Czytaj książkę: «20 prickelnd erotische Geschichten»

Czcionka:

Alexandra Södergran

20 prickelnd erotische Geschichten

Lust

20 prickelnd erotische Geschichten ÜbersetzerLUST Translators Original 20 hot erotic storiesCopyright © 2019, 2021 Alexandra Södergran und LUST All rights reserved ISBN: 9788728109731

1. Ebook-Auflage, 2021

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Verführung in Paris: Erotische Novelle

Als ich in Paris ankam, hörte ich das gleichnamige Lied von Antoine Malye, und ich sah Paris durch die Musik. In den Bücherständen auf dem Gehweg. In den Künstlern und in all den Verliebten, die Händchen hielten. Ich sah das raschelnde Herbstlaub in den Bäumen entlang der Seine und die Menschen, die einander freundlich zulächelten, mit dem unausgesprochenen Geheimnis im Blick, dass wir alle zusammengehören. So wurde Paris zu meinem Paris.

Ich destillierte meine Eindrücke. Ich wählte, was ich passend fand, und sah an allem anderen vorbei. Wie ein Künstler, der seine Perspektive wählt.

Ich war glücklich. Ich war frei.

Aber ich war auf der Suche nach etwas. Ich wollte wohl irgendein Gefühl haben. Ich glaube, die Stadt sollte mich fressen, bis zum Kerngehäuse, um mich dann als neuen Menschen wieder auszuspucken. Oder vielleicht wollte ich einfach ein bisschen leben.

Ich ging den ganzen Weg zum Montmartre. Es war so schön. Von der Sacré-Cœur sah ich die Stadt sich in alle Richtungen ausbreiten. Aber es waren so viele Menschen dort und fast jeder von ihnen war damit beschäftigt, sich oder andere zu fotografieren, und mich überkam das unbehagliche Gefühl, dass die Menschen in eine Art Traumzustand verfallen waren.

Mein Eindruck wurde noch dadurch bestärkt, dass in dem Moment eine kleine Kolonne von Soldaten mit schweren Maschinengewehren vorbeiging, ohne dass die Fotografierenden irgendwie auf ihre Anwesenheit reagierten. Sie waren so mit sich beschäftigt. Und Soldaten kann man heutzutage überall in Paris sehen, von morgens bis abends.

Ich spürte, dass ich dort weg musste. Ich wollte zum Herz von Paris, wo die echten Pariser ihr Leben leben. Vielleicht in eine dieser Bars oder in ein Café, wie es sie überall in diesem unendlichen Wirrwarr asphaltierter Straßen gibt. Es gibt in Paris Straßen, die so lang sind, dass du sie eine ganze Nacht entlanggehen kannst, ohne dass sie ihre Richtung ändert.

Aber dann fand ich sie in einem Lebensmittelladen, der nachts geöffnet hatte. Ich weiß nicht einmal mehr, warum ich hineinging. Vielleicht war es Schicksal.

Sie blieb stehen und traf meinen Blick. Ihre Freundinnen gingen in der Schlange weiter, gähnend, kichernd und betrunken. Aber sie nicht. Sie sah mich auf die gleiche Art an, wie ich sie ansah.

Ihre langen Haare waren schwarz wie die Nacht und ihre Augen leuchteten wie halb geschlossene Portale, die sich zum Rätselhaftesten und Verlockendsten öffnen, was mir je begegnet war. Keine Worte können ihr gerecht werden. Sie fegt die komplette menschliche Sprache wie alten Staub aus der Tür.

Ich weiß auch nicht mehr, was wir zueinander im Laden sagten. Mein Französisch taugt ohnehin nichts, aber sie nahm meine Hand und kam mit mir nach draußen. Ihre Freundinnen lachten und machten sich über uns lustig, aber das machte nichts.

Auf der Straße stellte sie mir lauter Fragen. Trotzdem merkte man, besonders um die Augen und den Mund, dass sie eigentlich schüchtern war. Sie redete so überdreht, als ob es teilweise daran lag, dass sie sich das überhaupt traute. Ihre Stimme war kehlig und heiser und kroch mir unter die Kleider. Ich hätte den ganzen Abend damit verbringen können, ihrer Stimme zuzuhören.

Und dann erinnere ich mich, dass sie den Kopf schief legte und ihren Fuß anders hinstellte. Als ob sie mich angreifen wollte.

Ich sagte, wie es war: dass ich nicht wusste, wie lange ich in Paris bleiben würde, und auch nicht, wohin ich als nächstes reisen würde. In ihren Augen leuchtete es vorwitzig auf, was mir gefiel.

Nach einer Weile tauchten ihre Freundinnen auf. Sie sprachen Französisch, wahnsinnig schnell, ich konnte ihnen nicht folgen. Gegen alle fünf war ich deutlich unterlegen und ich fühlte, dass ich verlor. Im letzten Moment gelang es mir, ihre Nummer zu bekommen.

Sie heißt Joanne.

Wir trafen uns zwei Tage später auf dem großen Platz beim Palais Chaillot mit der fantastischen Aussicht über den Eiffelturm. Es war schön, aber nicht bemerkenswerter als irgendetwas anderes. Ich nahm Paris gar nicht mehr wahr.

Aber schon als sie von der anderen Seite des Platzes zu mir kam, sah ich sie. Sie erschien im Touristengewimmel. Es war ihre Ausstrahlung. Ich war stolz, sie treffen, neben ihr gehen und mit ihr sprechen zu dürfen.

Sie begrüßte mich mit einem leichten Lächeln. Wir nahmen uns nicht in den Arm. Sie sagte fast gar nichts. Sie war wie ausgetauscht. Ich versuchte vergebens, ein Gesprächsthema zu finden, das uns beide interessierte. Sie wich meinen Blicken aus und ich war kurz vorm Verzweifeln.

Mit klopfendem Herzen versuchte ich mich ihr zu nähern. Ich weigerte mich, aufzugeben und es als schlechtes Date abzutun. Etwas in mir sagte mir, dass dieses Treffen nicht irgendeins war, sondern wichtig. Und dann dachte ich: Wenn ich mich getäuscht habe und wir nicht füreinander bestimmt sind, kann ich nichts daran ändern. Und wenn unser Treffen Bestimmung ist, kann ich nichts tun, was es zerstört. Also entspannte ich mich.

Ich hatte erkannt, dass sie schüchtern war. Und das hieß ja, dass sie mich durchaus leiden konnte. Ich redete einfach los. Ich erzählte von meiner Faszination für die klassische Propaganda gegen Homosexualität. Vorsicht vor Lesben! Es ist ansteckend! Ihr Homosex stürzt die Gesellschaft und tötet Familien mit Kindern! Wenn Menschen in nichtigen Zusammenhängen unverhältnismäßig hysterisch werden, liebe ich das besonders.

Aber manchmal versetzt mir der Gedanke einen Stich ins Herz, dass jemand darauf hereinfällt und seine eigene Natur verleugnet. Das ist dann die echte Perversion: eine Blume nicht austreiben zu lassen. Manchmal wünschte ich, dass ich zu jedem unterdrückten Individuum hingehen könnte und ihr genau das geben könnte, was sie braucht, um sie selbst zu sein.

Oft fantasiere ich von einer jungen russischen Studentin, die noch nichts von ihrer Sexualität versteht. Sie ist schweigsam und schüchtern. Wenn sie mal einen Film mit einer schönen Frau sieht, die sich auszieht, wird ihr von innen ganz heiß. Aber sie drückt das Gefühl sofort weg. Die Scham kriecht ihr wie Röte über die Wangen. Ihre Klamotten ziehen, wo sie sich am liebsten selber streicheln will, aber sie tut es nicht. Nein, niemals. Stattdessen schaltet sie den Film ab und lernt weiter.

Einen schönen Tages treffe ich sie im Park. Ich bin nett zu ihr. Ich rede über leichte Dinge, um sie nicht zu beunruhigen, aber schmuggle auch ein paar Komplimente dazwischen. Dass sie süß aussieht, zum Beispiel, denn das tut sie.

Wie durch ein Wunder stimmt sie zu, mit mir auf eine Tasse Tee nach Hause zu kommen. Sie folgt einfach nur ihrem Körper, aber ich verstehe, dass sie genau diese Wahrheit leugnen muss, damit es passieren kann. Ich folge ihr in die Verleugnung, genau wie man sich in ein Zimmer schleicht, um die Person nicht zu wecken, die darin schläft. Ich weiß, dass ich nur einen Kuss von ihr bekommen kann, bevor sie vor sich selbst kapituliert.

Als wir in meiner Wohnung sind, geht sie zum Bücherregal und liest mit leicht schrägem Kopf die Buchtitel. Ich stelle mich hinter sie. Nah genug, dass ich ihre Haare riechen kann. Sie dreht sich mit einem Seufzer um und ich küsse sie. Alles passiert auf einmal. Wir sind beide so ungeduldig, sie aus ihren engen Klamotten zu bekommen. Endlich kann ich ihr alles geben, wonach sie sich gesehnt hat, und auf dem Höhepunkt ihres Orgasmus kratzt sie mich. Wir machen die ganze Nacht weiter.

Innerhalb eines Jahres hat sie sich verwandelt. Sie hat die Haare rot gefärbt und geht mit geballter Faust ganz vorn im Demonstrationszug. Sie spricht laut von der Revolution, wann immer sie die Chance dazu bekommt.

Drei Jahre später führt sie ein ruhigeres Leben. Sie scheint niemand Besonderes zu sein, aber ihre Augen glühen. Niemand kann ihr mehr ihre Selbstständigkeit nehmen.

Wobei meine Fantasie nicht so weit geht. Ich sehe normalerweise nur die unsichere und unschuldige Studentin – und ihr unendliches Potenzial. Das reicht.

Als ich das erzählte, lächelte mir Joanne aufrichtig zu. Und sie sah mich so an, dass ich es nicht richtig einordnen konnte.

Wir spazierten eine Weile stumm herum. Auf einem offenen Platz im Park machten einige Menschen Qi Gong. Ein junger Mann saß allein auf einer Bank und fütterte die Vögel. Auf einer anderen Bank saß eine Frau und las ein Buch. Ein Springbrunnen gluckerte gemütlich.

Plötzlich sagte Joanne, dass sie bis vor kurzem eine schlechte Beziehung mit einer Frau gehabt hatte, die zehn Jahre älter als sie war.

Ich fragte, wie lange sie zusammen gewesen waren.

Knapp unter sieben Jahre, bis sie sich endlich daraus befreien konnte.

Ich sah Joanne an und sah etwas sehr Zerbrechliches, das mich zum Zuhören ermahnte.

Die Frau war ihre Lehrerin gewesen. Verheiratet, zwei Kinder. Viele Freunde, aber niemand wusste von ihrer Affäre mit Joanne.

Was sollte man dazu sagen? Ich sagte nichts, sah sie nur an. Da nahm sie meine Hand. Mein Herz hüpfte.

Ich küsste sie. Heftig. Nach ein paar Sekunden erwiderte sie meinen Kuss und mehr brauchte es nicht, damit wir beide einander verschlangen. Ich griff nach ihrem Po und ihre Hände kletterten an mir hoch. Wir hörten so heftig auf, wie wir begonnen hatten. Sie trat einen Schritt zurück und sah mich an. Dann sagte sie:

„Noch nicht. Willst du heute Abend mitkommen und einen Meteoriten ansehen?“

Ich hörte die Frage kaum. Ich sagte nur ja. Ja, ja, ja. Ich ertrank in ihr – und in diesem wunderbaren Versprechen zwischen jetzt und dann.

Sie sagte, dass ein großer Meteorit an der Erde vorbeifliegen würde und man ihn heute Abend perfekt von der Sternwarte sehen könnte.

Die Sonne war untergegangen, als ich sie wiedersah. Ihre Augen waren dunkel geschminkt, sie trug hohe Schuhe und hübsche Ohrringe, und über ihrem eleganten, hellroten Kleid trug sie eine große, dicke, hässliche Winterjacke. Dadurch verliebte ich mich noch mehr in sie. Sie machte das Hässliche schön. Sowohl Männer als auch Frauen verdrehten die Köpfe, um ihr mit dem Blick zu folgen. Innen drin schnurrte ich wie eine Katze. Denn sie gehörte mir.

Eine lange Schlange wartete vor der Sternwarte und drinnen mussten wir erneut warten. In einem sehr dunklen Raum ohne Einrichtung, mit schwarzem Boden, schwarzen Wänden und hohem Dach.

Sie roch so gut, wie sie vor mir in der Schlange stand, dass ich sie in den Arm nahm. Es fühlte sich herrlich an, ihren weichen, anschmiegsamen Körper zu umarmen, und als ich mit der Hand über ihre Brust strich, merkte ich sofort, dass sie keinen BH trug. Durch den dünnen Stoff des Kleides fühlte ich die steifen Brustwarzen.

Ich schob die Hand in den Ausschnitt und wurde geil, feurig geil. Ihre Brüste hatten eine schöne, greiffreundliche Form und die Brustwarze kitzelte in meiner Handfläche.

Sie atmete etwas lauter, als ich sie streichelte. Dadurch wurde ich mir der Menschen um uns herum wieder bewusst. Die Stimmung im Raum war andachtsvoll, wie oft in einer Bibliothek oder einem Museum. Man bewegt sich etwas langsamer. Spricht leise. Und nimmt seine Umgebung deutlicher wahr.

Aber es war so dunkel. Niemand würde gerade uns bemerken, dachte ich. Ich strich mit den Fingern über die Unterseite ihrer Schenkel und hob das Kleid vorsichtig an. Ich erreichte ihren Po und spürte mit einem wohligen Schock ihre komplett nackte Haut. Sie trug einen String. Das tat sie für mich.

Ihr Po war unglaublich. Ich musste ihn sehen. Aber das war nichts dagegen, wie er sich in der Hand anfühlte. Ich wurde vom Streicheln so geil, dass ich niemals genug bekommen konnte.

Aber das Verbotene von dem, was ich tat, bekam die Oberhand. Ich hörte die Stimmen, das lebhafte Surren der Menschen, und mir war klar, dass wir nur die Dunkelheit als Schutz hatten. Ich konnte nicht klar denken. Die Geilheit lenkte meine Hand, als ich ihren String etwas zur Seite schob.

Plötzlich bohrte sie ihre Nägel in meine Schenkel und ich wusste nicht, was sie damit signalisieren wollte. Ob es ihre Leidenschaft war oder ob sie meinte: Stopp, nicht weiter.

Ich zweifelte nur kurz. Sie war so warm, verlockend und sexy, dass meine Finger zwischen ihre Pobacken und zwischen ihre Beine glitten.

Ihre Schamlippen waren geschwollen und feucht. Bei mir begann es zu laufen. Reichlich. Es gibt nichts in der Welt, womit man das Gefühl nachempfinden kann, wenn man seine Finger in eine erregte, nasse, Muschi einführt.

Nicht, wenn die Muschi Joanne gehört.

Ich sagte kein Wort und sie auch nicht, obwohl es geholfen hätte, um unsere Handlungen in der Dunkelheit zu verschleiern. Ich hörte, wie sie sich anstrengen musste, um nicht aufzujaulen. Ich fühlte ihr pochendes Herz und ließ ihre Brust los. Die Leute bewegten sich nach vorn, einige wurden reingelassen, und weil die anderen von hinten drängelten, mussten auch wir einige Schritte weitergehen. Joanne glitt von mir. Sie streckte ihre Hand zu mir nach hinten und ich nahm sie mit meinen feuchten Fingern.

Ich frage mich, ob sie das erregt hat.

Kräftig zog sie mich an sich. Das war so ein schönes und deutliches Signal, dass mein Herz einen kleinen Hüpfer machte: Wir waren uns so verbunden.

Diesmal führte ich meinen Arm um ihre Taille, sodass ich leichter an ihre Klitoris kam. Ihr Höschen war nicht sehr eng. Ich schob es etwas zur Seite, sodass ich ungehindert mit den Fingern durch ihre wunderbare Nässe auf und nieder gleiten konnte.

Ich hielt sie fest im Arm, als sie kam.

Das Dach der Sternwarte war offen und der Blick in den Sternenhimmel erfüllte mich mit Ruhe. Er erinnerte mich daran, wie unbedeutend unsere Probleme eigentlich sind. Ich fühlte mich frei.

Wir mussten eine kleine Treppe hochgehen, um den Absatz unter dem riesigen Teleskop zu erreichen. Ihr Gesicht war so unbeschreiblich schön, als sie sich bewundernd umsah. Und da war noch mehr. Die Röte auf ihren Wangen. Die Hitze in ihrem Blick. Das Geheimnis, das wir teilten, wofür ich noch immer den Beweis an meinen Fingern hatte. Mit einer routinierten Geste strich sie sich eine Haarsträhne hinter das Ohr und beugte sich vor, um durch das Fernrohr zu sehen. Sie schloss das eine Auge. Hinterher lächelte sie mit schüchterner Begeisterung und fragte mich, ob ich nicht auch gucken wollte. Ich war nicht sonderlich interessiert. Ich wollte lieber sie ansehen. Aber das sagte ich nicht.

Ich wurde mir der Menschen in der Schlange hinter mir bewusst, die darauf warteten, auf den Absatz zu kommen und ihren Moment des Sternenguckens zu erleben. Etwas anderes schien sie nicht zu interessieren. Das wundert mich so sehr. Dass Menschen ihr eigenes Mysterium einfach hinnehmen. Sie erkennen nicht das Rätsel, wie man existieren und das selber wissen kann. Als ob sie blind für das Offenbare des Wunders sind. Und ich verstehe nicht, wie man sich selbst als so selbstverständlich hinnehmen kann. Wie kann man über den halben Erdball reisen, um einen Stein anzusehen, der durch das All fliegt, aber gleichzeitig genervt und irritiert von dem menschlichen Wesen sein, das neben einem steht?

Ich bin immer wieder bis ins kleinste Detail fasziniert von etwas so Einfachem wie dem menschlichen Gesicht. Kein Gebäude der Welt, kein majestätischer Wasserfall und auch kein einziges Buch können sich mit dem Wunderwerk des menschlichen Gesichts messen.

Joanne sagte: „Wir hauen ab und gehen tanzen“, und dann fuhren wir mit dem Taxi durch die Stadt. Im Radio lief Dernière Danse von Indila.

Auf dem Dancefloor hörte ich die Musik in mir drin. Ich liebte es, Joanne tanzen zu sehen. Sie war so frei und geschmeidig und sexy auf dem Parkett, dass ich nicht aufhören konnte, sie anzusehen. Wir würden heute Nacht noch miteinander schlafen, und weil wir das beide wussten, hatten wir es nicht eilig. Wir konnten uns vorher noch müde tanzen, bis es in den Ohren rauschte und der Körper mürbe wurde. Ich fühlte mich lebendig. Sie glitt an meinem Körper auf und ab. Sie zeigte allen, dass ich zu ihr gehörte. Dass wir mehr als nur Freundinnen waren, die ein bisschen Spaß haben wollten. Trotzdem tauchte ein Typ bei ihr auf, mit breitem Grinsen und tatzigen Händen. Joanna drehte sich um und fauchte ihn an: „Hau ab!“

Er bekam einen angespannten Blick und ich fühlte mich plötzlich bereit. Mein Herz füllte sich mit Mut. Kein Deut von Angst. Ich dachte: Wenn er sie jetzt anfasst, trete ich ihm in die Eier. So doll ich kann.

Vielleicht hat er das begriffen, denn er blinzelte ihr ein letztes Mal zu, sah mich aber nicht an, und ging fort.

Joanne kroch wieder in meinen Arm. Ihr Duft war mir so nah, dass er mich vollkommen umschloss. Sie legte ihre Arme auf meine Schultern, die Hände um meinen Nacken und tanzte mich vorsichtig an. Ich tanzte so, dass ich mich an ihrem Schritt reiben konnte. Ich spürte, wie geil sie wurde. Die Spannung zwischen uns war riesig.

Schließlich verlor sie die Kontrolle und küsste mich mit einer solchen Leidenschaft, die vorher anscheinend in ihr verschlossen gewesen war, als ob sie erst jetzt ein Ventil dafür gefunden hatte. So voller Liebe, dass mein Herz fast explodierte.

Ich nahm sie bei der Hand und zog sie von der Tanzfläche. Als wir außer Hörweite der dröhnenden Musik waren, sah ich ihr in die Augen und sagte:

„Ich muss jetzt mit dir schlafen.“

Sie drückte meine Hand.

Wir beeilten uns.

Ich schaffte es nicht mehr, die Tür zu ihrer Wohnung zu schließen, bevor sie sexy ihr Kleid auszog und auf den Boden warf. Ihr Körper war wir ein lebendiges Instrument. Ich konnte die Musik schon hören.

