Czytaj książkę: «Abnehmen ist leichter als Zunehmen. Das 10-Tage-Programm»
Andreas Winter
Abnehmen
ist leichter als
Zunehmen
Das 10-Tage-Programm Kompakt-Ratgeber

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Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Andreas Winter
Abnehmen ist leichter als Zunehmen
Das 10-Tage-Programm
Kompakt-Ratgeber
E-Book (epub): ISBN 978-3-86374-128-0
(Druckausgabe: ISBN 978-3-86374-126-6, 1. Auflage 2013)
Mankau Verlag GmbH
Postfach 13 22, D-82413 Murnau a. Staffelsee
Im Netz: www.mankau-verlag.de
Internetforum: www.mankau-verlag.de/forum
Redaktion: Julia Feldbaum, Augsburg
Endkorrektorat: Susanne Langer M. A., Traunstein
Gestaltung Umschlag: Sebastian Herzig, Mankau Verlag GmbH
Layout: X-Design, München
Satz und Gestaltung: Lydia Kühn, Aix-en-Provence, Frankreich
Abbildungen/Fotos: Guter Punkt GmbH & Co. KG (Titelmotiv); Subbotina Anna – fotolia.com (8/9 + Klappe vorn); Elenathewise – fotolia.com (Klappe hinten); Karsten Kuppig (Porträtfoto Andreas Winter)
eBook-Herstellung und Auslieferung:
Brockhaus Commission, Kornwestheim
www.brocom.de
Hinweis für die Leser:
Der Autor hat bei der Erstellung dieses Buches Informationen und Ratschläge mit Sorgfalt recherchiert und geprüft, dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Verlag und Autor können keinerlei Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile übernehmen, die sich aus der praktischen Umsetzung der in diesem Buch vorgestellten Anwendungen ergeben. Bitte respektieren Sie die Grenzen der Selbstbehandlung und suchen Sie bei Erkrankungen einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker auf.
Vorwort
Abnehmen ist leichter als Zunehmen?
Das scheint einem im ersten Moment eine gewagte These zu sein, kennen wir doch alle den scheinbar spielend »einfachen« Weg, Kilo um Kilo zuzunehmen; abzunehmen, sprichwörtlich leichter zu werden, stellt dahingegen meist ein nahezu unüberwindliches Problem dar. Die meisten Menschen haben zahllose Diäten hinter sich und jede Menge psychischer und physischer Probleme aufgrund ihres Übergewichts.
Von mir bekommen Sie weder Verhaltensregeln, an die Sie sich halten müssen, noch Ernährungsempfehlungen, sondern Informationen, die Ihr Bewusstsein und somit Ihre Gefühle verändern.
Dieses Buch räumt auf mit dem Diätzwang und zeigt Ihnen Wege auf, über ein verändertes Bewusstsein zu einem neuen Körpergefühl und einer gesunden Ernährungsweise zu kommen!
Nehmen Sie sich zehn Tage Zeit, um das Abnehmen zu erlernen – und das ganz ohne einseitige Ernährung und Hungerkuren!
Inhalt
Einleitung
Tag 1: Die Abnehm-Offensive
Nützliches Wissen: Wie viel können Sie abnehmen?
Warum wollen Sie eigentlich abnehmen?
Live aus der Praxis: Macht macht schlank!
Tag 2: Die eigenen Gefühle erkennen
Nützliches Wissen: Was macht dick, was macht schlank?
Warum essen Sie?
Live aus der Praxis: Käsebrot gegen Bevormundung
Tag 3: Definieren Sie sich neu!
Nützliches Wissen: Der Körper folgt den Gedanken
Wer sind Sie wirklich?.
Live aus der Praxis: Künstler statt Patient
Tag 4: Nebenwirkungen!
Das Leben entrümpeln!
Nützliches Wissen: Absichtliches Loslassen hilft beim Fettabbau
Live aus der Praxis: »Inneres Aufräumen« brachte Jugendliebe
Tag 5: Den Vorteil des Dickseins erkennen
Dick ist nicht krank
Nützliches Wissen: Soziale Rollen.
Live aus der Praxis: »Brummi« wollte ein dicker Brummer bleiben
Tag 6: Selbstsicherheitstraining
Gegen Vergleiche immunisieren
Nützliches Wissen: Konditionierungen und Symbole erkennen
Live aus der Praxis: Obrigkeitshörigkeit macht vorübergehend schlank
Tag 7: Wellness now! Wohlfühlen hilft!
