, wechseln wir erneut rechts auf den Pfad. Damit geht es weiter ordentlich bergauf bis zur Alpe Kuhschwand. Knapp die Hälfte des ersten Aufstiegs ist hier geschafft. Das reicht, um sich mit gutem Gewissen eine Pause in der idyllisch gelegenen Alpe zu gönnen.

Schon im Tal passieren wir diesen hübschen Hof.

Blick über die Terrasse der Alpe Kuhschwand
Auf den KlammenIm weiteren Aufstieg orientieren wir uns erst am Schild nach Immenstadt, dann abermals rechts in Richtung Klammen. Der Pfad führt uns somit wieder in den Bergwald und über etliche, rasch aufeinanderfolgende Kehren. Erst nahe dem Grat verlassen wir den Wald und die Sicht öffnet sich sowohl nach Süden zur zentralen Nagelfluhkette als auch nach Norden und Nordosten zu den Bergzügen im Alpenvorland und zum Großen Alpsee. Wer möchte, kann rechts den Abstecher zum Hochpunkt auf dem Klammen mitnehmen. Ansonsten biegen wir sogleich links ab.
Krokuswiese auf der Eckhalde
Alpsee Bergwelt
Oberhalb des Großen Alpsees ist die Alpsee Bergwelt ein beliebtes Ausflugsziel. Zu den Attraktionen zählen der Alpsee Coaster, der Kletterwald Bärenfalle und die Abenteuer Alpe – ein großflächiger Spielplatz. Mit dem Sessellift geht es hinunter zur Talstation mit Bushaltestelle. Ab dort bestehen Verbindungen zur Bushaltestelle Thalkirchdorf Hense, Oberstaufen.
Himmelseck und EckhaldeAuf dem in dieser Richtung bewaldeten Grat können sich bis in den Juni Schneereste halten. Entsprechend gerne versumpft der hier breite Wanderweg. Ansonsten aber kommen wir nun bequem bis zum Himmelseck. Der Gipfel und Aussichtspunkt wird durch einen schmalen Waldstreifen vom Wanderweg getrennt. Allein dem Namen nach besteht Verwechslungsgefahr mit einer 2145 Meter hohen Graskuppe, die dem Schneck der Allgäuer Hochalpen vorgelagert ist. Über eine großartige Aussicht können wir uns aber auch hier freuen. Südlich von uns befindet sich hier der Buralpkopf, dem sich nach Osten Sederer, Stuiben und Steinköpfle anschließen. Ganz im Osten sind außerdem der Grünten und, in der Ferne, der Aggenstein zu erkennen. Nach diesem schönen Ausblick führt uns der Grat bergab bis zu einem Abzweig zur Hochgratbahn, dann geradeaus wieder ansteigend auf die Eckhalde. Nach der Schneeschmelze erwartet uns dort eine reich blühende Krokuswiese. Später im Jahr können wir uns immer noch über die hier nach Norden gerichtete Aussicht freuen.

Einfach lecker – Käsegericht im Dorfhaus in Thalkirchdorf
Trubel bei der Alpsee BergweltNahe dem Gipfelkreuz halten wir uns links und nehmen den erst flach, im weiteren Verlauf steiler abfallenden Wirtschaftsweg hinunter zur Alpe Obere Kalle. Spätestens dort erleben wir das Kontrastprogramm zur bisher ruhigen Runde. Mit anderen Worten: Bei der Wirtschaft geht es zu wie in einem Taubenschlag. Gleiches gilt für die Bärenfalle nahe der Bergstation der Alpsee Bergwelt. Um dem ganzen Trubel zu entkommen, passieren wir die Bergstation und laufen in der nächsten Kurve geradeaus weiter. Schon im Abstieg zur privaten Alpe Untere Kalle ebbt der Freizeitlärm hinter uns deutlich ab.
Alpen und Osterdorfer WasserfallNachdem wir einen Zufluss der Konstanzer Ach überquert haben, führt der hier wieder bequeme Wanderweg an der Ochsenhof-, der Rauhgund- und der Schwingund-Alpe vorbei zur Huberschwändle-Alpe. Weiter geradeaus queren wir einen Waldstreifen und folgen der Zufahrt um die Sämmelalpe herum in den Wald. Wer möchte, kann nun immer der Straße bis hinunter ins Tal folgen. Schöner jedoch ist es, im unteren Bereich des Bergs auf den Pfad zum Osterdorfer Wasserfall zu wechseln. Wir kommen damit zu einer Stelle, nahe der die Familie Köhler im 15. Jahrhundert Zuflucht vor der Pest gefunden hatte. Von dort führt ein Pfad hinunter zur malerischen Kaskade des Osterdorfer Wasserfalls. Anschließend folgen wir dem Pfad weiter bergab zurück auf die Straße. Wo diese endet, geht es links durch Osterdorf zurück nach Thalkirchdorf.