Ich drückte sie gegen die Wand. Als ich mit den Finger in sie hineinglitt, sah sie mir intensiv in die Augen und zeigte die Zähne. Ich führte ihre Handgelenke zusammen und hob ihre Arme über ihren Kopf. Dann rieb ich sie, bis sie zitterte. Ihre Brüste waren unwiderstehlich sexy aus diesem Winkel. Ich wurde von ihren vorstehenden Brustwarzen angezogen. Knabberte. Leckte. Saugte. Als sie ganz schlaff wurde, musste ich mich anstrengen, sie aufrecht zu halten.

Ich sah sie an. Wir streichelten einander fast mit den Nasenspitzen. Ihr Blick war hoffnungslos geil. Aus ihren Augen sprach Bitten und Dankbarkeit. Sie streckte ihren Hals, um mich küssen zu können. Ich kam ihr entgegen und drückte meinen Körper an ihren, fest an die Wand.

Wir gingen zum Bett. Sie wollte das Licht an lassen und als sie mich auszog, hielt sie inne und sah mich mit ein wenig Abstand an, als ob sie sich nichts entgehen lassen wollte. Ich konnte die Verwunderung in ihren Augen sehen. Und es war nicht die gleiche wie vorher. Etwas Sündigeres leuchtete jetzt aus ihrem Blick.

Wir hatten Scherensex, bis wir beide kamen und durchgeschwitzt waren. Sie sprang auf mich drauf, rang mich nieder und umarmte mich. Dann lachten wir plötzlich los.

Wir duschten zusammen. Sie stellte sich hinter mich und schob meine Haare zusammen, damit sie mich im Nacken küssen konnte. Sie streifte die Haut nur mit ihren Lippen, und mir liefen Schauer über den ganzen Körper. Das Wasser rauschte und betäubte mich. Sie küsste mich sanft, bis ich von einem Wohlgefühl erfüllt wurde, das wie Wasser in mich rauschte. Sie streichelte mich. Über die Brust. Zum Bauch. Auf den Schenkeln und mit festem Griff meinen Po. Sie machte so weiter, mit der Gier in ihren Händen, von Körperteil zu Körperteil. Ich wollte mich umdrehen und sie küssen, weil ich es fast nicht mehr aushielt.

Aber sie hielt mich fest.

Sie fasste mir wieder an die Klitoris und mir versagten die Knie. Da hielt sie inne und reckte sich nach dem Shampoo. Mit ihren Fingern in meinen Haaren und dem Wasser, das an ihrem nackten Körper entlangrauschte, schien mich alles mit der gleichen Liebe zu streicheln. Ich schloss die Augen, als sie mir gründlich das Shampoo mit dem Duschkopf ausspülte. Sie wiederholte die Prozedur dann mit der Haarspülung. Während die Spülung einwirkte, küssten wir uns innig.

Dann nahm sie das Duschgel. Ich war wie berauscht von der Wirkung. Als sie meinen Po erreichte, wiederholte sie die Knetbewegung, die sie schon bei meinen Brüsten angewendet hatte. Mein Körper wurde schwer und schwindlig. Sie nahm mehr Duschgel und führte die Hand forsch zwischen meine Pobacken. Auch da wusch sie mich. Gründlich. Sie fasste meine Muschi nicht an, und die war jetzt so heiß und geschwollen, dass es wehtat. Wieder küsste sie mich und bat mich, zum Bett zurückzugehen und zu warten, dann würde sie gleich nachkommen.

Die Kissen und die Decke waren zu Boden gefallen. Das Laken war teilweise von der Matratze abgerollt und war verschwitzt und zerknüllt. Einen Augenblick lang blieb ich stehen und überlegte, ob ich das Laken richten oder ein frisches suchen und das Bett neu beziehen sollte.

Wegen der sichtbaren Schweißflecken entschied ich mich für ein neues Laken. Die Decke und die Kissen ließ ich auf dem Boden liegen. Als ich fertig war, legte ich mich voller Erwartung und Sehnsucht aufs Bett, aber als ich sie endlich kommen hörte, tat ich mein Bestes, um cool und sexy auszusehen. Sie sah mich glücklich an, lief zum Bett und warf sich hinauf. Wir juchzten beide laut und lachten.

Sie legte mich auf den Rücken zurecht und machte mir klar, dass sie jetzt das Kommando hatte und ich nur entgegennehmen sollte. Sie küsste mich auf den Hals und zur Brust runter. Sie strich mit den Fingern über meinen Körper, und wo immer sie hinkam, hinterließ sie eine Gefühlsspur. Sie füllte mich mit Energie. Ich badete in der stillen Euphorie.

Als sie endlich bei meiner Muschi ankam, wechselte sie ab. Sie leckte. Dann küsste sie mich an der Leiste. Mir fehlte nicht viel zum Orgasmus, aber sie baute ihn auf. Plötzlich fing sie mit den Lippen meine Klitoris und hielt sie in ihrem Mund gefangen. Und in diesem Gefängnis bearbeitete ihre Zunge meine Klitoris wie ein schwitzender Boxer seine Boxbirne. Sie spielte mit mir, folterte mich und trieb mich immer weiter nach oben, bis sie mich – genau im richtigen Moment – den Wasserfall hinunterstieß.

Ich flog.

Ich war so dankbar, dass ich sie auf den Rücken rang und sie mit Küssen umarmte. Ich wurde von dem starken Drang getrieben, ihr etwas Ähnliches zu bescheren. Ich habe noch nie so gern Oralsex haben wollen wie in diesem Moment. Allein der Gedanke an ihre Muschi in meinem Mund machte mich wild.

Ich küsste sie sanft und langsam. Machte mich mit ihrem schönen Körper bekannt. Ich leckte kurz und eilig über ihre Klitoris. Und dann strich ich mit den Fingern über ihre Haut, wie sie es mit mir getan hatte. Ich bohrte meine Finger in die weichen Stellen.

In ihrem ganzen Körper spannte sie die Muskeln an. Ich nahm das Gefühl in mich auf, sie nackt zu haben, sie in meinen Armen zu haben. Ich liebte alles an ihr.

Ich war so froh, dass wir das Licht angelassen hatten. Als ich zwischen ihren Beinen lag, spreizte ich ihre Schamlippen und sah sie nur an. Die eigenständigen kleinen Bewegungen in dem Rosa zu sehen, war betörend. Sie sah mich durch halb geschlossene Lider an und warf ihren Kopf ins Kissen, als ob sie nicht wusste, wohin.

Ich verstand, dass dies mehr war, als gewöhnlicher Sex. Es war eine Liebe im Zimmer, die dem freien Willen nicht untergeben war. Die keine Wahl traf. Ich konnte sie überall spüren.

Ich leckte sie methodisch und abwechselnd. Ich führte ihr zwei Finger ein und stimulierte ihren G-Punkt und ich nahm sie mit dem ganzen Arm. So richtig. Ich kitzelte ihre feuchte Nase mit der Zunge und kraulte die Katze unterm Kinn – mit den Fingern, die in ihr steckten. Ich bekam fast einen Krampf im Handgelenk, aber ich hatte nicht vor, aufzugeben. Ich wollte den ganzen Weg mit ihr gehen.

Sie zitterte und schüttelte sich und stöhnte. Hinterher war meine Erleichterung und Freude fast so groß wie ihre, glaube ich. Sie kam und kam, es schien kein Ende zu nehmen. Wie sie stöhnte. Sie zerknüllte das frische, neue Laken in ihrer Faust und hob ihr Becken zur Brücke. Mein Kinn war von ihren Säften bedeckt. Wir küssten und umarmten uns und kauerten uns schließlich wie ein kleiner Ball aneinander.

Ich weiß nicht, wer von uns zuerst einschlief, aber als ich wieder aufwachte, lagen wir beide nackt da. Sie mit ihrem Kinn im Grübchen meines Schlüsselbeins und der Hand auf meinem Bauch. Ich war so glücklich, dass ich nicht wieder einschlafen wollte, und obwohl es noch dunkel war, schlich ich mich raus und setzte Kaffee auf.

So wurde aus ihrer Küche meine Küche.

Die Töchter des Chefs: Erotische Novelle

Die Töchter des Chefs: Erotische Novelle

Janne war ins Büro des Chef gerufen und gebeten worden, sich hinzusetzen. Der Chef stand auf.

„Hör mal, Janne, hast du Pläne für Mittsommer?“

„Jein.“ Er versuchte nachzudenken.

„Nee“, sagte der Chef und lachte. „Dachte ich mir. Ich habe ein Event an der Sommerhütte. Du kannst rüberkommen, sei gegen zwei Uhr da. Dann wird um die Mittsommerstange getanzt und es gibt ein Krabbenbüfett, an dem du dich bis zur Bewusstlosigkeit vollfressen kannst.“

Janne war sich nicht sicher, ob das ein Befehl war oder eine Einladung. Der Chef hatte sich wieder auf seinen Bürosessel gesetzt und nahm das Telefon zur Hand. Er sah Janne mit erhobenen Augenbrauen und einem aufgesetzten Lächeln an und gab ihm so wortlos zu verstehen: „Warum bist du noch immer hier?“

Dieser verdammte Borstenbesen, dachte Janne. Wie zur Hölle hat der es geschafft, zwei so tolle Töchter zu kriegen …

Der Mittsommerabend kam, der Himmel war wolkenlos blau. Man hatte den Blick über das Meer, in dem in weiter Ferne kleine Segel zu sehen waren, die über den schimmernden Horizont glitten. Die Mittsommerstange war so leuchtend grün wie das frisch geschnittene Gras. Zwei lange Tische standen über die Breite und einer quer auf der Wiese unterhalb der Terrasse mit dem eingelassenen Pool.

Hütte, dachte Janne. Es war ein Herrenhaus mit vielen Zimmern. Einige Dutzende Gäste, die meisten mittelalt wie er, standen in Gruppen herum. Und die Töchter. Erst 18 und 19 Jahre alt, mit jugendlich schimmernden Gesichtern, die sie von dem Rest der Gäste unterschieden. Die ältere, Annika, hatte lange, dunkle Haare und zur Feier des Tages einen kleinen Blumenkranz auf dem Kopf. Ihr enges Kleid konnte ihre Kurven kaum halten.

Die jüngere, Sofie, war auffällig sonnengebräunt und hübsch mit ihren frisch geschnittenen kurzen Haaren. Sie war in Jannes Augen genauso sexy wie ihre große Schwester, aber die blauen Augen, die man gern ansah, ließen sie deutlich unschuldiger aussehen.

Auf einem der Tische standen Teller, Schalen und Schüsseln mit Essen. Ebenso auffällig viele Schnapsflaschen, verschiedene Sorten von Branntwein und Bierdosen waren aufeinander gestapelt.

Jemand rief, das Büfett sei eröffnet, und kleine Gruppen gemischter Gäste lösten sich auf, um sich Essen zu holen. Bald saßen alle da, aßen und tranken. Es herrschte allgemeine Harmonie. Janne saß links von Annika. Wie viel Glück man haben kann.

Da fing die Trulle von gegenüber an rumzunerven.

„Janne, Janne – so heißt du doch, oder?“ Sie lehnte sich über den Tisch und er konnte nicht entkommen. „Janne – das ist ein alter schwedischer Name. Weißt du, mein Bruder hieß auch Janne. Oder Jan, natürlich, aber wir haben ihn nie als Jan gesehen. Nein, wir haben ihn Janne genannt. Ich und mein anderer Bruder, der Arne heißt. Er lebt noch immer, weißt du. Er ist gesund und munter. Unglaublich, wie fit er noch ist. 1934 ist er geboren. Oder war es 35?“

Janne reagierte am Anfang noch mit „mm“ und „aha“, sah dann aber einfach in eine andere Richtung. Sein Blick fiel auf Annika. Meine Güte, was für ein Ausschnitt.

Das Gerede von der anderen Tischseite verstummte. Als er aufsah, humpelte die Trulla mit einem Pappteller in der Hand von dannen. Er fühlte sich befreit. Er drehte sich zu Annika, die freundlich lächelte.

„Hast du Spaß?“, fragte er.

„Naja.“

„Nee, ich finds auch nicht so wahnsinnig lustig. Ich bin hauptsächlich hier, um mich bei deinem Vater einzuschleimen.“ Sie lachte. Sie unterhielten sich eine Weile über den Sommer und was man am besten im Sommer machte. Als allgemein angestoßen wurde, hoben sie ihre Schnapsgläser und stießen sie aneinander, vergaßen aber die umliegenden Menschen.

Er flocht unschuldig die Frage ein, ob sie einen Freund habe und sie antwortete ebenso neutral, dass nein. Die Stimmung zwischen ihnen hatte sich bereits verändert.

Sie konnte nicht aufhören, ihn anzusehen. Er war lässig schick, mit Dreitagebart, einem schmalen Gesicht und den deutlichen Krähenfüßen um die Augen, aber vor allem gefiel ihr das Glitzern in seinen Augen.

Ab und zu hielten sie besonders lange Augenkontakt. Je ungenierter sie miteinander wurden, desto heißer wurde Annika. Er verbarg nichts in seinem Blick. Er machte kein Geheimnis daraus, dass er sie wollte.

Auf irgendeine Weise wollte Annika ihm zeigen, wer sie wirklich war, und gleichzeitig wollte sie ihn binden. Daher war es nur natürlich, über das zu reden, was sie am meisten mochte: tanzen. Trotzdem zögerte sie anfangs etwas, weil sie die richtigen Worte suchte. Janne wartete geduldig ohne sie zu unterbrechen, und sie konnte sehen, dass er tatsächlich interessiert und neugierig war. Schon fiel es ihr leichter, sich auszudrücken. Sie erzählte, dass sie in die USA wollte, vielleicht nach New York, und da Tanz studieren. Sie liebte Herausforderungen. Das Beste war, einer völlig neuen Schrittfolge gegenüberzustehen. Man stolperte und machte Fehler, immer und immer wieder, aber man machte trotzdem weiter, um es irgendwann zu schaffen. Und dann ist es eines Tages so weit. Einfach so. Das ist so ein unglaublich tolles Gefühl. Quasi das Unmögliche zu besiegen.

Durch das Tanzen hatte sie ein besseres Gefühl für ihre Umgebung bekommen, was sich auf den Alltag übertrug. Sie fühlte sich gut in ihrem Körper. Beim Training war sie oft so vertieft, dass alles um sie herum verschwand. Es gab nichts, womit sie sich lieber beschäftigen wollte.

Sie leckte sich über die Lippen und streckte sich nach ihrem Glas.

Janne beugte sich über seine Armlehne. Annika spürte seinen Blick. Er verschlang sie geradezu. sie liebte es. Sie wollte ihn noch mehr reizen. Unbewusst spiegelte sie ihn in ihrer Körpersprache. So wie sie saßen, Gesicht an Gesicht, war ein Kuss nicht mehr weit.

„Das ist sehr befreiend“, sagte sie. „Sehr sexuell.“

„Welche Art von Tanz machst du?“, fragte er.

„Momentan ist es Reggaeton. Ich lasse gern meine Hüften kreisen.“

Er langte nach seinem Glas.

„Es ist auch ein bisschen gefährlich. Manchmal tut man sich weh. Guck mal den blauen Fleck hier an“, sagte sie, hob die eine Pobacke und schob das Kleid hoch. Um ihn selber sehen zu können, strich sie sich eine Strähne hinters Ohr. Dabei fiel ihr Träger runter und ihre Brustwarze lag frei.

Sie errötete. So hatte sie sich das nicht vorgestellt. „Ui“, stießt sie hervor, zog den Träger schnell hoch und richtete das Kleid. Sie lächelte ihn schüchtern an, wäre aber in dem Moment am liebsten im Erdboden versunken.

Da spürte sie, dass er näher kam, sodass sein rauer Duft sie umschloss. Seine Lippen dicht an ihrem Ohr flüsterte er: „Du bist sehr hübsch.“

Das ging ihr durch Mark und Bein. Nicht die Worte selbst, sondern die Art, wie er das sagte. Aus ihrer Scham wurde Hitze. Sie wollte ihn küssen, aber nicht vor allen Gästen, daher nahm sie stattdessen ihr Glas und trank. Stille umgab sie.

Nach einer Weile legte sie ihre Hand weit oben auf sein Bein und sagte, dass sie sich zurückziehen wollte. „Ich muss morgen früh aufstehen und trainieren.“

Er nickte. Nach einigen freundlichen Abschiedsworten stand sie auf. Als sie ging, legte sie die Hand auf seine Schulter und drückte zu.

Das wars, dachte er. Wenn man sich besaufen sollte, dann jetzt.

Aber dann spürte er etwas, wie ein federleichtes Streicheln am Nacken. Er drehte sich um. Am anderen Ende der Wiese stand Annika und sah ihn an. Er hatte das Gefühl, dass sie ihm etwas sagen wollte. Da verengten sich ihre Augen und sie schenkte ihm ein Lächeln, das mehr sagte als tausend Worte. Genauso plötzlich drehte sie sich auf dem Absatz um und ging ins Haus.

Janne saß noch eine Weile da und starrte vor sich hin. Sein Schwanz stand kerzengerade. Sein Herz raste.

Nach einer Weile fasste er einen Beschluss. Er schüttete den Rest vom Wein in sich hinein, wischte sich den Mund mit einer Serviette ab und stand auf.

Ein paar Plätze weiter war der Chef mit hoch erhobenem Kinn und einem breiten Grinsen im Gesicht aufgestanden. Er schlug mit einer Gabel ans Glas. Das Gemurmel verstummte und die Gesichter wandten sich ihm zu, aber er schlug noch ein bisschen weiter ans Glas.

„Ich möchte meinen Gästen danken. Ihr gehört zu der geschlossenen Gruppe guter Freunde und wichtiger Mitarbeiter, zu meinen Allernächsten“, sagte er mit dem breitesten Stockholmakzent. Der Rest seiner Ansprache verschwamm zu einem leisen Rauschen, als Janne zur Hütte ging. Er fand die Eingangstür. Von draußen hörte man eine laute Lachsalve, die abgeschnitten wurde, als Janne die Tür hinter sich schloss.

Im Haus war nichts zu hören. Er machte sich schnell ein Bild. Es war hübsch und durchdacht, mit teuren Bildern und rustikalen Möbeln, die Hand in Hand mit den sichtbaren schwarzen Dachbalken gingen. Er zog sich vorsichtig die Schuhe aus.

In ihm drin stritten sich kleine, unruhige Gedanken um seine Aufmerksamkeit. Eine kleine Stimme fragte, ob das hier korrekt sei, oder überhaupt angemessen. Eine andere kleine Stimme sagte, dass er die Signale vielleicht fehlgedeutet hatte. Aber da lachte er sich selbst aus. Nein, fehlgedeutet hatte er gar nichts. Annika hatte sich mit ihrem Blick über den Rasen zu ihm rüberteleportiert, sich auf ihn gesetzt, ihren Schritt an seinem gerieben und sehnsüchtig gesagt: Ich will dich in mir haben – jetzt!

Als er in den ersten Stock kam, fand er eine angelehnte Tür. Von drinnen sah man ein kaltes, flackerndes Licht wie von einem Fernseher oder Computerbildschirm. Aber er hörte nichts. Vorsichtig schob er die Tür auf.

Annika saß vor dem Computer, den Blick auf den Bildschirm gerichtet. Sie hatte sich umgezogen und trug jetzt eine Trainingshose und ein T-Shirt.

Er leckte sich unbewusst über die Lippen und sagte: „Hallo Annika.“

Sie hörte ihn nicht. Sie hatte Kopfhörer in den Ohren.

Er ging neben sie und sie zuckte zusammen. Sie sah ihn entsetzt an, drehte sich dann aber schnell wieder zum Computer und klickte den Browsertab weg, bevor sie ihn wieder ansah. „Du hast mich erschreckt.“

Er lächelte freundlich und entschuldigend.

„Hast du da auch einen blauen Fleck?“, fragte er und strich ihr mit den Fingerspitzen über die weiche, warme Haut, sodass er langsam den Ärmel ihres T-Shirts nach oben schob.

„Was machst du da?“, fragte sie.

Janne zog die Hand hastig zurück. „Nichts.“

„Aber du hast mich doch angefasst.“

„Ach so. Ja, doch.“ Er räusperte sich.

Sie lachte auf. „Ich veräpple dich nur. Entschuldigung. Fass mich bitte weiter an.“

Er tat nichts, starrte sie nur an.

„Du könntest so nett sein und mich ein bisschen massieren. Hier vielleicht?“, fragte sie und senkte den Kopf, sodass ihr die Haare ins Gesicht fielen und der Nacken frei lag. Heller Flaum war auf der rosa Haut zu sehen. Sie war so hübsch, dass ihm etwas schwindlig wurde.