Wer (nicht) wiegt, verliert!
Nützliches Wissen: Wie funktioniert eine Diät?
Live aus der Praxis: Essen wie ein Kind
Tag 8: Job und Familie auf dem Weg mitnehmen!
Nützliches Wissen: Der wahre Grund zu essen
Live aus der Praxis: Mit Fett gegen den großen Bruder konkurrieren
Tag 9: Ein Experiment für Mutige
Nützliches Wissen: Muskeln aufbauen
Live aus der Praxis: Marathontraining ohne Schweiß
Tag 10: Kleine Wunder des Alltags
Nützliches Wissen: Das Gesetz von Anziehung und Bestätigung
Live aus der Praxis: Nichtrauchen und Abnehmen
Schluss
Register
Weitere Veröffentlichungen des Autors
Einleitung
Seit Erscheinen meines Bestsellers »Abnehmen ist leichter als Zunehmen« im Jahre 2007 bekomme ich viele begeisterte Zuschriften von Lesern, die nicht nur mithilfe des Büchleins Gewicht reduziert haben, sondern auch endlich den Teufelskreis des Jo-Jo-Effektes durchbrochen haben. Abnehmen und schlank bleiben – ganz ohne Diät und Bewegungsprogramme, ohne Fasten, ohne Sport – das geht, und es ist sogar einfach.
Mein Leitspruch lautet: »Ohne Happy End geht bei mir keiner nach Hause« – und so beantworte ich fleißig entsprechende E-Mails, Chat-Fragen und Forenbeiträge (Internetforum www.mankau-verlag.de/forum), die dann dazu verhelfen, dass die ungeliebten Pfunde doch noch endlich verschwinden können. Hierbei werden eigentlich immer die gleichen Fragen gestellt. Daher möchte ich Ihnen hier einen umfassenden Plan vorstellen, der sich in der Praxis überzeugend bewährt hat.
Hier geht es vor allem um das konkrete Wie. Dieses Arbeitsbuch für die Praxis führt Sie Schritt für Schritt zu einem physiologisch ausgeglichenen Körperfettanteil, ohne dass Sie sich selbst dabei versehentlich sabotieren können.
Zur Begriffsklärung: Ein physiologisch ausgeglichener Körperfettanteil bedeutet nicht automatisch, dass Sie gertenschlank sein müssen. Je nach Geschlecht, Alter, Körperbau und Abstammung kann es sein, dass Ihr Körperfettanteil in einem Bereich ausbalanciert ist, welcher für jemand anderen überhöht wäre. Der Körperfettanteil hat zudem nach oben hin größere Toleranzen als nach unten.
Der Einfachheit halber bezeichne ich den erhöhten Körperfettanteil als »Übergewicht«. Korrekterweise reden wir von einem stressbedingten Fettanteil.
Lesen Sie dieses Buch am besten erst, wenn Sie wirklich abnehmen wollen. Und wenn Sie zudem zehn Tage Zeit haben, sich intensiv darum zu kümmern – das Programm erfordert keine Disziplin, aber umso mehr Begeisterung! Tausenden von Menschen aus der ganzen Welt ist es gelungen, durch ein paar Erkenntnisse und ohne erzwungene Veränderung der Gewohnheiten abzunehmen, wenn die Zeit dafür reif war.
Lesen Sie an jedem der zehn Tage die jeweiligen Seiten dieses Buches. Selbst wenn Sie vor lauter Eifer oder Neugierde sofort das ganze Buch verschlingen sollten, so blättern Sie bitte trotzdem an jedem Tag zum entsprechenden Kapitel und gehen es durch. Ich kann mir vorstellen, dass Sie vielleicht ganz eilig alles auf einmal wissen und erreichen wollen, doch Ihr Körper ist nicht ganz so schnell wie Ihr Geist. Neuronale Verschaltungen im Gehirn brauchen Zeit, Geduld, Wiederholungen und Ausdauer.