Gegen Ende der Runde überrascht der Osterdorfer Wasserfall.
3Sonnenseite des Hochgrats
Aufstieg ab der Alpe Scheidwang
Der Hochgrat ist die Krone der Nagelfluhkette. Mit 1834 Metern markiert der Hausberg von Oberstaufen den höchsten Punkt dieser Gebirgskette. Mit dem Aufstieg ab der Alpe Scheidwang lernen wir die vielfältig gegliederte Landschaft auf seiner Südseite kennen und lieben.

Tourencharakter
Der Panoramaweg von der Brunnenauscharte zum Hochgratgipfel birgt alpine Gefahren. Schwindelfreiheit, feste Bergschuhe und Trittsicherheit sind erforderlich. Stöcke sind von Vorteil.
Ausgangs-/Endpunkt
Gunzesried-Säge, Wanderparkplatz Alpe Scheidwang
GPS 47.4896, 10.1079
Anfahrt
Bus/Bahn: Der Ausgangspunkt ist mit dem ÖPNV nicht erreichbar.
Auto: Von der B 19 Kempten–Oberstdorf bei Bleichach Richtung Gunzesried abbiegen, weiter über die OA 27 bis Gunzesried-Säge bzw. ab dort auf der privaten Mautstraße bis zum Wanderparkplatz am Ende des Autalwegs fahren
Einkehr
Bergstation der Hochgratbahn
Karte
AV-Karte 1:25 000, BY 1 Allgäuer Voralpen West
Informationen
Touristinfo Blaichach, Tel. 083 21/607 69 50, www.alpsee-gruenten.de

Ungewohnter EinstiegDie meisten Hochgrat-Wanderer beginnen ihren Ausflug mit einer Fahrt in einer der Gondeln der Hochgratbahn. Ab der Bergstation geht es dann wahlweise nach Osten oder Westen hinunter ins Tal der Weißach. Wer die Ostvariante wählt, steigt bei der Brunnenauscharte über den Simatsgund zur Talstation ab. Wen es nach Westen zieht, der folgt dem Grat über den Seelekopf, den Hochfluhalpkopf und die Rohnehöhe, bevor er zur Falkenhütte abbiegt. Hier erfolgt der Abstieg über die Obere und Untere Stiegalpe. Eine dritte Variante schwenkt wenige Schritte westlich der Bergstation nach Norden und führt über das Staufnerhaus ins Tal. Alle drei »Ideen« sind so bekannt, dass man auch ohne Wanderführer darauf kommt. Das ist aber nur ein Grund, warum wir den Startpunkt auf die Südseite des Hochgrats gelegt haben.
Blick zurück über die Brunnenauscharte zum Rindalphorn
Durchs Aubachtal …Ab dem Wanderparkplatz bei der Alpe Scheidwang führen die ersten Schritte um einen Bergrücken herum. Wo sich der Weg gabelt, ist der Hochgrat zu zwei Seiten angeschrieben. Hier halten wir uns rechts Richtung Brunnenauscharte, sodass wir in ein malerisches Tal kommen. Geformt wird es vom Aubach und seinen Zuflüssen, die uns über Felsstufen und Wasserrutschen, durch Gumpen und ausgewaschene Kolke entgegenplätschern. Nach einer Kehre passieren wir den Abzweig zur privaten Unteren Gelchenwangalpe.