Er strich samtweich mit den Fingern über die empfindliche Haut. Sie erschauderte. Sie schloss die Augen. Schnell wurde er forscher, massierte kräftig ihre Schultern und rieb die Daumen über ihre Nackenmuskeln.

„Fühlt sich das gut an?“

„Ja, das ist wunderbar.“

Sie spürte es bis in die Taille. Nach einer Weile stöhnte sie.

Da glitt er zu ihren Brüsten runter. Er spürte das Weiche und die steifen Brustwarzen. Sofort verstand er, dass sie keinen BH unterm T-Shirt trug. Das machte ihn noch gieriger. Sie half ihm, als er ihr das T-Shirt ausziehen wollte. Jetzt nahm er beide Hände, um ihre weichen, festen Brüste zu kneten, sie mit gleichmäßigen, zärtlichen Kreisbewegungen zu massieren. Sie drehte sich stöhnend zu ihm, suchte nach ihm und zog ihn an sich. Ihre Wange landete an seinem Schritt, an dem harten Ständer. Sie spürte die Beule in seinem Schritt. Sehnsüchtig folgte sie seiner Form im Stoff. Sie musste ihm die Hose ausziehen. Sofort.

Als sie ihn in den Mund nahm, reckte er sich zu ihrem Schritt herunter.

Sie spreizte bereitwillig die Beine und schob die Hüfte nach vorn. Er schnürte ihr geschickt die Trainingshose auf und steckte die Hand ins Bündchen und unter das Höschen. Sie stöhnte und saugte noch fester an ihm. Währenddessen erkundete er jeden Winkel ihrer Muschi mit den Fingerspitzen. Er schöpfte ihren Saft und rieb ihr über die Klitoris, schnell und leicht, mit kleinen Pausen, die das Gefühl bei jeder Rückkehr verstärkten.

Das Geräusch ihrer nassen Muschi und ihr weiches und formbares Gefühl machte Janne geiler als irgendetwas sonst. Wenn sie saugte war es wie ein genussvoller Kreis, der durch sie beide geschlossen wurde. Sie ließ ihn los und küsste ihn. Der Kuss war so schön, dass sie sich vergaßen und lange so dastanden. Er griff so fest nach ihrem Po, dass sie ihn instinktiv zu befriedigen begann. Da fiel ihr wieder ein, was sie wollte.

„Ich will, dass du mich von hinten nimmst.“

Sie wirbelte auf dem Schreibtischstuhl herum, kniete sich auf den Sitz und wippte vor ihm hin und her.

„Hast du ein Kondom?“

„Ja, oberste Schublade.“

Er zog die Schreibtischschublade auf und lachte. Da lag ein ganzer Berg Kondome, mehr, als er zählen konnte.

Als er es angelegt hatte, streichelte er sie wieder zwischen den Beinen. Sie lehnte sich ihm entgegen. Sie wollte in fast anschreien: Drück ihn rein!

Er streichelte ihr über die Lende und über die weiche, breite Hüfte. Er schlug ihr auf den Po, sodass sie aufschrie. Es tropfte zwischen ihren Beinen heraus. Sie drehte sich um und sah ihn an. Ihr gefiel, was sie sah. Er war so männlich. Ein wenig haarig auf der Brust, keine besonders ausgeprägten Muskeln, aber dennoch deutlich zu sehen. Und dann die selbstsichere Ausstrahlung, die verdeutlichte, dass er schon häufig so hinter einer Frau gestanden hatte mit dem Schwanz in der Hand.

Endlich drückte er sich hinein und sie schob den Po nach hinten zu ihm.

Die Anspannung rann aus ihr heraus. Dankbar entspannte sich ihr Körper. Als er begann, sich in ihr zu bewegen, musste sie stöhnen. Er schlug sie erneut. Erst auf die eine Pobacke, dann auf die andere. Sie stieß mit dem Po nach hinten und ihre Geschlechter klatschten aneinander. Ein Geräusch, das sie beide antrieb.

Er hielt ihre Hüften fest und genoss ihr Fleisch. „Verdammt, bist du sexy“, murmelte er.

Sie wendete sich um, um ihn zu küssen. Sie knutschten. Ihre gierigen Zungen waren halb im, halb außerhalb vom Mund. Annika kam sich herrlich nuttig vor. Janne nahm sie immer härter, hielt aber ab und zu inne, um ihre Brüste zu greifen oder mit flinken Fingern über ihre Klitoris zu fahren, bis der Orgasmus kam und sie unkontrolliert zitterte.

Er spürte das Pulsieren am Schwanz und wurde langsamer. Er glitt so weit es ging hinaus und hinein. So konnte er es voll genießen. So machte er lange weiter.

„Du bist so wahnsinnig schön“, stöhnte sie.

„Hast du meinen Schwanz gern in dir?“

„Ja!“

„Ist der Schwanz schön?“

„Ja, er ist sehr schön.“

„Dann sag es.“

„Du bist so schön. Dein Schwanz ist so schön.“

„Ich muss langsam machen, sonst komme ich.“

Sie stieß gierig gegen ihn. „Komm einfach. Komm, komm in mir.“

„Du bist so verdammt sexy.“ Er begann wieder zu pumpen, hart und schnell. Jetzt hatte er sich nicht mehr unter Kontrolle.

„Komm. Ja, ja. So! Ja! Härter!“ Sie verlangte es von ihm, wollte ordentlich genommen werden. Er tat alles, um weiterzumachen. Ihr Stöhnen wurde immer schneller und lauter: „Das ist so schön, das ist so schön, nimm mich härter!“

Sie keuchte, als er in ihre Haare griff und den Arm wieder um ihre Taille führte, um an ihre Klitoris zu kommen. Er spielte mit seiner Fingerkuppen an ihr.

Als sie schrie, legte er ihr die Hand auf den Mund. Da biss sie ihn. Ihre Zähne landeten genau auf der Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Sein Orgasmus kam in dem Moment, als der Schmerz am größten war.

Sie schnappten eine Weile nach Luft und zogen sich dann langsam und schweigen wieder an. Janne schielte ein bisschen auf seine Hand, wo der Zahnabdruck deutlich zu sehen war. Etwas blaulila Farbe in jeder Rille. Es machte ihm nichts.

Annika betrachtete ihn und es gefiel ihr, wie zufrieden er aussah. „Du warst gut. Besser als viele andere Typen.“

„Aha?“

„Mm.“ Sie biss sich auf die Lippe. Es gefiel ihr, nackt vor ihm zu stehen.

„Hast du viele in meinem Alter gehabt?“, fragte er und zog die Vorhaut über der Eichel zurück, ehe er sich die Boxershorts hochzog.

„Nee. Aber jetzt will ich mehr davon.“

Er lachte auf. Krasses Mädchen.

Sie brachte ihn zum Lächeln. Er dachte daran, wie es für ihn gewesen war, als er jung war. Dieser Stress, andere zu beeindrucken, die Angst, was die Mädchen über ihn dachten, sowohl über ihn als auch über das, was er machte. Er war so sehr mit sich selber beschäftigt gewesen. Nur mit sich selbst. Jetzt war es anders. Und Annika war nicht dumm, überhaupt nicht.

Im Zimmer gegenüber war Annikas kleine Schwester Sofie tief in ein Buch versunken gewesen. So sehr, dass sie das Gespräch zwischen Janne und Annika nicht mitbekam, obwohl die Wände so dünn waren, dass sie bei Bedarf jedes Wort hätte hören können. Sie las Die Verschwörung der Idioten von John Kennedy Toole, was sie am Abend vorher im Schlafzimmerregal ihrer Eltern gefunden hatte. Manchmal musste sie laut lachen. Manchmal fand sie es eklig. Aber sie hatte nicht ein einziges Mal bereut, die Party bei Angelica abgesagt zu haben, um zu Hause zu lesen. Jetzt waren nur noch ein paar Kapitel übrig.

Als sie das Stöhnen auf der anderen Seite der Wand hörte, dachte sie zuerst, dass Annika einen Porno angemacht und die Kopfhörer vergessen hatte. Sie seufzte und legte das Buch weg. Da hörte sie, dass es kein Porno war. Es war Annika, die da stöhnte, gedämpft und mit vollem Mund. Sie blies gerade einem Mann einen.

Einem Mann. Ihr war sofort klar, dass es Janne war. Er und Annika hatten das ganze Abendessen über geflirtet, so offensichtlich, dass sie es vom Tisch gegenüber gesehen hatte. Sie hatten geradezu verliebt ausgesehen. Sofie war eifersüchtig, aber sie sah zu ihrer Schwester auf. Sie war die stärkste Frau, die sie kannte. Sie wollte wie sie sein.

Und jetzt wollte sie mit ihr tauschen. Als sie das raue männliche Stöhnen hörte, kribbelte es sie bis in die Taille. Sie wurde sofort geil. Es war nicht nur ein angenehmes Kitzeln, es war ein Zwang.

Sie knöpfte die Jeans auf, schüttelte sie ab und warf sie von sich. Sie zog das Höschen über die Füße. Sie rieb die Klitoris zum Geräusch des Stöhnens und dem klatschenden Geräusch von Hüfte auf Po und dem Schmatzen, als der Schwanz eindrang. Die Geräusche waren ihr so nah; im Zimmer und gleichzeitig in ihr drin.

Ihr Höhepunkt kam plötzlich und ohne ein stechendes Gefühl, was sie nicht weniger geil machte. Sie fuhr mit zwei Fingern in sich drin fort.

Es klang, als ob Annika echt Spaß hatte. Jetzt wurde sie richtig eifersüchtig. Sie wollte auch!

Sofie hatte noch keinen guten Sex gehabt – noch nie. Sie hatte es nur mit unerfahrenen und ungeschickten Typen gemacht, die sich nicht um ihren Orgasmus scherten.

Sie sah Janne vor sich. Mit dem dunklen Blick. Seine gleichmäßigen Zähne und Lachfältchen. Plötzlich war er nackt, verschwitzt und lag schwer auf ihr. Bereit, in sie einzudringen.

Sie spreizte die Beine und schlug das Knie an die Wand, weil sie keinen Platz in dem schmalen Bett hatte. So konnte sie die Fußsohlen aneinanderlegen. Jetzt rieb sie langsam, schloss die Augen, lauschte und stöhnte leise. Drüben wurde es immer intensiver. Ein Schrei, ein Brüllen, dann war es vorbei.

Sofie hörte ihre gedämpfte Unterhaltung durch die Wand.

Für sie war es nicht vorbei, im Gegenteil. Sie grub sich ins Bett, wusste nicht, wohin mit sich selbst. Sie fühlte sich leer. Sie hatte nur ein großes Verlangen. Starke Hände, weiche Lippen – und einen harten Schwanz. Vor allem einen harten Schwanz. Der eindrang. Sich in ihr bewegte. Sie ausfüllte.

Sie schloss die Augen und führte die Finger in einer perfekten Kreisbewegung um das Empfindliche. Alles Schlimme und Komplizierte war jetzt fort. Sie hatte keinen hoffnungslosen Gefühls- und Gedankenbrei mehr in sich. Nur eine Sache war jetzt noch wichtig.

Auf der Höhe ihrer Geilheit hörte sie Janne aus Annikas Zimmer gehen. Als er die Tür schloss, stöhnte sie bei dem Gedanken, wie nah er ihr war.

Janne zuckte zusammen und hielt mitten in der Bewegung inne. Er wusste, was er gehört hatte. Ein leichtes Stöhnen. Die Stimme einer jungen Frau. Ein unaussprechlich schöner Laut, voller Sehnsucht und Leidenschaft. Er berührte Jannes sexuellen Nerv und brachte ihn umgehend von Null auf Hundert. So schnell wieder hart zu werden tat ein bisschen weh.

Er stellte sich vor die Tür zu ihrem Zimmer, aber eine unruhige Stimme in ihm drin sagte hart und bestimmend nein. Es war dieselbe Stimme, die ihn schon vorher zum Zweifeln gebracht hatte, aber jetzt war er wieder nüchtern. Im hellen Schein der Nüchternheit war die Stimme lauter. Nein. Absolut nicht. Vergiss es einfach. Vergiss es und fahr nach Hause. Mach dir einen schönen Whisky.

Er trat einen Schritt von der Tür zurück, aber es war am Gehen. Alles deutete darauf hin, dass er gehen würde. Da hörte er wieder die leise Stimme, die seinen Namen rief.

Als er die Tür öffnete, lag sie reglos im Bett, untenrum nackt und mit einer Hand auf der Muschi.

Sie nahmen die Anwesenheit des anderen in sich auf. Mehr war nicht nötig. Aber dann begann sie vorsichtig die Hand zu bewegen. Die dicken, weichen Schamlippen folgten ihren Fingern. Ihre Lider waren schwer und die Lippen etwas geöffnet, als sie mit gebrochener Stimme murmelte: „Ich will, dass du mich so nimmst, wie du meine Schwester genommen hast.“

Oha, dachte er. Jetzt passiert es wirklich.

Denn natürlich hatte er keine Wahl mehr.

Er öffnete seinen Gürtel und die Hose und ließ sie zu Boden fallen. Sofie stöhnte, als sie die Spitze seines Schwanzes oben aus den Boxershorts herausragen sah. Dann war er nackt. Er näherte sich ihr, während er sich mit ruhigen und erfahrenen Handbewegungen befriedigte.

Er drückte ein Knie in die Matratze.

Während er sich befriedigte, strich er mit der anderen Hand an ihren Innenschenkeln entlang.

„Gott, wie zart du bist“, sagte er.

„Fick mich.“

Er beugte sich runter und sie hob ihren Kopf, sodass sie sich küssen konnten. Es war, als ob alles hier angefangen hatte und die Vorgeschichte verschwand, als ob jedes Hindernis seine Daseinsberechtigung verlor, so wie die Dunkelheit alle Formen verwischt.

Er drang in sie ein und sie stöhnte in seinen Mund. Er stieß vorsichtig zu und riss ihr Bluse und BH vom Leib, sodass er sie nackt hatte.

Zärtlich streichelten sie einander. Sie war keine Jungfrau mehr, das merkte er, aber sie war dennoch sehr unschuldig. Überhaupt nicht so routiniert wie ihre große Schwester.

Sofie stöhnte. Janne flüsterte ihr zu, dass sie leise sein sollte, aber das half nicht. Er merkte zu spät, dass sie immer geiler wurde, je mehr er ihr verbot. Als sie schreiend kam, drückte er ihr instinktiv die Hand auf den Mund. Nervös fragte er sich, ob sie ihn ebenfalls beißen würde, aber das tat sie gottseidank nicht.

Dafür hatte Annika das Zimmer betreten.

„Was zur Hölle macht ihr?!“

Janne bekam einen Lachanfall und vergrub sein Gesicht zwischen Sofies Brüsten. Er bewegte jedoch seine Hüften weiter, er konnte nicht anders.

Annika stand staunend da. Dass er so dreist sein konnte.

Sie schwankte zwischen Wut, Verwunderung, Verwirrung und dem sexy Anblick seiner arbeitenden Hüften. Der Anblick machte sie unglaublich geil.

„Meine kleine Schwester“, sagte sie. „Du kannst doch nicht meine Schwester vögeln!“

„Doch.“

„Du verdammter geiler Bock!“

„Komm lieber her und zieh dich aus.“

„Was zur Hölle!“

„Hör auf zu motzen. Komm her. Wir können es uns zu dritt schön machen.“

Annika ging zögerlich ein paar Schritte aufs Bett zu.

„Das ist meine Schwester.“

„Ja und? Macht doch nichts?“

Sofie stöhnte nur und sagte nichts.

Unwillkürlich kam Annika noch näher. Janne von hinten zu sehen, wie die Muskeln sich in ruhigen und gleichmäßigen Bewegungen zusammenzogen. Sie streckte sich nach seinem Po und saß plötzlich im Bett neben den beiden. Janne küsste sie, während er weiter in Sofie stieß. Es war ein recht wackliger Kuss. Annika legte eine Hand auf seine Brust und auf seinen Po und wurde davon so geil, dass sie sich selber anfassen musste.

Sie war noch nie dabei gewesen, wenn andere vögelten und hatte nicht geahnt, wie schön das ist. Sie gab Janne einen Klaps und genoss sein Stöhnen. Jetzt war sie dran.

Sie grub die Fingernägel in seine Haut. Mit der Hand im Höschen arbeitete sie schneller und schneller, bis das Höschen nur noch im Weg war. Sie riss es runter und warf es von sich. Sie bewegte sich gehetzt, um schnell wieder seinen Po anfassen zu können.

Dass er einfach so weitermachen konnte, seinen Schwanz in Sofie stecken, wieder und wieder. Annika musste sich noch härter reiben. Sie streckte den Hals und schloss die Augen. Ein Rauschen ging durch ihren Körper. Ihre Beine wurden weich. Das wunderbare Gefühl ging bis in die Fußsohlen.

Als sie wieder normal atmen konnte, griff sie fest nach Jannes Arsch und spreizte die Backen. Er war sehr hübsch und fast haarlos. Sie streichelte ihn zwischen den Backen, tat für den Anfang nichts Übereiltes.

Janne warf einen Blick über die Schulter, sagte aber nichts. Annika strich mit ihren klebrigen Fingern um die empfindliche Stelle unter seinem Sack und aufwärts. Ihr fiel etwas ein.

Sie steckte sich selbst ihre Finger rein, nahm die Feuchtigkeit auf und nahm sein Poloch ins Visier. Einen Finger führte sie bis zum Mittelgelenk ein. Als hätte ihn jemand auf die Lende geschlagen, riss er sein Becken nach vorn und hielt mit fest angespannten Muskeln inne. Sein Stöhnen stieg aus den Tiefen seines Bauchs auf.

Annika beugte sich zu seinem Ohr vor und fragte neckend, worauf sie die Antwort schon kannte: „Ist das schön?“

Er lag regungslos da, in Sofie, die sich unter ihm räkelte, winselte und ihn bat, weiterzustoßen. Aber er konnte nicht. Noch ein Stoß und er würde den kompletten Inhalt seiner Hoden in sie entleeren. Das durfte jetzt noch nicht passieren. Nicht jetzt, wo es gerade so himmlisch war. Wenn er ganz still da lag, konnte er es schaffen. Aber dann war es wichtig, jetzt keinen Gedanken an die aktuelle Situation zu verschwenden.

Annika genoss es, wie sexy er mit den geschlossenen Augen und dem halboffenen Mund aussah. Vollkommen ihr und Sofie ergeben. Sie drückte den Finger ganz rein. Suchte nach seiner Prostata. Langsam, langsam begann sich Janne wieder mit langen, ausgedehnten Bewegungen zu rühren. Sein Hirn war ausgeschaltet und sein Kopf bis zum Bersten mit Euphorie gefüllt. Die Muskeln in seinem Körper hatten lauter kleine Mini-Orgasmen, als ob sie heimlich schon vor Mitternacht mit dem Feuerwerk begonnen hatten. Sein Schwanz war ein Stahlrohr voller brodelndem Magma.

Um noch länger durchzuhalten, musste er so langsam zustoßen, als wäre er flüssiger Honig, der von einem Löffel rinnt. Er musste Abstand nehmen von Sofies wippenden Titten und ihren weichen, greiffreundlichen Hüfen. Er durfte ihr unglaublich hübsches und vom Genuss gezeichnetes Gesicht nicht ansehen.

Vielleicht hätte er noch lange weitermachen können – obwohl Sofie so laut, hoch und sexy stöhnte – wenn Annika nicht weiter unnachgiebig seine Prostata stimuliert hätte. Er spürte, dass es vorbei war, und gab auf. Es sah Sofie an – ihre vollen Lippen, glatten Wangen und halb geschlossenen dunklen Augen – oh, wie hübsch sie war. Er griff nach ihrer Brust und spürte die steife Brustwarze in seiner Handfläche. Er brüllte zwischen zusammengebissenen Zähnen. Seine Hüften bekamen ein Eigenleben und hämmerten, hämmerten, hämmerten sie tief in die Matratze, bis zum Lattenrost. Sofie schlang ihre Beine und Arme um ihn, dankbar, dass sie ihn endlich so hart zu spüren bekam, dass es ihr durch Mark und Bein ging. Als wüsste er genau, was sie brauchte. Sie wollte lachen vor Glück.

Nach dem Orgasmus lag er schwer auf ihr, stöhnte und keuchte. Wie ein gedeckter Seehund. Annika zwinkerte Sofie zu und kroch nackt neben ihr ins Bett. Um genug Platz zu haben, lagen sie Schulter an Schulter und Hüfte an Hüfte.

Janne küsste Annika. Dann küsste er Sofie. Dann küsste er wieder Annika.

„Danke, Mädels. Das war das Beste, was mir je passiert ist.“

„Du gehst doch jetzt wohl nicht etwa?“, fragte Annika.