Das 10-Tage- Programm
Lernen Sie in nur zehn Tagen einen neuen Weg kennen, wie Sie von Ihrem Übergewicht Abschied nehmen können, frei nach Andreas Winters Motto: »Ohne Happy End geht bei mir keiner nach Hause!«
TAG 1: DIE ABNEHM-OFFENSIVE
Es geht los! Einen Großteil Ihrer alltäglichen Gedanken widmen Sie nun zehn Tage lang dem Ziel: »Jetzt werde ich endgültig schlank!« Damit starten Sie Ihre Abnehm-Offensive. Alles, was Sie tun und lassen, denken und erleben, kann verwendet werden, um sich wohler zu fühlen und dadurch schlanker zu werden.
Die innerliche Einstimmung darf ruhig etwas feierlich sein, schließlich geht es jetzt ein paar Tage lang wirklich um Sie selbst! Alles dreht sich darum, dass Sie bereits ab heute einen Weg einschlagen, der Sie herausführt aus dem frustrierenden Teufelskreis von Diäten, Disziplin, Sport, Kalorienzählen, Fasten, Verzichten und Einschränkungen – einen Weg in die Unabhängigkeit.
Machen Sie sich darauf gefasst, dass Sie wahrscheinlich keine wirklich nützliche Unterstützung in Ihrem Umfeld bekommen werden.
Die Unwissenden werden weiterhin gut gemeinte, aber falsche Ratschläge geben und zudem womöglich beleidigt sein, wenn Sie diese nicht befolgen.
Die Abnehm-Offensive ist Ihre feierliche Zeit. Es geht allein um Sie, um den Durchbruch, um einen Start in etwas Neues. Lassen Sie sich dies von niemandem verderben, denn alle werden Ihnen am Ende recht geben.
Nützliches Wissen: Wie viel können Sie abnehmen?
Ich habe Kunden erlebt, die in einer Woche acht Kilogramm abgenommen haben. Das ist allerdings selten und bemerkenswert viel. Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer verlor in zehn Monaten 30 Kilo. Auch ein Gewichtsverlust von zehn Kilo in einer Woche ist rein biologisch ganz am Anfang möglich, doch wir wollen es nicht übertreiben, schließlich möchten Sie sich dabei auch wohlfühlen. Rechnen Sie damit, dass Sie am Anfang etwas schneller an Fett verlieren und nach einigen Wochen nicht mehr darauf achten. Menschen, die bereits wissen, dass sie pro Woche mehrere Kilos verlieren können, werden auch diesmal die üblichen Pfunde schmelzen sehen. Menschen, die bislang fest geglaubt haben, Abnehmen sei mühsam und drei Kilo pro Monat wären schon ein gewaltiger Erfolg, werden vermutlich auch weiterhin in diesen Dimensionen rechnen. Aber egal, wie schnell die bisher zu engen Hosen wieder passen – Hauptsache, es geht Ihnen gut und Sie sind zufrieden. Beachten Sie, dass Sie mit meiner Methode zwar überschüssiges Fett zum Abschmelzen bringen, gleichzeitig aber Muskeln aufbauen; zudem kann sogar Ihr Blutvolumen zunehmen. Ihre Haut wird straffer und genug Feuchtigkeit haben, wenn Sie alles verstanden haben und in die Praxis umsetzen. Was vielleicht zunächst fantastisch klingt, ist zum einen zwar ganz natürlich und (bio-) logisch, hat aber auch einen Nachteil. Wenn Sie sich nach einer Weile wiegen, kann es sein, dass die Waage nicht so viel an Verlust anzeigt, wie tatsächlich an Körperfett abgebaut wurde; schließlich misst die Waage Ihr Gesamtkörpergewicht und nicht nur Ihr Fett. Doch Sie brauchen ohnehin nicht täglich Ihr Gewicht zu kontrollieren, wie Sie noch erfahren werden. Es spielt übrigens keine Rolle, wie viel Sie essen, wie oft Sie sich bewegen oder wie alt Sie sind! Abnehmen kann jeder!
WICHTIG
Wie viel Sie abnehmen, hängt von Ihrem Startgewicht und von Ihren bisherigen Erfahrungen mit Gewichtsreduktion ab.
Warum wollen Sie eigentlich abnehmen?
Immer, bevor Sie ein wichtiges Ziel anstreben, empfiehlt es sich, dass Sie sich zunächst darüber klarwerden, warum Sie es überhaupt erreichen möchten. Denken Sie also bitte darüber nach: Was haben Sie für einen Vorteil vom Abnehmen und Schlankwerden? Warum ist Ihnen die Gewichtsreduktion so wichtig, dass Sie diese für die nächsten zehn Tage zur obersten Priorität machen wollen?