Treppenaufstieg zum Hochgratgipfel
Endlich zwei Pferde mit Gefühl fürs Motiv
… auf den GratWeiter geht es über mehrere Kehren auf dem allmählich steiler werdenden Schotterweg zur Gütle-Alpe. Am Wegweiser nahe der Alpe endet der breite Weg. Der Pfad zu unserer Linken führt direkt zur Oberen Gelchenwangalpe. In dem Fall sind die im Tourenkasten genannten Hinweise zur Trittsicherheit und Schwindelfreiheit hinfällig. Für den Hochgrat biegen wir indes auf den rechten Pfad ab. Er führt über den sonnenverwöhnten Südosthang hinauf zur Brunnenauscharte. Bergsteigern mit guter Kondition bietet sich hier ein Abstecher auf das 1821 Meter hohe Rindalphorn an. Für diesen muss man anderthalb Stunden und 200 zusätzliche Höhenmeter einrechnen.
Krone der NagelfluhketteVon der Brunnenauscharte erfolgt der weitere Aufstieg über den weiß-blau-weiß markierten alpinen Pfad hinauf auf den Hochgrat. Da der Aufstieg nahe der Gratkante verläuft und aus dem Fels gelöste Kiesel den Pfad stellenweise rutschig machen, ist erhöhte Vorsicht geboten. Entschädigt werden wir mit einer eindrucksvollen Sicht zurück zum Rindalphorn und über den Grat sowie das Tal der Weißach hinweg ins Alpenvorland. Beim Gipfelkreuz laden schließlich mehrere Bänke zur wohlverdienten Verschnaufpause ein. Durch seine zentrale Lage ist der Hausberg von Oberstaufen wie dafür geschaffen, die Aussicht über weite Teile des Naturparks Nagelfluhkette zu genießen. Da sich der Gipfel durch die Hochgratbahn relativ leicht erreichen lässt, ist er nicht nur bei Wanderern, sondern auch bei Alpendohlen beliebt. Sobald man etwas zu Essen in der Hand hält, ist es kinderleicht, die »Brotzeitgeier« aus nächster Nähe zu beobachten.
Naturpark Nagelfluhkette
Der Naturpark Nagelfluhkette umfasst ein rund 405 Quadratkilometer großes Gebiet. Als Besonderheit haben sich sieben Allgäuer und acht Gemeinden im Bregenzerwald zum ersten grenzüberschreitenden Naturpark zwischen Deutschland und Österreich zusammengeschlossen. Zu den Zielen des Naturparks zählen die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder und Weiden sowie die Förderung von möglichst landschaftsschonenden Tourismusangeboten (www.nagelfluhkette.info).

Die Alpendohle lässt sich durch ihren gelben Schnabel von der Alpenkrähe unterscheiden.
Beim Abstieg zur Bergstation wird es mit Sicherheit lebhaft um uns herum.
Bergstation der HochgratbahnAnschließend geht es auf dem nun weiß-rot-weiß markierten Bergweg hinunter zur Bergstation der Hochgratbahn. Schon auf dem Weg dorthin wird es um uns herum deutlich belebter. Neben dem Selbstbedienungsrestaurant, dem Kinderspielplatz und der hohen Besucheranzahl verblasst die Bergidylle leider etwas. Sowie wir uns damit arrangiert haben, dass wir nicht allein auf der Welt sind, lässt es sich aber doch gut auf der Sonnenterrasse der Bergstation aushalten. Der spätere Rückweg ins Tal verläuft bis zur Oberen Gelchenwangalpe auf dem Panorama-Rundweg. Ab dort können wir der Beschilderung über mehrere Kehren um den Leiterberg zurück zum Ausgangspunkt bei der Alpe Scheidwang folgen. Auf diesem letzten, im Vergleich zum Grat bequem zu gehenden Abschnitt eröffnen sich uns nochmals herrliche Aussichten über die Täler und Berge im Naturpark Nagelfluhkette.

Gipfelkreuz auf dem Hochgrat
Darmowy fragment się skończył.