Mit reiner Willenskraft richtete er sich im Bett auf. Er nahm die Brüste der Mädchen in die Hände. Drückte und streichelte sie. Er war müde. Völlig erledigt. Aber dann dachte er daran, was für ein Glück seine Hände hatten. Sowas ließ man nicht einfach sein, nur weil man ein bisschen müde war.

Er nahm tief Luft, tankte Energie und kroch zwischen die Schenkel von Annika. Sie musste ein Bein auf ihre Schwester legen, die wiederum ihre Hand auf die Innenseite ihres Schenkels legte. Sofie streichelte Annika leicht, während Annika geleckt wurde. Nicht aus sexueller Lust, sondern als Zeichen ihres starken Gemeinschaftsgefühls für das, was sie gerade erlebten. Es war ein sehr besonderes Gefühl, die Körperwärme mit Annika zu teilen und ihren Körper vor Genuss zittern zu sehen. Sie sah Annika in einem neuen Licht. Alles war neu.

Janne leckte mit Leichtigkeit. Annikas Klitoris war wie ein geölter und polierter Diamant. Man musste nur mit ihr dribbeln. Wenn er langsam und lange spielte, würde er Zeit genug haben, um sich zu erholen und für die nächste Runde bereit zu sein.

Sofie hatte keine Lust mehr, passiv an der Seite zu liegen. Sie kroch unter den Schritt von Janne. Sie nahm seinen halbschlappen Penis in den Mund und umschloss mit der Hand die Hoden. Es war gemütlich und sehr sexy. Sie kreiste mit der Zunge und leckte ihm ihre eigenen Säfte ab. Sie stöhnte leicht. Es schmeckte gut und das Gefühl, seinen ganzen Schwanz im Mund zu haben, war noch besser. Es dauerte nicht lange, bis er zum Leben erwachte, und dann ging es ganz schnell. Sein ganzer Schwanz schwoll zu seiner vollen Größe an und sie hatte nicht mehr genug Platz im Mund, nicht ansatzweise.

Zu ihrer großen Überraschung spürte Sofie plötzlich seine schnelle Zunge da, wo es am schönsten war, und stöhnte unwillkürlich auf. Sie saugte hingebungsvoll an seinem Schwanz und er leckte, leckte, leckte – dann verschwand das Gefühl und sie hörte Annika wieder stöhnen. So war es also. Sie leckte jedenfalls weiter an ihm. Nach einer Weile war seine Zunge zurück und sie stöhnte mit dem ganzen Mund voll Schwanz. So machten sie lange weiter, während er immer abwechselte. Bis er sich mit der großen Kraft der Begierde von ihr löste und Annika bestieg.

Sofie fand es wunderbar, die beiden zu sehen, aber sie wollte auch ihren Teil. Sie stellte sich auf alle Viere und schwankte stark. Sie wackelte mit dem Po und bat ihn freundlich. Es wirkte. Janne stand aus Annikas Umarmung auf und nahm Sofie von hinten. Aber er war gerecht. Wie vorher wechselte er ab.

Als Janne sich zum vierten Mal entleert hatte, wusste er, dass das das letzte Mal gewesen war.

Annika stand vom Bett auf, als er seinen Reißverschluss hochzog. Etwas Besonderes war in diesem Zimmer geschehen, das wussten alle drei, aber jeder und jede auf eine eigene Weise.

Janne umarmte beide und schlich sich durch die Hüttenflure. Als er durch die Haustür ging, hatte er das Gefühl, eine Welt zu verlassen und eine andere zu betreten. Diskret schloss er sich wieder der Mittsommerfeier im Garten an. Die Gäste waren deutlich betrunken, darunter auch der Chef, der ihm plötzlich mit beiden Armen zuwinkte.

„Janne, verdammt! Hör mal! Wo zur Hölle warst du?“

„Ich habe mitgeschlafen.“

„Womit?“

„Deinen Töchtern.“

Der Chef starrte ihn an. Dann fing er lauthals an zu lachen. Er klopfte Janne kameradschaftlich auf den Rücken. „Du bist ein kranker Typ. Ja, verdammt. Deshalb mag ich dich so.“

Freier Wille: Erotische Novelle

Julia sah auf den Grabstein und versuchte, etwas zu fühlen. Sie fühlte nur dasselbe diffuse Unbehagen in der Brust wie an jedem anderen Tag. Eigentlich fror sie hauptsächlich. Der dichte Wald um den Friedhof stand einsam und still. Etwas weiter weg hörte man das Brummen der Autobahn.

Ihr Papa war nirgendwo. Nicht in der goldenen Gravur auf dem Stein, nicht unter der Erde, nicht im Himmel und offenbar auch nicht in ihr drin. Sie fühlte sich albern. Es war dumm, etwas fühlen zu wollen, was nicht da war, dumm, es zu versuchen.

Ihr war nach Bier. Der Regen hatte bereits ihre Wimperntusche verwischt und nun klebten ihre Haare auch noch unangenehm im Nacken. Alles so verdammt dumm. Sie warf den Blumenstrauß auf das neu angelegte Grab und sah sich nicht um, als sie ging.

Sie schloss den Reißverschluss ihrer Motorradjacke und setzte sich den Helm auf. Sie liebte den Druck auf der Brust und die Rückenstütze, das kompakte Gefühl, in einem Kokon zu stecken. Ohne an etwas Bestimmtes zu denken, wischte sie geduldig die Regentropfen vom Ledersitz und setzte sich auf das Bike. Sie genoss die unglaubliche Kraft, die sie nun zwischen den Beinen hatte. Als sie es anließ, hallte das Donnern des Motors von der Kirchenwand und durch die lange Allee vor ihr.

Jetzt brauche ich einen Schwanz, dachte sie. Ein kaltes Bier und einen harten Schwanz.

Mattias öffnete die Tür. Er trug eine Schürze und hatte einen Bratenwender in der Hand. Neben der Musik hörte Julia die Dunstabzugshaube und das Zischen der Bratpfanne. Es roch gut. Er kehrte schnell zum Herd zurück. „Wie verdammt schön, dich wiederzusehen“, sagte er.

Mit sicherer Hand rumorte er mit der Pfanne und sah dann zu ihr. In seinen Augen war ein Leuchten, das sie mochte. Das sagte, dass er ihr für alles vergab, wie dumm es auch war, was sie in letzter Zeit getan hatte.

„Himmel, riecht das gut“, sagte sie.

„Mm.“

„Was wird das?“

„Fleischbällchen. Und dann wollte ich eine braune Sauce aus dem Bratensaft machen, aber ich habe keine Ahnung, wie das geht. Kannst du mir helfen?“

„Ja, klar“, sagte sie und küsste ihn auf den Mund. Sein Bart kratzte sie etwas an der Lippe. Sie legte den Arm um seine breiten Schultern, um ganz zu spüren, dass er da war. Eine warme Welle durchströmte sie.

„Ich habe dich vermisst“, sagte er.

Sie tat, als ob sie ihn in die Schulter biss und murmelte: „Aber jetzt bin ich da.“

„Jetzt bist du da.“

„Machst du auch Kartoffelbrei?“

„Mm.“

„Soll ich die Sahne für die Sauce benutzen?“

„Ja, aber nimm nicht alles. Ich brauche noch ein bisschen für den Kartoffelbrei. Nur einen Schuss.“

Auf dem Tisch standen eine offene Flasche Wein und zwei brennende Kerzen. Er löschte die Lampe über der Spüle.

„Hast du Bier?“, fragte sie.

„Klar hab ich Bier. Was glaubst du denn?“

Er reichte ihr eine Flasche aus dem Kühlschrank. Dann öffnete er die Schublade des Küchentisches, kramte einen Flaschenöffner heraus und reichte ihn ihr.

„Du bist zu nett, Mattias.“

„Kann man zu nett sein?“

„Ja. Und du bist es.“

„Will deshalb nie eine Frau bei mir bleiben?“

„Vermutlich.“

„Aber du kommst immer wieder.“

„Ja, das tue ich wohl.“

„Weil ich so gut koche?“ Er lehnte sich über den Tisch und flüsterte konspirativ: „Sag ja.“

Sie lachte. „Teilweise. Aber dann bist du außerdem so unglaublich gut im Bett, dass es alles andere entschuldigt.“

Er senkte den Blick. Im Halbdunkel sah sie seine Wangen erröten. Sie lächelte.

Der Regen prasselte ans Fenster und als sie den ersten Biss vom Fleischbällchen in brauner Sauce nahm, schloss sie kurz die Augen. „Meine Güte, ist das lecker.“

„Oder?“

„Was hast du sonst immer gekocht? Was auch so lecker war.“

„Ich glaube, du meinst die Lasagne.“

„Ja!“ Sie zeigte mit der Gabel auf ihn. „Ich weiß noch, als ich in Lufthagen wohnte und du bist zu mir gekommen und hast für mich gekocht, weil du fandst, dass ich mich so schlecht ernährte. Und dann hast du Essensboxen für die ganze Woche vorgekocht. Die Lasagne war mein Lieblingsgericht.“

„Ja, genau. Es war furchtbar, in der kleinen Küche zu kochen. Aber ich musste ja. Ich konnte es nicht aushalten, dass du sonst nur Tiefkühlpizza und Weißbrot mit Erdnussbutter essen würdest.“

Julia lachte bei dem Gedanken daran. Sie glitten von einem Thema zum nächsten und machten da weiter, wo der andere aufhörte. Sie bat Mattias um ein Glas Wein und sie aßen und tranken und redeten, einfach, weil es Spaß machte.

Schließlich senkte sich Stille über sie und sie sahen einander über den Küchentisch an. Julia schlug vor, dass sie ins Wohnzimmer umziehen sollten. Mattias verteilte die Reste der Pfanne und des Topfes auf verschiedene Tupperdosen, stellte sie in den Kühlschrank und nahm eine neue Weinflasche aus seinem Barschrank. Er füllte ihre Gläser auf, nahm seins mit ins Wohnzimmer und setzte sich aufs Sofa.

Als sie gerade von einer Erinnerung erzählen wollte, als sie in Uppsala studierte, klingelte es an der Tür. Mattias stand auf. Julia blieb im Sessel sitzen.

„Hallo Kerstin“, hörte sie ihn sagen.

Eine alte Frau mit rauer Stimme antwortete: „Mein Internet geht schon wieder nicht. Ich habe keinen Empfang. Kannst du raufkommen und mir helfen?“

„Ja, aber ich habe gerade Besuch, aber hast du …“

„Ach, du hast Besuch? Na, dann kümmere dich nicht um mich, ich dachte, dass du vielleicht gerade nichts vorhast.“

„Julia ist da.“

„Julia? Also, die Julia … die muss ich unbedingt kennenlernen!“

Julia war beim Gespräch aufgestanden und ging vorsichtig in den Flur. Das Gesicht der alten Dame leuchtete auf und sie breitete die Arme aus.

„Du meine Güte! Was für ne Schönheit! Ja, dann verstehe ich, warum Mattias dich so mag. Du meine Güte. Weißt du, ich wohne hier drüber und manchmal treffen Mattias und ich uns abends. Sehen zusammen fern … und er kocht ja auch so gut! Findest du nicht auch?“

„Ja, schon.“

Kerstin legte ihre Hand auf Julias Unterarm und drückte zu. „Du hast so schöne Augen.“

„Danke.“

„Man sieht schon von weitem, dass du klug und liebevoll bist. Wenn man so alt ist wie ich, sieht man das den Leuten an.“ Sie wandte sich zu Mattias. „Auf die musst du aufpassen.“

Mattias lächelte freundlich.

„Ja, ja, nee, jetzt störe ich auch nicht weiter. Habt einen schönen Abend.“

Während Julia ins Wohnzimmer zurückkehrte, blieb Mattias noch stehen und wechselte ein paar freundliche Worte mit Kerstin, bevor er die Tür zumachte und abschloss. Als er zurückkam, setzte er sich aufs Sofa, griff nach seinem Glas und nahm einen großen Schluck.

Um die unangenehme Stille zu beenden, stand Julia einem Einfall folgend auf und ging zu ihm zum Sofa. Mit gespreizten Beinen setzte sie sich auf seinen Schoß. Sie sahen einander tief in die Augen.

Als sie die Knie ein wenig weiter spreizte und in seine Arme sank, spürte sie seinen harten Schwanz, der in der Hose pochte und drückte. Sie rieb sich an ihm. Sie tat es sanft und konzentriert. Aber als er seine Hände auf sie legte, als er ihr über den Po streichelte und seine Finger hineingrub, verlor sie nach und nach die Selbstbeherrschung. Sie rieb sich stärker. Schneller. Mattias antwortete mit einem tiefen und dunklen Stöhnen und griff gierig nach ihr.

Sie wollte ihm sofort die Kleider vom Leib reißen, aber während sie sich an seinen Hemdknöpfen zu schaffen machte, massierte er ihr so wundervoll die Brüste, dass sie sich unterbrechen musste, um sich selbst die Bluse auszuziehen und den BH zu öffnen. Sie brauchte seine hungrigen Blicke auf ihren Brüsten. Sie brauchte seine Zunge und seine weichen Lippen. Sie rissen einander die übrigen Klamotten runter, ohne Rücksicht auf Verluste. Als Mattias sich wieder auf Sofa setzte und ihm sein steifer Schwanz gegen den Nabel wippte, glitt sie auf den Boden und kniete sich hin. Sie griff die Schwanzwurzel und küsste die Spitze. Sie küsste an seinem Schwanz entlang und genoss die Zartheit und Wärme. Sie leckte ein bisschen an den empfindlichen Sehnen und Mattias‘ Kopf fiel mit einem langen Stöhnen nach hinten. Währenddessen massierte sie sanft seinen Sack. Sie legte die Lippen um seine große Eichel und ließ den Speichel laufen, aber statt den Schwanz auf einmal in den Mund zu nehmen, hielt sie inne und leckte aufreizend mit der Zungenspitze. Noch hatte sie keine Eile. Er würde es schon noch rechtzeitig bekommen.

Zärtlich küsste sie ihn die Leiste entlang und auf den Bauch. Ohne jede Vorwarnung richtete sie den Schwanz zu ihrem Mund und nahm so viel sie konnte davon in sich auf. Er keuchte und bohrte seine Finger in ihren Schädel. Sein ganzer Körper war angespannt. Es war wunderbar, sein tiefes, raues und dunkles Stöhnen zu hören.

Während sie an ihm saugte, strich sie mit ihren Nägeln über seine Schenkel. Sie achtete darauf, ihn nicht zu kitzeln, aber tat es so sanft, dass es sehr an den Grenze war. Er stöhnte immer lauter und sie überlegte aufzuhören, bevor er kam. Aber als er ihren Kopf runterdrückte und in ihren Mund stieß, wollte sie nur noch spüren, wie er kam. Sie wurde langsamer, um es hinauszuzögern. Sie genoss ihn. Und dann kam das tiefe Stöhnen, das nicht aufhören wollte. Es war so viel, dass sie selbst stöhnte. Als das Sperma sie am Gaumen traf, hielt sie seinen Schwanz im Mund still und schluckte mehrfach. Er stöhnte ununterbrochen. Seine Beine zitterten.

Vorsichtig ließ sie los, wischte sich mit dem Handrücken über die Lippen und sah ihn zufrieden an. So war er am sexysten: nackt, mit glänzenden, glücksseligen Augen.

„Komm her, damit ich dich lecken kann“, sagte er und streckte seine Arme nach ihr aus.

Sie stand auf und stellte sich über ihn aufs Sofa. Sie dachte, dass er sie so lecken könnte, aber dafür war sie diverse Zentimeter zu groß. Sie kniete sich etwas hin, lehnte die Knie gegen die Sofalehne und fand die richtige Position, um sich gegen seinen Mund zu drücken. Da war schon seine Zunge. Sie keuchte auf und zuckte mit den Hüften. Er bohrte seine Finger in ihre Pobacken und wischte seitlich mit der Zunge über ihre steife Klitoris. Sie wollte nur, dass er immer weitermachen würde, aber ihre Schenkel zitterten bereits. Er musste gesehen haben, wie es um sie bestellt war, denn er sagte: „Komm her“ und legte sich rücklings aufs Sofa.

Erleichtert sank sie über seinem Gesicht auf die Knie. Da war wieder seine Zunge. Sie versuchte, ein Kissen unter seinen Kopf zu schieben, aber er ignorierte es. Er knetete ihre Brüste und leckte weiter. Er legte die Lippen eng um ihre Klitoris und saugte. Sie hielt sich an seinem Kopf fest und ritt sein Gesicht. Es war so schön.

Als sie dachte, dass es besser nicht werden könnte, wippte er so wunderbar mit seiner Zungenspitze, dass sie fast gestorben wäre vor Geilheit. Sie wurde von einer großen, warmen Welle davongetragen. Durch sie rauschte die Stille. Die Spannungen in ihrem Körper lösten sich wie Honig in kochendem Wasser. Sie rieb sich beim Orgasmus an ihm und er leckte weiter, bis sie sich von seinem Mund wegreißen musste.

Dann küssten sie sich. Sein dichter Bart war feucht und glänzend von ihren Säften.

Als sie in seinen Armen lag, streichelte er ihr sanft über den Kopf. Ab und zu massierte er ihre Haarwurzeln mit den Fingerspitzen. Sie sagten kein Wort. Sie lag da und hörte seinem Atem zu, bis er langsamer und schnaufender wurde. Es war beruhigend, ihm beim Einschlafen zuzuhören, aber sie musste pinkeln. Um ihn nicht zu wecken, hob sie vorsichtig seinen Arm und legte ihn zur Seite. Sie versuchte, über seinen stämmigen Körper zu kriechen.

„Ich habe geträumt, wir wären im Regenwald“, stieß er hervor. „Ich glaube, in Brasilien. Da waren Maschinen, vor denen wir fliehen mussten. Die haben alles getötet, was ihnen im Weg war. Wir sind in die Bäume geklettert, um uns zu verstecken, und haben uns da Kojen gebaut.“

Sie streichelte den Pony aus seiner Stirn und lächelte ihn an. Er hatte die Augen noch nicht geöffnet und als er das jetzt tat, blinzelte er nur und schloss sie schnell wieder.

„Du bist an einer Liane rumgeschwungen“, sagte er und drehte sich zur Seite.

Als sie aus der Toilette kam, hatte er sich seine Unterhose angezogen und saß auf dem Sofa, ein Fuß auf der Tischkante, einen Arm auf der Rückenlehne. Draußen prasselte der Regen. Er saß da und lauschte.

„Ich habe mir deinen Morgenmantel geliehen, wenn das okay ist“, sagte sie und setzte sich auf den Sessel.

„Er steht dir.“ Er legte die Hände auf den Bauch. „Aber du siehst ja in dem meisten gut aus.“

Sie legte beide Füße auf den Tisch und rollte sich zusammen. „Darf ich hier schlafen?“, fragte sie.

„Ja, wenn du dir das Bett selber machst. Du schläfst auf dem Sofa, nehme ich an.“

Sie lächelte ihn an und biss sich auf die Lippe. „Ich finde, dein Bett wirkt ganz nett.“

„Aha. Also soll ich hier schlafen, meinst du?“

„Nee, also … wenn du nicht zu viel Platz wegnimmst, könntest du mit mir im Bett schlafen.“

„Spannend.“

„Mm.“ Sie lächelte noch breiter und schlug rastlos die Schenkel zusammen, dass die Haut nur so klatschte.

Als Mattias in die Küche ging, um sich ein Glas Wasser zu holen, streifte Julia durch die Wohnung und sah sich um. „Hast du eine Zahnbürste, die ich leihen kann?“, fragte sie.

Sie hörte das Schaben einer Holzschublade in der Küche und das Rascheln von Plastik, als er eine Packung öffnete. Dann kam er mit einer einfachen roten Zahnbürste zu ihr.

Sie bürsteten sich zusammen die Zähne. Er ging dabei aus dem Bad und durch den Flur. Dabei sah er sie ab und zu an. Sie bemerkte, dass er viel langsamer putzte als sie.

Als sie fertig war, zog sie den Morgenmantel aus und tapste barfuß und nur im Höschen über den kalten Boden. Schnell glitt sie in das gemütliche Bett und deckte sich mit der großen, dicken Decke zu. Durch die Wand hörte sie ihn pinkeln.

Sie wollte nicht zu viel hoffen, aber sie wollte gern noch einmal mit ihm schlafen. Sie knipste die kleine Lampe auf dem Nachttisch an und wartete. Nach einer Weile legte sie sich auf die Seite und döste ein.

Sie wachte auf, als er die Tür schloss und stellte fest, dass sie geschlafen hatte. Er kroch ganz dicht an sie heran, legte seinen Arm um sie und drückte seine Knie in ihre Kniekehlen.