Wahrscheinlich lauten Ihre Antworten:
• Damit ich mich wieder wohlfühle.
• Damit meine schönen Kleider wieder passen.
• Weil meine Gelenke bereits schmerzen.
Doch ich widerspreche Ihnen und sage, es gibt nur einen einzigen tatsächlichen Grund dafür, abnehmen zu wollen. Es ist der gleiche Grund, der Sie auch in Ihr Übergewicht geführt hat, es ist der tiefere Grund hinter Ihren angeführten Argumenten. Er lautet: Damit Sie sich nicht länger gestresst fühlen!
Dies möchte ich Ihnen erklären. Hierzu sollten Sie zunächst wissen: Ein erhöhter Körperfettanteil ist keine Krankheit oder eine Dummheit, sondern ein kluger biologischer Schutz vor Mangelversorgung. Das übermäßige Einlagern von Fett kann uns vielleicht eines Tages organisch schädigen – allerdings nur, wenn Sie unter dem leiden, was die Medizin »massive Adipositas« nennt.
Bis Sie tatsächlich ein solches Gewicht erreichen, äußern Sie mit Sicherheit schon vorher den Wunsch, abzunehmen. Richtig? Immerhin reden wir hier von einem Body-Mass-Index (BMI) von über 40 – Sie müssten also bei 1,80 m Größe mindestens 130 Kilo auf die Waage bringen! Bis dahin ist ein mäßiges Übergewicht aber keinesfalls zwangsläufig eine Gefährdung der Gesundheit. Seelische Belastungen, Schuldgefühle und Bevormundungsempfindungen forderten ihren psychosomatischen Tribut – schon lange, bevor man es Ihnen ansieht. Das Übergewicht geht meist einher mit chronischen Krankheitssymptomen, es erzeugt sie aber nicht zwangsläufig. Ihr Arzt oder Ernährungsberater wird zwar bei dieser Aussage möglicherweise protestieren, weil sie seinem Glauben (= »derzeitiges medizinisch gesichertes Wissen«) widerspricht, doch weiß er gleichzeitig nicht, wie ein Mensch mühelos und dauerhaft schlank werden kann.
Es geht beim Abnehmen also um das Vermeiden von Stress durch ein selbstwertschädigendes Urteil anderer. Selbst wenn Sie sagen sollten: »Ich kritisiere mich selbst für mein Übergewicht!«, so stimmt dies ebenso nicht. Sie würden das Fett nicht in Kauf nehmen, wenn es für Sie wirklich schlimm wäre. Dass Sie sich für Ihre Kilos schämen, liegt am erworbenen Wertesystem anderer Menschen. Dass dieses Schamgefühl tatsächlich nicht auf Ihrem eigenen Urteil basiert, sehen Sie daran, dass Sie sich für einige andere Dinge nicht schämen: So schämen Sie sich beispielsweise nicht für Ihr Übergewicht, obwohl eine Milliarde Menschen hungert und alle drei Sekunden – rund um die Uhr – ein Mensch an Unterernährung stirbt. Sehen Sie, Glauben hat mit Wissen nichts zu tun. Dass Sie glauben, abnehmen zu müssen, liegt nicht an Ihrem Wissen und Ihren eigenen Wertvorstellungen, sondern an dem, was man Sie glauben gemacht hat. Insofern ist es völlig legitim, von Ihrem »Kritiker im Kopf«, also von Ihrem schlechten Gewissen, einmal Abstand zu nehmen und eine Urteilsbegründung einzufordern. Wenn Sie somit nun den Richter in Ihrem Kopf fragen: »Warum soll ich abnehmen?«, so antwortet das schlechte Gewissen so absurde Dinge wie: »Damit dich dein Partner liebt«, »Damit dich dein Chef nicht für dumm hält«, »Damit du nicht krank wirst und früh stirbst«! Aber ganz ehrlich, glaubt denn irgendwer, dass ein Mensch, der über Partnerschaftskompetenz verfügt und sich ernsthaft für Sie interessiert, Sie zunächst auf die Waage stellt, Ihre Maße nimmt und erst dann entscheidet, ob er Sie näher kennenlernen möchte? Die Figur an sich ist nicht das Problem, sondern das, weshalb Sie letztlich zugenommen haben. Die Ursache Ihres Übergewichtes kann sich zum ernsthaften Risikofaktor entwickeln.
WICHTIG
Wenn Sie erkannt haben, dass Sie nicht in erster Linie abnehmen, sondern akzeptiert und anerkannt werden wollen – egal wie –, ist ein Teil des Drucks weg. Denn unter Druck abzunehmen, ist so ähnlich, wie unter Druck einschlafen zu wollen – vergessen Sie’s!
Live aus der Praxis: Macht macht schlank!
Die 24-jährige Viola T. wurde bereits seit der Grundschule wegen ihres Aussehens gehänselt. Ihre Kleidung suchte die gutbürgerliche Oma aus, und Violas Gesicht verunzierte eine dicke Brille. Das Mädchen war gewohnt, von Mitschülern aufgezogen zu werden, und nahm stetig an Gewicht zu. Als sie im Sommer 2003 zu mir in die Praxis kam, wog sie zwar rund 25 Kilo mehr, als sie wollte, doch das war nicht der Grund ihres Besuches. Das Unternehmen, in dem Viola seit Jahren arbeitete, plante Umstrukturierungen. Es sickerte durch, dass mindestens 50 Menschen entlassen werden sollten. Viola war durch diese berufliche Situation stark verunsichert, zumal sie sich ohnehin als Mobbing-Opfer sah, und buchte ein vierstündiges Persönlichkeitscoaching bei mir. In diesem Termin lösten wir Selbstwertstörungen und die Angst vor Kritik auf. Nachdem ich die biografischen Hintergründe der jungen Frau abgefragt und kennengelernt hatte, ließ ich sie in einer Traumreise erkennen, dass die damaligen Hänseleien ihrer Mitschüler nichts anderes waren als hilflose Kompensationsversuche zu streng erzogener Kinder, die ein Opfer brauchen, um sich selbst einmal überlegen zu fühlen. Hierdurch veränderte sich fast schlagartig das Gefühl in Bezug auf Ärgerer, Unterdrücker und Kritiker, womit die Generalisierung auf andere Menschen aus dem heutigen Alltag sofort aufgehoben wird. »Generalisierung« bedeutet in diesem Zusammenhang, dass uns Menschen unterbewusst an andere, mit denen wir frühere Erfahrungen gemacht haben, erinnern. So ist die Angst vor einem Lehrer, Polizisten oder Vorgesetzten oftmals darauf zurückzuführen, dass hierdurch das autoritäre Verhalten unserer eigenen Eltern erinnert (angetriggert) wird.
Diese neu gewonnene emotionale Freiheit ermöglichte es ihr, auch im Büro zu erkennen, dass die scheinbaren Mobber nichts anderes waren als verunsicherte Mitarbeiter, die ebensolche Angst hatten, den Job zu verlieren, wie Viola selbst. Nach einigen Wochen gelang es der jungen Frau nicht nur, durch ihre neue Selbstsicherheit und Ausstrahlung Bewunderung und Respekt zu erlangen – durch die beruflichen Umstrukturierungen erhielt sie zudem eine verantwortungsvollere leitende Funktion. Interessant dabei ist, dass Viola nach eigenen Angaben seit dem Coaching rund 15 Kilo in vier Monaten verlor, obwohl sie sich überhaupt nicht weiter um ihr Gewicht gekümmert hatte und wir dieses Thema auch nicht gesondert besprochen hatten. Für mich ein klarer Fall: Ohne Angst kein Fett!
Übrigens: Glauben Sie bloß nicht, Sie seien allein mit Ihrer Angst vor Zurückweisung – nahezu alle Menschen aus unserem Kulturkreis teilen dieses lästige Übel in größerer oder kleinerer Ausprägung. Wir werden nämlich fast alle mittels Ablehnung erzogen. Bei dem einen äußert sich die Angst in Nägelkauen, beim anderen in einer leisen oder hohen Stimme, der Nächste hat ein Helfersyndrom, und wieder andere klammern sich bis zur Absurdität an Konformität und Regeln. Eine versteckte Form der Angst vor Zurückweisung ist Jähzorn. Je wütender und cholerischer sich ein Mensch gebärdet, desto größer ist seine Angst vor Unterlegenheit bei sachlichen Auseinandersetzungen.