„Schläfst du?“, flüsterte er.

„Nee“, murmelte sie.

Kurz bevor sie wieder einschlief, schaffte sie es, ihren Po an ihn zu drücken. Er hatte einen Ständer. Sie rieb sich an ihm und wurde schnell geil. Als es sie sehr nach seinen Händen verlangte, begann er sie zu streicheln. Er streichelte ihre Hüfte, ihren Po, ihre Brüste und küsste sie zärtlich in den Nacken. Dann zog er ihr das Höschen aus. Sie war kaum so weit, als er sich plötzlich in sie drängte. Sie griff ins Laken und stöhnte laut auf.

Er stieß sie, ruhig und regelmäßig. Gerade erst aufgewacht, war sie überall wie betäubt, ausgenommen von dem Gefühl seines schönen Schwanzes. Sie machten lange weiter. Sie kam heftig, mit ihm tief in sich drin. Er lag still und hielt ihre Brust in der Hand. Dann legte er sie auf den Bauch und nahm sie von hinten. Sie schwankte mit dem Po und drückte ihn nach hinten. Er stieß seine Hüften so stark gegen ihren Po, dass es lauter klatschte als sie stöhnten. Mit einem Schrei spritzte er in sie.

Als er von ihr runterrutschte, nahm sie schnell die Klorolle, die sie auf dem Nachttisch gesehen hatte, und riss sich ein paar Blätter ab, um sich abzutrocknen, schaffte es aber nicht, bevor das Sperma aufs Laken rann. Sie seufzte. Sie lachten und kabbelten sich eine Weile darum, wer in dem nassen Fleck liegen sollte, bis sie es vergaßen und einschliefen.

Irgendwann in der Nacht begannen sie zu knutschen, noch im Halbschlaf. Schließlich wurde sie so geil, dass sie die Müdigkeit besiegte und unter die Decke kroch, um ihm einen zu blasen. Sie zog seine Unterhose runter und nahm seinen schlaffen Penis in den Mund. Er wuchs schnell und er stöhnte brummend. Als er die Decke zur Seite schlug, sah sie auf. Etwas Intensives leuchtete in seinen Augen auf.

„Ich muss meinen Schwanz in deiner warmen Muschi spüren“, murmelte er und erhob sich. Sie saugte noch ein bisschen, ehe sie ihn losließ, legte sich auf den Rücken und spreizte die Beine für ihn. Er nahm sie hart. Erst in der Missionarsstellung, dann von hinten. Als er sie von hinten nahm, versohlte er sie über beide Pobacken, bis sie so geil war, dass sie mit einem starken und langen Orgasmus kam. Danach küssten sie sich wieder und schliefen ein, während die Möwen draußen schrien und die Morgendämmerung sanft durchs Fenster drang.

Um halb acht wurde alles zerstört.

„Wie schön es wäre, wenn wir immer so zusammen aufwachen könnten“, sagte er. „Du könntest hier einziehen. Oder wir kaufen ein Haus. Mit einem Gewächshaus, in dem wir unser eigenes Gemüse anbauen. Und vielleicht auch noch ein paar Hühner. Ich könnte mit meinem Gehalt für uns beide sorgen. Wenn du es willst, meine ich.“

Sie hörte seiner Stimme zu, wie sie das Bild malte, und spürte ihr Herz in der Brust schlagen. Erst wollte sie es abtun, als ob er im Schlaf redete, aber er fuhr ausdauernd fort: „Du könntest machen, was du willst, und ich könnte dein Mäzen sein, oder, du malst doch noch immer?“

Sie stellte sich seinen Traum vor und ihren vorgesehenen Platz darin, wo ihre Malerei ein hübsches Accessoire in ihrem gut konstruierten Dasein war. Abwechslungsreiche Pläne fürs Abendessen, Gemütlichsein am Freitag und engagierte Gespräche über die Rente. Irgendwo innendrin wollte sie schreien. Sie setzte sich im Bett auf. „Ich gehe jetzt“, sagte sie und begann, mit Blicken nach ihren Kleidern zu suchen. Es war so kalt im Zimmer, dass sie ungern unter der Decke hervorkroch, bevor sie sie gefunden hatte.

„Wie meinst du das?“, fragte er.

„ Ich gehe jetzt.“

„Warum gehst du?“

Sie antwortete nicht. Sie spürte seine Nervosität, die sie nur noch näher an den Rand der Panik brachte. Sie stand auf.

Er setzte sich auf. „Ich kann dir Frühstück machen.“

„Nicht nötig.“ Lass mich in Ruhe, lass mich in Ruhe, lass mich in Ruhe.

„Ja, aber es besteht doch keine Eile. Was willst du haben?“

„Musst du so furchtbar klammern!“

Er verstummte. Rührte sich nicht.

Sie hörte auf, nach den Kleidern zu suchen. „Es war schön! Alles war schön! Warum musst du das zerstören?“

„Ich verstehe nicht, was ich gemacht haben soll.“

„Ich will meine Ruhe haben“, sagte sie. „Kapierst du? Ich will meine Ruhe.“

Er nickte.

„Das Ding ist, dass du immer mehr haben willst. Du bist nie zufrieden. Und du glaubst, dass ich dir was geben kann, aber das kann ich nicht. Das geht so nicht. Ich kann dir nichts geben.“

„Ich liebe dich“, sagte er.

„Nein! Tust du nicht. Du glaubst, dass du das tust, aber das ist nicht dasselbe.“ Sie schüttelte den Kopf. „Du weißt nicht mal, wer ich bin.“

„Tu ich wohl.“

„Nein, tust du nicht!“

Sie sah unters Bett und da lagen ihre Kleider in einem kleinen Haufen. Sie zog sich schnell die Jeans an, schüttelte die Bluse aus und drehte sie auf rechts. Der BH war nicht zu sehen. Sie ging auf die Knie und sah tiefer unters Bett. Nichts. Wo zur Hölle war der verdammte BH!

„Bitte. Julia.“

Sie spürte seinen flehenden Blick auf sich.

„Bitte. Kannst du nicht einfach mit mir reden?“

„Nein.“ Scheißegal, es war einfach nur ein gewöhnlicher BH.

„Warum tust du mir das an?“

Sie rollte mit den Augen.

„Kannst du nicht einfach sagen, was los ist? Was habe ich falsch gemacht? Ich kapiere nicht, was gerade passiert. Plötzlich flippst du einfach aus. Was habe ich getan?“

„Okay, dann sage ich dir, wie es ist. Du klebst an mir. Es soll immer was werden. Aber ich will nicht. Ich habe kein Interesse an deinem Zukunftstraum, in dem alles im Voraus geplant ist und genau, wie du es dir vorstellst. Für mich reicht es zu leben. Es reicht, wie es ist. Ich will mir kein Leben aufbauen. Und ich will keine verdammte Beziehung. Kapierst du? Wenn wir einfach … Aber das geht mit dir nicht und du klebst immer so an mir dran und das ist eklig!“ Sie bereute es sofort. Schlechte Wortwahl. Sie bereute alles. Besonders, dass sie ihn angerufen hatte. Wenn er sich jetzt umbringt?

Sie ließ sich auf die Bettkante sinken.

Er weinte.

Sie beschloss, dass sie das nicht kümmern würde, er konnte ruhig weinen, das war gut so, sie würde warten.

„Ich weiß nicht, was ich falsch mache“, sagte er und sie spürte den Schmerz in seiner Brust. Sie spürte, dass es aus dem tiefsten Grunde seiner Einsamkeit kam. In dem Moment liebte sie ihn. Aber sie wollte ihn nicht haben. Das waren zwei unterschiedliche Dinge. Er verstand das nicht. Sie wünschte sich so sehr, dass er das könnte, aber er konnte nicht.

„Ich liebe dich doch“, sagte er. „Von ganzem Herzen. Ich verstehe nicht, warum du mich nicht lieben kannst.“

„Lieber Mattias, ich liebe dich auch, okay? Wir haben uns irgendwie gegenseitig berührt und das kann man nicht ungeschehen machen – aber das heißt nicht, dass wir zusammen funktionieren. Das tun wir nämlich nicht. Wir leben unsere Leben ganz unterschiedlich. Wir wollen total unterschiedliche Dinge. Das heißt nicht, dass du unzureichend bist. Es ist nicht dein Fehler, dass ich nicht dasselbe will wie du. Es ist nur einfach so. Aber du würdest dich nicht mehr so einsam fühlen, wenn du aufhören würdest, einer Person hinterherzujagen, von der du glaubst, dass sie dich glücklich macht. Halt ein bisschen inne. Lern dich erst selbst kennen.“ Sie holte tief Luft. Es fühlte sich an, als ob sich dicke Steine in ihrer Brust auflösten. Sie fühlte sich ruhiger und mehr im Jetzt. Lebendiger.

Er trocknete sich die Tränen von den Wangen.

„Es tut mir leid, Mattias.“

„Das macht nichts. Es ist nicht dein Fehler.“

„Ich will dir nicht wehtun.“

„Nein.“

Sie saßen eine ganze Weile still da, während der Morgenverkehr vor dem Fenster entlangrauschte.

„Ich glaube, dein BH liegt unter dem Wohnzimmertisch“, sagte er.

Sie kicherte. Da lächelte er. Sie nahm ihn in den Arm und er versuchte mit stoßweisem Atem seine Tränen zu zügeln.

Sie fuhr mit dem Motorrad ans Meer und parkte bei den an Land gezogenen Booten. Es war niemand zu sehen. Die Brücken lagen aufeinander gestapelt am Strand. Sie kletterte über die Steine und setzte sich da hin, wo sie eine gute Aussicht hatte. Sie saß da und sah auf das weite, blaue Meer und spürte, wie sich eine tiefe, große Ruhe in ihr ausbreitete. Als sie Hunger bekam, fuhr sie mit dem Motorrad in die Stadt und fuhr umher, bis sie ein Café fand, in dem sie essen wollte.

In der Nacht hatte sie einen Traum. Sie kam an eine Steilklippe. Unter ihr war der Abgrund. Im Dunkeln. Ihr Herz klopfte, sie hatte Angst. Sie wusste, dass sie springen musste.

Die Dunkelheit wurde größer, sie rauschte in ihren Ohren. Am Ende sprang sie. Ihr Herz zog sich in ihrer Brust zusammen. Dann ging sie wieder auf normalem Grund. Sie staunte, denn plötzlich wusste sie, dass alles gut war. Entweder war der Abgrund nie da gewesen oder er verschwand, wenn sie sich zu springen traute.

Es war egal, welches von beidem stimmte. Sie ging weiter. Wieder kam totale Dunkelheit. Diesmal sprang sie, bevor die Angst sie einholte. Es sprudelte in ihrem Körper und sie fühlte sich unglaublich lebendig.

Sie suchte sofort nach dem nächsten Abgrund. Sie sprang. Sie ging von Abgrund zu Abgrund. Sie sprang in andere Welten, mit großen Tempeln, tiefen Wäldern und mit Wesen, die sie nie zuvor gesehen hatte. Sie waren so überraschend neu, dass sie es in ihrem Körper spürte.

Mit einem Ruck wurde sie wach. Sie sah sich im Zimmer um, sah die Topfpflanzen, die Bilder und alles, was sich bekannt anfühlte. Sie ging in die Küche und trank ein Glas Wasser. Sie ging auf die Toilette und pinkelte. Dann ging sie wieder ins Bett.

Es dauerte ein paar Tage, bis sie nicht mehr mit einem Schmerz in der Brust aufwachte. Den Traum hatte sie bis dahin vergessen. Aber ihr Herz würde sich für immer daran erinnern, dass sie wieder und wieder ins Unbekannte gesprungen war.

Daddy’s Girl – zweiter Akt - Erotische Novelle

Für ihn war es ganz natürlich. An seiner Männlichkeit war nichts Anstrengendes. Er versuchte nie sich in den Vordergrund zu drängen.

Er konnte kindisch wirken, aber das lag vor allem daran, dass er impulsiv, merkwürdig und gefühlvoll war. Überhaupt nicht wie viele andere Männer, deren kindische Art eine Masche ist, um sich vor Verantwortung und zu großen Gefühlen zu drücken. Bei Johnny war seine Aufrichtigkeit vielleicht seine herausragendste Eigenschaft. Er konnte unmöglich verbergen, was er fühlte. Und er war nett. Seine braunen Kulleraugen schienen der Umgebung zu sagen, dass er trotz seiner großen Körperfülle und all seiner Kraft vollkommen harmlos war. Er würde niemals jemandem wehtun, es sei denn, er müsste jemanden verteidigen, den er liebte. Louise spürte, dass es so war.

Das war mit der Grund, dass sie neugierig seine Grenzen testete. Sie liebte ihn. Aber sie wollte es auch wissen.

Körperlich betrachtet war er stark wie ein Ochse, das hatte sie verstanden, sobald ihre Mutter ihn als ihren neuen Freund nach Hause gebracht hatte. Als sie in das neue Haus gezogen waren, hatte Johnny allein ihr Sofa genommen und fortgetragen, als bestünde es nur aus Kissen. Sie sah es, und es sah aus wie Zauberei. Als sie selbst gepackt hatte, hatte sie ohne nachzudenken alle ihre gebundenen Bücher in einen Bücherkarton geworfen. Sie erkannte ihren Fehler, als sie versuchte, den Karton anzuheben. Er blieb wie festgeklebt am Boden stehen. Man konnte ihn kein Stück bewegen. Johnny war ins Zimmer gekommen und hatte vor ihren Augen den Karton angehoben. Als zöge er ein Schwert aus einem Stein. Ein wenig gemurrt hatte er, das war alles.

Louise war ihm nachgelaufen und hatte ihn gebeten, seine Muskeln zu zeigen. Als er das tat, sprang sie hoch und hielt sich an seinem Arm fest. Er blieb stehen, fest wie ein Baum, und lachte sein herrliches, blubberndes Lachen.

Als sie dann heimlich fickten, hinterm Rücken ihrer Mama, machte Louise alles mit ihm, was sie konnte. Kletterte auf ihn drauf. Streichelte, umarmte, küsste, biss in seine Muskeln und saugte an seinem Schwanz. Sie fickten, sobald sich eine Möglichkeit bot. Johnny nahm sie auf dem Küchentisch. Auf der Waschmaschine. In der Dusche. An der Wohnzimmer- und der Küchenwand. Louise mochte es, wenn sie es an neuen Orten taten.

Aber es war schwierig. Vor allem war Karin ein großes Hindernis. Wenn es ihnen also doch gelang, wurde der Sex explosiv, weil die Geilheit in ihnen über all die Stunden wuchs. Manchmal lebten sie mehrere Tage lang so dicht beieinander, ohne ein Ventil für ihre Lust zu haben.

Eines Abends saßen sie zu dritt vor dem Fernseher, dicht gedrängt auf dem Sofa. Louise hatte sich in die Mitte gedrängt, zwischen ihre Mutter und Johnny. Er legte eine Hand weit oben auf ihren Schenkel. Sie hinterließ ein brennendes Gefühl. Louise brachte ihn dazu, die Hand noch weiter nach oben zu schieben, näher dahin, wo sie es am nötigsten hatte. Sie brachte ihn sogar dazu, seine Hand in ihr Höschen zu stecken. Seine Finger glitten langsam und sanft in ihre Feuchtigkeit. Aber als sie anfing, lauter zu atmen und sich ein wenig zu bewegen, hörte er auf. Sie drückte ihren Po lockend an ihn, aber es nützte nichts. Er schüttelte bestimmt den Kopf. Und danach: nichts mehr.

Abend für Abend ging sie elend vor Geilheit ins Bett und verzehrte sich nach ihm.

Johnny hatte mehrfach gesagt, dass sie aufhören sollten, dass er nicht weitermachen könnte. Nie zuvor war er untreu gewesen, nicht ein einziges Mal. Und jetzt wurde er mit jedem Tag und jeder Woche, die vergingen, zerrissener und verzweifelter. Er konnte nicht mehr schlafen und verlor den Appetit. Er suchte verzweifelt nach einem Ausweg. Aber das war es eben. Er konnte es nicht. Er saß im Spinnennetz gefangen. Er konnte Louise nicht widerstehen, so sehr er es auch versuchte. Er war von ihr abhängig. Das hatte er ihr auch schon gesagt.

Louise fand ihn hübsch, wenn er sich quälte. Sie sah ihn gern am Rande des Abgrunds. Nicht, dass es eine Rolle spielte, dass ihre Mutter unbewusst zum fünften Rad am Wagen wurde, aber Louise fand, dass sie es verdiente. Johnny sollte lieber bei ihr sein als bei ihrer Mutter zu bleiben, sie war in jeder Hinsicht besser als ihre Mutter. Wie auch immer. Sie konnten auch gern so weitermachen, wie es jetzt war.

Nur um ihm entgegenzukommen, machte sie an diesem Nachmittag den Vorschlag.

„Wir beide könnten ja auch zusammenziehen.“

Der Regen prasselte aufs Autodach. Um sie herum standen überall Autos und auf den Parkplätzen warteten die Autoschlangen. Der Motor war aus. Sie warteten auf Karin, die in den Laden zurückgelaufen war, weil sie den Käse vergessen hatten.

„Johnny. Sag ihr einfach, dass du mich liebst. Sag ihr, dass du Schluss machen willst und stattdessen mit mir zusammenwohnen willst“, fuhr sie fort.

Johnny hielt das Lenkrad krampfhaft mit beiden Händen fest. Er hatte einen Muskeltic am einen Auge entwickelt. „Werde ich.“ Er leckte sich über die Unterlippe. „Das werde ich.“

„Und wann?“

Er antwortete nicht.

„Wenn sie zurückkommt? Oder heute Abend? Ich kann es auch sagen!“

Er drehte sich abrupt um. Der Gurt wurde straff. Das Auto wippte. „Nein! Nicht jetzt. Nach dem Wochenende. Okay? Ich brauche noch ein bisschen Zeit. Wir gehen das nach dem Wochenende an.“

Sie schwiegen und hörten dem Regen zu. Die Leute rannten in alle Richtungen, einige mit Regenschirm. Louise sah mit Hass in den Augen aus dem Fenster.

„Ich werde es ihr sagen“, wiederholte Johnny, als ob er der tatsächlichen Handlung näher käme, wenn er es nur sagte, als ob das Problem damit schon teilweise erledigt war. Er lockerte seinen Griff ums Lenkrad und sah Louise über den Rückspiegel an. „Du bleibst am Wochenende zu Hause, oder?“

„Ja, logisch.“

„Hast du das mit Karin besprochen?“

Louise rülpste laut. Es war unter ihrer Würde, auf die Frage zu antworten, daher ließ sie es bleiben.

Johnny seufzte und kratzte sich im rauen Bart. „Du weißt vielleicht, dass ich dieses Wochenende auf einer Fortbildung bin. In Stockholm. Deshalb komme ich nicht mit ihr mit.“

„Mhm.“ Louise folgte den Regentropfen am Fenster mit ihrem Blick.

„Aber ich habe die Reise gecancelt.“

Louise schreckte hoch. Er sah sie jetzt direkt an. „Wir haben das Haus für uns.“

„Yes.“ Johnny lächelte. Alles fühlte sich gut an. Dann durchfuhr ihn ein Gedanke und sofort verschwand sein Lächeln. Der Tic kehrte zurück. „Sag bloß Karin nichts.“

Louise kicherte.

Er umklammerte das Lenkrad wieder fester. „Guck, da kommt sie. Sei jetzt leise!“

Louise lachte. „Soll ich hier sitzen, ohne irgendwas zu sagen?“

„Sag einfach nichts.“

Louise dachte, dass niemand so ist, wie man glaubt. Sobald man ein bisschen näher kam, wurde die eine Seite gegen eine andere getauscht. Johnny war überhaupt nicht so tough und gut oder respekteinflößend. Gerade jetzt war er einfach nur eine große, dicke Memme.

Aber sie sehnte sich nach ihm. Nach seinem großen, nackten Körper. Und seinem schönem Schwanz. Und seinen Küssen und seinem Herumgetatze und seinem hungrigen Knabbern an ihren Brustwarzen. Sie ließ ihren Fantasien freien Lauf, jetzt, wo sie wusste, dass sie das Haus für sich haben würden. Nur sie beide. Das ganze Wochenende. Zusammen. Sie konnten von morgens bis abends vögeln, mehrfach am Tag.

Mit einem feierlichen Gefühl und dem Bedürfnis, die Zeit sinnvoll zu nutzen, machte sie kleine Pläne, was ihrer Meinung nach passieren sollte. Ein Punkt war natürlich, mit ihm im Elternbett zu schlafen. Das hatten sie bisher nicht. Wenn er sich weigerte, würde sie ihr Höschen zusammen mit seinen Boxershorts unter dem Bett auf Mamas Seite verstecken.