TAGES-TIPP
INNERE KLÄRUNG
Wer versucht, Sie zu erniedrigen, zeigt, dass er sich von Ihnen dominiert fühlt. Machen Sie sich bewusst, von wem Sie sich kritisiert / abgewertet / bevormundet fühlen und warum. Rechtfertigen Sie sich in Gedanken, bis der Kritiker Sie versteht und Ihnen recht gibt.
Damit ein Choleriker in Befürchtung Ihrer konträren Meinung bei Ihnen nicht auf Granit beißt, versucht er, Sie einzuschüchtern. Ein unterbewusster Trick, den Sie leicht entlarven können: Hunde, die bellen, haben Angst, selbst gebissen zu werden!
Fragen
(Bitte denken Sie gründlich über Ihre Antworten nach, und notieren Sie diese direkt im Buch. Die Fragen dienen dazu, dass Sie Ihre gewonnenen Erkenntnisse ganz bewusst machen und damit verfestigen.)
Warum wollen Sie persönlich abnehmen?

Was glauben Sie, weshalb Sie zugenommen haben?

Wer aus Ihrer Kernfamilie hat Sie in der Kindheit eingeschüchtert, enttäuscht oder bevormundet?

Wer erinnert Sie heute noch im Alltag an dieses Gefühl?

Eine zusätzliche tägliche Begleitung gibt es vom Autor als Smartphone-App für Windows und iPhone unter dem Namen »Abnehm-Coach«.
Tag 2: DIE EIGENEN GEFÜHLE ERKENNEN
Schuld an Ihrer Gewichtszunahme sind nicht die Nahrungsmittel, die Sie zu sich genommen haben. Es sind die Gefühle, die diese Speisen bei Ihnen ausgelöst haben. Gefühle sind – einfach gesagt – eine große Menge elektrischer Impulse im Nervengewebe, also Gedanken. Diese Impulse entstehen durch Zustandsänderungen an den Ionenkanälchen am Ende der Zellen. Damit sind Gefühle nichts anderes, aber auch nichts Geringeres als Daten.
Aus der Computertechnik weiß heutzutage jedermann, dass Daten, obwohl sie mathematisch gesehen aus einer Reihe Einser und Nullen bestehen, die Steuerung aller Materie darstellen. Ohne Daten erscheint weder ein Bild auf dem Monitor, noch bewegt sich ein Roboterarm oder klingelt ein Telefon.
Ebenso wird auch ein Lebewesen ohne seine Steuerungsbefehle, also ohne Gedanken, sich weder bewegen noch etwas fühlen oder sagen können: Es wird ja nicht einmal leben. Die Reihenfolge von Einsern und Nullen entscheidet auch über unseren Stoffwechsel. Gefühle bestimmen darüber, welche Hormone, also chemische Botenstoffe, ausgeschüttet werden.
WICHTIG
Viele unserer Gedanken wirken im Verborgenen – aber sie wirken und steuern unser Fühlen und Handeln.
Nehmen wir als einfaches Beispiel das Läuten einer Schulglocke: Zu Beginn einer Unterrichtsstunde bei einem langweiligen Lehrer erzeugt dieses Läuten bei manchen Schülern subjektive Unmutsgefühle: Doch das gleiche Geräusch am Ende dieser Schulstunde erzeugt bei denselben Schülern Erleichterungsgefühle! Es zeigt sich also, dass nicht allein die mess- und wahrnehmbare Realität über unsere Körperfunktionen und unser Verhalten entscheidet, sondern zudem, wie wir diese Realität interpretieren! So macht es auch einen großen Unterschied für Ihren Stoffwechsel, mit welcher Absicht Sie etwas essen! Der Unterschied ist, dass die Nahrungsbestandteile Kohlenhydrate und Wasser vor allem dann zu Fett umgebaut werden, wenn die Aufnahme zur emotionalen Beruhigung führt und nicht allein der Ernährung dient. Wie das »automatische«, also das mühelose und kontinuierliche Abnehmen nun eigentlich funktioniert, erfahren Sie jetzt.
Nützliches Wissen: Was macht dick, was macht schlank?