Als Johnny am Freitagnachmittag durch die Tür reinkommt, wirft er seine Jacke auf den Boden, streift mit den Füßen die Schuhe ab und rennt ins Haus. Ohne zu klopfen reißt er die Badezimmertür auf.

Louise zuckt am ganzen Körper zusammen, zieht die Arme an sich und keucht. „Shit. Hab ich mich erschreckt.“ Johnny sagt kein Wort. Er sieht sie nur an. Er ist wie ein Tier. Seine Schultern heben und senken sich im Takt mit seiner schweren Atmung. Er starrt sie so intensiv an, dass sich sein Hals nach vorne schiebt. Er ist wie ein Gorilla, wie ein großer Silberrücken, der Chef seiner Sippe. Brünstig und paarungsbereit. Sie kann seinen Frust hören.

Auf ihren Lippen breitet sich ein Lächeln aus. Sie entspannt sich, lässt die Arme an die Seite fallen. Sie streicht ihr Haar nach hinten, führt eine Hand über die Brust. Das Wasser fließt noch immer aus dem Duschkopf und prasselt in die Wanne. Kleine Tropfen rinnen langsam an ihrem Körper herunter und bleiben ab und zu an den Stellen hängen, wo ihre Kurven die Schwerkraft aufhalten.

„Wie pervers du bist, Johnny. Stehst du nur da und starrst mich an?“

Langsam streicht sie sich mit dem Finger im Kreis über den Bauch. Um den Nabel herum.

„Komm aus der Dusche“, antwortet er.

„Warum?“

„Weil ich es dir sage!“

Sie beißt sich auf die Unterlippe. Ihre Wangen sind leicht gerötet. In ihr breitet sich die Hitze aus und sie ist sich ihrer Nacktheit mehr als bewusst. Ihr Herz pocht in ihren Ohren.

Sie sieht auf den Boden, steigt aus der Wanne und geht auf ihn zu.

„Du machst mich geil“, sagt sie und sieht ihn unter ihrem Pony an.

Mit beiden Händen nimmt sie seine, dreht die Handfläche nach oben und streichelt sie sanft mit ihren Daumen. Als ob sie seine Zukunft lesen wollte. Aber stattdessen führt sie die Hand zu ihrer Muschi und flüstert:

„Fühl, wie feucht du mich machst.“

Er reibt sie. Sie lässt sich vor Genuss lang hinfallen und stöhnt laut. Er fängt sie auf und sie atmet schwer an seinen Hals. Seine Finger gleiten in sie. Rutschen hinein. Es geht so leicht. Sie ist so feucht. Und er kann das eine von dem anderen unterscheiden, weil ihr Sekret dicker und heißer als Wasser ist.

Sie umschließt mit ihrer Muschi seine zwei Finger, sodass sogar seine Knöchel eingeklemmt werden. Um ihn zu erinnern. Damit er sich vorstellen kann, wie es sich anfühlt, wenn er sie hineinsteckt. Sie weiß, dass das reicht, um ihn halb irre zu machen.

„Du machst mich so geil“, flüstert sie. „Ich brauche dich. Ich brauche deinen Schwanz. Ich denke an nichts anderes. Deinen hübschen, schönen Schwanz. Ich will ficken.“

Er küsst sie hungrig und gierig. Ungeduldig öffnet sie seinen Gürtel und Hosenstall.

Johnny führt seine Finger jetzt seitlich an ihrer Muschi entlang und das Gefühl raubt ihr jede Muskelkraft. Kurzzeitig fällt sie und er fängt sie auf. Sein Arm um ihren Po ist das einzige, was sie noch aufrecht hält.

Louise führt seinen Schwanz zu sich und zwischen ihre Schamlippen. Reibt mit ihm über ihre Klitoris. Es klingt nass. Sein Stöhnen wird tiefer und ihre Atmung wird immer schneller. Zu ihrer Überraschung gräbt er seine Finger in ihre Pobacken und hebt sie hoch. Es kribbelt im Bauch. Sein großer Schwanz landet zwischen ihren Schenkeln.

Sie legt die Arme um seinen Hals und drückt ihre Brüste gegen seinen eindrucksvollen Brustkorb, knutscht mit ihm, macht ihn feucht, reibt sich an ihm. Dann gleitet sie an seinem mächtigen Körper hinab, bis sie auf den Knien landet. Der steife Schwanz schlägt ihr gegen Wange und Lippen. Sie leckt am Schaft entlang, von der Wurzel bis zur Spitze. Er schmeckt gut. Sie ahnt, dass er sich vor ihrem Treffen gewaschen hat, vielleicht sogar seinen Schwanz im Waschbecken gesäubert hat, weil er das hier im Sinn hatte. Stöhnend nimmt sie ihn in den Mund. Er antwortet mit einem Schnurren aus seinem tiefsten Innern.

Louise weiß, dass Johnny nichts mehr liebt als einen geblasen zu kriegen, und es ist ihr eine Freude, das zu tun. Einerseits wollte sie so gut darin werden, wie es nur geht, andererseits gefiel ihr sein hilfloser Zustand, dass er ihr in seinem Genuss unterworfen ist. Sie mochte seinen Schwanz, sie liebte den Schwanz so sehr wie Johnny selbst.

Zwischendurch konnte sie innehalten und ihn ansehen. Ihn bewundernd in der Hand halten. Aber das Lecken war das Beste. Es war eine so schöne und einfache Sache, einen Schwanz im Mund zu haben, an dem man saugen und lecken konnte. Man brauchte so wenig, um sehr viel geben zu können.

Aber er hatte schon oft gesagt, dass sie fantastisch war, dass ihm noch nie besser einer geblasen worden war. Als sie spürte, dass es die Wahrheit war, entspannte sie sich. Sie musste nicht weiter üben. Jetzt genoss sie es selber so sehr, dass sie es stundenlang machen konnte.

Aber diesmal nicht.

Sie lässt den Schwanz mit einem lauten Schmatzgeräusch los, steht auf und geht in die Küche. Er eilt ihr mit seinem prallen Schwanz hinterher und bewegt sich dabei grazil wie ein besoffener Neandertaler mit einem Schlagstock. Mit ihrer ausgestreckten Hand hält sie ihn auf Abstand. Spontan lässt sie sich auf alle Viere fallen. Obwohl sie sehr schwankt, kann sie ihm ihre Muschi wie ein frisches Brötchen präsentieren. Sie kriecht auf dem Boden entlang, langsam genug, um schöne und weiche Bewegungen zu machen. Sie ignoriert den Schmerz in den Knien, lässt sich in den Schmerz fallen, sodass er in die Lust integriert und Teil der Erregung wird.

„Was zum Teufel machst du da“, murmelt er.

Sie ignoriert ihn. Es spielt keine Rolle, was er jetzt sagt. Ihr Körper spricht für sich. Nur darum geht es. Es geht darum die reine, rohe Lust hervorzurufen, jenseits allen Denkens, jenseits der beängstigenden Gewohnheiten. Sie wollte frei sein und ihn auf ihre Reise mitnehmen. Sie fühlte sich wie ein wildes Tier und wie ein Mensch und gleichzeitig wie viel mehr. Innen drin lachte sie über ihre Zweifel. Sie war stark. Sie war unverwundbar und nichts auf der Welt konnte sie dazu bringen, sich albern zu fühlen.

Er starrt sie so intensiv an, dass sie lachen muss. „Nimmst du mich jetzt oder nicht?“, fragt sie.

Er geht auf die Knie, legt den Arm um ihre Taille und greift ihre Schenkel, aber sie reißt sich los. Er greift erneut nach ihrer Taille, aber sie kriecht fort. Sie grinst ihn an. Ihre Augen sind wild. Erneut führt er seinen Arm um sie. Als er es schafft, sie an der Klitoris zu fingern, lässt ihr Widerstand komplett nach. Er hat ihren Hals in einem festen Griff, sie ist gefangen. Zielstrebig und gründlich führt er seinen Schwanz in sie ein und stöhnt dabei.

Sie windet sich unter ihm. Er stößt härter und härter zu. Durch die Kraft jedes Stoßes rutschen ihre Körper über den Boden, bis Louise den Türrahmen zu fassen bekommt und die Stöße erwidern kann.

Der Kühlschrank klickt und summt immer lauter. Die Wände wackeln wie nach einem Schuss. Louise versteht intuitiv, dass es die Energie ist, die hier strömt. Sie spürt es. Sie sind so voller elektrischer Spannung.

Seine Hüften schlagen gegen ihren Po und sie genießt es aus vollen Zügen. Das Einzige, was ihr noch für einen Orgasmus fehlt, ist, dass er seinen Finger wieder an ihre Klitoris legt. Eine kleine Streicheleinheit ist alles, was nötig ist. Sie bittet ihn wortlos. Sie wünscht es sich von ganzem Herzen von ihm.

Im nächsten Moment lässt er ihre Brüste los und findet ihre Klitoris.

Ihre geschwollene, überempfindliche Klitoris. Louise stöhnt und zittert. Während ihrem Orgasmus hält er sie mit seinem ganzen Körper fest und ihre Grenzen verschwimmen. Er kommt gleichzeitig mit ihr.

Hinterher sinkt Johnny zu Boden. Er rollt sich auf den Rücken und legt sich ins Savasana – die zugänglichste Yogaposition.

Sie lächelt ihn an, küsst ihn auf die Stirn und schleicht sich davon. Sie wackelt ein wenig mit dem Po, falls er guckt.

Er rührt sich nicht vom Fleck, während sie sich anzieht.

Aber als er das Geräusch von Absätzen auf dem Boden hört, macht er den Hals lang und sieht hinter sich. Er mustert sie von oben bis unten. Sie trägt einer rotkarierten Minirock, Overknee-Strümpfe und schwarze Absatzstiefel. Ihr Hemd ist viel zu klein. Und im offenen Dekolleté hängt eine Krawatte zwischen den Brüsten. Sie zieht ein wenig am Stoff des Rocks. Aber das ist nur ein Spiel.

Als sie sich genau über sein Gesicht stellt, einen Absatz an jedem seiner beiden Ohren, riecht er sie. Sie hebt den Rock. Sein Blick schweift vom Bund der Strümpfe ihre Schenkel entlang bis zu ihren Fingern, die ihre Schamlippen spreizen.

„Ich bin noch immer geil“, sagt sie mit brüchiger Stimme, und beginnt sich zu reiben.

Er hört sie. Er hört sie klar und deutlich. Schließlich sagt sie: „Guck!“ und schüttelt ihre Finger. Die Tropfen landen in seinem ganzen Gesicht. Es brennt im linken Auge, das er reflexartig zukneift. Sie lacht und geht fort.

Er steht auf und jagt ihr nach. Sie bewegt sich so vorsichtig in den Hüften, dass er langsamer wird, sie anstarrt und sich vergisst. Mit nur einem Finger hebt sie den Rock und zeigt ihren herrlichen, wohlgeformten Po. Sie spielt mit ihm, sieht so unschuldig und naiv aus, wie sie nur kann. „Hoppla!“ sagt sie und legt ihren Zeigefinger auf die Unterlippe.

Er kocht beinah, erregt und vollständig entwaffnet von ihrem unbeschreiblich süßen Anblick.

„Was willst du mit mir machen?“, fragt sie. Ihr Blick ist verspielt und dunkel.

Er blinzelt verkrampft, mit halb geschlossenen, tränenden Augen. Es brennt noch immer im linken Auge. Sie zeigt ihm ihre Brüste. Ihre vollkommene Rundung. Sie muss sie nicht anheben, aber als sie es trotzdem tut und mit ihren Händen formt, kann er nirgendwo anders mehr hinsehen.

„Willst du … mich bestrafen?“

Er sieht sie ernst an. Er lächelt nicht.

Sie verlässt ihre Rolle. Hört auf, mit ihrem Körper zu wippen. Sieht zu Boden. Dann hebt sie die Schultern und betrachtet sein Gesicht und seine Augen.

Was will er? Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich nicht sexy? Ist das nicht das, was er will? Warum sieht er aus, als ob er das doof findet? Was ist mit ihm los?

Die Stille füllt das Zimmer. Johnny sieht sie genau an, sieht die Unsicherheit in ihrem Gesicht. Die Details sind schärfer, ihre Augen offener. Als ob sie ihre Maske abgenommen hätte. Das hier ist echter. Sie ist schön.

„Komm her“, sagt er.

Fast widerwillig geht sie einen Schritt auf ihn zu. Sie hat keine Energie mehr, die Rolle der unartigen Schülerin zu spielen. Sie will, dass er sie in den Arm nimmt.

Johnny umarmt sie und sie legt ihre Wange an seinen breiten Brustkorb.

Plötzlich schnappt sie heftig nach Luft, als er ihr auf den Po haut. Es fährt ihr so kräftig in die Beine, dass sie zu allem bereit ist. Sie hängt sich an seinen Stiernacken und als er erneut zuschlägt, stöhnt sie laut. Er hebt den Rock, greift nach ihrem Po. Sie reibt sich an seinem Schenkel.

Sie sehen sich in die Augen und lächeln.

„Was soll ich mit dir machen?“, fragt er.

„Weiß ich nicht.“

Er schlägt sie. Stark. Dann streichelt er sie.

„Du warst unartig“, sagt er. „Eine richtige kleine Schlampe.“ Er schlägt zu. Ihre Pobacken leuchten rot. Ihre Wangen ebenso.

Tief in ihm drin erwacht die Erkenntnis, dass dies die Tochter seiner Freundin ist. Karins Tochter. Klar ist sie mündig, aber er ist so viel älter als sie. Ist das falsch? Er träumt nachts von Louise. Er vermisst sie, wenn sie nicht da ist. Er muss nur in einem Zimmer mit ihr sein. Er muss ihr nur in die Augen sehen, damit es ihm besser geht. Er muss nur ihre Brüste an seinem Brustkorb fühlen, um festzustellen, wie richtig es sein kann, etwas Falsches zu tun.

„Dreh dich um!“, befiehlt er.

Sie gehorcht ihm. Von hinten greift er nach ihren Brüsten und knetet sie. Führt seine Hand zu ihrer Muschi und reibt sie. Sie ist wirklich nass. Er führt seinen Schwanz zwischen ihre Schenkel, drückt ihn an ihre Muschi, aber er kommt nicht hinein. Er reibt sich weiter an ihr. Noch einmal versucht er es und sie hilft ihm. Er gleitet hinein. Mit einem gewaltigen Stoß bezwingt er sie. Er zieht an ihren Haaren und stößt erneut zu. Er pufft sie von hinten. Sein Schwanz gleitet raus. Sie sieht über ihre Schulter. Ihr Blick ist fragend und der Frust steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Er wickelt sich ihre Haare um die Hand, um sie näher zu sich zu ziehen, ihr Ohr dicht an seinen Lippen. Er flüstert: „Hattest du ihn schon mal im Arsch?“

Sie schüttelt den Kopf.

„Willst du das?“

Sie denkt nach. Dann nickt sie. Er lacht auf. Sie küsst ihn. Er reibt seinen Schwanz zwischen ihren Pobacken entlang. „Schaffst du das?“

Sie nickt begierig.

„Entspann dich“, sagt er mit sanfter Stimme. Er streichelt ihr liebevoll über die Hüften und drückt zu. Sie konzentriert sich auf ihre Atmung. Das hilft. Aber als er tiefer in sie eindringt, beißt sie die Zähne zusammen, schließt die Augen und kämpft. Er reibt weiter ihre Klitoris, hält sie fest, stöhnt ihr ins Ohr. Sie spürt, dass sie jetzt mit ihm gemeinsam zucken kann und das Gefühl ist unglaublich. So schwindelerregend körperlich. Sein großer Schwanz füllt sie so aus, wie sie es noch nie gefühlt hat, und seine Finger kitzeln sie an der Klitoris. Das Feuer füllt sie aus und nichts kann sie aufhalten. Auf unerklärliche Weise ist sie in ihre eigene Mitte gekrochen und ist ganz dort. Als es explodiert, ist sie es selbst, die explodiert. Und trotzdem ist sie noch immer da. Sie hört ihn schreien, während ihr eigener Orgasmus noch anhält. Er spritzt in sie.

Sie fallen in sich zusammen, lachen und halten sich.

In der Nacht schliefen sie zum ersten Mal in einem Bett. In ihrem Bett. Um genug Platz zu haben, mussten sie in Löffelchenstellung liegen. Sie hörte ihn atmen, ein wenig langsamer und schwerer. Dann hörte sie nichts mehr.

„Du bist schön“, sagt er. Und dann: „Wo führt das nur hin?“

Über den Boden tanzte der Schein der Kerzen. Sie streckte sich über das Spielbrett, nahm die Würfel und warf sie. Sechserpasch. Ging an den teuren Straßen vorbei, sackte die 4000 ein, ohne dass ihr auf dem Weg etwas Unangenehmes passierte. Sie war also noch mal dran, aber sie hielt inne, bevor sie die Würfel wieder warf. Sie sah ihn an. „Wie meinst du das?“

„Ich meine, was glaubst du, was deine Mama sagen wird, wenn ich ihr erzähle, dass wir miteinander schlafen?“

Louise lächelte. „Lass die Details weg“, sagte sie.

Johnny lachte, aber sein Lachen war gequält und weckte in Louise Gefühle, die sie nicht haben wollte. Johnny sollte sich quälen, wenn sie nicht da war, nicht jetzt, da sie zusammen waren.

„Wie glaubst du, dass sie reagieren wird?“, fuhr Johnny fort. Mit einem großen Schluck leerte er sein Weinglas. Sie füllte nach.

„Sie flippt aus“, antwortete Louise leise und warf die Würfel.

„Ja, so ist es“, murmelte Johnny und zog sich die Finger durch den Bart. „Genau so.“

Louise zog mit ihrer Zylinder-Spielfigur über das Spielfeld, merkte aber, dass Johnny nicht bei der Sache war, und das Spiel verlor sofort seinen Reiz.

Ihr wurde wieder klar, dass sie so ganz andere Ansichten hatte als Johnny. Für ihn bestand das Leben aus Dingen, die wichtig waren, und Dingen, die es nicht waren.

Er lebte in der Welt der Erwachsenen. Aus der Erwachsenenperspektive saßen sie einfach da und spielten ein Spiel. Auch wenn das für sie bedeutete, dass sie auf eine Art mit einem Mann zusammen war, wie nie zuvor, und glücklich darüber war, spielte das für ihn keine Rolle, weil es nicht wichtig war. Das Wichtige war ihre Mutter, die nicht einmal da war, weil Karin und Johnny eine echte Beziehung hatten, eine, die man leicht in Worte fassen konnte. Die eine Zukunft und eine Vergangenheit hatte und nach Plan lief. An Erwachsenenmaßstäben gemessen hatte nur das Bedeutung, was man leicht in Worte fassen konnte. Da blieb vieles auf der Strecke. Sie ignorierten so viel. Das machte sie wütend, fast wahnsinnig, aber sie wusste nicht, wie sie ihre Wut ausdrücken sollte. Ihr fehlten die Worte.

Stattdessen biss sie die Zähne zusammen, seufzte, wischte alles vom Spielbrett und warf es zurück in den Karton, als würde sie einen trügerischen Freund begraben.

Macht nichts, sagte sie zu sich selbst. Das einzig Wichtige war, dass sie so viel Zeit wie möglich miteinander verbrachten, ehe es vorbei war.

„Worauf hast du Lust, was sollen wir machen?“, fragte er. Er blinzelte etwas zu oft und sah sie an, als würde er im Meer im Wasser treten, ohne dass ein Horizont in Sicht war.

„Ich will dich tätowieren“, sagte sie.

„Okay?“ Er veränderte seine Position auf dem Boden und sah sie neugierig an.

Sie rannte in ihr Zimmer, holte die Stifte aus der Schreibtischschublade und eilte zurück. Sie schob das Monopoly weg und setzte sich im Schneidersitz zu ihm, so nah, dass sie ihr Knie unter seinen Bauch schieben musste. Sie zog seinen großen Arm zu sich und entfernte mit den Zähnen die Kappe vom Stift.

Ihr Pony fiel über ihr Gesicht. Ohne sie in ihrer Konzentration zu stören, strich er ihr die Haarsträhne vorsichtig hinters Ohr. Sie sah kurz hoch und lächelte freundlich, um dann weiter an der Skizze zu arbeiten, die sich auf seinem breiten Unterarm langsam zu einem Bild formte. Johnny betrachtete ihr Gesicht, die schwindelerregend schönen Formen, ihre ungeschminkten Augen, die durch ihre Konzentration auflebten. Sie war gleichzeitig erwachsen und noch ein Kind. So unzerstört und ungezeichnet vom Leben. Zum ersten Mal hatte er Angst vor etwas anderem als dem, was mit ihm und Karin passieren würde.