Viele Menschen denken, zu viel Essen mache dick. Doch viele Übergewichtige haben auch schon die Erfahrung gemacht, dass die Menge an Nahrungsmitteln nicht das entscheidende Kriterium für eine Gewichtszunahme sein kann. Ich kenne viele stark Übergewichtige, die rein vegetarisch leben, keinen Alkohol trinken und weniger essen als so mancher Schlanke. Es kommt vor allem auf den emotionalen Kontext an, in dem man sich befindet. Beispielsweise sagte eine meiner Kundinnen zu mir: »Wenn ich nicht wichtig genommen werde, nehme ich zu.« Sie hat mit diesem Eindruck tatsächlich recht.
Ich bestätigte ihr, dass es nicht die Speisen sind, die dafür sorgen, dass sie sich wichtig genommen fühlt, sondern die Erinnerungen an positive Erlebnisse, in denen sie dieses Gefühl verspürte: besondere Behandlung durch »Extrawürste«, das Lieblingsessen oder eine liebevoll servierte Zwischenmahlzeit. Es sind Erlebnisse, die speziell an diese Speisen geknüpft wurden. Da ist beispielsweise die Pizza, die an den ersten gemeinsamen Urlaub mit dem Partner in Italien erinnert und daher zum Entstressen genossen wird. Oder die Kartoffelchips, die für kleine Kinder tabu und daher zu einem Symbol für Mündigkeit geworden sind.
Da das Essen nur eine unterbewusste Erinnerung wachruft und dadurch Ihren Appetit zum Verschwinden bringt, brauchen Sie nur ganz bewusst dieses Gefühl zu erinnern – und schon wird das Essen überflüssig. Wenn Sie dann essen, nehmen Sie nicht länger zu. Wenn Sie zudem auch verstehen, dass Ihre Speisen wirklich kein Problem lösen, sondern Sie nur durch das unterbewusste Aufrufen einer Erinnerung getröstet haben, so nehmen Sie ab.
Eine andere Leserin schrieb: »Ich habe wieder zugenommen. Was mache ich falsch? Bin ich eine harte Nuss?« Ich antwortete: »Sie beschreiben kein Misserfolgserlebnis, sondern eine völlig normale Folge Ihres tatsächlichen Denkens.« Das, was unsere Kunden oftmals als »harte Nuss« oder »schwierigen Fall« bezeichnen, ist meistens nur eine Kleinigkeit, die übersehen wurde. Das ist die Problematik mit unserem Hormonhaushalt und Stoffwechsel: Unser Körper reagiert exakt auf das, was wir wirklich fühlen (denken), gleichgültig, wie unterbewusst es sein mag. Zweifel am Abnehmen lassen einen Menschen also logischerweise zunehmen.
Der Körper baut seinen überschüssigen Fettanteil von ganz alleine ab, wenn es keine Notwendigkeit mehr gibt, dieses Fett zu erhalten. Die bisherige scheinbare Notwendigkeit zur Einlagerung ergab sich meist dadurch, dass den Speisen noch eine besondere und positive emotionale Bedeutung zugesprochen wurde. Sobald diese emotionale Bedeutung entweder nicht länger relevant ist, oder die Speise als Bedeutungsträger, als Symbol entlarvt wurde, wird Fett nicht mehr aufgebaut, sondern abgebaut.
Essen Sie niemals, um sich wohlzufühlen, sondern erst dann, wenn Sie sich wohlfühlen. Essen Sie niemals, um Stress abzubauen, sich zu trösten, Pause zu machen oder um Gesellschaft zu betonen, sondern immer nur dann, wenn Sie diese Gefühle bereits verspüren. Mit Appetit zu essen, lässt Sie das Gewicht halten oder zunehmen, solange Sie abnehmen wollen – aus dem einfachen Grund, weil Sie Ihrem Körper den unterbewussten Befehl zum Festhalten geben.
Würden Ihnen die Speisen nicht besonders schmecken oder wären Sie bereits pappsatt, gäbe es keine Notwendigkeit, diese als überflüssig empfundenen Nährstoffe einzulagern.
WICHTIG
Stress und alles, was Angst macht, kann zum Fettaufbau führen.