Er hatte Angst davor, was mit Louise passieren würde. Sie war so intelligent. Sie dachte mehr nach als andere junge Leute in ihrem Alter. Meistens war sie ihm einen Schritt voraus. Er fühlte sich in ihrer Gegenwart immer ein bisschen dumm, ohne dass es ihn störte. Eher war das einer der Gründe, warum er sich in ihrer Nähe so wohl fühlte, auch dann noch, wenn sie gerade gevögelt hatten. Das Leben mit ihr war immer spannend. Und interessant. Und lustig. Warum war es mit Karin immer so zäh? Wo war eigentlich der Unterschied? Er wusste es nicht.

Louise hielt seinen Unterarm im Arm und Johnny sah absichtlich nicht hin. Durch die Bewegungen der Filzstifte spürte er, dass das Bild an der Armbeuge anfing und an dem empfindlichen Übergang zwischen Handgelenk und Hand aufhörte. Oder andersrum.

Er trank seinen Wein in kleinen Schlucken, um sie nicht zu stören. Eine Kerze nach der anderen ging aus, aber Louise zeigte keine Reaktion. Er sah sie, jenseits des Äußerlichen. Es gab etwas an ihr, das man nicht zerstören konnte.

„Fertig!“, sagte sie und setzte den Deckel auf den letzten Stift. Sie gab ihm seinen Arm zurück und er sah ihn an. Es waren nur zwei brennende Kerzen im Zimmer übrig, aber er konnte es trotzdem erkennen. Die Zeichnung zeigte einen Mann und eine Frau. Nackt. Sie schliefen miteinander. Louise hatte ihre Charakterzüge zwar ein wenig verändert, aber es bestand kein Zweifel, dass der grobschlächtige, kräftige Mann er selbst war und die schöne, feingliedrige Frau sie.

„Wie findest du es?“, fragte sie.

„Du bist ein Star“, sagte er lächelnd. „Ich liebe es.“ Er drehte den Arm, sodass das goldene Licht und das Schattenspiel das Bild lebendig aussehen ließen.

Er sah sie an. Sie sah ihn an. Keiner sagte etwas. Als wäre alles gesagt. Als er sie küsste, lehnte sie sich nach hinten auf den Parkettboden, ohne den Kontakt zu seinen Lippen zu verlieren. Sie führte ihn mit sich bis ganz nach unten.

Er zog ihr das Höschen aus. Er tat es mit einer routinierten Bewegung, trotzdem fühlte es sich jedesmal neu an. Er drückte seinen ganzen Schwanz in sie hinein und das Paradies öffnete sich erneut für sie.

Noch immer hatten sie ihre Kleider an, was das Gefühl verstärkte. In dem Moment hatten sie einen unglaublichen Kontakt. Ihre Muschi war völlig nass und er füllte sie aus.

Nach einer Weile wurde er wild. Riss ihr die Kleider vom Leib. Legte ihre Brüste frei, die von den Stößen herumrollten. Er konnte sich nicht entscheiden, was er von ihr am meisten brauchte: ihre Brüste, ihre Hüften, ihren Po oder ihre Haare? Ihre Lippen?

Sie hielt den Augenkontakt, nachdem sie ihn einmal hergestellt hatte, legte ihre Hand auf seine Wange und sah in sein gequältes Gesicht und seine braunen Augen, die anscheinend gegen ihren Willen ihre Liebe preisgaben. Er spritzte in sie. Sie lagen dicht aneinander und er führte sie mit seinen Fingern zum Höhepunkt.

„Sitzt du fest?“

Ihre Stimme ist freundlich. Sie streicht sich eine Strähne hinters Ohr. Im Ohrläppchen glänzen drei goldene Ohrringe wie ein Sternbild. Ihr Gesicht ist das eines Engels, so schön und voller Licht. Aber ihr Blick ist voller dunkler, lustvoller Gefühle. Sie sieht direkt auf seinen Schritt und ihre Augen werden groß vor Neugier. Da bemerkt er, dass er in der Mitte festgegurtet ist, mit einer Art Flugzeuggurt.

„Ich kann dir helfen“, sagt sie lächelnd. Ihre Finger, die sich über seinen Schritt vortasten, lassen ihn sofort wieder geil werden, bis zur äußersten Genussgrenze.

Sie öffnet den Hosenstall. Gierig und enthusiastisch zieht sie ihm die Hose und alles runter bis zu den Kniekehlen. Sein Schwanz steht steil ab.

„Ui!“, sagt sie.

Ihm gefällt das Kompliment und er sieht, wie sein Schwanz weiter wächst. Wie in einer verdrehten oder perversen Version von Pinocchios Nase.

„Darf ich ihn anfassen?“, fragt sie.

Er nickt.

Sie greift ihn und lacht verwundert. „Was soll ich jetzt machen?“, fragt sie. Aber bevor er ein Wort sagen kann, hat sie schon angefangen, ihn zu befriedigen. Ihr Lächeln ist so dunkel wie ihr Blick, und er versteht, dass sie es schon wusste.

„Ich frage mich, wie er schmeckt …“, sagt sie leise zu sich selbst. Sie sieht ihn an und stellt die Frage: „Darf ich mal probieren?“

Ein Lachanfall überkommt ihn wie ein Schluckauf, aber er beherrscht sich. Die Worte fallen aus ihm heraus und seine Stimme ist wieder tief und stark, als er schließlich ruft: „Ja, mach du mal!“

Sie durchbohrt ihn mit ihren Blicken und leckt am Schaft entlang. Dann rundet sie die Lippen und nimmt ihn in den Mund. Ihr Mund ist wie ein Tor zum Himmel. Immer höher und höher steigt er in seiner Lust. Bis sie schmatzend loslässt und sagt: „Das war lecker! Aber jetzt stürzen wir glaube ich ab.“

Plötzlich sitzt er wieder im Flugzeug. Sie hält seinen Schwanz weiter fest, zeigt auf eine Frau in der Reihe schräg vor ihnen und sagt: „Ach, guck mal. Da ist Mama.“

Karin dreht sich um.

Johnny wacht auf, als er gerade entgeistert Luft holt. Der Atemzug bleibt stecken und er hustet.

Er glaubt nicht, dass er geschrien hat. Nicht laut. Und in diesem ersten Augenblick versteht er nicht, was gerade los ist oder warum es so schön ist. Und erschreckend.

Das Zimmer ist dunkel. Das Schlafzimmer. Das Bett. Karin, die still neben ihm schläft. Das unglaubliche Gefühl von seinem Schwanz, an dem Louises Kopf auf und ab wippt.

In dem Augenblick ist Johnny hellwach. Er ist sich des lauten Geräusches des feuchten Blasens furchtbar bewusst. „Bitte“, murmelt er. „Bitte hör auf.“

Sie grunzt und macht weiter, noch inniger als vorher. Er keucht. Sein Körper krampft.

Voller plötzlicher Liebe zu ihr streicht er ihr mit den Fingern durchs Haar. Spürt den umwerfenden Orgasmus durch seinen Körper rollen wie schwere Steine. Spürt das Zucken in Hüfte und Rückgrat, das sein Gehirn zu leeren scheint. Louise grunzt, als sie das warme Sperma in den Mund bekommt. Sie saugt, leckt und schluckt abwechselnd.

Durch das Zurückhalten des Stöhnens hyperventiliert Johnny.

Da wacht Karin auf.

„Was zur Hölle ist hier los?!“, schreit sie und setzt sich im Bett auf.

Johnny zuckt zusammen, als hätte ihn eine Peitsche getroffen. Reflexartig zieht er sich die Boxershorts hoch. Die nackte Louise zieht sich ans Fußende zurück.

„Was macht ihr?! Was soll das hier?!“

Während Johnny sich aufrichtet und zur Bettkante rutscht, dreht sich Karin um und schaltet die Nachttischlampe an. Louises Körper wird angeleuchtet und die Situation dadurch noch enthüllender. Als sie Johnnys Gesicht im Licht sieht – die überraschten Furchen über den Augenbrauen, die entschuldigenden Linien um seine Mundwinkel – entzündet sich ihre Wut wie die Zündschnur vom Dynamit.

Sie sieht rot, die Welt erzittert und ihr Sichtfeld ist von Dunkelheit eingerahmt. Sie nimmt ein Buch vom Nachttisch und wirft es auf ihn. Es ist gebunden, aber nicht besonders dick und schwer. Johnny sieht es rechtzeitig und hebt die Arme, so dass das Buch gegen sein Handgelenk fällt. Problematisch ist, dass sie nach dem Buch mit ihrer anderen Hand ein Wasserglas gegriffen und nach ihm geworfen hat. Er hört ein Aufprallgeräusch, ein Echo oder so etwas. Dann verliert er den Kontakt. Zu allem.

Er wachte auf, weil sich zwei Frauen anschrien. Die Übelkeit überkam ihn wie nach einem massiven Saufgelage. Er schluckte kräftig, und nur so konnte er verhindern, dass er spucken muss. Er lag auf dem Rücken auf dem Boden. Sein Kopf hämmerte, aber der Bereich an der Schläfe fühlte sich betäubt an.

Habe ich eine Gehirnerschütterung? Blute ich? Er fühlte mit der Hand nach. Es war feucht und etwas klebrig. Vielleicht war er ein paar Minuten ohnmächtig gewesen. Ist es gefährlich? Die Unruhe kam schnell, vermischte sich mit der Übelkeit und verstärkte sie. Aber er hatte nur wenig Blut an den Fingern und er sah das Glas auf dem Boden. Die Nässe musste vom verschütteten Wasser kommen. Das Glas war noch heil.

„Ich liebe ihn! Und er liebt mich! Misch dich nicht ein! Du kannst nicht bestimmen, was wir tun dürfen!“, schrie Louise.

„Bist du vollkommen übergeschnappt? Du redest hier von einem erwachsenen Mann. Meinem Mann. Du bist nur ein Kind …“

„Bin ich überhaupt nicht! Hör einfach auf.“

„Was hat er mit dir gemacht? Hat er dich manipuliert?“ Entsetzt legte Karin ihre Hand auf den Mund. In ihren Gedanken war aus der Wut ein überzeugendes mütterliches Gefühl geworden. „Ich wusste nicht, dass er so ein Mensch ist. Das wusste ich nicht. Was habe ich getan? Ich habe ihn in unser Zuhause gelassen. Er muss dich manipuliert haben. Mein armes Mädchen. Was hat er mit dir gemacht? Hat er dich dazu gezwungen? Wann …“

Louise war so wütend und verblüfft, dass sie zuerst nur auf der Stelle trampeln konnte. Sie spannte die Arme an und ballte die Fäuste. „Du dumme Kuh. Er hat mich zu gar nichts gezwungen!“, schrie sie.

„Das ist schlimm, was passiert ist, ist ganz furchtbar, aber jetzt ist es vorbei …“, sagte Karin mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Ihr Blick war abwesend.

„Kapier es endlich! Ich liebe ihn und er liebt mich! Wir machen was wir verdammt noch mal wollen!“

Johnny ging es nicht gut. Es war an sich schon genug, die hämmernden Kopfschmerzen und das Geschrei zu verkraften. Aber ihm tat auch Karin leid. Er bereute nicht, was er mit Louise hatte. Das wäre unmöglich. Aber Karins Rolle in dem Ganzen tat ihm leid. Es war nicht besonders schön abgelaufen.

Er setzte sich auf, um etwas zu sagen. Was das sein würde, war ihm noch nicht eingefallen. Aber nur dadurch, dass er sich bewegte, wurden sie auf ihn aufmerksam und Karins Augen wurden schwarz. Sie sprang über das Bett. Es ging schnell. Ihre Nägel rammten sich ihm in Wangen und Arme. Als er sich abwendete, setzte sie sich auf seinen Rücken. Sie schlug ihm auf den Hinterkopf, wie man seine Knöchel auf den Tisch schlägt, aber sie hatte nicht genug Kraft, um ihm ernsthaft zu schaden. Als er die Arme schützend hob, waren ihre Hammerschläge wirkungslos. Louise griff nach Karins Haaren und zog. Man konnte nicht verstehen, was sie schrien, aber es schienen Flüche zu sein.

Gleich ruft ein Nachbar die Polizei, dachte Johnny und versuchte so schnell wie möglich seine Kleider aufzusammeln.

Er suchte in der Schublade nach seinen Strümpfen. Es gab keine zwei, die zueinander passten.

„Meine Tochter, Johnny! Meine eigene Tochter.“

„Ja. Ja.“ Er nickte. Sein Körper war voller Schuldgefühl. Er sah auf den Boden und nickte weiter.

„Wie konntest du nur?! Wie zur Hölle konntest du nur?!“ Sie hieb mit den Armen nach ihm. Louise hielt sie zurück. „Ich bringe dich um! Du widerlicher Arsch!“

Er sah sie aus den Augenwinkeln an. Es tat ihm weh. Er gab die Suche nach den passenden Strümpfen auf und nahm ein Hemd aus dem Schrank.

Er sah die Frauen an. Er fühlte sich schlecht. Wie ein Schmutzfleck.

Er öffnete die Schlafzimmertür und wandte sich den beiden ein letztes Mal zu. „Ich gehe jetzt“, sagte er.

Er ging durch die Dunkelheit die einsame Straße herunter und zitterte in der Winterkälte. Sein Handy vibrierte in der Hosentasche. Als er es rausholte, leuchtete das Display wie ein Feuer in der Dunkelheit. Louise rief ihn an.

Der Masseur - Erotische Novelle

„Weißt du, ich sollte das eigentlich nicht sagen, aber …“ Sie verstummte und trank einen Schluck Kaffee.

„Was denn?“, fragte ich.

„Nee.“ Sie räusperte sich und strich über ihr Kleid. Schlug die Absätze auf den Fliesenboden, als sie ihre übergeschlagenen Beine tauschte. Und zog die Lippen nach innen, sodass ihr Mund zu einem Strich wurde – wie bei dem letzten verzweifelten Versuch, die Worte aufzuhalten, die bereits auf dem Weg nach draußen waren.

„Jetzt sag schon!“

„Jaa!“ Sie seufzte schwer. „Okay. Aber du darfst dann nicht denken, dass ich komisch bin.“

„Bitte, Eva, ich werde ganz sicher nicht glauben, dass du komisch bist. Was ist es? Was willst du denn nun erzählen?“

Eva strich sich mit den Fingern durch die Haare und biss sich auf die Lippe. „Ja nee, ich weiß nicht, wie ich das erklären soll.“ Sie ließ den Blick über den Pausenraum schweifen und ich tat es ihr nach. In der Ecke auf der anderen Seite saßen drei junge Typen. Herbestellte Elektriker. Der mit den ganzen Tätowierungen hing überm Tisch und spielte mit einem Schraubendreher. Die anderen saßen mit verschränkten Armen da und unterhielten sich leise. Sie machten immer die längsten Mittagspausen, oder Planungstreffen, oder wie sie es nun nannten. Vor allem tranken sie Kaffee und rissen grobschlächtige Witze.

Aber sie waren durchaus schön anzusehen.

Wir konnten sie von unserem Platz aus nicht hören, also konnten sie uns auch nicht hören, aber trotzdem lehnte sich Eva über den Tisch und senkte die Stimme, bis sie fast flüsterte: „Ich habe dir doch von der neuen Massagepraxis erzählt?“

Ich nickte.

„Der heiße Typ aus Tschechien?“

Ich nickte erneut. Unbewusst hatte auch ich mich über den Tisch gelehnt.

„Ja, wir …“ Sie saugte ihre Lippe ein. „Wir haben es gestern etwas weitergeführt.“ Sie lächelte mit dunklem und tiefem Blick, weltgewandt, so wunderbar selbstsicher und so provozierend selbstzufrieden, dass ihre Freude abfärbte. Das allein ließ mich erschaudern.

„Ich wusste nicht, dass ihr miteinander geht“, sagte ich.

„Tun wir ja auch nicht.“ Sie lachte auf und schüttelte verwundert den Kopf. „Also so, dass …“

Sie zögerte erneut. Einen schrecklichen Augenblick lang dachte ich, sie hätte sich umentschieden und würde nichts erzählen. Aber dann sagte sie: „Wir haben es auf der Massageliege gemacht.“

„WAS?!“ Ich schlug die Handflächen auf den Tisch.

Ich konnte sehen, dass Eva versuchte, cool zu bleiben, ihr Lächeln in Schach zu halten, aber es gelang ihr nicht. Sie leuchtete. „Oh, Gott, es war so schön. Du ahnst es nicht. Ich habe mich noch nie so … umsorgt gefühlt. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass das die beste Massage meines Lebens war. Und ich hatte echt schon viele.“

„Massagen oder Sex?“

Wir lachten beide, begannen zu kichern und benahmen uns wie Teenager.

„Jetzt erzähl schon“, quengelte ich. „Ich sterbe vor Neugier. Ich muss jedes Detail wissen.“

Also erzählte sie.

Es war fünf Uhr nachmittags, kalt und eklig, die Sonne ging gerade unter. Noch dazu war es windig. Aber das ist das Schöne an der Praxis: Sobald man durch die Tür kommt, wird man von einer Wärme empfangen, als sei man gerade in Griechenland aus dem Flugzeug gestiegen. Es ist wunderbar dort drinnen. Das Wartezimmer steht voller brennender Kerzen, duftet nach Lavendel und ist mit weichen Teppichen ausgelegt. Wie ein Wohnzimmer. Und es ist gemütlich. Man fühlt sich wirklich wie zu Hause. Und dann bekommt man noch Tee. Aus den Lautsprechern kommt ruhige, entspannende Musik. Indische Streichinstrumente, Meditationsmusik, du weißt schon.

Die Wände sind so dick, dass man den Verkehr draußen nicht mehr hört. Alles ist ganz wunderbar. Ich glaube, ich werde da … wie nennt man das … wie in Trance. Alles fällt von mir ab. Allein der Gedanke, dass ich gleich entspannen kann, lässt mich schon entspannen. Verstehst du?

Aber okay, an diesem Nachmittag wird es ein bisschen anders. Er sieht besorgt aus, er ist nicht er selbst.

Er will nichts sagen, aber ich verlange es von ihm, ich gebe nicht nach. So viel, wie er mir gibt, muss ich auch etwas zurückgeben dürfen. Für mich ist es so, als ob wir einander bereits kennen. In vieler Hinsicht kenne ich ihn besser als manche Menschen, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite oder mit denen ich mein Leben lang Handball trainiere. Ich glaube, es hat mit der Intimität zu tun, die wir teilen. Stell dir nur all die Stunden vor, die mich Herr Matej schon massiert hat. Seine Hände bei vollkommener Stille auf meinem Körper. Ab und zu ist es vorgekommen, dass ich eine Art Euphorie gespürt habe. Das kann besser als Sex sein, weißt du. Manchmal jedenfalls.

Aber trotzdem sind wir Fremde. Verstehst du? Ich weiß ja gar nichts über ihn. Hat er Familie? Kinder? Eine Frau? Jedenfalls bis dahin wusste ich nichts. Nun weiß ich es.

Scheiße noch mal, es war so offensichtlich, aber … vielleicht kann man etwas nicht erkennen, wenn man es sich nicht vorstellen kann? Naja, wie auch immer. Er hat zwei erwachsene Kinder, einen Sohn und eine Tochter, die beide schon ausgezogen sind. Trotzdem sieht er nicht einen Tag älter als 36 aus. Vielleicht hat er unglaublich früh Kinder bekommen? Ich kann mir fast denken, dass er mit 16 oder so Vater geworden ist. Er ist so erdverbunden. Bodenständig. Du weißt, so wunderbar selbstsicher. Ein richtiger Kerl. Aber weißt du, was er gesagt hat?

Seine Frau hat ihn verlassen.

Ich kann das kaum glauben, wer macht denn so was? Wer verlässt ihn? Aber anscheinend hatte sie jemand Jüngeren getroffen oder was auch immer. Er schien ihr nicht mal böse zu sein. Nur unglaublich traurig. Er tat mir so leid. Ich wollte ihn so gerne trösten. Ihm sagen, dass es vorbeigeht. Aber weißt du, was er da gesagt hat?

Dass er nie mit ihr verheiratet war. Genau das sagt er: Ich war nie mit ihr verheiratet. Was soll ich jetzt tun?

Verstehst du, dass ich ihn einfach nur in den Arm nehmen wollte?

Aber ich lag schon auf der Liege. Und ich spürte, dass das hier etwas Neues war. Alles hatte sich verändert. Alles war anders. Ich konnte die beiden nicht mehr unterscheiden. Ihn, den echten, lebendigen Mann, der sich mir nun gezeigt hatte, und Herrn Matej, den anonymen Masseur mit den magischen Händen. Als er dann also anfing, spürte ich stattdessen ihn. Verstehst du? Das war mir fast zu viel. Und ich konnte mich nicht entspannen.