Vertiefen wir also weiter unser theoretisches Hintergrundwissen: Der Aufbau von Fett geschieht durch einen einfachen Stoffwechselprozess im Körper. Dieser Prozess entsteht infolge der Verknüpfung von Essen als ein Symbol für emotionalen Ausgleich bei gleichzeitiger chronischer Stressbelastung. Am Fettaufbau beteiligt sind mindestens drei Gruppen von Neurotransmittern, also biochemischen Botenstoffen, die zwischen den Zellen vermitteln. Hormone wie Östrogen und Insulin gehören dazu, aber vor allem die Gruppe der Stresshormone: Insbesondere die Corticoide sind es, die zum Fettaufbau führen. Zu den Corticoiden gehören Hormone, die in der Lage sind, unsere Zellen zum Einlagern von Nährstoffen und Wasser zu veranlassen. Da der Hauptbestandteil unserer Nahrung und unseres Körpers Wasser ist, wird dieses auch in der Hauptsache gebunden – unser Fettgewebe besteht zum großen Teil aus lebenswichtigem Wasser.
Ohne diese besonderen stressbedingten Neurotransmitter wird kein zusätzliches Fett aufgebaut. Man nimmt nicht einfach zu, wenn oder weil man isst. Zum Zunehmen braucht man Stress – zum Abnehmen braucht man gar nichts. Deshalb ist Abnehmen für den Körper auch viel leichter als Zunehmen – vorausgesetzt, Sie hindern ihn nicht daran. Der Körper reguliert seinen überschüssigen Fettanteil von ganz allein und balanciert ihn immer in einen möglichst gesunden Bereich. Ähnlich wie bei einem Knochenbruch beginnt die »Reparaturarbeit« in dem Moment des Bedarfsfalles und endet mit der Wiederherstellung des physiologisch bestmöglichen Zustandes. Das bedeutet auch, dass Sie auf natürlichem Wege nicht in ein Untergewicht rutschen können.
Warum essen Sie?
Wissen Sie, warum Sie essen? Sie können sicher sein, dass Sie, ausgehend von einem optimalen Ernährungsstatus, wochenlang ohne Nährstoffzufuhr leben können. Jeder Normalgewichtige, der schon einmal eine Woche Heilfasten hinter sich gebracht hat, konnte die Erfahrung machen, dass er nicht am zweiten Tag wegen Unterernährung zugrunde gegangen ist. Also, warum essen Sie? Hunger haben Sie in der Regel keinen. Das, was Sie bislang »Hunger« nannten, ist ein Appetitgefühl und kein körperlicher Nährstoffmangel. Zum Ausgleich eines körperlichen Defizites benötigt der Körper lebenswichtige Stoffe – zum Verändern eines Gefühls brauchen Sie Informationen, also Gedanken!
Zur Verdeutlichung des Unterschieds zwischen einem körperlichen Mangel und einem emotionalen Bedürfnis stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie träumten, das Schlafzimmer, in dem Sie liegen, brenne lichterloh. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden Ihre Nebennieren das Stresshormon Adrenalin ausschütten, Ihre Herzfrequenz steigt an, Ihre Atmung beschleunigt sich, und Sie schwitzen. Benötigen Sie nun einen Feuerlöscher, damit es Ihnen wieder besser geht? Schwitzen Sie, weil es tatsächlich heiß im Schlafzimmer ist? Würde sich Ihre Unruhe legen, wenn nun jemand Löschmittel in Ihrem Schlafzimmer versprüht? Garantiert nicht! Sobald Sie aufwachen und feststellen, dass Ihr Haus gar nicht brennt, sondern Sie nur einen Albtraum hatten, beruhigen Sie sich wieder von ganz allein. Genauso verhält es sich mit dem, was Sie bislang Hunger nannten – Sie müssen nicht essen, um das Gefühl loszuwerden; es reicht, wenn Sie genau das Gefühl erzeugen, dessentwegen Sie essen würden. In vielen »modernen« Speisen befinden sich übrigens in reichlicher Dosis psychoaktive Substanzen. Der renommierte Ernährungsexperte Udo Pollmer erzählte mir von den bestgehüteten Geheimnissen der Sterne-Köche: So ist es offenbar ein großer Unterschied, ob Sie zum Beispiel Tomaten innerhalb von 15 Minuten zu Matsch weich kochen oder durch langsames Anschmurgeln zu einer Droge veredeln. Alles in allem kann man sagen: Wir essen nicht wegen der Nährstoffe, sondern wegen eines Gefühls. Das folgende Fallbeispiel zeigt Ihnen, was ich damit meine.
WICHTIG
Sie benötigen zur Problemlösung keine somatischen (körperlichen) Hilfsmaßnahmen, sondern psychische – obwohl Ihr Körper messbar reagiert. Sie benötigen andere Gefühle!
Darmowy fragment się skończył.