Sind Sie gestresst?, fragte er mich. Zieht Sie etwas runter?

Entschuldigung, sagte ich, aber ich kann nur noch an Sie denken.

Aber, aber, sagte er. An mich brauchen Sie nicht zu denken. Ich komme schon klar. Ich bin nur für Sie hier. Meine Arbeit ist das, was ich jetzt am meisten brauche. Dabei vergesse ich alles. Mir geht es dadurch gut, dass ich dafür sorge, dass es Ihnen gut geht.

Er sagt das mit einem wunderbaren Akzent. Etwas in seiner Stimme ist genauso warm wie seine Hände.

Ich holte tief Luft. Und dann sprudelte es aus mir raus. Ich weiß nicht, wo das plötzlich her kam, aber ich sagte: Okay. Aber heute brauche ich was extra. Gibt es hier eine Spezialbehandlung? Sowas wie all inclusive.

Die Worte rannen mir aus dem Mund. Also voll sexuell geladen. Ich dachte: Shit, was habe ich gesagt? Das klang so doof. Ich habe ja geradezu um Sex gebeten. Und natürlich hat er reagiert. Die Stimmung veränderte sich. Drückende Stille. Gott, war mir das peinlich. Aber dann holte ich tief Luft und dachte, jaja, deswegen geht die Welt auch nicht unter.

Er begann meine Schultern zu massieren. Wie immer. Er ist ein Meister darin, sofort die versteckten Verspannungen zu finden. Er muss sie nicht suchen, er weiß es sofort, als hätte er einen sechsten Sinn dafür. Also massierte er meine Schultern, meinen Nacken und meinen Rücken. Da, wo alle meine Verspannungen sind.

Es dauerte nicht lange, bis ich Zeit und Raum vergaß. Wenn ich dermaßen entspannt bin, lasse ich alles los. Ich schämte mich nicht länger. Das war vorbei. Ich hatte es vergessen. Ich dachte, dass er es auch vergessen hatte.

Aber das hatte er eindeutig nicht.

Er sagte, ich solle mich auf den Rücken drehen. Er gab mir ein kleines Handtuch, um meine Brüste zu bedecken. Eine weitere Besonderheit dieser Praxis ist, dass sie Ganzkörperspiegel an der Decke haben. Also genau über der Massageliege. Ich finde das ein bisschen pornografisch. Ich versteh nicht, wozu man das sonst braucht, aber was weiß ich schon?

Jedenfalls schloss ich die Augen und genoss die Massage im Gesicht. Stirn, Schläfen, Wangen, um die Augen, Nase. Überall bewegten sich seine magischen Finger mit großer Sensibilität. Im Unterschied zum Kneten von vorher war das hier einfach nur schön. Wunderbar schön. Seine Finger sind so magisch. Er erfüllt mich mit Energie. Ich spürte die elektrische Spannung von seinen Fingerspitzen bis in meinen Körper. Ich fühlte mich glücklich. Dieses unerklärliche Glück, das einfach von innen hervorsprudelt.

Dann massierte er meinen Kopf bis zu den Haarwurzeln. Himmel, war das schön. Die reinste Seligkeit.

Es ist immer wunderbar, wenn man da ist, aber diesmal war es besonders schön, von Anfang an. Er war mir so nah. Manchmal fühlte es sich an, als hätte ich zwei Händepaare auf mir drauf: die vom harten Herrn Matej, die meine Muskeln kneteten, bis ich meine Kiefer vor Schmerzen zusammenbeißen musste, und die vom bedächtigen und liebevollen Herrn Matej, der mich gleich danach streichelte.

Nun würde ich gern deine Brüste massieren, sagte er.

Und was glaubst du, habe ich geantwortet? Kein Einspruch, euer Ehren.

Er stammelte etwas davon, dass es ihm um die Festigkeit der Muskeln ging, die von den Schultern runterführen und die verspannt sind. Aber ich wollte nur die Titten von seinen Händen massiert bekommen. Ich liebe es, wenn ein Mann Zeit mit meinen Brüsten verbringt. Aber wer tut das nicht?

Besonders, wenn er ein bisschen in die Brustwarzen kneift. Oder an ihnen saugt und leckt, mein Gott. Ich hatte zwar keine Hoffnung, dass das jetzt passieren würde, aber ich konnte an nichts anderes denken. Ich war so geil.

Wenn er nur wüsste, wie oft ich in meinen Gedanken mit ihm Sex gehabt habe. Es war schon eine Routine für mich. Schnell nach Hause, eine Flasche Wein öffnen und die Klitoris kneten. So lange ich noch das Gefühl seiner Hände auf meinem Körper hatte.

Aber wie du weißt, gibt es keine Fantasie, die sich mit der Wirklichkeit messen kann. Und die Wirklichkeit kam langsam näher.

„Deine Spezialbehandlung, Eva“, sagte er.

Ich erwachte aus meinen Träumen.

„Dafür muss ich deinen ganzen Körper massieren“, sagte er.

„Okay“, antwortete ich. Jetzt war ich neugierig. Er schien noch etwas sagen zu wollen.

„Ich werde sehr nah an deinen Intimbereich kommen“, sagte er. „Das muss ich, wenn ich überall ran will. Verspannungen können sich überall verstecken und ihren Platz wechseln. Deshalb will ich deinen ganzen Körper durchgehen, dann hast du die Chance auf totale Entspannung.“

Mein Herz pochte. Was hatte er mit mir vor?

Er erklärte, dass man eventuell mehrere Sessions brauchen würde, um diese totale Entspannung zu erreichen, aber dass er es jetzt gern versuchen würde.

Was glaubst du, was ich gesagt habe? Sollte ich da etwa nein sagen? Dass er mich weiter mit seinen wunderbaren Händen massieren würde, an noch mehr Stellen meines Körpers?

Ich sagte, er solle das gern tun. Ich fühlte mich wie … weiß auch nicht. Wie im Himmel. Klischee, ich weiß, aber … es war ein besonderes Gefühl. Ich wollte für immer unter seinen Händen liegen.

Und dann ging es endlich los. Er ließ Öl auf seine Hand rinnen und ließ die Hand dann auf meine Brust klatschen. Er umschloss sie. Streichelte mich. Es gab nicht die geringste professionelle Distanz in seinem Tun. Ehrlich! Er genoss es. Meine Brustwarzen waren so hart, man hätte Glas mit ihnen schneiden können. Er machte große Kreisbewegungen, drückte die Brüste und streichelte sie. Ich musste meine Lippen öffnen, um nicht zu stöhnen, aber ein bisschen habe ich wohl doch gestöhnt.

Und du kannst mir glauben, dass ich nachgeguckt habe. Hättest du das auch gemacht? Ich drehte meinen Kopf ein wenig, öffnete die Augen und linste. Hatte er einen Ständer?

Er hatte einen. Und dann auch noch enge Hosen. Ich war kaum noch bei Sinnen. Ich werde jetzt schon heiß, wenn ich nur daran denke. Kannst du dir vorstellen, dass ich da fast nackt auf der Liege liege, während er meine Brüste streichelt und einen Ständer hat?

Als er sich über mich beugte, war sein Schritt über meinem Gesicht. Sein vom Blut geschwollener Schwanz. Oh ja, es sah sehr eng in der Hose aus. Und ich roch den männlichen Duft. Nicht wie Parfüm, sondern seinen natürlichen Geruch. Ich glaube, es war der Geruch seines Schwanzes. Es fühlte sich so an. Es roch roh, männlich und nach Moschus.

Meine Güte, wurde ich davon geil. Nun war es abgemacht. Nun war es klar. Aber ich würde ihn noch weiter massieren lassen. Er sollte den Takt bestimmen. Man kann durchaus sagen, dass er die Führung übernommen hatte.

Er machte an meinem Bauch weiter, bis nach unten, seine Finger machten unter dem Handtuch weiter. Ich starrte zum Spiegel hoch. Verwundert darüber, was ich gerade erlebte. Dachte an seinen Schwanz.

Und dann sagte er es: „Ich glaube, du solltest dein Höschen ausziehen.“

Ich kann dir sagen, dass das schnell ging. Ich hob den Po und zog es in einem Zug aus. Warf es auf den Boden.

Seine Hände waren überall. Fast. Überall außer in meiner Muschi. Kannst du dir vorstellen, was das mit mir gemacht hat? Ich meine, so nah dran zu sein, dass er meine Feuchtigkeit schon an den Fingern gespürt haben muss. Ich war so geil. Es brannte in meinem ganzen Körper. Ich wusste nicht, was ich noch tun sollte. Ich konnte nicht mehr still liegen. Ich musste ihn anfassen. Ich spreizte meine Beine etwas, hob die Schenkel und spreizte sie, damit er meine Muschi sehen konnte. Aber legte meine Beine geduldig wieder auf die Liege. Und massierte weiter meine Schenkel – kräftig und sensibel.

Er genoss es, das war herrlich. Und ich lag auf der Bank und stellte mir vor, seinen Schwanz im Mund zu haben. Weißt du, dieses wunderbare Gefühl von allem auf einmal. Ich konnte es nicht lassen. Aber mittendrin beginnt er, meine Füße zu massieren. Das war neu.

Unglaublich schön, ja, aber ich fand, es war jetzt schon zu weit gegangen, als dass man jetzt unnötige Zeit auf die Füße verschwenden sollte. Da war schließlich noch ein Schwanz, der in der engen Hose pochte, der meiner Meinung nach jetzt mir gehörte. Auf den ich schon so lange gewartet hatte. Seine Selbstbeherrschung war beeindruckend. Und meine auch. Größtenteils.

„Du bist so hübsch“, sagte er.

„Danke“, sagte ich. „Du siehst so unglaublich lecker aus. Ich möchte an deinem Schwanz lecken.“

Ich glaube, er wurde rot, aber das kann man nur schwer sagen, weil es so dunkel war.

Ich kann dir sagen, dass ich zu allem bereit war. Ich war so geil, dass ich keine innere Grenze mehr hatte. Ich meine, ich lag nackt und ausgeliefert auf der Liege und schämte mich kein bisschen. Ich wollte seinen Schwanz.

Und was für ein Anblick das war, als er sich auszog. Als er sein T-Shirt hochzog. Ich meine, all diese ganze männliche Nacktheit.

Ich rieb meinte Klitoris und wir sahen uns an. Es war sehr intim. Ich war so geil. So unfassbar geil. Es lief nur so aus mir heraus. Der Saft aus meiner Muschi hätte als Massageöl für uns beide gereicht, und dann wäre noch was übrig gewesen. Und als er dastand und mich auf diese Art ansah, mit seinem zum Zerbersten harten Schwanz, den er noch nicht mal angefasst hatte – da merkte ich, dass ich einen Orgasmus bekam.

Den ersten von vielen.

Es kribbelte in meinem ganzen Körper, dank der Massage spürte ich jede einzelne Zelle. Und dann beugte er sich runter. Ich hörte auf zu reiben, weil ich wusste, was er vorhatte. Ich strich mit der Hand durch seine krausen, kastanienbraunen Haare.

Ich spürte seine Zunge.

Genau an der Klitoris. Ich glaube, ich schwebte über der Liege. Ich schrie. Ich stöhnte nicht, ich schrie. Meine Beine zitterten. Ich glaube, jeder im Haus muss mich gehört haben, aber das war mir vollkommen egal. Gott, was für eine Erlösung. Und er lächelte mich so nett an, er war wohl sehr zufrieden mit sich.

Und weißt du was? Das war nur der Anfang. Echt, jetzt.

Er kletterte auf mich drauf. Ich berührte seinen Schwanz leicht, ich wollte ihn so irrsinnig gern in mir spüren. Er war gigantisch. Ein großer, sauberer, hübscher Schwanz. Nur ein paar Schamhaare um den Sack, sehr gut getrimmt. Und weißt du, dass man sagt, dass es keine zwei gleichen gibt? Das stimmt.

Er legte sich mit seinem ganzen Körpergewicht auf mich. Seine Schenkel waren außen an meinen und er presste sie zusammen. Dann streckte er meine Arme über meinen Kopf und wob seine Finger in meine. Wir hatten totalen Kontakt. Dann begann er, sich an meinem eingeölten Körper zu reiben. Aber er steckte ihn noch nicht rein. Er war wie eingebettet, wie … naja, du kannst es dir vorstellen.

Er rieb seinen saftigen Schwanz genau über meine Klitoris. Hoch und runter. Bis zum Nabel und dann so weit runter, dass er nur hätte drücken müssen, um mich zu penetrieren. Aber das tat er nicht. Er machte einfach weiter. Und am schönsten war es, wenn seine dicke, feuchte Eichel meine Klitoris berührte, logisch. Mit jedem Druck von der Eichel kam ich dem Orgasmus näher. Und er hatte den perfekten Rhythmus.

Ich sah zum Spiegel auf und betrachtete seinen schönen, glatten Po, der sich hob und dann anspannte, wenn er runterdrückte. Über seinen Rücken liefen kleine Wellen. Er hat einen wunderschönen Körper. Und dann machte er etwas Witziges mit den Zehen. Streckte sie so weit aus, dass die Füße zitterten. Vielleicht mochte er das, was weiß ich. Aber wie auch immer, so lief es ab. Er kitzelte mich mit seinem Schwanz im Nabel und machte mich dort nass und dann kehrte er zur Klitoris zurück. Er war mir so nah. Schupperte mir etwas mit dem Dreitagebart über die Wange und stöhnte herrlich. Tief und rau. Ich hob sein Gesicht, um ihn anzusehen. Er verzog das Gesicht. Und ich genoss es so sehr. Ich wusste nicht, wer von uns zuerst kommen würde. Aber das war ich. Erneut. Gute Güte, was für einen Orgasmus ich hatte. Ich kam immer weiter und weiter und er war wieder genauso stark. Es war mein erster multipler Orgasmus aller Zeiten.

Er hielt mich mit seinem schweren Körper umfangen, glitt weiter an der Spalte auf und ab, immer wieder über die Klitoris. Und dann hörte ich ihn brummen. Das Sperma breitete sich auf mir aus. Kannst du dir vorstellen, wie sexy das war? Heißes, schönes Sperma, auf dem Bauch, bis zur Brust. Ich hatte sogar welches am Hals und am Kinn.

Wir küssten uns lange und süß. Er ist ein herrlicher Küsser. Weiche Lippen, nicht fordernd, aber trotzdem ist die Zunge sehr viel da. Er wusste, was er tat, weißt du.

Wir haben keine einzige richtige Pause gemacht. Ich jedenfalls nicht. Wir haben immer weiter gemacht. Wir waren glitschig und nass vom Öl – und allem anderen. Wir berührten uns mit so viel Haut, wie nur irgendwie möglich. Kletterten aufeinander. Wechselten die Stellung, so weit es ging, aber vorsichtig, damit keiner von der Liege rutschte.

Ich sage dir, er ist wie ein griechischer Gott. Wie Janus. Nur besser, weil es ihn in echt gibt. Wenn ich nur an ihn denke, bekomme ich Lust zu … und dieser Hintern ist so perfekt, dass man hineinbeißen will.

Ich schmiegte mich an ihn. Ich war so unglaublich geil und musste mich immerzu an ihn schmiegen. Ich glaube, dass ich mich sogar an seinem Schenkel gerieben habe. Es ist einfach passiert. Zwischen allem anderen.

Und es fühlte sich so gut an, sich so aneinander zu reiben, ohne jeden Widerstand, mithilfe des Öls. Ich konnte verdammt noch mal nicht mehr aufhören zu lächeln.

Schließlich kletterte er von der Liege und murmelte leise: Ich komme gleich wieder.

Ich lag da und sah mich im Spiegel an. Ich lag da und dachte: Wow. Wow. Wie ist es dazu gekommen? Was ist passiert? Damit hattest du doch vor anderthalb Stunden nicht gerechnet. Ich streichelte wieder meine Klitoris. Ich genoss es, mich selbst zu sehen. Ich fühlte mich so unglaublich sexy. Als er zurückkam, sah er verlegen aus. Wir haben keine Kondome im Büro, sagte er. Nimm eins aus meiner Tasche, sagte ich zu ihm. Ich habe mehrere.

Und dann bestieg er mich.

Du … Es war so schön. Er machte es langsam. Traf mich genau richtig. Erreichte meinen G-Punkt. Das ist die einzige Art, wie ich einen vaginalen Orgasmus bekomme, was quasi nie passiert.

Wie er das so gut hinbekommen hat, weiß ich nicht, niemand macht das sonst. Vielleicht hat er dafür auch einen sechsten Sinn? Vielleicht ist es nicht nur die Massage. Vielleicht hat er einfach einen magischen Sinn dafür, was Frauen brauchen? Oder so was? Vielleicht ist er mit Männern aber genauso gut.

Wie auch immer, ich bin gekommen. Noch. Drei. Mal. Während er in mir war.

Und wir hörten noch immer nicht auf. Er hatte die Libido eines 18-Jährigen. Die Kondome waren irgendwann alle. Was er alles mit mir gemacht hat! Ich hatte ihn im Mund. Im Po. Zwischen den Brüsten. Man kann mit Sicherheit sagen, dass ich bekam, was ich brauchte. Er füllte mich aus.

Ab sofort ist er mein Hausgott. Nur ein Gott kann so viel wissen und geben. Vergiss Herrn Matej. Ich habe einen besseren Namen für ihn. Ab sofort nenne ich ihn Janus.

Wie konnte seine Frau ihn nur verlassen? Ich verstehe das nicht!

Da sagte ich zu Eva, dass das Geheimnis vielleicht nicht war, dass er alles über Frauen wusste, sondern dass sie beide gemeinsam eine perfekte Einheit bildeten, wie zwei passende Puzzlestücke. Aber sie sah mich nur kritisch an und lachte dann los. Keine Ahnung, warum. Da war offenbar noch etwas, das sie mir nicht erzählte, aber wir hatten jetzt schon lange beim Mittagessen gesessen – sogar die Elektriker waren gegangen – sodass wir jetzt dringend wieder arbeiten gehen mussten, wenn wir nicht den ganzen Nachmittag freinehmen wollten.

Das war nur ein Fick, sagte sie, wie ein Schlussstatement. Ich glaube, sie meinte es auch so. Ich glaube nicht, dass sie mir etwas verheimlichen wollte. Es gab keinen Grund, das anzunehmen. Trotzdem nagte es weiter an mir. Sie erzählte sonst nie auf diese Weise und ich war allein vom Zuhören geil geworden.

Sie war sonst immer so cool. Machte immer genau den Kommentar, der alles erklärte.

Wir konnten einander ohne viele Worte verstehen. Auf einer Party zum Beispiel, wenn man etwas Wichtiges sagen will, das die anderen aber nicht hören sollen. Da kommunizieren wir schon fast telepathisch. Es reicht, dass sie ihre Augenbraue hochzieht, auf eine bestimmte Art lächelt oder unauffällig den Kopf schüttelt, dann weiß ich drei Schritte im Voraus, was sie denkt. Und sie liest mich auf die gleiche Art. Wir können zwei süßen Kerlen nachstarren und dabei ein Gespräch führen, das ungefähr so klingt:

„Glaubst du …?“

„Mm.“

„Aber …“

„Nee, ich schwöre dir, keine Chance.“

„Okay.“

„Findest du auch?“

„Ja. Aber erst nach diesem Lied.“

Und da wir schon wissen, wer wen möchte (das wissen wir immer) und nun übereingekommen sind, dass sie sicher leicht rumzukriegen sind, bleibt uns jetzt nur noch, sie dazu zu bringen, uns anzubaggern. Eine Formalität.

Aber jetzt … wusste ich weder aus noch ein. Ich fühlte mich geil und verwirrt. Wer war dieser Herr Matej?

Ich ging noch am gleichen Nachmittag zur Massagepraxis. Ich musste es wissen. Sie war nicht schwer zu finden. Die Neonschilder unterschieden sich mit ihren grellen Farben und dem orientalischen Stil deutlich von ihrer grauen Umgebung. An der Rezeption saß eine hübsche Frau. Blond, jung. Etwas rosige Wangen. Sie strahlte vor Selbstsicherheit. Ich räusperte mich. Ehrlich gesagt war ich echt nervös. Jetzt, wo ich so nah dran war.

Darmowy fragment się skończył.

Gatunki i tagi

Ograniczenie wiekowe:
0+
Data wydania na Litres:
05 maja 2025
Objętość:
370 str. 1 ilustracja
ISBN:
9788728109731
Wydawca:
Tłumacz:
Właściciel praw:
Bookwire
Format pobierania:

Podobne książki